Kanadischer Bischof fordert Frauendiakonat und Laienpredigt — Einseitige Informationspolitik

Erzbischof Durocher (3.v.r.), rechts von ihm Vatikansprecher Lombardi
Erz­bi­schof Duro­cher (3.v.r.), rechts von ihm Vati­kan­spre­cher Lombardi

(Rom) Wie bereits im Vor­jahr wird dem Vati­kan rund um die Bischofs­syn­ode eine ein­sei­ti­ge Infor­ma­ti­ons­po­li­tik vor­ge­wor­fen. Was aber bedeu­tet „ein­sei­ti­ge Infor­ma­ti­ons­po­li­tik“? Bei­spiels­wei­se, wenn in zwei Gene­ral­kon­gre­ga­tio­nen 72 Syn­oden­vä­ter das Wort ergrei­fen, aber nur einer davon zur täg­li­chen Pres­se­kon­fe­renz ein­ge­la­den wird, um sei­ne The­sen vor der inter­na­tio­na­len Pres­se  wie­der­ho­len zu kön­nen. Gestern war der kana­di­sche Erz­bi­schof Paul-André Duro­cher der Pri­vi­le­gier­te und nütz­te sei­nen Auf­tritt, um die Dia­ko­nats­wei­he für Frau­en und die Lai­en­pre­digt für Ehe­paa­re zu fordern.

Synode durch fünf geteilt und durch Sprecher nach außen gefiltert

Bestrit­ten wird jede Pres­se­kon­fe­renz von den fünf Spre­chern der nach Sprach­grup­pen unter­teil­ten Syn­oden­grup­pen. Ins­ge­samt wur­de die Syn­ode in drei­zehn Grup­pen auf­ge­teilt, die in fünf Spra­chen ver­han­deln. Die Spre­cher selbst sind kei­ne Syn­oda­len. Die Öffent­lich­keit erfährt, was in den Arbeits­grup­pen geschieht, nur gefil­tert durch den vom Gene­ral­se­kre­ta­ri­at beauf­trag­ten Spre­cher. Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di ist selbst einer der fünf Sprecher.

Syn­oda­le hegen den Ver­dacht, daß die sofor­ti­ge Auf­tei­lung der Syn­ode in Sprach­grup­pen, eine koor­di­nier­te Akti­on der Syn­ode ver­hin­dern sol­le. Jeder Syn­oden­vä­ter weiß und erfährt nur das, was in sei­ner Sprach­grup­pe geschieht.

Neben den fünf Spre­chern wer­den täg­lich „Gäste“ ein­ge­la­den. Bei der ersten Pres­se­kon­fe­renz waren es, offen­bar um „Aus­ge­wo­gen­heit“ bedacht, die bei­den Gegen­po­si­tio­nen: ver­tre­ten durch Kar­di­nal Peter Erdö, Gene­ral­be­richt­erstat­ter der Syn­ode, und Erz­bi­schof Bru­no For­te, Son­der­se­kre­tär der Synode.

Wer zu den Pres­se­kon­fe­ren­zen ein­ge­la­den wird, bestimmt das Gene­ral­se­kre­ta­ri­at der Synode.

Der Auftritt von Erzbischof Durocher

Zur zwei­ten Pres­se­kon­fe­renz, am Diens­tag, wur­de Erz­bi­schof Paul-André Duro­cher von Gati­ne­au ein­ge­la­den. Duro­cher war bis vor weni­ge Wochen Vor­sit­zen­der der Kana­di­schen Bischofs­kon­fe­renz. Die Pres­se­kon­fe­renz betraf zwei Gene­ral­kon­gre­ga­tio­nen, in denen 72 Syn­oden­vä­ter das Wort ergrif­fen hat­ten. Auf der Pres­se­kon­fe­renz kam mit Erz­bi­schof Duro­cher aber nur einer direkt zu Wort.

Duro­cher hat­te dadurch Gele­gen­heit vor der Welt­pres­se die Haupt­aus­sa­gen sei­ner Wort­mel­dung zu wie­der­ho­len. Der Kana­di­er for­der­te die Syn­ode auf, „ernst­haft“ über die Dia­ko­nats­wei­he von Frau­en nach­zu­den­ken. Die­se For­de­rung begrün­de­te Duro­cher mit der „Not­wen­dig­keit“, auf die For­de­rung nach einer grö­ße­ren Mit­ver­ant­wor­tung der Frau­en in der Kir­che ant­wor­ten zu müs­sen. Eine Mit­ver­ant­wor­tung die „kon­kret“ sein müs­se und „nicht nur formal“.

