Papst bittet um „Vergebung für Skandale in Rom und im Vatikan“

Generalaudienz Franziskus
Gene­ral­au­di­enz vom 14. Oktober

(Rom) Bei der Gene­ral­au­di­enz am Mitt­woch bat Papst Fran­zis­kus um „Ver­ge­bung“.

Wört­lich sag­te das Kir­chen­ober­haupt auf dem Peters­platz: „Ich möch­te, bevor ich die Kate­che­se begin­ne, Euch im Namen der Kir­che um Ver­ge­bung bit­ten für die Skan­da­le, die in die­ser jüng­sten Zeit sowohl in Rom als auch im Vati­kan gesche­hen sind. Ich bit­te Euch um Vergebung.“

Die kryp­ti­schen Wor­te geben Rät­sel auf. Was mein­te der Papst mit „Skan­da­le sowohl in Rom als auch im Vatikan“?

Auf der täg­li­chen Pres­se­kon­fe­renz über die Syn­oden­ar­bei­ten wur­de Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di gefragt, was der Papst damit gemeint habe, da sei­ne Aus­sa­ge nicht näher prä­zi­siert wor­den sei. „Ich den­ke nicht, daß er sich auf die Syn­ode bezo­gen haben wird!? Obwohl Bischof Semer­a­ro von einem Gefühl der Abscheu wegen der Ver­öf­fent­li­chung des Brie­fes der drei­zehn Kar­di­nä­le gespro­chen hat“, so der Journalist.

Vatikansprecher zu Papstworten

Dazu der Vati­kan­spre­cher: „Ich will kurz dar­auf ant­wor­ten, was mich betrifft, und möch­te dazu ein­la­den, über jenen schick­sal­haf­ten Brief hin­aus­zu­ge­hen, der bereits weit mehr Echo gefun­den hat, als er verdient.“

Kon­kret zu den Papst­wor­ten, sag­te er: „Wenn der Papst all­ge­mei­ne und umfas­sen­de For­mu­lie­rung wählt, dann ist das sei­ne Absicht. Wenn er es genau­er oder spe­zi­fi­sche Din­ge sagen will, dann weiß er das sehr gut zu tun“. Es sei nicht sei­ne, Lom­bar­dis, Auf­ga­be dar­aus mehr zu machen oder weni­ger. „Des­halb habe ich kei­ne Prä­zi­sie­run­gen zu geben, außer, daß der Papst dem Rech­nung trägt, was im Infor­ma­ti­ons­fluß in den Medi­en zum städ­ti­schen Leben berich­tet wur­de, er hat Bezug auf Rom genom­men, nicht was spe­zi­fisch den Bür­ger­mei­ster betrifft, denn das ist eine poli­ti­sche und nicht kirch­li­che Sache ((am 12. Okto­ber trat Roms Ober­bür­ger­mei­ster, der seit 2013 amtie­ren­de Links­ka­tho­lik Igna­zio Mari­no (Links­de­mo­kra­ten) zurück. Der Papst hat­te sich auf dem Rück­flug aus den USA von ihm distan­ziert und erklärt, ent­ge­gen anders­lau­ten­der Erklä­run­gen, habe sich Mari­no selbst zum Welt­fa­mi­li­en­tref­fen nach Phil­adel­phia ein­ge­la­den. Mari­no sprach sich mehr­fach für die Lega­li­sie­rung der „Homo-Ehe“ und das Adop­ti­ons­recht für Homo­se­xu­el­le aus. In der Stadt Rom errich­te­te er 2014 ein stan­des­amt­li­ches Regi­ster für Homo-Part­ner­schaf­ten und regi­strier­te per­sön­lich und demon­stra­tiv 14 Paa­re.)) , und der Papst ist sich bewußt, daß ein­fa­che Per­so­nen zu den Audi­en­zen kom­men, die oft auf­ge­regt und schmerz­lich berührt sind von Nach­rich­ten, die man liest, und des­halb, in die­sem Sinn, soweit es eine Ver­ant­wor­tung der Kir­che oder von Kir­chen­ver­tre­tern gibt, bit­tet der Papst um Ver­ge­bung, wenn es nicht nur Erfreu­li­ches und Posi­ti­ves gibt, son­dern manch­mal auch Nega­ti­ves oder Din­ge die auf­wüh­len. Es steht aber nicht mir zu, näher zu präzisieren.“

Eini­ge Medi­en titel­ten umge­hend, der Papst habe für sexu­el­le Skan­da­le um Ver­ge­bung gebe­ten. Eine sol­che Inter­pre­ta­ti­on läßt sich aus sei­nen Wor­ten aber nicht her­aus­le­sen. Aller­dings auch nicht, was der Papst kon­kret gemeint haben könnte.

Das Video der Pres­se­kon­fe­renz. Zur Ver­ge­bungs­bit­te spricht Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di ab Minu­te 20.

 

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Secretum Meum Mihi

48 Kommentare

  1. Igno­rie­ren, am besten igno­rie­ren. Wer ein sol­chen Bock­mist daher­schwätzt, ver­dient nicht, age­hört zu werden.

    Es ist eine boden­lo­se Frech­heit, den Zuhö­rer, also das Kir­chen­volk, mit inhalts­fei­en Ent­schul­di­gun­gen zu belä­sti­gen und dar­über rät­seln zu las­sen, was man wohl gemeint haben könnte.

    For­get F. — wir haben kei­nen Papst. F. macht das unwi­der­leg­bar deutlich.

    • „For­get F. – wir haben kei­nen Papst. F. macht das unwi­der­leg­bar deutlich“

      Die­ser „Bischof“ Ber­go­glio hat im Apo­sto­li­schen Schrei­ben „Evan­ge­lii Gau­di­um“ Häre­sie betrie­ben, damit ist er kein Papst mehr. Hören wir mal was der Jesu­it Robert Bel­l­ar­min SJ damals dazu zu sagen hatte: 

      „Ein offen­sicht­li­cher Häre­ti­ker kann nicht Papst sein, hört von selbst auf, Papst und Ober­haupt zu sein, wie er auch von selbst auf­hört, Christ und Mit­glied der Kir­che zu sein, des­halb kann ihn die Kir­che rich­ten und stra­fen. Das ist die Ansicht aller alten Väter.“

      Ob Bel­l­ar­min SJ jemals gedacht hät­te das so etwas auf einen Jesui­ten zutref­fen wür­de? Eine iro­ni­sche Anek­do­te der Geschich­te wie es scheint, nicht mal Jesui­ten sind vor dem Teu­fel gefeit, es sind auch nur Men­schen — QUIS UT DEUS. Dadurch ist auch nach vie­len ver­gan­ge­nen Luft­schloss­in­ter­pre­ta­tio­nen der Wol­ken­le­ser klar war­um er wirk­lich Petrus Roma­nus ist, er hat den Herrn Jesus Chri­stus ver­leug­net und das öffent­lich in einem Apo­sto­li­schen Schrei­ben, manch­mal ist die Wahr­heit ein­fa­cher als man denkt.

    • Will und also der Hei­li­ge Geist in der Fin­ster­nis her­um­tap­pen lassen?

      Ist die katho­li­sche Kir­che also doch auf Sand gebaut?

      Wenn man Ihre State­ments so liest, könn­te man die­sen Ein­druck gewin­nen. Nur, was müss­te der Glau­ben­de dar­aus für eine Kon­se­quenz zie­hen, kön­nen Sie mir das sagen, ver­ehr­te @ zeitschnur?

      • Ergän­zung:

        Ich sehe die­se Ent­schul­dung durch­aus schon hin­sicht­lich des unsäg­li­chen „Outings“ des Assi­stenz­se­kre­tärs der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gi­schen Kom­mis­si­on im Vati­kan Krzy­sz­tof Olaf Cha­ram­sa als völ­lig berech­tigt und nötig an.

        Die­ser völ­lig unwür­di­ge Auf­tritt die­ses „Prie­sters“ war für den Vati­kan eine Schan­de und hat sicher vie­le Gläu­bi­ge zutiefst erschüt­tert und verunsichert.

      • @ Sua­rez

        Wie kom­men Sie dazu, den Hl. Geist mit einem unwil­li­gen, unge­hor­sa­men Mann an der Spit­ze zu verwechseln?

        Gott hat uns Ver­nunft gege­ben — aber bit­te, wer das nicht will, der wird im Treib­sand ver­schwin­den mit­samt einem san­di­gen Pseudofelsen.

        Der eigent­li­che Fels ist immer noch Jesus Chri­stus, und ein Papst soll die­sen Fel­sen sicht­bar machen. Tut er das nicht — ja: dann tut er das eben nicht, und man kann das auch erken­nen, nein?

