Das Kondom-„Porträt“ Benedikts XVI. – Die Hintergründe

Süddeutsche Zeitung mit Hetze gegen den Papst
Süd­deut­sche Zei­tung (2015) mit Het­ze gegen den Papst

(Washing­ton) Die US-ame­ri­ka­ni­sche Künst­le­rin Niki John­son muß man nicht ken­nen. Bereits 2013 woll­te sie mit dem Papst berühmt wer­den, oder bes­ser gesagt auf Kosten des Pap­stes. Damals saß noch Bene­dikt XVI. auf dem Stuhl Petri. Die Künst­le­rin knüpf­te mit 17.000 Kon­do­men ein Bild, das den deut­schen Papst dar­stel­len soll, um gegen des­sen „kon­dom­feind­li­che“ Hal­tung „zu pro­te­stie­ren“. So jeden­falls ihre Selbst­wahr­neh­mung. Das ungu­stiö­se „Kunst­werk“ namens „Eggs Bene­dict“ wur­de jedoch just fer­tig, als Bene­dikt XVI. sei­nen Amts­ver­zicht bekannt­gab und Papst Fran­zis­kus gewählt wur­de. „Unge­wöhn­li­ches Mate­ri­al, doch schlech­tes Timing“ schrieb damals das öster­rei­chi­sche Nach­rich­ten­por­tal oe24.

Natür­lich hat­te Niki John­son schon im März 2013 die Geschich­te zum Bild parat. Die Idee sei ihr 2009 gekom­men, als die inter­na­tio­na­le Pres­se im Zusam­men­klang mit der Abtrei­bungs­lob­by und inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen empört über Bene­dikt XVI. her­fiel. Jene inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen, die eine Bevöl­ke­rungs­re­du­zie­rung betrei­ben. Niki John­son woll­te aber dem Papst nicht zu Hil­fe kom­men, son­dern im lau­ten Chor mit­sin­gen und ihren Bei­trag zur papst­feind­li­chen Het­ze leisten.

Was Benedikt XVI. wirklich sagte und was Kondom-Dummies aber gar nicht hören wollten

Oe24 (2013) mit Hetze gegen den Papst
Oe24 (2013) mit der­sel­ben Hetze

Bene­dikt XVI. hat­te auf dem Flug zu einem Pasto­ral­be­such in Kame­run gesagt, daß „nicht Kon­do­me die Pro­ble­me Afri­kas lösen“. Um genau zu sein, sag­te das Kir­chen­ober­haupt: „Ich den­ke, die wirk­sam­ste, prä­sen­te­ste und stärk­ste Rea­li­tät im Kampf gegen AIDS ist gera­de die katho­li­sche Kir­che mit ihren geist­li­chen Bewe­gun­gen und ihren ver­schie­de­nen Grup­pen. Da den­ke ich etwa an die Gemein­schaft von Sant’Egidio, die sicht­bar und unsicht­bar sehr viel im Kampf gegen AIDS tut, an die Kamil­lia­ner, an all die Schwe­stern, die den Kran­ken bei­ste­hen. Ich wür­de sagen, das Pro­blem AIDS löst man nicht mit Geld allein. Geld ist nötig, hilft aber nur, wenn dahin­ter eine See­le steckt, die es gut ein­zu­set­zen weiß. Eben­so­we­nig ist es getan mit der Ver­tei­lung von Prä­ser­va­ti­ven: Im Gegen­teil, sie ver­stär­ken das Pro­blem. Die Lösung muß eine dop­pel­te sein. Das erste ist eine Huma­ni­sie­rung der Sexua­li­tät, das heißt eine spi­ri­tu­el­le und mensch­li­che Erneue­rung, die zu einer neu­en Art des Umgangs sowohl mit dem eige­nen Kör­per als auch zu einem neu­en Umgang mit­ein­an­der führt. Das zwei­te ist Freund­schaft mit und für die Lei­den­den, eine Hilfs­be­reit­schaft, die auch mit per­sön­li­chen Opfern ver­bun­den ist, um an der Sei­te der Kran­ken zu sein“. Aber so genau woll­ten es die Kon­dom-Dum­mies gar nicht wissen.

