Ist die Tür von Papst Franziskus für Kaspers „neue Barmherzigkeit“ zu?

Papst Franziskus und ein stillschweigender Kurswechsel des "perfekten Jesuiten"
Papst Fran­zis­kus und ein still­schwei­gen­der Kurs­wech­sel des „per­fek­ten Jesui­ten“

(Rom) „Die zwei­te und letz­te Ses­si­on der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie rückt näher und die Tem­pe­ra­tur der Dis­kus­si­on erhöht sich immer mehr“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster in sei­ner jüng­sten Ana­ly­se. „Seit dem Ende der Syn­ode von 2014 hat der Papst Dut­zen­de Mal zu Abtrei­bung, Schei­dung und Homo­se­xua­li­tät Stel­lung genom­men. Er hat aber kein ein­zi­ges Wor­te mehr zugun­sten der von den Erneue­rern gefor­der­ten ‚Öff­nun­gen‘ geäu­ßert.“
Seit ver­gan­ge­nem März ver­tritt der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster die The­se, Papst Fran­zis­kus habe eine Kehrt­wen­de in Sachen „neu­er Barm­her­zig­keit“ a là  Kas­per voll­zo­gen. Eine The­se, die er nun bekräf­tigt, indem er neue Indi­zi­en zu ihrer Unter­maue­rung anführt. Magi­ster steht damit noch allein auf wei­ter Flur. Katholisches.info doku­men­tiert den­noch sei­ne Beob­ach­tun­gen.

Hat Papst Franziskus eine stillschweigende Wende vollzogen?

Fran­zis­kus habe eine inne­re Wen­de voll­zo­gen, die dadurch zum Aus­druck kom­me, daß der Papst kei­ne Gesten mehr zugun­sten des deut­schen Kar­di­nals und ehe­ma­li­gen Vor­sit­zen­den des Päpst­li­chen Rats zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten Wal­ter Kas­per set­ze. Eine still­schwei­gen­de Wen­de, wes­halb sie bis­her kaum wahr­ge­nom­men wer­de. Das habe damit zu tun, daß die Ver­tei­di­ger der katho­li­schen Ehe- und Moral­leh­re dem Papst in die­ser Sache nicht mehr ver­trau­en, wäh­rend die Kas­per-Frak­ti­on das Ver­trau­en, das sie auf­grund zahl­rei­cher Signa­le in die­sen Papst gesetzt hat­te, zu ver­lie­ren begin­ne (sie­he auch Bischofs­syn­ode: Kas­pers Stern im Sin­ken?).

Die Kasper-Fraktion beginnt zu zweifeln, die Müller-Fraktion zweifelt noch immer

Die Kas­per-Frak­ti­on sei nun ver­un­si­chert, kaum in gerin­ge­rem Aus­maß als es bis­her schon die Ver­tei­di­ger der katho­li­schen Ehe- und Moral­leh­re waren. Setzt sich Papst Fran­zis­kus zwi­schen alle Stüh­le? Die Grup­pe um die Kar­di­nä­le Kas­per und Marx beginnt zu zwei­feln. Die Grup­pe um die Kar­di­nä­le Mül­ler und Bur­ke zwei­felt noch immer (sie­he auch Fran­zis­kus und Marx für über­lie­fer­te Ehe- und Moral­leh­re: Wen­de oder Schal­mei­en?).

Am ver­gan­ge­nen 17. März schrieb San­dro Magi­ster erst­mals, daß Papst Fran­zis­kus sich von Kar­di­nal Kas­per distan­zie­re. Als Indi­zi­en dafür nann­te er:

die Beför­de­rung des Afri­ka­ners Robert Kar­di­nal Sarah, eines ent­schie­de­nen Ver­tei­di­gers des Ehe­sa­kra­ments zum Prä­fek­ten der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung;

„¢ das Miß­fal­len des Pap­stes über die Andro­hung eines Schis­mas durch Kar­di­nal Rein­hard Marx von Mün­chen-Frei­sing und Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz bei der Pres­se­kon­fe­renz vom 26. Febru­ar zum Abschluß der Früh­jahrs­voll­ver­samm­lung. Marx hat­te unver­hoh­len mit dem Schis­ma gedroht, soll­te Rom nicht spu­ren, wie die Mehr­heit der deut­schen Bischö­fe es wün­sche;

