Kardinal Sarah: „Ob man uns hören will oder nicht, wir werden sprechen“ — Afrika macht Front gegen „Strategie der Deutschen“

Kardinal Sarah, Wortführer der afrikanischen Front gegen die "Kasperianer"
Kar­di­nal Sarah, Wort­füh­rer der afri­ka­ni­schen Front gegen die „Kas­pe­ria­ner“

(Rom) Schlägt zur Bischofs­syn­ode über die Fami­lie „die Stun­de Afri­kas“? So sieht es zumin­dest der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster. In Accra, der Haupt­stadt von Gha­na, ver­sam­mel­ten sich die Vor­sit­zen­den der Bischofs­kon­fe­ren­zen Afri­kas mit Kar­di­nal Robert Sarah und wei­te­ren vier Kar­di­nä­len. Alle waren sich dar­in einig, sich der „Stra­te­gie der Deut­schen“ zu Ehe­bre­chern und Homo­se­xu­el­len zu wider­set­zen.

Fünf Kar­di­nä­le und 45 Erz­bi­schö­fe aus eben­so vie­len afri­ka­ni­schen Staa­ten hat­ten sich vom 8. – 11. Juni in Accra zusam­men­ge­fun­den. Alles geschah „unter dem Licht der Son­ne und doch fast geheim“. Tat­säch­lich geheim hat­ten sich am Pfingst­mon­tag die Vor­sit­zen­den der deut­schen, schwei­ze­ri­schen und fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz mit Theo­lo­gen und Jour­na­li­sten in Rom getrof­fen. Gewollt geheim. Wenn das Tref­fen der afri­ka­ni­schen Bischö­fe „fast geheim“ statt­fand, dann nur des­halb, weil auf­grund der west­li­chen Arro­ganz Afri­ka nach wie vor als ver­nach­läs­sig­ba­re Drit­te Welt gehal­ten wird und die Trag­wei­te des Tref­fens von Accra nicht erkannt wur­de. Dabei ver­sam­mel­te sich in Gha­nas Haupt­stadt die Kir­che eines gan­zen Kon­ti­nents und zwar des am schnell­sten wach­sen­den Teils der katho­li­schen Kir­che.

„Familie vor zerstörerischen Ideologien schützen, auch jenen internationaler Institutionen“

War es das erklär­te Ziel des deutsch-fran­zö­si­schen Geheim­tref­fens an der Gre­go­ria­na in Rom, katho­li­sche Ehe- und Moral­leh­re zu Schei­dung und Homo­se­xua­li­tät zu ändern, ver­sam­mel­ten sich die afri­ka­ni­schen Erz­bi­schö­fe und Kar­di­nä­le mit der genau ent­ge­gen­ge­setz­ten Absicht.

Trei­ben­de Kraft hin­ter dem Tref­fen war Robert Kar­di­nal Sarah. Der aus Gui­nea stam­men­de ist seit Herbst 2014 Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung. Seit­her pro­fi­liert sich der rang­höch­ste Ver­tre­ter Afri­kas an der Römi­schen Kurie als Ver­tei­di­ger der katho­li­schen Glau­bens­leh­re. Er war es auch, der vom ersten Augen­blick an die Linie beim Tref­fen von Accra vor­gab.

„Kei­ne Angst haben, die Leh­re Chri­sti über die Ehe in Erin­ne­rung zu rufen“;
„Bei der Syn­ode mit Klar­heit und einer Stim­me spre­chen mit kind­li­cher Lie­be für die Kir­che“;
„Die Fami­lie vor allen Ideo­lo­gien schüt­zen, die sie zer­stö­ren wol­len und daher auch vor der natio­na­len und inter­na­tio­na­len Poli­tik, die es ver­hin­dern will, die posi­ti­ven Wer­te zu för­dern.“

Das sind eini­ge Kern­aus­sa­gen von Kar­di­nal Sarah, mit denen er die „afri­ka­ni­sche Stra­te­gie“ für die Bischofs­syn­ode umriß. Die Anwe­sen­den stimm­ten dem Kar­di­nal­prä­fek­ten dar­in in vol­lem Umfang zu.

Treffen der afrikanischen Kirche fand gezielt in Accra statt

Afrikas Bischöfe in Rom
Afri­kas Bischö­fe machen mobil

Der ein­zi­ge schwarz­afri­ka­ni­sche Bischof, der sich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten für eine kas­pe­ria­ni­sche „Öff­nung“ aus­ge­spro­chen hat­te, Msgr. Gabri­el Charles Pal­mer-Buck­le, ist aus­ge­rech­net Erz­bi­schof von Accra. Das sei der Haupt­grund gewe­sen, das Tref­fen des afri­ka­ni­schen Kon­ti­nents genau dort abzu­hal­ten. Erz­bi­schof Pal­mer-Buck­le wur­de von Kas­per nahe­ste­hen­den katho­li­schen Medi­en her­um­ge­reicht mit der Absicht, zu zei­gen, daß Schwarz­afri­ka nicht nur aus „Kon­ser­va­ti­ven“ bestehe.

Der Erz­bi­schof von Accra war jedoch beim Tref­fen von Accra gar nicht anwe­send. Auch das stand bereits von vor­ne­her­ein fest. Nicht Pal­mer-Buck­le ist näm­lich Vor­sit­zen­der der Gha­na­er Bischofs­kon­fe­renz, son­dern Bischof Joseph Osei-Bon­su von Konon­go-Mam­pong.

Neben Kar­di­nal Sarah waren noch die afri­ka­ni­schen Kar­di­nä­le Chri­sti­an Tumo aus Kame­run, John Njue aus Kenia, Poly­carp Pen­go aus Tan­sa­nia und Ber­ha­neyesus Sou­r­a­phiel aus Äthio­pi­en anwe­send. Letz­te­rer wur­de beim jüng­sten außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­um von Papst Fran­zis­kus kre­iert.

