Papst Franziskus warnt vor „konspirativer Hermeneutik“

Syn­oden-Anmer­kun­gen von Giu­sep­pe Nar­di (1)

(Rom) Mit einer über­ra­schen­den, nicht ange­kün­dig­ten Wort­mel­dung warn­te Papst Fran­zis­kus am ver­gan­ge­nen Diens­tag die Bischofs­syn­ode vor einer „kon­spi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik“, wie der päpst­li­che Haus­va­ti­ka­nist Andrea Tor­ni­el­li auf Vati­can Insi­der berich­te­te. Der Papst kri­ti­sier­te damit angeb­lich kol­por­tier­te Ver­schwö­rungs­theo­rien und Kom­plott­ge­rüch­te. Sein der­zeit in Sachen Bischofs­syn­ode eng­ster Ver­trau­ter, der Jesu­it Anto­nio Spa­daro von der Civil­tà  Cat­to­li­ca sorg­te dafür, daß die päpst­li­che Kri­tik öffent­lich bekannt wur­de.

Doch spä­te­stens da beginnt die Sache zu hin­ken.

Gefühl manipuliert zu werden — Schlechte Stimmung unter den Synodalen

Zunächst bedeu­tet die impro­vi­siert ein­ge­scho­be­ne Wort­mel­dung des Pap­stes, daß unter den Syn­oden­vä­tern offen­bar inten­siv dar­über gespro­chen wird, daß eine unsicht­ba­re Regie die Bischofs­syn­ode zu mani­pu­lie­ren ver­sucht, oder noch schlim­mer, die Syn­oda­len an der Nase her­um­führt. So inten­siv jeden­falls, daß der Papst sich per­sön­lich genö­tigt sah, sei­ne Auto­ri­tät in die Waag­scha­le zu wer­fen, um Ruhe ein­keh­ren zu las­sen. Aller­dings ist zu bezwei­feln, daß der gewünsch­te Effekt erreicht wer­den konn­te.

Aus dem Mund Spa­dar­os klingt die Sor­ge vor einer „kon­spi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik“, eine gewun­de­ne Form um Ver­schwö­rungs­theo­rien zu mei­nen, wenig glaub­wür­dig. Spa­daro ist in den umstrit­te­nen Syn­oden­fra­gen selbst Par­tei. Unter sei­ner Lei­tung bezog die römi­sche Jesui­ten­zeit­schrift in den ver­gan­ge­nen andert­halb Jah­ren ein­sei­tig Posi­ti­on zugun­sten der Kas­per-The­sen einer „neu­en Barm­her­zig­keit“.

Auf­grund der für die Zeit­schrift gel­ten­den Vor­zen­sur durch den Hei­li­gen Stuhl ist aus­zu­schlie­ßen, daß dies ohne die Zustim­mung und das Wol­len von Papst Fran­zis­kus gesche­hen konn­te. Wenn die Civil­tà  Cat­to­li­ca seit ihrer Grün­dung vor mehr als 150 Jah­ren die Posi­ti­on des Hei­li­gen Stuhls wie­der­gibt, gilt eben­so als gesi­chert, daß sie zur Syn­ode die Posi­ti­on von Papst Fran­zis­kus wider­spie­gelt.

Spadaros „Geheimsynode“ im Auftrag des Papstes

Die Synode des Papstes und der Verdacht von Synodalen
Die Syn­ode des Pap­stes und der Ver­dacht von Syn­oda­len

In den bei­den Wochen vor Syn­oden­be­ginn lei­te­te Spa­daro, den Papst Fran­zis­kus per­sön­lich zum Syn­oda­len ernann­te, eine Arbeits­grup­pe aus 30 Jesui­ten, die unter Aus­schluß der Öffent­lich­keit am Sitz der Civil­tà  Cat­to­li­ca zu den Syn­oden­the­men arbei­te­te. Da der Vati­kan bis­her weder die Exi­stenz die­ser Grup­pe bestä­tig­te noch deren Auf­trag nann­te, kann von einer „Geheim­syn­ode“ gespro­chen wer­de, die unab­hän­gig von der Bischofs­syn­ode zu den­sel­ben The­men tag­te.

Laut einem, offi­zi­ell unbe­stä­tig­ten, offe­nen Geheim­nis hat­te also die­se im Auf­trag des Pap­stes und unter der Lei­tung eines sei­ner eng­sten Ver­trau­ten tagen­de Jesui­ten­syn­ode ein Doku­ment zu erar­bei­ten, das von Papst Fran­zis­kus am Ende der Bischofs­syn­ode als Schluß­do­ku­ment prä­sen­tiert wird. Damit wür­den die Syn­oden­vä­ter völ­lig sinn­los debat­tie­ren und bera­ten, da ihre Wort­mel­dun­gen und ihre Rat­schlä­ge an den Papst letzt­lich kei­ne Rol­le spie­len.

An die­ser Stel­le könn­te der Vor­wurf einer Ver­schwö­rungs­theo­rie vor­ge­bracht wer­den. Kann er das aber wirk­lich?

Franziskus selbst läßt Warnung vor „konspirativer Hermeneutik“ ins Leere laufen

Villa Malta der Jesuiten
Vil­la Mal­ta der Jesui­ten

Die War­nung von Papst Fran­zis­kus vor einer „kon­spi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik“ muß des­halb ins Lee­re gehen, weil er selbst durch eine Rei­he von Gesten, Wort­mel­dun­gen und Ent­schei­dun­gen und nicht zuletzt auch durch sein Schwei­gen erst den Nähr­bo­den dafür geschaf­fen hat.

Der Begriff Ver­schwö­rungs­theo­rie ist kein Syn­onym für die Nicht­exi­stenz von gehei­men Stra­te­gien, Abspra­chen, ver­deck­ten Aktio­nen oder auch Ver­schwö­run­gen. Zen­tra­les Schutz­mit­tel gegen fal­sche Ver­schwö­rungs­theo­rien ist Ver­trau­en. Das aber hat der Papst durch kon­spi­ra­tiv anmu­ten­de Par­al­lel­ak­tio­nen, durch Signa­le ein­sei­ti­ger Par­tei­nah­me und durch die Wei­ge­rung, ein kla­res Bekennt­nis zur Unauf­lös­lich­keit der Ehe in Theo­rie und Pra­xis abzu­le­gen, selbst unter­gra­ben.

Papst Fran­zis­kus selbst ebne­te der hete­ro­do­xen Ein­sei­tig­keit den Weg, indem er Kar­di­nal Wal­ter Kas­per zum Rela­tor des Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­ums vom 20. Febru­ar 2014 ernann­te. Und zwar nur ihn allein. Wie der deut­sche Kar­di­nal spä­ter bekannt­gab, wuß­te der Papst vor­ab genau, was Kas­per vor­tra­gen wür­de, was des­sen Bil­li­gung vor­aus­setzt. Die Bestä­ti­gung sei­ner Zustim­mung lie­fer­te Fran­zis­kus durch sein über­schweng­li­ches „Dan­ke, Dan­ke“, mit dem er am näch­sten Mor­gen, nach­dem im Kar­di­nals­kol­le­gi­um hef­ti­ge Kri­tik an Kas­pers-The­sen laut gewor­den war, auf die Aus­füh­run­gen des deut­schen Kar­di­nals reagier­te und die­sem vor den stau­nen­den Kar­di­nä­len beschei­nig­te, eine „Theo­lo­gie auf den Knien zu betrei­ben“. Daß nicht eine „offe­ne“ Dis­kus­si­on geführt, son­dern eine geziel­te Stra­te­gie ver­folgt wur­de, fand rund um die Kas­per-Rede rei­che Bestä­ti­gung. Ein Vor­gang, der um so schwer­wie­gen­der ist, als die Grund­la­ge der Kas­per-The­se eine nach­ge­wie­se­ne Ver­zer­rung der Kir­chen­vä­ter und der Kir­chen­ge­schich­te ist.

Kas­per war es auch, der in die­ser Früh­pha­se bekannt­gab, daß die Bischofs­syn­ode nicht nur zum Dis­ku­tie­ren oder gar Bekräf­ti­gen der katho­li­schen Leh­re ein­be­ru­fen wer­de, son­dern um etwas zu ver­än­dern. Ein Hin­weis, der seit­her mehr­fach von den Kas­pe­ria­nern wie­der­holt wur­de, zuletzt in den ver­gan­ge­nen Tagen von Syn­oden-Son­der­se­kre­tär Bru­no For­te und Kuri­en­erz­bi­schof Cel­li.

Kasperianer lediglich Synonym für Bergoglianer?

Wenn von Kas­pe­ria­nern die Rede ist, so darf nicht ver­hehlt wer­den, daß man rich­ti­ger­wei­se eigent­lich von Ber­go­glia­nern spre­chen müß­te. Die Annah­me, der Papst sei blo­ßer Zuschau­er, super par­tes, der der Rich­tung um Kas­per eben ein biß­chen mehr Spiel­raum las­se als ande­ren, geht an der Wirk­lich­keit vor­bei. Es geht auch nicht um Kas­per oder Spa­daro. Es geht um Inhal­te. Kas­per oder Spa­daro sind dabei Weg­ge­fähr­ten und Instru­men­te zur Umset­zung einer Idee.

Es steht die Annah­me und zugleich Sor­ge im Raum, der Papst habe kon­kre­te Vor­stel­lun­gen zur Ehe- und Moral­leh­re, die er wegen der zu erwar­ten­den Wider­stän­de, die er sich ohne­hin in die­sem Aus­maß nicht erwar­tet hat­te, nicht offen äußert. Weder das ange­streb­te Ziel noch die Beweg­grün­de dafür. Damit ver­bun­den ist der Ver­dacht auf ein Ver­steck­spiel, ein Tak­tie­ren, mög­li­cher­wei­se sogar ein Hin­ter­ge­hen und Täu­schen.

Der Papst soll­te sich als Letz­ter dar­über wun­dern.

Geheime päpstliche Parallelaktionen

Papst Franziskus mit Synodalen
Papst Fran­zis­kus mit Syn­oda­len

Für den 5.–19. Okto­ber 2014 hat­te Fran­zis­kus die drit­te außer­or­dent­li­che Bischofs­syn­ode der jün­ge­ren Kir­chen­ge­schich­te ein­be­ru­fen, um über Ehe und Fami­lie zu spre­chen. Gleich­zei­tig beauf­trag­te er, geheim, bereits am 27. August, und damit mehr als einen Monat vor Syn­oden­be­ginn, eine Kom­mis­si­on von Kir­chen­recht­lern, ein­schnei­den­de Refor­men zum Ehe­nich­tig­keits­ver­fah­ren aus­zu­ar­bei­ten. Davon erfuhr die Öffent­lich­keit, auch die alten und neu­en Syn­oden­vä­ter, erst im Sep­tem­ber 2015, als der Papst – wie­der­um im Allein­gang und wie­der­um einen Monat vor Beginn einer von ihm ein­be­ru­fe­nen ordent­li­chen Bischofs­syn­ode – die­se Refor­men ein­führ­te, die am kom­men­den 8. Dezem­ber in Kraft tre­ten. Kri­ti­ker spre­chen in die­sem Zusam­men­hang offen von der Ein­füh­rung einer „katho­li­schen Schei­dung“.

Mit ande­ren Wor­ten: Der Papst rief Kar­di­nä­le und Bischö­fe zusam­men, um über ein The­ma zu spre­chen und um ihn, so die offi­zi­el­le Auf­ga­be, zu bera­ten, wäh­rend er par­al­lel und geheim bereits im Allein­gang ent­schie­den hat­te und sei­ne Ent­schei­dung noch vor Syn­oden­be­ginn in die Tat umsetz­te.

