Franziskus empfängt europäische Rabbinen — Gedenken an Oberrabbiner Elio Toaff von Rom

Europäische Rabbinen bei Papst Franziskus
Euro­päi­sche Rab­bi­nen bei Papst Fran­zis­kus

(Rom) Papst Fran­zis­kus emp­fing eine Dele­ga­ti­on euro­päi­scher Rab­bi­nen. Bei die­ser Gele­gen­heit ver­ur­teil­te das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt erneut „anti­se­mi­ti­sche Ten­den­zen“ in Euro­pa, aber auch „For­men von Haß und Gewalt gegen die Chri­sten und gegen die Gläu­bi­gen ande­rer Reli­gio­nen“. Der Papst gedach­te zudem des römi­schen Ober­rab­bi­ners Elio Toaff, der gestern ver­stor­ben ist.

Mit der Wahl von Papst Fran­zis­kus haben die Audi­en­zen für Ver­tre­ter jüdi­scher Orga­ni­sa­tio­nen deut­lich zuge­nom­men. Erst­mals emp­fing ein Papst heu­te die Con­fe­rence of Euro­pean Rab­bis. Fran­zis­kus zeig­te sich „außer­or­dent­lich erfreut und dank­bar“, die 30köpfige, von Rab­bi Pin­chas Gold­schmidt ange­führ­te Dele­ga­ti­on emp­fan­gen zu kön­nen, „denn das ist der erste Besuch, der eure Orga­ni­sa­ti­on nach Rom führt, um den Nach­fol­ger des Petrus zu tref­fen“.

50 Jahre Nostra aetate — „Antisemitische Tendenzen“ in Europa

Der Dia­log zwi­schen der Katho­li­schen Kir­che und der jüdi­schen Gemein­schaft „fin­det seit bald einem hal­ben Jahr­hun­dert auf syste­ma­ti­sche Wei­se statt. Am kom­men­den 28. Okto­ber fei­ern wir den 50. Jah­res­tag der Kon­zils­er­klä­rung Nostra aeta­te, die nach wie vor den Bezugs­punkt von jeder unse­rer Anstren­gun­gen in die­se Rich­tung dar­stellt. Dem Herrn dank­bar erin­nern wir uns die­ser Jah­re und freu­en uns an den erreich­ten Fort­schrit­ten und der Freund­schaft, die inzwi­schen zwi­schen uns gewach­sen ist“, so der Papst.

Fran­zis­kus beton­te dann, daß es „heu­te in Euro­pa mehr denn je not­wen­dig ist, die geist­li­che und reli­giö­se Dimen­si­on des mensch­li­chen Lebens her­vor­zu­he­ben. In einer immer mehr vom Säku­la­ris­mus gezeich­ne­ten und vom Athe­is­mus bedroh­ten Gesell­schaft, lau­fe man Gefahr, zu leben, als wür­de Gott nicht exi­stie­ren. Der Mensch ist häu­fig ver­sucht, sich an die Stel­le Got­tes zu erhe­ben und sich selbst als Maß­stab aller Din­ge zu betrach­ten, zu mei­nen, alles kon­trol­lie­ren zu kön­nen und sich befugt zu sehen, alles was ihn umgibt, will­kür­lich gebrau­chen zu kön­nen. Dage­gen ist es wich­tig, dar­an zu erin­nern, daß unser Leben ein Geschenk Got­tes ist, und daß wir uns Gott anver­trau­en müs­sen und uns immer an ihn zu wen­den haben. Juden und Chri­sten haben die Gabe und die Ver­ant­wor­tung, dazu bei­zu­tra­gen, den reli­giö­sen Sinn der Men­schen von heu­te und unse­rer Gesell­schaft wach­zu­hal­ten, indem sie die Hei­lig­keit Got­tes und des mensch­li­chen Lebens bezeu­gen: Gott ist hei­lig und hei­lig und unver­letz­lich ist das von ihm geschenk­te Leben.“

„Aktu­ell besor­gen in Euro­pa die anti­se­mi­ti­schen Ten­den­zen und eini­ge Akte des Has­ses und der Gewalt. Jeder Christ muß ent­schlos­sen jede Form des Anti­se­mi­tis­mus ver­ur­tei­len und dem jüdi­schen Volk sei­ne Soli­da­ri­tät bekun­den“, sag­te der Papst unter Ver­weis auf Nostra aeta­te und auf das Geden­ken „der gro­ßen Tra­gö­die der Sho­ah“ die­ser Tage. Fran­zis­kus been­de­te sei­ne Aus­füh­rung mit der Bit­te, für ihn zu beten und dem Gruß „shalom ale­chem“.

