Welche Rolle spielte geheimes Netzwerk „Sankt Gallen“ bei Rücktritt Benedikts XVI. und der Wahl Bergoglios?

Enthüllende Biographie über Kardinal Danneels
Enthüllende Biographie über Kardinal Danneels

(Brüs­sel) Bel­gi­ens ehe­ma­li­ger Pri­mas und Erz­bi­schof von Mecheln-Brüs­sel, God­fried Kar­di­nal Dan­neels stand auf der Mit­tel­log­gia der präch­ti­gen Fas­sa­de des Peters­doms, als am Abend des 13. März 2013 Fran­zis­kus der Welt als neu­er Papst vor­ge­stellt wur­de. Wie kam er zu die­sem Ehren­platz? Die Fra­ge ist nicht neu, son­dern gab bereits in jenem histo­ri­schen Moment Rät­sel auf. Nun haben die Histo­ri­ker Karim Schel­kens und Jür­gen Met­te­pen­nin­gen eine Bio­gra­phie über Kar­di­nal Dan­neels vor­ge­legt, in der sie die Mit­glied­schaft des Kar­di­nals in einem gehei­men Netz­werk von Bischö­fen und Kar­di­nä­len ent­hül­len. Das Netz­werk namens „Grup­pe Sankt Gal­len“ setz­te sich zum Ziel, den Ein­fluß des dama­li­gen Glau­bens­prä­fek­ten Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger zurück­zu­drän­gen und des­sen Wahl zum Papst zu ver­hin­dern. Als dies schei­ter­te, galt es, das Pon­ti­fi­kat Bene­dikts XVI. zu boy­kot­tie­ren und schließ­lich die Wahl des Argen­ti­ni­ers Jor­ge Mario Ber­go­glio zu erwir­ken. Die Buch­vor­stel­lung fand am ver­gan­ge­nen Diens­tag auf dem Koekel­berg bei Brüs­sel statt.

Danneels wurde 2013 schnell als „Papstmacher“ genannt

Neben dem bra­si­lia­ni­schen Kar­di­nal Clau­dio Hum­mes wur­de Dan­neels unmit­tel­bar nach der Papst­wahl als einer der För­de­rer von Jor­ge Mario Ber­go­glio genannt. Der Platz an der Sei­te des neu­en Pap­stes nach dem Habe­mus Papam war nur ein Indiz dafür. Ein ande­res war die aus­ge­las­se­ne Genug­tu­ung, mit der Dan­neels die Wahl des argen­ti­ni­schen Erz­bi­schofs begrüß­te.

Noch gewich­ti­ger war die Tat­sa­che, daß der ehe­ma­li­ge bel­gi­sche Pri­mas seit­her im Vati­kan aus und ein geht und direk­ten Zugang zu Papst Fran­zis­kus hat. Daß der ehe­ma­li­ge Erz­bi­schof von Mecheln-Brüs­sel mit Fran­zis­kus-Vor­gän­ger Bene­dikt XVI. nicht gut konn­te, war ein offe­nes Geheim­nis. Als bedenk­lich wur­de es regi­striert, daß Papst Fran­zis­kus aus­ge­rech­net Kar­di­nal Dan­neels unter die 16 vom Papst per­sön­lich ernann­ten Syn­oda­len der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie 2014 reih­te. Glei­ches geschah 2015. Wenn in weni­gen Tagen die Bischofs­syn­ode im Vati­kan beginnt, wird Kar­di­nal Dan­neels wie­der durch aus­drück­li­che Beru­fung von Papst Fran­zis­kus dabei sein und über Ehe, Fami­lie und Homo­se­xua­li­tät mit­ent­schei­den, obwohl sei­ne Rol­le im Homo- und Pädo­phi­lie-Skan­dal der bel­gi­schen Kir­che höchst unklar ist.

Ivereighs Enthüllung des „Team Bergoglio“

Kardinal Danneels bei der Buchvorstellung am Dienstag auf dem Koekelberg
Kar­di­nal Dan­neels bei der Buch­vor­stel­lung am Diens­tag auf dem Koekel­berg

Was Karim Schel­kens und Jür­gen Met­te­pen­nin­gen nun vor­leg­ten, wur­de in abge­schwäch­ter Form bereits Ende Novem­ber 2014 von Austen Ive­r­eigh, dem ehe­ma­li­gen Pres­se­spre­cher von Kar­di­nal Murphy‑O’Connor in sei­nem Papst-Fran­zis­kus-Buch „Der gro­ße Refor­mer“ berich­tet. Ive­r­eigh schrieb, daß es ein Team Ber­go­glio, bestehend aus vier Kar­di­nä­len, gab, die gezielt eine Kam­pa­gne zur Wahl Ber­go­gli­os orga­ni­siert hat­ten. Dabei han­del­te es sich um die deut­schen Kar­di­nä­le Wal­ter Kas­per und Karl Leh­mann sowie Murphy‑O’Connor und Kar­di­nal Dan­neels (sie­he Orga­ni­sier­ten Kas­per, Leh­mann, Dan­neels, Murphy‑O‘Connor eine ver­bo­te­ne Kam­pa­gne zur Wahl Ber­go­gli­os?).

Ive­r­eigh schreibt in sei­nem Buch: „Sie hat­ten ihre Lek­ti­on von 2005 gelernt. Zuerst sicher­ten sie sich die Zustim­mung von Ber­go­glio“. Ein zwei­tes Mal woll­ten sie nicht erle­ben, wie der Argen­ti­ni­er, wenn es dar­auf ankommt, ein­knickt und sei­ne Kan­di­da­tur zurück­zieht, wie 2005. „Auf die Fra­ge, ob er bereit sei, sag­te er, er glau­be, daß in die­ser Zeit der Kri­se für die Kir­che sich kein Kar­di­nal ver­wei­gern könn­te, wenn er gefragt wird.“ Murphy‑O’Connor habe Ber­go­glio dar­auf auf­merk­sam gemacht, nun beson­ders vor­sich­tig zu sein, doch nun sei „er an der Rei­he“. Ber­go­glio ant­wor­te­te: „capis­co“, ich ver­ste­he.

Mit Ive­r­eighs Buch wur­de die Fra­ge laut, ob das Team Ber­go­glio ganz unei­gen­nüt­zig gehan­delt oder ob es Wahl­ka­pi­tu­la­tio­nen gege­ben hat­te. Mit ande­ren Wor­ten: Haben sie von Kar­di­nal Jor­ge Mario Ber­go­glio Zusi­che­run­gen gefor­dert, gewis­se Per­so­nal­ent­schei­dun­gen zu tref­fen oder die Kir­che auf einen bestimm­ten Kurs umzu­len­ken, etwa in Fra­gen der katho­li­schen Ehe- und Moral­leh­re, wie sie die Bischofs­syn­ode behan­delt? Und hat Kar­di­nal Ber­go­glio ent­spre­chen­de Zusi­che­run­gen gege­ben? Die Fra­gen haben bis­her kei­ne Ant­wort gefun­den und blei­ben daher Spe­ku­la­ti­on.

Informelles Team Bergoglio in Wirklichkeit organisierter Geheimzirkel Sankt Gallen

Karim Schel­kens und Jür­gen Met­te­pen­nin­gen wer­den in ihrer Dan­neels-Bio­gra­phie noch deut­li­cher als Ive­r­eigh. Sie berich­ten nicht nur von vier Kar­di­nä­len, die Ive­r­eigh „Team Ber­go­glio“ nann­te, son­dern von einem gan­zen Netz­werk von Bischö­fen und Kar­di­nä­len, die sich selbst einen Namen gaben: „Grup­pe Sankt Gal­len“. Mit ande­ren Wor­ten: die sub­ver­si­ven Tätig­kei­ten einer geheim orga­ni­sier­ten Grup­pe in der Kir­che, um sie auf einen bestimm­ten Kurs zu brin­gen, waren weit umfang­rei­cher als Ive­r­eigh ent­hüll­te.

Dabei ste­hen die bei­den Autoren, eben­so­we­nig wie Ive­r­eigh gegen­über Kar­di­nal Mur­phy-O’Con­nor, in einem Gegen­satz zu Kar­di­nal Dan­neels. Kar­di­nal Dan­neels war per­sön­lich bei der Buch­vor­stel­lung in der Basi­li­ka auf dem Koekel­berg anwe­send und schrieb bereit­wil­lig Wid­mun­gen in das soeben vor­ge­stell­te Buch. Schel­kens und Met­te­pen­nin­gen sind bei­de als Kir­chen­hi­sto­ri­ker an der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Löwen tätig. Met­te­pen­nin­gen schaff­te es für kur­ze Zeit zum Pres­se­spre­cher von Erz­bi­schof Leo­nard. Wegen Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten fiel Met­te­pen­nin­gen dem Erz­bi­schof öffent­lich in den Rücken, sprach sich für das Frau­en­prie­ster­tum aus und kri­ti­sier­te die Ent­schei­dung des Erz­bi­schofs, der Petrus­bru­der­schaft in sei­nem Erz­bis­tum ein Apo­sto­lat zu erlau­ben. Die per­sön­li­che Hal­tung von Schel­kens und Met­te­pen­nin­gen ver­lei­hen ihren Aus­füh­run­gen beson­de­re Glaub­wür­dig­keit.

Grün­der und Initia­tor der gegen den dama­li­gen Glau­bens­prä­fek­ten Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger gerich­te­ten Grup­pe war der ehe­ma­li­ge Erz­bi­schof von Mai­land, der Jesu­it Car­lo Maria Mar­ti­ni, der sich selbst als „Ante­papst“ bezeich­net hat­te. Mar­ti­ni berief gehei­me Tref­fen von Bischö­fen und Kar­di­nä­len in Sankt Gal­len in der Schweiz ein mit dem Ziel, die Kir­che zu moder­ni­sie­ren, sie mit dem Zeit­geist zu ver­söh­nen und die „Rück­stän­dig­keit“, in die sie –laut Mar­ti­ni – durch die Able­hung der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on gera­ten sei, zu über­win­den.

Karl Lehmann und Walter Kasper von Anfang an dabei

"Antepapst" Carlo Maria Martini, Initiator des Geheimzirkels "Gruppe Sankt Gallen"
„Ante­papst“ Car­lo Maria Mar­ti­ni, Initia­tor des Geheim­zir­kels „Grup­pe Sankt Gal­len“

Das erste Tref­fen soll 1996 statt­ge­fun­den haben. Damals regier­te Ivo Fürer als Bischof in Sankt Gal­len. Die Geheim­tref­fen waren besten­falls weni­gen Exper­ten vage bekannt. Es gab eini­ges Mun­keln, Kon­kre­tes wuß­te aber nie­mand zu berich­ten, wes­halb die Behaup­tung einer sub­ver­si­ven anti­rö­mi­schen Grup­pe in der Kir­che leicht als „Ver­schwö­rungs­theo­rie“ abge­tan wer­den konn­te.

1999 schloß sich Kar­di­nal Dan­neels der Grup­pe an, der damals unter ande­ren bereits die Kar­di­nä­le Wal­ter Kas­per und Karl Leh­mann aus Deutsch­land, Kar­di­nal Basil Hume aus Groß­bri­tan­ni­en, Kar­di­nal Achil­le Sil­ve­stri­ni aus Ita­li­en und der nie­der­län­di­sche Bischof Adria­an Van Luyn ange­hör­ten.

Die Mit­glie­der des Geheim­zir­kels tarn­ten ihre Tref­fen als „spi­ri­tu­el­len Urlaub“. Der gehei­me Zusam­men­schluß dien­te der gegen­sei­ti­gen Unter­stüt­zung in einer Zeit, die sie als „dun­kel“ emp­fan­den.

Kardinal Ruini ermittelte wegen Gerüchten über Geheimbund

Die Gerüch­te über die Exi­stenz des Geheim­bun­des gelang­ten bis in den Vati­kan. Die­ser beauf­trag­te Kar­di­nal Camil­lo Rui­ni, den Vor­sit­zen­den der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz und Kar­di­nal­vi­kar von Rom, einen der eng­sten Ver­trau­ten von Papst Johan­nes Paul II. und Papst Bene­dikt XVI., Ermitt­lun­gen anzu­stel­len. Der Zir­kel der Ein­ge­weih­ten wuß­te jedoch so geschickt die eige­nen Akti­vi­tä­ten zu ver­ber­gen, daß Rui­ni ohne kon­kre­te Ergeb­nis­se zurück­kehr­te. Gleich­zei­tig, so Schel­kens und Met­te­pen­nin­gen, habe die Grup­pe Sankt Gal­len damit begon­nen, Ver­su­che zu unter­neh­men, den Kurs des Vati­kans zu beein­flus­sen.

Die zen­tra­le Fra­ge für die Grup­pe lau­te­te: Wer wird Nach­fol­ger von Johan­nes Paul II. Das erklär­te Ziel des Geheim­zir­kels war es, die Wahl von Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger zum Papst zu ver­hin­dern. Kar­di­nal Ber­go­glio wur­de 2005 mit Hil­fe Mar­ti­nis als Gegen­kan­di­dat gegen den deut­schen Kar­di­nal in Stel­lung gebracht. Kar­di­nal Mar­ti­ni hoff­te bis zuletzt mit den Stim­men für sei­nen Ordens­bru­der Ber­go­glio zwar nicht die Wahl des argen­ti­ni­schen Erz­bi­schofs durch­zu­set­zen, aber die Wahl Ratz­in­gers blockie­ren zu kön­nen.

Im Kon­kla­ve 2005 erwies sich Kar­di­nal Ratz­in­ger jedoch so stark, daß die Ver­su­che der Grup­pe Sankt Gal­len, sei­ne Wahl zu ver­hin­dern, schei­ter­ten.

Pontifikat Benedikts XVI. boykottieren und unterminieren

Die bei­den Autoren berich­ten, daß die Mit­glie­der der Grup­pe Sankt Gal­len gezielt das Pon­ti­fi­kat von Bene­dikt XVI. behin­der­ten und des­sen Bot­schaft an die Kir­che und an die Welt zu ver­dun­keln such­ten. Schel­kens und Met­te­pen­nin­gen berich­ten nichts dar­über, ob und wel­chen Zusam­men­hang es zwi­schen den Akti­vi­tä­ten der Grup­pe Sankt Gal­len und dem uner­war­te­ten Amts­ver­zicht des deut­schen Pap­stes gab, der sie mit einem Schlag dem Ziel näher­brach­te, die Ära des pol­ni­schen und des deut­schen Pon­ti­fi­kats zu been­den. Der vor kur­zem ver­stor­be­ne Jesu­it Sil­va­no Fausti berich­te­te in sei­nem letz­ten Inter­view, daß Kar­di­nal Mar­ti­ni am 2. Juni 2012 Papst Bene­dikt XVI. kate­go­risch zum Rück­tritt auf­ge­for­dert habe. Acht Mona­te spä­ter gab der deut­sche Papst völ­lig über­ra­schend sei­nen Amts­ver­zicht bekannt (sie­he Als Kar­di­nal Mar­ti­ni zu Bene­dikt XVI. sag­te: Du mußt zurück­tre­ten).

Die Histo­ri­ker schrei­ben aller­dings etwas ande­res: „Die Wahl von Ber­go­glio wur­de ohne Zwei­fel in Sankt Gal­len vor­be­rei­tet. Und die Grund­li­ni­en sei­nes Pro­gramms sind jene, die Dan­neels und sei­ne Kol­le­gen seit mehr als zehn Jah­ren dis­ku­tier­ten“.

Die dunk­len Wol­ken über dem Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus, dem völ­lig unge­wöhn­li­chen Rück­tritt von Papst Bene­dikt XVI. und der Wahl des argen­ti­ni­schen Kar­di­nals lösen sich nicht auf, son­dern schei­nen sich mit fort­schrei­ten­dem Pon­ti­fi­kat zu ver­dich­ten.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL/Catho.be




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128 Kommentare

  1. Wer es nötig hat, sich in Geheim­zir­keln zu tref­fen scheut das Licht und macht sich zum Gefähr­ten der Fin­ster­nis. Wenn es wirk­lich die­se gehei­men Tref­fen und Abspra­chen gab, dann ist die Wahl von Papst F. ungül­tig!!!

  2. Bei die­sem gehei­men Netzt­werk spiel­ten sicher noch ein par ande­re eine hin­ter­häl­ti­ge Rol­le. Der jet­zi­ge Homo­phi­len-Freund Bischof Büchel und der ehe­ma­li­ge Abt von Ein­sie­deln z.B, sowie wei­te­re Wöl­fe im Schafs­pelz aus dem Zau­ber­schrank der Moder­ni­sten des Schwei­zer Katho­li­zis­mus …

  3. Viel­leicht sind ja die wah­ren Hin­ter­män­ner von Vati­leaks auch in die­sem Grüpp­chen zu suchen???
    Bin immer über­zeug­ter, dass der Rück­tritt von Papst Bene­dikt erzwun­gen wor­den ist — also wäre sämt­li­ches Gesche­hen nach dem 28. Febru­ar 2013 hin­fäl­lig!

    • Wahr­schein­lich haben Sie Recht! Eigen­ar­tig dass jetzt Kar­di­nal Dan­neels sich­sel­ber beschuldigt.Die Ver­schwoerungs­theo­rie­en sind also doch wahr!

      • Er „beschul­digt“ sich nicht sel­ber er packt eher aus ange­sichts des Tri­umphs. Da jetzt die Agen­da gesi­chert ist.

    • Ita­lie­ni­sche Medi­en berich­te­ten sei­ner­zeit kurz, daß „die Haupt­fä­den von Vati­leaks nach Argen­ti­ni­en“ lie­fen. Hab mir damals den Kopf zer­bro­chen, wie­so gera­de Argen­ti­ni­en…

  4. Nicht ohne Grund warn­te Kar­di­nal Mül­ler kürz­lich in einem Inter­view vor der Gefahr eines neu­er­li­chen Schis­ma. Bestimm­te Kräf­te in der Kir­che ver­such­ten mit allen Mit­teln(!) die Ehe­leh­re der Kir­che zu dekon­stru­ie­ren. Wenn also schon der Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on so deut­lich wird, dann steckt die katho­li­sche Kir­che wahr­lich in einer tie­fen Glau­bens­kri­se. Die­ser Kar­di­nal Dan­neels ist mir mehr als unsym­pa­thisch, der Mann hat etwas durch und durch Suspek­tes an sich, das fängt schon bei sei­nem Lächeln an.

      • Sie haben natür­lich grund­sätz­lich recht mit Ihrer Anmer­kung, wenn auch der Glau­bens­schwund des Kle­rus zwangs­läu­fig Rück­wir­kun­gen auf die Erschei­nung der Kir­che hat. Der Glau­be ist ein­deu­tig ver­dun­kelt und droht zumin­dest in unse­ren Brei­ten völ­lig zu ver­dun­sten. Es ist nun ein­mal nicht mög­lich den Kle­rus von der Kir­che als Gesam­tes zu tren­nen und umge­kehrt, auch wenn bei­des nicht in eine völ­li­ge Deckung zu brin­gen ist. Die Kir­che bleibt die hei­li­ge katho­li­sche Kir­che auch wenn sie unter dem z.T. unhei­li­gen Kle­rus lei­den muss.