War­um also soll­te der Ver­dacht unbe­grün­det sein, der Papst könn­te auch zu ande­ren Fra­gen, die von der Syn­ode dis­ku­tiert wer­den, gleich ver­fah­ren? Die Bischofs­syn­ode und die Beto­nung der „Kol­le­gia­li­tät“ nur ein Schein? Man­chen Syn­oda­len ist die­ser Ver­dacht gekom­men und sie äußer­ten ihn so laut, daß es bis zu den Ohren des Pap­stes hör­bar wur­de.

Daß die­ser Ver­dacht nicht ein­fach in das Reich der Ver­schwö­rungs­theo­rien abge­scho­ben wer­den kann, dazu hat Fran­zis­kus ent­schei­dend bei­getra­gen. Die War­nung aus sei­nem Mund vor einer „kon­spi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik“ kann daher wenig Wir­kung ent­fal­ten und schon gar nicht beru­hi­gen.

Einseitige Wegbereitung

Von der Geheim­syn­ode der Jesui­ten im päpst­li­chen Auf­trag wur­de bereits gespro­chen. Ver­trau­ens­bil­den­de Maß­nah­men sehen anders aus. Die Ver­su­che des Syn­oden-Gene­ral­se­kre­ta­ri­ats durch zwei­fel­haf­te Fra­ge­bö­gen und ihre noch zwei­fel­haf­te­re Hand­ha­be, die Ver­su­che der Civil­tà  Cat­to­li­ca durch ein­sei­ti­ge Arti­kel, die Ver­su­che der Syn­oden­lei­tung durch eine rigi­de und ein­sei­ti­ge Infor­ma­ti­ons­po­li­tik 2014 und erneut 2015, die Kir­che in eine bestimm­te Rich­tung zu drän­gen, tun das Ihre dazu. Kas­per selbst ver­wies im Zusam­men­hang mit der schon zur Bischofs­syn­ode 2014 laut wer­den­den Kri­tik an der vati­ka­ni­schen Infor­ma­ti­ons­po­li­tik direkt auf Papst Fran­zis­kus.

Auf „klei­ne­re“ Schau­plät­ze in die­sem unter­ir­di­schen Spiel soll gar nicht ein­ge­gan­gen wer­den, wie dem Tele­fon­an­ruf des Pap­stes bei einer Argen­ti­nie­rin, die mit einem „wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen“ zusam­men­lebt. So, übri­gens die deut­sche Wort­neu­schöp­fung für insti­tu­tio­na­li­sier­ten Ehe­bruch, die sich mehr an zivil­recht­li­chen, denn kir­chen­recht­li­chen Vor­ga­ben ori­en­tiert. Das argen­ti­ni­sche Ehe­paar posaun­te jeden­falls unwi­der­spro­chen in alle Welt, der Papst habe sie „ermu­tigt“, was bedeu­tet, daß ihr Sta­tus unver­än­dert fort­ge­setzt wer­den kön­ne.

Es emp­fiehlt sich den Arti­kel Die Bischofs­syn­ode, der Regis­seur, die Akteu­re – Chro­no­lo­gie eines ver­such­ten Para­dig­men­wech­sels nach­zu­le­sen.

Das Schweigen des Papstes

Zumin­dest erin­nert sei dar­an, daß gera­de die­ser Papst, der ein gebo­re­ner Kom­mu­ni­ka­tor ist und ein natür­li­ches Gespür für geeig­ne­te Situa­tio­nen, für Gesten und deren maxi­ma­le Brei­ten­wir­kung hat, sich der Zusam­men­hän­ge sei­ner Hand­lun­gen bewußt sein muß.

Schließ­lich wider­spricht noch ein weit wich­ti­ge­rer Punkt der päpst­li­cher War­nung vor einer „kon­spi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik“: das päpst­li­che Schwei­gen. Papst Fran­zis­kus hät­te es seit dem 20. Febru­ar 2014 in der Hand, jeder­zeit durch eine klä­ren­de Aus­sa­ge alle Zwei­fel an sei­ner Hal­tung zu den wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen und zur Homo­se­xua­li­tät vom Tisch zu fegen. Jeder­zeit. Wenn er trotz mehr­fa­cher Auf­for­de­rung von Kar­di­nä­len, von Bischö­fen, von katho­li­schen Medi­en, von katho­li­schen Lai­en in ver­schie­de­nen Appel­len, zuletzt einen, der von 800.000 Katho­li­ken unter­zeich­net wur­de und einen ande­ren von mehr als 140 Kon­ver­ti­ten, dar­un­ter zwei ehe­ma­li­ge pro­te­stan­ti­sche Bischö­fe, den­noch schweigt, besteht in der Tat Grund zur Sor­ge.

Eine Sor­ge, die der Papst mit weni­gen Wor­ten auch am Diens­tag­mor­gen vor der ver­sam­mel­ten Syn­ode aus­räu­men hät­te kön­nen, anstatt vor einer „kon­spi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik“ zu war­nen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va/Wikicommons (Screen­shots)

63 Kommentare

  1. Ich muß zuge­ben, ich war bis vor einer Woche noch zuver­sicht­lich, dass die Fol­ge der Syn­ode „nur“ eine Rela­ti­vie­rung der kirchl. Leh­re sein wird. Aber spä­te­stens im Zusam­men­hang mit dem Bekannt­wer­den von der Exi­stenz der Grup­pe von St. Gal­len und deren Mafia-ähn­li­chen Machen­schaf­ten, befürch­te ich Schlim­me­res.
    Ber­go­glio wur­de von die­ser Grup­pe auf den Papst­thron gehievt und hat somit eine Mis­si­on zu erfül­len; sicher­lich wird er deren Erwar­tun­gen nicht ent­täu­schen wol­len.

  2. Aus­ge­zeich­ne­te Ana­ly­se! Vie­len Dank.
    Lei­der kann man nicht wider­spre­chen. Es ist tat­säch­lich eine schwe­re Kri­se des Petrusam­tes ein­ge­tre­ten.

  3. Mit der War­nung vor „kon­spi­ra­ti­ver Her­me­neu­tik“ sind natür­lich die diver­sen Aktio­nen der Syn­oda­len gemeint, die gegen den „Kas­pe­ria­nis­mus“ bzw. „Ber­go­glia­nis­mus“ auf­tre­ten. Oder haben sich etwas die 11 Kar­di­nä­le nicht kon­spi­ra­tiv ver­hal­ten, wenn sie ein Buch gegen die The­sen Kar­di­nal Kas­pers ver­öf­fentlcht haben, ohne sich vor­her der öffent­li­chen Dis­kus­si­on zu stel­len? Kar­di­nal Sarah hat sei­ne afri­ka­ni­schen Syn­oda­len auf ein ein­heit­li­ches Vor­ge­hen bereits vor der Syn­ode getrimmt. Block­bil­dung gegen freie und vom Hl. Geist geführ­te Dis­kus­si­on ist das. Die­je­ni­gen, die dem Papst vor­wer­fen, eine gehei­me Syn­ode insze­niert zu haben, soll­ten sich selbst bei der Nase neh­men. Seit Mona­ten wird gegen den Papst und die Bischö­fe und Syn­oda­len Sturm gelau­fen, die für das gesam­te Schluss­do­ku­ment inklu­si­ve der beklag­ten Absät­ze vor einem Jahr gestimmt haben. Das waren zwar nicht 2/3 aber immer­hin mehr als 60 % der Syn­oden­vä­ter. Da wer­den Unter­schrif­ten gesam­melt vor Kir­chen­tü­ren und vie­le Gläu­bi­ge unter­schrei­ben, ohne dass sie den genau­en Zusam­men­hang wis­sen. Wenn man mich fragt, ob ich für die Unauf­lös­lich­keit der Ehe bin, dann unter­schrei­be ich natür­lich auch. Dass dann mei­ne Stim­me gegen den Papst und zur Ein­ze­men­tie­rung von unbarm­her­zi­gem Rigo­ris­mus und pha­ri­säi­scher Geset­zes­hö­rig­keit ver­wen­det wird, wird ja nicht dazu gesagt.
    Ich kann nur dafür beten, dass der Hl. Geist die Her­zen der Syn­oden­vä­ter erleuch­ten möge, damit die rigo­ro­si­sti­sche Schlag­sei­te, die die latei­ni­sche Kir­che (im Gegen­satz zur Ost­kir­che) durch die ererb­te Geset­zes­hö­rig­keit des rechts­ori­en­tier­ten Den­kens des römi­schen Rei­ches hat, end­lich kor­ri­giert wer­den kann. Man kann die Ehe, die ein Sakra­ment, also ein Heils­mit­tel der mensch­li­chen Bezie­hung zwi­schen einem Mann und einer Frau ist, nicht in allen Facet­ten mit Geset­zen regeln.
    Ich könn­te hier jede Men­ge von Fäl­len auf­zäh­len, wo die bedin­gungs­lo­se Anwen­dung des kirch­li­chen Ehe­rechts mit aller juri­sti­schen Logik zu den para­do­xe­sten Situa­tio­nen geführt hat.
    Wer glaubt, Ehe ist juri­stisch wirk­lich voll­stän­dig fass­bar, ist auf dem Holz­weg.

    • Was ver­ste­hen Sie unter Rigo­ris­mus, an der Kon­ti­nui­tät der Leh­re fest­zu­hal­ten? Kann sich Wahr­heit wider­spre­chen oder gibt es nur zeit­li­che „Wahr­hei­ten“, die somit immer nur uner­kann­te Unwahr­hei­ten wären? Was bleibt dann über­haupt noch von der Leh­re, wäre sie dann nicht über­flüs­sig, weil ohne ver­bind­li­chen Gegen­stand, über den sie leh­ren könn­te. Kann Glau­be in rei­nen Sub­jek­ti­vis­mus ent­las­sen wer­den? War­um dann noch ein Papst, des­sen Sinn, Wah­rer des Glau­bens zu sein, mit der Leh­re ver­schwun­den wäre. Im Grun­de geht es doch dar­um, ob die Kir­che ihre pro­zeß­haf­te Selbst­auf­lö­sung erklärt, weil nichts mehr im Glau­ben Bestand hat. Und ist es neu­er­dings in der katho­li­schen Kir­che kon­spi­ra­tiv, wenn Bischö­fe an der objek­ti­ven Wahr­heit des Glau­bens fest­hal­ten?

      Was soll über­haupt ein Glau­be, der sich selbst nicht traut und der etwas ver­mit­telt, das mor­gen schon hin­fäl­lig ist? Wer will die­ses Geschenk dann noch, dass bald schon wie­der ent­sorgt wer­den muss?

