Jesuiten-Professoren für Meinungspluralismus in der kirchlichen Lehre

Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen Frankfurt am Main
Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­sche Hoch­schu­le St. Geor­gen Frank­furt am Main

Erfah­run­gen mit jesui­ti­schen Pro­fes­so­ren der Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le in Frank­furt zu den The­men Lai­en­pre­digt und Christologie.

Eine Glos­se von Hubert Hecker.

Die drei Jahr­zehn­te nach Abschluss des Kon­zils gel­ten als die wil­den Zei­ten der Lit­ur­gie-Expe­ri­men­te. Eine der Fehl­ent­wick­lun­gen war die Lai­en­pre­digt in der hl. Mes­se. In zahl­rei­chen Pfar­rei­en spar­ten sich die Pfar­rer die Pre­digt­vor­be­rei­tung und über­lie­ßen einem Lai­en die Aus­le­gung des Evan­ge­li­ums. Die­se Pra­xis war auch ein Effekt der anti-römi­schen Strö­mun­gen damals, denn nach der Vor­schrift des Kir­chen­rechts war (und ist) die Pre­digt ein inte­grier­ter Teil der prie­ster­li­chen Lit­ur­gie und daher nur von Geweih­ten vor­zu­tra­gen. Die vati­ka­ni­sche Instruk­ti­on der Kon­gre­ga­ti­on für Got­tes­dienst vom Jah­re 2004 „erin­ner­te“ noch ein­mal dar­an, dass die Homi­lie als beson­de­re Form von Pre­dig­ten „Teil der Lit­ur­gie selbst ist und dem Prie­ster oder Dia­kon vor­be­hal­ten wird“.

Bis heu­te berich­ten Teil­neh­mer von katho­li­schen Foren, dass in Diö­ze­sen mit moder­ni­sti­schen Bischö­fen die Lai­en­pre­digt immer noch ver­brei­tet ist. Von eini­gen Bischö­fen wer­den die Pre­dig­ten von Pasto­ral­as­si­sten­tin­nen, Gemein­de­re­fe­ren­ten oder Gre­mi­en­ka­tho­li­ken gedul­det, manch­mal sogar Ermun­te­run­gen dazu ausgesprochen.

Erneuter Versuch, die Laienpredigt schmackhaft zu machen

Der Rek­tor der jesui­ten­ge­führ­ten Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le St. Geor­gen in Frank­furt hat kürz­lich einen erneu­ten Ver­such gestar­tet, das kirch­li­che Pre­digt­ver­bot für Lai­en zu unter­lau­fen. Die­ser Akt des kirch­li­chen Unge­hor­sams kommt auf ganz lei­sen Soh­len daher mit sol­chen ein­schmei­cheln­den For­mu­lie­run­gen wie „Ver­le­ben­di­gung der Ver­kün­di­gung“ und Suche „nach offe­nen For­men der Pre­dig­ten“. Pater Ans­gar Wucher­pfen­nig SJ beherrscht offen­bar die Metho­de der hoh­len Über­re­dung, wenn er sei­ne Ein­las­sun­gen in die rhe­to­ri­sche Fra­ge mün­den lässt: „War­um soll ein Fami­li­en­va­ter und Pro­fes­sor nicht nach dem Evan­ge­li­um die Schrift aus­le­gen kön­nen?“ Ja, war­um eigent­lich nicht? – kann man als Echo der St. Geor­ge­ner Stu­den­ten erah­nen. Schließ­lich wer­den doch neu­er­dings die gesell­schaft­li­chen Erfah­run­gen (z. B. eines Fami­li­en­va­ters) als drit­te Offen­ba­rungs­quel­le neben Schrift und Tra­di­ti­on gehandelt!

In einem Leser­fo­rum hat es hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen um die­sen Vor­stoß des Frank­fur­ter Hoch­schul­rek­tors gege­ben. Ein Teil­neh­mer mein­te: „An der Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le Sankt Geor­gen wird alles gelehrt, nur nicht die katho­li­sche Glau­bens­leh­re. Inso­fern ist es wenig bedeu­tend, ob nun ein Laie gegen die Leh­re pre­digt oder ein Prie­ster.“ Die­se Äuße­rung ist aller­dings deut­lich über­zo­gen, inso­fern pau­schal allen Pro­fes­so­ren in St. Geor­gen Abwei­chung von der katho­li­schen Glau­bens­leh­re unter­stellt wird. Gleich­wohl steckt in der Ansa­ge ein Korn Wahrheit.

