Chur: Pater Martin Ramm erster Bischofsvikar für „alten Ritus“ im deutschen Sprachraum

P. Martin Ramm, erster Bischofsvikar für die außerordentliche Form des Römischen Ritus in einem Bistum des deutschen Sprachraums.
P. Mar­tin Ramm, erster Bischofs­vi­kar für die außer­or­dent­li­che Form des Römi­schen Ritus in einem Bis­tum des deut­schen Sprachraums.

(Chur) Der Bischof von Chur hat am 15. Juni 2015 den Pfar­rer der Per­so­nal­pfar­rei „Hl. Maxi­mi­li­an Kol­be“, P. Mar­tin Ramm FSSP, zum „Bischofs­vi­kar für die Ange­le­gen­hei­ten der Ausser­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus“ im Bis­tum Chur ernannt. 

Dies gab das Bis­tum Chur am Diens­tag bekannt. „Die Ernen­nung ändert nichts Wesent­li­ches an den bis­he­ri­gen Ver­ant­wort­lich­kei­ten von Pater Mar­tin Ramm. Jedoch möch­te der Bischof von Chur damit die beson­de­re Ver­ant­wor­tung gegen­über „Gläu­bi­gen eines bestimm­ten Ritus oder eines bestimm­ten Per­so­nen­krei­ses“ (can. 476 CIC) her­vor­he­ben“, heißt es wei­ter in der Pres­se­er­klä­rung der älte­sten Diö­ze­se der Schweiz.

Pater Mar­tin Ramm ist damit der erste Bischofs­vi­kar für die außer­or­dent­li­che Form des Römi­schen Ritus in einem Bis­tum des deut­schen Sprachraumes.

Bischof von Chur ist seit 2007 Msgr. Vitus Huon­der aus Trun im Kan­ton Grau­bün­den. Pater Mar­tin Ramm ist ein Sohn des bekann­ten Lebens­recht­lers, Grün­ders und Vor­sit­zen­den der Akti­on Leben — Deutsch­land, Wal­ter Ramm. Das Sakra­ment der Prie­ster­wei­he wur­de ihm 1996 von Hans Her­mann Kar­di­nal Groà«r gespendet.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: FSSP

8 Kommentare

  1. Wie­der ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Aber ähn­li­ches kann man in Deutsch­land von den zur
    Zeit regie­ren­den Bischö­fen nicht erwar­ten. Ganz im Gegen­teil, denn in der Ver­gan­gen­heit wurden
    Prie­ster und Ordens­leu­te wel­che der Tra­di­ti­on anhan­gen, prak­tisch in allen Diö­ze­sen behindert
    und manch­mal sogar aus­ge­wie­sen, wie die Patres der Jesu-und Mari­en-Brü­der in der Rhön. Seit dem Kon­zil wachen die Bischö­fe eifer­süch­tig und mit Argus­au­gen, war­um auch immer, dass diese
    Bewe­gun­gen nicht zu stark wer­den. Hier wird kei­ner von “ älte­ren Brü­dern “ spre­chen. Scheinbar
    wird alles was vor dem II.Vatikanum war, abge­lehnt. Eine Art Berüh­rungs­angst, die in der Ökume-
    ne so nicht zu fin­den ist, hat sich der Bischö­fe bemäch­tigt. Es wird nicht bedacht, dass gera­de die
    Kir­che vor dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil vie­le Hei­li­ge her­vor gebracht hat. Wird das bei der Kon-
    zils­kir­che auch so sein ?

  2. fre­di­us
    Die zweit­va­ti­ka­ni­sche Kir­che hat in 50 Jah­ren mehr hei­li­ge Päp­ste her­vor­ge­bracht als die alte Kir­che in 500 Jahren.

    • Nach­träg­lich über­leg­te ich, ob ich den Satz nicht bes­ser in Fra­ge­form oder unter Ver­wen­dung von Anfüh­rungs­zei­chen for­mu­liert hät­te. Aber so ist es bes­ser. Ich füh­le mich nicht (mehr) beru­fen, über ver­stor­be­ne Päp­ste zu urtei­len. Mein Fokus hat sich geän­dert. Ich habe mich inner­lich von ihnen ent­fernt, und so regen sie mich auch nicht mehr auf wie frü­her. Ich blicke mehr auf Jesus Chri­stus als früher.

  3. Man kommt nicht her­um fest­zu­stel­len, daß es jetzt, und trotz des unge­müt­li­chem Kli­mas für über­zeug­te Chri­sten, sehr tap­fe­re Bischö­fe gibt die mit Mut und Ver­ve für ihre Über­zeu­gung auskommen.
    Wir haben so lan­ge so vie­le und bis zum bit­te­ren Lebens­en­de fei­ge und schwei­gen­de Bischö­fe gese­hen- da ist offen gezeig­te Mut eine erfreu­li­che Überraschung.
    Pra­emia pro validis!

  4. Sind wir doch damit zufrie­den. immer­hin tut sich etwas. Fra­ge ist nur noch, ob die Blockie­rer die Ober­hand vor ort behalten.

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