„¢ die Absa­ge an „über­zo­ge­ne Erwar­tun­gen“ im Zusam­men­hang mit der Bischofs­syn­ode im Inter­view mit dem mexi­ka­ni­schen Fern­seh­sen­der Tele­vi­sa, das am 12. März aus­ge­strahlt wur­de;

„¢ das Fest­hal­ten an Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, obwohl die­ser durch die­se Posi­ti­on zum rang­höch­sten und ein­fluß­reich­sten Geg­ner der „neu­en Barm­her­zig­keit“ wur­de. Je deut­li­cher Papst Fran­zis­kus im Zusam­men­hang mit dem ersten Teil der Bischofs­syn­ode im ver­gan­ge­nen Okto­ber eine Unter­stüt­zung des Kas­per-Vor­schlags erken­nen ließ, desto mehr ver­stärk­te Kar­di­nal Mül­ler sei­ne Akti­vi­tä­ten, die­se „Wen­de“ in der Kir­che zu ver­hin­dern. Den Kas­per-Vor­schlag ver­ur­teil­te er, trotz des offen­kun­di­gen päpst­li­chen Lieb­äu­gelns mit die­sem, in einer Rede am 1. Dezem­ber 2014 als „sub­ti­le chri­sto­lo­gi­sche Häre­sie“.

Die „Neuheit“ war die Unterstützung des Papstes für die antirömische Haltung

Daß die Mehr­heit der deutsch­spra­chi­gen Bischö­fe sub­stan­ti­el­le Ver­än­de­run­gen von Leh­re und pasto­ra­ler Pra­xis im „kul­tu­rel­len Kon­text“ ihrer Län­der ein­fach als gege­ben aner­ken­nen, sei „nichts Neu­es“, so Magi­ster. Die deut­schen Bischö­fe hät­ten bereits hin­ter Kas­per gestan­den, als die­ser im Febru­ar 2014 vor dem Kar­di­nals­kol­le­gi­um sei­nen Vor­schlag zur Aner­ken­nung von Zweit­ehen vor­leg­te. „Die Neu­heit ist eine ande­re“, so Magi­ster. Die „Neu­heit“ sei die Hal­tung von Papst Fran­zis­kus, der die­sen anti­rö­mi­schen deut­schen Son­der­weg unter­stütz­te.

„Bis zur Syn­ode im Okto­ber 2014 ermu­tig­te Jor­ge Mario Ber­go­glio wie­der­holt und auf die ver­schie­den­sten Wei­sen die For­de­rung nach ‚Öff­nun­gen‘ in Sachen Homo­se­xua­li­tät und Zweit­ehe und das jedes Mal mit gro­ßer Reso­nanz in den Medi­en. Kar­di­nal Kas­per sag­te aus­drück­lich, sei­ne explo­si­ve Rede beim Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um mit dem Papst ‚ver­ein­bart‘ zu haben“, so Magi­ster.

Widerstand führte 2014 zur Niederlage der „Neuerer“ — Seither neuer Weg des Papstes?

„Bei der Syn­ode erwie­sen sich aber die Wider­stän­de gegen die neu­en Para­dig­men als viel stär­ker und umfas­sen­der als gedacht und führ­ten zur Nie­der­la­ge der Erneue­rer. Die hals­bre­che­ri­sche Rela­tio post dis­cept­atio­nem als Halb­zeit­bi­lanz wur­de von der Kri­tik ver­nich­tet und führ­te zu einer deut­lich tra­di­tio­nel­le­ren Hal­tung im Schluß­be­richt“, so Magi­ster.

Papst Fran­zis­kus selbst habe zu die­sem Umschwung bei­getra­gen, da er im Zuge des hef­ti­gen Kon­flikts Ver­tei­di­ger der Unauf­lös­lich­keit der Ehe in die Redak­ti­on des Schluß­be­richts der Syn­ode berief, die sich ursprüng­lich nur aus Neue­rern zusam­men­ge­setzt hat­te.

