Venedig: Kunsthistoriker protestiert gegen „Moschee“ in der Kirche und ruft die Polizei

Kirche zu Moschee
Kir­che zu Moschee

(Vene­dig) Bei der der­zeit statt­fin­den­den Bien­na­le von Vene­dig wur­de, ohne Wis­sen des Patri­ar­chats, eine katho­li­sche Kir­che in eine Moschee umge­wan­delt (sie­he Bien­na­le von Vene­dig: Moschee in Kir­che instal­liert – „Ein­la­dung an Isla­mi­sten, Kir­chen zu erobern“). Wäh­rend das Patri­ar­chat mit Erklä­run­gen pro­te­stiert, setz­te der katho­li­sche Kunst­hi­sto­ri­ker Ales­san­dro Tam­bo­ri­ni, Pro­fes­sor am Insti­tut für Reli­gi­ons­wis­sen­schaf­ten, ein weit effi­zi­en­te­res Zei­chen des Pro­tests.

Das steu­er­fi­nan­zier­te „Kunst­werk“, ein Bei­trag der Repu­blik Island zur Kunst­aus­stel­lung, wird von den Mos­lems der Gegend seit­her als Moschee benützt. Mehr noch, Mos­lems haben Kir­che und „Kunst­werk“ usur­piert und die Kon­trol­le über das Gebäu­de über­nom­men.

Die „Inter­ak­ti­on“ wird vom Schwei­zer Künst­ler und dem islän­di­schen Kul­tur­mi­ni­ster als „Auf­for­de­rung zum Dia­log“ begrüßt. Weder vom skan­di­na­vi­schen Staat noch vom Künst­ler ist für die Pro­fa­nie­rung der katho­li­schen Kir­che San­ta Maria del­la Miser­i­cor­dia — katho­li­sche Kir­chen sind im Unter­schied zu isla­mi­schen Moscheen geweih­te Orte — ein Wort des Bedau­erns oder der Ent­schul­di­gung zu hören. Die Katho­li­sche Kir­che scheint eine fik­ti­ve Bring­schuld zu haben, die mit einer sol­chen Selbst­ver­ständ­lich­keit vor­aus­ge­setzt wird, daß sie nicht ein­mal einer Erwäh­nung bedarf.

Das Patri­ar­chat erhob schar­fen Pro­test gegen den Miß­brauch. Daß sich die Kir­che seit den 1970er Jah­ren in Pri­vat­be­sitz befin­det, kom­pli­ziert die Ange­le­gen­heit und die Ein­griffs­mög­lich­kei­ten des zustän­di­gen Bis­tums.

Zutritt mit Schuhen zu „Kunstpavillon“ verweigert

Inschrift über dem Portal der venezianischen Kirche, die zur Moschee umgewandelt wurde
Inschrift über dem Por­tal der vene­zia­ni­schen Kir­che, die zur Moschee umge­wan­delt wur­de

Der in Uni­ver­si­täts­krei­sen bekann­te Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­ler Ales­san­dro Tam­bo­ri­ni woll­te sich den „Skan­dal“ per­sön­lich anschau­en. Am Ein­gang zur Kir­che, rec­te zum „Kunst­werk“, wur­de er von Mos­lems ange­hal­ten, sich die Schu­he aus­zu­zie­hen, da er „eine Moschee“ betre­te. Als sich Tam­bo­ri­ni wei­ger­te, weil das kei­ne Moschee, son­dern eine katho­li­sche Kir­che sei, wur­de ihm von den Mos­lems der Ein­tritt ver­wei­gert. Tam­bo­ri­ni rief dar­auf kurz ent­schlos­sen die Poli­zei und stell­te damit öffent­lich klar, daß es sich hier um einen Miß­brauch und einen Angriff gegen die katho­li­sche Kir­che und deren Gläu­bi­ge han­delt.

„Pro­fes­sor Tam­bo­ri­ni lie­fer­te mit sei­ner muti­gen Ent­schei­dung ein Bei­spiel, wie man in sol­chen Situa­tio­nen von mehr oder weni­ger ver­hüll­ten Angrif­fen gegen das Chri­sten­tum im Rah­men von Lega­li­tät reagie­ren soll­te“, so Mes­sa in Lati­no.

