Die versenkte Öko-Enzyklika — Papst Franziskus und seine „Baustellen“

Papst Franziskus und sein Ghostwriter Victor Manuel Fernandez
Papst Fran­zis­kus und sein Ghost­wri­ter Vic­tor Manu­el Fer­nan­dez

(Rom) Die ange­kün­dig­te und seit Wochen fer­tig­ge­stell­te Öko-Enzy­kli­ka wur­de laut dem Vati­ka­ni­sten San­dro Magi­ster zurück­ge­zo­gen und ein­ge­stampft. Grund dafür sei, so der Vati­ka­nist, daß Papst Fran­zis­kus sich wohl bewußt wur­de, daß der der­zei­ti­ge Text kei­ne Chan­ce hät­te, die Prü­fung durch die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on unter Lei­tung von Kar­di­nal­prä­fekt Ger­hard Mül­ler zu bestehen. Kar­di­nal Mül­ler dürf­te dem Papst zu ver­ste­hen gege­ben haben, daß der Ent­wurf unan­nehm­bar ist.

Am 28. April bei der umstrit­te­nen Kli­ma-Tagung der Päpst­li­chen Aka­de­mie der Sozi­al­wis­sen­schaf­ten schien alles noch per­fekt. UNO-Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki-moon war eigens in den Vati­kan gekom­men, um mit Papst Fran­zis­kus zusam­men­zu­tref­fen. Im Anschluß hielt er die Eröff­nungs­re­de und konn­te damit sicher­stel­len, daß der Tagungs­zug auf den gewünsch­ten poli­tisch kor­rek­ten Gelei­sen rollt.

UNO-Generalsekretär als „Vatikansprecher“

Bei der Pres­se­kon­fe­renz nach der Audi­enz bei Fran­zis­kus zeig­te sich Ban Ki-moon opti­mi­stisch. Er kön­ne zwar „nicht im Namen des Pap­stes spre­chen“, sei aber über­zeugt, daß die ange­kün­dig­te Öko-Enzy­kli­ka „gro­ße Wir­kung“ haben wer­de. Das leg­te die Annah­me nahe, daß der UNO-Gene­ral­se­kre­tär den Inhalt der geplan­ten Enzy­kli­ka bereits kann­te. In sei­ner anschlie­ßen­den Eröff­nungs­re­de bei der Kli­ma­ta­gung trat Ban Ki-moon dann aber wie ein Vati­kan­spre­cher auf und gab bekannt, daß die Öko-Enzy­kli­ka bereits fer­tig­ge­stellt sei, gera­de in alle wich­ti­gen Spra­chen über­setzt wer­de und der Papst die Kli­ma-Agen­da der UNO unter­stüt­ze. „Im Juni“, so der UNO-Gene­ral­sek­tre­tär, erfol­ge die Ver­öf­fent­li­chung.

Die umstrit­te­ne Koope­ra­ti­on von Tei­len der Kir­che mit der UNO und deren Ideo­lo­ge­men zu Kli­ma­wan­del und Über­be­völ­ke­rung ist inten­siv: Haupt­re­fe­rent des­sel­ben Tages war Jef­frey Sachs, ein fana­ti­scher Anhän­ger der Gebur­ten­kon­trol­le. Der ehe­ma­li­ge Chef­öko­nom der UNO und nun­meh­ri­ge Direk­tor des UN Sustainab­le Deve­lo­p­ment Solu­ti­ons Net­work sowie koop­tier­tes Mit­glied der Päpst­li­chen Aka­de­mie der Sozi­al­wis­sen­schaf­ten soll direkt an der Aus­ar­bei­tung der Öko-Enzy­kli­ka mit­ge­wirkt haben. Das könn­te Ban Ki-moons Kennt­nis­stand zum Inhalt der Enzy­kli­ka erklä­ren.

Autor Fernández, Co-Autoren Jeffrey Sachs und Erwin Kräutler?

Ban Ki-moon, George Soros, Jeffrey Sachs
Ban Ki-moon, Geor­ge Soros, Jef­frey Sachs

Ein wei­te­rer Co-Autor der Enzy­kli­ka soll der öster­rei­chi­sche Ama­zo­nas-Bischof Erwin Kräut­ler sein, der in Euro­pa vor allem als lin­ker „Gut­mensch“ bekannt wur­de und im Vor­jahr durch das Pro­jekt Ama­zo­nas-Werk­statt von sich reden mach­te. Dabei han­delt es sich um die Absicht, unter Ver­weis auf den Prie­ster­man­gel, das zöli­ba­tä­re Wei­he­prie­ster­tum auf­zu­he­ben. Die Wei­he ver­hei­ra­te­ter Män­ner steht ganz oben auf Kräut­lers Agen­da. Der Öster­rei­cher, der sich wei­gert, um Prie­ster­be­ru­fun­gen zu beten, und statt des­sen lie­ber für struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen kämpft, könn­te sich auch ein Frau­en­prie­ster­tum vor­stel­len.

Koor­di­na­tor und Chef­re­dak­teur der Öko-Enzy­kli­ka ist jedoch der Ghost­wri­ter des Pap­stes, Titu­lar­erz­bi­schof Vic­tor Manu­el Fernán­dez. Der Argen­ti­ni­er ist Rek­tor der Päpst­li­chen Katho­li­schen Uni­ver­si­tät von Bue­nos Aires. Bereits für Erz­bi­schof Jor­ge Mario Kari­di­nal Ber­go­glio von Bue­nos Aires schrieb Fernán­dez die Tex­te. Eine Zusam­men­ar­beit, die sich nach der Papst­wahl fort­setz­te.

Im Gegen­zug ist Ber­go­glio der Haupt­mentor von Fernán­dez, den er als Pri­mas von Argen­ti­ni­en gegen gro­ße Wider­stän­de als Rek­tor der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät durch­setz­te und den er nach sei­ner Wahl zum Papst sofort mit der Wür­de eines Erz­bi­schofs aus­zeich­ne­te. Eine demon­stra­ti­ve Geste, um allen sei­ne Wert­schät­zung zu signa­li­sie­ren.

Milleniumsziele der Eliten

Die Zurück­nah­me des bereits zur Ver­öf­fent­li­chung fer­tig­ge­stell­ten Tex­tes der Öko-Enzy­kli­ka scheint schwe­re Beden­ken zu bestä­ti­gen, daß mit der bis­he­ri­gen Form eine Unter­wer­fung der Katho­li­schen Kir­che unter die UNO-Mill­en­ni­ums­zie­le beab­sich­tigt war. Eine Unter­wer­fung unter die „Nacht­hal­tig­keits­theo­rie“ mit ihrer umstrit­te­nen Behaup­tung, die Erd­er­wär­mung sei vom Men­schen durch erhöh­ten CO2-Austoß ver­ur­sacht und kön­ne daher auch vom Men­schen, durch ein­schnei­den­de Ein­grif­fe in die Wirt­schaft und immensen Finanz­auf­wand kor­ri­giert wer­den; eben­so unter die nicht min­der umstrit­te­ne Behaup­tung, der Mensch sei der größ­te Feind der Erde und bedro­he deren Exi­stenz durch Über­be­völ­ke­rung, wes­halb eine radi­ka­le Bevöl­ke­rungs­de­zi­mie­rung not­wen­dig sei, die von der UNO welt­weit durch För­de­rung von Ver­hü­tung, Abtrei­bung, künst­li­cher Befruch­tung, Eutha­na­sie und Homo­se­xua­li­sie­rung betrie­ben wird.

San­dro Magi­ster schreibt zum Stopp für die Öko-Enzy­kli­ka:

Und das soll der Vetrauenstheologe des Papstes sein?

Erzbischof Fernandez
Erz­bi­schof Fer­nan­dez

„Im ‚magi­schen Zir­kel‘ der eng­sten Ver­trau­ten von Papst Fran­zis­kus ist Vic­tor Manu­el Fernán­dez, Rek­tor der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Argen­ti­ni­ens mit Sitz in Bue­nos Aires sowie Titu­lar­erz­bi­schof des unter­ge­gan­ge­nen Metro­po­litan­sit­zes Tibur­nia, mit Sicher­heit die Num­mer Eins.

