„Der Disput Kasper gegen Ratzinger, den Franziskus neu entfacht hat“

Ratzinger und Kasper, zwei Kardinäle, zwei Gegenspieler in einem anscheinend endlosen Disput
Ratz­in­ger und Kas­per, zwei Kar­di­nä­le, zwei Gegen­spie­ler in einem anschei­nend end­lo­sen Dis­put

(Rom) In der aktu­el­len Aus­ga­be des Wochen­ma­ga­zins L’Espresso (44/2015) faß­te der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster im Rück­blick die zwei ver­gan­ge­nen Syn­oden­jah­re zusam­men. Im Arti­kel: „Dis­put Kas­per gegen Ratz­in­ger, der nicht enden will“ zeich­net Magi­ster die Bruch­li­ni­en in der Kir­che nach, die durch die Fami­li­en­syn­ode zuta­ge getre­ten sind. Zum Dis­put schreibt Magi­ster: „Fran­zis­kus hat ihn neu ange­facht und die Syn­ode hat ihn nicht gelöst. In den Para­gra­phen über die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen kommt das Wort ‚Kom­mu­ni­on‘ nicht vor. Der Papst könn­te es aber, kraft sei­ner Auto­ri­tät, hin­zu­fü­gen“.

„Die Unzu­frie­den­heit war spür­bar“, die Papst Fran­zis­kus über den Syn­oden­aus­gang heg­te. In sei­ner Schluß­re­de vor der Syn­oden­ver­samm­lung und in der Pre­digt zum Syn­oden­ab­schluß nahm er sich noch ein­mal die „kon­spi­ra­ti­ve Her­me­neu­tik“ vor: gegen die „Indok­tri­nie­rer“, die das Evan­ge­li­um „zu toten Stei­nen machen wol­len, mit denen man die ande­ren bewer­fen kann“ und gegen „die ver­schlos­se­nen Her­zen […], die sich oft sogar hin­ter den Leh­ren der Kir­che oder hin­ter den guten Absich­ten ver­stecken, um sich auf den Stuhl des Mose zu set­zen und – manch­mal von oben her­ab und mit Ober­fläch­lich­keit – über die schwie­ri­gen Fäl­le und die ver­letz­ten Fami­li­en zu rich­ten.“

„Dabei“, so Magi­ster, „ist der am 24. Okto­ber beschlos­se­ne Schluß­be­richt eine ein­zi­ge Hym­ne an die Barm­her­zig­keit, von der ersten bis zur letz­ten Zei­le“. Ein Text, was Magi­ster nicht erwähnt, den der Vati­kan, nach wie vor nicht für wert befun­den hat, außer Ita­lie­nisch auch noch in ande­ren Spra­chen vor­zu­le­gen. Auch dar­in kommt eine Gering­schät­zung, oder wie Magi­ster sagt, die „spür­ba­re Unzu­frie­den­heit“ des Pap­stes, zum Aus­druck.

Aller­dings „fin­det sich in die­sem Doku­ment kein Wort, das die Dok­trin und die Dis­zi­plin der katho­li­schen Kir­che von jenem ‚Nein‘ zur Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne löst, das die wirk­li­che Mau­er war, die die Neue­rer ein­rei­ßen und damit eine Bre­sche auf­tun woll­ten, die direkt zur Zulas­sung der Schei­dung und der Zweit­ehe geführt hät­te“.

***

„Zwei Jah­re dau­er­te das Unter­neh­men von der Ankün­di­gung der Dop­pel­syn­ode bis zu ihrem Abschluß. Dabei war der Beginn im Febru­ar 2014 so blen­dend durch den deut­schen Theo­lo­gen und Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, ein Erneue­rer zeit sei­nes Lebens, den Fran­zis­kus damit beauf­tragt hat­te, den zum Kon­si­sto­ri­um ver­sam­mel­ten Kar­di­nä­len die Linie zu dik­tie­ren.

Die Wahl Kas­pers als Haupt­dar­stel­ler war selbst bereits Pro­gramm. Seit 30 Jah­ren lie­fer­te er sich ein Duell mit sei­nem histo­ri­schen Gegen­spie­ler, sei­nem Lands­mann Joseph Ratz­in­ger, auch er Theo­lo­ge, dann Kar­di­nal und schließ­lich Papst, und das genau zu den bei­den Haupt­streit­punk­ten der zu Ende gegan­ge­nen Syn­ode: die Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne und die Ver­schie­bung der Zustän­dig­kei­ten von der Welt­kir­che zu den Orts­kir­chen.

