Passauer Distanzierungen – Und ein OSTERhase kroch unter Marxens Fittiche

Bischof Oster distanziert sich von kath.net
Bischof Oster distan­ziert sich von kath.net

Kom­men­tar von Giu­sep­pe Nar­di

(Pas­sau) Als der Sale­sia­ner Bischof Ste­fan Oster an die Spit­ze der Diö­ze­se Pas­sau bestellt wur­de, sahen nicht weni­ge Katho­li­ken in ihm einen Hoff­nungs­trä­ger. Die Hoff­nun­gen schie­nen nicht unbe­grün­det. Kath.net stell­te sich sofort und begei­stert hin­ter Bischof Oster. Wir haben es vor­ge­zo­gen, ihn lie­ber ein biß­chen zu beob­ach­ten. Mit sei­ner gest­ri­gen, wohl­ge­merkt sonn­täg­li­chen Distan­zie­rung von Kath.net haben die in ihn gesetz­ten Hoff­nun­gen einen deut­li­chen Dämp­fer erhal­ten.

Der Bischof kri­ti­sier­te in einem Brief an sei­ne „Face­book-Freun­de“, daß Kath.net Tex­te von ihm über­nom­men hat­te. Mag sein, daß die Redak­ti­on von Kath.net dabei etwas geflun­kert hat und den Ein­druck erweck­te, als habe sie Tex­te direkt vom Bischof erhal­ten und nicht nur von des­sen Inter­net­sei­te über­nom­men. Kath.net ver­brei­te­te als gut emp­fun­de­ne Tex­te wei­ter und stärk­te damit die Arbeit des Bischofs. Möch­te man mei­nen. Doch nein, so funk­tio­niert das in der Kir­che nicht. Heut­zu­ta­ge wol­len die Bischö­fe nicht von jeder katho­li­schen Initia­ti­ve unter­stützt wer­den. Kei­nes­falls. Es gibt Unter­stüt­zung von „rich­ti­ger“ und „fal­scher“ Sei­te. So fein­säu­ber­lich wird die katho­li­sche Welt von den Bischö­fen und den Ordi­na­ria­ten unter­teilt. Kath.net, so ließ nun Bischof Oster sei­ne „Face­book-Freun­de“ wis­sen, gehö­re zur „fal­schen“ Sei­te. Katholisches.info kennt die­ses Lied zur Genü­ge.

Unterstützung von „falscher“ Seite unerwünscht

Da wer­den bischöf­li­che Pres­se­stel­len plötz­lich hyper­ak­tiv, um auf Autoren­rech­ten und Copy­right her­um­zu­rei­ten. Nur um nicht sagen zu müs­sen: Unter­stüt­zung ja, aber doch nicht von Euch. Da könn­ten wich­ti­ge „Freun­de“ ja einen fal­schen Ein­druck gewin­nen. Das gel­te es unter allen Umstän­de zu ver­mei­den. Sor­ry.

Es geht also nicht um die Inhal­te. Es geht um das herr­schen­de Kli­ma. Hät­te Bischof Oster der Redak­ti­on von Kath.net etwas mit­tei­len wol­len, hät­te er aurei­chend ande­re Mög­lich­kei­ten dafür gehabt. Dar­um ging es ihm nicht. Er woll­te sich distan­zie­ren. Eine Bot­schaft aus­sen­den, die nicht für Kath.net gedacht war, son­dern für sei­ne bischöf­li­chen Mit­brü­der, für „Theo­lo­gin­nen und Theo­lo­gen“, wie der Bischof im vom Kir­chen­ap­pa­rat inha­lier­ten Gen­der-Sprech zu sagen weiß, kurz­um für die offi­zi­el­le Kir­che.

Durch die Freu­de, die Kath.net mit dem neu­en Bischof hat­te, wur­den zahl­rei­che sei­ner Pre­dig­ten und Stel­lung­nah­men wei­ter­ver­brei­tet. Zuvie­le für den Geschmack ande­rer in der Kir­che. Da konn­te doch der Ein­druck ent­ste­hen, Bischof Oster stün­de Kath.net nahe.

Schwächen der katholischen Medienlandschaft

Kath.net und Katholisches.info sind wäh­rend des Pon­ti­fi­kats von Bene­dikt XVI. ein Stück des Weges gewis­ser­ma­ßen gemein­sam gegan­gen. Katholisches.info folg­te dem deut­schen Papst auch in des­sen Sen­si­bi­li­tät für die Tra­di­ti­on. Für die Woj­ty­lia­ner von Kath.net war das mehr eine Höf­lich­keits­übung. Wegen der bemüh­ten Nähe zu eini­gen Bischö­fen woll­te sich Kath.net dies­be­züg­lich nie zu weit aus dem Fen­ster leh­nen. Mit dem neu­en Pon­ti­fi­kat und der Ankunft argen­ti­ni­scher Tram­pel­tie­re in Rom trenn­ten sich unse­re Wege radi­kal.

Die Redak­ti­on von Kath.net traf, auch mit Blick auf die Geld­ge­ber, ande­re Ent­schei­dun­gen als Katholisches.info. Das ist ihr gutes Recht. Das der­zei­ti­ge Pon­ti­fi­kat pro­vo­ziert mit sol­cher Insi­stenz, daß es katho­li­sche Medi­en­in­itia­ti­ven an den Rand der Belast­bar­keit führt. Die Fol­gen sind bekannt und noch kei­nes­wegs abge­schlos­sen. Kath.net hat sich mit einem Teil der katho­li­schen Medi­en­schaf­fen­den für die Vogel-Strauß-Hal­tung ent­schie­den. Kaum geht es um Papst Fran­zis­kus, wird der Kopf in den Sand gesteckt. Man sieht nichts, hört nichts und kri­ti­siert natür­lich nichts. Statt­des­sen läuft auf dem Plat­ten­tel­ler eine Jubel­plat­te. Sie hat einen gro­ßen Sprung und wie­der­holt sich daher stän­dig.