      • @ zeit­schnur

        Ach so, dann lässt der Hei­li­ge Geist die Scha­fe in die Irre gehen, indem er die Kir­che einem Papst aus­lie­fert, den Sie zum Anti­chri­sten machen wollen?

        Gal 2,21
        Ich miss­ach­te die Gna­de Got­tes in kei­ner Wei­se; denn käme die Gerech­tig­keit durch das Gesetz, so wäre Chri­stus ver­geb­lich gestorben.

        So ein­fach ist das also nicht, und Sie bewe­gen sich da ganz sicher nicht mehr auf dem Boden der katho­li­schen Leh­re. Ich habe auch den Papst nicht mit dem Hei­li­gen Geist ver­wech­selt; das er in der Kir­che wirkt, ist unbe­streit­bar die Leh­re der Kir­che oder irre ich da?

        Die Gret­chen­fra­ge ist wie­der ein­mal, was Sie(!) unter Ver­nunft ver­ste­hen. Ich sehe da wei­ter­hin einen klar auf­klä­re­ri­schen Duk­tus, den sie zwar zu ver­schlei­ern suchen, der den Glau­ben dem Ver­stand unter­ord­net und zwar der­ge­stalt, dass der Glau­be säku­la­ri­siert wird. Es ist die hegel­sche Sub­jek­ti­vi­tät, die als Ver­nunft auf­tritt, ohne sich als sol­che legi­ti­mie­ren zu können.

        Kol 2,8
        Gebt Acht, dass euch nie­mand mit sei­ner Phi­lo­so­phie und fal­schen Leh­re ver­führt, die sich nur auf mensch­li­che Über­lie­fe­rung stüt­zen und sich auf die Ele­men­tar­mäch­te der Welt, nicht auf Chri­stus berufen.

        Und wie ver­hielt sich Pau­lus gegen­über Petrus als er sah, dass die­ser vom rech­ten Weg abirrte?

        Gal 2,14
        Als ich aber sah, dass sie von der Wahr­heit des Evan­ge­li­ums abwi­chen, sag­te ich zu Kephas in Gegen­wart aller: Wenn du als Jude nach Art der Hei­den und nicht nach Art der Juden lebst, wie kannst du dann die Hei­den zwin­gen, wie Juden zu leben?

        Hat Pau­lus dann Petrus ver­wor­fen, hat er ihn den Anti­christ genannt?

        Ihnen geht es dar­um, immer wie­der die alte „Män­ner­rie­ge“ herabzusetzen.

      • @suarez
        Was bleibt denn von die­sem Thea­ter, von dem nicht ein­mal der Vati­kan­spre­cher weiß, wofür und wen F. eigent­lich um Ent­schul­di­gung bittet: 

        1) Der Papst ent­schul­digt sich .. Wofür? Dar­über kann jeder selbst fan­ta­sie­ren. Z.b. für Krzy­sz­tof Olaf Cha­ram­sa?, für das Schrei­ben der 13? für das Öffent­lich­wer­den des Schrei­bens? Jeder fin­de für sich selbst den Grund.

        2) der Per­so­nen­kult um F. als Papst: Er wird schließ­lich — unfehl­bar? — wis­sen was er sagt und tut.
        Ange­sichts die­ser Aus­sa­gen Lom­bar­dis („Wenn der Papst all­ge­mei­ne und umfas­sen­de For­mu­lie­rung wählt, dann ist das sei­ne Absicht. Wenn er es genau­er oder spe­zi­fi­sche Din­ge sagen will, dann weiß er das sehr gut zu tun“. […] soweit es eine Ver­ant­wor­tung der Kir­che oder von Kir­chen­ver­tre­tern gibt, bit­tet der Papst um Ver­ge­bung, wenn es nicht nur Erfreu­li­ches und Posi­ti­ves gibt, son­dern manch­mal auch Nega­ti­ves oder Din­ge die auf­wüh­len. Es steht aber nicht mir zu, näher zu prä­zi­sie­ren.“): wel­che Ver­ständ­nis des Papst­am­tes liegt dem zugrun­de? wel­che Rol­le spielt da noch der hl. Geist?

        Zu ihrer Aussage:
        „Ach so, dann lässt der Hei­li­ge Geist die Scha­fe in die Irre gehen, indem er die Kir­che einem Papst ausliefert …?“

        Sach­ar­ja 11 (ins­bes. 15f.)
        6 Dar­um will ich auch nicht mehr scho­nen die Bewoh­ner des Lan­des, spricht der HERR. Und sie­he, ich will die Leu­te fal­len las­sen, einen jeden in die Hand des andern und in die Hand sei­nes Königs; sie wer­den das Land zer­schla­gen und ich will sie nicht erret­ten aus ihrer Hand. 

        8 Und ich ver­tilg­te die drei Hir­ten in „einem“ Monat. Und ich moch­te die Scha­fe nicht mehr und sie woll­ten mich auch nicht mehr. 9 Und ich sprach: Ich will euch nicht hüten; was da stirbt, das ster­be; was ver­schmach­tet, das ver­schmach­te; und von den Übrig­ge­blie­be­nen fres­se ein jeder des andern Fleisch! 10 Und ich nahm mei­nen Stab »Huld« und zer­brach ihn, um mei­nen Bund auf­zu­he­ben, den ich mit allen Völ­kern geschlos­sen hat­te. 11 Und er wur­de auf­ge­ho­ben am sel­ben Tage. Und die Händ­ler der Scha­fe, die auf mich ach­te­ten, erkann­ten dar­an, dass es des HERRN Wort war. 

        15 Und der HERR sprach zu mir: Nimm aber­mals zu dir das Gerät eines Hir­ten, aber eines nichts­nut­zi­gen! 16 Denn sie­he, ich wer­de einen Hir­ten im Lan­de erwecken, der nach dem Ver­lo­re­nen nicht sehen, das Ver­lau­fe­ne nicht suchen, der das Zer­bro­che­ne nicht hei­len und das Gesun­de nicht ver­sor­gen wird; aber das Fleisch der Fet­ten wird er fres­sen und ihre Klau­en zerreißen.
        17 Weh über mei­nen nichts­nut­zi­gen Hir­ten, der die Her­de ver­lässt! Das Schwert kom­me über sei­nen Arm und über sein rech­tes Auge! Sein Arm soll ver­dor­ren und sein rech­tes Auge erlöschen.

      • Ergän­zung

        Der hl. Geist spricht zwar in ver­schie­de­nen Spra­chen, aber er spricht doch — soll­te man glau­ben — eindeutig!
        War­um aber dann, fra­ge ich mich, die­se gan­ze Syn­ode, die offen­sicht­lich eines nicht will: die im Wort Got­tes und in der hl. Kir­che ein­deu­tig fest­ge­leg­te Leh­re zu verkünden?

      • Zur Erin­ne­rung:

        Mt 13,30 Lasst bei­des wach­sen bis zur Ern­te. Wenn dann die Zeit der Ern­te da ist, wer­de ich den Arbei­tern sagen: Sam­melt zuerst das Unkraut und bin­det es in Bün­del, um es zu ver­bren­nen; den Wei­zen aber bringt in mei­ne Scheune.

      • Lie­ber Sua­rez Sie sehen doch selbst, wie Bischö­fe und Kar­di­nä­le, die aus einem häre­ti­schen Glau­bens­ver­ständ­nis her­aus die Leh­re unter­mi­nie­ren und ändern wol­len, dafür kämp­fen aus der katho­li­schen Kir­che eine ande­re, eine Anti-Kir­che zu machen, die defi­ni­tiv auf Sand gebaut ist. 

        Nein, der Hei­li­ge Geist will uns natür­lich nicht in der der Fin­ster­nis her­um­tap­pen las­sen aber Fran­zis­kus. Er baut, för­dert und stärkt syste­ma­tisch all die libe­ra­len Kir­chen­zer­stö­rer, die vol­ler Ver­ach­tung für die Leh­re sind und ebnet ihnen den Weg. Das kann man ein­fach nicht leug­nen. Seit sei­nem Amts­an­tritt ver­ur­sacht Fran­zis­kus unter dem Deck­man­tel der Barm­her­zig­keit Cha­os und Spal­tung in der Kirche

        Der Hei­li­ge Geist über­führt die Kir­che und deckt auf, was Sün­de und Gerech­tig­keit ist und zeigt uns gera­de auf wie schlecht es um die katho­li­sche Kir­che bestellt ist. Das Papst­amt ist ein Fels, wenn der Papst fel­sen­fest in der Leh­re Chri­sti steht, wenn nicht ‑dann hat die katho­li­sche Kir­che ein Problem.

