„Verbloggung führt zur Verblödung“? Kardinal Marx über katholische Kritik am Kurs der deutschen Kirche

Kardinal Reinhard Marx mit Pater Hans Langendörfer SJ (links) bei der Abschlußpressekonferenz zur DBK-Herbstversammlung in Fulda
Kardinal Reinhard Marx mit Pater Hans Langendörfer SJ (links) bei der Abschlußpressekonferenz zur DBK-Herbstversammlung in Fulda

(Ful­da) Gestern fand in Ful­da die Abschluß­pres­se­kon­fe­renz der Herbst­voll­ver­samm­lung 2015 der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz statt. Aus dem Publi­kum kam die Fra­ge von einem Prie­ster, ob die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz „ent­schie­de­ner gegen inner­kirch­li­che Fun­da­men­ta­li­sten vor­ge­hen“ wer­de, „wie sie zum Bei­spiel bei Sei­ten wie katholisches.info oder ande­ren Berei­chen sich aus­to­ben?“ Das als Fra­ge ver­klei­de­te Anlie­gen war mehr eine Aufforderung. 

Um sei­ne For­de­rung zu unter­strei­chen, hat­te der Prie­ster auch gleich einen Ver­gleich zur Hand: „Es wird ja immer so getan als wenn es nur im Islam Fun­da­men­ta­lis­mus gibt, bei­de christ­li­che Kir­chen ken­nen den nun ja auch in allen mög­li­chen For­men.“ Ver­tei­di­gung der katho­li­schen Glau­bens­leh­re und katho­li­sche Tra­di­ti­on wer­den damit mit Isla­mi­sten und Chri­sten­mör­dern der Dschi­had-Mili­zen, wie dem Isla­mi­schen Staat (IS) und Al-Qai­da gleich­ge­setzt. Als Ein­la­dung zum viel­be­schwo­re­nen „Dia­log“ wird man die­se Aus­sa­ge schwer­lich inter­pre­tie­ren können.

Die gute Nach­richt dabei ist, daß sich offen­sicht­lich eini­ge Kir­chen­ver­tre­ter durch die Kri­tik auf den Schlips getre­ten füh­len, was zeigt, daß die Kri­tik wahr­ge­nom­men wird und damit eine Kor­rek­tiv­funk­ti­on erfül­len kann.

Die Ant­wort des Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Erz­bi­schof Rein­hard Kar­di­nal Marx von Mün­chen und Frei­sing, auf die Fra­ge des Prie­sters wird als Zeit­do­ku­ment unkom­men­tiert ver­öf­fent­licht. Es soll an die­ser Stel­le auch nicht näher auf die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung des Begriffs „Fun­da­men­ta­lis­mus“ ein­ge­gan­gen wer­den, der zunächst und vor allem eine reli­giö­se Über­zeu­gung meint, die sich dog­ma­tisch an die ursprüng­li­chen Inhal­te ihrer Leh­re hält.

Was Katholisches.info über Kar­di­nal Marx und den neben ihm sit­zen­den, sicht­lich amü­sier­ten Gene­ral­se­kre­tär der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Pater Hans Lan­gen­dör­fer SJ geschrie­ben hat, kann durch Ein­ga­be der jewei­li­gen Namen über die Such­funk­ti­on abge­ru­fen wer­den. Die Pres­se­kon­fe­renz fand in der Biblio­thek der Theo­lo­gi­schen Fakul­tät Ful­da statt.

„Wird die Deutsche Bischofskonferenz entschiedener gegen innerkirchliche Fundamentalisten vorgehen?“

Der Priester, der auf der Pressekonferenz die Frage stellte
Der Prie­ster, der auf der Pres­se­kon­fe­renz die Fra­ge stellte

Fra­ge: Wer­den hier auch sei­tens der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz ent­schie­de­ner gegen inner­kirch­li­che Fun­da­men­ta­li­sten vor­ge­hen wie sie zum Bei­spiel bei Sei­ten wie katholisches.info oder ande­ren Berei­chen sich aus­to­ben? Es wird ja immer so getan als wenn es nur im Islam Fun­da­men­ta­lis­mus gibt, bei­de christ­li­che Kir­chen ken­nen den nun ja auch in allen mög­li­chen Formen.

Kar­di­nal Marx: Also vom letz­ten kann ich gar nichts sagen, es waren alles für mich neue Begrif­fe, die Sie da – ich kenn das nicht. Die­se die­se Blogs oder was. Ich äh viel­leicht ist das nicht rich­tig, aber ich las­se mich, das lass ich gar nicht an mich her­an. Ist viel­leicht ein Feh­ler, ich weiß nicht, aber ich tu das nicht. Das ist eine, ich wür­de ein­mal das eben sehr äh sagen, eine gene­rel­le Gefähr­dung, ich hab ja frü­her gedacht, ich hab das auch schon mal gesagt, wenn alle mit allen über alles reden, das wird den Dis­kurs ver­le­ben­di­gen und inten­si­vie­ren, aber ich muss sagen, das Gegen­teil ist ein­ge­tre­ten, die, die­se Ver­blog­gung führt auch zu Ver­blö­dung manch­mal, nicht? äh und dass dass sich Sze­nen unter­ein­an­der tref­fen, sich gegen­sei­tig bestä­ti­gen und hoch­ju­beln, aber nicht in einen Dis­kurs ein­tre­ten mit Anders­den­ken­den argu­men­ta­tiv, das ist es was ich wahr­neh­me, und des­we­gen ist das für mich rela­tiv unin­ter­es­sant, ich bin eher dis­kus­si­ons­freu­dig, möch­te mit, möch­te Aus­tausch, möch­te leben­di­ge Begeg­nung, und nicht ein­fach nur Beschwö­run­gen oder Ver­schwö­run­gen oder oder Ver­schwö­rungs­be­dro­hung oder ich weiß nicht, was alles ist. Das ist immer das … Das geht durch die Jahr­hun­der­te hin­durch und fin­det durch die­se Inter­net­kul­tur eine rich­ti­ges Schwung­rad wo das los­geht … Wenn man sich … Man kann sich den gan­zen Tag damit beschäf­ti­gen, glau­be ich. Nicht, ja, und das tun auch eini­ge und glau­ben, das sei die Welt, das sei die Welt. Gott sei Dank ist es noch nicht die Welt. Also inso­fern weiß ich nicht, ob wir als Bischofs­kon­fe­renz uns mit die­sen Por­ta­len und Blogs über­haupt beschäf­ti­gen sol­len, äh, gut viel­leicht, ich beauf­tra­ge das Sekre­ta­ri­at das [Geläch­ter] das im Auge zu behal­ten und die Sze­ne zu beob­ach­ten und der Herr Kopp macht das auch, das äh, es gibt die­se Gefähr­dung, aber das Chri­sten­tum hat in sei­nem Grün­der ein so star­kes Kor­rek­tiv, unüber­biet­bar, also wer kann sich denn auf Jesus von Naza­reth beru­fen und einen ande­ren Men­schen ernied­ri­gen, wer kann das tun? Nie­mand kann das tun! Da muss doch jeder sei­nen kla­ren Kopf behal­ten und sagen, Du kannst ver… viel­leicht ein intel­li­gen­ter Mensch sein, aber Christ bist du nicht. So ist das halt. Wir ham kla­re Lini­en, wo die Gren­ze ist.

Das voll­stän­di­ge Video der Abschluß­pres­se­kon­fe­renz kann auf der Inter­net­sei­te der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz ange­schaut werden.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: DBK-Video (Screen­shots)

156 Kommentare

  1. „Aus dem Publi­kum kam die Fra­ge von einem Prie­ster, ob die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz „ent­schie­de­ner gegen inner­kirch­li­che Fun­da­men­ta­li­sten vor­ge­hen“ wer­de, „wie sie zum Bei­spiel bei Sei­ten wie katholisches.info oder ande­ren Berei­chen sich aus­to­ben?“ Das als Fra­ge ver­klei­de­te Anlie­gen war mehr eine Aufforderung.“
    Wie man gegen Fun­da­men­ta­li­sten vor­geht da kennt ihr ja aus. Die Kin­der von Herolds­bach habt ihr gleich exkom­mu­ni­ziert weil sie in ihrer Treue zur Mut­ter Got­tes nicht einen Mil­li­me­ter gewankt sind. Was wollt ihr denn machen? Wollt ihr Katho­li­ken die nicht lau sind vier­tei­len oder was habt ihr vor? Denkt dar­an das 30 Sil­ber­lin­ge in kei­nen guten Ruf ste­hen und im Him­mel als Zah­lungs­mit­tel abge­lehnt werden.
    Per Mari­am ad Christum.

  2. Es ist rich­tig, dass sich auf tra­di­ti­ons­ori­en­tier­ten Blogs oft — viel zu oft — Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, poli­tisch Rechts­ge­rich­te­te, Phan­ta­sten und unge­zo­ge­nes Volk her­um treibt. Auch hier.

    Ich wür­de die­se Kri­tik nicht auf die leich­te Schul­ter neh­men, denn weil sich auch hier auf Katholisches.info viel zu häu­fig geist­lo­se, dafür um so unver­schäm­te­re Waden­bei­ßer und Innen einen Raum für ihre dump­fen Vor­ur­tei­le suchen (und fin­den — war­um? War­um wird das frei­ge­schal­tet?), dann zer­stört das die Serio­si­tät eines sol­chen Portals.
    Immer wie­der schmie­ren hier wel­che in den Kom­men­tar­be­reich, die­se oder jene Mei­nungs­äu­ße­rung dür­fe aus inhalt­li­chen Grün­den doch erst gar nicht ver­öf­fent­licht werden.

    Ich fra­ge alle Leser: Lie­fern sol­che Poster dem Herr „Kar­di­nal“ nicht Bewei­se für sei­ne gering­schät­zi­ge Meinung?

    ich habe selbst hier lan­ge genug die Erfah­rung gemacht, dass man auf­grund abwei­chen­der Gedan­ken­füh­run­gen auf dem Niveau übel­ster Het­ze und der Stra­ßen­ban­den nie­derg­prü­gelt wird und sich ein Mob an Mit­po­stern ein­fin­det, der dann eine regel­rech­te „Treib­jagd“ auf den angeb­li­chen Delin­quen­ten macht.

    Marx hat also nicht ganz unrecht.

    Daher mein Plä­doy­er: Jeder, der Ver­nunft und Ehre im Leib hat, soll­te sol­che Mob­be­rei­en, die immer nur gegen Per­so­nen bzw. deren Mei­nun­gen durch­ge­führt wer­den, nicht nur stumm ver­ach­ten, son­dern auch die­se Ver­ach­tung auf die­sem Blog hier zeigen.

    Man kann hart dis­ku­tie­ren, in der Sache, das wür­de uns adeln, aber sei­en wir doch ehr­lich — das Gros hier kann und will das nicht.

    Nun zur ande­ren Sei­te: Mar­xens selt­sa­mes Gestam­mel ist den­noch von Arro­ganz und Undif­fe­ren­ziert­heit geprägt. Die „Fra­ge“ des Prie­sters spricht ohne­hin für sich — er ist offen­kun­dig selbst ein „Fun­da­men­ta­list“, denn er will nicht ertra­gen, dass ande­re anders den­ken als er. Ich schla­ge hier in allem Zynisus vor, F. soll doch einen „Anti­tra­di­tio­na­li­sten-Eid“ einführen.

    Marx sagt doch, er ken­ne die Blogs nicht. Den­noch hat er dazu eine her­ab­las­sen­de Meinung?

    Ins­ge­samt gibt es sehr ver­schie­de­ne katho­li­sche Blogs, wenn auch ein Über­hang an Ver­schwö­rungs­freun­den und vor allem ein­fach nur extrem selbst­re­fe­ren­ti­el­len Autoren und Blog­be­trei­bern klar erkenn­bar ist.
    Einer schreibt vom andern ab, fast alle schaf­fen es nicht, eine Sache län­ger als 5 Lese­mi­nu­ten zu reflek­tie­ren, also ganz im Main­stream der Zeit, gar nicht unähn­lich zu Katholisch.de.

    Inso­fern sind die „Fun­da­men­ta­li­sten“ ein­fach nur gut aggior­na­men­to-katho­lisch, im Bild­zei­tungs­stil, mit Block­über­schrif­ten und drei Was­ser-Sup­pen-Sät­zen, die meist noch düm­mer als geschmack­los sind.

    Man ist aber, ohne ein­ge­hen­de Refle­xi­on, dem Main­stream in der Amts­kir­che hilf­los aus­ge­lie­fert. Die Ver­wir­rung rührt auch daher, dass die mei­sten Men­schen, ob „Fun­da­men­ta­li­sten“ oder „Weich­ei­er“, sich der Anfor­de­rung ans Den­ken ver­wei­gern. Sie wol­len schnel­le Lösun­gen und ergrei­fen die, die ihnen am besten reinlaufen.

    • @Geehrte zeit­schnur,
      Sie schrei­ben ja selbst dar­über, dass im Kom­men­tar­be­reich eines x‑beliebigen Blogs oder einer welt­li­chen Nach­rich­ten­sei­te ‑poli­tisch links wie rechts- sich eine Fül­le unter­ir­di­scher Reak­tio­nen findet.
      Der Respekt für ande­re sowie die Ach­tung mei­ner selbst wür­de mir vebie­ten, mich auf ein sol­ches Niveau zu begeben.
      Doch abge­se­hen davon: Was Kar­di­nal Marx nicht aus eige­ner Anschau­ung kennt, soll­te er m.E. auch nicht vor­schnell ver-urteilen.
      The­ma Ver­schwö­rungs­theo­rien: Dar­über zu schrei­ben, ist ja nicht straf­bar, höch­stens naiv.
      Doch ist es auch eine belieb­te Reak­ti­on der Ein­fluss­rei­chen, sie lächer­lich zu machen. Und nicht sel­ten stellt sich spä­ter her­aus, dass sie so theo­re­tisch gar nicht waren, son­dern im Gegen­teil recht kon­kret — aber eben nur im Hin­ter­grund blieben.

      • „eine belieb­te Reak­ti­on der Ein­fluss­rei­chen, sie [die ‚Ver­schwö­rungs­theo­rien bzw. ‑theo­re­ti­ker‘] lächer­lich zu machen“ – ja, genau, wer­te Mari­en­zweig, das kann man ja (mitt­ler­wei­le) sogar gut bele­gen, das war ja auf­ge­flo­gen nicht zuletzt, als im Rah­men des ‚Free­dom of Infor­ma­ti­on Act‘ frei­ge­ge­be­ne CIA- (u.a.) Doku­men­te erst­mals ganz klar zeig­ten, daß die Des­avou­ie­rung von Kri­ti­kern und Skep­ti­kern des offi­zi­el­len Unter­su­chungs­be­richts der War­ren-Kom­mis­si­on nach dem Ken­ne­dy-Mord (des­sen Wahr­heits­ge­halt und Stich­hal­tig­keit eben damals schon mas­siv bezwei­felt wur­de) als ‚Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker‘ ganz gezielt kon­stru­iert und ver­brei­tet wor­den war, eben um die­se Kri­ti­ker völ­lig lächer­lich zu machen …

        … und eben­falls durch die­se Akten­frei­ga­be nach dem o.g. FOIA kam z.B. das gan­ze bösartig-„geniale“ Raf­fi­ne­ment ans Tages­licht, mit wel­chem der ehem. iran. Mini­ster­prä­si­dent Moham­mad Mos­sa­degh durch Bri­ten und USA (bzw. ihre Geheim­dien­ste) gestürzt wor­den war … – dies uvm. alles ande­re als „irre Ver­schwö­rungs­theo­rien“! – Sehr emp­feh­lens­wert dazu auf yt die Vor­trä­ge des schwei­ze­ri­schen Histo­ri­kers Dr. Danie­le Gan­ser; unbe­dingt mal anse­hen, da gehen einem echt die Augen über (oder wie das heißt?^^) … krassest …

      • @ Mari­en­zweig

        Die Ver­schwö­rungs­theo­rien, die hier teil­wei­se kur­sie­ren, sind der­ma­ßen an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen, dass man das ja wohl nicht mit hand­fe­sten Hin­wei­sen, wie sie @ GW im Bezug auf ein­ge­grenz­te Phä­no­me­ne zum besten gibt, ver­glei­chen kann.

        Wenn jemand z.B. die neue­sten Pro­phe­zei­un­gen irgend­wel­cher ame­ri­ka­ni­scher Seher postet und ver­klam­mert mit den Wahn­ideen des spä­ten 19. Jh und dar­aus wie­der­um eine Erklä­rung der Ereig­nis­se hier und heu­te als „wahr“ dar­stellt, dann ist das genau das, was ich mein­te. Und wer durch katho­li­sche und ame­ri­ka­ni­sche evangelikale/charismatische Blogs surft, weiß auch, sofern er ehr­lich ist, sofort was ich meine.

        Daher @ GW Sei­en Sie doch so nett und beach­ten Sie, dass es zwar einer­seits Ver­schwö­run­gen bzw. Intri­gen gibt, aber es gibt auch den Wahn, es lägen sol­che vor und den noch extre­me­ren Wahn, der dann noch genau wis­sen will, wor­aus die Ver­schwö­rung besteht. 

        Wenn man eine sol­che Theo­rie nie­mals über­prü­fen kann, dann ist es hoch­gra­dig unse­ri­ös, damit zu argu­men­tie­ren. Sehr oft habe ich den Ein­druck, man sucht gera­de­zu gie­rig nach Hin­wei­sen, die die­se Theo­rien bestä­ti­gen könn­ten und bauscht alles mög­li­che auf, ver­dreht es dabei noch ein biss­chen und igno­riert jede Richtigstellung…

    • Nein, wer­te zeit­schnur! Mag Ihre Kri­tik auch inhalt­lich z.T.[!] in die rich­ti­ge Rich­tung gehen, so kann ich mich Ihrer Dik­ti­on, die ich nur als mas­si­ve, gröb­stens pau­scha­li­sie­ren­de & hoch­gra­dig unfai­re Dif­fa­mie­rung von Mit-Kom­men­ta­to­ren emp­fin­den kann, defi­ni­tiv nicht anschließen:

      „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker … poli­tisch Rechts­ge­rich­te­te [soll­te doch wohl jedem unbe­nom­men sein!] … Phan­ta­sten … unge­zo­ge­nes Volk … auch hier“, „um so unver­schäm­te­re Waden­bei­ßer … dump­fe Vor­ur­tei­le“, „immer wie­der schmie­ren hier wel­che in den Kom­men­tar­be­reich“, „Niveau übel­ster Het­ze und der Stra­ßen­ban­den“, „ein Mob an Mitpostern“

      Bit­te — was ist denn das, wenn nicht selbst mas­si­ve ‚Mob­be­rei, die immer nur gegen Per­so­nen bzw. deren Mei­nun­gen‘ gerich­tet ist???

      • „Dif­fa­mie­rung“? Ich habe das alles selbst erlebt und der eine oder ande­re wird sich gut erin­nern dar­an, mit wel­chen per­sön­li­chen Ver­leum­dun­gen und Het­ze­rei­en man mir über ein gan­zes Jahr allei­ne hier begeg­ne­te, ein­schließ­lich der Ver­schwö­rungs­theo­rie, ich sei ein Agent für ich weiß nicht was, um von Dämo­ni­sie­run­gen nicht zu reden… — man kann davor natür­lich auch ein­fach die Augen ver­schlie­ßen und auch hier, ver­ehr­ter GW, kann man den Kri­ti­ker (also mich) dadurch mund­tot machen, dass man ein­fach igno­riert, was aber jeder­mann sehen konn­te. Mein Name ist eben Hase — sehr fromm, wirk­lich. Hier bedarf es nicht mal der Verschwörungstheorie…

        Und zu Ihrer Schluss­fra­ge: Ich nen­ne nie­man­den per­sön­lich, son­dern beschrei­be ein Phä­no­men. Viel­leicht machen Sie sich mal Gedan­ken dar­über, was da der Unter­schied sein könnte…

        Nach den Erfah­run­gen von 2014 kann man nur fest­stel­len, dass es im katho­li­schen Tra­di­tio­na­lis­mus wirk­lich übel­ste und gefähr­li­che Typen gibt.

      • @zeitschnur
        Und was haben Sie dar­aus gelernt? — N i c h t s ! — Das ist ja gera­de das Ver­hee­ren­de! Wie kann es sonst auch sein, dass man als der­art geprü­gel­tes Kind, frisch, fromm, fröh­lich, frei, wei­ter­hin nach allen Sei­ten aus­teilt und das mit einer Arro­ganz, die sich gewa­schen hat! Für einen nor­ma­len Men­schen völ­lig unbe­greif­lich! Da muss doch irgend­was nicht stim­men im Hau­se Schnür­chen? Ich kann Sie beru­hi­gen: Für sol­che Fäl­le gibt es die berühm­te Couch — aber oft reicht auch schon ein gewöhn­li­cher Beicht­stuhl aus — um wie­der auf die rich­ti­ge Spur (oder auch Schnur) zu kom­men. Ein­fach mal aus­pro­bie­ren bevor man wie­der ins näch­ste Fett­näpf­chen tritt. Danke!

      • Sie haben ja im Grun­de Recht, ich weiß, was Sie mei­nen, und fin­de die­se Art von „Treib­jag­den“ eben­falls ver­werf­lich, abscheu­lich (und sehr fei­ge! als ich das so „über­flog“, in jener unschö­nen „Pha­se“, dÃ¥chdt‑éch, méch trê e Pârdt, óm-edt emÃ¥l óp ôsem Pladt ze sae, dann hört es sich nicht so hart an^^ [é, ó sehr geschl., fast wie i, u kurz; dt irgend­wo zwi­schen d und t, Ã¥ wie in engl. ‚hawk‘, Zir­kum­flex: Län­ge]). Wir dür­fen uns nicht auf sol­ches Niveau bege­ben, alle nicht; müs­sen den Ver­su­chun­gen wider­ste­hen, den (all­zu „def­ti­gen“) Lei­den­schaf­ten, dem Eifer, dem Zorn, auch wenn die ‚ira ius­ta et sanc­ta‘ manch­mal ja durch­aus berech­tigt ist. Aber, wie die ver­ehr­te Mari­en­zweig schon sagt — schon aus (ja sogar gebo­te­ner) Selbst­ach­tung her­aus (und zum Selbst­schutz, ebenfs. gebo­ten) wür­de ich gar nicht (immer) auf alles reagie­ren (und wenn dann sofort – sonst hat es was von „indi­gnier­ter Wurst­wa­re hepa­ti­scher Gene­se“!^^) … – vie­les soll­te man ein­fach „tie­fer­hän­gen“, nicht gar so ernst neh­men; ‚Grö­ße zei­gen‘, Groß­mut, Mit­mensch­lich­keit & sou­ve­rä­ne sere­ni­tà – eben eine ruhi­ge, hei­te­re Gelas­sen­heit (auch „wenn mal die Fet­zen flie­gen“ und es wirk­lich … manch­mal echt schwer­fal­len mag …)! – Oder (jetzt bit­te mal min­de­stens etwas grin­sen^^) sich ein Bei­spiel an unse­rer lie­ben, hoch­eh­ren­wer­ten & all­ret­ten­den Frau Dr. Bun­des­kanz­le­rin neh­men, Stich­wort Tef­lon (-Pfan­ne^^) – 🙂 ![?]