Duro­cher nütz­te den Auf­tritt vor den Medi­en­ver­tre­tern, um noch eine zwei­te Idee zu lan­cie­ren, die Ein­füh­rung der Lai­en­pre­digt. Ehe­paa­re soll­ten in der Sonn­tags­mes­se pre­di­gen kön­nen, „um die Bezie­hung zwi­schen dem Wort Got­tes und dem Ehe- und Fami­li­en­le­ben zu bezeugen“.

Zwei revo­lu­tio­nä­re For­de­run­gen, die auf der Pres­se­kon­fe­renz, ohne mit der Wim­per zu zucken, vor­ge­tra­gen wer­den konnten.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: You­tube (Screen­shot)

16 Kommentare

  1. War­um wird immer wie­der das glei­che The­ma auf­ge­tischt, wie hier von Erz­bi­schof Duro­cher aus
    Kana­da. Dia­ko­nat­wei­he für Frau­en, Lai­en­pre­digt und sogar Frau­en­prie­ster­tum wur­den nach dem
    Kon­zil von den Pro­gres­si­sten gefor­dert. Die Ant­wort dar­auf hat Johan­nes Paul II.gegeben. Durch
    immer neu­es auf­wär­men der The­men hofft man, beson­ders durch Fran­zis­kus, das Ziel doch noch
    zu erreichen.

    • „War­um wird immer wie­der das glei­che The­ma aufgetischt, …?“
      Viel­leicht aus der Über­le­gung her­aus: „Ste­ter Trop­fen höhlt den Stein.“

  2. Die Lai­en­pre­digt hat es immer schon gege­ben. Nur in Reak­ti­on auf Petrus Val­des hat man sie ver­bo­ten. Im Übri­gen ist die Pre­digt nur in der refor­mier­ten Mes­se Bestand­teil der Eucharistiefeier.

    Auch Dia­ko­nin­nen hat es frü­her gege­ben und in manch ori­en­ta­li­schen Kir­chen gibt es sie noch heute.

    • @Ambrosios,
      „…Im Übri­gen ist die Pre­digt nur in der refor­mier­ten Mes­se Bestand­teil der Eucha­ri­stie­fei­er“: die­se Aus­sa­ge ist , mit Ver­laub, tota­ler Unsinn.
      Die Refor­mier­ten, sprich die Cal­vi­ni­sten und die Pres­by­te­ria­ner, ken­nen kei­ne „Mes­se“; sie sel­ber spre­chen von „Got­tes­dienst“ oder „Dienst“; und die Abend­mahls­fei­er ist eine rei­ne Erin­ne­rungs­fei­er und wird nur an sel­te­nen hohen Tagen gefeiert.
      Die rei­ne luthe­ri­sche Kir­chen ken­nen eine „luthe­ri­sche Mes­se“, wobei Luther aus­drück­lich alles zuließ was nicht in der Bibel aus­drück­lich ver­bo­ten war, wäh­rend Zwing­li und Cal­vin nur zulie­ßen was direkt durch die Bibel gebo­ten wurde.
      Die Pro­te­stan­ten ken­nen Abend­mahls­fei­ern; da von den Pro­te­stan­ten die Trans­sub­stan­ti­on geleug­net wird bzw. kei­ne apo­sto­li­sche Nach­fol­ge besteht, kann hier auch nicht von einer Eucha­ri­stie gespro­chen werden.
      In der Alten Kir­che wur­de schon sehr früh zwi­schen der „Mes­se für die Katechu­me­nen“ und die „Mes­se für die Gläu­bi­gen“ getrennt (cfr. Hl. Ambro­si­us von Mai­land in „De Sacra­men­tis“ und in „De mysteriis“).
      Die Pre­digt wur­de nie­mals in der „Mes­se für die Gläu­bi­gen“ (sprich Eucha­ri­stie) gehalten.
      Haupt­säch­lich im Rah­men der lit­ur­gi­schen und ideo­lo­gi­schen Umwäl­zun­gen beim 2. Vati­ka­num hat man den Ter­mi­nus „Hl.Messe“ zurück­ge­drängt ggb. „Eucha­ri­stie“ und hat man emp­foh­len bzw. vor­ge­ge­ben, daß “ „der Tisch des Wor­tes“ eben­so reich­lich gefüllt sein soll­te wie der „Tisch des Bro­tes“ “ (sic).
      Jetzt haben wir schon 50 Jah­ren Erfah­rung mit schief­ge­gan­ge­nen Expe­ri­men­ten dazu und einen kon­ti­nu­ier­li­chen Nie­der­gang von Lit­ur­gie und Ver­lust von Wis­sen (und Ihr Posting ist nun auch nicht geeig­net, dies entgegenzuwirken).