Zumin­dest war er bis gestern [Mon­tag] die Num­mer Eins. Denn sein Inter­view, das am Sonn­tag, dem 10. Mai vom Cor­rie­re del­la Sera ver­öf­fent­licht wur­de, könn­te den Anfang sei­nes Unter­gangs besie­gelt haben.

Es genügt, zu lesen, wie er im Inter­view die Römi­sche Kurie und alle Kar­di­nä­le abkan­zelt und von einem Papst als einer Art Hand­lungs­rei­sen­den phan­ta­siert:

‚Die vati­ka­ni­sche Kurie ist kei­ne essen­zi­el­le Struk­tur. Der Papst könn­te auch außer­halb Roms woh­nen, ein Dikaste­ri­um in Rom haben und ein ande­res in Bogo­tá und sich viel­leicht über Video­kon­fe­renz mit den Lit­ur­gie­ex­per­ten ver­bin­den, die in Deutsch­land sit­zen. Was im theo­lo­gi­schen Sinn rund um den Papst  ist, um dem Volk zu die­nen, ist das Kol­le­gi­um der Bischö­fe. […] Sogar die Kar­di­nä­le kön­nen ver­schwin­den im Sin­ne, daß sie nicht wesent­lich sind.‘

Oder wie er sich auf Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, den Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re stürzt:

‚Ich habe gele­sen, daß eini­ge sagen, daß die römi­sche Kurie essen­zi­el­ler Teil der Mis­si­on der Kir­che ist, oder daß ein Prä­fekt im Vati­kan der siche­re Kom­paß ist, der es ver­hin­dert, daß die Kir­che in ein Light-Den­ken ver­fällt; oder daß die­ser Prä­fekt die Ein­heit im Glau­ben sicher­stellt und für eine ernst­haf­te Theo­lo­gie des Pap­stes sorgt. Aber die Katho­li­ken wis­sen, indem sie das Evan­ge­li­um lesen, daß Chri­stus dem Papst zusam­men mit den Bischö­fen eine spe­zi­el­le Füh­rung und Erleuch­tung zuge­si­chert hat und nicht einem Prä­fek­ten oder einer ande­ren Struk­tur. Wenn man sol­che Din­ge hört, dann könn­te man fast den Ein­druck bekom­men, als wäre der Papst nur ihr Ver­tre­ter, oder einer der gekom­men ist, um zu stö­ren und des­halb über­wacht wer­den muß. […] Der Papst ist über­zeugt, daß das, was er geschrie­ben oder gesagt hat, nicht als Irr­tum bestraft wer­den kann. Daher kön­nen künf­tig alle die­se Din­ge wie­der­ho­len, ohne Angst haben zu müs­sen, dafür Sank­tio­nen zu erhal­ten.‘

Das Schö­ne dabei ist: Um vom Rio de la Pla­ta die­se sei­ne ‚Sum­ma‘ zum Besten zu geben, ließ Fernán­dez den Inter­view­er vom Cor­rie­re del­la Sera zwei­mal den Atlan­tik über­que­ren.

Denn er gilt als gro­ßer Theo­lo­ge, mehr noch, als Vetrau­ens­theo­lo­ge von Papst Fran­zis­kus, als sein wich­tig­ster Bera­ter und sein Ghost­wri­ter seit die­ser Erz­bi­schof von Bue­nos Aires war. Im Som­mer 2013 über­sie­del­te er nach Rom, um mit Fran­zis­kus Evan­ge­lii gau­di­um zu schrei­ben. Im ver­gan­ge­nen März kehr­te er für eine Woche wie­der, die sich Fran­zis­kus reser­viert hat­te, um die ange­kün­dig­te Öko-Enzy­kli­ka zu schrei­ben.

Aus San­ta Mar­ta ist jedoch durch­ge­sickert, daß Fran­zis­kus inzwi­schen den Ent­wurf, den Fernán­dez ihm vor­be­rei­te­te, in den Papier­korb gewor­fen hat. Viel­leicht vor­aus­ah­nend, daß Kar­di­nal Mül­ler ih auf alle Fäl­le zer­ris­sen hät­te, sobald er ihn in die Hän­de bekom­men wür­de.

In der Tat, wenn man die publi­zi­sti­sche Tätig­keit des Theo­lo­gen Fernán­dez anschaut, muß man zum Schluß gelan­gen, daß die Kon­gre­ga­ti­on für das katho­li­sche Bil­dungs­we­sen vor eini­gen Jah­ren mit gutem Grund sei­ne Kan­di­da­tur für das Amt des Rek­tors der Uni­ver­sidad Cató­li­ca Argen­ti­na ablehn­te und sich erst nach län­ge­rem Tau­zie­hen 2009 dem Wil­len des dama­li­gen Erz­bi­schofs von Bue­nos Aires beu­gen muß­te.

Saname con tu boca
Fer­nan­dez-Buch: Sana­me con tu boca

Das erste Buch, das der Welt das Genie von Fernán­dez offen­bar­te, ist Sána­me con tu boca. El arte de besar (Hei­le mich durch dei­nen Mund. Die Kunst zu küs­sen), das 1995 im Ver­lag Lumen erschien und vom Autor mit fol­gen­den Wor­ten vor­ge­stellt wur­de:

‚Ich klä­re dich auf, daß die­ses Buch nicht auf der Grund­la­ge mei­ner per­sön­li­chen Erfah­rung geschrie­ben wur­de, son­dern des Lebens der Men­schen die küs­sen. Auf die­sen Sei­ten will ich das Volks­emp­fin­den wie­der­ge­ben, das was die Men­schen emp­fin­den, wenn sie an einen Kuß den­ken, das was die Sterb­li­chen füh­len, wenn sie küs­sen. Aus die­sem Grund habe ich lan­ge mit vie­len Men­schen gespro­chen, die viel Erfah­rung in die­ser Sache haben und auch mit vie­len Jugend­li­chen, die auf ihre Wei­se das Küs­sen ler­nen. Zudem habe ich vie­le Bücher her­an­ge­zo­gen und woll­te auf­zei­gen, wie die Dich­ter über den Kuß spre­chen. So sind, in der Absicht den immensen Reich­tum des Lebens zusam­men­zu­fas­sen, die­se Sei­ten als Plä­doy­er für den Kuß ent­stan­den, von denen ich hof­fe, daß sie dabei hel­fen, bes­ser zu küs­sen, daß sie dich drän­gen, in einem Kuß das Beste dei­nes Seins zu befrei­en.‘

Dann folg­ten wei­te­re Bücher, die mehr sei­ner Rol­le als Theo­lo­ge und Kle­ri­ker ent­spra­chen, wie bei­spiels­wei­se 2006 für den Ver­lag San Pablo das 300-Sei­ten-Werk: Teo­lo­gia espi­ri­tu­al encar­na­da (Fleisch­ge­wor­de­ne spri­tu­el­le Theo­lo­gie).

Doch auch mit die­sem Opus magnum geriet er in den ver­gan­ge­nen Wochen in ein Miß­ge­schick à  la Boc­cac­cio.

Esperanza Mia Telenovela von Canal 13
„Espe­r­an­za mia“, Tele­no­ve­la von Canal 13

In einer mehr­tei­li­gen Sei­fen­oper mit dem Titel Espe­r­an­za mà­a (Mei­ne Hoff­nung), die vom argen­ti­ni­schen Fern­seh­sen­der Canal 13 (El Tre­ce) aus­ge­strahlt wird, ist die Haupt­fi­gur ein jun­ger Prie­ster. Er ver­führt eine Ordens­schwe­ster und beginnt mit ihr eine Lie­bes­af­fä­re. Anlei­tung für die Ver­füh­rung war das zitier­te Buch von Fernán­dez, das in der Tele­no­ve­la mehr­fach gezeigt und des­sen ver­füh­re­risch­ste Pas­sa­gen sogar vor­ge­le­sen wer­den.

