Bischof zu Homosexuellen: „Ihr seid unsere Retter — „Katholisches“ Homo-Netzwerk tagte in Rom

Homo-Tagung zum Auftakt der Bischofssynode in Rom: Peterskuppel in Homo-Farben
Homo-Tagung zum Auf­takt der Bischofs­syn­ode in Rom: Peter­s­kup­pel in Homo-Far­ben

(Rom) Nach dem ter­min­ge­rech­ten „Outing“ des an der Römi­schen Kurie täti­gen Theo­lo­gen Cha­ram­sa am ver­gan­ge­nen Sams­tag, folg­ten die kirch­li­chen Reak­tio­nen. Gleich­zei­tig fand in Rom hin­ter ver­schlos­se­nen Türen eine Tagung von und über Homo­se­xu­el­le in der katho­li­schen Kir­che statt. Eine Tagung, die das Aus­maß „eines epo­cha­len Kamp­fes inner­halb der Kir­che sicht­bar mach­te“ und die Unter­stüt­zung der Homo-Akti­vi­tä­ten durch einen Teil der kirch­li­chen Hier­ar­chie, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na. Ein Mit­ar­bei­ter des Inter­net-Nach­rich­ten­dien­stes hat­te hin­ter die ver­schlos­se­nen Türen der Tagung geschaut.

Homo-Theologe seiner Aufgaben entbunden

Noch am Sams­tag gab Vati­kan­spre­cher Pater Feder­i­co Lom­bar­di bekannt, daß Msgr. Cha­ram­sa mit sofor­ti­ger Wir­kung aller Auf­ga­ben in Rom ent­bun­den wur­de. Das gilt sowohl für sei­ne Mit­ar­beit in der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gen­kom­mis­si­on an der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on als auch für sei­ne Lehr­tä­tig­keit an päpst­li­chen Hoch­schu­len in Rom. Für den Rest sei der Diö­ze­san­or­di­na­ri­us zustän­dig.

Cha­ram­sa ist in der pol­ni­schen Diö­ze­se Pel­plin inkar­di­niert. Sein Bischof, Msgr. Rys­zard Kasy­na, ließ in einer Erklä­rung bekannt­ge­ben, Cha­ram­sa gemäß Kir­chen­recht zu ermah­nen, auf den prie­ster­li­chen Weg zurück­zu­keh­ren. Gleich­zei­tig for­der­te der Bischof die Prie­ster und Gläu­bi­gen sei­nes Bis­tums auf, für Cha­ram­s­as Rück­kehr in den Schoß der Kir­che zu beten.

Cha­ram­sa selbst, der sich eine Ände­rung der gan­zen katho­li­schen Kir­che erwar­tet, anstatt selbst an Ände­rung zu den­ken, teil­te der Pres­se mit, er wol­le dem­nächst ein Buch über sei­ne „Erfah­run­gen“ als schwu­ler Prie­ster ver­öf­fent­li­chen und zeig­te sich öffent­lich mit sei­nem Homo-Part­ner Edu­ard.

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag, dem Tag, an dem sich Cha­ram­sa im Cor­rie­re del­la Sera „oute­te“, fand in Rom eine „nicht min­der skan­da­lö­se Ver­an­stal­tung von LGBT-‚Katholiken‘ statt“, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na. „Homo­se­xu­el­le Ordens­män­ner und Ordens­frau­en und sogar ein mexi­ka­ni­scher Bischof aus dem Domi­ni­ka­ner­or­den, Jose Raul Vera Lopez von der Diö­ze­se Sal­til­lo in Mexi­ko, lie­ßen fort homo­se­xu­el­le Pseu­do-Rech­te hoch­le­ben und brach­ten ihre gro­ße Hoff­nung zum Aus­druck, die sie auf die Fol­gen der Bischofs­syn­ode set­zen.“

Die Ver­an­stal­tung „les­bi­scher, schwu­ler, bise­xu­el­ler und trans­se­xu­el­ler Katho­li­ken“ fand hin­ter ver­schlos­se­nen Türen statt, doch Cor­ris­pon­den­za Roma­na gelang es, die Tagung zu beob­ach­ten. Hier der Bericht von Emma­nue­le Bar­bie­ri. Die Zwi­schen­ti­tel stam­men von der Redak­ti­on.

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Synode: LGBT-Katholiken tagen hinter verschlossenen Türen in Rom

von Emma­nue­le Bar­bie­ri

LGBT-Netzwerker in der Kirche
LGBT-Netz­wer­ker in der Kir­che

Im Pil­ger­zen­trum San­ta Tere­sa Cour­dec in Rom waren rund hun­dert Per­so­nen erschie­nen, um an der inter­na­tio­na­len Tagung zum The­ma „Die Wege der Lie­be – Moment­auf­nah­men katho­li­scher Begeg­nun­gen mit LGBT-Per­so­nen und ihren Fami­li­en“ teil­zu­neh­men, die vom Glo­bal Net­work of Rain­bow Catho­lic ver­an­stal­tet wur­de, einem welt­wei­ten Netz­werk von Orga­ni­sa­tio­nen, die im Namen der „sozia­len Gerech­tig­keit“ die Aner­ken­nung von Homo­se­xu­el­len in der katho­li­schen Kir­che und in der Gesell­schaft all­ge­mein for­dern.

An der Ver­samm­lung nah­men angeb­li­che „katho­li­sche“, pasto­ra­le Lea­der aus ver­schie­de­nen Län­dern teil, die sich zusam­men­fan­den, um anhand ihrer Lebens­ge­schich­ten Zeug­nis abzu­le­gen für ihren pasto­ra­len Zugang zur Homo­se­xua­li­tät und ihren Ein­satz in ihren kirch­li­chen Gemein­schaf­ten zugun­sten Homo­se­xu­el­ler. Neben neu­en Akti­ons­stra­te­gi­en war das erklär­te und offen­sicht­li­che Ziel der Initia­ti­ve, zusätz­li­chen Druck auf die ent­schei­den­de Bischofs­syn­ode über die Fami­lie aus­zu­üben, deren Arbei­ten heu­te begon­nen haben.

Anerkennung der Homosexualität „bereits in Teilen der Kirche Wirklichkeit“

Bei der Vor­stel­lung der Ver­an­stal­tung äußer­ten die bei­den Tagungs­spre­cher, Andrea Rubera und Mar­tin Pen­der­gast, den Wunsch auf einen kon­flikt­freie Aus­ein­an­der­set­zung mit der katho­li­schen Kir­che und ihren Insti­tu­tio­nen: „In Anleh­nung an die zwei­te Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus (Lau­da­to si), den­ken wir, daß nun der Moment für uns alle gekom­men ist, an unse­rem gemein­sa­men Haus, der Kir­che, mit­zu­bau­en mit dem Enga­ge­ment eines jeden Ange­hö­ri­gen der römisch-katho­li­schen Gemein­schaft. Unser gemein­sa­mes Haus braucht kei­ne Kämp­fe und Spal­tun­gen. Wir müs­sen den rich­ti­gen Platz für jedes Mit­glied des Vol­kes Got­tes fin­den, dar­un­ter auch für die LGBT-Per­so­nen. Die Erfah­run­gen, die wir nach Rom zur Tagung ‚Die Wege der Lie­be‘ brin­gen, zei­gen uns, daß die Seel­sor­ge für und mit den LGBT-Per­so­nen bereits in ver­schie­de­nen Tei­len der kirch­li­chen Welt Wirk­lich­keit ist und zwar ganz pro­blem­los für die Gemein­schaf­ten, in denen sie statt­fin­det. Das Stich­wort, das wir den in Rom für die Syn­ode ver­sam­mel­ten Bischö­fen geben wol­len, ist, daß wir neue For­men fin­den kön­nen und sol­len, die­se Seel­sor­ge­mo­del­le zu för­dern und neue zu ent­wickeln.“

Chilenischer Jesuit sprach von „Märtyrern“ der Homo-Rechte und Opfer der „Homophobie“

Das erste „Zeug­nis“ im Rah­men der „Moment­auf­nah­men pasto­ra­ler LGBT-Pro­jek­te“ kam vom chi­le­ni­schen Jesui­ten Pedro Lab­rin, der­zeit geist­li­cher Assi­stent der chi­le­ni­schen Cri­sti­an Life Com­mu­ni­ty (CLC/CVX). In sei­nem Bericht über sei­ne Initia­ti­ve Sexu­al Diver­si­ty Pasto­ral Padis+, die sich für die vol­le Aner­ken­nung und Inte­gra­ti­on von Homo­se­xu­el­len in die katho­li­sche Kir­che ein­setzt, erin­ner­te Lab­rin an die Geschich­te von Dani­el Zamu­dio, den er als einen „Mär­ty­rer“ der Homo­pho­bie bezeich­ne­te: „Das Blut der Mär­ty­rer ist noch frisch und es waren sie, die uns hal­fen, zu ver­ste­hen, was das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil sagen woll­te mit dem Aus­druck Kir­che, Volk Got­tes.“ Und wei­ter: „Dani­el starb nicht durch Got­tes Wil­len, son­dern den der Homo­pho­ben“.