Gedenken an Roms Oberrabbiner Elio Toaff

Fran­zis­kus erin­ner­te aus aktu­el­lem Anlaß zudem an den am Sonn­tag ver­stor­be­ne römi­schen Ober­rab­bi­ner Elio Toaff, der von 1951 bis 2001 der Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de Roms vor­stand. Der Papst wür­dig­te ihn als „Mann des Frie­dens und des Dia­logs“, der 1986 „Papst Johan­nes Paul II. bei des­sen histo­ri­schem Besuch in der Gro­ßen Syn­ago­ge Rom will­kom­men hieß“. Zum Tod Toaffs sand­te Fran­zis­kus dem amtie­ren­den Ober­rab­bi­ner Ric­car­do Di Seg­ni ein Bei­leidschrei­ben. „Ich erhe­be mei­ne Gebe­te zum Aller­höch­sten, reich an Lie­be und Treue, auf daß er ihn in sei­nem Frie­dens­reich auf­neh­me“, so der Papst zu den euro­päi­schen Rab­bi­nen.

Vor­gän­ger Toaffs als Ober­rab­bi­ner war Ita­lo Zolli (Isra­el Anton Zol­ler), der 1940–1945 der Israe­li­sti­schen Kul­tus­ge­mein­de von Rom vor­stand und der mit Tau­sen­den ande­ren damals in Rom und Umge­bung leben­den Juden durch Papst Pius XII. geret­tet wur­de. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges näher­te sich Zolli dem christ­li­chen Glau­ben an und kon­ver­tier­te nach Krie­ge­sen­de zur Katho­li­schen Kir­che. Bei sei­ner Tau­fe nahm er aus Dank­bar­keit gegen­über Pius XII. den christ­li­chen Namen Euge­nio Pio an.

Elio Toaff wur­de 1941 Rab­bi in Anco­na. Nach der deut­schen Beset­zung Ita­li­ens und der Befrei­ung Mus­so­li­nis schloß er sich der Par­ti­sa­nen­be­we­gung an. Von 1947 bis zu sei­ner Beru­fung nach Rom war er Rab­bi in Vene­dig. Er ist der Vater des Histo­ri­kers Ari­el Toaff (Bar-Ilan-Uni­ver­si­tät in Ramat Gan, Isra­el), der mit dem 2007 ver­öf­fent­lich­ten, doch sofort wie­der ein­ge­zo­ge­nen Buches „Pas­que di San­gue“ („Pas­sah­gest des Blu­tes“, aber auch „Blu­t­o­stern“) für Auf­se­hen sorg­te.

Ari­el Toaff unter­such­te in dem Buch die histo­ri­schen Fak­ten hin­ter den spät­mit­tel­al­ter­li­chen Ritu­al­mor­den, die „deut­schen“ Juden in Tirol (Tri­ent, Rinn, Kal­tern, Lienz) zum Vor­wurf gemacht wur­den. Kon­kret unter­such­te Toaff die Pro­zeß­ak­ten im Fall des Simon von Tri­ent, das Lebens­um­feld der soge­nann­ten deut­schen jüdi­schen Gemein­den in Ober­ita­li­en, deren Han­dels­be­zie­hun­gen, poli­ti­sche Kon­tak­te zu Vene­dig und die Ver­tei­di­gungs­stra­te­gien, die die Gemein­schaft den ange­klag­ten Juden in Tri­ent zukom­men ließ. Im Mit­tel­punkt der Unter­su­chung steht der Vor­wurf, aske­na­si­schen Juden hät­ten am Kar­frei­tag dem Lei­dens- und Todes­tag Chri­sti christ­li­che Kin­der ent­führt und ritu­ell durch Schäch­tung getö­tet, um deren Blut für anti­christ­li­che Ritua­le zu gewin­nen.

