Kardinal Kasper hofft auf „große Mehrheit für Kommunion für Geschiedene“

Von einem Kasper
Hof­fe, daß Syn­oda­len an der Sei­te des Pap­stes ste­hen bei Lösung der Pro­ble­me

(Rom) Kar­di­nal Wal­ter Kas­per sagt es nicht expli­zit, den­noch scheint er sich sicher zu sein, daß Papst Fran­zis­kus für die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten geschie­de­nen Ehe­bre­cher ist. Daher hofft der deut­sche Kar­di­nal, daß der Papst, auch wenn das Schluß­do­ku­ment län­ger auf sich war­ten las­sen soll­te, bereits zum Syn­oden­en­de eine Erklä­rung in die­se Rich­tung abgibt.

Abge­se­hen von der aus dem Rah­men fal­len­den Hei­lig­spre­chung der Eltern der hei­li­gen The­re­se vom Kin­de Jesu wegen der Vor­bild­lich­keit ihres Ehe­le­bens scheint das offi­zi­el­le Syn­oden­pro­gramm ziel­stre­big auf einen bereits fest­ge­leg­ten Punkt zuzu­steu­ern. Von einer „Via ger­ma­ni­ca“ spricht Secretum meum mihi. Ein Weg, den „die Deut­schen“ der Welt­kir­che auf­zwin­gen woll­ten. „Der Weg steht fest. Was die ande­ren Syn­oden­teil­neh­mer zu sagen haben, spielt kei­ne Rol­le“. Eine Sicher­heit, die nur der haben kann, der den Papst auf sei­ner Sei­te weiß.

Die Nach­rich­ten­agen­tur der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz SIR hofier­te heu­te Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, die Sym­bol­ge­stalt der „Via ger­ma­ni­ca“ mit päpst­li­cher Appro­ba­ti­on, mit einem Gefäl­lig­keits­in­ter­view. Die Jour­na­li­stin mach­te sich nicht ein­mal die Mühe, ihre Zustim­mung zur „neu­en Barm­her­zig­keit“ zu ver­ber­gen. Die Medi­en der Bischofs­kon­fe­renz unter­ste­hen deren Gene­ral­se­kre­tär, dem Papst-Ver­trau­ten Bischof Nun­zio Galan­ti­no.

Wird Papst in seiner Synodenabschlußrede die ‚Öffnung‘ verkünden?

SIR: Unter den vie­len dis­ku­tier­ten The­men befin­det sich auch die Mög­lich­keit für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen, zur Kom­mu­ni­on zuge­las­sen zu wer­den.

Kar­di­nal Kas­per: „Ich hof­fe auf eine Öff­nung, auf eine Mehr­heit zugun­sten der Kom­mu­ni­on für die Geschie­de­nen, mit einem Inte­gra­ti­ons­pro­zeß in den Pfar­rei­en und in das Leben der Kir­che. Wir sehen vie­le Fami­li­en in irre­gu­lä­ren Situa­tio­nen, aber auch sie sind Kin­der Got­tes. Auch sie brau­chen des Brot des Lebens, weil die Eucha­ri­stie nicht für die „Per­fek­ten“ ist, son­dern für die Sün­der, und wir alle sind Sün­der: Wir sagen es jedes Mal bei der Wand­lung. Es ist wahr­schein­lich, daß es für ein Schluß­do­ku­ment etwas mehr Zeit braucht, aber ich hof­fe, daß der Papst bereits am Ende der Arbei­ten etwas sagt, nach­dem er alle Berich­te erhal­ten hat.“

SIR: Ver­folgt man Zei­tun­gen und Inter­net, hat man den ein­deu­ti­gen Ein­druck, daß es ein gro­ßes Inter­es­se für die Syn­ode gibt und eine hoff­nungs­vol­le Auf­merk­sam­keit, mit der man auf sie schaut.

Kar­di­nal Kas­per: „In die­sen Wochen haben vie­le Fami­li­en, vie­le Per­so­nen für die Syn­ode gebe­tet und das kann nicht ohne eine Wir­kung blei­ben. Ich den­ke auch an die gro­ße Vigil am 3. Okto­ber auf dem Peters­platz. Der Papst hat bei die­ser Gele­gen­heit gesagt, daß die Fami­lie ein klei­nes Licht ist und erin­nern wir uns, daß vie­le Lich­ter zusam­men die Fin­ster­nis und die Schat­ten erleuch­ten kön­nen.“

SIR: Ein Wunsch für die­se letz­te Arbeits­wo­che?

Kar­di­nal Kas­per: „Wir wün­schen, daß der Hei­li­ge Geist die Syn­oden­vä­ter erleuch­te und sie mit dem Papst ver­ei­ne. Wir wün­schen, daß die gro­ße Mehr­heit der Anwe­sen­den an der Sei­te des Pap­stes steht bei der Lösung der Pro­ble­me. Es gibt nicht nur die abstrak­te Leh­re, son­dern auch das kon­kre­te Leben mit dem man sich aus­ein­an­der­set­zen muß: Das Zen­trum des Evan­ge­li­ums ist die Barm­her­zig­keit und die Kir­che muß Zeu­ge der Barm­her­zig­keit sein.“

Versuch einer direkteren Lesart der Kasper-Worte

Was Kar­di­nal Kas­per sagt, lie­ße sich auch wie folgt lesen:

- Am Ende der Syn­ode wer­de es kein Schluß­do­ku­ment geben.
— Papst Fran­zis­kus soll­te statt­des­sen in sei­ner Schluß­re­de die „Öff­nung“ für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne ankün­di­gen.
— Die Men­schen wol­len die „Öff­nung“, das kön­ne nicht unbe­rück­sich­tigt blei­ben.
— Die Syn­oden­vä­ter sol­len sich mit dem Papst ver­ei­nen (der für die Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­nen ist).
— Die Syn­oden­vä­ter sol­len bei der Pro­blem­lö­sung an der Sei­te des Pap­stes ste­hen (der für die Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne ist).
— Die Leh­re ist sekun­där, was zählt, ist das kon­kre­te Leben, und das ver­langt nach der Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne.
— Kas­per hofft auf eine gro­ße Mehr­heit für die „Öff­nung“, doch ent­schei­dend ist das nicht: es gebe ohne­hin kei­ne Alter­na­ti­ve und ent­schei­dend sei der Papst.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: NBQ

86 Kommentare

  1. „Fema­le Doc­tor tells Pope to his Face: ‚Evil, in this world, comes from sin. Not from inco­me dis­pa­ri­ty or “cli­ma­te chan­ge‘.

    [Lead] Final­ly, after wai­t­ing in vain for bishops to con­front the Pope regar­ding his inver­si­on of prio­ri­ties in Lau­da­to Si, his deser­ving rebu­ke came from a fema­le Roma­ni­an doc­tor at the Syn­od.

    Some­ti­mes in histo­ry, when men in the Church are too coward­ly to do their duty, God shames them by cal­ling a woman to do it for them. St. Joan of Arc and St. Cathe­ri­ne of Sien­na come to mind. Her fami­ly having suf­fe­red per­se­cu­ti­on by the Com­mu­nists, this Catho­lic woman was not intimi­da­ted at all by the pre­sence of the Pope and told him pre­cise­ly what all of us wish we could have. I only hope that this rebu­ke acts to con­vict him and all like­min­ded “pro­gres­si­ve” pre­la­tes of the scan­dal their acts have inflic­ted on the Church and to start car­ry­ing out the pur­po­se of their offices.“

    http://remnantnewspaper.com/web/index.php/fetzen-fliegen/item/2099-female-doctor-tells-pope-to-his-face-evil-in-this-world-comes-from-sin-not-from-income-disparity-or-climate-change

  2. „Kar­di­nal Wal­ter Kas­per sagt es nicht expli­zit, den­noch scheint er sich sicher zu sein, daß Papst Fran­zis­kus für die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten geschie­de­nen Ehe­bre­cher ist.“

    Es ist mir schlei­er­haft, wie­so die­ser Fakt immer noch im Kon­junk­tiv for­mu­liert wird. Natür­lich ist Ber­go­glio auf Sei­ten Kas­pers. Er ist dazu gewählt und folgt genaue­stens der vor­ge­ge­be­nen Regie, andern­falls wäre er auch schnell weg vom Fen­ster. Eben­so klar ist, dass das Syn­od­en­er­geb­nis schon von vorn­her­ein fest­steht. Man hat aus den Feh­lern von Syn­ode I gelernt und über­lässt nun nichts mehr dem Zufall. Dass, was als näch­ster Schritt auf der bego­glio­ni­schen Agen­da steht, hat er jüngst ver­kün­det: die Abschaf­fung des Papst­pri­mats zugun­sten syn­oda­ler Struk­tu­ren. Bego­glio ist der Toten­grä­ber der katho­li­schen Kir­che, er hat das aus­rei­chen­de Maß an Bru­ta­li­tät und einen aus unver­ar­bei­te­ten Schuld­kom­ple­xen gespei­sten neu­ro­ti­schen Hass auf die Kir­che und Fröm­mig­keit in ihrer über­lie­fer­ten Form. Bei­des macht ihn zum ver­läss­li­chen Voll­strecker, des­halb wur­de er von den Dun­kel­män­nern erwählt und mit­tels Palast­re­vo­lu­ti­on auf den Stuhl Petri gesetzt. Wann wer­den ihm die Kar­di­nä­le (wenig­stens ein Teil) ins Ange­sicht sagen: „Du bist nicht unser Papst, Du bist ein Irr­leh­rer!“

  3. Was ich mich fra­ge: Wie wer­den sich all die muti­gen Bischö­fe ver­hal­ten, soll­te der Papst am Ende tat­säch­lich ein „Macht­wort“ im Sin­ne Kas­pers spre­chen? Sie kön­nen es doch unmög­lich mit ihrem Gewis­sen ver­ein­ba­ren, sich in die­ser Sache dem Wort des Pap­stes zu beu­gen und das in ihren Diö­ze­sen umzu­set­zen. Wir hät­ten es mit einem Ver­rat am katho­li­schen Glau­ben durch den Papst höchst­per­sön­lich zu tun. Dem kann sich kein auf­rech­ter Bischof fügen! Was pas­siert also?

    • Als Kar­di­nal Leh­mann in den 90er Jah­ren gegen sei­ne Über­zeu­gung schließ­lich im Gehor­sam gegen die Wei­sung aus Rom aus der „Schein-Bera­tung“ aus­stieg, sag­te er einem Jour­na­li­sten, der ihn dazu kri­tisch befrag­te: „Wenn ich mich im Wider­stand gegen den Papst befin­de, bin ich kein katho­li­scher Bischof mehr.“ Für die­se Hal­tung habe ich ihn sehr respek­tiert, auch wenn ich in der Sache natür­lich auf Sei­ten Roms stand.
      Umge­kehrt ist jetzt der­sel­be Gehor­sam auch von den Bischö­fen zu erwar­ten, die im Wider­spruch zu der (even­tu­el­len — wir wis­sen es ja noch nicht!) Ent­schei­dung des Pap­stes ste­hen. Ande­ren­falls sind auch sie kei­ne katho­li­schen Bischö­fe mehr.

      • Was für ein Unsinn.

        Was Rom — trau­rig genug — gegen­über gewis­sen Bischö­fen damals ein­for­dern muss­te, war die Ein­hal­tung des 4. gött­li­chen Gebots!

      • Ultra­mon­ta­nus, das ist ein Trug­schluss! Wenn Leh­mann dem Papst (pro for­ma) gehor­sam war, dann, weil der Papst fun­da­men­ta­le moral­theo­lo­gi­sche Posi­to­nen ver­trat und ein Abwei­chen hier­von ein­deu­tig gegen die Leh­re der Kir­che gerich­tet gewe­sen wäre.

        Wenn hin­ge­gen Ber­go­glio die Erlaub­nis zur Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne ver­kün­den wür­de, dann stün­den er, und nicht die lehr­amts­treu­en Bischö­fe, in ein­deu­ti­ger Oppo­si­ti­on zur Leh­re der Kir­che. Des­halb muss man ihm in diem Fal­le den Gehor­sam ver­wei­gern, wenn man katho­li­scher Bischof blei­ben will!

      • Hicest­ho­die, das ist ein Trug­schluss. Wer garan­tiert denn die Leh­re? Allein der Papst! Lesen Sie bit­te die betr. Tex­te des Vati­ka­num I.

      • @ Ultra­mon­ta­nus

        „Wer garan­tiert denn die Leh­re? Allein der Papst! “

        Aber nur in der Ein­heit mit allen Päp­sten, die vor ihm in der Nach­fol­ge der Apo­stel stan­den!

        Wenn ein Papst sich gegen das stell­te, was zu allen Zei­ten als wah­rer Glau­be gelehrt und bezeugt wird, dann hebt er rück­wir­kend genau die Auto­ri­tät auf, auf die er sich for­mal beruft, dann zer­stört er das not­wen­di­ge Band der gött­li­chen Wahr­heit in der Ver­kün­di­gung.

