Synode: Papst Franziskus und das „amerikanische Problem“

Erzbischof Chaput mit Papst Franziskus in Philadelphia
Erz­bi­schof Cha­put mit Papst Fran­zis­kus in Philadelphia

(Rom) Die drei­zehn am Mitt­woch ver­öf­fent­lich­ten Arbeits­grup­pen­be­rich­te zum drit­ten Teil des Instru­men­tum labo­ris (mit den The­men wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne und Homo­se­xua­li­tät) las­sen je nach Mehr­heits­ver­hält­nis­sen unter­schied­li­che Nuan­cie­run­gen erken­nen. Der Vati­ka­nist Matteo Mat­zuz­zi von Il Foglio stell­te dazu eini­ge Über­le­gun­gen an.

Es fal­le auf, daß die „Kas­pe­ria­ner“ in kei­ner Grup­pe durch­mar­schie­ren konn­ten, nicht ein­mal in der deut­schen, in der Kar­di­nal­prä­fekt Mül­ler Platz genom­men hat­te und das wohl nicht von unge­fähr. An ihm kamen auch Marx und Kas­per nicht vor­bei. Kar­di­nal Schön­born, dem „gebo­re­nen Diplo­ma­ten“ wie es in Wien heißt, fiel die Auf­ga­be zu, die gegen­sätz­li­chen Posi­tio­nen so lan­ge zu kon­ju­gie­ren, bis ein ein­stim­mi­ges Doku­ment her­aus­kam, das die „Kas­pe­ria­ner“ ziem­lich schwach aus­se­hen läßt. 

Sie brin­gen alle ihre Anlie­gen vor, doch als ein­zi­ger Hin­weis zur kon­kre­ten Umset­zung wird nur die Nr. 84 aus Fami­lia­ris Con­sor­tio von Papst Johan­nes Paul II. genannt. Zwar wur­de nur der erste Teil zitiert und der zwei­te, der wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne, die sich aus „schwer­wie­gen­den Grün­den“ (wegen Kin­dern) nicht mehr tren­nen kön­nen, zur Josephse­he ver­pflich­tet, weg­ge­las­sen. Impli­zit ist er durch die Beru­fung auf die Nr. 84 jedoch mit dabei.

Haben „Kasperianer“ Synode bereits abgeschrieben und hoffen auf Franziskus?

Mit Kar­di­nal Mül­ler hat­ten die Kas­pe­ria­ner einen Gegen­spie­ler, der sich nicht ins Bocks­horn jagen läßt. Wie immer hin­ter ver­schlos­se­ner Tür die Din­ge abge­lau­fen sein mögen, das deut­sche Papier erklärt den Groll der Kas­pe­ria­ner, den sie gleich zu Beginn an Kar­di­nal Pell abreagierten.

Wahr­schein­li­cher ist, daß die Kas­pe­ria­ner die Hoff­nung, in der Syn­ode einen Durch­bruch zu erzie­len, bereits auf­ge­ge­ben haben. Sie blicken auf Papst Fran­zis­kus. Er könn­te das Blatt noch zu ihren Gun­sten ändern. Wird er es tun? Und wenn ja wie? Wege und Mög­lich­kei­ten wur­den in den ver­gan­ge­nen Wochen meh­re­re ange­spro­chen oder zumin­dest angedeutet.

Die Syn­ode, auch nicht die Papie­re der drei­zehn Arbeits­grup­pen, lie­fern kei­ne Hand­ha­be oder gar Stüt­ze, um die katho­li­sche Ehe- und Moral­leh­re auf­zu­wei­chen oder umzu­dre­hen. Der Papst, so er es woll­te, täte sich schwer, die­se syn­oda­le Ori­en­tie­rung ein­fach zu ignorieren.

Das „amerikanische Problem“ des Papstes

Das größ­te Pro­blem für das Kir­chen­ober­haupt kommt aus den USA, genau dem Land, dem er gera­de einen Besuch abge­stat­tet hat­te. Das war abseh­bar. Es genügt, sich die Rede von Fran­zis­kus an die Bischö­fe in der Kathe­dra­le von Washing­ton nach­zu­le­sen. Mit der Ernen­nung von Blai­se Cup­ich zum Erz­bi­schof von Chi­ca­go wur­de die ame­ri­ka­ni­sche Pha­lanx zwar etwas auf­ge­lockert, mehr auch nicht. Cup­ich selbst, ver­such­te sich dank­bar zu erweisen.

