Macht Geheimsynode die Bischofssynode zur Scheinsynode? Seit Tagen tagt bereits päpstliche Parallelsynode

Villa Malta, Sitz der Civiltà  Cattolica, und Tagungsort der Geheimsynode
Vil­la Mal­ta, Sitz der Civil­tà  Cat­to­li­ca, und Tagungs­ort der Geheim­syn­ode

(Rom) Fin­det die am Sonn­tag offi­zi­ell eröff­ne­te Bischofs­syn­ode nur zum Schein statt, wäh­rend die eigent­li­che, päpst­li­che Syn­ode bereits seit Tagen geheim tagt? Wäh­rend der offi­zi­el­len Syn­ode, die erst noch begin­nen muß, wie­der mit einer restrik­ti­ven Infor­ma­ti­ons­po­li­tik ein Maul­korb umge­bun­den wer­den soll, tagt bereits seit zwölf Tagen eine 30köpfige Task For­ce von Jesui­ten zu den Syn­oden­the­men.

Papst Fran­zis­kus sieht den Syn­oden­weg, mit dem er der „neu­en Barm­her­zig­keit“ einen Weg bah­nen woll­te, offen­bar für geschei­tert an und sucht nach neu­en Wegen, sein Pro­gramm umzu­set­zen. Mehr noch, er fürch­tet seit Wochen die Absicht der Ver­tei­di­ger der kirch­li­chen Ehe- und Moral­leh­re, mit der Syn­ode die über­lie­fer­te katho­li­sche Leh­re fei­er­lich zu bekräf­ti­gen, und damit — wenn nicht recht­lich, so doch mora­lisch — zu bin­den. Seit Fran­zis­kus anhand der Liste der Syn­oda­len die­se Gefahr für real erkann­te, bemüht er sich, sich der Syn­ode zu ent­le­di­gen und sich von die­ser nicht die Hän­de bin­den zu las­sen.

Auch bei Synode 2015 ist „wenig Transparenz“ zu erwarten

Hauptquartier der Parallelsynode: Santa Marta Vatikan
Haupt­quar­tier der Par­al­lel­syn­ode: San­ta Mar­ta Vati­kan

Heu­te erst wer­den die Ver­fah­rens­re­geln bekannt­ge­ge­ben, nach denen die Bischofs­syn­ode 2015 statt­fin­den wird. Eine unge­wöhn­li­che Vor­ge­hens­wei­se, da die­se Regeln von beson­de­rer Bedeu­tung sind. Nur weni­ge ken­nen sie vor­ab und konn­ten sich auf die Syn­ode vor­be­rei­ten, wäh­rend die mei­sten Syn­oden­vä­ter fak­tisch erst mit Syn­oden­be­ginn davon erfah­ren.

Der Vati­ka­nist Edward Pen­tin schrieb mit Blick auf die Ereig­nis­se rund um die Bischofs­syn­ode 2014, daß auch 2015 „nicht viel Trans­pa­renz“ zu erwar­ten sei. Unter­des­sen habe „in größ­ter Geheim­hal­tung“ eine Grup­pe bereits die Arbeit auf­ge­nom­men, so der Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti.

Bereits 2014 war es zu einem Bruch mit der bis­he­ri­gen Pra­xis bei Bischofs­syn­oden gekom­men. Die Rede­bei­trä­ge der Syn­oden­vä­ter wur­den nicht ver­öf­fent­licht. Die Dis­kus­sio­nen bei der Syn­ode wur­den vor der Öffent­lich­keit geheim­ge­hal­ten. Das gab dem Gene­ral­se­kre­ta­ri­at (und jedem, dem Papst Fran­zis­kus es erlaub­te) ein Infor­ma­ti­ons­mo­no­pol in die Hand, der Öffent­lich­keit nur das mit­zu­tei­len, was von päpst­li­cher Sei­te gewünscht ist. Auch die Arbei­ten in den nach Sprach­grup­pen getrenn­ten Arbeits­krei­sen blie­ben geheim oder gelang­ten nur zusam­men­ge­faßt und gefil­tert an die Öffent­lich­keit.

Meinungmonopol und Deutungshoheit — Gefilterte Informationen für die Öffentlichkeit

Glei­ches hat­te Papst Fran­zis­kus bereits beim Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um Ende Febru­ar 2014 prak­ti­ziert. Den Kar­di­nä­len wur­de ein Schwei­ge­ge­bot auf­er­legt, wäh­rend Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, der im päpst­li­chen Auf­trag als ein­zi­ger Vor­tra­gen­der die Rich­tung vor­ge­ben konn­te, mit Ver­lags­häu­sern bereits vor­ab die Ver­öf­fent­li­chung sei­ner Rede in ver­schie­de­nen Spra­chen ver­ein­bart hat­te.

Das beab­sich­tig­te Mei­nungs­mo­no­pol samt Deu­tungs­ho­heit funk­tio­nier­te nur inso­fern nicht ganz, weil eini­ge Syn­oda­len sich kei­nen Maul­korb umhän­gen lie­ßen, so wie der Histo­ri­ker Rober­to de Mattei im Febru­ar 2014 Kar­di­nal Kas­per durch die kom­men­tier­te Ver­öf­fent­li­chung sei­ner Rede zuvor­kam.

Wie San­dro Magi­ster bestä­tigt auch Edward Pen­tin, daß 2015 – im Gegen­satz zu 2014 – weder ein Zwi­schen- noch ein Schluß­do­ku­ment vor­ge­se­hen sind. „Der Papst will von den Syn­oden­vä­tern nichts Schrift­li­ches“, so Pen­tin.

Päpstliche Parallelsynode: Hauptquartier Santa Marta — Arbeitsort Villa Malta

Papst Franziskus mit Pater Antonio Spadaro SJ, Koordinator der Geheimsynode
Papst Fran­zis­kus mit Pater Anto­nio Spa­daro SJ, Koor­di­na­tor der Geheim­syn­ode

Tosat­ti ver­mu­tet, „um so frei wie mög­lich zu sein, unge­bun­den und ohne jede Art von Emp­feh­lun­gen, ent­schei­den zu kön­nen. Ein biß­chen so, wie es mit dem Motu pro­prio zu den Ehe­nich­tig­keits­ver­fah­ren der Fall war“. Der Papst hat­te tief­grei­fen­de Ein­grif­fe in die Ehe­ge­richts­bar­keit vor­ge­nom­men, ohne die zustän­di­gen Ämter des Hei­li­gen Stuhls dar­über zu infor­mie­ren oder auch nur zu Rate zu zie­hen.

In die­sen Kon­text platzt die Nach­richt Tosat­tis, „daß seit einem Dut­zend Tagen rund 30 Per­so­nen, fast alles Jesui­ten, mit eini­gen Argen­ti­ni­ern, auf sehr gehei­me Wei­se unter der Koor­di­na­ti­on von Pater Anto­nio Spa­daro, dem Schrift­lei­ter der Civil­tà  Cat­to­li­ca, der viel Zeit in San­ta Mar­ta in Bera­tung mit dem Papst ver­bringt, zu den Syn­oden­the­men arbei­ten“, so Tosat­ti.

„Die Geheim­hal­tung betrifft auch die Jesui­ten der Vil­la Mal­ta, dem Sitz der Civil­tà  Cat­to­li­ca, wo ein Teil der Arbei­ten statt­fin­det.“

Tosat­ti äußert die Ver­mu­tung, daß die­se „Task For­ce“ dem Papst „die Instru­men­te für ein even­tu­el­les post-syn­oda­les Doku­ment zum The­ma Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen, zusam­men­le­ben­de und gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re“ lie­fern soll.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/MiL

34 Kommentare

  1. Es wäre nicht ver­wun­der­lich, wenn hin­ter den Kulis­sen mit ca.30 Jesui­ten das Ergeb­nis der Sy-
    node vom kom­men­den Sonn­tag, fest­ge­legt und geschnürt wird. Trotz allem Gegen­wind, scheint
    Fran­zis­kus an sei­nen “ Reform­zie­len “ fest­zu­hal­ten. Die zeit­ge­nös­si­schen Jesui­ten, sind für den
    Papst mit den ent­spre­chen­den Kar­di­nä­len, wel­che vor­her geschickt platz­iert wur­den, eine wie er
    meint, gei­sti­ge und siche­re Stüt­ze. Bei der Syn­ode wird es heiß her­ge­hen, aber die Moder­ni­sten
    haben das Heft fest in der Hand und wer­den nicht klein bei­geben. Gott wird sie gewäh­ren las­sen,
    auch wenn es zu ihrem Ver­der­ben sein wird.