Das Tref­fen, offi­zi­ell vom Sym­po­si­um der Bischofs­kon­fe­ren­zen von Afri­ka und Mada­gas­kar (SECEAM) orga­ni­siert, stand unter dem The­ma: „Die Fami­lie in Afri­ka. Wel­che Erfah­run­gen und wel­che Bei­trä­ge für die XIV. Ordent­li­che Bischofs­syn­ode?“

Am ersten Tag wur­den vier the­ma­ti­sche Ein­füh­run­gen gege­ben, die Dis­kus­si­ons­grund­la­ge in Arbeits­grup­pen waren. Am zwei­ten Tag gab es fünf Ein­füh­run­gen bei glei­cher Vor­gangs­wei­se.

Scharfe Kritik an der „Strategie der Deutschen“

Eine die­ser Ein­füh­run­gen stamm­te vom Theo­lo­gen und Anthro­po­lo­gen Edouard Ade, dem Gene­ral­se­kre­tär der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät von West­afri­ka mit Sit­zen in Benin und Elfen­bein­kü­ste. Unter dem Titel „Die Erwar­tun­gen der Syn­ode“ übte Ade schar­fe Kri­tik am Gewicht, das die deut­sche Kir­che beim bis­he­ri­gen Ver­lauf der Syn­ode und in der Gesamt­dis­kus­si­on auf Welt­ebe­ne hat.

Ade beschrieb ein „prä­ze­denz­lo­ses Ver­damp­fen des christ­li­chen Glau­bens“, das sich in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten in Deutsch­land ereig­ne­te und das von unver­hält­nis­mä­ßi­gen Erwar­tun­gen an eine Ände­rung der kirch­li­chen Leh­re und Pra­xis beglei­tet wer­de. Eine Hal­tung, die von der kirch­li­chen Hier­ar­chie Deutsch­lands unter­stützt wer­de. Im Zusam­men­hang damit skiz­zier­te Pro­fes­sor Ade das, was er „die Stra­te­gie der Deut­schen“ nann­te.

Da die eigent­li­chen Zie­le einer grund­le­gen­den Ände­rung der katho­li­schen Dok­trin nicht erreich­bar schei­nen, bestehe die „Stra­te­gie“ dar­in, durch kon­ti­nu­ier­li­ches Boh­ren Bre­schen zu schla­gen, die dann schritt­wei­se aus­ge­wei­tet wer­den sol­len. Die gleich­zei­ti­ge Beto­nung, daß man nichts an der Glau­bens­leh­re ändern wol­le, sei Teil die­ser „Stra­te­gie“, um Gut­mei­nen­de in die Irre zu füh­ren, so Ade.

Die „Breschen“, die die „Kasperianer“ schlagen wollen

Kardinal Walter Kasper: Stichwortgeber der "Kasperianer"
Kar­di­nal Wal­ter Kas­per: Stich­wort­ge­ber der „Kas­pe­ria­ner“

„Bre­schen“ sei­en zum Bei­spiel die „beson­de­ren Fäl­le“, von denen Kar­di­nal Wal­ter Kas­per in sei­ner Kon­si­sto­ri­um­s­re­de vom Febru­ar 2014 gespro­chen habe, wohl wis­send, so Ade, daß es natür­lich nicht bei Ein­zel­fäl­len blei­ben wür­de.

Eine ande­re List sei es, die Ver­än­de­run­gen als Lösung der „Aus­ge­wo­gen­heit“ zu prä­sen­tie­ren zwi­schen unge­dul­di­gen Erwar­tun­gen jener, die sofort die Aner­ken­nung von Zweit­ehe und „Homo-Ehe“ for­dern, und derer, die die gül­ti­ge katho­li­sche Leh­re aller Zei­ten ver­tei­di­gen. Kar­di­nal Kas­per habe die Hal­tung Letz­te­rer als „Stren­ge ohne Barm­her­zig­keit“ zu dis­kre­di­tie­ren ver­sucht.

Eine wei­te­re „Bre­sche“ sei es, wie bereits an etli­chen Orten, vor allem im Westen prak­ti­ziert, den wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen ein­fach die Kom­mu­ni­on zu gewäh­ren, eben­so allen irgend­wie zusam­men­le­ben­den Paa­ren, ohne erst irgend­ei­ne Ent­schei­dung Roms, durch die Syn­ode und den Papst abzu­war­ten. Die­se „schlech­te Pra­xis“, sei Aus­druck einer „schlech­ten Seel­sor­ge“ und lege offen, wel­cher Geist jene bewe­ge, die auf eine Ände­rung der Leh­re Chri­sti drän­gen.

Warnung vor „Trojanischen Pferden“

Schließ­lich warn­te Pro­fes­sor Ade vor „Tro­ja­ni­schen Pfer­den“, die von den Kas­pe­ria­nern ein­ge­setzt wür­den. Ein sol­ches Tro­ja­ni­sches Pferd sei es, allen Bezie­hun­gen des Zuam­men­le­bens zwi­schen zwei Men­schen einen posi­ti­ven Wert zuzu­mes­sen, auch jenen außer­halb der Ehe und impli­zit auch den homo­se­xu­el­len.

Ein wei­te­res Tro­ja­ni­sches Pferd stel­le die Behaup­tung dar, die Unauf­lös­lich­keit der Ehe sei ein „Ide­al“, aber nur für weni­ge erreich­bar. Eben­so der Gebrauch einer neu­en Spra­che, dar­un­ter jener, die für die UNO typisch sei, mit der die Rea­li­tät auf den Kopf gestellt wer­den sol­le.

Die Rede von Pro­fes­sor Ade fand gro­ße Zustim­mung bei den anwe­sen­den Kar­di­nä­len und Bischö­fen. Gedan­ken flos­sen sogar in die Schluß­er­klä­rung des Tref­fens ein. Dort heißt es, Aus­gangs­punkt müs­se „der Glau­ben sein, der bekräf­tigt und gelebt wer­den muß mit dem Ziel, die Kul­tu­ren gründ­lich zu evan­ge­li­sie­ren“, wobei dar­auf zu ach­ten sei, „die Spra­che der Bewe­gun­gen, die für die Zer­stö­rung der Fami­lie kämp­fen“, weder zu gebrau­chen noch zu legi­ti­mie­ren.