      • @Suarez: Der Mann, der gegen­wär­tig vor der Welt als Papst agiert, ist kein Papst, denn er offen­bart jeden Tag aufs neue, dass er aus dem Geist der Lüge spricht und han­delt. Des­halb kann sei­ne Wahl auch nicht vom Hei­li­gen Geist gewirkt sein, denn auch hier gilt: an ihren Früch­ten wer­det ihr sie erken­nen. Dar­aus folgt, dass der Hei­li­ge Geist bei allen ist, die sich die­ser Stim­me der Lüge wider­set­zen. Der Hei­li­ge Geist wird aus die­sem Wider­stand auch die ent­spre­chen­den Wege erwach­sen las­sen, jene dunk­le und bei­spiel­lo­se Stun­de der Kir­chen­ge­schich­te in rech­ter Wei­se zu über­win­den. Es gilt einer­seits, sich von gewohn­ten Denk­mu­stern zu lösen, ande­rer­seits dabei kein Jota von der wah­ren Leh­re abzu­wei­chen, was auch den Pri­mat des Pap­stes ein­schließt. Wir kön­nen die­sen Pri­mat und mit ihm die gan­ze Leh­re der Kir­che aber nicht ver­tei­di­gen, indem wir den, der bei­des unter­gräbt und miss­braucht, persolvieren.

      • @ hicest­ho­die

        „Es gilt einer­seits, sich von gewohn­ten Denk­mu­stern zu lösen, ande­rer­seits dabei kein Jota von der wah­ren Leh­re abzu­wei­chen, was auch den Pri­mat des Pap­stes einschließt.“

        In gewis­ser Wei­se gebe ich Ihnen durch­aus Recht, nur mit for­ma­len Inter­pre­ta­tio­nen, ob Papst Fran­zis­kus nun wirk­lich der Papst ist oder nicht, kommt man dem von Ihnen skiz­zier­ten Grund­pro­blem nicht bei. Die­se schein­bar ein­fa­che „Lösung“ führt zu nichts, weil die Ent­wick­lung in der Gesamt­kir­che Strö­mun­gen erzeugt hat, die eine Neben­leh­re längst eta­bliert haben, die sich nun anschickt, zur gül­ti­gen Leh­re zu werden.

      • Lie­be Zarah,
        ja, die katho­li­sche Kir­che und alle, die an sie glau­ben, haben der­zeit unbe­streit­bar schwe­re Prü­fun­gen zu bestehen. „Lösun­gen“, zumal all­zu mensch­li­che, wie die The­se von der Sedis­va­kanz, schei­nen mir nur die Bestä­ti­gung der Rat­lo­sig­keit zu sein.

    • Der Papst bezog sich doch nur aucf die Wor­te des Evan­ge­li­ums, das hier nicht zitiert wur­de: „Wehe der Welt mit ihrer Ver­füh­rung! Es muss zwar Ver­füh­rung geben; doch wehe dem Men­schen, der sie ver­schul­det“ (Mt 18,7).
      Und hat ganz ein­fach selbst ein Bei­spiel gege­ben, nichts weiter!
      Das tat im übri­gen schon der Hei­li­ge Papst Johan­nes Paul II.

      fg
      Hiti

  2. Der Papst ent­schul­digt sich schon wie­der ! Wofür ? Für Skan­da­le in der jüng­sten Zeit, sowohl
    in Rom wie auch im Vati­kan ? Wenn Fran­zis­kus sich für das Cha­os bei der Syn­ode entschul-
    digt, wäre das ein erster Schritt zur Bes­se­rung. Aber nach Fran­zis­kus­art bleibt auch die­se An-
    deu­tung im Nebel ver­hüllt, wie der Vati­kan sel­ber. Des­halb kann man von die­ser unse­li­gen Sy-
    node nichts erwar­ten, außer Cha­os und Zweifel.

    • So wie ich es ver­stan­den habe, bat er um Ver­zei­hung für alle Ärger­nis­se, die die Kir­che jüngst auch im Vati­kan gege­ben hat. Er nennt das Kind aber nicht mit Namen, so dass mit die­ser Pau­scha­l­ent­schul­di­gung alles ent-schuld­bar und der all­sei­ti­ge Bei­fall gesi­chert ist! Ob der Papst über­haupt weiß wovon er spricht, da das aller größ­te Ärger­nis, das die Kir­che der­zeit bie­tet, zwei­fel­los die­se zer­stö­re­ri­sche Unheil­syn­ode darstellt!

  3. Die­se „Ver­ge­bungs­bit­te“ setzt dem Gan­zen noch eins drauf. Es ist nicht zu fas­sen, wie die­ser Mensch mit der Wahr­heit umgeht, sie ver­biegt und dann dem Publi­kum noch die­se Schnul­ze lie­fert. Hat einer Wor­te zu die­sem bit­ter­ern­sten Schauspiel!?
    Ja, er ist wirk­lich der gro­ße Täu­scher und Ver­wir­rer, und die Pro­phe­zei­un­gen oder so stim­men offensichtlich.

  4. Die­ser „Papst“ soll­te zual­ler­erst ein­mal um Ver­ge­bung bit­ten für sein per­ma­nen­tes unwür­di­ges Auf­tre­ten, für die häre­ti­schen The­sen, die er ver­brei­tet, für die Ver­wir­rung und das Ärger­nis, das er unter den katho­li­schen Gläu­bi­gen stif­tet, und für das sinn­freie Geschwätz, das er Tag für Tag von sich gibt!
    Es hat schon etli­che unwür­di­ge Päp­ste gege­ben, das ist nichts Neu­es, aber ich ken­ne kei­nen (auch nicht der berüch­tig­te Alex­an­der VI.), der die Offen­ba­rung und katho­li­sche Glau­bens­grund­sät­ze in Fra­ge gestellt bzw. geleug­net, oder, schlim­mer noch, lächer­lich gemacht hat. Allein die Aus­sa­ge, daß sich die Katho­li­ken „nicht wie die Kar­nickel ver­meh­ren sol­len“, ist schon der­ge­stalt, daß sich die­ser Mann vor Kir­che und Welt unmög­lich gemacht hat. Der erste Pro­let auf dem Stuhl Petri .…..

    • @siri: Das war jja abzusehen,dass Ber­go­glio von einem Fett­näpf­chen ins ande­re tritt.Im übri­gen betrach­te man auch den Wer­de­gang und das komi­sche „Wir­ken“ die­se Jesui­ten in sei­ner dama­li­gen Diözese.Einige sei­ne Zeit­ge­nos­sen bezeich­ne­ten die­sen Mann schon damals als„Verrückt“.Aber dasd scheint die Pap­ju­bel-Fans und die manin­pu­lier­te Schmie­ren­pres­se nicht zu interressieren,inklusive sei­ner Kum­pel im moder­ni­sti­schen Sumpf,darn besteh­tz kein Zweifel.Darüberhinaus ist das,was die­ses Pon­ti­fi­kat bis Heu­te ver­tig­ge­bracht hat, eine rein­ste Stüm­per­ar­beit gewesen.Auf der poli­ti­schen Büh­ne mögen sich die Ber­go­glia­ner zwar damit brüsten,dass „Ihr Papst“ den soge­nann­ten „Fre­dens­no­bel­preis­trä­ger“ im wei­ssen Haus in Washing­ton mit dem alten Fuchs in Havan­na-Cuba an den Diplo­ma­ten­tisch gespült hat.Aber das wars dann auch.Auf der übri­gen poli­ti­schen Welt­büh­ne sehen die Früch­te aller­dings alles ande­re als erfolg­reich und wirk­sam aus. Im Gegen­teil . Den Ter­ro­ri­sten Abbas beweih­räu­cher­te Ber­go­glio vor aller Oef­fent­lich­keit anläss­lich einer thea­tra­li­schen „Gebets­ver­an­stal­tung“ in den vati­ka­ni­schen Gär­ten , als einen Friedensengel.….Fazit;Die Wöl­fe und fal­schen Schlan­gen im Vati­kan hal­ten Malzeit.

  5. Also wenn man noch­mals über die letz­ten bei­den Wochen nach­denkt, so kann man zur Über­zeu­gung gelan­gen, daß „Papst“ Ber­go­glio die Fäden aktu­ell nicht mehr in der Hand hält. 