Katholisches.info ist, schwe­ren Her­zens, das muß hin­zu­ge­fügt wer­den, einen ganz ande­ren Weg gegan­gen. Oder glaubt jemand in irgend­ei­nem bischöf­li­chen Ordi­na­ri­at ernst­lich, es mache Spaß, den Papst zu kri­ti­sie­ren? Wir haben kei­ne finan­zi­el­len Abhän­gig­kei­ten und sind daher weder irgend­wel­chen Bischö­fen noch katho­li­schen Ver­bän­den „Rechen­schaft“ schul­dig. Kon­kret: Wir haben nie­man­den, der uns drein­re­det, Ein­fluß gel­tend macht oder damit dro­hen kann, inner­halb von fünf Sekun­den den Geld­hahn abzu­dre­hen. Wir schau­en nicht weg, son­dern hal­ten es auch in unru­hi­ger Zeit für unse­re Pflicht, unbe­stech­li­che Chro­ni­sten der kirch­li­chen Ereig­nis­se zu sein. Auch jene Din­ge auf­zu­zei­gen, die wir für Fehl­ent­wick­lun­gen hal­ten. Und selbst Kri­tik am Papst zu üben, wo er als fehl­ba­res Kir­chen­ober­haupt Hand­lun­gen und Aus­sa­gen tätigt, die bedenk­lich sind.

Zwi­schen der unkri­ti­schen Jubel­plat­te für Papst Fran­zis­kus und der unge­wollt kri­tisch-distan­zier­ten Hal­tung von Katholisches.info gegen­über päpst­li­chen Akti­vi­tä­ten liegt ein gro­ßes trost­lo­ses Feld. Es ist das Feld der vie­len katho­li­chen Medi­en­schaf­fen­den und Blog­ger, die mit uns gemein­sam das Pon­ti­fi­kat Bene­dikts XVI. in der Hoff­nung auf eine Erneue­rung der Katho­li­schen Kir­che unter­stützt haben und die als Reak­ti­on auf das argen­ti­ni­sche Pon­ti­fi­kat in tie­fes Schwei­gen ver­sun­ken sind. Sie schwei­gen weil sie nicht jubeln kön­nen, wie Kath.net, aber auch nicht kri­ti­sie­ren wol­len, wie Katholisches.info. Auch mit die­sem Schwei­gen sind ein lan­ges Rin­gen und gro­ße Gewis­sens­nö­te ver­bun­den. Die­se in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren erfolg­te Auf­spal­tung einer gan­zen Rich­tung, bedeu­tet vor allem deren Schwä­chung.

Vogel-Strauß-Politik von Kath.net gegenüber Papst fordern auch Bischöfe für sich

Nun hat Bischof Ste­fan Oster von Pas­sau öffent­lich wis­sen las­sen, daß auch Kath.net, trotz inten­si­ver Bemü­hun­gen der Redak­ti­on, gegen­über Papst Fran­zis­kus einer strecken­wei­se skur­ril anmu­ten­den Papo­la­trie zu hul­di­gen und pene­tran­te Wadel­bei­ße­rei gegen alle zu betrei­ben, die es wagen, den „guten Kai­ser Franz“ ((Bis 1806 Kai­ser Franz II., der letz­te Kai­ser des römisch-deut­schen Reichs, ab 1804 Kai­ser Franz I. von Öster­reich.)) auf dem Papst­thron zu kri­ti­sie­ren, nicht dem ent­spricht, was sich deut­sche Bischö­fe von katho­li­schen Medi­en erwar­ten.

Kri­te­ri­um für eine gute katho­li­sche Medi­en­ar­beit ist dem­nach nicht, „den katho­li­schen Glau­ben in sei­ner Schön­heit und Wahr­heit dar­zu­stel­len“, wie Bischof Oster schreibt. Ober­stes Kri­te­ri­um ist, einer fal­schen Ein­heit zu hul­di­gen. Oster wirft Kath.net eine „zuneh­mend ten­den­ziö­se Bericht­erstat­tung vor“. Und noch schlim­mer: „eine Pola­ri­sie­rung von Bischö­fen, Prie­stern, Theo­lo­gin­nen und Theo­lo­gen in klar iden­ti­fi­zier­ba­re Lager vor­an­zu­trei­ben“.

Marxens Schisma-Ruf darf man nicht Schisma nennen, weil das „polarisiert“

Mit ande­ren Wor­ten: Wenn Mün­chens Erz­bi­schof Kar­di­nal Rein­hard Marx offen das Schis­ma ankün­digt, soll­te Rom bei der Bischofs­syn­ode nicht nach sei­ner und Kar­di­nal Kas­pers Pfei­fe tan­zen, dann dür­fe man das nicht kri­ti­sie­ren. Man dür­fe, so Oster, nicht ein­mal auf­zei­gen, daß es unter­schied­li­che Posi­tio­nen gibt, geschwei­ge denn sagen, wel­che der Posi­tio­nen katho­lisch ist. Das „pola­ri­sie­re“. Und „pola­ri­sie­ren“, folgt man Osters Logik, sei die schlimm­ste aller Sün­den für einen Katho­li­ken. Man ist von Papst Fran­zis­kus ja inzwi­schen mit einer Rei­he neu­er „sehr schwer­wie­gen­der Sün­den“ bekannt gemacht wor­den, sogar einer Stu­fe, die angeb­lich noch schlim­mer als die schlimm­ste Sün­de sei. So jeden­falls laut einem neu­en päpst­li­chen Super­la­tiv. Da wun­dert man sich über Osters Sün­den­gra­dua­li­tät gar nicht mehr. Das alles ist kei­ne Erfin­dung von Bischof Oster. Der Druck auf ihn ist erheb­lich. Kar­di­nal Marx will mit einer kom­pak­ten Wucht der deut­schen Kir­che bei der Bischofs­syn­ode auf­tre­ten. Abweich­ler, und sei­en es nur poten­ti­el­le, wer­den da weder gebraucht noch gedul­det.

