Papst Franziskus und rückläufige Teilnehmerzahlen bei Generalaudienzen

Papst Franziskus bei der Audienz mit Brautpaaren (29. April 2015)
Papst Fran­zis­kus bei der Audi­enz mit Braut­paa­ren (29. April 2015)

(Rom) Aus Anlaß der 100. Gene­ral­au­di­enz des Pon­ti­fi­ka­tes von Papst Fran­zis­kus am 26. August ver­öf­fent­lich­te die Prä­fek­tur des Päpst­li­chen Hau­ses, daß an die­sen 100 Gene­ral­au­di­en­zen 3.147.600 Per­so­nen teil­ge­nom­men haben. Eine gigan­ti­sche Zahl an Men­schen, wie sie nur die Päp­ste der Katho­li­schen Kir­che bewe­gen kön­nen. Ver­gleich­ba­res gibt es auf der Welt nicht. Doch die Zah­len offen­ba­ren, daß 2015 die durch­schnitt­li­che Teil­neh­mer­zahl bei Gene­ral­au­di­en­zen auf ein Vier­tel von 2013 geschrumpft ist.

Die Prä­fek­tur des Päpst­li­chen Hau­ses wird von Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein gelei­tet. Am 7. Dezem­ber 2012 ernann­te Papst Bene­dikt XVI. sei­nen ersten Pri­vat­se­kre­tär zum Prä­fek­ten und gleich­zei­tig zum Titu­lar­erz­bi­schof von Urbs Sal­via (Urbi­saglia) in den Mar­ken.

Die von der Prä­fek­tur mit­ge­lie­fer­te Auf­schlüs­se­lung der Zah­len ent­hält eini­ge inter­es­san­te Details. Nach Jah­ren auf­ge­schlüs­selt, zeigt sich für die 100 Gene­ral­au­di­en­zen fol­gen­des Bild:

  • 2013 – 30 Gene­ral­au­di­en­zen mit 1.548.500 Anwe­sen­den
  • 2014 – 43 Gene­ral­au­di­en­zen mit 1.199.999 Anwe­sen­den
  • 2015 – 27 Gene­ral­au­di­en­zen mit 400.100 Anwe­sen­den

“Das bedeu­tet, daß in den ein­zel­nen Jah­ren durch­schnitt­lich fol­gen­de Anzahl an Per­so­nen teil­nahm“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster:

  • 51.617 Per­so­nen 2013
  • 27.883 Per­so­nen 2014
  • 14.818 Per­so­nen 2015

“Das ent­spricht jeweils der Hälf­te der Teil­neh­mer des Vor­jah­res. Die mage­ren Kühe schei­nen noch nicht ver­scheucht, da für die 100. Gene­ral­au­di­enz am ver­gan­ge­nen Mitt­woch mit­ge­teilt wur­de, daß nur ‚mehr als Zehn­tau­send‘ gekom­men sind“, so Magi­ster.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: CNI

12 Kommentare

  1. Viel­leicht ver­wei­sen fol­gen­de Aus­sa­gen von Robert Spa­e­mann auf die Ursa­chen des schwin­den­den Inter­es­ses; „katholisches.info“ berich­te­te:
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    Der Papst frö­ne einem „Kult der Spon­ta­nei­tät“, so Spa­e­mann. Der argen­ti­ni­sche Papst suche die flüch­ti­ge Sym­bo­lik, habe aber gleich­zei­tig – für einen Papst ein gera­de­zu ver­nich­ten­des Urteil – mit Theo­lo­gie „nicht viel im Sinn“.
    [.…]
    Was der Hei­li­ge Vater nun vor­hat“, das wis­se nie­mand. Dar­in muß­te selbst Hans Joas Spa­e­mann zustim­men. Mit ande­ren Wor­ten: Auch die von Papst Fran­zis­kus Begei­ster­ten wis­sen in Wirk­lich­keit nicht, wohin der „Zug Ber­go­glio“ unter­wegs ist. „Das Gefühl des Cha­os wird man nicht ganz los“, so Spa­e­mann über Papst Fran­zis­kus.

    Das gel­te auch für die Fami­li­en­syn­ode, zu deren zwei­ten Teil der Papst im kom­men­den Okto­ber nach Rom lädt. Die gan­ze Syn­ode sei „irri­tie­rend“, weil der Papst ein­sei­tig Par­tei ergrei­fe.

    Es sei kei­nes­wegs sicher, daß die Art von Fran­zis­kus in Zukunft als „Auf­bruch“ wahr­ge­nom­men wer­de, oder nicht viel­mehr als „Aus­rut­scher“.“
    [.…]
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    https://www.katholisches.info/2015/04/16/spaemann-kritik-papst-franziskus-aufbruch-oder-ausrutscher-kult-der-spontaneitaet/
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    • Dan­ke für Ihre Zita­te: man kann Robert Spa­e­mann nur zustim­men.
      Papst Fran­zis­kus hat was Chao­ti­sches an sich, aber das ist ja „modern“. Der redet heu­te schein­bar das Gegen­teil von dem, was er mor­gen äußert. Viel­leicht ist er die Stra­fe Got­tes für all die vie­len Sün­den der katho­li­schen Chri­sten­heit inkl. mei­ner eige­nen. Aber wer will das schon wis­sen! — Astro­lo­gen, Zei­chen­deu­ter, Wahr­sa­ger, Spe­ku­lan­ten usw. dürf­ten in Rom das Geschäft ihres Lebens machen.