      • Ach, wis­sen Sie, @ GW, es ist leicht anstel­le ande­rer groß­mü­tig zu sein. Erst wenn Sie mal selbst in die­ser Wei­se ange­grif­fen wer­den, will ich sehen, was Sie tun — aber es geht auch nicht um mich oder Sie, son­dern dar­um, dass sol­che Treib­jag­den ein extrem schlech­tes Licht auf die katho­li­schen „Fun­da­men­ta­li­sten“ werfen.

        Denn Groß­mut hin oder her — so etwas gehört sich nicht und ist ein Zei­chen tie­fen Ver­falls und tota­ler gei­sti­ger Verrohung.

        Und vor allem Unglaubens!

      • Ja, schon! Aber — man muß ja nicht jeden Schuh anziehen …
        … Sie hät­ten die Ihnen zuge­dach­te Rol­le der ‚Gejag­ten‘ gar nicht anzu­neh­men brau­chen. Schlicht durch — schweigen! 

        Tu‘ ich jetzt auch mal bes­ser^^ — und wün­sche allen einen schö­nen Abend & Sonntag!

      • Okay, @ GW — das bespre­chen wir dann wie­der, wenn „es an Sie kommt“.
        Die Freun­de Jobs wuss­ten auch genau, was er hät­te tun müs­sen oder tun soll­te — aber es war das Geschwätz derer, die nicht in der Situa­ti­on sind und alles bes­ser wis­sen, ohne selbst etwas erfah­ren oder durch­lit­ten zu haben.
        Und selbst Jesus am Kreuz muss­te sich genau die­ses Geschwätz anhö­ren: „Du müss­test da nicht hän­gen, Du könn­test auch absteigen.“

        Ob es also immer den Kern der Sache trifft, sich davon­zu­steh­len, wenn die Kom­mu­ni­ka­ti­on einem nicht mehr gefällt?
        Es gibt bekannt­lich eine Zeit zu reden und eine zu schwei­gen. Das Schwei­gen kann die Wirk­lich­keit auch zudecken…Und das Reden kann her­aus­for­dern, was in den Her­zen der Leu­te steckt.
        Auch wenn es hart ist — aber all das from­me Geschwätz ist nichts wert, wenn dann die­sel­ben Leu­te auf die „Jagd“ gehen und die Mas­ken fal­len lassen. 

        Aber es ging um Mar­xens Aus­sa­ge — und die fin­det durch die gefal­le­nen Mas­ken ihre Bestätigung.

      • Noch zu dem Begriff des ‚poli­tisch Rechts­ge­rich­te­ten‘ – also, ich würd sagen, jeden Stand­punkt, der noch def. ver­ein­bar ist mit unserm Ver­fas­sungs­an­spruch eines ‚frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen, [sozi­al-] markt­wirt­schaft­li­chen, par­la­men­ta­ri­schen Rechts­staats‘, „darf“ man ohne wei­te­res ver­tre­ten (ja, man „darf“ sogar z.B. den reprä­sen­ta­ti­ven Par­la­men­ta­ris­mus kri­ti­sie­ren – wenn einem vlt. ein ‚bes­se­res System‘ ein­fällt … kann man ja durch­aus offen drü­ber dis­ku­tie­ren; und: auf jeden Fall den Fin­ger in die Wun­de der ‚Dis­kre­panz zw. Ver­fas­sungs­an­spruch & ‑wirk­lich­keit‘ legen). ‚Nach rechts hin‘ geht das mal auf alle Fäl­le bis (und vlt. sogar leicht dar­über hin­aus) ‚alte CSU / FJStrauß‘ oder, heu­te, die AfD, die Pegi­da-Bewe­gung, in etwa (heißt jetzt jedoch nicht, daß ich pers. da mit allem ein­ver­stan­den wäre, klar!). Was dar­über hin­aus geht, ist für mich ‚rechts­ra­di­kal‘ (würd sagen, ab NPD? weiß über die jed. fast nix) oder sogar, wenn auch noch offe­ne Gewalt­be­reit­schaft hin­zu­kommt, ‚rechts­ex­tre­mi­stisch‘ bis wirk­lich ’neo-nazi­stisch‘. – Es ist ja ein ganz übler, raf­fi­nier­ter Schach­zug „der Lin­ken“, daß sie es im Lau­fe der vlt. letz­ten 25 — 3o Jah­ren, geschafft haben, die Bedeu­tung des Begriffs ‚rechts‘ völ­lig zu ver­schie­ben, so daß die­ses Wort jetzt (zumind. in best. Krei­sen) gera­de­zu syn­onym gewor­den ist mit dem, was man frü­her noch kor­rekt ‚extrem rechts‘ oder eben ‚rechts­ra­di­kal‘ nann­te (an die­ser Ent­wick­lung ist selbst­ver­ständ­lich auch so eine gewis­se „Par­tei der Mit­te, mit­ten in der Mit­te der Gesell­schaft“, so unge­fähr ein­mal die Vor­sit­zen­de jener Par­tei, in einer Rede …). Gegen die­se üble Ent­wick­lung, die die Brei­te unse­res legi­ti­men polit. Spek­trums im Namen einer (anma­ßen­den!) gefähr­lich-prä­to­ta­li­tä­ren (und ent­setz­lich spie­ßi­gen) ‚poli­ti­cal cor­rect­ness‘ mas­siv zwangs-ein­schrän­ken will, ver­wah­re ich mich ganz ent­schie­den; daher oben mein ’soll­te doch wohl jedem unbe­nom­men sein!‘ – Bevor man noch „sonst­was“ denkt: ich selbst wür­de mich (poli­tisch & erst­mal nur sehr, sehr grob bzw. noch genau­er zu spe­zi­fi­zie­ren) als ‚katho­lisch-wert­kon­ser­va­tiv‘ bezeich­nen, aber dies wirk­lich nur ’so in die Rich­tung‘ (sehr wich­tig ist mir z.B. unse­re alte, gut bewähr­te, glo­bal & lokal mas­siv gefähr­de­te ‚Sozia­le Markt­wirt­schaft‘ à la Nell-Bre­u­ning und Lud­wig Erhard etc., halt die durch Rer­um novar­um und Qua­dra­ge­si­mo anno & al. sogar lehr­amt­lich ver­bind­li­che katho­li­sche Soziallehre).

      • [Kor­rek­tur: es muß hei­ßen, ‚was deut­lich dar­über hin­aus­geht‘ – aller­dings ken­ne ich mich viel zu wenig damit aus, um mir dar­über ein Urteil erlau­ben zu kön­nen; wenn ich aber z.B. (gera­de!) das (hoch­gra­dig „mit­ti­ge“, trans­at­lan­tisch-neo­li­be­ral-kul­turm­ar­xi­sti­sche) ZDF über ‚Rechts­po­pu­li­sten‘ schäu­men höre, denk ich mitt­ler­wei­le nur noch, „ou, da hat wohl jemand grad mal die Wahr­heit über irgend­was gesagt und ‚Mut­tis System‘ ist sicht­lich not amu­sed …“]

      • Oh, guten Mor­gen beste zeit­schnur, habe gera­de erst Ihren Kom­men­tar gese­hen (& gele­sen, natür­lich^^) – ja, kann nur sagen … ich stim­me mit Ihnen inhalt­lich-sach­lich (in so vie­lem ja) ziem­lich weit­ge­hend über­ein; ja, man MUSZ reden, muß den Mund auf­ma­chen, auch (und gera­de!) wenn man dadurch „aneckt“ usw. (auch wenn man dann natür­lich „ziem­li­che Ner­ven“ braucht, wenn man schon mal in so’n „Bie­nen­nest rein­piekst“ …); über ‚Aus­drucks­wei­se / Dik­ti­on / pers. Geschmack / und ja auch akt. Stim­mung‘ läßt sich treff­lich strei­ten stun­den­lang^^ – wür­de sagen, las­sen wir’s doch ein­fach so ste­hen, in ganz vie­lem bin ich völ­lig d’ac­cord (nicht nur) mit Ihnen (eben noch­was z. polit. Spek­trum getippt, s.o., den­ke, das geht ja auch genau i.d. Rich­tung v. dem, was Sie wei­ter unten schrei­ben); in man­chem gibt’s aber auch ein paar ’spe­zif. Dif­fe­ren­zen‘, und ist ja auch gut so (oK, war jetz so’n „typi­scher Wowe­reit“, oder?^^), ach … Ihr wißt schon, wie ich’s mei­ne. Heut‘ ist hei­li­ger Sonn­tag — auch Ihnen 

        lie­be Grü­ße, Ihr GW

    • Was Sie beschrei­ben ist doch heu­te über­all wahr­nehm­bar. Das ist in jedem Kom­men­tar­be­reich von Medi­en aller­lei Cou­leur doch so und kein Spe­zi­fi­kum die­ser Seite.
      Man könn­te viel­leicht sagen unter Katho­li­ken soll­te man sich so nicht geba­ren. Jedoch ange­sichts des Ver­falls und der Ver­wir­run­gen ist der Griff zur schar­fen Pole­mik nichts über­ra­schen­des über­haupt wenn Niveau­lo­sig­keit heu­te in Rom regiert.

    • zeit­schnur @ Lei­der muss ich schon wie­der Ihre Vor­stel­lun­gen über das Niveau der
      Mit­kom­men­ta­to­ren revi­die­ren. Wie schon so oft, mei­nen Sie, mit lan­gem, unend­li­chem Geschwa­fel könn­ten Sie jeman­den beein­drucken. Wenn jemand kein Niveau hat, sind
      Sie es, weil Sie immer und immer wie­der ande­ren eine gewis­se Bil­dung absprechen.
      Das ist, wie ich ihnen schon öfter mit­teil­te, purer Hoch­mut und eines Chri­sten unwür-
      dig. Bes­se­rung ist angesagt !

    • Was bil­den Sie sich eigent­lich ein @zeitschnur, dass Sie sich hier zum Maß aller Din­ge machen und glau­ben, ande­re in die Schran­ken wei­sen zu müs­sen!? Wenn hier etwas ansto­ßer­re­gend ist, dann sind das ihre abstru­sen Auf­sät­ze in Roman­län­ge und Ihre ewi­ge Bes­ser­wis­se­rei! Sie wür­den vie­len einen gro­ßen Dienst erwei­sen, wenn Sie sich woan­ders aus­to­ben oder sich ein ande­res Hob­by zule­gen würden!
      (Wie oft wol­len Sie das eigent­lich noch hören?)
      Machen Sie sich kei­ne Mühe mir zu ant­wor­ten — ich wer­de es nicht lesen!

      • Wer­ter Ulrich, Sie spre­chen mir aus der Seele.
        Dumm­heit und Stolz wach­sen halt auf einem Holz.
        Wahr­schein­lich ist die Per­son im Sold der DBK, da muss man so reden.

      • Ein herz­li­ches Dan­ke auch an @ micha­el, der sehr schön demon­striert, dass Marx etwas Rich­ti­ges ausspricht: 

        Ja, Dumm­heit und Stolz auf einem Holz — nur wer ist wann „dumm“ und was bedeu­tet in dem Zusam­men­hang „stolz“?

        (@ micha­el braucht das natür­lich nur, um mög­lichst bös­ar­tig drauf­hau­en zu kön­nen, schon klar, aber den­noch mal die Fra­ge: Was will das über­haupt kon­kret sagen?)

        Ist es dumm, wenn man nüch­tern bleibt und ist es stolz, wenn man sich von Fun­da­men­ta­li­sten nicht in die Hyste­rie trei­ben las­sen will?
        Ist es dumm, wenn man ver­sucht, zu ret­ten, was noch zu ret­ten ist?

        Jeder halb­wegs Ver­nünf­ti­ge, gei­stig Gesun­de wird sagen: natür­lich nicht! Man kann sich dabei allen­falls, denn: Erra­re huma­num est, irren — mehr auch nicht.

        Dumm aber ist es, der Kir­che mit die­sen Albern­hei­ten, wie Sie auch @ micha­el zum besten gibt,den letz­ten Rest Boden zu entziehen.

        Auch er kommt ohne jedes Argu­ment, ja ohne über­haupt jeden sach­ori­en­tier­ten Gedan­ken aus.

        War­um auch den­ken, wenn klar ist, wer der Feind ist?

        „Und wer ist der Feind?“

        Der, der reflek­tiert, war für den Mob schon immer der Feind. Und das wird so blei­ben bis ans Ende der Tage — egal ob in Rot, Grün oder Braun.

    • @zeitschnur,
      Heu­te haben Sie mich glück­lich gemacht!
      „Waden­bei­ßer“: mich zu ver­glei­chen mit die­sen kurz­bei­ni­gen Hüte­hun­den wie die Pem­bro­ke- und Car­di­ganshire Cor­gi­es, und mit dem zot­tel­haa­ri­gen schwar­zen Puli aus Ungarn, der selbst noch die anson­sten schwie­ri­gen Schwei­ne trei­ben kann-
      wel­che Ehre!
      Nur eine Sache: ich schrei­be nicht von ande­ren ab (dafür neh­me ich auch die Sprach- und Schreib­feh­ler auf mei­ne Kappe).
      Aber Sie wer­den humo­ri­stisch! Wei­ter so!

      • Hey, Adri­en, von Ihnen war kei­ne Rede, und das wis­sen sie auch! Also — dies­mal wird es nichts damit, ein Hünd­chen zu sein, aber wer­den Sie doch ein­fach Domi­ni­ka­ner, dann sind Sie ein Canis Domi­ni und tra­gen den Hund im Ehren­ti­tel mit sich herum…

      • Sehr ver­ehr­ter Herr Adri­en Antoi­ne — also … ich habe Sie per­sön­lich da auch wirk­lich nicht „mit-her­aus­ge­hört“, also daß Frau zeit­schnur Sie „mit­ge­meint“ haben könn­te, egtl. gar nicht … – aber trotz­dem abso­lut klas­se gekon­tert, muß­te so lachen über die „kurz­bei­ni­gen Hüte­hun­de“ und den „zot­tel­haa­ri­gen schwar­zen Puli aus Ungarn“, herr­lich! – Hm, habe gera­de mal recher­chiert; mein­ten Sie tat­säch­lich so ein, ähm, aller­höchst-nied­li­ches Vie[c]h[-erl, s.u.]? Puli, vor­her noch nie gehört, ken­ne bloß Pul­lis^^ … was man bei Katho­li­sches nicht alles ler­nen kann, von wegen „Fun­di-Forum“, im Gegen­teil, und da habe ich wohl ein ande­res Emp­fin­den als die ver­ehr­te zeit­schnur – emp­fand gera­de die­ses Forum hier von Anfang an so wohl­tu­end anders, ver­gli­chen mit dem wahr­lich unter­ir­di­schen Nie-wo andern­orts im www. Und auch in der ‚Blo­go­ze­se‘ teilw. ganz her­vor­ra­gen­de Tex­te. – Hier noch …

        http://tinyurl.com/ocusk8f – ein Puli-Bild­chen von Wikipedia/Commons.

      • Lob­by­is­mus.… Nest­be­schmut­zer… Unter-den-Tep­pich­keh­rer … mit-Zwei­er­lei-Maß-Mes­ser.… Mes­ser… das Mes­ser der Straße…

        Hach, ich kann ein­fach nicht lügen, 1000 Jah­re katho­li­scher Volks­zorn konn­ten mich immer noch nicht davon über­zeu­gen, das… 

        …Pila­tus doch recht hat­te, als er frag­te „Was ist Wahrheit?“

    • Poli­tisch Rechts­ge­rich­te­te, wie geht das bit­te im Katho­li­zis­mus? Rechts, links das hat nichts mit Katho­li­zis­mus zu tun, ehr­lich gesagt widert es mich an poli­ti­sche Kampf­be­grif­fe hier im Forum lesen zu müs­sen!!! Gott ist alles ande­re als ras­si­stisch, sie­he Buch Nume­ri ( 4. Buch Mose) 4,12. Mose hei­ra­te­te eine schwarz ange­hauch­te Frau, eine Kuschi­te­rin. Kri­tik am Staat Isra­el ist abso­lut berech­tigt da Got­tes Wei­sung der Dia­spo­ra kom­plett ad acta gelegt wur­de, was sol­len das denn bit­te für Juden in Isra­el sein die Got­tes Wei­sung der Dia­spo­ra miss­ach­ten? Was defi­ni­tiv nicht in Ord­nung ist Men­schen zu ver­teu­feln, egal ob Jude, Nazi, Kom­mu­nist„ Mos­lem oder irgend­was Ande­res, das ist alles ande­re als christ­lich. Ein poli­ti­scher Kampf­be­griff ist auch ein Instru­men­ta­ri­um der Ver­teu­fe­lung! Mitgehangen-Mitgefangen-Mitgegangen!

    • Hal­lo Zeitschnur,

      da ich hier auch rela­tiv viel mit­le­se, hät­te mich mal inter­es­siert, wen Sie da meinen.
      Ganz komisch fin­de ich die­ses selt­sa­me Ver­dikt über „poli­tisch Rechts­ge­rich­te­te“. Ohne selbst die­ser Rich­tung anzu­hän­gen, muss man doch aber wür­di­gen, dass die Rechts­ge­rich­te­ten die größ­te Distan­zie­rung von den unse­li­gen lin­ken Bewe­gun­gen des 20. Jahr­hun­derts, den ver­schie­den Sozia­lis­men, zei­gen. Das müs­sen doch auch Sie als posi­tiv an den „Rech­ten“ her­vor­zu­he­ben wis­sen, oder?

      • Ich wer­de kei­ne Namen nen­nen! Auch kei­ne Nicknames…
        Was das „rechts­ge­rich­tet“ betrifft: Ob es ein Ver­dienst ist, wenn man rech­ten Ver­bre­chern lie­ber anhängt als linken?
        Ich habe da kein rosi­ges Bild und fra­ge mich, wie Sie dazu kommen..

        (Um die­ses Miss­ver­ständ­nis aus­zu­schlie­ßen: Ich mei­ne mit „rechts­ge­rich­tet“ nicht die CDU, CSU, auch nicht die AfD, son­dern die­se ande­ren Kali­ber, die das 20. Jh eben­so an den Rand einer rie­si­gen Ermor­de­ten­gru­be gebracht haben wie die Lin­ken, mit denen ich auch nicht die SPD oder die Grü­nen mei­ne (die meist nur bür­ger­li­che Spiel­chen spie­len in einem gut­be­hü­te­ten Sand­ka­sten mit einem schö­nen Bau­ka­sten vol­ler Stei­ne, qua­dra­tisch, prak­tisch, gut, und von sozia­ler Gerech­tig­keit faseln), son­dern kom­mu­ni­sti­sche Verbrecher…)

        Allei­ne dass Katho­li­ken sich völ­lig geist­los mit Anti­se­mi­ten, Ras­si­sten und Dik­ta­to­ren faschi­sti­scher Cou­leur gemein machen, ist ein Armuts­zeug­nis. Und sie tun es. Lesen Sie doch allei­ne mal das Blog von Wil­liam­son. was der die ver­gan­ge­nen Jah­re an Mist von sich gege­ben hat, ist eines Katho­li­ken nicht wür­dig. Und er ist nicht der ein­zi­ge… Den­ken Sie an die undurch­sich­ti­gen Ver­bin­dun­gen zwi­schen Lef­eb­v­re und der fran­zö­si­schen Kol­la­bo­ra­ti­on, sei­ner Pétain-Verehrung…oder die gehei­men Machen­schaf­ten des Opus Dei mit faschi­sti­schen Dik­ta­to­ren.… wo Men­schen ermor­dert, ver­schleppt, wo Lei­chen ins Meer gewor­fen wur­den, um die Mor­de zu ver­schlei­ern, um nur ein paar Bei­spie­le zu nen­nen, und kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken eis­kalt und zynisch mit­ge­mischt haben — nee danke.

        Man muss die Gei­ster nach ALLEN Rich­tun­gen hin unterschieden.

      • Oh ja, da haben Sie sehr Recht, @ zeit­schnur, was die­se unse­li­gen Ver­quickun­gen & Kol­la­bo­ra­tio­nen betrifft; wei­te­re Bei­spie­le: der (spä­te) Bati­sta auf Kuba („Aus­ver­kauf“ Kubas bes. d. US-ame­ri­kan. „Inve­sto­ren“, Kor­rup­ti­on, Havan­na ein „baby­lo­ni­scher Pfuhl“ aus „Spiel­höl­len, Bor­del­len … & Schnaps“ – da muß man sich nicht wun­dern, wenn Castro gera­de­zu „ein­fach so durch-mar­schie­ren“ konn­te), oder eben Pino­chet – u.a. durch Mord an Gene­ral Schnei­der gg. Allen­de hin­ge­putscht … alles nicht nur gedeckt, son­dern sogar zynisch insze­niert durch das unglaub­lich anma­ßen­de angeb­li­che „Mut­ter­land von free­dom and demo­cra­cy“, die USA. Dies übri­gens (mitt­ler­wei­le, nach Akten­frei­ga­be / Öff­nung von Archi­ven) kei­nes­wegs mehr ‚Ver­schwö­rungs­theo­rien‘, son­dern trau­ri­ge Wahr­heit; dazu auf yt nicht nur die Vor­trä­ge von Dr. Danie­le Gan­ser, son­dern etwa auch die (arte-?) Doku über Kis­sin­ger, m.E. einer der schlimm­sten Zyni­ker der (ja „kon­ser­va­ti­ven“! aber nicht nur …) US-Poli­tik; gleich danach Leu­te wie Brze­zinski, Wol­fo­witz, Bar­nett. Das regt mich beson­ders bei jener „Par­tei der Mit­te“, bei all den (pseu­do-) „Kon­ser­va­ti­ven“, so sehr auf — daß sie auf die­sem Auge völ­lig blind sind … ja sein wol­len! Und dann immer die­ses „ja aber die Kom­mu­ni­sten … ja aber die Lin­ken …“ – ja, natür­lich ist das streng zu ver­ur­tei­len, aber deren Unrecht kann doch nie­mals eine „Recht­fer­ti­gung“ für den eige­nen kal­ten Zynis­mus sein! Vor allem wenn man sich sel­ber auch noch ‚Christ­lich‘ nennt …

    • @Zeitschnur:

      Nicht dass sie mich falsch ver­ste­hen, aber auch ich habe mich oft dar­über gewun­dert, dass Ihre Kom­men­ta­re über­haupt frei­ge­schal­tet wur­den. Das zeigt doch, dass Katho­li­sches auch ande­re Mei­nun­gen zulässt oder etwa nicht?

