Guttmacher Institute: Seit 2010 in USA 231 Pro Life-Gesetze beschlossen

Abtreibung: Lebensschutz in den USA (Stand 2014)
Abtrei­bung: Lebens­schutz in den USA (Stand 2014)

(Washing­ton) 1973 schien es, als wür­de das Urteil des Ober­sten Gerichts­hofs der USA im Urteil Roe gegen Wade einen irrever­si­blen Abgrund bezeich­nen. Jede Hoff­nung schien erstickt durch die erschrecken­de Ent­schei­dung, zu der die Höchst­rich­ter gelang­ten und die einem fun­da­men­ta­len Zivi­li­sa­ti­ons­bruch ent­sprach. Jeder Wider­spruch schien nur mehr eine sinn­lo­se Spie­gel­fech­te­rei, wäh­rend sich alles der Macht des Fak­ti­schen zu beu­gen hat­te. Die Tötung unge­bo­re­ner Kin­der war zum „Recht“ gewor­den, auch wenn man es noch nicht „Recht“ nannte.

In den USA, mit allen Fol­ge­wir­kun­gen für die gesam­te rest­li­che Welt, wur­den die Bedin­gun­gen geschaf­fen, die es den Ein­zel­staa­ten ver­weh­ren soll­ten, sich auf wel­che Wei­se auch immer dem höchst­rich­ter­li­chen Hand­streich zu widersetzen.

Mit Ideenreichtum, Mut und Opferbereitschaft für das Lebensrecht

Doch die „Libe­ra­len“, die unter Beru­fung auf „Libe­ra­li­tät“ und „Selbst­be­stim­mung“ dem Mor­den im gigan­ti­schen Stil grü­nes Licht erteil­ten, hat­ten nicht mit dem Ideen­reich­tum, dem Mut, der Krea­ti­vi­tät und der per­sön­li­chen Opfer­be­reit­schaft vie­ler US-Bür­ger gerech­net, allen vor­an gläu­bi­ge Chri­sten. Sol­che fin­det man dort auch auf den höch­sten Ent­schei­dungs­ebe­nen. Vie­le Gou­ver­neu­re und Bür­ger­mei­ster haben seit­her nicht gezö­gert, sich für den Schutz der unge­bo­re­nen Kin­der zu expo­nie­ren, bemüht, den noch so klein­sten recht­li­chen Auf­hän­ger zu nüt­zen, um das Lebens­recht durch­zu­set­zen oder zu verbessern.

Oft ein jah­re­lan­ger, haar­spal­te­ri­scher Kampf um Nor­men. Oft erfolg­los, oft erfolg­reich. Beweis sind die etli­chen Lebens­rechts­ge­set­ze, die in der Ver­gan­gen­heit durch­ge­setzt wer­den konn­ten und jene, die heu­te noch oder neu in Kraft sind, wie in Vir­gi­nia, Mis­sis­sip­pi, Arkan­sas, Kan­sas und Süd-Dako­ta. Die Pro Life-Bewe­gung brei­te­te sich auch auf par­la­men­ta­ri­scher Ebe­ne aus, um das Mas­sa­ker an den unge­bo­re­nen Kin­dern ein­zu­däm­men. Die Land­kar­te der USA zeigt, daß der Kampf nicht ver­ge­bens war.

In Texas führ­te eine ent­schlos­se­ne­re Hal­tung der Regie­rung zur Schlie­ßung von 37 der 42 Abtrei­bungs­kli­ni­ken, weil sie nicht den gesetz­li­chen Auf­la­gen ent­spra­chen. Die Ergeb­nis­se lie­ßen nicht auf sich war­ten. Die Abtrei­bungs­ra­te sank auf ein histo­ri­sches Mini­mum im Ver­gleich zu den ver­gan­ge­nen Jahrzehnten.