        Sie den­ken aus­schließ­lich im „Hier und Jetzt“, das ist aber nicht katho­lisch, denn die Kir­che ist immer ein und die­sel­be Kir­che in allen Zei­ten. Alles ande­re ist ver­deck­ter Pro­te­stan­tis­mus!

      • Hal­te ich für Unsinn ab dem Augen­blick, ab dem der Papst all da tut und macht, wofür ande­re ein­mal unter Anathem gesetzt und auf Schei­ter­häu­fen ver­brannt wur­den…

        Schi­zo­phren muss man als Katho­lik nicht wer­den.

  4. Er ist effek­ti­ver als Mar­tin Luther — kein Mönch, son­dern Kar­di­nal und mit­ten im Zen­trum und hat das Wohl­wol­len des der­zei­ti­gen Pap­stes. Er wird das Werk Luthers erfolg­reich voll­enden. Oder doch nicht?
    Wer­den jetzt alle evan­ge­lisch? Wer weiß das?
    Bald haben wir Gewiss­heit.

  5. Kar­di­nal Bur­ke im Umfeld einer Pres­se­kon­fe­renz von „Voice of the fami­ly“;
    -
    „Die For­de­rung, die Homo­se­xua­li­tät oder die Biga­mie den Bischofs­kon­fe­ren­zen zur Ent­schei­dung zu über­las­sen, ist absurd. Das steht schlicht im Wider­spruch zum katho­li­schen Glau­ben und Leben. Die Regio­na­li­sie­rung der Moral ist inak­zep­ta­bel. Es wür­de bedeu­ten, dass die Kir­che nicht län­ger katho­lisch [uni­ver­sell] ist.“
    -

  6. Kar­di­nal Kas­per:
    „Es gibt nicht nur die abstrak­te Leh­re, son­dern auch das kon­kre­te Leben mit dem man sich aus­ein­an­der­set­zen muß: …“

    Ein Nicht­glau­ben­der mag die Leh­re abstrakt fin­den, kann sein.
    Für einen wahr­haft gläu­bi­gen Men­schen jedoch gibt es nichts Kon­kre­te­res als die Leh­re Jesu Chri­sti.
    Und wenn er Jesus nach­fol­gen will, wird es ihm ein ech­tes Her­zens­an­lie­gen sein, die­se Leh­re auch so gut wie irgend mög­lich in sei­nem täg­li­chen Ver­hal­ten leben­dig wer­den zu las­sen und ihr Gel­tung zu ver­schaf­fen.

    Ich fin­de die­se spe­zi­el­le Äuße­rung im Grun­de reich­lich respekt­los und sogar unver­schämt unse­rem Herrn gegen­über.
    Woher nimmt Kar­di­nal Kas­per die Kühn­heit, Got­tes Wei­sung als abstrakt zu bezeich­nen?
    Nichts könn­te kla­rer sein als sie!

    • Lie­be Mari­en­zweig,
      Sie haben da den Kern des kas­per­schen Den­kens (nicht Glau­bens) offen gelegt. Die Posi­ti­on Kar­di­nal Kas­pers inten­diert, dass der Mensch nicht bedin­gungs­los Jesus Chri­stus nach­fol­gen soll, son­dern den „Dog­ma­ta des Zeit­gei­stes“( Nietz­sche).

      Dass die „Dog­ma­ta des Zeit­gei­stes“ nur in den Nihi­lis­mus füh­ren, kön­nen Kar­di­nal Kas­per und natür­lich im Hin­ter­grund der gro­ße Strip­pen­zie­her Kar­di­nal Lehr­mann aus ideo­lo­gi­schen Grün­den nicht sehen, sie sind selbst in ihrem Den­ken viel zu sehr von ihrer Grund­ori­en­tie­rung her auf die­se „Dog­ma­ta des Zeit­gei­stes“ aus­ge­rich­tet.

      Es war Fried­rich Nietz­sche, der anmerk­te, dass eine Reli­gi­on, die ihre eige­nen Grund­la­gen der histo­risch-kri­ti­schen Wis­sen­schaft aus­lie­fert, sich damit selbst zer­stört. Nietz­sche ist sicher unver­däch­tig, ein Ver­fech­ter katho­li­scher Spi­ri­tua­li­tät zu sein. Kar­di­nal Kas­per ist ein fana­ti­scher Ver­tre­ter der histo­risch-kri­ti­schen Bibel­ex­ege­se, das darf man nicht über­se­hen.

      Ich habe unter dem Arti­kel: „Papst-Ver­trau­ter berich­te­te als erster „Die Ver­schwö­rung der Drei­zehn“ eini­ge Pas­sa­gen aus Gün­ter Rohr­mo­sers reli­gi­ons­phi­lo­so­phi­schen Betrach­tun­gen der heu­ti­gen Glau­bens­wirk­lich­keit und ihrer Zurich­tung durch eine sich ver­ab­so­lu­tie­ren­den säku­la­ren Auf­klä­rung zitiert. Es ist frap­pie­rend, dass Kar­di­nal Kas­per die Ent­wick­lung, die im Pro­te­stan­tis­mus schon nahe­zu zu ihrem Abschluss gekom­men ist und den Glau­ben ins völ­lig Belie­bi­ge auf­lö­ste, nun in der katho­li­schen Kir­che nach­voll­zie­hen will.

      Wo es kei­ne über­zeit­li­che Wahr­heit gibt, da ver­liert sich der Glau­be über kurz oder lang im Ideo­lo­gi­schen, wobei am Ende immer der Nihi­lis­mus steht. Der heu­ti­ge Pro­te­stan­tis­mus, so wie er z.B. von Mar­got Käs­man ver­kün­det wird, ist ein­deu­tig nihi­li­stisch. selbst der dort auf­ge­setz­te Roman­ti­zis­mus einer abstrak­ten Barm­her­zig­keit und Näch­sten­lie­be bleibt eine hoh­le Phra­se.

      Hegel nann­te das ein­mal, die Furie des Ver­schwin­dens. Kas­per und Leh­mann ent­fes­seln die­se Furie des Ver­schwin­dens mit ihren The­sen, das wird sich sehr bald zei­gen.

    • @Marienzweig: kla­re und schö­ne Wor­te von Ihnen.
      Wenn wir etwas zu leben begin­nen, wird es leben­dig. Es hört auf abstrakt zu sein. Das gilt für Gutes wie Böses.

      Man kann nicht zwei Her­ren gleich­zei­tig die­nen.

      Beginnt man sich in bestimm­ten Ver­hal­tens­wei­sen ein­zu­rich­ten, wird der nicht geleb­te Gegen­pol not­dürf­tig abstrakt.

      Das ist aber für das Leben der See­le nicht einer­lei.

      Denn wäh­rend die Sün­de — die sich durch teuf­li­sche Angrif­fe und Listen immer wie­der mani­fe­stie­ren will — im Gna­den­le­ben, im Ste­hen und im Hal­ten der Gebo­te, irged­wann an Macht und Ein­fluss ver­liert und damit gewis­ser­ma­ßen zum “ vita­len abstrac­tum“ wird (die Erkennt­nis der zer­stö­re­ri­schen Potenz bleibt frei­lich als stets lau­ern­de Gefahr bestehen),

      so wird auch das nur durch Wor­te vor­ge­stell­te Gna­den­le­ben und die gute Bot­schaft für den, der sich für die Sün­de ent­schei­det und dsich an sie gewöhnt, irgend­wann zum “ mor­bi­den abstrac­tum“.

      Es ist nicht gleich­be­deu­tend, wel­cher Teil fehlt und zurück­ge­drängt wird, also ins Abstrak­te gescho­ben wird. Dahin­ter steht der Wil­le des Men­schen. Dar­un­ter ver­birgt sich das Gewis­sen und deren Ein­klang mit der Leh­re der Kir­che oder deren Nicht-Eiklang.

      Das Fern­hal­ten von der Sün­de macht frei für die geleb­te Näch­sten­lie­be.

      Die Ver­kno­tung mit der Sün­de drängt die Erkennt­nis und den Wil­len zum guten Han­deln nach den Gebo­ten Got­tes ab.

      Die Moti­va­ti­on im Ange­sich­te Got­tes zu leben und zu han­deln ver­liert sich. Das Glau­bens­le­ben wird schal, abstrakt; es „scheint“ in sich kein Leben zu haben. (die Tor­heit des Kreu­zes)

      Das liegt dann aber nicht am Schatz des Glau­bens, son­dern in der flüch­ti­gen Betrach­tung des Schat­zes im schnel­len, gehetz­ten Vor­über­ge­hen.

      Der Glau­be kann sich nicht ent­fal­ten, da die Per­son mit ihren Lebens­voll­zü­gen nicht in ihn ein­tritt.
      Der Glau­be sei abstrakt, kommt durch eine „Kri­tik von außen“. Die „Kri­tik von innen“ erschließt hin­ge­gen genau das Gegen­teil: die Leben­dig­keit des Glau­bens.

      Die Resi­gna­ti­on im Glau­bens­le­ben kommt vom Ver­su­cher. Das Ver­spü­ren der Här­te des Glau­bens- und Tugend­le­bens führt vie­le zu der Annah­me, mit einer vom Evan­ge­li­um gefor­der­ten Rigi­di­tät und Radi­ka­li­tät sei es nicht mög­lich.

      Die­se Hal­tung der Resi­gna­ti­on erfolgt aus einer Ermü­dung des Wil­lens. Das Ablas­sen, die Erhe­bung der Hand vom Pflug, lässt die See­le mei­nen, sie habe etwas zu Har­tes, ja Fal­sches los­ge­las­sen. Sie sinkt in sich zusam­men und schiebt die nun gefühl­te Schwä­che der Über­for­de­rung, ja dem Glau­bens­le­ben mit sei­nen For­de­run­gen und Gebo­ten, sel­ber zu. Das Un-Heil wird nun in der Gegen­rich­tung gesucht.

      Das Heil­mit­tel wäre aber nun gewe­sen, das Tugen­le­ben, das Beten und Fasten, zu ver­dop­peln, statt von ihm abzu­las­sen. So wäre die Ver­su­chung über­wun­den wor­den und die See­le wäre wei­ter in die Gna­de hin­ein­ge­wach­sen.

      Die­se Misser­kennt­nis ist auch das Grund­übel der Kate­che­se nach dem II. Vati­ka­num. Man glaubt, man habe die Men­schen über­for­dert (Höl­len­bot­schaft und Sün­den­an­dro­hung), aber nein, man hat sie unter­for­dert!!

      • @Pater Pio — noch ein Nach­satz!

        Ihre Aus­füh­run­gen sind mir sehr wert­voll und wert, ver­tieft dar­über nach­zu­den­ken.

    • Nicht nur die Leh­re ist für Kas­per abstrakt, son­dern auch Sün­de ist für ihn nur noch ein Abstrak­tum.

      War­um steht die Lebens­wirk­lich­keit von so vie­len Katho­li­ken im Wider­spruch zur Leh­re? Kas­per, Marx und Co. wol­len ihr kata­stro­pha­les Ver­sa­gen und Schei­tern nicht zuge­ben, also kapi­tu­lie­ren sie vor der Welt, Lebens­wirk­lich­keit und geben der Leh­re anstatt sich selbst die Schuld: Die Leh­re soll sich ändern, damit sie sich selbst nicht ändern brau­chen und sie kon­se­quent ihren Irr­weg wei­ter gehen kön­nen. Libe­ra­le Bischö­fe, Prie­ster pre­di­gen wie es ein evan­ge­li­ka­le Pastor tref­fend for­mu­liert,

      eine Gut­men­schen-Leh­re statt das Wort Got­tes. Glau­ben kommt vom Hören. Woher sol­len Katho­li­ken die Kraft her­neh­men nach der Leh­re zu leben, wenn sie nicht das unver­kürz­te und unver­fälsch­te Evan­ge­li­um hören und wenn ihnen kei­ner die Schön­heit der Leh­re zeigt? Chri­stus hat den Men­schen klar das Gebot Got­tes ver­kün­det. Er hat Men­schen auf­ge­ru­fen Buße zu tun, an ihn als Herr und Erlö­ser zu glau­ben und sich zu Gott zu bekeh­ren. Das Evan­ge­li­um for­dert den Men­schen zur Bekeh­rung auf. Bekeh­rung bedeu­tet eine prak­ti­sche, ent­schlos­se­ne Umkehr von dem Weg der Selbst­ver­wirk­li­chung, wo der eige­ne Wil­le über den Wil­len Got­tes steht; die bewuss­te Ent­schei­dung Chri­stus als Herr sei­nes Lebens anzu­neh­men, eine per­sön­li­che Bezie­hung mit ihm zu haben und ihm nach­zu­fol­gen. Für vie­le Chri­sten spielt Jesus als Erfül­lungs­ge­hil­fe und Trö­ster in der Not eine Rol­le, der anson­sten aber nichts zu mel­den hat und aus dem eige­nen Leben her­aus­ge­hal­ten wird. Kar­di­nal Kas­per will Men­schen zu Eucha­ri­stie zulas­sen, ohne dass die­se in ech­ter Buße ihre Sün­den vor Gott erkannt haben und ohne dass eine ech­te Umkehr, die sich im prak­ti­schen Gehor­sam Gott gegen­über zeigt, statt­ge­fun­den hat.