Auch außer­halb der Syn­ode zeigt sich der US-Epi­sko­pat kämp­fe­risch. Der Erz­bi­schof von Newark, Msgr. John Myers, ver­schick­te die­se Woche an alle Prie­ster sei­ner Diö­ze­se ein Schrei­ben, mit dem er ihnen streng­stens unter­sagt, Gläu­bi­ge, die sich in einer irre­gu­lä­ren Posi­ti­on befin­den (wie eben wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne) oder Posi­tio­nen im Wider­spruch zur katho­li­schen Leh­re ver­tre­ten, zur Kom­mu­ni­on zuzu­las­sen. Dazu gehö­ren auch Abtrei­bungs­be­für­wor­ter und Unter­stüt­zer von „Homo-Rech­ten“ oder „Homo-Ehe“.

Das Schrei­ben hängt zwar unmit­tel­bar mit den begin­nen­den Vor­wah­len zu den Prä­si­dent­schafts- und Par­la­ments­wah­len im kom­men­den Jahr zusam­men, fällt aber auch mit­ten in die Syn­oden­ar­bei­ten in Rom.

Erz­bi­schof Myers teil­te auch unmiß­ver­ständ­lich mit, daß er in sei­nem Juris­dik­ti­ons­be­reich es nicht dul­det, daß kirch­li­che Ein­rich­tun­gen oder katho­li­sche Orga­ni­sa­tio­nen „Per­so­nen oder Orga­ni­sa­tio­nen“ Gast­freund­schaft gewäh­ren, „die der Leh­re der Kir­che wider­spre­chen“. Eine Absa­ge an Zusam­men­ar­beit und Akti­ons­bünd­nis­sen bis zu Räum­lich­kei­ten, die in Pfar­rei­en zur Ver­fü­gung gestellt werden.

Richt­li­ni­en, die hel­fen sol­len, „den katho­li­schen Glau­ben inmit­ten einer immer säku­la­ri­sier­te­ren Kul­tur zu bewah­ren und zu schüt­zen“, so der Erzbischof.
Auch in Rom las­sen die ame­ri­ka­ni­schen Syn­oda­len, zusam­men mit den pol­ni­schen und afri­ka­ni­schen, ihre Stim­me deut­li­cher hören als frü­her. Vor allem fehlt ihnen die häu­fig nebel­haft-ver­schwom­me­ne kir­chen­di­plo­ma­ti­sche Spra­che der Westeuropäer.

Schärfste Kritik am Instrumentum laboris aus Nordamerika

Ein Bei­spiel ist der Erz­bi­schof von Phil­adel­phia, Msgr. Charles Cha­put, der Gast­ge­ber des jüng­sten Welt­fa­mi­li­en­tref­fens, an dem auch Papst Fran­zis­kus teil­nahm. „Als ober­ster Hir­te der katho­li­schen Kir­che“, so Cha­put auf Papst Fran­zis­kus bezo­gen, „kann er auf den Rat [der Syn­oden­vä­ter] hören, ihn igno­rie­ren oder etwas zwi­schen die­sen bei­den Wegen machen. Es wäre aber son­der­bar, daß der Bischof von Rom nicht den Kon­sens sei­ner Brü­der berück­sich­ti­gen wür­de“, da „die Syn­oden ja einen kol­le­gia­len Wert haben.“
Erz­bi­schof Cha­put war der Rela­tor des Cir­cu­lus Angli­cus D, Mode­ra­tor der kana­di­sche Kar­di­nal Col­lins, der zu den bei­den Arbeits­grup­pen gehört, die am schärf­sten Kri­tik am päpst­lich appro­bier­ten Instru­men­tum labo­ris übten. Die von Cha­put und Col­lins geführ­te Arbeits­grup­pe ließ den Papst und die Syn­ode schwarz auf weiß wis­sen, daß „das Instru­men­tum labo­ris nicht die gering­ste Defi­ni­ti­on von Ehe bie­tet“ und, daß das „ein schwer­wie­gen­der Man­gel ist, der den gesam­ten Text mehr­deu­tig“ macht. Eine ver­nich­ten­de­re Kri­tik am Papst und dem von ihm ein­ge­setz­ten Syn­oden-Gene­ral­se­kre­ta­ri­at ist kaum denkbar.

