Kardinal Ratzingers Antwort auf die Dezentralisierungspläne von Papst Franziskus

Papst Franziskus: zwischen Santa Marta und Synodenaula
Papst Fran­zis­kus: zwi­schen San­ta Mar­ta und Syn­ode­nau­la

(Rom) Am 17. Okto­ber hielt Papst Fran­zis­kus im Zusam­men­hang mit der Bischofs­syn­ode eine „pro­gram­ma­ti­sche Rede“ (ORF), in der er unter ande­rem eine Dezen­tra­li­sie­rung der Kir­che durch Auf­wer­tung der Bischofs­kon­fe­ren­zen ankün­dig­te. Eine pro­gram­ma­ti­sche Aus­sa­ge, die sich bereits im Apo­sto­li­schen Schrei­ben Evan­ge­lii Gau­di­um von Novem­ber 2013 fin­det.

Der katho­li­sche Intel­lek­tu­el­le Rober­to de Mattei schrieb, daß eine Dezen­tra­li­sie­rung der Kir­che „Glau­ben und gesun­den Men­schen­ver­stand belei­digt“.

Wider­spruch gegen die Absicht von Papst Fran­zis­kus for­mu­lier­te sein Vor­gän­ger Bene­dikt XVI. bereits 1984. Damals führ­te der bekann­te katho­li­sche Publi­zist Vit­to­rio Mess­o­ri ein Gespräch mit dem dama­li­gen Kar­di­nal Joseph Ratz­in­ger, der gera­de seit zwei Jah­ren Prä­fekt der römi­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on war. Dar­aus ent­stand das Buch „Zur Lage des Glau­bens“, das 1985 in deut­scher Aus­ga­be erschien und wie kaum ein ande­res Buch Ratz­in­gers inner­kirch­li­che Dis­kus­si­on und Bewe­gung aus­lö­ste.

„Zur Lage des Glau­bens“ befaß­te sich vor allem mit der Nach­kon­zils­zeit. Ein Glau­bens­prä­fekt, und damit mit höch­ster Auto­ri­tät, for­mu­lier­te 19 Jah­re nach dem Ende des Kon­zils eine Kri­tik, die unter den dama­li­gen Ver­hält­nis­sen ein regel­rech­ter Tabu­bruch war.

Im vier­ten Kapi­tel „Prie­ster und Bischö­fe“ ist ein eige­nes Unter­ka­pi­tel den Bischofs­kon­fe­ren­zen gewid­met:

Die Bischofskonferenzen

Kardinal Ratzinger mit Vittorio Messori
Kar­di­nal Ratz­in­ger mit Vit­to­rio Mess­o­ri

Kom­men wir nun von den „ein­fa­chen“ Prie­stern zu den Bischö­fen, das heißt zu denen, die als „Nach­fol­ger der Apo­stel“ die „Fül­le des Wei­he­sa­kra­men­tes“ inne­ha­ben, die „authen­ti­sche Leh­rer“ der christ­li­chen Leh­re sind, denen „in den ihnen anver­trau­ten Diö­ze­sen ordent­li­che, eigen­stän­di­ge und unmit­tel­ba­re Gewalt“ zusteht, deren „Prin­zip und Fun­da­ment der Ein­heit“ sie sind, und die, ver­eint im Bischofs­kol­le­gi­um mit ihrem Haupt, dem Papst, „in der Per­son Chri­sti han­deln“, um die uni­ver­sa­le Kir­che zu lei­ten.
Alle Defi­ni­tio­nen, die wir gege­ben haben, stam­men aus der katho­li­schen Leh­re über den Epi­sko­pat und sind vom II. Vati­ka­num bekräf­tigt wor­den.

Das Kon­zil, erin­nert Ratz­in­ger, „woll­te eben die Rol­le und die Ver­ant­wor­tung des Bischofs stär­ken, indem es das Werk des I. Vati­ka­nums wie­der auf­nahm und ver­voll­stän­dig­te, das durch die Erobe­rung Roms unter­bro­chen wur­de, nach­dem es sich nur mit dem Papst beschäf­ti­gen konn­te. Die­sem letz­te­ren hat­ten die Kon­zils­vä­ter die Unfehl­bar­keit im Lehr­amt bestä­tigt, wenn er als ober­ster Hir­te und Leh­rer eine Glau­bens- und Sit­ten­leh­re für ver­bind­lich erklärt“.

So war bei man­chem Theo­lo­gen ein gewis­ses Ungleich­ge­wicht ent­stan­den, sobald nicht genü­gend betont wur­de, daß auch das Bischofs­kol­le­gi­um die­sel­be „Unfehl­bar­keit im Lehr­amt“ genießt, vor­aus­ge­setzt, daß die Bischö­fe „das Band der Com­mu­nio unter­ein­an­der und mit dem Nach­fol­ger Petri bewah­ren“.

Ist also mit dem II. Vati­ka­num alles wie­der in Ord­nung?

„In den Doku­men­ten ja, aber nicht in der Pra­xis, wo sich noch eine wei­te­re jener para­do­xen Fol­gen der Nach­kon­zils­zeit gezeigt hat“, ant­wor­te­te er. „Die ent­schei­den­de Neu­be­to­nung der Rol­le des Bischofs ist in Wirk­lich­keit ver­hallt, oder sie droht durch die Ein­bin­dung der Bischö­fe in immer straf­fer durch­or­ga­ni­sier­te Bischofs­kon­fe­ren­zen mit ihren oft schwer­fäl­li­gen büro­kra­ti­schen Struk­tu­ren gera­de­zu erstickt zu wer­den. Wir dür­fen nicht ver­ges­sen, daß die Bischofs­kon­fe­ren­zen kei­ne theo­lo­gi­sche Grund­la­ge haben, sie gehö­ren nicht zur unauf­gebba­ren Struk­tur der Kir­che, so wie sie von Chri­stus gewollt ist: sie haben nur eine prak­ti­sche, kon­kre­te Funk­ti­on.“

Dies, so sagt er, bestä­tigt übri­gens der neue Codex des kano­ni­schen Rech­tes, der den Umfang der Auto­ri­tät der Kon­fe­ren­zen fest­legt, die nicht „im Namen aller Bischö­fe han­deln (kön­nen), wenn nicht alle Bischö­fe ein­zeln ihre Zustim­mung gege­ben haben“, außer es han­delt sich um Mate­ri­en, „in denen das all­ge­mei­ne Recht es vor­schreibt oder eine beson­de­re Anord­nung die­se bestimmt, die der Apo­sto­li­sche Stuhl (…) selbst erlas­sen hat“ (CIC Can. 455). Das Kol­lek­tiv ersetzt folg­lich nicht die Per­son des Bischofs, der – so erin­nert der Codex in Bestä­ti­gung des Kon­zils – „der authen­ti­sche Kün­der und Leh­rer des Glau­bens für den sei­ner Sor­ge anver­trau­ten Gläu­bi­gen“ ist (vgl. CIC Can. 753). Ratz­in­ger bestä­tigt: „Kei­ne Bischofs­kon­fe­renz hat als sol­che eine lehr­amt­li­che Funk­ti­on. Ent­spre­chen­de Doku­men­te ver­dan­ken ihr Gewicht allein der Zustim­mung, die ihnen von den ein­zel­nen Bischö­fen gege­ben wird.“

War­um beharrt der Prä­fekt auf die­sem Punkt?

„Weil es dar­um geht“ – so ant­wor­tet er –, „gera­de das Wesen der katho­li­schen Kir­che, die auf einer epi­sko­pa­len Struk­tur und nicht auf einer Art Föde­ra­ti­on von Natio­nal­kir­chen basiert, zu bewah­ren. Die natio­na­le Ebe­ne ist kei­ne kirch­li­che Grö­ße. Es müß­te von neu­em klar wer­den, daß es in jeder Diö­ze­se nur einen Hir­ten und Leh­rer des Glau­bens gibt in Gemein­schaft mit den ande­ren Hir­ten und Leh­rern und mit dem Stell­ver­tre­ter Chri­sti. Die katho­li­sche Kir­che basiert auf dem Gleich­ge­wicht zwi­schen der Gemein­schaft und der Per­son, in die­sem Fall zwi­schen der Gemein­schaft der ein­zel­nen in der uni­ver­sa­len Kir­che ver­ein­ten Orts­kir­chen und der Per­son des Ver­ant­wort­li­chen der Diö­ze­se.“

Es kommt vor, sagt er, daß „bei eini­gen Bischö­fen ein gewis­ser Man­gel an Sinn für die indi­vi­du­el­le Ver­ant­wor­tung und die Dele­gie­rung ihrer unver­äu­ßer­li­chen Befug­nis­se als Hir­ten und Leh­rer an die Struk­tu­ren der loka­len Kon­fe­renz dazu führt, das ins Anony­mat abglei­ten zu las­sen, was hin­ge­gen sehr per­so­nal blei­ben muß. Die Grup­pe der in den Kon­fe­ren­zen ver­ein­ten Bischö­fe sind in ihren Ent­schei­dun­gen von ande­ren Grup­pen, von eigens dazu ein­ge­rich­te­ten Dienst­stel­len abhän­gig, die Vor­la­gen erar­bei­ten. Es geschieht dann, daß die Suche nach Aus­gleich zwi­schen den ver­schie­de­nen Ten­den­zen und das Bemü­hen um Ver­mitt­lung oft ver­flach­ten Doku­men­ten Raum geben, in denen ent­schie­de­ne Posi­tio­nen (wo sie not­wen­dig wären) abge­schwächt wer­den.“