    Es war ja immer so: er war Werkzeug/Handlanger einer nicht so klei­nen Grup­pe von Bischö­fen und Kar­di­nä­len, aber selbst auch Akteur. So wie man den Kar­di­nal Kas­per nach Erbrin­gung sei­ner Arbeit aus dem Ver­kehr gezo­gen hat­te, so, mei­ne ich, ergeht es inzwi­schen auch dem „Papst“ Franziskus.
    Der Beschwer­de­brief hat vie­les ans Tages­licht gebracht, und die Strip­pen­zie­her sind gezwun­gen, ihre Kon­se­quen­zen zu zie­hen. Und weil das wohl so ist, haben dann eini­ge Kar­di­nä­le einen ver­ba­len Rück­zug ange­tre­ten, weil sie eben die­sen Gestal­ten im Hin­ter­grund kei­nen Vor­wand lie­fern wol­len bzw. wollten.

    Jeden­falls: die Mäch­ti­gen im Hin­ter­grund (auch außer­kirch­li­che) haben das Heft fest in ihren Hän­den und „Fran­zis­kus“ ist allen­falls eine Mario­net­te, die bei Bedarf aus dem Ver­kehr gezo­gen wird. Weil das so ist, braucht man als Kir­chen­treu­er soz. auch gar nicht mehr die­sen Papst gewis­ser­ma­ßen so anzu­ge­hen, denn man wür­de den Dun­kel­män­nern gera­de­wegs in die Hän­de arbei­ten. (Und: die vie­len Prie­ster sol­len in der Kir­che, den Got­tes­dien­sten ruhig für ihren! Papst Fran­zis­kus beten.)
    Das bedeu­tet nicht, dies oder jenes nicht zu bean­stan­den, aber eher in vor­sich­ti­ger Wei­se, um wie gesagt nicht das Geschäft der Kirchenfeinde/Strippenzieher im Hin­ter­grund zu betreiben.

    Auch die Offen­ba­run­gen der Ver­trau­ten des bel­gi­schen Kar­di­nals Daneels zeig­ten bereits- und das macht Sinn, daß „Papst“ Ber­go­glio eigent­lich nicht Koch (und es nie­mals wirk­lich war), son­dern Kell­ner ist.

  6. Ist hart was Sie sagen @siri, aber lei­der die Wahrheit !
    Seit Vat II erlebt die Kir­che einen schlei­chen­den Pro­le­ta­ri­sie­rungs­pro­zess, im Zuge des Aggiornamentos.
    Man hat aber um den Schein zu wah­ren, bis­her immer einen Papst gewa­ehlt, der sich beneh­men konn­te und Katho­li­sches ein­for­der­te, auch wenn der Kle­rus sofort rela­ti­vier­te und kaum jemand nahm das Reden des jewei­li­gen Pap­stes noch ernst.
    Wir sind die „gute Onkel Reli­gi­on“ mit Sonn­tags­re­den und Alltagshandeln.
    Franz ist anders, er geht wie ein Ele­fant durch den Por­zel­lan­la­den, will ja auch kein Papst sein, und legt alles in die Haen­de Anderer.
    Was er aller­dings gut kann ist Macht aus­zuue­ben, dar­in ist er Spit­ze, inklu­si­ve sei­ner fast schon krank­haf­ten Geltungssucht.
    Man sagt immer — wen Gott stra­fen will, den ueber­laesst er sich selbst -
    Rom wird zer­sto­ert wer­den, das zeich­net sich immer mehr ab, die Fra­ge ist nur wo das neue Rom ste­hen wird ?
    In Asi­en, Afri­ka man weiss es nicht, war­ten wir es ab, lan­ge kann es nicht mehr dauern.

  7. Wenn ich mich ent­schul­di­ge, dann immer für etwas ganz Konkretes.
    Für das ganz kon­kre­te Ver­hal­ten in Wort und Tat näm­lich, weil ich dies als falsch erkannt habe und es des­halb auch benen­nen möch­te, ähn­lich einer Beichte.
    Eine Ent­schul­di­gung, die im Unkla­ren bleibt und von der das Gegen­über nicht weiß, wofür sie eigent­lich aus­ge­spro­chen wur­de, bleibt Wesent­li­ches schuldig.

    • Lie­be Marienzweig,
      das ist sicher grund­sätz­lich rich­tig, was Sie sagen. Aber wenn wir auf die kon­kre­te Situa­ti­on schau­en, dann erscheint mir die all­ge­mei­ne Ent­schul­di­gung doch nach­voll­zieh­bar und ange­bracht. Es gab doch in den letz­ten Tagen unter­schied­li­che Vor­gän­ge im Vati­kan, so auch das „Com­ing-Out“ des Assi­stenz­se­kre­tärs der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gi­schen Kom­mis­si­on, dass für vie­le Katho­li­ken schwer irri­tie­rend war. Es gab auch unschö­ne Her­ab­set­zun­gen, wie die durch Kar­di­nal Kas­per, der lehr­amts­treue Katho­li­ken als „Fun­da­men­ta­li­sten“ bezeich­ne­te, wobei er sie damit kei­nes­falls loben woll­te. Dann die unsäg­li­chen Aus­sa­gen die­ses Dan­neels, der öffent­lich von einer mafia-ähn­li­chen Grup­pe zur Ver­hin­de­rung von Papst Bene­dikt sprach und es gab natür­lich auch den Vor­gang, einem Jour­na­li­sten einen ver­trau­li­ches Schrei­ben zuzu­spie­len, damit der Papst gegen die Bischö­fe aus­ge­spielt wer­den kann und umge­kehrt, jeder kocht da inzwi­schen sein eige­nes unschö­nes Süppchen.

      Ist aber die­ser Anblick der Kir­che, die­ser Anblick des Vati­kans und Roms ein erbau­li­cher für einen treu­en Katho­li­ken? Doch sicher nicht!

      Und da ist es doch durch­aus rich­tig, wenn der Papst dies als schmerz­lich emp­fin­det und sich bei allen, die unter die­sem Anblick lei­den, ent­schul­digt. Letzt­end­lich gibt er als Papst doch damit zu, dass auch ihn Schuld an die­ser Situa­ti­on trifft.

      • Lie­ber Suarez,
        jetzt glau­be ich fast, Sie haben mich falsch ver­stan­den oder ich konn­te nicht rich­tig aus­drücken, wie ich es gemeint hatte.
        Sie haben das Outing, die reich­li­chen Pan­nen, ver­ba­len Ent­glei­sun­gen, das Aus­plau­dern („mafia“-ähnliche Grup­pe), das Bekannt­wer­den eines inter­nen Schrei­bens an den Pon­ti­fex, aufgezählt.
        Wenn man bedenkt, was alles pas­siert ist in so kur­zer Zeit …!
        Ich woll­te zum Aus­druck brin­gen, dass es unklar bleibt, wofür sich Papst Fran­zis­kus ent­schul­di­gen wollte.
        Für all´ das, was glau­bens­treue Katho­li­ken betrübt hat oder nur für ein­zel­ne Aspek­te, die ihm per­sön­lich miss­fal­len haben.
        Manch­mal fra­ge ich mich, ist Papst Fran­zis­kus ein Getrie­be­ner oder ist er es, der treibt.

      • Lie­be Marienzweig,
        ich den­ke, dass er sich für alles ent­schul­digt, was da so im Moment an unwür­di­gem Ver­hal­ten aus dem Vati­kan nach außen dringt. 

        Sicher ist es rich­tig, dass die­ser Papst in einer beson­de­ren Wei­se ein Getrie­be­ner ist, das liegt schon an der unglaub­lich gro­ßen Medi­en­macht, mit den dahin­ter ste­hen­den klei­nen Lob­by­grup­pen. Zum ande­ren ist die Kir­che tief gespal­ten, weil gera­de aus Euro­pa tief­grei­fen­de pro­te­stan­ti­sche Ten­den­zen viru­lent sind, die über das Vehi­kel einer ins Abstrak­te auf­ge­lö­sten Barm­her­zig­keit die Leh­re von der Schöp­fungs­ord­nung in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit abschie­ben wol­len. Wel­che Lob­by dabei im Vor­der­grund steht, ist unschwer zu erra­ten. Kar­di­nal Sarah hat in aller Deut­lich­keit vor der Syn­ode die­se Gefah­ren und ihre Urhe­ber benannt. Der Papst hat Kar­di­nal Sarah nicht „ent­mach­tet“, obwohl ihm bekannt war, dass die­ser Kar­di­nal wirk­lich klar zur Leh­re der Kir­che steht. Wenn Papst Fran­zis­kus eine Mario­net­te von Kar­di­nal Dan­neels wäre, dann hät­te er Kar­di­nal Sarah nie­mals zum Kar­di­nal­prä­fek­ten der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung ernannt. Eben­so­we­nig hät­te er Kar­di­nal Mül­ler an sei­nem her­aus­ra­gen­den Platz in der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on belassen. 