        Ich ver­mu­te übri­gens, dass Dan­neels sei­ne Äuße­rung aus rei­nem Zynis­mus gemacht hat, sie soll zei­gen, dass dem klei­nen Zir­kel völ­lig egal ist, was man von ihm denkt. Er sieht sich in einer höhe­ren Sen­dung und die Bemer­kung „Mafia ähn­lich“, als bewuss­te Über­zeich­nung, will jede Kri­tik an sol­cher Kon­spi­ra­ti­on als absurd erschei­nen las­sen. Daher ja auch das ver­steck­te „Grin­sen“, das man bei die­ser Bemer­kung sofort zu spü­ren glaubt.

        Beacht­lich ist, dass Dan­neels so offen das Ziel der Kon­spi­ra­ti­on auf­deckt und so den Papst klar unter Zug­zwang set­zen will — eine ver­steck­te Dro­hung in Rich­tung der Per­son Ber­go­lio ist unüber­seh­bar.

        Ich glau­be, die­se homo­phi­len Krei­se in der Kir­che haben mitt­ler­wei­le eine Macht und Domi­nanz, zumin­dest in Euro­pa, wenn man mal Polen außen vor lässt, dass einem nur Angst und Ban­ge wer­den kann, was die Zukunft der Ver­kün­di­gung des Glau­ben sin unse­ren Brei­ten anbe­trifft.

    • Geehr­ter @Suarez,
      Ihre Bemer­kun­gen betr. der Glau­bens­kri­se (und damit zusam­men­hän­gend: die Bischofs­kri­se, wie schon v. J. Card. Ratz­in­ger fest­ge­stellt), der Dekon­struk­ti­on der Ehe­leh­re und die Gefahr eines Schis­mas tei­le ich ganz.
      Was Dan­neels betrifft: Sym­pa­thie ist bei der Beur­tei­lung einer Per­son unwich­tig; und ob jemand lächelt oder nicht lächelt und wie er lächelt, ist pri­mor­di­al auch nicht wich­tig.

      Was jedoch viel bri­san­ter ist:
      Wenn man Dan­neels über Jahr­zehn­te gekannt und gefolgt hat und genau liest was er alles getan und geschrie­ben hat, gibt es mehr als ober­fläch­li­che Ver­mu­tun­gen, son­dern dage­gen sub­stan­zi­el­le Hin­wei­se in Über­fül­le daß Dan­neels nicht auf dem Boden des Glau­bens an Jesus Chri­stus steht und sicher nich katho­lisch denkt, son­dern daß er etwas ganz Ande­res anstrebt.
      In die­sem Kon­text sieht die gewal­ti­ge Pädo-und Homo­phi­li­sie­rung der Kle­russtruk­tu­ren in Nord­bel­gi­en ganz anders aus: es ist offen­bar so daß es sich um ein gewal­ti­ges Netz von teuf­li­schen Maschi­ne­ri­en han­delt um den Glau­ben an den Herrn kaputt zu machen und ander­seits etwas ande­res dafür zu intro­du­zie­ren.
      Man hat offen­sicht­lich bis in den höch­sten Eta­gen Angst um das fest­zu­stel­len, zuzu­ge­ben (wahr­ge­nom­men haben sie es sowie­so seit vie­len Jah­ren) und ggf. anzu­packen (wobei durch Freund­schaf­ten und Ver­bin­dun­gen auch Pro­tek­ti­on bis auf höch­ster Ebe­ne vor­zu­lie­gen scheint).
      Deus in adi­uto­ri­um inten­de.

      • Geehr­ter Adri­en Antoi­ne,
        ich schrieb bewusst „Grin­sen“, wor­in sich ja dar­in durch­aus etwas aus­drückt, was man auch als dia­bo­lisch emp­fin­den könn­te.

        Aber Sie haben Recht, so wich­tig ist das nicht!

        Die Eta­blie­rung der von Ihnen genann­ten Struk­tu­ren fin­det sich wohl nicht nur in Nord­bel­gi­en, son­dern hier han­delt es sich mitt­ler­wei­le um ein weit­rei­chen­des Pro­blem in der Kir­che in Euro­pa.

  5. Bene­dikt XVI. ist also nicht nur in sei­nem Pon­ti­fi­kat behin­dert wor­den, son­dern es wur­de ihm na-
    hege­legt auf sein Amt als Papst zu ver­zich­ten. Man kann ohne wei­te­res schluss­fol­gern, dass ihm
    auch gedroht wor­den ist. Was das Kir­chen­volk von Anfang an ver­mu­te­te, wur­de von zustän­di­gen
    Stel­len als Ver­schwö­rungs­theo­rie abge­tan und zurück­ge­wie­sen. Jetzt wird aber durch eine Bio-
    gra­phie über Kar­di­nal Dan­nels bekannt, dass es doch einen gehei­men Zir­kel und Netz­werk gab
    und noch immer gibt, mit der Betei­li­gung von Kar­di­nal Leh­mann und Kas­per. Beson­der Kar­di­nal
    Leh­mann wird nach­ge­sagt, dass er welt­wei­te Ver­bin­dun­gen hat, mit ent­spre­chen­den Zie­len wie
    auch die För­de­rung von Fran­zis­kus als Papst. St.Gallen nennt sich die­ses gehei­me Netz­werk und
    zeigt, dass im Vati­kan nicht alles mit rech­ten Din­gen zugeht. Was die Zulas­sung von Geschie­de- denenn zur Hl. Kom­mu­ni­on angeht, so war das schon immer ein Ziel von Leh­mann, als er noch
    Spre­cher der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz war. Davon kann man ablei­ten, wel­che Macht Leh-
    mann ent­wickelt hat und über das Netz­werk “ St. Gal­len “ sei­ne Vor­stel­lun­gen von Kir­che, durch
    die­se Kar­di­nä­le und Bischö­fe doch noch durch­set­zen will.

  6. Daß Daneels eine maß­geb­li­cher Draht­zie­her beim Kon­kla­ve war zeig­te sich schon bei sei­nem sehr pro­mi­nen­ten Platz bei der Pro­kla­ma­ti­on der Wahl Ber­go­gli­os:
    http://2.bp.blogspot.com/-TIY7wMe_cLo/UUDgytY1X‑I/AAAAAAAAEjk/-516hIufS4k/s1600/Pope+Francis2+gss-130313-new-pope-13_grid-12x3.bmp
    Das ist sehr unüb­lich, eigent­lich ein Novum, daß ein Kar­di­nal, wel­cher weder ein beson­de­res Amt im Kol­le­gi­um und in Rom inne hat so einen pri­vi­li­gier­ten Platz bekommt. Das spricht Bän­de.

    • Nichts Bes­se­res zu tun ist gut, hat­ten doch die­se Lob­by-Simo­ni­sten („unse­re Hir­ten“ stell‘ ich mir wirk­lich anders vor!), die von Anfang an den Plan heg­ten, die Kir­che zu zer­stö­ren nie etwas ande­res im Sinn.
      Noch schaut der Herr gedul­dig zu, frei nach dem Mot­to : Lasst bei­des wach­sen bis zur Ern­te. Der Tag des Herrn aber wird die Gei­ster schei­den und ihre dunk­len Plä­ne und gehei­men Machen­schaf­ten zuta­ge för­dern: Dann „bleibt nichts ver­bor­gen was nicht offen­bar wer­den wür­de.“ — Sind die­se Kir­chen-Mafio­sis wirk­lich so ver­blen­det zu glau­ben, sie könn­ten dem kom­men­den Gericht ent­ge­hen?

    • Grund­sätz­lich ist die Fra­ge wel­chen Zweck hat eine Ver­ei­ni­gung, ist sie wie bei Homo­lob­bies, Logen oder teil­wei­se Stu­den­ten­ver­bin­dun­gen auf Vet­tern­wirt­schaft oder Kon­spi­ra­ti­on aus, ist es kri­mi­nell. Beim Anden­pakt ist es aber anders dort stand ein exi­sten­zi­el­ler und poli­ti­scher Gra­ben­kampf im Vor­der­grund der teil­wei­se bis ins nach­rich­ten­dienst­li­che geht und gegen sol­che Kon­spi­ra­tio­nen vor­geht. Gewis­se Din­ge will die­se sata­ni­sche Homo-Mafia nicht in der brei­ten Öffent­lich­keit, und wenn doch dann nur soviel davon wie es ihnen nützt!!! Apro­pos es gibt sogar Aus­sa­gen ame­ri­ka­ni­scher Nach­rich­ten­dienst­li­cher und poli­zei­li­cher Beam­ten über einen Pädo­phi­len­ring im Wei­ßen Haus. Selt­sam das dann Mut­ti Mer­kel, das ame­ri­ka­ni­sche Schoss­hünd­chen, beim Spie­gel das Opfer die­ses Anden­pakts war und wohl behü­tet wur­de, die­se schwar­ze Wit­we hat lau­ter klei­ne rosa Jung­tie­re über­all ver­teilt in den Ämtern. Das The­ma Anden ist so heiss, wenn sie zuviel dar­über reden wür­den, wür­den sie Ziel einer Treib­jagd sein, damit ist das Ende der Homo-Mafia ver­bun­den! In den Anden wohnt der Tod der Homo-Mafia, mehr will ich dazu nicht sagen. Sie sind auf ein print­me­dia­les tro­ja­ni­sches Pferd auf­ge­ses­sen, wer­te Jean­ne, ist mir auch schon öfter pas­siert, irgend­wann sitzt man auf dem rich­ti­gen Pferd. Als ob der Spie­gel Ihnen sagen wür­de was wahr ist, hat der Spie­gel oder das ZDF denn jemals berich­tet das unter Hit­ler ein Atom­waf­fen­ein­satz in Russ­land lan­ge vor Hiro­shi­ma statt­ge­fun­den hat? — Nein! So sind sie die Medi­en, Werk­zeu­ge nicht mehr! Der ehem. Poli­ti­ker A.von Bülow weiss sowas auch wie mit der A‑Bombe im Kur­land und hat sich leicht ver­plap­pert oder auch absicht­lich 😉 Wie auch immer von Bülow hat die Wahr­heit gesagt, im Gegen­satz zum Spie­gel.

  7. Glaubt denn hier einer ernst­haft, dass die­ser Akt eines abrup­ten Papst­rück­tritts ohne wirk­lich hin­rei­chen­de Grün­de (Bene­dikt könn­te noch heu­te die Geschicke der Kir­che spie­lend len­ken), dafür aber prä­zi­sem Timing (Wahl­be­tei­li­gung Kas­per), frei­wil­lig und ohne per­fi­dem Zwang geschah!? Ich bin mir sicher, dass mit die­ser gal­li­gen Grup­pe so man­cher welt­li­che Geheim­dienst, dem Ben­de­dikts erfolg­rei­che Re-Katho­li­sie­rung als ein gefähr­li­ches Hin­der­nis auf dem Weg zur neu­en Welt­ord­nung erschien, sehr eng zusam­men­ge­ar­bei­tet hat, bis hin zur Mani­pu­la­ti­on des Kon­kla­ves. Das alles sind natür­lich Spe­ku­la­tio­nen. Aber wie lässt es sich ratio­nal erklä­ren, dass die Ver­samm­lung der Kar­di­nä­le sich mehr­heit­lich für die­sen für das Petrus­amt in jeg­li­cher Hin­sicht voll­kom­men unfä­hi­gen, aber den Gal­le­ner auf­grund sei­ner Per­sön­lich­keits­struk­tur so sehr zweck­dien­li­chen Kan­di­da­ten geei­nigt haben soll­te.

    • Unglaub­lich, dass ein Mensch nicht davor zurück­schreckt, sich im Papst­ko­stüm zum Ham­pel­mann der (Ver­ein­ten) Natio­nen zu machen.
      Wer das Gericht Got­tes nicht mehr fürch­tet, muss den Glau­ben ver­lo­ren haben (falls er ihn vor­her besaß).

    • Genau das Timing des Rück­tritts ist sehr inter­es­sant. Muß­te die Sedis­va­kanz noch vor dem 4. März 2013 begin­nen. Mit dem 80. Geburts­tag an 4. März hät­te der ein­fluß­rei­che Kard. Kas­per sein Stimm­recht ver­lo­ren.

  8. Papst Bene­dikt XVI. hat­te sicher­lich genü­gend Kennt­nis von die­sen Kar­di­nä­len, und zu Beginn sei­nes Pon­ti­fi­kats bat er bekannt­lich die Gläu­bi­gen für ihn zu beten, daß er nicht vor den Wöl­fen flie­he. Er war ja seit Anfang der 1980er Jah­re die rech­te Hand von Papst Johan­nes Paul II. Es gab in den 90er Jah­ren schon schwe­re Kämp­fe mit den Kir­chen­fein­den, so daß sich der Papst damals genö­tigt sah, etwa ein Frau­en­prie­ster­tum noch­mals in unmiß­ver­ständ­li­cher Spra­che für alle Zei­ten aus­zu­schlie­ßen.

    Papst Bene­dikt XVI. hat­te alles gege­ben, um die Kir­che auf dem rich­ti­gen Kurs zu hal­ten und zu festi­gen, aber dann muß­te er wohl sei­nem Alter Tri­but zol­len. Anläß­lich sei­nes „Rück­tritts“ am 11.02.2013 konn­ten die Geg­ner jubeln, aber er ver­salz­te ihnen den­noch die Sup­pe ganz gehö­rig: er blieb näm­lich Papst. Damit hat­ten sie nicht gerech­net. Papst Bene­dikt hat sei­ne Wür­de gewahrt.

    „Papst“ Bergoglio‚s eige­ne Unter­stüt­zer sägen an sei­nem Stuhl. Das muß man wohl sagen ange­sichts der offe­nen Plau­de­rei der bei­den Fla­men und ihres Kar­di­nals. So ver­steht man auch die Dro­hun­gen von Kar­di­nal Marx. Sie trick­sen sich sel­ber aus und das Tor steht- wie es in der Fuß­ball­spra­che hei­ßen wür­de- sperr­an­gel­weit offen. Die treu­en Kar­di­nä­le mit Papst Bene­dikt im Rücken brau­chen eigent­lich nur noch den Ball ein­zu­schie­ben. Der Sieg liegt soz. in der Luft. Ich sehe das so prag­ma­tisch, Ent­schul­di­gung.

    • das ist doch alles Unfug.
      Bene­dikt wird in Mater Eccle­sia blei­ben und wenn Fran­zis­kus dem­nächst auch noch zurück­tritt, wird es eben dort eine Papst­WG geben und das Papst­amt wird durch ein Lei­tungs­gre­mi­um ersetzt wer­den, wenn nicht (klei­ner Scherz) Hans Küng, der ja immer noch Prie­ster ist, der näch­ste Papst wird.
      Ich habe Kar­di­nal Ratz­in­ger sehr geschätzt, aber die­ser hal­be Rück­tritt hat mei­ne Wert­schät­zung, sehr ins Wan­ken gebracht.

      • Ratz­in­ger und Ber­go­glio haben mehr gemein als es nai­ve Kon­ser­va­ti­ve zuge­ben möch­ten. Sein Adla­tus Gäns­wein hat das mehr­mals bestä­tigt. Die Abdan­kung oder der „Rück­tritt“ (als ob es sich beim Papst­amt um ein welt­li­ches Amt han­deln wür­de, zu genau die­sem wur­de es durch Ratz­in­gers Schritt letzt­lich degra­diert und auch des­avou­iert) Ratz­in­gers hat sei­ne wah­re Gesin­nung aber eigent­lich end­gül­tig mani­fest gemacht. Trotz­dem hof­fen sie noch immer auf ihn und setz­ten ihre kin­di­schen Träu­me­rei­en bezüg­lich ihm noch wei­ter fort.

      • Sie reden Unfug, nicht ich mit Ver­laub @ein besorg­ter Christ. Papst Bene­dikt hat gekämpft wie ein Löwe und kämpft wei­ter in Gebet und Auf­op­fern und hat sich das Papst­amt von den Geg­nern nicht ent­win­den las­sen. Er hat nur die Amts­füh­rung abge­ge­ben, nicht das Amt.
        Eine Papst WG wirds nicht geben, auch wenn Ihnen das in Ihrer ideo­lo­gi­schen Ver­bohrt­heit wohl sicher zupaß käme.
        Ich glau­be ihnen kein Wort, wenn Sie sagen, daß Sie Kar­di­nal Ratz­in­ger geschätzt haben, denn Kar­di­nal Ratz­in­ger hat als Papst nichts ande­res gemacht als die wah­re Leh­re und Glau­bens­in­hal­te deut­lich zu ver­kün­di­gen.

      • @ Fran­zel

        Ich habe Bene­dikt auch ein­mal sehr geschätzt. Aber das war vor sei­nem Rück­tritt und bevor ich sei­ne gan­zen Schrif­ten gele­sen hat­te.
        Er ist in vie­lem ein­deu­tig ein „moder­ni­sti­scher“ Theo­lo­ge, das betrifft vie­le Gebie­te, v.a. und zen­tral aber sei­ne Able­hung der Süh­nop­fer­theo­lo­gie (er wider­spricht aus­drück­lich Tri­ent in der „Ein­füh­rung ins Chri­sten­tum“), sei­ne Psy­cho­lo­gi­sie­rung des Wun­ders (wider­spricht dem Vat. I) und noch eini­ges ande­re, dar­un­ter auch sei­ne Her­ab­set­zung Mari­ens in die „Schar­nier­rol­le“ zwi­schen AT und NT (die an sich biblisch schwer begründ­bar ist. Sol­che Schar­nier­rol­len haben Johan­nes der Täu­fer und auch Josef, der Mann der Maria. Sie selbst aber ist wesent­lich an einem ande­ren Punkt, näm­lich an dem Punkt, als Got­tes­mut­ter Him­mel­tor zu sein und nicht bloß Bin­de­glied zwei­er Bun­des­pha­sen, aber das wehrt er aus­drück­lich ab!
        Ich kann auch nicht sehen, dass er wie ein Löwe kämpf­te … er war wohl­be­hü­tet und hofiert. dass man ihn angriff, war teil­wei­se unter Niveau, aber den­noch hat er ja stei­le Kar­rie­re gemacht, nicht wahr? Und Papst war er auch noch geo­wr­den. Dann kann es mit sei­nem Mär­ty­rer­tum nicht so weit her­ge­we­sen sein, jeden­falls bis jetzt.
        Jetzt hat er einen gepfleg­ten Alters­sitz und schaut abends Kom­mis­sar Rex.