Tam­bo­ri­ni lebt in Vene­dig und lehrt Kunst­ge­schich­te der Anti­ke und des Mit­tel­al­ters. Aus­län­di­sche Freun­de hat­ten ihn infor­miert, daß ihnen der Zutritt zum „islän­di­schen Pavil­lon“ der Bien­na­le ver­wei­gert wur­de, weil sie sich gewei­gert hat­ten, die Schu­he aus­zu­zie­hen. Tam­bo­ri­ni begab sich vor Ort zu sei­nen Freun­den und ver­such­te den „Pavil­lon“ zu betre­ten, wobei er den gesam­ten Vor­gang fil­men ließ.

„Ist das ein Kultort? Respekt vor Wem und Was?“ — Island verweigert Antwort

„Mir wur­de der Ein­tritt ver­wei­gert, da ich mir die Schu­he nicht aus­zog. Ich stell­te fol­gen­de Fra­ge: ‚Ist das ein Kult­ort?‘ Sie bejah­ten und ver­wei­ger­ten mir ‚aus Respekt‘ den Zutritt. Ich frag­te daher, auf­grund wel­chen ‚Respek­tes‘ und wofür: Wegen des viel­leicht zu teu­ren Tep­pichs? Oder weil es sich um einen isla­mi­schen Kult­ort han­delt? Im Inne­ren bete­ten näm­lich Mos­lems. Oder weil es sich um einen katho­li­schen Kult­ort han­delt? Das Aus­zie­hen der Schu­he ist eine kul­ti­sche Hand­lung. Wenn es sich um einen Kunst­pa­vil­lon han­delt, dann ist der Zwang zu die­ser Hand­lung schwer­wie­gend. Wer in einem isla­mi­schen Land aus künst­le­ri­schem oder kul­tu­rel­lem Inter­es­se eine Moschee besu­chen will, wird sich an die gebo­te­nen Regeln anpas­sen, umge­kehrt, wer in Ita­li­en eine Kir­che besu­chen will. Das kann aber nicht für eine Kunst­aus­stel­lung gel­ten, die zudem noch als Pro­vo­ka­ti­on gedacht ist, wofür der Künst­ler Büchel ja hin­läng­lich bekannt ist“, so Tam­bo­ri­ni.

„Welches Recht haben Isländer in Venedig Zutritt zu verbieten und Kirchen in Moscheen umzuwandeln?“

Gegen­über Jour­na­li­sten erklär­te Tam­bo­ri­ni anschlie­ßend: „Es ist abzu­leh­nen und zu ver­ur­tei­len, daß die Grund­rech­te eines Bür­gers die­ses Lan­des von Mos­lems und Pseu­do­künst­lern ein­ge­schränkt wer­den kön­nen, die mit Sicher­heit weder Respekt noch Dia­log för­dern, son­dern unnö­tig Spal­tung und Span­nun­gen pro­vo­zie­ren. Die Schlag­zei­len die­ser Tage in den Medi­en spre­chen eine kla­re Spra­che: die schar­fe Stel­lung­nah­me des Patri­ar­chats, weil eine Kir­che ohne jede Erlaub­nis in eine Moschee umge­wan­delt wur­de. Zudem wüß­te ich nicht, wel­che Befug­nis die Islän­der hät­ten, um ita­lie­ni­schen oder aus­län­di­schen Bür­gern den Zutritt zu einem öffent­li­chen Ort zu ver­bie­ten. Und wel­ches Recht haben die Islän­der, eine Kir­che in Vene­dig in eine Moschee umzu­wan­deln? Denn um eine Moschee han­delt es sich in jeder Hin­sicht. Die Mos­lems beten dar­in, zwin­gen ihre Regeln auf, hal­ten sie fak­tisch besetzt. Sie haben bereits ange­kün­digt, im ‚Pavil­lon‘ Rama­dan zu fei­ern. Wur­de die­se Kult­stät­te von der Prä­fek­tur erlaubt? Ist der Quä­stor dar­über infor­miert? Die Stadt­ver­wal­tung? Ich habe die Poli­zei geru­fen und Anzei­ge erstat­tet.“