      Die Bibel zeigt, dass das Wort des Evan­ge­li­ums eine inne­woh­nen­de gött­li­che Kraft hat, die das Herz und den Geist radi­kal ver­än­dern kann. Pau­lus bezeugt dies im Römer­brief: Denn ich schä­me mich des Evan­ge­li­ums von Chri­stus nicht; denn es ist Got­tes Kraft zur Erret­tung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Grie­chen. Papst Fran­zis­kus wie sei­ne libe­ra­le Günst­lin­ge Kas­per, Marx und vie­le soge­nann­te auf­ge­klär­te Chri­sten schä­men sich des Evan­ge­li­ums und glau­ben nicht an sei­ner Kraft. Daher glau­ben Fran­zis­kus und vie­le im Vati­kan mit mensch­li­chen Wer­be­me­tho­den und rhe­to­ri­schen Kunst­grif­fe das Evan­ge­li­um schmack­haft machen zu müs­sen. Er und sei­ne libe­ra­len Günst­lin­ge ver­kau­fen das Evan­ge­li­um wie ein Händ­ler, der eine Ware ver­kauft. Daher ver­su­chen sie dem Evan­ge­li­um ein attrak­ti­ve­res Aus­se­hen für fleisch­lich gesinn­te Men­schen zu geben um den Absatz zu erhö­hen. Papst Fran­zis­kus und libe­ra­le Chri­sten machen vie­le Abstri­che an der Bot­schaft selbst und über­gie­ßen sie mit Zucker­guss. Sie bedie­nen sich eigen­wil­li­ge Aus­le­gung, die vom Zeit­geist geprägt ist, die die Schär­fe und das Anstö­ßi­ge in den Augen der Men­schen nimmt um die moder­nen und auf­ge­klär­ten Zuhö­rer nicht zu ver­är­gern. Wenn das Evan­ge­li­um der­art ver­kürzt und ver­fälscht wird, wird es um sei­ne Kraft beraubt und kann daher sei­ne Wirk­sam­keit nicht ent­fal­ten und Men­schen ver­än­dern. Die­se Art von Evan­ge­li­sa­ti­on bringt nur unech­te, unbe­kehr­te und fleisch­lich gesinn­te Chri­sten mit einem totem Glau­ben her­vor. Die­se unech­te, unbe­kehr­te Chri­sten sind daher nicht gewillt, die Lie­be zur Welt und ihren sinn­li­chen Rei­zen kon­se­quent und kom­pro­miss­los abzu­sa­gen.

      • @Zarah!
        “ … das Evan­ge­li­um schmack­haft machen zu müs­sen.“
        Und es „ver­kau­fen wie ein Händ­ler“.
        Ja, an Ihren kri­ti­schen Über­le­gun­gen dazu ist etwas dran!
        Aber muss eine Leh­re, die vom Got­tes­sohn direkt zu uns kommt, denn über­haupt erst schmack­haft gemacht wer­den?
        Die­se geist­li­che Spei­se — sie ist es doch schon.
        Weder muss etwas hin­zu­ge­fügt noch weg­ge­las­sen wer­den.
        Dass viel­leicht die Wor­te und Gebo­te Jesu den Men­schen bes­ser erklärt wer­den soll­te, das kann evtl. nötig sein.
        Wenn deren Herz und Hirn nicht total ver­ne­belt sind von Kom­merz und Kon­sum, müss­ten die Leu­te von heu­te doch imstan­de sein, das was Jesus uns allen ver­mit­teln woll­te, auch zu ver­ste­hen.
        Vor­aus­ge­setzt, der Wil­le und die Bereit­schaft dazu sind vor­han­den.

  7. Jaja, das wis­sen wir schon längst, dass er das will. Nur wie immer macht er es sich ein­fach und lässt dabei die Tod­sün­de außer Acht, unter der NIEMAND wür­dig für die Eucha­ri­stie ist. Ange­sichts sei­ner ver­kün­de­ten Irr­leh­ren dürf­te ihm wohl noch das Lachen ver­ge­hen, wenn er selbst nicht umkehrt. Unver­ges­sen bleibt mir das Zeug­nis aus einer Pri­va­tof­fen­ba­rung, wo eine See­le von Jesus in die Höl­le ent­rückt wur­de, vie­les dort detail­iert zu schil­dern wuss­te und dabei einen Prie­ster(!) noch schlim­me­re Fol­ter als die ande­ren ver­damm­ten See­len erlei­den sah, weil die­ser in sei­nem Leben Irr­leh­ren ver­kün­de­te und Prie­ster genau­er beur­teilt wer­den, auf­grund ihres höhe­ren Wis­sens­stan­des und ihrer Ver­ant­wor­tung den ihnen anver­trau­ten See­len gegen­über.

  8. Wer immer für „Öff­nung “ ist ‚der ist nicht ganz dicht. Es reg­net von oben her­ein und am Ende steht man im Regen. Das lernt man schon als Erst­kläss­ler in der Häfe­lischu­le, nicht?

  9. Ich bin ein Laie und möch­te es auch ver­ste­hen. Bis­her ist mein Wis­sens­stand fol­gen­der:

    1. Wie­der­ver­hei­ra­te­te leben in Sün­de. Dies ist in meh­re­ren Stel­len der Hl. Schrift zu lesen.
    (z.b. Mt. 5, 31–32)

    2. Gott ver­gibt die Sün­de, wenn sie bereut wird und Bes­se­rung ver­spro­chen wird. Das kann ja wohl nur hei­ßen, dass die Bes­se­rung bei Wie­der­ver­hei­ra­te­ten nicht vor­liegt. Das ist wun­der­bar nach­zu­le­sen: „…kei­ner ver­ur­teilt dich? So will auch ich dich nicht ver­ur­tei­len.“ Und jetzt kommt der ent­schei­den­de Satz von Jesus: „GEH UND SÜNDIGE NICHT MEHR!“

    3. Das Wort Got­tes soll­te nicht dem Zeit­geist unter­wor­fen wer­den. Got­tes Wort war, ist und wird in alle Ewig­keit blei­ben.

    Wir Chri­sten sind zu lau gewor­den. Das Wort Got­tes wird so lan­ge gedreht und gewen­det, bis es uns passt — ein­fach nur wider­lich.

    Ergeb­nis für mich: Wei­ter­hin mutig, selbst­be­wusst und ehr­lich zu dem Wort Got­tes ste­hen — auch wenn es unan­ge­nehm wird. Das soll natür­lich nicht hei­ßen, dass ich ohne Feh­ler bin. Des­halb habe ich aber nicht das Recht, alles so zu ver­dre­hen, bis ich mein Gewis­sen beru­higt habe. Nein, mein Gewis­sen soll sich immer wie­der mel­den, wenn ich Unrecht bege­he. Nur so bleibt Sün­de für mich Sün­de. Wenn wir Men­schen uns an die 10 Gebo­te hal­ten wür­den, könn­ten alle Gesetz­bü­cher ein­ge­stampft wer­den. Du sollst nicht ehe­bre­chen, nicht töten, Vater und Mut­ter ehren usw.; — was ist dar­an so schwer zu ver­ste­hen??? Selbst der Papst, die Bischö­fe und Prie­ster kön­nen und soll­ten dort nichts hin­ein­in­ter­pre­tie­ren, was da nicht hin­ge­hört.
    Die­se Syn­ode hät­te man sich mei­ner Mei­nung nach erspa­ren kön­nen.

    Oder sehe ich das alles falsch???

    • Wie ich letz­tens erfah­ren habe, gibt es kir­chen­recht­lich legal die Mög­lich­keit einer „Josef­se­he“, wo bei­de unter einem Dach leben aber wie Geschwi­ster und mit getrenn­ten Bet­ten. Wenn bei­den dann ihr Ehe­bruch vor Gott tat­säch­lich ver­ge­ben ist, dann ist die Kir­che bereits jetzt sehr viel barm­her­zi­ger als Kas­per & Co es dar­stel­len. Dass sich nicht jedes Paar dar­auf ein­las­sen wür­de, ist schon klar. Aber es gibt bereits kir­chen­recht­lich gro­ßen Spiel­raum aus mei­ner Sicht.
      Hin­ge­gen in Tod­sün­de zur Eucha­ri­stie zu gehen oder das von Kir­chen­sei­te zu erlau­ben ent­spricht ganz klar einer Häre­sie.

      • Sie haben recht. Der Spiel­raum war/ist vor dem 8. Dezem­ber 2015, der Inkraft­set­zung des Motu Pro­prio zur „katho­li­schen Ehe­schei­dung“, schon sehr hoch.
        Doch die Men­schen mach­ten sich nicht ein­mal die Mühe, die Ange­bo­te und Wei­sun­gen zu prü­fen.
        Sie hat­ten und haben nicht ein­mal einen „Ehe­be­griff“.
        Das wird sich auch nach dem 8. Dezem­ber erwei­sen. Die mei­sten wird es kaum jucken, was die Kir­che sagt zu ihrer stan­des­amt­li­chen Zweit- oder Dritte­he­schlie­ßung. Sie mot­zen und meckern allen­falls über die Rück­stän­dig­keit einer mit­tel­al­ter­li­chen Kir­che, die aus­schlie­ße und dis­kre­mi­nie­re. Aber am kirch­li­chen Leben selbst: null Inter­es­se. Sie wol­len nur den mah­nen­den Zei­ge­fin­ger nicht mehr sehen, der ohne­hin nur noch schwach und sicht­bar gekrümmt erho­ben ist. Sie wol­len ihn ganz bre­chen und abschnei­den, weil er sie an ihre unheil(ig)e Schuld erin­nert. Doch genau die­ser Zei­ge­fin­ger weist auf das Heil­mit­tel der Ver­ge­bung und Ord­nung in Gott. Der Teu­fel, mit dem sie ver­harkt sind, lässt es nicht zu, dem nach­zu­ge­hen, wor­auf der Zei­ge­fin­ger zeigt. Lie­ber weg mit ihm, ihn lie­ber abbre­chen oder zudecken, als an den eige­nen Schmerz, die eige­ne Sün­de erin­nert zu wer­den.
        Die mei­sten glau­ben arro­gant an die Hoheit, Voll­kom­men­heit und Unan­tast­bar­keit iher Gewis­sen.
        Der Glau­be wird des­we­gen immer unhin­ter­frag­ter, unter­spül­ter und aus­ge­höhl­ter.
        Eine Lie­bes­bot­schaft ohne Höl­len­an­dro­hung wird die Men­schen nicht zurück in die Kir­chen brin­gen.
        Eine Lie­bens­bot­schaft mit ver­schärf­ter Droh­bot­schaft, mit der immer katech­siert wur­de, wür­de zunächst Empö­rung her­vor­ru­fen, aber die Gewis­sen wach­ru­fen, berech­tig­te Äng­ste schü­ren und das Beichtsa­kra­ment wie­der leben­dig machen.
        Denn wirk­li­che Schuld kann nur Gott ver­ge­ben. Kein Psy­cho­lo­ge. Und man kann sie auch nicht „weg­s­pa­ßen“, vor ihr davo­nur­lau­ben oder von ihr — in von Gott nicht obser­vier­te Regio­nen — fortflie(h)gen.
        Man muss die Men­schen dazu brin­gen, dass sie sich und ihrer Schuld, auch ihrer Schwach­heit, stel­len, um die­se nicht zu besie­geln und mit ihr unter­zu­ge­hen oder in ihr fest­zu­frie­ren, son­dern um sie zu über­win­den, dass neu­es Leben ein­drin­gen kann.
        Wer ver­hin­dert das? Der Teu­fel und sein Anhang. Wer dient ihm? Die Medi­en, ins­be­son­de­re die Libe­ra­len (das sind 99% aller Medi­en). Viel wird von Medi­en­kom­pe­tenz ger­det. Eigent­lich wäre es die Auf­ga­be der Kir­che, die­se Kom­pe­tenz zu ver­mit­teln oder wie­der her­zu­stel­len, was frü­her das „Nihil obstat“ oder der Index regel­te.
        Ich emp­feh­le auch sehr die Aus­füh­run­gen von Kar­di­nal Sarah in sei­nem „Buch Gott oder nichts“ zur Kri­se der west­li­chen Welt (etwa ab S. 200), in dem er die Per­ver­tie­rung einer in sich deka­den­ten Gesell­schafts­ord­nung offen legt, einer Ord­nung, die kei­ne Ord­nung mehr ist, son­dern der Kul­tur des Todes unter euphe­mi­schen huma­nen Schein­be­grif­fen folgt und die Men­schen zum Mor­den auf allen Ebe­nen des Lebens ver­führt.

