Mahnung Benedikts XVI. an die Synode: „Unbedingt an die Lehre halten!“

Benedikt XVI. Aufforderung: "In der Lehre
Bene­dikt XVI. Auf­for­de­rung: „Hal­ten Sie sich unbe­dingt an die Lehre!“

(Rom) Edward Pen­tin, Vati­ka­nist der EWTN nahe­ste­hen­den Wochen­zei­tung Natio­nal Catho­lic Regi­ster, sieht gegen­über dem Vor­jahr eini­ge Ver­bes­se­run­gen in der Geschäfts­ord­nung der Syn­ode. Pen­tin hat­te im Okto­ber 2014 Kar­di­nal Wal­ter Kas­per mit­tels Ton­band der Lüge über­führt, als die­ser zunächst bestrit­ten hat­te, ras­si­sti­sche Äuße­run­gen gegen afri­ka­ni­sche Bischö­fe getä­tigt zu haben. In sei­nem jüng­sten Arti­kel zitiert er eine Mah­nung und Auf­for­de­rung von Bene­dikt XVI., die die­ser nach der Bischofs­syn­ode 2014 geäu­ßert hatte.

Die neue Geschäfts­ord­nung, so Pen­tin, könn­te die Syn­ode weni­ger mani­pu­lier­bar machen. Aller­dings mang­le es auch wei­ter­hin nicht an Grün­den, besorgt zu sein. Der Vati­ka­nist listet eine gan­ze Rei­he auf. Vier Kri­tik­punk­te sei­en genannt.

Unter ande­rem sind nach Spra­chen getrenn­te Cir­cu­li mino­res als Arbeits­grup­pen vor­ge­se­hen. Die ver­stärk­te Gewichts­ver­la­ge­rung zu klei­ne­ren Grup­pen zie­le, so Pen­tin, auf die Schwä­chung eini­ger Syn­oden­teil­neh­mer ab. Dies sei beson­ders deut­lich bei den afri­ka­ni­schen Syn­oda­len, die im Vor­feld erklärt hat­ten, geschlos­sen auf­zu­tre­ten, nun aber auf­grund ihrer Spra­che auf­ge­teilt werden.

Ein noch grö­ße­rer Teil der Syn­oden­ar­beit als im Vor­jahr wird daher durch Spre­cher der Cir­cu­li mino­res gefil­tert, von denen eini­ge für ihre abwei­chen­den Mei­nun­gen bekannt sind.

Der Umstand, daß das Instru­men­tum labo­ris trotz der vor­ge­brach­ten Kri­tik an eini­gen Tei­len, wie phi­lo­so­phi­sche Unge­nau­ig­kei­ten, Unter­mi­nie­rung der kirch­li­chen Leh­re über die mensch­li­che Sexua­li­tät, Aus­he­be­lung der Enzy­kli­ka Huma­nae vitae, wei­ter­hin Dis­kus­si­ons­grund­la­ge bleibt.

Die nach wie vor aus­ste­hen­de Bestä­ti­gung, daß es ein nach­syn­oda­les Doku­ment geben wird, läßt die Mög­lich­keit offen, daß die Syn­ode letzt­lich zu kei­nem Schluß kommt, die umstrit­te­nen Fra­gen offen blei­ben und damit letzt­lich zum Spiel­ball will­kür­li­cher Inter­pre­ta­tio­nen oder sogar der Ver­ant­wor­tung der Bischofs­kon­fe­ren­zen über­las­sen werden.

Pen­tin ruft am Ende sei­nes Arti­kels eine Mah­nung und Emp­feh­lung von Bene­dikt XVI. in Erin­ne­rung, die die­ser pri­vat und in deut­scher Spra­che nach der Bischofs­syn­ode 2014 aus­ge­spro­chen hat­te: „Hal­ten Sie sich unbe­dingt an die Leh­re!“ Ein Wort, das unter den Syn­oda­len in per­sön­li­chen Gesprä­chen bereits her­um­ge­reicht wird.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Chie­sa e postconcilio

126 Kommentare

  1. Der ehe­ma­li­ge Papst Bene­dikt XVI schürt in mir eine Hoffnung:
    Sei­ne Aus­sa­gen und Schrif­ten geben eini­gen Kar­di­nä­len die Gewiß­heit, dass sie sich auf dem Holz­weg befin­den. Am Ende er Syn­ode steht dann als Egeb­nis, Got­tes Wort ist auch in der heutígen Zeit wahr und soll­te nicht dem Zeit­geist ange­passt oder ver­dreht werden. 

    Irgend­wie hat Bene­dikt mir die­se Hoff­nung bis heu­te gege­ben — ob ich ent­täuscht werde??

    Beten, glau­ben und hof­fen wir — denn wir soll­ten uns klar vor Augen hal­ten, Gott läßt nicht sich spa­ßen. Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen. 

    Irgend­wie habe ich ein komi­sches Gefühl: Je mehr die Welt sich von Got­tes Wort und sei­ner Ord­nung ent­fernt, umso mehr freue ich mich auf das ewi­ge Leben. Ist das nicht wun­der­schön? Des­halb sehe ich vie­les gelas­se­ner. Ein­fach ein schö­nes Gefühl!

    • Lie­ber Josef,

      die­se Hoff­nung, die­se Freu­de fin­det auf das Schön­ste in mir einen Wider­hall. Vergellt´s Gott für Ihre Worte!

  2. Na groß­ar­tig! Pri­vat geäu­ßert, also eine unsi­che­re Aus­sa­ge, und wenn schon — na und!
    Was denkt wohl Bene­dikt, jetzt, wo er immer noch lebt, zwei und ein hal­bes Jahr nach sei­nem Rück­tritt, über sei­nen Rücktritt?
    Wäh­len wir doch die rich­ti­ge Ant­wort aus:

    a. Ich würd es wie­der machen.
    b. Wäre ich doch geblieben.
    c. Herr, hilf!

    Das ist doch lächer­lich, einen an sich bana­len Satz „pri­vat“ zu äußern.

    Der Nie­der­gang seit­her ist der­ma­ßen rasant, dass man emo­tio­nal und gei­stig kaum mit­kommt. Stün­de es mit Bene­dikt recht, müss­te er laut auf­schrei­en. Aber er tut es nicht.

    • Las­sen Sie bit­te doch den guten Papst Bene­dikt in Ruhe bzw. hören Sie mit Ihrem (unklu­gen) Genör­gel an ihm end­lich auf @zeitschnur.
      Er ist nach wie vor wah­rer Papst, aber nicht mehr in der Füh­rung der Amts­ge­schäf­te, die er aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht mehr fort­füh­ren konn­te- und weil der All­mäch­ti­ge, den er um Rat frag­te, es so schickte.
      Das ist ähn­lich so wie bei einem alten Fir­men­chef, der das Ruder in eine ande­re Hand abgibt. Ist das intel­lek­tu­ell zu viel für Sie? Der Seni­or kann aber durch­aus, wenn er sieht, daß da eini­ges schief läuft, noch sein Wort zu den Din­gen sagen. 

      Sie regen sich grund­los auf. Es gibt genug, wor­über man sich mit Recht auf­re­gen könn­te, aber sicher nicht über Papst Bene­dikt. Er ist der Fels im Sturm, vom Hl. Geist geleitet.

      • @Franzel:
        So unklug ist das Genör­gel nicht. Papst Bene­dikt XVI. hat mit sei­nem Rück­tritt die Flucht ergrif­fen. Im Grun­de ist er deser­tiert. Wenn sein Gesund­heits­zu­stand es ihm nicht mehr erlaub­te, sich der Pädo­phi­len­lob­by im Vati­kan zu wider­set­zen, hät­te er einen Stabs­chef ernen­nen müs­sen, einen „Prae­fec­tus Dome­sti­co­rum“, der dann den eiser­nen Besen hät­te schwin­gen können.
        Jetzt ist das Kind im Brun­nen. Und jetzt nüt­zen sol­che Äuße­run­gen wirk­lich nicht viel. Schlim­mer ist die Vor­stel­lung, daß sol­che Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten zu äußern nötig ist.

      • Eine Auf­fas­sung über das Wesen des Papst­tums, die igno­ran­ter kaum sein könn­te: Der Papst als als alter Fir­men­chef, der sich zur Ruhe setzt und die lau­fen­den Geschäf­te dem Juni­or­chef über­gibt, aber den­noch Fir­men­chef bleibt…

        Eine Wider­le­gung ver­dient so etwas nicht, höch­stens Mitleid.

    • Die Abdan­kung war eine ver­häng­nis­vol­le Sache, wel­che das Papstum dekon­stru­iert und wohl blei­bend geschä­digt hat. Krank­heit, Alter ist nie­mals ein Grund als ob der römi­sche Papst irgend­ein ein flot­ter CEO sein müß­te. Die­ses säku­la­re Amts­ver­ständ­nis ist grund­falsch und anstö­ßig. Durch die Jahr­hun­der­te ver­stan­den es alte und gebrech­li­che Päp­ste zu dele­gie­ren und so die Geschicke der Kir­che zu lenken.

    • Hören Sie doch end­lich auf mit ihrem end­lo­sen Nach­den­ken und Rela­ti­vie­ren, nur weil ihnen nicht passt was hier berich­tet wird!
      ‚Hal­ten sie sich unbe­dingt an die Leh­re!‘ könn­te ein­deu­ti­ger gar nicht sein, da gibt es kei­nen Anlass für Diskussion.

    • Das ist doch alles Spe­ku­la­ti­on , die uns nicht wei­ter brin­gen kann. Bene­dikt ist jeden­falls mit einem Fra­ge­zei­chen zu versehen.

  3. Mk 3,24 Wenn ein Reich in sich gespal­ten ist, kann es kei­nen Bestand haben.
    Mk 3,25 Wenn eine Fami­lie in sich gespal­ten ist, kann sie kei­nen Bestand haben.
    Mk 3,26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er kei­nen Bestand haben, son­dern es ist um ihn geschehen.
    Mk 3,27 Es kann aber auch kei­ner in das Haus eines star­ken Man­nes ein­bre­chen und ihm den Haus­rat rau­ben, wenn er den Mann nicht vor­her fes­selt; erst dann kann er sein Haus plündern.
    Mk 3,28 Amen, das sage ich euch: Alle Ver­ge­hen und Läste­run­gen wer­den den Men­schen ver­ge­ben wer­den, so viel sie auch lästern mögen;
    Mk 3,29 wer aber den Hei­li­gen Geist lästert, der fin­det in Ewig­keit kei­ne Ver­ge­bung, son­dern sei­ne Sün­de wird ewig an ihm haften.

    Lei­der kann man ja heu­te nicht mehr davon aus­ge­hen, dass alle Bischö­fe die Bibel für authen­tisch und das Wort Jesu Chri­sti für ver­bind­lich hal­ten. Ob sie also das vom Apo­stel Mar­kus bezeug­te Wort Jesu Chri­sti im Her­zen beden­ken, kann man in der Tat schwer einschätzen.

    Wo die Praxis(Pastoral) gegen die Leh­re steht, die­se sich nicht gegen­sei­tig durch­drin­gen, son­dern die Leh­re ledig­lich zum unnüt­zen Frag­ment wird, da kann das Reich, die Kir­che, kei­nen Bestand haben. Drum kann nur der­je­ni­ge die Kir­che plün­dern, der die Leh­re in Fes­seln legt. Egal, wer sich gegen den Hei­li­gen Geist, wie er in der Leh­re der Kir­che auf­leuch­tet, ver­geht, er wird sich das Gericht zuziehen.

  4. @Zeitschnur, ich darf Sie auf den drit­ten Teil von Drei Motu­pro­prien und ein Jubi­lä­ums­ab­lass auf­merk­sam machen, der am 4. Okto­ber 2015, pünkt­lich zur Eröff­nung der Syn­ode, auf http://www.kathnews.de erschie­nen ist.

  5. @Franzel: Was Zeit­schnur viel­leicht zu streng sieht, fas­sen Sie offen­bar zu wohl­wol­lend auf. Bei­des ist falsch.

  6. @fides vin­cit: „Der Papst als als alter Fir­men­chef, der sich zur Ruhe setzt und die lau­fen­den Geschäf­te dem Juni­or­chef über­gibt, aber den­noch Fir­men­chef bleib­t…“- Das habe ich gar nicht gesagt.
    @Wolfgang Franz: der nächst Papst sind Sie.

    • @ Fran­zel:

      Anschei­nend ist Ihnen nicht so recht bewußt, was Sie sagen.

      Zitat: „Er ist nach wie vor wah­rer Papst, aber nicht mehr in der Füh­rung der Amts­ge­schäf­te.“ — Es folgt der Ver­gleich mit Seniorchef.

      Jetzt bemer­ken Sie, das hät­ten Sie gar nicht gesagt..

      Nun, mei­ne Zeit ist mir für sol­che Albern­hei­ten zu scha­de. Bit­te um Verständnis.

      • Ich habe nicht geschrie­ben: „Der Papst als alter Fir­men­chef, der sich zur Ruhe setzt und die lau­fen­den Geschäf­te dem Juni­or­chef über­gibt…“ Das sagen Sie, nicht ich. Also unter­stel­len Sie mir bit­te nichts.

        Ich habe geschrieben:
        …„Das ist ähn­lich so wie bei einem alten Fir­men­chef, der das Ruder in eine ande­re Hand abgibt. Der Seni­or kann aber durch­aus, wenn er sieht, daß da eini­ges schief läuft, noch sein Wort zu den Din­gen sagen.“ …
        Von „zur Ruhe set­zen“, von „Juni­or­chef“, von „lau­fen­den Geschäf­ten“, von „Papst als alter Fir­men­chef“ ist bei mir kei­ne Rede.

      • @ Fran­zel:

        Besten Dank für Ihre Mühe. Darf Ihnen indes ver­si­chern, daß ich des Lesens kun­dig bin.

        Sie schrei­ben: „Er ist nach wie vor wah­rer Papst, aber nicht mehr in der Füh­rung der Amts­ge­schäf­te.“ Dann folgt der von Ihnen gewähl­te Vergleich.

        Also: Nach Ihrer Auf­fas­sung ist Ratz­in­ger noch Papst. Ber­go­glio führt unter­des­sen ‑mit Ratz­in­gers Zustim­mung- die Amtsgeschäfte.

        Wie gesagt: Müßi­ge Albernheiten!

  7. 1. Nie­mand weiß, ob Bischof Ratz­in­ger dies wirk­lich gesagt hat.

    2. Die Aus­sa­ge, daß an der Leh­re fest­zu­hal­ten ist, wird von nie­mand bestrit­ten — selbst von den bewuß­ten Häre­ti­kern nicht, die zum Schein an ihr fest­hal­ten wol­len bzw. der Mei­nung sind, die von Gott geof­fen­bar­ten Nor­men der Moral gehör­ten dem Bereich zeit­be­ding­ter und des­halb ver­än­der­li­cher Pasto­ral­stra­te­gien an.

    Was wür­de man wohl von fol­gen­der Schlag­zei­le hal­ten: „Sen­sa­ti­on: Ade­nau­er soll, nach­dem er das Amt des Bun­des­kanz­lers abge­ge­ben hat­te, im pri­va­ten Krei­se geäu­ßert haben, am Grund­ge­setz sei unbe­dingt festzuhalten…“ ?

  8. Noch ein Nach­trag, wenn gestattet:
    Man soll­te Papst Bene­dikt schon zubil­li­gen, daß er die Wahr­heit sagt. Im Inter­view mit Peter See­wald 2010 sprach er über mög­lich denk­ba­re Rück­tritts­grün­de eines Pap­stes vom Amt. Ob er dabei an sich selbst gedacht hat?- Kann sein oder auch nicht.

    Im Jah­re 2012 äußer­te er sich über die gro­ßen gesund­heit­li­chen Stra­pa­zen nach sei­ner Mexi­ko- und Kubarei­se. Sei­ne Ärz­te rie­ten ihm von sol­chen Rei­sen in der Zukunft ab. In der Zukunft hieß: etwa nach Bra­si­li­en zum Welt­ju­gend­tag im Som­mer 2013. Da konn­te er also @Wolfgang Franz kei­nen „Prae­fec­tus Dome­sti­co­rum“ hinschicken.
    Papst Bene­dikt selbst sag­te, daß er wegen des Rück­tritts von den Amts­ge­schäf­ten, aber nicht vom Papst­amt als sol­chem wie es aus­sieht, ins Gebet gegan­gen sei. Das muß man schon glau­ben- und das heißt, daß er mit gött­li­cher Bil­li­gung sei­ne Erklä­rung am 11.02.2013 abge­ge­ben hat­te. Was gibts dar­an her­um­zu­zwei­feln @Wolfgang Franz? Wer will Gott auf die Pro­be stellen?

