„Vatikan wie Gestapo?“ – Kritischen Journalisten Akkreditierung aberkannt

Das Presseamt des Heiligen Stuhls
Das Pres­se­amt des Hei­li­gen Stuhls

(Rom) Gegen Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. fuhr eine libe­ra­le Welt- und pro­gres­si­ve Kir­chen­pres­se schwe­re Geschüt­ze auf. Die kre­ierten Vor­wür­fe wur­den zu Schimpf­wör­tern sti­li­siert: „zurück vor das Kon­zil“, „kon­ser­va­tiv“, „erz­kon­ser­va­tiv“, „reak­tio­när“, „von gestern“, „frau­en­feind­lich“, „Woj­ty­la go home“, „Pan­zer­kar­di­nal“, „deut­scher Schä­fer­hund“, „unmensch­lich“. Doch unter die­sen Päp­sten gab es kei­ne Säu­be­rungs­wel­le, wie es sie unter dem amtie­ren­den Papst, dem erklär­ten „Lieb­ling“ der­sel­ben Krei­se gibt, die dazu schwei­gen.

Am ver­gan­ge­nen 7. Okto­ber, dem drit­ten Tag der Syn­oden­ar­bei­ten, wur­de dem Prie­ster Nicho­las Gre­go­ris die Akkre­di­tie­rung beim Pres­se­amt des Hei­li­gen Stuhls ent­zo­gen. Gre­go­ris berich­tet seit 15 Jah­ren aus Rom, der­zeit als Vati­kan-Kor­re­spon­dent für Catho­lic World Report, die iri­sche Catho­lic Voice und die von ihm gelei­te­te The Catho­lic Respon­se. In der Ver­gan­gen­heit schrieb er auch für die eng­li­sche Aus­ga­be des Osser­va­to­re Roma­no, die offi­ziö­se Tages­zei­tung des Pap­stes.

Nach kritischem Kommentar zur Synode vor die Tür gesetzt

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Prie­ster und mehr­fa­che Buch­au­tor ist Bera­ter der Lebens­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Prie­sts for Life (Prie­ster für das Leben) und des Lit­ur­gie-Komi­tees der Ame­ri­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz. Er über­setz­te das Buch „Domi­nus est“ von Bischof Atha­na­si­us Schnei­der über das Altarsa­kra­ment ins Eng­li­sche. Father Gre­go­ris gehört der Prie­ster­ver­ei­ni­gung des seli­gen John Hen­ry Kar­di­nal New­man an, die sich an den Ora­to­ria­nern des hei­li­gen Phil­ipp Neri ori­en­tiert.

The Catholic Response
The Catho­lic Respon­se

Doch das alles nütz­te ihm nichts. Ohne irgend­ei­ne Erklä­rung wur­de ihm am ver­gan­ge­nen Mitt­woch vor sei­nen Jour­na­li­sten­kol­le­gen mit­ge­teilt, daß er im Pres­se­amt des Vati­kans nicht mehr erwünscht ist. Sei­ne Akkre­di­tie­rung sei mit sofor­ti­ger Wir­kung hin­fäl­lig. Der über­rasch­te Prie­ster muß­te unter den Blicken erstaun­ter und betrof­fe­ner Kol­le­gen gehen. Eini­ge von ihnen folg­ten und dank­ten ihm für die Zusam­men­ar­beit.

Der Ent­zug der Akkre­di­tie­rung erfolg­te nach Father Gre­go­ris Kom­men­ta­ren zu den Erklä­run­gen des kana­di­schen Erz­bi­schofs Paul-André Duro­cher. Die­ser hat­te am Tag zuvor auf der offi­zi­el­len Pres­se­kon­fe­renz zur Bischof­syn­ode das Frau­en­dia­ko­nat und die Lai­en­pre­digt gefor­dert und gleich­zei­tig die Rede von Kar­di­nal Erdö zur Ver­tei­di­gung der katho­li­schen Ehe- und Moral­leh­re her­un­ter­ge­spielt. Duro­cher ließ kei­nen Zwei­fel, daß für ihn die Fra­ge der Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne offen ist und Gegen­stand der Dis­kus­si­on in den Cir­cu­li mino­res sein soll­te: „Wenn du die Dok­trin willst, lies den Den­zin­ger“