Bei kei­nem ande­ren The­ma ver­liert der „moder­ne“ west­li­che Mensch mehr jede Con­ten­an­ce als bei Sex. Die Such­ein­ga­be „Papst + Kon­dom“ im Inter­net bie­tet einen Über­blick über die Geschmack­lo­sig­kei­ten, Het­ze und nie­der­träch­ti­gen Belei­di­gun­gen, die Papst Bene­dikt XVI. in die­sem Zusam­men­hang zu erdul­den hat­te. Sie lie­fert auch ein erschrecken­des Sit­ten­bild unse­rer Zeit. Das bel­gi­sche Par­la­ment ver­ur­teil­te die Äuße­run­gen des Pap­stes als „inak­zep­ta­bel“, Medi­en behaup­te­ten eine „Kon­dom-Kri­se“ und beschimpf­ten das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt als „Mas­sen­mör­der“ und noch vie­les ande­res mehr.

Niki Johnson fühlte sich „total angespornt“ — Wahl Bergoglios verhinderte jedoch Aufmerksamkeit

Niki John­son fühl­te sich auch „total ange­spornt, etwas zu tun und eine Dis­kus­si­on anzu­zet­teln“. Zugun­sten des Kon­doms und um Papst und Kir­che anzu­fein­den, wie zu ergän­zen ist. „Wir müs­sen auf Welt­füh­rer Druck machen, die sich gegen Gesund­heits­för­de­rung und sexu­el­le Auf­klä­rung stel­len.“ Das tat die Künst­le­rin durch ihr kon­dom­ge­knüpf­tes Bild, das von vor­ne wie der Papst aus­schaut und von hin­ten … wie Kon­do­me eben. Zivil­cou­ra­ge brauch­te sie dazu jeden­falls keine.

138 Stun­den soll die Künst­le­rin, nach eige­ner Anga­be, Kon­do­me für das zwei Meter hohe und andert­halb Meter brei­te Bild geknüpft haben. Alles schien nach Lehr­buch abzu­lau­fen. „Gay Voices“ der Huf­fing­ton Post mach­te das anti­ka­tho­li­sche „Werk“ publik. Damit durf­te mit garan­tier­ter Auf­merk­sam­keit gerech­net wer­den. Doch am Ende hat­te John­son Pech, denn als sie mit ihrem Bild end­lich an die Öffent­lich­keit konn­te, hat­te sich Bene­dikt XVI. nach Castel Gan­dol­fo zurück­ge­zo­gen und war gera­de der Argen­ti­ni­er Jor­ge Mario Ber­go­glio gewählt wor­den. Im eupho­ri­schen Inter­es­se für den neu­en Papst Fran­zis­kus fand das Bild, obwohl Bene­dikt XVI. jah­re­lang, — als Kar­di­nal Ratz­in­ger sogar jahr­zehn­te­lang — Lieb­lings­ziel­schei­be von Kir­chen­kri­ti­kern war, nur wenig Beach­tung. Dabei berich­te­ten schon damals die Mas­sen­me­di­en eif­rig darüber.

Doch außer in Homo-Krei­sen blieb die Auf­merk­sam­keit gering.

Kritik von Erzbischof Listecki am Milwaukee Art Museum

Milwaukee Art Museum
Mil­wau­kee Art Museum

2015 soll­te nach­ge­holt wer­den, was 2013 offen­bar zu kurz gekom­men ist. Ver­gan­ge­ne Woche gab das das Mil­wau­kee Art Muse­um bekannt, das — laut Dai­ly Cal­ler – „Anti-Catho­lic Bigo­try“– Kunst­werk in sei­ne stän­di­ge Aus­stel­lung auf­ge­nom­men zu haben. Das rief Erz­bi­schof Jero­me Edward Listecki von Mil­wau­kee auf den Plan, der mit Vehe­menz gegen das Kondom-„Porträt“ pro­te­stier­te und eine „Belei­di­gung“ des eme­ri­tier­ten Pap­stes, der katho­li­schen Kir­che und deren Glau­bens­leh­re beklag­te. Muse­ums­mit­ar­bei­ter berich­te­ten, daß nicht nur der Erz­bi­schof Pro­test erhob, son­dern inner­halb weni­ger Stun­den 200 Beschwer­den gegen das Bild ein­gin­gen. Auch im Muse­ums­vor­stand wur­den Zwei­fel an der Ent­schei­dung laut.

„Ent­we­der es han­delt sich hier um einen vor­sätz­li­chen Angriff gegen die Kir­che oder um einen Wer­be­gag für die Künst­le­rin“, bei­des sei ver­ur­tei­len, so Jer­ry Top­c­zew­ski, der Spre­cher von Erz­bi­schof Listecki gegen­über dem Jour­nal Sen­ti­nel. Man dür­fe zu Recht nie­man­den aus reli­giö­sen, ras­si­schen oder eth­ni­schen Grün­den belei­di­gen, doch das schei­ne nicht für den Papst und die katho­li­sche Kir­che zu gel­ten, so die Kri­tik des Erzbistums.