Persiflage des Evangeliums

Dieter Boehler SJ Youtube
Die­ter Boeh­ler SJ

Laut Aus­kunft eines Stu­den­ten von St. Geor­gen ergibt sich aus den Vor­le­sun­gen von min­de­stens drei Hoch­schul­leh­rern, dass sie nicht an die Got­tes­sohn­schaft Jesu Chri­sti glau­ben. Einer von ihnen dürf­te Prof. Dr. lic. in re. bibl. Die­ter Boeh­ler SJ sein. Bei einem Vor­trag in einem der IK-Krei­se ver­brei­te­te er vor eini­gen Jah­ren sei­ne The­se, dass die Got­tes­sohn­schaft Jesu eine Zuschrei­bung spä­te­rer Autoren sei. Jesus selbst habe sich nicht als gött­lich ver­stan­den, wie das die Evan­ge­li­sten berich­ten. Ein Hörer des Vor­trags pro­te­stier­te bei der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on gegen die­se Dar­stel­lung, wur­de aber zum Schwei­gen gebracht.

In einer Vor­le­sung eini­ge Tage spä­ter mach­te sich Prof. Boeh­ler lustig über den Vor­fall: Ein Hörer sei­nes Vor­trags habe ihm wider­spro­chen, indem der das gött­li­chen Selbst­be­wusst­sein Jesu Chri­sti behaup­te­te. Er unter­stell­te ihm die Bemer­kung: „Jesus saß im Sand­ka­sten und hat geru­fen: ‚Ich bin Got­tes Sohn! Ich bin Got­tes Sohn’.“ Gro­ßes Geläch­ter der Stu­den­ten ob sol­cher Nai­vi­tät von tum­ben Gläu­bi­gen. Mit die­ser Per­si­fla­ge des Evan­ge­li­ums soll­ten offen­sicht­lich alle glau­bens­treue Katho­li­ken lächer­lich gemacht wer­den, die am bibli­schen Zeug­nis der Evan­ge­li­en und den dog­ma­ti­schen Aus­sa­gen der frü­hen Kir­che festhalten.

Meinungsfreiheit über alles

  • Der Lächer­lich­ge­mach­te schrieb dar­auf­hin an den dama­li­gen Rek­tor der Jesui­ten-Hoch­schu­le und bat dar­um, dass Prof. Boeh­ler bei einer Gegen­über­stel­lung mit dem Betrof­fe­nen sei­ne Lach­num­mer vom Hör­saal wie­der­ho­len sollte.
  • Dazu war der Hoch­schul­leh­rer natür­lich zu fei­ge und auch der Rek­tor woll­te gegen die belei­di­gen­den Abfäl­lig­kei­ten nichts unternehmen.
  • Auch nicht gegen die offen­sicht­li­che Abwei­chung von der Leh­re der Kirche?
  • Nein, beschied der Rek­tor. Das sei die Frei­heit der Leh­re, dass die Pro­fes­so­ren gegen­über den Stu­den­ten ihre Mei­nung sagen dürf­ten – auch zu der Infra­ge­stel­lung der Got­tes­sohn­schaft Jesu Christi.

Natür­lich dür­fen die Pro­fes­so­ren ihren Stu­den­ten die Mei­nung sagen, so der Ein­wand – etwa bei Frei­zeit­be­geg­nun­gen. Aber als Hoch­schul­leh­rer der Theo­lo­gie sind die Pro­fes­so­ren nicht nach ihrer Pri­vat­mei­nung gefragt, son­dern von der Kir­che beauf­tragt sowie von (Kir­chen-) Steu­ern dafür bezahlt, die kirch­li­che Leh­re zu vermitteln.

Den professoralen Meinungspluralismus in die homiletische Verkündigung einbringen

Das ist doch auch wie­der nur eine Mei­nung! – könn­ten die Anhän­ger sol­cher Jesui­ten ent­geg­nen, die alle bibli­schen und dog­ma­ti­schen Wahr­heits­aus­sa­gen in Mei­nungs­äu­ße­run­gen auf­lö­sen wol­len. Aus die­sem Ansatz folgt dann logisch die Wert­schät­zung des Mei­nungs­plu­ra­lis­mus’ auch für die Homi­lie. Dem­nach könn­ten belie­bi­ge Pre­di­ger zur „Ver­le­ben­di­gung der Ver­kün­di­gung“ bei­tra­gen. Auf der Suche „nach offe­nen For­men der Pre­dig­ten“ wür­de man bald auch ein homi­le­ti­sches Streit­ge­spräch in der Hoch­schul-Kapel­le anset­zen – etwa zu der Fra­ge: Jesus Chri­stus – wahr­haft Gott und Mensch oder nur nach­träg­li­che Fik­ti­on? Dabei könn­te dann ein Fami­li­en­va­ter zu die­ser Fra­ge mit sei­nen Erfah­run­gen von gesell­schaft­li­cher Rea­li­tät als drit­ter Offen­ba­rungs­quel­le bei­tra­gen. Auch die stu­den­ti­schen Zuhö­rer soll­ten sich ein­brin­gen kön­nen. Im Sin­ne der aktiv-täti­gen Betei­li­gung an der Lit­ur­gie dürf­ten sie mit Nach­fra­gen, Zwi­schen­ru­fen und Bei­falls­äu­ße­run­gen zu einem quick­le­ben­di­gen Mei­nungs­aus­tausch über das Evan­ge­li­um bei­tra­gen. Aller­dings wür­de dann eine sol­che Debat­ten-Pre­digt einer Semi­nar-Dis­kus­si­on täu­schend ähn­lich sein. Der näch­ste Schritt wäre dann logi­scher­wei­se, die wirk­li­chen Semi­nar-Debat­ten zur eigent­li­chen Ver­kün­di­gung zu erklä­ren und auf die Pre­dig­ten in der Kir­che ganz zu verzichten.