        Zugleich sehe ich Papst Fran­zis­kus auch als Trei­ben­den, wobei sein Leit­mo­tiv schein­bar dar­in zu suchen ist, das Unver­ein­ba­re ver­ei­nen zu wol­len. Da habe ich dann auch mein Pro­blem mit Papst Fran­zis­kus, wobei man die Pro­ble­me der Kir­che nicht auf den Papst ver­en­gen darf. Die Mensch­heit steckt in einer tief­grei­fen­den Kri­se und das wirkt auf die Kir­che zurück, in der ja Men­schen und nicht immer Hei­li­ge wirken.

        Hin­zu kommt, dass Leu­te wie Kar­di­nal Kas­per ideo­lo­gisch einer Zeit ent­stam­men, in der mar­xi­sti­sche Ideo­lo­gien flä­chen­deckend in das Den­ken der Kir­che Ein­zug genom­men hat, mal mehr und mal weni­ger. Die Auf­klä­rung hat ihren Tota­li­täts­an­spruch nie auf­ge­ge­ben und die Kir­che hat sich zumin­dest in den rei­chen und von aus­ufern­der Deka­denz gepräg­ten west­li­chen Län­dern, suk­zes­si­ve, wie Bischof Oster tref­fend for­mu­liert, dem Pro­gramm der Selbst­sä­ku­la­ri­sie­rung unterworfen. 

        Selbst Papst Bene­dikt ist es nicht gelun­gen, die aus­ein­an­der­trei­ben­den Kräf­te inner­halb der Kir­che zu ban­nen. Ein Reich jedoch, das in sich ent­zweit ist, wird zer­fal­len, das weiß auch Papst Fran­zis­kus. Hier liegt aus mei­ner Sicht auch sein Haupt­mo­tiv als Trei­ben­der, er sucht die Spal­tung zu ver­hin­dern. Dafür macht er denen, die die Kir­che zur Not auch zer­stö­ren wür­den, wie z.B. Kar­di­nal Kas­per mit sei­nen The­sen, erheb­li­che, mög­li­cher­wei­se auch den Glau­ben zer­set­zen­de Zuge­ständ­nis­se, die wie­der­um auf der Gegen­sei­te berech­tigt zu extre­mem Wider­stand füh­ren. Die Kir­che ist in einer Zer­reiß­pro­be und ich wage nicht zu sagen, wie das ausgeht.

    • Lie­be @Marienzweig,
      Geehr­ter @Suarez,

      Ich mische mich unger­ne in Gesprä­che von ande­ren Postern ein.
      Nur, geehr­ter @Suarez, Fran­zis­kus trägt nicht nur Schuld an alle die­se Skan­da­le- Fran­zis­kus ist die Haupt­ur­sa­che von allen die­sen Skandalen.
      Fran­zis­kus hat im Domus anta Mar­ta eine Cama­ril­la von Homo- 8und auch Ephebo)freunden instal­liert, F. hat 2x Dan­neels auf die­se Syn­oden ein­ge­la­den (und trotz ver­hee­ren­des Artil­le­rie­feu­er in den letz­ten 12 Mona­ten), er hat den Ket­zer und exkom­mu­ni­zier­ten Bischof Bon­ny zuge­las­sen, F. hat die Pro­te­ste gegen den gan­zen Sumpf im Bis­tum Osor­no in Chi­le unter­drücken wollen.
      F. ist nicht der Getrie­be­ne- F. ist der Trei­ber von die­sen Umwälzungen.

      @Marienzweig hat schon bemerkt daß man nur wegen kon­kre­ter Feh­ler und Mis­se­ta­ten um Ver­ge­bung bit­ten kann;
      und daß F. dies hier sehr undeut­lich und unbe­stimmt tut.

      Fran­zis­kus hat die­se Ent­schul­di­gung aus­ge­spro­chen bei der Gene­ral­au­di­enz am 14. Okto­ber 2015.
      Und jetzt kommt es: nach­dem San­dro Magi­ster am Mon­tag 12. Okto­ber 2015 den berühm­ten Brief der 13 Kar­di­nä­len ver­öf­fent­lich­te im L’Es­pres­so und ein gewal­ti­ges media­les Hei­sa ent­stand, bekam Fran­zis­kus am Diens­tag 13. Okto­ber einen gewal­ti­gen Wut­an­fall mit schnel­lem Herz­klop­fen und star­ker Blut­druck­erhö­hung, was den eili­gen Ein­satz des Haus­arz­tes not­wen­dig machte.

      (Über die pur­pur­nen Konservativen):
      „…Si le cose stan­no cosi, pos­so­no anda­re via!
      La Chie­sa non ha biso­g­no de loro, li cac­cio tutti“
      (Wenn die Sachen so ste­hen, kön­nen sie verschwinden!
      Die Kir­che braucht sie nicht, ich schmeiß sie alle raus)
      (Sehr aus­führ­lich in Ita­li­en publi­ziert und kommentiert)
      ( http://www.ilgiornale.it/news/cronache/papa-bergoglio-scoppio-dira-e-malore-lettera-dei-cardinali-1182085.html)
      (von Dagospio.com # L’Espresso:
      „…Il semp­re mite e paci­fi­co Ber­go­glio sareb­be and­a­to su tut­te le furie.
      …Il papa sareb­be addi­rit­tu­ra sta­to col­to da un improm­i­so e vio­len­te rap­tur di ira tuo­n­an­do cont­re le pur­pu­re conservatrice:(dann das oben­ste­hen­de Zitat)“) 

      Es wird dann das Wort „malo­re“ benutzt, das vor einem hal­ben Jahr schon bei Pater Fidenzio Volpi ofmCap, dem Hen­ker der Fran­zis­ka­ner und Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­cu­la­ta, ange­wandt wur­de- hier jedoch mit der Bemer­kung: „Nien­te di gra­vi, comun­que“( Jedoch nichts Ernsthaftes)

      Bei die­sem gan­zen unwür­di­gem Spek­ta­kel und der brei­ten Infor­ma­ti­on, nicht zuletzt in Ita­li­en, blieb Fran­zis­kus nichts ande­res übrig als dies ein biss­chen zu „ent­schul­di­gen“.
      Was jedoch nicht gesagt wur­de- und was zugleich das ein­zig Wich­ti­ge ist:
      Ist Bes­se­rung in Sicht?
      Von con­tri­stio, nicht ein­mal von einem Anschein von attri­stio dünkt mir hier nichts vorzuliegen.

      • Hoch­ver­ehr­ter @Adrien Antoine,
        es wär ein gro­ßes Miss­ver­ständ­nis, wenn Sie den­ken, ich sähe die­ses Pon­ti­fi­kat nicht als schwe­re Prü­fung für die Kir­che an. Ich hal­te Papst Fran­zis­kus schon jetzt für einen der schlech­te­sten Päp­ste, den die Kir­che je hat­te. Inso­fern stim­men wir sicher in der Grund­be­ur­tei­lung die­ses Pon­ti­fi­ka­tes überein. 

        Ich sehe, im Gegen­satz zu vie­len ande­ren hier, das Grund­pro­blem in der Kir­che aber noch viel tief­grei­fen­der. Die­ses Pon­ti­fi­kat macht ledig­lich sicht­bar, was im Gan­zen im Argen liegt. Es geht also nicht nur um eine Per­so­na­lie und auch nicht dar­um, ob der Papst nur der legi­ti­me Papst ist oder nicht. Ich hal­te sol­che Über­le­gun­gen für völ­lig nutz­los, weil sie das eigent­li­che Pro­blem, näm­lich das Ein­bre­chen des Säku­la­ris­mus und damit Rela­ti­vis­mus in die Kir­che und die Leh­re nicht auf­grei­fen, son­dern sich am For­ma­len festbeißen.

        Ich hal­te also die Situa­ti­on für wesent­lich schlim­mer(!) als die mei­sten hier. Ich sehe in der Tat die Zusa­ge, dass die Kir­che nicht vom Bösen über­wun­den wird, zumin­dest in wei­ten Tei­len der west­li­chen Welt, als nicht mehr wirk­lich tra­gend an. 

        Ich hof­fe daher, dass die Syn­ode trotz aller Tricks der Rela­ti­vi­sten und dem wirk­lich merk­wür­di­gen Ver­hal­ten Papst Fran­zis­kus, am Ende mei­ne Befürch­tun­gen sich nicht bewahr­hei­ten. Andern­falls sehe ich schwe­ren Zei­ten ent­ge­gen. Man kann die rea­le Kir­che nicht von der Leh­re tren­nen. Wenn die rea­le Kir­che in sich gespal­ten ist, wird die zer­fal­len und die Leh­re mit ihr. 