  10. Sün­de bleibt Sün­de. Als Laie kann man nicht ver­ste­hen, dass ein Mann wie Kas­per wegen sei­nes
    hohen Alters, mor­gen schon vor Gott ste­hen kann, die­se Ambi­tio­nen hat und gegen die Gebo­te
    Got­tes und Leh­ren der Kir­che oppo­niert. Kar­di­nal Kas­per der zusam­men mit Kar­di­nal Leh­mann
    und ande­ren die Rhei­ni­sche Alli­anz gegrün­det und begrün­det hat, war immer schon ein Geg­ner
    Roms und des Pap­stes. Mit Erz­bi­schof Zollitsch und Kar­di­nal Marx hat er star­ke Ver­bün­de­te, die
    bei der Syn­ode den deut­schen Son­der­weg for­cie­ren und for­dern. Wenn man bedenkt, dass die­se
    an vol­len Fleisch­töp­fen sit­zen­den Kle­ri­ker die Welt­kir­che ver­än­dern wol­len, zeigt das ein­mal mehr
    den dia­bo­li­schen Ein­fluss der hier zuta­ge tritt. Es scheint nicht nur so, son­dern es kann nicht an-
    ders sein, dass Fran­zis­kus hier eine gro­ße Rol­le spielt und die­sen The­sen Rech­nung trägt. Es ist
    ver­werf­lich, wenn die­se kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten mit Engels­zun­gen von Barm­her­zig­keit, vom Hei­li-
    gen Geist und Offen­heit spre­chen. Ihr Vor­ha­ben scha­det der Kir­che ins­ge­samt und sie müs­sen
    jetzt schon zit­tern ( La Salet­te ), wenn sie das ein­mal ver­ant­wor­ten müs­sen.

  11. Eines über­sieht Kas­per, dass es noch Hir­ten wie Kar­di­nal Sarah gibt. Die­se dem wah­ren Glau­ben treu­en Hir­ten wer­den die „Dog­ma­ta des Zeit­gei­stes“ nicht als Maß­stab des rech­ten Glau­bens gel­ten las­sen. Hier wird es, da bin ich fel­sen­fest über­zeugt, mas­si­ven Wider­stand geben, auch gegen Papst Fran­zis­kus, soll­te er den rela­ti­vi­sti­schen The­sen Kas­pers und Leh­manns folgen.wollen.

    • Lie­ber Sua­rez,

      ich schät­ze Ihre Bei­trä­ge und Ihren Ein­satz für die Leh­re sehr. Was mir aber völ­lig unver­ständ­lich ist, war­um Sie glau­ben Papst Fran­zis­kus hät­te mit den gan­zen Skan­da­len und sei­nen ver­wir­ren­den Wor­ten und Taten, die Cha­os und Spal­tung in der Kir­che ver­ur­sa­chen, nichts zu tun? Wie kön­nen Sie den Papst, der rück­sichst­los das Wort Barm­her­zig­keit wie ein Bull­do­zer gegen die Leh­re benutzt von denen, die mit sei­ner För­de­rung, Pro­mo­ti­on und Erlaub­nis die Abriss­bir­ne gegen die Leh­re in Stel­lung brin­gen, tren­nen? Fran­zis­kus ist genau­so ein inter­ner Kir­chen­zer­stö­rer wie es Kas­per, Marx und Co. sind. Ich will mir in Bezug auf den Papst nichts vor­ma­chen wie es kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken ger­ne tun, nach dem Mot­to, was nicht darf sein, kann nicht sein.

      Nicht die Fran­zis­kus-Kri­ti­ker, son­dern Fran­zis­kus selbst ist es, der sagt die Kir­che sei auf Sand gebaut und muss neue Wege, sei­ne Wege gehen, die Wege der Anpas­sung and die Welt gehen, damit sie Fel­sen unter den Füßen hat. Der Papst hat aus tak­ti­schen Grün­den, nur als Kos­me­tik und Fei­gen­blatt Kar­di­nal Sarah und Mül­ler gewählt, damit ihn die nai­ven Katho­li­ken nicht durch­schau­en. Am Ende hat er das Sagen und Mül­ler und Sarah haben nichts zu mel­den.

      Ich stel­le nicht das Papst­amt infra­ge aber Fran­zis­kus. Mit die­sem Papst ist mei­ne schmerz­gren­ze erreicht. Ich gehö­re nicht zu den Papst Fran­zis­kus-hat-immer-recht- Katho­li­ken. Die­ser Papst schafft es sogar kon­ser­va­ti­ve, glau­bens­treue Katho­li­ken, die noch unter JP II und Bene­dikt am glei­chen Strang gezo­gen haben, zu spal­ten.

      • Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen, schlie­sse mich 100% an…

        hal­lo kath.net! Immer noch nicht gesperrt?

      • Lie­be Zarah,
        ich schrieb doch aus­drück­lich: „mas­si­ven Wider­stand geben, auch gegen Papst Fran­zis­kus, soll­te er den rela­ti­vi­sti­schen The­sen fol­gen“.

        Bis­lang habe ich den Ein­druck, dass Papst Fran­zis­kus eher laviert, was Jesui­ten bekann­ter­ma­ßen ja her­vor­ra­gend kön­nen. Eine abso­lu­te Macht, die ja immer die Macht gegen Got­tes Wil­le ein­schlös­se, hat Papst Fran­zis­kus gera­de nicht. Der Papst ist Die­ner Got­tes nicht Got­tes Herr!

        Ich ver­traue trotz vie­ler Irri­ta­tio­nen, die auch mich inner­lich auf­wüh­len, auf den Hei­li­gen Geist, der schon jetzt so glau­bens­star­ke Bischö­fe, wie Kar­di­nal Sarah und Kar­di­nal Mül­ler, aber noch vie­le ande­re Bischö­fe, in ihrem Wider­stand gegen das Bei­sei­te­schie­ben des gött­li­chen Wor­tes stär­ken wird. Und soll­te es zu einem wei­te­ren Glau­bens­ver­fall in unse­rer hei­li­gen Kir­che, so müs­sen wir das als Stra­fe wohl hin­neh­men und wei­ter am wah­ren Glau­ben fest­hal­ten, wie Kar­di­nal Bur­ke unlängst beton­te.

    • Lie­ber Kosta­di­nov,
      die Mode­ra­ti­on von kath.net räumt mun­ter wei­ter auf, was lehr­amts­treue Leser anbe­trifft.

      Fol­gen­der Kommentar/Drohung war heu­te auf kath.net sei­tens Frau Lor­le­berg gegen @Newtube zu lesen.

      „Schön­born offen­bar wich­tig für Durch­bruch in deut­scher Grup­pe“

      „bücher­wurm vor einer Stun­de
      @Newtube:
      Ich kann Ihnen wirk­lich nicht raten, der Mode­ra­ti­on noch­mals zu schrei­ben: „si tacuis­ses…“. Eine Mode­ra­ti­on könn­te mög­li­cher­wei­se ant­wor­ten: tace! Doch bis­her sind wir ja nur im Kon­junk­tiv. Beach­ten Sie aber bit­te, dass Ver­ben auch in den Indi­ka­tiv gesetzt wer­den kön­nen ;)“

      Und jetzt raten Sie mal, wer da im Kom­men­tar­be­reich sich noch so tum­melt?

      Die wer­den lang­sam alle sehr ner­vös, was den gewünsch­ten Aus­gang der Syn­ode anbe­trifft, da lie­gen die Ner­ven eben auch bei der kath.net Mode­ra­to­rin blank!

      • Lie­ber Sua­rez,
        wis­sen Sie noch — ich schrieb Ihnen vor Wochen, dass ich frei­wil­lig „zurück­tre­ten“ wer­de.
        Mitt­ler­wei­le habe ich fest­ge­stellt, dass ich gesperrt wor­den bin.
        Frü­her habe ich ger­ne dort kom­men­tiert, doch las­se ich die­ses Kapi­tel jetzt hin­ter mir.
        „Alles hat sei­ne Zeit!“
        pace e bene!

      • Lie­be Mari­en­zweig,
        auch ich habe frü­her ger­ne auf kath.net kom­men­tiert und glaub­te, dass dort Lehr­amts­treue sich noch arti­ku­lie­ren kön­ne. Das war arg gut­gläu­big ange­sichts sol­cher Bischö­fe wie Kar­di­nal Marx und Kar­di­nal Schön­born. Man darf ver­mu­ten, dass im Hin­ter­grund immer mehr Druck auf die Redak­ti­on aus­ge­übt wur­de und wird. Hin­zu kommt, dass Frau Lor­le­berg ohne­hin den pro­gres­si­ven For­de­rung der kas­per­schen Kir­chen­spal­ter zuneigt.

        Wir wer­den damit leben müs­sen, dass der wah­re Glau­be sich wie­der in die „Kata­kom­ben“ zurück­zie­hen wird.

  12. Die Kom­mu­ni­on für sog. wvh. Geschie­de­ne ist eine Belei­di­gung und Ent­eh­rung Jesu Chri­sti in erster Linie.
    Wenn sol­che Per­so­nen die hl. Kom­mu­ni­on emp­fan­gen, dann ist es aber so, daß sie den Leib des Herrn nicht mehr wirk­lich emp­fan­gen, weil ihnen ja der Glau­be oder die rich­ti­ge Ein­stel­lung fehlt. Die­se Leu­te essen sich dann den Tod wie der hl. Apo­stel Pau­lus schreibt, also essen nicht das Leben- Jesus Christus‑, son­dern den Tod.
    Die­se Men­schen emp­fan­gen nicht den Leib des Herrn, das Leben, son­dern emp­fan­gen den Tod. Auch der Prie­ster, der das macht, ißt sich den Tod. Die „Kom­mu­ni­on“ ist also kei­ne.

  13. „Wir sehen vie­le Fami­li­en in irre­gu­lä­ren Situa­tio­nen, aber auch sie sind Kin­der Got­tes. Auch sie brau­chen des Brot des Lebens, weil die Eucha­ri­stie nicht für die „Per­fek­ten“ ist, son­dern für die Sün­der, und wir alle sind Sün­der“

    Was aber heißt dann noch Umkehr?

    Ist das dann nicht eine lee­re For­de­rung, die dem Schein dient?

    Meint „wir sind alle Sün­der“, dass wir in der Sün­de ver­har­ren sollen/dürfen?

    Recht­fer­tigt die neue Barm­her­zig­keit die Sün­de?

    War­um sag­te Jesus zu der Ehe­bre­che­rin: „Geh und sün­di­ge von jetzt an nicht mehr“?

    • Ja, zu Ihrem letz­ten Satz geehr­ter @Suarez. Da hat der Herr Kar­di­nal Kas­per wahr­schein­lich gera­de im Reli­gi­ons­un­ter­richt gefehlt. Und was Häns-chen nicht lernt.…

    • Rich­tig, mit die­ser Argu­men­ta­ti­on Kas­pers, kann man mit dem Ehe­sa­kra­ment gleich das Buß­sa­kra­ment mit­er­le­di­gen. Wozu noch Buße tun, wenn das für den Zutritt zum Tisch des Herrn eh kei­ne Rol­le mehr spielt, die­se im gün­stig­sten Fall viel­mehr als ein Mit­tel ver­stan­den wird, von der Sün­de abzu­kom­men. Wem wür­de Kas­per über­haupt die hei­li­ge Kom­mu­ni­on vor­ent­hal­ten wol­len: dem erklär­ten Bor­dell­gän­ger? dem NPD-Wäh­ler? Wahr­schein­lich nie­man­dem, denn dafür hat er ja schlicht und ein­fach kei­ne Begrün­dung mehr. Eine Aus­nah­me dürf­te es aller­dings bei Kas­per geben: den Kir­chen­steu­er­ver­wei­ge­rer.

      • @Aventin: “Wem wür­de Kas­per über­haupt die hei­li­ge Kom­mu­ni­on vor­ent­hal­ten wol­len: dem erklär­ten Bor­dell­gän­ger? dem NPD-Wähler?”
        Nein, gera­de denen darf man den Leib des Herrn nicht ver­wei­gern. Das wäre unbarm­her­zig. Sie brau­chen ihn doch beson­ders. Und die Kir­che wid mit ihnen um sovie­les bun­ter.
        Den fun­da­men­ta­li­sti­schen Katho­li­ken, die ande­re aus­gren­zen durch ihr Ärger­nis von Fröm­mig­keit und guten Wer­ken; die­sen wür­de wohl als den “Rich­ten­den” die Kom­mu­ni­on vor­ent­hal­ten. Da sie am Sün­den­be­griff fest­hal­ten, erschaf­fen sie ihn und spal­ten die kol­lek­ti­ve Gemeinchaft der all­marm­her­zig “Bekiff­ten“.