Gre­go­ris äußer­te dazu in einem Arti­kel für den Catho­lic World Report zunächst die Sor­ge, daß die von Papst Fran­zis­kus in die­sem Zusam­men­hang vor der Syn­oden­ver­samm­lung gespro­che­nen Wor­te die bedeu­ten­de Rede von Kar­di­nal Erdö schwä­chen könn­ten. Die Aus­sa­gen von Erz­bi­schof Duro­cher hät­ten ihn, Gre­go­ris, gera­de­zu „ver­stört“. Wört­lich schrieb Gre­go­ris: „Es ist sehr gefähr­lich zu sagen, die Kir­che kön­ne ihre Leh­re zu Schei­dung und Kom­mu­ni­on ändern“. In die­sem Zusam­men­hang erin­ner­te der ame­ri­ka­ni­sche Prie­ster an den Kon­zi­lia­ris­mus und dar­an, daß die Über­zeu­gung, ein Kon­zil kön­ne die über­lie­fer­te Leh­re ändern, „eine Häre­sie“ sei.

„Vatikan sollte nicht wie Gestapo handeln“

Das Pres­se­amt des Hei­li­gen Stuhls woll­te auch auf Nach­fra­ge von Life­Si­teNews kei­ne Stel­lung­nah­me zur Säu­be­rungs­ak­ti­on abge­ben.

Gre­go­ris mein­te, daß „mit Lei­den­schaft spre­chen“ kein Ver­bre­chen sei. „Ich den­ke, daß es ein schlech­tes Zei­chen ist, wenn man nicht mehr auf die Mei­nungs­frei­heit zäh­len kann. Ich glau­be nicht, daß der Vati­kan wie die Gesta­po han­deln soll­te. Sie haben viel Staub um nichts auf­ge­wir­belt und die Situa­ti­on nur ver­schlim­mert.“

Har­te Wor­te zu einer har­ten Maß­nah­me. Vor Gre­go­ris war bereits einer der bekann­te­sten und renom­mier­te­sten, aber „nicht poli­tisch kor­rek­ten“ Vati­ka­ni­sten der­sel­ben Säu­be­rung zum Opfer gefal­len. San­dro Magi­ster war im Zusam­men­hang mit der Öko-Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus die Akkre­di­tie­rung aberkannt wor­den.

Laut Life­Si­teNews sei noch einem wei­te­ren katho­li­schen Jour­na­li­sten und Vati­ka­ni­sten einer glau­bens­treu­en Zeit­schrift der USA die Akkre­di­tie­rung ent­zo­gen wor­den, der Name wur­de aber nicht genannt.

„Es scheint wirk­lich, daß die beim Vati­kan akkre­di­tier­ten Jour­na­li­sten einer unge­wöhn­li­chen Vor­gangs­wei­se gegen kri­ti­sche Stim­men gegen­über­ste­hen, die um so selt­sa­mer erscheint, da sie gera­de unter einem Pon­ti­fi­kat erfolgt, das die ‚Barm­her­zig­keit‘ als Chif­fre zu einem Wesens­merk­mal machen zu wol­len scheint“, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Una Fides

29 Kommentare

  1. Die Wahr­heit sagen oder schrei­ben ist im Vati­kan gefähr­lich, denn es führt zu Reak­tio­nen, die
    einem außen­ste­hen­den die Spra­che ver­schla­gen kann. Im Pon­ti­fi­kat der Barm­her­zig­keit und
    kurz vor dem Barm­her­zig­keits­jahr, wird dem ame­ri­ka­ni­schen Prie­ster und Jour­na­list die Akk­re-
    die­rung am Pres­se­amt des Hl.Stuhls ent­zo­gen. Der Schritt der abrupt erfolg­te, kam aus nicht hei­te­rem Him­mel und schlug wie eine Bom­be ein. Was ist denn nun mit der Offen­heit, auch der
    kri­ti­schen Stim­men die Fran­zis­kus vor der Syn­ode for­der­te ? Alles Maku­la­tur und Augen­wi­sche-
    rei. Das gan­ze Erschei­nungs­bild zeigt eine gei­sti­ge Deka­denz von unge­ahn­tem Aus­maß. Die
    Syn­ode kann uns noch das Fürch­ten ler­nen.

    • Was sich aktu­ell im Vati­kan zuträgt, belegt einen der vor­der­sten Plät­ze der „Hit­pa­ra­de: Wie das (echt) Böse wirkt“.
      Die­se nahe­zu spür­bar böse Will­kür, bar aller aner­kann­ter Regeln, mit der Ent­schei­dun­gen gegen Per­so­nen fal­len und umge­setzt wer­den, löst gewoll­te Bestür­zung aus. Es geht u.a. dar­um, den Geist des Men­schen „unter eine Macht zu beu­gen“.….
      Wel­che Macht ist das, die mit Will­kür han­delt?