Deutsch­lands Bischö­fe ver­lan­gen von den katho­li­schen Medi­en­schaf­fen­de eine kate­go­ri­sche Vogel-Strauß-Poli­tik, wie sie Kath.net bereits seit zwei Jah­ren gegen­über Papst Fran­zis­kus betreibt. So gese­hen, fällt Kath.net ihr eige­ner Kurs auf den Kopf. Die Bischö­fe for­dern, der­sel­ben Logik fol­gend, von Kath.net glei­ches Ver­hal­ten ihnen gegen­über ein, wie Kath.net es dem Papst gegen­über­bringt. Egal, was sie sagen und tun, die Redak­ti­on habe bei­de Augen zuzu­drücken und die Jubel­plat­te abzu­spie­len. Wer nicht spurt, „pola­ri­siert“ und ist drau­ßen. Wer die Macht hat, setzt vor die Tür.

Falsche Einheit

In der Tat weiß man, daß die „Ein­heit“, wie falsch und ver­lo­gen sie auch sein mag, kir­chen­in­tern ganz hoch im Kurs steht. Bischö­fe, die von ihrem Gewis­sen gelei­tet, dabei nicht mit­spie­len wol­len, wer­den von ihren eige­nen Mit­brü­dern zur Strecke gebracht. Die Ankla­ge lau­tet: Sie stö­ren, ja gefähr­den die Ein­heit. Mit den Wor­ten Osters aus­ge­drückt: sie pola­ri­sie­ren. So erging es Bischof Livie­res von Ciu­dad del Este. So erging es Bischof Oli­ve­ri von Alben­ga-Impe­ria. So erging es Bischof Tebartz-van Elst von Lim­burg, Bischof Mixa von Augs­burg, Bischof Krenn von St. Pöl­ten, Bischof Haas von Chur und jüngst Bischof Jean-Marie Le Vert von Quim­per.

Wäh­rend Bischof Oster öffent­lich, so han­delt kein katho­li­scher Freund, die Distan­zie­rung von Kath.net zele­briert und dabei zum Schein eini­ge Kro­ko­dils­trä­nen ver­drückt, ver­liert er kein Wort der Kri­tik am „deut­schen Weg“ in Sachen Bischofs­syn­ode, der ker­zen­ge­ra­de ins Schis­ma führt. Kein Wort der Kri­tik an der Nöti­gung, ja Erpres­sung, die Kar­di­nal Marx im Namen der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, und damit auch im Namen Osters erst vor weni­gen Tagen in Hil­des­heim aus­sprach und dabei Pfei­le in Rich­tung Rom abschoß.

Osters Distanzierung nicht für Kath.net-Ohren geschrieben

Wie gesagt: Osters Distan­zie­rung ist nicht für die Redak­ti­on von Kath.net geschrie­ben, son­dern für die Ohren derer, die offen­sicht­lich ihn unter Druck gesetzt haben mit der Kri­tik einer zu gro­ßen Nähe zu Kath.net. Was mach­te Bischof Oster? Er ließ Kath.net ohne mit der Wim­per zu zucken über die Klin­ge sprin­gen und kroch unter den Man­tel des mäch­ti­gen Marx.

Über Bischof Oster dür­fen auch wir unse­re Ent­täu­schung zum Aus­druck brin­gen. Es gab ja wirk­lich Hoff­nun­gen. Solan­ge Bischö­fe aber poli­tisch tak­tie­ren und ihr Han­deln nach Alli­an­zen und Main­stream aus­rich­ten, wird es kei­ne Erneue­rung der Katho­li­schen Kir­che im deut­schen Sprach­raum geben. Solan­ge Bischö­fe sich distan­zie­ren und lamen­tie­ren, weil ihnen ein Ton­fall, ein Copy­right oder eine Kri­tik nicht paßt, obwohl die­se wohl­be­grün­det, not­wen­dig, ja manch­mal sogar über­fäl­lig ist, aber zu schis­ma­ti­sie­ren­den, ja häre­ti­sie­ren­den Aus­sa­gen bischöf­li­cher Mit­brü­der schwei­gen, von den Ver­wü­stun­gen eines Teils der eige­nen Prie­ster und der eige­nen „Theo­lo­gin­nen und Theo­lo­gen“ ganz zu schwei­gen, wird es kei­ne neue Blü­te der Kir­che in unse­ren Brei­ten geben.

Kath.net hat als Redak­ti­on die Ent­schei­dun­gen getrof­fen, die es getrof­fen hat. Es sind nicht unse­re. Als katho­li­sche Medi­en­in­itia­ti­ve lei­stet die Redak­ti­on jedoch wich­ti­ge Arbeit, die um Mei­len bes­ser, weil katho­li­scher ist, als die mei­sten offi­zi­el­len katho­li­schen Medi­en des deut­schen Sprach­raums, für die die Bischö­fe ver­ant­wort­lich zeich­nen. Kir­chen­zei­tun­gen, Uni­ver­si­tä­ten, Aka­de­mien, Ver­bän­de die die Katho­li­sche Kir­che angrei­fen, statt sie zu ver­tei­di­gen. Die im Main­stream gegen die katho­li­sche Glau­bens­leh­re und kirch­li­che Ord­nung segeln. Da gäbe es für die Bischö­fe mehr als genug zu tun. Statt­des­sen sind sie besorgt, sich von Medi­en­in­itia­ti­ven wie Kath.net zu distan­zie­ren und ja nicht mit den „fal­schen“ Katho­li­ken in Ver­bin­dung gebracht zu wer­den.

