Päpstliche Appeasement-Strategie gegenüber Homosexualität — Homo-Star mit Franziskus auf Papstbühne im Madison Square Garden

Rocca als Lektor im Madison Square Garden
Kein Zufall: Homo­se­xu­el­ler als Lek­tor im Madi­son Squa­re Garden

(Washing­ton) Aus­ge­rech­net ein „Star“ der ame­ri­ka­ni­schen Homo-Sze­ne war erster Lek­tor bei der Papst­mes­se am 25. Sep­tem­ber im Madi­son Squa­re Gar­den in New York. Die Nach­richt, die in Euro­pa von den Medi­en ver­schwie­gen wur­de, fand in den US-Medi­en gro­ße Beach­tung. Vor allem Homo-Akti­vi­sten zeig­ten sich in zahl­rei­chen Posts im Inter­net über­rascht und hoch­er­freut. Papst Fran­zis­kus setz­te damit einen wei­te­ren Bau­stein in sei­ner Appease­ment-Stra­te­gie gegen­über der Homosexualität.

Beim Lek­tor han­delt sich um Mo Roc­ca, einen Sati­re­schrift­stel­ler, Schau­spie­ler und Fern­seh­re­por­ter, der dem ame­ri­ka­ni­schen Publi­kum bis zu sei­nem lit­ur­gi­schen Auf­tritt vor allem wegen sei­ner Geg­ner­schaft zur katho­li­schen Leh­re in Sachen Homo­se­xua­li­tät und sei­ner akti­ven Befür­wor­tung der „Homo-Ehe“ bekannt war.

Als der Staat New York im Juni 2011 unter zwei­fel­haf­ten Umstän­den die „Homo-Ehe“ ein­führ­te, schrieb Mo Roc­ca auf der Homo-Inter­net­sei­te Stone­wall Riots begei­stert: „Man muß bei einem so histo­ri­schen Ereig­nis dabei gewe­sen sein… es ist unver­geß­lich und bewe­gend, ein gro­ßer Ort, an dem man sein muß.“

Von einer Ände­rung in Roc­cas Über­zeu­gung und Lebens­stil ist nichts bekannt.

Katholiken fühlen sich hintergangen

Die Anwe­sen­heit eines erklär­ten Homo­se­xu­el­len auf der päpst­li­chen Büh­ne im Madi­son Squa­re Gar­den pro­vo­zier­te, vor­her­seh­bar, berech­ti­ge Irri­ta­tio­nen und Wider­spruch. Zahl­rei­che Katho­li­ken äußer­ten ihre Ent­täu­schung und füh­len sich von den kirch­li­chen Ver­ant­wort­li­chen hin­ter­gan­gen. Die katho­li­sche Ver­ei­ni­gung Church Mili­tant ver­öf­fent­lich­te ein Pho­to von Mo Roc­co, das ihn auf einem Fest mit nack­tem Ober­kör­per und umge­ben von zwei jun­gen Män­nern eben­falls mit nack­tem Ober­kör­per und zwei­fel­haf­ter Auf­ma­chung zeigt, die als Homo­se­xu­el­le anzu­neh­men sind.

Pater West, ein katho­li­scher Prie­ster, der im Bereich der Fami­lie und des Lebens­schut­zes tätig ist, twit­ter­te sei­ne ent­setz­te Ver­wun­de­rung, Roc­ca auf der Büh­ne neben dem Papst zu sehen und stell­te die Fra­ge: „Soll­te jemand, der sich öffent­lich über die Leh­re der Kir­che lustig macht, bei einer Papst­mes­se als Lek­tor die­nen können?“

Homo-Szene begeistert: „Das ist kein Witz! Mo Rocca eröffnet für den Papst [die Messe]“

Homo-Star bei Papst Franziskus
Mo Roc­ca (Mit­te) und die Appease­ment-Stra­te­gie von Papst Fran­zis­kus zur Homosexualität

Die Irri­ta­tio­nen unter Katho­li­ken wur­den offen­sicht­lich vom Vati­kan bil­li­gend in Kauf genom­men, weil man offen­bar mehr Wert auf den Applaus der Homo-Sze­ne und der libe­ra­len Medi­en legte.