An bei­den Fron­ten war Ratz­in­ger bereits als Kar­di­nal sieg­reich dank der Auto­ri­tät von Johan­nes Paul II., den er hin­ter sich wuß­te. Als er selbst Papst wur­de, grenz­te er sei­nen Gegen­spie­ler aber weder aus noch demü­tig­te er ihn. Viel­mehr behielt er ihn mit einem pre­sti­ge­träch­ti­gen Auf­trag an sei­ner Sei­te als Vor­sit­zen­der des Päpst­li­chen Rates zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten.

Dann aber kam Fran­zis­kus und eröff­ne­te das gan­ze Spiel neu, und mit ihm kehr­te auch Kas­per zurück als äußerst akti­ver Wort­füh­rer der Erneue­rer, wäh­rend Ratz­in­ger sich selbst als eme­ri­tier­ter Papst zu Schwei­gen und Gebet in Zurück­ge­zo­gen­heit ver­pflich­tet hat­te.

Der Feh­ler der Neue­rer war aber, daß sie über­trie­ben haben. Bei der Syn­ode im Okto­ber 2014 scho­ben sie in den Zwi­schen­be­richt eine Rei­he eff­eft­hei­schen­der For­mu­lie­run­gen ein, die sofort ein media­les Geschrei über eine „Revo­lu­tio­nie­rung“ der katho­li­schen Dok­trin nicht nur in Sachen Ehe, son­dern auch in Sachen Homo­se­xua­li­tät aus­lö­sten.

Die­se For­mu­lie­run­gen spie­gel­ten aber kei­nes­wegs wider, was in der Syn­ode­nau­la gesagt wor­den war. Der Gegen­schlag war töd­lich. Die bei­den Kar­di­nä­le, der Ungar Peter Erdö und der Süd­afri­ka­ner Wil­frid Fox Napier, kri­ti­sier­ten öffent­lich das Manö­ver und benann­ten im Syn­oden­son­der­se­kre­tär Bru­no For­te den Haupt­ver­ant­wort­li­chen der Mani­pu­la­ti­on. Der Schluß­be­richt 2014 lösch­te die will­kür­lich ein­ge­füg­ten Sät­ze und die Homo­se­xua­li­tät ver­schwand aus der Syn­oden­agen­da.

Die Fra­ge der Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen blieb aber um so deut­li­cher offen. Papst Fran­zis­kus bestä­tig­te For­te auch für die zwei­te und letz­te Syn­oden­ses­si­on als Son­der­se­kre­tär und stärk­te durch geziel­te Ernen­nun­gen die Mann­schaft der Erneue­rer.

***

Und so kom­men wir zum Okto­ber.

Der Brief von drei­zehn nam­haf­ten Kar­di­nä­len, dar­un­ter Napier, den sie am ersten Arbeits­tag der Syn­ode dem Papst über­ge­ben, irri­tiert zwar den Emp­fän­ger, erreicht aber letzt­lich das gewoll­te Ziel: daß sich Manö­ver wie im Vor­jahr nicht wie­der­ho­len.

In der Aula und in den nach Spra­chen getrenn­ten Arbeits­grup­pen zeich­net sich sofort eine brei­te Mehr­heit gegen die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen ab, die an vor­der­ster Front die Bischö­fe Nord­ame­ri­kas, Ost­eu­ro­pas und vor allem Afri­kas zeigt.

Die Wahl des Rates am 22. Okto­ber, der als Brücke zwi­schen einer Syn­ode und der näch­sten die­nen soll, prä­miert in mas­si­ver Dosie­rung der Stim­men drei der drei­zehn Unter­zeich­ner des Beschwer­de­schrei­bens an den Papst: die Kar­di­nä­le Geor­ge Pell, Robert Sarah und Wil­frid Napier, eben­so drei wei­te­re Kar­di­nä­le und Bischö­fe der­sel­ben Rich­tung.“

Was Magi­ster an die­ser Stel­le nicht erwähnt: Die­ses Votum der Syn­ode war die Ant­wort auf den Ver­such von Papst Fran­zis­kus, den Syn­oda­len nach drei Wochen der Syn­oden­ar­beit fak­tisch den­sel­ben Text des Instru­men­tum labo­ris als Schluß­be­richt vor­zu­le­gen, der von Anfang an auf hef­ti­ge Kri­tik und Ableh­nung unter den Syn­oden­vä­tern gesto­ßen war. Ein erstaun­lich unge­schick­ter Schritt des Pap­stes, der gera­de­zu zwangs­läu­fig als offe­ner Affront auf­ge­faßt wer­den muß­te und auch wur­de.