  2. Es gibt so vie­le Hin­wei­se und Infor­ma­tio­nen, daß man gar nicht mehr umhin kom­men kann zu kon­sta­tie­ren, daß bereits seit der dunk­len Wahl von „Papst“ Ber­go­glio am 13.3. 2013 irgend etwas nicht stimmt in der Kir­che. Die­ser „Papst“ ist nicht katho­lisch. Das ist m.Er. auch kei­ne Fra­ge mehr.
    Von „Ver­wir­rung stif­ten“ kann man bei ihm auch nicht mehr die Rede sein, denn wer Ohren hat, kann hören und wer lesen kann, kann lesen und wer 2 und 2 zusam­men­zäh­len kann, kann das eben­falls tun.
    Es wird im Gehei­men gemau­schelt und es wer­den Beschlüs­se gefaßt.

    Was kön­nen die treu­en Kar­di­nä­le tun in die­sem gei­sti­gen Rin­gen?

    • Sie spre­chen mir aus der See­le ver­ehr­ter Fran­zel !
      Die­ser Herr in Weiss will ja auch kein Papst sein.
      Er lebt und haengt total an sei­nen Ein­flue­ste­rern vom Schla­ge Kas­per etc.
      Gute Nacht.
      Was er von sich gibt, erschu­et­ternd das man das sagen muss, ist eigent­lich nur Bla­bla, nett gemeint, nie­mand wehe — jedem wohl.
      Die­se Syn­ode ist eine Far­ce, denn es sol­len dort augen­schein­lich die Gebo­te, spe­zi­ell das 6. , von innen her ad absur­dum gefuehrt wer­den.
      Mir kann doch nie­mand erza­eh­len, das man an der Unauf­loes­lich­keit festha­elt, es kei­ne „Katho­li­sche Schei­dung “ gibt, wenn man sozu­sa­gen Schnell­ver­fah­ren zur Ehe­an­nu­lie­rung auf regio­na­le Ebe­ne ver­la­gert und auch ueber die Wvg­Gesch. in die­ser Form „Barm­her­zig­keit“ dh. offe­ne Leug­nung der kirch­li­chen Leh­re prak­ti­zie­ren will.
      Ja man klei­det den Para­dig­men­wech­sel in eine Mil­li­on in Wat­te ein­ge­pack­te wun­der­schoe­ne Wor­te, laesst sich als gro­sse Theo­lo­gen fei­ern und schafft das Herzs­tu­eck, naem­lich die Gebo­te, zwar nicht nach der Form, aber dem Inhalt her total ab.
      Man schaue auf die Lit­ur­gie: Seit der unse­li­ge Paul 6 sei­nen ver­hee­ren­den NOM durch­ge­drueckt hat­te, ist das Mess­op­fer als Kerns­tu­eck des geleb­ten Glau­bens wie Per­len vor die Sae­ue gewor­fen wor­den.
      Jeder macht was er will, in jedem Land ein ande­rer Miss­brauch, als Ergeb­nis ist nicht weni­ger als der Glau­ben an die Inhal­te ver­lo­ren­ge­gan­gen, erst die Maen­ner, dann die Frau­en und dann die Prie­ster.
      Genau das­sel­be wird in aller­ku­er­ze­ster Zeit mit dem 6. Gebot pas­sie­ren, danach kommt der „sinn­los gewor­de­ne“ Zoe­li­bat und dann das Frau­en­prie­ster­tum in allen „bun­ten“ For­men „prie­ster­li­cher Lebens­ge­mein­schaf­ten“.
      Natu­er­lich ist das nicht mehr Katho­lisch, aber wen sto­ert es noch.
      Es wer­den nur weni­ge den har­ten Weg Mar­cel Leb­fe­v­res in die vor­lae­u­fi­ge Exkom­mu­ni­ka­ti­on wagen, oder sich zur (fast) ein­zi­gen Gegen­macht der FSSPX beken­nen, nein das Unheil ist lan­ge noch nicht gross genug als das man hier etwas merkt.

      • @Franzel:
        Ich schät­ze die glau­bens­treu­en unter den Bischö­fen kön­nen gar nichts tun, da sie ja in der Unter­zahl sind. Es sei denn ein außer­ge­wöhn­li­ches Wun­der wäre pas­siert, und es hät­ten sich pro­gres­si­ve Syn­oden­teil­neh­mer bekehrt, wovon ich nicht aus­ge­he.
        Ich habe es nach der Wahl Ber­go­gli­os gleich gesagt, dass etwas nicht stimmt. Jedoch zuviel sagen emp­fiehlt sich aus Grün­den der Serio­si­tät nicht, ehe in der Öffent­lich­keit die Bewei­se dazu erbracht sind.
        Und die­se Bewei­se wer­den durch die­se Syn­ode erbracht, davon bin ich so gut wie über­zeugt. Danach gibt es kein Zurück mehr was päpst­li­che Erläs­se angeht und die Spreu wird sich vom Wei­zen tren­nen. Beson­ders schlimm wird es sich aus­wir­ken, dass dann wohl Homo­se­xu­el­le pro­be­wei­se die Kir­chen besu­chen wer­den, die­ser Graus ist schon vor­pro­gram­miert.

  3. Am Hoch­fest der Hll. Petrus und Pau­lus im Jahr 2013 sag­te Papst Fran­zis­kus, im 2. Abschnitt des Zitats von sei­nem Manu­skript abwei­chend:
    http://w2.vatican.va/content/francesco/de/homilies/2013/documents/papa-francesco_20130629_omelia-pallio.html
    “ 3. In der Ein­heit stär­ken. Hier möch­te ich auf die Geste ein­ge­hen, die wir voll­zo­gen haben. Das Pal­li­um ist Zei­chen der Gemein­schaft mit dem Nach­fol­ger Petri, der „ein immer­wäh­ren­des und sicht­ba­res Prin­zip und Fun­da­ment der Glau­bens­ein­heit und der Gemein­schaft“ ist (II. Vat. Kon­zil, Lumen gen­ti­um, 18). Und eure Anwe­sen­heit heu­te, lie­be Mit­brü­der, ist Zei­chen dafür, dass die Ein­heit der Kir­che nicht Ein­för­mig­keit bedeu­tet. Das II. Vati­ka­num sagt in Bezug auf die hier­ar­chi­sche Ver­fas­sung der Kir­che: „Die­se Apo­stel setz­te er [der Herr] nach Art eines Kol­le­gi­ums oder eines festen Krei­ses ein, an des­sen Spit­ze er den aus ihrer Mit­te erwähl­ten Petrus stell­te“ (ebd., 19).
    In der Ein­heit stär­ken: die Syn­ode der Bischö­fe im Ein­klang mit dem Pri­mat. Wir müs­sen auf die­sem Weg der Syn­oda­li­tät gehen, wir müs­sen wach­sen im Ein­klang mit dem Dienst des Pri­mats. Und das Kon­zil fährt fort: „Inso­fern die­ses Kol­le­gi­um aus vie­len zusam­men­ge­setzt ist, stellt es die Viel­falt und Uni­ver­sa­li­tät des Got­tes­vol­kes […] dar“ (ebd., 22). In der Kir­che ver­ei­nigt sich die Viel­falt, die ein gro­ßer Reich­tum ist, immer im Ein­klang der Ein­heit, wie in einem gro­ßen Mosa­ik, bei dem alle Stein­chen dazu bei­tra­gen, das eine gro­ße Bild Got­tes zu bil­den. Und dies muss dazu drän­gen, stets jeden Kon­flikt zu über­win­den, der den Leib der Kir­che ver­letzt. Eins in der Ver­schie­den­heit: Es gibt kei­nen ande­ren katho­li­schen Weg, dass wir eins wer­den. Das ist der Weg Jesu! Wenn das Pal­li­um Zei­chen der Gemein­schaft mit dem Bischof von Rom und mit der uni­ver­sa­len Kir­che, mit der Syn­ode der Bischö­fe ist, dann ist es auch ein Auf­trag an jeden von euch, Werk­zeug der Ein­heit zu sein.“

    Wenn die Syn­ode der Bischö­fe, als Bera­ter­gre­mi­um des Pap­stes, nicht im Ein­klang mit dem Pri­mat geht macht sie sich über­flüs­sig. Danach sieht es fast aus, nur dass die Mehr­zahl der Bischö­fe in der Wahr­heit blei­ben will.