    Ja, es gibt auch sicher­lich ande­re Ursa­chen, wür­de ich als klei­ner Christ sagen. Die gro­ße Wel­le des Unge­hor­sams und des gefähr­li­chen Eigen­sinns war wohl nicht mehr zurück­zu­hal­ten. Man muß­te den bekann­ten Kar­di­nä­len geben, wonach sie begehr­ten. Das hät­ten 3 Päp­ste nicht ver­hin­dern kön­nen. Aber: Papst Bene­dikt tat ihnen nicht den Gefal­len, sich ins Bischofs­amt oder so zurück­zu­set­zen. Er ist wei­ter­hin Papa der Kir­che in einem ande­ren Dienst. Von deser­tie­ren oder so kann kei­ne Rede sein.

    • Lie­ber Fran­zel, ich ver­ste­he Ihre posi­ti­ve Ein­stel­lung zu Papst Bene­dikt, aber bei allem beschäf­tigt mich doch eine Frage:
      Hät­te Papst Bene­dikt zurück­tre­ten kön­nen oder dür­fen, hät­te er auch nur geahnt, was nach ihm kommt?
      Hat er voll­kom­men auf das gute, glau­bens­treue Wir­ken sei­nes Nach­fol­gers ver­traut, wer auch immer das sein würde?
      Ver­mut­lich ja, aber wir kön­nen halt lei­der nicht in sein Inne­res schau­en und sei­ne Gedan­ken lesen, um zu wis­sen, was er heu­te denkt.

  9. Ganz am Schluss hat Bene­dikt mit sei­nem Rück­tritt den epo­cha­len ent­schei­den­den Feh­ler gemacht, der das gesam­te vor­he­ri­ge Lebens­werk ent­wer­tet. Genau wie Mer­kel mit ihrer Ent­schei­dung, die GRENZEN zu óff­nen. Im übri­gen erschei­nen mir die Syn­oden­the­men Homo­se­xua­li­tät und „Wie­der­ver­hei­ra­tung“ ange­sichts der welt­po­li­ti­schen Situa­ti­on als rand­stän­di­ge und abwe­gi­ge Luxusprobleme!

    • Ganz am Schluss sind wir und Papst Bene­dikt noch lan­ge nicht!
      Ganz am Schluss wenn Papst Bene­dikt mit den alten Gewän­dern beklei­det aus Rom flie­hen muss (vgl. Don Bos­co) — kön­nen wir uns ein Urteil bil­den. Vor­her soll­ten wir schwei­gen! Also abwar­ten und Tee trinken!

    • Damit spre­chen Sie übri­gens etwas wirk­lich Wich­ti­ges aus — die­ses alber­ne Homo­the­ma und Wie­der­ver­hei­ra­te­ten­the­ma inter­es­siert die Welt nicht.

      Das sind näm­lich Neben­kriegs­schau­plät­ze, die aber dem Yel­low-Press-Ver­stand am leich­te­sten reinlaufen.

      Wir haben ein Rie­sen­pro­blem mit dem Islam und dem Athe­is­mus — das sind die eigent­li­chen Fra­gen. Die einen pfle­gen weit­hin so etwas wie ultra­kon­ser­va­ti­ve Sip­pen­haft, die ande­ren betrei­ben die tota­le Dekon­struk­ti­on der Sippe.
      Bei­des ist also kein Indi­ka­tor für wah­res Glauben.

      Man müss­te wirk­lich bei den wesent­li­chen Punk­ten anset­zen und nicht bei den Reiz­wör­tern des ewi­gen Spie­ßers, sei er kon­ser­va­tiv, sei er progressiv.

      Anhand der aktu­el­len Islam­de­bat­te wird deut­lich, was unser Pro­blem ist:

      Wie kann man in einer vom Glau­bens­ver­lust gepräg­ten Kul­tur den Glau­ben leben?
      Wie kann man ihn leben und dabei wis­sen und berück­sich­ti­gen, dass die mei­sten kei­ne Katho­li­ken sind?

      Wenn Sie mich fra­gen, haben weder die Pro­gres­si­ven noc die Tra­dis begrif­fen, was die Stun­de geschla­gen hat und debat­tie­ren der­ma­ßen rück­stän­dig, dass mir schwind­lig wird. Die einen regen sich drü­ber auf, dass Ungläu­bi­ge bzw. Leu­te, die dem alten Glau­ben nicht mehr fol­gen wol­len, homo­se­xu­ell oder als geschie­de­ne leben. Was habt Ihr denn erwar­tet? Dass die Athe­isten nach katho­li­schen Moral­vor­stel­lun­gen leben?!
      Not­wen­dig wäre inner­halb der Kir­che eine kon­se­quen­te Tren­nung von all jenen gewe­sen, die die Leh­re nicht mehr aner­ken­nen. Da waren Küng und Co nur die Spit­zen des Eis­ber­ges. Bei genaue­rem Hin­se­hen erkennt man aber, dass das nicht rea­li­sier­bar wäre und auch von Jesus selbst ver­bo­ten wur­de („Unkraut im Weizen“).

      Sexu­el­le Abwei­chun­gen vom katho­li­schen Kon­zept offen­ba­ren nur, dass der Glau­be der Bter­of­fe­nen in der rech­ten Wei­se abhan­den gekom­men IST.
      Doch wer wagt, dies auch zu sagen?
      Der Papst müss­te dies klar sagen, aber er will die Mil­lio­nen Leu­te nicht ver­lie­ren, das Geld nicht, aber gera­de dadurch ver­liert er sie erst recht und ver­un­si­chert den Rest so stark, dass davon auch noch ein Teil total ver­wirrt wird.

      Bene­dikt hat das nicht klar und mit Auto­ri­tät gesagt, und F. schon gar nicht.
      Hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand und „rein pri­vat“ als Ex-Papst etwas zu sagen, was irgend­wie rich­tig ist, hilft nichts mehr.

      • Die Dekon­struk­ti­on der Schöp­fungs­ord­nung ist ken Neben­kriegs­chau­platz. Das wäre so, als wenn ein Medi­zi­ner behaup­te­te, ein Tumor sei neben­säch­lich. Lässt man ihn wach­sen, dann zer­stört er suk­zes­si­ve den gan­zen Kör­per, indem er Meta­sta­sen bil­det. So auch bei The­sen, die mit der Leh­re unver­ein­bar sind. Mir scheint, dass Sie mit „Reiiz­wör­ter des Spie­ßers“ aus­drücken wol­len, dass Ihnen die Leh­re selbst nur rela­ti­ven Cha­rak­ter hat.

        Und zu dem von Ihnen als Pro­blem erkann­ten Athe­is­mus sei dar­auf ver­wie­sen, was ich an ande­rer Stel­le über die Irra­tio­na­li­tät der Ideo­lo­gie der Auf­klä­rung schrieb. Um Ihren Gedan­ken hier mal auf­zu­grei­fen; mir scheint, als wer­de heu­te jede Kri­tik an der Ideo­lo­gie der Auf­klä­rung und ihrem Abso­lut­heits­an­spruch zum Reizwort.

        Suchen Sie also die Ursa­chen des Pro­blems dort, wo Sie sie fin­den können.
        und nicht auf Nebenkriegschauplätzen.

      • Sie ver­ste­hen mich nicht recht:
        Die­se Dekon­struk­ti­on der Schöp­fungs­ord­nung — was die geschlecht­li­che Ord­nung betrifft — wird schon in der Straf­re­de Got­tes an die Frau in Gen. 3, 16 ausgesprochen!
        In einer gera­de­zu erschüt­ter­ten Wei­se sagt Gott die tie­fe und unheil­vol­le Ver­schie­bung der Ord­nung vor­aus. Das hat übri­gens auch Bene­dikt ein­mal so festgestellt.
        Die rest­li­che Dekon­struk­ti­on — die die Todes­ver­fal­len­heit des Men­schen und der gesam­ten Schöp­fung betrifft — wird an Adam ausgesprochen.
        Die­se Dekon­struk­ti­on ist unmit­tel­ba­re Fol­ge der Sünde.

        Es ist eine gefähr­li­che Milch­mäd­chen­rech­nung, wenn vie­le Tra­dis glau­ben, in den ande­ren Reli­gio­nen fin­de sich eine Ach­tung vor der ursprüng­li­chen Schöpfungsordnung.
        Zwar ist dem Men­schen ein „Rest­be­wusst­sein“ die­ser ursprüng­li­chen Ord­nung noch ins Herz geschrie­ben, aber er ist unfä­hig, die­se Ord­nung in rech­ter Wei­se zu rekon­stru­ie­ren und zu leben. Davon spricht der hl. Pau­lus, wenn er sagt, das Gesetz der Sün­de in sei­nem Fleisch mache jedes gute Stre­ben zunichte.
        Es ist allein Chri­stus, der dar­aus rettet.

        Eine abend­län­di­sche Welt, die zu einem gro­ßen Teil von Chri­stus abge­fal­len ist, wird nicht in der Lage sein, die Schöp­fungs­ord­nung zu wahren.

        Das Homo­the­ma ist da nur eines von vie­len Symptomen.

        Was ich mei­ne, ist: 

        Es nützt nichts, auf den Putz gegen Homo, Gen­der und Zer­stö­rung der christ­li­chen Fami­lie zu hau­en, wenn all die Fak­to­ren, die zu deren Re-Dekon­struk­ti­on bei­getra­gen haben, wobei die Re-Kon­struk­ti­on ja nicht wie­der voll erreicht wor­den ist — auf­grund des Wir­kens des myste­ri­um ini­qui­ta­tis (wie es eben­falls der hl. Pau­lus vor­her­ge­sagt hat!) — und dem Men­schen in die­sem Äon kei­ne „Voll­hei­lung“ ver­hei­ßen wur­de… uner­kannt bleiben.

        Die Re-Dekon­struk­ti­on ist wohl das, was als „Sün­de wider den Hl. Geist“ benannt wird.

        Das Furcht­ba­re an der Lage ist, dass wir, wenn es tat­säch­lich um die­se Sün­de han­delt, kei­ner­lei Ret­tung mehr erwar­ten kön­nen. Denn es heißt, dass die­se Sün­de nicht ver­ge­ben wird.

        Man wird mit dem Homo-Gen­der-The­ma nichts ret­ten und nichts mehr verlieren.

        Lei­der ver­ste­hen das die mei­sten nicht — die vor­ge­la­ger­ten Pro­ble­me wer­den sogar von die­sen mei­sten weder ver­stan­den noch ernstgenommen.

        Unser Pro­blem ist, dass wir seit 200 Jah­ren hek­tisch Schul­di­ge suchen: die Moder­ni­sten, die Pro­gres­si­ven, die Libe­ra­len, die Frei­mau­rer, der Islam, die Juden, die Auf­klä­rung etc. 

        Jeder dif­fe­ren­zier­te Blick auf jeden die­ser ver­hass­ten „Schul­di­gen“ macht klar, dass die Gemenge­la­ge wie ein Knäul ver­wirr­ter Fäden ist. Es gibt kaum „nur“ Böses oder „nur “ Gutes. Ver­wor­re­ne histo­ri­sche Situa­tio­nen, und immer hän­gen Kir­chen­leu­te auf allen Sei­ten durch­aus nega­tiv mit drin… 

        Aber wir suchen krampf­haft nach einem schlüs­si­gen Erklä­rungs­mu­ster mit kla­ren Schwarz­weiß­kon­tu­ren für das, was per se und wesen­haft nicht schlüs­sig ist: das Wir­ken des Bösen.

        Ob nun die Homos und die Geschie­de­nen zurück­ge­wie­sen wer­den oder nicht — es ändert so gut wie nichts mehr an der Lage.

        Ver­ste­hen Sie das?

      • @zeitschnur

        Nein, ich kann Ihren Gedan­ken­kon­struk­tio­nen nicht zustim­men. Mir drängt sich viel­mehr der Ein­druck auf, dass Sie per­ma­nent nach Grün­den suchen, den Glau­ben selbst zu dekon­stru­ie­ren. Das müs­sen Sie aber gar nicht, weil sie ohne­hin nur in den Glau­ben durch einen „Sal­to des Intel­lekts“ hin­ein- und wie­der her­aus­kom­men. Glau­ben ist Erfah­rung und Entscheid.

        Es ist auch Unsinn, wenn Sie schrei­ben, Papst Bene­dikt habe die Leh­re von der Schöp­fungs­ord­nung infra­ge gestellt, das hat er genau nicht. Es gibt natür­lich Unge­ord­net­heit in der Schöp­fung, weil es Sün­de gibt, die­se Unge­ord­net­heit darf aber nicht bejaht wer­den. Wo die Schöp­fungs­ord­nung infra­ge gestellt wird, wird der Glau­be in sei­ner gan­zen Wahr­heit infra­ge gestellt, das zu ver­ste­hen, soll­te eigent­lich nicht schwer sein, es sei denn, man will es nicht ver­ste­hen. Fer­ner sei noch­mals auf mein Bei­spiel des bös­ar­ti­gen Tumors im Kör­per ver­wie­sen. Nur weil es ihn gibt, in ihm sich also auch Zell­tei­lung fin­det, ist er nicht harm­los. Das Vor­han­den­sein des Bösen recht­fer­tigt es nicht! 

        Wenn Sie der Auf­fas­sung sind, dass der Pati­ent (Mensch­heit) sich schon im End­sta­di­um von meta­stasie­ren­den Tumo­ren befin­det, dann brau­chen wir uns hier sicher kei­ne Gedan­ken über die Aus­le­gung der Leh­re zu machen.

        Und was wol­len Sie immer solch pla­ka­ti­ven Benen­nun­gen, wie „Tra­dis“ (= Fun­dis?)? Inhalt­lich tra­gen die­se doch nichts zur Dis­kus­si­on bei. Wer ein Tra­di (=Fun­di) ist, bestim­men doch ledig­lich Sie durch will­kür­li­che Set­zung. Das ist aber weder der Sache dien­lich, noch ein red­li­ches Vor­ge­hen. Ich mag nicht in bestimm­te Schub­la­den gesteckt werden.

      • @ Sua­rez

        Inzwi­schen muss ich davon aus­ge­hen, dass Sie mit Bos­heit und vol­ler Absicht mei­ne Äuße­run­gen zum The­ma „Ver­nunft“ verzerren.

        Sie unter­stel­len mir Gedan­ken, die Ihrem eige­nen bös­wil­li­gen oder ein­fach defi­zi­tä­ren Den­ken und Ress­int­ment ent­sprin­gen, um anschlie­ßend auf mich draufzuhauen.

        Obwohl ich nun zum wie­der­hol­ten Male das, was ich wirk­lich den­ke, dar­ge­legt habe, igno­rie­ren Sie dies und unter­stel­len mir wei­ter Ihren Irrsinn.

        Sie scheu­en sich dabei nicht ein­mal, mir den Glau­ben abzusprechen.

        Ihnen kann ich nur emp­feh­len, in sich zu gehen und v.a., wenn Sie chtes Inter­es­se an einem Dis­kurs haben, das zu lesen, was ich geschrie­ben habe. Viel­leicht muss man manch­mal auch einen Moment nach­den­ken, bevor man schreibt und erst mal begrei­fen, was der ande­re geschrie­ben hat. Da hapert es bei Ihnen eben­falls gewaltig.

        Ihr letz­ter Satz im 1. Abschnitt ist übri­gens häretisch:
        „Glau­ben ist Erfah­rung und Entscheid.“
        Die­ser Satz wur­de mehr­fach als Häre­sie ver­wor­fen und gehört dem Tra­di­tio­na­lis­mus des 19. Jh an.

        Der Glau­be ist zuerst und in die­sem Zuerst aus­schließ­lich gna­den­haft — was die über­na­tür­li­che Ord­nung betrifft — und anschlie­ßend for­dert er das Fiat des Men­schen, das in der natür­li­chen Ord­nung bereits einen Begriff von Gott bil­den konn­te, auf dem Gott wei­ter aufbaut.
        Der Glau­be fußt gera­de NICHT auf Erfah­rung und auch nicht auf mei­nem Ent­scheid, son­dern auf Got­tes Gnade.
        Erst dann kann ich ant­wor­ten, wenn Er es will.
        Das ist Leh­re der Kirche.
        Er ist aber ein Gott, der die Ver­nunft als eine der höch­sten natür­li­chen Gaben des Men­schen unbe­dingt ein­be­zieht — und nicht nur sie.