US-Rebellenschwester Gramick: Rechte für „sexuelle Minderheiten“ in der Kirche

Gut sichtbar ausgehängte Kirchenfahne im Saal
Gut sicht­bar im Saal aus­ge­häng­te Kir­chen­fah­ne

Anschlie­ßend ergriff die US-ame­ri­ka­ni­sche Ordens­frau Jean­ni­ne Gra­mick das Wort. Sie grün­de­te 1997, zusam­men mit dem katho­li­schen Prie­ster Robert Nugent, in der Erz­diö­ze­se Washing­ton die New Ways Mini­stry. Eine Orga­ni­sa­ti­on mit dem Zweck, „Gerech­tig­keit und Ver­söh­nung für sexu­el­le Min­der­hei­ten in der katho­li­schen Kir­che“ zu för­dern.

Für ihre Tätig­keit im offen­kun­di­gen Wider­spruch zur katho­li­schen Leh­re wur­den 1999 von der römi­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on unter der Lei­tung von Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger gegen Sr. Gra­mick und Nugent Sank­tio­nen ver­hängt. Ihnen wur­de „dau­er­haft jed­we­de pasto­ra­le Tätig­keit unter homo­se­xu­el­len Per­so­nen unter­sagt“. Eben­so wur­de ihnen „auf unbe­stimm­te Zeit“ die Wähl­bar­keit für irgend­ein Amt in ihren Ordens­ge­mein­schaf­ten aberkannt.

Wäh­rend Nugent sich füg­te und in den Pfarr­dienst zurück­kehr­te, wei­ger­te sich Gra­mick, sich an die römi­schen Vor­ga­ben zu hal­ten. Als ihr Orden, die Arme Schul­schwe­stern von Unse­rer Lie­ben Frau, ihr spät aber doch unter­sag­te, sich zum The­ma Homo­se­xua­li­tät zu äußern, ver­ließ sie den Orden und trat dem Orden der Sisters of Loret­to bei. Dort betreibt sie ihre homo­phi­len Akti­vi­tä­ten unge­stört wei­ter.

Gra­mick erzähl­te, sie habe sich zu einer „wei­te­ren und authen­ti­sche­ren“ Evan­ge­li­ums-Aus­le­gung „bekehrt“, nach­dem sie einer Les­be begeg­net war. Gleich­zei­tig stell­te die US-Ordens­frau ihre Homo-Akti­vi­tä­ten vor. Beson­ders beton­te sie ihren Ein­satz in ihrer Pfar­rei beim Refe­ren­dum über eine Gleich­stel­lung der „Homo-Ehe“. Ein Ein­satz, der – laut ihren Anga­ben – wesent­lich dazu bei­getra­gen habe, die Mei­nung „vie­ler Katho­li­ken zu ändern“ und sie für die „Homo-Ehe“ stim­men zu las­sen.

Gra­mick behaup­te­te, in die­sem Punkt, das Wohl­wol­len ihres Bischofs gehabt zu haben, der – obwohl öffent­lich als „Kon­ser­va­ti­ver“ bekannt – gro­ßes Ver­ständ­nis für die LGBT-Cau­sa zeig­te. Nach dem Sieg der „Homo-Ehe“ habe der Bischof die Nie­der­la­ge ein­ge­stan­den: „Ihr habt gesiegt und wir haben ver­lo­ren. Ihr sprecht von Lie­be und Anneh­men, wir nicht!“

Gar­mick äußer­te die Hoff­nung, daß sich die Erfah­run­gen von New Way Mini­strys in den USA über die gan­ze Welt aus­brei­ten. Dazu lie­fer­te sie den Anwe­sen­den eine Rei­he von Hin­wei­sen und Rat­schlä­gen, die in den jewei­li­gen Pfar­rei­en und Diö­ze­sen umge­setzt wer­den soll­ten.

Martin Pendergast: Homosexuelle „haben gleiches Recht auf Sakramente wie Heterosexuelle“

Es folg­te die Rede des schwu­len Eng­län­ders Mar­tin Pen­der­gast von LGBT Catho­lics West­min­ster. An sei­ner Spra­che ließ sich sofort der geeich­te Homo-Akti­vist erken­nen. Er stell­te das Pro­jekt All are wel­co­me vor. Pen­der­gast ist Mit­be­grün­der von Cut­ting Edge Con­sor­ti­um, der „ein­zi­gen Alli­anz von les­bi­schen, schwu­len, bise­xu­el­len und trans­se­xu­el­len Grup­pen von Gläu­bi­gen jeder Reli­gi­on und auch Ungläu­bi­gen“, so die chri­sten­feind­li­che Bri­ti­sche Huma­ni­sti­sche Ver­ei­ni­gung. Pen­der­gast for­der­te, daß „Homo­se­xu­el­le ein Recht auf eine effi­zi­en­te und will­kom­men hei­ßen­de Seel­sor­ge haben“. Vor allem aber, so der bri­ti­sche Homo­se­xu­el­le, hät­ten Homo­se­xu­el­le „die glei­chen Rech­te wie Hete­ro­se­xu­el­le die Sakra­men­te zu emp­fan­gen“.

Pen­der­gast unter­strich die Unter­stüt­zung für das Pro­jekt All are wel­co­me durch Kar­di­nal Vin­cent Nichols, den Erz­bi­schof von West­min­ster und Pri­mas von Eng­land. Dar­an hät­ten auch römi­sche Inter­fe­ren­zen nichts geän­dert, wie die Anwei­sung von Glau­bens­prä­fekt Kar­di­nal Mül­ler „Homo-Mes­sen“ abzu­stel­len. Gro­ße Genug­tu­ung zeig­te Pen­der­gast, daß es hin­ge­gen wei­ter­hin in der Lon­do­ner Kir­che in der Jesu­it Farm Street regel­mä­ßig eine „Homo-Mes­se“ gebe, die „gut besucht“ sei. Sie ste­he „allen sexu­el­len Ori­en­tie­run­gen“ offen und habe eine „rich­ti­ge Gemein­schaft“ ent­ste­hen las­sen. Pen­der­gast stell­te die „Homo-Mes­se“ der Jesu­it Farm Street-Kir­che als mög­li­ches, welt­wei­tes Modell dar. Von der Bischofs­syn­ode erwar­tet er sich eine „Öff­nung“ auf „glo­ba­ler Ebe­ne“ für die „pasto­ra­len Bedürf­nis­se der LGBT-Katho­li­ken“.

Italienischer Jesuit über die „inklusive“ Kirche „für alle“

Auch der ita­lie­ni­sche Jesu­it Pino Piva und Anna Vita­glia­no stell­ten ihre Homo-Initia­ti­ven vor. Piva berich­te­te vom Pro­jekt Kir­che – ein Haus für alle, das am 3. April 2014 in der römi­schen Pfar­rei San Saba gestar­tet wur­de. „Dort tref­fen sich die Men­schen und nicht die Kate­go­ri­en“, so der Jesu­it. Die Initia­ti­ve, so Piva, wer­de von Weih­bi­schof Matteo Zup­pi, zustän­dig für das Gebiet Rom Mit­te in der Diö­ze­se des Pap­stes, „stark unter­stützt“. „Es han­delt sich um die Ein­la­dung, die eige­ne spi­ri­tu­el­le Erfah­rung mit ande­ren zu tei­len aus­ge­hend von den Bedin­gun­gen, in denen jeder lebt, ob Laie oder Ordens­mensch, alt oder jung, homo­se­xu­ell oder hete­ro­se­xu­ell, Sin­gle oder ver­hei­ra­tet, zusam­men­le­bend oder geschie­den“. Laut Piva müs­se die Zukunft der Seel­sor­ge „inklu­siv“ sein.

Anna Vita­glia­no berich­te­te über das Pro­jekt Grenz­spi­ri­tua­li­tät, das im Herz-Jesu-Haus von Gal­lo­ro in der Pro­vinz Rom ange­sie­delt ist. Dabei hand­le es sich um „spi­ri­tu­el­le Wochen­en­den“, die mit der Initia­ti­ve des Jesui­ten Piva zusam­men­hän­gen. Das Pro­jekt sei eine „Werk­statt zur Aus­bil­dung von Seel­sor­gen­den und geist­lich Beglei­ten­den“.

