Vierte Person wird an Präsentation der Öko-Enzyklika teilnehmen

Carolyn Woo
Caro­lyn Woo

(Rom) Nicht drei, son­dern vier Per­so­nen wer­den am 18. Juni die Öko-Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus der Öffent­lich­keit vorstellen.

Rund um Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di SJ dreh­te sich zuletzt alles um den „Kri­mi“, wie ein Ent­wurf der Öko-Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus an die Öffent­lich­keit gelang­te. Sank­tio­nen tra­fen am Diens­tag den Vati­ka­ni­sten des Wochen­ma­ga­zins L’Espresso, das den Ent­wurf auf sei­ner Inter­net­sei­te ver­öf­fent­lich­te. Magi­ster selbst beteu­ert, kei­nen Ein­fluß auf die Ver­öf­fent­li­chung gehabt zu haben, die vom Her­aus­ge­ber ent­schie­den wurde.

Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di gab zudem bekannt, daß eine wei­te­re Per­son an der Vor­stel­lung der Öko-Enzy­kli­ka am kom­men­den Don­ners­tag mit­wir­ken wird. Bis­her waren drei Prä­sen­ta­to­ren genannt wor­den: Peter Kar­di­nal Turk­son, der Vor­sit­zen­de des Päpst­li­chen Rats für Gerch­tig­keit und Frie­den; Metro­po­lit Joan­nis Zizio­u­las als Ver­tre­ter des Öku­me­ni­schen Patri­ar­chen von Kon­stan­ti­no­pel; Hans Joa­chim „John“ Schell­nhu­ber, der Direk­tor des Pots­dam-Insti­tuts für Kli­ma­fol­gen­for­schung (PIK) und Mit­glied des Welt­kli­ma­rats (IPCC).

Der Catho­lic Herald schrieb, daß erst­mals in der Kir­chen­ge­schich­te eine Enzy­kli­ka von einem Katho­li­ken, einem Ortho­do­xen und einem Athe­isten vor­ge­stellt wird.

Dekanin der besten Wirtschaftsuniversität der USA — Leiterin des größten katholischen Hilfswerks der USA

Zwei Tage vor der Prä­sen­ta­ti­on wur­de noch eine Frau hin­zu­ge­holt: Caro­lyn Woo, die Vor­sit­zen­de des Catho­lic Reli­ef Ser­vices und ehe­ma­li­ge Deka­nin des Men­do­za Col­le­ge of Busi­ness der Uni­ver­si­ty of Not­re Dame in den USA. Damit wur­den die kon­fes­sio­nel­len und welt­an­schau­li­chen Gewich­tun­gen etwas zugun­sten der katho­li­schen Sei­te verschoben.

Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di erklär­te, daß Caro­lyn Woo wegen ihrer Kom­pe­tenz in Sachen Wirt­schaft und Han­del anwe­send sein wird. „Damit wer­den ein Theo­lo­ge, ein Natur­wis­sen­schaft­ler und ein Öko­nom die ver­schie­de­nen Aspek­te des Tex­tes dar­le­gen“, so der Jesuit.

Catho­lic Reli­ef Ser­vices (CRS) ist eine 1943 von den Bischö­fen der USA wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges gegrün­de­te katho­li­sche Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on mit Sitz in Bal­ti­more im Staat Mary­land. Woo über­nahm 2012 den Vor­sitz der offi­zi­el­len Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on der katho­li­schen Kir­che in den USA, die mehr als 5.000 haupt­amt­li­che Mit­ar­bei­ter zählt. In den Jah­ren zuvor galt die von ihr gelei­te­te wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät als beste unter unter allen ver­gleich­ba­ren aka­de­mi­schen Ein­rich­tun­gen der USA.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: LifeSite

7 Kommentare

  1. Super! Viel­leicht kom­men bis über­mor­gen noch ein paar dazu?
    Das ist ja wie bei der Bambi-Verleihung.

    Die Welt­eli­te fei­ert sich selbst.
    Prima.