        Das dahin­ter­ste­hen­de Den­ken ist noch weni­ger als purer Pro­te­stan­tis­mus. Denn in die­sem domiert wenig­stens noch das Wort und das Wort soll an das Gewis­sen appel­lie­ren. (aller­dings fehlt die Lehr­amt­li­che Instanz) Die­ses Den­ken ist ent­we­der myst­ago­gisch — Gott regelts schon, auch unse­re Umkehr und wir kön­nen lustig wei­ter sün­di­gen, wobei “Sün­de” mit “Leben” euphe­mi­siert wird oder es ist so platt syn­kre­ti­stisch — eine Ver­schrau­bung aus Posi­ti­vis­mus und Pneu­ma -, dass jede Aus­sa­ge über ds Aller­hei­lig­ste ins Nebu­lö­se des Geheim­nis­ses abge­drängt wird.

        Dann gibt es zwei Schau­büh­nen: auf der einen wird das wirk­li­che Leben ohne Gott gelebt und auf der ande­ren — im Got­tes­dienst — wird ein dämo­ni­scher dunk­ler Myste­ri­en­kult (da unver­stan­den und sich im obsku­ren Geheim­nis selbst über­las­sen und ohne Rück­wir­kungs­kopp­lung an das Leben) voll­zo­gen.

    • Womit ich nicht klar­kom­me, lie­ber Sua­rez, ist der Anspruch auf „Kom­mu­ni­on für alle“.
      Jemand, der kei­nen Glau­ben hat und kei­ne Bezie­hung zu Jesus Chri­stus und sei­ner von Ihm gestif­te­ten Kir­che, wird es kaum schmer­zen, nicht kom­mu­ni­zie­ren zu dür­fen.
      Jene gesch. Wie­der­ver­hei­ra­te­ten aber, die eine ech­te Bezie­hung zu ihrem Herrn haben, wer­den oder kön­nen doch nicht zur Kom­mu­ni­on gehen, da sie wis­sen, dass die­se Fra­ge die Kir­che zu spal­ten droht.
      Wie könn­ten sie eine Kom­mu­ni­on ver­lan­gen, gar bean­spru­chen und damit zusätz­lich auch vie­le Prie­ster in gro­ße Gewis­sens­nö­te stür­zen?
      Wird die­se Gewis­sens­not und die Gefahr des Zer­rei­ssens der Kir­che wirk­lich von ihnen bil­li­gend in Kauf genom­men?
      Ich kann das nicht ver­ste­hen. Wol­len sie die­se schwe­re Ver­ant­wor­tung auf sich neh­men?
      Es sind die betrof­fe­nen Gläu­bi­gen selbst, die ihren Bischö­fen zu ver­ste­hen geben soll­ten, dass sie die Mög­lich­keit zum Kom­mu­nion­emp­fang aus Lie­be zur Kir­che gar nicht in Anspruch neh­men wol­len, so wie dies neu­lich auch im Brief der 100 Kon­ver­ti­ten the­ma­ti­siert wur­de.
      Wir kön­nen auch auf ande­re Wei­se innig Kon­takt mit Chri­stus, unse­rem Hei­land, auf­neh­men.
      Vom ehe­mals bekann­ten Begriff frei­wil­li­ger „Ent­sa­gung“ hört man heu­te gar nichts mehr, Wunsch­er­fül­lung dage­gen ist ange­sagt.
      Kon­sum­den­ken — auch hier!

  14. Immer wie­der­holt Kas­per sei­nen alten Kram, aber er wird dadurch nicht wah­rer.
    Er heißt wie­der­holt und unbe­irr­bar die Sün­de gut.

    Des­halb ist er ein Häre­ti­ker.
    Und da er vom Papst wie­der­holt zum Hof­pre­di­ger des Pap­stes erko­ren wur­de, ist die­ser Papst auch ein Häre­ti­ker.

    Wann wachen die Gläu­bi­gen end­lich auf und schrei­en genau das in die Welt und hoch in den Him­mel hin­aus: Das ist nicht unser Papst! Und wer unter den Bischö­fen ihn stützt oder still­schwei­gend akzep­tiert, ist auch für uns kein Bischof, gleich ob er neben­bei auch noch from­me Bücher ver­fasst und die alte Mes­se zele­briert, denn was nützt das, wenn man hier den Wolf nährt! Und da alle ihn letzt­end­lich auch mit ein wenig from­mem Gegrum­mel stüt­zen, haben wir kei­ne Hir­ten mehr. Herr Jesus, hilf uns! Maria, bit­te für uns!

    War­um ruft das aber kei­ner?

    • @Werte zeit­schnur, es ist für einen Katho­li­ken äusserst schwie­rig, einem amtie­ren­den Papst sein Papst­tum abzu­spre­chen.
      Nicht jeder sieht sich dazu in der Lage.
      Denn wäre es nicht, als ob man über einem Men­schen vor­zei­tig den Stab bre­chen wür­de?
      Die­ser könn­te doch ‑wenn die Zeit reif ist- sein gesam­tes Den­ken und Tun einer gewis­sen­haf­ten Prü­fung unter­zie­hen und eine Kehrt­wen­dung voll­zie­hen.
      Ob dies auch im Fall Papst Fran­zis­kus ein­mal der Fall sein wird, kön­nen wir nicht wis­sen. Ich glau­be es eher nicht und doch .… mög­lich wäre es, rein theo­re­tisch.
      Aller­dings, wie­viel Por­zel­lan wäre inzwi­schen zer­schla­gen, wie­viel Ver­trau­en zer­stört, bis es soweit wäre.
      Mein Ver­trau­en zu Papst Fran­zis­kus jeden­falls ist erlo­schen.
      Gene­rell glau­be ich, dass die Fran­zis­kus-Kri­ti­ker in der Min­der­heit sind. Die mei­sten, die sich Katho­li­ken nen­nen, begrü­ßen doch die Neue­run­gen und Erleich­te­run­gen. Man braucht sehr viel Mut, in sei­nem Umfeld das Han­deln des aktu­el­len Pap­stes infra­ge zu stel­len. Erstau­nen ist noch die mil­de­ste Reak­ti­on, mit der man zu rech­nen hat.
      Viel­leicht ist es aber auch so, dass sich man­cher unbe­hag­lich fühlt, sich aber hütet, zu die­sem Unbe­ha­gen auch zu ste­hen.
      Mir wird angst, wenn ich die Zukunft der katho­li­schen Kir­che beden­ke, falls die Ent­wick­lung so wei­ter geht.
      Auch ich wün­sche mir ein ent­schie­de­nes Wort der Kar­di­nä­le — nicht nur der Unter­zeich­ner des Brie­fes an den Papst, son­dern auch der Bischö­fe welt­weit, denen der Fort­be­stand der ori­gi­na­len, katho­li­schen Kir­che wich­tig ist und denen das Wir­ken und die Wor­te Jesus Chri­stus noch etwas bedeu­ten.

      • Lie­be Mari­en­zweig,
        soll­te sich kei­ne Mehr­heit für den kas­per­schen Rela­ti­vis­mus auf der Syn­ode ein­stel­len, hat Papst Fran­zis­kus ein ern­stes Pro­blem. Setzt er sich ein­fach über den Wil­len der Syn­oda­len hin­weg, wird er unglaub­wür­dig, hat­te er doch vor kur­zem noch betont, dass ihm an einer Stär­kung der Syn­ode läge. Ihm wird also gar nichts ande­res übrig blei­ben, als den Wil­len der Bischö­fe zu respek­tie­ren, wenn auch viel­leicht mit Wut im Bauch. War­ten wir doch ab. Auch Papst Fran­zis­kus möch­te nicht als Papst daste­hen, der sich offen gegen die Mehr­heit der Bischö­fe stellt, um die katho­li­sche Glau­bens­leh­re zu rela­ti­vie­ren. Er weiß auch, wür­de er die Pasto­ral gegen die Leh­re gegen den Wil­len der mei­sten Bischö­fe aus­spie­len, dass die­se Ent­schei­dung nach sei­nem Pon­ti­fi­kat wie­der revi­diert wür­de.

      • Lie­be Mari­en­zweig, ich fürch­te, sie haben hier genau die Gedan­ken ins Wort geho­ben, mit denen die mei­sten der mit Ber­go­glio unzu­frie­de­nen Syn­oda­len, Kar­di­nä­le und Bischö­fe letzt­lich ihre Gewis­sen ein­schlä­fern, wenn der Ernst­fall ein­tritt. Nur, das See­len­heil der Gläu­bi­gen, die Leh­re und der Fort­be­stand der Kir­che ste­hen auf dem Spiel, da ist es völ­lig unan­ge­mes­sen, sich der trü­ge­ri­schen Hoff­nung auf eine mög­li­che Kehrt­wen­de des Zer­stö­rers hin­zu­ge­ben und um des lie­ben Frie­dens wil­len einst­wei­len uner­meß­li­chen Scha­den in Kauf zu neh­men. Wenn Ber­go­glio sich an der Leh­re der Kir­che ver­greift, dann hat er als Papst aus­ge­spielt und Gott möge ihm und sei­ne Absich­ten dann ein gnä­di­ger Rich­ter sein.

      • Vor­zei­tig Stab bre­chen?

        Mei­ne Güte, @ Mari­en­zweig!

        Wor­auf war­ten Sie eigent­lich?
        Muss der gan­ze laden erst ver­nich­tet wer­den, bevor Sie auf­wa­chen?
        was soll Ihnen F. denn noch an Bewei­sen dafür lie­fern, wer er ist?

        Wir schau­en uns den Affen­zir­kus jetzt seit fastd rei jah­ren an — und vom ersten tag an sag­te uns F., wes­sen Theo­lo­gie er am mei­sten schätzt, näm­lich die „theo­lo­gie auf Knie“ Kas­pers.

        Jeder muss ent­schei­den, was er tut.
        Die einen hal­ten zum Häre­ti­ker aus Men­schen­furcht.
        Die ande­ren wen­den sich von ihm ab aus Got­tes­furcht.
        Tut mir leid, aber das sehe ich im Ernst so.

        War­um hat die Kir­che Män­ner, die weit­aus gering­fü­gi­ge­re Irr­leh­ren ver­brei­tet haben, einst (auch vor­schnell??!!) exkom­mu­ni­ziert, ja sogar unter Anathem gestellt und teil­wei­se sogar hin­rich­ten las­sen?

      • @ zeit­schnur

        Wäre die­se Begriffs­kon­struk­ti­on nicht eine con­tra­dic­tio in adiec­to, so könn­te man Sie eine sta­li­ni­sti­sche Katho­li­ken nen­nen.

      • @Suarez, was ist ein Sta­li­ni­sti­scher Katho­lik? Ich habe mei­ne erste Kom­mu­ni­on in der Sta­lin Ära bekom­men, und in die­sem System, spä­ter, ohne Reli­gi­on gelebt.Es blieb ledig­lich eine recht tie­fe Volks­fröm­mig­keit… hm, in die­sem Fall ist mir, zwei­fel­los, die Mei­nung Zeit­schnurs, zum „Stab­bre­chen“, näher. Mir wür­de nie ein­fal­len, über­haupt über jeman­dem, den Stab zu bre­chen, oder nicht zu bre­chen. Sehe jedoch nicht ein, einen ein­deu­ti­gen Schäd­ling in die­sem Amt der lei­den­den Kir­che vor­zie­hen zu müs­sen. Hier geht es um das Sein des Men­schen im Glau­ben, um die See­len. War­ten, ob die­ser Mann umkehrt wäh­rend er die wah­re Kir­che syste­ma­tisch und mass­ge­bend zer­stört, bzw. mit­zer­stört, ja, das dürf­te auch in sei­nem Sin­ne sein.

      • @Suarez,ich hoffe,dass ihr „con­tra­dic­tio in adiecto“,nicht „sta­li­ni­sti­sche Katho­li­ken“ ‚so ein­fach meint.So einfach,ist es nicht.Sich ein Katho­lik zu nennen,in der neuen,kommender „Kirche“,ist und wird gar nicht einfach,ein Widerspruch.Ohne die­sem äusser­li­chen Widerspruch(wie so locker im Westen gelernt),lebte der Kri­stus in den Menschen.…Bischof Atha­na­si­us Schneider,bekam die Gabe des Glau­bens in einem sol­chem Land geschenkt,nicht im Westen,wo er dann wei­ter stu­die­ren konn­te…

  15. Ich kann Zeit­schnur mit ihrer Kri­tik an den kon­ser­va­ti­ven Kar­di­nä­len ein Stück weit ver­ste­hen, obwohl ich Bur­ke und Sarah sehr schät­ze.

    Die kon­ser­va­ti­ven Kar­di­nä­le müs­sen ent­schlos­se­ner und muti­ger auf­tre­ten, wenn sie nicht vor voll­ende­ten Tat­sa­chen ste­hen wol­len. Ein Beschwer­de­brief und „besorgt„sein ist ein biss­chen dürf­tig, da es Fran­zis­kus eh nicht juckt. Blin­der Gehor­sam zum Papst blockiert das Wir­ken der glau­bens­treu­en Katho­li­ken unge­mein und macht sie hand­lungs­un­fä­hig.