Kardinal Sarah: „Ob man uns hören will oder nicht, wir werden sprechen“

Im Inter­view „Qu’on nous écou­te ou pas, nous par­le­rons“ (Ob man uns hören will oder nicht, wir wer­den spre­chen), das gleich­zei­tig zum Tref­fen in Accra in der katho­li­schen Wochen­zei­tung Famil­le Chré­ti­en­ne in Frank­reich erschien, sag­te Kar­di­nal Sarah:

„Bei der Bischofs­syn­ode im kom­men­den Okto­ber wer­den wir, so hof­fe ich, die Fra­ge der Ehe auf ganz posi­ti­ve Wei­se ange­hen, indem wir ver­su­chen, die Fami­lie und die Wer­te, die mit ihr ver­bun­den sind, zu för­dern. Die afri­ka­ni­schen Bischö­fe wer­den das unter­stüt­zen, was Gott vom Men­schen zur Fami­lie ver­langt und das anneh­men, was die Kir­che immer gelehrt hat.“

Und wei­ter: „War­um den­ken, daß nur die west­li­che Sicht­wei­se des Men­schen der Welt, der Gesell­schaft gut, gerecht und uni­ver­sell sein soll? Die Kir­che muß dafür kämp­fen, Nein zu die­ser neu­en Kolo­nia­li­sie­rung zu sagen.“

Im Zusam­men­hang mit dem Tref­fen von Accra ist die von zahl­rei­chen Medi­en aus­ge­brei­te­te Mel­dung zu sehen, die Bischö­fe des schwar­zen Kon­ti­nents beschul­digt, sich Frau­en­klö­ster zur sexu­el­len Belu­sti­gung zu hal­ten. Kar­di­nal Kas­pers ras­si­sti­sche Ent­glei­sung am Ran­de der Bischofs­syn­ode 2014 war trotz aller Demen­tis zu kon­tra­pro­duk­tiv. Es gibt sub­ti­le­re For­men der Dis­kre­di­tie­rung.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: RV/MiL/

12 Kommentare

  1. Wir wer­den bald noch Asyl in einer afri­ka­ni­schen Kir­chen­pro­vinz suchen müs­sen bei dem hie­si­gen Glau­bens­ab­fall.

    • Reinhold@ Sie haben total recht. Wenn man bedenkt, dass die Kir­che in Deutsch­land im
      ster­ben liegt, und nicht nur in Deutsch­land, aber die deut­schen Kar­di­nä­le und Bischö­fe
      nichts bes­se­res zu tun haben, als die­se Deka­denz noch wei­ter anzu­schie­ben, dann ist
      es so wie Sie es ( gei­stig ) vor­schla­gen. Die deut­sche Bischofs­kon­fe­renz unter Kar­di­nal
      Marx, die Vor­gän­ger waren nicht bes­ser, statt einer Neue­van­ge­li­sie­rung eine Pro­testan-
      tisie­rung ein­zu­lei­ten. Geld und Ruhm las­sen hier die Auto­ri­tä­ten ver­ges­sen, in wes­sen
      Auf­trag und Wir­ken sie ste­hen oder ste­hen müss­ten. Dass die afri­ka­ni­schen Bischö­fe
      Klar­text reden und sich so öffent­lich machen, kann man ohne wei­te­res dem Wir­ken des
      Hei­li­gen Gei­stes zuspre­chen. Möge der Hei­li­ge Geist auch in Rom wehen, damit der
      katho­li­sche Glau­be in sei­ner Klar­heit auch dort ver­kün­det wird.

      Möge Gott es geben, Alle­lu­ja !

  2. Ganz so opti­mi­stisch wäre ich da nicht.

    Die Afri­ka­ner haben selbst gro­ße Pro­ble­me mit der Rein­heit der christ­li­chen Ehe, gera­de in West­afri­ka, wo die Chri­sten teil­wei­se nur sehr schwer von den alten heid­ni­schen Prak­ti­ken gelöst wer­den konn­ten (auch durch die Idee von der „Inkul­tu­ra­ti­on“), wenn über­haupt.

    Hier das Bei­spiel Gha­nas, das sogar Hei­ra­ten zwi­schen Frau­en kennt, die zugleich auch mit einem Mann ver­hei­ra­tet sein kön­nen. http://de.wikipedia.org/wiki/Traditionelle_Eheformen_in_Ghana

    Da steckt also der gesam­te „Gen­de­ris­mus“ auf über­lie­fer­te afri­ka­ni­sche Wei­se unter einer teil­wei­se erst 100 Jah­re oder kür­zer chri­stia­ni­sier­ten Decke…

    Wie ist über­haupt mit Kar­di­nal Turk­son, der jetzt so ganz groß bei der Öko-Enzy­kli­ka mit­mischt?

    • Den­noch posi­tio­nie­ren sich die(se) afri­ka­ni­schen Wür­den­trä­ger zugun­sten der durch den Herrn gege­be­nen Leh­re — trotz „Mise­re­or“ & Co. aus­drück­lich gegen die west­li­chen Main­stream-Vor­stel­lun­gen, mut­maß­lich inklu­si­ve Fran­zis­kus.

      In Bezug auf die Ehe hilft da sicher die Erkennt­nis, wel­che (spä­te) Befrei­ung sie ins­be­son­de­re — auch — den afri­ka­ni­schen Frau­en in den christ­li­chen Gebie­ten gebracht hat. Anders als die angeb­lich unwis­sen­den West­ler, ken­nen sie — wie auch ihre Män­ner — das Wesen einer katho­li­schen Ehe näm­lich ganz genau.

      –> Aller­dings: Wie lan­ge kann das ange­sichts der NOM-Schwä­che noch anhal­ten? Süd­ame­ri­ka lässt grü­ßen!

      Betref­fend homos. Ver­bin­dun­gen dürf­te den afri­ka­ni­schen Bischö­fen eine „kul­tu­rell“ ohne­hin vor­han­de­ne Ableh­nung die Ver­tre­tung des christ­li­chen Stand­punkts erleich­tern. Da ist es dann so, wie es Kar­di­nal Kas­per anläss­lich der letz­ten Syn­ode sinn­ge­mäß sag­te: ‚Die sind noch nicht so weit, wird noch lan­ge dau­ern. Wir kön­nen und wol­len aber nicht auf sie war­ten.‘ Er zählt dar­auf, dass es bis­her ja immer so gekom­men ist…

      • Prin­zi­pi­ell gebe ich Ihnen recht. Jaja­ja, der katho­li­sche Glau­be ist die Befrei­ung der Frau (und das wis­sen auch eini­ge immer noch nicht)! Ich will auf kei­nen Fall her­ab­se­hen auf die Leu­te…

        Aller­dings habe ich von Ordens­leu­ten da halt auch ande­re Nach­rich­ten gehört — v.a. dass dann eben auch hin­sicht­lich der Ehe eigen­ar­tig „syn­kre­ti­sti­sche Prak­ti­ken“ üblich sein kön­nen (je nach Regi­on). Außer­dem das HIV-Pro­blem… und dass auch Kir­chen­leu­te gegen die Anwei­sung aus Rom Komn­dom­kur­se und Kon­dom­aus­ga­be machen.