      • Und ob Sie es glau­ben oder nicht, bei einem Punkt gebe ich Marx Recht. „Man kann sich den gan­zen Tag damit beschäftigen“(mit dem Blog­gen). Scha­de wenn es wel­che gibt, die das dann auch tun.

      • …Katho­li­sches viel­leicht schon, aber nicht vie­le der Kommentatoren…
        Es geht auch nicht dar­um, wer wie­viel Zeit wo ver­bringt — das kön­nen Sie ohne­hin nicht wis­sen. Es gibt Leu­te, die sehr schnell lesen und schrei­ben kön­nen und sol­che, die für jeden Satz Stun­den brauchen.
        Auf mei­nem Blog jeden­falls erscheint höch­sten ein­mal im Monat ein Artikel…

        Mei­nun­gen sind nicht das The­ma, son­dern die­se fin­ste­re per­sön­li­che Anma­che, die unter Tra­dis üblich ist und auch nicht ein­ge­se­hen wird. Das war für mich ein ech­ter Kul­tur­schock und ist es noch.

        Aber was sagen Sie denn dazu, dass die­se Meu­te durchs Netz gei­stert und den letz­ten Rest Katho­li­zis­mus in Ver­ruf bringt?

      • Ich bin der Mei­nung, dass unter der Schnel­lig­keit ger­ne die Qua­li­tät lei­det. Und nur weil jemand viel schreibt, muss es nicht rich­tig oder gut sein, Stich­wort Quan­ti­tät. Und Ihre Mei­nung zu „Tra­dis“, wie sie kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken nen­nen, fin­de ich sehr sub­jek­tiv. Kön­nen Sie etwa von sich aus sagen, dass Sie bei jedem The­ma in der Mit­te ste­hen und nicht in eine der bei­den poli­tisch ideo­lo­gi­schen Rich­tun­gen ten­die­ren? Bzw dass man ihre Mei­nung so auf­fas­sen könnte?
        Und dar­an, dass ich erst Tage spä­ter hier ant­wor­te, kön­nen Sie erken­nen, dass ich ver­su­che nur mäßig viel Zeit mit sol­chen Din­gen zu verbringen.
        Ich den­ke, vie­les was Ihnen an den Mei­nun­gen von kon­ser­va­ti­ven Blog­gern nicht gefällt, beruht auf deren Empö­rung über den Moder­nis­mus in der katho­li­schen Kir­che, wor­über ja auf Katholisches(oft sogar exklu­siv) häu­fig berich­tet wird.
        Man sieht wie die Kir­che lang­sam unter­geht, so schlimm das ist, so deut­lich sind auch die Reak­tio­nen darauf.

    • Ver­schwoe­rungs­theo­rien kom­men immer da auf, wo nicht klar zu Ross und Rei­ter gestan­den wird, wo das Dog­ma mit 1000 Wenn und Abers ad absur­dum gefuehrt wird.
      Genau da wo ein Papst Gren­zen und Stan­dards ver­ku­en­den und fest­set­zen soll­te, da wird die „katho­li­sche Schei­dung“ ver­ku­en­det, natu­er­lich ohne an der Auf­loe­sung der Ehe zu ruetteln.
      Das ist ja nur ein klei­nes Bei­spiel von dem fueh­rungs­lo­sen Fueh­rungs­stil eines Man­nes, der das „Eti­kett“ Papst, durch „Bischof von Rom“ ersetzt.
      Vie­le Glae­u­gi­gen sind ori­en­tie­rungs­los und den­ken sich ihren Teil und schrei­ben das auch nie­der, mehr oder weni­ger qua­li­fi­ziert, mehr oder weni­ger drastisch.
      Beim The­ma Glau­ben und Reli­gi­on wird es halt mei­stens sehr emo­tio­nal, weil es sich um die Sache auf Leben und Tod handelt.
      Wer sich da arro­gant auf den Rich­ter­stuhl setzt und sich erlaubt in Gut und Boe­se zu unter­tei­len, wie ein paar Bes­ser­wis­ser hier oder eben auch der Bischof von Muen­chen, wird sehr tief fallen.
      Bei ihm reibt man sich sowie­so die Augen, denn sein Gere­de vom Dia­log, vom Bru­ecken­bau­en etc. pp ent­puppt sich voll­ends als hoh­les Geschwaetz, denn es gilt nur fuer die Krei­se die der fei­ne Herr Bischof sich aussucht.
      Was fehlt sind schlues­si­ge Ant­wor­ten auf dra­en­gen­de Fra­gen, aber da aalt man sich ger­ne her­aus wie so vie­le heute.
      Scha­de um die Kirche !

      • Dass Marx unglaub­wür­dig ist, weil er wider­sprüch­lich argu­men­tiert, trifft zwar zu, aber das, was Sie ihm vor­wer­fen, bertrei­ben Sie doch sel­ber — und mer­ken es nicht.

        Auch Sie bestei­gen den Rich­ter­stuhl und urtei­len dar­über, was gut und was böse ist, und auch Sie schrei­ben als „Bes­ser­wis­ser“:

        „Wer sich da arro­gant auf den Rich­ter­stuhl setzt und sich erlaubt in Gut und Boe­se zu unter­tei­len, wie ein paar Bes­ser­wis­ser hier oder eben auch der Bischof von Muen­chen, wird sehr tief fallen.“

        Ja, da bleibt Ihr Euch alle­samt gegen­sei­tig nichts schul­dig, Ihr Pro­gres­si­ven und Traditionalisten!
        Was, wenn auch Sie ein­mal „tief fal­len“ könnten?
        Woher wis­sen Sie, wie über ande­re gerich­tet wer­den muss eines Tages?
        Was ist mit Ihnen selbst — kön­nen Sie vor Got­tes Gericht bestehen?

        Kei­ner von Euch ist in der Lage, sei­ne ideo­lo­gi­schen Scheu­klap­pen abzu­le­gen und in einen wahr­haf­ti­gen Dis­kurs einzutreten.
        Der Durch­schnitts­tra­di ist so ver­kom­men, dass er selbst noch bei der hl. Wand­lung sei­ne Kon­troll­blicke schwei­fen lässt, ob die ande­ren im Kir­chen­raum auch ja alle rich­tig knien und an der rich­ti­gen Stel­le die Kreuz­zei­chen auch ja in der kor­rek­ten Form machen.
        Er denkt nie­mals dar­über nach, dass auch sein „Glau­be“ (oder was er dafür hält) eines Tages auf dem Prüf­stand ste­hen könnte.
        Grauenhaft!
        Jeder will dik­ta­to­risch sein Welt­bild durch­set­zen und dabei jede Infra­ge­stel­lung, ja: über­haupt jede ech­te Fra­ge ersticken.

        Mit Glau­ben und Lie­be zu Jesus hat das alles nichts zu tun.

        Man weiß nicht, wen man mehr fürch­ten und ver­ab­scheu­en soll: sol­che wie Marx oder die von ihm zu recht kri­ti­sier­ten Fundamentalisten.

  3. Schon das Wort „Ver­blö­dung“ im Mun­de eines Kar­di­nals ist doch recht befremd­lich. Offen­bar lei­det die Kir­che in Deutsch­land heu­te schon auf Kar­di­nal­s­ebe­ne an einem doch recht unge­pfleg­ten Umgangs­ton. Der Hir­te beschimpft einen Teil der Her­de — so kon­kre­ti­siert sich also die neue Barm­her­zig­keit Kar­di­nal Kaspers.

    Und damit die Din­ge ihren gen­der­ge­rech­ten Lauf neh­men, plä­diert man in der DBK bald dafür, im Wege einer pro­gres­siv aus­ge­rich­te­ten Inqui­si­ti­on jeden zu Exkom­mu­ni­zie­ren, der noch am Sakra­ment der Ehe fest­hält oder Homo­se­xua­li­tät nicht als neue christ­li­che Lebens­form anse­hen will.

  4. Ist schon tra­gisch das alles … ich mei­ne nicht nur, daß im Kon­fe­renz­mo­dus am Ende vom Hir­ten nur noch der Appa­rat­schik übrig bleibt, der statt Glau­bens­wahr­hei­ten sei­ne Welt, sein selbst­re­fe­ren­ti­el­les System ver­tei­digt. Nein, Emi­nenz reagiert auf den Stich­wort­ge­ber und mar­gi­na­li­siert anstatt, wie Fran­zis­kus es vor­lebt, an die Rän­der zu gehen!

    Die­se Blö­ße wäre ver­meid­bar gewe­sen … wenn nicht … das Ding mit den Ver­schwö­rungs­theo­rien – ja wenn nicht der Fra­ge­stel­ler selbst von Blog­gern geschickt wur­de, am Ende nur ein als (Gott­sei­bei­uns!) Prie­ster ver­klei­de­ter Laie!!! 😉

  5. Auweia. Das Lesen obi­gen Tex­tes kostet mich wert­vol­le Nerven.
    Ich stel­le mir jeden Tag vor, wie sich Noe und sei­ne Fami­lie gefühlt haben müs­sen, als Gott hin­ter ihnen die Arche ver­schloss – end­lich getrennt von und sicher vor den Verrückten.

  6. Wenn man sich die Ant­wort sei­ner Hoch­wür­dig­sten Emi­nenz, Kar­di­nal Marx auf die Prie­ster­fra­ge ansieht,so könn­te man ihm nur emp­feh­len GEGEN Ver­blö­dung öfter in unse­rem Blog zu lesen! Wenn er sich schon nicht über­zeu­gen lässt, so könn­te er wenig­stens dadurch ler­nen wie man logisch stich­hal­tig, in kor­rek­tem Hoch­deutsch argu­men­tiert (bei der ganz über­wie­gen­den Mehr­heit der Bei­trä­ge und Kom­men­ta­re jeden­falls). Die Hohe Schu­le der Rhe­to­rik, die die Kir­che von der latei­ni­schen Kul­tur über­nom­men hat­te lässt offen­sicht­lich seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil sehr zu wün­schen übrig!

  7. Wenn ich mir obi­ge Ant­wort des Kar­di­nal Marx zu Gemü­te füh­re, gewin­ne ich den ‑zuge­ge­ben, rein sub­jek­ti­ven- Ein­druck, dass sich die Gefahr der Ver­blö­dung nicht unbe­dingt nur auf katholisches.info und katho­li­sche Blogs sowie deren Kom­men­ta­to­ren beschrän­ken muss.
    Es wür­de mich zudem inter­es­sie­ren, wie das Urteil des Kar­di­nals bezüg­lich katho­li­scher, doch pro­gres­siv aus­ge­rich­te­ter Blogs aus­fie­le, wür­de er danach gefragt werden.

    • Lie­be Marienzweig

      Ich habe Ihnen im Kom­men­tar­be­reich des Arti­kels „Rosen­kranz in Homo-Far­ben – „Gay friendly“-Provokation zum USA-Besuch des Pap­stes“ heu­te eine Ant­wort auf Ihre Fra­ge gege­ben, die Sie mir auf kath.net gestellt hat­ten. Viel­leicht haben Sie das noch nicht gele­sen. Die kath.net Mode­ra­ti­on woll­te die Ant­wort, aus wel­chen Grün­den auch immer, nicht freischalten.

      Inter­es­sant fin­de ich das, was Kar­di­nal Dan­neels da von sich gege­ben hat. So lang­sam lich­ten sich die Nebel.

    • @Marienzweig / @Adrien Antoi­ne / @Kostadinov

      Petra Lor­le­berg ali­as bücher­wurm hat gestern mein Log­in bei kath.net gelöscht!

      Ohne Vor­war­nung ver­steht sich, ich bin der Dame eben zu unchristlich.

      Offen­bar haben die Homo Lob­by-Grup­pen auf kath.net doch einen viel grö­ße­ren Ein­fluss als wir — auch ich — ange­nom­men haben.

      Na denn, ich wer­de dann halt hier immer mal was schreiben!

      An sol­chen Spiel­chen sieht man, wie die angeb­lich glau­bens­treu­en Medi­en vorgehen.

      • Ach, Sua­rez,
        ich habe immer gern und auf­merk­sam Ihre Kom­men­ta­re gele­sen, ob hier oder dort. Und auch von jemand Bekann­ten weiß ich, dass er Ihre Bei­trä­ge sehr zu schät­zen wusste.
        Wobei es gar nicht ein­mal immer dar­auf ankommt, dass man stets einer Mei­nung ist.
        Wenn unse­re grund­le­gen­de Hal­tung über­ein­stimmt ‑die Lie­be zu Jesus Chri­stus und Sei­ner Kir­che (nicht eine men­schen­ge­mach­te), das ech­te Wol­len und Bestre­ben, Sei­ne Leh­re ernst­zu­neh­men und Sei­ne Gebo­te zu hal­ten, der wür­di­ge Emp­fang der Sakra­men­te, die Ver­eh­rung Mari­as usw.- dann darf auch ein­mal im guten Sin­ne „gestrit­ten“ werden.
        Wir sind ja kei­ne Klo­ne und haben über man­ches ein­fach eine ande­re Auffassung.
        Aus all Ihren Kom­men­ta­ren ist zu erken­nen, dass Sie einen tie­fen Glau­ben haben.
        Belie­big­keit ist Ihre Sache nicht!
        Pace e bene!

      • Noch eine nach­träg­li­che Bemerkung:
        Es wer­den vie­le Leser und Kom­men­ta­to­ren von kath.net Ihre Gedan­ken und Ein­schät­zun­gen zur aktu­el­len Lage der Kir­che ver­mis­sen, des­sen bin ich sicher.
        Schön, dass nun auch hier des öfte­ren von Ihnen etwas zu lesen sein wird.

      • Lie­be Marienzweig,

        lie­ben Dank für die freund­li­chen Wor­te. Was mich wirk­lich ver­letzt hat, ist die Art, wie da Frau Lor­le­berg vor­ge­gan­gen ist. Ich hat­te vor eini­gen Wochen in einem schon nicht mehr sicht­ba­ren Forum (nach 7 Tagen) den schwe­ren Feh­ler began­gen und erwähnt, dass ein mir sehr nahe ste­hen­der Mensch im Stre­ben liegt. 

        Das soll­te man bei kath.net bes­ser nicht machen!

        Sie wer­den es nicht glau­ben, aber kurz dar­auf brach der übel­ste Schmähsturm über mich her­ein, den man sich nur den­ken kann. An vor­der­ster Front natür­lich die­ser Adson_von_Melk, Bent­heim und Antigone. 

        Das war, ich geste­he es frei­mü­tig, für mich nicht leicht zu ertragen.

        Beson­ders wider­lich wur­de es aber, als ich dann die­sen Bent­heim vor eini­gen Tagen dar­um bat, mich von sei­nen ledig­lich von Arro­ganz und Eitel­keit getra­ge­nen Her­ab­set­zun­gen zu ver­scho­nen, schon weil der lie­be Mensch mir gera­de genom­men wor­den sei. 

        Da hat­te ich nun end­gül­tig die Schuss­bahn die­ser höchst christ­li­chen Trup­pe frei­ge­ge­ben. Schnell gesell­te sich dann ein Charles X dazu, noch ande­re mir bis­lang unbe­kann­te Fori­sten, die alle­samt auf mich ein­prü­gel­ten, als gin­ge es dar­um, mich so schnell wie mög­lich und in aller Gründ­lich­keit zur Strecke zu brin­gen. Alles unter Dul­dung der Mode­ra­to­rin bücher­wurm, ver­steht sich, die genau wuss­te, dass der­zeit mei­ne Dul­dungs­chwel­le gegen­über Belei­di­gun­gen und Pro­vo­ka­tio­nen stark her­ab­ge­setzt ist. Zum Teil wur­den mei­ne Ant­wor­ten, in denen ich kla­re Ver­dre­hun­gen mei­ner Aus­sa­gen kor­ri­gie­ren woll­te, ein­fach nicht frei­ge­schal­tet. So geht christ­li­che „Mode­ra­ti­on“ auch, wäh­rend die besag­ten Fori­sten höhn­ten, ich traue mich wohl nicht zu antworten!

        Ich gebe zu, dass es mich ekelt, wenn ich an sol­che Tak­ti­ken den­ke, wobei die­se Leu­te auch noch wagen. dass Wort Barm­her­zig­keit im Mun­de zu füh­ren. Es ist für mich in der Tat höchst erschreckend zu sehen, wel­cher Tiefst­punkt heu­te im mensch­li­chen Umgang erreicht wird und wie Men­schen, die sich auch noch als Theo­lo­gen dar­stel­lenn, tat­säch­lich alles was unse­ren Glau­ben aus­macht der­art her­ab­set­zen, so dass einem fast die Freu­de am Glau­ben ver­lei­det wer­den könnte. 

        Für mich ist heu­te in der deut­schen katho­li­schen Kir­che statt Glau­ben oft nur noch Heu­che­lei, Ange­passt­heit und Ober­fläch­lich­keit, sowie Selbst­dar­stel­lungs­drang anzu­tref­fen. Der Glau­be wird zudem auch noch radi­kal vermarktet.

        Ich woll­te schon vor einem hal­ben Jahr den Bet­tel bei kath.net hin­schmei­ßen, sah es aber noch als sinn­voll an, wei­ter zu schrei­ben, weil jeder sei­ne Stim­me in die Waag­scha­le wer­fen soll­te, der die Dekon­struk­ti­on der Leh­re nicht unwi­der­spro­chen las­sen will. Ich den­ke auch, dass die vie­len kri­ti­schen Stim­men hin­sicht­lich der Syn­ode, die da in den letz­ten Mona­ten zu lesen waren, den Bischö­fen, die noch treu zum katho­li­schen Glau­ben ste­hen, den Rücken stärken.

        Mühe und Ärger haben sich also trotz­dem ein wenig gelohnt.

        Ihnen alles Lie­be und ich den­ke, wir tref­fen uns hier ja immer mal wieder.

      • Hoch­ge­ehr­ter @Suarez,
        Ich war als Gym­na­si­ast von 17 Jah­ren sehr schwer beein­druckt wenn der Prie­ster-Leh­rer uns in dem Reli­gi­ons­un­ter­richt ein­mal sag­te, daß man auch durch stu­die­ren hei­lig wer­den konn­te und als Bei­spiel St. Tho­mas von Aquin nannte.
        Es ist äusserst wich­tig daß hoch­ge­lehr­te Chri­sten viel und Wich­ti­ges schrei­ben und den Glau­ben con Brio verteidigen.
        Für Ihren gro­ßen Ein­satz und Ihre gewal­ti­ge Geduld unter Attacken (ich geste­he demü­tig, ich hät­te dies nicht) mein größ­te Respekt.

        Bei allen Trau­rig­kei­ten die uns betref­fen den­ke ich stets wie­der an die wun­der­schö­ne Com­mu­nio (Feria qua­tu­or tem­po­rum Pentecostes):
        „Non vos relin­quam orphanos…et cor gau­dit vestrum, alleluia“
        (Ich will euch nicht als Wai­sen zurück­las­sen; ich will zu euch wiederkommen…Und euer Herz wird sich freuen-alleluia“.

      • @ Sua­rez und @ GW

        Ich kann das gut nach­füh­len — denn man kann nicht imemr schwei­gen, v.a. dann nicht, wenn man Din­ge in den Mund gelegt bekommt, die man nicht gesagt hat und wenn man ver­leum­det wird.
        Ent­we­der man schweigt, dann heißt es: Ah ja, sie schweigt, also hat der Het­zer recht.
        Oder man schweigt nicht, dann heißt es: Was redest du aber auch! Getrof­fe­ner Hund bellt.

        Kurz: was man macht, es ist falsch.

        Ja, @ GW, das, was Sua­rez beschreibt ken­ne ich nur zu gut.

        Und ich wie­der­ho­le: war­ten wir es ab, bis es ein­mal an Sie kommt, dann reden wir weiter!

        Übri­gens, @ Suarez

        Kath.net hat mich schon lan­ge nicht frei­ge­schal­tet, seit­dem ich F. kri­tisch ange­se­hen hatte…
        Sie sind da nicht der einzige.

      • Bester Sua­rez,
        schön, daß Sie jetzt hier (öfter!? — hof­fent­lich!) mit­kom­men­tie­ren; auf noch so man­che schö­ne, gute & span­nen­de Dis­pu­ta­ti­on!^^ Und gut, daß Sie so offen berich­ten über jene … ‚Zustän­de‘ und uns ande­ren dadurch die Augen öff­nen (und da hat die wer­te zeit­schnur natür­lich voll­kom­men Recht, es gibt sie, lei­der, die­se gei­stig-mora­lisch und [mit-] mensch­lich aber wirk­lich völ­lig ‚ver­lot­ter­ten‘ Zustän­de …), abso­lut krass & unglaub­lich, hab mir, als ich’s las, nur fas­sungs­los die Augen gerie­ben, sozusagen …
        … aber nie­mals ande­ren soviel ‚Macht‘ zuge­ste­hen, daß die einem IRGENDWAS ‚ver­lei­den‘ kön­nen, erst­recht nicht die Freu­de am Glau­ben! Habe auch Zei­ten ziem­li­chen … Elends über­stan­den, und das ein­zi­ge, was — neben weni­gen lie­ben eng-ver­trau­ten Mit­men­schen — einen davor bewah­ren kann, manch­mal schier „durch­zu­dre­hen“, inner­lich, vor Leid & Schmerz, ist … nicht ‚das‘, son­dern DER Ein­zi­ge — unser Herr Jesus Chri­stus! In die­sem Sin­ne — nur auf­recht durch die Welt gehen, es kann einem KEINER irgend­was, wenn wir nur an Ihm fest­hal­ten, bedin­gungs­los-unbe­dingt, kom­me was immer da kom­men wol­le an ‚Stör­ma­nö­vern des allerniedrigsten‘ … 

        Lie­be Grü­ße, Ihr GW

      • Ihnen allen herz­li­chen Dank für die freund­li­chen Worte!