„Stargast“ Bischof Jose Raul Vera Lopez: „Ihr werdet siegen“

Bischof Vera Lopez: Homosexuelle "Ihr seid unsere Retter"
Bischof Vera Lopez bei Homo-Tagung in Rom: Homo­se­xu­el­le „ihr seid unse­re Ret­ter“

Schließ­lich ergriff der „Star­gast“ der Tagung das Wort, der mexi­ka­ni­sche Domi­ni­ka­ner und Diö­ze­san­bi­schof Jose Raul Vera Lopez aus Sal­til­lo. Der Bischof war bereits vor sei­nem römi­schen Auf­tritt für sei­ne Posi­tio­nen in offe­nem Wider­spruch zur katho­li­schen Leh­re bekannt. Bischof Vera Lopez wur­de 1987 von Johan­nes Paul II. zum Bischof von Ciu­dad Alta­mi­ra­no in Mexi­ko ernannt. Der Papst per­sön­lich spen­de­te ihm die Bischofs­wei­he. 1995 erfolg­te die Beru­fung zum Bischof­ko­ad­ju­tor von San Cri­sto­bal de las Casas und 1999 die Ernen­nung zum Bischof von Sal­til­lo. Sei­ne Ver­mitt­ler­rol­le nach den Zapa­ti­sten­un­ru­hen und sein sozia­les Enga­ge­ment wer­den als Grund für sei­ne inner­kirch­li­chen Auf­stieg genannt. Bischof Vera Lopez wur­de mit zahl­rei­chen Men­schen­rechts­prei­sen aus dem lin­ken Spek­trum aus­ge­zeich­net. In jüng­ster Zeit fiel der Bischof vor allem durch sei­ne Aner­ken­nung von Abtrei­bung und Homo­se­xua­li­tät als „Men­schen­rech­te“ auf.

Am Beginn sei­ner Rede zeig­te sich Vera Lopez „geehrt“ von der Ein­la­dung. Er betrach­te es als „Pri­vi­leg“, zusam­men mit der Homo-Gemein­schaft „neue Hori­zon­te zu öff­nen“. Dann lob­te der Bischof die „orga­ni­sa­to­ri­sche Stär­ke der Homo-Bewe­gung“ und ver­glich die Homo-Ver­bän­de mit Amei­sen, die zwar klein, durch ihre Emsig­keit aber sieg­reich sei­en. Wört­lich sag­te er in Abwand­lung eines mexi­ka­ni­schen Sprich­wor­tes: „Die Klei­nen, aber gut Orga­ni­sier­ten besie­gen die Mon­ster, und Ihr seid gut orga­ni­siert und wer­det sie­gen.“

Dann zeig­te der Bischof mit dem Fin­ger auf die Prie­ster, die, sei­ner Mei­nung nach, die Bibel gebrau­chen wür­den, als sei sie ein Knüp­pel, um die armen Sün­der zu schla­gen. Gleich­zei­tig rief er die Kir­che auf, die Augen zu öff­nen ange­sichts der „sozia­len Ver­än­de­run­gen“. Er unter­stüt­ze „jede Form von Fami­lie, ein­schließ­lich des Adop­ti­ons­rechts für Homo­se­xu­el­le“. Zum Abschluß rich­te­te er einen Appell an die Homo­se­xu­el­len: „Wir brau­chen Euch für eine inklu­si­ve­re Kir­che. Ihr seid unse­re Ret­ter. […] Die Kir­che hat die glei­che Arbeit mit den Ein­wan­de­rern gelei­tet und dann hat die Gesell­schaft begon­nen, sich zu ändern. […] Papst Fran­zis­kus braucht Euch jetzt. Er hat die Leh­re bei­sei­te gelegt und hat das Evan­ge­li­um der Barm­her­zig­keit, des Frie­dens und der Lie­be auf­ge­grif­fen. Helft uns bit­te!“

Die inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz des Glo­bal Net­work of Rain­bow Catho­lics belegt die epo­cha­len Kon­flikt, der inner­halb der katho­li­schen Kir­che im Gan­ge ist. Der berühmt-berüch­tig­te Satz von Papst Fran­zis­kus vom Juli 2013 „Wenn einer homo­se­xu­ell ist und den Herrn sucht, wer bin ich, um zu urtei­len?“ ent­pupp­te sich als außer­or­dent­lich wirk­sa­me Unter­stüt­zung für die Homo-Lob­by, die heu­te — Leh­re hin oder her – im Namen des Evan­ge­li­ums und der Barm­her­zig­keit Got­tes eine Revo­lu­ti­on in der Kir­che for­dert. Die zahl­rei­chen Berich­te auf der Tagung bele­gen, daß die­ser Pro­zeß bereits im Gan­ge ist und in eini­gen Fäl­len auch auf die wich­ti­ge Unter­stüt­zung der kirch­li­chen Hier­ar­chie zäh­len kann.

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Roma­na




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34 Kommentare

  1. Das ist kaum zu glau­ben, daß das wirk­lich heu­te in der Kir­che so gesche­hen und von der kirch­li­chen Obrig­keit nicht nur gebil­ligt son­dern groß­zü­gig geför­dert wird. Der Wahn­sinn der Kon­zils­kir­che mit ihren Jesui­ten und „sozi­al enga­gier­ten“ Bischö­fen, sodo­mi­ti­schen Kle­ri­kern wie Cha­ram­sa etc scheint aber ins fina­le Sta­di­um getre­ten zu sein.

  2. Erz­bi­schof Crepal­di von Tri­est beschrieb die Homo-Lob­by als 1. heim­tückisch und 2. frei­heits­be­rau­bend:
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    „Die Homo­se­xu­el­len-Lob­by defi­niert jeg­li­che Kri­tik an ihr in homo­phob und kri­mi­nell um.
    Die Homo-Ideo­lo­gie ist ein HEIMTÜCKISCHES Pro­gramm, das sich fort­schritt­lich und libe­ral aus­gibt, um allen einen Maul­korb auf­zu­set­zen und die Frei­heit zu rau­ben“
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    Wohin das im Arti­kel auf­ge­zeig­te Homo-Lobby-„Programm“ ihre Anhän­ger führt, zeigt nach­fol­gen­des Zitat des
    hei­li­gen Franz von Sales
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    „Der Mensch wird nur dann mit der Welt ‚gut ste­hen‘ wenn er bereit ist mit ihr unter­zu­ge­hen“
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  3. Bischof Vera Lopez auf die­ser Kon­fe­renz:
    „Papst Fran­zis­kus braucht Euch jetzt. Er hat die Leh­re bei­sei­te gelegt und hat das Evan­ge­li­um der Barm­her­zig­keit, des Frie­dens und der Lie­be auf­ge­grif­fen. Helft uns bit­te!“

    die Leh­re bei­sei­te legen -
    wie einen Gegen­stand, der nicht mehr gebraucht wird.
    Wenn Fran­zis­kus hier nicht ange­mes­sen reagiert, ris­kiert er jede Glaub­wür­dig­keit bei den Katho­li­ken, denen Jesus Chri­stus noch etwas bedeu­tet.
    Der Bei­fall der Welt könn­te nie­mals erset­zen, was er damit an Respekt und Ernst­haf­tig­keit ver­lie­ren wür­de.

    Wir stür­zen von einem Gefühlscha­os ins ande­re ange­sichts des­sen, was zur Zeit geschieht und schon bis­her geschah.
    Wo kommt uns Ret­tung her?
    Nur der Blick auf das Kreuz und unse­ren Herrn, der dar­an fest­ge­na­gelt ist, kann uns noch hel­fenl
    Und das Wis­sen um Sei­ne Auf­er­ste­hung.

    Nun wird auch immer offen­kun­di­ger, dass das zeit­lich genau fest­ge­leg­te Öffent­lich­ma­chen der Sexu­al­pra­xis des Herrn Cha­ram­sa kein Zufall war, son­dern Teil der Stra­te­gie gewe­sen sein muss.
    Auch habe ich inzwi­schen den Ein­druck gewon­nen, dass Homo­se­xua­li­tät ein geeig­ne­tes Mit­tel ist, zur gesell­schaft­li­chen Eli­te auf­zu­stei­gen.
    Nur deren Anlie­gen und For­de­run­gen fin­den Gehör und sind wich­tig, wäh­rend die Bedürf­nis­se der „nor­ma­len“ Gläu­bi­gen ver­nach­läs­sig­bar schei­nen.

    • Lie­be Mari­en­zweig, wie sagt Pau­lus im Ersten Brief an die Korin­ther:

      1 Kor 14,6 Was nützt es euch, Brü­der, wenn ich kom­me und in Zun­gen vor euch rede, euch aber kei­ne Offen­ba­rung, kei­ne Erkennt­nis, kei­ne Weis­sa­gung, kei­ne Leh­re brin­ge?