        Ich habe auch von den­sel­ben Leu­ten mit­be­kom­men, dass teil­wei­se noch die alten Göt­ter berück­sich­tigt, immer noch Talis­ma­ne auf­ge­stellt wer­den und Gei­ster­fal­len. Ich ent­deck­te das auf Fotos und frag­te: was ist denn das da neben der Gemein­de­haus­tür etc. Auf mein Ent­set­zen kam die Ant­wort: ja, die Leu­te brau­chen halt Zeit, wir haben es auch nicht in 100 Jah­ren geschafft, uns von allem Heid­ni­schen zu lösen.

        Der gute Wil­le ist sicher da, aber Sie sagen ja selbst: auf der einen Sei­te die NOM-Schwä­che, auf der ande­ren die nicht voll­stän­dig erfolg­te Lösung vom Hei­den­tum.

        Das ist der Hin­ter­grund für mei­ne Skep­sis.

    • Das war von mir doch wohl zu eupho­risch gese­hen. Ihre Ein­schrän­kun­gen sind sicher zu akzep­tie­ren. War von mir auch etwas sati­risch gese­hen.

  3. Kar­di­nal Sarah:
    „War­um den­ken, daß nur die west­li­che Sicht­wei­se des Men­schen der Welt, der Gesell­schaft gut, gerecht und uni­ver­sell sein soll?“

    Damit hat er nicht unrecht!
    Denn vie­le Ent­wick­lun­gen in der west­li­chen Gesell­schaft sind nicht unbe­dingt gut und gerecht und tun den Men­schen auch nicht gut.

    Und wei­ter:
    „Die Kir­che muß dafür kämp­fen, Nein zu die­ser neu­en Kolo­nia­li­sie­rung zu sagen.“

    Dass Kar­di­nal Sarah dies so sieht und vie­le der Bewoh­ner Afri­kas mög­li­cher­wei­se eben­so, kann ich gut nach­voll­zie­hen.
    Von der west­li­chen Welt ‑reich, auf das rein Mate­ri­el­le fixiert, arro­gant und alles bestim­men wol­lend- etwas auf­ge­drückt zu bekom­men, aus einem Teil der Welt also, wo der Glau­be mas­siv geschwun­den ist, muss ja gera­de­zu als Nöti­gung oder Bevor­mun­dung wahr­ge­nom­men wer­den.

    Dass der Glau­bens­ver­lust irgend­wann ein­mal auch auf den afri­ka­ni­schen und asia­ti­schen Kon­ti­nent (hof­fent­lich nicht) über­grei­fen könn­te, mag sein.
    Dem sich aber tap­fer ent­ge­gen­zu­stel­len ist die vor­nehm­ste Auf­ga­be afri­ka­ni­scher (und asia­ti­scher) Bischö­fe, der sie sich mit gan­zem Her­zen wid­men mögen.

  4. Egal wie den Afri­ka­ner kann man nur Respeckt aus­spre­chen. Wei­ter so.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. Zu den sicher rich­ti­gen Vor­be­hal­ten zeit­schnurs ist doch wohl zu sagen, dass damit auch afri­ka­ni­sche Zustän­de die­ser oder ähn­li­cher Art ange­pran­gert wer­den. So lese ich das jeden­falls. Die Wor­te gefal­len mir jeden­falls und es ist gut, wenn sich die Afri­ka­ner so auch ein­brin­gen.

  6. Fol­gen­de Bemer­kung Kar­di­nal Sarahs fin­de ich wider­sprüch­lich:

    „War­um den­ken, daß nur die west­li­che Sicht­wei­se des Men­schen der Welt, der Gesell­schaft gut, gerecht und uni­ver­sell sein soll? Die Kir­che muß dafür kämp­fen, Nein zu die­ser neu­en Kolo­nia­li­sie­rung zu sagen.“

    Immer­hin ist die Chri­stia­ni­sie­rung des Kon­ti­nents eine unmit­tel­ba­re Fol­ge der Kolo­ni­sa­ti­on (abge­se­hen von den alten Kir­chen in Äthio­pi­en, Eri­trea und Ägyp­ten, die aber weit­hin nicht der katho­li­schen ange­hö­ren, son­dern bereits wegen chri­sto­lo­gi­schen Strei­tig­kei­ten frü­he häre­ti­sche Abspal­tun­gen von der Uni­ver­sal­kir­che dar­stel­len).
    Ja — ohne die Unter­wer­fung der ger­ma­ni­schen Völ­ker wäre auch das Chri­sten­tum gar nicht so ein­fach zu uns getra­gen wor­den.
    Gott schreibt auf krum­men Zei­len grad und nutzt auch noch das, was der Mensch böse inten­dier­te zum Guten — aber was schwebt Kar­di­nal Srah denn genau vor — in die­sem pau­schal-anti­ko­lo­nia­li­sti­schen Duk­tus?

    In der Aus­sa­ge Sarahs steckt also Zünd­stoff — oder er ist tat­säch­lich so undif­fe­ren­ziert, dass ihm der Wider­spruch gar nicht auf­ge­fal­len ist!

  7. Ich sehe da kei­nen Wider­spruch: Er sieht das Über­zie­hen Afri­kas mit west­lich ver­trot­tel­ten Ideen — Schwu­lis­mus , Gen­de­ris­mus usw. — als neu­en Kolo­nia­lis­mus.