Er erin­nert dar­an, daß es sei­nem Land schon in den drei­ßi­ger Jah­ren eine Bischofs­kon­fe­renz gege­ben hat:

„Soweit gut, aber die wirk­lich kraft­vol­len Doku­men­te gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus waren jene, die von ein­zel­nen muti­gen Bischö­fen stamm­ten. Die Schrift­stücke von der Kon­fe­renz erschie­nen hin­ge­gen oft ziem­lich blaß und zu schwach im Ver­hält­nis zu dem, was die Tra­gö­die ver­langt hät­te.“

Die Aufgabe des Bischofs

„Es gibt ein kla­res sozio­lo­gi­sches Gesetz, wel­ches – ob man es will oder nicht – die Arbeits­wei­se der nur schein­bar ‚demo­kra­ti­schen‘ Grup­pen lei­tet. Gera­de jenes Gesetz hat (wie jemand ver­merkt hat) auch im Kon­zil gewirkt. Man hat eini­ge Sit­zun­gen wäh­rend der zwei­ten Ses­si­on 1963 unter­sucht: An den Ver­samm­lun­gen in der Aula nah­men durch­schnitt­lich 2135 Bischö­fe teil. Von die­sen grif­fen nur etwas mehr als 200, als 10 Pro­zent aktiv durch Wort­mel­dun­gen in die Debat­te ein; die ande­ren 90 Pro­zent spra­chen nie und beschränk­ten sich dar­auf, zuzu­hö­ren und abzu­stim­men.
Im übri­gen ver­steht es sich doch eigent­lich von selbst, daß Wahr­heit nicht durch Abstim­mun­gen geschaf­fen wer­den kann. Eine Aus­sa­ge ist ent­we­der wahr oder sie ist nicht wahr. Die Wahr­heit kann man nur fin­den, nicht schaf­fen. Von die­ser Grund­re­gel weicht auch – ent­ge­gen einer ver­brei­te­ten Vor­stel­lung – das klas­si­sche Ver­fah­ren Öku­me­ni­scher Kon­zi­li­en nicht ab. Denn auf ihnen galt immer, daß nur ver­bind­li­che Aus­sa­ge wer­den kann, was mit mora­li­scher Ein­stim­mig­keit ange­nom­men ist. Das bedeu­tet nun nicht, daß man mit ein­stim­mig erziel­ten Ergeb­nis­sen sozu­sa­gen Wahr­heit pro­du­zie­ren könn­te. Die Vor­stel­lung, die sich dar­in aus­drück­te, war viel­mehr, daß Ein­stim­mig­keit so vie­ler Bischö­fe unter­schied­li­cher Her­kunft, unter­schied­li­cher Bil­dungs­for­men und unter­schied­li­cher Tem­pe­ra­men­te ein Zei­chen dafür sei, daß sie hier von dem spre­chen, was sie nicht selbst erfun­den, son­dern nur gefun­den haben. Die mora­li­sche Ein­stim­mig­keit hat nach der klas­si­schen Kon­zils­idee nicht den Cha­rak­ter einer Abstim­mung, son­dern den Cha­rak­ter eines Zeug­nis­ses.
Wenn man sich die­se klar­macht, braucht man nicht mehr zu begrün­den, war­um eine Bischofs­kon­fe­renz, die ja einen sehr viel beschränk­te­ren Kreis ver­tritt als ein Kon­zil, nicht über Wahr­heit abstim­men kann. Im übri­gen möch­te ich hier auch noch auf einen psy­cho­lo­gi­schen Sach­ver­halt ver­wei­sen. Wir katho­li­schen Prie­ster mei­ner Genera­ti­on sind dar­an gewöhnt, die Gegen­sät­ze zwi­schen Mit­brü­dern zu ver­mei­den und immer das Ein­ver­neh­men zu suchen und uns nicht so sehr durch exzen­tri­sche Stand­punk­te her­vor­zu­tun. So bringt in vie­len Bischofs­kon­fe­ren­zen der Grup­pen­geist und viel­leicht auch der Wunsch nach einem ruhi­gen Leben oder der Kon­for­mis­mus die Mehr­heit dazu, die Posi­tio­nen von akti­ven, zu kla­ren Zie­len ent­schlos­se­nen Min­der­hei­ten zu akzep­tie­ren.“

Er fährt fort: „Ich ken­ne Bischö­fe, die unter vier Augen zuge­ben, daß sie anders ent­schie­den hät­ten als in der Kon­fe­renz, wenn sie allein hät­ten ent­schei­den müs­sen. Indem sie das Grup­pen­ge­setz akzep­tier­ten, haben sie die Mühe gescheut als ‚Spiel­ver­der­ber‘, als ‚rück­stän­dig‘ und ‚wenig auf­ge­schlos­sen‘ ange­se­hen zu wer­den. Es scheint recht ange­nehm, immer gemein­sam ent­schei­den zu kön­nen. Auf die­se Wei­se besteht jedoch die Gefahr, daß das ‚Skan­da­lon‘ und die ‚Tor­heit‘ des Evan­ge­li­ums ver­lo­ren­ge­hen, jenes ‚Salz‘ und jener ‚Sauer­teig‘, was heu­te ange­sichts der Schwe­re der Kri­se weni­ger denn je für einen Chri­sten ent­behr­lich ist (vor allem wenn er Bischof und folg­lich mit kla­ren Ver­ant­wor­tun­gen für die Gläu­bi­gen betraut ist).“

Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger: Zur Lage des Glau­bens. Ein Gespräch mit Vit­to­rio Mess­o­ri, Ver­lag Neue Stadt, 1. Auf­la­ge, Mün­chen 1985, S. 59–63

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Set­ti­mo Cielo/Rorate Cae­li

39 Kommentare

  1. Hä? „Wider­spruch gegen die Absicht von Papst Fran­zis­kus for­mu­lier­te bereits 1984 Kar­di­nal Ratz­in­ger“ — wo bleibt denn da die Logik???
    Der Satz wür­de stim­men, wenn Bene­dikt JETZT der Rede von Fran­zis­kus wider­spre­chen wür­de. Was er aber nicht tun wird.

    • Tja, Ber­go­glio ist eben ein Spät­zün­der — oder anders gesagt: die pro­gres­si­ve Agen­da ist nur „auf­ge­wärm­ter“ Schnee von gestern.
      Die „Dezen­tra­li­sie­rung“ haben die deut­schen Bischö­fe schon 1969 mit der König­stei­ner Erklä­rung voll­zo­gen. Sie ist bis heu­te nicht zurück­ge­nom­men.
      Jedes Wort, das Ratz­in­ger da sagt, ist zutref­fend. Der „gesun­de Men­schen­ver­stand“, um aus dem Arti­kel zu zitie­ren, gibt gestern, heu­te und mor­gen Ant­wort auf den zer­stö­re­ri­schen Plan Ber­go­gli­os.

      • Wer­ter Herr Logien, „Ber­go­glio“ ist der Papst und Vica­rus Chri­sti, ob es Ihnen und mir gefällt oder nicht. Wir haben ihm Gehor­sam und ein Min­dest­maß an Ach­tung zu erwei­sen. Ubi Petrus, ibi ecccle­sia. Oder gilt das nicht mehr?

      • Und was wol­len Sie mir damit sagen?

        Fakt ist, dar­um geht es, dass Kar­di­nal Ratz­in­ger bereits 1984 der Dezen­tra­li­sie­rungs-Idee von Papst Fran­zis­kus eine kla­re und detail­liert begrün­de­te Absa­ge erteilt hat.

        Ich habe damit kein Pro­blem.

      • @ultramontanus:

        Ich stam­me aus einer sehr alten streng-katho­li­schen Bau­ern­fa­mi­lie aus Flan­dern (Nordfrankreich/Nordwestbelgien), die seit vie­len Jahr­hun­der­ten ultra­mon­ta­nisch war.
        (Schon im Mit­tel­al­ter mit Rom und gegen Avi­gnon bei den Dop­pel­päp­sten)
        (Gab es damals zwei oder drei Vika­re Chri­sti Ihrer Mei­nung nach?).
        Inso­weit ist mir der Term „Ultra­mon­ta­nisch“ sehr bekannt und nicht unbe­liebt.

        Wir wis­sen jedoch nicht ob Ber­go­glio Papst ist:
        Kar­di­nal Dan­neels hat vor kur­zem ganz offen von der Exi­stenz des Maf­fia­clubs St.-Gallen gere­det, der schon in den spä­ten 90er Jah­ren kon­spi­rier­te und bei der Kon­kla­ve 2005 aktiv wur­de; die Mit­glie­der fie­len dadurch nach dem CIC unter das Inter­dict.
        Die Ereig­nis­se wel­che zu der Rück­tritts­an­kün­di­gung v. Papst Bene­dikt XVI geführt haben, sind bis jetzt nicht auf­ge­klärt.
        Es ist unklar ob Ber­go­glio selbst wahl­bar war bei dem mafiö­sen Getue in 2013-wobei das Erschei­nen von Dan­neels auf der Log­gia nach der Kon­kla­ve in 2013 und die zwei­ma­li­ge per­sön­li­che Ein­la­dung von Dan­neels durch Ber­go­glio doch wei­sen auf eine mehr als ober­fläch­li­che Bekannt­schaft.
        Die (sehr teu­re) Bio­gra­phie von Dan­neels ist übri­gens auf die­sem Gebiet sehr detail­liert: ein gro­ßer Teil der Unter­la­gen kam sofort von der Poli­zei, die 2010 eine Haus­durch­su­chung alles beschlag­nahm­te.