    Gere­det, gemahnt und gewarnt wur­de sei­tens der kon­ser­va­ti­ven Bischö­fe viel, jetzt müs­sen den Wor­ten auch­Ta­ten fol­gen. Man kann über die libe­ra­len, inter­nen Kir­chen­fein­de sagen, was man will aber eins ist sicher, die­se geben nie auf, kämp­fen viel här­ter für ihre Zie­le als die Kon­ser­va­ti­ven, die sich erfah­rungs­ge­mäß fata­li­stisch erge­ben und umschwen­ken, wenn sich libe­ra­le Ideen durch­set­zen.

    • Und was mei­nen Sie nun kon­kret, geschätz­te Zarah? Wel­che „Taten“ müs­sen den kon­ser­va­ti­ven Wor­ten nun fol­gen? Da blei­ben Sie lei­der die Ant­wort schul­dig — und sind somit genau­so wie die von Ihnen kri­ti­sier­ten brav Kon­ser­va­ti­ven.

  16. Und genau zu die­sem Mut haben die alten Her­ren in Pur­pur nicht den Schneid. Einen jam­me­ri­gen, im Ton gleich­wohl unter­wür­fi­gen Brief an den „Papst“ schrei­ben, ja, das kön­nen sie grad noch, und hin­ter­her fei­ge behaup­ten, der Brief hät­te einen ande­ren Wort­laut und sie hät­ten ihn so gar nicht unter­schrie­ben, das kön­nen die­se Wasch­lap­pen in Pur­pur erst recht.
    Aber das Mar­ty­ri­um auf sich neh­men, indem sie es hin­aus­schrei­en, wie @Zeitschnur es ganz zu recht anmahnt, und wozu sie ihr Pur­pur eigent­lich ver­pflich­tet, nein das kön­nen die alten Her­ren alle nicht. Das Luxus­le­ben als Kar­di­nal ist halt doch zu schön…

  17. Ich den­ke, es reicht nicht die eige­ne Sünd­haf­tig­keit und Erlö­sungs­be­dürf­tig­keit zu erken­nen. Die Unter­stel­lung die Eucha­ri­stie sei nicht für die „Per­fek­ten“ (wer immer das auch sei) ist gefähr­lich, weil es die Vor­aus­set­zun­gen, die zur Gemein­schaft der Kir­che füh­ren, unter­mi­niert, die also die Vor­aus­set­zun­gen für die Got­tes­kind­schaft aus­blen­det, wie bspw. die Men­schen 1) guten Wil­lens („et in ter­ra pax homi­ni­bus bonae volun­ta­tis“) oder Men­schen, die nicht aus dem Wil­len des Flei­sches (!) „sed ex deo nati sunt“; die an dem Wort Got­tes und an dem ins Fleisch gekom­me­ne Wort Got­tes, Jesus Chri­stus, fest­hal­ten. (Hier ist doch beson­ders tra­gisch, dass das Schluss­evan­ge­li­um im NOM ent­fernt wur­de!)
    Was ist aber ein Opfer wert, das — falls über­haupt, wie vie­ler­orts — nicht mehr als Sühne(!)-opfer: AD DEUM dar­ge­bracht wird?

    Wel­che „Gemein­schaft der Kom­mu­ni­zie­ren­den“ bil­det in sol­chen Fäl­len noch die sog. „sicht­ba­re Kir­che“ denn ab, wenn das Bewusst­sein für das myste­ri­um tre­men­dum des rei­nen, makel­lo­sen Opfers völ­lig abhan­den gekom­men ist? Ist das noch die Gemein­schaft mit den Hei­li­gen, Apo­steln, Mar­ty­rern, Beken­nern und Jung­frau­en? Ist über­haupt der Wunsch und Wil­le nach Gemein­schaft mit ihnen noch vor­han­den?

    Von wel­cher „Gemein­schaft der Kom­mu­ni­zie­ren­den“ spre­chen wir also ange­sichts der pro­mul­gier­ten (von wem?) Pra­xis des NOM ? Wo und wer sind die Hir­ten, die das Süh­ne­op­fer beken­nen, prak­ti­zie­ren und leh­ren?

    Lie­ber @suarez, ich bezie­he mich auf Ihre Replik auf mei­nen Kom­men­tar in https://www.katholisches.info/2015/10/14/papst-vertrauter-berichtete-als-erster-die-verschwoerung-der-dreizehn/ vom 16. Okto­ber 2015 um 13:19, die mir zu den­ken gege­ben hat, ins­bes. der Satz „Die katho­li­sche Kir­che ist eben immer die Gemein­schaft aller Kom­mu­ni­zie­ren­den.“

    Ange­sichts die­ser Lage wun­dert es mich nicht, dass Kar­di­nal Kaper die Kir­che auf den Kopf stellt: „Wir wün­schen, daß der Hei­li­ge Geist die Syn­oden­vä­ter erleuch­te und sie mit dem Papst ver­ei­ne. Wir wün­schen, daß die gro­ße Mehr­heit der Anwe­sen­den an der Sei­te des Pap­stes steht …“
    Der Papst also über alles, der Hl. Geist habe die Syn­oden­vä­ter zu erleuch­ten, damit sie sich mit dem Papst ver­ei­nen und schließ­lich alle oder wenig­stens die gro­ße Mehr­heit an der Sei­te des Pap­stes.
    Und wo bleibt das Wort Got­tes bzw. das ins Fleisch gekom­me­ne Wort?

  18. Um 14:30 Uhr ver­lau­te­te nach einer Mel­dung vor rorate.caeli aus der Syn­ode­nau­la, daß nach einer Zäh­lung die über­wäl­ti­gen­de Mehr­heit der Syn­oda­len gegen die Spen­dung der hl. Kom­mu­ni­on an Ehe­bre­cher ist.

    Auf gloria.tv erschien ein heu­te auf­ge­nom­me­nes Video, auf wel­chem zu sehen ist, wie Ber­go­glio ganz allein die Syn­ode­nau­la ver­läßt…

    • Das Schlim­me ist, dass Ber­go­glio dies alles egal ist. Es ist damit zu rech­nen, dass er die Erlaub­nis zur Kom­mu­ni­on an wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne erteilt und dann müs­sen sich die Scha­fe von den Böcken schei­den. Nur der offe­ne Wider­stand einer gro­ßen Grup­pe von Syn­oda­len wür­de sein Kar­ten­haus zum Ein­sturz brin­gen. Lei­der wer­den vie­le Syn­oda­len im Ernst­fall genau­so den­ken wie „Mari­en­zweig“ in die­sem Tread um 17:00 Uhr.

      • Lie­ber @hicesthodie!
        Glau­ben Sie mir bit­te, ich möch­te nicht die Augen ver­schlie­ßen und auch nichts schön­re­den.
        In mei­nem Kom­men­tar an @zeitschnur habe ich ja geschrie­ben, dass ich kein Ver­trau­en mehr zu Papst Fran­zis­kus habe.
        Ich füh­le mich voll­stän­dig zer­ris­sen und ziem­lich unglück­lich. Und ich über­le­ge mir schon seit Wochen, wie ich reagie­ren soll, wenn das ein­trifft, was vie­le treue Gläu­bi­ge befürch­ten.

        1. wie @Suarez sagt:
        die Situa­ti­on „als Stra­fe anse­hen“, aus­har­ren „und wei­ter am wah­ren Glau­ben fest­hal­ten.“
        (am Glau­ben fest­hal­ten möch­te ich sowie­so.)
        oder
        2. wie @zeitschnur und auch ande­re sagen:
        Papst Fran­zis­kus ist nicht der wah­re Papst.

        Wie wäre in die­sem Fall kon­kret zu ver­fah­ren?
        Ich gehe regel­mä­ßig in unse­re klei­ne Dorf­kir­che zur hl. Mes­se, wo ein sehr gläu­bi­ger Kaplan sei­nen guten Dienst tut. Manch­mal ‑erst gestern wie­der- fah­re ich auch in ein nahes Klo­ster, wo ich inmit­ten tei­wei­se schon recht betag­ter Non­nen einer wür­dig gestal­te­ten Mes­se bei­woh­nen darf.
        Auch besuch­te ich schon mehr­fach die hl. Mes­se der Pius-Bru­der­schaft.

        Mir ging es nur dar­um zu sagen, dass ich eine gro­ße Scheu davor habe, über einen Men­schen end­gül­tig und viel­leicht vor­schnell den Stab zu bre­chen.
        Im kon­kre­ten Fal­le: Papst Fran­zis­kus das Papst­tum abzu­spre­chen, scheue ich mich.
        Dass er aber viel zer­stört hat und es auch zukünf­tig ver­mut­lich tut, sei es aus Unwis­sen­heit, aus ver­meint­lich guter Absicht oder aus einem Gefühl gro­ßer Macht, ist unüber­seh­bar.
        Wie es schon ein ande­rer Kom­men­ta­tor for­mu­lier­te: Papst Fran­zis­kus müss­te doch eigent­lich tief beküm­mert und trau­rig sein ange­sichts der Ver­wir­rung, die er her­vor­ruft.
        Wut­an­fäl­le zu haben ist defi­ni­tiv zu wenig!
        Den Rat von Sua­rez möch­te ich beher­zi­gen und das Ende der Syn­ode abwar­ten, viel­leicht wis­sen wir dann mehr.

      • @hicesthodie
        Mir scheint, in Deutsch­land ist der Pro­te­stan­tis­mus selbst bei denen mitt­ler­wei­le tief behei­ma­tet, die sich für streng katho­lisch hal­ten.

        Offen­sicht­lich ver­trau­en Sie nicht auf Gott, der scheint ja nir­gends mehr zu fin­den, son­dern Sie bau­en allein auf den Men­schen, die Bischö­fe, die nur durch ihren Pro­test das Unheil abwen­den kön­nen. Das ist aber dann ein selbst schon ver­welt­lich­ter Glau­be. Sind wir denn etwa nicht in Got­tes Hand?

        Sie haben kein Ver­trau­en in das ver­bor­ge­ne Wir­ken Got­tes!

        War­ten wir ab, was geschieht, es gibt Wider­stän­de, auch sehr ent­schie­de­ne Wider­stän­de und es gibt das ver­bor­ge­ne Wir­ken Got­tes. Ver­trau­en wir dar­auf, dass Gott uns nicht in unse­rer Not allein lässt.

      • Sehr geschätz­te Mari­en­zweig, ich woll­te mit dem Ver­weis auf Ihr Posting nur etwas illu­strie­ren (näm­lich die Den­kungs­art vie­ler Ent­schei­dungs­trä­ger in der Kir­che), Sie aber damit kei­nes­falls kri­ti­sie­ren oder gar ver­ur­tei­len (des­we­gen habe ich unter Ihrem Posting noch­mals geson­dert geant­wor­tet und hoff­te, dies damit deut­lich zu machen). Auch mich kosten die­se Ber­go­glio-Schel­te viel Über­win­dung, denn bis­her war der Papst noch immer ein Garant des rech­ten Glau­bens und eine Trutz­burg gegen die Häre­sie. Das Dia­bo­li­sche an der jet­zi­gen Situa­ti­on aber ist, dass (auch noch) die­ser Garant des Glau­bens für die Glau­bens­treu­en aus­fällt. Kei­ner weiß daher, wie man sich ver­hal­ten soll. Natür­lich muss man am wah­ren Glau­ben und an der Kir­che Jesu Chri­sti fest­hal­ten, egal was kommt. Es wird nur zuneh­mend schwie­ri­ger wer­den, ent­spre­chen­de Glau­bens­in­seln zu fin­den, wo man den Glau­ben unver­fälscht ver­kün­det bekommt und ihn lit­ur­gisch und geist­lich (er)leben kann. Denn die fort­schrei­ten­de Ver­wir­rung greift ja auch nach den Her­zen der Recht­gläu­bi­gen und wir sehen ja schon hier im Forum die dar­aus erwach­sen­den Dis­har­mo­nien. Und je mehr die Ver­wir­rung Fuß fasst und erstarkt, desto unnach­gie­bi­ger wer­den die Ver­wir­rer denen nach­stel­len, die den rech­ten Glau­ben zu wah­ren suchen. Wel­che per­fi­den Mit­tel dazu in Ein­satz kom­men kön­nen, illu­strie­ren uns die Vor­gän­ge um die ver­folg­ten und aus dem Amt gejag­ten Bischö­fe der letz­ten Jahr­zehn­te. Ich bin mir sicher, dass schon jetzt in ent­spre­chen­den Schub­la­den die Plä­ne exi­stie­ren, wie man bspw. die FSSP und FSSPX medi­al zur Strecke brin­gen kann, wenn die Stun­de reif dafür ist. Des­halb wäre es enorm wich­tig, die­ser Ent­wick­lung so früh­zei­tig und so effi­zi­ent wie nur mög­lich ent­ge­gen­zu­tre­ten (es sind schon 50 Jah­re ins Land gegan­gen!!). Doch unse­re Sache ist dies nicht. Uns bleibt wirk­lich nur das Beten und Opfern und das Hof­fen auf den Herrn. Ande­rer­seits darf dies auch nicht als Ent­schul­di­gung für Untä­tig­keit und fei­gen Fata­lis­mus die­nen. Denn mit­un­ter kann sich Gott­ver­trau­en auch gera­de und erst recht in der küh­nen Tat erwei­sen.