„Vor allem aber seit dem Ende der Syn­ode hat Papst Fran­zis­kus einen neu­en Weg ein­ge­schla­gen“, so Magi­ster. „Seit Ende Okto­ber 2014 fin­det sich kein ein­zi­ges Mal mehr, daß er auch nur das gering­ste Zei­chen gesetzt hät­te, die Para­dig­men der Erneue­rer zu unter­stüt­zen. Im Gegen­teil. Er inten­si­vier­te die Anspra­chen zu allen umstrit­te­nen Fra­gen der Syn­ode: Ver­hü­tung, Abtrei­bung, Schei­dung, Zweit­ehe, Homo-Ehe, Gen­der-Ideo­lo­gie. Und jedes Mal sprach er als ‚Sohn der Kir­che‘, wie er sich ger­ne bezeich­net, mit gra­ni­te­ner Treue zur Tra­di­ti­on und ohne einen Mil­li­me­ter von dem abzu­wei­chen, was vor ihm Paul VI., Johan­nes Paul II. oder Bene­dikt XVI. gesagt hat­ten.“

Zusammensetzung der Synode 2015 noch ungünstiger für Kasper als 2014

Die „über­zeug­te­sten Bewun­de­rer Ber­go­gli­os“ grün­de­ten nach des­sen Wahl den „Cen­a­co­lo degli amici di papa Fran­ces­co“ (Freun­des­kreis Papst Fran­zis­kus). Die Men­to­ren die­ser Grün­dung sind die Kar­di­nä­le Wal­ter Kas­per und Fran­ces­co Coc­co­pal­me­rio. Der „Freun­des­kreis“ trifft sich ein­mal im Monat. Am ver­gan­ge­nen 17. März war man sich dort noch sicher, daß Papst Fran­zis­kus auf der Sei­te der „Öff­nun­gen“ steht. „Die Rea­li­tät sieht aber anders aus. Als per­fek­ter Jesu­it, ist Ber­go­glio ein gro­ßer Rea­list und hat bereits ver­stan­den – allein schon anhand der Namen der Syn­oda­len, die von den ver­schie­de­nen Bischofs­kon­fe­ren­zen für die Bischofs­syn­ode 2015 gewählt wur­den -, daß bei der zwei­ten und letz­ten Ses­si­on der Syn­ode das Ver­hält­nis noch deut­lich ungün­sti­ger für die Neue­rer sein wird.“

Und wei­ter: „Fran­zis­kus weiß, daß die Letzt­ent­schei­dun­gen ihm zuste­hen, ihm allein. Er weiß aber auch, daß es unmög­lich sein wird, der gan­zen Katho­li­zi­tät Neue­run­gen auf­zu­zwin­gen, die weit davon ent­fernt sind, den kol­le­gia­len Kon­sens der Bischö­fe zu fin­den. Denn die­se woh­nen nicht nur in der deka­den­ten deut­schen Kir­che, son­dern in Afri­ka, in Asi­en und an all jenen leben­di­gen ‚Rän­dern‘ der Welt, die ihm so wich­tig sind.“

Päpstliche Ansprachen zu Abtreibung, Scheidung, Verhütung, Homosexualität

San­dro Magi­ster ver­öf­fent­lich­te zudem eine Liste mit den Anspra­chen, in denen Papst Fran­zis­kus seit dem Tref­fen des „Freun­des­krei­ses Papst Fran­zis­kus“ im März zu Abtrei­bung, Schei­dung, Ver­hü­tung und Homo­se­xua­li­tät Stel­lung nahm. Alle Tex­te wur­den auf der Inter­net­sei­te des Hei­li­gen Stuhls ver­öf­fent­licht.

Gene­ral­au­di­enz vom 18. März 2015
Schrei­ben an die Inter­na­tio­na­le Kom­mis­si­on gegen die Todes­stra­fe vom 20. März 2015
Begeg­nung mit der Jugend in Nea­pel vom 21. März 2015
Gene­ral­au­di­enz vom 25. März 2015
Gene­ral­au­di­enz vom 8. April 2015
Gene­ral­au­di­enz vom 15. April 2015
Mor­gend­li­che Pre­digt in San­ta Mar­ta vom 17. April 2015
Mor­gend­li­che Pre­digt in San­ta Mar­ta vom 21. April 2015
Gene­ral­au­di­enz vom 22. April 2015
Anspra­che an die Bischö­fe von Nami­bia und Leso­tho vom 24. April 2015
Anspra­che an die Bischö­fe von Benin vom 27. April 2015
Gene­ral­au­di­enz vom 29. April 2015
Anspra­che an die Gemein­schaft Vita Chri­stia­na vom 30. April 2015
Anspra­che an Ant­je Jacke­len, luthe­ri­sche Erz­bi­schö­fin von Upp­sa­la vom 4. Mai 2015
Gene­ral­au­di­enz vom 6. Mai 2015
Anspra­che vom 9. Mai 2015 an die Bischö­fe von Mozam­bi­que
Regi­na Cae­li vom 10. Mai 2015
Anspra­che an die Bischö­fe von Togo vom 11. Mai 2015

Gegen den Zeitgeist, aber nicht zu auffällig und nicht zu deutlich?