    • „Kar­di­nal Sarah hat sei­ne afri­ka­ni­schen Syn­oda­len auf ein ein­heit­li­ches Vor­ge­hen bereits vor der Syn­ode getrimmt. Block­bil­dung gegen freie und vom Hl. Geist geführ­te Dis­kus­si­on ist das. Die­je­ni­gen, die dem Papst vor­wer­fen, eine gehei­me Syn­ode insze­niert zu haben, soll­ten sich selbst bei der Nase neh­men.“

      Es war doch Kar­di­nal Sarah, der vom Hei­li­gen Geist gelei­tet war und eine katho­li­sche Hal­tung gewahrt hat. Wenn man über­haupt von Block­bil­dung spre­chen kann, geschieht die­se gegen den Hei­li­gen Geist, alles ande­re ver­kehrt Tat­sa­chen. Leh­re ist Leh­re, und die wird NICHT abge­schafft, Sün­de bleibt Sün­de, und in Zei­ten wie die­sen wo es so viel an Leh­re fehlt, kann jeder Katho­lik sol­chen Fel­sen in der Bran­dung wie Kar­di­nal Sarah nur dank­bar sein, denn man kann nicht oft genug dar­auf hin­wei­sen. Das Cha­ras­ma Atten­tat, par­al­le­le Regen­bo­gen-Syn­oden, da fin­den Sie Ihre kon­spi­ra­ti­ve Block­bil­dung die gegen den Hei­li­gen Geist anstrebt und zeigt ja auf wie dring­lich das Hoch­hal­ten der Leh­re not­wen­dig ist damit nich alle Schran­ken bre­chen. Das Haus Got­tes ist das Haus der Gebe­te und wenn dort kein Platz für die Leh­re ist, dann ist es NICHT das Haus Got­tes.

    • Sie unter­stel­len jenen kon­spi­ra­ti­ves Ver­hal­ten, die sich erlau­ben, offen Ihre Mei­nung gegen­über einer von Anfang an mani­pu­lier­ten und also kon­spi­ra­tiv vor­be­rei­te­ten Syn­ode kund zu tun!? Gestat­ten, dass ich lache! Das Wort­un­ge­tüm „kon­spi­ra­ti­ve Her­me­neu­tik“ fällt auf den Erfin­der zurück. Schon sei­ne Wahl war das Ergeb­nis jah­re­lan­ger kon­spi­ra­ti­ver Vor­gän­ge, von denen durch die seni­len Plau­de­rei­en eines bel­gi­schen Kar­di­nals im Ruhe­stand (!?) wohl bis­lang nur die Spit­ze des gan­zen Eis­bergs sicht­bar wur­de! Seit dem Ber­go­glio die Log­gia des Peters­doms erobert hat, tut er nichts ande­res, als zu mani­pu­lie­ren. Und die­se sei­ne Wort­mel­dung ist nun wirk­lich der Gip­fel der Heu­che­lei.

      • @ hicest­ho­die

        Klas­se — vol­le Zustim­mung! – Ja, wir die­nen, idea­li­ter auf jeden Fall, im sel­ben Regi­ment, kämp­fen in der­sel­ben Esk­adron: im 17. Baye­ri­schen Rei­ter-Regi­ment zu Bam­berg / 4. (Schwe­re) Esk­adron. – Stieß in die­sem Zusam­men­hang auf die (wenn auch der Form nach etwas unsau­be­re, inhalt­lich & gedank­lich aber ein­wand­freie) Mit­schrift einer Anspra­che Sei­ner Durch­laucht, des Paters Emmer­am OSB, Prin­zen von Thurn und Taxis, an die Ehe­ma­li­gen der „17er“ oder „Bam­ber­ger Rei­ter“, zum Geden­ken an die in Erfül­lung ihrer Gewis­sens­pflicht vor Gott und dem Vater­land im Wider­stand gegen die wider­gött­li­che Tyran­nei ermor­de­ten Regi­ments­ka­me­ra­den:

        Major Roland von Höß­lin † 13. Okto­ber 1944, Ber­lin-Plöt­zen­see – Major Lud­wig Frei­herr von Leon­rod † 26. August 1944, Ber­lin-Plöt­zen­see – Oberst Rudolf Graf von Maro­gna-Red­witz † 12. Okto­ber 1944, Ber­lin-Plöt­zen­see – Oberst Claus Schenk Graf von Stauf­fen­berg † 21. Juli 1944, Berlin/Bendlerblock – Gene­ral­leut­nant Karl Frei­herr von Thün­gen † 24. Okto­ber 1944, Zucht­haus Bran­den­burg. – Möge ihre Gesin­nung uns Richt­schnur und Bei­spiel sein!

        http://tinyurl.com/nf8opes – Anspra­che SrD, P. Emmer­am OSB, Prin­zen von Thurn und Taxis, pdf bei goog­le-docs.

        „Im Bewußt­sein muß uns daher blei­ben, daß alles, was nicht im Gött­li­chen grün­det, Gefahr läuft, in Unheil zu füh­ren und zu enden.“ – Genau das erle­ben wir ja gera­de …

      • Hier noch ein Bild von der Gedenk­ta­fel (Dom zu Bam­berg) für jene fünf ‚Bam­ber­ger Rei­ter‘ des mili­tä­ri­schen Wider­stands gegen Hit­ler:

        http://tinyurl.com/o8jd75t – jpg von Wiki­pe­dia (Karl_Freiherr_von_Thüngen)

        [Anm.: die Wiki­pe­dia-Arti­kel sind wie immer nur mit größ­ter Vor­sicht „zu genie­ßen“, da durch­gän­gig durch­setzt mit z.T. sehr sub­ti­ler, sub­li­mi­na­ler lin­ker Ten­denz & Pro­pa­gan­da, erst­recht im Bezug auf den mili­tär. Wider­stand …]

      • Hm … hört sich vlt. a bis­serl „schwer groß­kot­zig“ an, denn … wer sind wir, oder auf jeden Fall, wer bin ich schon, im Ver­gleich zu Men­schen von sol­cher Grö­ße, sol­chen Mutes — Hel­den durch und durch, abso­lut vor­bild­lich (bei allen mensch­li­chen Feh­lern, natür­lich) — wie Graf Stauf­fen­berg und sei­ne Kame­ra­den, aber auch alle ande­ren im Wider­stand gg. den Natio­nal­so­zia­lis­mus bzw. den Sozia­lis­mus-Kom­mu­nis­mus; klar, geschenkt. Aber: ist es nicht rich­tig, sich, die „übli­che neu­deut­sche Schul­bil­dung“ genos­sen (bzw. oft genug, bes. i.d. sog. ‚gesell­schaftl. Fächern‘ und in ‚Reli­gi­on‘: gera­de so ertra­gen) habend, zum abso­lut not­wen­di­gen Aus­gleich (und immer auf festem katho­li­schem Fun­da­ment) mit den ‚Hel­den des 20. Juli‘ zu beschäf­ti­gen und auch, sich ein biß­chen an ihnen, an ihrer Gei­stes­hal­tung, ihrem Cha­rak­ter, ihrer Kon­se­quenz, ihrem Mut zu ori­en­tie­ren, gera­de in der „heu­ti­gen Zeit“? Ich find‘ schon … – zumal doch gera­de der ‚mili­tä­ri­sche Wider­stand / 20. Juli‘ (zumin­dest „bei uns“, NRW) in der Schu­le, in Geschich­te / Poli­tik, merk­wür­dig unter­re­prä­sen­tiert ist bzw. über­haupt nicht „dran­kommt“! „Gewis­se Krei­se“ schei­nen eine regel­rech­te Aver­si­on gera­de gegen den (ja durch­aus bewußt ari­sto­kra­ti­schen oder „eli­tä­ren“) Gra­fen Stauf­fen­berg zu haben; wenn schon ‚Wider­stand‘, dann immer nur Sophie Scholl — wie­vie­le ‚Sophie bzw. Geschwi­ster Scholl-Schu­len‘ gibt es, und wie­vie­le ‚Stauf­fen­berg-Schu­len‘ gibt es? – Inter­es­sant, gera­de mal nach­ge­se­hen; es gibt bei Wiki­pe­dia sehr wohl & selbst­ver­ständ­lich eine Liste der ‚Geschwi­ster-Scholl-Schu­len‘; nach einer entspr. ‚Stauff.-Liste‘ sucht man dage­gen ver­geb­lich, war ja klar …:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Geschwister-Scholl-Schule

      • Bester GW, natür­lich ist dem reem­ts­ma­ti­schen Deutsch­land der Gedan­ke an den Wider­stand aus den Rei­hen der Wehr­macht und des Adels suspekt und unan­ge­nehm, da rei­chen sich rot-grü­ne Mer­kel-BRD- und DDR-Geschichts­schrei­bung ein­an­der die Hän­de. Hans und Sophie Scholl las­sen sich den Gym­na­sia­sten noch ganz gut als Dutsch­kes im Gei­ste ver­kau­fen, Elser und die Rote Kapel­le als Vor­läu­fer der Anti­fa, anson­sten aber sind doch alle bit­te­schön mehr oder weni­ger, beson­ders aber Adel, Kle­rus, Mili­tär und Bür­ger­tum, dem Täter­volk zuzu­rech­nen. Es sind die alten Denk­scha­blo­nen. Wir wol­len davon unbe­rührt blei­ben. In den Abschieds­brie­fen der in Plöt­zen­see und anders­wo auf ihre Hin­rich­tung War­ten­den offen­bart sich bei allen, die den Wider­stand wag­ten, ein unge­heue­res Maß an See­len­adel und — im Ange­sicht des Todes — ein tie­fer Frie­de aus dem Bewußt­sein das Rich­ti­ge getan zu haben. Dan­ke für die inter­es­san­ten Ver­wei­se! 🙂

  4. Etwas grob und poin­tiert kann man es auch so sagen, dass hier ein Dieb ruft: „Hal­tet den Dieb“. —
    Immer wie­der beach­tens­wert, wie der bie­de­re ame­ri­ka­ni­sche Katho­lik Wil­liam Tap­ley die Situa­ti­on der Kir­che sieht. Nach sei­ner Mei­nung wür­de durch einen amt­li­chen Beschluss, wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen (also Ehe­bre­chern) die hei­li­ge Kom­mu­ni­on zu spen­den, die Mess­in­ten­ti­on ver­än­dert und das Sakra­ment ungül­tig. Es wür­de dann ein­tre­ten, was Dani­el pro­phe­zei­te: das Hin­weg­neh­men des täg­li­chen Opfers durch den „Für­sten“, das heißt den Anti­christ.
    https://youtu.be/Wo7Hq__AuBU (8:40 min)
    In einem Aus­schnitt des Vide­os erwähnt Micha­el Voris von Church Mili­tant, dass am Sams­tag mor­gen, dem Vor­be­rei­tungs­tag der Syn­ode, ein Nebel von Nor­den kam und den Vati­kan und den Peters­dom ein­hüll­te und sieht dar­an ein Zei­chen. Ein beein­drucken­des Bild jeden­falls.

    • Etwas grob und poin­tiert kann man es auch so sagen, dass hier ein Dieb ruft: „Hal­tet den Dieb“.

      Genia­ler und bes­ser kann man es nicht zusam­men­fas­sen, dan­ke.

  5. Sie gehen ihren unheil­vol­len Weg in Rom wei­ter, der schon längst zum Him­mel um Rache schreit. Das Unheil die­ses bösen Prin­zips, von der die Got­tes­mut­ter in Fati­ma sprach, brei­tet sich rasant in der Welt aus. Es ist äußerst bekla­gens­wert, daß so vie­le nicht die Tra­gik und Gefahr erken­nen, in der sich die Welt jetzt befin­det, weil die Wei­he Ruß­lands nicht voll­zo­gen und die Süh­ne­an­dacht zum Her­zen Mari­ens nicht ein­ge­führt wur­de. Die­ses Rom hat auch die Mar­ter­pein unzäh­li­ger Chri­sten zu ver­ant­wor­ten.
    Schwe­ster Lucia in einem Brief vom 19. März 1939: „Von der Übung die­ser Andacht, ver­eint mit der Wei­he an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens, hängt Krieg oder Frie­den der Welt ab.“

    Am 15. Juli 1946 beton­te Schwe­ster Lucia erneut, daß nicht die Wei­he der Welt, son­dern Ruß­lands gefor­dert sei: „Unse­re Lie­be Frau will, daß der Hei­li­ge Vater zusam­men mit allen Bischö­fen durch eine beson­de­re Fei­er Ruß­land ihrem Unbe­fleck­ten Her­zen weiht. Wenn die­se Fei­er geschieht, wird die hei­li­ge Jung­frau Ruß­land bekeh­ren und der Frie­de wird herr­schen. Wenn nicht, wer­den die Irr­tü­mer Ruß­lands (kom­mu­ni­sti­sche System) über­all ver­brei­tet.“
    Wir aber las­sen uns anlü­gen, daß die­ses System erlo­schen sei.