Isländische Pavillon-Leiterin erlaubt nach Protest beschuhten Zutritt — Kunsthistoriker lehnt ab: „Fragen nicht beantwortet“

Unterdessen haben die Moslems im Namen der Freiheit der Kunst eine Kirche usurpiert und wollen darin Ramadan feiern
Unter­des­sen haben die Mos­lems mit islän­di­scher Ein­tritts­kar­te „im Namen der Frei­heit der Kunst“ eine Kir­che usur­piert und wol­len dar­in Rama­dan fei­ern

Nach schar­fen Wor­ten des Kunst­hi­sto­ri­kers, ange­rück­ter Poli­zei und lan­gen Dis­kus­sio­nen erteil­te die islän­di­sche Direk­to­rin des „Pavil­lons“ Tam­bo­ri­ni „aus­nahms­wei­se“ die Erlaub­nis, beschuht und in ihrer Beglei­tung das Gebäu­de zu betre­ten. „Ich lehn­te ab, denn es ging ja nicht nur um mei­ne Rech­te. Zahl­rei­chen ande­ren Per­so­nen war bereits der Zutritt ver­bo­ten wor­den und nach mir wür­de das­sel­be erneut pas­sie­ren. Vor allem aber wei­ger­te sie sich, auf mei­ne Fra­gen zu ant­wor­ten: Ist das ein Kult­ort? Respekt vor Was und Wem? Eine Wei­ge­rungs­hal­tung, die zu ver­ur­tei­len ist, weil sie nicht den Dia­log för­dern, son­dern pro­vo­zie­ren und spal­ten will.“

Tam­bo­ri­ni wei­ter: „Respekt schul­den die Mos­lems und die Islän­der, die Gäste in unse­rem Land sind, uns. Ich tei­le die Stel­lung­nah­me des Patri­ar­chats und kann nur bedau­ern, daß gera­de eine Stadt wie Vene­dig, die histo­risch immer ein Ort der Begeg­nung ver­schie­de­ner Kul­tu­ren und auch reli­giö­ser Tra­di­tio­nen war, zum Schau­platz einer sol­chen Respekt­lo­sig­keit vor der Iden­ti­tät ande­rer, der unse­ren gewor­den ist. Respekt ver­langt, daß man zuerst an die Tür klopft, bevor sie öff­net. Islän­der und Mos­lems haben ohne jeden Respekt und ohne um Erlaub­nis zu fra­gen, eine Kir­che in eine Moschee umge­wan­delt. Auf die­ser Grund­la­ge ist es schwie­rig, einen inter­re­li­giö­sen Dia­log zu füh­ren. Die Pseu­do­künst­ler sind bekannt dafür, daß sie nicht fra­gen. Der Islam ist eben­so bekannt dafür, daß er nicht um Erlaub­nis fragt. Um so erstaun­li­cher, daß die Islän­der eine sol­che Hal­tung noch för­dern.“

Die Islän­der besit­zen die Respekt­lo­sig­keit, die geweih­te Kir­che einer ande­ren Stadt, in der sie Gast sind, in eine Moschee umzu­wan­deln, aber die islän­di­sche Pavil­lon-Lei­te­rin wei­gert sich, auf die Fra­gen Tam­bo­ri­nis zu ant­wor­ten, ob der Pavil­lon ein Kult­ort sei und wenn ja, wes­sen Kult­ort. „Da sie eine katho­li­sche Kir­che, also einen Kult­ort, miß­brau­chen, wagen sie die­se Fra­ge nicht zu beant­wor­ten, denn mit wel­chem Recht könn­ten sie ‚Respekt‘ für einen isla­mi­schen Kult­ort ein­for­dern, wenn sie selbst soeben dafür einen katho­li­schen Kult­ort geschän­det haben“, so Tam­bo­ri­ni. „Ich erwar­te mir, daß der Prä­fekt und die zustän­di­gen staat­li­chen Stel­len die ita­lie­ni­sche Ver­fas­sung und die Rech­te der ita­lie­ni­schen Staats­bür­ger schüt­zen.“

Inzwi­schen ließ der Kunst­hi­sto­ri­ker über einen Rechts­an­walt Anzei­ge gegen den Eigen­tü­mer der Kir­che und den Ver­an­stal­ter der Bien­na­le erstat­ten.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