Das ist der Hin­ter­grund, vor dem das fre­che Inter­view von Fernán­dez mit dem Cor­rie­re del­la Sera mit einem Fron­tal­an­griff gegen Kar­di­nal Mül­ler statt­fand.

Kar­di­nal Mül­ler ist inzwi­schen wegen sei­ner Aus­sa­ge, das Pon­ti­fi­kat von Fran­zis­kus ‚theo­lo­gisch struk­tu­rie­ren‘ zu wol­len, wie es zu den sta­tu­ta­ri­schen Auf­ga­ben des Glau­bens­prä­fek­ten gehört, zur Ziel­schei­be Num­mer Eins der Ultra­ber­go­glia­ner des ‚magi­schen Zir­kels‘ und von Vati­can Insi­der gewor­den, die seit eini­ger Zeit ziem­lich ner­vös sind.

Und Papst Fran­zis­kus? Müß­te er jetzt zwi­schen Fer­nan­dez und Mül­ler wäh­len, wüß­te er schon selbst, auf wel­che Sei­te er sich zu stel­len hät­te, ohne daß ihm das jemand sagt.“

Soweit der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster.

Der Fernandez-Entwurf liegt im Papierkorb, das Projekt Öko-Enzyklika beibt aber aktuell

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon mit Papst Franziskus
UNO-Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki-moon mit Papst Fran­zis­kus

Und damit hat es auch zu tun, daß Papst Fran­zis­kus die von UNO-Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki-moon vor­ab gelob­te Öko-Enzy­kli­ka von Fernà ndez, Kräut­ler und Jef­frey Sachs in den Papier­korb ent­sorg­te. Die Ent­schlos­sen­heit und Stand­haf­tig­keit des deut­schen Glau­bens­prä­fek­ten, die in sei­ner Regens­bur­ger Ver­gan­gen­heit auch zu Kri­tik geführt hat­te, scheint zum Nut­zen für die Kir­che gegen die Leicht­fü­ßig­keit man­cher zu schnell und zu leicht zu Ehren gekom­me­ner Kle­ri­ker zu wer­den.

Die Öko-Enzy­kli­ka wur­de bereits so oft ange­kün­digt, daß das Pro­jekt nicht ohne Gesichts­ver­lust für den Papst ein­fach in einer Schub­la­de ver­schwin­den könn­te. Das The­ma bleibt damit auf der Tages­ord­nung. Im Raum steht der von UNO-Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki-moon genann­te Erschei­nungs­ter­min im Juni. Wer nun Hand anle­gen und den Inhalt mit­ge­stal­ten darf, muß sich erst zei­gen.

Sagen läßt sich aller­dings bereits, daß Papst Fran­zis­kus mit sei­nem Pro­jekt Öko-Enzy­kli­ka eine wei­te­re Bau­stel­le an einer Klip­pe eröff­net hat. Dem Pro­jekt haf­te­te von Anfang an der Geschmack poli­ti­scher Kor­rekt­heit oder zumin­dest der Schmei­che­lei gegen­über dem Main­stream an. Kei­ne genui­nen Ingre­di­en­zi­en für ein päpst­li­ches Lehr­schrei­ben. Dabei wäre das The­ma von Bedeu­tung und eine päpst­li­che Ori­en­tie­rungs­hil­fe im täg­li­chen Wider­streit unter­schied­li­cher Mei­nun­gen, Schu­len und Ideo­lo­gien für die Men­schen wich­tig.

Text/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/jeffreysachs.org (Screenshot)/Canal 13 (Screenshot)/MiL

43 Kommentare

  1. Eine fro­he Bot­schaft!
    Ich habe mich schon die gan­ze Zeit gefragt, was ein Papst in einer Enzy­kli­ka zu einem natur­wis­sen­schaft­lich umstrit­te­nen The­ma zu sagen weiß, will er nicht die all­ge­mei­ne poli­ti­sche Mei­nung wie­der­ho­len? Das darf er ja ger­ne, er agiert ja sowie­so wie ein Poli­ti­ker. Aber eine Enzy­kli­ka dar­aus zu machen, das wäre doch zu frag­wür­dig gewor­den. Wel­ches Glück!

    • Das sehe ich auch so. Ber­go­gli­os Fähig­kei­ten im Theo­lo­gi­schen sind uns schon klar gewor­den und das ist noch sein eigent­li­ches Feld oder soll­te es wenig­stens sein. Das zu wie­der­ho­len, was die „offi­zi­el­len“ Wis­sen­schaft­ler schrei­ben, wäre in der Tat mehr als nur unnö­tig.

  2. Das ist doch alles Wahn­sinn!

    Unab­hän­gig wie man zu den inhalt­li­chen Fra­gen steht, kann es defi­ni­tiv nicht ange­hen, dass ein Papst sich Tex­te erst von der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on „geneh­mi­gen“ las­sen muss.

    Das ist ein­deu­tig ein Ver­stoß gegen „Pastor aeter­nus“:

    „Die von den Päp­sten ver­kün­det apo­sto­li­sche und Leh­re haben denn auch die alt­ehr­wür­di­gen Väter ohne Aus­nah­me ange­nom­men, und die recht­gläu­bi­gen, hei­li­gen Leh­rer sind ihr ehr­fürch­tig gefolgt. Denn sie wuss­ten zu klar, da der Lehr­stuhl des hei­li­gen Petrus von jedem Irr­tum immer­dar frei blei­ben wer­de.“

    Es ist doch absurd, das Erschei­nen eines päpst­li­chen Lehr­tex­tes der Glau­bens­kon­gra­ga­ti­on zu „unter­wer­fen“, als sei das ein Text eines ande­ren geneh­mi­gungs­be­dürf­ti­gen Katho­li­ken!

    Wohl mag der Prä­fekt raten oder auch mah­nen — aber damit ist sei­ne Auto­ri­tät auch schon been­det. Punkt. Wenn ein Papst sagt: Ich lege die­sen Text der Kir­che vor, dann kann ein Mül­ler über­haupt nichts dage­gen vor­brin­gen! (Vor­aus­ge­setzt der Papst ist über­haupt ein recht­gläu­bi­ger Papst!)
    Alles ande­re ist die tota­le Häre­sie — da braucht man sich nicht zu wun­dern, wenn dann auch sonst jeder macht, was er denkt in einer sol­chen Kir­che!

    • zeit­schnur
      Der Papst nach Ihrem Her­zen wird als erstes den von Paul VI. eli­mi­nier­ten Fuß­kuss wie­der ein­füh­ren als äuße­res Zei­chen der Unter­wer­fung unter das Dog­ma, dass es aller mensch­li­chen Natur zum Hei­le unbe­dingt not­wen­dig ist, dem römi­schen Papst unter­tan zu sein (vgl. „Unam sanc­tam“, 1302).
      „Als es aber geschah, dass Petrus her­ein­kam, ging Kor­ne­li­us ihm ent­ge­gen, fiel ihm zu Füßen und hul­dig­te ihm. Petrus aber rich­te­te ihn auf und sprach: Steh auf! Auch ich bin ein Mensch.“ (Apg 10,25–26)

      • Apg 10,25–26 wer­den Sie ja wohl nicht wider­spre­chen.
        Aber wie sieht es mit dem Fuß­kuss aus. War es gut, dass Papst Paul VI. ihn aus­setz­te, oder sähen Sie ihn ger­ne wie­der ein­ge­führt?

      • Wie gesagt, Leo Lämm­lein, blei­ben Sie ein­fach bei dem, was ich gesagt hat­te.
        Sie sind erstaun­lich schnell bei der Hand, einem ande­ren die absur­de­sten Gedan­ken und Mei­nun­gen zu unter­stel­len.
        Das ist nicht in Ord­nung und Grund für die Nei­gung, jedem Fake aus den USA zu glau­ben.

        Las­sen Sie uns die Kin­de­rei­en ver­ab­schie­den und den Ernst der Lage erfas­sen!
        Nach der Leh­re der Kir­che gilt „Pastor aeter­nus“. Punkt. Lesen Sie das halt ein­mal… dann wis­sen Sie, wo ich ste­he.