    Längst hät­ten sich die Bischö­fe zusam­men­fin­den müs­sen, die Wei­he Ruß­lands zu voll­zie­hen. Sie haben es nicht getan. Und so wird kom­men müs­sen was kom­men muss.

    Statt des­sen ver­sam­meln sie sich in Rom in einer Sache, in der die Kir­che längst gespro­chen hat. Die wah­re Leh­re der wah­ren Katho­li­schen Kir­che steht in Fra­gen der Dog­ma­tik und Moral unver­brüch­lich fest. Wei­te­re Dis­kus­sio­nen hier­über sind nicht erlaubt.
    Die­se Bischö­fe ver­han­deln, debat­tie­ren und dis­pu­tie­ren über eine Sache, von der die Hei­li­ge Schrift (Ephe­ser­brief, Kapi­tel 5) sagt, daß man sie nicht ein­mal erwäh­nen soll. Nur Unhei­li­ge dre­schen lee­res Stroh und bezeu­gen ihre eige­ne inne­re Unrein­heit:
    „Von Unzucht und jede Art von Unrein­heit und Gier wer­de nicht ein­mal gespro­chen unter euch, wie es Hei­li­gen geziemt.“
    „Laßt euch nicht mit den unfrucht­ba­ren Wer­ken der Fin­ster­nis ein..Was jene im Ver­bor­ge­nen trei­ben, das ist zu schänd­lich, um es auch nur aus­zu­spre­chen.“

    • Sehr gut gesagt! Dan­ke!
      Was haben wir für „Stroh­köp­fe“ von Hir­ten?! Da hat ja jedes Klein­kind mehr Sach­ver­stand! Lie­ber Gott, lass uns nicht in die Hän­de unse­rer Fein­de fal­len! Herr erbar­me dich!

    • Die Wei­he Ruß­lands wur­de am 25.03.1984 von Papst Johan­nes Paul II. voll­zo­gen. Und Maria han­del­te- der gesam­te Ost­block fiel in sich zusam­men: so etwas gabs in der gan­zen Mensch­heits­ge­schich­te noch nie, auch wenn mans igno­riert.
      Daß Ruß­land sich tat­säch­lich bekehrt hat, erkennt man an der umsich­ti­gen Außen­po­li­tik Ruß­lands, aktu­ell im Kampf für die Chri­sten und ande­re gegen die mos­le­mi­schen, vom Westen unter­stütz­ten Mord­ban­den in Syri­en.

      So wie Ihr Kom­men­tar @Makariel, so han­deln die west­li­chen Poli­ti­ker und Jour­na­li­sten: sie haben nichts kapiert und machen des­we­gen einen Feh­ler nach dem näch­sten. Die­se Feh­ler des

      • wei­ter gehts, Ent­schul­di­gung: Die­se Feh­ler des Westens kosten unzäh­li­gen Men­schen das Leben und machen Euro­pa kaputt.

    • Der Eine-Welt-Staat der anti­christ­li­chen soge­nann­ten Neu­en Welt­ord­nung wird, aller Vor­aus­sicht nach, kom­mu­ni­stisch sein, und Russ­land, wohl zusam­men mit Chi­na und Kon­sor­ten, wird dabei eine, oder die, ent­schei­den­de Rol­le spie­len. Damit wür­de die nega­ti­ve Alter­na­ti­ve der Fati­ma-Pro­phe­zei­ung Erfül­lung fin­den.

  6. @Galilei: Ihre State­ments hier offen­ba­ren, dass Sie der Papo­la­trie hul­di­gen. Auf jeden Fall erwei­sen Sie sich als Ber­go­glia­ner. Und wenn Sie hier schon so lehr­stu­ben­mä­ssig von „Block­bil­dung gegen freie und vom Hl.Geist geführ­te Dis­kus­si­on“ fabu­lie­ren: Wo fin­det sich auch nur der gering­ste Beweis, dass der Hl. Geist die­se Dis­kus­si­on führt? Genau­so reden die Kon­zils­stra­te­gen vom Hl. Geist, der das II. Vatic. Räu­ber­kon­zil geführt haben soll. Das ist doch rein­ste Rabu­li­stik. Nein, Sie sind eben ein links­ori­en­tier­ter Papist, das beweist Ihr State­ment hier: „…durch die ererb­te Geset­zes­hö­rig­keit des rechts­ori­en­tier­ten Den­kens (?) des römi­schen Rei­ches hat, end­lich kor­ri­giert wer­den kann“ (welch eine Phra­se). Ja, kor­ri­giert hat Eure Kon­zils­kir­che aller­dings schon man­ches. Das Hl. Mess­op­fer z.B. zu einer Neo­pro­testa­ni­schen Mahl­fei­er kre­iert und der­glei­chen Unheil. Mit Ver­an­las­sung des Gei­stes — den Sie und die Papi­sten als „Wir­ken des Hl.Geistes“ bezeich­nen. Aber es hat sich bestä­tigt, dass dies alles NIX mit dem Hl.Geist zu tun hat, son­dern eher mit dem unhei­li­gen Geist ver­schwo­re­ner moder­ni­sti­scher Theo­lo­gen, genas­führ­ter ängst­li­cher Bischö­fe und ver­rä­te­ri­scher Kar­di­nä­le. Spitz­bu­ben unter Bischofs­müt­zen und Kar­di­nals­hü­ten. War­um soll­te es denn Heu­te in Rom mit Ber­go­glio anders sein!

    • Und Sie wis­sen, dass der Hl. Geist mit Ihnen ist? Wenn Sie mir schon unter­stel­len, dass ich ein Papist bin (wel­che Para­do­xie — unter Bene­dikt XVI. war es ja für Ihres­glei­chen löb­lich ein Papist zu sein!), wie­so wis­sen Sie, dass bei Ihrer Inter­pre­ta­ti­on des Glau­bens der Hl. Geist dabei ist? Ist das nicht purer Ego­is­mus, zu glau­ben, dass Sie im Recht sind und die ewi­ge Wahr­heit ver­tre­ten. Ich traue mir nicht zu, im Besitz der Wahr­heit zu sein! Mei­ne State­ments ver­kör­pern mei­ne Über­zeu­gung und ich erhe­be nicht den Anspruch, die Wahr­heit im Besitz zu haben. Da gibt es, wie die Syn­ode zeigt, zwei sehr unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen des Kir­chen­bil­des. Die „kon­ser­va­ti­ve“ Sei­te hat­te Johan­nes Paul II und Bene­dikt XVI. auf ihrer Sei­te, die „pro­gres­si­ve“ Sei­te Johan­nes XXIII. und Fran­zis­kus, um es sehr ver­ein­facht aus­zu­drücken. Alle sind Nach­fol­ger des hl. Petrus und sind ober­ste Hir­ten und Leh­rer. Also wie ist das? Sehen Sie nicht das Pro­blem, wenn man alle Aus­sa­gen des kirch­li­chen Lehr­am­tes abso­lut und ohne Kon­text zur jewei­li­gen Zeit sieht? Erklä­ren Sie mir, wie­so 2 Päp­ste im Besitz der Wahr­heit waren und 2 offen­sicht­lich nicht. Sie ent­schei­den, wer von die­ses 4 Päp­sten den Anti­christ ver­kör­pert?

      • Der Hei­li­ger Geist ist Gott, der Drei­ei­n­i­ger Gott. Er weht, wo Er will. Er ist kei­ne Legi­ti­ma­ti­on, kei­ne Ein­tritts­kar­te, kein Medi­um. Sei­ne Wir­kung ist nicht strit­tig, sie ist klar… und ent­hül­lend… Er ist der Drei­ei­n­i­ge Gott.

      • Das ist eine tota­le Ver­ken­nung des Papst­amts. Die Päp­ste kön­nen nicht gegen­ein­an­der spre­chen. Jeder über­nimmt das Erbe des Vor­gän­gers. Nur so ist Papst­tum ver­ständ­lich.

      • Die Wor­te Unse­res Herrn Jesus‘ Chri­sti sind ein­deu­tig was die Ehe und die Ehe­tren­nung betrifft.
        Mehr noch: das Evan­ge­li­um benutzt dort das Wort „zeug­nu­mai“- in das Geschirr ein­span­nen, typisch von 2 Och­sen or dem Pflug ode­er 2 Pfer­de vor dem Kar­ren (mit dem Wort­stamm „jug“, auch im Latei­ni­schen iugum, fr. joug, deutsch Joch, Nie­derl. juk).
        Ein ein­sei­tig besetz­tes Gespann funk­tio­niert nicht- und bei­de Part­ner sind auf Gedeih mit­ein­an­der ver­bun­den.
        Und wenig spä­ter sagt der Herr: Wenn ihr mich fol­gen wollt, so nimmt Mein Joch auf; und es ist leicht zum tra­gen“.
        Die christ­li­che Grund­hal­tung war nie sprung­haft, flat­ter­haft, auf schnel­len und leich­ten Plai­sir aus­ge­legt- son­dern auf Ernst­haf­tig­keit, auf Kon­stanz, auf Beharr­lich­keit, auf Frucht­tra­gen (fecun­ditas) ad maio­rem Dei glo­ri­am.

        Sie trau­en sich nicht zu, im Besitz der Wahr­heit zu sein- rich­tig ‑und gut so!
        Das Chri­sten­tum ist eine Offen­ba­rungs­re­li­gi­on und ich bin 100% davon über­zeugt daß ich klei­ner Wurm hier trotz­dem in Besitz der Wahr­heit bin, daß die viel grö­ßer ist als ich und daß ich dafür bis zum Äusser­sten zu kämp­fen habe.

      • Mit Ver­laub: Den Anti­chri­sten ver­kör­pert kei­ner.
        Aber ein fal­scher Pro­phet oder d e r fal­sche Pro­phet schlecht­hin, ist Fran­zis­kus defi­ni­tiv! Das kann ja bald schon ein Kind sehen!!!
        Wer das jetzt noch immer nicht sieht, oder sehen will, ist blind.
        Mit F. habe ich nichts am Hut! Nein, dan­ke!

      • @Galilei

        Wo ein Reich ent­zweit ist, hat es kei­nen Bestand. Die Kon­ti­nui­tät der Leh­re, die bis­lang von allen Päp­sten gewahrt wur­de, ist das Fun­da­ment, auf dem das „Reich“, also die Kir­che, ruht. Hier kann es kei­ne sich kon­trär wider­spre­chen­den Auf­fas­sun­gen über den Glau­ben geben. Wird die Kon­ti­nui­tät der Leh­re also bei­sei­te gescho­ben, ver­liert der gan­ze(!) Glau­be sei­ne Ver­bind­lich­keit; dann wird die katho­lisch Kir­che auf kurz oder lang zer­fal­len, denn auf Halb- oder gar Unwahr­hei­ten baut kei­ner sein Leben auf.