      1 Kor 14,7 Wenn leb­lo­se Musik­in­stru­men­te, eine Flö­te oder eine Har­fe, nicht deut­lich unter­schie­de­ne Töne her­vor­brin­gen, wie soll man dann erken­nen, was auf der Flö­te oder auf der Har­fe gespielt wird?

      1 Kor 14,8 Und wenn die Trom­pe­te unkla­re Töne her­vor­bringt, wer wird dann zu den Waf­fen grei­fen?

      1 Kor 14,9 So ist es auch mit euch, wenn ihr in Zun­gen redet, aber kein ver­ständ­li­ches Wort her­vor­bringt. Wer soll dann das Gespro­che­ne ver­ste­hen? Ihr redet nur in den Wind.

      Mir scheint, so man­cher Bischof hat ent­we­der nie ver­stan­den, was Pau­lus da sagt oder aber will es aus ein­deu­tig ideo­lo­gi­schen Grün­den nicht ver­ste­hen. Dann hat er aber nicht das im Sinn was Gott will, son­dern was der Ver­su­cher will.

  4. Schlim­mer geht´s nim­mer. Die Ver­wir­rung ist über­groß. Die fal­schen Auf­fas­sun­gen wer­den exem­pla­risch erkenn­bar an fol­gen­den Wor­ten:
    „In Anleh­nung an die zwei­te Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus (Lau­da­to si), den­ken wir, daß nun der Moment für uns alle gekom­men ist, an unse­rem gemein­sa­men Haus, der Kir­che, mit­zu­bau­en mit dem Enga­ge­ment eines jeden Ange­hö­ri­gen der römisch-katho­li­schen Gemein­schaft. Unser gemein­sa­mes Haus braucht kei­ne Kämp­fe und Spal­tun­gen.
    Die­ser Satz steht im ein­deu­ti­gen Wider­spruch zu den Wor­ten Chri­sti: Du bist Petrus der Fels und auf die­sen Fel­sen wer­de ich mei­ne Kir­che bau­en. (Wört­lich heisst es im grie­chi­schen Urtext .. und aus die­sen Stei­nen…) Danach ist Chri­stus der Bau­mei­ster der Kir­che und wir sind allen­falls sein Werk­zeug und die Kir­che ist nicht unser Haus, son­dern das Haus Jesu Chri­sti. Die Idee ‚dass wir Men­schen ein gemein­sa­mes Haus bau­en soll­ten, stammt aktu­ell aus der Ter­mi­no­lo­gie der Frei­mau­rer. Zum ersten male soll­te die­ses „Haus“ der Men­schen im Turm­bau von Babel ver­wirk­licht wer­den. Die Fol­gen die­ser Hybris gegen die gött­li­che Schöp­fungs­ord­nung sind bekannt.

  5. Das hat und gera­de noch gefehlt, dass die Homo-Bewe­gung als Ret­ter geehrt wird. Es ist schon erstaun­lich, wie die­se Bewe­gung auf­tritt und sich schein­bar durch­setzt. Der Papst hat ja ver­kün­det,
    dass die Kir­chen­tü­ren allen offen ste­hen, alle will­kom­men sind, kei­ner ver­ur­teilt oder bevor­mun­det
    wird. Bei soviel Barm­her­zig­keit ist es nicht erstaun­lich, dass beken­nen­de Schwu­le, wie Ordens-
    män­ner, Ordens­frau­en mit schwu­lem Bischof, unter­stützt, wie könn­te es auch anders sein, von einem Jesui­ten, ihre ver­meint­li­chen Rech­te in der Kir­che ein­for­dern. So geht die Deka­denz in der
    katho­li­schen Kir­che wei­ter, mit Unter­stüt­zung nam­haf­ter Prä­la­ten und der beglei­ten­den Medi­en.

  6. Geehr­te Mari­en­zweig, Papst Fran­zis­kus wird sicher­lich nicht so reagie­ren, wie Sie es von ihm erhof­fen. Zum Aus­gleich bahrt er zwei Leich­na­me von Hei­lig­ge­spro­che­nen zur öffent­li­chen Ver­eh­rung auf, um die gequäl­ten See­len ruhig­zu­stel­len.

    • Solan­ge nicht erkenn­bar wird, dass sich Fran­zis­kus ein­mal kon­kret und ganz tief im Inne­ren die Fra­ge stellt, was sei­ne urei­ge­ne Auf­ga­be ist, näm­lich die Leh­re Jesu den Men­schen zu ver­mit­teln, erhof­fe ich nicht mehr all­zu­viel.
      Dass die­se Ver­mitt­lung in heu­ti­ger Zeit nicht immer ein­fach zu bewerk­stel­li­gen ist, dürf­te ja unbe­strit­ten sein.
      Doch wenn ein Bischof wäh­rend einer Tagung öffent­lich äussert, der Papst habe „die Leh­re bei­sei­te gelegt“, soll­te man da nicht erwar­ten dür­fen, dass die­se Aus­sa­ge umge­hend zurück­ge­wie­sen wird?
      Mag ja sein, dass Papst Fran­zis­kus nicht über jede Äuße­rung eines Bischofs infor­miert ist, aber so wie wir davon erfah­ren haben, haben sicher auch Leu­te des Vati­kan Kennt­nis vom Inhalt der Rede Bischof Lopez.

    • Noch ein klei­ner Nach­trag, lie­ber Leo Lämm­lein!
      Ihre Wor­te “ …bahrt er zwei Leich­na­me von Hei­lig­ge­spro­che­nen zur öffent­li­chen Ver­eh­rung auf, …“ wir­ken auf mich ein wenig unsen­si­bel. Ich glau­be zwar zu wis­sen, was Sie damit aus­drücken woll­ten, aber ich bin halt doch etwas zusam­men­ge­zuckt.

      • Da ich mich ernst­haft und nicht etwa iro­nisch aus­ge­drückt habe, muss­te Ihr Zusam­men­zucken von der Sache selbst her­rüh­ren. (Das The­ma wur­de schon mal unter einem ande­ren Arti­kel berührt, aber nicht wei­ter­ver­folgt.) Ich ken­ne es ja aus mei­ner eige­nen Bio­gra­phie: man hin­ter­fragt Din­ge nicht, denn sie sind Teil eines Glau­bens­gan­zen, das man akzep­tiert hat, und des­halb gehö­ren sie ein­fach dazu. So beson­ders auch der Hei­li­gen- und Reli­qui­en­kult. Sie sind ein katho­li­sches Mar­ken­zei­chen. Das war aber nicht immer so, auch wenn die­ser Kult sehr alt ist und in die vor­kon­stan­ti­ni­sche Peri­ode zurück­reicht. Was nun die Ver­eh­rung der aus­ge­stell­ten Leich­na­me angeht, so ist das nichts exklu­siv Katho­li­sches. Es ist kein Zufall, dass dies gera­de in Ägyp­ten, aus dem Milieu der pha­rao­ni­schen Reli­gi­on ins alte Chri­sten­tum ein­drang. (Wir erin­nern uns auch an den Besuch von Papst Fran­zis­kus in Sri Lan­ka, als ihm der Vor­ste­her eines bud­dhi­sti­schen Schreins stolz eine Reli­quie Bud­dhas prä­sen­tier­te.) Der hl. Atha­na­si­us, immer­hin Kir­chen­leh­rer, und ande­re Kir­chen­vä­ter ver­wahr­ten sich dage­gen und pre­dig­ten dage­gen an, jedoch ver­geb­lich. Der hl. Gre­gor von Nys­sa hin­ge­gen beschreibt in sei­ner Lob­re­de auf den hl. Theo­dor Tiro (Ende 4. Jh.), was wir auch heu­te an Gebräu­chen ken­nen: das from­me Berüh­ren des Leich­nams, das Küs­sen der Augen, des Mun­des, der Ohren usw. als wäre es ein leben­di­ger Mensch, das Ver­gie­ßen von Trä­nen der Ver­eh­rung, die Bit­te um Für­spra­che um Erlan­gung von Gna­den bei Gott, usw. Im alten Hel­las fin­den wir über­ra­schen­de Par­al­le­len zum katho­li­schen Reli­qui­en­kult: in bedeu­ten­den Tem­peln wur­den die Reli­qui­en von Hero­en auf­be­wahrt, wie die Gebei­ne von The­sus in Athen, die von Ore­stes in Spar­ta, die von Tan­ta­lus in Argos; ein Schul­ter­blatt von Pelops wur­de in Elis auf­be­wahrt, das Haupt von Orpheus in Les­bos (die letz­ten bei­den merk­wür­di­ger­wei­se in Über-Lebens­grö­ße; auch das kommt uns bekannt vor). Das und noch mehr kann man nach­le­sen in dem inter­es­san­ten Arti­kel „The origins of Chri­sti­an venera­ti­on of body-parts“ von John Wort­ley (http://rhr.revues.org/4620 ). — Das Pro­blem: es gibt kein ent­spre­chen­des bibli­sches Gebot — weder zur Ver­eh­rung und Anru­fung von Hei­li­gen noch ihrer Reli­qui­en ! Statt­des­sen gibt es aus­drück­li­che Ver­bo­te, mit der Welt der Ver­stor­be­nen Kon­takt auf­zu­neh­men, sowie das Gebot, sich im Gebet aus­schließ­lich an Gott selbst zu wen­den, bzw. an den ein­zi­gen Mitt­ler zwi­schen Gott und den Men­schen, den Herrn Jesus Chri­stus. Chri­sten, die dem kla­ren Wort Got­tes in der Bibel fol­gen, des­halb als „Nat­tern“ zu beschimp­fen, wie Kom­men­ta­tor Hein­rich das tut – tja, was soll man dazu sagen.
        Schluss folgt.