      • @zeitschnur
        Man muss dabei aber unbe­dingt zwi­schen einem frü­hen und einem spä­ten Ratz­in­ger unter­schei­den. Mag er als jun­ger Pro­fes­sor und enga­gier­ter Teil­neh­mer von Vat. II noch moder­ni­sti­sche Ansich­ten ver­tre­ten haben, muss man ihm doch zugu­te hal­ten, dass er mit zuneh­men­dem Alter einen Kurs­wech­sel voll­zo­gen hat, der mit dem Motu pro­prio von 2007 noch nicht abge­schlos­sen war. Auch einem Kar­di­nal Ratz­in­ger und spä­te­ren Papst Bene­dikt muss man einen geist­li­chen Rei­fungs­pro­zess zuge­ste­hen dür­fen.
        Vom ersten bis zum letz­ten Tag sei­nes (bis­he­ri­gen) Pon­ti­fi­kats hat er nichts ande­res getan, als gründ­lich auf­zu­räu­men und über­all die gött­li­che Ord­nung wie­der her­zu­stel­len, soweit es in sei­nem Ver­mö­gen lag. Wel­che Gegen­kräf­te ihn dabei hin­der­ten wird erst jetzt immer deut­li­cher.
        Von einem gemüt­li­chen Alters­ru­he­sitz kann jeden­falls auch kei­ne Rede sein, da er noch täg­lich an neu­en Büchern schreibt und ihn die momen­ta­ne Ver­fas­sung der Kir­che bestimmt auch nicht kalt lässt.
        Ich sehe ihn wie Petrus in Fes­seln — ähn­lich wie Jesus am Kreuz — ange­na­gelt — aber gera­de in die­ser Ohn­macht bricht die All­macht Got­tes her­ein. Ich bin mir sicher, dass er als Gefan­ge­ner in Ket­ten noch mehr für die Kir­che tut und vor allem lei­det, als er es vor­her konn­te. Des­halb sehe ich sei­nen Rück­tritt im Wil­len Got­tes! War­ten wir’s ab, die Zeit wird offen­ba­ren wel­che Plä­ne der All­mäch­ti­ge noch mit die­sem tap­fe­ren Greis ver­folgt.
        „Das Schwa­che aber hat Gott erwählt, um das Star­ke zuschan­den zu machen!“

      • sor­ry seve­rin, das ist es ja gera­de,
        wenn der Papst aus Schwach­heit zurück­ge­tre­ten wäre, weil er sei­ne Gei­stes­kräf­te schwin­den sähe, man hät­te das im Fal­le Ratz­in­ger, mensch­lich nach­voll­zie­hen kön­nen.
        So hießt es immer „Et ist ja so fit, er ist so gei­stig fit, er schreibt Bücher.….“
        Ja war­um ist er dann zurück­ge­tre­ten?
        Und war­um hat er die, die gegen ihn waren, nicht abser­viert?
        Er war ja der Papst!
        Oder noch mal anders: wenn die Pira­ten das Schiff erobert haben, war­um erzählt man uns dann seit Jah­ren, auch von Sei­ten der Päp­ste und kon­ser­va­ti­ven Bischö­fe, es sei alles in Ord­nung in der KIr­che?

      • @ seve­rin

        Ihre Deu­tung vom Petrus in ket­ten hal­te ich für sen­ti­men­tal — mit Ver­laub. Bene­dikt hat es gemüt­lich, er lebt in beheiz­ten Räu­men, hat sei­ne Leu­te um sich, er isst und schläft gut, kann sich den Luxus erlau­ben, um höch­sten Alter noch Bücher zu schrei­ben.

        Was will man eigent­lich mehr? Ande­re in sei­nem Alter sind seit 20 Jah­ren schon tot, um es mal poin­tiert zu sagen…

        Ratz­in­ger hat sich in man­chem gewan­delt, aber nicht in allem. Sein jugend­li­ches Plä­doy­er für die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zu hl. Kom­mu­ni­on hat er zumin­dest in der radi­ka­len Form zurück­ge­nom­men. Aber auch er hat als Papst dafür plä­diert, geschei­ter­te Ehen noch inten­si­ver auf ihre Gül­tig­keit hn zu prü­fen (man­geln­der Ehe­wil­le).

        Gar nicht ver­än­dert hat er sei­ne Ein­stel­lung zum Süh­nop­fer, das er sogar ablehnt. Das besag­te Buch hat er sogar noch in sei­nem Pon­ti­fi­kat in Deutsch­land neu auf­le­gen las­sen.

  9. Die Hexen­mei­ster der Hexen­kü­che St. Gal­len (wie pas­send wenn man Gal­len von Gal­le ablei­tet) mischen in bro­deln­den Hexen­kes­seln unge­niert ihre Flie­gen­pilz­sup­pen und Gift­cock­tails und prei­sen sie den Men­schen als Zau­ber- und Lie­bes­trän­ke an. Fast wie im Mär­chen, wenn da nicht die Sache mit dem hap­py end wäre.…..und selbst auf einen Har­ry Pot­ter ist kein Ver­lass mehr.….

      • @zeitschnur
        Ach nee, was Sie nicht sagen! Das hat ja hier sonst kei­ner gewusst!!!
        Aber trotz­dem dan­ke für die Beleh­rung! Sie sehen es mir aber bit­te nach, wenn ich den hl. Gal­lus nicht in der Hexen­kü­che ver­bra­ten woll­te? — Mer­ci!

        Lobend darf ich aber fest­stel­len, dass Ihre Kri­tik dies­mal sehr kon­struk­tiv war und nichts mehr von die­sem über­heb­li­chen Rund­um­kahl­schlag hat­te, dem man hier manch­mal schon zum Opfer fiel. Sie machen Fort­schrit­te, wei­ter so! Las­sen wir doch jeden so sein wie er ist und jeden so kom­men­tie­ren wie er kann. — Der lie­be Gott hat sich nun mal die­se bun­te Her­de aus­ge­dacht und das ist auch gut so!

      • @ kir­chen­maus

        Bit­te kei­nen Zicken­krieg hier — das nervt ein­fach nur!

        Anson­sten @ die selbst­ver­schul­de­ten Platz­hir­sche: Der eine röhrt und mar­kiert mar­kig sein Revier, der ande­re denkt und spricht. Jedem das sei­ne…

  10. Man möge die Pas­sa­ge über den Papst in der „Stän­di­gen Anwei­sung der Alta Ven­dita“ (19. Jh.) nach­le­sen. DIE Ver­schwö­rung exi­stiert, sie nimmt sich Zeit; das übri­ge steht in der Offen­ba­rung des hl. Johan­nes. Das muss uns genü­gen. Das Gegrü­bel und Schwa­feln über wer ist was wo und wann ist dum­mes Alt­wei­ber­ge­schwätz; „Zeit­schnur“ hat völ­lig recht.

  11. „Jemand, der nicht kano­nisch gewählt, (aber) auf dem Höhe­punkt jener Drang­sal zum Papst­tum erho­ben wor­den sein wird, wird sich bemü­hen, in raf­fi­nier­ter Wei­se (wört­lich: mit Scharf­sinn) vie­len das töd­li­che Gift (wört­lich: den Tod) sei­nes Irr­tums ein­zu­flößt.“

    aus der Papst­weis­sa­gung, die dem hl. Fran­zis­kus von Assi­si zuge­schrie­ben wird.

  12. bei der Aus­le­gung des 2 Thess 2 tut sich ein Dilem­ma auf, will man nicht die an Petrus ergan­ge­ne Ver­hei­ßung „Non pra­e­valeb­unt“ unse­res Herrn über­ge­hen. Tra­di­tio­nell wird der, „der zuerst besei­tigt wer­den muß“ mit dem Papst iden­ti­fi­ziert. Und offen­kun­dig ist der Wider­sa­cher, der sich in den Tem­pel Got­tes setzt, kein recht­mä­ßi­ger Papst, sitzt er nicht recht­mä­ßig auf dem cathe­dra Petri. Und genau hier­in liegt der Schlüs­sel für die Aus­le­gung die­ser Schlüs­sel­stel­le: Der Wider­sa­cher gibt sich als Papst aus, obwohl er nicht recht­mä­ßig, son­dern mit­tels mani­pu­lier­ter Wahl aus einem Kon­kla­ve her­vor­ge­gan­gen ist. Der Rest ist schnell erzählt: Nach dem gro­ßen Abfall: Wir blicken in eine glo­ba­li­sier­te Welt, begin­nen wir in Latein­ame­ri­ka, wo es einer zah­len­mä­ßig äußerst star­ken Kir­che nicht erst seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil nicht unbe­quem ist, mit Mit­teln aus fer­nen, finanz­star­ken Kir­chen­pro­vin­zen der Befrei­ungs­theo­lo­gie anzu­hän­gen. Wir wol­len nicht ver­schwei­gen, dass es in Afri­ka und Asi­en eine star­ke Beken­ner­kir­che gibt, die sich vie­ler­orts (noch) nicht in die Abhän­gig­keit euro­päi­scher Bischofs­kon­fe­ren­zen gebracht hat. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass das glau­bens­ar­me, gott­ver­ges­se­ne Euro­pa mit sei­ner vor allem in Deutsch­land zum Berufs­ka­tho­li­zis­mus gewan­del­ten Kir­che mas­siv Ein­fluss nimmt. Und Deutsch­land selbst, das Nach­fol­ge­land des Sacer­do­ti­ums? Hier gibt es aktu­ell ca 26 Mio Katho­li­ken. Von die­sen gehen ca. 10 % sonn­täg­lich zur hl. Mes­se. Glaubt von die­sen ein Vier­tel an die Real­prä­senz?

    Er wird alle, die ver­lo­ren gehen, betrü­gen und zur Unge­rech­tig­keit ver­füh­ren

    Am 8. Dezem­ber 2015 tritt das neue Motu Pro­prio in Kraft. Welch ein bedeu­tungs­vol­les Datum, das hier aus­ge­wählt wur­de: Wir fei­ern Mariä Emp­fäng­nis, den Tag, an dem Got­tes Rat­schluss durch die Aus­nah­me von der Erb­schuld der natür­li­chen Emp­fäng­nis Mari­ens durch Anna und Joa­chim in Kraft trat. Für den Ver­fas­ser des Schrei­bens wohl eben­falls sehr wich­tig, der 50. Jah­res­tag des Abschlus­ses des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils. In die­sem Motu Pro­prio wird eine völ­lig neue Leh­re auto­ri­tär ein­ge­führt. Die abseh­ba­ren Fol­gen für die Welt­kir­che waren bereits in Nord­ame­ri­ka erprobt wor­den. Die Aus­sa­gen des mensch­ge­wor­de­nen Got­tes zur Ehe wer­den damit in der Pra­xis auf den Kopf gestellt. Die hei­li­ge katho­li­sche Kir­che, die Hüte­rin der rei­nen, unver­fälsch­ten Leh­re wird zum strom­li­ni­en­för­mi­gen, zeit­geist­kon­for­mem Mit­tel, eine gott­fer­ne mensch­li­che Pra­xis zu legi­ti­mie­ren bzw. sie pha­ri­sä­isch umzu­deu­ten.

  13. Wie aber sind die Kon­se­quen­zen

    Ver­su­chen wir also, von Gott her zu den­ken: Was pas­sier­te mit dem Volk Isra­el, wenn die­ses Got­tes Wege ver­ließ, zu mur­ren began und Göt­zen anbe­te­te? Gott über­ließ sie den Kon­se­quen­zen ihres eige­nen sünd­haf­ten Han­delns. Was also erwar­tet uns? Wir kön­nen es lesen in der Bibel, vor allem im letz­ten Buch, in der Apo­ka­lyp­se. Aber auch in den sog. Pri­va­tof­fen­ba­run­gen wie Fati­ma oder aber auch der Frau aller Völ­ker. Und bei Deu­tung sowohl der 43. Bot­schaft der Frau aller Völ­ker vom 5.10.1952 sowie dem eucha­ri­sti­schen Erleb­niss der Sehe­rin Ida Peer­de­man vom 31.5.1965 fällt der Beginn der Amster­da­mer Zeit­rech­nung auf den 8.12.1965. Die für die Mensch­heit so bedeu­tungs­vol­len Amster­da­mer Jah­re 50 — 54 ste­hen uns also unmit­tel­bar bevor.

    Aber wie konn­te es soweit kom­men?

    Bedeu­ten die­se Ände­run­gen nicht, dass die Geset­ze Got­tes dem Men­schen ange­paßt wer­den? Wird hier nicht statt einem Dienst am Gesetz Got­tes die­sem Gewalt ange­tan, stellt sich hier nicht jemand über das Gesetz Got­tes oder, um es auf den Punkt zu brin­gen, gibt sich hier jemand als Gott aus? Biblisch betrach­tet kann der Fels, auf dem die Kir­che erbaut ist, nicht vom Bösen über­wun­den wer­den. Biblisch ist aber auch vor­ge­se­hen, dass sich der Wider­sa­cher in den Tem­pel Got­tes setzt. Die­se akti­ve For­mu­lie­rung kann nur bedeu­ten, dass die­ser selbst initia­tiv wur­de und nicht ordent­lich auf den Stuhl Petri gewählt wor­den ist. Vor­aus­set­zung dafür ist, dass der besei­tigt wur­de, der die Macht des Bösen noch zurück hielt.Mit den im obi­gen Arti­kel ange­ge­be­nen Fak­ten kann sich nun jeder selbst fra­gen, an wel­chem Punkt der Heils­ge­schich­te wir ste­hen.

  14. Gött­li­ches Zei­chen:
    Super-Blut­mond vom Mon­tag, 28. Sep­tem­ber

    Bei einer tota­len Mond­fin­ster­nis schim­mert der Mond in röt­li­chem Licht – aus die­sem Grund wird der Mond dann Blut­mond genannt. Vier sol­che auf­ein­an­der­fol­gen­de tota­le Mond­fin­ster­nis­se [Blut­mon­de] nennt man Tet­ra­den. (Bezüg­lich Mond­fin­ster­nis­da­ten: Sie­he http://www.eclipse.gsfc.nasa.gov)
    Beim Voll­mond vom kom­men­den Mon­tag, 28. Sep­tem­ber 2015, wird es sich um einen soge­nann­ten Blut­mond han­deln. Genau­er: Um den vier­ten der vier Blut­mon­de der Jah­re 2014/2015. Genaue Uhr­zeit die­ses Blut­monds: Von 4:10 bis 5:23 in der Frü­he, Höhe­punkt der Rötung um 4:47 mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit. Die Daten der vier Blut­mon­de: 15. April 2014, 8. Okto­ber 2014, 4. April 2015, 28. Sep­tem­ber 2015. Erstaun­li­cher Zufall oder aber Got­tes Plan: Alle vier der genann­ten Blut­mon­de ereigne(te)n sich jeweils an wich­ti­gen – in der Bibel erwähn­ten — jüdi­schen Fei­er­ta­gen! Und war­um gera­de an jüdi­schen? Jesus, Got­tes Sohn, war bekannt­lich Jude. Die­ses Him­mels­phä­no­men kann man also als Got­tes­be­weis deu­ten. Ausser­dem bemer­kens­wert: Bei dem Blut­mond vom kom­men­den Mon­tag han­delt es sich um einen Voll­mond, wel­cher der Erde beson­ders nah kom­men wird (soge­nann­ter Super­mond). Des­we­gen wird die­ser gerö­te­te Him­mels­kör­per dies­mal rie­sig erschei­nen.
    Pfar­rer John Hagee ist der Autor des Buches „Four blood moons: Some­thing is about to chan­ge“ (2013). Er stell­te Erstaun­li­ches fest: Inner­halb der ver­gan­ge­nen ca. 500 Jah­re, näm­lich von 1494 bis 2014/2015, gab bzw. gibt es nur vier sol­cher „Vie­rer-Blut­mon­de“ (Tet­ra­den), die mit wich­ti­gen, in der Bibel erwähn­ten jüdi­schen Fei­er­ta­gen (Pas­sah, Laub­hüt­ten­fest Suk­koth) zusam­men­fie­len bzw. zusam­men­fal­len: a) 1493/1494 b) 1949/1950 c) 1967/1968 d) 2014/2015. Auf­fäl­lig dabei: Drei davon (b,c,d) fin­den sich in gestei­ger­ter Häu­fig­keit inner­halb der ver­gan­ge­nen 65 Jah­re. Ver­blüf­fend: Die ver­gan­ge­nen drei Mal (a,b,c) stand die­se äusserst sel­te­ne „Vie­rer-Blut­mond-Fei­er­tags­kom­bi­na­ti­on“ jeweils in Ver­bin­dung mit höchst bedeut­sa­men poli­ti­schen Ereig­nis­sen in Zusam­men­hang mit den Juden bzw. mit Isra­el! Beweis:
    a) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 1493/1494: Auf der Basis des Alham­bra-Edikts (Ver­trei­bungs­de­kret) vom 31. März 1492 fand eine kras­se Ver­trei­bung der Juden (aus Spa­ni­en) statt. Zitat Wiki­pe­dia: „Mit dem Edikt begann eine bis dahin bei­spiel­lo­se Ver­trei­bung einer [jüdi­schen] Bevöl­ke­rungs­grup­pe …“
    b) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 1949/1950: Im Jahr 1948 wur­de der Staat Isra­el gegrün­det und die Juden kehr­ten (nach 2000 Jah­ren!) ins Land ihrer Vor­fah­ren zurück. Im Jahr 1949, also im Jahr des Blut­mon­des, gewann Isra­el den Krieg gegen die ara­bi­sche bzw. isla­mi­sche Welt; Isra­el wur­de im sel­ben Jahr von der UNO als Staat aner­kannt.
    c) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 1967/68: Als Fol­ge des 6‑Tagekriegs (5. Juni bis zum 10. Juni 1967) zwi­schen Isra­el und ara­bi­schen Staa­ten kon­trol­lier­te Isra­el (unter ande­rem) Ost­je­ru­sa­lem. Man sprach fort­an gar von einem „Gross-Isra­el“.
    d) Zeit der vier Blut­mon­de der Jah­re 2014/15: Nahe­lie­gen­de Fra­ge: Wird auch in die­sen Jah­ren ein zen­tra­les poli­ti­sches Ereig­nis in Zusam­men­hang mit den Juden bzw. Isra­el statt­fin­den? –
    Es stellt sich nun die Fra­ge: Mit wel­chem höchst bedeut­sa­men poli­ti­schen Ereig­nis in Zusam­men­hang mit den Juden bzw. mit Isra­el wird die aktu­el­le „Vie­rer-Blut­mond-Fei­er­tags­kom­bi­na­ti­on“ der Jah­re 2014/2015 in Ver­bin­dung ste­hen? Man mag beten, dass sich nicht ein Krieg mit Isra­el anbahnt.
    Ist es nicht erstaun­lich, dass sich die­ses äusserst sel­te­ne (!) „Feiertags-Super-Blutmond“-Phänomen aus­ge­rech­net inmit­ten der brand­hei­ssen aktu­el­len welt­po­li­ti­schen Ereig­nis­se (bevor­ste­hen­de Syn­ode im Okto­ber, Völ­ker­wan­de­rung und dro­hen­der Bür­ger­krieg in Euro­pa, dro­hen­der welt­wei­ter Finanz­kol­laps, dro­hen­der Drit­ter Welt­krieg, etc.) zeigt? Blut­mon­de sind gemäss Bibel gött­li­che Zei­chen (Joel 3,4; Apo­stel­ge­schich­te 2,20–21; Lukas 21,25–26).
    Prochristo1

  15. @Prochristol: Dan­ke fuer die­se sehr inter­es­san­te Berich­te. Wir koen­nen nur beten! Dass unse­rer Papst Bene­dikt mit Arg­list ver­trie­beb wor­den ist, dass hat­te ich mich immer schon gedacht, und jetzt hat die­ser Kard. Dan­neels es mit Stolz[!] sel­ber ver­ra­ten! Ein nicht-glau­bi­ger Bekann­ter von mir sag­te, das war schon immer so dass Paep­ste Fein­de und Ver­rae­ter um sich hat­ten die ver­su­chen sie zu stuerzen.Dass es also nichts neu­es ist.Und dass eini­ge frue­he­ren Paep­ste auch ermor­det wor­den seien.Dass das halt Kir­chen­ge­schich­te ist.Mir trifft es aber jetzt so sehr, da ich Papst Bene­dikt so sehr lie­be.

    • Lie­ber @ anja­li jain,
      ich bin ganz gerührt von Ihrer Lie­be zu Papst Bene­dikt. Auch ich lie­be ihn sehr und bete, dass der Herr ihm noch lan­ge eine gute Gesund­heit schenkt. Ich wür­de mir wün­schen, dass alle Prie­ster, die hier mit­le­sen, ihn täg­lich in die Hl. Mes­se mit­ein­schlie­ßen.
      Deo gra­ti­as!