        Das Grenz­wer­ti­ge wird dann ein­deu­tig über­schrit­ten, wenn ande­ren vor­ge­wor­fen wird, ihr Glau­be sei nichts ande­res als die „Theo­lo­gie der dum­men Ker­le“! Die­se zu reprä­sen­tie­ren, unter­stell­te mir besag­ter @Adson_von_Melk und Frau Lor­le­berg ali­as @bücherwurm fand dar­an nichts aus­zu­set­zen und schal­te­te die­se Invek­ti­ve natür­lich frei!

        Hin­ge­gen muss­te ich mich von Frau Lor­le­berg abkan­zeln las­sen, als ich die­sem @Adson_von_Melk wider­sprach, der von sei­ner („mei­ner“) Kir­che sprach und ich ihn dar­auf hin­wies, dass die Kir­che immer unse­re Kir­che ist und wir nur in der Gemein­schaft mit Chri­stus einen Leib bil­den und nicht jeder sei­ne eige­ne Kir­che hat. 

        Auch eska­lier­te die Dis­kus­si­on ein­mal, als ich es wag­te, zu schrei­ben, wir könn­ten nicht ein­fach „mein Vater“ im Him­mel sagen, da das Vater­un­ser nur in der Gemein­schaft mit dem Sohn gespro­chen wer­den kann. Der los­bre­chen­de „Ent­rü­stungs­sturm“ war beacht­lich, obwohl ich mei­ne Aus­sa­ge mit einer Text­pas­sa­ge aus den GS Bd. 8/1 „Kir­che — Zei­chen unter den Völ­kern“ von Joseph Ratz­in­ger bele­gen konn­te. Dabei wur­de selbst das noch über­bo­ten, was Sie, lie­be @zeitschnur, hier tref­fend cha­rak­te­ri­sie­ren. Mir wur­de näm­lich von besag­ten Fori­sten ein­fach unter­stellt, mein Ver­stand rei­che nicht hin, die Aus­sa­gen des Theo­lo­gen Joseph Ratz­in­ger zu ver­ste­hen. Ich sei also schlicht zu dumm. Was will man auf eine sol­che Vor­ge­hens­wei­se, immer gedul­det von der angeb­lich um Red­lich­keit bemüh­ten Mode­ra­to­rin @bücherwurm (Lor­le­berg) entgegnen?

        Inhal­te belie­ben stets ausgespart!

        End­gül­tig hat­te ich jede Sym­pa­thie ver­scherzt, als ich beim The­ma Öff­nung der Leh­re respek­ti­ve Pasto­ral hin zu einer Akzep­tanz von geleb­ter Homo­se­xua­li­tät deut­lich auf die „Erwä­gun­gen zu den Ent­wür­fen einer recht­li­chen Aner­ken­nung der Lebens­ge­mein­schaf­ten zwi­schen homo­se­xu­el­len Per­so­nen“ der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re ver­wies und die Fra­ge auf­warf, wie denn dann noch die Leh­re von der Schöp­fungs­ord­nung Gül­tig­keit haben kön­ne, wenn sie in der Pra­xis der Kir­che rela­ti­viert würde.

        Was mich wirk­lich am mei­sten erzürnt, dass die­se Dekon­struk­tio­nen der Leh­re auch noch unter dem Deck­man­tel angeb­lich tra­di­tio­nel­ler Glau­bens­treue durch­ge­setzt werden.

        Ver­ehr­ter @GM
        bezüg­lich „Ver­lei­den des Glau­bens“ soll­te ich noch für die­je­ni­gen erwäh­nen, die es hier viel­leicht nicht wis­sen — eini­ge ken­nen mich ja — dass ich im „Bis­tum“ Lim­burg lebe und den gue­ril­la­haf­ten Kir­chen­kampf der pro­gres­si­ven Kampf­trup­pen haut­nah erfah­ren durf­te. Als man wäh­rend(!) der Hei­li­gen Mes­se einen Pro­test­brief gegen den Bischof ver­las und es zu unschö­nen Sze­nen kam, war ich wirk­lich tief erschüt­tert und auch tief in mei­nem Glau­ben ver­letzt, das muss ich ein­fach so ein­ge­ste­hen. Es war leicht zu spü­ren, dass die­se Kampf­trup­pen zu allem bereit sind, auch zur Zer­stö­rung der Kir­che und Glau­ben in unse­rem Land. Sicher hat die Zusa­ge unse­res Her­ren, dass die Kir­che nicht unter­ge­hen wird, Bestand, d.h. aber nicht dass sie hier bestehen bliebe,

      • Und was ist ein Glau­be, dem die Lie­be fehlt?

        Ist es nicht so, wie es Pau­lus im Ersten Brief an die Korin­ther schreibt:

        1 Kor 13,1 Wenn ich in den Spra­chen der Men­schen und Engel rede­te, / hät­te aber die Lie­be nicht, / wäre ich dröh­nen­des Erz oder eine lär­men­de Pauke.
        1 Kor 13,2 Und wenn ich pro­phe­tisch reden könn­te / und alle Geheim­nis­se wüss­te / und alle Erkennt­nis hät­te; / wenn ich alle Glau­bens­kraft besä­ße / und Ber­ge damit ver­set­zen könn­te, / hät­te aber die Lie­be nicht, / wäre ich nichts.

        Ich stel­le auch an mir immer wie­der fest, dass es eines lebens­lan­gen Mühens im posi­ti­ven Sin­ne bedarf, die­se Lie­be in sich immer wie­der auf­leuch­ten zu las­sen. Oft spü­re ich bei die­sen gro­ßen Wor­ten mein eige­nes Ver­sa­gen, was mich aber nur noch tie­fer glau­ben lässt. Die Lie­be ist Gna­de und kein Ver­dienst. Wenn das unse­re Hir­ten wenig­stens in ihren Her­zen beden­ken würden!

      • Tut mir leid zu hören, dass macht kath.net nicht wirk­lich interessanter…

        aber kon­se­quent sind sie nicht, ich hab heu­te früh einen kri­ti­schen Kom­men­tar über den Bischof von Rom durchgekriegt 😛

        zu der Fran­zis­kus-Per­le über die Null­to­le­ranz bei Miss­brauch: «scheint nur für die USA zu gel­ten… Alle Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zie­hen? War­um nicht auch in Belgien?»

        und mit Ihnen wür­de ich ger­ne mal direkt bei einem Bier dis­ku­tie­ren, eben­so mit Adrien 😉

      • @Kostadinov

        in der Tat ein schö­ner Gedanke!

        Soll­te ich wie­der mal in Zürich sein, las­se ich es Sie vor­her wissen.

      • @Reinhold

        Sie haben natür­lich recht; es geht um Eitel­keit und um ein klein wenig ver­meint­li­che Macht, wenn auch nur über die eige­ne Leser­schaft. Man kann eine Mode­ra­ti­on auch nut­zen, um Mei­nung zu steu­ern, im schlimm­sten Fall zu mani­pu­lie­ren. Mit der angeb­li­chen Unab­hän­gig­keit ist es so eine Sache, for­mal kann die behaup­tet wer­den, ob sie aber real da ist, bleibt eine ganz ande­re Frage.

    • Ich muß gestehen,das ich sel­ten so gelacht habe als über die Aus­las­sun­gen des Herrn Marx zur inter­net-und blogger-Szene!
      Das war rich­tig herzerfrischend!!
      War der die letz­ten 20 Jah­re im Eis eingefroren?

  8. Ich gra­tu­lie­re der p. t. Redak­ti­on von katholisches.info, daß sie offen­bar eine gewis­se Wir­kung erzielt und damit die Wahr­neh­mungs­schwel­le des Appa­rats über­schrit­ten hat.

    Ich freue mich daher umso mehr, daß man mir die Ehre gege­ben hat, auf die­ser Sei­te spo­ra­disch mit­ar­bei­ten zu können.

    Im übri­gen sind die Fra­ge des Prie­sters im Publi­kum und erst recht die Anwort von Emi­nenz ein sinn­bild­li­ches Armuts­zeug­nis eines total ver­wirr­ten Kle­rus. Man schämt sich dort nicht, intel­lek­tu­el­le und glau­bens­treue Blog­ger mit isla­mi­schen Ter­ro­ri­sten zu vergleichen.

  9. Ich habe den Ein­druck, daß Kar­di­nal Marx ein eif­ri­ger Leser die­ser äh Bloggs ist und viel Zeit den Sei­ten von Katholisches.info schenkt. Möge es ihm bekommen.

  10. Ich den­ke, die Fra­ge des Prie­sters ist gefähr­li­cher als die Ant­wort des Kar­di­nals, der offen­sicht­lich um die rich­ti­gen Wor­te ringt. Das flap­si­ge Zitat des Kar­di­nals soll­te aber im Kon­text wahr­ge­nom­men wer­den: „… die­se Ver­blog­gung führt auch zu Ver­blö­dung manch­mal, nicht?“ — ja, „manch­mal“.

    Dass gene­rell über­mä­ßi­ger Inter­net­kon­sum das Herz des Men­schen ent- und ver­füh­ren, aus einem frei­en Men­schen einen getrie­be­nen machen kann, im Suchen nach dem Anti­chri­sten und der Apo­ka­lyp­se starr wie die Maus vor der Schlan­ge, soll­te nicht ver­ges­sen wer­den. Das Kle­ben der Face­book-Comu­ni­ty am Han­dy spricht ja auch für sich. 

    Den­noch sind mE die Blogs als kor­rek­tiv wich­tig — viel­leicht sogar unent­behr­lich, gera­de was die Ver­brei­tung und Erhel­lung über die katho­li­schen Leh­re betrifft.

    „… wer kann sich denn auf Jesus von Naza­reth beru­fen und einen ande­ren Men­schen ernied­ri­gen …?“ Das ist die Fra­ge die bleibt.

    • „Ich den­ke, die Fra­ge des Prie­sters ist gefähr­li­cher als die Ant­wort des Kardinals,“
      Das sehe ich auch so. Die­ses Prie­ster­lein wenn es denn einer ist wünscht das gegen­über Katho­li­ken die sich ihnen nicht beu­gen vor­ge­gan­gen wird. Man könn­te auch den­ken das er ihnen böses wünscht.
      Per Mari­am ad Christum.

  11. Wenn Ver­blog­gung ein Zei­chen für Ver­blö­dung ist, dann scheint mir der Kar­di­nal ja mäch­tig „ver­bloggt“ zu sein. Habe sel­ten einen so sinn­frei­en Bei­trag aus dem Mun­de eines stu­dier­ten Man­nes gehört. Aber es paßt: Haupt­sa­che, man beschimpft die klei­ne Schar noch gläu­bi­ger Katho­li­ken, statt sich ihre Sor­gen ein­mal anzuhören.

    • N.B. Wirk­lich, ein wahr­haft guter Hir­te, ganz wie der Herr ihn sich vor­ge­stellt hat!
      Wie hieß ein­mal ein Buch über ihn: Mensch, Marx!!

  12. Es ist nötig, den Zusam­men­hang die­ser Äuße­rung des Kar­di­nals mit der aktu­el­len vati­ka­ni­schen Poli­tik zu erkennen.
    Kar­di­nal Marx ist voll auf die Linie von Papst Fran­zis­kus abgefahren:
    Die Mode­ra­ten aller Reli­gio­nen müs­sen sich gegen ihre Fun­da­men­ta­li­sten ver­bün­den und sie dele­gi­ti­mi­sie­ren und iso­lie­ren (erfor­der­li­chen­falls auch eli­mi­nie­ren und liqui­die­ren?), dann bricht der ewi­ge Mensch­heits­frie­de an.
    Katho­li­sche bzw. christ­li­che Dis­si­den­ten („Fun­da­men­ta­li­sten“) wer­den dann auf eine Stu­fe gestellt mit isla­mi­schen Ter­ro­ri­sten. Das tat Papst Fran­zis­kus schon mehr­fach und tut es immer öfter.
    Viel­leicht wer­den fun­da­men­ta­li­sti­sche Chri­sten bald sogar als gefähr­li­cher als IS-Ter­ro­ri­sten ein­ge­stuft, denn die Oba­ma-Regie­rung hat den jüng­sten Vor­schlag Russ­lands zurück­ge­wie­sen, den IS in die Liste der Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen aufzunehmen.
    http://de.sputniknews.com/politik/20150924/304499799.html

    • Marx ist der klas­si­sche Wen­de­hals, der wür­de sein Fähn­lein nach jedem Wind hän­gen, um nur sein Wohl­le­ben wei­ter genie­ßen zu kön­nen. War­um hat eigent­lich die lin­ke Medi­en­meu­te so auf­fäl­lig zu sei­nem erneu­er­ten, super­teu­ren Bischofs­sitz geschwie­gen? Nach­ti­gall, ich hör .….

    • Tho­mas Bar­nett, bester Leo Laemm­lein!!! Das geht alles exakt in die­se Rich­tung! Da kön­nen wir uns bald echt nur noch warm anzie­hen, wenn das so wei­ter­geht; jedoch: Infor­miert­heit & Wider­stand wach­sen immer mehr; es bleibt span­nend, ziem­lich sehr …

  13. Ich habe mir den „Prie­ster“, der die bewuß­te „Fra­ge“ an den Kar­di­nal stell­te, auf dem Bild ein­mal genau ange­schaut. Mal ehr­lich: möch­ten Sie von ihm im Ernst­fall die Ster­be­sa­kra­men­te gespen­det bekom­men? Ich ken­ne die Leh­re der Kir­che, sage aber ganz deut­lich: Nein!! Auf einen sol­chen „geist­li­chen Bei­stand“ kann ich gut ver­zich­ten. Einen sol­chen schrä­gen Vogel möch­te ich nicht bei mir sehen. Des­halb habe ich mei­nen Aus­tritt aus die­ser Kir­che erklärt, nach lan­gen Jah­ren inne­ren Rin­gens. Die­se „Kir­che“ ist nicht die, in die ich hin­ein gebo­ren und bei der Tauf auf­ge­nom­men wur­de. Das ist nichts bes­se­res als eine Sek­te, man soll­te sie „Kon­zils­sek­te“ nennen.

    • siri
      Ich habe den Schritt auch getan, for­de­re aber ande­re nicht dazu auf, glei­ches zu tun, denn es ist eine schwe­re Gewis­sens­ent­schei­dung, zu der jeder aus eige­nem Antrieb kom­men muss. Ande­rer­seits: ich habe es nicht bereut. Wenn man drin bleibt, ist man im Dau­er­zu­stand der inne­ren Spal­tung, denn man ist ver­pflich­tet, einem Ober­haupt zu gehor­chen, dem man nicht gehor­chen kann und darf, und nicht nur ihm, son­dern den auf ihn ein­ge­schwo­re­nen Bischö­fen, was beson­ders in Deutsch­land kata­stro­phal ist.
      Erlau­ben Sie mir, Ihnen zu raten, unbe­dingt Ver­bin­dung mit ande­ren chri­stus­gläu­bi­gen Katholiken/ Chri­sten zu hal­ten — und vor allem mit dem Haupt der Kir­che selbst, unse­rem Herrn Jesus Chri­stus, dem Sie, in die­ser Not­la­ge der Kir­che, im Hei­li­gen Geist nun direkt unter­stellt sind.

  14. Wobei sich Kar­di­nal Marx wie­der ein­mal wider­spricht. Von Ihm stammt der Aus­spruch: „Wir sind hier kei­ne Filia­le Roms“. Sein jez­ti­ges State­ment aber bestä­tig doch das pure Gegen­teil. Er prä­sen­tiert doch täg­lich, stünd­lich, dass Er eine Filia­le Roms ist, das neue moder­ni­sti­sche Rom, das Rom wie es uns in La Salet­te proh­pe­zeit wurde.…..

  15. Kar­di­nal Murks macht nicht nur Murks, nein er redet auch Murks!
    Wenn es eine Gefähr­dung durch eine Sze­ne gibt von der er spricht, dann nur durch die der abtrün­ni­gen Kir­chen­für­sten, die in G‑9 u.a. Geheim­gip­feln die Kir­che revol­tie­ren! Das unüber­biet­ba­re Kor­rek­tiv von dem er spricht, soll­te er sich selbst ein­mal zur Brust neh­men, beson­ders wenn es um die Zulas­sung von Ehe­bre­chern zur Kom­mu­ni­on oder um die Seg­nung von Homo­se­xu­el­len geht — dann könn­te er viel­leicht auch wie­der in den Spie­gel schau­en! Oder ist er wirk­lich so (um mit sei­nen Wor­ten zu spre­chen!) ver­blö­det, dass er einen Jesus Chri­stus auf sei­ner Sei­te wähnt?
    Das unüber­biet­ba­re Kor­rek­tiv wür­de ihm auch ernäh­rungs­be­ra­tend zur Sei­te ste­hen und hel­fen, frei­tags ein Cor­don Bleu weni­ger zu essen und sich die täg­li­che Havan­na im Wert von 30 Euro zu spa­ren! Mich wür­de es nicht wun­dern, wenn er einen Papst F. beauf­tragt hät­te, ihm sol­che kof­fer­wei­se als Sou­ve­nir aus Kuba mitzubringen!
    Er spricht von „mit Anders­den­ken­den in Dis­kurs tre­ten“ und im glei­chen Atem­zug dis­kri­mi­niert und belei­digt er Anders­den­ken­de aufs Höch­ste! Hier tritt die schnö­de Arro­ganz und Igno­ranz eines Rota­ri­er-Simo­ni­sten zutage!

    • Die Spei­se­kar­te bei Bischofs­voll­ver­samm­lun­gen gleicht einem Gault Millau fein­ster Sor­te. Selbst bei besag­ten Tref­fen in der Fasten­zeit frönt man dem Genuss ohne Reue, so dass sich unse­re Ober­hir­ten alle­samt als 5‑Ster­ne-Restau­rant­te­ster eig­nen würden.

      • Das ist histo­risch nichts neues.

        Soweit ich mich erin­ne­re, hat der berühm­te fran­zö­si­sche Koch Escof­fier ein­mal eine wun­der­ba­re Toma­ten­rahm­sup­pe mit Hack­fleisch­k­lö­schen kre­iert und die­se dann „Kar­di­nal­sup­pe“ genannt.
        Von einem frei­mau­re­ri­schen repu­bli­ka­ni­schen Poli­ti­ker und Fein­schmecker wur­de Escof­fier dann ange­spro­chen, dies doch eine „Pre­si­den­ten­sup­pe“ zu nennen.
        Wor­auf Escof­fier replizierte:
        „Kar­di­nal­sup­pe. Kar­di­nä­le ver­ste­hen mehr von Essen“ .

        Ich erin­ne­re mich übri­gens noch sehr gut wie in den Tur­bu­len­zen um dem Welt­bild­ver­lag und bei den schwa­dro­nie­ren­den Wort­mel­dun­gen von Kard. Marx in dem Welt­bild­pro­spekt (und bei der Neu­auf­nah­me von Kas­se­rol­len, Bügel­bret­tern, Fit­ness­ge­rä­ten und Unter­wä­sche inklu­siv Sport­mo­del­len) ganz groß eine Art von Gulasch­ka­no­ne für den Win­ter­gar­ten ange­prie­sen wur­de und mit sehr fet­ten Kur­siv­let­tern dane­ben: „der SUPPENMAX“ stand (wobei ich mit mei­nen blin­den Augen erst falsch las und ver­blüfft „SUPPENMARX“ las).
        Ver­bum non amp­li­us addam (Hora­ti­us, Sat. I1,121)

      • Nach­dem ein Sup­pen-Kas­per bereits Ein­gang in die „Welt­li­te­ra­tur“ gefun­den hat, seh‘ ich beim Sup­pen-Marx ähn­li­che Chancen.
        Könn­te mir aber auch eine Ver­mark­tung auf ande­ren Gebie­ten vorstellen:
        Toma­ten-Marx oder Stram­mer Marx wür­den eben­falls rei­ßen­den Absatz finden.

  16. Bis­her habe ich über­wie­gend nur vie­le inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen gele­sen die ich sonst nie erfah­ren hät­te. und unglaub­lich vie­le ernst­haf­te und gute Blog­ger entdeckt.
    Die Kir­chen­zei­tun­gen wie Dom etc. sind ja der­art gleich­ge­schal­tet und so wie mir
    Von evan­ge­li­schen Bekann­ten immer vor­ge­wor­fen wur­de. Näm­lich Schein­hei­lig und, bschönigend.
    Kri­tik­fä­hig­keit scheint ja hier in Deutsch­land ein gro­ßes Pro­blem zu sein. Und im übrigen
    Gilt hier die alte Volks­weis­heit. Sowas tut ein From­mer nicht und wenn er‚s tut dann sagt
    Mans nicht. Und über Herrn Kar­di­nal Marx hat man ja gera­de auch aus München
    Viel Unschö­nes aber abso­lut Wah­res gehört . Das kann ihm nicht gefallen.
    Denn er weiß es offensichtlich

  17. Erst wird man negiert, dann wird man lächer­lich gemacht, dann wird man bekämpft und am Ende siegt man (frei nach Mahat­ma Gandhi)

    Kard. Marx benützt fast soviel äh’s wie Danneels.
    Und dann noch den­ken daß nach dem 2. Vati­ka­num die Ver­kün­di­gung das erste munus eines Bischofs wäre.
    Mit „äh“ läßt sich nicht viel Sin­ni­ges sagen.
    Quos deus per­de­re vult, pri­us dementat.