Text: Hubert Hecker
Bild: Wikicommons/Youtube (Screen­shot)

24 Kommentare

  1. Es ist doch schon öfter in den Kom­men­ta­ren geschrie­ben wor­den, dass die Jesui­ten, jedenfalls
    die Mehr­heit, den Namen Jesu able­gen soll­ten. Die Jesui­ten soll­ten als Gemein­schaft die Stoss-
    trup­pe des Pap­stes sein und waren es auch. Heu­te sind sie wie das Bei­spiel von Prof.Dr.Boehler,
    Jesui­ten Hoch­schu­le in Frank­furt zeigt, zu Toten­grä­bern und Fein­den der Papst-Tra­di­ti­on gewor-
    den. Jeder der meint er sei gei­stig der Größ­te, setzt sich wie das Bei­spiel beweist, über die Glau-
    bens­leh­re der Kir­che hin­weg und meint damit, sei­ne Ansicht sei ein gei­sti­ger Erguss der allen,
    vor allem den Stu­den­ten, mit­ge­teilt wer­den muss. Die­se Fein­de der Kir­che wer­den auch noch mit
    fürst­li­chen Kir­chen­gel­dern bezahlt. Der zustän­di­ge Bischof der die­se Vor­gän­ge kennt, duckt sich
    ängt­lich weg und tut nichts gegen die­se Akti­vi­tä­ten des Bösen ( Unter­welt ). Das ist die Krankheit
    unse­rer hei­li­gen, katho­li­schen Kir­che, die krank dar­nie­der liegt.

  2. Es wäre die Auf­ga­be und Pflicht der zustän­di­gen Bischö­fe, die Gläu­bi­gen vor der­ar­ti­gen Wöl­fen im Schafs­pelz zu schützen.…freilich gehö­ren heu­te lei­der auch eini­ge Hir­ten sel­ber zu die­sem Wolfsrudel !
    Ich den­ke, dass es Hw Prof. May mit fol­gen­den Wor­ten auf den Punkt bringt:

    „Was immer man für oder gegen das Kon­zil sagen mag:
    Mit dem Kon­zil begann das Ende jeder Sicher­heit in Fra­gen der Glau­bens- und Sit­ten­leh­re sowie der kirch­li­chen Ordnung.
    Die nach­kon­zi­lia­re Bewe­gung ist nicht nur über das Kon­zil hin­aus­ge­schrit­ten, son­dern hat sich in gewich­ti­gen Punk­ten gegen das Kon­zil gestellt.“
    +
    „Was in die­ser Zeit vor sich gegan­gen ist, das ist die – ver­such­te – Selbstzerstörung.“
    +
    „Die Zer­stö­rung der kirch­li­chen Leh­re geht von den Theo­lo­gen aus.“
    +
    „Lie­ber Dut­zen­de von Pro­fes­so­ren und viel­leicht gan­ze Fakul­tä­ten ver­lie­ren als die­se Ein­falls­to­re der Häre­sie wei­ter offen halten.“
    +
    „Das Schlimm­ste, was der Kir­che in der gegen­wär­ti­gen Kri­se pas­sie­ren könn­te, wäre die Nach­gie­big­keit gegen­über den For­de­run­gen des Pro­gres­sis­mus und des Zeit­gei­stes – was bei­des oft zusammenfällt.“
    +
    „Es ist offen­kun­dig, daß die Kri­se der Kir­che eine Kri­se der Bischö­fe ist.“
    +
    Die pro­gres­si­sti­schen Theo­lo­gen haben die Glau­bens- und Sit­ten leh­re der Kir­che zer­setzt und ihre Ord­nung zerstört.
    Die schwa­chen Bischö­fe aber haben sie gewäh­ren las­sen und 
    füh­ren Dia­lo­ge mit jenen, die zum offe­nen Unge­hor­sam aufrufen. 
    Wenn in den genann­ten Per­so­nen­grup­pen nicht Reme­dur geschaf­fen wird, 
    sind alle Appel­le und Beschwö­run­gen zwecklos“
    -

  3. Die in der Glos­se auf­ge­stell­ten Behaup­tun­gen im Bezug auf Pater Die­ter Böh­ler und die The­se bzgl. der Got­tes­sohn­schaft sind nicht rich­tig. Eine sol­che Behaup­tung hat es nicht gege­ben und gibt es auch nicht. Auch die Aus­ein­an­der­set­zung in die­ser Form mit einem Hörer hat es dem­nach nicht gege­ben; zumin­dest nicht mit dem genann­ten Pater. Hier wird sich auf „Hören­sa­gen“ von irgend­wel­chen Stu­den­ten beru­fen und die ver­meint­li­chen Vor­gän­ge in nur einem Absatz mit­ein­an­der ver­mischt. Die Glos­se selbst scheint eher eine Persiflage.