    Es scheint Fran­zis­kus hat die Mehr­zahl der Bischö­fe nicht auf sei­nen Weg der „Syn­oda­li­tät“ brin­gen kön­nen, sonst wür­de er sie nicht mund­tot machen.

    Bischö­fe müs­sen ihren Auf­trag so erfül­len, wie ihn GOTT gege­ben hat und wie es in der hei­li­gen Schrift steht. Kein Buch­sta­be dazu, kein Buch­sta­be hin­weg!
    Und dar­an hat sich auch der amtie­ren­de Papst zu hal­ten.
    Über die Zulas­sung zur Kom­mu­ni­on von in zivi­ler Zweit-Ehe leben­der Katho­li­ken sag­te Papst Fran­zis­kus auf dem Rück­flug von den USA am Mon­tag vor mit­rei­sen­den Jour­na­li­sten dies sei «nicht die ein­zi­ge Lösung».
    Ich wünsch­te mit sehr er hät­te gesagt es sei KEINE Lösung.
    Die Befürch­tung, daß der amtie­ren­de Papst mit den Kir­chen­spal­tern geht bleibt somit quä­lend erhal­ten.

  4. Ich glau­be den­noch nicht, dass Ber­go­glio es ris­kie­ren wür­de, ein Schis­ma aus­zu­lö­sen. Das Ziel die­ser Pseu­do-Syn­ode wird mit Sicher­heit die Rela­ti­vie­rung der kirch­li­chen Leh­re sein. Sicher­lich wird auch das Gra­dua­li­täts­prin­zip (> Schön­born) eine Rol­le spie­len.
    Falls es wir­kich hart auf hart kommt, sich die Spreu vom Wei­zen trennt, wel­che Fol­gen wird das für die Kir­che haben???
    Wird es muti­ge Prä­la­ten (Kar­di­nä­le, Bischö­fe usw.) geben, die ihre Stim­me erhe­ben wer­den und off­zi­ell sagen „Non pos­su­mus“, wie einst Erz­bi­schof Lef­eb­v­re es tat? Ich glau­be eher nicht, letzt­end­lich wird allen die­ser Mut feh­len. Alles wird wei­ter­ge­hen wie bis­her…
    Ja, der Herr selbst hat uns ver­spro­chen, die Pfor­ten der Höl­le wer­den SEINE Kir­che nicht über­wäl­ti­gen; aber er hat uns nicht gesagt, wie groß die­se Kir­che sein wird. Und wenn es eine klei­ne Min­der­heit ist, die der wah­ren Kir­che treu geblie­ben sind, so haben sich die Wor­te unse­ren Herrn Jesus Chri­stus erfüllt

    • Abge­se­hen davon, dass sich bei Lef­eb­v­re das „Non pos­su­mus“ höchst will­kür­lich mit dem „pos­su­mus“ abwech­seln konn­te, ist ein Blick in die welt­li­chen Medi­en manch­mal hilf­reich, um aus der inner­ka­tho­li­schen Ver­hed­de­rung her­aus­zu­ge­lan­gen.

      Deutsch­land­ra­dio Kul­tur z.B. berich­te­te fol­gen­der­ma­ßen:

      „Ihre Argu­men­te brin­gen wich­ti­ge Ver­tre­ter des kon­ser­va­ti­ven Flü­gels, dar­un­ter auch der eme­ri­tier­te Erz­bi­schof von Köln, Joa­chim Meis­ner und Robert Sarah, Prä­fekt für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung, in einem Buch auf den Punkt, das in die­sen Tagen erscheint. Unter dem Titel „Matri­mo­nio e famiglia“ Ehe und Fami­lie, wei­sen die­se elf Kar­di­nä­le Papst Fran­zis­kus dar­auf hin, dass kei­nes der im ersten Syn­odal­teil von den Refor­mern vor­ge­tra­ge­nen Argu­men­te mit der gel­ten­den, unmiss­ver­ständ­li­chen und vor allem unver­rück­ba­ren Dok­trin der Kir­che über­ein­stimmt – weder in Sachen Eucha­ri­stie für geschie­de­ne Wie­der­ver­hei­ra­te­te noch beim Umgang mit homo­se­xu­el­len Men­schen und gleich­ge­schlecht­li­chen Lebens­ge­mein­schaf­ten

      Am Ende der Fami­li­en­syn­ode wer­den Schluss­vor­la­gen ste­hen, die für den Papst nicht bin­dend sind. Letzt­lich wird Fran­zis­kus ent­schei­den, wie sich die Kir­che zukünf­tig in bestimm­ten Fra­gen ver­hält und dies in sei­nem Nach­syn­oda­len Apo­sto­li­schen Schrei­ben ver­kün­den. Die Bera­tun­gen der Syn­ode sind für ihn ein Stim­mungs­mes­ser, dem er auf­merk­sam lau­schen wird.“

      http://www.deutschlandradiokultur.de/bischofssynode-in-rom-katholiken-streiten-ueber-ehe-und.1278.de.html?dram:article_id=332892

      V.a. der letz­te Abschnitt soll­te beach­tet wer­den!
      Ob nun F. auch noch ande­re Tref­fen abhält oder wie oder was — das Kar­di­nal­pro­blem der Sache ist, dass man dem Papst grund­sätz­lich durch sei­ne abso­lu­te, eli­tä­re Stel­lung (und die haben Ultra­kon­ser­va­ti­ve einst durch­ge­boxt!) tat­säch­lich ermög­licht hat, all das, was wir nun beob­ach­ten.

      F. DARF Par­al­lel­syn­oden tagen las­sen, wenn er das will. Er braucht sich nicht danach zu rich­ten, was die Syn­ode debat­tiert, und selbst bei einem Kon­zil wäre er nicht ver­pflich­tet, des­sen Beschlüs­se zu rati­fi­zie­ren.
      Und die­se Rol­le des Pap­stes ist Ergeb­nis eben nicht libra­ler, son­der reak­tio­nä­rer Bemü­hun­gen im 19. Jh/frühem 20. Jh.

      Man kann sagen: Die Reak­tio­nä­re haben punkt­ge­nau dem Bösen in die Hän­de gespielt, weil sie ein­fach nicht glau­ben woll­ten, dass der Papst auch nur ein Sün­der ist, der sich dem Wir­ken des Gei­stes versh­clie­ßen kann, wenn sein Wil­le ungut ist. Bis hue­te glau­ben vie­le, der Papst wür­de eher tot umfal­len, bevor er eine Irr­leh­re ver­kün­de­te oder er wer­de gewis­ser­ma­ßen gei­stig fern­ge­steu­ert.

      dass dies offen­kun­dig eine irri­ge Vor­stel­lung ist, sehen wir heu­te.

      Die Ent­täu­schung dar­über ist ver­ständ­lich, aber man soll­te wenig­stens so ehr­lich sein und nun nicht mit „pro­gres­si­ven“ Argu­men­ten das kri­ti­sie­ren, was F. auf der poli­ti­schen Ebe­ne tut: denn er darf das alles, es steht ihm als einem abso­lu­ti­sti­schen Herr­scher näm­lich zu.

      Der Herr der Kir­che ist aber Jesus und nicht der Papst!

  5. Natür­lich ist die Syn­ode eine Far­ce. Die „offe­ne Dis­kus­si­on“ in der Syn­ode­nau­la wird nicht grund­los geheim­ge­hal­ten. Nie­mand soll wis­sen, was dort wirk­lich gespro­chen wird, damit spä­ter irgend­ein von Ber­go­gli­os Came­ril­la erar­bei­te­ter Text als „Ergeb­nis der Syn­ode“ prä­sen­tiert wer­den kann.

    Ver­gli­chen mit Ber­go­gli­os Syn­ode war das Par­la­ment der „DDR“ gera­de­zu ein Hort der Frei­heit. Tota­li­tä­re Lin­ke gehen seit jeher so vor, wie Ber­go­glio — aller­dings in der Regel intel­li­gen­ter.

