„Lieben wir Gott mit ganzem Herzen?“

A GeneralaudienzLie­be Brü­der und Schwe­stern,

heu­te wol­len wir über die Bedeu­tung des Gebets im Leben der Fami­lie nach­den­ken. Vie­le Men­schen sagen: „Ich müss­te und wür­de ger­ne mehr beten, aber mir fehlt die Zeit.“ Sie erken­nen mit gro­ßer Ehr­lich­keit, dass man nur im Gebet, der Ver­bin­dung mit Gott, den tie­fen Frie­den fin­det. Ger­ne erfah­ren wir Got­tes Zunei­gung und Hil­fe in ver­schie­de­nen Schwie­rig­kei­ten. Aber schen­ken wir Gott auch unse­re Zunei­gung? Lie­ben wir ihn mit gan­zem Her­zen?

Nur wenn Gott die Lie­be all unse­rer Lie­be ist, fin­den die­se Wor­te ihren vol­len Sinn. Für die Lie­be braucht es nicht vie­le Wor­te. Oft reicht schon ein Gedan­ke, eine Anru­fung vor einem hei­li­gen Bild oder ein Zei­chen der Anbe­tung in Rich­tung einer Kir­che. Es ist schön, wenn Müt­ter ihre klei­nen Kin­der anlei­ten, Jesus oder die Mut­ter­got­tes Küs­se zu schen­ken. In die­sem Augen­blick ver­wan­delt sich das Herz der Kin­der in einen Ort des Gebets. Ler­nen wir, mit unse­rem Her­zen Gott „Vater“ zu nen­nen – mit der glei­chen Spon­ta­nei­tät, wie Kin­der „Papa“ oder „Mama“ sagen. Dann ist unser gan­zes Fami­li­en­le­ben von der Lie­be Got­tes umfan­gen. Wenn auch im All­tag der Fami­lie die Zeit immer knapp scheint, wird uns die Zeit, die wir Gott geben, zurück­ge­schenkt und wir fin­den Frie­den und Freu­de über ganz uner­war­te­te Geschen­ke.

Einen herz­li­chen Gruß rich­te ich an alle Gläu­bi­gen deut­scher Spra­che, beson­ders an die Pil­ger aus der Diö­ze­se Graz-Seckau und den Jugend­dienst des Deka­nats Klau­sen. Hal­ten wir neben der not­wen­di­gen Zeit für die Arbeit immer eine Zeit bereit, um beim Herrn zu sein. Hören wir sein Wort beim Lesen des Evan­ge­li­ums und betrach­ten wir ihn im Rosen­kranz­ge­bet. Beten wir in der Fami­lie gemein­sam am Mor­gen und am Abend. So blei­ben wir immer von Got­tes Lie­be beschützt.

5 Kommentare

    • „schwie­rig mit Kom­men­ta­ren“?
      O nein, Gutes darf, soll, muss man aner­ken­nen und wert­schät­zen!

  1. Ja, das ist alles gut gesagt, wenn ich das so kom­men­tie­ren darf.
    Anstel­le von „Gott“ hät­te der Papst aber auch mal Jesus Chri­stus sagen kön­nen, fin­de ich. Denn Gott hat ein sicht­ba­res Gesicht. Es ist das Gesicht auf dem Schlei­er­tuch aus Bys­sus in Man­op­pel­lo. Es geht doch um das Chri­stus­be­kennt­nis.
    Aber nichts für ungut. Dan­ke.

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