LGBT-Akti­vi­sten zeig­ten unver­hoh­le­ne Begei­ste­rung über die „päpst­li­che Aner­ken­nung“. Pau­la Pound­stone, eine bekann­te homo­se­xu­el­le Komi­ke­rin, twit­ter­te: „Das ist kein Witz. Mo Roc­ca eröff­net [die Mes­se] für den Papst. Oh mein Gott!“

Joe Sud­bay, ein “Vete­ran“ im Streit für “Homo-Rech­te“ inter­pre­tier­te die Beauf­tra­gung Roc­cas als Lek­tor als ein päpst­li­ches Signal der Ent­span­nung und der Öff­nung der Kir­che gegen­über Homo­se­xu­el­len. Auf Twit­ter erin­ner­te Sud­bay an die Bedeu­tung der inzwi­schen bekann­te­sten Aus­sa­ge von Papst Fran­zis­kus: „Wer bin ich, um zu urtei­len?“: „Da @MoRocca, erklär­ter Homo­se­xu­el­ler, die erste Lesung im MSG [Madi­son Squa­re Gar­den] hat­te, scheint das Argu­ment Roc­cas zu bestä­ti­gen, daß die Tole­ran­z­er­klä­rung gegen­über Schwu­len, die Fran­zis­kus im Juli 2013 mach­te, gran­di­os war!

Kein Zufall: „Teil einer vatikanischen Appeasement-Strategie“

“Es fällt schwer, zu glau­ben, die Posi­tio­nen von Mo Roc­ca zur Homo­se­xua­li­tät sei­en den Ver­ant­wort­li­chen nicht bekannt gewe­sen, die die deli­ka­te Auf­ga­be hat­ten, die Per­so­nen aus­zu­wäh­len, die auf die Büh­ne zum Papst tre­ten und sogar lit­ur­gi­sche Dien­ste ver­rich­ten durf­ten“, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na. Per­so­nen, die damit mil­lio­nen­fa­che Auf­merk­sam­keit erhiel­ten und eine zwei­fel­haf­te Inter­pre­ta­ti­on über die Hal­tung der katho­li­schen Kir­che zur Homo­se­xua­li­tät ermöglichen.

„Es fällt daher leich­ter, anzu­neh­men, daß die Ent­schei­dung, die erste Lesung einem Homo­se­xu­el­len von öffent­li­cher Bekannt­heit anzu­ver­trau­en, bewußt und gezielt erfolg­te. Mehr noch, daß sie Teil einer geplan­ten Appease­ment-Stra­te­gie des Vati­kans gegen­über der Homo­se­xua­li­tät ist“, so Cor­re­spon­den­za Roma­na.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Cor­ris­pon­den­za Romana

19 Kommentare

  1. Es wird irgend­wie immer deut­li­cher: Füh­ren­de Kräf­te im Vati­kan und der Papst sel­ber wol­len eine ande­re Kir­che als Jesus Christus.

    • Das ist doch nun wirk­lich Käse. Jesus Chri­stus hat doch genau das­sel­be gemacht und wur­de genau des­we­gen von sit­ten­stren­gen Geg­nern ange­fein­det. Das ist doch gera­de das schö­ne am Evan­ge­li­um: dass es so sub­ver­siv ist und die von den Moral­apo­steln Ver­wor­fe­nen zu Eck­stei­nen der Kir­che werden.

      Was der Papst da tut, ist also bloß die Wie­der­ent­deckung authen­ti­scher Christ­lich­keit gegen ver­kru­ste­te Mora­li­sten, die das Chri­sten­tum als sit­ten­stren­gen mora­li­schen Kodex fehlinterpretieren.