      Will­kür gehört nicht zu den Eigen­schaf­ten Got­tes.

      Es ist wich­tig für uns, im und mit festem Gott­ver­trau­en an der wah­ren Leh­re und Tra­di­ti­on der katho­li­schen Kir­che und den Gebo­ten Got­tes treu fest­zu­hal­ten sowie im Gebet zu blei­ben (schließt die Sakra­men­te ein).

  2. Giu­sep­pe Nar­di: „Gre­go­ris äußer­te dazu in einem Arti­kel für den Catho­lic World Report zunächst die Sor­ge, dass die von Papst Fran­zis­kus in die­sem Zusam­men­hang vor der Syn­oden­ver­samm­lung gespro­che­nen Wor­te die bedeu­ten­de Rede von Kar­di­nal Erdö schwä­chen könn­ten.“

    Die Inter­ven­ti­on von Fran­zis­kus am 06.10. war über­ra­schend und dien­te dazu, die Syn­ode davor zu bewah­ren, in ein fal­sches Fahr­was­ser zu gera­ten. Es han­del­te sich also nicht um einen der drei­mi­nü­ti­gen Rede­bei­trä­ge, wie sie den Bischö­fen zuste­hen, son­dern um eine Steue­rungs­ak­ti­on der ober­sten Lehr­au­to­ri­tät der katho­li­schen Kir­che. Es steht Herrn Gre­go­ris nicht zu, den Ein­griff des Pap­stes auf der glei­chen Ebe­ne anzu­sie­deln wie die Rede von Kar­di­nal Erdö, und er hat vor allem nicht zu kri­ti­sie­ren, wenn der Papst sei­ne Gesamt­ver­ant­wor­tung für den Syn­oden­pro­zess wahr­nimmt.

    • Sie behaup­ten also, dass durch die Rede Kar­di­nal Erd­ös, in der er nichts als die Leh­re der Kir­che zu den anste­hen­den Fra­gen refe­rier­te, die Syn­ode in ein fal­sches Fahr­was­ser zu gera­ten droh­te und Ber­go­glio sei­ne gan­ze Lehr­au­to­ri­tät über­ra­schend in die Wag­scha­le warf, um das Steu­er her­um­zu­rei­ssen!? Sie sagen also damit nichts ande­res, als das der Papst sei­ne ober­ste Lehr­au­to­ri­tät dazu gebrauch­te, die Syn­ode in ein ande­res Fahr­was­ser als das der katho­li­schen Leh­re zu len­ken!? Das ist schon star­ker Tobak! Sie haben Mut, das so offen aus­zu­spre­chen!

      • @hicesthodie: Dan­ke für ihr ent­schie­de­nes Ent­ge­gen­tre­ten zu dem ver­zer­ren­den Kom­men­tar von @Stefan Schopf .

    • Aber die „ober­ste Lehr­au­to­ri­tät“ woll­te doch bis zum Schluss nur schwei­gend zuhö­ren. Zumin­dest im Ple­num, denn da gibt’s ja immer noch die täg­li­che Domus S. Marthae-Pre­digt…

      Und dann das, am 2. Tag!

      Welch „Fahr­was­ser“ ist denn der ober­sten Lehr­au­to­ri­tät genehm, dass sie nicht zu „über­ra­schen­den Steue­rungs­ak­tio­nen“ grei­fen muss? Sie tönen sehr nach Büro­kra­tie-Coa­chings­sprech und kön­nen da womög­lich etwas auf­klä­ren.

    • @Stefan Schopf:

      (14.10.2015 23:07)
      Wie inzwi­schen die Arti­kel betr. die Chro­no­lo­gie des Schrei­bens der 13 Kar­di­nä­len auf die­ser Web­site (Giu­sep­pe Nar­di) bele­gen, ist Ihre Aus­sa­ge unwahr:
      die Inter­ven­ti­on v. Fran­zis­kus dien­te nicht dazu, „die Syn­ode davor zu bewah­ren, in ein fal­sches Fahr­was­ser zu gera­ten“.
      Es war dage­gen eine Steue­rungs­ak­ti­on gegen die Tra­di­ti­on und die Leh­re der Kir­che, wie ver­tei­digt an vor­der­ster Stel­le durch die Kon­gre­ga­ti­on der Glau­bens­leh­re und ihr Chef, Kard. Mül­ler.
      Das fal­sche Fahr­was­ser sehe ich dage­gen sehr deut­lich bei Kar­di­nal Dan­neels, eng ver­bun­den mit Fran­zis­kus, bei Bon­ny von Ant­wer­pen und auch bei Kas­per (der sehr wenig ins Ram­pen­licht kommt, beson­ders nicht seit­dem sei­ne Bekannt­schaft mit vanG­he­lu­we breit bekannt wurde)(vielfach foto­gra­fisch doku­men­tiert).