Daß die Syn­ode sich letzt­lich auf eine Fra­ge, die Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on kon­zen­triert, bestä­tig­te ein­mal mehr Kar­di­nal Marx, der im Ple­num wie­der­hol­te, daß „die Mög­lich­keit, wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen den Zugang zum Sakra­ment der Buße und der hei­li­gen Kom­mu­ni­on zu erlau­ben, ernst­haft in Betracht gezo­gen wer­den soll­te“, wenn er auch die Ein­schrän­kung hin­zu­füg­te, daß dies auf Ein­zel­fäl­le bezo­gen und nicht als gene­rel­le Rege­lung zu ver­ste­hen sei. Der Domi­ni­ka­ner Jean-Paul Ves­co, Bischof von Oran in Alge­ri­en, sekun­dier­te. Es wer­de immer Ehen geben, die schei­tern. Man müs­se „der Rea­li­tät in die Augen sehen“.

Der dar­aus abge­lei­te­ten Schluß­fol­ge­rung wider­sprach ener­gisch Kar­di­nal Marc Ouel­let, der Prä­fekt der römi­schen Bischofs­kon­gre­ga­ti­on, ein Mann, der sei­ne Wor­te genau wiegt und grund­sätz­lich wenig öffent­li­che Stel­lung­nah­men abgibt. Doch in der Syn­ode­nau­la wur­de er deut­lich und wie­der­hol­te sei­ne Posi­ti­on auch gegen­über Radio Vati­kan: „Die Posi­ti­on von Fami­lia­ris Con­sor­tio ist die über­lie­fer­te Leh­re der Kir­che, bestä­tigt von Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. (…) Wenn ein Ehe­band sakra­men­tal und damit unauf­lös­lich ist, dann kön­nen wir [wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen] nicht den Zugang zu den Sakra­men­ten gewäh­ren, ohne die Leh­re zu ändern, weil das der zen­tra­le dok­tri­nel­le Punkt ist.“

West­eu­ro­pa und Nord­ame­ri­ka bil­den zwei Tei­le des soge­nann­ten Westens, wie er durch bzw. nach dem Zwei­ten Welt­krieg ent­stan­den ist. Und doch unter­schei­den sich die bei­den Tei­le deut­lich voneinander.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: MiL

12 Kommentare

  1. Die­ser Papst wird aller Vor­aus­sicht nach wei­ter tak­tie­ren und auf Zeit zu spie­len suchen.
    Er hat­te ja selbst die­se Syn­ode gewollt mit dem Ziel, die Din­ge zu ver­än­dern im Sin­ne der Abschaf­fung der Leh­re und eini­ger Sakra­men­te. Das war von Beginn an so geplant und des­we­gen ist er auch zum Papst gewählt worden.
    Die Rich­tung von „Papst“ Ber­go­glio ist mehr als eindeutig.
    Es ist schön, daß der Durch­marsch aber nicht wie geplant gelin­gen will. Man kann wohl sagen, daß er auf­ge­hal­ten wor­den ist.

    • Noch ein Nach­trag: das ist sehr lobens­wert, daß die Nord­ame­ri­ka­ner sich nicht über den Tisch zie­hen las­sen. Das gan­ze Wischi-waschi und Getue wie in Deutsch­land und Euro­pa ist den Ame­ri­ka­nern auch unan­ge­nehm und peinlich.
      An den (mei­sten) ame­ri­ka­ni­schen Bischö­fen, die den Kampf für die Kir­che und ihre Leh­ren seit lan­gem offen­siv füh­ren, kommt „Papst“ Ber­go­glio nicht vor­bei und nicht ‚mal die deut­schen Bischö­fe. Die Ame­ri­ka­ner soll­ten die­sen Papst und sei­ne Unter­stüt­zer wei­ter­hin scharf im Auge behal­ten und auch vor die Wahl stel­len: ent­we­der… oder, auch ganz undiplomatisch.