Distanzierungs-Genugtuung der Berufskatholiken

Wenn 610 Face­book-Freun­den von Bischof Oster sei­ne Distan­zie­rung von Kath.net „gefällt“, die er sogar gra­phisch mit einem demon­stra­ti­ven roten Fra­gen­zei­chen ins Bild setz­te, (Hut ab, man gibt sich Mühe beim Distan­zie­ren), dann darf man getrost anneh­men, daß 90 Pro­zent davon haupt­amt­lich ali­men­tier­te Appa­rat-Katho­li­ken sind. Ihnen hat Bischof Osters Bot­schaft gegol­ten. Sie soll­ten aus bischöf­li­chem Mund hören, daß er schon nicht so sei. Wie sei? Na, so ein „radi­ka­ler“, wie die von Kath.net.

Ja, für den kir­chen­steu­er­fi­nan­zier­ten Appa­rat der deut­schen Berufs­ka­tho­li­ke sind Initia­ti­ven wie Kath.net bereits böse Radi­ka­le. Kri­tik kön­nen Pro­gres­si­sten näm­lich ganz und gar nicht lei­den. Übri­gens: Die deut­sche Redak­ti­on von Radio Vati­kan ver­brei­tet die Distan­zie­rung mit Begei­ste­rung wei­ter. Das alles sagt viel über die Ach­sen­ver­schie­bung aus, die in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten schlei­chend und mit bischöf­li­cher Dul­dung in den Diö­ze­sen des deut­schen Sprach­raums statt­ge­fun­den hat. Nicht die Schis­ma­ti­ker und Häre­ti­ker wer­den, wenn schon, vor die Tür gesetzt, son­dern die glau­bens­treu­en Katho­li­ken. Denn, wo käme man in den Diö­ze­sen hin, wenn man Glau­bens­treue ein­for­dern wür­de. Nicht wahr, Bischof Oster!?

Viel­leicht soll­te auch Kath.net Leh­ren dar­aus zie­hen. Für Kath.net, Oster, Marx und Papst Fran­zis­kus gilt ganz katho­lisch: Es ist nie zu spät.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Face­book (Screen­shot)

23 Kommentare

  1. Wahr­schein­lich hat Marx Oster mit sei­nem barm­her­zi­gen Bischofs­stab brü­der­lich eins über­ge­zo­gen.

      • Ja, Sie haben Recht. Mit dem Ding genügt es schon kurz her­um­zu­we­deln, um die Mit­brü­der auf Linie zu brin­gen.

  2. Dan­ke für die­sen Kom­men­tar.

    Ich gestat­te mir nur den Hin­weis, daß ich die kath.net — Redak­ti­on schon vor zwei Jah­ren dar­auf hin­ge­wie­sen habe, daß das demon­stra­ti­ve und pflicht­schul­di­ge Distan­zie­ren von ande­ren Medi­en­in­itia­ti­ven mora­lisch bedenk­lich ist und auch stra­te­gisch nichts brin­gen wird. Wie man sieht, hat es den Anpaß­lern tat­säch­lich nichts genützt.

    Was mich wun­dert, ist, daß sich ein deut­scher Bischof nun von kath.net distan­ziert, wo deren Redak­ti­on doch ohne­hin gefühl­te zwei­drit­tel ihrer Arti­kel aus KNA und kath­press, also den offi­zi­el­len Pres­se­stel­len, bezieht.

    Krie­che­rei lohnt sich eben nicht. Das ist wie­der ein­mal deut­lich gewor­den.

    • Sehr geehr­ter Herr Schrems, ist W. Schrems Ihr wirk­li­cher Name? Sie haben ja hier auf katholisches.info schon aus­führ­lich über Fati­ma geschrie­ben. Dar­über wür­de ich mich gern mal mit Ihnen aus­tau­schen. Der Histo­ri­ker Micha­el Hese­mann hat mir geschrie­ben, es sei durch Hand­schrif­ten­ver­gleich der jun­gen und der alten Schwe­ster Lucia bewie­sen, dass die alte Schwe­ster Lucia wirk­lich das Hir­ten­mäd­chen von 1917 sei. Wis­sen Sie etwas dar­über?

      • @Aventin

        Ich habe das nicht genau­er mit­ver­folgt. Mir ist die von Ihnen genann­te Infor­ma­ti­on nur vage im Hin­ter­kopf.

        Ich habe ohne­hin vie­les zu die­sem The­ma auf die­ser Sei­te geschrie­ben. Der Grund­ge­dan­ke ist: Wenn es ohne­hin nichts zu ver­tu­schen gibt, dann möge man sei­tens der Kar­me­li­ten oder sei­tens des Welt­apo­sto­lats von Fati­ma oder sei­tens des por­tu­gi­sie­schen Epi­sko­pats ein Selig­spre­chungs­ver­fah­ren für Sr. Lucia ein­lei­ten.
        Nach­dem das nicht geschieht, muß man schluß­fol­gern, daß aus ver­schie­de­nen Grün­den kein Inter­es­se besteht, bzw. daß die Bot­schaft von Fati­ma nie­der­ge­hal­ten wer­den soll, bzw. daß es bezüg­lich der Per­son der Sehe­rin Pro­ble­me gibt.

        Wenn also Herr H. meint, die Kon­ti­nui­tät sei „bewie­sen“, gleich­zei­tig in der Hier­ar­chie aber über­haupt kein Inter­es­se dafür gege­ben ist, dann zeigt mir das nur, daß hier etwas faul ist.