  4. Als Stu­dent von Sankt Geor­gen, der auch selbst bei P. Böh­ler in Vor­le­sun­gen geses­sen hat, kann ich mir wirk­lich nicht vor­stel­len, dass ER sowas sagen wür­de. Abso­lut nicht.

  5. Anti­je­sui­ti­sche Pro­pa­gan­da hat es immer gege­ben. Sog. „glau­bens­treue“ Theo­lo­gie­stu­den­ten sind aller­dings ein neu­es Phä­no­men, das mit der fort­schrei­ten­den Säku­la­ri­sie­rung zu tun hat.

  6. „Der Rek­tor der jesui­ten­ge­führ­ten Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le St. Geor­gen in Frank­furt hat kürz­lich einen erneu­ten Ver­such gestar­tet, das kirch­li­che Pre­digt­ver­bot für Lai­en zu unterlaufen.“
    Ich fin­de auch, dass die Lai­en die­sen Rek­tor der jesui­ti­schen Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le St. Geor­gen in Frank­furt end­lich erset­zen soll­ten, denn was der pre­digt, kann jeder Schorn­stein­fe­ger nach einem Knei­pen­be­such. Also, die Kir­chen­steu­er zurück an die Lai­en, und die­se Jesui­ten sol­len sich einen neu­en Arbeits­platz auf dem Flug­ha­fen Rhein-Main suchen, denn dort kön­nen sie wirk­lich mal zei­gen, was sie kön­nen und sie kön­nen end­lich die Ver­le­ben­di­gung ihres Daseins mit­ten im Volk umsetzen.
    Per Mari­am ad Christum.

  7. „Jesus saß im Sand­ka­sten und hat geru­fen: ‚Ich bin Got­tes Sohn! Ich bin Got­tes Sohn’.“
    Ich fin­de man soll­te sehr behut­sam und ein­fühl­sam mit Jesui­ten umge­hen die Karl Rah­ner und Jesus Chri­stus nicht mehr aus­ein­an­der­hal­ten kön­nen. Sie haben es nicht ein­fach in die­ser Zeit und brau­chen unse­re Zuwen­dung damit sie nicht ganz durch die Decke gehen.
    Per Mari­am ad Christum.

  8. Der Arti­kel ist sehr undif­fe­ren­ziert. Ich ken­ne die­se The­se von der „spä­te­ren Zuschrei­bung“ der Got­tes­sohn­schaft Jesu und dass Jesus sich selbst nicht so genannt hät­te, eher aus pro­te­stan­ti­schen Mün­dern. Kann sein, dass Katho­li­ken die­se theo­lo­gi­schen The­sen auch durchspielen.

    Damit ist aller­dings nicht zwin­gend bestrit­ten, dass Jesus der Sohn Got­tes IST. Wei­ter­hin bezieht sich Herr Hecker auf die Aus­sa­ge eines Stu­den­ten, der sich wie­der­um an einen Vor­fall von vor ein paar Jah­ren erinnert.

    Ob es nicht bes­ser wäre, hier erst ein­mal zu recher­chie­ren, ob der Pro­fes­sort so etwas sagen wür­de oder nach­weis­bar (!) gesagt hat und wie er es gemeint hat?
    Wenn ich allei­ne zusam­men­zäh­le, was mir hier im Forum schon Leu­te unter­stellt haben, weil sie mei­ne Aus­sa­gen ein­fach nicht begrif­fen hat­ten, dann könn­te das auch in einem Semi­nar pas­sie­ren. Böh­ler könn­te die­se The­se auch erwähnt haben als eine pro­te­stan­ti­sche The­se, und der Stu­dent hat es in den fal­schen Hals bekom­men — auch das wäre möglich.

    Böh­ler hat sich in letz­ter Zeit auf der Web­site der Hoch­schu­le gegen ver­zer­ren­de Dar­stel­lun­gen sei­ner Aus­sa­gen gewandt und PDF-Doku­men­te auf sein Account dort gestellt, anhand derer man ihn „prü­fen“ kann.

    Ich schla­ge vor: Lasst uns ein wenig Böh­ler lesen, bevor wir über ihn herfallen!

    http://www.sankt-georgen.de/leseraum/koelner_katechesen.html

    • @zeitschnur
      Geht aus dem Text Ihres drit­ten Links inner­halb der Ver­lin­kung her­vor wel­cher Mes­si­as der rich­ti­ge für Pater Böh­ler SJ sein soll? Maschiach Ben Yosef oder Maschiach Ben David? Pater Böh­ler SJ sum­miert zwar es gebe nur einen Mes­si­as, dann müss­te es Maschiach Beb Yosef sein, jedoch fin­de ich nicht eine kla­re Aus­sa­ge wel­cher es für ihn fass­bar sein soll; weil das wäre mal wirk­lich inter­es­sant und es wäre ein rich­ti­ges Glau­bens­be­kennt­nis oder anson­sten das eige­ne Straf­ge­richt . Die­se Dua­le-Mes­si­as-Vari­an­ten gei­stern ja in der okkul­ti­stisch-kab­ba­li­sti­schen After­kir­che des Hoch­grad­mauer­er­tums unter ande­rem auch her­um. Ich wäre dank­bar falls Sie mir wei­ter­hel­fen könn­ten, bezüg­lich Ihrer Verlinkung.