        Zur Auto­ri­tät des Pap­stes gehö­ren weder rote Schu­he noch Fuß­küs­se. Das sind zeit­be­ding­te Gebräu­che, die zwar nicht völ­lig gleich, aber auch nicht heils­er­hal­tend sind.

        Neh­men Sie zur Kennt­nis, dass ich kein Tra­di­tio­na­list bin.

      • Mit ‚Pastor aeter­nus‘ habe ich das Pro­blem, dass behaup­tet wird, die dar­in vor­ge­leg­te Leh­re sei schon immer Glau­be der Kir­che gewe­sen. Das ist eine geschicht­li­che Tat­sa­chen­be­haup­tung, die durch die Geschich­te des frü­hen Chri­sten­tums nicht gestützt wird. Das war auch das Pro­blem vie­ler Bischö­fe beim 1. Vati­ka­num, und auch des katho­li­schen Kir­chen­hi­sto­ri­kers Ignaz von Döl­lin­ger,
        Wie kommt es dann zu einer sol­chen Behaup­tung? Durch die­sen Gedan­ken­gang: Wir sind die wah­re Kir­che Jesu Chri­sti und daher vom Hei­li­gen Geist gelei­tet, und da wir schon sound­so­viel Jahr­hun­der­te an den päpst­li­chen Juris­dik­ti­ons­pri­mat und die päpst­li­che Unfehl­bar­keit glau­ben, kann die­ser Glau­be nicht wahr sein, son­dern muss schon immer, über­all und bei allen bestan­den haben, obwohl er nicht oder unzu­läng­lich belegt ist und trotz aller Gegen­zeug­nis­se.

      • @ Leo Lämm­lein

        Okay — das ist nun eine Posi­tio­nie­rung Ihrer­seits, die man erst genau prü­fen muss.

        Die Gegen­ar­gu­men­te der Bischö­fe, die Pro­ble­me hat­ten, muss ich mir erst wie­der genau­er anse­hen.

        Bin also gera­de nicht in der Lage, dazu sofort was Fun­dier­tes zu sagen.

        Grund­sätz­lich aber gab es bei jeder dog­ma­ti­schen Defi­ni­ti­on auch Geg­ner unter den Bischö­fen — inso­fern ist Ihr Stim­men-Argu­ment noch kein Argu­ment auf der Sach­ebe­ne.

        Andern­falls müss­te man anneh­men, dass die Wahr­heit nur dann vor­liegt, wenn Ein­stim­mig­keit vor­liegt.
        Das Loya Djir­ga-Prin­zip aus Afgha­ni­stan … ja, das klingt so schön, wür­de irgend­wie jeden mit­neh­men, ist aber nicht christ­lich und unter­schätzt v.a. das Wir­ken des Bösen…

        Die Wahr­heit — Chri­stus — schei­det immer die Gei­ster .
        Das sag­ten Sime­on und Hann der Got­tes­mut­ter, als sie Jesus im Tem­pel weih­te: An Ihm wer­den sich die Gei­ster schei­den.

        Das haben schon die Pro­phe­ten des AT gesagt: das Wort Got­tes (Chri­stus) ist wie ein zwei­schnei­di­ges Schwert.

      • zeit­schnur
        „Das sag­ten Sime­on und Hann der Got­tes­mut­ter, als sie Jesus im Tem­pel weih­te: An Ihm wer­den sich die Gei­ster schei­den.“
        Es geht aber um das Papst­tum und sei­nen Anspruch.
        In ande­ren Zei­ten wäre ich viel­leicht nie drauf gekom­men, die­se Auto­ri­tät in Fra­ge zu stel­len.
        Aber in einer Zeit, wo einer Papst der gan­zen Mensch­heit ver­kün­det (zum Bei­spiel): Der Koran ist ein pro­phe­ti­sches Buch des Frie­dens, da stel­le ich eben nicht nur die Auto­ri­tät des­sen in Fra­ge, der das sagt, obwohl er es bes­ser wis­sen m u s s , son­dern ich fra­ge mich, wie kann es dazu kom­men, dass ein Papst so etwas — und vie­les mehr von die­ser Art — sagt? Was läuft da schief?

    • ein Kar­di­nal Mül­ler und jeder ande­re auch kann Fra­gen stel­len und auf Wider­sprü­che in den Aus­sa­gen hin­wei­sen, und ein Papst ist klug bera­ten dafür zu sor­gen, dass er nicht anfan­gen muss zu behaup­ten .
      „Ist halt so, auch wenn es in der Schrift anders steht und schon immer ande­res gelehrt wur­de!“!
      Will hei­ßen freu­en wir uns doch, dass der ober­ste Lei­ter der Kir­che hier ein­ge­grif­fen hat, womit ich den Hei­li­gen Geist mei­ne!

    • Die Kurie sind Orga­ne des Pap­stes. Natür­lich hat er das Recht, sich über alle und alles hin­weg­zu­set­zen, aber das ist, als wür­de er sich in die eige­ne Hand bei­ßen.

    • Der Papst ist nun mal nicht der Hei­li­ge Geist, und so weit wird er es auch nie­mals brin­gen.
      Mit dem Papst­tum scheint es mir ähn­lich zu sein wie mit dem König­tum im alten Isra­el, und nur so kann ich es eini­ger­ma­ßen akzep­tie­ren. Isra­el hat­te einen König, den größ­ten und besten König, den man sich vor­stel­len kann: JHWH. Aber damit war es unzu­frie­den, der Schöp­fer des Him­mels und der Erde genüg­te ihm nicht. Es woill­te einen sicht­ba­ren König haben wie die heid­ni­schen Völ­ker um es her­um. Samu­el warn­te das Volk im Auf­trag des Herrn vor den Fol­gen. Allein, es half nicht, ein irdi­scher König muss­te her. Nun, Isra­el soll­te sei­ne Köni­ge bekom­men, Gesalb­te des Herrn, dar­un­ter David, des­sen Nach­kom­me Unser Herr Jesus Chri­stus sein soll­te. Aber es muss­te einen hohen Preis zah­len, denn die mei­sten Köni­ge waren schlecht, beson­ders die des Nord­reichs. Im Neu­en Testa­ment fin­de ich kei­nen Papst. Noch nicht ein­mal die hll. Kir­chen­leh­rer Ambro­si­us und Augu­sti­nus, 4.–5. Jahr­hun­dert, leg­ten die klas­si­sche Stel­le Mat­thä­us 16,18 im Sin­ne des päpst­li­chen Juris­dik­ti­ons­pri­mats aus. Das Papst­tum hat­te sei­ne gro­ßen Ver­tre­ter, aber auch die nichts­wür­dig­sten, die schlim­mer waren als die schlimm­sten welt­li­chen Für­sten. Mit Papst Fran­zis­kus geht es dem Ende zu. Wenn Papst Bene­dikt XVI. als Glo­ria Oli­vae der vor­letz­te Papst ist und Papst Fran­zis­kus, wofür gewich­ti­ge Grün­de spre­chen, ein Gegen­papst ist, dann ist nur noch ein Papst zu erwar­ten — viel­leicht der jun­ge stren­ge Papst nach der Visi­on der seli­gen Anna Katha­ri­na Emme­rich, der Glau­ben und Zucht in der Kir­che wie­der­her­stel­len wird.