  3. Es geht hier in dem gan­zen Zir­kus, so könn­te man die katho­li­sche Kir­che Deutsch­lands weit­hin beschrei­ben, nicht mehr, schon lan­ge nicht mehr, um Glau­bens­in­hal­te und Ver­kün­di­gung, son­dern um Waden­bei­ße­rei und „Macht­fra­gen“.
    Wel­cher Bischof küm­mert sich um die vie­len vie­len MIß­stän­de vor Ort?- Da kann, muß man erle­ben, gera­de erst, daß bei der hl. Sonn­tags­mes­se noch nicht ein ein­zi­ges Lied zur Fasten­zeit gesun­gen wur­de.
    Für den Prie­ster hat­te der Herr mit 3 sei­ner Jün­ger einen schö­ne Berg­tour gemacht- mal abge­schal­tet vom All­tag. Wirk­lich- so drück­te er sich aus. „Auch wir brau­chen immer mal Distanz zum All­tag, Erho­lung…“ Von der bit­te­ren Ankün­di­gung des Herrn bezüg­lich sei­nes bevor­ste­hen­den Lei­den kein Ton. The­ma also ver­fehlt. So wirds wei­ter­ge­hen.
    Vielelicht wer­den auch zu Ostern Weih­nachts­lie­der gespielt: alles ist mög­lich, alles erlaubt, alles gemacht- gera­de erst recht.

    Das ist noch eine Gemein­de, die durch­aus noch nicht ganz heidnisch-„protestantisiert“ ist.
    Also: ein Kes­sel Kun­ter­bun­tes und manch­mal auch mal was Rich­ti­ges: Amts­kir­che Deutsch­lands.
    Und so wie im Klei­nen siehts dann offen­bar bis ganz oben aus.
    Der „Laden“, die­ser Laden muß sich selbst zu Gra­be tra­gen, ein­sar­gen. Dem ist nicht mehr zu hel­fen.

    • Nein, Fran­zel, man muß es nicht erle­ben!
      Nach­dem ich jah­re­lang den „gan­zen Zir­kus“ über mich habe erge­hen las­sen, blei­be ich seit gerau­mer Zeit sonn­tags zu Hau­se. Mit einer „Hei­li­gen Mes­se“ hat das alles wenig oder gar nichts mehr zu tun.
      Schließ­lich lau­tet das alte — längst außer Kraft gesetz­te — 3. Kir­chen­ge­bot: „Du sollst an jedem Sonn- und Fei­er­tag eine hl. Mes­se mit Andacht hören.“ Das wird einem durch die Selbst­dar­stel­ler, die da um die Kon­zils­ki­ste tur­nen, unmög­lich gemacht. Und eine „Eucha­ri­stie­fei­er mit Wut im Bauch“, die muß ich mir nicht antun.
      Der „Laden“ hat mit der „einen, hei­li­gen, katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che“, die ich aus mei­ner Kind­heit und Jugend ken­ne, nur noch den Namen gemein, und das ist, schlicht und ergrei­fend, nichts ande­res als Eti­ket­ten­schwin­del!

      • Zum Glück gibt es die sonn­täg­li­chen Mes­sen im vetus und novus Ordo der Petrus­bru­der­schaft auf KTV aus Wigratz­bad. Habe eine davon am Sonn­tag andäch­tig ver­folgt, und bin dann auch nicht mehr zur Kir­che. Habe ich jetzt die Sonn­tags­pflicht ver­letzt? Nicht nur, dass das Mess­op­fer wür­dig gefei­ert wird, auch die Pre­dig­ten sind tau­send­mal bes­ser, haben inhalt­li­che Sub­stanz statt fla­chem Bla­Bla, das nie­man­dem weh­tut, aber auch nie­man­den beein­druckt.

      • @siri — 2. März 2015 um 19:42 & @Aventin — 2. März 2015 um 20:47

        Geht mir genau­so ! In mei­nem Bekann­ten­kreis ist es bei eini­gen Leu­ten auch so. Bei dem Gel­är­me, Gehöp­sel und Lai­en­ho­sti­en­ge­grap­sche ist es mit der wah­ren Andacht, und auch mit der Sonn­tags­pflicht vor­bei.

  4. Auf­fäl­lig scheint mir auch der Zeit­punkt zu sein, zu dem Bischof Osters Distan­zie­rung von Kath.net erfolgt ist. Weni­ge Tage nach der Früh­jahrs­voll­ver­samm­lung der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz in Hil­des­heim hat­te Kath.net deut­li­che Kri­tik an den Aus­sa­gen der Bischö­fe Marx „Wir sind kei­ne Filia­len von Rom“ und Bode „Auch die Rea­li­tät von Men­schen und der Welt ist eine Quel­le der Offen­ba­rung“ geübt und damit Bischof Oster offen­bar her­aus­ge­for­dert. Beson­ders deut­lich war hier der Kom­men­tar von Micha­el Schä­fer vom 27. Febru­ar, den Kath.net bis jetzt noch durch einen auf­fäl­li­gen Ban­ner her­vor­hebt.

    Der Trop­fen, der das Fass zum Über­lau­fen brach­te, dürf­te schließ­lich die Behaup­tung von Micha­el Schnei­der-Flag­mey­er vom „Forum Deut­scher Katho­li­ken“ gewe­sen sein, ein pro­mi­nen­ter deut­scher Bischof habe erklärt, dass nach der Ent­fer­nung des Lim­bur­ger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst nun die Bischö­fe Gre­gor Maria Hanke von Eich­stätt und Rudolf Voder­hol­zer von Regens­burg „dran­kom­men“ müss­ten. Er wis­se dies aus „abso­lut seriö­ser Quel­le“.

    Schnei­der-Flag­mey­er hat noch am sel­ben Tag, dem 26. Febru­ar, die­se Behaup­tung auf Kath.net und sei­nem Blog gelöscht, aber das war wohl zu spät, zumal Gloria.tv es bereits in sei­ne Nach­rich­ten (vom 27. Febru­ar) auf­ge­nom­men hat­te, wo es jetzt noch zu fin­den ist.

  5. Viel­leicht bre­chen jetzt Leser-Flücht­lings­strö­me von kath.net auf Rich­tung Katholisches.info. Das wäre doch erfreu­lich.