      Ale­t­heia: das ist die Wahr­heit; etymologisch/wörtlich jedoch: das Nicht-ver­bor­ge­ne.
      Father Gre­go­ris ist tap­fer für die Wahr­heit auf­ge­tre­ten; ande­re ver­tu­schen und ver­heim­li­chen; und Sie wer­fen ein paar Nebel­ker­zen.
      Pech daß kei­ne 24 Stun­den spä­ter Ihr Kom­men­tar sich als unwah­re Wort­hül­se ent­puppt.

      • Inter­es­sant! Haben Sie eigent­lich den hoch­ge­lob­ten zwei­ten Zwi­schen­be­richt des „Cir­cu­lus Ger­ma­ni­cus“ zur Kennt­nis genom­men — ein­stim­mig ange­nom­men -, also mit­ge­tra­gen vom Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on?

        Ich zitie­re: „Weil Gott Lie­be ist, fal­len in Gott Gerech­tig­keit und Barm­her­zig­keit in eins. … Die Gerech­tig­keit Got­tes ist sei­ne Barm­her­zig­keit, mit der er uns gerecht macht.“
        Die Arbeits­grup­pe befass­te sich auch mit den Kon­se­quen­zen die­ses Inein­an­ders:
        „Es schließt eine ein­sei­tig deduk­ti­ve Her­me­neu­tik aus, wel­che kon­kre­te Situa­tio­nen unter ein all­ge­mei­nes Prin­zip sub­su­miert.“

        Das lese ich so: Aus dem Sta­tus „Wie­der­ver­hei­ra­tet geschie­den“ lässt sich nicht für jede kon­kre­te Situa­ti­on ablei­ten, dass der Kom­mu­nion­emp­fang aus­ge­schlos­sen ist.

        Also alles im grü­nen Bereich: Mit Kar­di­nal Mül­ler im rich­ti­gen Fahr­was­ser.

      • An @Stefan Schopf:
        Ich lese das so:
        Bei den vie­len nebu­lö­sen Aus­sa­gen, Kasu­isti­ken (von Fran­zis­kus vor 2 Jah­ren als des Teu­fels gebrand­markt) und bei dem Miß­brauch der Kir­chen­recht­ler (ich den­ke hier­bei sofort an den Pädo­phi­len­freund und ‑beschüt­zer Patrick Degrieck (Bis­tum Brügge/jetzt auch Ant­wer­pen bei Bon­ny), Freund von vanG­he­lu­we, und an sei­nen Freun­den Tom Fla­vez und Jero­en Cla­er­hout (letz­te­re zusätz­lich auch noch Zivil­ju­rist) hal­ten wir uns also an die deut­li­che und kla­re Aus­sa­gen Unse­res Herrn Jesus Chri­sti:
        Was Gott nun so ver­bun­den hat, darf der Mensch nicht tren­nen“.
        Mat­thä­us „zum Letz­ten“, wie die­ser Schluß­vers im Volks­mund salopp genannt wur­de, besagt:
        „Geht und ver­kün­det allen Völ­kern Mein Evan­ge­li­um“:
        Acht: das steht „Mein“ d.h. von Jesus Chri­stus- nicht das v. Kas­per, Marx, Fran­zis­kus usw. son­dern: von Jesus Chri­stus.
        Und damit in Ver­bin­dung: „Geh und sün­di­ge ab jetzt nicht mehr“.
        Ehe­bruch wur­de übri­gens in der Anti­ke streng gestraft (cfr. „Ret­tich­stra­fe“ im Arti­kel über Homo­se­xua­li­tät / katholisches.info 17.10.2015)

        Übri­gens: Wie allen bois jetzt sag­ten, gibt es kei­ne kirch­li­che Ehe­schei­dung; dem­ge­mäß kei­ne Geschie­de­ne, und auch kei­ne „Wie­der­hei­rat“.
        Es gibt nur in neu­er Ver­bin­dung leben­de Ver­hei­ra­te­te, wie der gelehr­te @Francisco L ein­mal schrieb.