  7. Nach­trag: Es muss natür­lich rich­tig hei­ssen: Spitz­bu­ben unter Bischofs­müt­zen und Kar­di­nals­hü­ten und nicht.-Kardalshüten.

  8. Auch wenn ich die bereits in Angriff genom­me­ne und teil­wei­se schon erfolg­te Auf­wei­chung des Ehe­sa­kra­men­tes ableh­ne, kann ich doch dem Arti­kel oben nur bedingt fol­gen:

    Und zwar kann ich nicht fol­gen, weil die Argu­men­te gegen F. nicht stand­hal­ten.
    Er ist als Papst zu nichts ver­pflich­tet, was sei­ne Vor­ge­hens­wei­se betrifft.
    Er kann machen, was er will, weil er der Papst ist.
    Weder darf er kei­ne Bischö­fe um sich sam­meln, die ihm pas­sen, noch ist er an die syn­ode gebun­den in sei­nen Ent­schei­dun­gen. Er kann sie auch als Sand­ka­sten­spiel tagen las­sen und auto­kra­tisch ent­schei­den — cih sage nur: „Pastor aeter­nus“ und „Pius X.“
    Wie­so soll­te das nur für die Päp­ste gel­ten, die mir pas­sen?
    Wenn, dann gilt es allen… tja, aber ich glau­be viel eher, dass uns Gott hier viel­leicht zeigt, dass die­ser Papst­wahn der Kon­ser­va­ti­ven zutiefst ver­kehrt war und ist.

    Da hat @ Gali­lei doch recht: Wie hat man doch nach einem gera­de zu unan­tast­bar-abso­lu­ti­sti­schen Papst gegiert auf kon­ser­va­ti­ver Sei­te und sich davon das Heil ver­spro­chen anstatt von Jesus. Und nun hat man einen sol­chen Papst und wirft ihm sein auto­kra­ti­sches Han­deln vor — das ist also kein Argu­ment.

    Das ein­zi­ge Argu­ment, das gel­ten kann ist dies, dass F. Din­ge schaf­fen will, die nicht mit der Leh­re über­ein­stim­men, an die auch er sich hal­ten müss­te.

    • @ zeit­schnur

      „Wie hat man doch nach einem gera­de zu unan­tast­bar-abso­lu­ti­sti­schen Papst gegiert auf kon­ser­va­ti­ver Sei­te und sich davon das Heil ver­spro­chen anstatt von Jesus. “

      Wo sind bit­te die Bele­ge für Ihre Behaup­tung? Gibt es die­se, dann brin­gen Sie sie bei, statt hier nur etwas in den Raum zu wer­fen, als sei es eine unum­stöß­li­che Tat­sa­che. Ich hat­te mehr­fach auf die Erklä­run­gen Joseph Ratz­in­gers zu dem The­ma ver­wie­sen.

      Sie wol­len eine Tren­nung von Katho­li­zi­tät und Papst­tum, das geht aber nicht und ist schon histo­risch nicht zu legi­ti­mie­ren. Ihr Kir­chen­bild ist pro­te­stan­tisch, ob sie das nun wahr­ha­ben wol­len oder nicht. Übri­gens gibt es bei den Pro­te­stan­ten durch­aus sehr klu­ge und from­me Chri­sten, die auch sehr tief ihren Glau­ben reflek­tie­ren. Lesen Sie mal Hegels reli­gi­ons­phi­lo­so­phi­sche Schrif­ten, da wer­den Sie an jeder Ecke fün­dig, was Ihr Kir­chen- und Glau­bens­ver­ständ­nis anbe­trifft. Und Hegel war alles ande­re als ein fla­cher Den­ker!

    • „Er kann machen, was er will, weil er der Papst ist.“

      Wie oft wol­len Sie Ihre pri­mi­tiv-ver­que­re Auf­fas­sung vom Papst­pri­mat noch unter die Leu­te streu­en? Han­deln Sie nach dem alten Pro­pa­gan­di­sten-Mot­to: „Man wie­der­ho­le eine Lüge so oft, bis sie geglaubt wird“!?

      Hun­der­te­ma­le ist es hier und andern­orts schon dar­ge­legt wor­den, dass ein Papst eben nicht machen kann was er will, son­dern in sei­nem Han­deln an Schrift und Tra­di­ti­on der Kir­che gebun­den ist! Wo er die­ses Fun­da­ment ver­lässt und eige­ner Flam­me folgt, hört er auf, Papst zu sein und hat den Anspruch auf Glau­bens­ge­hor­sam ver­lo­ren. Geht das nicht in Ihren Schä­del!?

      • Der Papst ist nie­man­dem Rechen­schaft schul­dig und vor allem kann nur er beur­tei­len, ob er in der Tra­di­ti­on steht — so wur­de es gegen Ende des 19. Jh zemen­tiert.

        Sor­ry — wir haben das vor Wochen aus­führ­lichst hier im Forum debat­tiert.

        Damals habe ich sehr viel zitiert aus Dog­ma­ti­ken und v.a auch von Pius X.

        In jedem fall bin ich kei­ne Zita­te und Argu­men­te schul­dig geblie­ben.

        Wenn die Sache so ein­fach wäre, wie Sie sie in Schlä­ger­ty­pen­ma­nier hin­stel­len, dann wäre die Sach­la­ge wohl erheb­lich ein­fa­cher, wesent­lich weni­ger ver­wir­rend und v.a. leich­ter zu lösen.

      • Er ist Gott Rechen­schaft schul­dig, und es ist sehr wohl zu beur­tei­len, ob ein Papst den Weg des Glau­bens ver­lässt (wobei ja nach den jüng­sten Erkennt­nis­sen um die Machen­schaf­ten der gal­li­gen Grup­pe die Fra­ge im Raum steht, ob die­ser Papst tat­säch­lich Papst ist), denn Wahr­heit besitzt Objek­ti­vi­tät. Übri­gens lehrt die Kir­chen­ge­schich­te, dass sich Gott Kin­der­stim­men bedie­nen kann, um der Wahr­heit zum Durch­bruch zu ver­hel­fen. Ber­go­glio soll­te sich fürch­ten, plötz­lich nackt dazu­ste­hen!
        Schlä­ger­ty­pen­ma­nier!?: ist mein Nick­na­me „Zeit­schnur“??

      • nein das stimmt so nicht Frau Zeit­schnur, der Papst ist nicht der Schöp­fer der Leh­re, er ist der Hüter der Leh­re.
        Ver­nach­läs­sigt er die­ses Hüter­amt, so gilt für ihn das, was für die untreu­en Hir­ten aller Zei­ten gilt.

      • @ zeit­schnur

        „Der Papst ist nie­man­dem Rechen­schaft schul­dig…“

        Doch, er ist Gott Rechen­schaft schul­dig und das ist eben kei­ne Klei­nig­keit, son­dern das Wesent­li­che!

        Sie klam­mern immer wie­der Gott aus, so als habe er kei­ne Bedeu­tung. Aus all Ihren Kom­men­ta­ren lese ich eine Hal­tung her­aus, die Gott als abwe­send ansieht.

  9. Dan­ke an Katholisches.info und an Herrn Nar­di für die­se wert­vol­len Infor­ma­tio­nen und Ein­blicke.

    Eigent­lich ist die­se Syn­ode unnö­tig. Sie wur­de aber den treu­en Kar­di­nä­len und Bischö­fen auf­ge­nö­tigt. Die sol­len sich mit ande­ren über etwas aus­tau­schen und „Din­ge“ zur Dis­po­si­ti­on stel­len, die längst gere­gelt sind und „nur“ gepre­digt wer­den müs­sen.
    „Ehe und Fami­lie“, die „Homo­se­xu­el­len“ und auch die hl. Eucha­ri­stie sind den Ver­än­de­rern egal. Das ist Schein. Die Absicht ist die Eli­mi­nie­rung der Kir­che.

    Was also tun?- Es gibt kei­nen Königs­weg und viel­leicht brauchts dazu auch kei­nen.
    Denn der Geg­ner ist nicht so stark wie er glau­ben machen will. Nur ein paar Piek­ser, und die Luft geht her­aus aus dem Luft­bal­lon. „Papst“ Ber­go­gli­os „War­nung“ ist dafür wohl ein Beleg.
    Auf­merk­sam sein, sich nicht ein­lul­len und fop­pen las­sen, Gemüts­ru­he bewah­ren- und den Rest erle­digt der Geg­ner selbst.

  10. Die Aus­füh­run­gen von Giu­sep­pe Nar­di erschei­nen mir sehr plau­si­bel.
    Das was wir in den letz­ten Jahr­zehn­ten erlebt haben und was eben jetzt beson­ders sicht­bar wird, ist in Offb. 8–13 sehr deut­lich beschrie­ben. Zudem möge man sich bit­te die Fati­ma-Bot­schaft mal wie­der vor Augen hal­ten: Falls die Wei­he Russ­land an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens aus­blei­ben wür­de, wür­den sich der mili­tan­te Athe­is­mus in Form von Kom­mu­nis­mus rsp. Sozia­lis­mus in der gan­zen Welt aus­brei­ten, so hat es die Got­tes­mut­ter in Fati­ma vor­her­ge­sagt… und genau so ist es gekom­men! Das, was wir jetzt sehen, ist ganz klar der Kampf der Kir­che gegen den feu­er­ro­ten Dra­chen, den athe­isti­schen Kom­mu­nis­mus bzw. Sozia­lis­mus in Ver­bund mit Frei­mau­re­rei und Kir­chen­frei­mau­re­rei, die bis in die höch­sten Rän­ge der Kir­che vor­ge­drun­gen sind. Das Wir­ken der Letzt­ge­nann­ten hat nie­mand deut­li­cher beschrie­ben als Anna Katha­ri­na Emme­rick. Jeder, der ihre Schau­un­gen kennt, muss gera­de­zu bestürzt und ergrif­fen sein wegen der immer offen­sicht­li­cher wer­den­den Tat­sa­che, dass es inner­halb der Kir­che unzwei­fel­haft dunk­le Bestre­bun­gen und Machen­schaf­ten gibt, die kath. Kir­che zu einer Men­schmach­werks­kir­che umzu­ge­stal­ten, unter Bei­hil­fe nicht weni­ger Prie­ster, Bischö­fe und Kar­di­nä­le. Wann das pas­sie­ren wird? Auch hier schei­nen mir die Schau­un­gen der Anna Katha­ri­na Emme­rick einen sehr ein­deu­ti­gen Hin­weis zu lie­fern: sie wei­sen hin auf unse­re Zeit mit den momen­tan zwei Päp­sten!

  11. @Galilei: Genug der Wor­te. Ich möch­te nicht mehr mit Ihnen dazu dis­ku­tie­ren, es scheint zweck­los. Aber lesen Sie mit tie­fem Ernst das Buch: „SIE HABEN IHN ENTTHRONT — Vom Libe­ra­lis­mus zur Apost­asie — Die Tra­gö­die des Kon­zils (von Mar­cel Lef­eb­v­re), Prie­ster­bru­der­schaft St.Pius X. 1988. Erst­aus­ga­be.