    • Auf kath.net konn­te man vor ein paar Wochen in den Kom­men­ta­ren lesen, daß vie­le frü­he­re Poster nicht mehr schrei­ben.
      (Wenn ich mich nicht irre, war ein Kom­men­tar dazu von Adson_von_Melk)
      Tra­di­ti­ons­freund­li­che Blogs haben übri­gens mehr Leser als man gemein­hin denkt.

  6. Bis jetzt habe ich von Herrn Bischof Oster kei­ne Äuße­rung ver­nom­men, dass er sich von der über­lie­fer­ten Leh­re und der Wahr­heit Chri­sti ver­ab­schie­den will. Aus sei­nen bis­he­ri­gen Äuße­run­gen glau­be ich kann man das Gegen­teil erken­nen.

    Es stimmt ja, dass er das nicht nur gegen­über den gläu­bi­gen Katho­li­ken, son­dern auch gegen­über den ande­ren Bischö­fen klar zum Aus­druck brin­gen soll. Aber ich sehe kei­nen Sinn dar­in, wenn die Bischö­fe und Kar­di­nä­le im Streit auf­ein­an­der los­ge­hen wür­den. Das wür­de die Gefahr einer Spal­tung in der Kir­che nur ver­stär­ken. Herr Bischof Oster hat offen­sicht­lich nicht den Weg einer offe­nen Kon­fron­ta­ti­on mit den „Abweich­lern“ gewählt. Das muss aber nicht bedeu­ten, dass er sich von irgend jeman­dem her­um kom­man­die­ren lässt. Man muss Gott mehr gehor­chen als den Men­schen, und das weiß er auch.

    Ob der Kir­che damit gehol­fen ist, dass wir uns unent­wegt über bestimm­te Per­so­nen empö­ren?
    Wer­den sol­che „Angrif­fe“ zur Ein­sicht bei den Ange­grif­fe­nen füh­ren? Man wird sich eher belei­digt zurück­zie­hen in eine jetzt-erst-recht-Hal­tung.

    Hat uns die Mut­ter Got­tes nicht ein­dring­lich in ihren Bot­schaf­ten dar­um gebe­ten, dass wir für die Pfar­rer und Bischö­fe beten sol­len? Und das gilt ganz beson­ders für die­je­ni­gen, die mei­nen, die Zeit, in der die gesun­de Leh­re nicht mehr zu ertra­gen ist, wäre jetzt gekom­men.

  7. Hat sich kath.net die Pre­dig­ten von Bischof Oster ein­fach „geschnappt“, ohne zuvor sein Ein­ver­ständ­nis ein­ge­holt zu haben, kann ich des­sen Ver­är­ge­rung schon nach­voll­zie­hen.
    Gegen­sei­ti­ge Abma­chun­gen, falls recht­lich not­wen­dig, soll­ten schon ein­ge­hal­ten wer­den und eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein.
    Aber der Zeit­punkt der bischöf­li­chen Schel­te für kath.net ist schon auf­fal­lend.
    Es wird Kar­di­nal Marx Äüße­rung ‑D. kei­ne Filia­le von Rom- hef­tigst dis­ku­tiert und genau jetzt fällt Bischof Oster auf, dass kath.net sei­ne Pre­dig­ten ver­öf­fent­licht. Hat er dies vor­her nicht bemerkt?
    Bischof Oster erwähnt aller­dings auch, dass eben­so auf libe­ra­len (Kirchen-)Seiten ein ähn­li­cher Ton zu fin­den ist.

    Was weh tut, ist die offen­sicht­li­che Freu­de ‑oder ist es eher Häme- bestimm­ter Krei­se über des Bischofs Schel­te.
    Nun kön­nen sich die­se wohl dar­in bestä­tigt füh­len, dass „kon­ser­va­ti­ve Chri­sten“ eine Ansamm­lung von Leu­ten sind, denen man nur mit äusser­stem Miss­trau­en und Abwehr begeg­nen kann.
    Und so wird der Riss in der katho­li­schen Kir­che immer tie­fer, die gegen­sei­ti­ge Ent­frem­dung immer unüber­seh­ba­rer und fast kör­per­lich schmerz­lich spür­bar.
    Ein Riss, der noch zu kit­ten ist?
    Das macht mir ‑als „kon­ser­va­ti­ve“, oder bes­ser gesagt, wert­kon­ser­va­ti­ve und lehr­amts­treue Katho­li­kin- unge­mein zu schaf­fen!

  8. Wenn der gro­ße Vor­sit­zen­de des Polit­bü­ros DBK pfeift, dann zie­hen auch die ‚Oster­ha­sen‚ die Ohren ein und es wird das Lied der Ein­heit gesun­gen auch wenn es noch so jäm­mer­lich und schräg klingt.
    Wahr­heit inter­es­siert nicht in die­ser Har­mo­nie-Kir­che, das See­len­heil der Men­schen offen­bar auch nicht.
    Ich habe mir die Fra­ge gestellt, ob es noch getreue Bischö­fe geben wird, die sich um den klei­nen Rest der katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land küm­mern wer­den, ins­be­son­de­re um die Gläu­bi­gen vor Irr­tü­mern zu schüt­zen.
    Zur Erin­ne­rung: Wäh­rend der Ver­fol­gung der katho­li­schen Kir­che unter den Aria­nern hat es nur noch weni­ge glau­bens­star­ke Bischö­fe gege­ben, wie den Hl Atha­na­si­us, den Hl Ambro­si­us, Vin­cen­ti­us und noch eini­ge weni­ge mehr und die­se hat­ten sogar zeit­wei­se den Papst Libe­ri­us gegen sich. Es waren die Lai­en die den Glau­ben hoch­ge­hal­ten haben.
    Wir wer­den sehen.