Laut Toaff habe es einen jüdi­schen Han­del mit Men­schen­blut gege­ben, das aus der Levan­te mit angeb­lich heil­sa­mer Wir­kung über Vene­dig nach Euro­pa impor­tiert wor­den sei. Vor die­sem Hin­ter­grund sei­en die Ritu­al­mord­vor­wür­fe zur Gewin­nung von Chri­sten­blut zu sehen, die Toaff als christ­li­che Kon­struk­te bezeich­ne­te, um den Tod von Kin­dern, die am Kar­frei­tag ums Leben kamen, zu erklä­ren, wobei er jedoch nicht aus­schloß, daß es klei­ne extre­mi­sti­sche jüdi­sche Krei­se gege­ben haben könn­te, die beson­de­re Ritua­le durch­führ­ten.

Das Buch stieß in der jüdi­schen Welt noch vor sei­ner Ver­öf­fent­li­chung auf so hef­ti­ge Kri­tik, daß es von Toaff bald nach Erschei­nen zurück­ge­zo­gen wur­de. Israe­li­sche Poli­ti­ker hat­ten sei­ne straf­recht­li­che Ver­fol­gung wegen Dif­fa­mie­rung der jüdi­schen Reli­gi­on gefor­dert und das Ende sei­ner aka­de­mi­schen Lauf­bahn in den Raum gestellt. Ari­el Toaff ver­pflich­te­te sich dar­auf, die Tan­tie­men für sein Buch der Anti-Defa­ma­ti­on League zu spen­den.

Das Buch erschien 2008 in über­ar­bei­te­ter und ent­schärf­ter Form neu, wur­de aber fak­tisch vom Wis­sen­schafts­be­trieb mit Nicht­be­ach­tung gestraft. Dar­in bekräf­tig­te Toaff die all­ge­mei­ne Mei­nung, daß es sich bei dem Vor­wurf, Juden hät­ten Chri­sten­blut gewon­nen, um eine christ­li­che Legen­de hand­le. Sein Vater Elio Toaff distan­zier­te sich damals öffent­lich vom Ritu­al­m­ord­nuch sei­nes Soh­nes: „Die jüdi­sche Kul­tur grün­det auf Frie­den und Ver­ge­bung. Es han­delt sich um Legen­den ohne jede Grund­la­ge“.

Elio Toaff wur­de 2005 für einen Sitz im Ita­lie­ni­schen Ober­haus als Sena­tor auf Lebens­zeit vor­ge­schla­gen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Osser­va­to­re Roma­no

11 Kommentare

  1. Aha. Dann möch­te ich doch dar­auf hin­ge­wie­sen haben, daß die­se Reli­gi­ons­die­ner des Anti­chri­sten „Fran­zis­kus“ offen­bar um Vie­les näher ste­hen, als der Rest des katho­li­schen Kle­rus, der noch nicht im Geist DES Kon­zils „erneu­ert“ ist. Wie kann ein Stell­ver­tre­ter Chri­sti sich so sehr einer „Reli­gi­on“ andie­nen, die den Gott­men­schen in ihrem „hei­li­gen“ Tal­mud ent­ehrt, schmäht und lästert? Oder soll die Kon­zils­re­li­gi­on als Unter­ab­tei­lung des Rab­bi­na­tes für die Gojim umfunk­tio­niert wer­den? Da Ber­go­glio kei­ner­lei Inter­es­se an christ­li­cher Theo­lo­gie zu haben scheint, ist es müßig, ihm die Lek­tü­re ein­schlä­gi­ger Pre­dig­ten des hei­li­gen Johan­nes Chryso­sto­mus zu emp­feh­len. Die­ser gro­ße Hei­li­ge war übri­gens dem Schein-„Heiligen“ Woj­ty­la der­ma­ßen zuwi­der, daß er sei­ne Reli­qui­en, die auf des­sen eige­nen Wunsch in St. Peter ruh­ten, noch kurz vor sei­nem Abgang in die Ewig­keit aus dem Peters­dom ent­fer­nen ließ, um sie den häre­ti­schen Schis­ma­ti­kern in Kon­stan­ti­no­pel aus­zu­lie­fern.