      • Ach, zeit­schnur…

        1. Samu­el 8:

        Da ver­sam­mel­ten sich alle Älte­sten von Isra­el und kamen zu Samu­el nach Rama.
        5 Und sie sag­ten zu ihm: Sie­he, du bist alt gewor­den, und dei­ne Söh­ne wan­deln nicht in dei­nen Wegen. Nun set­ze [doch] einen König über uns, damit er über uns Rich­ter sei, wie [es bei] allen Natio­nen [ist]!
        6 Und das Wort war übel in den Augen Samu­els, dass sie sag­ten: Gib uns einen König, damit er Rich­ter über uns sei! Und Samu­el bete­te zum HERRN.
        7 Der HERR aber sprach zu Samu­el: Höre auf die Stim­me des Vol­kes in allem, was sie dir sagen! Denn nicht dich haben sie ver­wor­fen, son­dern mich haben sie ver­wor­fen, dass ich nicht König über sie sein soll.
        8 Ent­spre­chend all den Taten, die sie [immer] getan haben von dem Tage an, da ich sie aus Ägyp­ten geführt habe bis zum heu­ti­gen Tag, dass sie mich ver­las­sen und andern Göt­tern gedient haben, so machen sie es auch mit dir.
        9 Und nun höre auf ihre Stim­me! Doch war­ne sie mit allem Ernst und mach ihnen das Recht des Königs bekannt, der über sie herr­schen wird!
        10 Und Samu­el sag­te dem Volk, das einen König von ihm begehr­te, alle Wor­te des HERRN.
        11 Und er sag­te: Dies wird das Recht des Königs sein, der über euch regie­ren wird: Eure Söh­ne wird er neh­men, um sie für sei­nen Wagen und sei­ne Gespan­ne ein­zu­set­zen, damit sie vor sei­nem Wagen her­lau­fen,
        12 und um [sie] sich zu Ober­sten über Tau­send und zu Ober­sten über Fünf­zig zu bestel­len, damit sie sei­ne Äcker pflü­gen und sei­ne Ern­te ein­brin­gen und damit sie sei­ne Kriegs­ge­rä­te und sei­ne Wagen­ge­rä­te anfer­ti­gen.
        13 Und eure Töch­ter wird er zum Sal­ben­mi­schen, zum Kochen und Backen neh­men.
        14 Und eure besten Fel­der, Wein­ber­ge und Oli­ven­gär­ten, die wird er neh­men und sie sei­nen Knech­ten geben.
        15 Und von euren Korn­fel­dern und euren Wein­ber­gen wird er den Zehn­ten neh­men und ihn sei­nen Käm­me­rern und Beam­ten geben.
        16 Und eure Knech­te und eure Mäg­de und eure besten jun­gen Män­ner und eure Esel wird er neh­men und sie in sei­nen Dienst stel­len.
        17 Von euren Scha­fen wird er den Zehn­ten neh­men, und ihr, ihr müsst sei­ne Knech­te sein.
        18 Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hil­fe schrei­en wer­det, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht ant­wor­ten.
        19 Aber das Volk wei­ger­te sich, auf die Stim­me Samu­els zu hören. Und sie sag­ten: Nein, son­dern ein König soll über uns sein,
        20 damit auch wir sind wie alle Natio­nen, und dass unser König uns rich­tet und vor uns her aus­zieht und unse­re Krie­ge führt.
        21 Und Samu­el hör­te all die Wor­te des Vol­kes und sag­te sie vor den Ohren des HERRN.
        22 Und der HERR sprach zu Samu­el: Höre auf ihre Stim­me und set­ze einen König über sie ein! Da sag­te Samu­el zu den Män­nern von Isra­el: Geht hin, jeder in sei­ne Stadt!

      • @ Leo Lämm­lein

        Und was wol­len Sie mir damit nun sagen?

        Ich habe einen gan­zen Arti­kel zu dem The­ma geschrie­ben, den ich Ihnen ver­linkt habe.

        Offen­bar haben Sie ihn nicht gele­sen, mei­nen aber, mich durch Abschrei­ben des Bibel­tex­tes beleh­ren zu sol­len, als ob ich demel­ben wider­spro­chen hät­te. Dabei habe ich die­sen Text selbst ent­spre­chend aus­ge­wer­tet.… was soll das also?

        Las­sen Sie uns bit­te wie­der ein ver­nünf­ti­ges argu­men­ta­ti­ves Niveau errei­chen!

    • Also irgend­wie sind Sie mir etwas lau­nisch!
      Einer­seits kön­nen Sie nicht genug auf die Päp­ste, auch auf die halb­wegs stand­haf­ten (das gera­de Johan­nes Paul II, den ich mit­nich­ten hei­lig nen­nen wer­de, das wirk­lich nur sehr halb­wegs war, ist mir bewusst) schimp­fen, und wenn nun ein­mal ein Kar­di­nal offen­sicht­li­cher Anbie­de­rung an die sata­ni­sche, grü­ne Allein­heits­ideo­lo­gie Paro­li bie­tet, dann ist es auch wie­der falsch!
      Die Geschich­te von der hei­li­gen Katha­ri­na von Sie­na, oder auch die Zurecht­wei­sung des Petrus durch Pau­lus dürf­te Ihnen wohl bekannt sein!
      Ber­go­glio hat sich die Sup­pe sel­ber ein­ge­brockt, er woll­te doch unbe­dingt nur Bischof von Rom sein, und mein­te die Bischö­fe soll­ten mehr Macht und Mit­spra­che­recht haben!
      Der in dem Fall glau­bens­treue Kar­di­nal Mül­ler gehorcht Ber­go­glio doch, er setzt doch um was Ber­go­glio immer pro­pa­giert!
      Beten Sie lie­ber für den treu­en Kar­di­nal Mül­ler, wenn Ihnen denn am katho­li­schen Glau­ben etwas liegt, anstatt nun zu schimp­fen, und sich im näch­sten Moment wie­der über kon­ser­va­ti­ve Heu­che­lei und Ver­klemmt­heit auf­zu­re­gen!

      • Wer sich von sei­nen Emo­tio­nen zie­hen lässt, mag dif­fe­ren­zier­te Gedan­ken­gän­ge für „lau­nisch“ hal­ten, weil er sie ein­fach nicht ver­steht…
        Wenn Pau­lus oder Katha­ri­na Petrus zurecht­wie­sen, dann ent­sprach das dem, was ich oben als „mah­nen“ oder „raten“ nann­te (haben Sie das über­haupt prä­zi­se gele­sen, was ich schrieb?).
        Den­noch war weder Pau­lus noch Kathe­ri­na befugt, dem Petrus etwas zu „geneh­mi­gen“.
        Ver­su­chen Sie, der Fein­ju­stie­rung auf die Spur zu kom­men — es ist nicht alles grob­schläch­tig in der Kir­che, auch wenn die ganz From­men die­sen Ein­druck ver­mit­teln…

        Es geht bei mei­ner Kritk an Mül­ler nicht um das Inhalt­li­che (wobei auch hier eini­ges zu sagen wäre).
        Es geht um das For­ma­le: wenn er den Papst als sol­chen aner­kennt, hat er ihm nichts zu geneh­mi­gen.
        Hält er aber sei­ne Tex­te für unzu­mut­bar, also — sagen wir es doch deut­lich, denn war­um sonst der Auf­stand?! — für häre­tisch, dann dürf­te er einen sol­chen Mann nicht als Papst aner­ken­nen.

        Und nun ein wei­te­rer Gedan­ken­gang, den man aber nicht ver­mi­xen darf mit ande­ren Gedan­ken­li­ni­en: Wenn nun durch aller­lei Inkon­se­quenz à la Mül­ler am Ende ein total häre­ti­sches Gefü­ge der Kurie ent­steht, macht das die Pro­blem­la­ge nicht ein­fa­cher, selbst dann, wenn punk­tu­ell ein­mal eine Hal­tung Mül­ler recht sein soll­te, son­dern ver­grö­ßert das all­ge­mein Cha­os dadurch, dass die Rol­le des Pap­stes häre­tisch auf­ge­fasst wer­den muss, um des­sen Häre­si­en zu stop­pen.

      • Frau Zeit­schnur träumt von einem all­wis­sen­den, immer recht haben­den Papst so ner Mischung aus Albus Dum­ble­do­re, Tho­mas von Aquin, Augu­sti­nus, Franz von Assi­si, Gan­dalf und dem Wei­sen vom Berg.
        In ihrer Welt gibt es nur rich­tig oder häre­tisch.
        Lie­der ent­sprach die­ses ihr Bild noch nie der Rea­li­tät, wird ihr nie ent­spre­chen und ist auch nicht im Sin­ne des Erfin­ders der Kir­che.
        Dabei sieht sie sehr scharf hin­ter all unse­re from­men Illu­sio­nen, was gut ist, aber nur um sel­ber einer zu hul­di­gen, was scha­de ist.