      • Wovon reden Sie?

        Viel­leicht gei­stern Ihre Schau­er­mär­chen von den Hoch­g­rad­frei­mau­ern, Okkul­ti­sten und Kab­ba­li­sten zu stark in ihrem Kopf, wenn Sie einen Text lesen?
        Wäre es nicht bes­ser, sich gei­stig nicht an sol­che Dämo­nen zu binden?

        Wenn Sie den Text mei­nen, in dem der Fra­ge nach­ge­gan­gen wer­den soll, ob die Kir­che Isra­el gegen sich selbst aus­tau­schen durf­te, dann weiß ich nicht, was Sie da meinen…

        War­um lesen Se nicht ein­fach unvor­ein­ge­nom­men den Text?

        Es geht nicht um zwei Messiase!
        Böh­ler stellt eini­ge anti­jü­di­sche, frühs­christ­li­che Zeug­nis­se eben­so wie jüdi­sche Reden über einen Mann, der Jesus gewe­sen sein könn­te, vor.

        Ihm geht es dar­um zu zei­gen, dass der bibli­sche Text­be­fund die Sub­sti­tu­ti­ons­leh­re an sich sogar als eine Häre­sie qua­li­fi­ziert. Auch weist er dar­auf hin, dass die Kir­che die­se fal­sche Theo­lo­gie ja nemals in irgend­ei­ner Wei­se dog­ma­ti­siert hat.

        Böh­ler erklärt wei­ter, inwie­fern die­se Sub­sti­tu­ti­ons­leh­re häre­tisch sein muss — nicht nur weil sie aus­drück­lich v.a auch dem NT-Befund wider­spricht, son­dern weil die Schlüs­se, die man dann zie­hen müss­te, ver­hee­rend wären: Man müss­te Gott Treue­bruch unter­stel­len, man müss­te davon aus­ge­hen, dass er eine erste Braut ver­sto­ßen hät­te und eine neue genom­men hät­te. Und da Gott sei­nen Bund zunächst mit einem­rea­len Volk dem Flei­sche nach geschlos­sen hat­te, kann er ihn nicht auf­ge­kün­digt haben.
        Den Schluss, es gäbe daher zwei Heils­we­ge lehnt Böh­ler jedoch aus­drück­lich ab und wehrt sich dage­gen, dass man ihm das unterstellt.

        Packen Sie also Ihre Hor­ror-Fin­ster­ge­stal­ten wie­der in den Kof­fer und lesen Sie ohne die ver­wir­ren­de Beglei­tung sol­cher Dämo­nen in Ruhe und Nüch­tern­heit die­sen an sich sehr schö­nen Text.

      • @ zeit­schnur
        Mal lang­sam mit den Pfer­den! Die Ansich­ten im Okkul­tis­mus wur­den dem angeb­lich jüdi­schem Rab­bi­ner­tum (!) ent­nom­men und sind theo­lo­gisch schon sehr rele­vant; allem vor­an die Beson­der­heit Chri­sten­tum-Juden­tum. Fakt ist bis Jesus Chri­stus gab es die­sse rab­bi­ni­sche 2‑Messias The­se nicht, son­dern nur die mes­sia­ni­sche Licht­ge­stalt ähn­lich der Offen­ba­rung Johan­nis (!) oder dem indi­schen Ava­tar Kalki.Das Rab­bi­ner­tum hat sich selbst in die fal­sche Rich­tung kor­ri­giert nach­dem das Juden­tum durch Chri­stus über­führt wur­de und die Rab­bi­ner ihren Anhän­gern Ant­wor­ten schul­dig blieb und rab­bi­ni­sche Hinr­kon­struk­te ent­wor­fen haben also die 2‑Mes­si­as-Theo­rie. Teo­lo­gisch eigent­lich hoch­bri­sant, gera­de auf den Zwist Chri­sten und Juden. Zügeln Sie mal bit­te Ihre Zun­ge, Sie schrei­ben manch­mal wie ein Dra­che, woher wol­len Sie wis­sen was in mei­nem Kopf gei­stert? Bele­sen­heit und Beneh­men da lie­gen wohl Wel­ten zwi­schen für man­chen, Sie kön­nen es doch bes­ser, also bitte!