  2. Erst mal gene­rell zu allem: Na und?
    F. ver­folgt den Kurs, der seit dem Vat. II. gilt: was ist dar­an spek­ta­ku­lär?

    Dass er dabei nur noch von einem jen­sei­ti­gen „Frie­dens­reich“ spricht und ganz all­ge­mein mono­the­istisch vom „Aller­höch­sten“ — sor­ry, das macht er doch so oft, egal mit wem er gera­de kon­fe­riert. dazu muss er sich nicht mit ein paar Rab­bi­nern tref­fen…

    Und was das Buch Toaffs betrifft — auch: na und?
    Das sind nor­ma­le Vor­gän­ge in der Wis­sen­schaft.
    Offen­bar kann ja auch er die Ritu­al­mord-Legen­den nicht voll­stän­dig erklä­ren.
    Aber selbst wenn es jüdi­sche Krei­se gege­ben haben soll­te, die sol­che Din­ge getan haben — immer­hin erkann­te der anson­sten sehr nüch­ter­ne Bene­dikt XIV. die Geschich­te vom Anderl von Rinn an — lässt das kei­ne wei­te­ren Schlüs­se auf „die Juden“ zu. Soviel Rea­lis­mus muss sein.

    Andern­falls will ich nicht wis­sen, was man dann „den“ Chri­sten alles in die Schu­he schie­ben könn­te, nur weil es Schwei­ne­backen­krei­se in der Kir­che gibt… was haben Chri­sten nicht alles gemacht — selbst eini­ge ihrer Hei­li­gen haben sie geop­fert auf den schei­ter­hau­fen. was wol­len da aus­ge­rech­net wir den Juden vor­wer­fen. Der Mensch in sei­nem Wahn ist eine Bestie.

    Bete jeder dar­um, dass er nicht selbst zur Bestie wer­de!

    Auch hier wäre Nüch­tern­heit von­nö­ten, ganz drin­gend!
    Viel­leicht soll­te end­lich auch ein nüch­ter­nes Buch über die lehr­amt­li­chen und ver­bind­li­chen Tex­te hin­sicht­lich des Juden­tums VOR dem Kon­zil geschrie­ben wer­den.
    Das wäre näm­lich v.a. für unse­re anti­jü­di­schen und anti­is­rae­li­schen Het­zer eine drin­gend not­wen­di­ge Abküh­lung.
    Sie ste­hen jeden­falls nicht auf dem Boden der Leh­re der Kir­che — genau­so wenig wie die Moder­ni­sten, die mei­nen, ein Jude müs­se sich nicht tau­fen las­sen, um geret­tet zu wer­den.

    Maß hal­ten, immer wie­der: Maß hal­ten.

    • Die Fra­ge ist doch aber, war­um man allein für das Erwä­gen der Mög­lich­keit, dass das Anderl, aber auch Simo­ni­no oder Wer­ner und ande­re sei­ner­zeit hoch­ver­ehr­te Kin­der, tat­säch­lich Ritu­al­mor­den zum Opfer fie­len, zum Abschaum der Mensch­heit erklärt wird. Zur Nüch­tern­heit wür­de es doch gehö­ren, kein Volk davon aus­zu­neh­men, zu sol­chen schwer­sten Ver­feh­lun­gen imstan­de zu sein.
      Unklar ist über­dies, was man über die­se Kri­mi­nal­fäl­le aus dem Mit­tel­al­ter und der frü­hen Neu­zeit plötz­lich nach WK2 für neue Infor­ma­tio­nen zu haben glaub­te.