      • Mit „refor­mier­ter“ Mes­se mei­ne ich, lie­ber Adri­en Antoi­ne, nicht die Cal­vi­ni­sten. Soll­ten Sie es ver­ges­sen haben: Vor gut 50 Jah­ren fand ein Kon­zil statt, dass den Papst damit beauf­trag­te, die Lit­ur­gie zu refor­mie­ren. Seit 1969 gibt es eine refor­mier­te Mes­se und seit 1984 ist die nicht-refor­mier­te wie­der zuge­las­sen. Zur nicht refor­mier­ten Mes­se hat die Pre­digt schlicht nicht gehört.

    • Ambro­si­us @ Ihre Unkennt­nis tut schon weh. In der katho­li­schen Mes­se hat es die Lai-
      enpre­digt und damit Dia­ko­nin­nen, nie gege­ben. Erst nach dem II. Vati­ka­num kam es bis
      in die heu­ti­ge Zeit, wegen Unge­hor­sam und Will­kür man­cher Bischö­fe und Prie­ster zu
      die­ser ver­ein­zel­ten ver­bo­te­nen Pra­xis. In der Mes­se aller Zei­ten, also vor dem Kon­zil, waren sol­che Prak­ti­ken undenk­bar. Die Lai­en, außer den Mess­die­nern, hat­ten keinerlei
      Zutritt in den Altar­raum. Lei­der wer­den in man­chen Hl.Messen pro­te­stan­ti­sche theologi-
      sche Ele­men­te und Riten mit einbezogen.

    • @Ambrosios,
      Aha!
      Die Hl. Mes­se (von 1962) war soviel ich weiß, und Bene­dikt XVI. bestä­tig­te, nie­mals verboten.
      In der UdSSR und in Litau­en wur­de sie als ein­zi­ge Form noch bis in die 90er Jah­ren praktiziert.
      Soviel ich weiss, wird sie so noch immer in der Patrio­ti­schen Kir­che in Chi­na gefeiert.
      Dass ich Anni­ba­le Bugni­ni und sein Wir­ken nicht ken­nen­ge­lernt habe, macht mich nicht trau­rig — im Gegenteil!

  3. Es geht um die Lai­en­pre­digt in der Heil­gen Mes­se und die war nie Gesetz der Kir­che, eben­so wenig Diakoninnen. 

    Gera­de das Bei­spiel von Petrus Val­des taugt nicht, da er die Lai­en­pre­digt ja eben durch­set­zen woll­te, wor­in ihm die Kir­che aus gutem Grund nicht gefolgt ist, weil die Pre­digt in der Hei­li­gen Mes­se mit dem Wei­he­sa­kra­ment ver­bun­den ist.

    Die angeb­li­chen Dia­ko­nin­nen der Anti­ke hat es nie gege­ben, auch nicht in den Ost­kir­chen. Die Fra­ge ist aus­rei­chend erforscht. Es gab, weil man es als unschick­lich emp­fand, daß ein Mann (auch der Prie­ster) Frau­en auf­such­te (die oft unbe­grün­de­te üble Nach­re­de kennt man ja heu­te noch), wur­den Dia­ko­nis­sen mit eini­gen tech­ni­schen Auf­ga­ben beauf­tragt, KEINE Dia­ko­nin­nen. Die­se Dia­ko­nis­sen hat­te kein Wei­he­amt, daher der Unter­schied im Wort, um Miß­ver­ständ­nis­sen vorzubeugen.
    Befür­wor­ter des Frau­en­dia­ko­nats (Wei­he­amt) haben absicht­lich viel Ver­wir­rung um die­se anti­ken Dia­ko­nis­sen gestif­tet. Sie sind mit der Anti­ke unter­ge­gan­gen. Heu­te, da das Ver­hält­nis Mann — Frau in der Gesell­schaft anders gese­hen wird, besteht kein erkenn­ba­rer Grund, die­se Ver­gan­gen­heit wie­der auszugraben.