      • „Die Bischö­fe lei­ten die ihnen zuge­wie­se­nen Teil­kir­chen als Stell­ver­tre­ter und Gesand­te Chri­sti durch Rat, Zuspruch, Bei­spiel, aber auch in Auto­ri­tät und hei­li­ger Voll­macht, die sie indes allein zum Auf­bau ihrer Her­de in Wahr­heit und Hei­lig­keit gebrau­chen, ein­ge­denk, dass der Grö­ße­re wer­den soll wie der Gerin­ge­re und der Vor­ste­her wie der Die­ner (vgl. Lk 22,26–27).“ (Lumen gen­ti­um, Nr. 27)

        Einer die­ser vica­rii Chri­sti, Kar­di­nal Mül­ler, hat nach Medi­en­be­rich­ten in einem Inter­view mit dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin ‚Focus‘ gesagt, dass zwar wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen kei­ne all­ge­mei­ne Zulas­sung zur Kom­mu­ni­on gewährt wer­den kön­ne, dass es aber „in gewis­sen Fäl­len eine Zulas­sung im Gewis­sens­be­reich geben kön­ne.“

        Ein ande­rer vica­ri­us Chri­sti, Kar­di­nal Marx, sagt fol­gen­des:
        „Es ist daher unse­re Auf­ga­be, eine ein­la­den­de Pasto­ral für zivil geschie­de­ne und wie­der­ver­hei­ra­te­te Gläu­bi­ge zu ent­wickeln und sie immer stär­ker in das Leben der Gemein­den ein­zu­bin­den. Ihnen gegen­über hat die Kir­che die Lie­be Chri­sti zu bezeu­gen, die zuerst denen gilt, die mit ihren Vor­sät­zen und Bemü­hun­gen geschei­tert und schul­dig gewor­den sind. Denn ’nicht die Gesun­den brau­chen den Arzt, son­dern die Kran­ken‘ (Mt 9,12). Es ist Auf­ga­be der Kir­che, die Wun­den, die das Zer­bre­chen einer Ehe und die Tren­nung der Part­ner geschla­gen haben, zu hei­len und ihnen zu zei­gen, dass Gott sie auch in die­sen schwe­ren Tagen beglei­tet. Kön­nen wir wirk­lich hei­len, ohne das Sakra­ment der Ver­söh­nung zu ermög­li­chen?‘

        Glau­ben Sie denn, dass sich eine Bischofs­syn­ode in zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Jah­ren unter ande­rem auch mit der Pro­ble­ma­tik der wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen inten­siv beschäf­tigt, nur damit hin­ter­her alles beim Alten bleibt?

  3. Hät­ten Papst Johan­nes Paul II und Bene­dikt ihrem Ruf alle Ehre gemacht und knall­hart eine Säu­be­rungs­wel­le durch­ge­führt, dann müss­ten wir nicht Gay- Pri­de-Akti­vi­sten und Kir­chen­zer­strö­rer wie Kas­per, Marx, Dan­neels, Bal­dis­se­ri, For­te und Co. samt ihren Schutz­pa­tron Papst Fran­zis­kus, ertra­gen. Es bringt nichst auf Beschüt­zer und Bewah­rer der Leh­re zu machen, wenn man Wöl­fe wie ein zahn­lo­ser Tiger, in der Her­de wüten lässt, Fein­de und Pres­se auf der Nase her­um­tan­zen lässt. Fran­zis­kus schwa­dro­niert viel und ger­ne über Barm­her­zig­keit um dann umso unbarm­her­zi­ger zuzu­schla­gen und lästi­ge Kri­ti­ker kalt­zu­stel­len. Der Mann hat ver­stan­den wie man sich ver­hal­ten muss um sich im Vati­kan durch­set­zen zu kön­nen.

    • Sie ver­ges­sen bei Ihren mar­ki­gen Sprü­chen lei­der, dass sich Ber­go­glio nur des­halb so ver­meint­lich durch­set­zungs­stark prä­sen­tie­ren kann, weil das von den „Wöl­fen“ im Vati­kan und den Kir­chen­fein­den in der Welt so gewünscht und mit­ge­tra­gen wird. Oder glau­ben Sie ernst­haft, dass Ber­go­glio, wür­de er eine kon­ser­va­ti­ve, katho­li­sche Line ver­fol­gen, je auf den Stuhl Petri gelangt wäre und, wenn doch, auch nur irgend­ei­ne klit­ze­klei­ne Chan­ce zum Auf­räu­men bekä­me!? Ihm wür­den in kür­ze­ster Zeit die (media­len) Fet­zen um die Ohren flie­gen. Er wür­de Ihnen eben­so als „zahn­lo­ser Tiger“ erschei­nen wie sei­ne Vor­gän­ger. Das wür­de übri­gens auch sofort wider­fah­ren, wenn er irgend­wann aus dem Wolfs­ru­del aus­bre­chen und die vor­ge­zeich­ne­te Linie ver­las­sen wür­de. Machen Sie es sich also bit­te nicht zu ein­fach!