  8. Der frei­mau­re­ri­sche Plan zur Zer­stö­rung der katho­li­schen Kir­che

    Richt­li­ni­en vom Groß­mei­ster der Frei­mau­rer an die katho­li­schen Frei­mau­rer-Bischö­fe. — Effek­ti­ve März 1962 — (the Aggior­no­me­n­to of Vati­can II) — Alle Frei­mau­rer­brü­der sol­len über den Fort­schritt die­ser ent­schei­den­den Anwei­sun­gen berich­ten. — Über­ar­bei­tet im Okto­ber 1993 als fort­schrei­ten­der Plan für das End­sta­di­um. — Alle Frei­mau­rer, die in der Kir­che arbei­ten, müs­sen Fol­gen­des in die Hand neh­men und durch­set­zen:

    1. Ent­fernt St. Micha­el, den Beschüt­zer der kath. Kir­che, aus allen GEBE­TEN­in­ner­halb und außer­halb der hl. Mes­se, ein und für alle Mal. Ent­fernt sei­ne Sta­tu­en. Sagt, es lenkt von Chri­stus ab.

    2. Schafft die Buß­übun­gen in der Fasten­zeit ab, wie den Ver­zicht auf Fleisch am Frei­tag oder das Fasten. Ver­hin­dert jeden Akt der Selbst­ver­leug­nung. An die Stel­le sol­len Akte der Freu­de, des Glücks und der Näch­sten­lie­be tre­ten. Sagt: „Chri­stus hat schon den Him­mel für uns ver­dient“ und „daß alle mensch­li­chen Anstren­gun­gen nutz­los sind“. Sagt ihnen: „sie sol­len die Sor­ge um ihre Gesund­heit ernst neh­men“. Ermu­tigt den Ver­zehr von Fleisch, beson­ders Schwei­ne­fleisch.

    3. Weist pro­te­stan­ti­sche PASTOREN an, die hl. Mes­se zu über­prü­fen und zu entsa­kra­li­sie­ren. Sät Zwei­fel an der Real­prä­senz (der Eucha­ri­stie) und bekräf­tigt, daß die Eucha­ri­stie — näher am Glau­ben der Pro­te­stan­ten — nur Brot und Wein und nur sym­bo­lisch gemeint ist. — Setzt Pro­te­stan­ten in Semi­na­ren und Schu­len ein. Ermu­tigt Öku­me­ne als den Weg zur Ein­heit. Klagt jeden an, der an die Real­prä­senz glaubt, als sub­ver­siv und unge­hor­sam gegen die Kir­che.

    4. Ver­bie­tet die LATEINISCHE Meß­lit­ur­gie, Anbe­tung und Lie­der, denn sie ver­mit­teln ein Gefühl des Geheim­nis­ses und der Ehr­furcht. Stellt das hin als „Hokus­po­kus“ von Wahr­sa­gern. Die Men­schen wer­den auf­hö­ren, die Prie­ster als Men­schen von über­ra­gen­der Intel­li­genz und als geheim­nis­vol­le Respekts­per­so­nen zu betrach­ten.

    5. Ermu­tigt die Frau­en, in der Kir­che kei­ne Hüte zu tra­gen. Haa­re sind sexy. — For­dert Frau­en als Vor­be­ter, Kom­mu­ni­on­hel­fer, Dia­ko­nis­sen und Prie­ster. Stellt es als demo­kra­ti­sche Idee her­aus. Grün­det eine Frau­en­frei­heits­be­we­gung. — Die Kirch­gän­ger sol­len salop­pe Klei­dung tra­gen, damit sie sich dazu­ge­hö­rig füh­len. Das wird die Bedeu­tung der hl. Mes­se her­ab­set­zen.

    6. Hal­tet die Kom­mu­nion­emp­fän­ger davon ab, kniend die Hostie zu emp­fan­gen. Sagt den Eltern und Leh­rern, daß sie die Kin­der davon abhal­ten sol­len, vor und nach dem Kom­mu­nion­emp­fang die Hän­de zu fal­ten. Sagt ihnen, daß Gott sie so liebt, wie sie sind, und wünscht, daß sie sich voll­kom­men ent­spannt füh­len. Schafft alles Knien und jede Knie­beu­ge in der Kir­che ab. Ent­fernt die Knie­bän­ke. Sagt den Men­schen, daß sie wäh­rend der Mes­se ste­hend ein Zeug­nis geben sol­len.

    7. Hört auf mit der sakra­len Orgel­mu­sik. Bringt Gitar­ren, jüdi­sche Har­fen, Trom­meln und „Mit-den-Füßen-Stamp­fen“ und „Hei­li­ges Geläch­ter“ in die Kir­chen. Das wird die Men­schen von per­sön­li­chen Gebe­ten und Gesprä­chen mit Jesus abhal­ten. Gebt Jesus kei­ne Zeit, Kin­der zu reli­giö­sem Leben zu beru­fen. Führt lit­ur­gi­sche Tän­ze in auf­rei­zen­der Klei­dung, Spie­le und Kon­zer­te am Altar auf.

    8. Nehmt den Lie­dern zur Mut­ter­got­tes und zu St. Joseph den sakra­len Cha­rak­ter. Bezeich­net ihre Ver­eh­rung als Göt­zen­dienst! Macht die­je­ni­gen, die dar­auf behar­ren, lächer­lich. — Führt pro­te­stan­ti­sche Lie­der ein! Das wird den Anschein erwecken, daß die kath. Kir­che end­lich zugibt, daß der Pro­te­stan­tis­mus die wah­re Reli­gi­on ist oder wenig­stens der kath. Kir­che gleich ist.

    9. Schafft alle Hym­nen ab, auch die zu Jesus, denn die erin­nern die Men­schen an ihre glück­li­che Kind­heit, die sie dann wie­der­um an den Frie­den erin­nert, des­sen Wur­zel das stren­ge Leben der Selbst­ver­leug­nung und Buße für Gott war. Bringt nur neue Lie­der hin­ein, um die Men­schen zu über­zeu­gen, daß die frü­he­ren Riten irgend­wie falsch waren. Ver­ge­wis­sert euch, daß in jeder hl. Mes­se wenig­stens EIN LIED ist, das Jesus nicht erwähnt, son­dern nur über die Lie­be zu den Men­schen spricht. Die Jugend wird davon begei­stert sein, über die Lie­be zum Näch­sten zu hören. Pre­digt über Lie­be, über Tole­ranz und Ein­heit. Erwähnt Jesus nicht. Ver­bie­tet jed­we­de VERKÜNDIGUNG über die Eucha­ri­stie.