    • „Die Fra­ge ist aus­rei­chend erforscht.“ Ja, aber mit dem gegen­tei­li­gen Ergeb­nis. Es gibt Ost­kir­chen mit Frau­en­wei­he zum Dia­ko­nat. Und Bene­dikt XVI. hat durch die Neu­ord­nung im Kir­chen­recht zum Dia­ko­nat ja die Tür weit auf­ge­macht. Wie kommt es sonst, dass just das Kon­zil von Chal­ke­don die Dia­ko­nin­nen zum Kle­rus rechnet?

      • In der Ost­kir­che sind die Sakra­men­te nicht so prä­zi­se fest­ge­legt wie seit der Scho­la­stik in der römi­schen Kir­che. Die Gren­zen zu den Sakra­men­ta­li­en sind flie­ßend. So war es auch in der alten Kir­che. Die Lit­ur­gie ist den Män­nern vor­be­hal­ten. Auch wenn es Diakoninnen/Diakonissen gibt (das hängt von den ortho­do­xen Ein­zel­kir­chen ab) und die­se irgend­wie zum Kle­rus gehö­ren (wie auch Non­nen und Äbtis­sin­nen), so sind doch Frau­en im lit­ur­gi­schen Dia­kon­ge­wand am Altar undenk­bar. Es gibt in der Ortho­do­xie auch kei­ne Mini­stran­tin­nen, was Hypo­dia­ko­nin­nen ent­spre­chen wür­de. Ande­rer­seits, wenn Prie­ster in einem Non­nen­klo­ster Lit­ur­gie zele­brie­ren, kön­nen am Altar durch­aus Non­nen die­nen, aber im schwar­zen Non­nen­ge­wand und in einer dis­kre­ten Wei­se, so dass kei­ner auf fal­sche Ideen kommt.
        https://youtu.be/e‑Jt_69-Slc

  4. Frau­en­wei­he, mehr­fa­che Ehe, Abstim­mung über Glau­bens­in­hal­te durch demo­kra­ti­sche Lai­en­gre­mi­en usw. usw.
    Seit Jahr­zehn­ten immer die glei­che Lei­er der völ­lig erfolg­lo­sen 68er-Katho­len, die die Kir­che her­un­ter­ge­wirt­schaf­tet haben.
    Auf zum letz­ten Gefecht.

  5. Gati­ne­au (frü­her: Gati­ne­au-Hull) ist ein Erz­bis­tum in dem fran­zö­sisch­spra­chi­gen Kana­da (Que­bec);
    es ist ‑zusam­men mit dem nie­der­län­disch­spra­chi­gen Teil Bel­gi­ens- das Gebiet wo welt­weit die größ­te Ver­lu­ste für die Kir­che vorliegen.
    In den letz­ten 30 Jah­ren ging die Zahl der Geist­li­chen um 66% zurück (auch in den Suf­fra­gan­bis­tü­mern von Gati­ne­au: Amos, Mont Lau­ri­er und (nur um 50%!) in Rouyn-Noranda).
    Wenn man weiß daß beim Mili­tär gespro­chen wird:
    10 % Ver­lu­ste : schwe­re Kämpfe;
    15% Ver­lu­ste: sehr schwe­re Kämpfe;
    20–25% Ver­lu­ste: die Ein­heit muß ver­stärkt wer­den mit Kräf­ten von aussen;
    30–35%: die Ein­heit ist allein nicht über­le­bens­fä­hig und muß auf eine ande­re Ein­heit ver­schmol­zen werden;
    40% und mehr: die Ein­heit exi­stiert nicht mehr;
    dann kann man sich aus­ma­len wie die Situa­ti­on in dem­fran­zö­sisch­spra­chi­gen Kana­da aussieht.
    Es wird übri­gens sehr offen und laut dis­ku­tiert ob nicht alle Bis­tü­mer in Que­bec auf nur noch zwei ver­schmol­zen wer­den- wegen Man­gels an Effektiven.
    Es ist typisch daß auf die­ser Stabs­kon­fe­renz (par­don Syn­ode) kei­ne Kory­phäe son­dern die letz­te Loo­ser ans Wort gelas­sen werden.

