Indizierungsverfahren wegen eines Artikels über Christenverfolgung

Der Bun­des­prüf­stel­le für jugend­ge­fähr­den­de Medi­en liegt ein Indi­zie­rungs­an­trag wegen des Artikels
Bru­ta­ler Dschi­had – Hin­rich­tung von Chri­sten durch Isla­mi­sten (Video) vor.

Die Redak­ti­on hat um die Vor­la­ge des Antrags per E‑Mail gebe­ten, die Behör­de möch­te für die Zustel­lung eine posta­li­sche Anschrift.

Die Annah­me und Bear­bei­tung des Antrags ist fak­tisch bereits ein Zen­sur­ver­fah­ren, eine pater­na­li­sti­sche Bevor­mun­dung und eine Ein­schrän­kung unse­rer Rede- und Pressefreiheit.

6 Kommentare

  1. Das ist doch ein­leuch­tend: nicht der IS-Ter­ror ist jugend­ge­fähr­dend son­dern die Nach­richt über den IS-Ter­ror! Denn es war schon immer so, daß man schlech­ter Nach­rich­ten weg­ten­siert, um das Nega­ti­ve aus der Welt zu schaffen!
    Uwe C. Lay/ Pro Theol Blogspot

  2. Wenn die Bun­des­prüf­stel­le ein­mal prü­fen wür­de, wie­viel kin­der- und jugend­ge­fähr­den­des por­no­gra­phi­sches Mate­ri­al im Inter­net frei zugäng­lich ist und hier­ge­gen Maß­nah­men ergrei­fen wür­de, so wür­de sie damit ihren Auf­ga­ben eher gerecht. Wur­de sie nicht genau dafür geschaf­fen? In was für einer ver­kehr­ten und ver­lo­ge­nen Welt leben wir eigentlich?

  3. Man müss­te jetzt aller­dings genau wis­sen, was vor­ge­wor­fen wird und mit offe­nem Visier arbeiten.
    Ich muss geste­hen, dass ich den Film damals so bru­tal fand, dass ich nicht der Mei­nung bin, dass man das zei­gen soll­te — man kann dar­über auch berich­ten, ohne sich die Art der Isla­mi­sten zu eigen zu machen, das alles auch noch in vol­ler Län­ge ins Netz zu stellen.

    Die Isla­mi­sten machen es, um die Welt zu ver­spot­ten, ihre erbärm­li­che Macht zu demon­strie­ren und zu schocken und Angst zu machen. Im Iran haben se im Fern­se­hen über­tra­gen, wie sie Leu­te hin­rich­ten. Mir haben das iran­flücht­lin­ge erzählt und auch wel­che trau­ma­ti­sche Wir­kung das auf das Volk hat­te. Vor allem Gefan­ge­ne wur­den gezwun­gen, sich das anzu­se­hen — Abend für Abend.

    Mich erin­nert das an die Nazis — auch sie haben ihre Unta­ten teil­wei­se gefilmt, hat­ten aber noch soviel Scham­ge­fühl, das nicht öffent­lich zu zeigen. 

    Man kann ja berich­ten, wie schlimm sol­che Besti­en es trei­ben, aber man muss das nicht alles zei­gen — zuviel der „Ehre“ für die­se Satans­hul­di­ger und ihre Höllentaten.

  4. Dies ist eine kla­re zen­su­rie­ren­de Maß­nah­me und dar­über hin­aus eine mit­tel­fri­sti­ge Bedro­hung für die inne­re Sicher­heit Deutschlands.
    Gera­de wird in Bel­gi­en sehr inten­siv und zugleich ver­deckt und ner­vös-beschämt berich­tet (www.rtl.be) über einen brand­ge­fähr­li­chem Skandal:
    In St.-Jean-Molenbeek, einer den ärm­sten und fast nur von Per­so­nen mit mus­li­mi­schen (maghre­bi­ni­schen) Hin­ter­grund bewohn­ten Teil­ge­mein­de von Brüs­sel (130 000Einwohnern) mit gewal­ti­gen sozia­len, öko­no­mi­schen und kri­mi­nel­len Pro­ble­men ( in die­ser Gemein­de star­te­te vor 20 Jah­ren in einer Hin­ter­hof­ga­ra­ge der jet­zi­ge „Kalif von Ost­sy­ri­en und der Levan­te“ sei­ne berüch­tig­tee Kar­rie­re) beschäf­tigt die sozia­li­stisch domi­nier­te Gemein­de­ver­wal­tung allo­chtho­ne Jugend­li­che als „Frie­dens­agen­te“ zur Volks­be­schäf­ti­gung und Deeskalierung.
    Auf Face­book hat jetzt ein die­ser „Frie­dens­agen­te“ sehr breit schwa­dro­niert daß er (sic) „wegen Isra­el die Juden in Bel­gi­en den einen nach den ande­ren mit der Waf­fe umle­gen wird“.
    Daß ist natür­lich Anti­se­mi­tis­mus von der schlimm­sten Sor­te und äusserst gefähr­lich dazu.
    Noch schlim­mer jedoch ist die Reak­ti­on der Gemein­de­ver­wal­tung v. St.-Jean-Molenbeek:
    „Sie denkt dar­über nach, das Arbeits­ver­hält­nis aufzulösen“(sic)
    Die Wahr­heit kann und muß gezeigt werden.
    Das Ver­tu­schen der Wahr­heit endet meist sehr schnell in schul­di­ges Versäum.
    Die Deut­sche soll­ten sich wenig­stens an ihre Ver­gan­gen­heit erinnern.

    • Das hat aber mit der hier ver­han­del­ten Sache nichts zu tun!
      Hal­ten wir den Ball flach.
      Hier geht es doch offen­bar dar­um, dass die in dem Film dar­ge­stell­ten, live gefilm­ten Grau­sam­kei­ten, nicht öffent­lich gezeigt wer­den sollten.

      Ich blei­be dabei — um die Gewalt­tä­tig­keit der Isla­mi­sten unge­schminkt mit­zu­tei­len, bedarf es kei­nes­wegs sol­cher Filme. 

      Bit­te beden­ken Sie doch: wir hat­ten sol­chen Debat­ten auch beim Viet­nam­krieg, bei der Ver­öf­fent­li­chung der ent­spre­chen­den Nazis­film-Dokus etc. etc.. Man hat­te durch­weg ein natür­li­ches Scham­ge­fühl, sol­che Live-Kriegs­ver­bre­chen nicht der Öffent­lich­keit zuzu­mu­ten, jeden­falls im Medi­um des Fil­mes. Die Kon­fron­ta­ti­on über das beweg­te Bild kann, beson­ders für sen­si­ble oder noch unge­fe­stig­te Men­schen, trau­ma­tisch sein.

      Es ist etwas ande­res, dar­über in Text­form zu berichten.

      Aber auch da gab es immer eine Pie­täts­de­bat­te: zum Bei­spiel um das Buch „In Stahl­ge­wit­tern“ von Ernst Jün­ger, der die Grau­sam­kei­ten im Feld (1. Welt­krieg) ganz ana­ly­tisch schilderte.

      Ich den­ke, dass es in die­sem Fall dar­um geht — nicht um das Ver­schwei­gen der IS-Grau­sam­kei­ten, denn das tun auch die welt­li­chen Medi­en nicht.

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