„Zu die­ser Zeit reift im von Kas­per domi­nier­ten Cir­cu­lus Ger­ma­ni­cus die Ent­schei­dung, auf eine Mini­mal­lö­sung umzu­schwen­ken. Auf­grund der Stim­mung in der Syn­ode scheint das der ein­zi­ge noch denk­ba­ren Weg zu sein, um noch einen Mini­ma­ler­folg zu ret­ten: die ‚Unter­schei­dung‘ der Fäl­le samt mög­li­cher Zulas­sung zu den Sakra­men­ten soll dem ‚Forum inter­num‘ anver­traut wer­den und damit dem Betrof­fe­nen zusam­men mit dem Beicht­va­ter.

Die­sen Weg hat­te selbst Bene­dikt XVI. nicht aus­ge­schlos­sen“, aller­dings auch nicht gut­ge­hei­ßen, „son­dern gemeint, daß die Fra­ge einer ‚gründ­li­chen Unter­su­chung und Klä­rung‘ unter­zo­gen wer­den müs­se“, um ein abschlie­ßen­des Urteil abge­ben zu kön­nen. „Die­sem Weg stimm­te Kar­di­nal Mül­ler, der Glau­bens­prä­fekt und treu­er Ratz­in­ge­ria­ner im Cir­cu­lus Ger­ma­ni­cus zu.

Im Schluß­be­richt fin­det sich in den drei Para­gra­phen zu den wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen der deut­sche Text block­wei­se wie­der, aller­dings mit eini­gen maß­geb­li­chen Strei­chun­gen. Andern­falls hät­te der Text noch immer kei­ne Mehr­heit gefun­den.

So fin­den sich im Text, der mit einer Stim­me Mehr­heit geneh­migt wur­de, die Wor­te ‚Zugang zu den Sakra­men­ten‘ nicht mehr. Man kann sie sich besten­falls mit­den­ken. Eben­so­we­nig das Wort ‚Kom­mu­ni­on‘ oder irgend­ein Äqui­va­lent dafür.

Die Schluß­ent­schei­dung steht allein Fran­zis­kus zu. Er könn­te die gestri­che­nen Wor­te wie­der ein­fü­gen. Doch eines steht fest, die Syn­ode, die er so sehr woll­te, hat sich auf eine Wei­se geäu­ßert, die weit von sei­nen Erwar­tun­gen ent­fernt ist.“

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Donum fidei

19 Kommentare

  1. Wann wird die Mup­pets-Show end­lich abge­setzt?
    Wenn ich „unse­re“ zwei Kar­di­nä­le so ein­träch­tig auf dem farb­lich abge­stimm­ten Samt­so­fa sit­zen sehe, fällt mir spon­tan das Rot­käpp­chen mit dem Wolf ein: Das Rot­käpp­chen hat auch lei­der erst viel zu spät — erst als es gefres­sen wur­de — die Hin­ter­li­stig­keit und Gemein­heit des bösen Wol­fes durch­schaut.…

  2. Die­ser Bei­trag faßt das gan­ze Dilem­ma sehr gut zusam­men. Nun bleibt wirk­lich abzu­war­ten, was Fran­zis­kus aus dem Syn­od­en­er­geb­nis macht. Sei­ne Erwar­tun­gen wur­den in der Tat nicht erfüllt. Wür­de er nun gestri­che­ne Pas­sa­gen in ein nach­syn­oda­les Schrei­ben ein­fü­gen, wür­de er sei­ne eige­nen Ideen einer syn­oda­len Kir­che ad absur­dum füh­ren und hät­te einen nicht uner­heb­li­chen Anteil des Welt­epi­sko­pats gegen sich. Wür­de er es indes nicht tun, könn­te er bei den Medi­en nicht län­ger „Everybody’s Dar­ling“ blei­ben. Er hat sich selbst in die­se Zwick­müh­le bege­ben, nun bin ich gespannt wie (oder ob) er aus die­ser wie­der her­aus­kommt. Ich geste­he, daß sich mein Mit­leid für ihn in Gren­zen hält. Den­noch soll­ten wir für ihn beten, vor allem um die Gaben des hei­li­gen Gei­stes, die ihn vor wei­te­ren Irr­we­gen bewah­ren mögen.