10 Kommentare

  1. Ohne juri­stisch beson­ders ver­siert zu sein, sagt einem doch schon der gesun­de Men­schen­ver­stand, dass sich hier etwas ange­maßt wird, was nicht gedul­det wer­den kann.
    Aber auch der „gesun­de Men­schen­ver­stand“ gilt mitt­ler­wei­le nicht mehr als aner­kann­tes Kri­te­ri­um, nach denen man eine Situa­ti­on bewer­ten dürf­te.
    Im Gegen­teil — er ist in Miss­kre­dit gera­ten, absicht­lich. Denn allein ihn schon zu erwäh­nen, ruft Abwehr und sein Lächer­lich­ma­chen her­vor.
    Ich weiß es nicht; gibt es eigent­lich einen gehar­nisch­ten und unüber­hör­ba­ren Pro­test der Bür­ger Vene­digs und Ita­li­ens? Von der Poli­tik gar nicht zu reden?
    Oder ist es wirk­lich so, wie es den Anschein hat?
    Dass näm­lich die Men­schen der­art des­in­ter­es­siert oder teil­nahms­los gewor­den sind und über sich bestim­men las­sen und hin­neh­men, was ande­re ent­schei­den — mit weni­gen Aus­nah­men.
    Die­se Aus­nah­me heißt in die­sem Fall Ales­san­dro Tam­bu­ri­ni.
    Sei­nen Titel möch­te ich jetzt aus­nahms­wei­se weg­fal­len las­sen, er hat auf­be­gehrt, ein­fach nur so.

  2. Bei der „Christ­li­chen Mit­te“ ist ein Buch mit dem Titel: „Moscheen in Deutsch­land — Stütz­punk­te isla­mi­sche Erobe­rung“ erhält­lich. Der Titel sagt im Grun­de genom­men bereits Alles. Wenn nun wie in Vene­dig mit islamisch-„künstlerischer“ Hin­ter­list eine geweih­te röm. katho­li­sche Kir­che gleich­sam im koope­rie­ren­den islamisch-„künstlerischen“ Hand­streich genom­men und damit die Ewi­ge Wahr­heit Jesus Chri­stus ver­höhnt wird, so belegt dies die kaum zu fas­sen­de — fast schon als vor­sätz­lich zu bezeich­nen­de — Nai­vi­tät gewis­ser „Dia­lo­gi­sie­ren­den“ inner­halb der Kir­che und auch eine gewis­se Hilf­lo­sig­keit ange­sichts der Ziel­stre­big­keit der Irr­leh­re Islam Rich­tung Welt­herr­schaft. Der Kunst­hi­sto­ri­ker han­delt vor­bild­lich; die für die Kir­che zustän­di­gen kirch­li­chen Wür­den­trä­ger — und als Prie­ster „zwei­ten Chri­stus­se“ — ver­sa­gen ein­mal mehr auf gan­zer Linie. Das so von der sich ein­mal mehr über­le­gen vor­kom­men­den Irr­leh­re Islam Vor­ge­führt­wer­den der katho­li­schen Kir­che wird immer pein­li­cher und gleich­zei­tig bedroh­li­cher.
    Aus dem Inhalt des besag­ten Buches:
    -
    Moscheen sind kei­ne Got­tes­häu­ser, son­dern „Orte der Nie­der­wer­fung“ vor dem fal­schen Gott, dem Göt­zen Allah. — Wie vie­le Moscheen gibt es in Deutsch­land? — Bau­recht­li­che Vorraus­set­zun­gen; Ver­stel­lung, Lüge und Täu­schung bei Bau­an­trä­gen für Moscheen und Mina­ret­te — DITIB-Moscheen: anti-deutsch und anti-christ­lich; Orte des tür­ki­schen Geheim­dien­stes — Tarn­ge­spinst des Moschee- Trä­gers IGMG.
    Erfolg­rei­cher Wider­stand gegen Muez­zin­ru­fe — Geheim­or­den unter Moschee- Ver­ei­nen — Was ver­ste­hen Mus­li­me unter inter­re­li­giö­sem Dia­log? — Ober­bür­ger­mei­ster in Wolfs­fal­len — Mosche­em unter Beob­ach­tung des Ver­fas­sungs­schut­zes — Anschlä­ge von Mus­li­men auf Moscheen.
    Gemein­sa­mes Ziel aller Mus­li­me in Deutsch­land — Das deut­sche Kali­fat — Kei­ne Reli­gi­ons­frei­heit im Islam — Was ver­ste­hen Mus­li­me unter Tole­ranz und Inte­gra­ti­on? — Isla­mi­sche Stra­te­gie der Erobe­rung Deutsch­lands — und vie­le ande­re The­men.
    -