  16. Eigent­lich ist das eine über­flüs­si­ge Fra­ge.
    Nach der authen­ti­schen Leh­re der Kir­che lenkt aus­schließ­lich der Hei­li­ge Geist das Kon­kla­ve, und nicht irgend ein „gehei­mes Netz­werk“.
    Doch spä­te­stens seit der letz­ten Papst­wahl 2013, die auf den unsäg­li­chen Bor­go­glio fiel, kann ich der Leh­re der Kir­che — zumin­dest in die­ser Hin­sicht — kei­nen Glau­ben mehr schen­ken. Ent­we­der war es tat­säch­lich ein gemei­nes (ist kein Ver­schrei­ber!) Netz­werk, oder der so viel und oft gelob­te und beschwo­re­ne „(Un)Geist des Kon­zils“, aber ganz sicher kein Hei­li­ger Geist.

    • Wenn ein Grüpp­chen von aus­er­wähl­ten Kon­kla­via­nern im Vor­feld der letz­ten Papst­wahl ver­schie­de­ne Kon­ti­nen­te bereist hat, um mit Gleich­ge­sinn­ten gehei­me Abspra­chen zu tref­fen und aus­zu­ma­chen wer wen wann und wie zu wäh­len hat — dann wur­de der Hl. Geist beim letz­ten Kon­kla­ve total aus­ge­sperrt! Wahr­schein­lich saß des­halb eine wei­ße Tau­be außen auf dem Dach der Six­ti­na, wäh­rend man drin­nen wähl­te! Der Hl. Geist wur­de ergo durch den Vogel (das Hirn­ge­spinst) eli­tä­rer Kir­chen­män­ner ersetzt — und was dabei her­aus­kam haben wir jetzt aus­zu­ba­den!

    • Nach der Leh­re der Kir­che lässt der Hei­li­ge Geist es aber durch­aus auch zu, dass Sei­nem Wir­ken in einem Kon­kla­ve sehr mensch­li­che Wider­stän­de ent­ge­gen­ge­setzt wer­den kön­nen… Es hat in der Kir­chen­ge­schich­te schon immer mal Päp­ste nicht nach dem dem Wil­len Got­tes son­dern nach dem Wil­len der Men­schen gege­ben. Viel­leicht war es sogar die Mehr­heit der bis­he­ri­gen Päp­ste… Ich fürch­te, damit muss man leben, ohne gleich von Glau­ben an die Vor­se­hung Got­tes abzu­fal­len. Ich bin mir sicher: Wir haben zur Zeit genau den Papst, den wir ver­die­nen!

      • Da der lie­be Gott all­mäch­tig und all­wis­send ist, geschieht nichts unter der Son­ne was nicht Sei­nen uner­gründ­li­chen Rat­schlüs­sen ent­spre­chen wür­de.
        Auch die bösen Gei­ster sind nach wie vor Engel, wenn auch gefal­le­ne, die IHM die­nen müs­sen und die ER benutzt um SEINEN HEILIGEN WILLEN zu voll­strecken. Sie haben gro­ßen Anteil dar­an, an unse­rer Hei­li­gung mit­zu­wir­ken. ER allein ver­steht es auf kum­men Zei­len gera­de zu schrei­ben.…

        Die HL. SCHRIFTEN müs­sen sich erfül­len!

      • Dan­ke für die Dif­fe­ren­zie­rung — der Papst ist ein Sün­der, er fällt nicht vom Him­mel und er kann sich wil­lent­lich gegen­über dem Hl. Geist ver­schlie­ßen, eben­so wie alle ande­ren Men­schen, Kon­kla­vi­sten ein­ge­schlos­sen.

      • T. de Ahu­ma­da

        Genau das, was Sie hier her­vor­he­ben, fin­det sich in den GS von Joseph Ratz­in­ger, Bd. 8/1 „Kir­che — Zei­chen unter den Völ­kern“, in den Betrach­tun­gen zum Cha­rak­ter und Wesen der Bischofs­syn­ode.

        Der Hl.Geist wirkt, aber er zwingt nicht!

        Die Sün­de ist des Men­schen allei­ni­ge Tat.

  17. Ein inter­es­san­ter Hin­weis, deren Bot­schafts­ge­halt ich nicht deu­ten kann:
    Die Rück­tritts­er­klä­rung von Papst Bene­dikt stammt vom 11.02.2013, dem 84. Jah­res­tag der Late­r­an­ver­trä­ge, die die Unab­hän­gig­keit des Vati­kans fest­schrie­ben. Ich glau­be jedoch nicht,
    dass es sich bei der ter­min­li­chen Über­ein­stim­mung um einen Zufall han­delt. Bene­dikt hat m.E.
    damit ein Zei­chen set­zen wol­len.

    • Und wel­ches?

      Oder ist nicht irgend­wie fast an jedem Tag ein Gedenk­da­tum an irgend­was? Es gibt gan­ze Bücher dar­über…

      „Unab­hän­gig­keit des Vati­kans“ ist euphe­mi­stisch aus­ge­drückt… der Vati­kan schloss unter der faschi­sti­schen Regie­rung die­se Ver­trä­ge, gewis­ser­ma­ßen das „bit­te­re“ Ende eines Pro­zes­ses, in dem der Kir­che durch die ita­lie­ni­sche Eini­gung fast aller Raum genom­men wor­den war…

  18. Es kann jetzt nie­mand mehr behaup­ten, daß die Wahl des medio­kren, und unfä­hi­gen Moder­ni­sten­knech­tes Ber­go­glio, nicht durch ein dunk­les Kom­plott zustan­de kam. Doch
    Bene­dikt XVI. wuß­te sehr genau, was für üble Machen­schaf­ten schon wäh­rend sei­ner
    Wahl gelau­fen sind, und wer dahin­ter stand. Es war in sei­ner Macht die­se Kräf­te zu
    eli­mi­nie­ren. Er hat es nicht getan. Für mich ist Bene­dikt als Papst nur ein mit tra­di­tio­nel­len Gewän­dern behan­ge­ner Moder­nist gewe­sen. Er hat­te nie vor die Tra­di­ti­on voll und ganz
    zu unter­stüt­zen, sonst wäre das Motu pro­prio „„Summo­rum Pon­ti­fi­ci­um“ viel kla­rer und ein­deu­ti­ger
    zugun­sten der Tra­di­ti­on for­mu­liert wor­den.

    • @Reichsrömer
      Ihr Name scheint ihr Pro­gramm zu sein! Es ist jeden­falls äußerst lieb­los und abschreckend, so von Papst Bene­dikt zu reden!
      Die Tra­di­ti­on ohne Lie­be, wie sie lei­der von vie­len Tra­dio­na­li­sten prak­ti­ziert wird, ist lee­re Fas­sa­de und führt nicht zum Heil. Weil GOTT die LIEBE ist, hat jedes reli­giö­se und lit­ur­gi­sche Tun nur einen Sinn, wenn es zu die­ser grö­ße­ren Lie­be hin­führt. Am Ende zählt nicht das Zere­mo­ni­ell — allein die Lie­be ist der MASSSTAB GOTTES !

      • Den­noch spricht der Reichs­rö­mer etwas Wah­res aus: Bene­dikt hat sich tra­di­tio­nell gege­ben — was Klei­der und Style betrifft. Aber sei­ne Wor­te sind und waren es nicht. Ebe­ne­so wenig sei­ne Hand­lun­gen. Es ist nicht lieb­los, das nüch­tern fest­zu­stel­len, son­dern ver­nünf­tig.

      • @zeitschnur
        Wie ich oben schon sag­te, kommt es nicht dar­auf an, ob die Wor­te von Papst Bene­dikt tra­di­tio­nell (= nur Fas­sa­de!) waren oder nicht, son­dern allein dar­auf, dass bei Bene­dikt Wort und Tat über­ein­stimm­ten und dass er die LIEBE leb­te !
        Wann wird auch der letz­te Tra­dio­na­list ver­ste­hen, dass Tra­di­ti­on allein (= weil man’s halt so macht und nicht anders!) noch lan­ge kei­ne Ein­tritts­kar­te für den Him­mel ist?

      • @ mira

        Erstens bin ich kein Tra­di­tio­na­list, son­dern ein Tra­di­tio­na­li­sten­kri­ti­ker (dafür muss ich mich regel­mä­ßig von einem Tra­di-Shitstorm auf nied­rig­stem Niveau über­schüt­ten las­sen).

        Zwei­tens sehe ich Bene­dikt als einen in sich sehr wohl schlüs­si­gen „Typus“ in der Kir­che an — aber für ihn bedeu­tet die Ästhe­tik v.a. Ästhe­tik. Er steht zu den Insi­gni­en sei­ner Sozia­li­sa­ti­on, ohne sie als Aus­druck einer ewi­gen Wahr­heit zu betrach­ten.
        Ich den­ke, er steht Mar­tin Mose­bach nahe: Man will nicht form­los sein, man will Ästhe­tik, um sich dar­in eini­ger­ma­ßen zu „erden“ und zugleich zu „him­meln“, aber man ver­knüpft mit die­ser Form kei­ne aus­schließ­li­che Wahr­heit.

        So war alles, was Bene­dikt tat: Das MP „Summo­rum pon­ti­fi­cum“ sag­te im prin­zip, dass Rit­su A und Ritus B gleich gut sind und gleich wahr, genau­so war es mit dem „pro mul­tis“. In einem frü­he­ren Buch ver­trat er die Ansicht, dass das „pro mul­tis“ und das „für alle“ sich gegen­sei­tig sogar ergän­zen bzw. not­wen­dig bedin­gen wür­den.

        Tra­dis haben das miss­ver­stan­den und dach­ten. Hur­ra! der Papst „räumt jetzt end­lich auf“.
        In Wahr­heit hat er aber nur den moder­nist­si­che Fun­da­men­ta­lis­mus libe­ra­li­siert und auch das Alte wie­der zuge­las­sen, ohne selbst dafür zu optie­ren.

        Mot­to: Mal sehen, was dar­aus wird.

        Ja, das ist schlüs­sig, aber ist es katho­lisch?

    • Sehr rich­tig. Die Abdan­kung Ratz­in­gers mach­te sei­ne libe­ra­le Gesin­nung end­gül­tig mani­fest. Ratz­in­ger war und ist ein gro­ßer Blen­der. Sie sehen es ja wie nai­ve Kon­ser­va­ti­ve noch immer ihre infan­ti­len Hoff­nun­gen ganz auf ihn set­zen. Ratz­in­ger war immer Libe­ra­ler, frei­lich hat er die Radi­ka­li­sie­rung vie­ler sei­ner Gesin­nungs­freun­de nicht mit­ge­macht. Des­we­gen nann­ten sie ihn „kon­ser­va­tiv“. Er ist einer der schwäch­sten Päp­ste der Neu­zeit. Sein Pon­ti­fi­kat hat der ber­go­glia­ni­schen Smu­ta den Weg berei­tet.

      • Lie­ber @J.G. Rat­kaj,
        Ihre radi­ka­len Ansich­ten über Papst Bene­dikt erschrecken mich aufs Hef­tig­ste, haben Sie doch hier bis­her das Bild eines ver­ständ­nis­vol­len, beson­ne­nen und gerech­ten Kom­men­ta­tors abge­ge­ben. — Wirk­lich sehr trau­rig und scha­de, dass Sie für die­sen hei­lig­mä­ßi­gen Papst kei­ne ande­ren Wor­te fin­den und ihm der­art feind­lich gesinnt sind.
        Papst Bene­dikt hat ALLES ihm Mög­li­che getan, um das Schiff der Kir­che wie­der auf Kurs zu brin­gen. Die „Meu­te­rei auf der Sanc­ti“ hat gezeigt, dass das Schiff längst von feind­li­chen Pira­ten ein­ge­nom­men war, gegen die der ziel­stre­bi­ge Kapi­tän nicht die gering­ste Chan­ce hat­te. Es blieb ihm kei­ne ande­re Wahl, als das Kom­man­do den Pira­ten zu über­las­sen!
        Ganz ehr­lich, wären Sie in der Lage, die­ses hohe Amt auch nur einen ein­zi­gen Tag zu beklei­den?

      • Nein. Es ist Ihre Sicht, OK. Wer Papst Bene­dikt XVI. war und ist, weiss der All­mäch­ti­ger Gott. Ich bete für den Papst Bene­dikt XVI, dank­bar.

      • @mira
        „Meu­te­rei auf der Sanc­ti“, das gefällt mir. Mich erin­nert es eher an „Die Schatz­in­sel“. Das Schiff der Schatz­su­cher hieß His­pa­no­la und passt ja zu den Jesui­ten, der Pra­ten­ka­pi­tän Sil­ver hat einen Papa­gei und Käpt’n Franzl twit­tert ger­ne und Sil­ver hum­pelt was ein Indiz ist da Käpt’n Franzl ger­ne den Namen Jesus bei sei­nen Reden öfters ver­gisst. Ein Pirat heisst auch Isra­el in dem Roman, sogar der Pan­the­is­mus ist bei dem mit Zie­gen­häu­ten beklei­de­ten und ver­wil­der­ten Benn Gun wie­der­zu­fin­den. Auf der Schatz­in­sel ist ein Tele­skop­hü­gel wo wir wie­der bei den Jesui­ten sind, die Schatz­ki­ste haben die Pira­ten aber nicht bekom­men, ein gutes Omen.

      • @Heinrich
        Die von Ihnen auf­ge­zeig­ten Par­al­le­len sind nicht nur wit­zig, son­dern tref­fen direkt ins Schwar­ze. Das Wort „Pira­ten­ka­pi­tän“ für Papst werd‘ ich mir mer­ken, da wir nach Pirat Daneels Outing im Moment ja kei­nen sol­chen mehr haben und schließ­lich bei­de Wör­ter mit „P“ anfan­gen. An das Hap­py End mit dem Schatz glaub‘ ich auch, da der Regis­seur den Film schon im Kasten hat­te, bevor er über­haupt abge­dreht wur­de! Die Pira­ten freu­en sich zu früh — das Schiff lässt sich nicht kapern!.….…die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen.…

    • „Mit tra­di­tio­nel­len Klei­dern behan­ge­ner Moder­nist“? Bene­dikt XVI. war nie mit Etwas behan­gen, er hat die­se Gewän­der getra­gen, in Demut, im Amt des Pap­stes, des Nach­fol­gers Petri, zur Ehre Got­tes. Das ist mei­ne Sicht. Gelobt sei Jesus Chri­stus. Amen.

  19. Hof­fent­lich lesen mög­lichst vie­le Bischö­fe, die an der Syn­ode teil­neh­men wer­den, was der elen­de Daneels da offen­bar von sich gege­ben hat.

    Es begin­nen anschei­nend auch schon die Ver­su­che ‑lt. Mel­dung von Rora­te Cae­li- das Gan­ze unter den Tep­pich zu keh­ren bzw. zu rela­ti­vie­ren. Ver­ständ­lich!

    Daneels hat in sei­ner seni­len Hybris ein biß­chen zu viel geplau­dert!

    Pein­lich vor allem für Ber­go­glio! Herr­lich, wie Daneels sei­ne Krea­tur jetzt selbst ad absur­dum führt!

  20. Dass die Vor­gän­ge um den Rück­tritt Bene­dikts mehr als dubi­os waren, sieht ein Blin­der mit Krück­stock — selbst die Außen­welt sieht das.

    Den­noch ist Vet­tern­wirt­schaft, Intri­ge, Simo­nie, Nepo­tis­mus in der Kir­che abso­lut nichts Neu­es. Man kann sogar sagen: die­ses Unwe­sen kenn­zeich­net die Kir­che seit der kon­stan­ti­ni­schen Wen­de. Immer wie­der muss­te sie in Reform­pro­zes­sen genau die­ses Unwe­sen abwer­fen, bis es wie­der zurück­ge­schwappt kam — in neu­en Gewän­dern.

    Auch Pius XII. soll ja einem rela­tiv unge­hemm­ten Nepo­tis­mus gefrönt haben.

    Glaubt hier jemand im Ernst, dass Kir­chen­für­sten JEDER Cou­leur nicht schon immer hin­ten­her­um Strip­pen gezo­gen haben und ver­sucht haben, ihre „Män­ner“ an die „rich­ti­gen Stel­len“ zu set­zen?

    Mir kommt es eher so vor, als zei­ge die­ses Unwe­sen sei­ne Frat­ze heu­te ohne from­me Lar­ve, etwa so, als wür­de ein böser Geist, der bis­lang immer schön tat, mit einem Mal die Mas­ke abrei­ßen und sagen: Ihr Dep­pen, jetzt seht ihr end­lich, wie ich wirk­lich bin… und auch dann weiß man nicht, ob er es vor­her schon war, des­sen Unwe­sen wirk­te, oder ob er es sich nun anmaßt und Schief­la­gen aus der Zeit davor nur für sei­ne Zwecke aus­nutzt…

    • Es gibt eine neue Dimen­si­on des Bösen in der Kir­che und die hat auch etwas mit dem Ver­such zu tun, die Leh­re der Kir­che hin­sicht­lich Schöp­fungs­ord­nung in ihr Gegen­teil zu ver­keh­ren. Ich glau­be, es ist bis heu­te nicht begrif­fen wor­den, was da wirk­lich mit­ten in der Kir­che vor­geht. Der Skan­dal um durch Prie­ster miss­brauch­te Kin­der — durch­weg Jungs — hat doch die Pfor­te der Höl­le ein Stück weit geöff­net. Kann man sich denn etwas Grau­en­haf­te­res vor­stel­len als sol­chen Miss­brauch durch Hir­ten, die dem See­len­heil der Men­schen die­nen soll­ten? Was heißt das für die Prie­ster­aus­bil­dung, wel­che Rück­schlüs­se muss man da ein­fach mal zie­hen, auch wenn es schmerz­lich ist. Mir hat in den frü­hen 80er Jah­ren ein Theo­lo­gie­stu­dent über ver­hee­ren­de Zustän­de am Prie­ster­se­mi­nar in St. Geor­gen in Frank­furt am Main berich­tet. Prak­ti­zier­te Homo­se­xua­li­tät war da kei­ne Aus­nah­me­erschei­nung son­dern offen­bar die Regel, zumin­dest stell­te es der jun­ge Mann so dar. Damals schien mir das so unglaub­lich, dass ich die Beschrei­bung der Zustän­de nicht glau­ben woll­te. Heu­te weiß ich, dass das eine sehr vor­ei­li­ge Ein­schät­zung mei­ner­seits war.

      Papst Bene­dikt wur­de von einer bestimm­ten Grup­pe, die in der Kir­che nahe­zu eine abso­lu­te Macht gewon­nen hat, zum Rück­tritt mehr oder weni­ger gezwun­gen, indem man ihn immer wei­ter iso­lier­te. Die­ser doch recht fein­sin­ni­ge Mann ist solch wider­li­chen Intri­gen nicht gewach­sen, ob man das nun gut fin­det oder nicht. Man darf hier auch nicht über­se­hen, wel­che Bös­ar­tig­keit da am Werk ist, wenn selbst klei­ne Kin­der kein Tabu sind! Der bis heu­te nur zum Teil auf­ge­deck­te Miss­brauch von zumeist Kin­dern männ­li­chen Geschlechts ist nicht ein­fach nur ein Makel der Kir­che, es ist das in der Kir­che woh­nen­de Grau­en, es ist wie eine noch­ma­li­ge Kreu­zi­gung des Herrn!