    • Mogun­ti­nus @ …vor allem um die Gaben des Hl.Geistes…Dass der Hei­li­ge Geist hier
      nicht mehr mit­spielt, sieht man an der Unei­nig­keit, Unklar­heit und den Ergeb­nis­sen die-
      ser bei­den Syn­oden die nur Ver­wir­rung und Frust her­vor­ge­bracht haben. Ein Kurs­wech-
      sel durch Fran­zis­kus ist nicht mehr rea­li­stisch, denn die Kas­pe­ria­ner haben hier­durch
      erst recht die Mög­lich­keit ihr dia­bo­li­sches Tun wei­ter zu ver­fol­gen und was Gott ver­hin-
      dern möge, durch­zu­set­zen.

  3. Wie­der­um eine sehr gute und tref­fen­de Zusam­men­fas­sung der Ereig­nis­se. Natür­lich ist die Syn­ode hin­ter den Erwar­tun­gen Ber­go­gli­os zurück­ge­blie­ben. Den­noch ist das Syn­oden­pa­pier letzt­lich ein Erfolg für ihn, denn bereits die mit der Mini­mal­for­de­rung ver­bun­de­ne Aner­ken­nung der Gewis­sens­ent­schei­dung in Fra­gen der Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne unter­hölt die katho­li­sche Ehe­leh­re und führt zu einem Schnee­ball­ef­fekt, der ihr über kurz oder lang Tür und Tor öff­net. Ber­go­glio muss sich nun ledig­lich ent­schei­den, ob er die­sen Pro­zess beschleu­ni­gen will, indem er höchst­per­sön­lich die Kom­mu­ni­on für wG gesamt­kirch­lich aus­drück­lich zulässt.

    Übri­gens soll­te man ver­mei­den, von den Kas­pe­ria­nern als Refor­mern oder Moder­ni­sie­rern zu spre­chen, denn die­se Begrif­fe sind nicht zutref­fend und viel zu posi­tiv besetzt. Es sind (noch dazu unaus­ge­go­re­ne) Ver­än­de­rer und Zeit­geistan­pas­ser der Leh­re, nichts wei­ter.

    Ein­mal mehr muss man sich von der eines Pap­stes unwür­di­gen wut­trie­fen­den Abkan­ze­lungs­pre­digt distan­zie­ren. So kann Ber­go­glio viel­leicht mit sei­nen psy­chisch auf­fäl­li­gen und für die Seel­sor­ge unge­eig­ne­ten Jesui­ten­no­vi­zen umsprin­gen, aber nicht mit Bischö­fen und Kar­di­nä­len der hei­li­gen römisch-katho­li­schen Kir­che, von denen er ja, nach zweit­va­ti­ka­ni­scher Les­art, ohne­hin nur ein pri­mus inter pares sein möch­te.

  4. Es gab ja nun­mehr eine hef­ti­ge Reak­ti­on auf das Vor­ge­hen der Kas­per/­Ber­go­glio- Grup­pe. „Papst“ Fran­zis­kus muß­te nach­ge­ben und schlucken wie es aus­sieht. Und soll­te er es wie­der pro­bie­ren, wird es wahr­schein­lich wie­der­um gro­ßen Wider­stand geben.
    Der Blitz­ein­schlag am Abend des 11.02.2013 kann nur­mehr als ein Zei­chen der inner­kirch­li­chen Span­nung- und Spal­tung gele­sen wer­den. Und die­se ist wohl auf der Syn­ode offen­kun­dig ein­ge­tre­ten.
    Papst Bene­dikt ist jetzt wich­ti­ger denn je, denn er steht für mei­ne Begrif­fe über bei­den Rich­tun­gen (er möch­te ganz gewiß kei­ne Spal­tung), wenn auch inhalt­lich sicher­lich deut­lich auf der Sei­te von Kar­di­nal Sarah und der ande­ren.

    Es stellt sich viel­leicht die Fra­ge, „Papst“ Ber­go­glio und sei­ne Anhän­ger zu iso­lie­ren, um den Scha­den mög­lichst gering zu hal­ten. Denn ihnen gehts ja um weit mehr, und der Kom­mu­nion­emp­fang für sog, wvh. Geschie­de­ne ist nur ein Vehi­kel (und des­we­gen füh­ren sie auch eine unehr­li­che, eine Schein­de­bat­te dar­über), um aus der Kir­che eine NGO zu machen, der Frei­mau­rer­Welt ange­paßt und ihr zu Dien­sten.