    • Sie schrei­ben wei­ter unten u.a., dass man dem „Papst“ (= Ber­go­glio) Gehor­sam erwei­sen muss.
      Fra­ge: Wofür? Um ihn beim Zer­stö­ren der Kir­che zu hel­fen??
      Ver­ges­sen Sie es.

  2. Vor eini­ger Zeit konn­te man lesen :..der Rück­tritt Bene­dikt XVI. bedeu­tet der Anfang vom Ende…
    Die Dezen­tra­li­sie­rung des Papst­am­tes und Stär­kung der Bischof­kon­fe­ren­zen durch Fran­zis­kus,
    erfüllt das Kir­chen­volk mit Sor­gen und Unbe­ha­gen. So wür­de die Ein­heit der Welt­kir­che auf­ge-
    löst und es ent­stün­den Lan­des-und Orts­kir­chen mit eige­nem Geprä­ge. Wie schon jetzt die Mess-
    bücher von Land zu Land unter­schied­lich sind, so wür­de es auch der gesun­den Leh­re erge­hen, durch unter­schied­li­chem Glau­ben und Pasto­ral. Bene­dikt XVI. betont im Hin­blick auf die Bischof-
    kon­fren­zen, dass die­se kei­ne lehr­amt­li­chen Funk­tio­nen haben und haben kön­nen. Die Bischof-
    kon­fe­ren­zen, haben jetzt schon den Ruf, in der Ver­gan­gen­heit und in Zukunft erst recht, nicht
    auf Rom und dem Lehr­amt zu hören ( Kar­di­nal Marx und Genos­sen ). Seit dem II.Vatikanum ist
    der katho­li­schen Kir­che, das Welt­wei­te abhan­den gekom­men, allein schon durch die Kir­chen­spra-
    che Latein. Inner­halb der Kir­che gibt es Kräf­te, die die Kir­che demo­kra­ti­sie­ren und pro­te­stan­tisch
    machen wol­len, beson­ders in Deutsch­land und Öster­reich.

  3. An sich wäre es nur för­der­lich das Bischofs­amt und damit auch die Eigen­ver­ant­wor­tung der Par­ti­ku­lar­kir­che wie­der zu restau­rie­ren. Wür­de das Ber­go­glio tat­säch­lich wün­schen wäre es sehr zu begrü­ßen. Jetzt soll aber die „Dezen­tra­li­sie­rung“ die Bischofs­kon­fe­ren­zen auf­wer­ten und gera­de eben nicht das Bischofs­amt. Denn Kraft gött­li­cher Ein­set­zung tre­ten die Bischö­fe durch die Gabe des Hei­li­gen Gei­stes an die Stel­le der Apo­stel und wer­den in der Kir­che zu Hir­ten bestellt. Die ordent­li­che, eigen­stän­di­ge und unmit­tel­ba­re Voll­macht des Bischofs­am­tes wur­de in den letz­ten Jahr­hun­der­ten so sehr aus­ge­höhlt, daß gleich­sam der Bischof als Stell­ver­tre­ter des Pap­stes erscheint dabei ist der Bischof bereits selbst Stell­ver­te­ter und Gesand­ter Chri­sti und übt die ihm eige­ne Voll­macht im Namen Chri­sti aus. Bes. die­ses sog. „Anbie­ten des Rück­trit­tes“ bei Errei­chung des 75. Lebens­jah­res ist sehr bedenk­lich und gera­de­zu sym­pto­ma­tisch für den neu­ar­ti­gen päpst­li­chen Abso­lu­tis­mus. Sel­bi­ges gilt für die Bischofs­wah­len, wo das freie Kapi­tels­wahl­recht mit nach­he­ri­ger Anzei­ge in Rom und fol­gen­der con­fir­ma­tio immer mehr durch die päpst­li­che Ernen­nung syste­ma­tisch aus­ge­schal­tet wur­den (mit Aus­nah­me ein­zel­ner Bischofs­stüh­le und kon­kor­da­tä­rer Rege­lun­gen). Kein Syn­od der ori­en­ta­li­schen oder ortho­do­xen Kir­che wür­de jemals der­ar­ti­ges dekre­tie­ren, da die Grie­chen aus Ehr­furcht vor dem apo­sto­li­schen Hir­ten­dienst die dem Bischofs­amt eige­ne Voll­macht und Wür­de nie­mals ange­ta­stet haben.

    • Ihren Satz fin­de ich inter­es­sant, weil er ja irgend­wie, unscharf for­mu­liert mit der „Gallikanismus“-Problematik kon­tra­stiert. Ich mei­nen die­sen Satz:

      „Sel­bi­ges gilt für die Bischofs­wah­len, wo das freie Kapi­tels­wahl­recht mit nach­he­ri­ger Anzei­ge in Rom und fol­gen­der con­fir­ma­tio immer mehr durch die päpst­li­che Ernen­nung syste­ma­tisch aus­ge­schal­tet wur­den (mit Aus­nah­me ein­zel­ner Bischofs­stüh­le und kon­kor­da­tä­rer Rege­lun­gen).“

      Wenn es Ihnen nichts aus­macht, kön­nen Sie dazu noch mehr aus­füh­ren, oder Ihre Lese­quel­len nen­nen? Das wür­de mich näm­lich auch inter­es­sie­ren.

      Denn es ist doch histo­risch gese­hen ein lan­ger Streit­weg zwi­schen Kaiser/König und Papst, der die­se Fra­ge der „Inversti­tutr“ oder der Ernen­nung bzw. Bestim­mung zeich­net. Letzt­end­lich hat die Kir­che dadurch ja gemeint, sie kön­ne jede welt­li­che Ein­mi­schung in ihre Belan­ge los­wer­den.
      Dass sie sich dabei geirrt hat, liegt auf der Hand — das Gegen­teil ist ein­ge­tre­ten. Mehr denn je sind Bischö­fe welt­ab­hän­gig oder wer­den für welt­li­che Zwecke ein­ge­spannt.

      Mich ver­wirrt das wirk­lich — Pius X. hat dann mit der Kas­sie­rung des welt­li­chen Veto­rech­tes bei Papst­wah­len sei­ner Mei­nung nach alle Brücken zur welt­li­chen Ein­fluss­nah­me abge­bro­che. Wir müs­sen aber erle­ben, dass er damit das Gegen­teil erzeugt hat.

      Haben Sie da Erkä­run­gen?

      • Ihrem vier­ten Absatz stim­me ich vor­be­halt­los zu! Von A‑Z.
        Nun, ich bezie­he mich auf Joseph Bergin und Stéphane-Marie Mor­gain, wel­che in Ihren Wer­ken fall­spe­zi­fisch in Stu­di­en über den Epi­sko­pat Frank­reichs u.a. die Fra­ge der Bischofs­no­mi­na­tio­nen erör­tert haben. Es gibt auch eine Stu­die, wel­che auch das vor­re­for­ma­to­ri­sche Eng­land dies­be­züg­lich behan­delt. (ich wer­de Ihnen mor­gen die Bücher anfüh­ren. Ich muß sie erst in mei­ner Biblio­thek zusam­men­su­chen. Es sind wirk­lich gute Stu­di­en, wel­che u.a. auch die­se Fra­ge­stel­lung erör­tern)
        Die­ses Ern­nen­nungs­recht des Pap­stes, welch­ses sich ja erst seit dem 19. Jahr­hun­dert wirk­lich durch­setz­te wird ja von eini­gen als Sub­sti­tu­ti­ons­maß­nah­me für den Ver­lust der päpst­li­chen Staa­ten gese­hen, da nun der römi­sche Papst Gefahr lief nicht nur sei­ne Auto­ri­tät, die ihm ja auch die Gal­li­ka­ner (Ich emp­feh­le sehr das groß­ar­ti­ge Schrift­tum des Bischofs von Meaux, Jac­ques Bénigne Bossu­et (gest. 1704) nie­mals grund­sätz­lich abge­strit­ten haben, voll­stän­dig ein­zu­bü­ßen son­dern auch in der „bin­nen­kirch­li­chen Wahr­neh­mung“ einen viel­leicht exi­sten­zi­el­len Rück­schlag zu erlei­den. Der Autor der maß­geb­li­chen Bio­gra­phie von Papst Pius IX. Gia­co­mo Mar­ti­na SJ (gest. 2012) schrieb ein­mal von der „pha­na­rio­ti­schen Furcht“ (also der durch­aus ver­ständ­li­chen Sor­ge von Pius IX. er wür­de end­lich à la longue nicht mehr agie­ren kön­nen als der Patri­arch Kon­stan­ti­no­pels).
        An sich ist, wie wir wis­sen, die Bischofs­wahl duch loka­len Kle­rus und Volk der ori­gi­nä­re Wahl­mo­dus gewe­sen. Frei­lich hat man dies spä­ter mit dem Wachs­tum der Kir­che auf ein Elek­to­ren­gre­mi­um von Kle­ri­kern wie dem Dom­ka­pi­tel aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den beschränkt. (inter­es­san­ter­wei­se hat der ori­gi­nä­re Wahl­mo­dus näm­lich Wahl durch Kle­rus und Volk in modi­fi­zier­te Form sich bei den Grie­chen bis heu­te erhal­ten)
        Gemein ist die Fest­stel­lung, daß die Bischö­fe ihre Voll­macht als ordent­li­che Voll­macht ver­stan­den und nicht eine an sie als dele­gier­te Voll­macht vom Papst über­tra­gen wird, son­dern mit dem Bischofs­amt selbst gege­ben ist. Das war ja auch die Leh­re der Alten Kir­che. Des­we­gen wäre ich auch sehr vor­sich­tig den (Neo)Ultramontanisten zuzu­stim­men wenn sie sich so empört und schäu­mend über die Emser Punk­tua­ti­on mokie­ren. Denn die Erz­bi­schö­fe von Mainz, Köln, Trier und Salz­burg haben ja nicht bestrit­ten, daß es Fäl­le gibt, wel­che der höch­sten Auto­ri­tät der Kir­che vor­be­hal­ten sind. Die­ses Gere­de um eine angeb­lich von ihnen gewünsch­te „Natio­nal­kir­che“ ist anhand der Fak­ten über­haupt nicht halt­bar. Nat
        Was die Kas­sie­rung des ius exclu­sivae betrifft müs­sen wir ein­mal fest­s­stel­len, daß es momen­tan kei­ne Lite­ra­tur gibt, wel­che auf Quel­len gestützt die­se Fra­ge behan­delt. Wie Sie ja wis­sen hab­ne wir bis heu­te kei­ne ein­zi­ge wis­sen­schaft­li­che Bio­gra­phie über Pius X. oder Kar­di­nal Ram­pol­la.
        Wie Sie geschätz­te Fr. Zeit­schnur lese ich auch viel. Mei­nem Ein­druck nach ist die Kir­che begin­nend mit der zwei­ten Hälf­te des 19Jh. in mas­siv­ster Wei­se welt­ge­bun­den mehr als je zuvor in ihrer Geschich­te.