Eine detail­lier­te Ana­ly­se der von Magi­ster genann­ten Tex­te kann an die­ser Stel­le nicht erfol­gen. Eini­ge sind sehr deut­lich. Auf­fal­lend war auch die Dis­kre­panz zwi­schen den poli­tisch kor­rek­ten The­men, die Schwe­dens luthe­ri­sche Erz­bi­schö­fin Jacke­len in Rom vor­brach­te und der Mah­nung des Pap­stes, in Sachen Lebens­recht kei­ne neu­en Spal­tun­gen zwi­schen den Kon­fes­sio­nen auf­kom­men zu las­sen und den erreich­ten Stand in der Öku­me­ne nicht zu gefähr­den.

Die kar­gen Wor­te beim Regi­na Cae­li von ver­gan­ge­nem Sonn­tag an die Teil­neh­mer beim Marsch für das Leben in Rom wür­den Magi­sters The­se aller­dings nicht gera­de stüt­zen. Die weni­gen Wor­te waren schlam­pig vor­be­rei­tet und nann­ten weder Roß noch Rei­ter, weder den Marsch für das Leben noch das Anlie­gen, ein kom­pro­miß­lo­ses Nein zur Abtrei­bung. Obwohl Zehn­tau­sen­de zum Marsch gekom­men waren, wur­den sie nicht nament­lich vom Papst begrüßt, son­dern nur als „Initia­ti­ve“ ange­spro­chen. Die anwe­sen­den Beam­ten der Forst­wa­che, die ein „natio­na­les Fest der Natur­par­ke“ aus­rich­te­ten, wur­den hin­ge­gen aus­drück­lich begrüßt. Eben­so die „Teil­neh­mer einer Tagung der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz zur Unter­stüt­zung einer Qua­li­täts­schu­le“.

Zumin­dest ein Indiz, daß Bischof Nun­zio Galan­ti­no, des Pap­stes star­ker Mann in der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, kein Inter­es­se an einer zu sicht­ba­ren Her­vor­he­bung der Lebens­rechts­be­we­gung hat­te, die am Sonn­tag mit ihrem Nein zur Gen­der-Ideo­lo­gie gegen die offi­zi­el­le Poli­tik der ita­lie­ni­schen Regie­rung pro­te­stier­te. Denn wenn die Ita­lie­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz ein Anlie­gen hat, das der Papst bei sei­ner Sonn­tags­an­spra­che erwäh­nen soll, dann hat sie bis­her noch immer den Weg gefun­den, es in die Rede­vor­la­ge hin­ein­zu­schrei­ben.

Bischof Galan­ti­no sieht sich jedoch als Mann des Pap­stes, der das tun will, was der Papst wünscht.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Set­ti­mo Cie­lo

21 Kommentare

  1. Apro­pos Barm­her­zig­keit:
    Was hal­tet Ihr von die­sem „Jahr der Barmherzigkeit“,das am 08.12.2015 begin­nen soll?
    Wür­de mich mal interessieren,denn ich selbst bin da unschlüssig,was ich davon hal­ten soll.
    Eines­teils ist es ja nicht schlecht,wenn man die errei­chen will,die „an den Rän­dern“ stehen,aber wäre ein Jahr der Buße und des Gebe­tes nicht bes­ser in die­sen schlim­men Zei­ten !?
    Und was hal­tet Ihr von die­sem Logo?
    Also ich emp­fand es spon­tan als Ver­höh­nung von Jesus Chri­stus und mei­stens ist der erste Ein­druck ja der beste.
    Ich drücke es mal ganz bru­tal aus:
    Jesus kommt für mich als so ein Trot­tel rüber,der sich mit der aus­ge­buff­ten Mensch­heit (sinn­los) abschleppt.

    • Das Logo ist halt in die­sem typi­schen kirch­li­chen Kitsch-Duk­tus gestal­tet, der seit der Mit­te des 20. Jh üblich ist: etwas fahl, flach und unpro­por­tio­niert. Ein­deu­tig ist die Hand des geschmack­lo­sen Desi­gners zu erken­nen.. Nicht zu ver­ges­sen die­se fels­block­ar­ti­gen Mosai­ke an öden Haus­wän­den, Sol­da­ten­denk­mä­ler in bom­ba­sti­scher Kasten­form aus Bunt­sand­stein und Illu­stra­tio­nen von Kin­der­bi­bel­ge­schich­ten, die aus­se­hen, als hät­te einer mit der Faust Far­be aufs Papier geknallt.

