Deutschlands Kasperianer auf dem Weg nach Rom

Ein Bischof ein Gesicht
Kar­di­nal Marx: Ein Bischof ein Gesicht

(Bonn) Die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz hat die drei Syn­oda­len ernannt, die im kom­men­den Okto­ber an der ordent­li­chen Bischofs­syn­ode über die Fami­lie teil­neh­men wer­den. Die in Hil­des­heim tagen­de Bischofs­kon­fe­renz wähl­te am heu­ti­gen Diens­tag ihren Vor­sit­zen­den Erz­bi­schof Rein­hard Kar­di­nal Marx von Mün­chen-Frei­sing zum Syn­oden­va­ter. Eben­so gewählt wur­den Bischof Franz-Josef Bode von Osna­brück und Bischof Hei­ner Koch von Dres­den-Mei­ßen. Die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz zeigt Geschlos­sen­heit: alle drei Gewähl­ten gel­ten als Kasperianer.

Kar­di­nal Marx, Bischof Bode und Bischof Koch haben bereits 2014 in unter­schied­li­cher Form öffent­lich die Kom­mu­ni­on für „wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne“ gefor­dert, wie neu­er­dings stän­di­ge Ehe­bre­cher genannt wer­den. Bischof Bode ist Vor­sit­zen­der der Pasto­ral­kom­mis­si­on der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, wäh­rend Bischof Koch Deutsch­lands „Fami­li­en­bi­schof“ ist. Kar­di­nal Marx gab sich über­zeugt, daß die Syn­ode in Rom eine „gemein­sa­me Linie“ fin­den wer­de, die er mit „90 Pro­zent plus x“ quantifizierte.

„Homosexualität als Sünde bezeichnen, ist verletztend“

Bischof Koch scheint sein Flug­ticket nach Rom vor weni­gen Tagen mit der Aus­sa­ge gelöst zu haben: „Schwul­sein ist kei­ne Sün­de“. Skur­ri­le Wort­spie­le, die auf einen gesell­schaft­li­chen Brücken­schlag abzie­len, der einem Schuß nach hin­ten ähnelt. Neu­er­dings „ent­decken“ Bischö­fe der Rei­he nach „ganz pri­ma“ Homo­se­xu­el­le, die sie den Gläu­bi­gen als Vor­bild hin­stel­len. Kar­di­nal Schön­born macht Schule.

Der Wie­ner Erz­bi­schof hat­te wäh­rend der Bischofs­syn­ode 2014 dem Cor­rie­re del­la Sera von einem Homo-Paar vor­ge­schwärmt, das er ken­ne: „Es war wun­der­bar, mensch­lich wie christ­lich, wie der eine sich um den ande­ren küm­mer­te“, so der Kar­di­nal. Was das Aner­ken­nens­wer­te mit Homo­se­xua­li­tät zu tun hat, sag­te Schön­born nicht. Bischof Hei­ner Koch erklär­te nun vor drei Tagen: „Ich ken­ne homo­se­xu­el­le Paa­re, die Wer­te wie Ver­läss­lich­keit und Ver­bind­lich­keit in vor­bild­li­cher Wei­se leben.“

Zunächst wur­de von deut­schen Kir­chen­obe­ren gewarnt, die Sün­der nicht mehr zu „krän­ken“, indem man sie als Sün­der bezeich­net. Man sol­le statt­des­sen die Sün­de beim Namen nen­nen. Bischof Koch warnt nun davor, auch die Sün­de nicht mehr als sol­che zu bezeich­nen, weil das für die ehe­ma­li­gen Sün­der, die nun­mehr Betrof­fe­ne genannt wer­den, „ver­let­zend“ sei. Die Fahrt­rich­tung ist klar. Die Welt, ein­schließ­lich die Regie­ren­den, hal­ten Homo­se­xua­li­tät der­zeit für Klas­se. Die Kir­chen­obe­ren, der Macht immer dicht auf den Fer­sen, suchen nach der Exit-Stra­te­gie, um sich der „homo­pho­ben“ Bela­stung, die Gott sei­nem Boden­per­so­nal auf­ge­la­stet hat, mög­lichst schnell und schmerz­los zu entledigen.

Wird Kardinal Schönborn vom Papst zum Synodalen ernannt?

Apro­pos Öster­reich: Die Alpen­re­pu­blik schickt Bischof Ben­no Elbs von Feld­kirch nach Rom. Auch er kann sich einen Zugang zur Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne „vor­stel­len“, wie er kurz vor Weih­nach­ten dem ORF sag­te. Die Schweiz wird durch Bischof Jean-Marie Lovey von Sit­ten ver­tre­ten wer­den, nach­dem im Okto­ber 2014 noch der offen pro­gres­si­sti­sche Bischof Mar­kus Büchel von Sankt Gal­len als Syn­oda­le in Rom war.

Wäh­rend Elbs von Papst Fran­zis­kus bereits bestä­tigt wur­de, müs­sen Lovey und die drei bun­des­deut­schen Syn­oda­len noch auf die Bestä­ti­gung war­ten. War im Herbst 2014 für jedes Land der Vor­sit­zen­de der Bischofs­kon­fe­renz Syn­oda­le, wer­den die Syn­oden­vä­ter für die Syn­ode 2015 von den Bischofs­kon­fe­ren­zen gewählt. In Öster­reich hegt man offen­bar die Hoff­nung, daß Wiens Erz­bi­schof, Kar­di­nal Schön­born, von Papst Fran­zis­kus per­sön­lich zum Syn­oda­len ernannt wer­den könnte.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Wikicommons

18 Kommentare

  1. Also wenn ich in Rom was zu sagen hät­te dann wür­den die Ver­tre­ter der deut­schen Bischofs­kon­fe­renz einen fal­schen Ter­min zur Syn­ode bekom­men. Sie wür­den erst in Rom ankom­men wenn die Fami­li­en­syn­ode schon vor­bei wäre. Den Spaß wür­de ich mir machen, man gönnt sich ja sonst nichts.
    Per Mari­am ad Christum.