    • Da gab es ein Kon­zil — mit dem Papst die ober­ste Aut­ho­ri­tät der Kir­che. Und weil Erz­bi­schof Lef­eb­v­re mit sei­ner Mei­nung nicht durch­ge­kom­men ist, hat er sich gegen die Beschlüs­se des Kon­zils gewandt. Die­se Beschlüs­se wur­den alle mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit gefasst. Es ist unbe­schreib­li­cher Hoch­mut zu behaup­ten, der Hl. Geist und die Wahr­heit waren nicht bei der gro­ßen Kon­zils­mehr­heit und beim Papst, son­dern bei der ganz klei­nen Min­der­heit, zu der Erz­bi­schof Lef­eb­v­re gehört hat (man lese nur die Abstim­mungs­er­geb­nis­se nach). Und jetzt sagen Sie nicht, dass die Kir­che kei­ne Demo­kra­tie ist und man die Wahr­heit nicht mit Mehr­heits­be­schlüs­sen dekre­tie­ren kann. Dann wäre die gesam­te Kon­sti­tu­ti­on der Kir­che von Anfang an falsch, dann alle wesent­li­chen Ent­schei­dun­gen über Glau­bens­wahr­hei­ten wur­den durch Mehr­heits­be­schlüs­se auf Kon­zi­li­en gefällt.
      Aber wenn dann etwas kommt wie auf dem Vati­ka­num II, das einem nicht passt, dann gilt plötz­lich das jahr­hun­der­te­al­te System nicht mehr. Welch unglaub­li­che Ver­mes­sen­heit!

      • Ich stim­me Ihnen zwar nicht zu, weil man doch die Fra­ge der ent­stan­de­nen Wider­sprü­che nicht damit lösen kann, dass der Hl. Geist sowohl das eine als auch des­sen Wider­spruch inspi­rie­ren kann.
        Wie das Vat. I aber fest­stell­te, darf es kei­ne logi­schen Wider­sprü­che zwi­schen Offen­ba­rung und Ver­nunft geben (in „Dei fili­us“).
        Das dürf­te für die einen das Pro­blem sein — für mich zum Bei­spiel.
        Für vie­le ande­re liegt aber der Hass gegen das Vati­ca­num II auf der blo­ßen Res­sen­ti­ment-Ebe­ne. Und dem­entspre­chend kei­len sie hier auch her­um.
        Ich rate Ihnen, von die­sem FSSPX-Lager — jeden­falls von sehr sehr vie­len dort — kei­ne gesit­te­te Debat­te zu erwar­ten. Die haben zum gro­ßen Teil weder Anstand noch Benimm. Lei­der ist das für mich Resul­tat der wür­de­lo­sen Kei­fe­rei­en hier.

      • Sie ver­ges­sen bei Ihre Argu­men­ta­ti­on, wer­ter Gali­lei, dass das Zwei­te Vati­ca­num im Unter­schied zu allen ande­ren Kon­zi­li­en der Kir­chen­ge­schich­te per Selbst­de­fi­ni­ti­on ein rein pasto­ra­les war und daher kein ein­zi­ges ver­bind­lich zu glau­ben­des Doku­ment ver­ab­schie­det hat. Ver­mut­lich war man sich des Hei­li­gen Gei­stes nicht ganz so sicher, bei all dem Geschwur­bel, was man, fort­schitts­trun­ken, dort ver­ab­schie­det hat. Des­halb ist es auch legi­tim, sich im Gewis­sen gegen die­se Doku­men­te und vor allem gegen deren Inter­pre­ta­ti­on im „Gei­ste des Kon­zils“ zu stel­len, der nun wirk­lich nicht der Hei­li­ge Geist gewe­sen ist, wie 50 Jah­re spä­ter, für alle unver­kenn­bar, die Früch­te zei­gen.

        „Wür­de­lo­se Kei­fe­rei­en“!? Das sagt die Rich­ti­ge!

  12. Womög­lich besteht ein­mal mehr die Gefahr auch dar­in, für bestimm­te Fra­gen­kom­ple­xe einen ang. „Mit­tel­weg“ vor­schla­gen zu wol­len. Frei­lich hat Papst Pius IX. bereits im 19. Jahr­hun­dert deut­lich davor gewarnt:

    -
    „In die­sen Zei­ten der Ver­wir­rung und der Unru­he sieht man nicht sel­ten Gläu­bi­ge, Katho­li­ken, 
    ja es gibt sie selbst unter den Welt­geist­li­chen und in den Klö­stern, die immer Wor­te des Mit­tel­wegs, der Ver­söh­nung, des Kom­pro­mis­ses auf den Lip­pen haben.
    Nun, ich zöge­re nicht zu erklä­ren: die­se Män­ner sind im Irr­tum, und ich sehe sie nicht als die unge­fähr­lich­sten Fein­de der Kir­che an. Wir leben in einer ver­dor­be­nen und wider­li­chen Atmo­sphä­re; schüt­zen wir uns dage­gen; las­sen wir uns nicht durch fal­sche Leh­ren 
    ver­der­ben, die unter dem Vor­wand, alles zu ret­ten, alles ver­lie­ren.“
    -

  13. Die War­nung vor „kon­spi­ra­ti­ver Her­me­neu­tik“ kann ja letzt­end­lich nur bedeu­ten, dass Ber­go­lio lang­sam bewusst wird, dass die The­sen Kar­di­nal Kas­per den mei­sten Bischö­fen der Welt­kir­che als das erschei­nen, was sie sind, eine theo­lo­gi­sche Bank­rott­erklä­rung, die nur dazu füh­ren kann, dass die katho­li­sche Kir­che, folg­te sie die­sem theo­lo­gi­schen Rela­ti­vis­mus, sich immer wei­ter mar­gi­na­li­siert. Kas­pers öku­me­ni­sches Pro­jekt läuft doch dar­auf hin­aus, die katho­li­sche Kir­che in den Pro­te­stan­tis­mus auf­ge­hen zu las­sen. Ein paar katho­li­sche Relik­te möch­te man in der DBK noch wah­ren, so die Ver­mö­gen des Bischöf­li­chen Stuhls z.B.. aber anson­sten soll der Geist des Sub­jek­ti­ven Ein­zug in Lit­ur­gie und Glau­be neh­men, wie er ja dies ja seit 500 Jah­ren bei den Pro­te­stan­ten genom­men hat, mit den sicht­ba­ren Fol­gen einer „Kir­che“ die vom Cha­rak­ter eines Tau­ben­züch­ter­ver­ein nur mar­gi­nal zu unter­schei­den ist.

    Mit dem Ver­weis auf sei­ne Auto­ri­tät wird Papst Fran­zis­kus kein Ver­trau­en schaf­fen, denn er stellt die Lehr­au­to­ri­tät des Pap­stes gegen die Auto­ri­tät der über­zeit­li­chen Leh­re. Aus dem Wah­rer der Leh­re wür­de, wenn sich Kar­di­nal Kas­per durch­setz­te, der Besei­ti­ger der Leh­re und damit des authen­ti­schen katho­li­schen Glau­bens. Dass dies für die katho­li­sche Kir­che nur kata­stro­pha­le Fol­gen haben könn­te, ist gar nicht zu bestrei­ten.

    Und wenn, dann hät­te Papst Fran­zis­kus sei­ne War­nung an die Adres­se von Dan­neels und Kas­per rich­ten müs­sen, die ja nun ein­deu­tig im Kon­spi­ra­ti­ven agie­ren, sich damit sogar noch brü­sten. Nur kann dies Papst Fran­zis­kus nicht, weil Kar­di­nal Kas­per und Dan­neels öffent­lich den Ein­druck erweck­ten, als ver­dan­ke er ihnen, heu­te Papst zu sein.

  14. Gera­de lese ich das neue, sehr inter­es­san­te Büch­lein: „Vic­tor quia vic­ti­ma. Wie man einen Bischof zu Fall bringt“ von Ilde­fons Maria Fux, in dem er minu­ti­ös nach­weist, dass schon die Cau­sa Gro­er von links­li­be­ra­len kon­spi­ra­ti­ven Krei­sen in der Kir­che nur benutzt wur­de, um in Wahr­heit die Moral­leh­re der Kir­che, wie sie von Johan­nes Paul II. in aller Ent­schlos­sen­heit und in gefähr­li­cher Logik ver­tre­ten wur­de, zu des­avou­ie­ren. Schon damals ging es bei jener Hetz­jagd im Grun­de nur dar­um, die Anlie­gen (kirch­li­che Akzep­tanz und Gut­hei­ßung deka­den­ter west­li­cher Lebens­for­men) für Öster­reich durch­zu­drücken, die jetzt von Ber­go­glio, Kas­per und sei­nen Netz­wer­kern im Namen einer fal­schen Barm­her­zig­keit und Abnick-Pasto­ral und sicher unter dem Druck welt­li­cher Mäch­te und Gewal­ten der Welt­kir­che ver­or­dent wer­den sol­len. Man kann also sehen, wel­che Fort­schrit­te die­se Frak­ti­on seit 1995 gemacht hat. Die Erobe­rung des Papst­stuhls durch einen Ver­tre­ter die­ses Lagers war das Husa­ren­stück, mit dem man die lehr- und rom­treu­en Katho­li­ken zu ver­wir­ren und an der Nase her­um­zu­füh­ren trach­tet. Die ein­zi­ge Ret­tung ist nun mehr, die­ser Mani­pu­la­ti­on ent­schlos­sen zu wider­ste­hen und dem Okku­pan­ten, soll­te er die Leh­re der Kir­che angrei­fen (was er durch die Ein­füh­rung einer „Schei­dung auf Katho­lisch“ in mei­nen Augen längst getan hat), nicht zu fol­gen ohne dabei aller­dings den Papst-Pri­mat als sol­chen in Fra­ge zu stel­len, wie das hier im Forum eini­ge tun.

    • Lie­ber hicest­ho­die,

      ich ken­ne vie­le Details der Cau­sa Gro­er. Was hier behaup­tet wird, ist — gelin­de gesagt — Schwach­sinn. Dass Gro­er von links­li­be­ra­len Kräf­ten benützt wur­de, kann nur jemand wie P. Dr. Ilde­fons Fux OSB, Bene­dik­ti­ner des Prio­ra­tes St. Josef in Maria Rog­gen­dorf (vor­mals Diö­se­sa­ne der Erz­diö­ze­se Wien, dann Bene­dik­ti­ner des Stif­tes Gött­weig nach Ein­tritt gemein­sam mit Gro­er, dann aus­ge­tre­ten und Diö­ze­sa­ne von St. Pöl­ten, spä­ter unter Erz­bi­schof Gro­er Bischofs­vi­kar in Wien für die Orden und jetzt wie­der Bene­dik­ti­ner nach neu­er­li­chem Novi­zi­at) behaup­ten, der zu den ganz weni­gen Insi­dern gehört, die ein­fach die Rea­li­tät nicht zur Kennt­nis neh­men wol­len und ihr rest­li­ches Leben offen­sicht­lich mit dem Ver­such ver­brin­gen, Gro­er zu reha­bi­li­tie­ren. Das wird nicht gelin­gen, denn Gro­er ist lei­der nicht unschul­dig.
      PS: Den Papst-Pri­mat nicht in Fra­ge zu stel­len und gleich­zei­tig Fran­zis­kus nicht zu fol­gen ist aller­dings ein logi­sches Kunst­stück.