      Und nun erklärt Papst Fran­zis­kus medi­al sehr nett insze­niert den Miss­brauch für eine Schan­de der Kir­che und gleich­zei­tig holt er Kar­di­nal Dan­neels zur Fami­li­en­syn­ode, dem man nach­sagt, er kön­ne sich nicht rüh­men, kon­se­quent in Bel­gi­en Miss­brauchs­vor­wür­fen nach­ge­gan­gen zu sein! Zudem steht Dan­neels doch für eine „Moder­ni­sie­rung“ der Kir­che, die gera­de das Sün­den­ver­ständ­nis beweis­bar rela­ti­viert hat, sonst hät­te es doch sol­che Prie­ster, Bischö­fe und Ver­tu­schun­gen bis hin zum Vati­kan gar nicht geben dür­fen. Will Papst Fran­zis­kus nicht sehen, was da in der Kir­che los ist oder ist sei­ne Demuts­ge­ste ein blo­ßes Lip­pen­be­kennt­nis, die, wie so oft seit die­sem Pon­ti­fi­kat, zwar medi­al sich gut ver­kauft, aber dar­um am eigent­li­chen Übel gar nichts ändert.

      Wer bit­te hat denn die Jun­gen in der Kir­che miss­braucht und wel­che Nei­gung war da im Spiel?

      Papst Bene­dikt hat hier noch als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on deut­li­che Wor­te gefun­den.

      Und dann hört man heu­te von Kar­di­nä­len nur von Dis­kri­mi­nie­rung!

      Gab es kei­ne Täter son­dern nur Opfer?

      • Ob das wirk­lich so ist? Oder ent­zau­bert sich nur für uns etwas, das wir vor­her illu­sio­när gese­hen haben?
        Immer­hin wur­de schon im 19. Jh die Ver­kom­men­heit des Kle­rus beklagt — nicht zuletzt in La Salet­te, das immer­hin die Prie­ster als „Kloa­ken“ bezeich­net.

        Das Aus­he­beln der „Schöp­fungs­ord­nung“ gehört zu den Fol­gen des Sün­den­falss — das darf man nicht aus­blen­den. Will saen: die Schöp­fungs­ord­nung ist tief ver­wun­det seit Adam und Eva und hat sich in der Kir­che zwar teil­wei­se erho­len kön­nen, aber eben nur teil­wei­se, denn das Böse hat von Anfang an wei­ter­ge­wirkt — in der Kir­che, nicht außer­halb (!) — und es bis heu­te nicht geschafft, hier Ord­nung und Gerech­tig­keit zu schaf­fen.
        Das fängt damit an, dass man zwar die Sün­de theo­re­tisch benannt hat, auch die restau­ra­ti­on der Frauen­wür­de — zumin­dest theo­re­tisch und auch in man­chen Voll­zü­gen — aber weit­hin hat man ind ersel­ben Kir­che, die hier Hei­lung ver­kün­de­te, die­sel­be auch wie­der erfolg­reich unter­lau­fen, und dies von­sei­ten der Kle­ri­ker.
        Das gan­ze The­ma ist also hoch­kom­plex.
        Es war frü­her nicht alles gut, und man wuss­te ein­fach auch vie­les nicht oder ver­wech­sel­te den unge­rech­ten Sta­tus quo mit der „Schöp­fungs­ord­nung“.
        Zöli­bats­bruch gab es immer, zu man­chen Zei­ten beson­ders ekel­haft, dann besann man sich wie­der etwas mehr. Kin­des­miss­brauch ist eben­falls kei­ne Erfin­dung der Post­mo­der­ne… Und dass es nun eher Kna­ben als Mäd­chen betrifft, ist kein Grund, das Vebre­chen nun „schlim­mer“ zu fin­den. Es war auch schon gegen­über den Mäd­chen eine him­mel­schrei­en­de Sün­de.
        Auch die sexu­el­le ver­stüm­me­lung för­der­ten Kir­chen­für­sten in der Ver­gan­ge­heit — man den­ke nur an die Kastra­ten (wur­de in der Kir­che erst 1904 abge­schafft). Und war­um Kastra­ten? Weil man die Schöp­fungs­ord­nung nicht aner­ken­nen woll­te, in denen es eben die Frau­en sind, denen Gott die hohen Stim­men gege­ben hat. Aus Hass gegen die Frau ver­schnitt man Män­ner, um die Frau zu erset­zen, wo Gott sie eigent­lich hin­ge­stellt hat­te.

        Wenn man erst ein­mal so anfängt wei­ter­zu­gra­ben, ent­deckt man, wie ver­kom­men der Kle­rus auch scon lan­ge zuvor gewe­sen sein konn­te — nicht alle und jeder, aber in Wel­len mal mehr mal weni­ger.

        In einem Punkt aber gebe ich Ihnen recht: dass man die­se Ver­ko­men­heit nun auch lit­ur­gisch und lehr­mä­ßig instal­liert, das gab es so frü­her nicht, — aber das berührt das ver­kom­me­ne Tun nur inso­fern, als es das­sel­be erleich­tert hat, denn es war so oder so da.

      • Geehr­ter @Suarez,

        Vor ein paar Tagen erschien auf der gut infor­mier­ten Web­site http://www.kavlaanderen.blogspot.be ein Arti­kel über die psych­ia­tri­sche Hin­ter­grün­de der Pädo­phi­le­skan­da­len in Bel­gi­en und über die Rol­le von Dan­neels.
        Da fiel der Ter­mi­nus TPS („Thea­tra­li­sche Per­sön­lich­keits­stö­rung“), mit His­trio­nie und nicht sel­ten gewal­ti­ge Fixie­rung auf absto­ßen­des (uns anstoß­ge­ben­des) sexu­el­les Ver­hal­ten.
        Über die­ses Kapi­tel wird in allen Spra­chen geschwie­gen.

        Wo vanG­he­lu­we sitzt bzw. was mit ihm seit 2011 pas­siert ist, weiß man nicht;
        zu Bischof geweiht , kann er nicht „ent­weiht“ wer­den bzw. könn­te er ggf.andere Bischofs­wei­hen durch­füh­ren und jede Men­ge Unfug bege­hen; er ist offen­sicht­lich, weil unein­sich­tig (und gera­de bei der TPS eine sehr hohe Rezi­di­vge­fahr besteht), „gerollt“ wor­den, sprich ent­führt und sicher­ge­stellt.

        Nicht zu unrecht hat Dan­neels hier von „Mafia“ gespro­chen- er wuird es sicher wis­sen.
        Es kommt noch schlim­mer:
        In der Dutroux-affä­re (bel­gi­scher Kri­mi­nel­le der jun­ge Mäd­chen ent­führ­te und teils töte­te, dabei haupt­säch­lich Pädo­krei­se belie­fer­te) wur­den die Hin­ter­grün­de nie auf­ge­deckt; eini­ge Ver­däch­tig­te star­ben, eini­ge Täter wur­den getö­tet.
        Am Ende blieb das Fun­da­men­ta­le total unklar.
        Immer wie­der wur­de jedoch ein Hotel „Crom­well“ in Knok­ke an der bel­gi­schen Küste als Treff­punkt für die­se Krei­se genannt, wo offen­sicht­lich auch hohe bri­ti­sche Poli­ti­ker (von ande­ren Natio­nen will man erst nicht reden) sich tra­fen;
        und wie man hört, kam auch der dama­li­ge Bischof von Brüg­ge (Pro­vinz West­flan­dern, wozu Knok­ke gehört) vanG­he­lu­we regel­mä­ßig in dem Hotel Crom­well vor­bei.
        vanG­he­lu­we hat­te da pasto­ral und vom Amts­we­gen nichts ver­lo­ren.
        Auwei.

        Die kirch­li­che Hier­ar­chie wur­de ab den 70er Jah­ren teil­wei­se mas­sivst durch Sexu­al­ma­niak­ken durch­setzt mit Bil­dung von Netz­wer­ken und auch mit Fei­ern von dämo­ni­scher Aus­prä­gung.
        Es gibt eini­ge seriö­se alte Prie­ster die dadurch see­lisch total geknackt sind und sich ster­ben lie­ßen.
        Das letz­te Wort ist da noch nicht gespro­chen.

      • Lie­be Zeit­schnur.

        Die Kir­che ist eine Kir­che der Sün­der. Das war sie auch schon vor der kon­stan­ti­ni­schen Wen­de, denn die Aus­ein­an­der­set­zung dar­über war ja davor.
        Der Mensch ist so. Und des­halb gibt es die Hier­ar­chie, daß sie gegen die immer vor­kom­men­den Ver­bre­chen ein­schrei­tet.
        Daß die Hier­ar­chie hier­in in unse­rer Zeit ver­sagt hat, ist die Fol­ge der Barm­her­zig­keits­du­se­lei nach dem II. Vati­ca­num. So hat es sogar der ent­spre­chen­de Bericht des iri­schen Par­la­ments her­vor­ge­ho­ben.

        Auch die Kir­che muß in der Welt arbei­ten. Sonst geht sie unter. Und auch das muß man, wie alles Mensch­li­che, ver­ste­hen. Das mit den Kastra­ten war auch wohl nicht dem „Haß auf Frau­en“ geschul­det, son­dern der glei­chen Vor­sicht, aus der her­aus man auf den Segel­schif­fen kei­ne Frau­en an Bord hat­te.

      • Geehr­ter @Suarez,

        Als papa­bi­le bei der Kon­kla­ve 2013 wur­de Ber­go­glio damals kurz vor sei­ner Wahl nach den Pädo­fi­lies­kan­da­len befragt, wor­auf er ant­wor­te­te „…daß, wie man hör­te, dies in eini­gen Bis­tü­mern ein Pro­blem schien gewe­sen zu sein… aber daß er per­sön­lich davon nichts wuß­te…“

        Bei der Kon­kla­ve 2005 spiel­te die Pädo­phi­lie in der Kir­che eine gewal­ti­ge Rol­le, und wohl in der dama­li­gen Kon­fron­ta­ti­on von Dan­neels (der sog. „Johan­nes XXIV“ nach sei­nen unvor­sich­ti­gen Aus­sa­gen bei sei­ner Abrei­se aus Mecheln) gegen Joseph Card. Ratz­in­ger.
        Den Kar­di­nä­len wur­de übri­gens vor der Kon­kla­ve eine Doku­men­ta­ti­ons­map­pe mit ein­schlä­gi­gen Abbil­dun­gen aus dem von Dan­neels ver­tei­dig­tem Reli­gi­ons­buch Roeach3 aus­ge­hän­digt.
        (Die Abbil­dun­gen sind im Inter­net minus­kül u.a. unter dem Goog­le-stich­wort „Jef Bulckens“ zu sehen).
        2005 rei­ste Dan­neels äusserst böse sofort nach der Papst­wahl v. Bene­dikt XVI ab, und nahm als Affront nicht ein­mal an der an die Kar­di­nä­le ange­bo­te­ne Fest­mahl­zeit teil.

        2013 nach der Wahl stand Dan­neels nebst Fran­zis­kus auf der Log­gia.
        2014 wur­de Dan­neels als per­sön­li­che Gast von Fra­nis­cus auf die erste Syn­ode für die Fami­lie ein­ge­la­den.
        2015 wur­de Dan­neels als per­sön­li­che Gast von Fra­nis­cus auf die zwei­te Syn­ode für die Fami­lie ein­ge­la­den.

        Hier ist von Nicht­wis­sen kei­ne Spra­che, auch nicht von Nicht­wis­sen­wol­len.
        Die Wor­te Unse­res Herrn Jesus‘ Chri­sti sind von allen gekannt;
        und hier wird mit Absicht und öffent­lich demon­striert, was man davon und von den treu­en Gläu­bi­gen hält.
        Im Übri­gen lie­fen par­al­lel mit den Schand­ta­ten in Bel­gi­en auch in Argen­ti­ni­en ähn­li­che Sachen ab (z.B. „Sana me con ti boca. El arte de besar“ 1995 Lumen, Bue­nos Aires, v. Fer­nan­dez; und an der ande­ren Sei­te des Rio de la Pla­ta, in Mon­te­vi­deo (Uru­gu­ay) die Est­bat­te­men­ten von Mario Bat­ti­sta Ric­ca (jetzt im domus San­ta Mar­ta gelan­det).
        Spielt alles kei­ne Rol­le.

        Es ist doch alles seit Lan­gem gut und breit bekannt;
        aber Mut war nie die her­vor­ra­gen­de Tugend von Leu­ten an der Spit­ze.

      • @Wolfgang Franz
        Im Vati­kan war Kastra­ti­on eher im künst­le­ri­chen Bereich der Musik ein­zu­ord­nen und nicht wie im heid­ni­schen Elagabal-Kult der lei­der in den ersten 2 Jhd.n.Chr. in Rom auf­flacker­te, wo Kastra­ten neben Homo­se­xu­el­len, Trans­ve­sti­ten und Tem­pel­pro­sti­tu­ti­on gefor­dert war. War­um kastriert man eigent­lich nicht jeden Prie­ster, wenn man sowas dul­de­te bzw. von ande­ren ein­for­der­te? Eine pro­vo­kan­te und fik­ti­ve Fra­ge, doch eigent­lich wäre es ja eine „zöl­li­ba­tä­re Garan­tie“ und ein Tot­schlag­ar­gu­ment um eine Infil­tra­ti­on Homo­se­xu­el­ler im Vati­kan zu ver­mei­den. So schnell wie die homo­se­xu­el­len Prie­ster tür­men wür­den könn­te man gar nicht schau­en. Auf die Idee kam man nicht, aber um der lie­ben Kunst wil­len um sich am Gesang zu erfreu­en war es dann wohl doch genehm genug. Sehr suspekt ist das mit dem Kastra­ten­tum im Vati­kan.

      • @ Wolf­gang Franz

        Ich gebe Ihnen inso­fern recht, als die Kir­che eine Kir­che der Sün­der ist. Aber Sie haben nicht recht damit, dass die Auf­ga­be des Kle­rus wäre, hier den mora­li­schen Wäch­ter zu spie­len.

        Auf­ga­be des Kle­rus ist, die Über­lie­fe­rung leben­dig wei­ter­zu­ge­ben und die Sakra­men­te zu spen­den.

        Ganz und gar nicht recht geben kann ich Ihnen bei Ihrer Mei­nung, der Ver­fall der Moral hät­te erst mit dem Vat. II ange­fan­gen. Das ist ein­fach histo­risch ganz falsch. Viel­mehr hat sich der Kle­rus in man­chen Pha­sen mehr Hure­rei erlaubt als das gemei­ne Volk — ver­zei­hung, aber das sind ein­fach Fak­ten. Das ist nichts Neu­es.

        Und da stellt sich schon die Fra­ge, wie sol­che, die selbst ver­kom­men leben, noch in rech­ter Wei­se die Über­lie­fe­rung wei­ter­ge­ben kön­nen.
        Sie mögen die Sakra­men­te spen­den kön­nen, aber man kann mit ihnen kei­ner­lei wei­te­re Gemein­schaft haben und schon gar nicht nach ihrem Vor­bild leben.

        Der Aus­bruch des Vat. II war auch (aber nicht nur!) eine Ant­wort auf die katho­li­sche Dop­pel­mo­ral. Immer­hin waren es im 19. Jh v.a. auch die Reak­tio­nä­re, die, die so ganz beson­ders fromm taten, die teil­wei­se ein säui­sches Leben leb­ten, mit Mätres­sen, stän­di­gem Ehe­bruch und mas­ku­li­nem Zynis­mus. Selt­sa­mer­wei­se hat dar­an auch schon damals kei­ner der Päp­ste Anstoß genom­men — so lan­ge sei­ne Posi­ti­on gestärkt wur­de, schluck­te der Vati­kan offen­bar jede mora­li­sche Saue­rei.

        Es tut mir leid — ich bin selbst viel zu lan­ge sol­chen nai­ven Vor­stel­lun­gen erle­gen, aber wenn man mit wachem Blick die Geschichts­zeug­nis­se ansieht, ergibt sich kein rosi­ges Bild, ja: nicht mal ein akzep­ta­bles.
        Und daher ist es fol­ge­rich­tig und nach­voll­zieh­bar, dass in La Salet­te der Kle­rus als „Kloa­ken“ beti­telt wur­de (!) und ein „Wehe“ über der Macht­be­ses­sen­heit der Bischö­fe aus­ge­ru­fen wur­de (und das betraf ganz beson­ders die Reak­tio­nä­re!).

        Ich fürch­te, das Kli­schee, das in den Köp­fen der Tra­dis wabert, ist ein fal­sches Schwarz­weiß­bild, das sie unfä­hig macht, die Rea­li­tät gestern und heu­te zu ver­ste­hen. Sie ant­wor­ten mit Wahn auf Wirk­lich­keit.

        Ins­ge­samt erin­nert mich die­se typi­sche Tra­di-Geschichts­deu­tung an die hoch­ideo­lo­gi­sche mar­xi­sti­sche Geschichts­schrei­bung, die aus jedem histo­ri­schen Kon­flikt, un sei er 1000 Jah­re her, eine Klas­sen­kampf­si­tua­ti­on rekon­stru­iert hat. Dabei wur­de sehr viel schön- und sehr viel schlecht­ge­re­det. Aber die Quel­len woll­te man nicht in ihrer Gesamt­heit aner­ken­nen.

      • @ Sua­rez

        Ja, es ist schreck­lich und wenn man sich noch dazu ver­ge­gen­wär­tigt, was es für die spi­ri­tu­el­le Dimen­si­on bedeu­tet, da die immer noch vor­han­de­ne Gna­den­ver­mitt­lung von die­sen Kar­di­nä­len, Bischö­fen und Prie­stern nach unten erfolgt, so ver­ste­hen wir da, was wir jetzt haben.

        Es scheint, dass die Befür­wor­tung der Homo­se­xua­li­tät, wel­che eigent­lich nur auf­grund der eige­nen Homo­se­xua­li­tät vor­han­den sein kann, das Aus­wahl­kri­te­ri­um für einen Bischof ist. Schau­en wir uns doch die neu­esten Aus­sa­gen von Koch, Woel­ki, Bode etc. an.

        Da Sie alle in den 1980-gern und Anfang der 1990-gern wohl stu­diert haben und wohl von den Jesui­ten, wo sich der­glei­chen wirk­lich stark tum­melt, beein­flußt wor­den sind, so ist wirk­lich zwei und zwei zusam­men­zu­zäh­len.

        1. In der Semi­na­ri­sten­zeit „Infi­ziert“.
        2. Per­ma­nen­tes Dop­pel­le­ben und Erpress­bar­keit.
        3. Lob­by-Bil­dung und gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung
        4. Kirch­li­che Kar­rie­re
        5. Teil­nah­me an der Bischof­syn­ode 2015.

        Ja, ja, der Teu­fel hegt auch lang­fri­sti­ge Plä­ne. Er hat aber nicht das letz­te Wort.
        Die ver­hält­nis­smä­ßi­ge Jugend eines Bischofs spricht nicht unbe­dingt für ihn. Er ist unsi­cher, will den Älte­ren impo­nie­ren, zu ihnen gehö­ren oder sie bekämp­fen, was sel­ten ist. Er ist auf die­sem Posten uner­fah­ren und von sei­nen Bera­tern abhän­gig. Wenn er noch erpress­bar ist, so kann man ihn zu allem zwin­gen. Ist ja nicht das erste Mal, dass so etwas pas­siert.