  5. Auch Begrif­fe wie „Ver­än­de­rer“ und „Zeit­geist-Anpas­ser“ oder gar „Kas­pe­ria­ner“ sind viel zu posi­tiv und wert­schät­zend for­mu­liert. Es han­delt sich bei ihnen schlicht und ergrei­fend um mut­wil­li­ge Kir­chen­zer­stö­rer mit einem Hang zum Van­da­lis­mus!

  6. „Seit 30 Jah­ren lie­fer­te er sich ein Duell mit sei­nem histo­ri­schen Gegen­spie­ler,…“

    Ich wün­sche mir so sehr, dass die­se „Duel­le“ in der gött­li­chen Kir­che end­lich auf­hö­ren, und das umge­setzt wird, was unser Herr­gott wirk­lich will.

  7. @ hicest­ho­die
    Vie­len Dank für Ihre Ein­schät­zung. Wesent­lich erscheint mir Ihre Aus­sa­ge : Übri­gens soll­te man ver­mei­den, von den Kas­pe­ria­nern als Refor­mern oder Moder­ni­sie­rern zu spre­chen, denn die­se Begrif­fe sind nicht zutref­fend und viel zu posi­tiv besetzt. Es sind (noch dazu unaus­ge­go­re­ne) Ver­än­de­rer und Zeit­geistan­pas­ser der Leh­re, nichts wei­ter. Es gehört heu­te dazu — so lächer­lich es auch ist — jeden, der eine wie auch immer gear­te­te Ver­än­de­rung will, als Refor­mer zu bezeich­nen. Refor­ma­re heisst eine (alt bekann­te Form) wie­der­her­stel­len. Inzwi­schen nennt der Zeit­geist jede wie auch immer gear­te­te Ver­än­de­rung Reform. Kon­kret : hin­ter dem Begriff „Reform“ ver­birgt sich heu­te ein groß­an­ge­leg­ter Eti­ket­ten­schwin­del. Kas­per und Kon­sor­ten als Refor­mer wol­len eine ande­re Kir­che, frei von lehr­amt­li­chen Dog­men — das bedeu­tet ohne Lehr­amt — frei von der Leh­re Chri­sti. Sei­ne Hae­re­si­en wur­den von Prof. Dr. Georg May enum­me­ra­tiv auf­ge­li­stet. Die Fra­ge ist doch die . War­um stieg er trotz die­ser Hae­re­si­en in der vati­ka­ni­schen Kar­rie­re­lei­ter immer wei­ter nach oben? Wer hält sei­ne Hand schüt­zend und mäch­tig über ihn?

  8. Kar­di­nal Kas­per färbt sich die Haa­re wie man auf dem Foto sehen kann; was für ein eit­ler Fatz­ke!
    Wahr­schein­lich wür­de er es aber genau­so abstrei­ten wie damals Schrö­der, falls man ihn dar­auf anspre­chen soll­te. Naja, Lügen aus sei­nem Mund sind ja nichts Neu­es!

    • Das Foto scheint nicht aktu­ell zu sein,denn auch Bene­dikt wirkt jün­ger und hat eine rote Kap­pe auf,also war er auf dem Foto noch Kar­di­nal Ratz­in­ger.
      Wenn ich mich täusche,möge man mich kor­ri­gie­ren anson­sten fän­de ich die Sache nicht ganz sauber,wir wol­len doch nicht mani­pu­la­tiv wer­den wie die MSM !?

      • Bei aller Lie­be, lie­be @Stella,
        auch wenn das Foto noch aus der Jung­stein­zeit stammt, sieht ein Blin­der mit Krück­stock und Hör­ge­rät, dass Kas­pers Haa­re zumin­dest getönt sind! Der Alters­un­ter­schied zwi­schen den bei­den beträgt ca. 5 Jah­re — und dabei die inten­si­ve brü­net­te Tönung allein von guten Genen her­zu­lei­ten, scheint nicht plau­si­bel. Schon gar nicht, wenn man die Far­be des Haupt­haa­res mit dem Grau sei­ner Schlä­fen ver­gleicht!
        Aber was zer­bre­chen wir uns den Kopf über Kas­pers Haa­re — soll er sie fär­ben oder nicht, wenn’s ihm Spaß macht. — Schö­ner wird er dadurch jeden­falls nicht — und ob er auf die­se Art sei­nen Kopf ret­ten kann, ist auch frag­lich.