      • Jesus Chri­stus hat sich nicht mit Sün­dern ein­ge­las­sen um sich als Barm­her­zi­gen von der Welt fei­ern zu las­sen, wie es Fran­zis­kus tut. Chri­stus hat immer den Sün­der zur Reue, zur Umkehr und Bekeh­rung auf­ge­ru­fen und Sün­der nicht in ihre Sün­de bestä­tigt, wie es Fran­zis­kus tut. Jesus hat sich nicht vor den Kar­ren von gott­lo­sen Sün­dern, die nicht umkeh­ren wol­len und gegen Gott rebel­lie­ren, span­nen las­sen. Der Ver­gleich hinkt also gewaltig.

      • K @ Sie haben,wenn es um Käse geht, den mei­sten fabri­ziert. Was der Papst tut, ist kei­ne Wie­der­ent­deckung authen­ti­scher Christ­lich­keit, son­dern ein Aus-
        ver­kauf katho­li­scher Wahr­hei­ten. Die “ ver­kru­ste­ten Mora­li­sten “ sind dabei
        fest­zu­stel­len, das die Barm­her­zig­keit von Fran­zis­kus nicht wirk­li­che Barmher-
        zig­keit ist, son­dern ein andie­nen an die Welt. Ihre sehr merk­wür­di­gen Einlas-
        sun­gen zu gewis­sen The­men, kann man nur als befrem­dend empfinden.

      • @K.,
        Sie benut­zen lee­re Wort­hül­se- das beein­träch­tigt den Wert Ihres Postings sehr.
        Schlim­mer ist, daß Sie tota­len Unsinn und Unwah­res reden.
        In den Evan­ge­li­en steht nir­gends geschrie­ben daß Unser Herr Jesus Chri­stus bei Sei­nen Gebe­ten und beson­ders beim Letz­ten Abend­mahl Assi­stenz durch wei­ter prak­ti­zie­ren­den Sün­dern hatte.
        Es ist ein­fach blas­phe­misch zu schrei­ben daß Unser Herr „Jesus Chri­stus …doch genau das­sel­be gemacht (hat)“ und Ihn als Gott und Mensch auf einer Ebe­ne stellt mit einem sehr unvoll­kom­me­nen Men­schen, wie Ber­go­glio sich selbst schon nannte.
        Die Schön­heit ist theo­lo­gisch übri­gens eine sekun­dä­re Tugend: das Evan­ge­li­um ist zual­ler­erst „Gut“ (Eu) (des­halb: die Gute Bot­schaft) und „Wahr“.
        Ein Drit­tel aller von Unse­rem Herrn Jesus Chri­stus bekann­ten Wor­ten und Aus­sa­gen sind Dro­hun­gen und Ver­mah­nun­gen- sie legen gera­de den Nach­druck auf die Sittenstrenge.
        Das Evan­ge­li­um ist nicht sub­ver­siv, es ist con­ver­siv: der gro­ße Auf­trag ist es, zu allen Völ­kern zu gehen und eenen das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den damit die nicht wei­ter in der Sün­de verharren.
        Ein Moral­apo­stel „ver­wirft“ kei­ne Men­schen, son­dern hält die Gebo­te Got­tes vor und kon­fron­tiert den Sün­der mit den For­de­run­gen des christ­li­chen Lebens­stils- was Unser Herr Jesus Chri­stus selbst tat als er klar stell­te, daß Er nicht gekom­men war um das Gesetz auf­zu­he­ben son­dern um es zu ver­voll­kom­men; und daß an dem Gesetz kein Jota geän­dert wer­den sollte.

        Die Kir­che haß die Sün­de aber liebt den Sün­der, wenn er sich bekehrt.
        Die Con­ver­sio, die Bekeh­rung, braucht dabei auch eine Zer­knir­schung des eige­nen Gei­stes über die frü­he­re Sün­dig­keit: die Contristio.
        Das hat vie­le gro­ße Sün­der schon zu gro­ßen Hei­li­gen gemacht.
        Die Bekeh­rung ist jedoch essen­zi­ell- ohne die Con­ver­sio ent­steht näm­lich die Per-ver­sio, die Ver­dre­hung der Leh­re und die Rela­ti­vie­rung der Glaubensinhalte.
        Ein mor­scher geris­se­ner Back­stein taugt als Eck­stein nichts, son­dern zer­brö­selt und läßt das Gebäu­de einstürzen.
        In dem letz­ten Absatz machen Sie es wirk­lich kunterbunt:
        mei­nen Sie jetzt tat­säch­lich daß erst mit die­sem Papst die authen­ti­sche Christ­lich­keit wie­der­ent­deckt wird nach 2000 Jah­ren Pause?
        Gera­de die jetzt nicht mehr so üppig vor­han­de­ne Kennt­nis der bibli­schen und klas­si­schen Spra­chen macht die­se „Wie­der­ent­deckung“ doch eher kurios.