  18. Ich ken­ne einen ver­meint­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten, der Homo­se­xua­li­tät und Schei­dung ablehn­te und Recht ein­for­der­te, er hiess Jesus Chri­stus, ob er nun wirk­lich Fun­da­men­ta­list war oder nicht ist irrele­vant, aber eins war er mit Sicher­heit: Traditionalist!
    Es ist schon sehr auf­schluss­reich, das Jour­na­li­sten schon fest­le­gen, wie im Fal­le katholisches.info, wer ein Fun­da­men­ta­list ist und wer nicht. Viel­leicht ist das die Pri­vat­mei­nung die­ses Jour­na­li­sten, aber mehr als ein Blog­ger ist er wohl dann auch nicht wenn er es nicht schafft neu­tral zu berich­ten. Ein Blog­ger mir Pres­se­aus­weis, weder kalt noch warm. Neu­tra­le Berichts­er­stat­tung ist ja mitt­ler­wei­le selbst bei öffent­lich-recht­li­chen Medi­en zu einem Instru­ment für Mei­nungs­ma­che ver­kom­men — Dan­ke für Nichts.
    Es ist schon so wer­ter Herr Kar­di­nal Marx, vor­ab ich habe genug mit Nach­rich­ten­dien­sten zu tun gehabt und weiß, es gibt kein Land der Welt das von so vie­len Nach­rich­ten­dien­sten so mas­siv über­wacht wird wie Deutsch­land, und das hat einen Grund, der mir auch bekannt ist. Allei­ne die Tat­sa­che das „ES“ (Grund)) ver­sucht wird mit allen Mit­teln unter den Tep­pisch gekehrt zu wer­den, zeigt ja das eine Ver­schwö­rung exi­stent ist, an der Frucht des Bau­mes kann es sogar der Nicht­in­for­mier­te sehen. Der gro­ße Rei­bach der mit dem Reichs­kon­kor­dat hier gemacht wird ist uner­träg­lich und basiert auf Ver­schwei­gen von Wahr­hei­ten, und was wenn es sich gegen die Wahr­heit rich­tet wie es pas­siert einer Lüge gleich kommt und nicht christ­lich ist. Wie hier der Katho­li­zis­mus per­ver­tiert wird zu einer Art pro­te­stan­ti­scher After­kir­che ist Beleg genug für die Ver­keh­rung von Wahr­hei­ten und ist ein Miss­brauch gewis­ser Rechts­la­gen die so ein Fehl­ver­hal­ten begün­stigt haben. Eini­ge aus­län­di­sche Nach­rich­ten­dienst­ler sind zumin­dest zum Teil ehr­li­cher als es eini­ge deut­sche Men­schen sind die von die­sem enor­men Rei­bach pro­fi­tie­ren. Das hat bald ein Ende. Gehen Sie zum Kopp Ver­lag, Herr Kar­di­nal Marx, ich gehe dem­nächst zur FSSPX da dort wirk­lich noch katho­lisch gelehrt wird und das Hei­li­ge Mess­op­fer unver­sehrt geblie­ben ist.

    • Bra­vo Hein­rich, wer ein­mal dort war dem kommt das NOM Getue nur noch lae­cher­lich vor. Man soll­te irgend­wann auch auch dem Kir­chen­steu­er­ver­ein aus­tre­ten und der FSSPX das Geld zukom­men lassen.
      Die Marx­bu­de bricht sowie­so bald zusam­men und ret­tet sich dann 2017 in die Ver­ei­ni­gung mit den Protestanten.

  19. Das ist doch super, was der Bischof hier sagt ! Er appel­liert an die Ver­nunft und wen­det sich gegen Hetz­te und Ver­leum­dung. Dar­über hin­aus sagt er, dass er sich nicht pro­vo­zie­ren lässt, son­dern bes­ser direkt mit Men­schen reden möch­te. Er warnt, dass man sich nicht in Blogs ver­lie­ren soll und nicht rum­strei­ten soll. Am Ende ver­weist er auf den Herrn Jesus Chri­stus und dass die­ser der Ori­en­tie­rungs­punkt ist. Das fin­de ich toll ! Die Vor­ga­ben Jesu Chri­sti sind ja: „Ihr habt gehört, dass gesagt wor­den ist: Du sollst dei­nen Näch­sten lie­ben und dei­nen Feind has­sen. Ich aber sage euch: Liebt eure Fein­de und betet für die, die euch ver­fol­gen,…“ (Mt 5, 43–44).

  20. Der Fra­ger muss ent­we­der ein Agent Pro­vo­ca­teur sein oder ein Opfer der Bericht­erstat­tung des Bay­ri­schen Rund­funk, der die­ses Jahr wie­der­holt gegen ‚christ­li­chen Fun­da­men­ta­lis­mus‘ unter Bei­fall des zustän­di­gen Rund­funk­ra­tes wet­tern ließ.

    War­um konn­te der Kar­di­nal eigent­lich sei­ne Ant­wort nicht über­sicht­lich gestal­ten fra­ge ich mich?
    Muß ich mir als Katho­lik jetzt Gedan­ken über inner­kirch­lich agie­ren­de sub­ver­si­ve Ele­men­te machen?
    Was meint der Kar­di­nal mit Gefährdung?
    Viel­leicht wäre es hilf­reich gewe­sen den Fra­ger knapp auf den Kate­chis­mus der Kir­che zu ver­wei­sen um ein kla­res Signal abzu­ge­ben was eigent­lich katho­lisch ist. Eine immense Erleich­te­rung dies auch Anders­den­ken­den nahe zu brin­gen, in Dia­log­form ver­steht sich.
    Der letz­te Satz, auf deutsch: „wir haben kla­re Lini­en, wo die Gren­ze ist“ hät­te viel­leicht genügt.

    Aber so.…..

    Den erteil­ten Auf­trag des catho­lic watch an sei­ne Mit­ar­bei­ter fin­de ich bemer­kens­wert und aus­bau­fä­hig. Sicher gibt es bald eine span­nen­de Relatio.

  21. Am 28. Sep­tem­ber wird auch über Deutsch­land eine Mond­fin­ster­nis zu beob­ach­ten sein, ein soge­nann­ter Blut­mond. Schon auf­fäl­lig, genau 7 Mona­te nach dem Rück­tritt Papst Bene­dikts. Eine Son­nen­fin­ster­nis war am 20.03.2015* zu sehen, bei uns mit Mond­si­chel. Als ich die­se Sichel betrach­te­te, kam mir unwill­kür­lich der isla­mi­sche Halb­mond in den Sinn. Und jetzt flu­ten die Mos­lems nach Euro­pa, beson­ders nach Deutschland.

    Am *20.03.2015 wur­de Kar­di­nal Marx erneut zum Prä­si­den­ten der euro­päi­schen Bischö­fe gewählt.

    http://www.t‑online.de/nachrichten/wissen/id_75521968/-blutmond-am-montag-kommt-eine-totale-mondfinsternis-.html

    Joel, 3,4: Die Son­ne wird sich in Fin­ster­nis ver­wan­deln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der gro­ße und furchtbare.

    Aus den Visio­nen der sel. Anna Katha­ri­na Emmerich:

    „Wie­der sah ich die Peters­kir­che mit ihrer hohen Kup­pel. Micha­el stand auf ihr leuch­tend in blut­ro­tem Gewand, mit einer gro­ßen Kriegs­fah­ne in der Hand. An der Erde war gro­ßer Streit. Grü­ne und Blaue (mei­ne Inter­pre­ta­ti­on: grün ist die Far­be des Islam, blau die der Frei­mau­rer) kämpf­ten gegen Wei­ße, und die­se Wei­ßen, wel­che ein rotes, feu­ri­ges Schwert über sich ste­hen hat­ten, schie­nen ganz zu erlie­gen; alle aber wuß­ten nicht, war­um sie kämpf­ten. Die Kir­che war ganz blut­rot wie der Engel, und mir wur­de gesagt: ‚Sie wird im Blu­te gewa­schen.‘ Je län­ger der Kampf währ­te, um so mehr wich die rote Blut­far­be von der Kir­che, und sie ward immer durch­schei­nen­der. Der Engel aber stieg nie­der und trat zu den Wei­ßen, und ich sah ihn viel­fach vor allen Hau­fen. Da ergriff sie ein wun­der­ba­rer Mut, sie wuß­ten nicht woher; er war es, der unter die Fein­de schlug, und die­se flo­hen nach allen Sei­ten. Über den sie­gen­den Wei­ßen war nun das feu­ri­ge Schwert ver­schwun­den. Wäh­rend des Kamp­fes lie­fen fort­wäh­rend Hau­fen der Geg­ner zu ihnen über und ein­mal eine ganz gro­ße Men­ge. Über dem Kamp­fe erschie­nen auch Scha­ren der Hei­li­gen in der Luft, wel­che zeig­ten und mit den Hän­den deu­te­ten und wink­ten, alle ver­schie­den und doch aus und in und zu einem Geiste. 

    Als der Engel vom Dach der Kir­che nie­der­ge­stie­gen war, sah ich über dem­sel­ben Him­mel ein gro­ßes, leuch­ten­des Kreuz, an wel­chem der Hei­land hing, aus des­sen Wun­den leuch­ten­de Strah­len­bün­del sich über die Welt ver­brei­te­ten. Die Wun­den waren rot wie glän­zen­de Tore mit son­nen­gel­ber Mit­te. Er trug kei­ne Dor­nen­kro­ne; aber aus allen Kopf­wun­den schos­sen Strah­len hori­zon­tal in die Welt. Die Strah­len aus den Hän­den, der Sei­te und den Füßen schos­sen regen­bo­gen­far­big und teil­ten sich haar­fein und auch meh­re­re ver­eint nach Dör­fern, Städ­ten, Häu­sern durch die gan­ze Welt. Ich sah sie hie und da, fern und nah, auf aller­lei Stre­ben­de fal­len und die See­len ein­sau­gen, wel­che in einer die­ser Far­ben hin­an­glit­ten in die Wun­de des Herrn. Die Strah­len der Sei­ten­wun­de ström­ten auf die unten ste­hen­de Kir­che in einem sehr rei­chen und brei­ten Strom nie­der. Die Kir­che leuch­te­te ganz davon, und durch die­sen Strah­len­guß sah ich die mei­sten See­len ein­ge­hen in den Herrn.

    Ich sah aber auch ein rotes, leuch­ten­des Herz am Him­mel schwe­ben, aus wel­chem eine wei­ße Strah­len­bahn in die Sei­ten­wun­de führ­te, und von wel­chem sich eine ande­re Strah­len­bahn über die Kir­che und vie­le Gegen­den aus­brei­te­te; und die­se Strah­len saug­ten sehr vie­le See­len ein, wel­che durch das Herz und die Licht­bahn in die Sei­te Jesu ein­gin­gen. Es wur­de mir gesagt, MARIA sei die­ses Herz …“ (@ Jean­ne dArc: das schon erwähn­te Buch, Sei­te 106/107)

    • Dass wir in der End­zeit leben, scheint eigent­lich schon klar…aber wenn das die Emme­rick schon emp­fand, soll­te man sich klar­ma­chen, dass nur der Vater Tag und Stun­de weiß — nicht ein­mal der Sohn!

      • @Zeitschnur

        Ich habe weder Tag noch Stun­de benannt, son­dern auf Zei­chen hingewiesen,
        e h e der Tag des Herrn kommt. Ist mir völ­lig klar, daß ich nichts weiß.

      • zeit­schnur
        Kön­nen Sie nicht ein­fach mal die Klap­pe halten?
        Schlim­mer als alle Mos­lems sind nur noch katho­li­sche Gutmenschen !

    • Kor­rek­tur:
      selbst­ver­ständ­lich nicht 7 Mona­te nach Papst Bene­dikts Rück­tritt. Ledig­lich die Zeit­span­ne zwi­schen dem dies­jäh­ri­gen Jah­res­tag sei­nes Rück­tritts und der Mond­fin­ster­nis beträgt exakt 7 Mona­te. Ver­blö­de­te soll­ten eher schla­fen gehen 😉 , dann funktioniert’s am näch­sten Mor­gen auch mit dem Nach­den­ken wie­der besser.

  22. Der größ­te Feh­ler, den „Tra­di“ jetzt machen kann, ist sich selbst leid zu tun, sich in der Wagen­burg des Selbst­mit­lei­des zu ver­krie­chen, auf jede Kri­tik mit selbst­ge­rech­ter Lar­moy­anz zu reagie­ren. Die­ses „Wir, die Guten, die ein­zi­gen, die noch recht glau­ben“ gegen die „ande­ren“ aus­zu­spie­len, die machen kön­nen, was sie wol­len — immer beweist es uns, wie böse sie sind und wie gut , ver­kannt und ver­folgt doch wir, die es doch nur gut mei­nen und den Aller­höch­sten auf unse­rer Sei­te haben…

    Ich glau­be nicht, dass „Fun­da­men­ta­list“ zwin­gend beinhal­tet, dass man ande­re Leu­te ermor­det. Das ist nur gewis­ser­ma­ßen der fina­le und wüsten­haf­te End­zu­stand einer Hal­tung, wie ich sie oben beschreibe.

    Denn Sie müs­sen zuge­ste­hen, dass vie­le hier sich in die­ser Grund­hal­tung nicht wesent­lich unter­schei­den von der isla­mi­schen Grund­hal­tung — auch wenn bis­lang kei­ne Stei­ne geflo­gen sind, dafür aber vie­le äußerst belei­di­gen­de und ent­wür­di­gen­de Wor­te, die nach den Wor­ten unse­res Herrn schon genü­gen, um zu mor­den und zu quä­len. Ken­nen vie­le hier die Hl. Schrift und die Wor­te Jesu etwa nicht?

    Wenn Sie das Buch Hamed Abdel-Samads über den „Unter­gang der isla­mi­schen Welt“ lesen, wer­den Sie zu Beginn genau die­sel­be men­ta­le Ver­fas­sung beschrie­ben bekom­men, die auch vie­le Tra­dis haben — nur auf der isla­mi­schen Sei­te. Bei den mei­sten Mus­li­men natür­lich auch „gewalt­frei“, zumin­dest ein­mal phy­sisch gewaltfrei.

    Die Ver­nunft und der Blick über den Tel­ler­rand muss einem doch sagen, dass man auf die­sem Weg nicht weiterkommt.

    Ich fin­de, wir soll­ten sol­che Kri­tik, auch wenn sie noch so unge­recht scheint, als Anlass zur Selbst­be­sin­nung nut­zen und dar­an arbei­ten, uns nicht der­ma­ßen angreif­bar zu machen, wie wir es tun. Auch wenn Marx kei­ne Blogs liest, hat er sicher noch +net im Hin­ter­kopf, die­ses Teufelsblatt.

    Das zu sagen ent­springt nicht nur der Erfah­rung, wie es ist, wenn man von Tra­dis per­sön­lich gehetzt und ver­leum­det wird einer­seits, son­dern noch viel mehr ver­nümf­ti­gen und stra­te­gi­schen Überlegungen.

    Denn in einem gewis­sen Sinn ist das viel­stim­mi­ge, lar­moy­an­te Dai­ly-Quas­sel-Geblog­ge ein ein­deu­ti­ges Zei­chen des Niedergangs.

    • Mit der Wagen­burg haben Sie was wich­ti­ges gesagt, ein­igeln bringt nichts man muss als Bei­spiel vor­an gehen und die Ver­irr­ten aus der Wild­nis her­aus holen indem man den Weg auf­zeigt und her­aus navi­giert und nach Hau­se bringt in das Haus Got­tes. Zu den Belei­di­gun­gen, Wor­te sind auch Waf­fen und eigent­lich die schlim­me­ren, ich sag mal so ein blau­es Auge ver­geht aber der Scha­den den Wor­te hin­ter­las­sen kön­nen kann ein Leben lang wäh­ren. Het­ze und Ver­leum­dung, ja IHN hat man auch gehetzt und ver­leum­det, ob Chri­sten so was wirk­lich tun wür­den? Ich den­ke wenn die Stun­de des Herrn naht wird in allen Lagern aus­ge­mi­stet, auch in man­chen wo der oder die eine nicht dran gedacht hat.

    • „lar­moy­an­te Daily-Quassel-Geblogge“

      So weit ich das erken­nen konn­te, sind Sie selbst nicht gera­de zurück­hal­tend im Kom­men­tie­ren hier im Forum. Das sei Ihnen natür­lich zuge­stan­den, nur irri­tiert dann eben Ihre Aus­sa­ge ein wenig.

      Man wird übri­gens heu­te schon zum Fun­da­men­ta­li­sten, wenn man nicht nur weiß, wer Papst Bene­dikt ist, son­dern auch ver­stan­den hat, was er als Kir­chen­leh­rer zu Glau­be und Kir­che sagt und geschrie­ben hat. Mit ande­ren Wor­ten, Fun­da­men­ta­list ist heu­te der, der die Leh­re der Kir­che nicht für einen Witz kle­ri­ka­ler Phan­ta­sten hält.

      Wie an ande­rer Stel­le schon mit Ihnen dis­ku­tiert, sind Ver­nunft und Glau­be, auch wenn sie sich natür­lich nicht gegen­sei­tig aus­schlie­ßen, son­dern ergän­zen, nicht deckungsgleich. 

      Mein Mit­leid mit Kar­di­nal Marx hält sich doch sehr in Gren­zen, spricht doch der Mann pau­schal ande­ren Katho­li­ken den Glau­ben ab. Mag er den­ken, dass das ein oder ande­re sei­ner Scha­fe irre gelei­tet sei, es aber sogleich zum Hei­den zu machen, ist dann doch nicht die fei­ne katho­li­sche Art.

      Wenn man liest, was da von der DBK so hin­sicht­lich Gen­der-Ideo­lo­gie als neue Aus­drucks­form des Katho­li­schen unters Glau­bens­volk gebracht wer­den soll, dann for­dert das schon den ent­schie­de­nen Wider­stand eines jeden her­aus, dem sein katho­li­scher Glau­be noch hei­lig ist.

      Die Deut­schen Bischö­fe, nicht anders die Mehr­zahl der Schwei­zer Bischö­fe, sind vom Zeit­geist der­art ein­ge­fan­gen, dass ihnen der Blick auf die Wahr­heit des Evan­ge­li­ums längst ver­stellt ist. Wer da noch auf Ein­sicht hofft, hofft auch Taube. 

      Ich gebe zu, dass mich schon die äuße­re Erschei­nung von Kar­di­nal Marx dar­an zwei­feln lässt, ob man es denn in der hie­si­gen Kir­che mit der neu­en Beschei­den­heit, ich will gar nichts sagen Armut, wirk­lich ernst meint oder ob nicht die­ses pla­ka­ti­ve Gere­de von der schö­nen Armut nur dazu dient, nur um so unver­hoh­le­ner zuzulangen.

      • …ich sprach vom „Dai­ly-Quas­seln“…

        Damit ist ja nicht gesagt, dass täg­li­ches reden an sich schon schlecht ist. das macht jeder Leh­rer, jeder Prie­ster, und vor allem jeder Papst.

        Aber: Sie wer­den erken­nen, dass Bene­dikts täg­li­che Anspra­chen ein ande­res Niveua hat­ten als das Gequas­sel F.s?
        Nein?!

        Und ich gehe davon aus, dass man zu mei­ne Gedan­ken inhalt­lich ja ste­hen mag wie mal will — aber es hat nichts mit dem nutz­lo­sen Gequas­sel auf man­chen Blogs zu tun…

        Ich habe auch kein Mit­leid mit Marx, son­dern ich sag­te, dass er etwas aus­spricht, was nicht nur falsch ist.

        Ganz wich­tig: dif­fe­ren­ziert schrei­ben UND dif­fe­ren­ziert lesen!

        Das vie­le Reden über äuße­re Erschei­nun­gen, das hier auch all­zu oft kommt, neu­lich bei die­sem Enzo irgend­was, ist eben­falls unter der Gür­tel­li­nie: egal, war­um marx so dick­lei­big ist, wir wis­sen es ja nicht, — das hat nichts zu tun mit der Sachebene!

      • zeit­schnur

        Nein, da haben Sie etwas miss­ver­stan­den, es geht nicht um Dick­lei­big­keit, son­dern dar­um, wie der Mann auf­tritt, wie sei­ne Gestik ist und ob sich dar­in Arro­ganz und Über­heb­lich­keit ausdrückt.

      • @ Sua­rez

        Schon klar, aber mit so etwas wäre ich vor­sich­tig — Gesten sind kei­ne prä­zi­sen Zei­chen. Wir soll­ten uns an das hal­ten, was wir sicher wis­sen kön­nen. Alles ande­re artet schnell in Ver­leum­dung und Tratsch aus.

      • @zeitschnur
        Was kön­nen wir sicher wissen?

        Ist es nicht schon eine Illu­si­on, die von der Auf­klä­rung ver­ab­so­lu­tiert wur­de, dass wir als Geschöp­fe Got­tes etwas sicher (abso­lut) wis­sen können?

        Ist Glau­be nicht immer auf Ver­trau­en auf­ge­baut und spre­chen nicht auch Gesten zu uns, ohne die wir doch see­lisch verarmen.

        Las­sen wir uns doch nicht von denen, die ihren Kampf gegen den wah­ren Glau­ben füh­ren, dazu ver­lei­ten, das Herz aus dem Glau­ben und damit auch aus unse­rem Erken­nen zu verbannen.

        Es ist eben nicht nur der abstrak­te Ver­stand, der uns den Glau­ben erschließt, er bleibt nicht außen vor, das ist rich­tig, aber er bedarf der Durch­drin­gung durch die Lie­be Got­tes. Die Lie­be ist aber nie von der Logik erfass­bar, sie rea­li­siert sich auf einer ande­ren Ebe­ne. Aber schon die­se Aus­sa­ge ist viel zu logisch gefasst, als das sie die Wahr­heit wirk­lich tref­fen könnte.

      • @zeitschnur
        Ergän­zung zum bes­se­ren Verständnis:

        Glau­bens­ge­wiss­heit speist sich aus der gött­li­chen Lie­be nicht aus einem abstrak­ten Wis­sen. Dar­um täuscht uns auch der wah­re Glau­be nicht und er jeder nicht in gespal­te­ner Zun­ge, wie es heu­te ein Teil unse­rer Hir­ten tun.

        Ein fester Glau­be bedarf eben­so­we­nig der Recht­fer­ti­gung wie die Lie­be die­ser nicht bedarf.

      • Da sind mir irgend­wie die Zei­len verrutscht

        Ich woll­te natür­lich Fol­gen­des schreiben:

        @zeitschnur
        Ergän­zung zum bes­se­ren Verständnis:

        Glau­bens­ge­wiss­heit speist sich aus der gött­li­chen Lie­be nicht aus einem abstrak­ten Wis­sen. Dar­um täuscht uns auch der wah­re Glau­be nicht und er spricht nicht in gespal­te­ner Zun­ge, wie es heu­te vie­le unse­rer Hir­ten tun.

