100 Kilometer: Pfingst-Fußwallfahrt der Tradition — Paris-Chartres oder Chartres-Paris

Pfingstwallfahrt der Tradition
Pfingst­wall­fahrt der Tra­di­ti­on

(Paris) Vom 23.-25 Mai 2015 fin­det die gro­ße Inter­na­tio­na­le Fuß­wall­fahrt der Tra­di­ti­on von Paris und von Char­tres statt. Auch in die­sem Jahr wird es, wie seit 1989, zwei Wall­fahr­ten geben, an denen jeweils Tau­sen­de Men­schen teil­neh­men.

Die 33. Pfingst­wall­fahrt der Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten, mit dem offi­zi­el­len Namen Pà¨lerinage de Chré­ti­en­té (Wall­fahrt der Chri­sten­heit), führt die rund 100 Kilo­me­ter von Paris nach Char­tres. Trä­ger ist die Asso­cia­ti­on Not­re-Dame de Chreti­en­té. Das Mot­to der dies­jäh­ri­gen Pfingst­wall­fahrt lau­tet „Jesus Chri­stus, Ret­ter der Welt“. Die Wall­fahrt beginnt am Sams­tag, den 23. Mai um 7.00 Uhr mit der Hei­li­gen Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus in der Kathe­dra­le Not­re Dame in Paris. Der Pil­ger­weg führt von Paris durch die Ile de Fran­ce nach Char­tres, wo in der Kathe­dra­le am Nach­mit­tag des Pfingst­mon­tags ein Pon­ti­fi­kal­amt im über­lie­fer­ten Ritus zele­briert wird.

Die 27. Pfingst­wall­fahrt der Pius­bru­der­schaft, mit dem offi­zi­el­len Namen Pà¨lerinage de Tra­di­ti­on (Wall­fahrt der Tra­di­ti­on), führt den umge­kehr­ten Weg von Char­tres nach Paris. Trä­ger ist die Asso­cia­ti­on Pà¨legrinage de Tra­di­ti­on. Die Pfingst­wall­fahrt 2015 steht unter dem Mot­to „Got­tes Engel, unse­re Beschüt­zer“. Die Wall­fahrt beginnt am Sams­tag, den 23. Mai um 7.45 Uhr mit der Hei­li­gen Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus in Char­tres neben der Kathe­dra­le. Die Wall­fah­rer pil­gern nach Paris, zie­hen am Eif­fel­turm vor­bei bis zum Inva­li­den­dom, wo auf er Place Vauban am Nach­mit­tag des Pfingst­mon­tags ein Pon­ti­fi­kal­amt im über­lie­fer­ten Ritus zele­briert wird.

Zwei Näch­te ver­brin­gen die Pil­ger jeweils in gro­ßen Zelt­städ­ten, die ent­lang des Pil­ger­we­ges errich­tet wer­den. Die Orga­ni­sa­ti­on durch zahl­rei­che ehren­amt­li­che Hel­fer ist her­vor­ra­gend. Zur Bedeu­tung der Pfingst­wall­fahrt sie­he auch den Bericht Das Heer­la­ger der Hei­li­gen – Heu­te die Kir­che von mor­gen sehen (zu dür­fen).

Pilgern durch die Straßen von Paris
Pil­gern durch die Stra­ßen von Paris

Information und Anmeldung

Für Inter­es­sen­ten aus dem deut­schen Sprach­raum:

Pfingst­wall­fahrt der Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten:
Inter­na­tio­na­le Fuß­wall­fahrt Paris-Char­tres 2015
Anmel­dung Deutsch­land
Anmel­dung Öster­reich
Anmel­dung Schweiz

Pfingst­wall­fahrt der Pius­bru­der­schaft:
Inter­na­tio­na­le Fuß­wall­fahrt Char­tres-Paris 2015
Herr D. Volck­mann
Ste­fan-Geor­ge-Ring 42
81929 Mün­chen
Tele­fon: +49 89 99 65 06 80
Fax: +49 89 21 75 22 50
Email: char­tres-paris [a] arcor.de

Die inter­na­tio­na­le Fuß­wall­fahrt der Tra­di­ti­on fand erst­mals 1983 statt und wur­de im Lau­fe der Jah­re zur welt­weit größ­ten, regel­mä­ßig statt­fin­den­den Ver­an­stal­tung der Tra­di­ti­on. Auch der 1988/1989 erfolg­te Bruch änder­te dar­an nichts. Nach den von Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re ohne Erlaub­nis Roms durch­ge­führ­ten Bischofs­wei­hen im Som­mer 1988 und dem Motu pro­prio Eccle­sia Dei teil­ten sich die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Katho­li­ken. Die in der Ein­heit mit Rom ste­hen­den Grup­pen führ­ten die 1983 begon­ne­ne Wall­fahrt fort, wäh­rend die Pius­bru­der­schaft 1989 eine eige­ne Wall­fahrt ins Leben rief. Bei­de Wall­fahr­ten fin­den zeit­gleich statt und füh­ren den­sel­ben Weg, aller­dings in umge­kehr­ter Rich­tung. Wäh­rend der Pfingst­wall­fahrt der Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten für die Meß­fei­ern die Kathe­dra­len von Paris und Char­tres zur Ver­fü­gung ste­hen und nur am zwei­ten Tag auf frei­em Feld zele­briert wird, muß das Meß­op­fer bei der Wall­fahrt der Pius­bru­der­schaft immer unter frei­em Him­mel zele­briert wer­den.

Ob und wann die bei­den gegen­läu­fi­gen Wall­fahr­ten zusam­men­ge­führt wer­den, kann nie­mand sagen. Die Dop­pe­lung ist man­chen ein Ärger­nis, da sie als sicht­ba­rer Aus­druck einer offe­nen Wun­de gese­hen wird. Der geist­li­che Gewinn für das per­sön­li­che Glau­bens­le­ben hängt für die mei­sten jedoch nicht von die­ser Fra­ge ab, son­dern von der Teil­nah­me an der Wall­fahrt, die phy­sisch und geist­lich eine Her­aus­for­de­rung dar­stellt, für wel­che der bei­den Rich­tun­gen zu Maria sie sich auch ent­schei­den. Sowohl die Kathe­dra­le von Paris als auch die Kathe­dra­le von Char­tres ist der Got­tes­mut­ter geweiht.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: pelerinagesdetradition.com/nd-chretiente.com

1 Kommentar

  1. Ich kann die­se Wall­fahrt jedem emp­feh­len, der im Her­zen Bus­se tun möch­te. Es ist eine phy­si­sche Her­aus­for­de­rung, die zusätz­lich von den Wet­ter­ka­prio­len ver­stärkt wird. Mögen die Chri­sten der Tra­di­ti­on sich fin­den, im gegen­sei­ti­gen Respekt und in der Tole­ranz. Bit­ten wir unse­re lie­be Mut­ter Maria um Hil­fe, es schmerzt sie, wenn ihre Kin­der zer­strit­ten sind.

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