    10. Ent­fernt alle Hei­li­gen­re­li­qui­en von den Altä­ren, und dann ent­fernt die Altä­re selbst. Ersetzt sie durch heid­ni­sche, unge­seg­ne­te Tische, die gebraucht wer­den kön­nen, um leben­de Opfer bei Satans­mes­sen dar­zu­brin­gen. Hebt das Kir­chen­ge­setz auf, das sagt, hei­li­ge Mes­sen kön­nen nur an Altä­ren gele­sen wer­den, die Reli­qui­en ent­hal­ten.

    11. Hört auf mit der Pra­xis, die hl. Mes­se vor dem hl. Sakra­ment im Taber­na­kel zu fei­ern. Erlaubt kei­ne Taber­na­kel auf den Altä­ren, die zur hl. Mes­se BENUTZT wer­den. — Der Tisch soll wie ein ESSTISCH aus­se­hen. Er soll trans­por­ta­bel sein, um anzu­deu­ten, daß er nichts Hei­li­ges ist, son­dern einem dop­pel­ten Zweck die­nen soll, für irgend etwas, wie z.B. als Kon­fe­renz­tisch oder um Kar­ten dar­an zu spie­len. Spä­ter stellt wenig­stens einen Stuhl an die­sen Tisch. Der Prie­ster soll dar­auf sit­zen, um nach der Kom­mu­ni­on anzu­deu­ten, daß er sich nach sei­nem Mahl aus­ruht. Der Prie­ster soll sich bei der hl. Mes­se nie­mals knien, noch Knie­beu­gen machen.

    Man kniet nicht bei Mahl­zei­ten. Der Stuhl des Prie­sters soll anstel­le des Taber­na­kels ste­hen. Ermu­tigt die Leu­te, den Prie­ster zu ver­eh­ren (bzw. anzu­be­ten) und nicht die Eucha­ri­stie und ihm zu gehor­chen statt der Eucha­ri­stie. Sagt ihnen, der Prie­ster ist Chri­stus, ihr Haupt. Setzt die Taber­na­kel in einen ande­ren Raum, außer Sicht­wei­te.

    12. Laßt die Hei­li­gen vom Kir­chen­ka­len­der ver­schwin­den, immer eini­ge zur gewis­sen Zeit. Ver­bie­tet den Prie­stern, über Hei­li­ge zu pre­di­gen, es sei denn, sie sind im Evan­ge­li­um genannt. Sagt ihnen, die Pro­te­stan­ten, die viel­leicht in der Kir­che sind, wür­den Anstoß dar­an neh­men. Ver­mei­det alles, was die Pro­te­stan­ten stört.

    13. Beim Lesen des Evan­ge­li­ums laßt das Wort „hei­lig“ aus, z. B. „Evan­ge­li­um nach dem hl. Johan­nes“. Sagt ein­fach nur. „Evan­ge­li­um nach Johan­nes“. Die­ses wird den Leu­ten andeu­ten, daß sie sie nicht mehr ver­eh­ren sol­len. Schreibt lau­fend neue Bibeln, bis sie iden­tisch sind mit den pro­te­stan­ti­schen Bibeln. Laßt das Wort „Hei­lig“ beim Hei­li­gen Geist weg. Die­ses wird den Weg öff­nen. Betont die femi­ni­ne Natur Got­tes als einer lie­ben­den Mut­ter. Erlaubt nicht den Gebrauch des Wor­tes „Vater“.

    14. Laßt alle per­sön­li­chen Gebet­bü­cher ver­schwin­den und zer­stört sie. Dann wer­den auch die Lita­nei­en zum Hl. Her­zen Jesu, zur Mut­ter­got­tes und zu St. Joseph weg­fal­len und auch die Vor­be­rei­tung auf die hl. Kom­mu­ni­on. Auch die Dank­sa­gung nach der Kom­mu­ni­on wird dann über­flüs­sig sein.

    15. Laßt auch alle Sta­tu­en und BILDER VON ENGELN ver­schwin­den. War­um sol­len die Sta­tu­en unse­rer Fein­de her­um­ste­hen? — Nennt es Mythen oder Gute-Nacht-Geschich­ten. Erlaubt nicht, über die Engel zu spre­chen; denn es wird unse­re pro­te­stan­ti­schen Mit­glie­der absto­ßen.

    16. Schafft den klei­nen Exor­zis­mus für Teu­fels­aus­trei­bun­gen ab; arbei­tet hart dar­an, ver­kün­det, daß es kei­ne Teu­fel gibt. Sagt, daß es die Art und Wei­se der Bibel ist, so das Böse zu bezeich­nen, und es kann kei­ne gute Geschich­te geben ohne einen Böse­wicht. Dann wer­den sie auch nicht an die Höl­le glau­ben und wer­den sich nie­mals fürch­ten, dort­hin zu kom­men. — Sagt, daß die Höl­le nichts ande­res ist, als von Gott ent­fernt zu sein; und was ist dar­an so schlimm, da es doch sowie­so das glei­che Leben ist, wie hier auf der Erde.

    17. Lehrt, daß Jesus nur ein Mensch war, der Brü­der und Schwe­stern hat­te, und daß er das Estab­lish­ment gehaßt hat. Sagt, daß er die Gesell­schaft von Pro­sti­tu­ier­ten lieb­te, beson­ders von Maria Mag­da­le­na. Sagt, daß er kei­ne Ver­wen­dung für Kir­chen und Syn­ago­gen hat­te. Sagt, daß er den Rat gab, Kir­chen­füh­rern nicht zu gehor­chen. Sagt, daß er ein gro­ßer Leh­rer war, der aber auf Irr­we­ge kam, als er den Kir­chen­leh­rern unge­hor­sam wur­de. Ent­mu­tigt das Gespräch über das Kreuz als Sieg, son­dern beschreibt es als eine Nie­der­la­ge.