      • Schluss.
        Biblisch stüt­zen die Katho­li­ken ihren Brauch beson­ders auf zwei Tat­sa­chen: ein­mal, dass im Neu­en Testa­ment von Hei­lun­gen berich­tet wird, die durch Berüh­rung mit Klei­dungs­stücken, sogar mit dem blo­ßen Schat­ten des Herrn Jesus und der Apo­stel gescha­hen; zum andern der sin­gu­lä­re Fall im Alten Testa­ment, dass ein Frisch-Ver­stor­be­ner auf die Gebei­ne des Pro­phe­ten Eli­scha fiel und dar­auf­hin zum Leben erweckt wur­de. Dem ist (bibel­ex­ege­tisch) ent­ge­gen­zu­hal­ten, dass aus einem erzäh­len­den Text nicht not­wen­dig ein Gebot für das Chri­sten­le­ben abge­lei­tet wer­den kann. Bei der Hei­lung der blut­flüs­si­gen Frau, die den Saum vom Gewand Jesu berühr­te, ist auch zu beach­ten, was Jesus sag­te: Dein Glau­be hat dich geheilt. Es war nicht der Glau­be an das Gewand, son­dern der Glau­be, dass Jesus in der Kraft Got­tes wirkt. Schluss­be­mer­kung: Sogar von katho­li­schen Theo­lo­gen wird zuge­ge­ben, dass bei der Hei­li­gen- und beson­ders Reli­qui­en­ver­eh­rung die Gefahr des Aber­glau­bens besteht. Man darf hin­zu­fü­gen: Aber­glau­be in die­sem Zusam­men­hang ist nicht nur eine Gefahr, son­dern eine weit­ver­brei­te­te Rea­li­tät. Jeder kennt dafür Bei­spie­le.

    • Die­se bei­den „Leich­na­me“ pas­sen ziem­lich genau zu F.
      Auch wenn sie doch so „fromm“ wir­ken.
      Waren Sie es?
      Bei­de waren Cha­ris­ma­ti­ker.
      Der eine ein Öku­me­ni­ker mit „See­len­schau“ etc., der ande­re ein ziem­lich auto­kra­ti­scher Pater, der sich wegen sei­ner Cha­ris­men locker über alle Regeln hin­weg­setz­te, wenn es ihm so rich­tig erschien. Man soll­te selbst die enthu­si­asti­schen Bio­gra­fi­en ein­mal mit nüch­ter­nem Ver­stand lesen — ein Pater, von dem mehr­fach berich­tet wur­de, dass er wild­frem­den Leu­ten die Sakra­men­te ver­wei­ger­te, weil er angeb­lich in ihre See­len schau­en konn­te etc. — so etwas ist nicht erlaubt! Nach dem Kir­chen­recht hat der Gläu­bi­ge ein Recht auf die Sakra­men­te. Die­ses Recht steht alle­mal über der angeb­li­chen oder wirk­li­chen „See­len­schau“ eines Paters, des­sen Glaub­wür­dig­keit weder erwie­sen noch wahr­schein­lich war. Im Prin­zip han­del­te er anma­ßend und miss­ach­te­te das, wor­an sich jeder Prie­ster hal­ten soll­te.

      Er ist also eine Art super­from­me Folie, die letzt­end­lich, was ihre anar­chi­sche Hand­lungs­struk­tur betrifft, F. ziem­lich ähn­lich ist. Und nicht nur dar­in — auch das vie­le unfass­ba­re Gere­de, hier Anek­döt­chen über Anek­döt­chen, dort das wider­sprüch­li­che Dai­ly-Quas­sel, das stest noch einm­la „geklärt“ wer­den muss vom Vati­kan­spre­cher…

      War­um holt man nicht einen ech­ten und unum­strit­te­nen Hei­li­gen nach Rom?
      War­um nicht Cate­ri­na von Sie­na? (Aber gewiss will F. aus­ge­rech­net mit DER nichts zu tun haben, wet­ten?)

      • zeit­schnur @ Ach lie­be Zeit­schnur. Sie wis­sen alles bes­ser und ste­hen auch jetzt über den Din­gen. Sie haben die Erkennt­nis und kön­nen ech­te von un-
        ech­ten Hei­li­gen unter­schei­den. Ihre Kom­men­ta­re sind manch­mal wirk­lich
        schreck­lich und man kann nur hof­fen, dass sie den Leser nicht ver­wir­ren.

  7. Lie­be Katho­li­ken,
    Das Papst­tum for­dert uner­bitt­lich Tole­ranz gegen­über Homo­se­xua­li­tät mit allen Kon­se­quen­zen — von Beu­ge­haft, Geldstrafe,Enteignung… ‚-soll­te sich jemand nicht unterwerfen…das Sonn­tags­ge­setz liegt auch schon fer­tig in der Schub­la­de…
    Das alles ist nicht biblisch.Die Gräu­el der röm.kath. Insti­tu­ti­on mit­samt den fal­schen Pro­phe­ten rei­chen bis an den Him­mel.
    Vor unser aller Augen erfül­len sich die Pro­phe­zei­un­gen aus der Bibel. Die Köni­ge der Welt über­ge­ben die Macht an das Tier.(Papsttum).
    12 Wie bist du vom Him­mel her­ab­ge­fal­len, du Glanz­stern, Sohn der Mor­gen­rö­te! Wie bist du zu Boden geschmet­tert, du Über­wäl­ti­ger der Natio­nen!
    13 Und doch hat­test du dir in dei­nem Her­zen vor­ge­nom­men: ›Ich will zum Him­mel empor­stei­gen und mei­nen Thron über die Ster­ne Got­tes erhö­hen und mich nie­der­las­sen auf dem Ver­samm­lungs­berg im äußer­sten Norden;Jes.14,12–13
    „Und ich hör­te eine ande­re Stim­me aus dem Him­mel, die sprach: Geht hin­aus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sün­den teil­haf­tig wer­det und damit ihr nicht von ihren Pla­gen emp­fangt!
    5 Denn ihre Sün­den rei­chen bis zum Him­mel, und Gott hat ihrer Unge­rech­tig­kei­ten gedacht.Off.18,4,5
    Wacht auf lie­be Katho­li­ken,
    2 So spricht der Herr: Sie­he, es stei­gen Was­ser vom Nor­den empor, die wer­den zu einem über­schwem­men­den Wild­bach und über­flu­ten das Land und was dar­in ist, die Stadt und die in ihr woh­nen, so daß die Leu­te schrei­en und alle Bewoh­ner des Lan­des heulen.Jer.47
    22 Und die Streit­kräf­te, die wie eine Flut daher­fah­ren, wer­den vor ihm weg­ge­schwemmt und zer­bro­chen wer­den, dazu auch ein Fürst des Bun­des.
    23 Denn nach­dem er sich mit ihm ver­bün­det hat, wird er Betrug ver­üben und hin­auf­zie­hen und mit nur wenig Volk Macht gewin­nen.
    24 Mit­ten im Frie­den wird er in die frucht­bar­sten Gegen­den ein­drin­gen und tun, was weder sei­ne Väter noch sei­ne Vor­vä­ter getan haben: Beu­te, Raub und Reich­tum wird er unter sie ver­schleu­dern, und gegen die Festun­gen wird er Plä­ne schmie­den; und dies wird eine Zeit­lang dau­ern.
    25 Dann wird er sei­ne Kraft und sei­nen Mut gegen den König des Südens auf­bie­ten mit gro­ßer Hee­res­macht; der König des Südens aber wird sich gleich­falls mit gro­ßer und sehr star­ker Hee­res­macht zum Krieg rüsten, aber doch nicht stand­hal­ten, denn man wird Anschlä­ge gegen ihn pla­nen:
    26 die sei­ne Tafel­kost essen, wer­den sei­nen Unter­gang her­bei­füh­ren, und sein Heer wird sich zer­streu­en, und vie­le Erschla­ge­ne wer­den fal­len.
    27 Die bei­den Köni­ge aber haben Böses im Sinn; sie sit­zen am glei­chen Tisch und reden Lügen; Dan.11,22–27
    ich wün­sche euch allen Got­tes Segen und ver­traut aus­schließ­lich auf sein Wort..