  9. @ Hans
    Sie fra­gen in Rich­tung Kar­di­nal Kas­per: “ War­um stieg er trotz die­ser Hae­re­si­en in der vati­ka­ni­schen Kar­rie­re­lei­ter immer wei­ter nach oben? Wer hält sei­ne Hand schüt­zend und mäch­tig über ihn?“
    Papst Johan­nes Paul II und Kar­di­nal Joseph Ratz­in­ger wuss­ten aus der Vita Küng, dass Leu­te wie Prof. Dr. Wal­ter Kas­per am gefähr­lich­sten wer­den, wenn man sie wei­ter­hin orts­kirch­lich gebun­den an Uni­ver­si­tä­ten leh­ren lässt. Da war es nahe­lie­gend, sie in die Kurie ein­zu­bin­den, nach­dem man ihren Ansich­ten lehr­amt­lich wider­spro­chen hat­te. Das klapp­te bei Prof. Kas­per sehr gut, bis Papst Fran­zis­kus SJ, ange­sta­chelt durch sei­ne jesui­ti­schen Ordens­brü­der in Deutsch­land, die­ses pro­gres­si­sti­sche „Juwel“ aus der „Ver­sen­kung“ zurück an die theo­lo­gi­sche Front hol­te, die seit den Ful­da­er Dia­log­be­schlüs­sen von Herbst 2010 eine von Jesui­ten befeh­lig­te deut­sche Front ist, an der als erste Opfer Bischof Wal­ter Mixa und Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zu bekla­gen waren und wahr­schein­lich als Opfer auch .….. zu zäh­len ist.

  10. @ Freya:
    Wenn das Foto noch einen Kar­di­nal Ratz­in­ger zeigt,dann ist es MINDESTENS 10 Jah­re alt.
    In der Zeit kann man schon ganz gut ergrau­en und Män­ner ergrau­en nun mal zuerst an den Schlä­fen.
    Aber es ging mir eigent­lich gar nicht um die Haare,sondern weil das Foto eine Einig­keit zwi­schen Bene­dikt und Kas­par suggeriert,NACH der Synode,was ja dann so nicht stim­men wür­de.
    Das mein­te ich mit leicht mani­pu­la­ti­ve Bericht­erstat­tung a la main­stream medien,weil Foto und Arti­kel nicht zusam­men pas­sen.

  11. @Suarez Sie schrei­ben:
    „Sie bekla­gen sich, dass Bischö­fe die Ein­heit der Kir­che gewahrt haben.“

    Wel­che Ein­heit wur­de denn gewahrt? Wie kann man eine Ein­heit mit anti­ka­tho­li­schen Kir­chen­zer­stö­rern wah­ren? Sua­rez wo habe ich mich beklagt, dass die Ein­heit der Kir­che gewahrt wur­de? Ich habe den fau­len Kom­pro­miss mit Häre­ti­kern kri­ti­siert. Kön­nen Sie oder wol­len Sie mich nicht ver­ste­hen?

    „Was blie­be vom katho­li­schen Glau­ben, wenn die Kir­che in eine Viel­zahl von Regio­nal­kir­chen zer­fie­le? Glau­ben Sie nicht, dass sich die­se Fra­ge die kon­ser­va­ti­ven Bischö­fe ernst­haft gestellt haben und ent­spre­chend gehan­delt haben?“

    Die Gefahr dass die Kir­che in eine Viel­zahl von Regio­nal­kir­chen zer­fällt ist, ist doch gera­de durch das Syn­oden­do­ku­ment grö­ßer denn je.

    Reden wir doch Tache­les. Ist in Deutsch­land noch viel übrig vom authen­ti­schen Katho­li­zis­mus?
    Als unter 30 Jäh­ri­ge habe ich nicht ein­mal in mei­nem Leben authen­ti­schen Katho­li­zis­mus in Deutsch­land ken­nen­ge­lernt. Mir Pro­te­stan­tis­mus vor­zu­wer­fen, obwohl ich für die kom­pro­miss­lo­se Bewah­rung der Leh­re bin, ist so was von unfair.

    Ich bin für Authen­ti­zi­tät. Ein Schis­ma ist ein schmerz­haf­ter aber ein ehr­li­cher Weg als eine ver­lo­ge­ne Ein­heit. Die Deut­schen Bischö­fen und Theo­lo­gen mit ihrem Geld, ihre Macht und Ein­fluss, wol­len die gan­ze Welt­kir­che nach ihrem Sin­ne umge­stal­ten, die­se Ver­wal­ter von Asche.