    • Haben Sie sich schon Gedan­ken dar­über gemacht, wie­viel Sie sich noch zumu­ten las­sen wol­len? Wann ist die Gren­ze erreicht?
      Ich mei­ne, da wird immer mehr kom­men, aber immer als gera­de noch katho­lisch verpackt.
      Ist es noch nicht genug, dass der Papst stän­dig inter­re­li­giö­se Gebe­te ver­an­stal­tet; dass er den Koran als gleich­wer­tig zur Bibel und den Islam als gleich­wer­tig zum Chri­sten­tum ver­kün­det; dass er den Herrn Jesus Chri­stus ent­we­der ver­schweigt oder lästert?
      Genügt es noch nicht, dass er die anti­christ­li­che Agen­de der UN absegnet?
      Reicht es nicht, dass sei­ne Amts­er­he­bung von selbst­ein­ge­stan­de­nen Kir­chen­ma­fio­ten orga­ni­siert wurde?
      Im Ernst: Wann ist für Sie die Gren­ze erreicht? Was muss passieren?

    • Lie­ber Sua­rez, es wird immer schwie­ri­ger das Ver­hal­ten des Pap­stes schön­zu­re­den. Die­ser Papst ist aus­ge­bufft, er wirft den glau­bens­treu­en Katho­li­ken halb­her­zig katho­li­sche Krü­mel hin, damit die­se still hal­ten wäh­rend er gleich­zei­tig Fest­mah­le für Kir­chen­fein­de von innen und außen gibt. Vor dem US- Kon­gress hat er sich lei­den­schaft­lich und mit star­ken Wor­ten für die Abschaf­fung der Todes­stra­fe ein­ge­setzt, da war er klar und deut­lich, wäh­rend er kein Wort über Abtrei­bung ver­lor, trotz des Skan­dals um Plan­ned Paren­t­hood, eine Abtrei­bungs­fir­ma, die mit Kör­per­tei­len von abge­trie­be­nen Föten Geschäf­te machte. 

      In Ame­ri­ka gab es im Jahr 2014 35 Hin­rich­tun­gen von Schwer­ver­bre­chern wäh­rend Mil­lio­nen unschul­di­ge Babies im Mut­ter­leib hin­ge­rich­tet wurden.
      Der Tod von 35 Schwer­kri­mi­nel­le wie­gen offen­bar für Fran­zis­kus schwe­rer als der Tod von Mil­lio­nen unschul­di­ge Kin­dern im Mutterleib. 

      Der Papst ist klar und deut­lich, wenn es dar­um geht nich-tka­tho­li­sche Posi­tio­nen zu ver­tei­di­gen aber wenn es dar­um geht den katho­li­schen Stand­punkt vor der Welt zu repre­sen­tie­ren und zu ver­tei­di­gen, sind sei­ne Reden schwach, dop­pel­deu­tig, vage und in alle Rich­tun­gen inter­pre­tier­bar. Lie­ber Sua­rez wir haben ein Papst ‑Pro­blem, das nicht mehr igno­riert wer­den kann. 

      Der Papst hat die Gele­gen­heit den Katho­li­schen Stand­punkt vor der Welt zu bestär­ken und Chri­stus zu bezu­gen nicht genutzt statt­des­sen hat er Oba­ma gelobt und Oba­mas unchrist­li­che Poli­tik nicht kri­ti­siert. Vor der UNO-Gene­ral­ver­samm­lung sag­te der Papst er kom­me im eige­nen Namen, also nicht im Namen Chri­sti, was den Papst bei den Evan­ge­li­ka­le ver­däch­tig machte.