        So, wie Sie mir per­sön­lich gegen­über auf­tre­ten, ist das jeden­falls unge­hö­rig und respektlos.

      • @Suarez:

        Bra­vo! Da haben sie, so wie ich es ver­ste­he, wun­der­bar geant­wor­tet. Ent­we­der der ein­fa­che, geleb­te Glau­be ODER intel­lek­tu­ell sein und alles in Fra­ge stel­len, bei­des gleichzeitig(Glaube und Wis­sen­schaft) ver­trägt sich, wie man sieht, schwer.

      • @ zeit­schnur

        Was wol­len Sie? Sich hier als beson­ders intel­lek­tu­ell bewei­sen oder wol­len Sie den christ­li­chen Glau­ben bes­ser verstehen?

        Wenn ich schrieb, Glau­be ist Erfah­rung und Ent­scheid, so woll­te ich damit den Gna­den­cha­rak­ter doch gar nicht infra­ge stel­len, nur äußert sich ja die Gna­de gera­de dadurch, dass der Glau­ben­de „Ohren hat zu hören“, also Gott zu „erfah­ren“. Ein Glau­be ohne Glau­bens­er­fah­rung ist ein toter Glaube.

        Zudem ist Glau­be kein Zwang, das ist auch mit Gna­de nicht gemeint, sich also Gott zuwen­den oder nicht, bleibt ein Wil­lens­akt. Das Böse resul­tiert eben aus einem frei­en Ent­schluss sich von Gott abzu­keh­ren, es ist ein Ent­scheid! Wäre es anders, wäre die Schöp­fung pan­dä­mo­nisch und wir nicht Sün­der. Die Sün­de erlei­det der Sün­der nicht, son­dern er bringt sie in „Frei­heit“ her­vor, wobei man hier auch wie­der genau hin­schau­en muss, wel­che Rol­le Satan im Gan­zen der Sün­den­pro­ble­ma­tik zukommt

        Sie soll­ten nicht ver­su­chen, immer so vor­schnell aus der „Hüf­te her­aus zu schie­ßen“, um ande­re als Dumm­köp­fe erschei­nen zu las­sen. Das ist, um es mal vor­sich­tig aus­zu­drücken, sehr strapaziös.

      • @ dhmg

        Zum rech­ten Glau­ben bedarf es kei­nes Uni­ver­si­täts­ab­schlus­ses, im Gegen­teil, meist för­dert das nur den Hochmut.

        Glau­be und ver­ab­so­lu­tier­te Kri­tik schlie­ßen sich aus. Glau­be setzt näm­lich ein bedin­gungs­lo­ses Ver­trau­en in Gott vor­aus. Wo die­ses Ver­trau­en schon durch Kri­tik zer­stört wird, kann es einen rech­ten Glau­ben gar nicht mehr geben, dann wird er zu einem Kon­strukt. Ein sol­cher kon­stru­ier­ter Glau­be — wir fin­den heu­te fast nur noch Glau­bens­kon­struk­tio­nen in der Kir­che vor — schließt den Men­schen von jeg­li­cher Glau­bens­er­fah­rung aus, er wird steril.

      • @ Sua­rez

        jaja, wenn die Arguemnte faden­schei­nig wer­den ver­legt man sich auf die meta­ebe­ne und ver­teu­felt am Schluss die Universitätsbildung…

        Nein, es ist der Neid der Besitz­lo­sen, der Sie antreibt!
        Ertappt!

        Ich selbst habe hier schon oft kund­ge­tan im lauf der Jah­re, dass ich — obwohl ich tat­säch­lich zu den Unwe­sen gehö­re, die Hoch­schul­ab­schlüs­se haben, dar­aus nicht ablei­te, wer wel­che Lei­stun­gen auf therore­ti­schem oder gei­sti­gem Gebiet brin­gen kann.

        Den­noch soll­ten Leu­te, die nicht den „Kon­troll­gang“ durch ein Stu­di­um oder die Infra­ge­stel­lung auf dem Wege durch Ver­öf­fent­li­chun­gen, vie­le Auf­trit­te, Vor­trä­ge etc. gegan­gen sind (und die schmel­zen sehr viel ab vom Hoch­mut des­sen, der glaubt, er müs­se alle Welt beleh­ren und Milch­mäd­chen­rech­nun­gen als Pro­blem­lö­sun­gen prä­sen­tie­ren, ganz ein­fach, weil er sehr vie­les noch nicht weiß und nicht durch­dacht hat), nicht mei­nen, sie sei­en über eine ordent­li­che Bil­dung erhaben.

        Auch wenn die­se Bil­dung nicht auf uni­ver­si­tä­rem wege gesche­hen muss, kann man sie doch nicht ein­fach über­sprin­gen — denn das IST Hochmut.

      • @ zeit­schnur

        Sie sind also der Auf­fas­sung, dass jeder, der für den rech­ten Glau­be kei­ne Hoch­schul­bil­dung vor­aus­setzt, die­ser entbehrt.

        Ihre „Logik“ ist famos!

        Beru­hi­gen Sie sich, ich ken­ne die Uni­ver­si­tät nicht nur vom Vor­bei­ge­hen, dar­um über­hö­he ich auch nicht, was in ihr gelehrt wird. Ob an unse­ren Uni­ver­si­tä­ten heu­te noch Bil­dung ver­mit­telt wird, ist über­haupt eine inter­es­san­te Fra­ge, der man ein­mal näher nach­ge­hen müss­te. Für den Glau­ben bleibt Bil­dung jedoch uner­heb­lich. Muss ich Ihnen das noch mit Zita­ten aus der Bibel bele­gen? Aber schön, wenn man sie hat, wobei Bil­dung schnell in Ver­bil­dung umschla­gen kann, wie wir an den merk­wür­di­gen Theo­rien der 68er Bewe­gung sehen kann, die ja bei Ihnen auch so die ein oder ande­re Blü­te her­vor­ge­bracht hat.

  10. Ein­fa­che Fra­ge. an wen hät­te Papst Bene­dikt dele­gie­ren kön­nen? Wer war ihm treu? Wer hät­te sei­ne Sache vor­be­halt­los unter­stützt und in sei­nem Sin­ne durch­ge­foch­ten? Sei­ne Aus­wahl eini­ger Wür­den­trä­ger in sei­nem eng­sten Umkreis war doch schon zwei­fel­haft, wem hät­te er wirk­lich ver­trau­en können?
    Viel­leicht war ihm das klar geworden.
    Jetzt ist für alle sicht­bar die Spreu vom Wei­zen getrennt.

    • An wen hät­te er dele­gie­ren kön­nen? Viel­leicht an Kard. Bur­ke. Als US-Ame­ri­ka­ner hat der in sei­ner Jugend Foot­ball gespielt, das gibt Här­te und Durch­set­zungs­kraft. Und die­se Här­te bräuch­te es.

      • @wolfgang Franz
        So ist es.
        Er und ‑um bei den in Rom resi­die­ren­den Kar­di­nä­len zu blei­ben- Pia­cen­za, de Pao­lis, Her­ranz Casa­do, Cas­tril­lón Hoyos, Coma­stri und de Gior­gi et al wären sicher im Bedarfs­fall bereit gestan­den um dele­gier­te Auf­ga­ben zu über­neh­men und gut zu erfüllen.

    • Wer es inner­halb von acht Jah­ren der Amts­in­ha­be ‑nach jahr­zehn­te­lan­ger Tätig­keit in der Kurie- nicht schafft, einen Stab von ver­trau­ens­wür­di­gen Mit­ar­bei­tern zu bil­den, tut damit jeden­falls nicht gera­de admi­ni­stra­ti­ves Talent kund ‑eher, daß er in die­ser (!!!) Hin­sicht der „Spreu“ zugehört…

      • Sie schrie­ben doch bereits,dass Ihre Zeit Ihnen (hier) zu scha­de ist… selt­sam, wenn es um Bene­dikt XVI. geht, oder die­je­ni­gen, die Bene­dikt XVI. wei­ter schät­zen und lie­ben, da haben sie Zeit genug, regel­recht böse her­um­zu­klaf­fen, so wie auch immer die glei­che Meu­te… „inte­lek­tu­ell“ all­wis­send argu­men­tie­rend und mit der Zeit ver­stärkt… Gott weiss, wer Ben­dikt XVI. war und ist. Die­je­ni­gen, die Lie­be und Treue im katho­li­schem Glau­ben leben… sehen und füh­len anders… Bene­dikt XVI. macht den Satan sehr, sehr wütend.

      • @ Metho­dus:

        Mei­ne Zeit ist mir zu scha­de, um mich mit müßi­gen Albern­hei­ten zu befas­sen — das habe ich geschrie­ben. Ich habe nicht geschrie­ben, daß sich die­se Fest­stel­lung auf die­ses Forum als Gan­zes bezieht. Ihre Wort­mel­dung hin­ge­gen kön­nen Sie gern unter die erwähn­te Kate­go­rie subsumieren.

    • Die Rück­sichts­lo­sig­keit von Ber­go­glio bei Per­so­nal­ent­schei­dun­gen hät­te ihm sicher gehol­fen, Ber­to­ne und Soda­no hät­te man ver­mut­lich bes­ser aus dem Ver­kehr zie­hen sollen 😉

      Und die letz­ten Mona­te von JP II lie­fer­ten sicher auch eher Argu­men­te dafür, nicht selbst in die­se Situa­ti­on gera­ten zu wol­len, das jet­zi­ge Pon­ti­fi­kat lie­fert natür­lich eher ein Gegenargument

      so und jetzt kloppt mich, auf kath.net gelt ich man­chen als Sedis­va­kan­tist, hier wurd ich schon als Ratz­in­ger-Anbe­ter gebrandmarkt 🙂

      • Sie haben sicher mit die­ser Beo­ach­tung recht, dass der Vati­kan unter der Decke stets die Meu­te­rei auf der Boun­ty erlitt.
        Wenn Leo XIII. in sei­nem gro­ßen Micha­els­ge­bet von 1888 bete­te, dass am Sitz Petri bereits die sata­ni­schen Kräf­te wir­ken, dann muss es schon damals fast unmög­lich gewe­sen sein, sol­che „treu­en“ MA zu finden.
        Es haben sich ja auch tat­säch­lich alle Päp­ste seit­her extrem ver­grif­fen und Per­so­nen zu Bischö­fen erho­ben, über die man sich nur wun­dern kann.
        Wie konn­te das passieren?

      • @zeitschnur
        Ein­spruch euer Ehren!
        Papst Leo der XIII. hat das Micha­els­ge­bet am Schluss der Hl. Mes­se ver­bind­lich vor­ge­schrie­ben nach­dem er eine ZUKUNFTSVISION der Kir­che hat­te — es ging also nicht um die dama­li­gen Zustän­de! Nach­dem er bei die­ser Schau vor Schreck ohn­mäch­tig wur­de, sah er in der Anru­fung des mäch­ti­gen Erz­engels den ein­zi­gen Aus­weg aus der zukünf­ti­gen Mise­re (die im Moment auf dem Höhe­punkt ange­kom­men scheint).

      • @ roman

        Sie irren. Ich mei­ne nicht das klei­ne Micha­els-Gebet, das am Ende der Hl. Mes­se gebe­tet wur­de, son­dern das gro­ße Micha­els­ge­bet, das er in einem Motu pro­prio am 25. 9. 1888 ver­öf­fent­licht hatte:

        „Die über­aus durch­trie­be­nen Fein­de erfül­len die Kirche,
        die Braut des unbefleckten Lammes,
        mit Gal­le und Bit­ter­keit und berau­schen sie mit Wermut.
        Ihre frev­le­ri­schen Hän­de haben sie an die hei­lig­sten Schät­ze gelegt.
        Selbst am hei­li­gen Ort, wo der Sitz des hei­li­gen Petrus und der Lehr­stuhl der Wahrheit
        zur Erleuch­tung der Völ­ker errich­tet ist,
        haben sie den Thron ihrer abscheu­li­chen Gott­lo­sig­keit aufgestellt,
        vol­ler Heim­tücke, damit, nach­dem der Hirt geschla­gen ist,
        sie auch die Her­de zer­streu­en können.“

        Das ist kei­ne Zukunfts­vi­si­on, son­dern im Prä­sens formuliert.
        Und Prä­sens ist die Gegenwart.

        Was dar­aus her­vor­geht ist eindeutig.

  11. Die letz­ten Mona­te von Papst Johan­nes Paul II. sind nur dann ein Motiv wenn man ein funk­tio­na­li­sti­sches und säku­la­res Amts­ver­ständ­nis vom Papst­amt hat à la Kon­zern­chef oder Super­man in weiß etc.
    Papst Johan­nes Paul II. hat sein Amt, wie sei­ne Vor­gän­ger, nie so ver­stan­den. Ein wah­rer Hir­te eben, der nicht davonläuft.

  12. Wer kann der Mut­ter­got­tes den Mund ver­bie­ten, wenn sie an ver­schie­de­nen Orten etwas sagt; und wer kann unse­rem Papst-Eme­ri­tus den Mund ver­bie­ten, wenn er sich zu wich­ti­gen The­men äußert. Fin­de ich gut, dass er sich äußert !

    • Sehr schön. Wo genau ist also die zitier­fä­hi­ge Quel­le, nach der er die­se Äuße­rung getan hat?

      • @fides vin­cit
        Tja — mit der Beweis­bar­keit haben Sie natür­lich recht, aber wenn es so wäre, hat er trotz­dem das Recht etwas zu sagen.
        Am mei­sten wür­de mich jedoch inter­es­sie­ren, was er über die aktu­el­le Situa­ti­on denkt und sagt. Wie @roman, 7. Okto­ber 2015 um 17:51 sagt, ist es noch nicht aller Tage Abend und wir wer­den sehen wie der Herr alles wei­ter­füh­ren wird…

    • @ Jean­ne dArc:

      Gott wird alles letzt­lich zum Guten len­ken. Wie und nach wel­chen even­tu­ell noch aus­ste­hen­den Kata­stro­phen, weiß Er. 

      Die Got­tes­mut­ter hat in Fati­ma gesagt: „Am Ende wird mein Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren.“ Die­sen Tri­umph wird nichts auf­hal­ten — kein Moder­nis­mus, kei­ne Frei­mau­rer usw., und auch nicht unse­re eige­ne Erbärm­lich­keit. Jesus und Maria behal­ten immer das letz­te Wort!

  13. Bene­dikt XVI hat gesagt, dass sich die Betref­fen­den unbe­dingt an die Leh­re hal­ten sol­len. Das kann doch nicht Grund für brei­ten Dis­kurs sein. Die­se Äuße­rung steht ihm zu. Aus wel­chem Grun­de soll­te er zum Schwei­gen ver­pflich­tet sein. ? Da ist mir nichts geläu­fig. Das kann auch nicht falsch auf­ge­faßt werden.