      • @ besorg­ter christ

        Sie ver­lei­hen dem Pila­tus eine weib­lich-post­mo­der­ne Stim­me: „Was ist Wahr­heit?“

        Glau­ben Sie ein­fach, was Sie wol­len — es muss ja nicht katho­lisch sein. Und es muss auch nicht an der Wahr­heit fest­hal­ten.

        Wahr­heit ist jeden­falls logisch unteil­bar. Ent­we­der eine Ausa­ge ist wahr oder eben nicht. Ist nicht auf mei­nem Mist gewach­sen. ich hab das von der Kir­che gelernt. Bei wem haben Sie Ihr Hand­werk gelernt — bei Pila­tus?

        Sie müs­sen sich dar­über klar sein, dass Sie mir nichts bewei­sen kön­nen oder sol­len.

        Sie wider­spre­chen nicht mir, son­dern der Leh­re der Kir­che, die ich zitie­re. Sie dage­gen kön­nen nur All­ge­mein­plät­ze vor­tra­gen. Nur zu! Nicht ich bin der Rich­ter dar­über. Was regen Sie sich auf?
        Fürch­ten wir den, vor dem wir das eines Tages ver­tre­ten kön­nen soll­ten, was wir hier vor­tru­gen.

        Ob es ein Feh­ler ist, dem geglaubt zu haben, was uns als zu Glau­ben­des vor­ge­legt wor­den war?

      • Die Wahr­heit ist eine Per­son, näm­lich Jesus Chri­stus und das Spre­chen über die­se Per­son unter­liegt den Beschrän­kun­gen die mensch­li­chem Spre­chen nun­mal imma­nent sind.
        Davon mal abge­se­hen ist der Papst nur dann unfehl­bar, wenn er aus­drück­lich ex cathe­dra spricht und das tun Päp­ste nun­mal aus­ge­spro­chen sel­ten.

      • Wir dre­hen uns im Krei­se — und Sie wider­spre­chen fort­ge­setzt der Leh­re, nun sogar der Hl. Schrift. Ich zitie­re nun Johan­nes 16:

        7 Doch ich sage euch die Wahr­heit: Es ist gut für euch, dass ich fort­ge­he. Denn wenn ich nicht fort­ge­he, wird der Bei­stand nicht zu euch kom­men; gehe ich aber, so wer­de ich ihn zu euch sen­den.
        8 Und wenn er kommt, wird er die Welt über­füh­ren (und auf­decken), was Sün­de, Gerech­tig­keit und Gericht ist;
        9 Sün­de: dass sie nicht an mich glau­ben;
        10 Gerech­tig­keit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;
        11 Gericht: dass der Herr­scher die­ser Welt gerich­tet ist.
        12 Noch vie­les habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tra­gen.
        13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahr­heit, wird er euch in die gan­ze Wahr­heit füh­ren. Denn er wird nicht aus sich selbst her­aus reden, son­dern er wird sagen, was er hört, und euch ver­kün­den, was kom­men wird.1
        14 Er wird mich ver­herr­li­chen; denn er wird von dem, was mein ist, neh­men und es euch ver­kün­den.
        15 Alles, was der Vater hat, ist mein; dar­um habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch ver­kün­den.

        Schon krass, wie Sie es wagen, dem Hl. Geist zu ver­weh­ren, die Sei­nen in die unteil­ba­re Wahr­heit zu füh­ren!

  3. Der Papst Fran­zis­kus muß noch etwas dazu­ler­nen wie es aus­sieht- und scheint ja auch dazu fähig zu sein.
    Anson­sten wäre es der Bank­rott der röm.-kath. Kir­che so wie man das aus unse­rem Land ja bereits kennt. Und das hat gra­vie­rend nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen weit in die „Gesell­schaft“ hin­ein.
    Die Enzy­kli­ka „Evan­ge­lii Gau­di­um“ soll­te und müß­te aber eben­so „ein­ge­stampft“ wer­den. Welch eine Ver­wir­rung!

    Es ist wirk­lich schwer nach­zu­voll­zie­hen, war­um der Papst sich nicht ein wenig infor­miert und vor allem mal die Sprech­bla­sen der Pro­pa­gan­da eines anti-christ­li­chen Welt­ein­heits­breis als sol­che auch erkennt.

    • Dazu ler­nen ? Ich weiß nicht, ob man das unter „Dazu ler­nen“ ver­ste­hen kann. Wer­den wir immer anspruchs­lo­ser, was das Papst­amt betrifft ? Schlimm wäre es, wenn nicht der Rest der Gläu­bi­gen noch Anfor­de­run­gen hät­te.

      • Damit spre­chen Sie ein wah­res Wort gelas­sen aus! So ist es! Wenn das Petrus unter der ein­zig­ar­ti­gen Füh­rung des Hl. Gei­stes ist, dann wer­de ich irre am Glau­ben!

  4. Da wird aber UN-Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki Moon ent­täuscht sein, hat­te er doch die „Klimawandel“-Thematik ins Dra­ma­ti­sche geho­ben:
    -
    „Die mensch­li­chen, öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Kosten des Kli­ma­wan­dels wer­den bald untrag­bar sein.
    Der Kli­ma­wan­del bedroht den so hart errun­ge­nen Frie­den, unse­ren Wohl­stand und die Chan­cen für Mil­li­ar­den Men­schen.“ 
    -

    Wie frag­wür­dig eine Zusam­men­ar­beit mit UN-Vor­ga­ben ist, zei­gen fol­gen­de Aus­sa­gen von Ban Ki Moon am „Inter­na­tio­na­len Tag der Men­schen­rech­te“ vom ver­gan­ge­nen Dezem­ber:
    -
    „Wir erklä­ren, dass die Men­schen­rech­te für uns alle gel­ten, zu jeder Zeit: Unab­hän­gig davon, wer wir sind oder woher wir kom­men, unab­hän­gig von unse­rer Klas­se, Mei­nung oder sexu­el­len Ori­en­tie­rung.

    Dies ist eine Sache der indi­vi­du­el­len Gerech­tig­keit, sozia­ler Sta­bi­li­tät und des glo­ba­len Fort­schritts.
    Es ist die prä­gen­de Auf­ga­be unse­rer Zeit.

    Die Ver­ein­ten Natio­nen schüt­zen Men­schen­rech­te, denn das ist unse­re stol­ze Mis­si­on. Und wenn Men­schen ihre Rech­te in Anspruch neh­men kön­nen, führt das zu Wirt­schafts­wachs­tum, und es herrscht Frie­den.“
    -

    So ein­fach geht es also mit dem men­schen­ge­dach­ten „Frie­den“.

  5. Öko-Enzy­kli­ka ein­ge­stampft? Da wird aber Mut­ter Natur böse sein denn der Öko-Kult ist eine neue Reli­gi­on und wer ihr nicht folgt wird arg­wöh­nisch beob­ach­tet. Jeden­falls wer­den die „Für­bit­ten zur Bewah­rung der Schöp­fung“ die­se Welt mit­samt ihren Sün­den nicht ret­ten denn ich glau­be eher das Him­mel und Erde ver­ge­hen wer­den wie es ihnen zusteht.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Das glaub ich auch, aber wir soll­ten für die beten, die bis­her stand­haft geblie­ben sind und sehen, dass wir es sel­ber blei­ben!
      Per Mari­am ad Chri­stum

  6. Man kann nach Lek­tü­re die­ses Berichts wohl sagen, daß der Kampf in Rom hin und her wogt.
    Es sieht danach aus, als wür­den die Ver­tre­ter der wah­ren Kir­che die Ober­hand gewin­nen.
    Papst Fran­zis­kus soll­te durch das Gebet unter­stützt wer­den, um der Wahr­heit einen Weg durch das Gestrüpp zu bah­nen.