    Sie infi­zie­ren mit ihren Unglau­ben und Rebel­li­on bereits vie­le Kir­chen außer­halb Deutsch­lands. Papst Fran­zis­kus, der soge­nann­te Stell­ver­tre­ter Chri­sti arbei­tet doch mit aus­ge­klü­gel­ten Mit­teln Sophi­ste­rei und Wort­klau­be­rei dar­an die Katho­li­sche Kir­che in eine Viel­zahl von Regio­nal­kir­chen zu spal­ten.

    Die­ses Syn­oden­do­ku­ment lie­fert den inner­kirch­li­chen Irr­leh­rern wie Kas­per und Marx die Legi­ti­ma­ti­on ihren Son­der­weg zu gehen und end­lich eine Deutsch-Natio­nal­kir­che mit einer eige­nen vom katho­li­schen Glau­ben los­ge­lö­sten Moral, zu eta­blie­ren.

  12. @Methodes schreibt:
    „Was dort abläuft, wis­sen wir eigent­lich nicht, Ver­mu­tun­gen sind nicht ver­bo­ten, jedoch vom Tod der katho­li­schen Kir­che zu schrei­ben ohne jeg­li­che Trau­er, in die­ser Zeit der Gefahr selbst nicht das Min­de­ste für die­se Kir­che zu tun, nur Bös­hei­ten zu ver­brei­ten, ist absto­ssend.“

    Was dort abläuft wis­sen wir dank glau­bens­treu­en katho­li­schen Jour­na­li­sten, Lai­en­grup­pen die Vor­ort waren und den vie­len Wort­mel­dun­gen von Kir­chen­wür­den­trä­gern. Dr. Anca-Maria Cer­nea, die ein­ge­la­den war 3 Minu­ten zu spre­chen, sprach von einer Leni­ni­sti­schen Min­der­heit in der Syn­ode, die gut orga­ni­siert und koor­di­niert ist und geschickt ver­such­te Ein­fluss auf die Syn­ode zu neh­men. Sie müs­sen schon genau­er lesen. Mir ging es dar­um klar zu machen, dass die häre­ti­schen Kle­ri­ker nichts Gerin­ge­res als den Tod der Katho­li­schen Kir­che wol­len. Sie wol­len sie nicht sofort töten, son­dern lang­sam aber sicher.

    Daher darf man ihnen kei­nen Mil­li­me­ter ent­ge­gen­kom­men auch nicht für eine ver­meint­li­che Ein­heit. Die Wahr­heit tut weh und wenn man sie unge­schminkt prä­sen­tiert ist sie sehr absto­ßend. Wie immer wird der Über­brin­ger schlech­te Nach­richt mit der Nach­richt gleich­ge­setzt.

  13. Lie­be @Marienzweig ich bin nicht ver­bit­tert, son­dern zor­nig wie sehr sich der Vati­kan von der Hei­li­gen Schrift bereits ent­fernt hat. Wer die Kir­che liebt kann nur zor­nig sein, wenn man sieht wie sich die Kir­chen­wür­den­trä­gern, denen die See­len der Gläu­bi­gen anver­traut wur­de auf­füh­ren und was sie in der Syn­ode ver­ein­bart haben. Der Hei­li­ger Geist ist es der auf­deckt, über­führt und er deckt auf und über­führt mit die­ser Syn­ode.

  14. Der Rott­wei­ler Got­tes Ratz­in­ger hat sich im Papst­amt lei­der als Chi­hua­hua ent­puppt. Bene­dikt hat­te die Chan­ce gehabt sei­ne Macht im Sin­ne Got­tes zu gebrau­chen und die­sen Erz­hä­re­ti­ker Kas­per das Hand­werk zu legen um einen Scha­den von der Kir­che abzu­wen­den. Eine der schwe­ren Ver­säum­nis­se von Bene­dikt und JP II war es Häre­ti­kern und Aposta­ten im Namen der Nach­sicht und Mil­de taten­los gewäh­ren zu las­sen.