    Ber­go­glio ver­rech­net sich, wenn er meint, der apo­sta­ti­sche Unfug, den der seni­len Phan­tast Kas­per vetritt, wür­de sich wider­stands­los durch­set­zen las­sen. Man kann viel­leicht eine Syn­ode mit ein paar dilet­tan­ti­schen Win­kel­zü­gen mani­pu­lie­ren — aber kei­ne Welt­kir­che. Es gibt ‑welt­weit- immer noch eine gro­ße Zahl von Bischö­fen, die sowohl die Kas­per-Häre­sie als auch ihren aber­wit­zi­gen welt­an­schau­li­chen Hin­ter­grund („Wahr­heit ist ein Pro­zeß“) nie­mals akzep­tie­ren wer­den.

    • Sie sind zu hastig. Ihre Unge­duld wird sie schei­tern las­sen, zumal sie nicht in und aus der Wahr­heit sind. Es bedarf nur eines brei­ten, unbeug­sa­men Wider­stands, dann bricht die gan­ze jesui­ti­sche Intri­ge in sich zusam­men und die­ses Zerr­bild eines Papstes,Bergoglio, tritt ab. Hei­li­ge Maria, Sie­ge­rin in allen Schlach­ten Got­tes, bit­te für uns! Hei­li­ger Erz­engel Micha­el, strei­te mit uns! Hei­li­ger Tho­mas Morus stär­ke uns durch Dei­ne Für­bit­te an Got­tes Thron! Die­ner Got­tes, Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, steh‘ uns bei in die­sem ent­schei­den­den Kampf!

  6. Man darf bei aller Panik nicht ver­ges­sen, die Syn­ode ist für den Papst in kei­ner Wei­se ver­bind­lich.

    • „Bei aller Panik“, „man darf nicht vergessen„„die Syn­ode ist für den Papst in kei­ner Wei­se verbindlich“…wie ernst!Für die­sen Papst sind nicht mal sei­ne eige­ne Wor­te verbindlich,geschweige denn,sein Petrusamt,offensichtlich,auch nicht,die Ewi­ge Wahrheit.Ich bin nicht in die­ser Amtskirche,damit darf ich diesen,fast geni­al listi­gen Mann,verabscheuen.Der Dreieinige,Allmächtige Gott,hat ein Plan.

    • Sehr rich­tig!

      Aber: Papst Ber­go­glio legt offen­bar gro­ßen Wert dar­auf, den Anschein zu erwecken, er neh­me die Syn­oden­vä­ter ernst. Das ist aber nur inso­weit der Fall, als sie der Mei­nung Kas­pers fol­gen. Den (recht­gläu­bi­gen) Rest will er wohl ‑nach der im letz­ten Jahr bereits ver­wand­ten Metho­de, nur dies­mal noch etwas per­fi­der- mit­tels Mani­pu­la­ti­on erle­di­gen — . Die­se Rech­nung wür­de aber mit Sicher­heit nicht auf­ge­hen. Zum einen sind die Bischö­fe jetzt hell­hö­ri­ger als im letz­ten Jahr. Zum ande­ren liegt mit der Kas­per-Häre­sie ein der­art fla­gran­ter Wider­spruch zur Leh­re der Kir­che vor, daß sogar heu­ti­ge Bischö­fe, die in der Regel kei­ne gesun­de theo­lo­gi­sche For­mung erhal­ten haben, ihn ohne wei­te­res erken­nen. Schließ­lich wäre die Annah­me, durch Her­aus­ga­be irgend­ei­nes (post­syn­oda­len) häre­ti­schen Wischs alle Trä­ger der kirch­li­chen Lehr­ge­walt zu über­töl­peln, völ­lig rea­li­täts­blind. Epi­sko­pa­te gan­zer Län­der wür­den ent­schie­de­nen Wider­stand lei­sten (Kar­di­nal Sarah, der im Gegen­satz zu Ber­go­glio kein Dampf­plau­de­rer ist, kün­dig­te dies für z.B. für den gesam­ten afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent an), abge­se­hen noch von einem nicht uner­heb­li­chen Teil der Kar­di­nä­le. — Der Kas­per-Schwach­sinn ist nur um den Preis des Schis­mas zu haben (Ber­go­glio und sein Anhang wür­den sich dann eben von der Kir­che tren­nen)!

      Der Mensch Ber­go­glio scheint mir übri­gens nicht nur ein von tief­stem Res­sen­ti­ment zer­fres­se­ner Pro­let zu sein. Man dürf­te auch ein­mal die Fra­ge nach sei­ner psy­chi­schen Gesund­heit stel­len. Bei sei­ner Rei­se in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten hat er ‑um nur eines von zahl­lo­sen Bei­spie­len zu nen­nen, die eine sol­che Fra­ge nahe­le­gen- nicht nur die bewuß­te Stan­des­be­am­tin ih ihrem Wider­stand gegen die Perversen-„Ehe“ ermu­tigt, son­dern auch ‑wie heu­te auf CNN gemel­det wur­de- ein ent­spre­chen­des „Paar“ emp­fan­gen (sicher nicht, um ihm ins Gewis­sen zu reden). So ver­hält sich kein nor­ma­ler Mensch, es sei denn, er wäre ein gefall­süch­ti­ger Heuch­ler, der bei jedem und um jeden Preis beliebt sein will. Inso­fern könn­te man wohl der Mei­nung sein, die Annah­me, daß Ber­go­glio gei­stig abnorm ist, sei die ihm gün­sti­ge­re. Und als Katho­li­ken wol­len wir ja schließ­lich von kirch­li­chen Obe­ren immer das Gün­sti­ge­re anneh­men…

      Sie erwäh­nen noch eine gewis­se Panik, die sich ein­zel­ner zu bemäch­ti­gen scheint. Die­se ist selbst­ver­ständ­lich fehl am Plat­ze. Gott läßt die gegen­wär­ti­gen Zustän­de zu, unter denen wir zutiefst lei­den. Wir wis­sen nicht, war­um, aber wir wis­sen sehr gut, daß, wie es in einer der Ora­tio­nen der Sonn­ta­ge nach Pfing­sten heißt, die gött­li­che Vor­se­hung in ihrer Fügung nicht fehl­geht (in sua dis­po­si­tio­ne non fal­litur). Wes­halb soll­te man sich dann vor den lächer­li­chen Epi­go­nen des „Kon­zils­gei­stes“ (Kas­per, Marx, For­te usw.) fürch­ten?

  7. Die Syn­ode wird eine ele­gan­te Lösung fin­den, sowohl was den Kom­mu­nion­emp­fang der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen als auch die Segens­fei­er für Homo­ver­bin­dun­gen betrifft. Die­se Lösung haben die deutsch­spra­chi­gen Bischö­fe – kürz­lich noch Koch/Berlin und Gmür/ Basel — und der barm­her­zi­ge Papst schon stän­dig, mal deut­lich, mal ver­klau­su­liert (Gra­dua­li­tät oder Ele­men­te) ver­kün­det: an der Leh­re wer­den sie nicht rüt­teln, sie kann man nicht ändern, wie sie sagen. Aber man muss zu der Lebens­wirk­lich­keit eine pasto­ra­le Brücke bau­en, man wird eine Kasu­istik, eine Ein­zel­fall­be­ur­tei­lung emp­feh­len. Die­se ele­gan­te Lösung ist eo ipso eine ver­lo­ge­ne: Man will die Leh­re offi­zi­ell gel­ten las­sen, unter­läuft sie aber „pasto­ral“. Schon der Begriff „pasto­ral“ ist eine Lüge, denn es geht ja gar nicht um das See­len­heil der betref­fen­den, — das wäre eigent­lich „pasto­ral“ — son­dern nur dar­um, dem Main­stream des Polit — Kirch­li­chen Kom­ple­xes zu genü­gen und eine ver­meint­li­che Dis­kri­mi­nie­rung von Rand­grup­pen zu ver­mei­den. Die­se pasto­ra­le Pra­xis wer­den sie dazu noch als neu ver­kau­fen, wohl wis­send, dass sie gar nicht neu ist, da es in den deutsch­spra­chi­gen Län­dern, wahr­schein­lich auch anders­wo, schon seit Jah­ren eine pasto­ra­le Pra­xis gibt, in der sich vie­le Prie­ster mit­nich­ten um Ein­zel­fall­be­ur­tei­lung bemü­hen. Die­ses Pro­ce­de­re ist doch die bewähr­te Poli­tik der „Neu­en Kir­che“: Offi­zi­ell wird die Glau­bens­leh­re nicht ange­ta­stet. Aber jeder Prie­ster und jede Gemein­de machen es so wie sie es für oppor­tun hal­ten: ange­fan­gen von der Lit­ur­gie bis zur Glau­bens­leh­re. So ist es z.B. heu­te Glück­sa­che, ob man eine gül­ti­ge Hl. Mes­se mit­fei­ern kann, soll­te man in Ver­le­gen­heit kom­men, eine bis­her nicht bekann­te Kir­che auf­zu­su­chen.