        Ein fester Glau­be bedarf eben sowe­nig der Recht­fer­ti­gung, wie die Lie­be die­ser nicht bedarf.

      • @ Sua­rez

        O, Sie wür­den mich voll­kom­men falsch ein­schät­zen, wenn Sie ver­mu­te­ten, dass ich dem Herrn Marx auch nur irgend­wie theo­lo­gisch den Rücken stär­ken woll­te — überhaupt.

        Ich mein­te etwas ande­res: Was wir „sicher“ wis­sen kön­nen, das sind geäu­ßer­te Wor­te — anders als Gesten, die immer unscharf bleiben.

        Es gibt auch Leu­te, die gestisch ungün­stig wir­ken, aber den­noch in ihren Wor­ten mei­ne Zustim­mung finden.

        Das mein­te ich.

        Alles ande­re hat­te ich hier an der Stel­le nicht intendiert.

        Dass zu den rech­ten Wor­ten auch so etwas wie „Wahr­haf­tig­keit“ gehört, ist wohl wahr, und man kann die­se Wahr­haf­tig­keit wahr­lich vermissen.
        Sie haben schlim­me Erfah­run­gen in Ihrem Bistrum und auf Kath.net gemacht.
        Ich wei­se nur dar­auf hin, dass das Ver­hal­ten aber auch bei den Tra­dis anzu­tref­fen ist. und dort z.T. mit einem beschä­emnd pro­le­ten­haf­ten Umgangs­stil, der ohne Argu­men­te aus­kommt und meint„ er dür­fe die sach­ebe­ne zun­gun­sten eines ekel­haf­ten Schmähstils von Vorn­her­ein schon übergehen.

        Und das — das ent­spricht genau der Men­ta­li­tät, die auch dem Islam sol­che Pro­ble­me schafft. Ich blei­be dabei, @ J.R. Rat­kaj — das ist ist sogar ver­blüf­fend vergleichbar.

        Ich habe oft eine bltz­ar­ti­ge inne­re Schau davon, wie wenig wir fähig sind, die Wahr­heit Jesu Chri­sti auch nur von fer­ne zu erfas­sen — nicht auf der dog­ma­tisch-abstrak­ten Ebe­ne, son­dern auf der der tie­fen, mystisch-ver­nünf­ti­gen Erkennt­nis. Gott ist so unend­lich viel fei­ner und kom­ple­xer, als wir es über­haupt vor­stel­len kön­nen. Aber er hat uns gemacht, um ihm ähn­lich und nah zu sein.
        Dass er also Unfä­hi­ge lang­sam befä­hi­gen will — das kann uns ver­stum­men las­sen und die Zeit­ge­nos­sen — ob pro­gres­siv, ob „Tra­di“ — die glau­ben, mit schnel­len Sicht­wei­sen „dem Fle­si­che nach“ kön­ne man Gott in unse­ren her­zen fest­frie­ren, packen die Sache vom fal­schen Ende her an.
        Denn Gott lässt sich 1. nicht ban­nen und 2. sind wir ohn­mäch­ti­ge Emp­fän­ger, deren Kraft dar­in besteht, ihn in uns wir­ken zu las­sen und von ihm belebt zu wer­den, um alles zu tun, was uns auf­ge­tra­gen ist.

      • @zeitschnur
        Ich gebe Ihnen völ­lig recht, dass ein Abglei­ten in eine belei­di­gen­de Ton­la­ge grund­sätz­lich ein gro­ßes Ärger­nis ist und sich nicht mit Ver­weis auf Glau­bens­po­si­tio­nen recht­fer­ti­gen lässt.

        Ob ich ein „Tra­di“ bin, weiß ich nicht, ich habe mit sol­chen Ein­ord­nun­gen so mei­ne Pro­ble­me, sehe auch, dass da häu­fig das Äußer­li­che im Vor­der­grund steht, wobei Form und Inhalt gera­de im Glau­ben nicht zu tren­nen sind. Natür­lich hat sich das Bewusst­sein durch die Auf­klä­rung geän­dert, ins­be­son­de­re, da die Auf­klä­rung die von ihr trans­por­tier­te Ideo­lo­gie der Welt­be­herr­schung ver­ab­so­lu­tiert, was tief in den Glau­ben hin­ein­ge­wirkt hat.

        Gott spielt seit­dem auch im Glau­ben immer mehr eine Neben­rol­le, wird auf einen blo­ßen Sta­ti­sten redu­ziert, der zwar irgend­wie wirkt, aber letzt­end­lich doch über­flüs­sig ist. Der Mensch, auch der glau­ben­de, ist heu­te ein Tat­mensch im abso­lu­ten Sin­ne. Das sich Erschlie­ßen von Wahr­heit wird dann eben­falls zur Tat und zwar durch den logi­schen Ver­stand. Nietz­sche hat das dann in letz­ter Kon­se­quenz vollzogen.

        Sie schrei­ben von der „mystisch-ver­nünf­ti­gen Erkennt­nis“. Mir berei­tet die­se Kon­struk­ti­on etwas Kopf­zer­bre­chen, wenn­gleich ich doch glau­be zu erah­nen, was Sie zu beschrei­ben suchen. Das Mysti­sche ist nicht in abstrak­te Ver­nunft­ka­te­go­rien zu fas­sen, es ent­zieht sich die­ser Ebe­ne der Erkennt­nis kon­se­quent. Das Mysti­sche lässt sich nur schau­en. Natür­lich kann man dann die­se Schau ver­su­chen ver­stan­des­mä­ßig zu beschrei­ben, nur bleibt dabei immer das Geheim­nis selbst unbe­rührt. Wir sind nun durch die Indok­tri­na­ti­on des Auf­klä­rungs­den­kens gewohnt, Geheim­nis­se als Pro­vo­ka­ti­on anzu­se­hen, weil damit die ver­ab­so­lu­tier­te Macht des Men­schen über sei­ne Lebens­wirk­lich­keit infra­ge gestellt wird oder sagen wir bes­ser, zum Mythos wird.

        Der depri­mie­ren­de Tri­umph der Auf­klä­rung über den Glau­ben liegt aus mei­ner Sicht gera­de dar­in, dem Glau­ben die Ver­ab­so­lu­tie­rung von abstrak­ten Ver­stan­des­ka­te­go­rien auf­ge­zwun­gen zu haben, die ihm von der inne­ren Natur her fremd sind. Sie drücken das selbst in ihrer para­do­xen Begriffs­kon­struk­ti­on aus. 

        Um hier etwas mehr Klar­heit in die Fra­ge­stel­lung zu brin­gen, müss­te man sich aber sehr ein­ge­hend mit Hegel aus­ein­an­der­set­zen, der ja wie kaum ein ande­rer ver­sucht hat, Theo­lo­gie in Phi­lo­so­phie auf­zu­lö­sen. Anhand Hegels reli­gi­ons­phi­lo­so­phi­schen Schrif­ten lässt sich sehr anschau­lich erken­nen, wie das auf­klä­re­ri­sche Den­ken schon im Anfang Glau­ben kon­se­quent ins bloß Abstrak­te ver­fälscht, in dem aus dem Glau­ben das Geheim­nis und damit Gott, ver­bannt wird. An die Stel­le Got­tes tritt die blo­ße Refle­xi­on, das abstrak­te Denkmodell.

        Ihrem letz­ten Satz kann ich mit Freu­de voll und ganz zustimmen.

      • @ Sua­rez

        Wir hat­ten neu­lich schon den Aus­tausch über die Vernunft.

        Wie ich damals schon ver­such­te zu erklä­ren, muss man als Katho­lik aner­ken­nen, dass der Glau­be nicht ver­nunft­wid­rig sein darf. Ich fol­ge damit den defi­nier­ten Dog­men. Viel­leicht haben Sie selbst einen „Ott“, aber ich zitie­re Ihnen mal das, wor­auf ich mich grund­sätz­lich stüt­ze, wobei auch Sie als Katho­lik das tun müssen:

        „Gott, unser Schöp­fer und Herr, kann aus den geschaf­fe­nen Din­gen durch das natür­li­che Licht der Ver­nunft mit Sicher­heit erkannt wer­den (de fide).“

        Ott fügt hin­zu, dass das Vat. I nach der Defi­ni­ti­on vor­aus­setzt, dass damit unse­re Ver­nunft im gefal­le­nen Zustand gemeint ist. Man kann dar­aus zwei­er­lei schließen:

        1. dass man Gott nicht ohne oder wider die Ver­nunft erken­nen kann
        2. dass dies aber noch nicht aus­reicht auf­grund der Gefal­len­heit der Vernunft.

        Auf dem Vat. I wur­de eben auch der Tra­di­tio­na­lis­mus ver­ur­teilt, der behaup­tet, man kön­ne durch die Indi­vi­du­al-Ver­nunft Gott NICHT erkennen.

        Ich bewe­ge mich daher auf dem dog­ma­ti­schen Boden, wenn ich dar­auf behar­re, dass ein Glau­be ohne (Individual-)Vernunft nicht katho­lisch ist.

        Ande­rer­seits steht neben dem ersten Dog­ma sogleich das zweite: 

        „Das Dasein Got­tes ist nicht bloß Gegen­stand der natür­li­chen Ver­nunft­er­kennt­nis, son­dern auch Gegen­stand des über­na­tür­li­chen Glau­bens. de fide“

        (Ott: Dog­ma­tik, „Die Leh­re von Gott, dem einen, §4)

        Mir ist klar, dass es wesent­lich ver­schie­de­ne Ver­nunft­be­grif­fe gibt. Ich mei­ne aber, wenn ich das Wort ver­wen­de, folgendes:

        Ver­nunft kommt von „Ver­neh­men“, ist also ein Begriff, der — im Gegen­satz zum rei­nen „Ver­stand“ — ein pas­si­ves Moment enthält.
        „Ver­nunft“ setzt vor­aus, dass ich zuvor etwas ver­neh­me und nach der geschaf­fe­nen Ver­fasst­heit des Den­kens bzw. der Denk­mög­lich­keit ergrei­fe, anneh­me, anhö­re und durch­den­ke. Das wird wohl gemeint sein mit der For­mu­lie­rung über die Got­tes­mut­ter, wenn es immer heißt, sie habe alles, was sie ver­nom­men hat, „in ihrem Her­zen bewegt“.
        D.h. sie hat das, was sie emp­fing, mit der Ver­nunft erwo­gen und ergrif­fen. Dass die­se „Ver­nunft“ kein kal­tes Berech­nen meint, son­dern einen Erkennt­nis­akt des gesam­ten Men­schen, möch­te ich aus­drück­lich dazusagen.

        Viel­leicht kann man es so sagen: Das Ver­mö­gen, das beim Men­schen allei­ne „gott­fä­hig“ sein kann (wenn auch im gefal­le­nen Zustand) ist die Ver­nunft. Das hat außer dem Men­schen kein irdi­sches Wesen. Die Ver­nunft ant­wor­tet auf Ver­nom­me­nes aus dem Reich Gottes.

        Und noch ein­mal: das hat mit dem sach­ori­en­tier­ten, rein auf irdi­sche und natür­li­che Din­ge bezo­ge­nen „Ver­stand“ nichts zu tun. Ver­stand kön­nen im begrenz­ten Umfang auch Tie­re haben.

        Die Ver­nunft inte­griert natür­lich auch das Ver­stan­des­mä­ßi­ge in ihre Akte, aber sie geht weit über den blo­ßen Ver­stand hinaus!

        In einer recht ver­stan­de­nen Mystik schenkt Gott dem Men­schen ein Stück restau­rier­ter Ver­nunft wieder. 

        (Forts.)

      • (Forts. @ Suarez)

        Das „über­na­tür­li­che Glau­ben“ schenkt uns also die Restau­ra­ti­on unse­rer ursprüng­li­chen Ver­nunft, die allei­ne uns gott­fä­hig macht.

        Das ist ein wen­sent­lich ande­rer Ver­nunft­be­griff als bei Kant, den ich für ver­kürzt und ver­küm­mert halte.

        Im Ott fin­den Sie dazu eine kur­ze Anmer­kung im § 3 des oben ange­ge­be­nen Abschnitts.

        Näher beleuch­tet wer­den müss­te, was man „weiß“ und was man „glaubt“.
        Das „Wis­sen“ gehört in den Bereich des Ver­stan­des, das „Glau­ben“ in den Bereich der Ver­nunft. Wobei der Glau­be ohne Pro­ble­me das ein­schlie­ßen kann, was man „weiß“. Was man glaubt, ver­nimmt man und nimmt es an, und dies inte­ge­ra­tiv: man lässt es in sich ein­drin­gen. Dort durch­wirkt es auch das Ver­stan­des­mä­ßi­ge, das Emo­tio­na­le, den Wil­len, das Urteils­ver­mö­gen, ein­fach alles.

        Als Pau­lus in den 3. Him­mel ent­rückt war, ver­nahm er unaus­sprech­li­che Wor­te, die kein Mensch je gehört hat — ein ech­tes mysti­sches Erlebnis.
        Er könn­te die­se Wor­te „ver­neh­men“ (mit­tels restau­rier­ter Ver­nunft) UND erfassen.
        Aber er kann sie nicht ver­stan­des­mä­ßig wiedergeben.

        Mich fas­zi­niert die­ses bibli­sche Exem­pel, weil dar­aus das ersicht­lich wird, was ich mit mystisch-ver­nünf­ti­ger Erkennt­nis meine.

      • @zeitschnur

        Hier begin­nen wir uns im Krei­se zu dre­hen. Die kirch­li­che Leh­re setzt den Glau­ben als die Ver­nunft lei­tend vor­aus. Inso­fern kön­nen sich Glau­be und Ver­nunft nicht widersprechen.

        Die­se Vor­aus­set­zung wird aber von der Auf­klä­rung nicht geteilt, im Gegen­teil, das auf­klä­re­ri­sche Den­ken wider­spricht dem vehement.

        Pro­fes­sor Rohr­mo­ser sprach vom Sal­to mor­ta­le des Intel­lekts, durch den man nur in den Glau­ben hin­ein und wie­der herauskomme. 

        Natür­lich setzt die kirch­li­che Dog­ma­tik den Glau­ben schlicht vor­aus, sie kann gar kei­ne Posi­ti­on außer­halb des Glau­bens ein­neh­men. Daher sieht der Glau­ben­de die Welt immer aus der Blick­rich­tung des Glau­bens, die eine ande­re ist als die des Athe­isten. Ich sehe es wie sie, dass es sich bei der athe­isti­schen Sicht um eine ver­kür­zen­de han­delt, die Phä­no­me­ne nur inso­fern als wahr akzep­tiert, als sie Erkennt­nis auf das redu­ziert, was wir über unse­re Sin­ne erfas­sen können.

        Ich stim­me Ihnen auch zu, dass Ver­nunft das den Men­schen vom Tier unter­schei­den­de Merk­mal ist. Jedoch ist damit noch nichts dar­über aus­ge­sagt, um wel­ches Ver­mö­gen es sich kon­kret han­delt. Die Auf­klä­rung setzt im Grun­de Ver­stand und Ver­nunft in eins. Der Mensch ist ledig­lich das fle­xi­bel­ste Tier, das bes­ser zu kom­bi­nie­ren versteht.

        Hin­ge­gen sieht die Kir­che — oder sah — in Ver­nunft das Ver­mö­gen Sinn zu erken­nen. Die­se Erkennt­nis geht aber über das blo­ße sinn­li­che Wahr­neh­men der Phä­no­me­ne hin­aus, es deu­tet sie aus der Offen­ba­rung. Ohne Offen­ba­rung auch kei­ne Deu­tung. Hier gibt es also kei­ne Tren­nung. Die Offen­ba­rung selbst ist das Geschenk­te, ohne die Sinn nicht (er)fassbar ist.

        Daher ver­mag ja gera­de das von der Auf­klä­rung bestimm­te Den­ken kei­ne Aus­sa­gen zum Sinn zu machen. Sinn ver­liert sich im Rela­ti­ven sub­jek­ti­ver Set­zun­gen, die im Grun­de rei­ner Belie­big­keit ent­sprin­gen und nichts bedeu­ten. Ver­nunft endet dabei in letz­ter Kon­se­quenz immer im Nihilismus.

        Es ist also nicht unser Intel­lekt, unse­re Ver­nunft als sol­che, die uns den Sinn erschließt, son­dern sie kann es nur, wenn sie sich auf den Glau­ben hin öff­net. Erst dann wird Erkennt­nis sinn­haft. Der Glau­be schenkt den Sinn, nicht die Vernunft.

      • (Forts. @zeitschnur)

        Betrach­tet man sich nun die histo­risch-kri­ti­sche Bibel-Exege­se, so kann man doch deut­lich bemer­ken, dass sie eben nicht aus dem Glau­ben her­aus kri­tisch auf Schrift und Über­lie­fe­rung schaut, son­dern klar den Stand­punkt der Auf­klä­rung ein­nimmt. Damit hebt aber die histo­risch-kri­ti­sche Metho­de den Cha­rak­ter von Offen­ba­rung ein­fach auf, sie tut so, als gin­ge sie Offen­ba­rung nichts an, was nichts ande­res ist, als die kon­se­quen­te­ste Aus­drucks­form des Rela­ti­vis­mus. Die histo­risch-kri­ti­sche Bibel For­schung voll­zieht also den Sal­to mor­ta­le in die Gegen­rich­tung und dekon­stru­iert so den Glau­ben als blo­ßes Men­schen­werk, wodurch Offen­ba­rung auf einen For­schungs­ge­gen­stand mensch­li­chen Tuns redu­ziert wird. Eine gött­li­che Wahr­heit kann es dann gar nicht geben!

        Dass die Auf­klä­rung und ihre unre­flek­tier­ten Erkennt­nis­de­fi­ni­to­nen auch in die Kir­che Ein­gang gefun­den haben, wer woll­te das ernst­haft bestrei­ten. Man ist ja zuwei­len noch Stolz dar­auf, der säku­la­ri­sti­schen Wis­sen­schaft den Rang abzu­lau­fen, was die Dekon­struk­ti­on, ja Destruk­ti­on des Glau­bens anbetrifft.

        Eine wirk­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit der Auf­klä­rung, ihrer Irra­tio­na­li­tät, ihren Set­zun­gen und Irrun­gen hat es bis heu­te sei­tens der kirch­li­chen Leh­re nicht gege­ben. In Ansät­zen durch Joseph Ratz­in­ger, Guar­di­ni und eini­ge ande­re viel­leicht. Das Vati­ca­num II hat zwar einen Ver­such unter­nom­men, ist aber im Dickicht der Angren­zun­gen zu moder­ner Erkennt­nis­theo­rie elend stecken geblie­ben. Daher auch nach­her die wil­den Inter­pre­ta­tio­nen die­ses Kon­zils. Man hat­te nicht den Mut, Glau­ben klar vom Ver­nunft­be­griff der Auf­klä­rung abzu­gren­zen, man woll­te sich der Auf­klä­rung anbiedern.

      • … nicht im Krei­se dre­hen, son­dern wir ver­tie­fen ein The­ma. Wir kau­en es förm­lich durch, aber es erschlie­ßen sich neue Aspek­te. Das ist ja der nor­ma­le ver­nünf­ti­ge Erkenntnisprozess.

        Dass der Ver­nunft­be­griff der Auf­klä­rung prin­zi­pi­ell bewusst Tau­to­lo­gi­sches in Kauf nimmt, um es kurz drauf in der kon­kre­ten For­schung ein­fach unter den Tisch fal­len zu las­sen, sehe ich als gro­ßes Pro­blem. Es ist wohl das, was Sie „irra­tio­nal“ nennen.

        War­um man das nicht antastet?
        Wahr­schein­lich, weil auf der ande­ren Sei­te ein bloß „glau­ben­des“ Für-wahr-Hal­ten, wie es lei­der vie­le Chri­sten grau­sam miss­ver­stan­den haben und umge­wan­delt haben in das, was man heu­te „Fun­da­men­ta­lis­mus“ (d.i. ver­kru­ste­ten und sei­ner­seits ver­kür­zen­den Fana­tis­mus) nennt, wie ein gäh­nen­der Abgrund droht. Viel zu lan­ge haben sol­che Chri­sten eine Art aber­gläub­si­cher Ver­nunft­ver­wei­ge­rung betrie­ben (und tun es übri­gens immer noch). Kras­ser, aber struk­tu­rell ähn­lich sehen wir das heu­te im Islam. Und nicht umsonst hat das Vat. I ja sol­che Ver­wei­ge­rung als häre­tisch ver­wor­fen. Es stell­te sich aber her­nach das Pro­blem, wie man dann Glau­be und Ver­nunft kon­kret und genau­er zuein­an­der in Bezie­hung setzt — also kon­kret hin­sicht­lich der moder­nen Ent­wick­lun­gen in Wis­sen­schaft und Forschung.

        Man rät ger­ne dem Islam, er möge sich end­lich der Auf­klä­rung stel­len. Das riet man auch der Kir­che. Der Islam bun­ker­te nur noch mehr, die Kir­che bun­ker­te zunächst auch, muss­te aber dann dem Druck nachgeben.
        Nun muss man aber genau hin­se­hen, wel­che Sach­la­gen eigent­lich vor­lie­gen. Bei­de Wel­ten — unse­re total Libe­ra­li­sier­te eben­so wie die zuvor bun­kern­de Kathol­welt und die Isla­mi­sti­sche sowie­so (die die Mus­lim­län­der fast erschreckend zemen­tiert hat) — sind gescheitert.

        Ich habe ehr­lich gesagt kei­nen Plan, wie man aus der Mise­re her­aus­kom­men kann. Ver­mut­lich bin ich nicht die ein­zi­ge, denn die die mei­nen, einen Plan zu haben, sind in aller Regel ober­fläch­lich oder macht­geil und fah­ren den Kar­ren voll­ends in den Kies.
        Jeder ver­nünf­ti­ge Katho­lik weiß, dass kein Mensch die­sen Gor­di­schen Kno­ten mehr ent­wir­ren kann.