    Das Tole­rie­ren von Irr­leh­rern und Irr­leh­ren bedeu­tet nichts ande­res als die Kir­che Ver­füh­rern, die ande­re zu Fall brin­gen und Glau­bens­zer­stö­rern aus­zu­lie­fern

  15. Wer­te @ Zarah!
    Habe ich Ihnen nicht gera­ten, Ihre Zun­ge vor vor­schnel­len Ver­ur­tei­lun­gen zu hüten? Den­noch sagen Sie
    „Der Rott­wei­ler Got­tes Ratz­in­ger hat sich im Papst­amt lei­der als Chi­hua­hua ent­puppt. Bene­dikt hat­te die Chan­ce gehabt sei­ne Macht im Sin­ne Got­tes zu gebrau­chen und die­sen Erz­hä­re­ti­ker Kas­per das Hand­werk zu legen um einen Scha­den von der Kir­che abzu­wen­den. Eine der schwe­ren Ver­säum­nis­se von Bene­dikt und JP II war es Häre­ti­kern und Aposta­ten im Namen der Nach­sicht und Mil­de taten­los gewäh­ren zu las­sen.
    Das Tole­rie­ren von Irr­leh­rern und Irr­leh­ren bedeu­tet nichts ande­res als die Kir­che Ver­füh­rern, die ande­re zu Fall brin­gen und Glau­bens­zer­stö­rern aus­zu­lie­fern“.
    Unter Ein­be­zie­hung des histo­ri­schen Hin­ter­grunds stellt sich die Sache aller­dings etwas anders dar, was Ihrer „gefühls­ge­steu­er­ten“ Forsch­heit im For­dern enge Gren­zen setzt.
    Mit der Eröff­nungs­re­de zum zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil am 11. Okto­ber 1962 hat­te Papst Johan­nes XXIII. ange­kün­dig, von nun an gegen die Irr­tü­mer der Zeit „…nicht mit den Waf­fen der Stren­ge, son­dern dem Heil­mit­tel der Barm­her­zig­keit“ vor­ge­hen zu wol­len. Damit hat­te er sich auf das Anti­mo­der­ni­sten­pro­gramm von Papst Pius X. bezo­gen, der die Gefahr für die Kir­che erkannt hat­te, die von der pro­te­stan­ti­schen Leben-Jesu-For­schung unter der Prä­mis­se der Spät­da­tie­rung der Evan­ge­li­en und wei­te­rer 16 Schrif­ten des NT aus­ging und die Kir­che bibel­wis­sen­schaft­lich unvor­be­rei­tet getrof­fen hat­te. In sei­ner Enzy­kli­ka von 1907 »Pas­cen­di Domi­ni­ci gre­gis« hat­te er unter Nr. 37 geschrie­ben: „Alle Wege des Moder­nis­mus (füh­ren) zum Athe­is­mus und zur Ver­nich­tung der gesam­ten Reli­gi­on. Der Irr­tum des Pro­te­stan­tis­mus war der erste Schritt, es folgt der Moder­nis­mus, um schließ­lich im Athe­is­mus zu enden“. Die Fol­ge die­ser an sich rich­ti­gen Ein­schät­zung war der Moder­ni­sten­eid, den jeder Prie­ster auf der Basis der römisch-katho­li­schen Leh­re zu lei­sten hat­te und ein stren­ger Maß­nah­men­ka­ta­log gegen im Ver­dacht ste­hen­de „moder­ni­sti­sche“ Geist­li­che und Hoch­schul­theo­lo­gen, der aller­dings schnell die Bespit­ze­lung auf­blü­hen ließ, die Uni­ver­si­täts­for­schung behin­der­te und das Anti­mo­der­ni­sten­pro­gramm von Papst Pius X. ins­ge­samt in Miss­kre­dit gebracht und dem Anse­hen der Kir­che wegen der began­ge­nen Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen schwe­ren Scha­den zuge­fügt hat­te. Die Fol­ge war nach 1965, dass man in den fol­gen­den 50 Jah­ren dem aka­de­mi­schen Dis­kurs in den Theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten der Uni­ver­si­tä­ten gro­ße Frei­hei­ten ein­räum­te. Die­se Frei­hei­ten hat Pro­fes­sor Kas­per in Tübin­gen und Mün­ster bereits 1972 in sei­nem Buch „Ein­füh­rung in den Glau­ben“ in Anspruch genom­men. Sei­nen theo­lo­gi­schen Auf­fas­sun­gen u.a.zu Ehe und Fami­lie wur­de vom hl. Papst Johan­nes Paul II. wider­spro­chen, er selbst wur­de als Prä­fekt in die Kurie geholt und damit im Rah­men der recht­li­chen Mög­lich­kei­ten erfolg­reich wie­der in die Leh­re „ein­ge­bun­den“ und ohne rele­van­te Hand­ha­be gegen ihn in die Pen­si­on ver­ab­schie­det — bis Papst Fran­zis­kus die Büh­ne der Welt­kir­che betrat.

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