  8. Ber­go­glio geht kon­se­quent sei­nen Weg wei­ter und führt die Kir­che gera­de­wegs in die Kata­stro­phe. Er beschwört die Ein­heit der Kir­che und zer­trüm­mert in Wirk­lich­keit die­se Ein­heit. Er faselt und nuschelt pau­sen­los und nerv­tö­tend über eine angeb­li­che Barm­her­zig­keit und eli­mi­niert vol­ler Unbarm­her­zig­keit jeden, der nicht so will wie er. Er ist der Lieb­ling der säku­la­ren Medi­en­ge­sell­schaft und ver­höhnt die­je­ni­gen, die in Treue zur Kir­che ste­hen. Er nährt und för­dert den Zwei­fel und lässt sei­ne Krie­cher ver­kün­den, wie angeb­lich abso­lut katho­lisch er wäre.
    Er plau­dert über den Frie­den zwi­schen den Reli­gio­nen und blen­det die Tau­sen­de und Aber­tau­sen­de getö­te­ter, gefol­ter­ter und geköpf­ter Mit­chri­sten aus- weil er den Fein­den des Glau­bens gefal­len will. Das Aller­schlimm­ste und Übel­ste aber ist die Ban­de sei­ner Schlei­mer und Krie­cher, die das christ­li­che Volk syste­ma­tisch ver­dum­men und die­sem allen Ern­stes weis­ma­chen wol­len, dass Ber­go­glio ein tief katho­li­scher Mensch wäre. Schon vor mehr als 2 Jah­ren wur­de das hier vor­her­ge­sagt und fast kei­ner woll­te es wahr­ha­ben. Und jetzt kommt Schritt um Schritt der Zer­stö­rung der hei­li­gen Kir­che. Mit angeb­li­chen Äußer­lich­kei­ten ist es los­ge­gan­gen und nun­mehr gehts an die Sub­stanz. Ber­go­glio wird die Kir­che spal­ten und dafür wer­den sie ihn hei­lig spre­chen. Die Kir­che däm­mert ihrer Kata­kom­ben­zeit ent­ge­gen.

    • „Und jetzt kommt Schritt um Schritt der Zer­stö­rung der hei­li­gen Kir­che“ – nein, da nicht mög­lich; nach mei­ner Inter­pre­ta­ti­on eher: jetzt kommt Schritt um Schritt die kon­se­quen­te Zer­stö­rung eines fal­schen, in sich wider­sprüch­li­chen Systems; J.M.B. denkt nur kon­se­quent zu Ende und „voll­endet“, was ande­re vor ihm begon­nen haben. Also, wir ste­hen nicht am Anfang einer Ent­wick­lung, son­dern auf deren Höhe­punkt, bes­ser: ersten Tiefst­punkt (da ist aber sicher noch viel „Luft nach unten“!^^). Das „Ber­go­glio-Pon­ti­fi­kat“ ist nicht Ursa­che, son­dern not­wen­di­ge (vor-?) letz­te Kon­se­quenz. „Die Kir­che däm­mert ihrer Kata­kom­ben­zeit ent­ge­gen“ – m.E. ist sie das schon längst …
      … wie Piux oben schreibt: „Und wenn es eine klei­ne Min­der­heit ist, die der wah­ren Kir­che treu geblie­ben sind, so haben sich die Wor­te unse­ren Herrn Jesus Chri­stus erfüllt“ – oder mit St. Atha­na­si­us dem Gro­ßen: „Selbst wenn die Men­ge der treu zur tra­di­tio ste­hen­den Katho­li­ken auf eine Hand­voll Men­schen zusam­men­ge­schrumpft wäre – sie wären die wah­re Kir­che.“ Auch ohne Peters­dom und all das (man den­ke übri­gens auch an die letz­te Mes­se – eine una cum-Mes­se! – in der Hagia Sophia, an Kon­stan­ti­no­pel …!), auch wenn’s natür­lich unend­lich schmerzt, das zu schrei­ben & sich in aller Deut­lich­keit klar­zu­ma­chen (und das soll jetzt kein Defai­tis­mus sein, wir müs­sen kämp­fen, wie wir nur kön­nen!!), aber … wir müs­sen uns eben streng­stens und nur an die Wor­te Chri­sti hal­ten: Daß die gro­ße Apost­asie kom­men wird, in einem Aus­maß, das wir uns wohl kaum vor­stel­len kön­nen … wol­len – aber den­noch mit abso­lu­ter Sicher­heit gilt: „Non pra­e­valeb­unt!“

      • Man­cher­orts ver­sucht man seit Jahr­zehn­ten den Ver­fall der Kir­che auf­zu­hal­ten- auch bei uns. S.H. Papst Bene­dikt XVI. hat uns gro­ße Hoff­nun­gen gemacht: Es begann ein zar­tes Pflänz­lein zu wach­sen: Wür­di­ge Lit­ur­gie, alter Ritus, Sakra­ment­s­an­dacht, Mund­kom­mu­ni­on und vie­les mehr. Die­ser mora­li­sche Rück­halt ist uns genom­men. Ber­go­glio tram­pelt unun­ter­bro­chen irgend­wel­che Dumm­hei­ten vor sich hin nuschelnd quer durch die Pam­pa. Sei­nem schlech­ten Vor­bild fol­gend begin­nen sich zuneh­mend die lit­ur­gi­schen Chao­ten wie­der zu regen.
        Alles folgt der Devi­se: Ein­fach, pri­mi­tiv, ohne Ehr­furcht und Wür­de. Halt wie der Jesu­it in Rom es vor­macht. Genau die­se angeb­li­chen Äußer­lich­kei­ten aber sind es, mit denen es gelun­gen ist, Men­schen wie­der für die Schön­hei­ten des Glau­bens zu sen­si­bi­li­sie­ren. Der Scha­den, den Ber­go­glio anrich­tet, kann in Jahr­zehn­ten nicht besei­tigt wer­den. Noch viel schlim­mer ist es, dass er jetzt ganz offi­zi­ell die Axt an die Fun­da­men­te anlegt- selbst die Sakra­men­te sind die­sem Men­schen nicht mehr hei­lig. Aber ich den­ke, dass vie­le gläu­bi­ge und treue Katho­li­ken vor­ge­sorgt haben. Die Zahl der ver­bor­ge­nen Kapel­len steigt stän­dig an und die treu­en Prie­ster- wenn­gleich weni­ge- hal­ten die Seel­sor­ge in den Kata­kom­ben auf­recht. Irgend­wann wird offen­bar wer­den, was und wer da den Thron Petri ursur­piert hat.