  14. an die wer­ten Diskutanten,
    kei­ner von uns kann die Eme­ri­tie­rung von Papst Bene­dikt XVI der­zeit rich­tig deu­ten und Nichts, was bis­her auf die­ser Sei­te dazu geschrie­ben wur­de hat mich rich­tig über­zeugt. Da wir nicht Wis­sen, ob die Eme­ri­tie­rung eine geschicht­li­che oder eine heils­ge­schicht­li­che Bedeu­tung hat, rate ich zur aller­größ­ten Vor­sicht bei der Beur­tei­lung. Daher wei­se ich zunächst auf fol­gen­den Sach­ver­halt hin, der neu in der Kir­chen­ge­schich­te ist: Wir haben zwei der­zeit Päp­ste, einen der von der Mehr­heit der Kar­di­nä­le dazu bestimmt wur­de und die Amts­ge­schäf­te führt. (Es wird von eini­gen Chri­sten ange­zwei­felt, ob sei­ne Wahl den Kano­ni­schen Regeln ent­sprach) und einen Papst, der eme­ri­tiert ist und eine Stel­lung ein­nimmt, die im Canon nicht vor­ge­se­hen ist. Sei­ne Decla­ra­tio weist uns mög­li­cher­wei­se einen Weg;
    Er sag­te dar­in den Kar­di­nä­len u.a. im Ein­gangs­satz: Ich habe Euch zusammengerufen…um Euch eine Ent­schei­dung von gro­ßer Bedeu­tung für das Leben der Kir­che mit­zu­tei­len. Danach ist die Ent­schei­dung, die Amts­ge­schäf­te nie­der­zu­le­gen ein­deu­tig heils­ge­schicht­lich zu beur­tei­len. Vor allem, wenn im Nach­satz steht, ich bin mir bewusst, dass die­ser Dienst …nicht nur durch Taten und Wor­te aus­ge­übt wer­den darf, son­dern nicht weni­ger durch Lei­den und Gebet. In die­sem Satz liegt der Beur­tei­lungs­schlüs­sel. Er betet und lei­det wei­ter für die Kir­che und zwar als Papst und nicht als ein­fa­cher Christ, der ins Glied zurück­ge­tre­ten ist, wie etwa einst sein Vor­gän­ger Coele­stin V. Ich ver­ste­he dies Gebet als die Fort­set­zung des Hohe­prie­ster­li­chen Gebe­tes Chri­sti — Chri­stus bete­te nicht für die Welt, son­dern für die, die der Vater ihm anver­traut hat.. Mög­li­cher­wei­se gibt und das neue Büch­lein von Agam­ben Auf­hel­lung. Agam­ben hat für sei­nen Dis­kus­si­ons­bei­trag auf ein wis­sen­schaft­li­che Früh­werk von Bene­dikt „über das Geheim­nis der Kir­che“ zurückgegriffen.

    • ich sag es mal so, wenn das dahin­ter steckt, hät­te sich Bene­dikt auch in allen offi­zi­el­len Din­gen ver­tre­ten las­sen kön­nen und sich ins Gebet zurück­zie­hen können.
      Alle Päp­ste vor ihm sind im Amt gestor­ben und konn­ten wäh­rend des Sich­tums nichts tun!
      Nie­mand erwar­tet von einem Papst dass er bestän­dig durch die Welt jettet!
      Ich ver­steht es ein­fach nicht!

      Gera­de das er immer noch als Papst auf­tritt, das macht mich fassungslos.
      Es hat es in der Geschich­te schon eini­ge­ma­le gege­ben, das Für­sten und auch Für­stin­nen ihr Amt nie­der­ge­legt haben, (auch und wenn das Amt nach dama­li­gem Ver­ständ­nis ein lebens­lan­ges war, so wie das Papst­amt) und ins Klo­ster gegan­gen sind.
      Sorum erschien, zumin­dest mir, der Rück­tritt Bene­dikts zunächst.
      Aber auch das Bild stimmt nicht, weil er immer noch als Papst auftritt.

      • Wenn er nicht „abge­dankt“ hät­te, wäre er heu­te nicht mehr am Leben! Da Gott aber noch gro­ße Plä­ne mit ihm hat, wäre das für die Kir­che der abso­lu­te Super­GAU ! Ver­trau­en wir doch ein­fach auf die wun­der­ba­re VORSEHUNG GOTTES! „Mei­ne Wege sind nicht eure Wege spricht der HERR, denn so hoch der Him­mel über der Erde ist, so hoch sind mei­ne Wege über euren Wegen!“

    • und was war dann der Blitz­ein­schlag? Der lie­be Gott war wohl not amused.…

      Sein Lei­den auf 5‑Ster­ne-Niveau mit Spa­zie­ren­ge­hen in einem der schön­sten Gär­ten der Welt und abends Don-Camil­lo-Fil­me schau­en hät­te ich auch gern, dazu noch ein ver­dammt gut aus­se­hen­der Privatsekretär.

      Sei­ne Freund­schaf­ten mit Rah­ner und dem Teu­fels­ex­per­ten Haag fin­de ich nicht gera­de ver­trau­ens­er­weckend. Ich habe mich mal unter Urein­woh­nern der Traun­stei­ner Gegend umge­hört, was die so von ihm hal­ten, und das ein­fa­che Volk hat mei­ne Ein­schät­zung bestä­tigt, daß er ein Falsch­spie­ler ist. Sei­ne Aus­sa­ge, auch in einem Theo­lo­gen kann ein Teu­fel stecken, mach­te mich stut­zig. Er war doch als der Häre­ti­ker ver­schrien, der die Höl­le leug­ne­te. In die­sem Zusam­men­hang spricht er von Ange­hö­ri­gen, die „nun zum ande­ren Ufer hin­über­ge­gan­gen“ sind (Ratz­in­ger, Zur Lage des Glau­bens, Her­der Ver­lag 1985/2006, S.152) — das hört sich ziem­lich ägyp­tisch an, oder?
      Mei­ne Ein­schät­zung ist, daß zwi­schen Bene­dikt und Ber­go­glio ein ober­fläch­li­cher künst­li­cher Gegen­satz von den Papst­ma­chern im Hin­ter­grund geschaf­fen wor­den ist, um jedem Hund sei­nen pas­sen­den Kno­chen hin­zu­wer­fen. Damit kei­ner merkt, daß die glei­chen destruk­ti­ven Kräf­te wei­ter­wir­ken. Dazu paßt auch die vor­der­grün­dig nicht so leicht nach­voll­zieh­ba­re Äusse­rung von Mon­si­gno­re Gäns­wein, daß zwi­schen bei­de lehr­amts­mä­ßig „kein Blatt Papier paßt“.
      Daß er jetzt an Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten erin­nert, ist für mich rei­ne Inszenierung.

      Wie schön, daß die Welt­kir­che ange­sichts einer aus den Fugen gera­te­nen Welt sich haupt­säch­lich mit sich selbst beschäftigt.

    • Ob die im Gebet getrof­fe­ne Ent­schei­dung von Papst Bene­dikt XVI. „geschicht­li­che oder heils­ge­schicht­li­che Bedeu­tung“ hat, wer­den mög­li­cher­wei­se- oder auch nicht- spä­te­re Kir­chen­hi­sto­ri­ker­ge­nera­tio­nen in aka­de­mi­schen Elfen­bein­tür­men noch sicher aus­gie­bigst erör­ten können. 

      Zunächst gings ja mal dar­um, ob man- und hier katholisches.info- über­haupt noch etwas von Papst Bene­dikt berich­ten darf bzw. soll­te — zuge­spitzt gesagt. Papst Bene­dikt wur­de des Ver­rats beschul­digt und das „kreu­zigt ihn“ ist aus eini­gen Postings deut­lich herauszulesen.
      Per­sön­lich freue ich mich, daß Papst Bene­dikt offen­kun­dig eine gro­ße Hil­fe für vie­le Kar­di­nä­le ist, ange­sichts eines „offe­nen Dis­kus­sion­fo­rums“ die­ser Syn­ode, wo die katho­li­schen Leh­ren mit Segen von „Papst“ Ber­go­glio den Säu­reb­adtest der neu­en Leh­re des Rela­ti­vis­mus über­ste­hen müs­sen. Ob das Sinn und Zweck der Syn­ode ist und sein kann?

      Was Sie im 2. Teil äußern, ist auch mei­ne Ansicht, und die hat­te ich kund­ge­tan in einem mei­ner postings hier- und auch zu ande­ren Arti­keln schon. Inso­fern wider­spre­chen Sie Ihrem ein­gangs geschrie­be­nen Satz.
      Aller­dings wür­de ich sagen: Papst Bene­dikt XVI. lei­det als Papst, wie Sie schrei­ben, aber auch als „ein­fa­cher Christ“. Wenn Sie den Papst ken­nen, dann wis­sen Sie, daß er noch nie Lor­beer­krän­ze woll­te und sich inmit­ten des gläu­bi­gen Vol­kes sieht. Das war nie anders bei ihm.

    • Das sehe ich auch so. Got­tes Wege sind uner­gründ­lich und wenn die­se Wege jemand ver­steht, dann nur aus Got­tes Gna­de her­aus, nicht weil er/sie beson­ders klug wäre. Wie sag­te Jesus in Mat­thä­us 11,25: ‚Ich prei­se dich, Vater, Herr des Him­mels und der Erde, weil du all das den Wei­sen und Klu­gen ver­bor­gen, den Unmün­di­gen aber offen­bart hast.‘ Ich den­ke dabei nicht, dass es die­je­ni­gen sind die über Bene­dikt XVI lästern, die die Bedeu­tung und die Umstän­de sei­nes Rück­tritts ver­stan­den haben. In die­sem Sin­ne wür­de ich mir da mehr Zurück­hal­tung wünschen.

      • .. ja ja, aber nicht alles Unver­ständ­li­che, was hoch­ge­stell­te Men­schen tun, ist bereits ein von Gott so gewoll­ter, uner­gründ­li­cher Weg…

      • Nicht alles Unver­ständ­li­che was hoch­ge­stell­te Men­schen tun ist ein von Gott so gewoll­ter, uner­gründ­li­cher Weg…

        Das liegt auf der Hand. Aller­dings ver­all­ge­mei­nern sie damit zu sehr, da es aus­schließ­lich um den Rück­tritts Papst Bene­dikts XVI ging. Und wenn etwas von Gott so gewollt ist, dann muss es nicht bedeu­ten, dass sich der Sinn des­sen sofort für jeden erschlie­ßen wür­de. Es kann Jah­re dau­ern oder erst im Jen­seits sicht­bar wer­den, wel­chen Sinn(allgemein gespro­chen) die­ses oder jenes Ereig­nis hatte.
        Bezüg­lich Papst Bene­dikt XVI kommt mir oft das drit­te Geheim­nis von Fati­ma in den Sinn. Wer, wenn nicht er, wäre „geeig­net“ für die Rol­le des Mär­ty­rers, auch wenn das natür­lich nur Spe­ku­la­ti­on sein kann.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Geheimnisse_von_F%C3%A1tima#Das_dritte_Geheimnis

      • Nein, ich ver­all­ge­mei­ne­re nicht, son­dern ant­wor­te auf eine Verallgemeinerung.

        Ich woll­te sagen: Bene­dikts Ent­schei­dung ist nicht iden­tisch mit dem, was Gott von ihm gewollt haben könnte.

        Dass den­noch der Herr der Herr ist, ist davon argu­men­ta­tiv nicht berührt.

      • Woher wol­len Sie, Zeit­schnur, denn wis­sen, dass Gott von Papst Bene­dikt nicht den Rück­tritt gewollt haben könnte?
        Haben Sie denn einen der­ar­ti­gen, spi­ri­tu­el­len Zugang der ihnen siche­re Erkennt­nis dar­über ver­lei­hen wür­de? Ich bezweif­le es sehr, da sie so gut wie alles mit dem Ver­stand und nicht mit ein­fa­chem Glau­ben betrachten(ihren Aus­füh­run­gen zufol­ge), daher sind ihre Mei­nun­gen ja auch so exklu­siv, weil sie damit mei­stens allei­ne da ste­hen. Ich hof­fe nur, dass Ihnen die­se Art nicht irgend­wann zum Nach­teil wird, da in der katho­li­schen Kir­che der ein­fa­che Glau­be zählt und es kein Ver­ein für intel­lek­tu­el­len Wett­be­werb ist.
        Ein Bei­spiel das mir dazu ein­fällt: Was hät­ten Sie an Mari­as Stel­le geant­wor­tet, als der Engel ihr die Bot­schaft brach­te, sie wür­de Got­tes Sohn gebären?
        Hät­ten Sie auch das mit­tels Ver­stand ins Klein­ste zer­legt und aus­ein­an­der­ge­nom­men? Was hät­te wohl der Engel getan, immer­hin hat er Zacha­ri­as mund­tot gemacht, weil er in Fra­ge stell­te, dass Eli­sa­beth noch ein Kind zur Welt brin­gen könnte(Johannes der Täufer).

  15. @ „Dr. Die­ter Fasen“:

    „Zwei Päp­ste“? Eine sol­che Theo­lo­gie ist sogar für Ratz­in­ger zu schlecht!

    Man muß nicht ein­mal Theo­lo­ge sein, um zu wis­sen, daß es jeweils nur einen Papst haben kann. Um das zu wis­sen, wür­den Kennt­nis­se des Kate­chis­mus auf Hilfs­schul- Niveau aus­rei­chen. Bedau­er­li­cher­wei­se wird die­ses Niveau von eini­gen nicht erreicht. Aber, und da sind sie natür­lich ganz modern, wo ihnen Kennt­nis­se feh­len, da äußern sie sich erst recht. Schließ­lich hat man das „Recht auf eine eige­ne Mei­nung“! Argu­men­te wer­den durch Pöbe­lei­en wider die „Inte­lek­tu­el­len“ (sic, s. oben bei Metho­dus) ersetzt- anstatt die ein­zig rich­ti­ge Kon­se­quenz zu zie­hen, die dar­in bestehen wür­de, den Mund zu halten.

    • Fides Vin­cit, Sie haben es sehr tref­fend in Ihren Kom­men­ta­ren hier beschrieben.
      „Zwei Päp­ste“ aber dann doch nur einen wirk­li­chen und einen „papa emeritus“
      „Zwei For­men aber doch ein Ritus“
      „Rück­tritt“ and „voll­kom­me­ner Rück­zug“ ins Inklu­sen­le­ben als Ere­mit aber dann hie und da doch Auf­tre­ten vor Publi­kum manch­mal sogar mit dem Papst, der sich wie­der­um bevor­zugt allein Bischof von Rom zu bezeich­nen pflegt aber frei­lich doch der Papst ist, Hier­ar­chen der Kir­che und ande­re Per­sön­lich­kei­ten in Audi­enz emp­fan­gen und als „Papst Bene­dikt XVI.“ oder rüh­rig als „Papst Bene­dikt“ begrüßt wer­den, Ehren­dok­to­ra­te über­neh­men etc etc— die gro­ßen Schi­zo­phre­ni­en der aktu­el­len römi­schen Kon­zils­kir­che. Die­ser Zustand nach der Abdan­kung mit „zwei Päp­sten aber doch nur einen“ macht doch die voll­kom­me­ne Ver­wir­rung der Amts­kir­che am deut­lich­sten manifest.
      Das Papst­tum wur­de blei­bend geschä­digt durch die­se Abdan­kung oder wie man jetzt sagt „Rück­tritt“ (bereits die­ser Begriff ist bezeich­nend für das dahin­ter­ste­hen­de funk­tio­na­li­sti­sche Amts­ver­ständ­nis als ob der römi­sche Päpst irgend ein säku­la­rer Amts­trä­ger wäre)

  16. @Dieter Fasen
    ENDLICH eine ver­nünf­ti­ge Über­le­gung. Aber wie das so ist, sie wirft vie­le Fra­gen auf…

  17. Es wäre in der Dis­kus­si­on hilf­reich, wenn alle viel­leicht mal in ein älte­res Her­der Lexi­kon schau­en könn­ten, dort fin­det sich der Lexi­kon­ar­ti­kel „Pri­mat“ aus dem Jah­re 1963 von Joseph Ratz­in­ger, in dem er die geschicht­li­che Ent­wick­lung des Pri­ma­tes Roms prä­gnant erklärt.

    In sei­nem Auf­satz „Pri­mat Petri und Ein­heit der Kir­che“ hebt Papst Bene­dikt zum Papst­amt her­vor: „Die Span­nung zwi­schen der Gabe vom Herrn her und dem eige­nen Ver­mö­gen wird hier auf erre­gen­de Wei­se sicht­bar [gemeint ist hier die Erzäh­lung Mt 16,21–23 Anmerk.: Sua­rez] ; irgend­wie ist dar­an das gan­ze Dra­ma der Papst­ge­schich­te vor­weg­ge­nom­men, in der uns immer wie­der bei­des begeg­net: dass das Papst­tum durch eine nicht aus ihm selbst stam­men­de Kraft Fun­da­ment der Kir­che bleibt und dass zugleich ein­zel­ne Päp­ste aus dem Eige­nen ihres Mensch­seins her­aus immer wie­der zum Skan­da­lon wer­den, weil sie Chri­stus vor­an­ge­hen, nicht nach­fol­gen wol­len; weil sie glau­ben, aus eige­ner Logik her­aus den Weg fest­le­gen zu müs­sen, den doch nur er selbst bestim­men kann: „Du denkst nicht, was Got­tes, son­dern was des Men­schen ist“ (16,23)“

    Hier macht Ratz­in­ger das Span­nungs­ver­hält­nis zwi­schen dem Mensch­li­chen und dem Gött­li­chen im Papst­tum doch sehr deutlich.