      • Ver­zei­hung für die Recht­schreib­feh­ler, ich ver­su­che gera­de die Fremd­spra­chen zu ver­ler­nen, da nach dem Krieg eh nur noch deutsch gespro­chen wer­den wird auf inter­na­tio­na­lem Niveau, schein­bar wirkt es sich schon auf mein Deutsch aus mit der Dele­te Funk­ti­on 😉 Schan­de auf mein Haupt.

      • Im übri­gen frag­te ich nach pdf 3 (Mes­si­as) und Sie ant­wor­ten mit pdf 2 (Trans­sub­sta­ti­on). Da Ihre Anspie­lung auf pdf 2 aber wirk­lich inter­es­sant ist folgendes.Es passt wie die Faust aufs Auge zum 2‑Mes­si­as-The­ma (pdf 3). Die Anspie­lung das den Ein­ge­la­de­nen zur Hoch­zeit von Kanaa kei­ne „Auf­la­gen“ bezüg­lich des Hoch­zeit­be­su­ches auf­er­legt wur­de, ist das was genau die­sem zwei­ten Maschiach Ben David wider­spricht. Die­ser fal­sche zwei­te Mes­si­as, ein rein „pseu­do-jüdi­sches“ rab­bi­ni­sches Kon­strukt, wäre ein rein jüdisch „völ­ki­scher“ Erlö­ser, was doch stark an die Theo­rie eines „klei­nen staa­ten­lo­sen Gefrei­ten“ der mal in Öster­reich gebo­ren wur­de erin­nert mit der Idee eines völ­ki­schen Erlö­sungs­ge­dan­ken. Ein Trep­pen­witz der Geschich­te! Manch ein Jude müss­te nach einem Zwie­ge­spräch sol­chen Inhal­tes schon fast von allei­ne Christ wer­den, sofern so ein Jude auch mit Depor­ta­tio­nen und Schlim­me­rem Pro­ble­me hat und Leben (!!!) ach­tet, egal ob jüdisch oder „arisch“!

      • Wovon immer Sie reden, das 3. PDF in mei­nem Link ist das: http://www.sankt-georgen.de/leseraum/boehler20.pdf

        Und da gehts um das, was ich geschrie­ben hatte.

        Keep cool also, um es auf Neu-Baye­risch zu sagen.
        Mit Okkul­tis­mus, gelb­äu­gig-oliv­häu­ti­gen Hor­ror­ju­den, die klei­ne Jungs fres­sen, die gan­ze Welt unter­wan­dern, mit bösen Absich­ten frei­wil­lig in den Lagern star­ben und heu­te vom Hei­li­gen Land aus eine bit­ter­bö­se One-World-Regie­rung unter Abwehr des hel­den­haf­ten Herrn Putin auf­bau­en und auch sonst Läu­se haben und irgend­wel­chen fal­schen Mes­si­as­sen hat­te ich gera­de aus­nahms­wei­se mals nichts zu tun.

        Es geht schlicht und ein­fach um die Sub­sti­tu­ti­ons­theo­lo­gie und ihre Recht­gläu­big­keit. Okay?

      • @ zeit­schnur
        Ich frag­te ursäch­lich nach der Mes­sias­fra­ge, und die­se ist rab­bi­nisch!!! Hören Sie mir auf mit Ihren dump­fen Ver­schwö­rungs­theo­rien-Schwach­sinn, Fakt ist die Frei­mau­re­rei hat die­ses rab­bi­ni­sche Hinr­ge­spinst über­nom­men! Auf­grund Ihrer Bele­sen­heit ging ich davon Sie wären mit der theo­lo­gi­schen The­ma­tik ver­traut, schein­bar ist dem nicht so, das Sie es auf so eine bil­li­ge Wei­se run­ter­spie­len auf Kosten ande­rer spricht ja Bän­de des Kon­zils­ka­tho­li­zis­muses und sei­ner ver­gif­te­ten und ver­hur­ten Saat! Sie Haben wirk­lich nicht ver­stan­den wor­um es geht, nicht mal die Asso­zia­ti­on bezüg­lich die­ses rab­bi­ni­schen Irr­tums (er ist theo­lo­gi­scher Natur, wie oft denn noch bit­te?) in Bezug auf die Sub­s­stan­ti­ons­leh­re. Den­ken Sie übri­gens mal nach war­um auf der katho­li­schen Kai­ser­kro­ne „Rex Salo­mo“ steht, die Gelehr­ten (!) wuss­ten schon was sie taten,und wie Sie Ihr „jüdi­sches Trans­gen­der-Wüsten-Prok­tek­to­rat“ in Meso­po­ta­mi­en damit in Ein­klang brin­gen; wie war das mit der Syn­ago­ge Satans, Juden die kei­ne Juden sind? Befas­sen Sie sich mal mit der Ethy­mo­lo­gie, viel­leicht fin­den Sie ja die wah­re Iden­ti­tät Judas, Unbe­fan­gen­heit und Pio­nier­geist kön­nen da sehr ertrag­reich sein, ich hof­fe Sie ver­su­chen es und wer­den erfolg­reich sein, das Zeug dazu haben Sie, ich glau­be an Sie. Die Lügen kom­men ans Licht, Offen­ba­rung heisst ja Ent­schleie­rung 😉 Sie rau­ben einem die Kraft, aber die Kin­der die am mei­sten Kraft kosten schätzt man auch dem­entspre­chend sehr. Mein schär­fe­rer Ton min­dert nicht mei­nen Respekt vor Ihnen, aber es gibt die Rede­wen­dung „nur wenn man schreit weckt man Tote auf“ und dar­auf beru­fe ich mich.