      • @ Mar­cel­lus — yep, wie froh war auch ich, als der gute Herr Kar­di­nal-Pro­to­dia­kon Medi­na Estévez (ich mei­ne, mit so einem herr­li­chen, ganz sub­til-süf­fi­san­ten Schmun­zeln!?^^) 2oo5 die wirk­lich gro­ße Freu­de ver­kün­de­te, und dann das Domi­num Iose­phum – Sanc­tæ Romanæ Eccle­siæ Car­di­na­lem [quä­lend-lan­ge rhe­tor. Pau­se] – Rrratz­in­gerrr … und knap­pe acht Jah­re spä­ter dann [choc]. Zu den hohen Fei­er­ta­gen, wenn Zeit, immer mal wie­der im Fern­sehn „Rom geguckt“, Urbi et orbi … und die Berich­te von sei­nen Deutsch­land-Rei­sen, die bril­li­an­te Regens­bur­ger Rede, der Besuch im Bun­des­tag, eben all das … kommt mir jetzt vor, wie aller­fern­ste Ver­gan­gen­heit, wie end­gül­tig vor­bei. „Rom gucken“ ist nicht mehr, kann ich nicht mehr (mei­ne Eltern gele­gentl. schon mal, aber … auch die kostet’s nur noch „Ner­ven“). Habe das Gefühl, seit dem 13.o3.13, dies­mal ist es anders auf der Welt, nicht nur „in Rom“; hier läuft etwas ganz gewal­tig falsch in der Welt, ins­ge­samt – hier beginnt etwas, in einer fast schon unheim­li­chen Wei­se zu ent­glei­sen, und zwar „an allen Fron­ten“, die einen echt in Alarm, in hohe Gefechts­be­reit­schaft ver­set­zen muß (wie „beim Bund“ schon so oft geübt, Sie haben, wie Sie schrie­ben, wer­ter Mar­cel­lus, ja auch „gedient“ – gut so, soll­te uns … hof­fent­lich auf so man­ches vor­be­rei­tet haben); ja, und in ein abso­lut unbe­ding­tes, tota­les Sich-Erge­ben in Chri­stus! – Aber, ganz ehr­lich: zwar wur­de ich „durch all das“ schon ziem­lich (auch schmerz­lich) erschüt­tert bzw. hef­tig „von der Taran­tel gesto­chen“, aber ande­rer­seits ist dadurch mein per­sön­li­cher Glau­be auch, wür­de sagen, inten­si­ver, stär­ker, unbe­ding­ter und … ‚inner­li­cher / tie­fer‘ gewor­den, den­ke, das ist bei vie­len so …!? Für mei­nen Teil kann ich sagen: das Ratz­in­ger-Pon­ti­fi­kat, gera­de weil es so ‚beru­hi­gend‘ war, hat mich vlt. auch in einer Sicher­heit gewiegt, die in Wirk­lich­keit (so) schon nicht mehr vor­han­den war, noch vor­nehm­lich „hin­ter den Kulis­sen“, ohne daß mir die Trag­wei­te des Ver­falls voll bewußt gewor­den wäre. Das kam (bei mir) eben erst … ja, ab dem Tag, wo BXVI im Kon­si­sto­ri­um sei­nen klei­nen Text ver­le­sen hat­te, der dann sol­che gewal­ti­ge Aus­wir­kun­gen haben soll­te …
        … also: „jetzt erst­recht!“ (sc. kämp­fen!^^)

  9. Man muss sich nur anschau­en wie Ber­go­glio hier wäh­rend sei­nes kürz­li­chen Besuchs in den USA einem sodo­mi­ti­schen „Paar“ eine Pri­vat­au­di­enz erteilt und den Kna­ben am Schluss sogar mit einem Kuss ver­ab­schie­det, ich hof­fe er hat sich da mit nichts ange­steckt. Seit ich das gese­hen habe sind für mich alle Erwar­tun­gen an die Syn­ode und an die­ses „Pon­ti­fi­kat“ gestor­ben.

    https://www.youtube.com/watch?v=1YiDfFdZ51I

    • Was sol­len sol­che Kom­men­ta­re?!

      Manch­mal habe ich den Ein­druck, dass hier unter dem Deck­man­tel der Anony­mi­tät bewusst Kom­men­ta­re ver­fasst wer­den, die die­ses Por­tal dis­kre­di­tie­ren sol­len.

  10. Die afri­ka­ni­schen Bischö­fe wer­den sich, da bin ich sicher, stand­fest wei­gern, einen Kurs mit­zu­tra­gen, der die Rela­ti­vie­rung der Leh­re zum Inhalt hat, da die­ser lang­fri­stig die Kir­che nur zer­stö­ren wür­de. Inso­fern sehe ich schon für die soge­nann­ten pro­gres­si­ven Kräf­te erheb­li­che Hür­den, die zu neh­men sind. Das tie­fe­re Pro­blem sind aber die Jesui­ten als Orden. Die­ser Orden ist durch und durch von einer Glau­bens­fäul­nis erfasst, dass einem nur das Grau­en ankom­men kann. Da der Papst selbst Jesu­it ist, wird er gegen die Miss­stän­de in sei­nem Orden nicht wirk­lich durch­grei­fen, son­dern sie im schlimm­sten Fall noch beför­dern. Soll­te es dazu kom­men, dass der Papst tat­säch­lich etwas lehrt, was klar gegen das Wort Got­tes steht, dann haben wir fak­tisch schon das Schis­ma, weil dann die Kir­che nicht mehr in einer über­zeit­li­chen Ein­heit stün­de. Das wäre in der Tat der schlimm­ste Zustand über­haupt. Lei­der ist eine sol­che Rebel­li­on gegen Gott nicht auszuschließen,sonst wür­de ja nicht Kuri­en­kar­di­nal Sarah von einer sol­chen Rebel­li­on davon spre­chen.

    • Ich gebe Ihnen Recht. Das mit den Jesui­ten ist schlimm.

      Die­se Tage hat sich ein pol­ni­scher Jesu­it Pater Cha­ra­sa SJ geoutet, wie immer: „schwul, glück­lich, stolz und ver­liebt“, wovon die libe­ra­len Medi­en (News­week Pol­ska, Gaze­ta Wybor­c­za, Tygod­nik Pows­zech­ny) in Polen und nicht nur die libe­ra­len berich­ten.

      http://www.pch24.pl/perfidna-akcja-homo-lobby-w-przeddzien-synodu–trwa-tournee-ksiedza-charamsy-po-mediach,38551,i.html

      Das Pikan­te dabei: Er lebt in Rom oder im Vati­kan und ist ein Mit­ar­bei­ter der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on (sic!).

      Dass die Gay-Rate bei den Jesui­ten sehr hoch ist, ist bekannt, dass aber ein Mit­ar­bei­ter der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on gera­de jetzt jeg­li­che Scha­mes­gren­zen hin­ter sich lässt, erscheint nicht gera­de zufäl­lig und wahr­schein­lich von sei­nen Ordens­obe­ren wenig­stens gedul­det wenn nicht gar begün­stigt.

      Auf die­se Art und Wei­se ist auch die römi­sche Kar­rie­re von David Ber­ger zu erklä­ren. Eine Schan­de! Also nicht nur „jung und begabt“, son­dern „jung und homo­se­xu­ell“ und davon pro­fi­tie­rend.

      Für mich stellt sich die Fra­ge, wann eigent­lich sich der Jesui­ten­or­den auf die­se Nie­de­run­gen bege­ben hat, denn doch nicht erst nach dem Kon­zil oder im XX Jhd.
      Was ist denn und wann in der Ordens­aus­bil­dung von der Spi­ri­tua­li­tät her falsch gelau­fen, dass es heu­te sol­che Früch­te trägt? Liegt es an dem Sub­jek­ti­vis­mus der igna­tia­ni­schen Exer­zi­ti­en, wel­cher samt Unter­ord­nung unter die Ordens­ge­mein­schaft zu sol­chen Aus­wüch­sen führt?

      Immer die­se Aus­nah­men, nach dem Mot­to nec can­tat nec rubri­cat. Und war­um eigent­lich nicht? Die kur­ze Ver­laufs­ge­schich­te:

      1. Kein Chor in der römi­schen Kir­che Il Gesu.
      2. Ver­pflich­tung zum Bre­vier­be­ten mit Ach und Krach durch­ge­setzt.
      3. Immer neue Wege: Riten­streit, Reduk­tio­nen.
      4. Stän­di­ge Vor­wür­fe eine Geheim­ge­sell­schaft zu bil­den und ein Kir­chen­staat in der Kir­che zu sein.
      5. Auf­he­bung des Ordens 1773, auf­ge­ho­ben 1814. Über­lebt haut­p­säch­lich in Preu­ssen und im rus­si­schen Zaren­reich.

      Viel­leicht war die Ent­schei­dung von 1773 rich­tig und nicht aus­schließ­lich poli­tisch moti­viert, wie es heut­zu­ta­ge fast über­all dar­ge­stellt wird.

      41 Jah­re also leb­ten sie ohne jeg­li­che kirch­li­che Kon­trol­le, mei­stens als Welt­prie­ster, viel­leicht hat sich da etwas ein­ge­schli­chen?

