Vor der Bischofssynode – Vorrangige Option für die Familie (XXXIV)

Die Ehe, ein Sakrament
Die Ehe, ein Sakrament

Aus der Hand­rei­chung Vorran­gi­ge Opti­on für die Fami­lie. 100 Fra­gen und 100 Ant­wor­ten im Zusam­men­hang mit der bevor­ste­hen­den Bischofs­syn­ode über die Fami­lie vom 4. bis 25. Okto­ber 2015 im Vatikan.

67. Fra­ge: Darf jemand die hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen, der ohne Selbst­schuld geschie­den wur­de, aber nicht wie­der gehei­ra­tet hat?

Ant­wort: Eine Per­son, die geschie­den wur­de, und nicht wie­der gehei­ra­tet hat, darf die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen, soweit sie sich im Stan­de der Gna­de befindet.

68. Fra­ge: Darf eine geschie­de­ne wie­der­ver­hei­ra­te­te Per­son die Kom­mu­ni­on empfangen?

Ant­wort: Unge­ach­tet ihrer sub­jek­ti­ven Inten­tio­nen befin­det sich eine offen­kun­dig geschie­de­ne und zivil wie­der­ver­hei­ra­te­te Per­son im Zustand einer „offen­kun­di­gen und schwe­ren Sün­de“ und kann somit zur hei­li­gen Kom­mu­ni­on nicht zuge­las­sen wer­den (Codex des Kano­ni­schen Rechts, Canon 915). Emp­fängt sie trotz­dem die Kom­mu­ni­on, ver­bin­det sie das Sakri­leg mit dem Ärgernis.

„Falls Geschie­de­ne zivil wie­der­ver­hei­ra­tet sind, befin­den sie sich in einer Situa­ti­on, die dem Geset­ze Got­tes objek­tiv wider­spricht. Dar­um dür­fen sie, solan­ge die­se Situa­ti­on andau­ert, nicht die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen. Aus dem glei­chen Grund kön­nen sie gewis­se kirch­li­che Auf­ga­ben nicht aus­üben. Die Aus­söh­nung durch das Buß­sa­kra­ment kann nur sol­chen gewährt wer­den, die es bereu­en, das Zei­chen des Bun­des und der Treue zu Chri­stus ver­letzt zu haben, und sich ver­pflich­ten, in voll­stän­di­ger Ent­halt­sam­keit zu leben“ (Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che, Nr. 1650).

„Die Kir­che bekräf­tigt jedoch ihre auf die Hei­li­ge Schrift gestütz­te Pra­xis, wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne nicht zum eucha­ri­sti­schen Mahl zuzu­las­sen. Sie kön­nen nicht zuge­las­sen wer­den; denn ihr Lebens­stand und ihre Lebens­ver­hält­nis­se ste­hen in objek­ti­vem Wider­spruch zu jenem Bund der Lie­be zwi­schen Chri­stus und der Kir­che, den die Eucha­ri­stie sicht­bar und gegen­wär­tig macht. Dar­über hin­aus gibt es noch einen beson­de­ren Grund pasto­ra­ler Natur: Lie­ße man sol­che Men­schen zur Eucha­ri­stie zu, bewirk­te dies bei den Gläu­bi­gen hin­sicht­lich der Leh­re der Kir­che über die Unauf­lös­lich­keit der Ehe Irr­tum und Ver­wir­rung“ (hl. Johan­nes Paul II., Fami­lia­ris Con­sor­tio, Nr. 84).

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Anga­ben zur Handreichung:
Aldo di Cil­lo Pagotto/Robert F. Vasa/Athanasius Schnei­der: Vor­ran­gi­ge Opti­on für die Fami­lie. 100 Fra­gen und 100 Ant­wor­ten im Zusam­men­hang mit der Syn­ode. Vor­wort von Jor­ge A. Kar­di­nal Medi­na, Edi­zio­ni Sup­pli­ca Filia­le, Roma 2015, www. supplicafiliale.org

Die gedruck­te Aus­ga­be in deut­scher Spra­che kann ange­for­dert wer­den bei:
Deut­sche Gesell­schaft zum Schutz von Tra­di­ti­on, Fami­lie und Pri­vat­ei­gen­tum (TFP)
Gla­dio­len­stra­sse 11
60437 Frank­furt am Main
segreteria.supplicafiliale [a] outlook.com
www.tfp-deutschland.org

1 Kommentar

  1. „67. Fra­ge: Darf jemand die hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen, der ohne Selbst­schuld geschie­den wur­de, aber nicht wie­der gehei­ra­tet hat?“
    Ohne Selbst­schuld? Das gibt es nicht denn kei­ner ist ohne Schuld.
    Man soll­te sich sei­nen zukünf­ti­gen Gat­ten vor der Ehe­schlie­ßung genau anschau­en und ihn beob­ach­ten wie er tickt. Wie steht er zu mei­nen Gott, wie steht er zur Kir­che und wie denkt er über das Sakra­ment der Ehe. Und das soll­te man über alles stel­len. Und wenn man das nicht macht „und wen inter­es­siert das heu­te noch?“ spielt man in die­ser Welt Rus­sisch Rou­let­te und wenn die Kata­stro­phe kommt bleibt einem nichts ande­res mehr übrig als über die Unbarm­her­zig­keit der Kir­che zu schimp­fen und ihr vor­zu­wer­fen das sie die heu­ti­ge Lebens­wirk­lich­keit nicht ver­steht. Das übli­che eben.
    „Ant­wort: Eine Per­son, die geschie­den wur­de, und nicht wie­der gehei­ra­tet hat, darf die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen, soweit sie sich im Stan­de der Gna­de befindet.“
    Ja so ist es und alles ande­re was die barm­her­zi­gen Gei­ster die­ser Zeit uns anbie­ten soll­te man weit von sich wei­sen und nur auf sei­nen Gott hören. Ich weiß sehr gut wor­über ich schrei­be denn ich bin gezwun­gen wor­den dar­über inten­siv nachzudenken.
    Per Mari­am ad Christum.

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