      • Corr::
        Gemein ist die Fest­stel­lung, daß die Bischö­fe ihre Voll­macht als ordent­li­che Voll­macht ver­stan­den haben, weil sie ihnen nicht als dele­gier­te Voll­macht vom Papst über­tra­gen wird, son­dern mit dem Bischofs­amt selbst gege­ben ist.

      • Dan­ke, @ J.G. Rat­kaj für Ihre Ant­wort.

        Erst mal zum „Ius exclu­sivae“:

        Zumin­dest auf Deutsch ken­ne ich zum Veto­recht (ius exclu­sivae) auch kei­ne wirk­lich umfas­sen­de Lite­ra­tur, bzw. zum Fall Sar­to-Ram­pol­la-Puzy­na, auf Ita­lie­nisch scheint es etwas zu geben, aber ob es viel taugt, kann man nicht wis­sen: https://de.wikipedia.org/wiki/Exklusive (dort Lite­ra­tur­ver­zeich­nis)

        Inter­es­sant auch die­ser Arti­kel, der die­ses Ius als ein wahr­schein­lich Neu­zeit­li­ches dar­stellt, das nicht sicher aus mit­te­al­al­ter­li­chen Ein­fluss­mög­lich­kei­ten auf Papst­wah­len durch den byzan­ti­ni­schen bzw. den Kai­ser des hl. römi­schen Rei­ches her­vor­ge­gan­gen sei.

        Pius X. habe behaup­tet, es sei nie sei­tens der Kir­che bestä­tigt wor­den, wenn auch zuge­las­sen:

        „In the Con­sti­tu­ti­on „Com­missum Nobis“ (20 Jan., 1904) he decla­red that the Apo­sto­lic See had never appro­ved the civil veto, though pre­vious legis­la­ti­on had not suc­ce­e­ded in pre­ven­ting it:“

        http://www.newadvent.org/cathen/05677b.htm

        Was ihn also selbst auf den Papst­thron gehievt hat­te, woll­te er danach für immer aus­ge­schlos­sen wis­sen. Das habe ich nie ver­stan­den, auch wenn ins­be­son­de­re Pius­leu­te und Sedis­va­kan­ti­sten dar­über die toll­sten Theo­rien auf­stel­len — sie erschie­nen mir nie plau­si­bel bzw. ein­fach — sach­lich betrach­tet — zu spe­ku­la­tiv, ohne jeden ernst­haf­ten Beweis.

        Latae sen­ten­tiae wur­de der­je­ni­ge exkom­mu­ni­ziert, der ein Veto wäh­rend eines Kon­kla­ves ent­ge­gen­nahm. Mit den schärf­sten Wor­ten ver­ur­teil­te Pius X. die Pra­xis, die ihn selbst zum Papst gemacht hat­te.

        Die Kar­di­nä­le wur­den zu einer Eides­lei­stung gezwun­gen (das war typisch Sar­to-Stil offen­bar), in der sie das, was Sar­to aus­schlie­ßen woll­te, was aber jahr­hun­der­te­lang üblich war, beei­den soll­ten.

        Tra­di­tio­na­li­sten sind sehr schnell mit ihrer Erklä­rung die­ser Akti­on: Das sei ja alles nur gegen die FM gewe­sen, weil der böse Ram­pol­la ein FM war und die Kir­che gera­de noch mal vor einem FM-Papst geret­tet wor­den sei… etc. das Übli­che halt. Die­se Argu­men­ta­ti­on ist aber in sich wider­sin­nig. Denn es wäre hier ja nur noch das welt­li­che Veto gewe­sen, das die Kir­che vor dem FM-Papst geret­tet hät­te, — wenn das so stimmt.
        Anders: Von innen gese­hen gab es offen­bar doch schon kei­ne Ret­tung mehr vor einem FM als Papst!
        Nach der Logik müss­te man Pius X. eher unter den Ver­dacht stel­len, dass er ver­hin­dern woll­te, DASS noch ein­mal ein Veto gegen einen FM ein­ge­bracht wer­den könn­te.

        Da aber die Gefahr der FM von innen UND außen anzu­neh­men war, kann man sei­nen Akti­on als über­flüs­sig bzw. sinn­frei anse­hen, wenn dies wirk­lich der Grund gewe­sen sein soll­te.
        Man dreht sich da im Kreis und fin­det kei­ne ver­nünf­ti­ge, logi­sche Erklä­rung.
        Man kann nur spe­ku­lie­ren dar­über, dass er sich ein­bil­de­te, er kön­ne die Kir­che von innen „säu­bern“, Gene­ral­raz­zia machen und anschlie­ßend wür­den nur noch FM-freie Kon­kla­ve abge­hal­ten. Aber wie gesagt: das ist mir zu vage und v.a. wür­de es auf sei­ner Sei­te eine Art Grö­ßen­wahn offen­ba­ren, der die Vor­be­hal­te ihm gegen­über noch ver­grö­ßern müss­te.

      • Das sehe ich wie Sie geschätz­te Fr. Zeit­schnur.
        z.B. fällt der Name Kard. Ram­pol­las wird gleich bra­chi­al her­um­ge­tobt: „Frei­mau­rer“ etc. Dabei ken­nen ihn die mei­sten wohl nur dem Namen nach und haben sich mit sei­ner Bio­gra­phie und sei­nem Wir­ken unter Leo XIII. über­haupt nicht beschäf­tigt. Wie auch? Wenn die ultra­mon­ta­ne Hagio­gra­phie kom­plett auf wis­sen­schaftl. Red­lich­keit ver­zich­tet und nur her­um­grölt und allein die kon­di­ti­ons­lo­se Unter­wer­fung unter einem neu­ar­ti­gen und anti­t­rad­tio­nel­len päpst­li­chen Abso­lu­tis­mus (der end­lich in die Des­po­tie Ber­go­gli­os mün­de­te,) als allein­se­lig­ma­chend besingt. Die Fol­gen die­ses ultra­mon­ta­nen Den­kens erle­ben wir im Papst­tum Ber­go­gli­os. Es is der logi­sche Abschluß die­ser Ent­wick­lung.
        Das­sel­be gilt beim hyste­ri­schen Auf­schrei über die „Emser Punc­tua­ti­on“. Auch die­se haben sie nicht gele­sen. Nicht anders beim Gal­li­ka­nis­mus (der im Grun­de genom­men grosso modo nichts anders lehr­te als die alte Kir­che) Das Pro­blem des „Tra­di­tio­na­lis­mus“ ist, er ist eine künst­lich erschaf­fe­ne Par­al­lel­welt, wel­che im Grun­de genom­men mit der Tra­di­ti­on der Kir­che bis Leo XIII. nichts mehr gemein hat. Er ist ein tota­li­tä­res Modell, mehr nicht. Hoch­gra­dig poli­tisch ver­brämt mit lit­ur­gi­schem Deko­rum und eklek­ti­zi­stisch (das Papst­tum von Pius X. wird als Abso­lutum gesetzt). Die gan­zen Schat­ten­sei­ten, die sich da bereits in der „Reform“ der Lit­ur­gie ankün­dig­ten wer­den ver­drängt und negiert.

      • „auf Ita­lie­nisch scheint es etwas zu geben, aber ob es viel taugt, kann man nicht wis­sen: https://de.wikipedia.org/wiki/Exklusive (dort Lite­ra­tur­ver­zeich­nis)“

        Der Ver­lag und die Rei­he in dem der Band erschien ist jeden­falls renom­miert.
        http://www.edizionistudium.it/pubblicaz_2003_4/trincia.htm
        Wer­de mir das besor­gen, es ist ja recht umfang­reich mit sei­nen über 300 Sei­ten. Das dürf­te der Autor tat­säch­lich viel Quel­len­ar­beit betrie­ben haben.