  3. Naja — die­se Kir­che ist aber doch schon in den 70er Jah­ren des 20. Jh pro­fa­niert und an Pri­vat­eig­ner ver­ge­ben wor­den. Und man hat das total ver­gam­mel­te Gebäu­de auch schon als Kulis­se für einen Hor­ror­film genutzt — ohne Pro­te­ste von irgend­ei­ner Sei­te. Allei­ne dadurch schon ist der Ort ent­weiht und kei­ne Kir­che mehr…

    Wenn Tam­bu­ri­ni im O‑Ton behaup­tet: „Islän­der und Mos­lems haben ohne jeden Respekt und ohne um Erlaub­nis zu fra­gen, eine Kir­che in eine Moschee umge­wan­delt“, dann ist das sach­lich nicht rich­tig.

    Es ist eine kri­ti­sche Fra­ge wert, wie es eigent­lich kom­men konn­te, dass die Kir­che die­ses Gebäu­de pro­fa­nie­ren und ver­kau­fen ließ! Und wie es mög­lich war, dort Hor­ror­fil­me zu dre­hen! Aber die stellt kei­ner der Dau­er-Empör­ten!

    Mit sol­chen Aktio­nen machen sich Katho­li­ken immer lächer­li­cher. Es ist rich­tig­ge­hend pein­lich! Noch ein paar sol­che unsach­li­chen Aktio­nen und wir haben end­gül­tig ver­spielt.

    Das Schlimm­ste in der gan­zen Mise­re ist dann wirk­lich noch das unqua­li­fi­zier­te, selbst­ge­rech­te Getue psdeu­do­from­mer Katho­li­ken!

    Man gibt der Welt tau­send Signa­le in Rich­tung Islam — zuletzt F. in den vati­ka­ni­schen Gär­ten, und dann plu­stert man sich wie­der so auf. Das passt doch alles nicht zusam­men, und die isla­mi­sche Welt muss uns für ent­we­der bekloppt oder dop­pel­zün­gig hal­ten.

    Ent­we­der wir hal­ten unse­re Kir­chen­ge­bäu­de ERST MAL SELBST IN EHREN oder wir müs­sen akzep­tie­ren, dass dann ande­re die­ses Gebäu­de auf ihre Wei­se in Ehren hal­ten.
    Eine pro­fa­nier­te Kir­che ist kei­ne Kir­che mehr.
    Das gabs auch bei uns — nach der Refor­ma­ti­on oder aus ande­ren Grün­den sind unzäh­li­ge Kir­chen­ge­bäu­de pro­fa­niert oder umge­wid­met wor­den, als Heu­scheu­ern, als Pfer­de­stäl­le, als Schup­pen und Lager­häu­ser, im besten Fall als Muse­en.
    Es hat der­hal­ben nie ein beson­de­res Gekrei­sche gege­ben — man wuss­te, dass die Haupt­schuld bei denen lag, die die Ent­wei­hung der Kir­che zuge­las­sen und akzep­tiert, womög­lich sogar aktiv betrie­ben haben.

    Und dass der Akteur der Pro­fa­nie­rung und Ent­wei­hung — längst bevor ein Mus­lim kam — die wer­te Chri­sten­heit selbst war — das ist der eigent­li­che Skan­dal an der Sache!

    Split­ter und Bal­ken — das soll­ten wir manch­mal auch im Umgang mit Mus­li­men und Pro­te­stan­ten erken­nen!