      • Ach ja!? Scha­de, dass Sie dann mit kei­nem Detail auf­war­ten und Pech für Sie, dass Hw. Fux sei­ne „Behaup­tun­gen“ sämt­lich mit nach­prüf­ba­ren Quel­len belegt, ab S. 70 Kapi­tel: Hin­ter­grün­de nach­zu­le­sen. (Lesen, bevor man plap­pert!) Wenn sich Hw. Fux in der Tat der Reha­bi­li­tie­rung Goe­rs wid­met, so ist das sein gutes Recht und aller Ehren wert, denn dass bei die­ser auf­ge­reg­ten Hetz­kam­pa­gne Gro­er Unrecht geschah, indem ihm bspw. die ein­fach­sten rechts­staat­li­chen Prä­mis­sen, wie etwa die Unschuld­ver­mu­tung, ver­sagt blieb, wer woll­te das leug­nen!? Und, gesetzt den Fall, es wäre wirk­lich etwas dran, an den Behaup­tun­gen die­ses obsku­ren Hart­mann, wo bleibt dann ihr ber­go­glio­ni­sches: „Who am I to judge that Per­son?“ Nun­ja, die links­li­be­ra­le Kama­ril­la in Kir­che und Welt hat ja den Kampf für die gesell­schaft­li­che Akzep­tanz der Pädo­phi­lie von ihrer Agen­da genom­men, als man merk­te, dass sich unlieb­sa­me kirch­li­che Amts­trä­ger und die Sexu­al­mo­ral der Kir­che selbst mit­tels Miss­brauchs­skan­da­len leicht an den Pran­ger stel­len las­sen. Wäre das nicht gesche­hen, wür­den sich heu­te bereits Pädo­phi­le einer ähn­li­chen Wert­schät­zung erfreu­en wie Homo­se­xu­el­le. Nun­ja, auf­ge­scho­ben ist ja nicht auf­ge­ho­ben, gell!
        PS: Was soll dar­an Kunst­stück sein, wenn ein Papst auf­hört Papst zu sein, indem er sich objek­tiv von Schrift und Tra­di­ti­on der Kir­che ent­fernt. Der päpst­li­che Pri­mat greift nun­mal nur bei einem Amts­trä­ger, der sei­nes Amtes in rech­ter Wei­se obwal­tet. Nun­ja, wenn ihnen die­se Logik zu hoch ist, kann ich dar­an auch nichts ändern!

      • Ver­ehr­ter @ Gali­lei,
        ich stim­me Ihnen in allem, was Sie hier schrei­ben zu. Sie schrei­ben das alles sehr unauf­ge­regt, die Reak­tio­nen spre­chen für sich. Auf die­ser erschreckend abstru­sen und zugleich lusti­gen Sei­te erlebt man ja jeden Tag die herr­lich­sten Din­ge. Von Blit­zen und Nebeln am Peters­platz, über gehei­me Fin­ger­stel­lun­gen von Papst Fran­zis­kus, ver­steck­te Brust­kreu­ze und ähn­li­chem Zin­no­ber, bis zu Geheim­kon­fe­ren­zen, die dan­kens­wer­ter­wei­se von kath.info auf­ge­deckt wer­den.
        Dabei gäbe es Din­ge, die man durch­aus ver­nünf­tig dis­ku­tie­ren könn­te.

    • … wie kann man als Papst, „in aller Ent­schlos­sen­heit und gefähr­li­cher Logik“ die Leh­re der Kir­che ver­tre­ten?

      Das wird ja immer bun­ter hier!

      • Nun gut, um Ihrem schnel­len Intel­lekt zu genü­gen, hät­te ich wahr­schein­lich for­mu­lie­ren sol­len: „in aller Ent­schlos­sen­heit und mit bezwin­gen­der Logik..“.

        Und wenn es Ihnen hier zu bunt wird, steht es Ihnen frei, sich zu trol­len, oder etwa nicht!?

  15. Wer die Geschich­te des 2. Vati­ka­nums von Rober­to de Mattei gele­sen hat, braucht vor einer kon­spi­ra­ti­ven Her­me­neu­tik nicht mehr gewarnt zu wer­den, weil er weiß, dass es die­se Kon­spi­ra­tio­nen gibt. Auch dort haben Teil­neh­mer mit ver­teil­ten Rol­len aber in Abspra­che agiert, um das Kon­zil in ihre Rich­tung zu len­ken.

  16. @Galilei: Gera­de Sie haben es nötig,hier von „unglaub­li­che Ver­mes­sen­heit“ zu schwa­feln‚! Ihre despek­tier­li­che Art wie Sie über Erz­bi­schof Leve­b­v­re schwa­dro­nie­ren, das ist mehr als dreist. Ich habe Ihnen hier vor­her AUSDRÜCKLICH gesagt, dass ich nicht die gering­ste Lust ver­spü­re, mit Ihnen zu dis­ku­tie­ren, das Sie ja alles ver­dre­hen und pha­ri­sä­er­haft die Mora­lin­keu­le schwin­gen. Das ist wirk­lich Dreist. Das ist gelin­de gesagt eine unge­heu­re Ver­mes­sen­heit. Das Aus­ruf­zei­chen, das sie hier ver­wen­den, das ent­spricht Ihrem Stil‑, so reden die Ver­tre­ter der Kon­zils­sek­te. Ohren zu und durch, nicht? Vogel­strauss-Poli­tik nennt man dies. Und das Buch das ich erwähn­te, das Sie mit tie­fem Ernst lesen soll­ten, „SIE HABEN IHN ENTTHRONT — Vom Libe­ra­lis­mus zur Apost­asie Die Tra­gö­die des Kon­zils“, ich wet­te, dass Sie sich nicht ein­mal die „Mühe“ gemacht haben, es in die Hand zu neh­men und zu lesen. Das wol­len Sie nicht. Ich ver­mu­te­te es schon die gan­ze Zeit, dass Sie und gewis­se ande­re, kei­ne ernst­zu­neh­men­de Argu­men­te ins Feld füh­ren kön­nen. Aber Anstand ist für Sie ein Frend­wort. Mich jeden­falls kön­nen Sie nicht über­zeu­gen und schon gar nicht „bekeh­ren“. Und im übri­gen habe ich noch was bes­se­res vor, als dass ich mich von Ihren State­ments, die wert­vol­le Zeit ver­trö­deln las­sen muss!

    • Lie­be Leser,

      lesen Sie bit­te mein State­ment und dann das von Leo­ne und urtei­len Sie selbst, wer sich hier im Ton ver­grif­fen hat. Leo­ne ist ein Mei­ster in unter­grif­fi­gen Anschul­di­gun­gen und Unter­stel­lun­gen. Es schreibt, er will mit mir nicht dis­ku­tie­ren, ant­wor­tet dann aber doch, lei­der in sehr unhöf­li­cher und belei­di­gen­der Form.
      Ich habe ver­sucht, mei­ne Sicht von Lef­eb­v­re und dem II. Vat. Kon­zil dar­zu­le­gen. Mei­ne Absicht war nicht, irgend jemand zu belei­di­gen. Soll­te jemand das Gefühl haben, dass ich despek­tier­lich über Erz­bi­schof Lef­eb­v­re geschrie­ben haben, bit­te ich um Ver­zei­hung, aber ich weiss nicht recht, wie ich mei­ne Mei­nung anders aus­drücken soll.
      Es ist eine geschicht­li­che Tat­sa­che, dass Lef­eb­v­re mit sei­ner Mei­nung in der Min­der­heit geblie­ben ist und es ist eben­so eine geschicht­li­che Tat­sa­che, dass er eini­ge Aus­sa­gen des Kon­zils (Reli­gi­ons­frei­heit, Lit­ur­gie etc.) abge­lehnt hat und dies letzt­lich zur Kir­chen­spal­tung geführt hat.
      Hoch­mut und Ver­mes­sen­heit habe ich nicht ihm unter­stellt (obwohl man das durch­aus auch auf ihn anwen­den könn­te, das passt letzt­lich auf alle Häre­ti­ker), son­dern Leo­ne, und dabei blei­be ich auch. Und ich füh­le mich bestä­tigt, wenn ich sei­ne Ant­wort lese.

      • @ Gali­lei:

        Zunächst zur Ver­mei­dung von Miß­ver­ständ­nis­sen: Es ist mehr als zwei­fel­haft, ob jemand, der die recht­gläu­bi­gen Repli­ken auf die The­sen des von Leo­ne erwähn­ten Buches (z.B. die­je­ni­gen von Bri­an Har­ri­son, Tho­mas Pink) zur Kennt­nis genom­men hat, auf den The­sen Lef­eb­v­res behar­ren kann — zumin­dest, inso­fern in letz­te­ren die Unver­ein­bar­keit von über­lie­fer­ter Leh­re und den betref­fen­den Aus­sa­gen des letz­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils behaup­tet wird.

        Nach die­ser Vor­be­mer­kung erlau­be ich mir den Hin­weis, daß Sie noch viel weit­ge­hen­de­re Brü­che in der Leh­r­ent­wick­lung für mög­lich zu hal­ten schei­nen, als Erz­bi­schof Lef­eb­v­re sie für gege­ben hielt. Letz­te­rem wäre es nicht ein­mal im Traum ein­ge­fal­len, unver­än­der­li­che Leh­ren der vom Hl. Geist in allen (!) Jahr­hun­der­ten gelei­te­ten Kir­che für „vom Hl. Geist über­hol­bar“ zu hal­ten

        Übri­gens gehen Sie selbst nicht etwa nur mit die­sem oder jenem Leser­kom­men­tar, son­dern mit kirch­li­chen Leh­ren in offen ver­ächt­li­cher Wei­se um : Sie zei­hen die Römi­sche Kir­che und deren gesam­te Tra­di­ti­on der „Geset­zes­hö­rig­keit“ und des „Rigo­ris­mus“ — despek­tier­li­cher geht es wirk­lich nicht! Zugleich pochen Sie für die von Ihnen gewünsch­ten „Refor­men“ auf den Päpst­li­chen Pri­mat — als ob es die­sen nicht schon vor der jet­zi­gen Syn­ode gege­ben hät­te und Trä­ger die­ses Pri­mats die jetzt von Leu­ten wie Kas­per auf­ge­wor­fe­nen „Fra­gen“ nicht längst beant­wor­tet hät­ten. — Indes kann die­ser Selbst­wi­der­spruch nicht wei­ter ver­wun­dern. Dem­je­ni­gen, der ‑wie z.B.Kasper- Wahr­heit für einen „Pozeß“ hält, sind die Geset­ze logi­schen Den­kens ohne­hin völ­lig abhan­den­ge­kom­men. (Womög­lich hält er ja auch ein Den­ken gemäß den Prin­zi­pi­en der Logik für „Geset­zes­hö­rig­keit“ — dann wäre aller­dings nur noch auf medi­zi­ni­schem Niveau Abhil­fe mög­lich).

        Noch eine all­ge­mei­ne Bemer­kung zur stän­di­gen Inan­spruch­nah­me des Hl. Gei­stes für dies und jenes: Es erweckt stark den Ein­druck, daß man­che das Wir­ken des Hl. Gei­stes als merk­wür­di­ges, emo­tio­na­les Flu­idum sehen, das durch­aus auch wider­sprüch­li­che Ergeb­nis­se zei­ti­gen kann — je nach histo­ri­scher Situa­ti­on bzw. medi­al gesteu­er­ter Öffent­lich­keits­wahr­neh­mung. Daß dies sen­ti­men­ta­ler und inter­es­sen­ge­lei­te­ter ‑und dar­über­hi­haus blas­phe­mi­scher- Non­sens ist, liegt offen zuta­ge. Wozu ist in Wirk­lich­keit der Hl. Geist dem Papst ‑und selbst­ver­ständ­lich auch den unter ihm ste­hen­den Bischö­fe- ver­hei­ßen? „Den Nach­fol­gern des Petrus wur­de der Hl. Geist näm­lich nicht ver­hei­ßen, damit sie durch Offen­ba­rung“ (Anm.: Natür­lich noch viel weni­ger durch weich­li­ches Nach­ge­ben gegen­über mora­lisch defi­zi­tä­ren For­men der Lebens­füh­rung) „eine neue Leh­re ans Licht bräch­ten, son­dern damit sie mit sei­nem Bei­stand die durch die Apo­stel über­lie­fer­te Offen­ba­rung“ (!) “ bzw. die Hin­ter­las­sen­schaft des Glau­bens hei­lig bewahr­ten“ (!) „und getreu“ (!) „aus­leg­ten.“ (Vat. I, Const. Dogm. „Pastor aeter­nus“). Mit ande­ren Wor­ten: Wer offen­sicht­lich neue Leh­ren ein­führt ‑z.B. die The­sen Kas­pers-kann sich dafür nicht auf den Hl. Geist beru­fen.