        Wie es dann wei­ter­gin­ge, ich wüss­te es nicht zu sagen.

        Ver­trau­en wir auf Gott, wie immer er das Schiff auch durch die jet­zi­gen schwe­ren Stür­me steu­ern mag.

      • Lie­ber Adri­en Antoine!
        Im Grun­de kann einem Papst Fran­zis­kus leid tun.
        Er tut und sagt Din­ge, die unglaub­lich ver­wir­ren und sogar verstören.
        Dann wie­der äussert er etwas, was beru­hi­gend wirkt und einen ver­söhn­li­cher stim­men lässt.
        Wie zer­ris­sen mag Papst Fran­zis­kus inner­lich sein!
        Und genau die­se Zer­ris­sen­heit gibt er an uns weiter!
        Kei­ner weiß mehr, wie es wei­ter­ge­hen wird.

        Dass auch ein Papst ein­mal wütend wer­den kann, kann ich nach­voll­zie­hen. Dass es aber zu solch einem Wut­an­fall kommt, der ‑wenn dies so stim­men soll­te- ärzt­li­che Hil­fe nötig macht, ver­rät viel.
        Und das, was er ver­meint­lich oder wirk­lich gesagt hat:
        „…Si le cose stan­no cosi, pos­so­no anda­re via!
        La Chie­sa non ha biso­g­no de loro, li cac­cio tutti“
        (Wenn die Sachen so ste­hen, kön­nen sie verschwinden!
        Die Kir­che braucht sie nicht, ich schmeiß sie alle raus.)
        noch sehr viel mehr.

      • @ Adri­en Antoi­ne und @ Marienzweig

        Die­se Reak­ti­on F.s ist die eines Tyrannen.
        Eines üblen, wahr­schein­lich nicht mehr nur „nor­mal“ bösen Tyrannen.
        Es ist wah­nisnn, was das berich­tet wird und eri­nenr an Hit­ler, der eben­falls sol­che irr­sin­ni­gen Wut­an­fäl­le bekom­men haben soll.

        Ich hab nach einem Link gesucht, der das berich­tet, was ich von Hit­ler weiß. Lesen Sie doch mal selbst, ob das nicht an die reak­ti­on F.s erin­nert. Nur wür­de ich — im Gegen­satz zur „Zeit“, hier nicht von einer „Kran­kl­heit“ sprechen:
        http://www.zeit.de/1963/52/hitler-war-ein-kranker-mann/seite‑2

      • Adri­en Antoine,
        Ich habe das auch gele­sen. Es kur­sier­ten auch Gerüch­te um einen leich­ten Schlag­an­fall. Jeden­falls ist der aggres­si­ve Selbst­dar­stel­ler Ber­go­glio nicht der Humi­lia­tus Maxi­mus den er und sei­ne Umge­bung pau­sen­los inszenieren.

  8. Das Wich­tig­ste fehlt:
    das letz­te Wort bei einem Gebet und bei einer Beich­te soll­te immer ein Wort, ein ver­spre­chen zur Bes­se­rung sein.
    „Jeder See­le, die (den Herrn Jesus ) ange­ru­fen hat,…(möge) Glau­ben, Furcht,Frieden, Gduld und Lang­mut, Ent­halt­sam­keit , Keusch­heit und Beson­nen­heit (ver­lie­hen werden),…Amen.“
    ( 1Clem, 64)

    In Te speravi; non con­fundar in aeternum

  9. Ent­schul­di­gen kann man sich, rea­li­sti­scher­wei­se, nur für etwas, was man auch ver­bockt hat.
    Also eröff­nen sich nur 2 Mög­lich­kei­ten, ent­we­der sei­ne Hei­lig­keit ist an den Skan­da­len schuld, oder sei­ne Hei­lig­keit, denkt „Die Kir­che, das bin ich“.

    • @ anonym:

      Natür­lich kann man sich rea­li­sti­scher­wei­se nur für eige­ne Feh­ler entschuldigen. 

      Lei­der weiß aber nie­mand, ob Ber­go­gio im betref­fen­den Moment geruht hat, rea­li­stisch zu denken.

      So kann, wer will, dar­über nach­sin­nen, ob es sich um eines der plum­pen Täu­schungs­ma­nö­ver Ber­go­gli­os, einen gei­sti­gen Aus­set­zer oder um eine ehr­lich gemein­te Aus­sa­ge gehan­delt hat. Und wenn letz­te­res der Fall ist, was er damit wohl gemeint haben könnte…

      Wer sei­ne Zeit sinn­voll nut­zen will, wird sich ande­ren Din­gen zuwen­den. Äuße­run­gen, deren Sinn­ge­halt prak­tisch gleich Null ist, ver­die­nen kei­ne Aufmerksamkeit.

  10. Sehr geehr­ter @Suarez:
    Papst Bene­dikt konn­te die aus­ein­an­der­stre­ben­den Kräf­te nicht ban­nen wie Sie rich­tig schrei­ben, obwohl er sich mit Hans Küng traf und allen Athe­isten, die es wünsch­ten, Rede und Ant­wort stand.
    „Papst“ Ber­go­glio aber lehr­te von Beginn an eine fal­sche Barm­her­zig­keit und unter­ließ es nicht, sich auf „sei­nen“ Wäh­ler, Kar­di­nal Kas­per zu beru­fen. Und das ging ja dann mit allem Mög­li­chen so weiter.

    Es gab die Abspra­chen zur Ver­än­de­rung und Aus­he­be­lung der Leh­ren und Sakra­men­te und das ist ja kei­ne Erfin­dung von Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern. Von Beginn an wur­de „foul“ gespielt. „Papst“ Ber­go­glio hat­te immer etwas gegen die Dog­men und ver­such­te dau­ernd, sie als über­holt und über­flüs­sig dar­zu­stel­len. Usw. und so fort. Die Liste ist lang.
    Ein Getrie­be­ner ist er nicht. Er ist Teil eines Teams, das bewußt die Kir­che ent­christ­li­chen will. Wie groß sein Ein­fluß inner­halb die­ses Teams ist und war, ist schwer zu sagen. Er ist bei­des: Hand­lan­ger und Akteur im Sin­ne des Zie­les die­ses Teams. „Sie “ pas­sen aber schon auf ihn auf wie es aus­sieht und nun ganz beson­ders, da er allein den treu­en Kar­di­nä­len intel­lek­tu­ell und theo­lo­gisch nicht gewach­sen ist. 

    Die Tat­sa­che, daß die Kar­di­nä­le Mül­ler und Sarah soz. mit an Bord sind, besagt wohl noch gar nichts. Er konn­te sie ja nicht alle ver­grau­len wie etwa den Kar­di­nal Bur­ke. Aber daß bei­de da sind, ist ein gut Stück Ver­ne­be­lung, Camou­fla­ge. Und da ist ja auch noch Papst Bene­dikt, der sicher­lich nicht ganz ohne gei­sti­gen Ein­fluß ist.

    • Kor­rek­tur und Ergän­zung: „…da er allein den treu­en Kar­di­nä­len intel­lek­tu­ell und theo­lo­gisch nicht gewach­sen ist.“ — Das Wort „intel­lek­tu­ell“ neh­me ich zurück.

      Zu „Papst“ Fran­zis­kus: sagt er nicht, daß es für ihn kei­ne unver­än­der­li­chen Wer­te gibt? Spricht er nicht von einem „auto­no­men Gewis­sen“? Bezeich­net er nicht den Islam als „fried­lich“ und redet er nicht der isla­mi­schen Inva­si­on das Wort? Wie war das noch mit sei­ner UNO-Rede, mit Kim Davies, mit der argen­ti­ni­schen Lands­frau, die er im Ehe­bruch lebend ermu­tig­te, wei­ter­hin die hl. Eucha­ri­stie zu empfangen?

      „Papst“ Fran­zis­kus kann auch eine Zucht­ru­te Got­tes sein und zwar so lan­ge, bis es selbst sei­nen glü­hend­sten Ver­eh­rern schwarz vor Augen wird, bis sie sagen: genug!

      In der frz. Revo­lu­ti­on wur­den Prie­ster und Bischö­fe wie Ordens­leu­te rei­hen­wei­se drang­sa­liert, auch umge­bracht wegen ihrer Ver­welt­li­chung und der Ver­kün­di­gung von Irr­leh­ren und Fal­schem. Das soll­ten sich man­che vor Augen füh­ren und nicht den­ken, daß es so etwas nicht mehr geben kön­ne. Papst Bene­dikt sprach in Frei­burg unmiß­ver­ständ­lich von der Ent­welt­li­chung. Bald könn­te es zu spät dafür sein.