    • Demo­kra­tie ver­hält sich zur Kir­che wie Feu­er zu Was­ser. Abstim­mun­gen und Mehr­heits­prin­zip sind mit der Una Sac­ta völ­lig unver­ein­bar. Des­halb sind sol­che „Abstim­mun­gen“ in der Syn­ode alle­samt Pipi­fax. Der Papst wird ent­schei­den, er allein. Und wir wer­den, was immer er ent­schei­det, im gläu­bi­gen Gehor­sam anzu­neh­men haben.

      • @ Ultra­mon­ta­nus
        Ganz so ein­fach ist es nicht!

        Soll­te der Papst tat­säch­lich eine Ent­schei­dung tref­fen, die die Kon­ti­nui­tät der Leh­re und damit ihre ver­bürg­te Wahr­heit auf­hebt, weil plötz­lich etwas als wahr gilt, was 2 Jahr­tau­sen­de im Wider­spruch mit Got­tes Wort von allen Päp­sten erkannt wur­de, dann wird die gesam­te Lehr­au­to­ri­tät der Kir­che suk­zes­si­ve zer­fal­len. Das ist dann so wie bei einem kol­la­bie­ren­den Immun­sy­stem. Dann hät­te auf kurz oder lang auch das Pri­mat des Pap­stes kei­ne Bedeu­tung mehr, weil der Papst dann sei­ne Auto­ri­tät nur auf eine sich wider­spre­chen­de Leh­re stütz­te.

        Aus dem Dilem­ma kom­men eben die Kas­pe­ria­ner nicht her­aus, das wenn sie noch so wütend wer­den. Wer die Leh­re zer­stört, zer­stört Katho­li­zi­tät, also die Ein­heit der Kir­che, die immer auch eine über­zeit­li­che ist.

      • @ Ultra­mon­ta­nus
        Wenn Sie sagen: „Der Papst wird ent­schei­den, er allein“ ‚ent­spricht dies nicht dem, was Josef Kar­di­nal Ratz­in­ger in sei­nem Buch „Der Geist der Lit­ur­gie“, S. 142–143 gesagt hat. „Nach dem II. Vati­ka­num ent­stand der Ein­druck, der Papst kön­ne eigent­lich alles (…), vor allem wenn er im Auf­trag eines öku­me­ni­schen Kon­zils hand­le. (…) Tat­säch­lich hat aber das I. Vati­ka­num den Papst kei­nes­falls als abso­lu­ten Mon­ar­chen defi­niert, son­dern ganz im Gegen­teil als Garan­ten des Gehor­sams gegen­über dem ergan­ge­nen Wort: Sei­ne Voll­macht ist an die Über­lie­fe­rung des Glau­bens gebun­den (…) Die Voll­macht des Pap­stes ist nicht unbe­schränkt; sie steht im Dienst der hei­li­gen Über­lie­fe­rung.“
        Dazu hat­te sich Kar­di­nal Ratz­in­ger in einem Bei­trag für „30 gior­ni“ im Dezem­ber 2004 wei­ter­hin wie folgt geäu­ßert: „Es scheint mir sehr wich­tig, dass der KKK mit der Begren­zung der Voll­mach­ten der höch­sten kirch­li­chen Auto­ri­tät in Sachen Reform genau das Wesen von Pri­mat wie­der ins Gedächt­nis ruft, wie es vom I. und II. Vati­ka­num gezeich­net wor­den war: Der Papst ist nicht ein abso­lu­ter Mon­arch, des­sen Wil­le Gesetz ist, son­dern er ist der Hüter der authen­ti­schen Tra­di­ti­on und damit der erste Garant des Gehor­sams. Er kann nicht machen, was er will und kann daher auch jenen ent­ge­gen­tre­ten, die ihrer­seits machen wol­len, was ihnen im Sinn steht. Sein Gesetz ist nicht die Belie­big­keit, son­dern der Glau­bens­ge­hor­sam.“

        Daher hal­te ich in der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on nichts von „zeit­schnur­ri­gen“ Schnell­schüs­sen gegen den amtie­ren­den Papst mit unge­wis­sem Aus­gang, son­dern rate mit @ Sua­rez, den Aus­gang der Syn­ode abzu­war­ten, um Papst Fran­zis­kus die Zeit zu geben, das Ergeb­nis zu über­den­ken und sich aus den Fes­seln zu lösen, die er sich von den Pro­fis unter den Kas­pe­ria­nern hat anle­gen las­sen. Die­se Denk- und Lern­pau­se ist ihm, der in katho­li­scher Theo­lo­gie kei­ne abge­schlos­se­ne Uni­ver­si­täts­aus­bil­dung vor­wei­sen kann, wor­auf EB Gäns­wein im Som­mer 15 extra hin­ge­wie­sen hat, jeder Katho­lik schul­dig, dem die Ein­heit der Kir­che teu­er ist. Wer aber meint, die Zeit sei gekom­men, die Apo­ka­lyp­se der Kir­che her­bei­zu­zwin­gen, soll sei­ne foren­si­schen Fuss­trup­pen sam­meln und sich mit ihnen in Rom gegen Papst Fran­zis­kus in Stel­lung brin­gen. Viel Ver­gnü­gen!

  19. „Das Zen­trum des Evan­ge­li­ums ist die Barm­her­zig­keit und die Kir­che muß Zeu­ge der Barm­her­zig­keit sein.“Jawohl!!! Die Kir­che muss Zeu­ge der Barm­her­zig­keit sein — also weg mit dem ver­lo­ge­nen häre­ti­schen Grin­se — Kar­di­nal, der Sün­der ver­führt und sie in der Knecht­schaft der Sün­de belässt um sich als den Barm­her­zi­gen und Robin Hood der Homo­se­xu­el­len und WvG fei­ern zu las­sen. Erstens, das Zen­trum des Evan­ge­li­ums ist Chri­stus, der Herr und Erlö­ser ist, zwei­tens ist die Barm­her­zig­keit Chri­sti nicht die gön­ner­haf­te Pseu­do- Barm­her­zig­keit eines pseu­do barm­her­zi­gen Kas­pers, son­dern die Barm­her­zig­keit Chri­sti geht mit Ver­kün­di­gung der Wahr­heit, mit dem Ruf zur Umkehr und Bekeh­rung Hand in Hand. Kar­di­nal Kas­per geht es weder um Barm­her­zig­keit noch um die Sün­der, son­dern nur um Anse­hen, Macht, Popu­la­ri­tät und sei­ne eit­len Ego­spiel­chen.

  20. Aus der Eröff­nungs­re­de zum Kon­zil des Hl. Johan­nes XXIII. im Okto­ber 1962 in St. Peter:

    „In der täg­li­chen Aus­übung Unse­res apo­sto­li­schen Hir­ten­am­tes geschieht es oft, daß bis­wei­len Stim­men sol­cher Per­so­nen unser Ohr betrü­ben, die zwar von reli­giö­sem Eifer bren­nen, aber nicht genü­gend Sinn für die rech­te Beur­tei­lung der Din­ge noch ein klu­ges Urteil wal­ten las­sen. Sie mei­nen näm­lich, in den heu­ti­gen Ver­hält­nis­sen der mensch­li­chen Gesell­schaft nur Unter­gang und Unheil zu erken­nen. Sie reden unab­läs­sig davon, dass unse­re Zeit im Ver­gleich zur Ver­gan­gen­heit dau­ernd zum Schlech­te­ren abge­glit­ten sei. Sie beneh­men sich so, als hät­ten sie nichts aus der Geschich­te gelernt, die eine Lehr­mei­ste­rin des Lebens ist, und als sei in den Zei­ten frü­he­rer Kon­zi­li­en, was die christ­li­che Leh­re, die Sit­ten und die Frei­heit der Kir­che betrifft, alles sau­ber und recht, zuge­gan­gen.

    Wir aber sind völ­lig ande­rer Mei­nung als die­se Unglücks­pro­phe­ten, die immer das Unheil vor­aus­sa­gen, als ob die Welt vor dem Unter­gan­ge stün­de. In der gegen­wär­ti­gen Ent­wick­lung der mensch­li­chen Ereig­nis­se, durch wel­che, die Mensch­heit in eine neue Ord­nung ein­zu­tre­ten scheint, muss man viel eher einen ver­bor­ge­nen Plan der gött­li­chen Vor­se­hung aner­ken­nen. Die­ser ver­folgt mit dem Ablauf der Zei­ten, durch die Wer­ke der Men­schen und meist über ihre Erwar­tun­gen hin­aus sein eige­nes Ziel, und alles, auch die ent­ge­gen­ge­setz­ten mensch­li­chen Inter­es­sen, lenkt er wei­se zum Heil der Kir­che.“

    • Ich will hier nicht im Detail auf die Hin­ter­grün­de der doch sehr wohl­wol­len­den Geschichts­be­trach­tung von Papst Johan­nes XXIII. in Ver­bin­dung mit dem Kon­zil ein­ge­hen. Ange­sichts der an die 100 Mil­lio­nen Opfer allein durch die men­schen­ver­ach­ten­den Dik­ta­tu­ren Sta­lins und Hit­lers sind die­se Wor­te des Pap­stes doch mit eini­ger Distanz zu betrach­ten. Man ver­ges­se nicht, wel­che unüber­steig­ba­re Grau­sam­keit sich in den Kz’s und Gulag’s ereig­ne­te, die sich nicht ein­fach in einen ver­bor­ge­nen Plan der gött­li­chen Vor­se­hung ein­ord­nen lässt, die dem Heil der Kir­che dient. Die seit 1962 immer deut­li­cher wer­den­de Ero­si­on des christ­li­chen Glau­bens, ins­be­son­de­re in West­eu­ro­pa, aber auch in wei­ten Tei­len der USA, fügt sich eben­falls nicht in die­se Betrach­tung der Zeit und ihrer Her­vor­brin­gun­gen.

      Ich gebe zu, dass ich nie ganz ver­ste­hen wer­de, wie Papst Johan­nes XXIII. nach dem Grau­en des Natio­nal­so­zia­lis­mus und Sta­li­nis­mus sol­che Sät­ze sagen konn­te.

      • ganz plat­ter Erklä­rungs­ver­such: viel­leicht dach­te er, wir hät­ten das Grau­en hin­ter uns gelas­sen?

        Oder er hat­te kei­nen Fern­se­her 😀

  21. Ich ver­ste­he die Rede von Papst Johan­nes XXIII. in dem Sin­ne, daß er wahr­schein­lich mein­te, daß das Böse oder der Böse nicht das letz­te Wort hat. Auch „Ausch­witz“ und die Gulags, Hiro­shi­ma, Dres­den usw. und die Abtrei­bung und der Gen­der­wahn und selbst die ver­such­te Zer­stö­rung der Kir­che aktu­ell usw. waren und sind nicht das letz­te Wort in der Geschich­te, Heils­ge­schich­te.

    Ich wür­de ver­mu­ten, der Papst woll­te Mut machen in einer Zeit, die unter der rea­li­sti­schen Dro­hung eines Atom­krie­ges stand. Er woll­te viel­leicht sagen: seht, trotz aller Irr­we­ge und allem Schlech­ten (auch in der Kir­che) soll man auf Gott hof­fen, der das Leit­seil in der Hand hat. Die Leh­re der Geschich­te, sag­te er impli­zit, lau­tet: Nero und Hit­ler und Sta­lin haben nicht das letz­te Wort.

    Papst Johan­nes XXIII. konn­te das so sagen, weil er näm­lich nicht die Leh­re ver­än­der­te bzw. die­se Absicht hat­te. Er woll­te, daß ein neu­er, bes­se­rer Geist in der Kir­che Ein­zug hält, denn der Bestehen­de war ja nicht so gut. Heu­te ist das in Deutsch­land auch so, nur weht der Wind soz. von links; ver­än­dert hat sich bei uns offen­kun­dig nichts.
    Daß die­ser Papst absicht­li­cher­wei­se miß­ver­stan­den wur­de und wird, von 2 Sei­ten, dafür kann er nichts.

    • Das mag so sein, wie Sie schrei­ben, nur bleibt eben doch, dass die­se Rede alles ande­re als klar und ver­ständ­lich ist. Eine Rede, die der sehr wohl­wol­len­den Inter­pre­ta­ti­on bedarf, um sie nicht miss­zu­ver­ste­hen, ist eher kei­ne gute Rede. Ein wenig mehr Klar­heit, wie Sie sie jetzt in Ihrer(!) Inter­pre­ta­ti­on andeu­ten, hät­te Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen aus­ge­schlos­sen. So kann man die­se Rede eben auch dazu her­an­zie­hen, die Rela­ti­vie­rung der katho­li­schen Leh­re zu recht­fer­ti­gen.

