Allein die Frau entspricht Adam und ergänzt ihn

GeneralaudienzLie­be Brü­der und Schwe­stern,

im zwei­ten Schöp­fungs­be­richt des Buches Gene­sis hören wir, wie Gott den ersten Men­schen erschafft und erkennt, dass es nicht gut ist, wenn er allein bleibt. Adam ist Herr sei­ner selbst, aber es fehlt ihm die Gemein­schaft, die Fül­le. Gott will ihm daher eine Hil­fe machen, die ihm ent­spricht. Unter den Tie­ren, die Gott ins Dasein ruft, fin­det der Mann kei­nen wah­ren Part­ner. Erst als er die Frau sieht, weiß er, dass allein sie Bein von sei­nem Bein und Fleisch von sei­nem Fleisch ist. Allein die Frau ent­spricht ihm und ergänzt ihn.

Lei­der erwi­dern Mann und Frau das gro­ße Ver­trau­en Got­tes, sei­ne Schöp­fung zu bebau­en und zu hüten, mit Miss­trau­en und Unge­hor­sam. Die Sucht nach All­macht zer­stört die Har­mo­nie zwi­schen Gott und Mensch, aber auch zwi­schen Mann und Frau. Den­ken wir an die ver­schie­de­nen For­men des Chau­vi­nis­mus wie auch die Kom­mer­zia­li­sie­rung des Kör­pers der Frau in der heu­ti­gen Medi­en­kul­tur. Ohne die sta­bi­le und frucht­ba­re Ver­bin­dung von Mann und Frau nimmt die gan­ze Gesell­schaft schwe­ren Scha­den und beson­ders die Kin­der wer­den immer mehr ent­wur­zelt. Den Weg der Ehe und Fami­lie treu zu gehen ist eine Her­aus­for­de­rung. Aber Gott beklei­de­te Mann und Frau mit Röcken aus Fel­len (vgl. Gen 3,21). Das ist ein Zei­chen sei­ner Zärt­lich­keit und väter­li­chen Für­sor­ge gegen­über dem schwa­chen Men­schen­paar. Betet und ver­traut dar­auf, dass Gott sel­ber sich um die Ehe­leu­te und Fami­li­en küm­mert und sie beschützt.

Mit Freu­de hei­ße ich die Gläu­bi­gen deut­scher Spra­che will­kom­men. Wer­den wir immer mehr Fami­li­en des Gebets und ver­trau­en wir unse­re Fami­li­en der himm­li­schen Für­spra­che der aller­se­lig­sten Jung­frau Maria an, der Mut­ter der schö­nen Lie­be und der Köni­gin der Fami­li­en. Gott seg­ne euch.

2 Kommentare

  1. Als Mann und Frau erschuf er sie.
    An sich so selbst­ver­ständ­li­che, aber in der heu­ti­gen Zeit beson­ders wohl­tu­en­de Wor­te des Pap­stes.

Kommentare sind deaktiviert.