        Hier ein angeb­li­ches Zeug­nis von kard. Döpf­ner. http://www.herzmariens.ch/Eucharist/Handkomm/doepfner.htm

        Es kann echt sein und falls nicht, so hat der Ver­fas­ser ein über­zeu­gen­des Psy­cho­gramm gezeich­net, denn es hät­te durch­aus so sein kön­nen.

      • @Zeitschnur:
        Sie haben mich bzgl. der Hier­ar­chie falsch ver­stan­den. Ich mein­te das Wäch­ter­amt der Hier­ar­chie gegen­über dem Kle­rus. Nichts ande­res.
        Trieb der Welt­kle­rus mehr Hure­rei als die Lai­en, so war das unter­schied­li­chen öko­no­mi­schen Situa­tio­nen geschul­det. Ein rei­cher Prä­lat fin­det leich­ter eine Gelieb­te als ein armer Bau­er. Sehr nett die Aus­füh­run­gen des Cae­sa­ri­us von Heister­bach dazu.
        Als Vater eines Soh­nes sehe ich aber einen fun­da­men­ta­len Unter­schied zwi­schen einer Gelieb­ten und dem Miß­brauch klei­ner Jungs. Das eine ist inner­halb der Natur, das ande­re in schlimm­stem Gegen­satz zu ihr. Ein Huren­skan­dal hät­te nicht die US-Kir­che fast und die iri­sche gründ­lich zer­stört.
        Bit­te unter­stel­len Sie mir kein „nai­ves Geschichts­bild“. Sie wol­len selbst (zurecht) nicht ange­pö­belt wer­den, dann tun Sie es bit­te selbst auch nicht.

      • @ Wolf­gang Franz

        Ich habe vor allem mir selbst in der Ver­gan­gen­heit ein nai­ves Kir­chen­ge­schichts­bild beschei­nigt… und dann auch nicht Ihnen per­sön­lich, son­dern einer gewis­sen „typi­schen“ Tra­di-Les­art… die sich in der Kir­che „frü­her, vor dem Kon­zil“ irgend­wie hei­le Zustän­de vor­stellt, v.a. im 19. Jh. Aber gera­de das 19. Jh ist von Cha­os ganz eige­ner Art gezeich­net.

        Sie haben zwar recht damit, dass man huren­de Kar­di­nä­le leich­ter hin­nimmt, wenn sie erwach­se­ne Frau­en „lie­ben“.

        Unklar ist jedoch auch in der For­schung, ob es eine pädo­phi­le Pra­xis auch im Mit­tel­al­ter gege­ben haben mag — das lässt sich schwer beur­tei­len, zumal das Mit­tel­al­ter noch kei­ne „Kind­heit“ kennt und sei­ne Kin­der in einem Alter ver­hei­ra­te­te, bei dem uns schwind­lig wird. Für uns sind das Min­der­jäh­ri­ge. Mäd­chen durf­ten mit 12 ver­hei­ra­tet wer­den — das ist schon Wahn­sinn. Ich wäre da bio­lo­gisch noch gar nicht reif gewe­sen… und nicht nur ich…

    • Fr. Zeit­schnur, offen­bar sind Sie jetzt auch noch einem Ver­schwö­rungs­trüpp­chen bei­getre­ten. Wie­so wird Bene­dikt nicht geglaubt, wenn er sel­ber SAGT, dass er nicht nur frei­wil­lig, son­dern sogar noch auf gött­li­ches Geheiß zurück­ge­tre­ten ist? „Gott hat es mir gesagt.“ http://www.welt.de/politik/ausland/article119248451/Benedikt-XVI-Gott-hat-es-mir-gesagt.html

      Und ja, ich glau­be (auch) nicht, dass Pius XII. Nepo­tis­mus betrie­ben hat, wie Sie ihn beschrei­ben, sonst hät­te er nicht 1953 das letz­te Kon­si­sto­ri­um mit der Ernen­nung von Kar­di­nä­len abge­hal­ten. Das 1958-er Kon­kla­ve zähl­te daher nur 51 Teil­neh­mer! http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bpacelli.html

      Dafür ist das, was Sua­rez bezgl. Kar­di­nal Dan­neels resp. des­sen Appoint­ment ad per­so­nam zur „Fami­li­en­syn­ode“ her­aus­streicht, tat­säch­lich eine ein­zi­ge Schan­de, die die MSM kei­nem Papst außer Fran­zis­kus nach­ge­se­hen hät­ten. Was für eine absto­ßen­de Über­ein­stim­mung zugun­sten des­sen Agen­da.

      • Ver­ste­he nicht, wor­auf Sie sich bezie­hen? Wel­ches Ver­schwö­rungs­trüpp­chen? Haben Sie mien Posting nicht gele­sen?!
        Ich habe gar nichts gesagt zu den Hin­ter­grün­den von Bene­dikts Rück­tritt, was mei­nen Sie also?! Ich habe genau genom­men zu sei­nem Rück­tritt über­haupt nichts gesagt…

        Was Pius XII. betrifft, sau­ge ich mir das ja nicht aus den Fin­gern:

        „Im 20. Jahr­hun­dert ver­schaff­te Papst Pius XII. außer­halb des Kir­chen­rechts sei­nen bür­ger­li­chen Nef­fen Giu­lio, Car­lo und Marcan­to­nio Für­sten­ti­tel (Princi­pi Pacel­li) und hohe Posten in der ita­lie­ni­schen Poli­tik- und Finanz­welt.“

        Das fin­den Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nepotismus_am_Heiligen_Stuhl

        Ist aber auch sonst viel­fach bezeugt, zumal der Sach­ver­halt ja objek­tiv vor­liegt und kei­ne Medi­en­er­fin­dung ist, son­dern „har­tes Fak­tum“ ist…

        Ist also kei­ne „Glau­bens­sa­che“, lie­ber Car­lo, son­dern eine Fra­ge der Akzep­tanz und Wahr­neh­mung unum­stöß­li­cher Fak­ten…

      • Das als zeit­ge­nös­si­scher Arti­kel blät­tert die Machen­schaf­ten Pius XII. noch mal etwas wei­ter auf: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑42624170.html

        Es ist im übri­gen auch gleich, das nun ein­ge­hend zu zer­rei­ben. Fest­steht, dass in der Kir­che fast von Anfang an Vet­tern­wirt­schaft, Ämter­kauf und Amts- und macht­miss­brauch immer­hin so häu­fig vor­ka­men, dass es des­we­gen immer wie­der mas­si­ve Gegen­be­we­gun­gen und Reform­ver­lan­gen geben muss­te…

      • „Dass die Vor­gän­ge um den Rück­tritt Bene­dikts mehr als dubi­os waren, sieht ein Blin­der mit Krück­stock – selbst die Außen­welt sieht das.“

        Da war nichts dubi­os. Ein Papst (nicht nur er, aber erst recht), der Jesus Chri­stus unver­kürzt ver­kün­det, steht nun mal Sturm. Dies gilt es zugun­sten des Him­mels aus­zu­hal­ten, wofür ande­re sogar bis zum Mar­ty­ri­um gegan­gen sind, statt sich rege­mä­ßi­ge Emp­fän­ge, gelehr­te Lesun­gen, Kon­zer­te und Kom­mis­sar R. zu gön­nen!

        Ihre Bei­spie­le zu Pius XII. hau­en ins Lee­re, schließ­lich waren dies Posten außer­halb sei­nes Ein­fluss­be­reichs! Und mit dem alten Kram müs­sen Sie jetzt nicht nach­träg­lich daher­kom­men, es ging um Pius XII.

      • Geschätz­te Fr. Zeit­schnur,

        Man kann da schon etwas dif­fe­ren­zie­ren. Nepo­tis­mus ist per se nichts böses. Über­haupt kommt es dar­auf an aus wel­cher kul­te­rel­len Per­spek­ti­ve (Süd- opder Nord­eu­ro­pä­er und in wel­chem Zeit­ho­ri­zont) man ihn beur­teilt. Der gro­ße Barock­papst Alex­an­der VII. Chi­gi woll­te z.b. sei­ne Nef­fen und ande­re Ver­wand­ten ursprüng­lich nicht in Rom haben weil er sich von sei­nem Vor­gän­ger Inno­zenz X. dies­be­züg­lich unter­schei­den woll­te. Das hat aber gro­ßes Unver­ständ­nis bei den Römern aus­ge­löst, man warf ihm vor er zei­ge kei­ne pia­tas gegen­über sei­ner eige­nen Fami­lie, sodaß er schließ­lich sei­ne Fami­lia­ren doch zu kom­men erlaub­te und eini­ge auch in Ämter ein­setz­te. Man darf auch nicht über­se­hen, daß ein Papst Ver­trau­ens­per­so­nen haben muß um regie­ren zu kön­nen. Und die mei­sten Nepo­ten zumin­dest im spä­ten 16Jh und im 17.h‑18Jh haben ihre päpst­li­chen Ohei­me bei der Regie­rung der Kir­che mehr oder weni­ger doch recht recht gut unter­stützt (über­haupt weil in einem vor­mo­der­nen Staats­we­sen man sich auf Kli­en­tel­sy­ste­me stüt­zen muß­te um über­haupt gestal­ten zu kön­nen). Der Frei­bur­ger Kuri­en- und Papst­hi­sto­ri­ker Prof. emer. Wolf­gang Rein­hard hat dies in meh­re­ren Wer­ken (beson­ders zum Paps­tum von Paul V. Borghe­se aber auch zu ande­ren Päp­sten) sehr gut und anschau­lich erklärt.
        Das was Sie da über Pius XII. anfüh­ren stimmt natür­lich. Ich weiß aber, daß in der dama­li­gen ita­lie­ni­schen und römi­schen Gesell­schaft nur die wenig­sten das als anstö­ßig emp­fun­den haben. Heu­te denkt man dar­über frei­lich anders,. aber damals war das wirk­lich kei­ne gro­ße Geschich­te. Man muß schon etwas den men­ta­li­täts­ge­schicht­li­chen Kon­text beach­ten.
        Inten­ti­on Ihres Kom­men­tars ist aber wohl, daß Sie auf­zei­gen wol­len, daß jeder Papst sei­ne Leu­te (heu­te halt nicht mehr Ver­wand­te son­dern eben Gesin­nungs­freun­de) posi­tio­niert und mit Ämtern aus­stat­tet. Das tut auch Ber­go­glio. Abstrakt betrach­tet ist dies natür­lich sein gutes Recht.

      • Wer­te Frau Zeit­schnur, hät­ten Sie die Güte, uns für­der­hin mit auf die Schnel­le ergoo­gel­ten Weis­hei­ten aus ten­den­zö­sen und/oder unse­riö­sen Quel­len wie SPIEGEL und wiki­pe­dia zu ver­scho­nen!? Dan­ke ver­bind­lichst!!

      • @ Car­lo

        Die Umstän­de waren sehr wohl dubi­os. Zuvor der Vati­leaks-Skan­dal, ein Jahr zuvor die­se omi­nö­se Mord­dro­hung gegen Bene­dikt. Dann der Homoskan­dal in der Kir­che, die­ses Dos­sier, das drei alte Kar­di­nä­le erstel­len soll­ten — wo ist es?, auch die „Welt“ sah da durch­aus einen Zusam­men­hang, wenig­stens der Art „Der arme alte Mann kann nicht mehr“ oder dergl.

        Der „alte Kram“ soll­te nur zei­gen, dass Vet­tern­wirt­schaft und Seil­schaf­ten gewis­ser­ma­ßen „nor­mal“ sind — auch in der Kir­che. Man kann nicht etwas bekla­gen, was heu­te läuft und dabei aus­blen­den, dass es frü­her nicht bes­ser war.

        Pius XII. hat sei­ne Nef­fen in hohe Ämter chauf­fiert — Ämter im Vati­kan. Sor­ry, aber das ist nicht ohne und kam auch nicht gut an damals…

      • @ J.G. Rat­kaj

        Ihr Argu­ment wäre ein Bei­spiel für katho­li­sche Dop­pel­mo­ral. Für uns gilt: Kein Anse­hen der Per­son!
        Alles ande­re ist unwür­dig.

        Ihr Argu­ment erin­nert an die­se selt­sa­me Rich­te­rin, die ange­sichts eines tür­ki­schen Ehren­mor­des an einer jun­gen Frau mil­dern­de Umstän­de geben woll­te, weil in der ande­ren Kul­tur die Ehre halt so wich­tig sein, das Ermor­den der eige­nen Ver­wand­ten erlaubt und so wei­ter.

        Gel­ten in der Kir­che die Gebo­te nicht für alle?

        Und war­um gab es immer wie­der star­ke Bewe­gun­gen in der Kir­che gegen Simo­nie und Nepo­tis­mus?!?!

      • @ hicest­ho­die

        Will­kom­men zurück — Sie haben sich nicht gän­dert. Ich habe nichts „ergoo­gelt“, son­dern Links gesucht für die Leser.
        Wie wärs für Sie aber mit einem Benimm­kurs?

      • @Zeitschnur:
        Das Ver­ständ­nis für die beson­de­re Situa­ti­on einer ande­ren Zeit und Kul­tur in die­ser Zeit und Kul­tur ist etwas ganz ande­res als Ver­bre­chen einer frem­den Kul­tur in unse­rer juri­stisch weni­ger zu ahn­den. Das passt nicht zusam­men.

        Die Bewe­gun­gen gegen Simo­nie haben sich nicht im glei­chen Maße gegen Nepo­tis­mus gewandt. Einen Ver­wand­ten zu för­dern, der grund­sätz­lich geeig­net für den Job ist, ist nicht dem Ver­kauf von Ämtern zu ver­glei­chen.

        Mir scheint, bei aller lang­sam wach­sen­den Freund­schaft :), daß Sie etwas an der Con­di­tio Huma­na lei­den. Der Mensch ist zur Sün­de geneigt und Män­ner sind meist nicht vom Kopf gesteu­ert. Das ist so und wird sich auch so schnell nicht ändern. Weder die Tau­fe noch die Wei­he macht einen Men­schen bes­ser. Chri­sten im all­ge­mei­nen und Prie­ster im beson­de­ren sind nicht bes­ser als ande­re Men­schen.

        Staat­li­cher­seits ist es die Gesell­schaft, die geän­dert wird. Im Hoch­mit­tel­al­ter hat­ten Got­tes­frie­dens­be­we­gung und die Kul­ti­vie­rung der Krie­ger­schaft vom Gefolg­schafts­krie­ger zum christ­li­chen Rit­ter erheb­li­che Aus­wir­kung. Hospi­tal­or­den und Stif­tun­gen gab es in der Anti­ke eben nicht. Aber auch der, wel­cher einem Spi­tal spen­de­te, tat es letzt­lich aus Eigen­nutz.

      • Geschätz­te Fr. Zeit­schnur,

        Nun, ich wür­de Ihnen trotz­dem die Schrif­ten von Prof. Rein­hard und sei­ner Schü­ler betreffs dem Nepo­tis­mus am römi­schen Hof emp­feh­len.

      • @ Wolf­gang Franz et J.R. Rat­kaj

        Was Sie schrei­ben, ist natür­lich sehr ernüch­ternd und ent­larvt christ­li­che Näch­sten­lie­be als Berech­nung… Ist das wirk­lich so? Immer, mei­ne ich? oder rech­nen Sie ein­fach mit der mensch­li­chen Bos­heit auch bei Chri­sten? Immer­hin lehr­te der hl. Pau­lus da etwa ande­res — die rech­te Hand sol­le nicht wis­sen, was die Lin­ke tut… und wie ist das mit dem „fröh­li­chen Geber“, den „Gott liebt“?

        Aller­dings bin ich immer noch nicht über­zeugt von dem, was Sie schrei­ben.
        Zum Bei­spiel hat sich ja Pius X. stand­haft gewei­gert — also eine oder sogar zwei Genera­ti­on VOR Pius XII, sei­ner Fami­lie auch nur die gering­sten Vor­tei­le zu ver­schaf­fen, obwohl sie es drin­gend nötig gehabt wäre — vom öko­no­mi­schen Stand­punkt aus betrach­tet: sei­ne Mut­ter war eine arme Wit­we…

        Sooooo „nor­mal“ scheint Vet­tern­wirt­schaft also doch nicht gewe­sen zu sein, war­um sonst soll­te ein Papst, noch dazu ein ita­lie­ni­scher (das sage ich im Hin­blick auf @ Rat­ka­js „Roma­nità‑Stand­punkt!), hier an die­sem Punkt kei­ner­lei Schat­ten auf sich fal­len sehen wol­len?

  21. Ja, Papst Bene­dikt hat­te von Anfang an wer­ter @Suarez, auch schon als Kar­di­nal, was den Miß­brauch von Jugend­li­chen angeht, auf scho­nungs­lo­se Offen­le­gung gedrängt und sei­nes dazu getan. Seit „Papst“ Ber­go­glio regiert, ist das aber kein The­ma mehr. Wenn man den Miß­brauchs­be­auf­trag­ten der DBK, Herrn Bischof Acker­mann, hört wie er dem sexu­el­len lais­sez-fai­re das Wort redet, dann erkennt man schnell, daß die­ser Mann ent­we­der nichts begrif­fen hat oder gar absicht­lich so redet.

    Ich möch­te an die­ser Stel­le auch Papst Bene­dikt aus­drück­lich gegen die Miß­lie­bi­gen und Falsch­in­ter­pre­ten @zeitschnur und @Reichsrömer in Schutz neh­men. Denn sie wis­sen nicht, was sie sagen…

    • …doch, @ Fran­zel, ich zumin­dest weiß sogar sehr genau, was ich sage, weil ich es in Bene­dikts Büchern gele­sen habe.

      Viel­leicht soll­ten Sie das noch nach­ho­len — die Lek­tü­re mei­ne ich…

      • Ja @zeitschnur: vie­le Bücher von Papst Bene­dikt wie von Kar­di­nal Ratz­in­ger habe ich gele­sen und lese gera­de wie­der das 1. Jesus-Buch.
        Ich wür­de aus mei­ner sicher­lich nied­ri­gen War­te- und den­noch- sagen, daß kaum ein Theo­lo­ge es so ver­steht und ver­stand wie Joseph Ratz­in­ger, die Gei­ster zu unter­schei­den. Obgleich er ja so bele­sen ist, was auch eine Gefahr dar­stellt für den Lesen­den, hat er den Durch- und Über­blick.

        Auch allein sei­ne Anspra­chen und Reden in Deutsch­land (Ber­lin, Erfurt, Frei­burg, Regens­burg usw.) bei sei­nen 3 Besu­chen, sind ein­fach histo­risch zu nen­nen, von blei­ben­dem gro­ßen Wert.

      • Sehr rich­tig. Die Publi­ka­tio­nen Ben­de­dikts offen­ba­ren sei­ne gan­ze ambi­va­len­te Hal­tung zur Tra­di­ti­on. Trotz­al­lem müs­sen wir ihm dank­bar
        sein für Summo­rum Pon­ti­fi­ci­um, auch wenn das Motu pro­prio unzu­rei­chend
        ist.

      • @ Reichs­rö­mer: Pon­ti­fex ist ein rei­ner Kon­so­nan­ten­stamm und bil­det des­we­gen kei­nen Gene­tiv auf ‑ium, son­dern um. Es muss hei­ßen „pon­ti­fi­cum“.