    • Es tut mir leid — aber wer sind denn die „Ver­tre­ter der wah­ren Kir­che“?
      Die da so recht­gläu­big schei­nen, sind es, wenn man genau hin­sieht, allen­falls hin­sicht­lich des 6. Gebo­tes. Der Rest ist mau!

      • Noch ein­mal zur Unfehl­bar­keit:
        Erstens hat Ber­go­glio Kar­di­nal Mül­ler (dass er nicht in allem treu ist weiß ich auch) die­se Befung­nis nun ein­mal ein­ge­räumt, eine offe­ne Rebel­li­on, wie ja das nicht Aner­ken­nen des Pap­stes es wäre, wie soll­te Kar­di­nal Mül­ler das machen?
        Ex cathe­dra soll­te die­ser Öko­schwach­sinn ja sowie­so nicht ver­kün­det wer­den, fol­gich hat Kar­di­nal Mül­ler auch nicht gegen etwas „Unfehl­ba­res“! Pro­test ein­ge­legt!
        Mit „Geneh­mi­gen“ kann auch gut gemeint sein, dass Mül­ler Ber­go­glio ob die­ses Tex­tes so vehe­ment gemahnt und zur ein­deu­ti­gen Stel­lung­nah­me auf­ge­for­dert hät­te, dass die­ser Papst sein Gesicht nicht mehr hät­te wah­ren kön­nen!
        Klä­ren Sie mich mei­net­we­gen über die Rech­te und Pflich­ten der Glau­bens­kon­grga­ti­on auf!
        Und was das „Mah­nen“ betriftt: Die­se Mah­nung klingt sehr nach einem „NIcht geneh­mi­gen“:
        11 Da aber Petrus gen Antio­chi­en kam, wider­stand ich ihm unter Augen; denn es war Kla­ge über ihn gekom­men. 12 Denn zuvor, ehe etli­che von Jako­bus kamen, aß er mit den Hei­den; da sie aber kamen, ent­zog er sich und son­der­te sich ab, dar­um daß er die aus den Juden fürch­te­te. (Apo­stel­ge­schich­te 11.2–3) 13 Und mit ihm heu­chel­ten die andern Juden, also daß auch Bar­na­bas ver­führt ward, mit ihnen zu heu­cheln. 14 Aber da ich sah, daß sie nicht rich­tig wan­del­ten nach der Wahr­heit des Evan­ge­li­ums, sprach ich zu Petrus vor allen öffent­lich: So du, der du ein Jude bist, heid­nisch lebst und nicht jüdisch, war­um zwingst du denn die Hei­den, jüdisch zu leben?
        15 Wir sind von Natur Juden und nicht Sün­der aus den Hei­den; 16 doch weil wir wis­sen, daß der Mensch durch des Geset­zes Wer­ke nicht gerecht wird, son­dern durch den Glau­ben an Jes­um Chri­stum, so glau­ben wir auch an Chri­stum Jes­um, auf daß wir gerecht wer­den durch den Glau­ben an Chri­stum und nicht durch des Geset­zes Wer­ke; denn durch des Geset­zes­wer­ke wird kein Fleisch gerecht. (Römer 3.20) (Römer 3.28) (Ephe­ser 2.8) 17 Soll­ten wir aber, die da suchen, durch Chri­stum gerecht zu wer­den, auch selbst als Sün­der erfun­den wer­den, so wäre Chri­stus ja ein Sün­den­die­ner. Das sei fer­ne! 18 Wenn ich aber das, was ich zer­bro­chen habe, wie­der­um baue, so mache ich mich selbst zu einem Über­tre­ter.
        19 Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestor­ben, auf daß ich Gott lebe; ich bin mit Chri­sto gekreu­zigt. (Römer 7.6) 20 Ich lebe aber; doch nun nicht ich, son­dern Chri­stus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glau­ben des Soh­nes Got­tes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dar­ge­ge­ben. (Johan­nes 17.23) (Gala­ter 1.4) 21 Ich wer­fe nicht weg die Gna­de Got­tes; denn so durch das Gesetz die Gerech­tig­keit kommt, so ist Chri­stus ver­geb­lich gestor­ben.

      • Ihre Mei­nung, ein „Mah­nen“ ent­sprä­che einem „Nicht-Geneh­mi­gen“ offen­bart, dass Sie es mit Wor­ten nicht all­zu genau neh­men.

        Mah­nen heißt: jeman­dem etwas zu beden­ken geben. Auch: jeman­den zurecht­wei­sen.
        Aber eine Befug­nis, end­gül­ti­ge Wei­sun­gen zu ertei­len, ist nicht dar­in ent­hal­ten.

        Es ging hier auch nicht um Ex-cathe­dra oder Nicht-ex-cathe­dra. Infor­mie­ren Sie sich, was „Gewiss­heits­gra­de“ sind und dass „Fehl­bar­keit“ nicht heißt, dass etwas falsch ist! (bei Ott, Grund­riss der Dog­ma­tik)
        Der Gehor­sam gegen­über dem Lehr­amt ist ja nicht nur dann gefor­dert, wenn der Papst ex cathe­dra spricht. (Pastor aeter­nus)

        Dass man als recht­schaf­fe­ner Inha­ber einer Auto­ri­tät die­sel­be sel­tenst aus­spie­len wird gegen die Unter­ge­be­nen, liegt dar­an, dass Auto­ri­tät nur gelie­hen ist, nur ein Ord­nungs­ele­ment, das dem Men­schen not­wen­dig ist, um nicht ins Cha­os zu ver­sin­ken. Sie ist NICHT ver­lie­hen, um sich über ande­re zu stel­len und Macht zu haben!

        In Chri­stus ist tat­säch­lich nicht mehr Herr und Knecht auf der mensch­li­chen Ebe­ne. Aber umso mehr schärft das NT an vie­len Stel­len ein, man sol­le den natür­li­chen Vor­ge­setz­ten erge­ben sein — nicht onto­lo­gisch (denn das sind sie nicht!), aber all­täg­lich um Chri­sti wil­len. So ist der Skla­ve in Chri­stus natür­lich sei­nem Besit­zer nicht unter­ge­ord­net im onto­lo­gi­schen Sinn! Den­noch soll er ihm erge­ben sein. Der irdi­sche Besit­zer aller­dings ist gehal­ten, den Unter­ge­be­nen wie einen König zu behan­deln — so schreibt Pau­lus:

        8 Obwohl ich durch Chri­stus vol­le Frei­heit habe, dir zu befeh­len, was du tun sollst,
        9 zie­he ich es um der Lie­be wil­len vor, dich zu bit­ten. Ich, Pau­lus, ein alter Mann, der jetzt für Chri­stus Jesus im Ker­ker liegt,
        10 ich bit­te dich für mein Kind One­si­mus, dem ich im Gefäng­nis zum Vater gewor­den bin.
        11 Frü­her konn­test du ihn zu nichts gebrau­chen, doch jetzt ist er dir und mir recht nütz­lich.
        12 Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeu­tet mein eige­nes Herz.
        13 Ich wür­de ihn gern bei mir behal­ten, damit er mir an dei­ner Stel­le dient, solan­ge ich um des Evan­ge­li­ums wil­len im Gefäng­nis bin.
        14 Aber ohne dei­ne Zustim­mung woll­te ich nichts tun. Dei­ne gute Tat soll nicht erzwun­gen, son­dern frei­wil­lig sein.
        15 Denn viel­leicht wur­de er nur des­halb eine Wei­le von dir getrennt, damit du ihn für ewig zurück­er­hälst,
        16 nicht mehr als Skla­ven, son­dern als weit mehr: als gelieb­ten Bru­der. Das ist er jeden­falls für mich, um wie viel mehr dann für dich, als Mensch und auch vor dem Herrn.
        17 Wenn du dich mir ver­bun­den fühlst, dann nimm ihn also auf wie mich selbst!

        (Phi­le­mon 1, 8 ff)

        Getra­gen von die­ser Lie­be wird jeder Katho­lik dem Papst ger­ne gehor­chen, auch wenn er nicht ex cathe­dra spricht — vor­aus­ge­setzt, er lästert nicht den Herrn.

        Tut er dies aber — dann ist er nicht der wah­re Papst.