  2. Ich schät­ze das Abschluss­do­ku­ment — in Latein ver­fasst — wird so schwam­mig wer­den, dass es für jede Lan­des­spra­che eine Über­set­zung geben wird, die es so aus­legt, wie es im jewei­li­gen Land gehört wer­den will, d.h. Kas­per & Marx wer­den ihre The­sen durch­set­zen ‑geleb­te Pra­xis ist der Kom­mu­nio­nen­emp­fang für jeden ohne­hin schon.… und auch heu­te kriegt ein Prie­ster von sei­nem Bischof in Deutsch­land schon Ärger, wenn er irgend­je­man­dem die Kom­mu­ni­on verweigert

  3. Kom­mu­ni­on, Kom­mu­ni­on… Die lee­ren Kir­chen mit den lee­ren Bän­ken (Kom­mu­ni­onbän­ke wur­den ja vie­ler­orts abge­schafft) wer­den nach die­ser Plau­der­ta­schen­syn­ode vol­ler? Wer das behaup­tet, glaubt wohl noch an den Weih­nachts­mann. Da kann der immer grin­sen­de Kas­per und der Genuss­mensch Marx (nicht Karl Marx), der gan­ze schis­ma­ti­sche Hau­fen der DBK und inklu­si­ve der schwei­ze­ri­schen und Öster­rei­chi­schen BK & der St. Gal­len-Mafia-Ban­de soviel Intri­gen span­nen und Papie­re wur­steln bis die Ohren wackeln,ihre Kon­zils­kir­chen­tem­pel wer­den auch danach immer lee­rer werden.Die Jugend glänzt sowie­so durch Abwe­sen­heit und die par Grau­haa­ri­gen 68er wer­den auch immer weni­ger. In spä­te­stens 20 Jah­ren wird der Islam in Deutsch­land die 2/3‑Mehrheit stel­len. Und im übri­gen West­eu­ro­pa . So muss es wohl kom­men. Scha­de? Nein. Das ist das Schick­sal, das für die dum­me, deka­den­te und ver­blö­de­te Kon­zils­kir­che bestimmt ist. Dann kön­nen sie zusammenpacken-

    • Dac­cord lie­ber @Leone, aber ver­ges­sen Sie den Sinn des Tuns die­ser kath. Wirr­ko­ep­fe bit­te nicht.
      Sowohl Pro­te­stan­ten als auch Katho­li­ken wer­den immer weni­ger, der Plan von „Papst“ Leh­mann und sei­ne Spiess­ge­sel­len pla­nenim Luther­jahr 2017 eine fro­eh­li­che oeku­me­ni­sche Wie­der­ver­ei­ni­gung in Wit­ten­berg zu fei­ern, der syn­oda­le Media­tor kommt bestimmt auch und jubelt mit.
      Was trennt ‚wird bis dahin durch die „Pra­xis“ abge­schafft sein, Mes­se und Abend­mahl sind gleich, jeder kann kom­men und mit­es­sen, je mehr desto besser.
      Alles im Zei­chen von Barm­her­zig­keit und Dia­log und inhalt­li­cher Einigkeit.
      Klei­ner Neben­ef­fekt, aber um den geht es haupt­saech­lich, die Kir­chen­steu­er­ein­nah­men kann man „poo­len“ und hat sich wie­der Pfru­en­de fuer eine gewis­se Zeit gesichert.
      Wenn ich Herrn Marx mit mora­lin­saurer Mie­ne sehe, dann ver­geht mir der Glau­be, ich hal­te nur noch mein Port­mon­naie fest.
      Aus­tre­ten ist gut und das gespar­te Geld an Chri­stus Koenig, Pius- Petrus Bru­der­schaft oder gezielt an die Tra­di­ti­on leiten.