      • @ J.G. Rat­kaj

        Was Ihren Hin­weis auf das „ultra­mo­na­ti­ni­sti­sche Gegröh­le“ betrifft, muss ich Ihnen zustim­men.
        Dabei sind bereits im 19. Jh haar­sträu­ben­de Ver­leum­dungs­kam­pa­gnen am Lau­fen gehal­ten wor­den.
        Wenn ich allei­ne an die geist­li­che Abhän­gig­keit des Regens­bur­ger Infal­libi­li­sten, Bischof Sen­est­rey, der auf dem Vat I. zusam­men mit Kard. Man­ning kräf­tig Pro­pa­gan­da gemacht und intri­giert hat­te, von dem Alt­öt­tin­ger Medi­um Loui­se Beck den­ke, die angeb­lich Bot­schaf­ten eines Schutz­gei­stes, dem auch der Mün­che­ner Kar­di­nal Rei­sach ver­fal­len war und ganz Bay­ern unter den Schutz die­ses Schutz­gei­stes, der „die Mut­ter“ genannt wur­de, gestellt hat­te, emp­fing — Sen­est­rey hat sich so tat­säch­lich für eine intri­gan­te Anzei­ge des längst ver­stor­be­nen Vor­gän­gers im Amt, Bischof Sai­ler, instru­men­ta­li­sie­ren las­sen und im Auf­trag der „höhe­ren Lei­tung“ durch die „Mut­ter“, die wie­der­um durch Loui­se Beck ver­mit­tel­te bzw. deren Beicht­va­ter Schmo­e­ger (der ein fana­ti­scher Ultra­mon­ta­nist war) in Rom ein Indi­zie­rungs­ver­fah­ren gegen Sai­ler ange­strengt, das aber vom Hl. Offi­ci­um abge­lehnt wur­de.

        Die Glo­rie von den angeb­lich so „guten“ und „glau­bens­treu­en“ erz­re­ak­tio­nä­ren Katho­li­ken bröckelt weg wie eine Jahr­marks­fun­zel. Es waren Fana­ti­ker und teil­wei­se hem­mungs­lo­se Ver­leum­der, die knall­har­te per­sön­lich gefärb­te Inter­es­sen vor­an­trei­ben woll­ten. Lieb­lo­sig­keit, Unge­rech­tig­keit, Ver­lo­gen­heit, frömm­le­ri­scher Mysti­zis­mus — das waren ihre Mar­ken­zei­chen.
        Den Mysti­zis­mus — natür­lich in sei­ner nega­ti­ven „frei­mau­re­ri­schen“ Vari­an­te — war­fen sie dar­um wie eine wild­ge­wor­de­ne Meu­te ihren unfrei­wil­li­gen Geg­nern vor. Auch der Bischof Sai­ler muss­te sich post­hum den Vor­wurf gefal­len las­sen, er sei ein „Frei­mau­rer“ gewe­sen, was frei­lich nicht zu bewei­sen war, ja, wofür an sich über­haupt gar nichts Sach­li­ches sprach. Dass dafür einer der schwär­ze­sten Infal­libi­li­sten und Ultra­mon­ta­ni­sten ein Erz­frei­mau­rer war, und dies ganz offen und auf­grund sei­ner eige­nen apo­lo­ge­ti­schen Aus­sa­ge, näm­lich de Maist­re, stör­te die­se Leu­te offen­bar über­haupt nicht.

        Je mehr ich lese, desto mehr begrei­fe ich, dass die gän­gi­ge Les­art, wie sie ins­be­son­de­re post­mo­dern von der FSSPX und vie­len Sedis­va­kan­ti­sten und Erschei­nungs­gläu­bi­gen ver­tre­ten wird, auf einer min­de­stens eben­so gigan­ti­schen Geschichts­lü­ge basiert wie der Wahn der Pro­gres­si­ven.

        Und vor allem begrei­fe ich immer bes­ser, was mei­ne baye­ri­schen Vor­fah­ren, von denen mir Bruch­stücke von Ereig­nis­sen und ihre per­sön­li­che Ver­we­bung dar­ein über­lie­fert wur­den, alles mit­ge­macht haben, denn der Dreh- und Angel­punkt vie­ler die­ser Bos­hei­ten, spiel­ten sich in Bay­ern ab.

      • Was den Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Ram­pol­la betrifft fin­de ich die­se Les­art, der Kai­ser habe des­sen mög­li­che Wahl, weil er angeb­lich Frei­mau­rer war, blockie­ren wol­len, irgend­wie albern.

        Ram­pol­la war DER bestim­men­de Außen­po­li­ti­ker des Vati­kans in den Wir­ren der 2. Hälf­te des 19. Jh.
        Es erscheint doch wesent­lich nahe­lie­gen­der, das­se shaupt­säch­lich poli­ti­sche Grün­de waren, die zu dem veto führ­ten.

        Tat­sa­che ist jedoch, dass der Kai­ser kei­ner­lei Grün­de für sein Veto angab — weder durch den Mund Puzy­nas noch spä­ter selbst in irgend­ei­ner Form.

        Das heißt im Klar­text: man weiß es ein­fach — solan­ge man nicht neue und zuver­läs­si­ge Quel­len erschließt — nicht.

        Die Erschlie­ßung sol­cher Quel­len könn­te aber nur duch geziel­te For­schung gesche­hen, und genau die geschieht nicht — wie Sie es sagen.
        man pflegt sich so lie­ber ein bewähr­tes Feind­bild, das noch dazu Pius X. als eine Art „Engel“ in der Not wei­ter­sti­li­sie­ren hilft.

        Dabei könn­te alles nicht nur ein biss­chen, son­dern total anders gewe­sen sein!

      • Sehr geehr­te Fr. Zeit­schnur,

        Ich habe mit Inter­es­se Ihre Aus­füh­run­gen gele­sen und stim­me Ihnen zu.

        Zu der Sache um den Kar­di­nal Ram­pol­la:
        „Was den Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Ram­pol­la betrifft fin­de ich die­se Les­art, der Kai­ser habe des­sen mög­li­che Wahl, weil er angeb­lich Frei­mau­rer war, blockie­ren wol­len, irgend­wie albern.“

        Ja, das ist wohl sehr unwahr­schein­lich, denn in sei­ner eige­nen Umge­bung bis hin zu sei­nen Mini­stern hat Franz Joseph sehr wohl Frei­mau­rer, auch sol­che bei denen es wirk­lich jeder wuß­te oder wel­che sich publik dazu bekann­ten, gedul­det. Auch hat er in sei­nem 68jährigen Kai­ser­tum auch kei­ne Maß­nah­men ergrif­fen um die Frei­mau­re­rei in sei­nem Reich irgend­wie zu beschrän­ken. Man kann tat­säch­lich davon aus­ge­hen, daß die­se Fabel auch hel­fen soll die­sen Mythos und die Über­hö­hung von Pius X. zu insze­nie­ren mit dem auch das moder­ne Papst­tum ange­bro­chen ist.
        1903 ist eine Zäsur inner­halb der Papst­ge­schich­te.

    • Aber die Patri­ar­chen der Ost­kir­chen — auch der katho­li­schen — haben Befug­nis­se über ihre Epar­chien, sie kön­nen Kir­chen­ge­set­ze erlas­sen, Bischö­fe ernen­nen etc. Der Papst hat zur Über­le­gung gege­ben, die Befug­nis­se der alten Patri­ar­cha­te zu moder­ni­sie­ren und auf die heu­ti­ge Zeit anzu­pas­sen. D.h. natio­na­le, regio­na­le oder kon­ti­nen­ta­le Bischofs­kon­fe­ren­zen wür­den die Befug­nis­se des Hl. Syn­od über­neh­men und die Vor­sit­zen­den die des Patri­ar­chen. Da kann doch nichts dage­gen­spre­chen, denn das sind alte Struk­tu­ren, die ja eigent­lich durch die Ver­drän­gung des Chri­sten­tums im Lauf der Jahr­hun­der­te durch den Islam und auch durch den Wech­sel von der medi­te­ra­nen Zen­triert­heit auf ein Welt­kir­chen­tum ihre Funk­ti­on weit­ge­hend ein­ge­büßt haben. Die­sen Struk­tu­ren wie­der neu­es Lebens ein­zu­hau­chen macht Sinn.

  4. Ich hat­te Ber­go­glio aller­dings so ver­stan­den, dass er „Syn­oda­li­tät“ zu einem durch­ge­hen­den Prin­zip machen will — nicht nur hnsicht­lich natio­na­ler Bischofs­kon­fe­ren­zen.

    Er will anfan­gen mit der Diö­ze­san­syn­ode und auf­hö­ren bei der römi­schen Bischofs­syn­ode.

    Mir ist bei Ratz­in­ger nicht recht klar, wie er sich das alles vor­stellt. Ein Zurück zu der Struk­tur vor dem Kon­zil will er nicht, aber was will er dann?

    In sei­nem Inter­view­buch „Licht der Welt“, wird er von Peter See­wald gefragt, ob ein 3. Vati­ca­num anste­he. Ratz­in­ger ant­wor­te­te:

    „Ich glau­be, dass im Moment das rich­ti­ge Instru­ment die Bischofs­syn­oden sind, in denen der gan­ze Epi­sko­poat ver­tre­ten und sozu­sa­gen auf Such­be­we­gung ist, die gan­ze Kir­che bei­ein­an­der­hält und se zugleich vor­wärts­führt. (…)
    Im Moment brau­chen wir vor allem geist­li­che Bewe­gun­gen, in denen die Welt­kir­che, aus den Erfah­run­gen der Zeit schöp­fend und zugleich aus den inne­ren Erfah­run­gen des Glau­bens und sei­ner Kraft kom­mend, Weg­mar­ken setzt.“ (LdW, Her­der Frei­burg 2010, S. 86)

    Das fin­de ich nun aller­dings sehr chi­mä­risch, v.a. was die „geist­li­chen Bewe­gun­gen in der Welt­kir­che“ betrifft.