      • Sehr geehr­ter @Franzel,
        ich kann ja durch­aus ver­ste­hen, dass vie­le die fun­da­men­ta­le Kri­se des Glau­bens in heu­ti­ger Zeit auf die­ses Pon­ti­fi­kat redu­zie­ren möch­ten. Offen­bar glaubt man, so den Ver­fall ban­nen zu kön­nen. Tat­säch­lich befin­det sich aber die Kir­che nicht erst seit 2013 in einer fun­da­men­ta­len Kri­se. Die dok­tri­nä­re Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie hat spä­te­stens in den 70er Jah­ren auch auf brei­ter Front Ein­zug in die theo­lo­gi­schen Hoch­schu­len gehal­ten und so suk­zes­si­ve eine Neben­leh­re zur offi­zi­el­len Leh­re eta­bliert. Nam­haf­te Bischö­fe, wie Kar­di­nal Kas­per, haben über Jahr­zehn­te mit ihren The­sen den katho­li­schen Glau­ben immer wei­ter rela­ti­viert und so aus­ge­höhlt, — in der Annah­me, ihn so den sozia­len Erfor­der­nis­sen der Zeit bes­ser anzu­pas­sen — so dass die Leh­re zur Pasto­ral schon heu­te oft in einem kla­ren Wider­spruch steht. In die­ser Selbst­er­mäch­ti­gung der Neue­rer steck­te von Anfang an das Gift der Zer­set­zung der Wahr­heit. Papst Johan­nes Paul II. und Papst Bene­dikt XV: hat­ten schwer­ste Mühe, den im pro­te­stan­tisch gepräg­ten deutsch­spra­chi­gen Raum auf­kom­men­den rela­ti­vi­sti­schen Ten­den­zen ent­ge­gen­zu­wir­ken. Es war letzt­end­lich nur eine Fra­ge der Zeit, wann die immer stär­ker wer­den­de, durch üppig­ste Kir­chen­steu­er­mit­tel geför­der­te, Grup­pe rela­ti­vi­stisch gesinn­ter Bischö­fe maß­geb­li­chen Ein­fluss auf die Papst­wahl neh­men konn­te. Es waren eben Dan­neels, Kas­per und Leh­mann, die im Hin­ter­grund die Fäden zogen, nicht Ber­go­lio, den man nur zu benut­zen sucht. Die Kri­se ist also nicht an der Per­son Ber­go­lio fest­zu­ma­chen, son­dern am immer stär­ker wer­den­den Ein­fluß auf­klä­re­ri­schen Den­ken in der Kir­che, der not­wen­dig zur Auf­lö­sung von Wahr­heit führt. Die Kir­che ist schon heu­te an vie­len Orten kei­ne Stät­te des Glau­bens­le­bens mehr, son­dern ledig­lich ein Treff­punkt von Selbst­dar­stel­lungs­grup­pen mit unter­schied­li­chen Akzen­ten poli­ti­scher Ideo­lo­gie. Wenn hier noch Ret­tung vor dem dro­hen­den Zer­fall zu erwar­ten ist, dann nur, indem der wach­sen­de Ein­fluss auf­klä­re­ri­scher Inter­pre­ta­ti­on des Glau­bens nicht wei­ter unwi­der­spro­chen bleibt. Auch hier im Forum fin­det sich immer wie­der die Rede von der Ver­nunft, die im Ein­klang mit dem Glau­ben ste­he, wobei immer unter­schla­gen wird, wel­chen Begriff von Ver­nunft man eigent­lich dabei im Blick hat. Der von der Auf­klä­rung bestimm­te Ver­nunft­be­griff ist dem christ­li­chen Glau­ben dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt. Es ist eben alles ande­re als uner­heb­lich, wie Glau­be und Ver­nunft zusam­men­ge­dacht wer­den. Hier fehlt es bis heu­te an einer kla­ren Aus­ein­an­der­set­zung mit einem von der Auf­klä­rung dik­tier­ten, ideo­lo­gi­sier­ten Vernunftbegriff.

  11. Papst bit­tet um Vergebung.
    All­mäh­lich geht selbst mir das stän­di­ge rund­um Abbit­te lei­sten auf die Ner­ven. Das ist ein­mal, zwei­mal in der Kir­chen­ge­schich­te eine noble Geste, wenn sich das Ober­haupt pau­schal und vor­aus­ei­lend für irgend­et­was ent­schul­digt (Beliebt: bei den Urein­woh­nern, bei den Ket­zern, bei den Juden sowie­so). Auf die Dau­er scha­det es aber eher, wen die­se heh­re Hand­lung zur klei­nen Mün­ze gemacht wird.

  12. Ber­go­glio äußer­te heu­te (lt. Herrn Schwi­bach) in sei­ner Pre­digt fol­gen­den beacht­li­chen Satz:

    „Die Heu­che­lei ist jene Art zu leben, zu spre­chen, zu han­deln, die nicht klar ist.“

    Alles klar?

    • Das ist gera­de­zu ein Kenn­zei­chen aller Dik­ta­to­ren, näm­lich dass sie regel­mä­ßig eine Selbst­cha­rak­te­ri­sie­rung lie­fern, wenn sie mit Fin­gern auf ande­re zeigen.

      • Nach all‘ sei­nen Per­len, die er stän­dig unter das Volk streut, soll­te man ihn doch lie­ber PERL-GOGLIO nen­nen! Oder auch: Perlen-Goliath!

  13. Sehr geehr­ter @Suarez, vie­len Dank für Ihre Ant­wort. Ja, der gro­ße Abfall in der Kir­che begann schon Jahr­zehn­te vor dem jet­zi­gen Pon­ti­fi­kat. Aber es scheint, als wür­de nun­mehr alles sei­nem Kul­mi­na­ti­ons­punkt ent­ge­gen­stre­ben und des­we­gen auch die har­schen Wor­te des Pap­stes und sei­ner Getreu­en an die treu­en und ver­nünf­ti­gen Kar­di­nä­le und Bericht­erstat­ter. „Papst“ Ber­go­glio selbst ist soz. ein Zeit­geist­li­cher und hat offen­kun­dig ziem­li­che Pro­ble­me mit „Glau­ben und Vernunft“.

    Ich habe gera­de ein wenig in der Enzy­kli­ka „Fides et Ratio“ vom hl. Papst Johan­nes Paul II. gele­sen, der ja heu­te vor genau 37 Jah­ren zum Papst gewählt wur­de- Deo gra­ti­as, und er zeigt da ja ganz deut­lich, wie sich der christ­li­cher Glau­be und die phi­lo­so­phi­sche Ver­nunft zuein­an­der ver­hal­ten und wo und wel­che Stö­run­gen es gibt. Er zeigt dort in Über­ein­stim­mung mit dem hl. Apo­stel Pau­lus auf, daß sich wah­rer Glau­be und wah­re Ver­nunft ein­zig mit dem Blick auf den Gekreu­zig­ten soz. erge­ben oder einstellen.
    Eine Ver­nunft los­ge­löst vom Gekreu­zig­ten, der Lie­be zu ihm und des Mit­lei­dens mit ihm, führt zu einer Ver­zer­rung der Verr­nunft gera­de auch im christ­li­chen Kon­text, in der Kir­che selbst, nicht zu reden von der „welt­li­chen“ Ver­nunft, die nur Cha­os und Gewalt stif­ten kann in all ihrem Hoch­mut und ihrer sata­ni­schen Nie­der­träch­tig­keit. Da liest man Sät­ze wie „Arbeit macht frei“ am Ein­gang der Ver­nich­tungs­la­ger. Und heu­te machen ande­re Sät­ze die Run­de durch die Medi­en sowie ins­be­son­de­re in den „Wis­sen­schaf­ten“.
    Wenn die Ver­nunft nicht Magd des Kreu­zes Chri­sti ist, dann wird sie zum Irr­sinn, zur Dämonie. 

    Die Abschaf­fung des Kreu­zes Chri­sti: das war und ist m.Er. nach das „Pro­gramm“, das sich seit län­ge­rer Zeit immer stär­ker durch­zu­set­zen ver­such­te und nun­mehr auch kei­nen Hehl mehr dar­aus macht.
    Nicht ohne Grund auch begrü­ßen und focie­ren vie­le deut­sche Bischö­fe und „Geist­li­che“ die Zuwan­de­rung von Mos­lem­s/­Kreuz- Chri­sti- Leug­nern wie auch „Papst“ Ber­go­glio. Von nicht kommt eben nichts.