      • Ich zitier­te die­se Stel­le auch schon auf kath.net:

        „Die Kir­che ist der end­gül­ti­ge, unüber­hol­ba­re Ort des gött­li­chen Heils­han­delns an den Men­schen. Inso­fern kann der Mensch sich kei­ne Stel­le außer­halb oder ober­halb der Kir­che mehr schaf­fen, er muss ein Zeug­nis für Gott in der Kir­che able­gen, un zu die­sem Zeug­nis gehört auch das Cre­do eccle­si­am: Ich glau­be dar­an, dass Gott durch die­se Kir­che sein Heil wirkt in der Welt. Aber die­se End­gül­tig­keit und Unüber­hol­bar­keit grün­det in der Flei­sch­wer­dung des gött­li­chen Wor­tes, die der kon­kre­te Voll­zug des Den­noch der gött­li­chen Gna­de ist. Anders gesagt: Die Kir­che ist das bestän­di­ge Zei­chen Zeug­nis dafür, dass Gott die Men­schen ret­tet, obwohl sie Sün­der sind. Inso­fern gehört zur Kir­che, weil sie aus Gna­den ist, auch die­ses, dass die Men­schen, die sie bil­den, Sün­der sind. Die Kir­chen­vä­ter haben die­se Tat­sa­che in dem küh­nen Bild der casta mere­trix aus­ge­drückt: Ihrer eige­nen geschicht­li­chen Her­kunft nach ist die Kir­che ‚Dir­ne‘ — sie kommt aus dem Baby­lon die­ser Welt; aber Chri­stus der Herr hat sie rein­ge­wa­schen, sie neu geschaf­fen aus der ‚Hure‘ zur Braut. Hans Urs von Bal­tha­sar hat in ein­ge­hen­den Ana­ly­sen gezeigt, dass das nicht nur eine geschicht­li­che Aus­sa­ge ist, etwa ‚Damals war sie unrein — jetzt ist sie rein‘, son­dern dass damit die bei­den blei­ben­den Exi­stenz­span­nun­gen der Kir­che bezeich­net ist.“ (Joseph Ratz­in­ger, GS Bd. 8/1, „Kir­che — Zei­chen unter den Völkern“

        Es gilt aber auch:
        „In einem Rück­fall in die Eigen­mäch­tig­keit mensch­li­chen Den­kens, das die Gna­de nicht wahr­ha­ben will, son­dern den­noch wie­der einen gehei­men Tri­umph des Men­schen erdich­tet, haben wir uns ange­wöhnt, Fels und Ver­leug­ner in Petrus säu­ber­lich zu ver­tei­len: Ver­leug­ner, das ist der vor­öster­li­che Petrus, Fels, das ist der Petrus nach Pfing­sten, von dem wir ein selt­sam idea­li­sier­tes Bild ent­wer­fen. Aber in Wirk­lich­keit ist er bei­de Male bei­des: Der vor­öster­li­che Petris ist schon der, der das Bekennt­nis der mit­ten im Abfall der Mas­se gläu­big Geblie­be­nen spricht, der über das Meer dem Herrn ent­ge­gen­läuft, der die unüber­hol­bar schö­nen Wor­te sagt: „Herr, zu wem sol­lem wir gehen? Du hast die Wor­te ewi­gen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist der Hei­li­ge Gottes“(Joh 6,68f.) Der nach­pfingst­li­che Petrus ande­rer­seits ist noch immer der, der aus Furcht vor den Juden die christ­li­che Frei­heit ver­leug­net (Gal 2,11 ff.): immer noch Fels und Stol­per­stein in einem. Und ist es nicht die gan­ze Kir­chen­ge­schich­te hin­durch so geblie­ben, dass der Petrus, der Nach­fol­ger Petri, ‚Petra‘ und ‚Skan­da­lon‘, Got­tes­fels und Strau­chel­stein, in einem war? In der Tat wird es für den Gläu­bi­gen dar­auf ankom­men, die­ses Para­dox des gött­li­chen Han­delns aus­zu­hal­ten, das sei­nen Stolz all­zeit neu beschämt — die­se Span­nung von Fels zu Satan, in der die äußer­sten Gegen­sät­ze unheim­lich inein­an­der­lie­gen. Luther hat das Moment des ‚Satans‘ erdrückend klar erkannt und hat­te nicht ein­fach unrecht dabei; sei­ne Schuld war es, die bibli­sche Span­nung von Kephas(Petra)