    • Schon in der ersten Ver­öf­fent­li­chung von katholisch.info vom 12. Mai las ich nichts dar­über, dass dort je ein Hor­ror­film gedreht wur­de.
      Aber selbst, wenn das gesche­hen wäre ‑unge­heu­er­lich genug- so macht es des­halb die­ses neu­er­li­che Ver­ge­hen nicht ent­schuld­ba­rer.
      Eine Sün­de lässt sich nicht durch eine dar­auf­fol­gen­de unge­sche­hen machen.
      Die Kir­che, so steht es im Erst­be­richt, wur­de „nie ent­weiht“, son­dern „ist für den Kul­tus geschlos­sen.“
      Die­ser gan­ze Vor­fall zeugt von einem unge­heu­ren Man­gel an Respekt und Sen­si­bi­li­tät sei­tens der Ver­ant­wort­li­chen.
      Auf die­se Wei­se bekämpft man nicht eine ver­mu­te­te Isla­mo­pho­bie, im Gegen­teil:
      Ohn­macht, Hass­ge­füh­le auf der einen Sei­te und Tri­umph und die Erfah­rung von Macht und Über­le­gen­heit auf der ande­ren!
      Was könn­te dar­aus Gutes ent­ste­hen?
      Nein, die Ent­schei­dung, sich über jeg­li­che reli­giö­sen Gefüh­le hin­weg­zu­set­zen, solch ein Ver­hal­ten emp­fin­de ich als eine Art Ver­ge­wal­ti­gung.

      • Die­se Kir­che wur­de also pri­va­ti­siert und stand jahr­zehn­te­lang leer und wur­de im geweih­ten Zustand erhal­ten allein zu dem Zweck, sie zu put­zen?
        Wie wur­de die Kir­che fast ein hal­bes Jahr­hun­dert lang genutzt?
        Was steht im Ver­trag zwi­schen dem Patri­ar­chat Vene­dig und dem Käu­fer?
        Solan­ge es kei­ne Ant­wort auf die­se Fra­gen gibt, habe ich den Ver­dacht, dass mit die­ser Kir­che etwas nicht rich­tig gelau­fen ist schon vor ihrer Isla­mi­sie­rung.

      • Infos über die Kir­che gibt es hier: http://www.churchesofvenice.co.uk/cannaregio2.htm#santamarval

        Spe­zi­ell zu dem von mir Vor­ge­tra­ge­nen das (Kir­che heißt auch San­ta Maria Val­ver­de bzw. S.M. del­la miser­i­cor­dia:

        „The church in fic­tion
        The church is one of the important and recur­ring loca­ti­ons in Hea­ther Redding’s 2014 novel Ste­aling Veni­ce. Fic­tio­n­al ele­ments inclu­de the church being open and a Madon­na and Child by Cima da Cone­glia­no.

        The church in film
        Apart from appearing in Moon­ra­ker, Klaus Kin­ski in Nos­fe­ra­tu in Veni­ce cha­ses a blon­de vic­tim into the door­way here and one of the many fun­e­rals in the tacky Ita­li­an hor­ror film Nero Vene­zia­no hap­pens here too, as does Summertime’s show­down at the end. The addi­ti­on of a side ent­ran­ce to the right of the church’s faça­de also allo­ws Casa­no­va access to the nuns of San Zac­ca­ria in a film cal­led Infan­zia, voca­zio­ne e prime espe­ri­en­ze di Gia­co­mo Casa­no­va, Vene­zia­no.

        Ope­ning times
        The church has been deco­n­se­cra­ted and emp­ty for deca­des now.“

        Also: Freund Klaus Kin­ski hat dort Hor­ror gedreht! Und nicht nur er…

        Über wel­che „Gefüh­le“ setzt sich also nun heu­te die­se Instal­la­ti­on hin­weg, die nicht schon vor­her mit Füßen getre­ten wor­den wären?!