      • @ambrosios,
        Es freut mich sehr daß Sie hier so auf­merk­sam mit­le­sen.
        Die­se Infor­ma­ti­ons­si­te ist äusserst lehr­reich.
        Um Joseph Card. Ratz­in­ger zu zitie­ren bei sei­nem Besuch an die Abtei Font­gom­bault bei der zwei­ten Lit­ur­gi­schen Kon­fe­renz dort in 2001:
        „Hier schlägt wirk­lich das Herz der Kir­che!“.

      • Hoch­ge­ehr­ter Adri­en Antoi­ne,

        der von Ihnen ange­spro­che­ne @Ambrosios geruht Ihnen ja nun auf kath.net eben­falls „sedis­va­kan­ti­sti­sche Umtrie­be“ zu unter­stel­len!

        Und da die­ser @Ambrosios nicht weiß, dass man in der Schweiz aus Kan­to­nal­kir­che aus­tre­ten kann, aber den­noch Glied der katho­li­schen Kir­che bleibt, wirft er unbe­fan­gen dem ver­ehr­ten @Kostadinov vor, sich exkom­mu­ni­ziert zu haben. Ich zitie­re aus­nahms­wei­se für Ambro­si­os mal Wiki­pe­dia: „In der Schweiz kann man auch aus der betref­fen­den Lan­des­kir­che (Kan­to­nal­kir­che) aus­tre­ten, aber trotz­dem Mit­glied der Kir­che blei­ben, wie das Bun­des­ge­richt fest­ge­stellt hat.“

        Da Frau Lor­le­berg um Serio­si­tät auf kath.net bemüht ist, schal­tet sie die­sen Unfug unbe­denk­lich frei.

        Inter­es­sant ist auch, wie hier alles von den Block­war­ten auf kath.net mit­ge­le­sen wird!

        Selbst die durch und durch lie­bens­wür­di­ge Mari­en­zweig wur­de mit einer her­ab­set­zen­den Invek­ti­ve bedacht,

        Da schriebt eine @Seramis heu­te zu unse­rem stets reg­sa­men @Adson_von_Melk: „Ich habe die­se Sei­te, um die es ging, näm­lich auch ein­mal auf­ge­ru­fen und kurz eini­ge Pas­sa­gen gele­sen, dar­un­ter drei Leser­kom­men­ta­re. Die Tex­te waren unauf­fäl­lig, aber die Nick­na­mes bemer­kens­wert: Sua­rez, Mari­en­zweig und Kosta­di­nov.

        Mari­en­zweig hat sich also des Kapi­tal­ver­bre­chens schul­dig gemacht, mit @Suarez und @Kostadinov zusam­men auf einem Forum gese­hen wor­den zu sein! So etwas geht natür­lich unter Katho­li­ken gar nicht!

        Irgend­wie kommt mir das wie eine Neu­auf­la­ge sta­li­ni­sti­scher Über­wa­chungs­ideo­lo­gie vor.

        Besag­ter @Ambrosios hat dann auch noch ein höchst zwie­späl­ti­ges, um nicht zu sagen, vor­sätz­lich distan­zier­tes Ver­hält­nis zur Wahr­heit, wenn er heu­te auf kath.net schreibt: „@ Sua­rez wird wohl nicht mehr ant­wor­ten, wie man aus sei­nen postings anders­wo sehen kann. Sei­nen Sedis­va­kan­tis­mus lobt dort aus­drück­lich „Egon“.

        Mit Egon meint er @e.g.o.38 , der sich noch red­lich auf kath.net abmüht, der Rea­li­tät der neu­en kas­per­schen Barm­her­zig­keit etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Man möge mich kor­ri­gie­ren, aber einen Egon habe ich hier noch nicht bemerkt, schon gar nicht, der mei­nen angeb­li­chen „Sedis­va­kan­tis­mus“ lob­te.

        Im übri­gen, das Buch von Kar­di­nal Sarah „Gott oder nichts“ ist gut, ich lese es gera­de. Ja, der­zeit voll­zieht sich eine „Rebel­li­on gegen Gott“, wie Kuri­en­kar­di­nal Sarah es sehr prä­zi­se auf den Punkt bringt!

        In die­ser danneelschen/lehmannschen/kapserschen Kir­che trü­ge­ri­scher „Barm­her­zig­keit“ will man Gott aus­sper­ren und das den Gläu­bi­gen dann auch noch als katho­li­sche Pflicht aus­ge­ben.

      • Aller­wer­te­ster Sua­rez,

        ich erwar­te eine Ent­schul­di­gung dafür, dass Sie mir „ein höchst zwie­späl­ti­ges, um nicht zu sagen, vor­sätz­lich distan­zier­tes Ver­hält­nis zur Wahr­heit“ unter­stellt haben. Das ist eine Sün­de.

        Schau­en Sie hier, was user egon (Zufall?) am 24. Sep­tem­ber 2015 um 16:35 schrieb:
        https://www.katholisches.info/2015/09/17/arbeitspapier-der-synode-vertritt-unter-nr-137-unkatholische-lehre-appell-von-50-moraltheologen-und-philosophen/

      • @Ambrosios

        Ich wüss­te nicht war­um ich mich ent­schul­di­gen soll­te.

        Ihr höchst zwie­späl­ti­ges, um nicht zu sagen, vor­sätz­lich distan­zier­tes Ver­hält­nis zur Wahr­heit beruht auf der üblen Unter­stel­lung, ich ver­tre­te Sedis­va­kan­tis­mus.

        Gera­de der von Ihnen bezeich­ne­te Link belegt doch das genaue Gegen­teil. Ich wider­spre­che dort ganz ent­schie­den sedis­va­kan­ti­sti­schen Posi­tio­nen. Das haben Sie doch sicher auch sehr genau bemerkt und blei­ben den­noch bei Ihrer fre­chen Unter­stel­lung?!

        In der Tat hat­te ich den klei­nen Kom­men­tar des Users Egon nicht mal bemerkt.

        Sie soll­ten, wenn Sie und ande­re „Theo­lo­gen“ Men­schen den christ­li­chen Glau­ben abspre­chen, wirk­lich dar­über nach­den­ken, was Sün­de heißt und wie Hoch­mut endet! Sie ken­nen doch sicher Mt 18,6!

        Sie haben ein völ­lig ver­zerr­tes Kir­chen­bild. Sie beschmut­zen das Papst­amt, indem sie es in ein dik­ta­to­ri­sches Amt umdeu­ten. Sie ver­leug­nen, dass auch der Papst nur Die­ner der Wahr­heit ist, wie es Papst Bene­dikt in „Kir­che — Zei­chen unter den Völ­kern“ sehr aus­führ­lich erklärt und das Vati­caum II, aus­drück­lich her­vor­ge­ho­ben hat. Sie ver­bie­gen die gött­li­che Wahr­heit, indem Sie sie auf eine kle­ri­ka­len Ver­fü­gungs­mas­se redu­zie­ren. Schlim­mer kann man sich nicht am Glau­ben ver­grei­fen, wer­ter @Ambrosios!

        Beden­ken Sie die Wor­te des Kuri­en­kar­di­nals Sarah, der von der Rebel­li­on gegen Gott spricht und damit Ansich­ten meint, die den Ihren sehr nahe kom­men.

      • Sie haben mir vor­hin eine — erwie­se­ner­ma­ßen — fal­sche Aus­sa­ge unter­stellt.

        Sie sind also der Über­zeu­gung, dass Papst Fran­zis­kus wahr­haft und wirk­lich Papst ist? Dann müs­sen Sie ihm gehor­chen. Steht schon in Unam Sanc­tam. Sonst gehen Sie Ihres See­len­hei­les ver­lu­stig. Ande­res zu behaup­ten ist ein­fach nicht katho­lisch. Sie win­den sich dewe­gen, weil Sie nicht zuge­ben wol­len, was aus all Ihren Postings quillt: Sie glau­ben Fran­zis­kus nicht gehor­chen zu müs­sen, weil Sie mei­nen, er ist nicht Papst.

      • Ach ja, haben Sie bei radio­va­ti­kan-blog mei­nen Nick über­nom­men? Da möch­te wohl jemand bei kath.net Ver­wir­rung stif­ten. Nun, der Nick­na­me steht jedem offen — es ist ein ande­res Medi­um. Aber wis­sen wür­de ich es den­noch ger­ne.

    • @Franzel

      Ich stim­me Ihnen da zu.

      Papst Bene­dikt ver­dan­ken wir ja die „Erwä­gun­gen zu den Ent­wür­fen einer recht­li­chen Aner­ken­nung der Lebens­ge­mein­schaf­ten zwi­schen homo­se­xu­el­len Per­so­nen“, die er als Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re for­mu­lier­te und die Papst Johan­nes Paul II. appro­bier­te.

      Seit der Ver­öf­fent­li­chung die­ser „Erwä­gun­gen“ schlug Papst Bene­dikt der blan­ke Hass auch inner­kirch­lich ent­ge­gen, denn er hat­te mit die­sen Erwä­gun­gen der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on einen Pflock ein­gerammt, den pro­gres­si­ve Theo­lo­gen nicht mehr her­aus­be­kom­men, es sei denn mit dem Bull­do­zer des offen­sicht­li­chen Bruchs mit der kirch­li­chen Leh­re. Das traut sich nicht mal Kar­di­nal Leh­mann!

      Was @zeitschnur angeht, so habe ich doch das Gefühl, dass ihr Blick auf die Ver­strickung des Men­schen in die Sün­de stark von der Auf­klä­rung geprägt ist. Sün­de ist kei­ne intel­lek­tu­el­le Fehl­lei­stung. Hier muss man immer wie­der sehr auf­pas­sen, dass man nicht das Geschäft von Leu­ten, wie David Ber­ger, betreibt.

      Und natür­lich gab es auch vor unse­rer Zeit schon Unzucht, nur hat die­se eine noch ganz ande­re Qua­li­tät, wenn sie von katho­li­schen Prie­stern prak­ti­ziert wird, denen ein Kind doch soll­te anver­traut wer­den kön­nen. Lei­der darf man es heu­te nicht.

      • … anders her­um wird ein Schuh draus: Sie, @ Sua­rez, sind im Moment in einer Pha­se star­ker Auf­klä­rungs­kri­tik befan­gen, wie wir fest­stel­len kön­nen (in Ihren der­zei­ti­gen Posts) und wit­tern nun über­all „Auf­klä­rung“ in den Gedan­ken ande­rer Leu­te.

        Ich gebe Ihnen den Rat, das,w as ein ande­rer äußert, erst mal für sich selbst als das zu neh­men, was es sagt.

        Es ist kein guter Debat­ten­stil, wenn man den ande­ren erst gar nicht mehr ver­ste­hen will, son­dern erst mal in eine Schub­la­de ein­ord­net, gegen die man dann pole­mi­siert.

        Ich habe mit der Auf­klä­rung nichts zu tun, aber das Den­ken las­se ich mir gut katho­lisch und scho­la­stisch den­noch nicht ver­bie­ten. Denn nicht jeder, der denkt, ist ein Auf­klä­rer.

        Und ob Sie es glau­ben oder nicht: die kon­kret geta­ne Sün­de IST eine intel­lek­tu­el­le Fehl­lei­stung, denn erst die bewusst und wil­lent­lich geta­ne Sün­de gilt als Sün­de. Das ist Leh­re der Kir­che. Um etwas bewusst und wil­lent­lich zu tun, muss ich einen gei­sti­gen Akt voll­zie­hen. Der blo­ße Impuls zur Sün­de ist noch kei­ne Sün­de — auch nicht im bereich der Homo­se­xua­li­tät.

        Was das mit D: Ber­ger zu tun hat, erschließt sich hier ohne­hin nicht.

        Sor­ry, aber man kann mit der Auf­klä­rungs­kri­tik auch das Kind mit dem Bade aus­schüt­ten.

      • Lie­be @zeitschnur,

        ich glau­be, da ist mit Ihnen jetzt ein­fach ihr erfri­schen­des Tem­pe­ra­ment durch­ge­gan­gen. Die Sün­de ist im Wol­len ver­an­kert. Sie ist eben kein Irr­tum! Ein Irr­tum ist aber eine intel­lek­tu­el­le Fehl­lei­stung. Anson­sten wäre Sün­de ein blo­ßes Ver­se­hen.

        Ich bin schon seit 20 Jah­ren in einer star­ken Auf­klä­rungs­kri­tik „befan­gen“, aus gutem Grund, weil die säku­la­re Auf­klä­rung in der Tat den größ­ten Betrug der Mensch­heit ins Werk gesetzt hat. Im übri­gen hat die­se Kri­tik selbst bei denen Ein­zug genom­men, die der Auf­klä­rung sich ver­bun­den fühl­ten, wie z.B. TH.W. Ador­no und Hork­hei­mer. Die Kri­tik ist also nicht bloß mei­ner situa­ti­ven Stim­mungs­la­ge geschul­det.

        Es ist immer wie­der erstaun­lich, wie es dem auf­klä­re­ri­schen Den­ken gelingt, das gan­ze Aus­maß des Grau­ens seit den ersten Tagen der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on bis auf den heu­ti­gen Tag aus dem öffent­li­chen Bewusst­sein zu ver­drän­gen. Allein im letz­ten Jahr­hun­dert sind auf euro­päi­schem Boden an die 100 Mil­lio­nen Men­schen durch von der Auf­klä­rung erzeug­te Ideo­lo­gi­en ermor­det wor­den.

        Was mir auch immer wie­der auf­fällt, ist, dass immer wie­der das Wort Auf­klä­rung wie eine Zau­ber­for­mel ver­wen­det wird, so dass man sich sofort, wenn jemand sich auf sie beruft, in Ehr­furcht erstar­ren müss­te. Muss man über­haupt nicht, im Gegen­teil, man muss der gan­zen Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie end­lich mal den Spie­gel vor­hal­ten.

      • @Suarez:
        Bei der Fra­ge nach der Sün­de ist dies­mal Zeit­schnur auf dem rich­ti­gen aqui­na­ti­schen Damp­fer. Eine intel­lek­tu­el­le Fehl­lei­stung ist kein Ver­se­hen und auch kein Irr­tum. Sie beruht im Zwei­fel auf unzu­rei­chend geschul­tem Gewis­sen. Trotz­dem ist es der Intel­lekt, der dem Wil­len die sünd­haf­te Ent­schei­dung vor­legt.
        Sahen auch zu Tho­mas von Aquins Zei­ten man­che anders, spe­zi­ell die Fran­zis­ka­ner, aber auch Hein­rich von Gent. Die Dis­kus­si­on ist auch heu­te noch span­nend.

      • @Wolfgang Franz

        Auch ein Irr­tum ist immer eine intel­lek­tu­el­le Lei­stung, nur fehlt die Wahr­heit. Inso­fern ist die Lei­stung des Intel­lek­tes feh­ler­be­haf­tet. Nun kommt es dar­auf an, ob der Man­gel absicht­lich her­bei­ge­führt wur­de, z.B. durch Ver­stockt­heit, dann ist es eine Sün­de. Die Kern­fra­ge dreht sich also dar­um, ob es eine Ein­sichts­fä­hig­keit gab zum Zeit­punkt der Fehl­lei­stung oder nicht.

        Unter unzu­rei­chend geschul­tem Gewis­sen lässt sich nur ein sich auto­nom set­zen­des Gewis­sen ver­ste­hen. Die­se Set­zung des Gewis­sens als auto­nom beruht aber auf einem Wil­lens­akt, der sich gegen Gott und sei­ne Gebo­te stellt. Das geschieht also nicht auf Grund einer Fehl­lei­stung, son­dern auf Grund einer Auf­leh­nung gegen Gott und sei­ne Gebo­te als frei­er Wil­lens­akt. Die für die Gewis­sens­bil­dung not­wen­di­ge Ori­en­tie­rung wird ver­wei­gert, so aus Hoch­mut

        Inso­fern blei­be ich dabei, dass die Fehl­lei­stung selbst nicht beab­sich­tigt wer­den kann, son­dern nur aus einem schon sünd­haf­ten Zustand resul­tie­ren kann aber nicht muss!

      • @wolfgang Franz/ Bleibt zu hof­fen, dass, bei der gan­zen Intel­lek­tua­li­tät und „geschul­tem Gewis­sen“, oder dem rich­ti­gen (dies­mal aqui­na­ti­schen..) Dampfer,auch noch ein Platz für das Sün­den­be­wußt­sein, die 10 Gebo­te, oder sogar den Hei­li­gen Geist, die Lie­be,… bleibt. Ja, um man­che Sün­de, nicht zu wie­der­ho­len, ist der Wil­len nötig, eine Ent­schei­dung… die Kraft… zu ent­sa­gen“, treu zu blei­ben. So hel­fe uns der Drei­ei­ni­ge Gott.

      • @ Sua­rez um 12.55 Uhr

        Ja sicher, das stimmt, was Sie über den Mythos Auf­klä­rung schrei­ben — aber habe ich das je geäu­ßert? Bit­te pro­ji­zie­ren Sie das nicht auf mich.

        Das mit der Intel­lek­tu­el­len Fehl­lei­stung hat­te ich übri­gens anders ver­stan­den. ich mein­te: man sün­digt vom Kopf her — nicht vom Bauch her. Der Bauch mag Impul­se geben, aber eine Ver­fe­sti­gung die­ser Impul­se bis hin zur Ent­schei­dung zu sün­di­gen, geht in aller Regel mit einer intel­lek­tu­el­len Umdeu­tung des Sach­ver­halts ein­her („Aus­re­den“).
        Man erklärt sich selbst, war­um die Sün­de doch okay sein könn­te.
        Und das mein­te ich.

    • @Ambrosios

      Mein Cha­rak­ter­bild von Ihnen sagt mir, dass Sie sich hier unter „Egon“ ein­ge­loggt haben, die Dik­ti­on des Kom­men­tars spricht dafür. Die­ser Ego taucht auch nur an die­ser Stel­le ein­mal auf.

      Ich habe Ihnen kei­ne fal­sche Aus­sa­ge unter­stellt, son­dern klar und deut­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich die­sen äußerst merk­wür­di­gen, weil fin­gier­ten Kom­men­tar, bis­lang nicht ein­mal bemerkt hat­te. Ich habe auf die­sen Kom­men­tar daher auch nicht geant­wor­tet.

      Sie hal­ten Kuri­en­kar­di­nal Sarah, der von einer der­zeit in der Kir­che statt­fin­den­den „Rebel­li­on gegen Gott“ spricht, für einen Sedis­va­kan­ti­sten?

      Der von Ihnen mir unter­stell­ten Metho­den bedie­ne ich mich nicht, das ist allein der Stil derer, die Dan­neels ver­eh­ren.

      • @ Sua­rez

        Wie kön­nen Sie es wagen, ohne mich per­sön­lich zu ken­nen, sich ein Cha­rak­ter­bild von mir zu machen? Wie kön­nen Sie es wagen, aus ein paar Zei­len der­ar­ti­ge Vor­wür­fe zu kon­stru­ie­ren?

        Selbst­re­dend ist Sarah ein Sedis­va­kan­tist, wenn er Papst Fran­zis­kus nicht für den Papst hält und ihm nicht gehorcht.