      • „Abschaum der Mensch­heit“? habe ich im Bezug auf die, die die Juden bestän­dig für alles Üble ver­ant­wort­lich machen, aber noch nicht gehört, dafür aber sehr wohl und aus­führ­lich den Wahn, die Juden sei­en sel­bi­ger A…

        Das Maß an anti­christ­li­cher Juden­feind­schaft war mit dem Holo­caust ein­fach voll! Es ist an sich nicht schwer, das nüch­tern zu ver­ste­hen. Selbst die Welt hat das erkannt, wo Katho­li­ken ver­blen­det blie­ben. Dabei hat die Kir­che nir­gends die­sen Anti­ju­da­is­mus gebo­ten oder gelehrt… im Gegen­teil…
        Nach die­sem Ver­bre­chen, das im deut­schen Namen und von Deut­schen began­gen wur­de, such­te man nach Grün­den für die­se Eska­la­ti­on.

        Da fie­len einem natür­lich auch all die­se Ein­zel­fäl­le ein, die von hyste­ri­schen Katho­li­ken so behan­delt wur­den, als hät­ten Juden täg­lich irgend­wo Kin­der ermor­det. So hyste­risch eben, wie man auch Hexen ding­fest machen woll­te oder im Osten mit Bru­ta­li­tät und Ver­bre­chen „mis­sio­nier­te“, so dass die­se Hyste­rie und die­ser Ter­ror Gegen­stand einer Kon­zils­de­bat­te in Kon­stanz wer­den muss­ten.

        Das sind die unse­li­gen Tra­di­tio­nen, die von der Kir­che zwar nie gut­ge­hei­ßen wur­den, aber vom Volk und schwa­chen Kle­ri­ker­gei­stern pene­trant als „katho­lisch“ aus­ge­ge­ben wur­den. Sie sind Mit­tä­ter an dem Ver­lust vie­ler total ent­täusch­ter See­len, die ihret­we­gen vom Glau­ben abfie­len.

        Es sind die schlimm­sten Din­ge pas­siert. Machen wir uns nichts vor… Oder wie wol­len wir sonst erklä­ren, wie sogar eini­ge unse­rer größ­ten Hei­li­gen von beson­ders from­men Kle­ri­kern und Lai­en ter­ro­ri­siert, ja sogar ermor­det wur­den? Johan­nes v. Kreuz? Jean­ne d’Arc?

        Die Geschich­te vom sel. Anderl jeden­falls wur­de zwar von Bene­dikt XIV. aner­kannt, aber den­noch lässt sich heu­te nicht nach­voll­zie­hen, was damals wirk­lich pas­siert ist. Die Quel­len sind nicht in aus­rei­chen­der Zahl vor­han­den. Zumal die Sto­ry in meh­re­ren wider­sprüch­li­chen Vari­an­ten exi­stiert. Eine davon auch in der Mär­chen­samm­lung der Gebrü­der Grimm. ich den­ke, an die­ser völ­lig mage­ren Quel­len­la­ge kam dann auch die o.g. For­schungs­ar­beit an ihre Gren­zen.

        Und aus Scham über die anti­christ­li­chen, pseu­do­kath. Eska­la­tio­nen gegen die Juden, die in der Ver­gan­gen­heit den Boden für den Holo­caust berei­tet hat­ten, hat man dann die­se Ein­zel­fäl­le unter den Tep­pich gekehrt.

        Hät­te man ein nor­ma­les Ver­hält­nis zu den Juden, könn­te man auch ohne Pro­ble­me die­se Mord­fäl­le tra­die­ren — so wie man die ande­rer Mär­ty­rer, ein­schließ­lich derer, die durch Kir­chen­män­ner umka­men, tra­diert.

        Ich weiß @ arrow, dass Sie Msgr. Wil­liam­son nach­fol­gen. Was er bezüg­lich der Juden schreibt (und nicht nur das!), ist anti­christ­lich. Ich habe Ihnen neu­lich aus den Elei­son-Kom­men­ta­ren von der Mit­te letz­ten Jah­res zitiert. Er hetzt und schmäht, ver­leum­det — ja, das sind schwe­re Sün­den, aber er ist wie ver­blen­det in einem Wahn.