    Er schreibt dann an ande­rer Stel­le die sehr inter­es­san­ten Sät­ze: „Der Glau­be nor­miert sich an den objek­ti­ven Vor­ge­ge­ben­hei­ten der Schrift und des Dog­mas, die in dunk­len Zei­ten in erschrecken­der Wei­se aus dem Bewusst­sein des sta­tisch bei wei­tem größ­ten Teils der Chri­sten­heit ent­schwin­den kön­nen und doch nichts von ihrer Ver­bind­lich­keit ver­lie­ren. In die­sem Fall kann und muss sich das Wort des Pap­stes durch­aus gegen die Sta­ti­stik und gegen den laut­stark sich als allein gül­tig behaup­ten­de Macht der Stim­mung stel­len; das wird um so ent­schie­de­ner gesche­hen kön­nen, je ein­deu­ti­ger (wie im vor­hin erwähn­ten Fall) das Zeug­nis der Über­lie­fe­rung ist. Umge­kehrt wird Kri­tik an päpst­li­chen Äuße­run­gen in dem Maß mög­lich und nötig sein, in dem ihnen die Deckung in Schrift und Cre­do bzw. im Glau­ben der Gesamt­kir­che fehlt. Wo weder Ein­mü­tig­keit der Gesamt­kir­che vor­liegt noch ein kla­res Zeug­nis der Quel­len gege­ben ist, da ist auch eine ver­bind­li­che Ent­schei­dung nicht mög­lich; wür­de sie for­mal gefällt, so fehl­ten ihre Bedin­gun­gen, und damit müss­te die Fra­ge nach ihrer Legi­ti­mi­tät erho­ben werden.“ 

    Die­se Sät­ze las­sen sich sehr genau auf die momen­ta­ne Situa­ti­on der Kir­che bezie­hen. Papst Bene­dikt hebt klar her­vor, dass die Legi­ti­ma­ti­on nicht allein auf dem Amt beruht, son­dern in der Deckung in Schrift und Cre­do. Es ist also kom­plet­ter Unsinn, wenn neu­er­dings von den Anhän­gern Kar­di­nal Kas­pers behaup­tet wird, man dür­fe päpst­li­che Ent­schei­dun­gen nicht kri­ti­sie­ren, das sei Häresie. 

    Das ist defi­ni­tiv eine Finte!

    Zum Rück­tritt Papst Bene­dikts erlau­be ich mir, allen Kri­ti­kern sich in auf­rich­ti­ger Demut zu üben und vor allem absto­ßen­de Kom­men­ta­re zu unterlassen.

    • Das sind sehr inter­es­san­te Zita­te, die Sie da vorbringen!
      Sie müs­sen aber zuge­ste­hen, v.a. bei Ihrem dritt­letz­ten Abschnitt („Die­se Sät­ze…“), dass genau dar­über Unei­nig­ket besteht und nicht erst Kas­per eine Untast­bar­keit päpst­li­cher Ent­schei­dun­gen ausspricht.
      Kap­ser rekur­riert damit nur auf die kon­ser­va­ti­ve Mei­nung, die v.a. im aus­ge­hen­den 19. Jh mit einer unglaub­li­chen Vehe­menz durch­ge­boxt wurde.
      Noch vor weni­gen Jah­ren glaub­ten vie­le Kon­ser­va­ti­ve, der arme Papst wür­de doch von allen betro­gen und miss­ach­tet, wo ihm doch der unge­schmä­ler­te Gehor­sam der gan­zen Kir­che zustünde!
      Man müs­se nur wie­der dem Papst gehor­chen und dann wer­de alles gut.
      Wenn man auch jeden Bischof miss­trau­isch beäug­te — dem Papst trau­te man nur das Gute zu.
      Dass der Papst voll­kom­men dane­ben lie­gen könn­te, glaub­te nie­mand bzw. woll­te es — auf­grund des reak­tio­när ver­stan­de­nen Dog­mas von der Unfehl­bar­keit des Pap­stes — nicht glauben.
      Die Kir­che wird hier ange­sichts F.s also nur von ihren reak­tio­nä­ren Irrun­gen eingeholt.

      Was Bene­dikt hier for­mu­liert tirfft natür­lich, wenn man die wah­re Tra­di­ti­on ansieht, zu, aber es gibt dafür kei­nen „Modus“, kei­ne „Ver­fah­rens­an­wei­sung“. Und durch die Zemen­tie­rung des Papst­tums hat man unter­las­sen, auch die­ses wich­ti­ge Kor­rek­tiv for­mel­ler und damit „rea­li­sier­ba­rer“ zu machen.

      Zur Zeit haben wir das Pro­blem, dass zwar vie­le wis­sen, dass F. nicht der Papst ist, aber es gibt kei­ne ver­bind­li­che Instanz, die das aus­spre­chen und regeln könn­te, zumal auch ein Groß­teil der Bischö­fe kei­ne Bischö­fe mehr sind.

    • Zu Ihrem Demutsaufruf:

      1. Es ist immer ein schlech­tes Zei­chen, wenn man ande­re zur Demut auf­ruft. Demut ist nichts, was man „for­dern“ und „erfül­len“ kann — v.a. man selbst dann nicht, wenn man sie bei ande­ren ver­misst. Allei­ne das ist schon eine hoch­mü­ti­ge Geste.
      Gott weiß, dass ich in mei­ner Natur kei­ne Demut fin­de — möge Er sie mir geben. Und wenn ich den­ke: O jetzt bin ich demü­tig, dann ist das schon wie­der Hochmut. 

      Demut kennt sich also selbst nicht!

      2. Absto­ßen­de oder her­ab­las­sen­de Kom­men­ta­re wie etwa der von @ sma­ragd sind natür­lich nicht okay — wie­so der Blitz in die Kup­pel des Peters­do­mes ein­ge­schla­gen hat, wis­sen wir nicht und es ist aber­gläu­bisch, das nur über jede ver­nünf­ti­ge Deu­tung der Fak­ten damals zu stellen.

      3. Eine sach­li­che Kri­tik am Rück­tritt Bene­dikts muss mög­lich sein. Sie wird hier u.a. von @ J.R. Rat­kaj vorgetragen. 

      4. Die frü­hen Päp­ste wur­den alle Mär­ty­rer. Bereit­wil­lig gaben sie — weil sie die­ses Amt inne­hat­ten — wie der Herr ihr gan­zes mensch­li­ches Leben. Es ist schon eine Fra­ge, was eigent­lich mit einem Papst los ist, der sich dem ver­wei­gert. Gibt es Grün­de zu schwei­gen, hät­te er blei­ben müs­sen. Gäbe es uns Gläu­bi­gen etwas Wich­ti­ges mit­zu­tei­len, hät­te er es kom­mu­ni­zie­ren müssen.
      So aber hat er uns im Regen stehenlassen.
      Das haben vie­le mit vol­lem Recht so empfunden.
      Beten tun wir alle und es sit­zen Tau­sen­de von Schwe­stern in ihrer Klau­sur und haben ein Gebets­apo­sto­lat. Das der Pap­stes ist ein ande­res, und er hat­te es ja auch ein­mal angenommen!

      Für mich ist das irgend­wie auch ein Aus­druck des männ­li­chen Total­ver­sa­gens, das Kar­di­nal Bur­ke so unfair den Frau­en anla­sten will. Nein: es ist der Mann, der zurück­weicht, wo es nur geht. Und auch das wird sicht­bar an Benedikt.

      Man muss das sagen dür­fen: der Herr muss­te Mann wer­den, um dem Mann zu zei­gen, was ein wah­rer Mann ist. Er opfer­te sich als Mann total auf, damit er als Gott den Men­schen ret­ten kann. Das gefällt aber dem Mann nicht — er will sich nicht opfern, v.a. nicht total. Er will wer sein. Papst sein — ger­ne, wenn man dabei der Chef sein kann und schicke Kla­mot­ten tra­gen darf, Bücher schrei­ben, irgend­wie unbe­hel­ligt blei­ben. Aber bit­te kein Stress und schon gar kei­ne Tota­ler­nied­ri­gung, schließ­lich ist der Papst die „Eli­te“ (wie es Pius X. so schön beton­te). Bloß: Was macht die katho­li­sche Eli­te? Folgt sie dem Herrn ans Kreuz oder dem Kai­ser auf den welt­li­chen Thron? Ich fin­de das sehr verwirrend…

      Auch wenn man nicht genau weiß, was alles im Hin­ter­grund schwel­te — solan­ge es uns kei­ner kund­tut, habe ich auch kei­ne Pflicht, Bene­dikts Rück­tritt damit zu recht­fer­ti­gen, gewis­ser­ma­ßen spekulativ.

      Er hät­te das nicht tun dür­fen. Und je wei­ter die Zeit fort­schrei­tet, desto deut­li­cher sieht man das!

      • @Zeitschnur:

        Nichts für ungut, aber auch ich erken­ne in ihren Hal­tun­gen Femi­nis­mus her­aus. Nicht erst, seit­dem sie dem Hei­li­gen Apo­stel Pau­lus bezüg­lich Adam und Eva de fac­to widersprachen.

    • Sie sind ganz schön anma­ßend, ver­ehr­te @ zeitschnur. 

      Zudem wech­seln Sie je nach Belie­ben die Blick­rich­tung auf das Papst­amt. Einer­seits sehen Sie eine unzu­läs­si­ge Über­hö­hung des Amtes ins Gött­li­che und dann wie­der redu­zie­ren Sie das Papst­amt auf ein poli­ti­sches Amt. Das passt nicht zusammen.

      Offen­sicht­lich fehlt das nähe­re Hin­ter­grund­wis­sen für ein rich­ti­ges Ver­ständ­nis des Papst­am­tes. Ein Papst ist und bleibt Mensch, mit allen Feh­lern behaf­tet. Gleich­wohl ist das Papst­amt in die Heils­ge­schich­te ein­ge­bet­tet. Das kön­nen Sie nicht admi­ni­stra­tiv erfas­sen oder büro­kra­tisch son­dern nur spi­ri­tu­ell. Das Heils­han­deln Got­tes voll­zieht sich auf einer uns ver­bor­ge­nen Ebe­ne. Inso­fern muss Kri­tik hier Gren­zen achten.

      Mit Ihrem Femi­nis­mus kann ich wenig anfangen.

      Die Unter­stel­lung, Papst Bene­dikt habe mit sei­nem Rück­tritt fei­ge gehan­delt, ist lächer­lich. Papst Bene­dikt hat sehr nüch­tern erkannt, dass ihm die nöti­gen Kräf­te feh­len, ins­be­son­de­re in einer Zeit, in der zer­set­zen­de Kräf­te inner­halb der Kir­che die Leh­re bei­sei­te zu schie­ben suchen. Leicht ist ihm der Schritt sicher nicht gefal­len, aber so kann er durch sei­ne Zwie­spra­che mit Gott im Gebet in die Heils­ge­schich­te hineinwirken.

      • Ver­ste­hen Sie eigent­lich, was ich schreibe?
        Ich habe all­mäh­lich gro­ße Zweifel!
        Ich beschrei­be Hal­tun­gen und Mei­nun­gen in der Kir­che — das sind des­halb nicht mei­ne Mei­nun­gen und füge gele­gent­lich eine wer­ten­de Mei­nung mei­ner­seits zu dem Refie­rier­ten hinzu.
        Ich weiß, das for­dert dem geschun­de­nen und ver­ach­te­ten Intel­lekt der Ver­nunft­ver­äch­ter und Geist-Aske­ten eine enor­me Lei­stung ab. Aber ohne die­se Lei­stung kön­nen Sie mit mir nicht diskutieren.

        Den­ken Sie über den Unter­schied zwi­schen einer refe­rier­ten und einer eige­nen Mei­nung nach.

        Das wird Ihnen den Zugang zu mei­nen Gedan­ken­gän­gen viel­leicht ermöglichen.

        Und noch was: 

        Auch unter Katho­li­ken muss man nicht immer einer Mei­nung sein.
        Wenn ich also etwas schrei­be, was Sie — vor­aus­ge­setzt Sie haben es über­haupt ver­stan­den — so nicht über­zeu­gend scheint, dann gehört das zum Spiel.
        Und es ist nichts Persönliches…

        Alle Ihre Schub­la­den­ver­su­che sind ein­fach nur albern und unter Niveau. Wer männ­li­che Defi­zi­te beschreibt, ist noch lan­ge kein Feminist.

        Ihre Schwarz­weiß­ma­le­rei ist zwar typisch für vie­le kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken, aber des­halb nicht gut und schon gar nicht christlich.

        Sie wer­den damit leben müs­sen, dass Sie mich nicht in Ihre Lager­ka­te­go­rien ein­sor­tiert bekommen.
        Und was dar­an zu bemer­ken ist: Das ist allei­ne Ihr Pro­blem — nicht meines.

      • Wenn jemand ande­re stän­dig in Schub­la­den ein­sor­tiert, dann sind es doch mit Sicher­heit Sie!

        Sie beschrei­ben auch kei­ne männ­li­chen Defi­zi­te, son­dern pole­mi­sie­ren in arg ver­ein­fa­chen­der Art und Wei­se, das muss man nicht erbau­lich finden.

        Soll­ten Sie mich mit „Ver­nunft­ver­äch­ter“ mei­nen, dann kann ich nur herz­haft über Ihren Scherz lachen. Es ist lei­der nicht alles ver­nünf­tig, was sich als sol­ches ausgibt.

        Ich will Ihnen natür­lich nicht ihr Gefühl beson­de­rer Klug­heit nehmen.

        Aber wo ich nun Schwarz/Weiß male, wüss­te ich dann schon ger­ne mal etwas konkreter.

      • Wir wis­sen über­haupt NICHTS über die Hin­ter­grün­de, die zum Papst­rück­tritt geführt haben. Inso­fern ist ihr Auf­ruf zur Demut mehr als berech­tigt. Natür­lich hat die­ser Rück­tritt dem Papst­amt schwer und ver­mut­lich dau­er­haft gescha­det (wenn die­ses Amt in sei­ner tra­dier­ten Form Ber­go­glio über­haupt über­dau­ern soll­te), gleich­wohl kön­nen die Grün­de Bene­dikts sehr ehren­wer­te gewe­sen sein, bspw. wenn er im Rück­tritt den ein­zi­gen Weg erkannt hät­te, noch grö­ße­ren Scha­den von der Kir­che abzu­wen­den. Ich glau­be, von all den neun­mal­klu­gen Bene­dikt­kri­ti­kern in die­sem Forum könn­te sich kaum einer vor­stel­len, mit was für per­fi­den Metho­den und Mit­teln man einen Men­schen unter Druck set­zen kann, gera­de dann, wenn er die Ver­ant­wor­tung für eine 2000jährige Insti­tu­ti­on und den Glau­ben von Mil­lio­nen Men­schen welt­weit auf sei­nen Schul­tern trägt und die­se Ver­ant­wor­tung auch wirk­lich zu tra­gen bereit ist. Es ist übri­gens völ­lig Fehl am Plat­ze, wegen des gegen­wär­ti­gen Okku­pan­ten auf dem Stuh­le Petri die Leh­re vom päpst­li­chen Pri­mat in Zwei­fel zu zie­hen. Wie Sie so schön zitie­ren: da wo ein Amts­trä­ger die aus Schrift und Tra­di­ti­on gespei­ste Leh­re der Kir­che unter­gräbt oder abän­dert, hört er auf Papst zu sein. Weder muss noch darf man einem sol­chen „Papst“ fol­gen, son­dern ihm viel­mehr ins Ange­sicht wider­ste­hen. Und da ein sol­cher Wider­stand aus dem Hei­li­gen Geist gebo­ren wäre, wür­den sich mit ihm auch Wege eröff­nen, solch einem „Papst“ das Hand­werk zu legen. Gott war­tet auf unse­re Gewis­sens­ent­schei­dung, beson­ders auf die der Syn­oden­vä­ter, der Bischö­fe und Kar­di­nä­le welt­weit: Non possumus.