    An dem bischöf­li­chen ‚Lie­bes­ent­zug‚ soll­te kei­ner wirk­lich Anstoß neh­men, viel eher benö­tigt der Bischof unser Gebet damit er ste­hen bleibt und nicht fällt wie so vie­le.
    Lehrt uns nicht das zwei­te Vati­ka­num, daß das Volk Got­tes auf­ste­hen soll und es der Wahr­heit ver­pflich­tet ist. Also wir haben das Recht und die Pflicht unse­re Sor­ge zum Aus­druck zu brin­gen.
    Ser­vi­ler Papa­lis­mus oder Epi­skopa­lis­mus, am besten noch wie in einer Dik­ta­tur, sind für die Kir­che wohl kaum hilf­reich und kann nicht ernst­haft ein­ge­for­dert wer­den.

    Der Glau­be ist das Schild durch den wir alle Angrif­fe abweh­ren kön­nen sagt uns der Hl. Apo­stel Pau­lus und den Hl Erz­engel Micha­el dür­fen wir auch zu Hil­fe rufen.
    Gelobt sei Jesus Chri­stus und Maria

  9. Ein her­vor­ra­gen­der Arti­kel von Herrn Giu­sep­pe Nar­di!
    Mit Herz­blut geschrie­ben, im Stil voll­endet, sehr genau beob­ach­tet und gut recher­chiert, und bei allem kri­ti­schen Sinn zugleich objek­tiv und fair ggb. kath.net.
    Das alles kann lei­der genug NICHT von der Hal­tung von kath.net ggb. katholisches.info gesagt wer­den.
    Haus­hun­de die mit den Wöl­fen in dem Wal­de heu­len, wer­den fast immer desto­trotz gefres­sen.
    Kath.net war und ist blau­äu­gig: begei­stert durch Schön­heit, ver­blen­det durch schö­nen Schein, blind für die trau­ri­ge Rea­li­tät, unsi­cher bei dem jet­zi­gen Pot­pour­ri (und es ist in der Tat ein ech­tes tota­les Durch­ein­an­der von unaus­ge­go­re­nen Sachen).

    Herr W. Schrems hat zurecht dar­auf­hin­ge­wie­sen, daß ein Groß­teil der Arti­kel von kath.net von der KNA und von kath­press stammt; Ähn­li­ches fin­det man auch im Aus­land (Nord­bel­gi­en, http://www.kerknet.be).
    Die ein­fa­che Mit­tei­lung und Ver­brei­tung der Rea­li­tät ist in der Tat höchst unge­wünscht für die irr­lich­tern­de Füh­rung.
    Nichts ent­larvt so gut das Cha­os, die fun­da­men­ta­le Lee­re von allen jetzt gepre­dig­ten und geta­nem Hip­hop als die mosa­ik­ar­ti­ge Dar­stel­lung in der Pres­se und im Web.
    Inso­weit ist kath.net auch Opfer sei­nes frü­he­ren Erfolgs.

  10. Bischof Oster ist übri­gens auch Opfer sei­nes Erfolgs:
    Ordens­prie­ster, wie mehr­mals ange­deu­tet wur­de mit einem per­sön­li­chen Bekeh­rungs­er­leb­nis, noch rela­tiv jung, theo­lo­gisch beschla­gen und mit einem sehr guten, sehr ver­ständ­li­chen und flot­tem Schreib­stil: so genoß er sehr viel Sym­pa­thie bei kath.net und kon­ser­va­ti­ven Kir­chen­krei­sen.
    Sei­ne lesens­wer­te Arti­kel in den loka­len Bischofs­po­stil­len und in der Tages­post wur­den von kath.net sehr lobend bespro­chen und stark ver­brei­tet;
    Nun freut sich jeder Autor daß er viel gele­sen wird; noch wich­ti­ger wird dies, wenn es um Neue­van­ge­li­sie­rung geht.
    Unter die­sem Aspekt sind das Copy­right und die Tantiemen/Honorare neben­säch­lich (J. Card. Ratz­in­ger war da übri­gens äusserst groß­zü­gig).
    Rich­ti­ge Pro­ble­me bekam Oster durch einen gro­ßen Arti­kel über die katho­li­sche Fami­li­en­ethik und ‑Moral in der Tages­post Ende 2014: her­vor­ra­gend fun­diert, sehr deut­lich und klar, äusserst gedie­gen und seri­ös, ver­trat er die katho­li­sche Kir­chen­leh­re aufs Beste.
    Wenn der Ant­wer­pe­ner Bischof Bon­ny eini­ge Tage spä­ter am 27. Dezem­ber 2014 ein wirk­lich häre­ti­sches Inter­view in der bel­gi­schen Zei­tung „De Mor­gen“ gab ( Bon­ny bekam dafür Ende Janu­ar den Ver­dienst­preis der Hole­bi­trans­gen­der- orga­ni­sa­ti­on CaVa­ria), wur­de — bei tota­lem Schwei­gen der bel­gi­schen Bischö­fen- der Arti­kel v. Bischof Oster auf tra­di­ti­ons­freund­li­chen Web­sites und in der geschrie­be­nen Pres­se refe­riert, in Aus­zü­gen über­setzt und neben Bonny’s Häre­si­en gesetzt.
    Das wur­de sowohl in Rom bei Bonny’s Bekann­ten (Rau­ber, Kas­per,…) als auch in den USA bemerkt.
    Der her­vor­ra­gen­de Fasten­brief v. Bischof Oster v. 22. Febru­ar 2015, der inhalt­lich ganz rich­tig war aber zugleich fak­tisch als eine tie­fe Kri­tik an Marx, Leh­mann und vie­le ande­ren ver­stan­den wer­den konn­te, ließ das Faß über­lau­fen.