        Er ist einer der der­zei­ti­gen Haupt­ak­teu­re im katho­li­schen Spek­trum, der dafür sorgt, dass es kein nor­ma­les Ver­hält­nis zu den Juden geben kann. Solan­ge sol­che Leu­te die Atmo­sphä­re ver­gif­ten, wird kei­ne Nor­ma­li­tät ein­keh­ren.

  3. Oh, die Stim­me Isra­els betreibt wie­der Zio­ni­sten­pro­pa­gan­da. Lesen Sie doch ein­fach ein­mal „Pas­qua di San­gue“ von Toaff, wenn Sie des Ita­lie­ni­schen mäch­tig sind. Die­ser renom­mier­te JÜDISCHE Wis­sen­schaft­ler, den man nun wahr­lich nicht ins rechts­ra­di­ka­le oder katho­lisch-fun­da­men­ta­li­sti­sche Eck stel­len kann, beschreibt sehr genau, daß es sehr wohl jüdi­sche Krei­se geben konn­te, die Ritu­al­mord betrie­ben. Man kann nach Rinn und Tri­ent, Bern, Tisz­la-Eszlar und vie­len ande­ren sol­cher Ritu­al­mor­den nicht ein­fach mehr weg­schau­en und so tun, als ob nichts gewe­sen wäre. Toaff wur­de vom Welt­ju­den­tum, also sei­nen „eige­nen“ Leu­ten der­ma­ßen unter Druck gesetzt, daß er sein Buch zunächst „ent­schär­fen“ muß­te, ehe es voll­kom­men aus dem Ver­kehr gezo­gen wur­de. Wer im Recht, muß nicht zu sol­chen Metho­den grei­fen. Nur die Wahr­heit macht frei. Im Fal­le des klei­nen hei­li­gen Simo­ni­no liegt eine UNFEHLBARE Hei­lig­spre­chung vor! Aber seit dem vati­ka­ni­schen Räu­ber­kon­zil, als man sich mit Nostra aeta­te aus dem Spiel nahm und den fal­schen Reli­gio­nen, ins­be­son­ders dem Islam und dem Juden­tum unter­warf, hat die Kon­zils­kir­che eigent­lich auf­ge­hört, eine christ­li­che Kon­fes­si­on zu sein und scheint zu einer Art Able­ger des Juden­tums ver­kom­men. Schlimm genug, daß auf die­sem Forum Zio­ni­sten­ver­tre­ter ihre Pro­pa­gan­da­lü­gen ver­brei­ten und sich gegen das katho­li­sche Emp­fin­den stel­len. Ich erwar­te mir eine Ent­schul­di­gung für die vie­len unge­sühn­ten Ritu­al­mor­de und Hosti­en­fre­vel von Juden­hand!

  4. Die anti­christ­li­chen Gei­ster, die ihren Chri­stus­hass an den Juden aus­leb­ten und — wie wir sehen — auch her und heu­te aus­le­ben, haben nie begrif­fen, dass es ohne den Bund Got­tes mit den Juden, der gemäß der Schrift von GOTTES Sei­te aus nicht auf­ge­ho­ben ist, solan­ge sie sich nicht bekehrt haben, auch kei­ne Kir­che gibt.

    Wer die Juden hasst, hasst die Gna­den­zeit der Hei­den und die Kir­che. Er hasst Chri­stus und sich selbst.

    Mit unend­li­cher Lie­be und Geduld war­tet der Vater im Him­mel auf sein erstes Bun­des­volk, das als letz­tes Glied nach den Wor­ten des hl. Pau­lus, ins Reich Got­tes in die Kir­che ein­ge­hen wird, nach­dem zuvor die Hei­den ein­ge­bracht wur­den.

    Und es wird ein­ge­hen.

    Vie­le aber, die zuvor behaup­tet hat­ten, sie gehör­ten zu Chri­stus, wird ER nicht ken­nen.

    Die Über­prü­fung der jewei­li­gen Sün­den­re­gi­ster soll­te man aber Gott über­las­sen. Wer aller­dings nicht ver­ge­ben hat, dem wird auch nicht ver­ge­ben. Wer mög­li­chen jüdi­schen Tätern etwas nach­trägt, womög­lich noch — ent­ge­gen den­aus­drück­li­chen Anord­nun­gen der Päp­ste — das gan­ze Volk in Sip­pen­haft nimmt und taten auf­rech­net, von denen er über­haupt nicht betrof­fen war, der wird mit dem­sel­ben Maß gemes­sen, mit dem er gemes­sen hat.