    • Zarah @ Sie haben recht ! Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI.haben es ver­säumt,
      gegen die Wöl­fe die zu erken­nen waren, vor­zu­ge­hen. Im Gegen­teil, durch zwei­fel­haf-
      te Bischofs-Ernen­nun­gen und Kar­di­nals-Erhe­bun­gen, haben sie lei­der auf die fal­schen
      Pfer­de gesetzt. Johan­nes Paul II. durch sei­ne Aller­lö­sungs-Theo­lo­gie und Bene­dikt XVI.
      hat­te dazu nicht die Kraft. Auch gegen die Ten­den­zen die sich nach dem Kon­zil sich zu
      ent­wickeln began­nen, wie Abbau der Sakra­men­ta­li­tät, Beschimp­fung der zu katho­lisch
      wir­ken­den Prie­ster, Ordens­leu­te und Lai­en, zu star­ke Öku­me­ne, zuneh­men­de Macht
      der Lai­en­gre­mi­en, um nur eini­ge zu nen­nen. Man hät­te durch ein Durch­grei­fen nicht
      die gehei­men Machen­schaf­ten unter­bin­den kön­nen, aber ein Zurück­drän­gen wäre
      mög­lich gewe­sen und hät­te eine kla­re Linie vor­ge­ge­ben.

      • wenn ich’s welt­lich-flap­sig for­mu­lie­ren darf: JP II war zu sehr mit Flug­mei­len-Sam­meln beschäf­tigt und Bene­dikt (ich hab ihn in Regens­burg mehr­fach per­sön­lich erlebt) war ein­fach zu schön­gei­stig, um immer eine gute Hand für Per­so­nal­ma­nage­ment zu haben. Bene­dikt hat immer­hin m.E. die US-Bischofs­kon­fe­renz etwas näher zurück zur Leh­re gebracht (womög­lich mit Hil­fe von Bur­ke), aber in Deutsch­land pas­sier­te nix — das wur­de auch dadurch erschwert, dass sich ein Marx unter dem Pon­ti­fi­kat von Bene­dikt als eher kon­ser­va­tiv ver­mark­tet (natür­lich neo­kon, nicht tra­di) hat und jetzt ver­sucht, einen pro­gres­si­ven Papst aussen zu über­ho­len…

      • … ja – und: wir wis­sen nicht (ahnen aber man­ches …), wel­che Mäch­te im Hin­ter­grund die Strip­pen zogen – und zie­hen; wel­che Ent­schei­dungs­frei­hei­ten die also wirk­lich noch hat­ten …

    • Jeden Tag ein neu­er Skan­dal. Das kann kein Zufall sein. Das ist Metho­de. Metho­de der Zer­stö­rung und Auf­lö­sung.
      Hin­zu kom­men Pro­phe­zei­un­gen und Gesten und das Erken­nen mit dem gesun­den Men­schen­ver­stand. Alle Idi­zi­en sind nie­der­schmet­ternd.

  4. Lie­be Chri­sten,
    ich nut­ze die­sen Arti­kel, in des­sen Titel das Wort ‚Gesta­po‘ vor­kommt, um Euch vor einer gro­ßen Gefahr zu war­nen. Mir feh­len in die­sem Moment ein­fach die Wor­te, um mein Ent­set­zen aus­zu­drücken. Beson­ders schlimm fin­de ich, dass die­se EU von Anfang an auch ein katho­li­sches, vati­ka­ni­sches Pro­jekt gewe­sen ist. Erin­nern wir uns, dass das letz­te Ver­trags­werk im Vati­kan unter­zeich­net wur­de.
    „NWO Die EU-Mas­ke fällt. Erstes Land führt Tole­ranz­ge­setz ein“
    http://youtu.be/U69OG3k1R7o

    • Ja, ver­ehr­ter Leo Laemm­lein, da stockt einem nur noch der Atem … werd’s spä­ter in Ruhe anse­hen, hat­te schon gehört davon. Wie auch über die­sen Th. Bar­nett — recher­chie­ren lohnt (kostet dann aber auch erhebl. Ner­ven!^^). Mit ‚EU‘ mei­nen Sie doch jetzt aus­drückl. die­ses ’neue‘ Pro­jekt? Also nach Maas­tricht, Lis­sa­bon &c. – nicht die alte, urspr. Grün­dungs­idee à la Schu­man, Ade­nau­er, Mon­tan­uni­on, EWG, vlt. noch die EG – was ja zunächst alles noch in wirk­lich gutem, christ­li­chem Gei­ste geschah (denk‘ ich zumin­dest) … von dem nun­mehr gar nichts mehr, aber auch kein mini­ma­les Rest­chen mehr vor­han­den ist, in die­sem … Koloss, oder bes­ser: ‚Neu­en Turm­bau zu Babel‘, ja schon allein von der brue­ge­les­ken Optik her, archi­tek­to­nisch .….