Das „richtige“ Thema, der richtige Kanal — Homo-Aktivist als Leihgeber

Die öffent­li­che Aus­stel­lung und der Pro­test dage­gen, rie­fen die Mas­sen­me­di­en auf den Plan. Noch am sel­ben Tag, an dem Erz­bi­schof Listecki sei­ne Kri­tik äußer­te, berich­te­ten die New York Times, Time und CNN über das Kondom-„Kunstwerk“. Eine inter­na­tio­na­le Nach­rich­ten­agen­tur füt­ter­te ihren Ticker damit und im Domi­no­ef­fekt berich­te­ten die Medi­en rund um den Globus.

Wie der Vor­sit­zen­de des Muse­ums­vor­stan­des mit­teil­te, wur­de das Bild nicht vom Muse­um erwor­ben. Gekauft wur­de es um 25.000 Dol­lar vom „Phil­an­tro­pen“ und Homo-Akti­vi­sten Joseph Pabst, der es dem Muse­um als Leih­ga­be über­ließ. Natür­lich mit der Auf­la­ge, es öffent­lich zu zei­gen. Damit schließt sich der Kreis aus Zeit­geist und Homo-Lobby.
Joseph Pabst ist der Ur-Ur-Enkel von Fre­de­rick Pabst aus Niko­laus­rieth in Thü­rin­gen, der 1848 mit sei­nen Eltern nach Mil­wau­kee in den USA über­sie­del­te und zum Vor­stands­vor­sit­zen­den und Namens­ge­ber der Pabst Brewing Com­pa­ny wurde.

Das Muse­um gab unter­des­sen bekannt, daß das Bild „wegen Reno­vie­rungs­ar­bei­ten“ erst im Novem­ber zu sehen sein wer­de. Unstim­mig­kei­ten im Muse­ums­vor­stand schei­nen zu einer Denk­pau­se geführt zu haben. Der homo­phi­le gesell­schaft­li­che und media­le Druck ist jedoch groß.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Wikipedia/Süddeutsche/oe24 (Screen­shots)

22 Kommentare

  1. Die Con­ten­an­ce ver­lie­ren aber nicht nur die Nicht­ka­tho­li­ken beim The­ma Sex, son­dern auch die from­men Katho­li­ken — kein ande­res The­ma bringt sie auf die Stra­ße, kei­ne ande­res The­ma ruft soviel vul­gä­re Staements her­vor… Es ist der Dreh- und Angel­punkt ihres Glau­bens und Den­kens — nicht anders als bei den Weltleuten. 

    Erst beim 6. Gebot wachen sie aus ihrem Tief­schlaf auf… und da ist es lei­der zu spät. Man hät­te vor­her bei den zen­tra­len The­men reagie­ren müs­sen und ließ sich von JPII ein­lul­len, auch von Bene­dikt XVI., die natür­lich an dem Punkt rela­tiv „glau­bens­treu“ blie­ben, aber sonst?

    Die all­ge­mein erwünsch­te Tabui­sie­rung der Dis­zi­pli­nie­rung der Sexua­li­tät offen­bart uns, dass gewis­se Men­schen ihre sexu­el­le Domi­nanz unge­hin­dert und mög­lichst wenig in Fra­ge gestellt sehen wol­len. Sexu­el­le Domi­nanz geht so gut wie nie von Frau­en und erst recht nicht von Kin­dern aus!
    Gera­de in Afri­ka ist das Los von Frau­en und Kin­dern katastrophal!
    Es sagt uns etwas, wenn man dort Kon­do­me emp­fiehlt — d.h. im Klar­text: der Miss­brauch von Frau­en und Kin­dern soll wei­ter­ge­hen dürfen.

    Aber genau­so ist es auch in Thai­land oder Indi­en mit ihren hohen Dun­kel­zif­fern. Gera­de in Thai­land ist es „nor­mal“, dass der sowie­so schon domi­nan­te „Vater“, der häu­fig auch faul ist und die Fami­lie für sich arbei­ten lässt, ein Kind oder meh­re­re in die Bor­del­le schickt — dort ver­die­nen sie gutes Geld und das muss nach Hau­se geschickt wer­den. Der zahl­rei­che männ­li­che Abschaum Euro­pas und Ame­ri­kas, inzwi­schen auch mas­siv Russ­lands fährt dort­hin, um sich in Ruhe das zu gön­nen, was zu Hau­se nicht ganz so ein­fach wäre: und ganz oben auf der Rang­li­ste ste­hen unbe­rühr­te, meist des­we­gen noch min­der­jäh­ri­ge Mäd­chen (oder auch Jungs).