    Man kann die aktu­el­le­re (als 1984!) Sicht Bene­dikts XVI. von 2010 durch­aus ver­ein­bar anse­hen mit dem, was F. vor­schlägt.

    • Ob Ratz­in­ger oder Ber­go­glio — bei­de hät­ten sich da kla­rer äußern sol­len, hät­ten sagen sol­len was genau sie womit mei­nen, dann könn­ten bei­de nicht so leicht in einen Topf gewor­fen wer­den was eine bestimm­te Mei­nung angeht. Über­haupt fehlt der Kir­che der Klar­text, dar­um bestehen ja auch vie­le Pro­ble­me, weil so wenig Klar­text gespro­chen wur­de und wird, sei es in Pre­dig­ten oder in Inter­views, von Prie­stern, Bischö­fen, Kar­di­nä­len oder von Päp­sten.

  5. Dezen­tra­li­sie­rung heißt die Hier­ar­chie abzu­schaf­fen, das Wort des Herrn an Petrus zu miß­ach­ten und somit die Scha­fe zer­streu­en und sie den Wöl­fen aus­lie­fern. Dezen­tra­li­sie­rung hie­ße Unter­gang der Kir­che Chri­sti.
    Die Kir­che wird gekreu­zigt, hängt am Kreuz und blu­tet aus tau­send Wun­den. Bald ist es voll­bracht.
    Aber dann wird sie mit Chri­stus auf­er­ste­hen.
    Man muß also wachen und beten, beson­ders für all die vie­len Men­schen, die kei­ne oder wenig Hoff­nung haben. Ja, komm Herr Jesus, Mara­natha.

  6. Ja sehr gut und lobens­wert, Bened­kit hat mit jedem Wort Recht.
    Aber einen Text aus der Ver­gan­gen­heit ist doch fuer Moder­ni­sten mehr als Moti­va­ti­on genau das abzu­schaf­fen.
    Was gestern galt (Bene­dikt) ist heu­te ein alter Hut (Ber­go­glio), Kir­che muss mit der Zeit gehen also Demo­kra­tie und alles ande­re.
    Die Per­son Bene­dikt stellt uns aller­dings auch vor Raet­sel.
    Er wuss­te doch ganz genau, wie die BK in Euro­pa ticken.
    Wie­so in aller Welt, hat er sovie­le von den Fein­den der Kir­che nach Rom geholt oder zu Kar­di­na­e­len gemacht und nicht kon­se­quent Ver­bu­e­n­de­te gesucht (die es bestimmt gibt) und ver­sucht, SEINE Inter­pre­ta­ti­on der Theo­lo­gie durch­zu­set­zen, was aller­dings zur Fol­ge gehabt haet­te, Tei­le des Kon­zils zu ver­wer­fen.
    Ich ver­ste­he ihn bis heu­te nicht.

    • Ich glau­be, die Ant­wort ist ein­fach: er woll­te es nicht. Bene­dikt woll­te eben nicht Tei­le des Kon­zils ver­wer­fen. Alles, was Vat. II ver­kün­det hat, gilt. Ein­zig die Her­me­neu­tik ist varia­bel. Kom­plet­tes Ver­wer­fen von Tei­len war nie im Sin­ne Bene­dikts. Ich sage das, auch wenn ich sei­ne Her­me­neu­tik des Kon­zils in vie­len Punk­ten nicht tei­le.

      • Hier­in könn­ten Sie recht haben.
        Mut war bei den Kar­di­nä­len immer schon eine sel­te­ne Tugend.

    • Papst Bene­dikt hat­te doch täg­lich gegen die Geg­ner inner­halb- wie auch außer­halb der Kir­che gekämpft indem er immer und über­all die Wahr­heit ver­kün­de­te.
      Und er konn­te aus nach­voll­zieh­ba­ren Gesund­heits­grün­den nicht mehr den akti­ven Dienst als Papst lei­sten. Was hät­te er denn anders tun kön­nen?
      Er wur­de von den Medi­en wie auch etli­chen Kar­di­nä­len und Bischö­fen unun­ter­bro­chen attackiert. Ein kör­per­lich kran­ker Papst hät­te die Bösen noch wüten­der gemacht und um Scha­den von der Kir­che abzu­wen­den, ist er dann vom akti­ven Dienst zurück­ge­tre­ten.

      Ist der Scha­den nun­mehr nicht grö­ßer?- Das liegt nicht in sei­ner Ver­ant­wor­tung. Das müs­sen die ver­ant­wor­ten, die nun­mehr das Sagen haben und es haben woll­ten.

  7. Der Wunsch nach einer Dezen­tra­li­sie­rung der Kir­che, Auf­lö­sung des Stuh­les Petri und Besei­ti­gung des Vica­ri­us Chri­sti ist alt und in der alta ven­de­ta nach­zu­le­sen. Dort steht die Antei­tung, der Ber­go­glio folgt:
    21. Ver­nich­tet den Papst, indem ihr sei­ne Uni­ver­si­tä­ten zer­stört. Trennt die Uni­ver­si­tä­ten vom Papst, indem ihr sagt, die Regie­rung wür­de sie dann unter­stüt­zen. Ändert die Namen der reli­giö­sen Insti­tu­te in pro­fa­ne Namen, statt „Imma­cu­la­ta-Con­cep­tio-Schu­le“ sagt z. B. „Ina­va­le-Hoch­schu­le“. Nennt das öku­me­nisch. — Errich­tet öku­me­ni­sche Abtei­lun­gen in allen Diö­ze­sen. Sorgt für deren pro­te­stan­ti­sche Kon­trol­len. Erlaubt kei­ne Gebe­te für den Papst oder zu Maria, da sie die Öku­me­ne ent­mu­ti­gen. Ver­kün­det, daß die Orts­bi­schö­fe die zustän­di­gen Auto­ri­tä­ten sind. Sagt, daß der Papst nur eine Reprä­sen­ta­ti­ons­fi­gur ist. Sagt den Men­schen, das Leh­ren des Pap­stes die­ne nur der Unter­hal­tung, habe aber sonst kei­ne Bedeu­tung.
    22. Greift die Auto­ri­tät des Pap­stes an, indem ihr eine Alten­gren­ze sei­nes Amtes fest­setzt. Setzt sie all­mäh­lich her­ab. Sagt, daß ihr ihn vor der Über­ar­bei­tung bewah­ren wollt.
    23. Seid kühn. Schwächt den Papst, indem ihr Bischofs­syn­oden ein­rich­tet. Der Papst wird dann nur eine Reprä­sen­ta­ti­ons­fi­gur sein, wie in Eng­land, wo das Ober- und Unter­haus regie­ren und die Köni­gin von dort ihre Befeh­le bekommt. Dann schwächt die Auto­ri­tät des Bischofs, indem ihr eine Gegen­in­sti­tu­ti­on auf Prie­ster­ebe­ne errich­tet. Sagt, die Prie­ster bekom­men so die Aner­ken­nung, die sie ver­die­nen.
    Dann schwächt die Auto­ri­tät des Prie­sters durch Auf­stel­len von Lai­en­grup­pen, die den Prie­ster beherr­schen. Es wird soviel Hass dadurch ent­wickelt, dass sogar Kar­di­nä­le die Kir­che ver­las­sen, so dass die Kir­che nun demo­kra­tisch ist . .….… DIE NEUE .….…..
    Alles Böse für die Kir­che und das Wir­ken Satans in der Kir­che und der per­ma­nen­te Ver­such der Zer­stö­rung der Kir­che sind hier beschrie­ben. Wer die Alta ven­de­ta liest, wird mit Erschrecken erken­nen, dass der größ­te Teil der man­so­ni­schen For­de­run­gen bereits mit der Lit­ur­gie­re­form erfüllt wur­den und Rea­li­tät wur­den.

    • Ehr­lich gesagt habe ich gro­ße Zwei­fel an der „Mecha­nik“ der „Alta ven­det­ta“. Zwar haben Pius IX. und Leo XIII. gewünscht, dass die­ser Text ver­öf­fent­licht wür­de, irgend­ei­ner hat auch des­sen „Echt­heit“ bestä­tigt (was ich selt­sam fin­de — denn wie kann er das beur­tei­len ohne Grün­de anzu­ge­ben, zumal die Päp­ste streng­stens zu ver­hin­dern wuss­ten, dass sie wah­ren Autoren­na­men ver­öf­fent­licht wur­den!).

      Aber wenn der böse Plan also der­ma­ßen „offen­kun­dig“ ange­legt, ver­öf­fent­licht und durch­ge­führt wür­de, dann hat das etwas durch­aus Lächer­li­ches: Wel­cher gehei­me Plan wird denn bit­te­schön in aller Öffent­lich­keit durch­ge­führt?!

      Wenn ich sol­che Plä­ne hät­te, wür­de ich mit einem sol­che Text eher die Katho­li­ken ver­wir­ren und viel­leicht in eine Rich­tung zu den­ken ver­lei­ten, um dann noch ganz anders zu wir­ken.

      Es müss­te jeden­falls ein strar­te­gi­scher Dumm­kopf sein, der so vor­gin­ge.

      Die Sache ist doch viel kom­pli­zier­ter und ver­wor­re­ner!
      Ich fin­de es gera­de­zu ver­rückt, dass den Tra­dis nichts ande­res ein­fällt, als sich von die­sem däm­li­chen Doku­ment das Ver­ständ­nis der Lage dik­tie­ren zu las­sen.

      Man muss sich das mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen: Der Tra­di­tio­na­list ist tat­säch­lich so naiv oder unbe­darft, sich vom Feind auch noch erklä­ren zu las­sen, was gera­de schief­läuft, anstatt selbst zu schau­en, selbst zu den­ken, selbst zu prü­fen.