    • Sehr geehr­ter @Franzel,
      nicht der Intel­lekt als sol­cher ist das Pro­blem, son­dern eine sich ver­ab­so­lu­tie­ren­de Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie, die den Glau­ben auf von ihr gesetz­te Ver­stan­des­ka­te­go­rien redu­ziert hat.

      Pro­fes­sor Gün­ter Rohr­mo­ser been­det sei­ne Refle­xio­nen in dem schö­nen Schluss, den ich hier eben­falls zitie­ren möch­te: „Pra­xis kann zwar die Bewäh­rung der Wahr­heit sein, aber nicht der Ort ihrer Erzeu­gung. Das Sub­jekt der Auf­klä­rung ist immer eins mit sich sel­ber und sich selbst ent­frem­det zugleich. Der Grund der Ein­heit bei­der Bestim­mun­gen ist der christ­li­che Glau­be, der als die­ser Grund auch das Kri­te­ri­um der Unter­schei­dung von fal­scher und wah­rer Auf­klä­rung bleibt, solan­ge die Auf­klä­rung in dem Zusam­men­hang des Ursprungs bleibt, dem sie sich sel­ber ver­dankt. In der Bewußt­lo­sig­keit und im Ver­ges­sen des Grun­des ihrer eige­nen Ermög­li­chung fällt die Auf­klä­rung den mythi­schen und kol­lek­ti­ven Mäch­ten wie­der anheim, denen sie einst entrann.
      Als die wah­re Phi­lo­so­phie, das heißt pla­to­nisch als die wah­re Auf­klä­rung, hat sich das Chri­sten­tum einst geschicht­lich durch­ge­setzt; als »atheoi« wur­den Chri­sten hin­ge­rich­tet, und mit der Apo­lo­gie ihrer eige­nen Sache ver­tei­dig­ten die christ­li­chen Väter die Sache der Vernunft…Keine Reli­gi­on ist so sehr eine des Den­kens wie das Chri­sten­tum. Die christ­li­che Reli­gi­on ist eine den­ken­de Reli­gi­on, weil sie wie kei­ne ande­re den Men­schen bela­stet, aber auch begabt mit der Ver­ant­wor­tung sei­ner Welt. Sie ist im emi­nen­ten Sinn eine geschicht­li­che Reli­gi­on, weil sie den Anspruch der geschicht­li­chen Stun­de, ihre Kon­tin­genz, ver­bin­det mit dem gött­li­chen Anspruch selbst. Sie ist in einem radi­ka­len Sinn eine escha­to­lo­gi­sche Reli­gi­on, weil sie wie kei­ne ande­re die Geschich­te offen­hält für das unbe­ding­te Offen­bar­wer­den des Got­tes, den sie in die­ser Welt nur in der Ver­hül­lung des Kreu­zes kennt…Das Chri­sten­tum ist die uni­ver­sal­ste Reli­gi­on, weil sie nichts und nie­man­den aus­schließt, weil sie alle ret­ten will, weil sie der Tod des Todes ist…Das Chri­sten­tum hat immer bean­sprucht, dem Men­schen auch die Wahr­heit über sich selbst erst auf­zu­decken, deren er sel­ber nicht mäch­tig ist. Viel­leicht kommt es auf die­se Wahr­heit gera­de an. Sie wäre nicht nur Ende, son­dern Anfang wah­rer Auf­klä­rung zugleich.“

      Und was Gün­ter Rohr­mo­ser als Pro­te­stant noch klar im Bewusst­sein hat­te, haben unse­re deut­schen Bischö­fe längst vergessen: 

      „Luther wuß­te noch, daß es töd­lich ist, in die Hän­de des leben­di­gen Got­tes zu fal­len. Die Auf­klä­rung nahm sich die christ­li­che Frei­heit und ver­nein­te die Sün­de. Bei Hegel heißt es, daß der Mensch gut ist, ist eine Leh­re neue­rer Zeit. Mit ihr ist das gan­ze Chri­sten­tum abgetan.“

      Es ist der ewi­ge Hoch­mut, der in der Auf­klä­rung sei­ne ver­ab­so­lu­tier­te Gestalt gefun­den hat, der den Men­schen zu Fall bringt. Es ist ein Den­ken, dass sich radi­kal auto­nom setzt und sich gött­li­cher Offen­ba­rung verschließt.

      • Dan­ke für Ihre Wor­te und das Zitat von Herrn Rohr­mo­ser sehr geehr­ter @Suarez.
        Der wirk­li­che und wah­re „Auf­klä­rer“ ist der wirk­li­che und wah­re Erlö­ser, der Gott­mensch Jesus Christus.
        Und da stellt sich die Fra­ge, war­um die Wahr­heit nicht, schon lan­ge nicht mehr, geglaubt wird. Lag es schon lan­ge Zeit an der Art der Ver­kün­di­gung? Wur­de Gott falsch ver­kün­digt? War das euro­päi­sche Chri­sten­tum selbst ein wenig Ideo­lo­gie gewor­den? Hat­ten die Chri­sten in den vie­len Reli­gi­ons­krie­gen des 16. und 17. Jahr­hun­derts nicht selbst den Glau­ben ver­zerrt und beschmutzt?

        Ich sehe das Unglück im Pro­te­stan­ti­mus, der den Glau­ben direkt mit der poli­ti­schen Macht ver­knüpf­te, ob in Deutsch­land, in Skan­di­na­vi­en, in Eng­land usw. Und dann muß­ten gezwun­ge­ner­ma­ßen auch die Katho­li­ken ein wenig „nach­zie­hen“.
        Der Glau­be war nicht mehr frei, son­dern den Lau­nen der Lan­des­herrn unter­wor­fen und wur­de so zur Ideologie.
        Vor­her ach­te­ten Politik/Kaiser und Papst trotz aller Pro­ble­me ihre je unter­schied­li­chen Sphä­ren und Auf­ga­ben zum Hei­le der Chri­sten. Die Kir­che war frei (Avi­gnon und ande­res sind nicht maß­ge­bend für eine Gesamt­be­ur­tei­lung) und ließ sich die­se Frei­heit nicht neh­men. Gera­de aber die Pro­te­stan­ten aber nah­men der Kir­che die Frei­heit und damit auch jedem Chri­sten- grund­sätz­lich. Im Pro­te­stan­tis­mus leb­te das byzan­ti­ni­sche Modell neu auf, nach dem Unter­gang von Kon­stan­ti­no­pel sinnigerweise.

        Die sog. Auf­klä­rung ist m.Er. zunächst eine Reak­ti­on auf den tota­li­tä­ren Pro­te­stan­tis­mus und war ja mit der Aus­nah­me Frank­reichs (ein Kapi­tel für sich; Stich­wort Gal­li­ka­nis­mus) auch kei­ne Ange­le­gen­heit in katho­li­schen Län­dern und Gebie­ten- war­um auch!
        Daß die sog. Auf­klä­rung immer rigi­der anti-christ­li­cher wur­de, hängt wohl zusam­men mit der Wei­ge­rung der Pro­te­stan­ten (obwohl sehend) wie­der katho­lisch zu wer­den und somit dem Glau­ben wie­der die Frei­heit von staat­li­cher Gän­ge­lung und Ein­fluß­nah­me zu geben. Auch gab der Pro­te­stan­tis­mus immer mehr Glau­bens­in­hal­te auf. 

        Also ich wür­de sagen: die Auf­klä­rung ist ein legi­ti­mes Kind des ver­derb­li­chen Pro­te­stan­tis­mus und lebt vom Pro­te­stan­tis­mus wei­ter­hin. Viel­leicht hät­te Herr Rohr­mo­ser wahr­haft katho­lisch wer­den sol­len, müß­te man wahr­haf­tig sagen.

  14. Wohl­wol­lend könn­te man mei­nen, Ber­go­glio bit­tet für den Schwu­len-Skan­dal um Ver­ge­bung. Aber da er sich schon wie­der nicht klar genug aus­drückt, gibt er der Öffent­lich­keit Rät­sel auf. Da der „Beschwerde“-Brief an ihn mei­nes Erach­tens noch höf­lich for­mu­liert war, wür­de es mich doch wun­dern, wenn er die­sen gemeint hät­te. Der ein­zi­ge Skan­dal dar­an ist ja, dass es jeman­den gab, der die­sen Brief öffent­lich mach­te, der Inhalt des­sel­ben ist ja noch sach­lich aus­ge­drückt. Und dass es cha­rak­ter­schwa­che Bischö­fe gibt, die dar­auf­hin öffent­lich Par­tei für den amtie­ren­den Papst ergrei­fen, statt sich in Zurück­hal­tung zu üben.

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