  9. Ich fin­de bevor wir einen heu­ti­gen moder­nen, auf­ge­klär­ten und mit die­ser Welt tan­zen­den Jesui­ten fra­gen wer Jesus Chri­stus ist soll­ten wir bes­ser sei­ne Mut­ter fra­gen. Ich glau­be sie weiß es am besten. Was sagen denn heu­te füh­ren­de Jesui­ten über die Jung­frau­en­schaft der Mut­ter Gottes?
    Und das auch noch.
    „Jesus sprach zu ihnen: Wahr­lich, wahr­lich, ich sage euch: Ehe Abra­ham wur­de, bin ich. “
    Jeden­falls wenn es stimmt mit dem Sand­ka­sten dann haben sie Karl Rah­ner gemeint denn der hat im Kon­zils­sand­ka­sten mit Förm­chen und Schip­p­chen gespielt und alle haben geru­fen „Seht doch wie klug er ist und fol­gen wir ihm nach.“
    Per Mari­am ad Christum.

    • „DasA­ber als Hoch­schul­leh­rer der Theo­lo­gie sind die Pro­fes­so­ren nicht nach ihrer Pri­vat­mei­nung gefragt, son­dern von der Kir­che beauf­tragt sowie von (Kir­chen-) Steu­ern dafür bezahlt, die kirch­li­che Leh­re zu vermitteln.“
      Das ist wohl rich­tig aber man soll­te dar­über nicht all­zu lan­ge nach­den­ken sonst kommt man noch ins Grü­beln. Die­se lei­di­ge Kir­chen­steu­er ist ganz ein­deu­tig ein Pro­blem aber für unse­ren gro­ßen Gott wohl nur Peanuts.
      Per Mari­am ad Christum.

  10. Ich will zu dem Obi­gen nicht Stel­lung neh­men, aber ich fra­ge mich, wie sich das Chri­sten­tum nach dem Pfingst­fest hät­te ver­brei­ten kön­nen, wenn nicht „Lai­en“ das Evan­ge­li­um ver­kün­det hätten.

    • @Leo Laemm­lein
      Ich ver­such es mal. „Wei­de mei­ne Scha­fe“ so heißt es. Lai­en sind in der Regel Scha­fe die gute Hir­ten brau­chen um nicht in die Irre zu gehen. Unter den Scha­fen gibt es auch vie­le Böcke die stän­dig auf­müp­fig sind und sich schlau­er als Chri­stus sel­ber fühlen.
      Sie gehen sogar so weit und freun­den sich mit den Wöl­fen an und sagen den Scha­fen „Seht doch wie lieb sie sind, sie reden nur gute Sachen über uns und beson­ders über sich sel­ber“. Des­we­gen hat der Herr sei­ne apo­sto­li­sche Kir­che geschaf­fen wo eine kla­re Hier­achie herrscht damit die Ern­te so groß wie mög­lich ist. Pfing­sten ist der Hei­li­ge Geist über die Jün­ger gekom­men damit sie sam­meln kön­nen und nicht zer­streu­en. Wenn aber die Zeit kommt wo die Böcke in der Her­de die Macht über­neh­men und die Hir­ten betrun­ken am Weg­rand lie­gen dann muß der Herr sel­ber ein­grei­fen und kom­men um die zu ret­ten die noch Glau­ben haben.
      „Ehre sei Gott in der Höhe und Frie­de den Men­schen sei­ner Gnade“.
      Per Mari­am ad Christum.

      • Leo Lämm­lein hat wohl eher ein Pro­blem mit arro­gan­ten Hir­ten, die sich ger­ne über die Lai­en stel­len las­sen, um die­sel­ben anschlie­ßend irre­zu­füh­ren.… auch der Hir­te kann an den Ein­bil­dun­gen lei­den, die Sie ein­sei­tig dem Lai­en unterstellen…