    • Sams­tag, Sonn­tag, bei so vie­len Tagen ver­lie­ren man­che schein­bar den Über­blick. In fünf Tagen ist wie­der Sonn­tag und Hei­li­ges Mess­op­fer, nicht das ich Sie ver­wir­ren will aber mor­gen ist gestern heu­te, weil heu­te gestern mor­gen ist… 😉
      Dafür das Ihr Pro­te­stan­ten die Braut Chri­sti, die Katho­li­sche Kir­che, mit einer Hure gleich­setzt, dafür kommt das Gericht über Euch Ihr Nat­tern, Mek­ka ist auch auf 7 Hügeln gebaut, aber was will man von einem judai­sier­ten (Anti-)Christentum Luthers schon erwar­ten war­um über den Tel­ler­rand schau­en wenn man es doch sich bequem machen kann. Ihr wer­det enden als das was Ihr seid, Anti­chri­sten! Es lebe das wah­re Isra­el, es lebe die Hei­li­ge Römi­sche Katho­li­sche Kir­che! HEIL DEM HERRN DER HEERSCHAAREN!
      Wer Maria nicht hat, hat den Herrn nicht — nix mama, nix Kind, nix Jesus, Du versteh’n?

      Gegrü­ßest Seist Du, Maria, voll der Gna­de. Der Herr ist mit Dir. Du bist gebe­ne­deit unter den Frau­en, und gebe­neideit ist die Frucht Dei­nes Lei­bes, Jesus. Hei­li­ge Maria, Mut­ter Got­tes bit­te für uns Sün­der, jetzt und in der Stun­de unse­res Todes. Amen
      SANCTO SUBITO MARCEL LEFEBVRE!

      • Sagen Sie mal — geht es eigent­lich noch? Was soll die­ser her­ab­las­send-hoch­mü­ti­ge Aus­fall, der offen­bart, dass Sie sich als Rich­ter selbst ein­ge­setzt haben?

        @ salo­me

        Ich weiß nicht, was Sie genau sagen wol­len. Offen­bar deu­ten Sie eini­ge Pro­phe­ten­stel­len, aber wie? Das haben Sie uns nicht kund­ge­tan. Kund­ge­tan haben Sie aller­dings unter­schwel­li­ge Unter­stel­lun­gen, wie die, dass Katho­li­ken das Schrift­wort nicht ernst­näh­men. Das trifft zwar lei­der auf einen gro­ßen Teil der Tra­di­tio­na­li­sten zu, aber nicht auf das Lehr­amt.- jeden­falls nicht das Lehr­amt, wie es 1900 Jah­re lang lehr­te.

        Sie soll­ten aber den­noch ein­mal dar­über kon­tem­plie­ren, was der Johan­nes-Pro­log uns vor­stellt: Das Wort IST Gott und war bei Gott und wur­de Mensch. das Wort ist nicht ein­fach ein Buch.
        Wir sind KEINE Mus­li­me (oder Pro­te­stan­ten), die ein Buch ins Zen­trum ihres Kults stel­len, son­dern Chri­sten, die an den leben­di­gen Gott glau­ben, der sich in Chri­stus offen­bart hat.

        Die Tra­di­ti­ons­kri­tik des Pro­te­stan­tis­mus hat lan­ge eine Basti­on um ein ein­zi­ges Tra­dit­um geam­cht — näm­lich die Hl. Schrift. Dabei war es Luther, der die­ses Tra­dit­um, das in die­ser Form kano­ni­siert wor­den war, geschmä­lert, also um Bücher ver­rin­gert hat­te, der Wör­ter hin­zu­ge­fügt hat und den Jako­bus­brief als „stro­her­ne Epi­stel“ bezeich­net hat.

        Der Pro­te­stan­tismsu selbst hat schon in sei­nem Anspruch den Schrift­ka­non ver­än­dert, der selbst­ver­ständ­lich 1500 Jah­re lang so galt, ist also selbst der Begrün­der der Zer­stö­rung auch die­ses letz­ten Tra­dit­ums.

        Den­ken Sie dar­über ein­mal reif­lich nach.

      • @zeitschnur
        Man sieht doch wohin die­ser Pro­te­stan­tis­mus heu­te die Katho­li­sche Kir­che hin­führt. Das ist selbst­re­dend, und es ist ein­fach nur abar­tig den Leib Chri­sti, die Katho­li­sche Kir­che, mit der der Hure gleich­zu­set­zen, das Sie so etwas in Schutz neh­men ist unhalt­bar. Und der Rest stimmt auch, ja die Wahr­heit ist bit­ter, aber unauf­halt­bar. Das mit dem Maria und dem bild­li­chen Ver­gleich war bewusst sehr pro­vo­kant gewählt, manch­mal muss es halt laut knal­len damit man wach wird, lie­ber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ja und was das Gericht betrifft, da vor­ur­tei­len Sie mal nicht zu schnell Frau Rich­te­rin, wir wer­den ja noch sehen was der Herr zu sol­chen Häre­si­en zu sagen hat.

      • @ Hein­rich

        Wenn ich Ihren pathe­ti­schen und sehr selbst­ge­rech­ten Wel­ten­rich­ter-Wort­schwall gegen @ salo­me als anma­ßen­de Geste kri­ti­siert habe, dann habe ich damit noch lan­ge nicht @ salo­mes The­sen ver­tei­digt (wor­in immer die genau bestehen sol­len)! das geht ja aus mei­nen Rück­fra­gen an @ salo­me her­vor.

        Beden­ken Sie doch bit­te, dass ein Pro­te­stant mit hohen tabus gegen die katho­li­sche Leh­re erzo­gen wird und sei­ner­seits Angst hat, sich durch die typisch katho­li­schen Fröm­mig­keits­for­men zu ver­sün­di­gen.

        Allei­ne, dass @ salo­me hier mit­liest zeigt aber doch, dass sie offen wäre für das Katho­li­sche. Wenn sie dann sol­che Keu­len über­ge­bre­zelt bekommt, wird sie all das, was man ihr ein­ge­impft hat an Irri­gem nur bestä­tigt sehen.

        Was sie schreibt, steht in der nor­ma­len pro­te­stan­ti­schen und anti-katho­li­schen, apo­lo­ge­ti­schen Lite­ra­tur.

        Wie wäre es, wenn sie ihr mit Libe ebe­geg­ne­ten, ihre über­trie­be­nen und unre­flek­tier­ten Mei­nun­gen ein­fach argu­men­ta­tiv ent­kräf­ten wür­den?

      • @zeitschnur
        Also selbst­ge­recht bin ich nicht, ich bin mir per­sön­lich gegen­über här­ter und stren­ger wie ich es mit Ande­ren bin, man soll nie von sei­nen Sol­da­ten etwas ein­for­dern was man nicht sel­ber bereit ist zu lei­sten. Viel­leicht etwas zu hart manch­mal aber so lan­ge man nicht tot ist kann man ja noch ein­stecken. Pathos ist wie die Sep­ti­me zum Drei­klang, das Salz in der Sup­pe. Es war auch der Hei­li­ge Bern­hard von Clairvaux der auch streng die Katha­rer anmahn­te, und sei­ne Wor­te erfüll­ten sich. Es ist ja nicht gegen Salo­me per­sön­lich gerich­tet, soll die gute Frau von die­ser sata­ni­schen Irr­leh­re Luthers ablas­sen, heu­te sieht ja jeder bzw. jede, wie pro­te­stan­ti­siert Rom ist, man legt die Schrift aus wie es einem passt. Mir ist eh auf­ge­fal­len das radi­ka­le­re Pro­te­stan­ten­strö­mun­gen wie die 7 Tages Adven­ti­sten in man­chen The­men die glei­che Hal­tung haben wie teil­wei­se ultra­kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken, eigent­lich schon eine Iro­nie der Situa­ti­on. Das was der EInig­keit eigent­lich im Weg steht ist die Trans­sub­stan­tia­ti­onss­leh­re, Mario­lo­gie und Hei­li­gen­ver­eh­rung und Sonn­tags­ge­setz, aber Gleich­klang herrscht in der Kri­tik an Din­gen wie der Kon­zils­kir­che, cha­ris­ma­ti­schen Ein­flüs­sen, Pan­the­is­mus etc. in bei­den Lagern. Wenn über­haupt jemand Schrift und Tra­di­ti­on ers­nt nimmt ist das die Katho­li­sche Kir­che, von daher kann ich die Kri­tik nicht nach­voll­zie­hen. Ich glau­be Salo­me soll­te mal den Kate­chis­mus ein­fach lesen, viel­leicht haben Sie als wan­deln­des Forum­bi­blio­the­ka­ri­um noch ein paar gute Lite­ra­tur­tips, so läuft sie wenig­stens nicht Gefahr an einem irr­ge­lei­te­ten Regen­bo­gen­prie­ster zu gera­ten. Zur The­ma­tik alter und neu­er Bund hat­te sich Bene­dikt XVI. ja auch mal sach­lich geäu­ssert, lei­der weiss ich nicht mehr genau wo aus­wen­dig, müss­te wenn recher­chie­ren. Das Miss­ver­ständ­nis der Pro­te­stan­ten zu glau­ben der alte Bund gehe ein­fach wei­ter ist glaub ich ein Haupt­pro­blem, aber selbst Jesus erlaub­te den Jün­gern am Sab­bat das Korn zu pflücken wo sich die Rab­bi­ner auf­reg­ten, das zeigt eigent­lich das die Pro­te­stan­ten ein rab­bin­si­chen Irr­tum fol­gen. Apro­pos das mit gestern-heu­te-mor­gen im ersten Kom­men­tar war nicht böse gemeint, ich woll­te eigent­lich ein bissl Humor rein­brin­gen, das war wohl lei­der ein Quer­schlä­ger.