    Wer­den sie HIV-posi­tiv, wird dar­über ein Man­tel des Schwei­gens gedeckt, vie­le Familien„väter“ wer­fen die Kran­ken dann raus. Es gibt bud­dhi­sti­sche Klö­ster, die die­se Kran­ken auf­fan­gen. ich habe auch schon von Chri­sten gehört, die es dort aber nicht viel gibt.

    Die Lage ist nicht erst durch HIV furcht­bar und men­schen­un­wür­dig, son­dern schon durch die gan­ze Auf­fas­sung von eige­nem sexu­el­lem und öko­no­mi­schem Anspruch (der Män­ner) und der Auf­fas­sung, wofür eine Frau oder ein Kind „die­nen“ sollen.

    Die­ser Miss­stand äußert sich nicht nur auf sexu­el­lem Gebiet, son­dern z.B. dar­in, dass in Thai­land Frau­en, auch sol­che mit klei­nen Kin­dern, die Schwerst­ar­bei­ten machen müs­sen, wäh­rend Män­ner Taxi­fah­rer sind (Frau­en „traut man das nicht zu“ — ähem…) und viel her­um­hän­gen. Ich habe in Bang­kok auf den Groß­bau­stel­len für die mehr­stöcki­gen Auto­bah­nen Arbei­ter gese­hen und vie­le Klein­kin­der, die in den Erd­ber­gen und zwi­schen den rie­si­gen Bau­ma­schi­nen spiel­ten. Mir blieb fast das Herz ste­hen… Man erklär­te mir, die­se „Arbei­ter“ sei­en IMMER Arbei­te­rIN­NEN, weil ein Mann schließ­lich zu Höh­rem gebo­ren sei… und was das Höhe­re ist, sehen wir dann im Bordell.

    Das ist das Ziel — sol­che Zustände!

    • Hier noch ein Link — der Arti­kel in der FR ist typisch, weil er total aus­blen­det, wel­che Eiin­stel­lun­gen und Dra­men hin­ter der eigent­lich Ursa­che der HIV-Ver­brei­tung stecken. Die Lage wird sogar her­un­ter­ge­spielt, dabei ist sie nach wie vor tra­gisch: http://www.fr-online.de/panorama/hiv-und-aids-thailands-kampf-gegen-aids,1472782,27936894.html

      Es scheint also die „lin­ke“ Ansicht nicht zu stö­ren, dass men­schen­un­wür­di­ge Zud­stän­de über­haupt erst die­se lawin ein Gang set­zen und in Gang halten!
      Käuf­li­che Lie­be scheint man für ein Grund­recht zu hal­ten, und wenn man das tut, hält man auch erpress­te Lie­be für ein Grund­recht, denn alles, was käuf­lich ist, wird über die Öko­no­mie auch erpresst — denn Geld brau­chen alle zum Leben.

    • Man soll­te sich nicht über ande­re Men­schen, hier from­me Katho­li­ken, so aus­las­sen. Das fin­de ich als Unter­stel­lung höchst ungut. Zum eigent­li­chen The­ma haben Sie ein­mal mehr nichts gesagt. Mit­un­ter haben Sie doch brauch­ba­re Sät­ze, von denen wür­de ich ger­ne mehr lesen wie das mit der Ehe und ande­ren Grup­pen an ande­rer Stelle.

  2. Keusch­heit ist in unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft eine Tugend, die wohl so gut wie kei­ner mehr ver­steht und auch nicht leben will. Dass natür­lich ein keu­scher Papst die Men­schen mit ihrem Gewis­sen kon­fron­tiert ist unbe­quem. Das Opfer, die christ­li­che Beru­fung und das Bewußt­sein in Gott der Heil­gen Maria Goret­ti ver­steht kau einer mehr. Es wird immer mit einem pseu­do-psy­cho­lo­gi­schen Argu­ment gesagt, dass man „krank“ wird, wenn man sei­ne Trie­be nicht lebt. Dass aber das Gegen­teil der Fall ist, dass näm­lich die See­le des Men­schen krank wird durch die nicht geleb­te Keusch­heit, das will fast kei­ner wissen.

  3. Das der Käu­fer die­ser unter­ir­di­schen „Kunst“ aus­ge­rech­net „Pabst“ heisst hat doch fast schon ein Geschmäck­le! Nur „Pabst“ von was!!??

