Dwekh Nawsha: Assyrische Christen-Miliz mit dem Kreuz gegen den Islamischem Staat (IS)

Dwekh Nawsha: Die Miliz der assyrischen Christen im Irak kämpft unter dem Kreuz gegen den Islamischen Staat (IS)
Dwekh Naw­sha: Die Miliz der assy­ri­schen Chri­sten im Irak kämpft unter dem Kreuz gegen den Isla­mi­schen Staat (IS)

(Bag­dad) Die vor einem Jahr von assy­ri­schen Chri­sten im Irak gegrün­de­te christ­li­che Miliz Dwekh Naw­sha hat auf ihrer Face­book-Sei­te ein neu­es Sym­bol ver­öf­fent­licht. Statt der zwei Sturm­ge­weh­re und der Dar­stel­lung von Son­ne und Erde wird nun das Kreuz gezeigt.

Die Assy­ri­sche Flag­ge war 1968 von der Assy­ri­schen Welt­al­li­anz (Assy­ri­an Uni­ver­sal Alli­an­ce) ent­wor­fen wor­den, als die lai­zi­sti­sche Baath-Par­tei im Irak einen pan­ara­bi­schen Natio­na­lis­mus ver­trat. Der gol­de­ne Kreis in der Mit­te soll die Son­ne sym­bo­li­sie­ren, der blaue Stern dar­um die Erde. Die­se Sym­bo­lik gehe im Kern auf den assy­ri­schen Son­nen­gott Scha­masch zurück. Die wogen­den Strei­fen stel­len die Haupt­flüs­se im Land der Assy­rer, den Euphrat (blau), Tigris (rot) und Zab (weiß) dar.

„Märtyrer von morgen“ verteidigen Christen in der Ninive-Ebene

Son­ne und Erde wur­den auch als „gei­sti­ges Kreuz“ inter­pre­tiert, das Jesus Chri­stus dar­stel­le. Die christ­li­chen Kämp­fer von Dwekh Naw­sha woll­ten offen­bar mög­li­che Zwei­fel wegen einer heid­ni­schen Sym­bo­lik besei­ti­gen. „Sie töten uns, weil wir Chri­sten sind. Sie sol­len wis­sen, daß wir uns vor ihnen nicht fürch­ten. Jeder soll wis­sen, wer wir sind.“ Mit die­sen Wor­ten wur­de 2014 die Grün­dung der christ­li­chen Miliz bekannt­ge­ge­ben (Ira­ki­sche Chri­sten orga­ni­sie­ren Kampf gegen das „Kali­fat“). Das Kreuz set­zen die assy­ri­schen Chri­sten der schwar­zen Fah­ne des Isla­mi­schen Staa­tes (IS) ent­ge­gen, der Jagd auf Chri­sten und auf christ­li­che Sym­bo­le macht. Dwekh Naw­sha bedeu­tet in syri­scher Spra­che „Mär­ty­rer von mor­gen“.

Rund 150.000 assy­ri­sche Chri­sten leben heu­te allein im deut­schen Sprach­raum, von Isla­mi­sten aus ihrer Hei­mat ver­trie­ben. Die west­li­chen Staa­ten neh­men lie­ber Hun­dert­tau­sen­de ver­trie­be­ner Chri­sten als Flücht­lin­ge auf und über­las­sen Syri­en, den Irak und ande­re Staa­ten dem Islam, als den Chri­sten in deren Hei­mat zu Hil­fe zu kom­men. Der „aus­glei­chen­den Gerech­tig­keit“ wegen „muß“ gleich­zei­tig eine noch grö­ße­re Zahl an Mos­lems in Euro­pa und Nord­ame­ri­ka auf­ge­nom­men wer­den.

Text: Andrea Becker
Bild: Face­book (Screen­shot)

2 Kommentare

  1. Ob wir fähig sein wer­den, sol­che Mili­zen auf­zu­stel­len, oder uns sonst­wie zu WEHREN wenn es so weit sein wird? Oder wer­den wir unse­re Füh­rer immer noch schrei­en: Dia­log? DIALOG!

  2. Wenn es wenig­stens bei der Auf­nah­me von Aus­län­dern genau­so­vie­le ver­folg­te Chri­sten wären wie mus­li­mi­sche ech­te und (was die Mehr­heit ist) mus­li­mi­sche Wirt­schafts­flücht­lin­ge!
    Aus­glei­chen­de Gerech­tig­keit gibt es da nicht, im Gegen­teil, häu­fig wer­den ein­deu­tig ver­folg­te Chri­sten sogar abge­scho­ben, und die offen­sicht­lich kri­mi­nel­len Wirt­schafts­flücht­lin­ge her­ein­ge­winkt!

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