      Das ist nicht gegen Sie per­sön­lich gerich­tet, @ Hans, son­dern gegen die­se Legi­on an „Alta-vendetta“-Gläubigen, die sich im Netz tum­meln und bei der FSSPX und vie­len Sedis­va­kan­ti­sten, auch Amts­kir­chen­tra­di­tio­na­li­sten.

      Denkt doch alle mal nach: Wer ist so blöd und folgt der Les­art des Fein­des?!

      • „Aber wenn der böse Plan also der­ma­ßen „offen­kun­dig“ ange­legt, ver­öf­fent­licht und durch­ge­führt wür­de, dann hat das etwas durch­aus Lächer­li­ches: Wel­cher gehei­me Plan wird denn bit­te­schön in aller Öffent­lich­keit durch­ge­führt?!“

        War­um nicht? Es ist die Spie­ge­lung der Ver­nunft. Eine Glas­plat­te ist ent­we­der so klar, dass man durch sie hin­durch­se­hen kann ohne sie zu bemer­ken, oder sie hat eine schwar­ze Rück­schicht, um nur das erkenn­bar zu machen, was an Licht drauf­fällt. Ob die Glas­plat­te nun beschich­tet ist oder nicht: sie trennt.

        Vom End­ergeb­nis her betrach­tet (z.B. bezügl. des 24-Punk­te-Plans, wohin uns die Kon­zils­kir­che gebracht hat), ruft es ent­we­der Erstau­nen her­vor, wie es nur dazu kom­men konn­te, oder es fällt nicht ein­mal mehr auf (wie einer Viel­zahl von Katho­li­ken).

        So ähn­lich kommt es mir manch­mal vor: wir befin­den uns bereits in der Apo­ka­lyp­se, das hl. Mess­op­fer wird abge­schafft, der Gräu­el auf­ge­stellt — und nie­mand bemerkt es.

        Der HERR aber kommt wie ein Dieb in der Nacht!

      • @ Agri­co­la

        Doch, ich mer­ke das bzw. mei­ne es zu mer­ken und sage es ja oft genug — zum Ärger vie­ler Leser hier.

        Den­noch über­zeugt mich Ihr hier Argu­ment nicht.
        Was mei­nen Sie mit „Es ist die Spie­ge­lung der Ver­nunft.“
        Mir scheint das eher so wie eine fal­sche Spur, die gelegt wur­de. Das heißt nicht, dass sie nicht AUCH gelegt wur­de, aber irgend­wann endet sie im Nichts, wäh­rend die ande­re Spur, die man nicht beach­tet hat, schon längst wei­ter gegan­gen ist.

        Immer­hin wäre dies eine bewähr­te Stra­te­gie, wohin­ge­gen das, was Sie da sagen, eher plump wäre.

        Zur fal­schen Spur gehört schließ­lich auch, dass die Gläu­bi­gen sie auf­fin­den „dür­fen“, d.h. man setzt tat­säch­lich einen 24-Punk­te-Plan oder was auch immer um, damit sich die Gläu­bi­gen dar­auf stür­zen und ihre Befürch­tun­gen bestä­tigt sehen kön­nen, wirkt aber unter­des­sen unbe­merkt, bzw. weit­ge­hend unbe­merkt wei­ter an ganz ande­ren Stel­len, die eben­falls lan­ge in der Ver­gan­gen­heit ange­legt waren und ein­fach über­se­hen oder mar­gi­na­li­siert, fromm umge­deu­tet und bana­li­siert wor­den waren.

        Ihre Deu­tung läuft auf ein ein­fa­ches Schwarz­weiß-Sze­na­rio hin­aus.
        Aber eine ech­te Ver­wir­rung ist nie ein­fach nur schwarz-weiß…

      • @ zeit­schnur

        Mein Kom­men­tar war im Gan­zen etwas ober­fläch­lich for­mu­liert. So sehe ich sehr wohl, dass vie­le mer­ken, wie die Zeit zuneh­mend dunk­ler wird, dass vie­le die Kon­zils­kir­che und deren Früch­te wie den NOM kri­tisch sehen etc.

        Mit Spie­ge­lung der Ver­nunft mein­te ich im Prin­zip das, was Sie am Ende des vier­ten Absat­zes schrei­ben: Die Geheim­nis­krä­me­rei führt zur Ver­wir­rung; es macht neu­gie­rig und lädt zu Spe­ku­la­tio­nen ein, die letzt­lich das eige­ne Den­ken in Fes­seln legen (können).[um das dürf­ti­ge Bild zu ver­wen­den: Wenn ich um die Funk­ti­on des Glas­plat­te nichts weiß, sehe ich durch und sage viel­leicht: alles in Ord­nung; wenn ich weiß, dass auf der Glas­plat­te etwas ver­bor­gen ist, begin­ne ich zu suchen und erken­ne viel­leicht nur mich selbst dar­in, wo ich einen dunk­len Hin­ter­grund fin­de, je nach stär­ke und Ein­fall des Lichts.]
        Glei­cher­ma­ßen kann das aber auch als Kor­rek­tiv betrach­tet wer­den für den, der die Spur gelegt hat: zu sehen, wie weit und in wel­che Rich­tung sich der „Detek­tiv“ bewegt. Der mag stra­te­gisch — wie Sie rich­tig sagen — „im Nichts [enden], wäh­rend die ande­re Spur, die man nicht beach­tet hat, schon längst wei­ter gegan­gen ist“ — unbe­merkt! (Eine sol­che Spur könn­te z.B. der Huma­nis­mus sein wie ihn die UNO vor­an­treibt und wie er in jedem Ver­ein als All­ge­mein­gut trans­por­tiert wird, um in einer UNO der Reli­gio­nen zu enden wo schließ­lich das hl. Mess­op­fer abge­schafft ist.) — In mei­nem Kom­men­tar hal­te ich ja das bewuss­te Öffent­lich­ma­chen für durch­aus plau­si­bel.

        Das mag bis­wei­len zu einem Schwarz­weiß-Den­ken füh­ren, es bleibt doch immer­hin die Fra­ge: WER? hat dar­an Inter­es­se? WER setzt über­haupt so etwas wie einen 24-Punk­te-Plan in die Welt?
        Den­noch sehe ich das Dunk­le als Abwe­sen­heit von Licht: je wei­ter weg vom Licht umso dunk­ler. Als Christ habe ich die Pflicht, jeden Men­schen als Got­tes Geschöpf zu betrach­ten (denn wie der Psalm sagt: Hät­te Gott es nicht gewollt, hät­te er es nicht erschaf­fen), auch wenn er sich in die Frei­mau­re­rei ver­rannt hat. Wie jeder Mensch, hat auch ein Frei­mau­rer, solan­ge er lebt die Mög­lich­keit, sei­ne Sün­den (wel­che auch immer) zu erken­nen und bereu­en. Als Christ bin ich ver­pflich­tet sol­chen Men­schen zu hel­fen. Am Effek­tiv­sten: mit Gebet.

      • @zeitschnur

        Nach­trag zum Schwarz­weiß-Den­ken:
        Im Wis­sen um die Exi­stenz des Teu­fels gilt es uns für das Gute, für den lie­ben GOTT, das abso­lu­te Gute, zu strei­ten.
        Zwi­schen Gott und Satan ist eine unüber­wind­li­che Gren­ze. Satan aber maßt sich an, wie Gott zu sein und ver­führt die Men­schen, und dabei kommt er nicht sel­ten daher wie ein unschul­di­ges Kind, wie durch einen fal­schen, über­stei­ger­ten Huma­nis­mus. Die ein­drucks­vol­le Dar­stel­lung des Jüng­sten Gerich­tes in der Basi­li­ka San­ta Maria ass­un­ta auf Tor­cel­lo zeigt den Anti­christ, ein Kind im Schoß wie­gend.
        http://cult-mag.de/tawato/uploads/2012/07/abbild-der‑h%C3%B6lle.jpg

      • @ Agri­co­la

        Ein schau­er­li­ches Bild, das vom Anti­chri­sten mit dem Kind, ich sehe dar­in aber v.a. auch eine Nach­äf­fung der Madon­nen­dar­stel­lun­gen… und des „signum magnum appa­ruit“ aus der Offen­ba­rung…

        Der Huma­nis­mus ist m.E. zu der 1. Spur im 24-Punk­te-Plan zuge­hö­rig, bil­det gewis­ser­ma­ßen das tra­gen­de Fun­da­ment dafür. Hin­zu­fü­gen muss man, dass aber auch nicht alles, was in die­sem Plan zur Spra­che kommt, per se falsch wäre.
        Syn­oda­li­tät war lan­ge Jahr­hun­der­te üblich in der Kir­che, und es steht nir­gends, dass sie nicht ver­ein­bar sein könn­te mit dem hier­ar­chi­schen Prin­zip.
        Die­ser 24-Punk­te-Plan erin­nert mich ein wenig an die „Pro­to­kol­le der Wei­sen von Zion“, die ja erwie­se­ner­ma­ßen eine Fäl­schung sind und fast eine Per­si­fla­ge auf die patho­lo­gi­schen Wahn­äng­ste der damals zeit­ge­nös­si­schen Anti­se­mi­ten. Nur mer­ken die es lei­der nicht — bis heu­te.
        Ähn­lich die­se 24 Punk­te. Auch sie haben etwas von einer Kari­ka­tur an sich.
        Ich bin daher auch eher geneigt, über­zo­ge­ne fehl­ge­lei­te­te Äng­ste, z.B. in eini­gen Lini­en, auch bei den Päp­sten zu sehen.
        Wenn ich mir klar­ma­che, dass Leo XIII. „vol­les Rohr“ auf den Taxil­schwin­del https://de.wikipedia.org/wiki/Taxil-Schwindel her­ein­ge­fal­len ist, dann stel­le ich mir die Fra­ge, ob er nicht auch hier ein­sei­tig zu schnell etwas für bare Mün­ze genomm­men haben könn­te.