  4. @ Jean­ne d Arc: also mei­ne Mut­ter und Groß­mutter wuss­ten noch um die Gefah­ren von tota­ler Triebauslebung,ich kann­te noch den Ausspruch,das Selbst­be­frie­di­gung zum Schwach­sinn führt.Sicher mag da ein bischen über trie­ben wor­den sein aber sicher mit dem Hin­ter­grund der Abschreckung. Sodom und Gomor­rha brach dann in den Sech­zi­gern aus,Pille,Minirock,freie Liebe.

    • @Stella
      Schwach­sin­nig­keit ist eine etwas unge­naue Defi­ni­ti­on. Die Rea­li­tät ist, dass es meh­re­re Aus­wir­kun­gen hat. In der vedi­schen Kul­tur wer­den die Gott­ge­weih­ten ‚Brah­ma­cha­rin‘ genannt. Ich habe mich mal mit einem indi­schen Arzt und Gelehr­ten dar­über unter­hal­ten. Es wird dort gesagt, dass eine männ­li­che Per­son dabei jeweils einen Trop­fen sei­nes Herz­blu­tes ver­liert und gei­stig sowie kör­per­lich geschwächt wird. Der Orga­nis­mus wird in der Nach­fol­ge schwä­cher und anfälliger.
      Des­wei­te­ren wird die Hemm­schwel­le zum Ehe­bruch und zur Unzucht kom­plett her­ab­ge­setzt, weil jun­ge Men­schen ja gar nicht mehr mit einer keu­schen Rein­heit in die Ehe gehen wol­len, son­dern vor­her schon alles „aus­pro­bie­ren“. Der wah­re Sinn der Ehe, die ja ein gött­li­ches Sakra­ment ist, wird kom­plett entstellt.
      Eine wei­te­re schlim­me Aus­wir­kung der Selbst­be­frie­di­gung ist die Anfecht­bar­keit durch böse Gei­ster und Dämo­nen. In die­sem Punkt ist unser gesell­schaft­li­ches und ungläu­bi­ges Mas­sen­be­wußt­sein auf dem Tief­punkt. Wie soll man Leu­ten das Wir­ken von bösen Gei­stern erklä­ren, wenn sie voll davon ver­seucht sind ?

    • Na super, was Oma da wusste!
      Auch zur Abschreckung darf man als Christ nicht lügen!
      Man bricht selbst ein Gebot, um zu ver­hin­dern, dass einer ins Rand­ge­biet des 6. Gebo­tes gerät. Abso­lut vor­bild­lich! So lernt man, was christ­li­che Heu­che­lei ist.
      Und des­we­gen konn­ten anti­christ­li­che Krei­se den gan­zen ver­lo­gen-bigot­ten Mist auch so leicht kippen.

      Wir sol­len nicht Aber­glau­ben pfle­gen, son­dern freie und nüch­ter­ne Leu­te sein.
      War­um nicht ein­fach die Wahr­heit sagen? Und die Kin­der in der Wahr­heit erziehen?
      Und sie nicht erpres­sen mit sol­chen abstru­sen Drohungen?!
      Wenn ein Mensch sich nicht davon schrecken lässt, dass er Gott betrü­ben könn­te (wenn man ihm das so direkt und deut­lich erklärt, was ja mei­stens dann zugun­sten des aber­gläu­bi­schen Unsinns unter­blieb, also ver­dun­kel­te, um was es ging) — was soll dann bit­te­schön noch hel­fen für den Moment?

      • Ich weiß nicht, was die stän­di­ge Her­ab­set­zung des Chri­sten­tums „christ­li­che Heu­che­lei“ soll. Wer spricht denn da von Aber­glau­ben ? Das brin­gen Sie ein­fach auf. Sie haben doch Ihren eige­nen Blog, dort kön­nen Sie sich aus­to­ben mit die­sen stän­di­gen Attacken.

  5. @ Jean­ne d Arc: Stim­me Ihnen völ­lig zu,das die Gefahr der dämo­ni­schen Beset­zung bei unge­ord­ne­ten oder per­ver­sen sexu­el­len Hand­lun­gen unge­heu­er gross ist, aber erklä­ren Sie das mal den Leu­ten heu­te, da ist man schnel­ler in der Zwangs­jacke als man schau­en kann!