    • Wenn über­haupt momen­tan jemand von den Jesui­ten pro­fi­tiert, dann der Pro­te­stan­tis­mus, ja wer hät­te sowas gedacht, nicht mal Sie ver­mut­lich… .

  8. ..Rom wird heidnisch.Die Hure Babylon.La Salette_Rom wird den Glau­ben ver­lie­ren und SITZ DES ANTICHRIST wer­den!

  9. Ich den­ke, nun wird auch dem Letz­ten immer kla­rer, wes­halb Bene­dikt 16 zurück­ge­tre­ten ist. Er sah einen Tsu­na­mi auf sich zurol­len an Druck; zum einen von der Human­stisch-ver­wäs­ser­ten Main­stream-Kir­che (Kard. Marx, Kas­per & Co), sowie zum ande­ren dem der Welt­re­gie­rung hin­ter Oba­ma, UNO, etc. für die „Gleich­stel­lung homo­se­xu­el­ler Part­ner­schaf­ten“. Und ange­sichts die­ser geist­li­chen Tsu­na­mi­wel­len kann man sich nur krank und alt füh­len, da die End­zeit hier­mit in eine neue Pha­se ein­tritt, der Satan sein Unwe­sen in der einen Kir­che trei­ben darf und die­ser Ent­wick­lung sich wohl kein Mensch, sei er selbst Papst, dau­er­haft ent­ge­gen­stem­men kann.
    Und die Geg­ner die­ser Ent­wick­lung wer­den ab mor­gen als „Fun­da­men­ta­li­sten“ in der Kir­che beschimpft — und über kurz oder lang ver­folgt wer­den. Somit schließt sich der 2000-jäh­ri­ge Kreis; die Chri­sten wer­den wie­der am Anfang ste­hen, wo die Jün­ger in den ersten 3 Jahr­hun­der­ten im röm. Reich begon­nen hat­ten und einen hohen Preis für Ihre Chri­stus­nach­fol­ge zah­len muss­ten.

    Fazit: Wir müs­sen ins Ober­ge­mach zurück und um die Füh­rung des Hl. Gei­stes in die­ser Zeit BETEN!

  10. Die Wan­der­schaft der Hei­li­gen Mut­ter Kir­che im Wech­sel von Dun­kel und Licht; der Bene­dik­ti­ner­pa­ter Odo Casel in einer Anspra­che im Jah­re 1934 über „Kreuz und Paru­sie“:
    -

    „Das Myste­ri­um selbst ist ja zusam­men­ge­setzt aus 
    Dun­kel und Licht. 
    Das hei­li­ge Meß­op­fer ist voll von 
    Pas­si­ons­dun­kel und Auf­er­ste­hungs­glanz­zu­gleich. 
    Mit­ten in der hei­li­gen Nacht wird Chri­stus gebo­ren, 
    das Licht des Pneu­mas; 
    mit­ten in der Nacht steht er von dem Toten­rei­che, dem ewi­gen Dun­kel, auf 
    „O wahr­haft seli­ge Nacht! 
    Die Nacht ist mein Licht zu mei­ner Won­ne!“ (Exsul­tet).

    In der 
    Nacht der Sin­ne und der Welt 
    emp­fängt die hei­li­ge Kir­che und die kirch­li­che See­le als Braut 
    den Licht­lo­gos. 
    In der 
    Nacht des Kreu­zes wird der Grund zum Leucht­turm der Ewig­keit gelegt.
    Das gan­ze Leben der Kir­che in die­sem Aion ist eine sol­che Däm­me­rung, die das Licht erwar­tet und vor­be­rei­tet, jenes Licht, das ewig Myste­ri­um bleibt.

    So wan­dert die Ekkle­sia im Wech­sel 
    von Dun­kel und Licht .…
    dem Herrn, dem ewi­gen Lich­te, dem ewi­gen Mor­gen 
    ent­ge­gen. 
    All ihr Licht erwar­tet sie von Chri­stus. 
    Des­halb wen­det sie sich ab vom Schein­licht die­ser Welt. 
    Sie will auch nicht sel­ber Licht sein, son­dern Gefäß für das wah­re Licht. 
    [.…]
    So geht sie vol­ler Zuver­sicht, 
    nach allen Sei­ten gedeckt durch Kreu­zes­lie­be und Gebet, 
    den Weg durch das Dun­kel — der Däm­me­rung .….
    und damit dem Lich­te ent­ge­gen. 

    Ja in die­ser Hoff­nung 
    jubelt sie schon ob der bereits gesche­he­nen Erlö­sung 
    Sie sieht von wei­tem den Advent des Kyri­os, 
    die Paru­sie des Hei­lan­des und Königs. 
    Dann, wenn er erscheint, wird der Berg Sion ein ein­zi­ger Jubel sein .…“
    -

  11. Es wird noch viel schlim­mer wer­den. Wir sind auf dem Wege einer tota­len Paga­ni­sie­rung der Kir­che.

    • Die­sen Ein­druck habe ich auch.

      Schließ­lich muss man sich doch vor Augen hal­ten, dass die­se Ide­en, fort­an sün­di­ges Ver­hal­ten zu seg­nen, nicht durch irgend­wel­che Komi­tees, son­dern höch­ste Kir­chen­ver­tre­ter — offen­bar in bedeu­ten­der Zahl — aktiv pro­pa­giert wer­den. In Anleh­nung an Lk 23,31 ist das „Holz“ also längst nicht mehr grün!

      Gleich­wohl stel­le ich mich nicht dar­auf ein, dass es (dem­nächst) einen gro­ßen Knall geben wird, son­dern der Nie­der­gang zur tota­len Paga­ni­sie­rung (s.g. Aus­druck!) noch über vie­le Jah­re zäh, aber uner­bitt­lich wei­ter­ge­hen wird.

      Herr Jesus, erbar­me Dich unser.