      Dann noch lie­ber die­se from­men, aber herz­lo­sen Comic-Strips…

    • Vor­aus­schickend:

      Ich habe immer eine star­ke Mei­nung, so ziem­lich „fel­sen­fest“, ein­fach aus ziem­lich extre­men Lebens­er­fah­run­gen her­aus (sozu­sa­gen eine „erd­be­ben­si­che­re“ Mei­nung).

      Nun zum Logo der „Barm­her­zig­keit“:

      Ja, da haben sich schon vie­le den Kopf zer­bro­chen. Wenn man eng­lisch ver­steht, hier wäre (mei­ner Mei­nung nach) die bis jetzt der Wahr­heit man näch­sten ste­hen­de Inter­pre­ta­ti­on zu fin­den, samt wirk­lich guter Ana­ly­se (die Wahr­heit scheint oft zu extrem, das kommt aber nur daher, weil wir uns im Lau­fe der Geschich­te zu weit von ihr ent­fernt haben…):

      http://www.youtube.com/user/thirdeaglebooks/videos

      (es han­delt sich hier im Kurz-Vide­os, ca. 10 Minu­ten, also nicht zu lang)

      • Könn­te man nicht den Inhalt der Vide­os mal kurz zusam­men­fas­sen?
        Wäre ganz hilf­reich!

      • @Stella

        Eine Zusam­men­fas­sung ist nicht ein­fach, denn es gibt ja mitt­ler­wei­le (unaus­ge­spro­chen, ganz par­al­lel zur Situa­ti­on von damals, bevor ein Herr H. an die Macht kam), 2 ganz ent­ge­gen­ge­setz­te Lager, die sich immer mehr von­ein­an­der spal­ten.

        Ich wer­de des­halb kei­ne Über­set­zung der Vide­os machen, son­dern bild­lich beschrei­ben, was dar­an falsch ist:

        - das gan­ze Logo ist nicht kon­kret (so wie es Bil­der vom „Guten Hir­ten“ wären), son­dern ganz absicht­lich abstrakt gehal­ten

        - wenn man etwas abstrakt hält, kann man (ganz getrost) jede Men­ge „ver­wisch­te“ (sprich: per­ver­tier­te, ganz absicht­lich böse, schlimm­ste) Inter­pre­ta­ti­on hin­ein­mi­schen, ohne dass es der „Dum­men Mas­se“ auf­fal­len könn­te

        - das Logo „glänzt“ nur so von per­ver­tier­ter, direkt sata­ni­scher Sym­bo­lik, die nicht dem „Zufall“ zuge­schrie­ben wer­den kann: das kann nur jemand GANZ ABSICHTLICH so gestal­tet haben (lei­der, lei­der, lei­der…)

        Viel mehr möch­te ich nicht sagen; wir alle haben genug Mög­lich­kei­ten, unter wah­ren Pro­phe­ten unse­rer Zeit nach­zu­for­schen über die wah­ren Beweg­grün­de:
        Beten wir, hal­ten wir Anbe­tung, und alles not­wen­di­ge wer­den wir noch recht­zei­tig erfah­ren…

    • Stel­la,
      der Chri­stus des Logo hat die Sta­tur einer Frau und das Gesicht eines Zie­gen­bocks, der Kreuz­nim­bus um das Haupt sieht aus wie ein Hör­ner­paar, und der Mensch auf sei­nen Schul­tern ist Con­chi­ta Wurst.

      • Auf alle Fäl­le wirkt es irgend­wie kurios,ja,es erin­nert an die unsäg­li­chen „Bibel­co­mics“ für Kin­der!

      • Hat­ten wir das nicht gera­de neu­lich schon mal? Michel­le Oba­ma ist ein Mann, weil ihr Ring­fin­ger län­ger ist als der Zei­ge­fin­ger? Dem­nach bin ich auch ein Mann, obwohl ich es geschafft habe, zu gebä­ren. Gen­der auf katho­lisch, kann man da nur sagen…

        Möch­te mal wis­sen, was Sie eigent­lich für ein Frau­en­bild haben: mit lan­gem Bart, Wund­ma­len an Hän­den und Füßen und trotz einer geo­me­tri­schen Rie­sen­kleid-Kut­te, die noch dazu den Schat­ten eines mas­ku­lin schma­len Becken anzeigt zeigt frau immer ihre ein­deu­ti­ge weib­li­che Figur. Stimmt, ich habe auch kein aus­la­de­nens Becken — also kann ich kei­ne Frau sein…
        Wo bit­te­schön ist hier eine geschlechts­spe­zi­fi­sche Gestalt zu sehen unter die­sem sti­li­sier­ten Zelt­um­hang?!