    • @Stella. — Ja, das ist lei­der wahr. Es gibt aber auch immer mehr Kir­chen­leh­rer, wie z.B. Pater Amor­th (hat 3 Bücher dar­über publi­ziert), die prak­tisch und ein­leuch­tend die Wir­kungs­wei­se erklä­ren. Pater Amor­th weißt vor allem dar­auf hin, dass die regel­mä­ßi­ge gute Beich­te und der Besuch der Sakra­men­te für uns Katho­li­ken das Wich­tig­ste ist. Pastor Dr. Derek Prince erklärt sehr gut, wie sie in Men­schen hin­ein­kom­men und was man dage­gen machen kann von der Basis des Glau­bens her (sei­ne Erklä­run­gen wider­spre­chen nicht der römisch-katho­li­schen Kir­chen­leh­re, son­dern sind eine Ergän­zung): https://www.youtube.com/watch?v=kgGmqo_VTkA

    • Das ist doch kru­de­ster Aberglaube!
      Wer sün­digt wird des­halb nicht ein­fach von bösen Gei­stern besetzt. Irgend­wie haben Sie sich zuviel auf das heid­ni­sche Den­ken der Hin­dus ein­ge­las­sen. Das erscheint mir schwer­wei­gen­der als die Sün­de um die es geht.… was haben wir denn mit den Ideen der Hin­dus gemein?!

      Sie soll­ten hier nicht das Kind mit dem Bade aus­schüt­ten: eine dämo­ni­sche Beset­zung oder Umfan­gen­heit kommt nicht durch „nor­ma­le“ Sün­den zustande.

      So einen Unsinn hat die Kir­che nie gelehrt. Sie hat über­haupt die Selbst­be­frie­di­gung nicht der­ma­ßen dämo­ni­siert, wie Sie es hier tun. Es ist unge­ord­ne­tes Tun, hat ver­schie­de­ne Grün­de, die dann jeweils auch den Schwe­re­grad bestim­men, ist aber immer noch weit ent­fernt von dem, was das 6. Gebot zen­tral nennt: den Ehebruch.

      Und ein ech­ter Ehe­bruch ist dann objek­tiv immer eine schwe­re Sün­de, aber kei­ne Form der Besessenheit.

      Sie kön­nen dies­be­züg­lich ja mal den KKK auf­schla­gen, das dürf­te Ihnen wie­der zurechthelfen.

      • @ Zeit­schnur:
        Sie sind doch immer so für kor­rek­tes und genau­es Lesen der Beiträge,trotzdem ist Ihnen wohl entgangen,das ich beim The­ma “ Selbst­be­frie­di­gung“ letzt­end­lich nur eine frü­her gän­gi­ge Volks­mei­nung zitier­te und dar­auf hinwies,das ich es für Übertreibung,allerdings zum Zwecke der Abschreckung, halte.
        Auch bei der Dämo­ni­sie­rung schrieb ich,das die Gefahr BESTEHT,nicht das es auto­ma­tisch zur dämo­ni­schen Beset­zung kommt,wenn sich jemand z.B.Pornografie anschaut usw.
        Das die Sexua­li­tät das gei­sti­ge Schlacht­feld der Gegen­wart ist mer­ken ja nun schon Atheisten,die gut­wil­lig sind.
        Auch hier im Forum dre­hen sich ein Groß­teil der Arti­kel und Bei­trä­ge um Ehe,Homosexualität und Co.
        Und was soll das Geschwätz von Hinduismus?
        Der ist ja als sol­cher schon eine Dämo­nen­re­li­gi­on und inter­es­siert mich somit abso­lut nicht.

      • … und genau das bestrei­te ich. Die Sexua­li­tät ist nicht DAS Schlacht­feld, son­dern eines der Schlacht­fel­der, aber nicht das größte.

        Ich wüsst auch nicht, wie­so Selbst­be­frie­di­gung dämo­ni­sche Bes­sen­heit erzeu­gen KANN — das kann sie natür­lich nicht. Wie denn auch! Wo hat die Kir­che je so einen Unsinn gelehrt?

        Das ist gefähr­li­cher Aber­glau­be, der in sich schlimm ist. Wir hat­ten die­se total unmä­ßi­ge Über­zeich­nung der Sexua­li­tät in Ver­bin­dung mit Bes­sen­heit bereits in der frü­hen Neu­zeit bei den Hexen­jag­den — ein dunk­les Kapi­tel in der Kirchengeschichte.

        Hin­du­is­mus — Jean­ne d’Arc bezog sich dar­auf, und ich habe schließ­lich auch ihr geantwortet.