    Das soll­te jeder in sei­ner Mut­ter­spra­che ver­ste­hen und in der Hl. Schrift, die in alle Zun­gen über­setzt ist, lesen.

    Der näch­ste Schritt ist der in den Beicht­stuhl.

    • Stu­die­ren Sie den hei­li­gen Johan­nes Chryso­sto­mus (neben vie­len ande­ren Hei­li­gen, die sich dazu geäu­ßert haben — nicht Schein­hei­li­ge wie „St.“ Woj­ty­la) und Sie wer­den erken­nen, wie dane­ben Sie mit Ihrer Apo­lo­gie des chri­stus­has­sen­den Tal­mu­dis­mus sind: „Wer mit den Fein­den Chri­sti tanzt, kann nicht zu sei­nen Freun­den gehö­ren“.
      Apro­pos Hei­li­ge Schrift:

      Wie sagt der gött­li­che Hei­land zu den Juden: „Ihr habt den Teu­fel zum Vater“ (Joh.8,43f) und der hei­li­ge Pau­lus: „Sie — scil. die Juden — miß­fal­len Gott und sind allen Men­schen feind“(1Thess. 2, 15f).
      Wie weit die­se abgrün­di­ge Feind­schaft gegen Chri­stus und die christ­li­chen Völ­ker geht, erhellt klar aus der Geschich­te. Daß die anti­christ­li­chen Revo­lu­tio­nen von Paris 1789 und Ruß­land 1917 von den juden­ge­führ­ten Logen insze­niert wur­den, um Prie­ster und Katho­li­ken aus­zu­mor­den, kann wohl nur einem voll­stän­di­gen Igno­ran­ten ent­gan­gen sein. Daß sich das von ihnen ent­fes­sel­te Mord­sze­na­rio im II. Welt­krieg auch wie ein Bume­rang gegen sie selbst rich­te­te ist tra­gisch, liegt aber in der Natur des Bösen, und es gehört schon echt jüdi­sche Chuz­pe dazu, die Ver­ant­wor­tung dafür „den Chri­sten“ wegen ihrer Able­hung des Tal­mu­dis­mus in die Schu­he zu schie­ben.
      Im übri­gen: Wer ande­ren den Beicht­stuhl emp­fiehlt, hat ihn meist selbst am nötig­sten!

      • Hei­li­ge sind nicht unfehl­bar.
        Unfehl­bar ist dage­gen die Hl. Schrift — und die sagt etwas ande­res.
        Unfehl­bar sind auch diver­se lehr­amt­li­che Tex­te eini­ger Päp­ste, die die Ver­leum­dung der Juden ver­bo­ten haben — z.B. schon im 13. Jh oder im 15. Jh.

        Schon damals aber galt das unfehl­ba­re Wort den Ver­blen­de­ten weni­ger als das fehl­ba­re.

        Anson­sten reden Sie einen gran­dio­sen, volks­ver­het­zen­den Unsinn daher. „Juden­ge­führ­te Logen“ — was soll das eigent­lich sein?
        Die mei­sten Kom­mu­ni­sten waren immer noch christ­li­cher Her­kunft, sogar ein Prie­ster­an­wär­ter war dabei.

        Wenn das, was Sie da schrei­ben, die rich­ti­gen Stel­len lesen, könn­te das sogar vor Gericht kom­men.

  5. Als Adam Weis­haupts Illu­mi­na­ten die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on ins Rol­len brach­ten und die Katho­li­ken bis aufs Blut ver­folgt wur­den, war das erste, was man bean­trag­te und durch­setz­te, das all­ge­mei­ne Bür­ger­recht für die Juden und die Öff­nung ihrer Syn­ago­gen.
    Der gelehr­te Kar­di­nal José Maria Caro Rodri­guez von Sant­ia­go de Chi­le erklär­te, die Frei­mau­re­rei sei nicht mehr als ein arm­se­li­ges, meist unwis­sen­des Instru­ment einer höhe­ren jüdi­schen Füh­rung.