  5. „Vati­kan wie Gesta­po?“ — die­ser durch den Titel nahe­ge­leg­te Ver­gleich ist völ­lig unan­ge­bracht. Eine Men­schen mor­den­de Orga­ni­sa­ti­on mit dem Vati­kan zu ver­glei­chen ist nicht nur unchrist­lich, sie ent­behrt auch jeder sach­lich begrün­de­ten Logik.

    • Das sehen nicht alle so wie Sie.
      Zitat:
      „Moreo­ver, the pope has thousands of secret agents world­wi­de. They inclu­de Jesuits, the Knights of Colum­bus, Knights of Mal­ta, Opus Dei, and others. The Vatican’s Intel­li­gence Ser­vice and its field resour­ces are second to none..“ (A Woman Rides the Beast, Dave Hunt, p. 87) [7]

      • Dave Hunt ist es aller­dings an der Zer­stö­rung der katho­li­schen Kir­che gele­gen. Er wirft die katho­li­sche Leh­re in einen Korb mit Okkul­tis­mus und Magie. Kein guter Autor, den sie hier anfüh­ren.

    • „Vati­kan wie Gesta­po“ — ja, die­sen Ver­gleich zu bemü­hen, wäre ent­behr­lich gewe­sen.

      Ihren Satz *Eine Men­schen mor­den­de Orga­ni­sa­ti­on mit dem Vati­kan zu ver­glei­chen…* möch­te ich den­noch auf­grei­fen. Dies ist betrach­tens­wert:
      Die Gesta­po hat Mil­lio­nen von Men­schen ermor­det, ihnen das Leben des Lei­bes genom­men.

      Soll­te der Vati­kan, Fran­zis­kus — gestützt durch die Bischöfe/Bischofssynode
      — die Leh­re der katho­li­schen Kir­che ändern,
      — die Pra­xis von der Leh­re tren­nen bzw. die­se Tren­nung in die freie Dis­po­si­ti­on der Bischö­fe stel­len,
      — neue Inter­pre­ta­tio­nen des Wor­tes Got­tes geben, die im Wider­spruch zum Evan­ge­li­um und den Sakra­men­ten, zur Tra­di­ti­on ste­hen,
      — Neue­run­gen in der Mess­ord­nung und Lit­ur­gie ver­fü­gen, die wei­ter zur Entsaka­li­sie­rung bei­tra­gen bzw. die­se her­vor­brin­gen,
      — von den Prie­stern z.B. per Erlass ver­lan­gen, dass die­se gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re seg­nen oder gar „trau­en“ müs­sen,
      — .…. was könn­te noch kom­men.… ?

      so wer­den unzäh­li­ge See­len in die Irre gelei­tet und dem Ver­der­ben zuge­führt. Sie lau­fen Gefahr, auf ewig ver­lo­ren zu gehen.
      Was der­zeit im Vati­kan im Gan­ge ist, hat das Poten­ti­al, Mil­lio­nen von See­len zu ermor­den, d.h. Mil­lio­nen von See­len in die Höl­le zu füh­ren.

      Mt 10,28:
      Fürch­tet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die See­le aber nicht töten kön­nen, son­dern fürch­tet euch vor dem, der See­le und Leib ins Ver­der­ben der Höl­le stür­zen kann.

      Wol­len wir also beten und hof­fen, dass der Vati­kan die Gesta­po nicht noch in den „Schat­ten stel­len wird“.