        Und wo ist hier Con­chi­ta Wurst?
        Kann es sein, dass hier ein paar Zeit­ge­nos­sen einen Knick in der Optik haben und über­all nur noch gen­der sehen?!
        Oder hal­ten Sie inzwi­schen jeden Mann mit Bart für ne Frau oder äh — nee wie rum jetzt?
        Und der Nim­bus in Schwimm­ring­op­tik sol­len Hör­ner sein?!
        Haha­ha­ha­ha!

        Sie fal­len wirk­lich auf jeden ame­ri­ka­ni­schen Fake rein — ken­nen Sie eigent­lich Leo Taxil?

      • zeit­schnur
        Sie dür­fen Ihre Fra­gen an mich ger­ne selbst beant­wor­ten.
        Ich habe mei­nen Ein­druck von dem Logo geäu­ßert, es ist mein Ein­druck, Sie brau­chen ihn nicht zu tei­len.
        Und wie­so wür­de Sie inter­es­sie­ren, was ich für ein Frau­en­bild habe. Ist das ein Dis­kus­si­ons­the­ma, oder gar Tat­be­stand für ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren.
        Eigent­lich lustig, Ihr Kom­men­tar.
        😎

      • @ Leo Lämm­lein

        Soll­te auch lustig sein — oder bes­ser: die bit­te­re Iro­nie, die ich ange­sichts die­ser gei­sti­gen Ver­wir­rung emp­fin­de.

        Ich hab das schon begrif­fen: Frau­en haben für Sie Voll­bär­te, zie­gen­ähn­li­che Köp­fe, poten­ti­ell Hör­ner und einen unför­mig-igluar­ti­gen Kör­per­bau … und auf jeden Fall einen kür­ze­ren Ring­fin­ger als Zei­ge­fin­ger. Ist doch alles klar.
        Bis auf das mit Con­chi­ta Wurst: wenn die Figur um Jesu Hals der­sel­be ist — wie­so glau­ben Sie Con­chi­talein nicht, dass er ne Frau ist?
        Schließ­lich hat auch er einen Voll­bart wie Jesus, der als Frau dar­ge­stellt ist (! sic — Ihre Mei­nung, nicht mei­ne!), einen igluar­ti­gen Kör­per­bau und einen kür­ze­ren Ring­fin­ger.

        Ist in sich leicht absurd.

        Aber viel­leicht unter­lau­fen einem, wenn man die Gen­der­bril­le auf­hat, sol­che logi­schen Feh­ler.
        :-))))

        Sehen Sie — und schon habe ich mir die Fra­ge selbst beant­wor­tet.

      • zeit­schnur
        Wenn bit­te­re Iro­nie auf­steigt, emp­fiehlt es sich, ihr nicht nach­zu­ge­ben.
        Ein wie­der­ge­bo­re­ner, erlö­ster Christ hat die Mög­lich­keit, sich aus dem Fleisch zurück­zu­zie­hen und in das neue, vom Hei­li­gen Geist ein­ge­pflanz­te Lebens­prin­zip umzu­zie­hen, aus einem psy­chi­schen Men­schen ein pneu­ma­ti­scher Mensch zu wer­den.
        Pau­lus mein­te es ernst und kon­kret, als er sag­te: „Ich sage aber: Wan­delt im Geist, so wer­det ihr die Lust des Flei­sches nicht voll­brin­gen.“ (Gal 5,16)
        http://wp.me/p2UUpY-1aV

      • @ Leo Lämm­lein

        Das mag ja sein — sicher gilt das auch für mich. Den­noch ist es völ­lig unsin­nig, sich in sol­che Inter­pre­ta­tio­nen hin­ein­zu­stei­gern — genau wis­sen wir es ja nicht, was der „Künst­ler“ meint und es geht auch nicht ein­deu­tig her­vor
        Damit muss es auch gut sein.
        Solan­ge man nicht ein­deu­tig zuord­nen kann, soll­te man es auch nicht tun — Das geht ein­fach zu weit und ist rein emo­tio­nal und furcht­bar unsach­lich.
        das wider­spricht der christ­li­chen Nüch­tern­heit.
        Der pneu­ma­ti­sche Mensch dürf­te auch nicht den lie­ben lan­gen Tag auf evan­ge­li­ka­le Hirn­ge­spin­ste her­ein­fal­len…