  18. @ die Diskutanten,
    zunächst ein­mal möch­te ich dem Schluss­satz von Sua­rez voll zustim­men und ihm für die Wor­te danken:
    „Zum Rück­tritt Papst Bene­dikts erlau­be ich mir, allen Kri­ti­kern sich in auf­rich­ti­ger Demut zu üben und vor allem absto­ßen­de Kom­men­ta­re zu unter­las­sen.“ Da mei­ne Zei­len für Ver­wir­rung gesorgt haben, ver­wei­se ich noch­mals auf den Inhalt mei­ne Zuschrift. Eine sach­li­che und auch fai­re Rück­tritts­dis­kus­si­on ist nur unter Berück­sich­ti­gung des Wort­lau­tes der Decla­ra­tio Bene­dikts XVI mög­lich. Danach sag­te Bene­dikt: Ich habe Euch zusammengerufen…um Euch eine Ent­schei­dung von gro­ßer Bedeu­tung für das Leben der Kir­che mit­zu­tei­len. Über das Leben der Kir­che könn­te man eine lan­ge Dis­kus­si­on füh­ren, aber es ist für mich ein­deu­tig Heils­ge­schich­te. Wenn dem so ist, so kön­nen wir die Dis­kus­si­on nur unter die­sen Prä­mis­sen füh­ren und nicht so tun, als habe Bene­dikt- wie ein Poli­ti­ker Fah­nen­flucht began­gen. Gestat­ten Sie mir noch einen wich­ti­gen Hin­weis aus der Decla­ra­tio. Er wid­met sich jetzt nur mehr dem Opfer und Gebet, der­weil er von der Zusa­ge, die er Gott mit sei­ner Wahl gege­ben hat, nicht mehr zurück kann. Die Kon­se­quenz dar­aus ist, von sei­nem Amt (mit den Amts­ge­schäf­ten) als Bischof von Rom (s.Declaratio) ist er zurück­ge­tre­ten, aber nicht von sei­ner beson­de­ren Bin­dung als Papst an Gott. Er hät­te die­se Zusa­ge zurück­zie­hen kön­nen, tat es aber nicht. Coele­stin V ver­fass­te inhalt­lich eine Ande­re Rücktrittsdeclaratio.
    @ fides vin­cit: Bis vor drei Jah­ren hät­te ich Ihnen voll zuge­pflich­tet. Aber wie beur­tei­len Sie den die Situa­ti­on, wenn zwei als Päp­ste gewan­de­te Her­ren bei der Hei­lig­spre­chung auf dem Peters­platz in Erschei­nung tre­ten, der eine in lit­ur­gisch akti­ver Rol­le und der ande­re eher passiv?
    Die ent­schei­den­de Fra­ge ist doch, was ist mit den Schlüs­seln des Him­mel­rei­ches? Glau­ben Sie , das der, wel­cher so Ver­wor­re­nes und die Leh­re ent­stel­len­des redet, so spricht, weil er die Schlüs­sel des Him­mel­rei­ches besitzt?

    • Bene­dikts Hin­weis auf Opfer und Gebet sind doch ein kla­rer Fin­ger­zeig auf Annah­me eines Mar­ty­ri­ums, die The­se der Fah­nen­flucht ist ein Para­do­xon und absurd. Dan­ke für Ihre Mah­nung zur Beson­nen­heit in der Sache. Ihren Gedan­ken­gang mit den Amts­ge­schäf­ten fin­de ich sehr inter­es­sant, es hat leich­te Par­al­le­len zur Situa­ti­on der deut­schen Geschich­te. Adolf ging nach Cordoba/Argentinien und Kanz­ler spiel­te Ade­nau­er, in bei­den Fäl­len ging es nur um die Pira­te­rie der Amts­ge­schäf­te, das dabei die Wahr­heit auf der Strecke bleibt ist mir als Katho­lik in bei­den Fäl­len sehr ver­däch­tig, Schwe­fel­ge­ruch macht sich breit.

      • @zeitschnur

        Ich den­ke mit Ihrer The­se der Fah­nen­flucht schluss­fol­gern Sie zu vor­ei­lig, viel­leicht auch ver­ständ­lich emo­tio­nal berührt, ich den­ke das es vie­len so geht. Es ist doch die Fra­ge wäre das Mar­ty­ri­um im Amt zu blei­ben oder ist das Mar­ty­ri­um die Amts­ge­schäf­te nie­der­zu­le­gen! Da war Bene­dikt XVI. sehr unmiss­ver­ständ­lich, und da bleibt uns nur ihm zu Glau­ben und zu Ver­trau­en, so hart es auch sein mag. Die Zeit wird die unbe­ant­wor­te­ten Fra­gen lösen, es ist auch eine Fra­ge der Geduld und Dul­dung der Situa­ti­on. Wür­de er eines Tages ein­schrei­ten müs­sen, da ein vati­ka­ni­sches Cha­os Aus­ma­ße anneh­men wür­de, könn­te er es tun ohne die gering­ste Schuld da er dazu genö­tigt wor­den wäre, aber das ist zu spe­ku­la­tiv. Wir ken­nen das doch alle aus der Kind­heit, die Eltern geben eine Wei­sung, man ver­steht die Eltern viel­leicht erst Jah­re spä­ter aber rat­sam zu hören ist es trotzdem.
        Sie ken­nen ver­mut­lich den Aus­spruch See­hofers „die die gewählt sind haben nichts zu sagen, und die was zu sagen haben sind nicht gewählt“, also ich weiß wie er es mein­te und sei­ne For­mu­lie­rung war sehr cle­ver, ja sogar leicht iro­nisch. Wir haben in Wirk­lich­keit 2 Regie­run­gen aber nur eine ist momen­tan sicht­bar für Sie, die ande­re wird bald sicht­bar wer­den, da sich die Lage immer schnel­ler zuspitzt. Die ande­re Regie­rung agiert über Kon­zer­ne und ande­re Struk­tu­ren, die hier mal aus Sicher­heits­grün­den egal sind, daher ist es auch ver­ständ­lich das ein grü­ner Jung­po­li­ti­ker der im Wehr­aus­schuss (!) sitzt, kei­ne Kennt­nis davon hat das es HEL (Laser) Waf­fen­sy­ste­me gibt aber die­se Syste­me sogar ohne sein Wis­sen 2016 in die Bun­des­wehr ein­ge­führt wer­den wird. Ich amü­sier­te mich köst­lich über die­sen Poli­ti­ker der wird sich bald rich­tig wun­dern, aber an dem Tag der Ver­wun­de­rung wird er sich neue Arbeit suchen müs­sen. Beim Papst­tum ist es gleich aber es ist es anders, die Dif­fe­renz ist das der Amts­vor­gän­ger sicht­bar ist aber es ist abso­lut die glei­che Situa­ti­on, er ope­riert nicht öffent­lich aber könn­te jeder­zeit voll wei­ter ope­rie­ren und schal­ten und wal­ten wie es für ihn nötig wäre, wäh­rend öffent­lich ein ande­rer amts­mä­ßig agiert aber nur in dem Rah­men der ihm gesetz­ten Mög­lich­kei­ten. Auf bei­den Ebe­nen wird erst der Not­stand die Din­ge regeln, lei­der, so lan­ge Geduld wah­ren. Apro­pos das mit dem öster­rei­chi­schen Gefrei­ten in Argen­ti­ni­en wird Ende des Jah­res in den USA offi­zi­ell, es waren israe­li­sche Doku­men­tar­fil­mer, und Zeu­gen­aus­sa­gen, die so gese­hen den Amis Dampf gemacht haben, einen Teil der Wahr­heit zu entschleiern.

      • @ Hein­rich

        …bloß habe ich nir­gends geschrie­ben, dass Bene­dikt Fah­nen­flucht began­gen hat. Ich sag­te, er hät­te das nicht tun sol­len. Und das ist was anders…

        Und das darf man sagen. Sor­ry — aber das biss­chen Frei­heit der Gedan­ken gibt es sogar in der Kirche…

      • @zeitschnur
        Ja Ver­zei­hung, mit der Fah­nen­flucht das war ein ande­rer Teil­neh­mer, mei­ne Augen, mea cul­pa. Mit sei­ner Eme­rie­rung gehe ich auch nicht kon­form, es offen­bart zu sehr die inner­kirch­li­chen Gra­ben­kämp­fe und jeder wird dar­an betei­ligt selbst Nicht­ka­tho­li­ken. Unter Bene­dikt waren die Schä­den in der Kir­che defi­ni­tiv gerin­ger sicht­bar aber wie ich unten (9.10./14:58) schrieb die Ver­wir­rungs­tak­tik war schon bei Bene­dikt die glei­che wie bei Tan­go Fran­ze. Es kommt einem vor als tra­gen wel­che den Ehe­krach öffent­lich aus, und so etwas ist rei­ne Ange­le­gen­heit der Ehe­part­ner, und ehe­lich kor­rekt so ver­fuhr Bene­dikt, intern Lösun­gen suchen und nicht auf dem Kirch­platz das Nudel­holz werfen.

    • @Dr. Die­ter Fasen:

      Es kann nur einen recht­mä­ßi­gen Papst geben, weil Chri­stus die­ses Amt so ein­ge­rich­tet hat. Dar­an kann nie­mand etwas ändern, und dar­an hat sich auch vor drei Jah­ren nichts geändert.

      Zu Ihren Fragen:

      1. Die­se Situa­ti­on hal­te ich für katasto­phal — und zwar u.a. auf­grund des oben ange­führ­ten Sach­ver­hal­tes. Sie ist geeig­net, Ver­wir­rung und Ärger­nis zu stiften.

      2. Die Bin­de- und Löse­ge­walt ist Bestand­teil des Papst­am­tes. Wenn ein Papst sich in der von Ihnen beschrie­be­nen Wei­se ver­hält, dann geschieht dies nicht auf­grund der Bin­de- und Löse­ge­walt. Viel­leicht war Ihre Fra­ge aber eher so gemeint, ob denn etwa ein Mensch, der sich in der von Ihnen beschrie­be­nen Wei­se ver­hält, tat­säch­lich Inha­ber des Papst­am­tes sein kann. Und hier müß­te man eben dif­fe­ren­zie­ren, zunächst bezüg­lich der for­mel­len, dann auch nach der mate­ri­el­len Qua­li­tät der jewei­li­gen Aus­sa­gen. Das kann nicht gut im Rah­men eines Kom­men­tars in die­sem Forum gesche­hen — und das wird wohl auch eine nicht all­zu leich­te Auf­ga­be für künf­ti­ge Theo­lo­gen, nament­lich für Apo­lo­ge­ten und Fun­da­men­tal­theo­lo­gen sein.
      Aus­sa­gen eines Pap­stes kön­nen eine ganz unter­schied­li­che Wer­tig­keit bzw. for­ma­le Ver­bind­lich­keit haben. Eine Erklä­rung ex cathe­dra etwa, eine son­sti­ge unfehl­ba­re Ent­schei­dung, die fide ecclesia­ti­ca creden­da wäre (z.B. „Ordi­na­tio sacer­do­ta­lis“ von Johan­nes Paul II.), eine son­sti­ge „bloß“ authen­ti­sche Aus­übung des Lehr­am­tes usw., bis hin zu blo­ßen Pri­vat­äu­ße­run­gen (dazu gehört z.B. — nicht „fak­tisch“, aber theo­lo­gisch-for­mal — jedes Inter­view). Dann ist zu berück­sich­ti­gen, daß Irr­tum eben nicht gleich Irr­tum ist. Ein Irr­tum kann mehr oder weni­ger schwer­wie­gend sein, je nach­dem er sich mehr oder weni­ger weit von der Wahr­heit ent­fernt, aber auch nach dem jewei­li­gen Sicher­heits­grad der Leh­re, gegen die der Irr­tum ver­stößt. Die Theo­lo­gie kennt hier sehr genaue Unter­schie­de, die man als theo­lo­gi­sche Zen­su­ren bezeich­net (z.B. häre­tisch, irrig, irr­tums­na­he, ver­we­gen, ver­fäng­lich, from­me Ohren ver­let­zend usw. — jede die­ser Zen­su­ren bezeich­net eine bestimm­te Art des Irr­tums oder zumin­dest eine unan­ge­brach­te bzw. fal­sche Ausdrucksweise).

      Was nun Ber­go­glio betrifft, bin ich nicht kom­pe­tent, die Unzahl von Merk­wür­dig­kei­ten, Ärger­nis­sen, Katastrophen,Zweideutigkeiten usw. sei­nes Poniti­fi­ka­tes prä­zi­se zu qua­li­fi­zie­ren. Das sol­len und wer­den Beru­fe­ne­re tun. Mög­li­cher­wei­se schafft aber Ber­go­glio selbst in den näch­sten Wochen eine Situa­ti­on, in der es offen­sicht­lich wer­den wird, daß er das Papst­amt ver­lo­ren hat.

  19. Lie­be Mari­en­zweig: dan­ke für Ihre Antwort.

    Papst Bene­dikt selbst sag­te, daß er in Bezug auf einen Rück­tritt von den Amts­ge­schäf­ten, aber nicht vom Papst­amt als sol­chem, das alles im Gebet vor Gott gebracht habe. Und er wird schon dann eine ent­spre­chen­de Ein­ge­bung erhal­ten haben. Das kann gar nicht anders sein.
    Bene­dikt konn­te die­sen Ansturm des Ver­kehr­ten beim besten Wil­len nicht mehr abweh­ren. Das hät­te nie­mand gekonnt. 

    Sein (hal­ber) Rück­tritt wird sicher das Beste gewe­sen sein für die Kir­che. Der Blitz­ein­schlag in der Peters­dom­kup­pel ist für mich ein gött­li­ches Zei­chen dahin­ge­hend, daß jeder­mann sehen kann, daß die Kir­che gespal­ten ist. Die­ser Ein­schlag erfolg­te ja nach der Rück­tritts­er­klä­rung und ist ein Beweis dafür, daß Bene­dikt rich­tig gehan­delt hat­te und daß durch sei­nen Rück­tritt jetzt alles offen­kun­dig wird, was bis zu dem Zeit­punkt nur halb­laut gesagt wurde.
    Durch sei­nen Rück­trittt kann die fal­sche Par­tei end­lich ihre Mas­ken fal­len las­sen- und tut das aus­gie­big. Wie vie­le Prie­ster offen­ba­ren sich unge­schminkt als Anhän­ger der Irr­leh­ren!? — Das gabs ja bis dahin nicht so. Jetzt kommt durch den (hal­ben) Rück­tritt Bene­dikts, der mit Ein­ver­ständ­nis des Him­mels geschah, alles ans hel­le Tageslicht.

    Papst Bene­dikt wird sicher noch von sich hören lassen.

  20. @ Dr. Die­ter Fasen

    Nun ent­hält aber doch gera­de die Rück­tritts­de­cla­ra­tio Bene­dikts die­se Schi­zo­phre­nie, die von den Kri­ti­kern die­ses Rück­tritts auch benannt wird. Auch Sie benen­nen die­se Schi­zo­phre­nie, ord­nen Sie aber nicht dem zu, der sie ver­ur­sacht hat: Benedikt.

    Man darf dann nicht nur die Erklä­rung anse­hen, son­dern auch Bene­dikts Ver­spre­chen, sich inal­lem dem Nach­fol­ger zu unter­wer­fen, fort­an zu schwei­gen, nicht mehr gese­hen zu wer­den etc.

    Ver­zei­hen Sie viel­mals — aber das ist in sich absurd: ein Papst, der Papst blei­ben will, sich aber dem nach­fol­ger voll­kom­men unter­wer­fen will. Allei­ne das geht nicht nach der Leh­re der Kir­che. Der Papst ist der Papst und kann kei­nem ande­ren Papst unter­wor­fen sein. Punkt. das ist schnell gesagt und auch eben­so schnell zu verstehen.

    Was man nicht ver­steht, ist, dass Bene­dikt uns in einen sol­chen Irr­sinn gestürzt hat, der sich der­ge­stalt aus­wirkt, dass wir uns nun sei­net­we­gen gegen­sei­tig nie­der­ma­chen, miss­ver­ste­hen, im Kaf­fee­satz sei­ner mage­ren Schluss­wor­te suchen, ob wir etwa dort die Erklä­rung fin­den für das, was uner­klär­lich ist.

    So sieht es aus, wenn die Ver­nunft in der Kir­che erlo­schen ist und jeder sei­nen Indi­vi­du­al­erkennt­nis­sen folgt — ange­fan­gen vom Papst, wei­ter­ge­macht über die Bischö­fe bis hin­un­ter zu den Laien.