  4. Robert Kar­di­nal Sarah in sei­nem neue­sten Buch zum syn­oda­len Kir­chen­kampf pro­gres­si­ver „Hir­ten“:

    „Lei­der glau­be ich, dass sie recht haben, wenn sie beun­ru­higt sind und das Schlimm­ste befürch­ten … Wir stel­len immer öfter fest, dass der Mensch ver­sucht, die Stel­le Got­tes ein­zu­neh­men. Die Lit­ur­gie wird also ein­fach ein mensch­li­ches Spiel. Wenn sich die Eucha­ri­stie­fei­ern in mensch­li­che Selbst­ver­herr­li­chung ver­wan­deln und in Orte, an denen wir unse­re pasto­ra­len Ideo­lo­gien und par­tei­po­li­ti­schen Optio­nen zur Anwen­dung brin­gen, die nichts mit dem geist­li­chen Kult zu tun haben, der auf gott­ge­woll­te Wei­se gefei­ert wer­den soll, besteht gro­ße Gefahr. Denn dann ver­schwin­det Gott…es han­delt sich um eine Obses­si­on gewis­ser abend­län­di­scher Kir­chen, die soge­nann­te »theo­lo­gisch ver­ant­wort­ba­re und pasto­ral ange­mes­se­ne« Lösun­gen durch­set­zen wol­len, die der Leh­re Jesu und dem kirch­li­chen Lehr­amt radi­kal widersprechen…Angesichts der mora­li­schen Kri­se, vor allem der Kri­se von Ehe und Fami­lie, kann die Kir­che dar­an mit­wir­ken, gerech­te und kon­struk­ti­ve Lösun­gen zu suchen, doch sie kann nur dar­an teil­ha­ben, indem sie sich ent­schlos­sen auf das bezieht, was der Glau­be an Jesus Chri­stus an Eige­nem und Ein­zig­ar­ti­gem zum Mensch­sein bei­trägt. In die­sem Sin­ne ist es nicht mög­lich, sich eine irgend­wie gear­te­te Schief­la­ge zwi­schen Lehr­amt und Seel­sor­ge vor­zu­stel­len. Die Idee, die dar­in bestehen wür­de, das Lehr­amt in ein hüb­sches Schmuck­käst­chen zu packen und es von der pasto­ra­len Pra­xis zu tren­nen, die sich je nach Umstän­den, Moden und Lei­den­schaf­ten ent­wickeln könn­te, ist eine Form von Häre­sie, eine gefähr­li­che Schizophrenie.

    Ich möch­te also fei­er­lich erklä­ren, dass sich die afri­ka­ni­sche Kir­che jeder Rebel­li­on gegen die Leh­re Jesu und des Lehr­amts ent­schlos­sen wider­set­zen wird.

    Wäh­rend Chri­sten für ihren Glau­ben und ihr treu­es Fest­hal­ten an Jesus ster­ben, ver­su­chen im Westen Män­ner der Kir­che, die Anfor­de­run­gen des Evan­ge­li­ums auf ein Mini­mum zu reduzieren.

    Wir gehen sogar so weit, die Barm­her­zig­keit Got­tes zu benut­zen und die Wahr­heit sowie die Gerech­tig­keit zu ersticken, um — nach den Wor­ten der Rela­tio post dis­cept­atio­nem der Syn­ode über die Fami­lie im Okto­ber 2014 — »die Gaben und Qua­li­tä­ten anzu­neh­men, die homo­se­xu­el­le Per­so­nen der christ­li­chen Gemein­schaft anzu­bie­ten haben«. 

    Es gibt heu­te eine Kon­fron­ta­ti­on und eine Rebel­li­on gegen Gott, einen orga­ni­sier­ten Kampf gegen Chri­stus und sei­ne Kir­che. Wie lässt sich ver­ste­hen, dass katho­li­sche Hir­ten die Dok­trin, das Gesetz Got­tes und die Leh­re der Kir­che über die Homo­se­xua­li­tät, die Ehe­schei­dung und die Wie­der­hei­rat der Abstim­mung unter­wer­fen, als ob das Wort Got­tes und das Lehr­amt jetzt durch ein Mehr­heits­vo­tum sank­tio­niert und gebil­ligt wer­den müssten?

    Die Men­schen, die Stra­te­gien auf­bau­en und erstel­len, um Gott zu töten und die jahr­hun­der­te­lan­ge Leh­re der Kir­che zu zer­stö­ren, wer­den selbst ver­schlun­gen und von ihrem irdi­schen Sieg in ewi­ge Höl­len­qua­len getrie­ben werden.“

    Geht es noch deutlicher? 

    Wohl kaum!