      • @zeitschnur — 2. Juli 2015 um 22:29
        Ich habe kei­nen Hin­du­is­mus ver­kün­digt, son­dern nur ein Bei­spiel zitiert, wo es um Aus­wir­kun­gen vom Miss­brauch der Selbst­be­frie­di­gung geht.
        Dar­über hin­aus steht fol­gen­des geschrieben:
        1.) „Da aber Onan wuss­te, dass die Nach­kom­men nicht ihm gehö­ren wür­den, und sooft er zur Frau sei­nes (ver­stor­be­nen) Bru­ders ging, ließ er den Samen zur Erde fal­len und ver­der­ben, um sei­nem Bru­der Nach­kom­men vor­zu­ent­hal­ten. Was er tat miss­fiel dem Herrn, und so ließ er auch ihn ster­ben.“ (Gen 38, 9–10)
        In Augen unse­res Herr­gotts ist Ona­nie dem­nach ein Abscheu.
        2.) Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kirche:
        § 2352: Mastur­ba­ti­on ist die absicht­li­che Erre­gung der Geschlechts­or­ga­ne, mit dem Ziel, geschlecht­li­che Lust her­vor­zu­ru­fen. „Tat­sa­che ist, daß sowohl das kirch­li­che Lehr­amt in sei­ner lan­gen und stets gleich­blei­ben­den Über­lie­fe­rung als auch das sitt­li­che Emp­fin­den der Gläu­bi­gen nie­mals gezö­gert haben, die Mastur­ba­ti­on als eine in sich schwe­re ord­nungs­wid­ri­ge Hand­lung zu brand­mar­ken“, weil „der frei gewoll­te Gebrauch der Geschlechts­kraft, aus wel­chem Motiv er auch immer geschieht, außer­halb der nor­ma­len ehe­li­chen Bezie­hun­gen sei­ner Ziel­set­zung wesent­lich wider­spricht“. Der um ihrer selbst wil­len gesuch­ten geschlecht­li­chen Lust fehlt „die von der sitt­li­chen Ord­nung gefor­der­te geschlecht­li­che Bezie­hung, jene näm­lich, die den vol­len Sinn gegen­sei­ti­ger Hin­ga­be als auch den einer wirk­lich huma­nen Zeu­gung in wirk­li­cher Lie­be rea­li­siert“ (CDF, Erkl. „Per­so­na huma­na“ 9).
        3.) zum The­ma „Dämo­nen“:
        „Denn wir haben nicht gegen Men­schen mit Fleisch und Blut zu kämp­fen, son­dern gegen die Für­sten und Gewal­ten, näm­lich gegen die Beherr­scher der Welt, die in die­ser Fin­ster­nis herr­schen, gegen die bösen Gei­ster des himm­li­schen Bereichs.“ Eph 6, 12
        Sie kön­nen ja die­sen Bereich und das Ein­wir­ken der Dämo­nen baga­tel­li­sie­ren. Das ist übri­gens auch das, was die Amts­kir­che tut, indem sie kei­nen Exor­zi­sten mehr beruft und arbei­ten lässt. Pater Gabrie­le Amor­th in Rom ist einer der Ein­zig­sten, der noch in die­sem Bereich arbei­tet: https://www.youtube.com/watch?v=aIOEmN2vs8I

  6. Stel­la hat es mit dem Hin­weis auf den völ­lig ver­fehl­ten Bezug auf den Punkt gebracht. Dem ist hier nichts mehr hinzuzufügen.

  7. @ Zeit­schnur:
    Sie dre­schen nur Parolen,die eine ver­däch­ti­ge Ähn­lich­keit mit den Schwar­zen Legen­den haben.
    Auch Ihre son­sti­gen „Weis­hei­ten“ erschei­nen eher ange­le­sen als einem wirklichen,christlichen Ver­ständ­nis zu entspringen.

    • Erlau­ben Sie einen Aus­zug aus dem Antimodernisteneid?

      „[…] but faith is a genui­ne assent of the intel­lect to truth recei­ved by hea­ring from an exter­nal source.“
      https://www.ewtn.com/library/PAPALDOC/P10MOATH.HTM

      Also „von außen“. Ich ver­mu­te mal, der hl. Pius X. mein­te damit durch­aus auch das Lesen, da es sonst mit dem Quel­len­stu­di­um etwas gar anspruchs­voll wäre.

      Sich sel­ber ein „wirk­li­ches, christ­li­ches Ver­ständ­nis“ zuzu­schrei­ben, was im Umkehr­schluss bedeu­tet, dass.….….., fin­de ich zudem kühn.

    • …so damit hät­ten wir wie­der mal unse­ren Kropf geleert… Sie sind unver­schämt und undis­zi­pli­niert, wenn einer Ihnen widerspricht.

      Sie wis­sen genau, dass ich sau­ber argu­men­tiert habe und Sie dage­gen dem moder­nen Tra­di-Aber­glau­ben auf­sit­zen, der in cha­ris­ma­tisch ange­hauch­ten Exor­zi­sten­krei­sen geschürt wird.

      Sie wis­sen genau, dass eine dämo­ni­sche Beset­zung nicht ein­fach pas­siert, weil man „nor­ma­le“ Sün­den begeht.