        Das Vat. I hat­te ja sehr wohl Moder­ni­sie­run­gen im Blick. Die erwünsch­te Grün­dung der päpst­li­chen Bibel­kom­mis­si­on z.B., die Leo XIII. noch voll­zog, soll­te ein sol­cher Schritt wer­den. Pius X. wech­sel­te dann einen Groß­teil der Mit­glie­der durch reak­tio­nä­re Theo­lo­gen aus, unter denen — im Stern­bild des Anti­mo­der­ni­sten­ei­des — alles erstarr­te und gelähmt wur­de. Die Kom­mis­si­on führ­te so zu gar nichts und hat sich erst unter Pius XI. wie­der lang­sam, aber wahr­schein­lich zu spät erholt. 

        Man hat kei­nen Ansatz­punkt gefun­den, um mit den moder­nen Ent­wick­lun­gen kri­tisch UND kon­struk­tiv umzu­ge­hen. Daher sehe ich das Desa­ster lan­ge vor dem Vat. II — es begann im Prin­zip nach dem Vat. I schlei­chend, wur­de von Pius X. ver­fe­stigt und bevor es zu einer Erho­lung kam, wur­de das Vat II über die Büh­ne gezo­gen und kipp­te das Kind mit dem Bade ganz aus — bloß in die ande­re Richtung.

        Wer weiß da Rat?

      • Nun, ver­ehr­te @Zeitschnur, Mt 19,26 gibt die Antwort.

        Wir müs­sen end­lich wie­der von der Hybris der Auf­klä­rung weg, dass der Mensch die Schöp­fung frei gestal­ten und inter­pre­tie­ren kön­ne. Wir kön­nen das eben nicht und je mehr wir es ver­su­chen, desto blin­der wer­den wir für die Wahr­heit und desto absur­der wird unse­re Existenz.

        Mate­ri­ell gese­hen hat die Auf­klä­rung zumin­dest in der west­li­chen Welt einen gewis­sen Wohl­stand erzeugt, um den Preis der völ­li­gen Sinn­lo­sig­keit unse­rer Exi­stenz, in der der Mensch, wie in Samu­el Becketts Thea­ter­stücken, immer nur auf der Stel­le tritt. Die Rede vom Fort­schritt ist die drei­ste­ste Lüge der Auf­klä­rung über­haupt, wenn man sie auf die mensch­li­che Kul­tur bezieht. Seit der blu­ti­gen Fei­er der „Tugend“ hat sich die Mensch­heit kon­se­quent ins Bar­ba­ri­sche zurück­ent­wickelt, wobei heu­te eine Rasanz die­ser Dege­ne­ra­ti­on zu erken­nen ist, die einem wirk­lich den Atem benimmt. 

        Die Auf­klä­rung ist bank­rott und blo­ßer Mythos, das ist die Wahr­heit, die end­lich deut­lich aus­ge­spro­chen gehört, denn den Vor­wurf, den Sie dem Islam machen, könn­ten sie eben­so gut auch heu­te der moder­nen Wis­sen­schaft mit ihrem Posi­ti­vis­mus machen, die an Opfern genau so reich ist, wie der radi­kal­ste Islam.

        Erst wenn die Auf­klä­rung als das ent­larvt ist, was sie im Grun­de ist, ein gigan­ti­scher Trug, wird es wie­der Licht im Tun­nel geben, es sei denn, die Mensch­heit hat sich vor­her eli­mi­niert, was durch­aus im Bereich des Mög­li­chen liegt.

      • Fun­da­men­ta­list und Tra­di­tio­na­list sind Begrif­fe, die über­haupt nicht hier­her gehö­ren. Was rich­tig ist, bleibt rich­tig. Das ist der Punkt.

    • Ich den­ke Sie über­be­wer­ten das gan­ze. Was Sie, ich oder ande­re Kom­men­ta­to­ren hier schrei­ben ist voll­kom­men irrele­vant. Auch Mar­xens Bewer­tun­gen inter­es­sie­ren nur weni­ge. Es sind Kom­men­ta­re, nicht mehr und nicht weniger.
      Auch ist Pole­mik nicht unbe­dingt etwas anrü­chi­ges und Schär­fe in der Ankla­ge der Zustän­de der Amts­kir­che ist per se nicht ver­ur­tei­lens­wert son­dern scheint gera­de­zu gebo­ten bei die­sem kon­zils­kirch­li­chen Abbruch­werk . Die­se gan­ze Situa­ti­on ist allein durch das Total­ver­sa­gen der Kon­zils­kir­che und ihrer Hir­ten ent­stan­den. So kann es nicht wun­dern, daß ein­zel­ne Gläu­bi­ge in die­sen Zei­ten ‑ohne Anlei­tung durch eine gute und gelehr­te Pfarr­schaft und gute Kate­che­se- gleich­sam wie Wai­sen sehr schnell ver­ro­hen. Das bringt die Situa­ti­on mit sich.
      Ich tei­le zwar in 90% der Fra­gen Ihren Stand­punkt den­ke aber, daß Sie grob über­trei­ben, wenn Sie eini­ge Tra­di­tio­na­li­sten mit die­sen Moham­me­da­nern auf eine Stu­fe setzen.
      Ich möch­te nicht die „Tra­di­tio­na­li­sten“ ver­tei­di­gen (Sie wis­sen ich leh­ne die­sen Begriff grund­weg ab), also nicht falsch ver­ste­hen, geschätz­te Fr. Zeitschnur.

      • Sicher — gegen Pole­mik habe ich nicht unbe­dingt etwas, ich kann ja selbst pole­misch sein. Aber man muss ad rem spre­chen und nicht ad per­so­nam. Und da sind vie­le „Tra­dis“ wirk­lich auf dem unter­sten Niveau.
        Hach, was ist man gefühlig!

        Zu einem gesun­den Glau­ben gehört aber m.E. die har­te Kon­fron­ta­ti­on auf der Sachebene.
        Nach 100 Jah­ren Psy­cho haben wir das ver­lernt. Man muss alles gefüh­lig vor­tra­gen, am besten mit der­art abge­sto­ße­nen Kan­ten, dass der Adres­sat schon gar nicht mehr kapiert, was man sagen woll­te… Sie sehen es doch auch hier, wie man­che her­um­ei­ern und sich 1000mal ent­schul­di­gen und 60 Klam­mern set­zen, bevor sie end­lich den satz sagen, den sie sagen woll­ten, schon damit rech­nend, dass die Psy­cho­keul­te über ihnen baumelt…

        Ist sicher nicht nur eine Fra­ge des nie­der­ge­hen­den Kle­rus, son­dern der Psy­cho­lo­gi­sie­rung des gesam­ten Lebens — auch in der Kir­che. Und vie­les, Ver­zei­hung, aber dar­auf behar­re ich, ist auch eine Fra­ge von Benimm, Kin­der­stu­be und Bildung.

        Mit dem Auf­ge­bot, was sich teil­wei­se in katho­li­schen Foren tum­melt, muss man sich vor aller Welt schä­men! Denn Gott hat das Gesetz auch den Hei­den ins Herz geschrie­ben, und gewis­se Basics in Fra­gen des Anstan­des soll­te man auch ohne bestimm­ten Glau­ben ken­nen… ein­fach als zivi­li­sier­ter Mensch…

        Beim Ver­gleich mit den Mus­li­men mein­te ich die­se selbst­ge­rech­te Wagenburg-Mentalität.

  23. Von XXXXLLL Super-Max dem Stram­men von und zu Hae­re­si­en kommt aber auch über­haupt nichts Neu­es! Erst behaup­ten, dass die deut­sche Kir­che kei­ne Filia­le Roms ist und dann auf alle Phil­ate­li­sten mit dem Holz­ham­mer ein­schla­gen! Die Filia­le Roms ist unüber­seh- und ‑hör­bar zu einer frei­gei­sti­gen Sek­te huma­ni­sti­scher Cou­leur mutiert, die auch das aller­letz­te Quänt­chen ihrer Anzie­hungs­kraft ver­lo­ren hat!
    Wenn das Salz aber sei­nen Geschmack ver­lo­ren hat, wozu soll es nüt­zen — man wirft es weg…
    Kanal-Max wird sich noch an uns erinnern!

  24. Es ist doch alles ganz ein­fach. Papst Fran­zis­kus ist kein Guter, Kar­di­nal Marx ebensowenig(das haben bei­de bewie­sen) und nur weil Kri­ti­ker offen­sicht­lich Recht haben, die­se gleich run­ter­zu­ma­chen, damit zeigt Marx doch selbst dass er nicht zu sach­li­cher Argu­men­ta­ti­on fähig ist. Sei­ne Aus­sa­gen zu Ver­än­de­run­gen in der katho­li­schen Ehe­leh­re waren der­art schwam­mig und unklar(wie auch bei Ber­go­glio, Kas­per z.bsp), dass Kri­tik mehr als gebo­ten war.
    Der „Presse“-Priester als pro­gres­si­ver Muster­schü­ler nimmt nicht nur mit sei­ner Fra­ge die Ant­wort vor­weg, son­dern er betreibt auch füch Katho­li­sches unfrei­wil­lig Gra­tis-Wer­bung. Irgend­et­was muss die Pro­gres­si­ven ja ange­spro­chen haben, dass sie über­haupt dar­auf reagiert haben.
    Und wenn man selbst als katho­li­scher Wür­den­trä­ger Blöd­heit und Unrei­fe an den Tag legt, braucht man sich auch nicht über blö­de Kom­men­ta­re in Inter­net­fo­ren zu wundern!
    Nach dem fal­schen Syn­oden-Jubel wird eh mög­li­cher­wei­se die Spreu vom Wei­zen getrennt wer­den und Klar­heit herr­schen, dann ist der­lei anony­mes Geplän­kel ohne­hin über­flüs­sig geworden.

  25. Ich habe, mit Mühe und stei­gen­dem Dégout, alle 71 „Kom­men­ta­re“ gele­sen. Es kommt mir vor wie ein Vor­zim­mer zur Höl­le: tau­send Dämön­chen, die durch­ein­an­der reden, bel­len, heu­len, bei­ssen, schwat­zen, wich­tig tun…
    Nun bei­sse auch ich, und ich möch­te jeden dort bei­ssen, wo es ihn am meisten…nur Zeit­schnur bei­sse ich nicht; denn sie bekam von mir eine Rose. Und nun kommt mir nicht mit der Moral­keu­le! Macht wei­ter so wie Dämön­chen. PFUI!

    • @Elias
      Schön das sie Zeit­schnur eine Rose geschenkt haben und damit in die­sem Forum mal ein rich­ti­ges Zei­chen gesetzt haben. Sie sind ein außer­ge­wöhn­lich muti­ger Mensch denn mit dem Gebiß Dämo­nen und Dämön­chen anzu­grei­fen das traut sich doch sonst keiner.
      Wenn es ihnen gelingt mit ihrem Gebiß Dämo­nen und Dämön­chen zu ver­trei­ben dann gehö­ren sie ganz ein­deu­tig in die Kate­go­rie Wel­ten­ret­ter. Ich jeden­falls bin froh das sie trotz ihrer Grö­ße in die­sem Forum Wache hal­ten und auf­pas­sen das hier kei­ner zu Scha­den kommt der nicht rich­tig bei­ßen kann.
      Per Mari­am ad Christum.

    • TERRIBILIS EST LOCUS ISTE. Soll­ten Sie als Exor­zist aber wis­sen Elias 😉
      Ich fin­de mit Frau Zeit­schnur gehen eini­ge zu hart­her­zig um, sie ist ein tip­pen­des Biblio­the­ka­ri­um, eine Berei­che­rung für die­ses Forum und schöpft dar­aus auch gut. Wo Diplo­ma­tie herrscht schwei­gen die Waf­fen, dar­über soll­ten alle (mich ein­ge­schlos­sen) mal in Ana­lo­gie zum Forum regel­mä­ßig nach­den­ken. Das war auch das ein­zi­ge Ver­nünf­ti­ge was Kar­di­nal Marx sag­te in dem Video, inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung ist wich­tig, nur die kommt auch nicht durch einen öffent­li­chen Dis­put der Tra­di­ti­on zu Stan­de. Frau Zeit­schnur wies mit der Wagen­burg dar­auf hin, wie ein stu­res Kind zu ver­har­ren ist kon­tra­pro­duk­tiv, wer eine Her­zend­sa­me liebt ringt um ihr Herz. Zeit­wei­se ist die Wagen­burg-Tak­tik even­tu­ell gut aber es kommt defi­ni­tiv die Zeit für einen Aus­fall wo Defen­si­ve in Offen­si­ve über­geht. So viel Spaß mit den Dämo­nen beim exor­zie­ren ich geh‘ schla­fen, geseg­ne­ten Sonn­tag wün­sche ich Ihnen.

    • Lie­ber Elias,
      das mit der ‚vir­tu­el­len Rose‘ war ja echt wit­zig und lieb, ehr­lich!^^ Aber, ganz offen: „Wahr­schau‘ die Anma­ßung & Selbst­über­hö­hung!“ – so ein ‚Ihr alle (jetzt mal aus­ge­nom­men zeit­schnur, in die­sem Fal­le)‘ vs. ‚Ich dage­gen (nen­ne Euch & Eure Kom­men­ta­re … Dämönchen)‘ …!
      Auch eine Ver­su­chung, der wir wider­ste­hen müs­sen (yep, ich auch!^^ – „Der Pre­di­ger pre­digt zu aller­erst immer sich selbst!“, [sinn­gem.] Pfr. Milch / actio spes uni­ca [guh­geln & mal rein­hö­ren, lohnt sich echt!]; denn sonst wär’s ja auch nur ‚Pha­ri­sä­er­haf­tig­keit‘, Über­heb­lich­keit und eben … Anma­ßung). Auch Ihnen 

      lie­be Grü­ße, Ihr GW

  26. Und außer­dem — wer sind denn die inner­kirch­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten? Da hat der Herr auch wie­der nicht nach­ge­dacht, was er sag­te. Sind jetzt alle die Fun­da­men­tal­theo­lo­gie stu­diert haben oder sich dafür inter­es­sie­ren Fun­da­men­ta­li­sten? Kann man sich mit den IS-Krie­gern und Al-Kai­dern in eine Rei­he stel­len, nur weil man an der ursprüng­li­chen Glau­bens­leh­re und den 10 Gebo­ten fest­hal­ten möchte?
    Und was denkt sich denn Herr Marx, was die Reak­tio­nen sind, wenn sei­ner­seits ver­kün­det wird, die kirch­li­che Ehe­leh­re müs­se ver­än­dert wer­den? Öff­nung der Kir­che für Homo­se­xu­el­le usw? Glaubt er denn ohne Wider­stand das durch­set­zen zu kön­nen? Es ist doch ganz nor­mal dass ein dem­entspre­chen­des Echo kommt sei­tens der „Tra­di­ti­on“. Wie man in den Wald schreit, so kommt es zurück, lau­tet da ein Sprich­wort. Aber das kommt wohl alles davon, dass er sich nur mit gesin­nungs­glei­chen Mit­chri­sten umgibt, wel­che es ja heut­zu­ta­ge im Über­fluss gibt.
    Und wer mit­schuld an der Abschaf­fung der 10 Gebo­te ist, ist mit Sicher­heit weni­ger ein Christ, als jeder, der dage­gen aufsteht.

    • Noch dazu wenn man als deut­scher Ober­hir­te Kalbs­schnit­zel isst und Rot­wein trinkt an einem Frei­tag wäh­rend der Fasten­zeit. Ich fra­ge mich, wer da ein schlech­tes Bei­spiel abgibt. Außer­dem ist nie­mand der Herr­schaf­ten gezwun­gen Kom­men­ta­re im Inter­net zu lesen, geschwei­ge denn dar­auf zu reagie­ren, da Katho­li­sches als tra­di­tio­nel­le, katho­li­sche Nach­rich­ten­sei­te gilt, das sei eben­falls erwähnt.

      • Oder wenn man als Kar­di­nal wäh­rend einer Live-Über­tra­gung einer Hei­li­gen Mes­se demon­stra­tiv schläft — ist das das neue Erken­nungs­zei­chen von beson­ders from­men Kar­di­nä­len? Haupt­sa­che alles ist eitel Won­ne, wen küm­mert es schon wenn still schlei­chend die 10 Gebo­te abge­schafft wer­den? Da muss man als Christ schon freund­lich sein und darf kei­nen Wider­stand lei­sten, jaja. Auf die­se Wei­se sind wir dort­hin gekom­men wo wir heu­te sind, seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Konzil.

      • @dhmg
        Das Erken­nungs­zei­chen von beson­ders „from­men“ Kar­di­nä­len ( und Bischö­fen) scheint es auch zu sein, dass man sich bei sämt­li­chen Live­über­tra­gun­gen bild­schirm­fül­lend mit der sog. Mer­kel-Rau­te outet (die bei­den Dau­men for­men zusam­men mit den Zei­ge­fin­gern ein Drei­eck in Bauchnabelhöhe)!
        So gese­hen bei den Live­sen­dun­gen der letz­ten deut­schen Bischofsweihen.
        Bil­der sagen mehr als Worte!

      • @Roman:
        Das sehe ich auch so, auch wenn es mir bei Marx noch nicht so sehr auf­ge­fal­len ist. Auf­ge­fal­len ist mir dafür, dass Papst Fran­zis­kus die Arme hän­gen lässt auf den mei­sten Pres­se-Fotos, Papst Bene­dikt dage­gen form­te oft mit bei­den Zei­ge­fin­gern ein Kreuz. Für mich ein Sym­bol, dass er sich stets sei­nes Kreuz­we­ges bewusst war, den er als glau­bens­treu­er Papst in der moder­nen Welt gehen muss­te. Das beschrie­be­ne Pyra­mi­den­sym­bol wird ja als Geste der Frei­mau­rer gesehen.

  27. auf @Suarez am 26. Sep­tem­ber 2015 um 20:18

    Lie­ber Suarez!
    Sie gaben etwas Per­sön­li­ches über sich preis (die Erwäh­nung des Ster­be­pro­zes­ses eines Ihnen lie­ben Men­schen) und zeig­ten damit, dass Sie schmerz­li­chen Gefüh­len aus­ge­setzt waren und wohl noch sind.
    Wie ist es nur mög­lich, dass dar­auf­hin ‑zumin­dest emp­fan­den Sie es so- ein Sturm über Sie hin­weg­ge­fegt ist?
    Das ist doch völ­lig unsen­si­bel, ja unan­stän­dig und ent­behrt dar­über­hin­aus doch auch jeden Zusammenhangs.

    Mit Adson_von_Melk hat­te ich ein­mal in einem The­men-Sei­ten­strang einen wirk­lich guten Aus­tausch. Daher tue ich mich etwas schwer, rein Nega­ti­ves über ihn zu sagen. Aber natür­lich, Sie haben eine ande­re Erfah­rung mit ihm gemacht.
    Auch ich habe nicht nur Gutes auf kath.net erlebt.
    Gan­dalf hat­te mich in einer mehr als ungu­ten Wei­se abge­watscht und lächer­lich gemacht. Mei­ne Mei­nung, die gegen sei­ne stand, hät­te ich ernst­haft mit dem ent­spre­chen­den Link bele­gen kön­nen, doch der Kom­men­tar wur­de gar nicht erst frei­ge­schal­tet und die Stra­fe einer halb­jäh­ri­gen Aus­sper­rung erfolg­te. Spä­ter wur­de dies mit tech­ni­schen Pro­ble­men begründet. 

    Nun aber von mir wie­der zu Ihnen, lie­ber Suarez.
    Bit­te las­sen Sie es nicht zu, dass Ihnen auf­grund mensch­li­chen Fehl­ver­hal­tens Eini­ger oder auch Vie­ler „fast die Freu­de am Glau­ben ver­lei­det wer­den könnte.“
    Zudem wün­sche ich Ihnen viel Kraft, den Ver­lust Ihres lie­ben Ver­stor­be­nen zu tragen.
    Ich wün­sche Ihnen Got­tes Segen und Beistand!
    Also viel­leicht ein­mal bis später!

    • Nach­dem kath.net harm­lo­se Kom­men­ta­re von mir nicht mehr ver­öf­fent­lich­te, weil man nur eine Mei­nung über ein bestimm­tes The­ma gel­ten ließ, besu­che ich die­se Sei­te nicht mehr und das will etwas heißen.

  28. @ die Mit­le­ser und ‑Dis­ku­tan­ten die­ser Seite
    Ich möch­te zum Kern die­ses Arti­kels zurück kom­men. Die Ant­wort von Kar­di­nal Marx auf die Fra­ge eines Man­nes in Prie­ster­klei­dern: ob die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz „ent­schie­de­ner gegen inner­kirch­li­che Fun­da­men­ta­li­sten vor­ge­hen“ wer­de, „wie sie zum Bei­spiel bei Sei­ten wie katholisches.info oder ande­ren Berei­chen sich aus­to­ben?“ ist lei­der sehr ernüch­ternd, sowohl ob der Rhe­to­rik als auch ob des Inhal­tes. Ist das der Spre­cher der DBK und damit der deut­schen Katho­li­ken? Da die Hilf­lo­sig­keit im Umgang mit dem Begriff „Fun­da­men­ta­li­sten hat mich tief betrof­fen gemacht hat, oute ich mich hier als Fun­da­men­ta­list, der­weil hin­ter dem Vor­wurf des Fun­da­men­ta­lis­mus eine Tot­schlag­keu­le der Pole­mik steht. Der Vor­wurf will impli­men­tie­ren, dass eine Sach­ar­gu­men­ta­ti­on nicht mög­lich ist. Die bei vie­len Theo­lo­gen so belieb­te und wenig ver­stan­de­ne Sozio­lo­gie sieht das fun­da­men­ta­le Den­ken als radi­ka­le Denk­hal­tung, weil der Fun­da­men­ta­lis­mus aus der Leh­re Hand­lungs­nor­men for­dert, die der Rela­ti­vis­mus nicht akzep­tiert. Oder Kon­kret: Hin­ter dem Vor­wurf des Fun­da­men­ta­lis­mus steht die Tot­schlag­keu­le der Pole­mik. Trotz­dem beken­ne uns oute ich mich der fun­da­men­ta­len Den­kungs­art und das mit vol­lem Namen. auch wenn ich dafür die berühm­te Prü­gel bekom­men soll­te. In mei­nem Stu­di­um als Medi­zi­ner und Zahnmediziner
    sowie mei­nem spä­te­ren Berufs­le­ben habe ich immer fun­da­men­tal gedacht. Vor jeder Pro­blem­lö­sung stand die Fra­ge nach den (In mei­nem Fall meist natur­wis­sen­schaft­li­chen) Grund­la­gen. Es ging immer um das deduk­ti­ve Den­ken, was ist das all­ge­mein­gül­ti­ge Prin­zip, und nicht um die induk­ti­ve Lösung 

    Ihr Die­ter Fasen

    • Sehr geehr­ter Herr Dr. Fasen,

      ich fra­ge mich, schie­ben unse­re Bischö­fe die Wor­te Jesu (Mk 9.38–41) bewusst bei­sei­te oder wol­len sie sie nicht zur Kennt­nis neh­men, wenn sie so reden, wie Kar­di­nal Marx.