  7. Das wird ein übles Kon­glo­me­rat sein, das Ber­go­glio da zusam­men­schrei­ben ließ. Abset­zen wäre die ein­zi­ge Lösung.

  8. Das Buch „Sana­me con tu boca. El arte de besar“ ist kein Soli­tär.
    Es erschien 1995, fast zeit­gleich mit der Publi­ka­ti­on einer Serie von Unter­richts­bü­cher für den Sekun­dar­un­ter­richt „Roeach“ in Nord­bel­gi­en, mit ein­deu­tig pädo­phi­len Abbil­dun­gen.
    Der gan­ze Schund wur­de auf ca. 25 000 Exem­pla­ren gedruckt;
    die Autoren stamm­ten fast alle aus der Umge­bung der Theo­log. Fakul­tät Löwen ( Jef Bulckens, (Hu)Bert Roeb­ben) oder aus dem Umfeld des Groß­se­mi­nars Brüg­ge ( dar­un­ter der Direk­tor Frans Lefe­v­re), alles pro­te­giert durch Kar­di­nal Dan­neels und Bischof Roger vanG­he­lu­we (2010 als mul­ti­pel prak­ti­zie­ren­de Pädo­phil ent­mas­kert).
    Hef­ti­ge Pro­te­ste von beun­ru­hig­ten Eltern und auf­rich­ti­gen Katho­li­ken wur­den hart­näckig bekämpft und unter­drückt durch die moder­ni­sti­sche Cli­que um Dan­neels und durch fast die gesam­te poli­ti­sche Volks­ver­tre­tung;
    In dem Vati­kan konn­te sich die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re unter Kard. Ratz­in­ger trotz gro­ßen Ein­satz erst nach meh­re­ren Jah­ren gegen die ver­tu­schen­de Moder­ni­sten (dar­un­ter an füh­ren­der Stel­le Dan­neels) durch­set­zen.
    Alle Kar­di­nä­le wur­den damals ange­schrie­ben und benach­rich­tigt.
    Es fiel damals schon auf daß gera­de aus Afri­ka, Ozea­ni­en und Asi­en die mei­ste Sym­pa­thie­be­kun­dun­gen für die beun­ru­hig­te Eltern kamen.
    Sehr vie­le Hir­te in West­eu­ro­pa, gera­de die dick­ste und modern­ste, haben hier kom­plett ver­sagt.
    Irr­tüm­li­cher­wei­se hat man sehr lan­ge geglaubt, daß der Homo- und Pädo­fi­lie­sumpf ein Uni­kum der Kir­che in Nord­bel­gi­en war.
    Wie sich durch eine gewal­ti­ge Rei­he von Pro­zes­sen her­aus­stell­te, war Ähn­li­ches auch in Nord­ame­ri­ka vor­han­den (beson­ders in den USA) und eben­falls und auch zeit­gleich in Süd­ame­ri­ka.
    Vic­tor Manu­el Fer­nan­dez, auch „Tucho“ genannt, nennt die Wis­sen­schaft des Kußes übri­gens „File­ma­to­lo­gia“ (sie­he auch: http://www.puntal.com.ar ) und auf robu­sten Inter­net­si­tes als „Küschen­mensch“ beti­telt (caminante-wanderer.blogspot.de/2014/tucho-el-osculario/html).
    Was sich dort an die pon­ti­fi­cia Uni­ver­sidad Cato­lo­ca Argen­ti­na abge­spielt hat, schlägt tat­säch­lich mit Ver­stum­mung.
    Der Apostol.Nuntius hat übri­gens sehr lang gewarnt gegen die Ernen­nung von „Tucho“ Manu­el Fer­nan­dez an die Spit­ze der Uni­ver­si­tät; Ber­go­glio hat als Pri­mas v. Argen­ti­ni­en dies trotz­dem durch­ge­setzt (ein ande­re „gefal­le­ne Engel“ an die­ser Uni wur­de en pas­sant wie­der­auf­ge­rich­tet).
    Kein Wun­der daß die Est­bat­te­men­ten von Mario Bat­ti­sta Ric­ca, damals an der Nun­tia­tur in Mon­te­vi­deo ver­bun­den, sich am Ende nicht nega­tiv auf sei­ne Kar­rie­re aus­wirk­ten (jetzt Direk­tor des domus Sanc­tae Mart­ae)
    Es stinkt erbärm­lich.
    Und die Ermitt­lun­gen nach Opfern in Süd­ame­ri­ka fan­gen erst an (es gibt übri­gens auch eine Ver­bin­dung zu dem Bis­tum Brüg­ge).
    Guten Appe­tit.

  9. Mal abge­se­hen von dem vie­len, was wir da gera­de durch­di­ku­tiert haben und zurück zum The­ma des Arti­kels.

    Irgend­was ist hier schief gelau­fen. Die­se unse­li­ge Gerüch­te­kü­che!
    Die frag­li­che Umwelt-Enzy­kli­ka wird näm­lich ganz offen­sicht­lich dem­nächst see­len­ru­hig ver­öf­fent­licht — steht jeden­falls auf der Radio Vati­kan-Web­site — und zwar gera­de gestern am 14. Mai!

    http://de.radiovaticana.va/news/2015/05/14/turkson_%E2%80%9Ewir_brauchen_einen_fundamentalen_kurswechsel%E2%80%9C/1143967

  10. End­lo­se Dia­lo­ge, die hier nur befrem­den kön­nen, soll­ten Sach­aus­sa­gen wei­chen. Hier braucht man nicht auf längst ver­gan­ge­ne Epo­chen Bezug zu neh­men. Fas­sen wir zusam­men: Die­se Enzy­kli­ka gilt als ver­senkt. Sei­en wir froh dar­über.

    • Und was fan­gen Sie damit an, das­sd er Vati­kan das aber offen­bar ganz anders sieht und die Ver­öf­fent­li­chung ankün­di­gen lässt:

      Bischof Turk­son (s. Link oben) oder auch hier
      http://de.radiovaticana.va/news/2015/05/14/umwelt-enzyklika_vatikan_will_%E2%80%9E%C3%BCbersetzungshilfe%E2%80%9C_leisten/1144067
      http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/69866.html:

      „…die Umwelt-Enzy­kli­ka des Pap­stes wird dem­nächst ver­öf­fent­licht…“

      ???

      • @zeitschnur, was denn nun Fehl­bar­keit oder Unfehl­bar­keit ist und was nicht, dass wird, für mich jeden­falls, aus ihrem Text nicht so ganz klar, aber wo ist hier eigent­lich von „geneh­mi­gen“ im Lehr­amt­li­chen Sin­ne die Rede?

        „Rom) Die ange­kün­dig­te und seit Wochen fer­tig­ge­stell­te Öko-Enzy­kli­ka wur­de laut dem Vati­ka­ni­sten San­dro Magi­ster zurück­ge­zo­gen und ein­ge­stampft. Grund dafür sei, so der Vati­ka­nist, daß Papst Fran­zis­kus sich wohl bewußt wur­de, daß der der­zei­ti­ge Text kei­ne Chan­ce hät­te, die Prü­fung durch die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on unter Lei­tung von Kar­di­nal­prä­fekt Ger­hard Mül­ler zu bestehen. Kar­di­nal Mül­ler dürf­te dem Papst zu ver­ste­hen gege­ben haben, daß der Ent­wurf unan­nehm­bar ist.“

        Pau­lus hat Petrus auch zu ver­ste­hen gege­ben, dass sein Ver­hal­ten, bzw. sei­ne damit begrün­de­te Hal­tung, die unwei­ger­lich Lehr­amt cha­rak­ter ange­nom­men hät­te „unan­nehm­bar“ ist!

        Wann ist denn nun ein Papst der wah­re Papst und wann nicht, und wenn ein Papst nicht der wah­re Papst ist, aber als sol­cher, wenig­stens äußer­lich betrach­tet, ein­ge­setzt, wie soll ein Kar­di­nal sich denn dann ver­hal­ten?
        Ich bin gespannt auf Ihre Ant­wort!

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