      • Fort­set­zung:

        „… und Satan nicht aus­ge­hal­ten zu haben , die zur Grund­span­nung eines Glau­bens gehört, der nicht von Ver­dienst, son­dern von Gan­de lebt. Im Grun­de hät­te nie­mand mehr die­se Span­nung ver­ste­hen müs­sen, als der Mann, der die For­mel vom ‚Simul ius­tus et pec­ca­tor‘ präg­te, vom Men­schen, der Gerech­ter und Sün­der in einem ist.“ (Joseph Ratz­in­ger, GS Bd. 8/1, „Kir­che – Zei­chen unter den Völkern“

        Es geht genau dar­um, sich nicht in die Hal­tung Luthers trei­ben zu las­sen, aus der dann wie­der nur ein neu­er Pro­te­stan­tis­mus erwach­sen kann.

        Bis­lang hat ja Papst Fran­zis­kus die Leh­re nicht ange­ta­stet und er wird sich auch hüten, das zu tun. Eine von der Wahr­heit sich ent­fer­nen­de Pra­xis hat es in der Kir­che lei­der schon mehr­fach gege­ben. Dann gab es wie­der einen Rei­ni­gungs­pro­zess in der Kir­che. So wird es wohl auch jetzt wie­der sein. Die Kir­che befin­det sich in der schwer­sten Kri­se ihrer Geschich­te und sie wird schlimm­ste Bles­su­ren erlei­den. Wir wer­den die Braut unter dem gan­zen Unrat, der über sie aus­ge­gos­sen wird, fast nicht mehr erken­nen kön­nen, doch dar­um wird das Unheil nicht triumphieren. 

        Etwas salopp gespro­chen, leben wir mitt­ler­wei­le, was die Kir­che angeht, in der Eis­zeit des Glaubens. 

        Der Papst ist uns kei­ne gro­ße Hil­fe und Stüt­ze, im Gegen­teil, wer sich an ihm fest­zu­hal­ten sucht, greift ins Lee­re, in den Nebel eines reli­giö­sen Einerleis.

        Die Jesui­ten waren solan­ge gute Katho­li­ken, solan­ge sie im stren­gen Sin­ne Die­ner Chri­sti blie­ben. Als die­sen Orden der Hoch­mut erfass­te, die Anma­ßung, da ver­dun­kel­te sich auch der Glau­be. Heu­te ist der Jesui­ten Orden ein Ort der Fin­ster­nis und des Rän­ke­spiels. Der Orden ist durch und durch krank und er infi­ziert die gan­ze Kirche.

        Aber all das muss wohl so sein, hier ste­hen wir eben vor einem Geheim­nis, das wir nicht zu lüf­ten imstan­de sind.

  2. Das konn­te even­tu­ell erwar­tet wer­den, aber es erstaunt den­noch. Ein Bekann­ter der star­ken Ho-
    mo-Lob­by, Mo Roc­ca durf­te als Lek­tor die erste Lesung machen. Die­se geplan­te Pro­vo­ka­ti­on wä-
    re vor Jah­ren undenk­bar gewe­sen, dass ein öffent­li­cher Kir­chen­feind und Homo-Akti­vist in den
    Altar­raum tre­ten konn­te um eine Lesung zu hal­ten. Wenn man bedenkt, dass in der “ Hl.Messe al-
    ler Zei­ten „der Laie, außer Mess­die­nern, den Altar­raum nicht betre­ten durf­te. Hier kann man ab-
    lesen, wie­weit wir an Ehr­furcht und Glau­ben ver­lo­ren haben. Dass die­se Din­ge beim Papstbesuch
    beson­ders her­aus gestellt wer­den, zeigt an, dass das Destruk­ti­ve von Rom aus in Kauf genom-
    men wird, viel­leicht bewusst geför­dert wird.