    • Den mög­li­chen Höl­len­qua­len geehr­ter @Suarez wird etwa ein Kar­di­nal Marx selbst­re­dend ent­ge­hen, denn es gibt für ihn kei­ne Höl­le. So schlau ist er schon. Indi­rekt aber gibt er damit zu, daß sei­ne Leh­ren falsch sind und er selbst ein gemei­ner Ver­rä­ter ist im Hin­blick auf Papst Bene­dikt, der ihm sein Wohl­wol­len geschenkt und ihn beför­dert hat­te zum Erz­bi­schof und schließ­lich zum Kar­di­nal erho­ben hatte.

      • Der Höl­le ent­geht nicht, wer sie leug­net, son­dern nur wer sich vom bösen Tun fern­hält. Die Exi­stenz der Höl­le hängt eben nicht von sub­jek­ti­ver Akzep­tanz ab.

  5. Dan­ke @Suarez für Ihre Ant­wort. Es ist schon fatal, wenn Kar­di­nal Marx dem Herrn und Erlö­ser direkt wider­spricht. Ich möch­te die­sen Herrn auch nicht als „gemei­nen Ver­rä­ter“ bezeich­nen- das steht mir sicher­lich nicht zu, ganz und gar nicht.
    Aber in der Tat hat­te ihm Papst Bene­dikt sein per­sön­li­ches Ver­trau­en geschenkt, und der Kar­di­nal ist offen­sicht­lich unter die Räu­ber gefal­len. Ich hof­fe, daß Kar­di­nal Marx irgend­wann mal zur Ein­sicht kommt.

    • Es ist nicht nur Kar­di­nal Marx, der Wie­ner Kar­di­nal Chri­stoph Schön­born lässt schon über KNA ver­brei­ten, dass das katho­li­sche Keusch­heits­ge­bot selbst­re­dend in einer zwei­ten, zivil geschlos­se­nen Ehe nicht zwin­gend erfor­der­lich sei.

      Die Unauf­lös­bar­keit der Ehe ist damit hin­fäl­lig, Jesus hat sich aus Sicht eini­ger expo­nier­ter Kar­di­nä­le wohl geirrt. Über­haupt scheint für die Her­ren Marx, Schön­born, Kas­per und wei­te­re Got­tes Wort ledig­lich noch emp­feh­len­den Cha­rak­ter zu haben. Glau­be wird zu einem mora­li­schen Kon­zept unter ande­ren und aus Hir­ten wer­den Funktionäre.

      Ich bin mir ziem­lich sicher, dass wir auf ein Schis­ma zutrei­ben. Im deutsch­spra­chi­gen Pro­te­stan­tis­mus ist das Chri­sten­tum längst durch einen sub­ti­len Nihi­lis­mus mit säku­la­rer Schein­mo­ral ersetzt. Der Glau­be an die Auf­er­ste­hung hat sich fak­tisch ver­flüch­tigt. Das Chri­sten­tum ist im Pro­te­stan­tis­mus rest­los von innen her­aus zer­stört. Es ist wie mit einem bös­ar­ti­gen Virus, der in den Kör­per ein­dringt und dann erst ein­mal unent­deckt sein teuf­li­sches Werk ver­rich­tet, bis er irgend­wann die Herr­schaft über den gan­zen Kör­per gewon­nen hat.

      Fin­det also die­ses pro­te­stan­ti­sche Gedan­ken­gut, wie es Schön­born, Marx und Kas­per for­mu­lie­ren, in die katho­li­sche Kir­che sub­stan­ti­ell über die Syn­ode Ein­gang, dann wird der katho­li­sche Glau­be zumin­dest im Westen bald zer­stört sein. Die Her­ren Kar­di­nä­le sind nicht Die­ner des Her­ren und schon gar nicht „Die­ner unse­rer Freu­de“, also des christ­li­chen Glau­bens, son­dern Hüter der Häre­sie, Zer­stö­rer der Wahr­heit. Dass die­se Her­ren nicht ein­mal mehr Ehr­furcht vor dem Her­ren haben und das Gericht nicht fürch­ten, zeigt, dass in ihnen der katho­li­sche Glau­be längst erstor­ben ist. 

      Alles ist bei ihnen Schein.

      • Hoch­ge­ehr­ter @Suarez,

        Sie haben es ein­drucks­voll und wahr­haf­tig formuliert.
        Ste­mus iux­ta Crucem.
        Sanc­te Micha­el Arch­an­ge­le, defen­de nos in proelio.

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