  22. wer­ter @Reichsrömer: d i e „Tra­di­ti­on“ gibt es, aber wie wirds ver­stan­den? — Es gibt dazu 2 Par­tei­en in der Kir­che- eine gro­ße, sehr gro­ße und eine klei­ne- und bei­de sind ver­schie­den, aber ähn­lich im Miß­ver­ste­hen.
    Es gibt die münd­li­chen Über­lie­fe­run­gen sowie das geof­fen­bar­te Wort in der Bibel und die Leh­ren der Kir­che, der Väter auch und ande­res mehr wie ver­schie­de­ne Offen­ba­run­gen an ver­schie­de­ne Per­so­nen, Hei­li­ge oft­mals..
    Papst Bene­dikt hat­te sich nicht ein­mal gegen all das Erwähn­te irgend­wie gewen­det. Ganz im Gegen­teil: er war und ist treu.

    Es genügt aber nicht, sich gei­stig in ver­klär­te Zei­ten zu ver­set­zen, son­dern das Evan­ge­li­um immer wie­der soz alt und neu zu ver­kün­di­gen. Ein Prie­ster spricht heu­te anders als ein Pre­di­ger aus dem 18. oder 19 Jahr­hun­dert, denn Men­schen wie Zei­ten wie Her­aus­for­de­run­gen haben sich ein Stück weit geän­dert. Der Alte Adam, der Sün­der ist der­sel­be geblie­ben, aber die Lebens­um­stän­de sind nicht mehr die­sel­ben. Das­sel­be Evan­ge­li­um und der­sel­be Chri­stus, aber eine etwas ande­re Spra­che unter Bei­be­hal­tung der der­sel­ben Wahr­heit.
    Aber auch die Wahr­heit ent­hüllt sich ja, ins­be­son­de­re vom Him­mel her, immer mehr und wei­ter, wenn man mal an die gro­ßen Maria­ni­schen Dog­men etwa denkt. Das Dog­ma von Maria als wah­rer Mit-Erlö­se­rin steht ja noch aus: zuerst ihr Ja in Naza­reth und dann Ihr Ste­hen beim Soh­ne unter dem Kreuz wo sie alle Schmer­zen mit­emp­fun­den und mit­ge­lit­ten hat­te- auf ihre für uns mit­heil­brin­gen­de Wei­se.

    Die Triden­ti­ni­sche Mes­se ist (für mich) durch­aus ein All­heil­mit­tel, aber es kommt dar­auf an- auf den Prie­ster und mich sel­ber. Es kommt auf den Prie­ster und sei­ne Glau­bens­ein­sich­ten an, die er in „neu­er“ Spra­che ver­kün­di­gen muß, immer der Wahr­heit ver­pflich­tet- kein The­ma. Die Triden­ti­ni­sche Mes­se ist ein Ange­bot, sich immer wie­der gei­stig zu erneu­ern und nicht gei­stig zu erstar­ren. Die Triden­ti­ni­sche Mes­se kann tückisch sein und vom Katho­li­schen abbrin­gen. Vie­le wis­sen ja schon alles und üben sich im gegen­sei­ti­gen Schul­ter­klop­fen, in ein­ge­bil­de­ter Selbst­ge­rech­tig­keit auch. Da wer­den Päp­ste wie Johan­nes Paul II. oder Bene­dikt XVI. als stö­rend gese­hen, denn sie wider­le­gen die eige­ne gei­sti­ge Ver­kal­kung, sage ich mal.
    Das­sel­be Phä­no­men soz spie­gel­ver­kehrt bei den Besu­chern der „Neu­en Mes­se“.

  23. @ Adri­en Antoi­ne

    In Ihren Bei­trä­gen, die von eini­ger Sach­kennt­nis im bel­gi­schen Raum zeu­gen, fin­de ich die Bestä­ti­gung mei­ner schlimm­sten Befürch­tun­gen oder Infor­ma­tio­nen, die ich aus ande­ren Quel­len habe. Stich­wort: Pädo­phi­lie und Sata­nis­mus, Sata­nis­mus und Pädo­phi­lie und bei­des wör­tich und ganz Ernst gemeint.

    Der ein­zi­ge sata­ni­sti­sche Pädo­phi­len­ring wur­de bis­lang eini­ger­ma­ßen in Groß­bri­tan­ni­en unter­sucht und dies des­we­gen, weil die Betrof­fe­nen nicht mehr an der Macht sind und die Ereig­nis­se der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren.

    http://www.express.co.uk/news/uk/370439/Jimmy-Savile-was-part-of-satanic-ring

    http://www.rt.com/op-edge/168876-savile-scandal-bbc-presenter/

    Natür­lich gibt es sol­che Rin­ge und Netz­wer­ke über­all auch in Deutsch­land, aber es fehlt der poli­ti­sche Wil­le der Par­tei­en hier wirk­lich durch­zu­grei­fen, weil jede Par­tei fürch­tet, dass ihre eige­nen Leu­te dar­in invol­viert sind, bzw. jede weiß, dass dar­in ihre eige­nen Leu­te invol­viert sind.

    Dazu gibt es gute Doku­men­ta­tio­nen, aber nichts für schwa­che Gemü­ter.

    https://www.youtube.com/watch?v=KoP31LIm81s
    https://www.youtube.com/watch?v=RQ5ZmJmRX1U

    https://www.youtube.com/watch?v=JXAWeQw5fYs

  24. Inter­es­san­te Dis­kus­sio­nen zwi­schen @zeitschnur und @Suarez.
    Der hl. Apo­stel Pau­lus hat ja sehr gut und wis­send über Wil­len, Sün­de usw. in Römer 7,15ff geschrie­ben…

    15 Denn ich begrei­fe mein Han­deln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, son­dern das, was ich has­se.
    16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erken­ne ich an, dass das Gesetz gut ist.
    17 Dann aber bin nicht mehr ich es, der so han­delt, son­dern die in mir woh­nen­de Sün­de.
    18 Ich weiß, dass in mir, das heißt in mei­nem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wol­len ist bei mir vor­han­den, aber ich ver­mag das Gute nicht zu ver­wirk­li­chen.
    19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, son­dern das Böse, das ich nicht will.
    20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so han­delt, son­dern die in mir woh­nen­de Sün­de.
    21 Ich sto­ße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vor­han­den ist, obwohl ich das Gute tun will.
    22 Denn in mei­nem Innern freue ich mich am Gesetz Got­tes,
    23 ich sehe aber ein ande­res Gesetz in mei­nen Glie­dern, das mit dem Gesetz mei­ner Ver­nunft im Streit liegt und mich gefan­gen hält im Gesetz der Sün­de, von dem mei­ne Glie­der beherrscht wer­den.
    24 Ich unglück­li­cher Mensch! Wer wird mich aus die­sem dem Tod ver­fal­le­nen Leib erret­ten?
    25 Dank sei Gott durch Jesus Chri­stus, unse­ren Herrn! Es ergibt sich also, dass ich mit mei­ner Ver­nunft dem Gesetz Got­tes die­ne, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sün­de.

    • Das beschreibt doch den Zustand des gefal­le­nen Men­schen, bevor er Sakra­men­te emp­fängt.
      Er stellt unse­re Ver­fasst­heit dar, die zwar das Gut­te weiß, aber nur äußerst begrenzt tun kann. Am Schluss fragt er, wer uns dar­aus erlö­sen kann und gibt die ein­zi­ge Ant­wort, die wahr ist: Jesus Chri­stus, der sich für uns geop­fert hat, um uns aus die­ser Lage frei­zu­kau­fen.

      Denn die Kir­che hat immer auch gelehrt: Der Herr begna­det zum guten Wol­len UND Voll­brin­gen!

      „Müht euch mit Furcht und Zit­tern um euer Heil! Denn Gott ist es, der in euch das Wol­len und das Voll­brin­gen bewirkt, noch über euren Wil­len hin­aus.“ (Phil. 2, 12)

      Mit Chri­stus ist es uns mög­lich, natür­li­che und über­na­tür­li­che Ver­nunft zu erhal­ten und über unse­re Vor­stel­lung hin­aus auch erfül­len zu kön­nen.

    • Ver­kürzt könn­te man sagen, die Sün­de in uns ist die Ver­ab­so­lu­tie­rung des Selbst, die ste­te Ver­su­chung, sich auto­nom zu set­zen. Wir wis­sen zwar, dass wir Kin­der Got­tes sind, doch wol­len wir es nicht sein, das Böse in uns will uns immer wie­der in den Schein der Auto­no­mie zie­hen. Satan ist ja der sich auto­nom set­zen­de Engel, der dadurch sei­nen Sturz erfährt. Das Böse will also immer die Auto­no­mie und fin­det sie nur im Unter­gang, im Nichts.

      Das auto­no­me Gewis­sen ist daher nicht das von der Sün­de befrei­te Gewis­sen, wie es der Apo­stel Pau­lus klar sieht, son­dern das immer in der Sün­de ver­strick­te.

      Wir kön­nen uns aus die­sem Wider­spruch auch nicht selbst befrei­en, son­dern nur durch Jesus Chri­stus erlöst wer­den.

      Erst wenn wir den Wil­len zur Auto­no­mie über­win­den, wenn wir also ein Leib wer­den in Jesus Chri­stus, sind wir frei. Das setzt Demut vor­aus, ohne sie gibt es kei­ne Erlö­sung.

      • Lie­ber Sua­rez, Ihrer Dis­kus­si­on mit @zeitschnur und ande­ren dar­über, wie, wo und auf wel­che Wei­se Sün­de ent­steht, konn­te ich nicht 100% fol­gen, da mir hier­für das nöti­ge theo­lo­gi­sche Wis­sen fehlt. Der Aus­tausch selbst war zwar inter­es­sant, wenn auch für mich eher theo­re­ti­scher Natur.
        Und des­halb möch­te ich nur eines dazu sagen, doch dies ist mir wirk­lich sehr wich­tig:
        Es ist der Schmerz, der ganz gro­ße, den ich jedes­mal emp­fin­de, wenn mir die Sün­de voll bewusst gewor­den ist.
        Ich habe dann immer so ein star­kes Gefühl, dass ich damit Gott sehr weh getan und mir erheb­lich gescha­det habe.
        Und ist das letz­ten Endes nicht wich­ti­ger, als zu for­schen, in wel­cher Ecke mei­nes Seins die Sün­de ent­stan­den ist?

        Wei­ter oben habe ich übri­gens Ihren Hin­weis gele­sen, dass auf kath.net @Seramis Ihren Namen, den von Kosta­di­nov und den mei­nen genannt hat, weil wir hier kom­men­tie­ren.
        Wenn ich Ihre Ent­täu­schung, viel­leicht auch Ver­bit­te­rung gut nach­voll­zie­hen kann, schon weil Sie jah­re­lang dort prä­sent waren, wün­sche ich Ihnen den­noch, dass Sie bald ehr­lich „los­las­sen“ und damit inner­lich frei wer­den kön­nen.
        Ich hat­te Ihnen gesagt, dass ich dort nicht mehr kom­men­tie­ren wür­de. Nur ein­mal noch habe ich es getan und gestern dort früh geäu­ssert, dass „Sua­rez“ bestimmt feh­len wird, dar­un­ter auch mir, denn ich bin sicher, dass es vie­len so geht.
        Aber die­ser Kom­men­tar wur­de gar nicht frei­ge­schal­tet — und das war´s jetzt dann end­gül­tig für mich.
        Viel Gutes für Sie, bester Sua­rez!

      • Lie­be Mari­en­zweig,

        Sie sehen das völ­lig rich­tig!

        An ande­rer Stel­le schrieb ich @zeitschnur: „Es ist eben nicht nur der abstrak­te Ver­stand, der uns den Glau­ben erschließt, er bleibt nicht außen vor, das ist rich­tig, aber er bedarf der Durch­drin­gung durch die Lie­be Got­tes. Die Lie­be ist aber nie von der Logik erfass­bar, sie rea­li­siert sich auf einer ande­ren Ebe­ne. Aber schon die­se Aus­sa­ge ist viel zu logisch gefasst, als das sie die Wahr­heit wirk­lich tref­fen könn­te.

        Glau­bens­ge­wiss­heit speist sich aus der gött­li­chen Lie­be nicht aus einem abstrak­ten Wis­sen. Dar­um täuscht uns auch der wah­re Glau­be nicht und er jeder nicht in gespal­te­ner Zun­ge, wie es heu­te ein Teil unse­rer Hir­ten tun.“

        Das gilt natür­lich ganz beson­ders auch für das Sün­den­be­wusst­sein.

        1 Kor 1,18 Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die ver­lo­ren gehen, Tor­heit; uns aber, die geret­tet wer­den, ist es Got­tes Kraft.
        1 Kor 1,19 Es heißt näm­lich in der Schrift: Ich las­se die Weis­heit der Wei­sen ver­ge­hen / und die Klug­heit der Klu­gen ver­schwin­den.
        1 Kor 1,20 Wo ist ein Wei­ser? Wo ein Schrift­ge­lehr­ter? Wo ein Wort­füh­rer in die­ser Welt? Hat Gott nicht die Weis­heit der Welt als Tor­heit ent­larvt?

        Bezüg­lich mei­nes Hin­wei­ses auf kath.net dür­fen Sie mir glau­ben, dass es sich nicht um einen Aus­druck mei­ner Ver­bit­te­rung han­delt — das The­ma ist erle­digt — son­dern dar­um, wie heu­te die Glau­bens­wirk­lich­keit in einem Teil unse­rer Kir­che tat­säch­lich aus­sieht. Man kann an die­sen nur bös­ar­tig zu nen­nen­den Kom­men­ta­ren, die durch den Ein­griff der Mode­ra­ti­on nun unwi­der­spro­chen blei­ben, sehr genau sehen, wel­che Form von „Barm­her­zig­keit“ sich da nun­mehr eta­bliert. @Adson_von_Melk droht da schon z.B.@Adrien Antoi­ne ganz massiv.Insofern ist das alles ein Grad­mes­ser für das, wie mitt­ler­wei­le bestimm­te Grup­pen in der Kir­che eine tota­li­tä­re Zen­sur auf­bau­en wol­len.

        Und an den Reak­tio­nen von Kar­di­nal Marx konn­te man eben­falls sehr deut­lich sehen, dass pro­gres­siv gestimm­te Bischö­fe nichts so sehr fürch­ten, wie Katho­li­ken, die katho­lisch sind und es auch blei­ben wol­len und die auch bereit sind, dafür Leid auf sich zu neh­men. Das Inter­net hat eine nicht zu unter­schät­zen­de Öffent­lich­keit. Allein schon, dass mitt­ler­wei­le der­art zen­siert wird, soll­te einem jeden, der das freie Wort liebt, tief­ste Sor­ge berei­ten.

        Um so wich­ti­ger ist es, wei­ter­hin für das ein­zu­ste­hen, was wir glau­ben. Wir müs­sen uns durch unser kla­res Bekennt­nis zum Glau­ben der „Rebel­li­on gegen Gott“, wie Kuri­en­kar­di­nal Sarah warnt, wider­set­zen.

      • Lie­be Mari­en­zweig,

        eine klei­ne Ergän­zung noch:

        Unter dem kath.net Arti­kel Kar­di­nal: „Mehr­heit gegen Kom­mu­ni­on für Wie­der­ver­hei­ra­te­te“ fin­det sich fol­gen­der auf­schluss­rei­cher Kom­men­tar von @Diasporakatholik:

        Ambro­si­os ent­larvt sich auf Blogspot.radiovatican
        Mit wem wir es z.B. bei @Ambrosios zu tun haben, wird aus fol­gen­dem von ihm auf Blogspot.radiovatican als Ant­wort an KAP (30.09.) gesen­de­ten Kom­men­tar deut­lich:
        „Ambro­si­os sagt:

        1. Okto­ber 2015 um 15:44

        Die von Ihnen beschrie­be­nen Denun­zia­ti­ons­por­ta­le und vir­tu­el­len Schei­ter­hau­fen (vor allem das pri­va­te Lin­zer Lehr­amt) brau­chen drin­gend eine Abrei­bung: Inso­fern haben Sie völ­lig recht: Immer feste druff!“

        Mit dem „pri­va­ten Lin­zer Lehr­amt“ ist dar­in Linz ansäs­si­ge „kath.net“ gemeint, wel­ches von ihm ja in übel­ster Wei­se als „Denun­zia­ti­ons­por­tal“ und „vir­tu­el­ler Schei­ter­hau­fen“ her­ab­ge­setzt wird.
        ______

        Schein­bar merkt die kath.net Mode­ra­ti­on lang­sam, wem sie da auf­sitzt, sonst hät­te sie wohl den Kom­men­tar nicht frei­ge­schal­tet. Die ande­ren Akteu­re (Charles X) sind vom glei­chen Kali­ber.

        Was mich wun­dert, ist, dass Leu­te wie Schnei­der Flag­mei­er see­len­ru­hig zuse­hen, wie da der katho­li­sche Glau­be ver­fälscht wird. Was sol­len dann aber die­se Arti­kel vol­ler Sor­ge über den Zustand unse­rer Kir­che auf dem Blog des Forums der Deut­schen Katho­li­ken, wenn man ande­rer­seits ein­fach schweigt?

      • Lie­be @Marienzweig,

        Ihre Kon­se­quenz und gro­ße Demut rufen mei­ne gro­ße Bewun­de­rung her­vor.
        In schwie­ri­gen Umstän­den eine tief­grei­fen­de Ent­schei­dung tref­fen und dabei stand­fe­stig zu blei­ben, ist nicht jeder­mann ver­gönnt.
        Um so edler das Bei­spiel von Demut und Treu­be­har­ren im Glau­ben.

        Labo­re et con­stan­tia

      • Ver­ehr­ter Sua­rez,

        Sie haben sich mit Dia­spor­a­ka­tho­lik also eine Socken­pup­pe zuge­legt. Das ist Ihr gutes Recht. Ihre Argu­men­ta­ti­on zieht aber nur dann, wenn der Ambro­si­os bei radio­va­ti­kan der­sel­be ist wie bei kath.net.

  25. Bezüg­lich Herrn Schnei­der-Flag­mey­er tei­le ich Ihre Ver­wun­de­rung.
    Ich ken­ne ihn nicht per­sön­lich, hat­te aber ein­mal kurz­zei­tig einen pri­va­ten Mail­kon­takt. Dar­in erzähl­te er mir, wie er zum Glau­ben kam.
    Das hat mich sehr beein­druckt, auch sei­ne Offen­heit mir gegen­über war mir wie ein Geschenk.
    Ja, lie­ber Sua­rez, bewah­ren wir unse­ren Glau­ben und hüten ihn wie einen kost­ba­ren Schatz. Wenn es uns dazu noch gelingt, ihn durch unser Zeug­nis und unser Ver­hal­ten wei­ter­zu­ge­ben, so wäre das ein­fach wun­der­bar.
    pace e bene, lie­ber Sua­rez!

  26. @Lieber Adri­en Antoi­ne!
    Bit­te über­hö­hen Sie mich nicht, ich ken­ne sehr wohl auch die vie­len dunk­len Stel­len in mir.
    Aber eines ist mir wirk­lich wich­tig gewor­den in mei­nem Leben:
    die täg­li­che Hin­ga­be an Jesus Chri­stus.
    Dies schenkt eine gro­ße inne­re Ruhe und eine gewis­se Distanz zur Welt.
    Über den Zustand und den tie­fen Riss der katho­li­schen Kir­che bin ich aller­dings oft trau­rig und ich will ver­za­gen, doch dann über­kommt mich auch immer wie­der neue Hoff­nung.
    Denn nie­mand ist stär­ker als GOTT, unser Herr!
    Sei­nen guten Segen wün­sche ich Ihnen, lie­ber Adri­en!

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