  6. Das regel­rech­te Pre­di­gen im Sin­ne der Wei­ter­ga­be der apo­sto­li­schen Über­lie­fe­rung hängt ja an sich tat­säch­lich am Wei­he­amt. Und auch dann, v.a. bei den Prie­stern, hat die­se Befug­nis ENGSTE Gren­zen! Sie dür­fen sich hier ja nicht krea­tiv aus­to­ben, und an sich ist ihnen auch jede indi­vi­du­el­le Kon­tem­pla­ti­on inner­halb einer Pre­digt nicht erlaubt. Sie sol­len das wei­ter­ge­ben, was das Lehr­amt ihnen vor­gibt. Und wie vie­le wur­den da schon hart zurückgepfiffen!

    In den refor­ma­to­ri­schen Bewe­gun­gen ist unter der „Pre­digt“ aber kei­ne katho­li­sche Pre­digt mehr zu ver­ste­hen — es gibt ja kei­ne Eucha­ri­stie mehr und das Lehr­amt erkennt man nicht an.
    Es ist also auch für die Tra­di-Apo­lo­ge­ten ein fal­sches Argu­ment. Mit der Lai­en­pre­digt „fing nicht alles an“, son­dern das war nur logi­sche Fol­ge der Leug­nung des hl. Mess­op­fers und v.a. auch des Lehramtes.

    Es ergibt also wenig Sinn, Lai­en für die Hl. Mes­se dazu her­an­zu­zie­hen. Sie sind ja zumeist weder Theo­lo­gen noch Phi­lo­so­phen oder sagen wir: Gei­stes­wis­sen­schaft­ler, also weit weg von der sach­li­chen Mate­rie. Auch ist es nicht ihr Amt und kann auch nicht ihr Amt im stren­gen Sin­ne sein, die apo­sto­li­sche Über­lie­fe­rung lehr­amt­lich weiterzugeben.

    Natür­lich haben Lai­en auch in der katho­li­schen Kir­che immer Apo­sto­la­te gehabt, die beim einen oder ande­ren auch mit Rede bzw. Schrift­tum ver­bun­den war. Und natür­lich geben auch sie nur die apo­sto­li­sche Über­lie­fe­rung wei­ter, aber eben nicht lehr­amt­lich, son­dern in ande­rer Wei­se. Jede Mut­ter, die ihrem klei­nen Kind, das sie auf dem Schoß sit­zen hat, die ersten Erzäh­lun­gen von Jesus kund­tut und die klei­nen, aber meist gewich­ti­gen Fra­gen des Kin­des beant­wor­tet, „pre­digt“ und gibt die apo­sto­li­sche Über­lie­fe­rung weiter.

    Ich weiß nicht, war­um man nicht lie­ber die­se Lai­en­apo­sto­la­te deut­li­cher kenn­zeich­net und stärkt, anstatt nun die Ämter zu vermischen.

    Die Kir­che führt einen Mehr-Fron­ten-Kampf gegen die Angrif­fe des Bösen. Es war eben auch falsch, das Lehr­amt der­art eli­tär auf­zu­bau­schen, wie das ins­be­son­de­re mit Pius X. geschah, der die Not­wen­dig­keit des Lai­en­apo­sto­la­tes fast total aus­blen­de­te um eines „eli­tä­ren“ Lehr­amts­ver­ständ­nis­ses ins Tota­le hin­ein willen:
    So wur­de der Kampf gegen man­che böse Ein­flüs­se in die Kir­che ver­bun­den mit der Abwer­tung und theo­lo­gi­schen Läh­mung der Lai­en und ihrer Apo­sto­la­te. Das kann man nur … tra­gisch nennen.
    Der Ver­weis auf die Refor­ma­ti­on ist in dem Zsh. unsin­nig: noch mehr als Lai­en ihr apo­sto­li­sches Amt miss­braucht haben, haben dies Päp­ste getan!

    Seit­her wur­de dann fol­ge­rich­tig die recht­mä­ßi­ge Wer­tig­keit der Lai­en stets mit dem Pro­gres­sis­mus und Libe­ra­lis­mus ver­bun­den — das ist eben auch unse­li­ge Frucht einer fal­schen pseu­do­tra­di­tio­nel­len Theologie.