    • Ein Mann der bau­te einst ein Haus,
      Reich an Wis­sen und reich an Geld,
      so bau­te er es ein zwei­tes Male,
      da ihm das erste ja so gut gefällt.
      Sie war’n aussen und innen gleich,
      und in das Erste, da zog sei­ne Frau,
      im ander’n traf er die Mätresse,
      wahr­lich die­ser Mann war schlau.

      Er mach­te auch nicht einen Fehler,
      doch es kam wie es kom­men muss,
      einer fühl­te sich sehr betrogen,
      rot die Gestalt mit Pferdefuß.
      Der Mann im Rau­sche der Welt,
      der Teu­fel allein, zor­nig er tobt,
      weg, ein Ohr­ring der Mätresse,
      so er Macht und Rache gelobt.

      Die Gemah­lin ein mun­t’­res Wesen,
      sie singt, sie fegt, lacht und putzt,
      fröh­lich schaut das Himmelbett,
      fun­keln­de Augen, und sie stutzt.
      Mätres­se, Teu­fel sind jetzt weg,
      der Mann, der hat sich erhängt,
      die Frau hat jetzt vie­le Kinder,
      ein Haus den Wai­sen geschenkt.

  3. Nun; angeb­lich ist heu­te ein „neu­es Lesen des Evan­ge­li­ums“ ange­sagt; „im Lich­te der moder­nen Kul­tur“ zu der offen­bar auch die Appease­ment-Stra­te­gie gegen­über der Homo­se­xua­li­tät gehört. Aus einem frü­he­ren Arti­kel von „katholisches.info“:
    -
    „Das Zwei­te Vati­ka­num“, erklär­te der Papst in sei­nem Civil­tà Cat­to­li­ca-Inter­view, „war ein neu­es Lesen des Evan­ge­li­ums im Licht der moder­nen Kultur.
    Es hat eine Bewe­gung der Erneue­rung her­vor­ge­bracht, die ein­fach aus dem­sel­ben Evan­ge­li­um her­vor­kommt. Die Früch­te sind enorm.
    Es genügt, an die Lit­ur­gie zu erinnern.
    Die Arbeit der Lit­ur­gie­re­form war ein Dienst am Volk, um das Evan­ge­li­um neu zu lesen, ange­fan­gen bei einer kon­kre­ten histo­ri­schen Situation.
    Ja, es gibt her­me­neu­ti­sche Lini­en der Kon­ti­nui­tät und der Dis­kon­ti­nui­tät, eine Sache ist aber klar: die Dyna­mik das Evan­ge­li­um im Heu­te zu lesen, die dem Kon­zil eigen war, ist abso­lut irreversibel“.
    Genau so, sag­te es der Papst: nicht mehr die Welt, die im Licht des Evan­ge­li­ums geformt wird, son­dern das Evan­ge­li­um defor­miert im Licht der Welt und der moder­nen Kul­tur. Und wer weiß, wie vie­le Male sich das wie­der­ho­len soll, jedes Mal, wenn es zu einem kul­tu­rel­len Wan­del kommt, und jedes Mal wird die vor­he­ri­ge Les­art ver­wor­fen. Das ist nichts ande­res als die Idee eines per­ma­nen­ten Kon­zils, das der Jesu­it Car­lo Maria Mar­ti­ni ent­wor­fen hatte.“
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    Die Defor­ma­ti­on des Evan­ge­li­ums im Licht der Welt!

    https://www.katholisches.info/2013/10/09/christus-ist-keine-option-unter-vielen-schon-gar-nicht-fuer-seinen-stellvertreter-auf-erden-warum-uns-dieser-papst-nicht-gefaellt/
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  4. Der Papst fühlt sich unter die­sen Men­schen wohl, sie­he msgr. Ric­ca. Was soll man dazu sagen? „Gleich und gleich gesellt sich gern?“ Die Schwei­zer Gar­de soll von der Bewa­chung des Domus Sanc­tae Marthae abge­zo­gen wor­den sein. War­um wohl?