        Und sehen Sie sich bit­te die Fotos von dem total her­un­ter­ge­kom­me­nen Gebäu­de an! Es hat was, in einem sol­chen Hor­ror­bau nun eine vir­tu­el­le Moschee ein­zu­rich­ten!
        Schät­ze mal, die Mus­li­me wür­den das gar nicht mit­ma­chen, wenn das Gebäu­de NICHT in die­sem anti­christ­li­chen Zustand wäre… und das seit Jahr­zehn­ten…

    • Für den Radi­kal­mus­lim dürf­ten an sich aber auch die noch erhal­te­nen christ­li­chen Sym­bo­le und Wand­ma­le­rei­en genü­gen, die ja trotz Dreck und Gam­mel immer noch gut zu sehen sind .…

      • Sie haben zwar recht, dass, wenn man die­ses Kir­chen­ge­bäu­de auch nur halb­wegs in Ehren hal­ten wür­de, die Mus­li­me es nicht so leicht hät­ten, und auch, dass es Heu­che­lei ist, sie zum Feu­er- oder auch zum Dreh­ort ver­kom­men zu las­sen, und sich dann über die logi­sche Kon­se­quenz auf­zu­re­gen!
        Aber wie kom­men Sie eigent­lich dar­auf, dass nur Radi­kal­mos­lems sich an den Wand­ma­le­rei­en stö­ren wür­den, und nicht nahe­zu jeder, mit eni­gen weni­gen Aus­nah­men?

      • … weil die Radi­kal­mus­li­me es sicher­lich bein­hart ernst neh­men mit dem Bil­der­ver­bot, erst recht, wenn es auch noch Bil­der sind, die den christ­li­chen Glau­ben ver­herr­li­chen wol­len.

        Ich ken­ne aber auch Mus­li­me, die mode­rat und kom­pro­mis­s­ori­en­tiert sind, meist selbst nicht so rich­tig Bescheid über ihre Reli­gi­on wis­sen oder tole­ran­te­ren Tra­di­tio­nen fol­gen wie im ehe­ma­li­gen Bos­ni­en (heu­te dort auch nicht mehr so — zuviel Petro­dol­lars aus einem gewis­sen Wüsten­reich finan­zie­ren die isla­mi­sti­sche Bil­dung dort…) und das Gan­ze mehr als kul­tu­rel­len Kla­mauk auf­neh­men wür­den und sich die Bil­der sonst wo vor­bei­ge­hen las­sen wür­den — sie sind nicht alle so, wie sie hier oft dar­ge­stellt wer­den. Vie­le sind sogar ein­fach nur auf­rich­tig Suchen­de. Wir soll­ten sie lie­ben und um sie wer­ben — wenn sie sich nun schon in die­ser Ex-Kir­che ein­fin­den: war­um nicht offen­si­ve Kathol­in­fo machen? War­um nicht offen­siv jeden Tag vor der Kir­che den Rosen­kranz beten und ein­la­den dazu, ihn zu erklä­ren — das darf man als Katho­lik über­all, auch an einem so schwie­ri­gen Ort.

        Ich mei­ne, wir soll­te da eher posi­tiv und wert­schät­zend reagie­ren und zu dem Glau­ben ste­hen, den wir haben, anstatt die Poli­zei zu rufen, unge­rech­te Urtei­le zu fäl­len und Men­schen zu ver­ur­tei­len, die wahr­schein­lich von dem gan­zen Affen­zir­kus „dahin­ter“ gar nichts wis­sen. Die Mus­lims sind nicht alle „ver­schwo­ren“. Vie­le sind so ein­sam und ver­lo­ren! Seht ihr das denn hier über­haupt nicht?!

        Das in der Ex-Kir­che ist doch eine poli­tisch erwünsch­te Insze­nie­rung und hat mit ech­ter Fröm­mig­keit nichts zu tun — auch nicht mit isla­mi­scher.

        „Macht euch Freun­de mit dem schnö­den Mam­mon“ sag­te Jesus einst. Und: „Die Hei­den sind klü­ger als ihr!“

        Die­ser ver­bis­se­ne Tra­di­ka­tho­li­zis­mus macht wirk­lich sehr oft mehr kaputt als er auch nur irgend­ei­nem Frem­den klar­ma­chen könn­te, was unser Glau­be für eine gro­ße, gro­ße Hoff­nung ist!
        Ich weiß es genau, dass es das wäre, wonach auch die Mus­li­me suchen. Vie­le von ihnen rufen regel­mä­ßig Maria um Für­spra­che an, weil ihre Reli­gi­on ihnen nicht das gibt, was sie bräuch­ten.

        Sind wir die­sen Men­schen, die die­sel­be Beru­fung haben wie wir, wah­re Zeu­gen Chri­sti?

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