    Ein weib­li­cher Dia­ko­nat ist zwar eine Mög­lich­keit, aber Fra­ge ist, was es uns brin­gen soll. Ist er sach­lich begrün­det wie dort, wo er üblich ist?
    Geht es hier nicht drum, eine Art Tor zu öff­nen fürs Prie­ster­tum — und damit hat das gro­ße, prin­zi­pi­ell aber infor­mel­le Amt der Frau­en ja nichts zu tun?

  7. Es herrscht ein gro­ßer geist­li­cher Kampf Satans gegen Gott, der sich auf der Erde abspielt.

    Wie kann es sein, dass Bischö­fe nicht mit dem Hl.Geist am Auf­bau der Kir­che mit­ar­bei­ten, son­dern am Abriss? Sind sie gei­stig nicht fähig, die ver­schie­de­nen Ideo­lo­gien der Men­schen in den Regie­run­gen, NGO´s und den Rauch Satans in der Kir­che Jesu Chri­sti zu erfas­sen oder arbei­ten Sie bewusst am Abriss mit?

    Wir leben in der gefal­le­nen Welt; Män­ner und Frau­en haben die glei­che Wür­de aber ver­schie­de­ne Auf­ga­ben und sie sind auf kei­nen Fall gleich. Es gibt kei­ne Gleich­heit um der Gleich­heit wil­len, wie den alber­nen Auf­ruf ideo­lo­gisch Ver­blen­de­ter, dass Frau­en sich des Geb­ärzwangs ent­le­di­gen müs­sen und Män­ner von der ideo­lo­gi­schen Poli­tik mit zwei “Väter­mo­na­ten” auf­ge­for­dert wer­den, die 9‑monatige Schwan­ger­schaft der Frau, die die­se als Zwangs­be­la­stung emp­fin­det, in den zwei Väter­mo­na­ten durch Tra­gen des Säug­lings vor dem Bauch nach­emp­fin­den sollen.

    Je mehr sich die Men­schen von der Schöp­fungs­ord­nung ent­fer­nen, desto schlech­ter wird das Zusam­men­le­ben und je mehr sie die Erlö­sungs­ord­nung ableh­nen, desto weni­ger Frie­den gibt es auf der Welt.

    Wenn ein Mann fällt, ist dies ein Dra­ma, wenn eine Frau fällt, ist dies eine Kata­stro­phe (z. B. die schwe­di­sche Selbst­dar­stel­le­rin, die sich als “Bischö­fin” emp­fin­det). Wir soll­ten nicht ver­ges­sen, dass die Schlan­ge sich an Eva gewandt hat. (Ich bin übri­gens eine Frau).

    Was wir brau­chen sind männ­li­che Dia­ko­ne, die ihren Zöli­bat leben, weil sie das Bes­se­re gewählt haben; denn was kann dem Mann die Lie­be einer Frau geben, wenn er in der beson­de­ren Beru­fung Chri­sti lebt? Er lebt ja schon in der Lie­be, in der im Him­mel alle leben; oder erstre­ben hier wel­che 72 Jungfrauen?
    Was wir brau­chen, sind wür­di­ge und ehr­fürch­ti­ge Lit­ur­gien und Pre­dig­ten von Prie­stern, die kei­ne poli­ti­schen oder sozio­lo­gi­schen State­ments sind. Ehe­paa­re kön­nen mir gern etwas im Rah­men der Zusam­men­künf­te der Gemein­de erzäh­len oder den jun­gen Leu­ten gern etwas zur Ehe­vor­be­rei­tung, sie kön­nen auch gern eine Schu­lung in NFP anbie­ten oder von ihren Erfah­run­gen berichten,wie man Jugend­li­chen hel­fen kann, in der ersten Lie­be zu Jesus zu bleiben.

    Was wir nicht brau­chen weder in der Welt noch in der Kir­che, sind Frau­en, die die Auf­ga­ben von Män­nern über­neh­men, die wie Män­ner leben wollen.

  8. Was for­dert er die Lai­en­pre­digt, die gibt es in Öster­reich schon lan­ge, etwa in der Diö­ze­se Linz, in katho­li­schen Medi­en beschwer­ten sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten lau­fend Leser, dass sie von Lai­en bepre­digt wer­den, beson­ders in der Diö­ze­se Oberösterreich-Linz.

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