  12. Eini­ge tak­ti­sche Bemer­kun­gen:

    - Immer wie­der die glei­che Alters­grup­pe: zwi­schen 35 und 60 Jah­ren
    — Immer wie­der die glei­che Geschlechts­ver­tei­lung: 90–95 % männ­lich
    — Immer wie­der die glei­che Klei­dung: Schwe­stern und Non­nen grund­sätz­lich ohne Habit, die Her­ren in (brau­nen) Pull­overn oder dezen­tem Cler­gy­man-dress
    — Immer wie­der maxi­mal 10o bis 130 Per­so­nen (scheint eine kri­ti­sche Ober­gren­ze zu sein: unklar ob wegen feh­len­der Effek­ti­ven oder even­tu­el­ler Pro­ble­men bei der Kon­takt­auf­nah­me)
    ‑Immer wie­der in abge­schlos­se­nen Räum­lich­kei­ten, in secre­to- und die Fotos dann unbe­merkt von hin­ten gemacht.
    ‑Immer wie­der dann in den Vor­trä­gen, Aus­sa­gen und Mani­fe­sten, offe­nen Brie­fen an die Hir­ten, an das Volk und an die Zei­tun­gen die glei­che Mischung von abge­dro­sche­ner Befrei­ungs­theo­lo­gie, Lar­mo­yanz und vor­lau­tem Auf­for­dern von den Anlie­gen und soge­nann­ten „Rech­ten“ de LGBT.
    (wobei die Ver­ein­bar­keit von Bise­xua­li­tät mit dem Chri­sten­tum mir noch nie erklärt wur­de;
    Unser Herr benutzt da in Mar­kus 9,2–11 den grie­chi­schen Term „sun-zeug­nu­mai“- zusam­men in das gespann/unter dem Joch ein­span­nen, wie von 2 Pfer­den (bei dem alten Homer) und von 2 Och­sen vor dem Pflug.
    Und dazu wird spä­ter auch gesagt, daß die­ses Joch leicht zu tra­gen ist (die Ehe ist ein wun­der­schö­nes Ding); wenn wir dem Herrn fol­gen, haben wir Sein Joch zu tra­gen- Rebel­li­on kommt da nicht in Fra­ge)
    — Und zum Schluß: sehr häu­fig die Ver­knüp­fung von Homo­phi­lie mit Ephe­bo­phi­lie und Pädo­phi­lie.
    Nicht zuletzt des­halb soviel Geheim­nis­krä­me­rei und Ver­tu­schung.
    Die Wahr­heit: auf Alt­grie­chisch ale­t­heia, dar­in die Komponenten/Stämme a („nicht“) ‑leth/lath( ver­ber­gen, ver­stecken, beson­ders von Mis­se­ta­ten; cfr. Lat. latere/ Sans­krit ratri (düster, nächt­lich, geheim).
    Die­ses gan­ze Trei­ben ist ver­deckend, ver­tu­schend, Geheim­nis­krä­me­rei-
    Die­ses gan­ze Trei­ben ist fun­da­men­tal anti-Chri­stus.
    A bon enten­deur salut.

    Tibi Chri­ste sple­ndor Patris

  13. Das mag ja sein, daß die Gräu­el der „römisch-katho­li­schen Insti­tu­ti­on“, wie Sie @Salome die Kir­che, die von Jesus Chri­stus gegrün­det wor­den ist, bezeich­nen, bis in den Him­mel rei­chen. Von dort aus wird sie wie­der ins­be­son­de­re auch durch das Rosen­kranz­ge­bet wie­der neu und gerei­nigt wer­den- gaaaaaaaaaaa­anz sicher. Unse­re Lie­be Mut­ter, Maria, läßt uns Katho­li­ken, die ein­zig wah­re Kir­che Ihres Soh­nes, nicht ver­der­ben. „Die Pfor­ten der Höl­le“ wozu der Pro­te­stan­tis­mus und der Islam wie die Frei­mau­re­rei alle­samt gehö­ren, wer­den Chri­sti Kir­che mit dem Papst an der Spit­ze nicht über­wäl­ti­gen trotz aller mensch­li­chen Unzu­läng­lich­kei­ten.
    Das steht fest.

    Ich weiß mit Sicher­heit, daß die Gräu­el des Luther­tums und ande­rer Pseu­do­kir­chen bis in die tief­sten Abgrün­de der Höl­le rei­chen und von dort auch nicht mehr her­aus­kom­men kön­nen.

  14. Lie­ber Fran­zel, ver­ren­nen Sie sich nicht!
    Ich bit­te Sie wirk­lich, den letz­ten Satz Ihres Kom­men­tars inner­lich zurück­zu­neh­men.
    Wel­che Gräu­el von wel­chen Grup­pen „bis in die tief­sten Abgrün­de der Höl­le rei­chen“ wis­sen wir nicht und sie von uns aus dort­hin zu ver­ban­nen, das kommt uns auch nicht zu.
    Mir kom­men da spon­tan zwei evan­ge­li­sche Frau­en in den Sinn, eine davon ken­ne ich beson­ders gut. Bei­de haben einen tie­fen Glau­ben, der ihr Leben prägt.
    Wie­vie­le Katho­li­ken unter uns könn­ten sich mit ihnen mes­sen?
    Men­schen, vor allem zufäl­lig mit­le­sen­de oder Suchen­de soll­ten sich durch unse­re Wor­te und Kom­men­ta­re ange­spro­chen und nicht abge­schreckt füh­len.
    Beden­ken Sie bit­te, lie­ber Fran­zel, wir tra­gen auch hier­in Ver­ant­wor­tung!

    • Ich bit­te Sie lie­be Mari­en­zweig: Sie müs­sen den letz­ten Satz nicht wort­wört­lich neh­men.
      Ich ken­ne ja auch Pro­te­stan­ten, aber auf einen gro­ben Klotz gehört auch manch­mal ein gro­ber Keil, wenn Sie das Posting von @Salome lesen. Man darf sich als Katho­lik nicht unter­but­tern las­sen. Das machen schon zuvie­le und damit ist nie­man­dem gedient.

      Das hat auch unser Herr und Erlö­ser so gehal­ten, als er zu den Pha­ri­sä­ern manch star­kes und wah­res Wort (Nat­tern, Heuch­ler, Göt­zen­die­ner, Raben­ge­sich­ter usw.) sagen muß­te. Sehen Sie es also bit­te auch in die­sem Sin­ne. Und den­ken Sie bit­te nicht: ja , das ist ja der Herr und wer sind Sie? — Die Nach­fol­ge Chri­sti erfor­dert gege­be­nen­falls auch ein klä­ren­des Wort- das hat mit Lie­be zu tun. Und @Salome äußer­te sich unge­mein phar­si­sä­er­haft über die Kir­che Jesu Chri­sti, über Sei­ne Kir­che.

      • Ich muss Ihnen ehr­lich sagen, Fran­zel, den Bei­trag Salome´s habe ich gar nicht bis zum Schluss gele­sen.
        Vie­len Dank für Ihre nähe­re Erklä­rung zum letz­ten Satz, denn ich war tat­säch­lich mäch­tig erschrocken.
        Ciao!

  15. „Mär­ty­rer“ der Homo­pho­bie — dan­ke! Jetzt hat­te ich heu­te doch noch etwas zum Lachen. 🙂

    ‚Dann zeig­te der Bischof mit dem Fin­ger auf die Prie­ster, die, sei­ner Mei­nung nach, die Bibel gebrau­chen wür­den, als sei sie ein Knüp­pel, um die armen Sün­der zu schla­gen.‘

    Das ist doch alles viel zu absurd, um wahr zu sein. Ich kann es kaum glau­ben, wie tief man­che gesun­ken sind. Noch dazu soll das ein BISCHOF sein, unglaub­lich!

    • Und den Begriff „All Inklu­siv-Kir­che“ ken­ne ich doch irgend­wo­her. Gibt es jeman­den dem das eben­falls bekannt vor­kommt??

      Erschau­dernd fin­de ich wie sich soviel Vor­her­ge­sag­tes jetzt ver­wirk­licht. Wer hät­te vor einem Monat noch mit dem Schwu­len Prie­ster-Outing und der­ar­ti­gen Aus­sa­gen wie im Arti­kel gerech­net? Wenn man nach dem bis­he­ri­gen Wider­stand Papst Fran­zis­kus‘ gegen­über geht, der effek­tiv einem lau­en Lüft­chen gleicht, dürf­te die Abschaf­fung der Tod­sün­de mit­tels geschick­ter Dumm­schwät­ze­rei nach der Syn­ode ein Kin­der­spiel wer­den.
      Unse­re ört­li­chen, nai­ven Dorf­kirch­ler kau­en jetzt schon über­wie­gend alles nach, das Papst Fran­zis­kus so von sich gibt, fol­gen ihm blind ver­trau­end ins Unge­wis­se. Erkennt­nis gleich null — aber wie denn auch, wenn die Hei­li­ge Mes­se zuerst eine Mode­schau und Pflicht­übung ist, Gebet und Beich­te weit­ge­hend zurück­ge­drängt wur­den und die Kir­che kalt und pro­te­stan­tisch ent­wor­fen wur­de. Kom­mu­ni­on­hel­fer und Pfarr­ge­mein­de­rä­te als Möch­te­gern­prie­ster und Pseud­o­hei­li­ge, weil man hat ja oft genug zuge­se­hen, wer braucht da noch 8 Jah­re Stu­di­um in der heu­ti­gen Zeit? Inso­fern wird dort der Über­gang zur Kir­che ohne Tod­sün­de nicht mehr all­zu schwer fal­len. Die Stim­me des Gewis­sens erklingt wohl wie neben einem fet­ten Laut­spre­cher, der voll auf­ge­dreht ist. Das kann jeden­falls noch was wer­den, wenn es so wei­ter­geht. Man kann nur beten und hof­fen, dass der Hei­li­ge Geist denen die rich­ti­gen Wor­te ein­gibt, die der ursprüng­li­chen katho­li­schen Kir­che die Treue hal­ten.

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