    18. Erin­nert euch dar­an, daß ihr Non­nen zur Auf­ga­be ihrer Beru­fung brin­gen könnt, wenn ihr euch an ihre Eitel­keit, ihren Charm und ihre Schön­heit wen­det. Laßt sie ihre Habi­te ändern, das wird sie auto­ma­tisch dazu brin­gen, ihre Rosen­krän­ze weg­zu­wer­fen. Zeigt der Welt, daß es Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten in den Klö­stern gibt. Das wird ihre Beru­fun­gen aus­trock­nen. Sagt den Non­nen, daß sie nicht akzep­tiert wer­den, wenn sie nicht auf ihren Habit ver­zich­ten. Bringt das Tra­gen von Habi­ten auch bei den Men­schen in Miß­kre­dit.

    19. Ver­brennt alle Kate­chis­men. Sagt den Reli­gi­ons­leh­rern, daß sie leh­ren sol­len, Got­tes Men­schen zu lie­ben, anstatt Gott zu lie­ben. Es ist ein Zei­chen der Rei­fe, offen zu lie­ben. Laßt das Wort „Sex“ ein all­täg­li­ches Wort in den Reli­gi­ons­klas­sen wer­den. Macht eine neue Reli­gi­on aus dem „Sex“.

    Führt Sex­bil­der in den Reli­gi­ons­un­ter­richt ein, um die Kin­der die Fak­ten zu leh­ren. Ver­ge­wis­sert euch, daß die Bil­der deut­lich sind. Ermu­tigt die Schu­len, fort­schritt­li­che Den­ker in der Sex­er­zie­hung zu sein. Führt die Sex­er­zie­hung durch die bischöf­li­chen Behör­den ein, so wer­den die Eltern nichts dage­gen haben.

    20. Schließt alle katho­li­schen Schu­len, indem ihr die Schwe­stern­be­ru­fun­gen ver­min­dert. Sagt den Schwe­stern, daß sie unter­be­zahl­te Sozi­al­ar­bei­ter sind, und die Kir­che im Begriff ist, sie abzu­schaf­fen. Besteht dar­auf, daß die kath. Lai­en­leh­rer das glei­che Gehalt bekom­men wie die in den Regie­rungs­schu­len. Beschäf­tigt nicht-katho­li­sche Leh­rer. Prie­ster müs­sen das glei­che Gehalt bekom­men wie ent­spre­chen­de welt­li­che Beam­te.

    Alle Prie­ster müs­sen ihre prie­ster­li­che Klei­dung und ihre Kreu­ze able­gen, so daß sie von allen ange­nom­men wer­den kön­nen. Macht die­je­ni­gen lächer­lich, die sich nicht dar­an hal­ten.

    21. Ver­nich­tet den PAPST, indem ihr sei­ne Uni­ver­si­tä­ten zer­stört. Trennt die Uni­ver­si­tä­ten vom Papst, indem ihr sagt, die Regie­rung wür­de sie dann unter­stüt­zen. Ändert die Namen der reli­giö­sen Insti­tu­te in pro­fa­ne Namen, statt „Imma­cu­la­ta-Con­cep­tio-Schu­le“ sagt z. B. „Ina­va­le-Hoch­schu­le“. Nennt das öku­me­nisch. — Errich­tet öku­me­ni­sche Abtei­lun­gen in allen Diö­ze­sen. Sorgt für deren pro­te­stan­ti­sche Kon­trol­len. Erlaubt kei­ne Gebe­te für den Papst oder zu Maria, da sie die Öku­me­ne ent­mu­ti­gen. Ver­kün­det, daß die Orts­bi­schö­fe die zustän­di­gen Auto­ri­tä­ten sind. Sagt, daß der Papst nur eine Reprä­sen­ta­ti­ons­fi­gur ist. Sagt den Men­schen, das Leh­ren des Pap­stes die­ne nur der Unter­hal­tung, habe aber sonst kei­ne Bedeu­tung.

    22. Greift die Auto­ri­tät des Pap­stes an, indem ihr eine Alten­gren­ze sei­nes Amtes fest­setzt. Setzt sie all­mäh­lich her­ab. Sagt, daß ihr ihn vor der Über­ar­bei­tung bewah­ren wollt.

    23. Seid kühn. Schwächt den Papst, indem ihr Bischofs­syn­oden ein­rich­tet. Der Papst wird dann nur eine Reprä­sen­ta­ti­ons­fi­gur sein, wie in Eng­land, wo das Ober- und Unter­haus regie­ren und die Köni­gin von dort ihre Befeh­le bekommt. Dann schwächt die Auto­ri­tät des Bischofs, indem ihr eine Gegen­in­sti­tu­ti­on auf Prie­ster­ebe­ne errich­tet. Sagt, die Prie­ster bekom­men so die Aner­ken­nung, die sie VERDIENEN.

    Dann schwächt die Auto­ri­tät des Prie­sters durch Auf­stel­len von Lai­en­grup­pen, die den Prie­ster beherr­schen. Es wird soviel Haß dadurch ent­wickelt, daß sogar Kar­di­nä­le die Kir­che ver­las­sen, so daß die Kir­che nun demo­kra­tisch ist . .….… DIE NEUE .….…..

    24. Redu­ziert die Beru­fun­gen zum Prie­ster dadurch, daß die Lai­en die Ehr­furcht vor ihnen ver­lie­ren. Ein Skan­dal eines Prie­sters in der Öffent­lich­keit wird Tau­sen­de Beru­fun­gen ver­nich­ten.

    Lobt abge­fal­le­ne Prie­ster, die wegen der LIEBE zu einer Frau, alles auf­ge­ge­ben haben. Nennt sie hero­isch, hel­den­haft. Ehrt die lai­sier­ten Prie­ster als wah­re Märthy­rer, die so unter­drückt wur­den, daß sie es nicht län­ger ertra­gen konn­ten.

    Ver­ur­teilt es auch als einen Skan­dal, daß unse­re Frei­mau­rer­brü­der im Prie­ster­amt bekannt gemacht und ihre Namen ver­öf­fent­licht wer­den sol­len. Seid tole­rant gegen die Homo­se­xua­li­tät bei Prie­stern. Sagt den Men­schen, daß die Prie­ster ein­sam sind.

    25. Beginnt damit, Kir­chen wegen Prie­ster­man­gels zu schlie­ßen. Nennt es wirt­schaft­lich und gute Geschäfts­pra­xis.