    • Prä­sen­ta­ti­on durch Nicht­ka­tho­li­ken ist schon mehr als bedenk­lich. Ich schlie­ße dar­aus, dass mich das somit nicht betrifft. Ein Wort noch zum Vor­kom­men­tar: Was soll denn dar­an „Eli­te“ sein ? Anson­sten war es kurz und bün­dig. Wei­ter so.

      • Wie­so von A bis Z? frag­te der Esel den Karp­fen. Das Alpha­bet hat doch nur zwei Buch­sta­ben: I und A.
        Der Karp­fen aber kam ins Schwit­zen. Und sei­ne dicken Lip­pen form­ten sich und hoben sich über die Ober­flä­che des mur­meln­den Baches und spra­chen: O.

  2. Gefüh­le allein dür­fen bei einer Beur­tei­lung nicht maß­ge­bend sein, das ist mir bewusst.
    Trotz­dem ist in mir halt das boh­ren­de Gefühl, dass dies eine ziem­lich insze­nier­te, auch eit­le, Ver­an­stal­tung wer­den könnte.
    Von der viel­be­schwo­re­nen Beschei­den­heit kann ich kaum etwas erkennen.

  3. Kei­ne Gefüh­le, das Hirn ist gefragt.

    Kein lan­ges Gere­de. Gott hat die Welt geschaf­fen und den Men­schen. Der gei­stig ent­glei­ste Mensch — Kapi­ta­list oder Sozia­list — ist die Ursa­che für Fehl­ent­wick­lun­gen auf der Welt. Wirt­schaft­lich sind bei­de Grup­pen schuld am wuchern­den Wirt­schaf­ten, mora­lisch aber sind die Bestre­bun­gen der Sozia­li­sten katasto­phal: Abtrei­bung, Kampf gegen die Ehe, Kin­der­ver­sau­en mit Hil­fe der Grü­nen. Nur ein paar Punkte.

    Was ist vor Gott schlim­mer, der Kon­su­mis­mus oder der Kampf gegen SEINE Ordnung?
    Ist es schlim­mer Auto zu fah­ren oder 40 000 000 Abtrei­bun­gen zu ver­üben? Noch fah­ren die wenig­sten Afri­ka­ner und Asia­ten Auto. Und die möch­ten das selbst­ver­ständ­lich auch ganz gerne.

    HERR JESUS CHRISTUS, SOHN DES VATERS,
    sen­de jetzt dei­nen Geist über die Erde.
    Laß den Hei­li­gen Geist woh­nen in den Her­zen aller Völker,
    damit sie bewahrt blei­ben mögen vor Ver­fall, Unheil und Krieg.
    Möge die Frau aller Völ­ker, die Jung­frau Maria unse­re Für­spre­che­rin sein.
    Amster­dam ~ 1950

    Wie steht Hol­land heu­te da, wie wir Deut­sche und die ande­ren Völ­ker Euro­pas. Von Brüs­sel aus wird das Ver­der­ben vor­an­ge­trie­ben mit dem größt­mög­lich denk­ba­ren Blöd­sinn Genderismus.

    • Das ist eine kla­re Ansa­ge, die jeder ver­steht. Was soll denn bei dem gan­zen Pro­jekt her­aus­kom­men, was nicht schon gesagt wor­den ist. Der Club of Rome läßt grü­ßen. Das gilt auch für den ver­dräng­ten Grün­der der deut­schen Umwelt­be­we­gung Gruhl.

  4. Lei­der sieht es so aus, als wäre der Papst den Kli­ma­schwind­lern voll auf den Leim gegan­gen. Womög­lich wird er das Gan­ze noch mit sei­nem pri­va­ten Sozia­li­sten­ge­dan­ken­ge­bäu­de ver­men­gen, dann wer­den wir den bösen umwelt­schä­di­gen­den Kapi­ta­li­sten ver­sus den bra­ven umwelt­ver­träg­li­chen Sozi­al­lei­stungs­be­zie­her erleben.

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