    Es gibt Regeln, auch für den Papst, aber was macht man, wenn er sich nicht dran hält?
    Dafür gibt es lei­der kei­ne Regeln und das ist auch unser eigent­li­ches Pro­blem in der Kir­che als sicht­ba­rer Institution.

    • @ zeit­schnur

      Sie wol­len nicht verstehen!

      Sie über­se­hen immer wie­der, was „Eme­ri­tus“ meint. Papst Bene­dikt XVI. Eme­ri­tus hat sich ins Gebet zurück­ge­zo­gen. Er hat zwar die Amts­ge­walt an sei­nen Nach­fol­ger abge­ge­ben, die wie­der­um immer an den Glau­ben der Kir­che, so wie er von der Kir­che in allen Zei­ten geglaubt und bezeugt wur­de, gebun­den bleibt, jedoch nicht die Zwie­spra­che mit Gott im Gebet eingestellt. 

      Mir scheint, Sie haben ein grund­sätz­li­ches Pro­blem mit Glau­ben, der soll Ihnen Wis­sen sein.

      • Der letz­te Satz ist über­flüs­sig und unge­hö­rig — nicht jeder, der anders denkt als Sie, bzw. eine Sache anders auf­fasst als Sie, hat ein „Pro­blem mit dem Glau­ben“. Was hat über­haupt das eine mit dem andern zu tun?
        Mich deucht, Sie wol­len ein wenig Gott spie­len und den ewi­gen Rich­ter spielen.
        Wel­ches Glau­bens­pro­blem auf der dog­ma­ti­schen Ebe­ne habe ich denn?

        Was Sie da so neun­mal­klug schrei­ben, ist eben nicht unum­strit­ten, da er nach wie vor als Papst in Erschei­nung tritt — dar­auf ver­weist ja auch @ Dr. Die­ter Fasen, und da er das Gebet eben nicht als Lai­en­apo­sto­lat auf­fasst, son­dern aus­drück­lich als Bestand­teil sei­nes Apo­sto­la­tes als … Papst.

      • @ Rein­hold

        Wie im Sand­ka­sten — wenn es nicht mehr ganz hoch­reicht bis zum Geist, dann kann man immer noch dem andern die Zun­ge rausstrecken.
        Bra­vo, Meister!

      • @zeitschnur

        Und wann hören Sie auf damit, ande­ren die Zun­ge herauszustrecken?

        Wo bleibt Ihre Sach­lich­keit, wenn es dar­um geht, die von der Auf­klä­rung gesetz­ten Prä­mis­sen zu hin­ter­fra­gen. Dann wer­den Sie in ste­ter Regel­mä­ßig­keit zor­nig und polemisch.

        Bit­te erklä­ren Sie mir, wel­che Errun­gen­schaf­ten die Auf­klä­rung, abge­se­hen von tech­ni­scher Erfin­dungs­ga­be, der Mensch­heit kon­kret gebracht hat. Hat die Auf­klä­rung den Men­schen nun in irgend­ei­ner Wei­se erlöst, hat sie das kon­kre­te Leid der Men­schen, wenn man von klei­nen Inseln der mate­ri­el­len Selig­keit absieht, auf­he­ben können?

        Und wel­che Rück­wir­kun­gen hat­te die Dyna­mik der tech­ni­schen Revo­lu­ti­on auf die Huma­ni­tät? Etwa nur posi­ti­ve oder über­wie­gen da nicht ganz ein­deu­tig die nega­ti­ven Rück­wir­kun­gen, wie seit dem Ersten Welt­krieg über­deut­lich zu sehen. 

        Und wel­chen qua­li­ta­ti­ven Fort­schritt hat es im Sitt­li­chen seit der Auf­klä­rung gege­ben — kön­nen Sie hier mal Kon­kre­tes vor­brin­gen? Wur­de die Mensch­heit durch die Auf­klä­rung kul­tu­rell geho­ben? Etwa durch die Pop- und Rock„kultur“?

        Hat sich nicht das gan­ze Men­schen­bild seit der Auf­klä­rung hin zum Tier­haf­ten ver­scho­ben. Statt sich zu erhe­ben, hat sich der Mensch durch die Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie nie­der­drücken lassen.

      • @ Sua­rez

        Mir ist die Zeit zu scha­de für Ihr unge­hö­ri­ges Gefa­sel ad personam! 

        Ich bin im Forum eine der weni­gen, die ihre Behaup­tun­gen auch begründet.

        Sie wol­len hofiert wer­den für Ihre „Erkennt­nis­se“. Sobald jemand eini­ge Ein­wän­de for­mu­liert, geht der Roll­laden her­un­ter und Sie wer­den persönlich.

      • @ zeit­schnur

        Sie müs­sen bezüg­lich „Gefa­sel ad per­so­nam“ nicht von sich auf ande­re schließen!

        Die von mir kon­kret gestell­ten Fra­gen kön­nen Sie offen­bar nicht beant­wor­ten. Inso­fern schwe­ben Ihre „Begrün­dun­gen“ in der Luft. 

        Es geht mir nicht um Lob oder Hofiert-wer­den son­dern dar­um, die Selbst­ge­rech­tig­keit des auf­klä­re­ri­schen Ver­nunft­ver­ständ­nis­ses als sol­ches auch aufzuzeigen.

        Klar dass Sie da böse wer­den, stellt doch die Auf­klä­rung für Sie den Ret­tungs­an­ker dar. Das Pro­blem ist nur, dass die­ser Anker kei­nen Grund fin­det, auf dem er sich ver­an­kern könn­te, da der Auf­klä­rung erklär­ter­ma­ßen Aus­sa­gen über Sinn fremd sind. Das Schiff Auf­klä­rung treibt eben ziel­los auf dem Meer der abstrak­ten Erkennt­nis und fin­det kein Land. Ein­zig die Fata Mor­ga­na des Fort­schrit­tes, also einer ins Unend­li­che pro­ji­zier­ten Hoff­nung, hält die Crew an Bord.

    • Sehr geschätz­te Fr. Zeitschnur,
      Erneut brin­gen Sie es tref­fend und prä­gnant auf den Punkt. Auch Ihren übri­gen Kom­men­ta­ren in die­sem kon­kre­ten thread möch­te ich voll­um­fäng­lich beipflichten.
      Sie argu­men­tie­ren auf soli­der Grund­la­ge des über­lie­fer­ten Glau­bens, der Ver­nunft und der Kano­ni­stik. So wie es die Alten taten. Frei­lich wird man des­we­gen hier geschol­ten weil nai­ve Träu­me, alber­ne Emo­tio­na­li­tät und infan­ti­le Anhäng­lich­keit gegen­über einer Per­son den Blick auf das Kon­kre­tum und den Real­zu­stand nicht mehr mög­lich machen. Die Ver­wir­rung inner­halb der Kon­zils­kir­che ist mitt­ler­wei­le in ein Sta­di­um getre­ten in wel­che eben die oben genann­te Schi­zo­phre­nie voll­ends über­hand­ge­nom­men hat.

      • Herr J.G.Ratkaj, Begrif­fe wie „alber­ne Emo­tio­na­li­tät“, „infan­ti­le Anhäng­lich­keit gegen­über einer Per­son“, „nai­ve Träu­me“ im Zusam­men­hang mit die­ser Dis­kus­si­on wun­dern mich bei Ihnen sehr. Ja, Schi­zo­phre­nie… „in der Kon­sils­kir­che“, sagen Sie und Zeit­schnur…, Gott beschüt­ze Sie.

      • Wis­sen Sie, wenn man wie ich 1972 gebo­ren ist und lan­ge nix ande­res kann­te als die Kon­zils­kir­che, dann hat man nicht mehr erlebt, wie „es die Alten taten“, dann muss man sich erst müh­sam durch die gan­zen Wider­sprüch­lich­kei­ten durch­kämp­fen — und wenn Sie uns dann als doof oder infan­til abkan­zeln hilft das auch nicht wei­ter. Und wenn ich Zeit­schnur rich­tig lese, dann gab es die­ses „wie es die Alten“ taten vor dem „Pasto­ral-Kon­zil“ ja auch schon nicht mehr… also was wür­den Sie mei­ner Genera­ti­on kon­kret raten? Ihr seid alle Dep­pen, okay, neh­men wir mal an, ich tei­le ihre Dia­gno­se, was wäre die Medi­zin? FSSP oder FSSPX wür­den ja auch unter Schi­zo­phre­nie fal­len nach die­ser Logik. Inne­re Emi­gra­ti­on? Wo soll ich am Sonn­tag das Mess­op­fer besu­chen? So sehr mich die aka­de­mi­sche Debat­te hier anspricht, was mach ich kon­kret mit mei­ner Familie?

      • @ kostan­ti­nov
        Ich den­ke man muss sich dar­über im Kla­ren sein, dass auf die­ser Welt alles, auch die Kir­che, im Vor­läu­fi­gen ist,.
        Im Grun­de hat sich seit den Zei­ten Jesu nicht viel geän­dert, um ihn her­um sind Pha­riä­ser, Sad­du­zä­er (die glaub­ten schon damals nicht an ein Leben nach dem Tod),wundersüchtiges Volk, Geru­fe­ne, die ihn nicht ver­stan­den, und ab und an begriff ein Hei­de, um was es geht.
        Ich den­ke mitt­ler­wei­le, man muss auf­hö­ren nach der per­fek­ten Grup­pie­rung, hier auf die­ser Welt zu suchen. Sel­ber, gera­de wenn man Kin­der hat, zuse­hen, dass man dahin geht „wo man noch hin­ge­hen kann“, sich von Sün­de und Hoch­mut fern­hal­ten, und tun was eben geht.
        Weil wie heißt es in der Schrift: „Durch vie­ler­lei Drang­sa­le gelangt ihr in das Reich Gottes“.
        Das bedeu­tet nicht, dass die Kri­tik an der Kir­che, wie sie sich aktu­ell prä­sen­tiert ver­kehrt ist, aber s.o.

      • „also was wür­den Sie mei­ner Genera­ti­on kon­kret raten? Ihr seid alle Dep­pen, okay, neh­men wir mal an, ich tei­le ihre Dia­gno­se, was wäre die Medi­zin? FSSP oder FSSPX wür­den ja auch unter Schi­zo­phre­nie fal­len nach die­ser Logik. Inne­re Emi­gra­ti­on? Wo soll ich am Sonn­tag das Mess­op­fer besu­chen? So sehr mich die aka­de­mi­sche Debat­te hier anspricht, was mach ich kon­kret mit mei­ner Familie?“

        Beten (bes. den Rosen­kranz), den Glau­ben bewah­ren und aus­har­ren sowie am Sonn­tag die Mes­se (mög­lichst) in Ihrer Hei­mat­pfar­rei besuchen.

      • @Kosta

        1. Zitat fides vin­cit: „Gott wird alles letzt­lich zum Guten len­ken. Wie und nach wel­chen even­tu­ell noch aus­ste­hen­den Kata­stro­phen, weiß Er.“

        2. wie von Hr. Rat­kaj emp­foh­len: täg­lich den Rosen­kranz beten.

        3. “ :regel­mä­ßi­ger Sakra­men­ten­emp­fang (dürf­te in Ihrer Pfar­rei durch­aus „mög­lich“ sein 😉

      • @ J. G. Ratkaj 

        Schon wie­der wird fröh­lich Glau­be, Ver­nunft und Über­lie­fe­rung ver­mengt, ohne dass auch nur ansatz­wei­se eine begriff­li­che Klä­rung vor­lä­ge. Wenn Sie allein die dif­fe­rie­ren­den Auf­fas­sun­gen von „Katho­li­zi­tät“ auf der jet­zi­gen Syn­ode betrach­ten, dann müss­ten Sie mit sol­chen Aus­sa­gen schon vor­sich­ti­ger sein. Und der Begriff der Ver­nunft bedarf erst recht einer Klä­rung. Wel­che begriff­li­che Bestim­mung zie­hen Sie her­an; die der radi­ka­len Kri­tik? Dar­in hat christ­li­cher Glau­be kei­nen wirk­li­chen Platz, wie wir heu­te immer deut­li­cher sehen. Die Auf­klä­rung ist dem Glau­ben gegen­über nicht indif­fe­rent, son­dern ihm ein­deu­tig feind­lich gegen­über­ste­hend. Oder mei­nen Sie eine sich nicht ver­ab­so­lu­tie­ren­de Ver­nunft, die Glau­be nicht infra­ge stellt? Wie sieht aber die Ver­mitt­lung von Glau­be und Ver­nunft kon­kret aus? Wie defi­niert sich dabei Ver­nunft? Kön­nen Sie das hier ein­mal näher dar­le­gen? Und wer bestimmt über­haupt, wel­che geschicht­li­che Ver­mitt­lung (Über­lie­fe­rung) des Glau­bens die rich­ti­ge ist? Sie? Die Über­lie­fe­rung? — Wel­che? Was ist mit Heil gemeint, etwa ein ver­nünf­ti­ger Zustand im Sin­ne der Aufklärung?

      • Ergän­zend zu Herrn Car­los Kom­men­tar, den ich voll­in­halt­lich bei­pflich­ten möchte.
        Der Rosen­kranz ist der Weg schlecht­hin um sich Gott zu nähern und auf sei­nen Wegen zu blei­ben. Er ist die von der Mut­ter­got­tes geleb­te Chri­sto­lo­gie. In Maria fin­den wir das idea­le Uni­ver­sum , in wel­chem wir Chri­stus betrach­ten kön­nen: wie er gebo­ren wird, wie er im Tem­pel dar­ge­stellt wird, mit den Schrift­ge­lehr­ten dis­pu­tiert, wie er Todes­qua­len lei­det im Gar­ten von Geth­se­ma­ne, gekreu­zigt wird, am Kreu­ze stirbt, auf­er­steht, zum Him­mel auf­fährt und den Hei­li­gen Geist sendet.
        Ohne jetzt eine Dis­kus­si­on über Pad­re Pio da Piet­rel­ci­na enfa­chen zu wol­len möch­te ich nur auf die letz­ten Wor­ten und Anemp­feh­lun­gen die­ses Sera­phen Mari­ens ver­wei­sen: “ Lie­bet die Mut­ter­got­tes und ver­brei­tet die­se Lie­be! Betet immer den Rosenkranz!“

      • Lie­ber Kostadinov,
        ich den­ke, der Ver­such Glau­be aus der Ver­nunft desti­lie­ren zu wol­len, wie heu­te oft zu sehen, muss schei­tern. Unse­re Kir­che lei­det ja gera­de dar­an, dass sie sich zur Magd der Auf­klä­rung gemacht hat und dabei den Glau­ben immer mehr auf ein Abstrak­tum redu­zie­ren ließ, so das die leben­di­ge Glau­bens­er­fah­rung stets wei­ter ver­küm­mer­te. Wenn man Kar­di­nal Kas­per über „Barm­her­zig­keit“ refe­rie­ren hört, dann hört man einen Phi­lo­so­phen, kei­nen Theo­lo­gen. Wie im Mar­xis­mus sind Theo­rie und Pra­xis ledig­lich im Kopf des Refe­ren­ten zur Deckung gebracht und zwar durch eine abstrak­te Glau­bens­uto­pie. Auf einem sol­chen „Glau­ben“ kann man nicht bau­en, schon weil die wich­tig­ste Fra­ge, die nach dem Sinn des Todes, nicht beant­wor­tet ist. Wenn christ­li­cher Glau­be über­haupt wie­der in die See­le des Men­schen Ein­gang fin­den soll­te, dann nur, wenn die Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie einer radi­ka­len Kri­tik unter­zo­gen wird. Erst wenn deut­lich wird, dass der Kai­ser nackt ist, wird der Glau­be auch wie­der ver­nom­men, so über­tönt der von der Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie gepräg­te Zeit­geist das Wahr­neh­men des Gött­li­chen. Wir sind, was den Glau­ben anbe­trifft, taub und erblin­det. Wir tap­pen in unse­ren abstrak­ten Denk­wel­ten her­um und pochen dar­auf, dass wir uns selbst erlö­sen wollen.

      • @ Kostan­ti­nov

        Das sehe ich wie eini­ge mei­ner Vor­red­ner: Leo XIII. war der begna­de­te Leh­rer, der auch das Lehr­amt inne­hat­te, der in fast 20 Lehr­schrei­ben allen Gläu­bi­gen das Beten des Rosen­kran­zes fast beschwö­rend ans Herz legte.
        Er hielt es für das letz­te wirk­sa­me Kampfmittel.
        Ich per­sön­lich glau­be das auch und hal­te ihn dar­um auch für den letz­ten gro­ßen Papst. Kei­ner nach ihm hat es für nötig befun­den, dies wei­ter­zu­füh­ren. Nach ihm setz­te man in Rom auf das „Fleisch“ und sei­ne Weis­heit. Und so sieht es aus.