      Seit es den Jesui­ten­or­den gibt, funk­tio­nie­ren die Netz­wer­ke des Jesui­ten und ihre Ver­bin­dungs­we­ge weit bes­ser als die der römi­schen oder vati­ka­ni­schen Diplo­ma­tie. Sie dien­ten lan­ge dem Woh­le der Kir­che, ab dem XX Jhd. nicht mehr und seit 1962 schon gar nicht.

      Viel­leicht liegt es an die­sem unsäg­lich stol­zen Eli­te­den­ken: Ein Jesu­it ist der­ma­ßen gut aus­ge­bil­det, intel­li­gent, etc. etc., dass er sich alles lei­sten kann und die Obe­ren decken ihn, um die Cor­po­ra­te Iden­ti­ty zu schüt­zen.

      Und jetzt schrie­ben die Jesui­ten dem Jesui­ten Fran­zis­kus ein Pro­gramm, um auf dem admi­ni­stra­ti­ven Wege, soll­te aus Fran­zis­kus Sicht die Syn­ode schei­tern, das Unsäg­li­che durch­zu­set­zen.

      Es ist eigent­lich gleich, ob es zu einem Schis­ma kommt. Denn es geht um die Zer­stö­rung der Kir­che

      • James Joy­ce beschreibt in sei­nem Roman „Der Künst­ler als jun­ger Mann“ sehr prä­gnant den Cha­rak­ter der Jesui­ten im ange­hen­den 20 Jahr­hun­dert, ihr eli­tä­res, von Hoch­mut gepräg­tes und durch und durch zyni­sches Ver­hal­ten. Auch eine extre­me Ver­lo­gen­heit als Merk­mal fin­det sich bei Joy­ce in sei­ner Dar­stel­lung. Nun soll­te man nicht vor­ei­lig Joy­ce ad acta legen, nur weil er ein wirk­lich extre­mer Geg­ner, um nichts zu sagen Kir­chen­has­ser gewor­den ist. Joy­ce kann­te sich als Ire und Besu­cher des Tri­ni­ty Col­le­ge in Dub­lin bestens mit der katho­li­schen Leh­re und Lit­ur­gie aus. Schon das Irland zur Zeit von James Joy­ce war zwi­schen Glau­be und moder­ner Auf­klä­rung­ideo­lo­gie zer­ris­sen, zumin­dest in den gebil­de­ten Schich­ten.

        Hier wären wir nun auch beim span­nen­den Teil, denn in den Jesui­ten­or­den hat, wie in kei­nem ande­ren Orden, die Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie Ein­gang gefun­den und die­sen Orden suk­zes­si­ve ver­welt­licht., Die nach außen getra­ge­ne Spi­ri­tua­li­tät ist ledig­lich Schein und hat kei­ne tie­fe­re Wur­zel. An die Stel­le der gött­li­chen Inspi­ra­ti­on ist bei den Jesui­ten ein psy­cho­ana­ly­ti­sches See­len­ver­ständ­nis getre­ten. Man muss sich doch nur mal fra­gen, war­um so vie­le Jesui­ten auch Psy­cho­ana­ly­ti­ker sind. Dann bie­tet der Orden natür­lich Men­schen einen idea­len Nähr­bo­den im Kon­spi­ra­ti­ven zu leben. Hier bau­en sich suk­zes­si­ve Grup­pen­zwän­ge auf, die den katho­li­schen Glau­ben ins Abseits drän­gen. Ein völ­lig über­zeich­ne­tes Eli­te­be­wusst­sein tut sein übri­ges und för­dert see­li­sche und mora­li­sche Defek­te, die sich dann nur um so tie­fer mani­fe­stie­ren, wie die Kunst extre­mer Ver­stel­lung und somit Selbst­ver­leug­nung zum Woh­le der Grup­pe (nicht der Kir­che!).

        Das Wie­der­auf­le­ben des Ord­nens nach der Auf­he­bung 1773 fällt inter­es­san­ter­wei­se eng mit der sich ent­fal­ten­den Auf­klä­rung zusam­men. Wenn Sie einem Jesui­ten mal auf­merk­sam zuhö­ren, dann wer­den Sie schnell fest­stel­len, dass sein Reden stets im Jar­gon des Poli­ti­schen behei­ma­tet ist, schon von der Wort­wahl, den Phra­sen und vor allem vom Den­ken der Macht. Daher ja auch die­se extre­me Fixie­rung dar­auf, den Papst qua­si als Mon­arch mit abso­lu­ti­sti­scher Macht zu inter­pre­tie­ren. Gott spielt da nur eine mar­gi­na­le Rol­le als erster Bewe­ger. Es ist die Ver­flech­tung von Macht und Glau­be, die die­sen Orden heu­te so gefähr­lich für die Kir­che macht.

      • „Viel­leicht war die Ent­schei­dung von 1773 rich­tig “
        Sie war rich­tig und über­fäl­lig. Die Wie­der­zu­las­sung die­ses Ordens wur­de 1814 nicht nur von den Mäch­ten son­dern auch von maß­geb­li­chen Kar­di­nä­len (dar­un­ter Erco­le Con­s­al­vi) in Rom bedau­ert. Zu recht. Das Auf­he­bungs­bre­ve domi­nus ac redemp­tor von 1773 noster führ­te näm­lich beredt die Grün­de an, wel­che auch heu­te zutref­fen. Cle­mens XIV. han­del­te voll­kom­men ange­mes­sen (frei­lich hat dann spä­ter der wie­der­auf­er­stan­de­ne jesui­ti­sche Ein­fluß auf das kirch­li­che Bil­dungs­we­sen in tücki­scher Weie die­sen klu­gen Papst in Ver­ruf gebracht).
        Daß es allein „poli­tisch“ moti­viert war ist ja die von den Jesui­ten bedien­te Les­art der Ereig­nis­se, wel­che dann von ande­ren rezi­piert und wei­ter­t­ra­diert wor­den ist. Der jesui­ti­sche Hoch­mut geht soweit, daß bis heu­te nach bestan­de­nen Examen eini­ge Jesui­ten den „Brauch“ erhal­ten nach bestan­de­nem Exami­na das Grab­mo­nu­ment von Cle­mens XIV. in San­ti Apo­sto­li besu­chen um so die­sen hei­lig­mä­ßi­gen Papst zu ver­höh­nen. Eini­ge legen dann dort spe­zi­el­le Blu­men­ge­bin­de ab.