    Dann wur­de ein­ge­grif­fen;
    wie schon so häu­fig in der Geschich­te läßt man dann die Ein­heit prä­mie­ren zu Lasten der Wahr­heit, zeigt man öffent­lich Feig­heit und distan­ziert sich von bekann­ten und ins Visier gera­te­nen Per­so­nen und Webs.
    Es wird den Moder­ni­sten nicht hel­fen: die­se Tex­te sind geschrie­ben wor­den, publi­ziert, breit gemailt und über­setzt, und ent­wickeln ihre eige­ne Wir­kung.
    Bischof Oster hat viel per­sön­li­che Glaub­wür­dig­keit ver­lo­ren.
    Und kath.net wur­de schwer demü­tigt und lernt die Faust der Her­ren ken­nen.
    Es erin­nert mich sehr an die Abschied­sze­ne des Prin­zen von Ora­ni­en, Wil­helms von Nas­sau, bei den Gra­fen Egmont und Hoor­ne kurz vor der Ankunft des Her­zogs von Alva in die Nie­der­lan­de:
    „Adieu, Prinz ohne Land!- Adieu, Gra­fen ohne Kopf!“.

  11. Lie­ber @siri, haben Sie Gele­gen­heit in Ihrer Umge­bung eine Mes­se im alten Ritus auf­zu­su­chen? Mir erging es genau wie Ihnen und ich bin heil­froh jetzt mei­ne Hei­mat in der alten Mes­se gefun­den zu haben…

    Auch wenn es natu­er­lich einen Mess­be­such nicht ersetzt ist die Sei­te der Petrus­bru­der­schaft (livemass.org) sehr zu emp­feh­len. Hier kann man bei­spiels­wei­se tae­g­lich die Mes­sen aus Fri­bourg in der Schweiz sowohl live als auch in Auf­zeich­nung auf Abruf ver­fol­gen.

    • Lie­ber Pascal13,
      bis vor ca. 4 Jah­ren gab es in einem Nach­bar­ort wöchent­lich (mei­stens am Mon­tag) eine Hl. Mes­se im tra­di­tio­nel­len Ritus, die ich regel­mä­ßig besucht habe. Lei­der ist der Prie­ster inzwi­schen ver­stor­ben, man hat ihm in „sei­ner Gemein­de“ das Leben schwer genug gemacht. Das war Mob­bing von der fein­sten Sor­te, vor allem aus­ge­übt vom Pfarr­ge­mein­de­rat, der zu drei Vier­teln aus Leu­ten bestand, die sonn­tags nur dann zur Kir­che gin­gen, um sich dort an diver­sen Stel­len zu pro­fi­lie­ren. Auch der Ver­wal­tungs­rat hat sich an dubio­sen Aktio­nen gegen den Pfar­rer betei­ligt. Das ging von Ver­däch­ti­gun­gen diver­ser Art bis fast zum Ruf­mord! Schließ­lich hat der Mann, nach meh­re­ren schwe­ren Erkran­kun­gen, u.a. ein Herz­in­farkt, das Hand­tuch gewor­fen und ist mit 64 in den Ruhe­stand gegan­gen. Den hat er aber lei­der nur noch weni­ge Mona­te genie­ßen kön­nen.
      Seit­dem gibt es hier im wei­ten Umkreis kei­ne ordent­li­che Mes­se mehr, son­dern es tum­meln sich Selbst­dar­stel­ler aller Art des Sonn­tags um den soge­nann­ten Altar, der mehr einer Kiste als einem wür­di­gen Opfer­tisch gleicht. Meß­ge­wän­der sind längst pas­sé, es gibt nur noch häß­li­che Man­tel­al­ben und Sto­len in schil­lern­den Far­ben, bar jedes christ­li­chen Sym­bols. Und dazu Händ­chen­hal­ten, Rei­gen um die Kon­zils­ki­ste, selbst­ge­ba­stel­te „Kanons“, kurz: Kin­der­ge­burts­tag oder Schüt­zen­fest mit pseu­dochrist­li­chem Anstrich. Dar­auf kann ich ger­ne ver­zich­ten. Aber ich sehe mir oft die Sonn­tags­mes­sen aus Wigratz­bad an. Ich den­ke, daß ich damit mehr der Sonn­tags­pflicht genü­ge als mich an einer kar­ne­va­li­sti­schen Eucha­ri­stie­fei­er zu betei­li­gen.

      • Lie­ber Siri,

        ich kann Sie geht gut ver­ste­hen. Was wie gesagt im Inter­net-Fern­se­hen auch toll ist, ist das hier: http://www.livemass.org/LiveMass/suisse.html
        Vor allem, dass hier auch die Mes­sen werk­tags über­tra­gen wer­den. Klei­ner Nach­teil ist, dass die Pre­dig­ten auf fran­zö­sisch sind.

        Ein wei­te­rer Hin­weis ist die Stand­ort­kar­te von pro mis­sa triden­ti­na: http://www.pro-missa-tridentina.de/heilige-messen/index.htm

      • @siri —“…vor allem aus­ge­übt vom Pfarr­ge­mein­de­rat…“

        Die Pfarr­ge­mein­de­rä­te sind der nach­kon­zi­lia­re Genick­bruch der mei­sten guten Orts- und Gemein­de­prie­ster. Ich sehe das hier auch über­all. Das sind alles bes­ser­wis­se­ri­sche, pro­te­stan­tisch ver­seuch­te, macht­gie­rie­ge Lai­en, die sich mäch­ti­ger und geschei­ter dün­ken als der katho­li­sche Pfar­rer, der die Wei­hen hat. Kata­stro­phal ! Prof. Georg May hat über die­sen Müll eini­ge gute Ana­ly­sen geschrie­ben (z.B. ‚Das Prie­ster­tum in der Nach­kon­zi­lia­ren Kir­che, Una Voce). Die­se Leu­te haben den katho­li­schen Prie­stern ihre Wür­de genom­men und sich in deren Amt auf schänd­lich­ste Wei­se ein­ge­mischt.

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