  11. Zwei Leser des Bei­trags haben die Rich­tig­keit der dar­ge­stell­ten Vor­gän­ge und Aus­sa­gen in Fra­ge gestellt. Dazu eine Klar­stel­lung vom Autor der Glosse:
    ● Mein Zeu­ge und Gewährs­mann für die Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit P. Böh­ler ist ein Frank­fur­ter Katho­lik, der im Jah­re 2010 den besag­ten Vor­trag des St. Geor­gen-Pro­fes­sors im IK-Kreis Bad Hom­burg hör­te und anschlie­ßend in der Dis­kus­si­on gegen die Bestrei­tung der Got­tes­sohn­schaft Jesu Chri­sti protestierte.
    ● Der Zeu­ge wur­de eini­ge Tage spä­ter von einem St. Geor­gen-Stu­den­ten und Hörer der Böh­len-Vor­le­sung ange­ru­fen, der ihm von sich aus berich­te­te, wie der Pro­fes­sor in der Vor­le­sung sich über den Pro­test an sei­nem IK-Vor­trag lustig gemacht hät­te. Die Bemer­kung (und damit die Lächer­lich­ma­chung des Pro­te­stie­rers): „Jesus saß im Sand­ka­sten und hat geru­fen: ‚Ich bin Got­tes Sohn! Ich bin Got­tes Sohn’“ stammt aus die­sem Tele­fo­nat des St. Georgen-Studenten.
    ● Auch für die Rich­tig­keit der im Fol­gen­den geschil­der­te Aus­ein­an­der­set­zung mit dem dama­li­gen Rek­tor von St. Geor­gen bürgt der Zeuge:
    — Der Lächer­lich­ge­mach­te schrieb dar­auf­hin an den dama­li­gen Rek­tor der Jesui­ten-Hoch­schu­le und bat dar­um, dass Prof. Boeh­ler bei einer Gegen­über­stel­lung mit dem Betrof­fe­nen sei­ne Lach­num­mer vom Hör­saal wie­der­ho­len sollte.
    — Dazu war der Hoch­schul­leh­rer natür­lich zu fei­ge und auch der Rek­tor woll­te gegen die belei­di­gen­den Abfäl­lig­kei­ten nichts unternehmen.
    — Auch nicht gegen die offen­sicht­li­che Abwei­chung von der Leh­re der Kirche?
    — Nein, beschied der Rek­tor. Das sei die Frei­heit der Leh­re, dass die Pro­fes­so­ren gegen­über den Stu­den­ten ihre Mei­nung sagen dürf­ten – auch zu der Infra­ge­stel­lung der Got­tes­sohn­schaft Jesu Christi.
    ● Der eigent­lich Skan­dal oder die ent­lar­ven­de Poin­te an die­ser Aus­ein­an­der­set­zung besteht dar­in, dass der Rek­tor der kirch­li­chen Hoch­schu­le von der nicht recht­gläu­bi­gen Lehr­mei­nung sei­ner Pro­fes­so­ren weiß, aber dage­gen nicht ein­schrei­ten will, son­dern die­se hete­ro­do­xen Leh­ren sogar recht­fer­tigt als „Frei­heit der Leh­re“ in kirch­li­chen Glaubensfragen.
    Hubert Hecker

    • Das ist aber alles sehr vage, viel­deu­tig und eher Yellowpress-mäßig…

      Man weiß nicht, was da wirk­lich los war — hat Böh­ler eine Posi­ti­on refe­riert oder sich zu ihr in jedem Punkt bekannt? In wel­cher Form geschah der „Pro­test“ des Studenten?

      Ganz dane­ben ist die­se Auf­for­de­rung, der Pro­fes­sor möge sei­ne behaup­te­te Lächer­lich­ma­chung gegen­über der Posi­ti­on des Stu­den­ten noch mal wie­der­ho­len — gehts eigent­lich noch?

      Ich hät­te mich anstel­le der Hoch­schu­le auf einen sol­chen Blöd­sinn auch nicht ein­ge­las­sen, denn da gings ja nicht mehr nur um wis­sen­schaft­li­che Stand­punk­te, osndern offen­bar auch gekränk­te Eitelkeiten.

      Das mit dem Sand­ka­sten war wahr­schein­lich eine Kari­ka­tur der Posi­ti­on, die behaup­tet, Jesus hät­te sich von Anfang an als „Got­tes­sohn“ prä­sen­tiert. dar­aus folgt aber nicht, dass Böh­ler meint, er sei nicht der Got­tes­sohn. Das wäre ja erst noch zu prüfen.

      Ob und inwie­fern Böh­ler also recht­gläu­big ist, wird nicht deut­lich. Der Rek­tor hat also recht, wenn er erst mal davon aus­geht, dass hier wis­sen­schaft­li­che The­sen dar­ge­legt wer­den und nicht etwa „Ersatz­lehr­amt“ gespielt wird.

      Dass man den­ke­risch etwas „durch­spielt“ hat ja nichts gemein mit der Behaup­tung, dass die Wahr­heit des Glau­bens dies oder das sei.

      Ich fin­de es nicht rich­tig, auf­grund so wenig hin­rei­chen­der und nicht nach­prüf­ba­rer Infor­ma­tio­nen über eine Per­son so nega­tiv zu schrei­ben — nein, das ist nicht in Ordnung!

    • Die Frei­heit der Leh­re darf natür­lich nicht so miß­braucht wer­den, dass ein Pro­fes­sor seine(abweichende) Mei­nung als die der katho­li­schen Kir­che aus­gibt. Immer streng an der Norm bleiben.

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