    • @Tradition und Glau­ben: Bit­te kön­nen Sie mehr erzäh­len über die­se Neu­ig­keit, die die Schwei­zer­gar­de betrifft. Wor­an ich sehr inter­es­siert bin?

  5. @K. Genau, das ist „Käse“, den Sie hier von sich geben. Der ent­schei­den­de Unter­schied, der Ihnen garan­tiert geläu­fig ist, von Ihnen aber unter­schla­gen wird, liegt dar­in, daß Mo Roc­co ohne Bekeh­rung auf der Papst­büh­ne stand.
    Ein klei­ner, fei­ner, alles ent­schei­den­der Unter­schied. Der schlimm­ste Sün­der, der sich bekehrt, kann mor­gen sogar Papst wer­den. Das ist das „sub­ver­si­ve“, das gran­dio­se am Christentum.
    Jeden unver­än­dert in sei­ner Sau­ce belas­sen, das ist hin­ge­gen nichts. Das bie­tet die gan­ze Welt („jeder nach sei­ner Façon“), damit will man nur gefal­len, das ist Aller­welts­schrott, Laden­hü­ter, Müll, Abfall, „scar­to“, wie Papst Fran­zis­kus so ger­ne zitiert, aber offen­bar sel­ber praktiziert.

  6. Daß die­se Sache in Euro­pa weit­hin wohl von den Medi­en über­gan­gen wur­de, ist viel­leicht so zu ver­ste­hen, daß man es nicht berich­ten will, daß ein Homo­se­xu­el­ler eine Lesung vor­trägt. „Wie kann ein über­zeug­ter Homo­se­xu­el­ler so etwas tun? Das ist doch wie Sei­ten­sprung, Ver­rat: will der Schluß machen und gar ins Lager der Hete­ros wech­seln?“ — Nur kei­ne schla­fen­den Hun­de wecken.

    Die mei­sten Mit­tel- und West­eu­ro­pä­er wis­sen, beson­ders die Medi­en­schaf­fen­den, gar nicht, was eine Lesung ist und wol­len es auch nicht. Also so gese­hen, hat „Papst“ Ber­go­glio in Euro­pa jeden­falls kei­ne Lacher auf sei­ner Sei­te. Das Publi­kum ist reli­gi­ös unbe­darft. Das Gan­ze wird wohl als Schnee von gestern gese­hen: „ach ja der Papst Fran­zis­kus- zum Gähnen.“

    Lei­der hilft das aber nicht. Man muß hof­fen, daß die treu­en Kar­di­nä­le stand­fest bleiben.

  7. Sehr geehr­ter @Leo Lämm­lein: Sie haben mich zwar nicht direkt ange­spro­chen, aber ich habe mir Ihre wahr­haf­ten Wor­te durch­ge­le­sen. Wor­auf noch war­ten oder hoffen?

    Wann ist die Gren­ze erreicht?- Kar­di­nal Mül­ler hat ja offen vor einem Schis­ma gewarnt. Das deu­tet doch dar­auf hin, daß „man“ in Rom, im Vati­kan und wo auch immer durch­aus weiß, daß die „Gren­zen“ längst über­schrit­ten wor­den sind. Aber wie geht man damit um? Es kann sein, daß es einen „Plan B“ gibt, der von den treu­en Kar­di­nä­len durch­ge­spielt wird. Aber man kann damit ja nicht an die Öffent­lich­keit gehen. Die Kar­di­nä­le sind wie gefes­selt, und „Papst“ Ber­go­glio könn­te umge­kehrt beim Durch­peit­schen sei­ner Agen­da die treu­en Kar­di­nä­le sei­ner­seits öffent­lich vor einer Spal­tung war­nen. Und dann?

    Viel­leicht ist es so, daß die Kir­che nach viel Gegen­wehr und Selbst­ver­leug­nung erst ganz am Boden lie­gen muß, ehe es eine Auf­er­ste­hung gibt.

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