      • Ich muss geste­hen damals zu den Jesui­ten gehen zu wol­len, aber bin dank­bar das ich es nicht getan habe. Zu glau­ben das ein Orden so schnell welt­li­che Macht erlangt und auf­steigt wie Phoe­nix aus der Asche ohne das eine gewis­se Pla­nung und Orga­ni­sa­ti­on schon vor­her statt­ge­fun­den hat ist eigent­lich nicht nach­voll­zieh­bar und recht unglaub­wür­dig. Ver­däch­tig ist es das die Jesui­ten wie Frei­mau­rer die größ­ten Nutz­nie­sser des 30jährigen Krie­ges sind und bei­de Cli­quen von Beginn an sehr einen Hang zum Okkul­ten hat­ten. Was da geschaf­fen wur­de ist Fran­ken­steins Mon­ster nur war die­ser Fran­ken­stein das Papst­tum erle­gen der Ver­füh­rung einem Schutz­macht­ver­spre­chen mit Aus­sicht auf welt­li­che Macht was nicht christ­lich ist. An der Stel­le leg­te man in Rom den Glau­ben ab. Wür­den die Enkel Loyo­las die Gegen­re­for­ma­ti­on been­den durch Ver­nich­tung des Pro­te­stan­tis­mus, wür­de man even­tu­ell auch an der Exi­stenz des eige­nen Ordens sägen. Laut dem Buch Occult Theo­cra­cy woll­te Igna­ti­us von Loyo­la schon vor sei­ner Mili­tär­zeit auf Bie­gen und Bre­chen bei den spa­ni­schen Alumb­ra­dos einem spa­ni­schem illu­mi­nier­ten Zir­kel Mit­glied wer­den, war­um brü­stet man sich in Logen­krei­sen mit so etwas? Dann die gei­sti­ge Ver­wand­schaft mit dem fran­zö­si­chem okkul­tem Köh­ler­tum lan­ge vor den ita­lie­ni­schen Car­bo­na­ri, das Köh­ler­tum ist durch und durch pan­the­istisch. Ich glau­be das Frei­mau­rer und Jesui­ten zwei Clubs sind die das glei­che Spiel spie­len nur einen ande­ren Besit­zer haben, aber ob das wirk­lich Jesus Chri­stus ist? Im übri­gen die 3 Nägel sind kab­ba­li­stisch inter­es­sant, ein Nagel steht für den hebräi­schen Buch­sta­ben „Vau“ und hat den Zah­len­wert 6, wenn man sich mit Atha­na­si­us Kir­cher SJ befasst soll­te man mei­nen in dem Orden soll­te mehr gei­sti­ger Tief­gang herr­schen, oder war es absicht­lich so gewollt? Mei­nes Erach­tens sind die Jesui­ten wie die Frei­mau­rer nur an der Schnit­zel­jagd nach dem salo­mo­ni­schen Wis­sen und der Bun­des­la­de her, wobei eigent­lich klar ist das bei­de Frak­tio­nen leer aus­ge­hen wer­den. Es gibt mit Sicher­heit vie­le ehr­ba­re und anstän­di­ge Jesui­ten, die ent­schei­den­de Fra­ge für die katho­li­sche Kir­che ist jedoch was in der Spit­ze bzw. Eli­te des Ordens los ist. Das 2008 zwei Jesui­ten von einem Nach­rich­ten­dienst, angeb­lich dem FSB, in einem Mos­kau­er Hotel exe­ku­tiert wur­den ist nicht unge­wöhn­lich, jedoch das Gerüch­te kur­sie­ren die bei­den Jesui­ten wären in der Homo-Sze­ne aktiv gewe­sen um die­se poli­tisch zu instru­men­ta­li­sie­ren ist schon sehr auf­fäl­lig. Zeig mir Dei­ne Freun­de und ich sag Dir wer Du bist. Und wie @J.G.Ratkaj rich­tig sag­te, viel­leicht hät­te man es bei 1773 belas­sen sol­len, seit­dem der Orden damals ver­bo­ten wur­de ging das Feu­er der Revo­lu­tio­nen durch Euro­pa, sämt­li­che Adels­häu­ser wur­den besei­tigt und kamen bei Über­le­ben unter jesui­ti­scher Auf­sicht, soll das das neue Chri­sten­tum sein? Das ist Staa­si 0.0 nicht Staa­si 1.0, die DDR Ver­si­on war nur die light Vari­an­te einer Test­ver­si­on für den Plebs.

      • Kor­rek­tur
        Dann die gei­sti­ge Ver­wand­schaft mit dem fran­zö­si­schem okkul­tem Köh­ler­tum …

      • @J.G. Rat­kaj

        Ein inter­es­san­ter Aspekt von Ihnen. Für Jesui­ten ist ihr Orden das Zen­trum des Glau­bens, nicht die Kir­che! Der Gehor­sam des Jesui­ten gilt also allein dem Orden. Hier hat sich über die letz­ten 200 Jah­re eine gehei­me Par­al­lel­kir­che ent­wickelt, die nun die tota­le Macht über die Kir­che anstrebt. Ber­go­lio scheint die Kir­che also im Sin­ne sei­nes Ordens „refor­mie­ren“ zu wol­len, was in letz­ter Kon­se­quenz die Auf­he­bung der Katho­li­zi­tät bedeu­ten wür­de.

      • @Suarez
        Der Jesui­ten­or­den bil­det seit sei­ner Appro­ba­ti­on eine Par­al­lel­kir­che. Die jesui­ti­schen „Cha­ris­men“ wur­den vor­der­grün­dig und ver­meint­lich zum Woh­le der Kir­che ein­ge­setzt aber zu oft dien­ten sie all­lei­nig der Meh­rung der Macht und des Ein­fluß­es die­ses Ordens und nicht dem der Kir­che. Auch Papst Cle­mens XIV. (des­sen Andenken von den Jesui­ten beschmutzt wird und des­sen Furcht vor einem Mord­an­schlag durch den Orden nicht nur auf „Ver­schwö­rungs­theo­rien“ und kol­por­tier­tem „Ver­fol­gungs­wahn“ beruh­te son­dern eher die obsku­re Macht die­ses Ordens kenn­zeich­net, dem selbst nach Auf­he­bung und Inhaf­tie­rung sei­ner Obe­ren in der Engels­burg ein Atten­tat zuge­traut wur­de) führt in sei­nem Auf­he­bungs­bre­ve eine Viel­zahl von Vor­wür­fen an, mit denen der Orden bereits seit sei­ner Grün­dung kon­fron­tiert wur­de nicht nur von Sei­ten der Für­sten. Wei­ters sind Jesui­ten Exper­ten der Ver­stel­lung und Täu­schung. Sie geben sich situa­tiv so wie es ihren Inter­es­sen nutzt. Sie wer­den den besten ultra­mon­ta­nen Theo­lo­gen der alten römi­schen Schu­le abge­ben und mor­gen den eru­dier­ten und kos­mo­po­li­ti­schen Ver­tre­ter der nou­vel­le theo­lo­gie. Das ist ihre größ­te Bega­bung und die Garan­tie ihres Fort­kom­mens mit der sie bis heu­te vie­le from­me See­len noch immer zu blen­den ver­mö­gen. Immer wie­der hören wir über ihre Anstren­gun­gen und Lei­stun­gen wäh­rend der Gegen­re­for­ma­ti­on. Dabei kann man aber viel­leicht die Fra­ge stel­len wur­de dort der katho­li­sche Glau­be restau­riert oder nicht viel eher ein jesui­tisch ver­bräm­ter Katho­li­zis­mus implem­tiert, der in sich bereits den Keim jenes Abfal­les in sich barg der eben jetzt gera­de in den Län­dern der Gegen­re­for­ma­ti­on (Flan­dern, Öster­reich, Deutsch­land et al) am mei­sten sicht­bar gewor­den ist.

      • „Viel­leicht war die Ent­schei­dung von 1773 rich­tig und nicht aus­schließ­lich poli­tisch moti­viert, wie es heut­zu­ta­ge fast über­all dar­ge­stellt wird.“

        Über die­sen Ihren Satz habe ich auch seit län­ge­rer zeit schon nach­ge­dacht. Mit dem Nach­den­ken bin ich noch nicht zu Ende gekom­men. Die Jesui­ten haben ja tat­säch­lich auch aller­hand Gutes bewirkt.

        Aber dan­ke für die­sen Satz — es lohnt sich, das viel­leicht zu ver­tie­fen, und zwar in der von Ihnen avi­sier­ten Form, dass die­ser Orden von Anfang an pro­ble­ma­tisch war und nach wie vor ist.
        Das gäl­te es zu zei­gen oder aber auch zu wider­le­gen, falls sich erwei­sen soll­te, dass das falsch ist.

  11. @J.G. Rat­kaj. Dan­ke für Ihren Kom­men­tar. Ich bin schon seit lan­gem der Mei­nung, daß es ein Feh­ler von Pius VII. war, den Jesui­ten­or­den 1814 wie­der zuzu­las­sen. Auch wenn des­sen Auf­he­bung durch S.H. Papst Cle­mens XIV. 1773 poli­tisch moti­viert war, und auf Druck dama­li­ger
    Mäch­te voll­zo­gen wur­de. Dar­un­ter Spa­ni­en, daß den libe­ra­li­sti­schen „Jesui­ten­staat“ in sei­nen süd­ame­ri­ka­ni­schen Kolo­nien 1767 auf­ge­ho­ben hat­te, da er für die Kolo­ni­al­macht uner­träg­lich
    wur­de. Die­se Ent­schei­dung den Jesui­ten­or­den auf­zu­he­ben, war mehr als rich­tig, denn die Jesui­ten waren schon damals in ihrer libe­ra­len, prä­mo­der­ni­sti­schen Hal­tung höchst ver­däch­tig.
    Die Fol­gen die­ses Feh­lers den Orden wie­der zuzu­las­sen, der seit Jahr­zehn­ten eine durch und durch sub­ver­si­ve, ultra­mo­der­ni­sti­sche Orga­ni­sa­ti­on mit mafio­sen Struk­tu­ren ist, sehen wir nun per­so­ni­fi­ziert in die­sem pro­le­ta­ri­schen Papst­dar­stel­ler Ber­go­glio, der die Kir­che mit sata­ni­schem Enthu­si­as­mus zer­stört.

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