      Wenn einer im Super­markt Gum­mi­bär­chen klaut, sich aus Frust betrinkt und vor lau­ter Ein­sam­keit selbst befrie­digt, dann sind das zwar Sün­den, aber sie rufen an sich selbst in kei­nem Fall eine dämo­ni­sche Beses­sen­heit hervor.

      Eine sol­che kommt an sich nur durch eine bewuss­te Öff­nung für magi­sche Din­ge oder eine von Kind­heit an durch das Umfeld prak­ti­zier­te magi­sche Lebens­hal­tung zustande.
      Genau getrennt wer­den muss davon eine see­li­sche oder gei­sti­ge Erkrankung.

      Dass Pater Amor­th und sei­ne Fans mit die­ser Defi­ni­ti­on infla­tio­när umge­hen und damit mehr Pro­ble­me schaf­fen, als sie bestehen, ist ungut.
      Die­se Prie­ster hal­ten mei­stens selbst die Regeln für Exor­zis­men nicht ein und den­ken gar nicht dar­an, mit die­sen Din­gen sorg­sam umzu­ge­hen. Sie legen Leu­ten die Hän­de auf, räu­chern irgend­wel­che Ort eaus und dämo­ni­sie­ren sehr ger­ne den­je­ni­gen, der ihnen nicht rechtgibt.
      Dass Amor­th aber auch „Hei­lungs­ex­pe­ri­men­te“ mit der hl. Eucha­ri­stie durch­führt bzw. kei­ner­lei Hem­mun­gen hat, sie auch durch enen angli­ka­ni­schen Arzt durch­füh­ren zu las­sen (wie er schreibt in einem Buch), wirft ein bezeich­nen­des Licht auf ihn.

      Es kann sein, dass Men­schen sich bei die­sen Leu­ten über­haupt erst Pro­ble­me mit Beses­sen­heit holen — denn bei ihnen öff­nen sie sich für die­se Dimen­si­on und beach­ten nicht, dass die Kir­che einen der­ma­ß­ebn fahr­läs­si­gen Umgang mit dem The­ma stets unter­sagt hat.

      Aber das chao­ti­sche Lee(h)ramt hat auch hier dem Bösen Tür und Tor geöffnet.
      Und die, die wirk­lich Hil­fe bräuch­ten, erhal­ten sie nicht — das rührt einen schon beim Fall „A. Michel“ so gespen­stisch an.

      • @zeitschnur — 3. Juli 2015 um 17:52
        Sehr schön. Sie suchen bei Pater Gabri­el­le Amorph ein paar Bei­spie­le her­aus, wonach er sich nach Ihrer Mei­nung ver­fehlt haben soll. Papst Bene­dikt XVI. hat ihn unter­stützt. Tun Sie erst ein­mal 25 Jah­re die Arbeit, die die­ser von Gott gesalb­te Prie­ster in sei­nem Amt gelei­stet hat ! Des wei­te­ren sor­gen Sie mal dafür, dass in jeder deut­schen Diö­ze­se ein Exor­zist beru­fen wird, der den Men­schen wirk­lich hilft, bevor Sie einen Gott­ge­salb­ten Prie­ster denun­zie­ren. Und: War­um ver­spot­ten Sie eigent­lich Gläu­bi­ge, die ein­fäl­ti­gen Her­zens sind, als „cha­ris­ma­tisch ange­hauch­te Exor­zi­sten­krei­se“ ? Ihre Intel­lekt-Theo­lo­gi­schen Aus­sa­gen hel­fen kei­nem ein­zi­gen Men­schen, der durch dämo­ni­sche Bedräng­nis vor dem Sui­zid steht. Wis­sen Sie über­haupt wie vie­len Men­schen Pater Amorph das Leben geret­tet hat ?
        — Ich bin voll­stän­dig ande­rer Ansicht als Sie ! –

  8. @ Car­lo:
    die­sen Umkehr­schluß haben SIE gezogen,nicht ich,mir wäre das gar nicht in den Sinn gekommen.
    @ Zeitschnur:
    ich den­ke mit dem Kopf,nicht mit dem Kropf,das über­las­se ich den Hühnern.
    Anson­sten bin ich in kei­ner Ihrer Schub­la­den zu finden,weder Tra­di noch Amor­th-Fan noch sonst­wo denn ich den­ke eigen­stän­dig und bin ( hof­fent­lich) ein erwach­se­ner Christ,wie Sie ganz rich­tig in einem ande­rem thread in Erin­ne­rung an Pau­lus anmahnten.

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