Entsetztes Guttmacher Institute

1968 wur­de vom Abtrei­bungs­lob­by­isten Plan­ned Paren­t­hood Fede­ra­ti­on of Ame­ri­ca (PPFA) als Unter­or­ga­ni­sa­ti­on das Gutt­ma­cher Insti­tu­te gegrün­det. Benannt ist es nach dem Grün­der und  ersten Vor­sit­zen­den von Plan­ned Paren­t­hood, dem Gynä­ko­lo­gen Alan Frank Gutt­ma­cher (1898–1974), Sohn von Rab­bi Adolf Gutt­ma­cher und Lau­ra Oppen­hei­mer. Gutt­ma­cher war auch Vize-Prä­si­dent der Ame­ri­can Euge­nics Socie­ty, die sich seit dem Urteil Roe gegen Wade Socie­ty for Bio­de­mo­gra­phy and Social Bio­lo­gy nennt.

Das Gutt­ma­cher Insti­tu­te ist ein wich­ti­ger Bau­stein der inter­na­tio­na­len Abtrei­bungs­lob­by. Es spon­sert die „repro­duk­ti­ve Poli­tik“ der UNO. Eine Poli­tik, die unzäh­li­ge Kin­der im Mut­ter­leib das Leben koste­te. Nun gab die­ses Insti­tut bekannt, daß zwi­schen 2010 und 2014 allein in den USA 231 Geset­ze und Bestim­mun­gen zugun­sten des Lebens­rechts erlas­sen wur­den. In mehr als der Hälf­te der US-Bun­des­staa­ten gel­ten lebens­freund­li­che Geset­ze zum Schutz von Mut­ter und Kind. 27 Staa­ten haben den Zugang zur Abtrei­bung signi­fi­kant eingeschränkt.

2014 26 neue Gesetze für einen verbesserten Lebensschutz

Allein 2014 wur­den in den USA 341 Geset­zes­ent­wür­fe zugun­sten des Lebens ein­ge­bracht. Zwar konn­ten bis­her davon erst 26 in gel­ten­des Recht umge­wan­delt wer­den, doch zeu­gen die Ent­wür­fe von einer leben­di­gen Lebens­rechts­be­we­gung, die sich kei­nes­wegs in den äußer­sten Win­kel zurück­drän­gen hat las­sen oder gar resigniert.

Die zuletzt 2014 erlas­se­nen Lebens­rechts­be­stim­mun­gen vari­ie­ren von Staat zu Staat. In Ala­ba­ma wur­de die Zustim­mungs­pflicht der Eltern bei min­der­jäh­ri­gen Mäd­chen gestärkt; in Ari­zo­na wur­den unan­ge­mel­de­te Kon­trol­len in Abtrei­bungs­kli­ni­ken fest­ge­schrie­ben; wie­der in ande­ren Staa­ten wur­de die ver­pflich­ten­de Nach­denk­pau­se vor einer Abtrei­bung ver­län­gert: in Ala­ba­ma von 24 auf 48 Stun­den, in Mis­sou­ri auf 72 Stun­den. Wegen des nach­ge­wie­se­nen Leids, das unge­bo­re­nen Kin­dern zuge­fügt wird, hat Mis­sis­sip­pi Spät­ab­trei­bun­gen ver­bo­ten. Süd-Dako­ta erließ ein Ver­bot der selek­ti­ven Abtrei­bung nur wegen des Geschlechts. Die­ses „Recht“ war einst vom radi­ka­len Femi­nis­mus als Drauf­ga­be im Eman­zi­pa­ti­ons­kampf betrach­tet wor­den. Die abtrei­bungs­ent­schlos­se­ne Frau, die durch Tötung männ­li­cher unge­bo­re­ner Kin­der einen ulti­ma­ti­ven Sieg über die männ­li­che Herr­schaft errin­ge. Heu­te begrüßt selbst der radi­ka­le Femi­nis­mus das Ver­bot der selek­ti­ven Abtrei­bung, weil sie sich im inter­na­tio­na­len Ver­gleich ins Gegen­teil ver­kehr­te und zu einem Mas­sa­ker an Mäd­chen gewor­den ist. Alas­ka, Geor­gia und India­na unter­sag­ten jeg­li­che staat­li­che Finan­zie­rung für Abtreibungskliniken.