        Die 2. Spur ist für mich sehr wohl der reak­tio­nä­re Tra­di­tio­na­lis­mus, der völ­lig unbe­merkt die Wei­chen gestellt hat für das, was uns heu­te end­gül­tig ein­ge­holt hat — ange­fan­gen bei einer tota­len Über­zeich­nung des Papst­tums hin zu einem Abso­lu­tis­mus, der, wie es in einem ande­ren Thread @ J.G. Rat­kaj bezeich­net, heu­te in sei­ner vol­len per­ver­sen Ent­fal­tung über­rennt wie ein Dieb den unvor­sicht­gen Haus­herrn. Es sind viel­fach gra­vie­ren­de Mah­nun­gen im 19. Jh gesche­hen vor die­ser Zuspit­zung, aber die Reak­tio­nä­re haben den­noch auf die­sen schwan­ken­den Grund alle ihre Kar­ten gesetzt. Da war das kata­stro­pha­le Bei­spiel Pius VII. (und Napoléon). Da war die ein­dring­li­che War­nung aus La Salet­te, die die Macht­geil­heit des Kle­rus anklag­te und nicht etwa den Unglau­ben der Lai­en. Da sind all die unmög­li­chen Exzes­se in Klö­stern — auch damals schon Homo­se­xua­li­tät gemischt mit „Mystik“, eben­so der Beginn die­ser absur­den „Süh­ne­see­len­my­stik“, die selbst vor Men­schen­op­fern nicht zurück­schreck­te (Phä­no­men Pöschl) oder die see­li­sche Zer­stö­rung von Ordens­leu­ten auf­grund eines patho­lo­gi­schen, mystisch auf­ge­popp­ten Gehor­sams­be­grif­fes (z.B. die Vor­gän­ge um die „Sehe­rin“ Lui­se Beck in Alt­öt­ting), auch hier ver­quickt mit sexu­el­len Exzes­sen. Die Mut­ter­got­tes sprach sicher nicht umsonst bereits 1846 von „Kloa­ken“, wenn sie von Kle­ri­kern sprach. Der Orts­bi­schof erkann­te die­se Erschei­nung an.Und was macht der reak­tio­nä­re Clan?
        Er hechel­te dem bereits unter­ge­gan­ge­nen welt­li­chen Abso­lu­tis­mus hin­ter­her und eta­blier­te ihn in der Kir­che, völ­lig ver­blen­det dafür, dass es ihn so in der Kir­che ja nie gege­ben hat und dass er — wie sein welt­li­ches gegen­stück — dem Unter­gang geweiht sein muss!

      • @zeitschnur, @ Agri­co­la
        Das Doku­ment mit „Alta Ven­det­ta“ mag ja „echt“ sein, aber Regel 1 in der Kriegs­kunst ist List und Täu­schung, und genau das ist das Doku­ment. Es ist echt weil es zu echt ist falsch zu sein, aber es ist falsch weil es zu falsch ist echt zu sein könn­te man frei­maue­risch sagen. Man erzählt das öffent­lich wäh­rend man ihn, den Papst, ver­ein­nahmt, das macht ein­zig und allei­ne Sinn, es gibt kei­ne Loge ohne Groß­mei­ster, also schafft man auch das Papst­tum nicht ab. Über den phi­lo­so­phi­schen Dis­put ver­sucht man den Papst zu ver­ein­nah­men, irgend­wann kommt ein Papst der emp­fäng­lich ist, alles nur eine Fra­ge der Zeit und Genera­tio­nen, für die Zer­stö­rung der Kir­che muss der Papst zum Groß­mei­ster gemacht wer­den. Die Kir­che ist im öffent­li­chen Umgang mit der Frei­maue­rei nicht sehr trans­pa­rent, in Frank­reich war das okkul­te Köh­ler­tum, wor­auf die ita­lie­ni­schen Car­bo­na­ri auf­bau­en, schon 100 Jah­re vor der offi­zi­el­len Grün­dung des Temp­ler­or­dens aktiv. Man fing in Rom erst an laut Hil­fe zu schrei­en als man den Strick schon um den Hals hat­te. Eigent­lich ist wirk­lich inter­es­sant war­um die­se Leu­te sich Köh­ler nen­nen, denn dann weiß man auch wor­auf die­se Leu­te es wirk­lich abge­se­hen haben, die Besei­ti­gung des Papst­tums ist ja nicht das non plus für die Loge son­dern nur ein not­wen­di­ger Neben­aspekt der auf dem Weg liegt, die­se Leu­te wol­len mehr und genau dar­in liegt der Schlüs­sel zur Ver­nich­tung der Frei­mau­re­rei. Ganz sub­til wur­de der Katho­lik in mehr­fa­cher Hin­sicht abge­lenkt vom wah­ren Unter­fan­gen der Loge und damit war der Katho­lik der stür­mi­schen See aus­ge­setzt.

  8. Die Kir­che muß hier­ar­chisch sein, weil alles von Gott Jesus Chri­stus aus­geht.
    Das Wet­ter kön­nen wir beur­tei­len, aber nicht die Zei­chen der Zeit. Die Kir­che, der Leib Chri­sti wird gekreu­zigt und die­ser Leib wird wie­der auf­er­ste­hen. Es wird eine furcht­ba­re Zeit sein. Aber bes­ser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

  9. @ leostratz
    Sie haben voll­kom­men Recht . Aber auch hin­ter dem heu­ti­gen (syn­oda­len) Wirr­war steht ein Plan
    und der lau­tet: Zer­stö­rung der Una Sanc­ta durch Ver­än­de­rung. Die­ser Plan wird Punkt für Punkt umge­setzt, begin­nend mit den unkla­ren und ver­schwom­me­nen Defi­ni­tio­nen des Kon­zils, wei­ter­ge­führt in einer Lit­ur­gie­re­form und heu­te erken­nen wir das Fina­le, die Besei­ti­gung der hier­ar­chi­schen Struk­tur mit der Besei­ti­gung des Lehr­am­tes. Als letz­tes fällt der Kern die Sakra­men­ten­leh­re. Aber Chri­stus hat sei­ner Kir­che als Trost das Schick­sal des Wei­zen­kor­nes ver­spro­chen: Wenn es in die Erde fällt und stirbt, bringt es tau­send­fäll­ti­ge Frucht. Ihr Satz bestä­tigt die­ses: Die Kir­che, der Leib Chri­sti wird gekreu­zigt und die­ser Leib wird wie­der auf­er­ste­hen. Es wird eine furcht­ba­re Zeit sein

  10. @ Zeit­schnur.
    Ich wür­de Ihnen bei­pflich­ten, wenn ich das Gegen­teil nicht nach­voll­zie­hen könn­te:
    -> die Ent­ker­nung der Kir­chen von Kom­mu­ni­onbän­ken etc.
    -> das ad acta geleg­te Gebet an den hl. Micha­el
    -> die Knie­beu­ge vor dem Aller­hei­lig­sten
    -> aus den hei­li­gen Evan­ge­li­sten wur­de das Evan­ge­li­um nach Mat­thä­us, Mar­kus etc.
    -> auch der Hei­li­ge Pau­lus, Johan­nes, Petrus etc. wer­den nicht mehr als Hei­li­ge bezeich­net
    -> etc. die Liste könn­te Punkt für Punkt wei­ter­ge­führt wer­den.
    Die­ser erste Teil der Reform(?) erhielt den Segen eines Pap­stes, der inzwi­schen den Seli­gen zuge­zählt wird.
    Nun kommt der zwei­te Teil des Drama´s unter Ber­go­glio
    -> Ver­zicht auf die päpst­li­che mora­li­sche Auto­ri­tät — Wer bin ich, um zu beur­tei­len
    -> Über­ga­be der kirch­li­che Finanz­ver­wal­tung an die Inter­na­tio­na­len wie Ernst & Young, Pro­mon­to­ry und KPMG
    -> Ände­rung des christ­li­chen Fami­li­en­bil­des durch ein kol­lek­ti­vi­sti­sches Fami­li­en­bild in der Rede vor der Uno
    -> Wir sehen eine Papst, der kein lit­ur­gi­sche Hal­tung hat und die Knie dann nicht beugt, wenn es lit­ur­gisch vor­ge­se­hen ist. Einen Papst. der das Bad in der Men­ge liebt, sie aber nicht seg­net.
    Alles läuft nach dem Plan der alta.

    • Schau­en Sie oben mei­ne Ant­wort an @ Agri­co­la.
      Man tut das eine für die Gläu­bi­gen, um ihre Äng­ste zu schü­ren und zu bestä­ti­gen und noch ganz ande­res, was sie dann nicht wahr­neh­men…

  11. Die Ant­wort von Bene­dikt auf Papst Fran­zis­kus, ken­nen wir doch- blin­der, bedin­gungs­lo­ser Gehor­sam, kom­me was wol­le.

    • …auch das ist wich­tig, mal wie­der in Erin­ne­rung zu rufen: ja, genau das hat Bene­dikt gesagt, aktu­ell, als Papst kurz vor sei­nem Abtritt vom Amt. Und er wuss­te vor­her, wer F. war.

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