    Sagt, daß Gott über­all GEBETE erhört. So sind Kir­chen extra­va­gan­te Geld­ver­schwen­dung. Schließt zuerst die Kir­chen, in denen alt­mo­di­sche Tra­di­tio­nen prak­ti­ziert wer­den.

    26. Nutzt Lai­en­kom­mis­sio­nen und Prie­ster, die schwach im Glau­ben sind, die jede Mari­en­er­schei­nung und jedes angeb­li­che Wun­der, beson­ders von St. Micha­el, dem Erz­engel, schnell ver­dam­men und ver­ur­tei­len.

    Seid abso­lut sicher, daß nichts hier­von, was auch immer, die Aner­ken­nung nach Vati­ca­num II bekommt. Nennt es unge­hor­sam gegen­über der Auto­ri­tät, wenn irgend­ei­ner den Bot­schaf­ten folgt oder sogar dar­über nach­denkt. Bezeich­net die Seher als unge­hor­sam gegen­über der kirch­li­chen Auto­ri­tät. Bringt ihren guten Namen in Ver­ruf, dann wird es kei­nem ein­fal­len, ihre Bot­schaft zu beach­ten.

    27. Wählt einen Anti­papst. Sagt, daß er die Pro­te­stan­ten in die Kir­che zurück­bringt und viel­leicht sogar die Juden.

    Ein Anti­papst kann gewählt wer­den, wenn man den Bischö­fen das Wahl­recht gibt. Es wer­den dann so vie­le Päp­ste gewählt wer­den, daß der Anti­papst als Kom­pro­miß ein­ge­setzt wird. — Sagt, daß der rich­ti­ge Papst gestor­ben ist.

    28. Besei­tigt die Beich­te vor der Hei­li­gen Kom­mu­ni­on für den 2. und 3. Jahr­gang der Kin­der, so daß sie sich nichts aus der Beich­te machen, wenn sie in die 4. und 5. Klas­se und dann in die höhe­ren Klas­sen gehen. Die Beich­te wird dann ver­schwin­den. Führt Grup­pen­beich­ten (in Stil­le) ein, mit Grup­pen­ab­so­lu­ti­on. Sagt den Leu­ten, daß es aus Prie­ster­man­gel geschieht.

    29. Laßt Frau­en und Lai­en die Kom­mu­ni­on aus­tei­len. Sagt, daß dies DIE ZEIT der Lai­en ist. Beginnt damit, die Kom­mu­ni­on in die Hand zu geben, wie die Pro­te­stan­ten, anstatt auf die Zun­ge. Sagt, daß Chri­stus es in der glei­chen Wei­se getan hat.

    Sam­melt eini­ge Hosti­en für „Schwar­ze Mes­sen“ in unse­ren Tem­peln. Dann gebt an die Stel­le der per­sön­li­chen Kom­mu­ni­on eine Scha­le von Obla­ten, die man mit nach Hau­se neh­men kann. Sagt, so wird man die Geschen­ke Got­tes in das täg­li­che Leben neh­men. Bringt Kom­mu­nion­au­to­ma­ten an und nennt sie Taber­na­kel. –

    Sagt, daß das Zei­chen des Frie­dens gege­ben wer­den muß. Ermu­tigt die Leu­te, umher­zu­ge­hen, um die ANDACHT und das Gebet zu unter­bre­chen. Macht kei­ne Kreuz­zei­chen, statt des­sen aber ein Frie­dens­zei­chen. Sagt, daß Chri­stus auch hin­aus­ging, um sei­ne Jün­ger zu grü­ßen. Erlaubt kei­ne ANDACHT­zu die­ser Zeit. — Prie­ster sol­len den Rücken zur Eucha­ri­stie keh­ren und dem Volk die Ehre geben.

    30. Nach­dem der Anti­papst gewählt wor­den ist, löst die Bischofs­syn­oden auf und auch die Prie­ster­ver­ei­ni­gun­gen und die Pfarr­gre­mi­en. Ver­bie­tet allen Geist­li­chen, neue Richt­li­ni­en ohne Erlaub­nis in Fra­ge zu stel­len. Sagt, daß Gott die Demut liebt und die­je­ni­gen haßt, die nach Ehre suchen. Beschul­digt alle, die Fra­gen stel­len, als Unge­hor­sam gegen­über der kirch­li­chen Auto­ri­tät. Ent­mu­tigt den Gehor­sam gegen Gott. Sagt den Men­schen, daß sie die­sen Kir­chen­füh­rern gehor­chen müs­sen.

    31. Gebt dem Papst (Anti­papst) die höch­ste Macht, um sei­ne Nach­fol­ger aus­zu­wäh­len. Befehlt unter Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on allen, die Gott LIEBEN, das Zei­chen des Tie­res zu tra­gen. — Nennt es nicht „Zei­chen des Tie­res“.

    Das Kreuz­zei­chen soll nicht mehr benutzt oder gemacht wer­den über oder durch Men­schen. (Es soll nicht mehr geseg­net wer­den.) Das Kreuz­zei­chen zu machen wird dann als Göt­zen­dienst und Unge­hor­sam bezeich­net wer­den.

    32. Erklärt die frü­he­ren Dog­men für falsch, außer dem Dog­ma der Unfehl­bar­keit des PAPSTES. Sagt, daß Jesus Chri­stus ein Revo­lu­tio­när war, der es nicht geschafft hat. Sagt, daß der wah­re Chri­stus bald kom­men wird. Nur dem gewähl­ten Anti­papst muß gehorcht wer­den. Sagt den Men­schen, daß sie sich nie­der­beu­gen müs­sen, wenn sein Name genannt wird.

    33. Befehlt allen Unter­ge­be­nen des Pap­stes, in „Hei­li­gen Kreuz­zü­gen“ zu kämp­fen, um die eine „Welt­re­li­gi­on“ zu ver­brei­ten. — Satan weiß, wo alles ver­lo­re­ne Gold ist. Erobert erbar­mungs­los die Welt!

    DAS WIRD DER MENSCHHEIT BRINGEN, WONACH SIE SICH IMMER GESEHNT HAT:

    „DIE GOLDENE ZEIT DES FRIEDENS.“

    (Ende des frei­mau­re­ri­schen Edikts gegen die kath. Kir­che.)

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