      Man merkt an sol­chen Aus­sa­gen, dass da auf die soge­nann­ten „Fun­da­men­ta­li­sten“ ein veri­ta­bler Hass besteht. Dies ist aus mei­ner Sicht nur aus einem ver­deck­ten Kir­chen­kampf erklär­bar. Der Frank­fur­ter Stadt­de­kan hat ja im Zuge der Kam­pa­gne gegen den Lim­bur­ger Bischof schon sehr deut­lich in einem Inter­view in der ZEIT das neue Kir­chen­bild umris­sen und offen bekun­det, dass die „alte“ = hier­ar­chi­sche Kir­che tot sei. Jeder also, der für die­se „alte“ Kir­che steht, ist ein Feind! 

      Es ist heu­te eine immer grö­ße­re Dis­so­nanz zwi­schen Glau­ben (Leh­re) und Kir­chen­wirk­lich­keit bemerk­bar. Die Leh­re und damit der Glau­be in sei­ner Iden­ti­tät, wird suk­zes­si­ve gegen eine zeit­gei­sti­ge, mit christ­li­chen Ver­satz­stücken ver­seh­ne Ideo­lo­gie aus­ge­tauscht, die den Glau­ben mehr ver­zerrt als ihn zu bezeugen.

      Im Zen­trum der Dekon­struk­ti­on steht die Leh­re von der Schöp­fungs­ord­nung, aus der sich ja letzt­end­lich auch das Natur­recht her­lei­tet. Die Gen­der-Ideo­lo­gie, die ver­deckt tief in unse­rer Kir­che in einem Teil des Kle­rus ver­an­kert ist, wider­spricht der Schöp­fungs­ord­nung. Daher der wüten­de Kampf gegen die Leh­re und jeden, der sie verteidigt.

    • Den­noch trifft der Begriff „Fun­da­men­ta­lis­mus“ (ursprüng­lich eine Selbst­be­zeich­nung „biblischer“,evangelikaler Chri­sten) auch dies, dass man sich abschot­tet von Dis­kus­sio­nen, die die eige­nen Denk­ver­en­gun­gen in Fra­ge stel­len könnten.

      Die Evan­ge­li­ka­len, die sich einst selbst so nann­ten, mein­ten damit, dass sie ihr „Fun­da­ment“ (die Bibel), nicht ver­las­sen woll­ten (eine Angren­zung zu dem, was sie „Bibel­kri­tik“ nannten).

      Nun ken­nen wir aber aus der Refor­ma­ti­on die­se Pro­ble­ma­tik, dass man sich ein „Fun­da­ment“ bastelt, das „sola scrip­tu­ra“, das dann ein weit­aus weni­ger „siche­res“ Fun­da­ment bie­tet, als man gedacht hätte.
      In aller Regel lan­det man dann in Radi­ka­lis­mus. Das war auch im Pro­te­stan­tis­mus oft der Fall.

      Der Katho­li­zis­mus umschifft die Pro­ble­ma­tik durch das Lehr­amt. Das­sel­be ist nicht „fub­da­men­ta­li­stisch“, aber es darf icht abwei­chen von der apo­sto­li­schen Überlieferung.
      Nun hat sich gezeigt, dass auch die­ses Kon­zept zer­bro­chen ist.

      Vie­le Katho­li­ken flüch­ten sich nun in einen selbst­be­stimm­ten „Fun­da­men­ta­lis­mus“: sie wis­sen nicht, was das Fun­da­ment genau ist, weil es ihnen nicht zusteht, es zu bestim­men (nach katho­li­scher Lehre).
      D.h. die post­mo­der­nen „Tra­dis“ sind genau­so häre­tisch wie die, gegen die sie sich abset­zen: ver­sa­gen­de Bischö­fe und Päp­ste, die das Volk von Irr­tum zu Irr­tum treiben.

      Häre­tisch des­halb, weil es IMMER katho­li­sche Leh­re war, dass das Volk nicht in der Lage ist, den rech­ten Glau­ben ohne Hir­ten zu bewahren.

      Und inso­fern hat Marx recht — was ihn natür­lich nicht frei­spricht von sei­nem Versagen.

    • @ Dr. Die­ter Fasen

      Super gekon­tert: 3 : 0 für Sie Herr Doktor,
      gegen die Ant­wort eines Kardinal(fehler)s auf die Fra­ge „eines Man­nes in Priesterkleidung!“

      Als Zahn­arzt ver­ste­hen Sie es aus­ge­zeich­net, den Men­schen „aufs Maul zu schau­en“ — Ihre Pra­xis ist in Kle­ri­ker-Krei­sen unbe­dingt wei­ter zu empfehlen!

    • Das die­se Zen­sur-Keu­le nun über­all aus­ge­packt wird,war wohl klar.
      Auch face­book und Co.werden ja nun „mora­lisch“ über­wacht und durchleuchtet.
      Jedes Forum wird sei­nen Block­wart bekommen,wenn es ihn nicht schon hat.
      Ein bischen hat es ja Gott sei Dank gedauert,bis die Ver­ant­wort­li­chen in Gesell­schaft und Kir­che merkten,was im Netz so los ist aber nun haben sie wohl Blut geleckt.
      Die Mas­se an blogs und Foren lie­ße sich zwar theo­re­tisch kaum kom­plett überwachen,aber es wird immer wil­li­ge IM‚s und Block­war­te geben,denen das Aus­schnüf­feln ihrer Mit­men­schen Spaß macht.
      Nach 40 Jah­ren DDR ken­ne ich mich da bestens aus,es sind immer die glei­chen „Herr-Leh­rer-ich-weiß-was“ Typen!

      • Die FAZ traut sich mitt­ler­wei­le nicht mehr, bei wirk­lich rele­van­ten The­men die Kom­men­tar­funk­ti­on frei­zu­schal­ten, es könn­te sich sonst her­aus­stel­len, dass die Redak­teu­re den Lesern intel­lek­tu­ell nicht gewach­sen sind. 

        Block­wart­ment­a­li­tät scheint über­haupt eine deut­sche Untu­gend zu sein, die fin­det man auch in Foren wie kath.net. Aber auch hier gilt; die Mode­ra­ti­on zen­siert, nicht die Leserschaft.

        Es ist dabei schon fast belu­sti­gend, wie heu­te die Online Medi­en ver­zwei­felt gegen die Intel­li­genz der Leser anar­bei­ten und etwas zu ver­kau­fen suchen. was ein gei­stig wach­sa­mer Leser sofort als fau­le Frucht erkennt und dann muss halt schnell der Blockwart(in) her.

  29. @alle,
    aus Ihren Kom­men­ta­ren erse­he ich, dass Sie mehr­zah­lig ein Pro­blem begrif­fen haben, dass uns alle angeht. Wir wer­den über­wacht und unse­re Kom­men­ta­re pro­filt. Dies nicht nur auf die­ser Sei­te so. Ich habe vor über einem Jahr fest­stel­len müs­sen, dass jemand aus einem Per­so­nen­kreis, den ich als Netz­werk bezeich­ne, mir einen drei Jah­re alten pri­vat gehal­te­nen Beschwer­de­brief an einen ZDF — Kom­men­ta­tor, vor­ge­hal­ten hat. Die Dik­ti­on sei­ner Argu­men­ta­ti­on hat­te ich bereits vor­her von einem Mit­glied die­ses „Netz­wer­kes“ gehört. Dahin­ter steckt Methode!Sind Sie vorsichtig.

    • Mehr noch! In Öster­reich wer­den in Kür­ze ein bun­des­wei­ter und 9 lan­des­wei­te Geheim­dien­ste ein­ge­führt. Das betref­fen­de Staats­schutz­ge­setz (irre­füh­ren­der Begriff) wird Mit­te Okto­ber im öster­rei­chi­schen Natio­nal­rat beschlossen.

      „Rund 100 Straf­ta­ten defi­nie­ren den „ver­fas­sungs­ge­fähr­den­den Angriff“, 40 davon wenn sie aus„religiösen oder welt­an­schau­li­chen Moti­ven“ began­gen werden.“

      Das steht in fol­gen­dem Artikel:
      http://www.contra-magazin.com/2015/09/staatsschutzgesetz-oesterreich-wird-zum-ueberwachungsstaat/

      Das heißt, mit der öffent­li­chen Mei­nungs­frei­heit im Inter­net wird es in abseh­ba­rer Zeit eh vor­bei sein. In Frank­reich oder Spa­ni­en sind sie da schon „wei­ter“, Mei­nungs­zen­sur ist da seit Char­lie Heb­do nor­mal, und blo­ßes Cola trin­ken in der Öffent­lich­keit wird schon bestraft(Spanien).
      Man sieht doch ganz deut­lich, wie alles auf den Huma­nis­mus, die Eine Welt-Ord­nung zusteu­ert und wie nach und nach die 10 Gebo­te aus­ge­he­belt wur­den und wer­den. Dazu gehö­ren die Chri­sten­ver­fol­gung, die zuneh­men­de Abschaf­fung des arbeits­frei­en Sonn­tags, Eutha­na­sie, Abtrei­bung, Gebur­ten­kon­trol­le bis hin zur Euge­nik, die katho­li­sche Scheidung(Ehebruch) mit Abschaf­fung des Ehe­sa­kra­ments, staat­li­che Ent­eig­nung von pri­va­tem Geld(Zypern, Grie­chen­land), Ver­brei­tung von Por­no­gra­fie und die Ver­brei­tung der Ansicht dass Pro­sti­tu­ti­on Arbeit wäre, die Gen­der-Irr­leh­re und und und. Das betrifft alles die 10 Gebo­te und das mei­ste davon wird auch noch durch Mil­lio­nen geför­dert. Geld­ge­ber sind nicht sel­ten die UNO, EU oder ihnen nahe­ste­hen­de Organisationen.

      • Hin­zu­fü­gen möch­te ich, dass mir seit Jah­ren bewusst ist, dass es sehr neu­gie­ri­ge, macht­gie­ri­ge und vor allem ein­ge­bil­de­te Men­schen gibt, die eigent­lich aus Lan­ge­wei­le ande­re im Inter­net „über­wa­chen“ und ihre Erkennt­nis­se dann an Freun­de oder Bekann­te wei­ter­tra­gen. Es scheint als woll­ten man­che ger­ne „Gott spie­len“, Macht aus­üben, weil sie sich selbst für beson­ders klug hal­ten, im Glau­ben es hät­te kei­ne Kon­se­quen­zen was sie tun. Aus mei­ner Sicht haben Sei­ten wie Face­book nicht uner­heb­li­chen Anteil an die­ser Ent­wick­lung, wo nicht nur nor­ma­le Men­schen zu den größ­ten Ange­bern mutie­ren, son­dern vor allem so gut wie jeder Name zu fin­den und aus­zu­spä­hen ist. Und so erfah­ren Freun­de, die kei­ne sind von­ein­an­der Din­ge die den ande­ren nichts ange­hen, über­tref­fen sich gegen­sei­tig in ihrer anony­men Prah­le­rei und die­se Volks­krank­heit nimmt immer wei­ter zu.

      • … das mag alles sein, aber eines müs­sen Sie schon zugestehen:

        jeder, der im Inter­net bloggt, kom­men­tiert oder sonst schreibt, tut dies öffent­lich. es ist so, wie wenn man einen Leser­brief ein­reicht oder Auf­sät­ze und Bücher veröffentlicht.

        Auch dies, auf kon­ven­tio­nel­lem Papier, konn­te bis in alle Ewig­kei­ten nach­voll­zo­gen werden.

        Was ich in den öffent­li­chen Raum stel­le, das IST ÖFFENTLICH.

      • Ich habe nie behaup­tet, dass was im Inter­net als Mei­nung geäu­ßert wird, nicht öffent­lich sei, das ist ja wohl klar. Der Unter­schied besteht dar­in, was die Leu­te die das sehen, dar­aus machen, ob und wie sie dar­auf reagie­ren — das ist ein mora­li­sches Spie­gel­bild unse­rer Gesell­schaft. Stich­wort Ver­leum­dung, Ver­na­de­rung und Tratsch. Die Bibel ent­hält ver­hält­nis­mä­ßig viel dar­über, dass man sei­ne Zun­ge bes­ser im Zaum hal­ten sollte(z.bsp Jesus Sirach oder Jako­bus). Und wenn man wie @Hans es beschreibt, bemerkt wie ande­re eine jah­re alte Mei­nung einem noch immer vor­wer­fen, dann könn­te man leicht das Inter­es­se am Schrei­ben von Inter­net-Kom­men­ta­ren ver­lie­ren — aber genau das ist ja das Ziel sol­cher Leu­te, die sich dann als selbst­au­to­ri­sier­te Auf­sichts­per­so­nen verstehen.

    • @Hans

      Man muss die Ursa­chen im Blick behalten.

      Die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on hat­te im Ter­ror der „Tugend“ ihren Ursprung. Die aus die­ser Revo­lu­ti­on her­vor­ge­gan­ge­ne Auf­klä­rung hat zwar die­sen Ter­ror mit der Zeit abge­mil­dert, er bricht aber doch immer wie­der durch, ins­be­son­de­re dann, wenn die Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie einen Kon­troll­ver­lust ein­ge­ste­hen muss und erkenn­bar ist, dass das gan­ze Gere­de von Frei­heit und Selbst­be­stim­mung ledig­lich ein fun­da­men­ta­ler Betrug ist.

      Die Auf­klä­rung hat unbe­streit­bar tota­li­tä­re Denk­sy­ste­me wie den Mar­xis­mus her­vor­ge­bracht, dem, nimmt man den Mao­is­mus hin­zu, weit mehr als 100 Mil­lio­nen das Leben kostete.

      Die Prot­ago­ni­sten die­ser Ideo­lo­gien haben vor nichts so viel Angst, wie frei­es Den­ken. Frei­heit meint hier aber nicht das, was die Auf­klä­rung vor­gibt, son­dern zum Glau­ben befrei­tes Den­ken. Es ist der Hass dar­auf, dass man den Men­schen nicht rest­los kon­trol­lie­ren, ihn auf ein gefü­gi­ges Werk­zeug redu­zie­ren kann. Je mehr dann die Kon­trol­le ver­lo­ren geht, wie der­zeit über­all auf der Welt erkenn­bar, desto wüten­der hält man an der Kon­trol­le fest. So war es im Ost­block und so ist es heu­te nahe­zu überall.

  30. Kath.net hat auch mein Benut­zer gesperrt oder gelöscht. Ich habe die Mode­ra­ti­on kri­ti­siert. Falls das der Grund war, wäre das wirk­lich trau­rig. Ein fal­sches Ver­hält­nis zu Kri­tik kann ver­häng­nis­voll sein.

    Naja, dann schrei­ben wir halt hier. Ich habe viel gelernt in den paar Wochen dort. Wenn man dort nur wir-haben-uns-lieb-Kom­men­ta­re will, dann mag ich da sowie­so weder lesen noch schreiben.

    Zum The­ma:

    Ich fin­de die Empö­rung über die Wor­te des Erz­bi­schofs völ­lig über­zo­gen und kin­disch. Es wer­den nun sogar offe­ne Brie­fe an ihn geschrie­ben. Mei­ner Ansicht nach tota­ler Blöd­sinn. „Ver­blog­gung-Gate“ soll das wohl nun sein.

    Wenn jemand bloggt, dann wohl hof­fent­lich, weil er oder sie es für gut hält. Er will sich mit­tei­len, aber Zeit oder die Mit­tel für eine Akkre­di­tie­rung als Jour­na­list hat der­je­ni­ge nicht. Dann fin­de ich das Bekla­gen dar­über, dass „die Kir­che nicht auf die Blo­goe­se­ze“ zugeht, kindisch. 

    Die Wor­te des Erz­bi­schofs sind nicht in Ord­nung. Aber die Empö­rung dar­über, mit Blog­ger-Umfra­gen und offe­nen Leser­brie­fen (bei kath.net min­de­stens drei Arti­kel zu die­sem The­ma), fin­de ich noch schlimmer.

    • @JLTD

      Machen Sie sich nichts draus, ich habe Ihre Kom­men­ta­re dort gele­sen und sah sofort, dass Sie wirk­lich nicht dar­an inter­es­siert sind, zu pro­vo­zie­ren, aber eben auch nicht, jeden Schmarrn zu akzeptieren.

      Eini­ge kath.net Ein­ge­schwo­re­ne, die mit Frau Lor­le­berg inten­si­ven Mail­kon­takt pfle­gen, auf den sie dann auch noch stolz hin­wei­sen, schei­nen mitt­ler­wei­le etwas ner­vös, will doch die Mei­nungs­vor­ga­be auf kath.net nicht so rich­tig gelin­gen. Die Leser­schaft ist eben doch intel­li­gen­ter als es die Redak­tio­nen gemein­hin anneh­men. Und da muss man eben, wenn man gar nicht mehr wei­ter weiß, zur Zen­sur grei­fen. Das nennt man dann das „Gast­recht“ entziehen.

      Mir warf man zuletzt Sedis­va­kan­tis­mus vor! 

      Mir ist bis­lang nicht mal klar, wo da der Witz lie­gen sollte.

      Wie ich sah, tum­meln sich jetzt wie­der beson­ders dubio­se Gestal­ten, wie die­ser @Bentheim (ali­as Adson_von_Melk), @Ambrosius, @Charles X und @Antigone im kath.net Forum und über­wa­chen dort in Treue, wer die Dekon­struk­ti­ons­ver­su­che der Leh­re als sol­che ent­lar­ven könn­te. Das Zen­tral­or­gan des neu­en Kir­chen­gei­stes, die kath.net Mode­ra­ti­on, fun­giert dann als Exe­ku­tor und sperrt sofort jeden, der das leh­mann­sche respek­ti­ve dan­neel­sche Kir­chen­bild nicht lie­be­voll in sei­nem Gei­ste aufnimmt.

      Es ist eben wirk­lich nicht alles katho­lisch, wo katho­lisch draufsteht!

      • damit erle­digt sich die Sei­te aber dann mit­tel­fri­stig von selbst — ich hat­te näm­lich eher den Ein­druck, dass die von Ihnen auf­ge­li­ste­ten „Gestal­ten“ dort eine Min­der­hei­ten­mei­nung ver­tre­ten. Jetzt sagt die Anzahl zwar nix über rich­tig oder falsch — nichst­de­sto­trotz scheint kath.net gera­de sei­ne ursprüng­li­che Ziel­grup­pe los­wer­den zu wollen

        Ver­ges­sen haben sie @alexius — der Kir­chen­recht­ler, der immer mit dem „Geist eines Mee­tings“ argu­men­tiert, aber nie mit dem Kirchenrecht 🙂

        à pro­pos Zürich: hab den Aus­tritt aus der staats­kir­chen­recht­li­chen Kör­per­schaft erklärt 🙂

      • die­se Sei­te rich­tet ihr Fähn­chen immer mehr nach dem Wind, der ja seit dem Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus kräf­tig aus pro­gres­si­ver Rich­tung weht.

        Schön ist auch der Satz von Kar­di­nal Schön­born zu homo­se­xu­el­len Bezie­hun­gen: “ …dass sie nicht der ursprüng­li­che Schöp­fungs­plan sind.“

        Der Mann ist schon wei­ter, er kennt schon den neu­en Schöpfungsplan! 

        Offen­bar muss nach sei­nem Ver­ständ­nis immer mal von Gott nach­ge­bes­sert werden.

  31. @alle,
    @ Frau Zeitschnur,
    ich fürch­te nicht alle haben mei­ne War­nung ver­stan­den. Es geht um den Orwell´schen Gesin­nungs­ter­ror, der dann erkenn­bar wird, wenn ich erken­nen muss, dass Leu­te mit denen ich nichts zu tun habe und auch haben will, unge­hin­dert auf mir unbe­kann­te Daten­ban­ken zugrei­fen kön­nen und mir mei­ne vor drei Jah­ren halb pri­vat geäu­ßer­te Mei­nung über Papst Bene­dik­tXVI vor­wer­fen kön­nen. Natür­lich ste­he ich auch wei­ter­hin zu Papst Bene­dikt und wür­de ihn auch wei­ter­hin als gro­ßen Papst ver­tei­di­gen. Aber ich befürch­te den Mei­nungs­ter­ror, der auf die in unse­rem Kreis zukommt, die poin­tiert hier eine Mei­nung ver­tre­ten, die poli­tisch als nicht kor­rekt ein­ge­stuft wird. Ich fürch­te um zukünf­ti­ge Pres­sio­nen, die Per­so­nen mit unlieb­sa­mer und poli­tisch unkor­rek­ter Mei­nung zuge­fügt werden.

  32. @Zeitschnur:
    Da Sie ja behaup­tet hat­ten, Adam hät­te grö­ße­re Schuld am Sün­den­fall und die Frau wäre nicht so leicht zu „kas­sie­ren“ gewe­sen, (wie sie for­mu­lier­ten) möch­te ich hier dar­auf zurück­kom­men und hof­fe sie ver­ste­hen es nicht als falsch oder auf­dring­lich. Da mir näm­lich 1. Timo­theus 2, 8–15 vor die Augen gekom­men ist:

    Eine Frau soll sich still und in aller Unter­ord­nung beleh­ren las­sen. Dass eine Frau lehrt, erlau­be ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still ver­hal­ten. Denn zuerst wur­de Adam erschaf­fen, danach Eva.
    Und nicht Adam wur­de ver­führt, son­dern die Frau ließ sich ver­füh­ren und über­trat das Gebot.
    Sie wird aber dadurch geret­tet wer­den, dass sie Kin­der zur Welt bringt, wenn sie in Glau­be, Lie­be und Hei­lig­keit ein beson­ne­nes Leben führt.

    Also hat nun der Hl. Apo­stel Pau­lus Recht oder sie, Frau Zeit­schnur? Natür­lich muss man die ande­ren Din­ge im Zusam­men­hang sehen, nicht aber die Stel­le über Adam und Eva, die ist eindeutig.

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