    Ohne die Ent­christ­li­chung Euro­pas durch den Tal­mu­dis­mus wäre es also nie­mals zu den Greu­eln des 20. und 21. Jahr­hun­derts gekom­men. Aber das wol­len gewis­se Krei­se nicht wahr­ha­ben und schie­ben die Schuld uns Katho­li­ken zu. Eine Schan­de, der­lei Unfug mit unver­hoh­le­ner Dro­hung auch auf die­ser Sei­te lesen zu müs­sen.

    • Das ist ein­fach nur Unsinn!
      Es ist die Fra­ge, ob der angeb­lich christ­li­che Umgang mit den Juden über­haupt immer rich­tig war. Das Schwan­ken der Päp­ste in die­ser Fra­ge offen­bart, dass hier mehr der Mob als das Gehirn und schon gar nicht der Hl. Geist regier­te…
      Außer­dem muss man scharf Ursa­chen von Wir­kun­gen tren­nen und nicht umkeh­ren…

      Sie haben wahr­schein­lich noch nie einen Blick in den Tal­mud getan und reden nur das unsin­ni­ge Zeug ande­rer nach — ich ken­ne das, in Pius­krei­sen sehr ver­brei­tet. der Tal­mud ist erstens nicht lerhver­bind­lich und zwei­tens ist er eine Samm­lung von Debat­ten um ver­schie­de­ne Bibel­stel­len. Die unter­schied­lich­sten Posi­tio­nen kom­men da zu Wort.
      Tal­mud heißt ein­fach nur: Dis­kus­si­on — so wie bei Sokra­tes, so wie es auch in der katho­li­schen Kir­che kon­tro­ver­se Debat­ten gab und Mei­nun­gen der Kir­chen­vä­ter, die aber natür­lich nicht alle „ver­bind­lich“ sind. Die Väter haben auch viel unsinn ver­zapft, und das Lehr­amt hat das still­schwie­gend über­gan­gen. Es ist, wie wenn man das extre­me Gewäsch eines Kir­chen­va­ters her­aus­zupft und behaup­tet, so sei „das“ Chri­sten­tum. Infor­ma­tio­nen zum Tal­mud erst mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Talmud

      Was Ihnen dar­über hin­aus fehlt, das ist die Empa­thie für den ande­ren, christ­lich gespro­chen und für den Extrem­fall: Fein­des­lie­be. man muss immer ver­ste­hen, was im andern vor­geht, um ihn gerecht zu beur­tei­len.

      Die Auf­klä­rung, die Frei­mau­re­rei, der Kom­mu­nis­mus, die scham­lo­se Aus­beu­tung der Unter­ta­nen, der Agno­sti­zis­mus — das alles ist vor allem das Werk abge­fal­le­ner Chri­sten. Tut mir Leid — das ist eine Tat­sa­che. Blei­ben Sie trotz­dem stark.

      Dass die Juden, die jahr­hun­der­te­lang wesent­lich schlech­te­re Hand­lungs­frei­räu­me hat­ten als die Chri­sten, natür­lich Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen, die sich ihnen bie­ten, ist schlicht und ein­fach ein ganz nor­ma­ler Impuls. Anders haben es auch die Chri­sten unter dem Islam nicht gemacht.

      Blei­ben wir mensch­lich, blei­be wir sach­lich und ver­ab­schie­den wir Ver­leum­dun­gen und Ver­schwö­rungs­theo­rien. Ler­nen wir, dass eine Wir­kung nicht ihre eige­ne Ursa­che sein kann. Soviel Logik muss sein.

      Und dass es bei Gott trotz allem kei­ne Sip­pen­haft gibt, soll­te eigent­lich jedem Katho­li­ken klar sein, sonst hat „Catho­li­cus“ offen­bar eine ande­re Reli­gi­on als ich. Wenn Ihr Vater Mist baut, straft Gott nicht Sie dafür…

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