  17. Fran­zel sag­te am 9. Okto­ber 2015 um 19:27
    „Die Wei­he Ruß­lands wur­de am 25.03.1984 von Papst Johan­nes Paul II. voll­zo­gen. Und Maria han­del­te- der gesam­te Ost­block fiel in sich zusam­men: so etwas gabs in der gan­zen Mensch­heits­ge­schich­te noch nie, auch wenn mans igno­riert..“

    Die Wei­he Ruß­lands wur­de am 25.03.1984 von Johan­nes Paul II. NICHT voll­zo­gen. Sie wur­de weder am 7. Juni 1981, noch am 12. Mai 1982, noch im Okto­ber 1983 von ihm voll­zo­gen. Dar­über hin­aus hat die Mut­ter­got­tes auch nichts von „vier­ma­li­ger Wei­he“ gespro­chen. Sie woll­te nicht die Wei­he der Welt, sie woll­te kei­nen „Ver­trau­ens­akt“, sie woll­te aus­drück­lich im Wei­he­ge­bet die Erwäh­nung „Ruß­land“ und sie for­der­te aus­drück­lich, die Wei­he „in Ein­heit mit den Bischö­fen“ zu voll­zie­hen. Sie woll­te also kei­ne Wei­he im Allein­gang. Alle Bischö­fe der Welt hät­ten ihre Gläu­bi­gen unter­rich­ten müs­sen für einen spe­zi­el­len Tag, an dem die­se Wei­he von ihnen voll­zo­gen wird, so daß die­se auf eine bestimm­te Wei­se hät­ten dar­an teil­neh­men kön­nen. Wei­he nicht als „Ver­trau­ens­akt“, son­dern als Akt der Hin­ga­be, als Opfer­ga­be, als Über­ga­be der welt­li­chen Macht in ihre Macht.

    Dar­über hin­aus: Nichts fiel zusam­men und nichts hat sich bekehrt. Des­we­gen haben wir bis heu­te Krieg, Ent­zwei­un­gen, Feind­schaf­ten und Zwie­spalt.

    Wel­che „Feh­ler“ die west­li­chen Poli­ti­ker machen fin­det hier kein Gewicht. Den unver­ant­wort­li­chen Feh­ler des Unter­las­sens und damit die unver­geb­ba­re Schuld hat das neo­mo­der­ni­sti­sche Rom, haben die neo­mo­der­ni­sti­schen Bischö­fe auf sich gela­den.

    • Und ob die Welt­wei­he in gül­ti­ger Wei­se am 25.03.1984 vom hl. Papst JP II. voll­zo­gen wor­den war!. Nach die­ser Wei­he stürz­te in kür­ze­ster Zeit der Ost­block zusam­men. Das war und ist mensch­lich gese­hen ein Ding der Unmög­lich­keit (gewe­sen).
      Denn der Kom­mu­nis­mus beruh­te auf der wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis, daß er das End­pro­dukt aller mensch­li­chen Geschich­te und Ent­wick­lung sei.
      Ent­schul­di­gung: sie igno­rie­ren die Din­ge und haben nicht mal eine Ahnung von dem Heils­han­deln Got­tes, der Geschich­te und den Ideo­lo­gien wie dem wis­sen­schaft­li­chen Mar­xis­mus-Leni­nis­mus.
      Maria aber hat­te nach der Wei­he an ihr Unbe­fleck­tes Herz gehan­delt.

      • @ Franzl
        Bit­te gestat­ten Sie mir den Hin­weis, dass Maka­ri­el die Fak­ten betref­fend Fatima/Weiheforderung der Got­tes­mut­ter RICHTIG dar­ge­legt hat. Alle Aus­füh­run­gen von Maka­ri­el sind sach­rich­tig, ein­schließ­lich sei­ner Fest­stel­lung:
        „Dar­über hin­aus: Nichts fiel zusam­men und nichts hat sich bekehrt. Des­we­gen haben wir bis heu­te Krieg, Ent­zwei­un­gen, Feind­schaf­ten und Zwie­spalt.“

        Es ist für uns Katho­li­ken äußerst wich­tig, ja heils-wich­tig unter dem aktu­el­len Fran­zis­kus Pon­ti­fi­kat, alles was die Fati­ma-Bot­schaf­ten und For­de­run­gen Mari­ens betrifft, voll­in­halt­lich rich­tig zu kennen/zu wis­sen.

  18. @ Zeit­schnur
    ihren diver­sen Bei­trä­gen kann ich nicht fol­gen, der­weil Sie schrei­ben:
    Der Papst ist nie­man­dem Rechen­schaft schul­dig und vor allem kann nur er beur­tei­len, ob er in der Tra­di­ti­on steht – so wur­de es gegen Ende des 19. Jh zemen­tiert. Die­se Aus­sa­ge ist nicht nach­voll­zieh­bar. Jeder Papst ist dem, der ihn beru­fen hat, näm­lich unse­rem Her­ren Jesus Chri­stus Rechen­schaft schul­dig, so wie sie und ich. Jeder Papst kann sich aber auch in sei­ner Leh­re der Erkennt­nis des hl. Gei­stes wider­set­zen und gegen den Geist sün­di­gen oder ‑wie die Bibel schreibt- lästern. Er ist in vol­len Besitz des frei­en Wil­lens und kann sich aus­ge­stat­tet mit dem frei­en Wil­len auch Gott und sei­ner Leh­re wider­set­zen. In die­sem Bewusst­sein kann und muss ich päpst­li­che Ent­schei­dun­gen auch hin­ter­fra­gen kön­nen, vor allem dann, wenn sie mit der bis­he­ri­gen Leh­re erkenn­bar nicht über­ein­stim­men. Im aktu­el­len Pon­ti­fi­kat füh­le ich mich auf­grund mei­ner oben defi­nier­ten Über­zeu­gung sehr gefor­dert. Ich erken­ne die Wahr­heit, auf­grund derer ich gläu­big bin, nicht — oder nur im Zerr­spie­gel — wie­der. Wer ist die­ser Fran­zis­kus? und wo will er die Kir­che hin­füh­ren? Haben Sie eine Ant­wort, die die Ziel­rich­tung angibt? Und ent­spricht die­se Rich­tung auch der Ziel­set­zung unse­res Her­ren oder geht er eige­ne Wege?

  19. @Zeitschnur
    haben Sie Mt 7,6 gele­sen? Mit Gruss und einem Rös­chen, auch wenn ich nicht immer mit Ihnen einig gehe.

  20. Ent­schul­di­gung @C.Eckstein: es dreht sich bei der Welt­wei­he am 15.03.1984 um F A K T E N.
    Und die Ergebn­sis­se sind ja bekannt außer bei Ver­wei­ge­ren wie Ihnen.
    Haben Sie den Fall des Ost­blocks ver­schla­fen? Sind Sie noch nie in Ber­lin gewe­sen, am Bran­den­bur­ger Tor? Gibts die Mau­er noch oder nicht? Schau­en Sie mal auf den Atlas wo die Sowjet­uni­on liegt. Es gibt sie nicht mehr.

    Sie bei­de belei­di­gen die Mut­ter­got­tes in schwe­rer Wei­se- das muß man sagen. Denn sie hat gehan­delt und all das zuwe­ge gebracht was seit­dem pas­siert ist.

  21. „Papst Fran­zis­kus warnt vor kon­spi­ra­ti­ver Her­me­neu­tik“ — bereits am zwei­ten Tage der Syn­ode.

    Das „Erfreu­li­che“ an die­ser Mel­dung ist, daß Ber­go­glio nun anschei­nend begrif­fen hat, daß die von ihm ange­zet­tel­te Kon­spi­ra­ti­on ‑wenn man das zwar hin­ter­häl­ti­ge, aber plum­pe Tak­tie­ren denn so nen­nen will- bemerkt wor­den ist. Und zwar nicht nur von ein paar „Blog­gern“ o.ä., son­dern von maß­geb­li­chen Per­sön­lich­kei­ten. Die Syn­ode beginnt für ihn zu einer Pein­lich­keit zu wer­den, die er jedoch nicht, auch wenn er dies meint, mit ein paar Gemein­plät­zen aus der Welt schaf­fen kann.

  22. Als refor­ma­to­ri­schem Chri­sten erschreckt es mich, wie­viel hier mit der Sakra­men­ta­li­tät der Ehe zur Dis­po­si­ti­on zu ste­hen und wie flach die Dis­kus­si­on zu sein scheint. Ich möch­te ganz klar dazu sagen: Mar­tin Luther traf sei­ne Ent­schei­dung, nur Tau­fe, Abend­mahl und Beich­te als Sakra­men­te anzu­er­ken­nen, unter dem Gesichts­punkt, ob JESUS CHRISTUS, wah­rer Mensch und wah­rer GOTT, das sel­ber ange­ord­net hat­te oder sich Ord­nun­gen der Kir­che erst spä­ter ent­wickel­ten. Und so ent­schied er, dass die Ehe ein „welt­lich Ding“ sei. Die Unauf­lös­lich­keit der Ehe wur­de von ihm nie in Fra­ge gestellt. Sicher­lich gab es das Pro­blem, dass z.B. Phil­lip von Hes­sen zwei Ehe­frau­en hat­te und die Refor­ma­ti­on dies gern unter den Tep­pich gekehrt hät­te.

    Das ändert lei­der nichts dar­an, dass wir in der Neu­zeit, ver­knüpft mit dem Macht­ver­lust der Kir­che, eine Infla­ti­on von Schei­dun­gen und eben auch Wie­der­ver­hei­ra­tun­gen haben. Wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe, kann es in einer Fami­li­en­syn­ode doch nur um eine Neu­re­ge­lung des Weges von reui­gen Wie­der­ver­hei­ra­te­ten mit „neu­en“ Fami­li­en in den Schoß der Kir­che gehen. Ich habe in mei­nen Begeg­nun­gen mit katho­li­schen Prie­stern die Erfah­rung gemacht, dass sie die refor­ma­to­ri­schen Schrif­ten sehr viel bes­ser ver­stan­den hat­ten als refor­ma­to­ri­sche Theo­lo­gen.
    Des­halb hat­te ich eigent­lich gedacht, in die­ser Fami­li­en­syn­ode eine viel sach­li­che­re Dis­kus­si­on, gemes­sen an Tra­di­ti­on und hei­li­ger Schrift und von mir aus auch an den refor­ma­to­ri­schen Schrif­ten, vor­zu­fin­den. Inso­fern kann ich denn Vor­wurf durch­aus nach­voll­zie­hen, die Dis­kus­si­on sei von unsicht­ba­ren Mäch­ten aus dem Hin­ter­grund gesteu­ert. Es sei den man möch­te die­se Ver­samm­lung von gestan­de­nen Bischö­fen und Kar­di­nä­len als einen auf­ge­scheuch­ten Hüh­ner­hau­fen bezeich­nen.

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