Abtreibungslobby verärgert: Lebensrechtsbewegung nicht marginalisiert

In den Abtrei­bungs­krei­sen ist der Ärger groß, daß die Lebens­rechts­be­we­gung in den USA nicht wie in Tei­len Euro­pas mar­gi­na­li­siert und ent­mu­tigt wer­den konn­te. Viel­mehr macht sich unter den Abtrei­bern ein star­kes Unbe­ha­gen breit, daß trotz spek­ta­ku­lä­rer Erfol­ge an ande­ren gesell­schafts­po­li­ti­schen Fron­ten, auch unter Barack Oba­ma, dem radi­kal­sten Befür­wor­ter eines unein­ge­schränk­ten Kin­der­mor­des unter allen US-Prä­si­den­ten, die­ser Wider­stand der Lebens­rechts­be­we­gung nicht gebro­chen wer­den konnte.

2000 gal­ten in den Augen der Abtrei­bungs­lob­by 13 US-Staa­ten als „abtrei­bungs­feind­lich“. 2010 waren es 22 Staa­ten. Fünf davon wur­den sogar als „extrem abtrei­bungs­feind­lich“ klas­si­fi­ziert. 2014 gal­ten bereits 27 Staa­ten als „abtrei­bungs­feind­lich“ und davon 18 Staa­ten als „extrem abtreibungsfeindlich“.

Politiker zwischen Können und Wollen

Seit Jah­ren zei­gen Mei­nungs­um­fra­gen, daß eine gro­ße Mehr­heit der US-Bür­ger jede Finan­zie­rung oder Unter­stüt­zung von Abtrei­bung mit öffent­li­chen Gel­dern ablehnt. Die US-Regie­rung unter Prä­si­dent Oba­ma han­delt seit Jah­ren gegen den Wil­len der eige­nen Bevöl­ke­rung und finan­ziert mit Hun­der­ten Mil­lio­nen Dol­lar jähr­lich welt­weit den Mord an unge­bo­re­nen Kindern.

Man­che Poli­ti­ker behaup­ten auch in den USA, mehr noch in Euro­pa, ach­sel­zuckend, man kön­ne gegen die gel­ten­de Abtrei­bungs­ge­setz­ge­bung nichts unter­neh­men. Eine glat­te Lüge! Natür­lich kann man. Poli­ti­ker, die so reden, wol­len in Wirk­lich­keit nicht – und machen sich dadurch mit­schul­dig am größ­ten Geno­zid der Welt­ge­schich­te, der in Euro­pa bereits die Exi­stenz gan­zer Völ­ker, dar­un­ter auch der tra­gen­den Kul­tur­na­tio­nen bedroht.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Christianofobia.org

1 Kommentar

  1. „Gutt­ma­cher und Plan­ned Paren­t­hood“ ver­su­chen alles, um den Baby­caust zu „opti­mie­ren“. Dies­be­züg­lich kommt ihnen ein die mör­de­ri­sche Abtrei­bung vor­an­trei­ben­de „Vor­zei­ge-Huma­nist“ beson­ders gele­gen, Prä­si­dent Obama.

    O‑Ton aus sei­ner Anspra­che bei der auch „Aus­zeich­nun­gen“ für die „beste“ Ver­nich­tungs­ma­schi­ne­rie ver­ge­ben­den füh­ren­den Abtrei­bungs­or­ga­ni­sa­ti­on “ Plan­ned Parenthood“
    ( Der Schluss ist an Fürch­ter­lich­keit nicht mehr zu überbieten !
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    “ Solan­ge wir dar­um kämp­fen müs­sen, sicher zu stel­len, dass Frau­en Zugang zu qua­li­ta­ti­ver, leist­ba­rer Gesund­heits­ver­sor­gung haben, und solan­ge wir dar­um kämp­fen müs­sen, das Recht einer Frau zu schüt­zen, ihre eige­ne Wahl über ihre eige­ne Gesund­heit zu tref­fen, will ich, dass Sie wis­sen, dass Sie auch einen Prä­si­den­ten haben, der an Ihrer Sei­te sein wird und jeden Schritt auf dem Weg kämp­fen wird.
    Dan­ke, Plan­ned Paren­t­hood. Gott seg­ne Sie.“
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