  22. Sehr geehr­ter @ Sua­rez: wenn ich nicht ganz falsch lie­ge, dann ist die­se Eröff­nungs­re­de des Pap­stes eine Reak­ti­on auf das 3. Geheim­nis von Fati­ma. Davon sag­te Schwe­ster Lucia, daß es nicht vor 1960 bekannt gege­ben wer­den sol­le. Die­ses von Sr. Lucia auf­ge­schrie­be­ne Geheim­nis war ja in einem ver­sie­gel­ten Umschlag von Por­tu­gal nach Rom gebracht wor­den.
    Papst Johan­nes XXIII. hat­te das Geheim­nis gele­sen und das ist ja auch schlimm, was da gesagt wird.
    Es gab zu die­ser Zeit (um 1960) aber auch schon etli­che Spe­ku­la­tio­nen dar­über und über gro­ße Unglücks­sze­na­ri­en wur­de in der Kir­che und auch in der Pres­se laut gere­det. Da wur­de bekannt­lich offen auch von einem Atom­krieg, einer Aus­lö­schung der Mensch­heit gespro­chen und das war ja auch nicht unwahr­schein­lich ange­sichts der Kon­fron­ta­tio­nen, ganz im Gegen­teil wenn man nur an die sog. Kuba­kri­se denkt- und die war damals im Okto­ber 1962 gera­de am Kochen, hoch­ak­tu­ell. Ein Atom­krieg war sehr wahr­schein­lich gewor­den.

    Also der Papst woll­te sich an die­sen damals sehr wahr­schein­li­chen Unglücks­sze­na­ri­en nicht betei­li­gen und dar­auf ist die­se sei­ne Rede dann auch spe­zi­ell zurück­zu­füh­ren. Er woll­te nicht in den Chor der „Unglücks­pro­phe­ten“ ein­stim­men und den Men­schen Mut machen.
    Man geht davon aus, daß der Papst sich selbst brief­lich an die dama­li­gen Ver­ant­wort­li­chen Ken­ne­dy und Chrucht­schow wand­te und sie vor dem Atom­krieg warn­te, ins­be­son­de­re Chrucht­schow.

  23. Lie­ber @ Kosta­di­nov,
    Sie sind zwar lehr­amts­treu aber in den Augen der kath.net Moderation/Verantwortlichen gera­de noch tole­rier­bar, da Sie nicht oft schrei­ben, gewis­sen libe­ra­len VIP- Usern, Adson v. Melk, Anti­go­ne, Bent­heim und Co. nicht ans Bein pin­keln und bloß­stel­len.
    Die VIP- User ( Adson v. Melk, Anti­go­ne, Bent­heim etc. ) sol­len mit Hil­fe der Mode­ra­ti­on bril­lie­ren und die Ober­hand gewin­nen, indem kri­ti­sche User, die die Ansich­ten der VIPS wider­spre­chen durch Sperrung,Blockierungen kalt­ge­stellt wer­den. Die sen­ti­men­ta­len, nai­ven und ver­strahl­ten Fran­zis­kus-hat-immer recht- Katho­li­ken durch­schau­en das Spiel nicht und des­halb lässt man sie unbe­hel­ligt schrei­ben. Dem kath.net-Team scheint der Erfolg zu Kopf gestie­gen zu sein. Die Guts­her­ren-Art Mode­ra­ti­on, die in kath.net üblich ist, ist echt arm­se­lig. Kath.net rückt immer mehr in die libe­ra­len rela­ti­vi­sti­schen Ecke. Es ist unver­schämt, dass sich kath.net wei­ter­hin als Sprach­rohr und Reprä­sen­tant der glau­bens­treu­en Katho­li­ken ver­kauft.

    • War­um machen sämt­li­che kath.net — Fru­strier­te hier wo es ein­fach kei­nen inter­es­siert, unent­wegt Dau­er­wer­bung für besag­tes Forum? Auf v.g.Terrain wäre eine (per­ma­nen­te) Erwäh­nung von kath.info schlicht und ergrei­fend undenk­bar!
      Zie­hen Sie doch ein­fach ihre Kon­se­quen­zen!

      • @roman

        “ hier wo es ein­fach kei­nen inter­es­siert“

        Ihre Hybris ist wirk­lich beacht­lich!

        Es ist durch­aus auf­schluss­reich, das Vor­ge­hen pro­gres­si­ver Kräf­te in der Kir­che und ihre Tar­nun­gen auf­zu­decken. Inso­fern haben Sie lei­der nicht erkannt, war­um wir heu­te vor einem sol­chen Zustand der Kir­che ste­hen.

        Das Ver­hal­ten der kath.net Mode­ra­ti­on kor­re­spon­diert übri­gens mit dem ande­rer Redak­tio­nen, so z.B. der FAZ, die zu bestimm­ten The­men gleich den Kom­men­tar­be­reich aus ideo­lo­gi­schen Grün­den kom­plett sperrt. Im glei­chen Atem­zug lamen­tiert man aber über mehr Mei­nungs­frei­heit.

      • @ roman
        Das rate ich Ihnen auch: Zie­hen Sie doch ein­fach Ihre Kon­se­quen­zen und reden Sie erst, wenn Sie wis­sen, wor­um es inhalt­lich in der „Aus­ein­an­der­set­zung“ von @ Sua­rez und e.g.o.38 mit den ins Kas­pe­ria­ner­la­ger abge­drif­te­ten Lin­zer Forum gegan­gen ist!

  24. Lie­ber @Suarez

    Sie schrei­ben:
    „Wir wer­den damit leben müs­sen, dass der wah­re Glau­be sich wie­der in die „Kata­kom­ben“ zurück­zie­hen wird.“

    Sor­ry aber genau die­se defen­si­ve, fata­li­sti­sche und devo­te Hal­tung der Kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken hat den libe­ra­len Kräf­ten ihren Auf­stieg in der Kir­che ermög­licht. Die glau­bens­treu­en Katho­li­ken haben sich sogar als sie in der Mehr­heit waren und sie die Päp­ste gestellt haben, sich in die Kata­kom­ben zurück­ge­zo­gen, taten­los den libe­ra­len inter­nen Kir­chen­fein­den das Feld geräumt und ihnen ermög­licht die katho­li­schen Ein­rich­tun­gen zu stür­men. Raus aus den Kata­kom­ben und auf in den Kampf gegen Unglau­be und Irr­leh­ren. Die Apo­steln und Kir­chen­vä­ter haben offen­siv, mit Feu­er­ei­fer und mit har­ten Ban­da­gen gegen Häre­ti­ker und Irr­leh­ren gekämpft und eben nicht nur im stil­len Käm­mer­lein gebe­tet. Sie kann­ten mit Irr­leh­rern kei­ne Kol­le­gia­li­tät. Es kann doch nicht sein, dass kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken weder auf dem Papst­stuhl noch mit Mehr­heit die Kraft haben die libe­ra­len Glau­ben­zer­stö­rer in den Griff zu bekom­men. Es kann nicht sein, dass glau­bens­treue Katho­li­ken stän­dig aus der Defen­si­ve her­aus reagie­ren.

    Papst Bene­dikt wuss­te seit 30 Jah­ren wie hals­star­rig und Erz-häre­tisch Kas­per unter­wegs ist und wie beses­sen er ver­sucht sei­ne Laden­hü­ter noch an den Mann zu brin­gen. War­um hat er ihn nicht ent­fernt? Er hat­te die Pflicht und die Macht dazu gehabt. War­um igno­rie­ren auch kon­ser­va­ti­ve Päp­ste wie JP II und Bene­dikt kon­se­quent die Instruk­tio­nen vom Hei­li­gen Pau­lus und den Apo­steln, Häre­ti­ker in der Mit­te der Kir­che nicht zu dul­den, sie zu bekämp­fen und sie aus der Kir­che zu ver­ban­nen? Ich bin noch jung und weiß nicht viel über Päp­ste vor Bene­dikt und JP II aber ich bin maß­los ent­täuscht über JP II und Bene­dikt, dass auch sie unge­hor­sam waren und ihre Plicht und Macht nicht genutzt haben, um die Her­de vor den erkann­ten Wöl­fen zu schüt­zen. Wie kann ein der­art ver­kom­me­ner Kar­di­nal wie Dan­neels nach den gan­zen Skan­da­len in Bel­gi­en, über­haupt noch wei­ter als Kar­di­nal im Vati­kan und in der Syn­ode her­um­tol­len? Apo­stel Pau­lus hät­te kur­zen Pro­zess gemacht und Dan­neels raus­ge­schmis­sen.

    • Lie­be Sarah,
      Ich sag­te es an ande­rer Stel­le schon, die Kir­che ist kei­ne poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on. Wenn der Glau­be heu­te in den west­li­chen Län­dern ver­fällt, so nicht, weil eini­ge Päp­ste nicht „hart genug durch­ge­grif­fen“ hät­ten, son­dern weil unser Den­ken immer stär­ker säku­la­ri­siert ist. Da höre ich heu­te wie­der in der Mes­se, dass die Ver­trö­stung(!) auf das Him­mel­reich doch bloß ein from­mer Trug gewe­sen sei und die Kir­che über Jahr­hun­der­te die Men­schen mit sol­cher Ver­trö­stung um ihr rea­les Glück gebracht hät­te. Die Damen aus dem Pfarr­ge­mein­de­rat, die neu­er­dings die Pre­digt hal­ten, wis­sen nicht mal, dass genau mit die­ser Argu­men­ta­ti­on der Mar­xis­mus christ­li­chen Glau­ben als Opi­um für das Volk her­ab­wür­dig­te.

      Die Kir­che liegt, was einen authen­ti­schen Glau­ben anbe­trifft, in wei­ten Tei­len unse­res Lan­des völ­lig danie­der. Zuneh­mend fin­den die selt­sam­sten Ideo­lo­gien Ein­gang in die Gemein­den. Ich ken­ne zudem kaum einen Ort, wo mitt­ler­wei­le so dreist gelo­gen wird, wie gera­de in der deut­schen katho­li­schen Kir­che. Wenn aber schon die Bischö­fe die Heu­che­lei und Lüge zur All­tags­pra­xis erho­ben haben, wie wol­len Sie da noch gegen die über­all auf­stei­gen­den Schwe­fel­schwa­den auf­kom­men. Und wer sagt, dass nur eine mäch­ti­ge Kir­che eine wah­re Kir­che ist.

      Sagt nicht Jesus Chri­stus:

      Mt 7,13 Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Ver­der­ben führt, und der Weg dahin ist breit und vie­le gehen auf ihm.

      Mt 7,14 Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur weni­ge fin­den ihn.

      Wir müs­sen kei­ne demo­kra­ti­sche Mehr­hei­ten bil­den, um in der Wahr­heit zu blei­ben. Wir müs­sen stand­fest im rech­ten Glau­ben blei­ben, auch wenn das am Ende nur sehr weni­ge sind.

    • Wer­te @ Sarah!

      Viel­leicht haben Sie den Thread https://www.katholisches.info/2015/10/02/beugen-und-verbiegen-der-katholischen-ehelehre-eine-uebersicht-vor-der-synode/ nicht gelesen.Sollten Sie das tun, wer­den Sie erken­nen, wor­um es mir, aber auch @ Sua­rez gegan­gen ist und wei­ter­hin gera­de nach den Syn­odal­er­geb­nis­sen gehen muss. Mir geht es um die Ein­heit der Kir­che auf der Basis der Theo­lo­gie, die sich aus dem Zeug­nis der Zeu­gen über das Wort Got­tes in mensch­li­cher Spra­che, das uns Jesus Chri­stus geof­fen­bart hat, also aus der apo­sto­li­schen Her­kunft des NT unter Bei­stand des Hei­li­gen Gei­stes bis heu­te ent­wickelt hat. Das war der Ansatz, die auf der Spät­da­tie­rung basie­ren­den Falsch­leh­ren Kar­di­nal Kas­pers, denen sich Papst Fran­zis­kus ursprüng­lich wohl zuge­neigt oder gar ange­schlos­sen hat­te, zu bekämp­fen, nicht durch eine lach­haf­te Palast­re­vol­te, wie sie hier etwa von @ zeit­schnur, der Sie Ver­ständ­nis ent­ge­gen­ge­bracht haben, mit weib­li­cher Vehe­menz gefor­dert wor­den ist.

  25. Wer­te zeit­schnur,

    die Demo­kra­tie ist des­halb ille­gi­tim und abzu­leh­nen, weil sie nicht recht­mä­ßig ist.
    Dies wol­len Sie bit­te beden­ken.
    Anson­sten sind mir Ihre Dar­le­gun­gen hier auf katholisches.info sehr wert­voll. Ihnen gilt mein Dank dafür.

    Herz­li­che Grü­ße!

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