      • Beim der Gesta­po hat der jewei­li­ge Mör­der ent­schie­den, das Leben eines Men­schen zu been­den. Die Been­di­gung des Lebens lag also in der Ver­ant­wor­tung eines Men­schen, näm­lich des Mör­ders.
        Bei dem, was Sie also Fol­ge von Punk­ten, die Sie befürch­ten — ich befürch­te das nicht -, dass der Vati­kan durch­set­zen wird, auf­zäh­len, ent­schei­det über den Tod der See­le kein Mensch, son­dern immer noch Gott. Daher geht der Ver­gleich völ­lig ins Lee­re. Gott lässt sich von nie­man­dem zu einer bestimm­ten Beur­tei­lung oder ewi­gen Ver­ur­tei­lung zwin­gen.
        Jesus spricht von der Mög­lich­keit der ewi­gen Ver­damm­nis. Es gibt Garan­tien, dass ein Ver­stor­be­ner die­ser Ver­damm­nis nicht anheim gefal­len ist, wenn er selig oder hei­lig gespro­chen ist. Es gibt aber über kei­nen Men­schen eine Garan­tie, dass er von Gott ver­dammt wur­de. Die­se Art von Pro­zess einer Ver­dammt-Spre­chung müss­te die Kir­che erst ein­füh­ren, hat sie aber in 2000 Jah­ren nicht und wird sie mei­nes Erach­tens auch in Zukunft nicht tun.

      • @Galilei,

        Lei­der muß ich Sie erneut wider­spre­chen.
        Bei einer ori­gi­na­len Pre­digt im Domus San­ta Mar­ta in den ersten Mona­ten (also bevor nur noch schwer geputz­te bzw. neu geschrie­be­ne Pre­dig­ten hin­ter­her publi­ziert wur­den) wur­de von Fran­zis­kus klipp und klar gesagt- und wenig spä­ter raun­te er dann noch, als spä­ter Kom­men­tar zu Kard. Bur­kes Aus­sa­ge, daß „Evan­ge­li­um Gau­dii“ NICHT zum Magi­steri­um der Hl. Kir­che gehör­te, „Natür­lich gehört alles was ein Papst sagt, zum Lehr­amt der Kir­che!“:
        „Die See­len der von Gott Ver­damm­ten wer­den VERNICHTET“.
        Also: nichts mit Höl­le, nichts mit Fege­feu­er- son­dern Knall-Bumm à la Star Wars.
        Sie soll­ten sich bes­ser über die gro­ße Erneue­run­gen im Vati­kan und in dem päpst­li­chen Lehr­amt infor­mie­ren- da hat sich in den letz­ten 30 Mona­ten viel getan!

    • Aber ist denn eine Orga­ni­sa­ti­on, die dem Men­schen­mor­den durch frei­zü­gi­ge Sexua­li­tät mit aller Kraft und Macht nicht ent­ge­gen­tritt, nicht letz­ten Endes auch „men­schen­mor­dend“?
      Man erin­nert sich wie­der an den Ver­gleich von Abtrei­bung und Hollo­caust, deren ent­schie­de­ne Ableh­nung durch den zen­tral­rats­vor­sit­zen­den der deut­schen Juden…
      Und doch bleibt am Ende ein Kern der Wahr­heit im Ver­gleich. Denn ob ich nun ein gro­bes Mor­den neh­me, oder ein sub­ti­les, bleibt sich im Ergeb­nis nicht fremd. Immer ste­hen Lei­chen am Schluss des Pro­ce­de­re. Des­halb sind dahin­ter­ste­hen­de Orga­ni­sa­tio­nen immer faschi­sto­id.
      Der Unter­schied liegt frei­lich zwei­schen dem Mor­den an Föten und dem Mor­den an erwach­se­nen Men­schen.
      Und den Unter­schied macht letzt­lich die Fra­ge nach der Sicht des Wesens des Men­schen. Wann ist man Mensch? Wann beginnt das mensch­li­che Leben.
      Der Vati­kan muss sich in jeder HIn­sicht auf die Sei­te der katho­li­schen Leh­re stel­len und muss offen und enst­chie­den allen Vetre­te­ren von Abtrei­bung und Eutha­na­sie ent­ge­gen­tre­ten. Als gött­li­che Insti­tu­ti­on ist der ober­ste Kle­rus dazu ver­pflich­tet bewusst zu machen, dass Gen­der, Früh­se­xua­li­sie­run, prak­ti­zier­te Homo­se­xua­li­tät und dem Zuar­bei­ten einer Kul­tur der Untreue (wie­der­verh. Geschie­de­ne zu den Sakra­men­ten) geschlos­sen in eine Kul­tur des Todes über­geht, wie Papst Johan­nes Paul II mahn­te. Der Ver­gleich mit der Gesta­po ist scharf, aber nicht ganz unzu­tref­fend.
      Wenn wir also kei­ne Abgren­zung von den Prak­ti­ken des Todes sehen, dann drängt sich bei bestimm­ten Säu­be­rungs­ak­tio­nen die­ses Bild des Gesta­po auf.

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