  2. defen­dor @ Der Hin­weis auf Robert Spa­e­mann ist gut gewählt. Damit ist eigent­lich schon alles
    gesagt. Mit sei­nen Eska­pa­den den soge­nann­ten “ Fran­zis­kus­per­len „hat Fran­zis­kus der Kir­che
    mehr gescha­det als alle Pro­gres­si­sten zusam­men hät­ten scha­den kön­nen. Das Kir­chen­volk,
    außer den Medi­en, spü­ren schon lan­ge, dass von die­sem Papst kei­ne posi­ti­ven Signa­le aus­ge-
    hen. Das Stroh­feu­er sei­ner Barm­her­zig­keit, geht lang­sam aus und vie­le schau­en jetzt mit Ban-
    gen auf die Herbst-Syn­ode und was danach wird. Kein Kir­chen­mann wagt öffent­lich sei­ne Mei-
    nung zu die­sem Umstand zu sagen, denn die Bischö­fe haben dies­be­züg­lich ihr Schwert bereit,
    um Kri­ti­ker zu eli­mi­nie­ren. Noch weni­ger die mei­sten Kar­di­nä­le, denn sie haben Fran­zis­kus ja
    durch Mani­pu­la­ti­on und Mehr­heit gewählt und unter­stüt­zen ihn auch wei­ter­hin.

    Man kann nur hof­fen, dass doch noch ein Wun­der geschieht !

  3. Die­ser unse­li­ge Franz ist nur eine Lach­num­mer, sonst nichts!
    Das wäre ja ohne wei­te­res zu ver­kraf­ten, wenn er nicht gleich­zei­tig Papst, d.h. Ober­haupt der Katho­li­schen Kir­che, wäre. So macht er in sei­nen wech­seln­den Kostü­men (man denkt auto­ma­tisch immer an einen Zir­kus­clown), mal mit Zylin­der, mal mit Papp­na­se, usw. usf., nicht nur sich selbst, son­dern auch die Kir­che lächer­lich, und das ist nicht nur skan­da­lös, das ist trau­rig!

  4. Die­ser „Papst“ sucht nicht die flüch­ti­ge Sym­bo­lik, er will auf­fal­len um jeden Preis, und vor allem Schlag­zei­len machen. Zustim­mung kommt aber fast nur von lin­ken und/oder kir­chen­feind­li­chen Medi­en.
    Ich wür­de mich nicht wun­dern, wenn er eines nicht zu fer­nen Tages als Trans­ve­stit ver­klei­det auf­tritt, als Ver­nei­gung vor den mäch­ti­gen Schwu­len die­ser Welt. Das gäbe doch mal wie­der einen mäch­ti­gen Medi­en­rum­mel, den Franz doch so sehr liebt.
    Viel­leicht taucht er ja auch irgend­wann mal als Flücht­ling in einem Auf­fang­la­ger oder einer spek­ta­ku­lä­ren Ret­tungs­ak­ti­on auf.
    Das alles wird dem ach so mün­di­gen Chri­sten dann als „Fran­zis­kus­per­le“ prä­sen­tiert. Das schei­nen mir aber „Per­len“ aus der Wun­der­tü­te zu sein, alles Tal­mi, nichts ech­tes.

  5. Das ein­fa­che Volk ist zwar oft ein­fäl­tig, etwas ober­fläch­lich und (zu) leicht begei­ster­bar, es hat aber auch ein gutes Gespür, wenn etwas _nicht_ passt… (und die Ein­woh­ner von Rom sel­ber ganz spe­zi­ell).

  6. Die pro­gres­si­ven Krei­sen, und die Medi­en, die Ihn Tag­täg­lich applau­die­ren sind sel­ten auf dem Peters­platz .oder dei den Gene­ral­au­di­en­zen dabei.….

    Ein Zei­chen viel­leicht , eines sich zum Ende nei­gen­den Pon­ti­fi­kats ? Ich bete dafür

    • Hof­fent­lich wird Ihr Gebet recht bald erhört. Aber, glau­ben Sie im Ernst, daß etwas Bes­se­res nach­kommt? Die letz­ten Kar­di­nal­s­er­nen­nun­gen und die Zusam­men­set­zung die­ses Kol­le­gi­ums läßt viel­mehr das Schlimm­ste befürch­ten.
      Da soll­te man eher beten, daß der Blitz, der am 13.3.2013 in die Kup­pel von St. Peter ein­schlug, noch ein­mal wie­der­kommt!

  7. Die­ses Pon­ti­fi­kat wird in die Ver­ges­sen­heit ver­sin­ken.….. Die­ser Papst hat bis jetzt kaum was posi­ti­ves bewirkt.…..

    Ich bin Ihm trotzdzm sehr dan­kar, dass er die kon­ser­va­ti­ven Kräf­ten, mit sei­nen pro­gres­si­ven, ver­wirr­ten , gegen­sätz­li­chen Stel­lung­nah­men indi­rekt stärkt, und die Aus­ein­an­der­set­zung kla­re Kon­tu­ren nimmt.…..

  8. Es lohnt sich manch­mal das Archiv zu bemü­hen und einen Ver­gleich anzu­stel­len. Das hilft, man­che Sta­ti­sti­ken und Bewer­tun­gen ein­zu­ord­nen.
    2005 (Johan­nes Paul II. und ab April Bene­dikt XVI.): 810.000 Besu­cher
    2006: 1.000.000 Besu­cher
    2007: 440.000 Besu­cher
    Alles klar?
    Mei­nes Wis­sens hat auch das Jahr 2015 zwölf Mona­te.
    Die genann­ten Zah­len bzgl Fran­zis­kus für 2015 berück­sich­ti­gen also nur die Mona­te Janu­ar bis Juli. Höch­stens viel­leicht bis August.
    Inter­es­sant!

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