        Was nützt das alles?
        Dass in Rom etwas schon lan­ge nicht mehr stimmt, sieht ein Blin­der mit Krück­stock.
        Ob da nun irgend­wel­che Logos noch hin­hau­en ist abso­lut sekun­där — am Logo hängt nichts, gar nichts!

    • Zum „Jahr der Barm­her­zig­keit“ habe ich auch eine etwas zwie­späl­ti­ge Hal­tung.
      Wir alle sind stets Got­tes Barm­her­zig­keit bedürf­tig, doch hat­te ich sofort den Ver­dacht, die­se aus­ge­ru­fe­ne, zeit­lich bemes­se­ne Barm­her­zig­keit soll­te vor allem den­je­ni­gen zugu­te kom­men, von denen stän­dig die Rede ist: den Zweit- oder gar Dritt­ver­hei­ra­te­ten und auch den Homo­se­xu­el­len.
      Vor allem auch des­halb, weil die­ses Jahr der Barm­her­zig­keit zeit­lich so nahe an der Bischofs­syn­ode liegt.
      Wie es sich wirk­lich ver­hält, kann man nicht wis­sen.

      Zum Logo habe ich mich hier schon vor eini­gen Tagen geäu­ssert. Es beein­druckt mich in kei­ner Wei­se.
      Dies habe ich auch auf der betref­fen­den Home­page in der Kom­men­tar­spal­te geäu­ssert und begrün­det.
      Es kam ledig­lich eine Bestä­ti­gung, eine Ant­wort blieb bis heu­te aus.

      • Ich bin da nicht so miß­trau­isch, was die­ses „Jahr der Barm­her­zig­keit“ angeht. Es ist doch gut, daß es das gibt. Die Barm­her­zig­keit ist ja auch die Vor­stu­fe zur Gerech­tig­keit Got­tes. Wer also bei bzw. mit der Barm­her­zig­keit zu betrü­gen sucht, wird ganz sicher Got­tes Gerech­tig­keit erfah­ren.

        Aber manch­mal gewinnt man den Ein­druck, daß vie­le gar nicht kapiert haben oder aus­blen­den, daß sie selbst eben­falls die Barm­her­zig­keit Got­tes benö­ti­gen.
        Nur wer ohne Sün­de ist, hat die Barm­her­zig­keit Got­tes nicht nötig, aber das sind gemäß den Wor­ten des Evan­ge­li­sten Johan­nes alles Lüg­ner.

    • Stella,diese Kri­stus­ab­bil­dung mit den„,Ski„und bun­ten Kopfbedeckung,fand ich unter Abbil­dung Päpst­li­che Kapelle,Bild,wo Capel­la Six­ti­na in das Bild der Kapel­le Redemp­to­ris Mater,übergeht.In der Gestall­tung die­ser Kapel­le ist wohl die Die Tendenz…sichtbar.Diese Abbil­dung hat natür­lich noch nicht Etwas-Jemndem um den Hals und sein Kleid ist weni­ger breit.

  2. Es ist viel­leicht inter­es­sant etwas zurück­zu­blicken. Eine wenig bekann­te Epi­so­de ereig­ne­te sich im Jah­re 1923.
    Der Kir­chen­recht­ler P. Ray­mond Dulac erin­nert dar­an, dass im Kon­si­sto­ri­um vom 23. Febru­ar 1923, Pius XI. meh­re­re Kar­di­nä­le über die Zeit­mä­ssig­keit befrag­te, ein öku­me­ni­sches Kon­zil ein­zu­be­ru­fen.
    Unter den befrag­ten Kar­di­nä­len waren auch Mer­ry del Val, Bog­gia­ni und Bil­lot.
    Die Ant­wort der Kar­di­nä­le war ein deut­li­ches davon Abra­ten.
    Inter­es­sant waren die Begrün­dun­gen.
    Kar­di­nal Bil­lot warn­te den Papst:
    -
    “Das Vor­han­den­sein tie­fer Dif­fe­ren­zen quer durch den Epi­sko­pat kann nicht ver­bor­gen wer­den.
    Sie gehen das Risi­ko ein, sich Dis­kus­sio­nen, die unbe­stimmt hin­aus­ge­zö­gert wer­den, auszusetzen.”
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    Und Kar­di­nal Bil­lot warn­te vor der Gefahr des Manö­vrie­rens des Kon­zils durch moder­ni­sti­sche Kräf­te; die­se beschrieb er so:
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    “.…die schlimm­sten Fein­de der Kir­che, die Moder­ni­sten, die, wie gewis­sen Hin­wei­se zei­gen, bereits im Begriff sind, die Revo­lu­ti­on in der Kir­che, ein neu­es 1789 hervorzubringen.”
    -