        Mir sind die — so scheint es mir jeden­falls — tief­sten Erkennt­nis­se beim Rosen­kranz­be­ten auf­ge­zeigt worden.
        Kei­ne Erkennt­nis­se über die Zeit­ü­bel oder die gro­ße Poli­tik oder Pro­blem­lö­sun­gen für die Kir­che hier und heu­te, aber Erkennt­nis­se über die Mensch­wer­dung Chri­sti, sein Süh­ne­op­fer für uns und die unge­heu­er­li­che fro­he Bot­schaft, dass er uns damit auf sei­ne Augen­hö­he gestellt hat. Ich fin­de das atem­be­rau­bend, v.a. den Schluss, wo er Maria in den Him­mel auf­nimmt und neben sich… mir stockt wirk­lich der Atem … NEBEN sich krönt. Genau­so wird es ja auch in vie­len älte­ren Bild­nis­sen dar­ge­stellt. Er hat uns irgend­wie, auf eine geheim­nis­vol­le Wei­se , in sei­ne Gott­heit inklu­diert. man kann das gar nicht den­ken, aber es kann nicht anders sein nach der Lehre.
        Man kann sich da nur unwür­dig füh­len… aber er macht sich dar­um uns zur Wür­de. Er ist unse­re Würde.

        Wer das sieht, erkennt mit einem Schlag auch, welch über­ra­gen­de und ganz eigen­stän­di­ge Rol­le Gott der Frau gege­ben hat, so dass sie sich über­haupt nicht leid­se­hen müss­te an einem ohne durch Macht­geil­heit ver­frem­de­ten Priestertum.
        Aber viel mehr noch führt uns unse­re Mut­ter vor, wo Gott sei­ne gelieb­te Braut (also alle die Ihm gehö­ren) haben will.

        Das kann man doch fest­hal­ten und Jesus bit­ten, einem dies zu erhal­ten für immer und ewig.

  21. […]
    6 Denn fort­an will ich die Bewoh­ner des Lan­des nicht mehr scho­nen, ist der Spruch Jah­wes. Viel­mehr will ich nun selbst die Men­schen aus­lie­fern, einen jeden in die Gewalt sei­nes Hir­ten und in die Gewalt sei­nes Königs; die wer­den das Land zer­schla­gen, und ich wer­de nie­man­den aus ihrer Gewalt befreien.
    7 Da wei­de­te ich die Schlacht­scha­fe für die Schaf­händ­ler und nahm mir zwei Hir­ten­stä­be, — den einen nann­te ich „Huld“ und den andern „Ver­bin­dung“. Als ich nun die Scha­fe weidete
    8 und in einem Mona­te die drei Hir­ten weg­ge­schafft hat­te, wur­de ich ihrer über­drüs­sig, und auch sie hat­ten einen Wider­wil­len gegen mich.
    9 Da sprach ich: Ich mag euch nicht län­ger wei­den. Was stirbt, mag ster­ben, was zu Grun­de geht, mag zu Grun­de gehen, und was dann noch übrig bleibt, mag sich gegen­sei­tig auffressen!
    10 Dann nahm ich mei­nen Stab „Huld“ und brach ihn in Stücke, um mei­nen Ver­trag, den ich mit allen Völ­kern geschlos­sen hat­te, zu lösen.
    11 Als er nun an eben jenem Tage gelöst wur­de, da erkann­ten die Schaf­händ­ler, die mich beob­ach­te­ten, daß es Jah­wes Wort war.
    12 Dar­auf sprach ich zu ihnen: Wenn es euch gefäl­lig ist, so gebt mir mei­nen Lohn, und wenn nicht, so laßt es blei­ben! Da zahl­ten sie mir mei­nen Lohn aus — drei­ßig Silbersekel.
    13 Jah­we aber befahl mir: Wirf ihn in die Schatz­kam­mer, den herr­li­chen Preis, des­sen ich bei ihnen wert geach­tet ward! Da nahm ich die drei­ßig Sil­ber­s­ekel und warf sie im Tem­pel in die Schatzkammer.
    14 Dann brach ich auch mei­nen zwei­ten Hir­ten­stab, „die Ver­bin­dung“, in Stücke, um so die Brü­der­schaft zwi­schen Juda und Isra­el aufzulösen.

    15 Hier­auf befahl mir Jah­we: Nimm dir nun noch das Gericht eines thö­rich­ten Hirten;
    16 denn für­wahr, ich selbst will im Land einen Hir­ten erste­hen las­sen, der nach dem, das im Begriff ist, zu Grun­de zu gehen, nicht sieht, das Ver­irr­te nicht auf­sucht, das Ver­wun­de­te nicht heilt, das noch Gesun­de nicht ver­sorgt, das Fleisch der fet­ten Tie­re ver­zehrt und ihnen die Klau­en zerreißt.
    17 Wehe über den nichts­nüt­zi­gen Hir­ten, der die Her­de im Sti­che läßt! Ver­der­ben über sei­nen Arm und sein rech­tes Auge! Sein Arm müs­se gänz­lich ver­dor­ren und sein rech­tes Auge völ­lig erlöschen!
    (Sach­ar­ja)

  22. Der lan­gen Rede kur­zer Sinn: Es gibt Papst-Bene­dikt-Ver­ste­her und P.-B.-Kritiker.
    Der lie­be Gott ist zu 100 % auf der Sei­te der erste­ren! — Es nützt nichts, sich in wil­den Spe­ku­la­tio­nen zu verlieren!

    • na dann erklä­ren Sie mir doch mal bit­te, was das alles soll?
      Ich habe damals mit dem Rück­tritt so ver­stan­den, dass ein alter, erschöpf­ter Mann in Ruhe und Frie­den ster­ben woll­te und das nicht, wie sein Vor­gän­ger, sozu­sa­gen im Schau­fen­ster der Medi­en, tun wollte.
      Auch und wenn ich es schon damals bes­ser gefun­den hät­te, die Amts­ge­schäf­te zu dele­gie­ren und sich als Papst, wie vie­le Päp­ste davor, zurück­zu­zie­hen, ergab das für mich Sinn.
      Wir haben also die fast absur­de Situa­ti­on, dass der Pater Fami­li­as sei­ner Fami­lie„ der Kir­che, kei­ne ande­re Wahl gelas­sen hat, als sich einen ande­ren Pater Fami­li­as zu wäh­len, also die gan­ze Kir­che sozu­sa­gen wie­der­ver­hei­ra­tet geschie­den ist.

      • @ zeit­schnur
        Sie machen sich lächer­lich mit ihrem Gela­che! Seit­dem Sie posten, hal­ten Sie es so: „Es gibt immer nur zwei Mei­un­gen: Mei­ne und die falsche!“
        Die­ses Bekennt­nis kann nie­mand in Zwei­fel zie­hen und macht Ihnen nie­mand streitig!

      • @ Sua­rez

        Keep cool! Regen Sie sich doch ein­fach mal ab… Ich bin nicht Ihr Feind, nur weil Sie mich dazu machen wol­len, okay?

        Ich weiß, dass die Zustän­de in der Kir­che uns alle auf­rei­ben. Ich ste­he da ja nicht außerhalb! 

        Da ein­zi­ge, wor­auf ich Sie eigent­lich auf­merk­sam machen will ist, dass die Auf­klä­rung nicht DER Schlüs­sel, oder bes­ser: nicht der Uni­ver­sal-Schlüs­sel zum gegen­wär­ti­gen Desa­ster ist.

        Was Sie und sehr vie­le Tra­dis unter­schät­zen m.E. ist die Tat­sa­che, dass das Böse kei­ne Struk­tur hat und nicht ver­or­tet wer­den kann in die­ser Welt. Es lässt sich nicht „schnap­pen“ und „ding­fest“ machen.
        Sein Wesen ist die Form- und Struk­tur­lo­sig­keit. Es ist Unge­ord­net­heit in jeder Hinsicht.

        Was der Mensch tut, ist unvoll­kom­men. Was er meint, ist immer mit einem Makel besetzt.
        Die Makel­lo­sig­keit der Kir­che besteht nicht dar­in, dass ihre irdi­sche Gestalt mit allen Taten und Unta­ten voll­kom­men gewe­sen wäre.
        Die Makel­lo­sig­keit der Kir­che ist allei­ne Christus.
        So, wie die Makel­lo­sig­keit der Got­tes­mut­ter Gott ist, den Sie zu tra­gen und zu gebä­ren gewür­digt wurde.
        Das Gleich­nis vom Unkraut und vom Wei­zen (von alters her auf die Kir­che in der Welt gedeu­tet, s. Römi­scher Kate­chis­mus hin­ten bei den Pre­dig­t­an­wei­sen­gen für die ein­zel­nen Bibel­tex­te) führt uns vor Augen, dass der Wei­zen wild ver­wu­chert mit dem Unkraut. Es ist uns ver­bo­ten, das „rei­ni­gen“ zu wol­len, weil die Wur­zeln bei­der Pflan­zen inein­an­der hän­gen und das Aus­rei­ßen des einen auch das Aus­rei­ßen des ande­ren bedeutete.

        Es ist ein tie­fes Bild: Die Wur­zeln hän­gen zusam­men. Es ist nicht der­sel­be Same, aber bei­de Gewäch­se kom­men — fürs unvoll­kom­me­ne Auge — aus der­sel­ben Wurzel.
        Die­ses Gleich­nis mein­te das, was das Dilem­ma der Kir­che in der Welt sein würde.
        Bei vie­lem muss­te das Böse erst aus­gä­ren, bevor man es erkann­te — ja: schmerz­lich ist es, aber man kann es nicht leug­nen: Auch in der Kirche.

        Die Schrift sprich jedoch von einem „myste­ri­um“ des Bösen.

        Sie wol­len immer­zu fest­le­gen, wo die­ses Böse „sich ver­steckt“. Sie machen dabei den­sel­ben Feler wie Pius X., der die­ses Ver­steck im „Moder­nis­mus“ wit­ter­te und in einem gigan­ti­schen fleisch­li­chen Werk den­sel­ben aus­rei­ßen woll­te — er gab damit der Kir­che aber nur den letz­ten Rest, weil damit auch das Gute gelähmt wurde.

        Man kann das Böse punk­tu­ell natür­lich nen­nen, aber sobald man pau­scha­le Ausa­gen machen will, kippt man ab in das, was uns nicht erlaubt ist.

        Die Kir­che hat daher immer Lehr­sät­ze und ein­zel­ne Wer­ke oder Aus­sa­gen ver­ur­teilt und nie­mals glo­bal kom­plett gei­sti­ge Bewe­gun­gen. Sie konn­te auch Sät­ze eines und des­sel­ben Man­nes ver­ur­tei­len UND für gutheißen!

        Das soll­te uns das Vor­bild zu einem wahr­haft katho­li­schen Den­ken sein: Dif­fe­ren­zie­rung, Wahr­haf­tig­keit, Vor­ur­teils­lo­sig­keit, kein Anse­hen der Person.

      • @ zeit­schnur

        Schön!

        Und wel­che objek­ti­ve Ord­nung kennt die Aufklärungsideologie? 

        Kei­ne!

        Sie prahlt auch noch damit, kei­ne zu kennen!

        Genau bese­hen, hat die Auf­klä­rung das Böse im Bewusst­sein — nicht fak­tisch natür­lich — zum Ver­schwin­den gebracht, denn wo es kei­ne objek­ti­ve Ord­nung gibt, kann es auch kei­ne objek­ti­ve Unge­ord­net­heit geben.

        Dar­um fühlt sich ja die Auf­klä­rung vom von ihr erzeug­ten Grau­en auch nicht wei­ter betrof­fen: Opfer für den „Fort­schritt“ müs­sen eben in Kauf genom­men werden.

        Und wel­che „Struk­tur“ hat der Fort­schritt, der sich in der Gen­der-Ideo­lo­gie ausdrückt? 

        Die Furie des Ver­schwin­dens ist und bleibt ein Kind der Aufklärung.

      • @ Rein­hold
        Rich­tig! Das Pro­blem Zeit­schnurs ist unüber­seh­bar. Mich deucht, es rührt aus ihrer Sand­ka­sten­zeit her. Es muss die „Macht­geil­heit“ von Kna­ben im koedu­ka­tiv bespiel­ten Sand­ka­sten gewe­sen sein! Da ihr seit­dem alle Män­ner, auch Prie­ster und vor allem die Päp­ste seit Leo XIII. ver­frem­det erschei­nen, trach­tet sie nach deren Ernied­ri­gung und betreibt statt­des­sen Selbst­er­hö­hung. Da stockt einem wirk­lich der Atem.

      • Hey, sophus, Sie sind ein Witz­bold, aber viel­leicht soll­te man sich die Weis­heit auch nicht ein­fach unge­bremst anma­ßen… — Rein­hold ant­wor­te­te hier aus­nahms­wei­se mal nicht auf mich. Hahaha!

        Im übri­gen — was er mit sei­nen mira­ku­lö­sen Wor­ten wohl gemeint haben könn­te, steht in den Ster­nen. Oder im Männerhoroskop.

    • @Pia

      Mal im ernst, die­se Ver­wir­rung von Tan­go Fran­ze mal einen Tag was Gutes und am näch­sten Tag mal ordent­lich in den Hun­de­hau­fen tre­ten, war das bei Bene­dikt soviel anders? Ich erin­ne­re nur mal an die dia­bo­li­sche Vor­ge­hens­wei­se gegen­über der FSSPX mit total polar ent­ge­gen­ge­setz­ten For­de­run­gen in Ver­hand­lun­gen zu tre­ten. Ist das nicht die glei­che Metho­de Ver­wir­rung zu stif­ten wie es Tan­go Fran­ze macht? Rom ist gefal­len, es muss bren­nen, damit der unfrucht­ba­re Ast vom Wein­stock abge­schnit­ten wird, die Kir­che wird es über­le­ben. Das wah­re Rom ist momen­tan sowie­so in der Schweiz, von daher… .

  23. @ Zeit­schnur
    Umsonst gelacht, Ungnädigste!
    Wenn Frau sich an Gele­se­nes — und sei es Ver­dräng­tes — erin­ner­te, wäre auch sie, bevor sie los­bab­bel­te, im Vorteil!
    Rein­hold sag­te am
    8. Okto­ber 2015 um 21:25 lapidar:
    „Das Pro­blem Zeit­schnurs ist doch unübersehbar.“
    Rein­holds wei­se Erkennt­nis zu erklä­ren, durf­te ich mir durch­aus „ein­fach unge­bremst anma­ßen“, denn es gab ohne Her­an­zie­hung eines Män­ner­ho­ro­skops eine plau­si­ble Lösung für Zeit­schnurs „Unüber­seh­ba­re Pro­ble­me“: Trau­ma­ti­sche Erleb­nis­se mit „macht­gei­len“ Kna­ben im Sand­ka­sten! Die Über­tra­gung der Trau­ma­ta auf die Kir­che mit ihrem männ­li­chen Per­so­nal, ver­bun­den mit den fol­ge­rich­ti­gen Ab-und Auf­wer­tun­gen, ist für eine früh­trau­ma­ti­sier­te Frau doch nur kon­se­quent, nicht wahr?

  24. Zeit­schnur streut hier ein­mal mehr ihre abson­der­li­chen The­sen unter die Dis­ku­tan­ten. das ken­nen wir ja zur Genü­ge. Wor­um hier eigent­lich gestrit­ten wird, wird immer unkla­rer dank der Sand­ka­sten­spie­le eini­ger weniger.

  25. Aus gege­be­nen Anlaß, fällt mir eine ALT — BERLINER Stamm­tisch­weis­heit ein: Ick weeß allet — mir kann keener.

  26. Dan­ke geehr­ter @Suarez für Ihre Aus­füh­run­gen. Ich möch­te Ihnen bei­pfllich­ten, in dem, was Sie sagen. Das hat alles Sinn und Grund. Sie sagen die Wahrheit.
    „Auf­klä­rung“ ist ein Begriff, um gera­de eben die Men­schen zu ver­wir­ren. Sie war und ist eine Magd des Bösen.

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