  3. Papst Fran­zis­kus hat sich nicht geän­dert, höch­stens sei­ne Tak­tik, falls nicht auch die­se von vorn­her­ein mit zum Plan gehör­te.
    Papst Fran­zis­kus ist Poli­ti­ker, nicht Hir­te.
    Er macht Welt­po­li­tik und dürf­te der­zeit die poli­tisch ein­fluss­reich­ste Figur auf der Welt­büh­ne sein.
    Mit dem Evan­ge­li­um hat das wenig zu tun, aber viel mit dem Gesche­hen in den letz­ten Tagen der End­zeit, sie­he Offen­ba­rung des Johan­nes.

  4. Jeder der glaubt, daß sich die­ser Häre­ti­ker auf dem Stuh­le Petri sich auch nur ein Jota geän­dert hat, der ist auf dem Holz­weg. Was ich aber glau­be, daß er sich einem immer stär­ker wer­den­den Wider­stand von Sei­ten glau­bens­treu­er Kar­di­nä­le und Bischö­fe gegen­über sieht. Es wird nicht mehr alles wider­spruch­los hin­ge­nom­men. Vor­al­lem Kar­di­nal Mül­ler über­rascht mich in sei­ner Hal­tung. Man kann nur hof­fen, daß er nicht durch sei­ne Geg­ner zu Fall gebracht wird. Ich bin den­ke und hof­fe, daß wenn die Syn­ode im Okto­ber nicht so läuft wie Ber­go­glio und sei­ne Getreu­en sich dies vor­stel­len, daß er dann zurück­tritt und hof­fent­lich in San­ta Mar­ta sein Zim­mer ver­läßt, und nach Argen­ti­ni­en zurück fliegt, wo er hin gehört. Doch es kann lei­der ja auch anders kom­men. Die Wur­zel allem Übels im ver­gan­gen Sae­cu­lum waren die Häre­ti­ker Rah­ner und Guar­di­ni, bei­des Jesui­ten und gei­sti­ge Väter von Ber­go­glio und Kas­per und deren Anhän­ger. Von dem hei­li­gen Jahr der Barm­her­zig­keit kann ich nur sagen, daß dies ein Schwach­sinn mehr aus einem schon ziem­lich kran­ken Gehirn dar­stellt.

  5. Eine „Visi­on“: das Han­deln und das Wir­ken des Pap­stes Fran­zis­kus ist doch dia­bo­lisch. Das Den­ken des Kar­di­na­les Kas­per und ande­rer der Papst­freun­de ‚gebraucht er nur. Er ernährt sich so, zer­kaut und spuckt dann aus, was die Erde ver­gif­ten soll. Die­ser Papst irrt sich in sei­nem Tun nicht. Auch sei­ne Aus­sa­ge von „Karnikeln“ ist sei­ne wah­re Mei­nung. Gott schüt­ze sei­ne Schöp­fung, in Jesus Chri­stus, in Ewig­keit Amen.

    • Das mit den „Kar­nickeln“ ist in der vul­gä­ren Volks­spra­che ein Aus­druck für „gedan­ken­lo­ses Kin­der­krie­gen“.

      F. dürf­te da alles sonst wo vor­bei­ge­hen — er hat ein­fach kei­ne Lust auf die­se The­men. So sagt er mal heu­te dies und mal mor­gen jenes. Ist doch eh egal — das ist mein Ein­druck von sei­ner wah­ren Mei­nung. Und genau so kommt er auch bei der Welt rüber.

  6. @Polos:
    Ja Danke,ich woll­te nur hören ob mich mein Bauch­ge­fühl nicht getäuscht hat,ich hat­te gleich eine tota­le Abneigung,als ich die­ses Logo sah.
    Mir kam es wie eine Ver­höh­nung vor im ersten Moment.

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