  2. Da sind ja die drei „Rich­ti­gen“ aus­ge­wählt wor­den! Nicht „Kas­pe­ria­ner“, son­dern „Kas­per­le­thea­ter“ soll­te man das Trio nennen.
    Im Ernst: Es ist beschä­mend, wie der deut­sche Epi­sko­pat dem Main­stream hin­ter­her rennt, wie man sich win­det und dreht, um nur ja den Anschluß an den Zeit­geist, den man bes­ser als Zeit-Ungeist bezeich­nen soll­te, nicht zu ver­pas­sen. Haben die­se Bischö­fe über­haupt je den katho­li­schen Kate­chis­mus gele­sen, oder ist das für sie nur ein Mär­chen­buch aus der Stein­zeit, sprich: aus der unauf­ge­klär­ten Zeit vor dem Konzil?

  3. Eigent­lich wäre es ja ganz ein­fach: wer die Gebo­te bewusst nicht aner­kennt, kann kein Katho­lik sein.

    Aber nach den vie­len ver­lo­ge­nen Jahr­hun­der­ten, in denen man­che fol­gen­los die Gebo­te bre­chen durf­ten, ande­re dafür aber schwe­re Stra­fen zu erwar­ten hat­ten, ist da nichts mehr zu machen. Fast alle Für­sten des christ­li­chen Abend­lan­des haben genau das offi­zi­ell gemacht, was heu­te eben alle machen wol­len — bloß taten sie es damals ohne bür­ger­li­che „Ehe“.
    Ob die­se Kai­ser, Köni­ge und Gra­fen, ja auch Bischö­fe und sogar Päp­ste mit ihren Mätres­sen, Gespie­len und Kastra­ten wohl alle nicht zur Hl. Kom­mu­ni­on gingen?
    Jeden Tag zele­brier­ten sol­che Kle­ri­ker ohne mit der Wim­per zu zucken am Altar.

    Bereits der Hl. Pau­lus berich­tet doch von die­ser Würdelosigkeit!
    Man möge sich das bei aller post­mo­der­nen Empö­rung doch vor Augen füh­ren — die, die eigent­lich Vor­bil­der zu sein hat­ten, waren die Stol­per­stei­ne des gesam­ten euro­päi­schen Vol­kes und haben die­sen wider­li­chen Samen der Heu­che­lei gelegt, der heu­te Legio­nen gebo­ren hat!

    Aber gut — man nann­te das Böse wenig­stens offi­zi­ell noch nicht gut. Aber einen Unter­schied zwi­schen Pasto­ral und Leh­re mach­te man auch damals ganz offen­sicht­lich — v.a. wenn es um die Rei­chen und Schö­nen ging.

    Wir dür­fen uns nichts vor­ma­chen: heu­te ern­ten wir, was neben dem guten Samen eben auch 2000 Jah­re lang vom Feind an Unkraut dazu­ge­sät wur­de. Mag sein, dass das Unkraut vor Jahr­hun­der­ten dem Wei­zen „ähn­li­cher“ schien, aber heu­te erken­nen wir die unter­schied­li­chen Frucht­stän­de deutlich.

  4. Siri
    Der deut­sche Epi­sko­pat läuft dem Trend nicht hin­ter­her, er setzt ihn viel­mehr, er ist Trend­set­ter, mit den Bischö­fen Kas­per und Leh­mann an der Spit­ze, Welt­mei­ster sozusagen.

  5. Frau zeit­schnur, mit die­ser Ana­ly­se muss ich Ihnen ein­mal unein­ge­schränkt recht geben. Schon die hl. Hil­de­gard, die „Pro­phe­tis­sa teu­to­ni­ca“, sag­te vor­aus, dass das Hl. Römi­sche Reich Deut­scher Nati­on an der Ver­dor­ben­heit sei­ner Für­sten und hohen Kle­ri­ker zugrun­de gehen wer­de. Aber für jeden von uns gilt: wer glaubt zu ste­hen, sehe zu, dass er nicht fal­le (St. Paulus).

    • Selbst­re­dend, Herr LL, das gilt immer und soll­te auch nicht aus­ge­klam­mert sein. Welch Glück, dass ich schon mal kein Fürst oder kein Rei­cher bin…hach…

      Ich betrei­be ein­fach nur ein wenig not­wen­di­ger Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung im Bezug auf eine angeb­lich so glor­rei­che Vergangenheit.

      Wenn es wahr ist, dass wir alle Sün­der sind, wenn es wahr ist, dass die­ses irdi­sche Rest­le­ben nur eine klei­ne Gna­den­span­ne zur Ret­tung der See­len, aber kei­nes­wegs die Platt­form irgend­ei­nes gewe­se­nen, von bösen Ver­schwö­rern zer­stör­ten Got­tes­rei­ches ist, wenn es wahr ist, dass wir alle nur mit knap­per Not geret­tet wer­den kön­nen, wie der Hl. Petrus es schrieb, dann über­fällt mich ein­fach der Impuls, mich und uns wach­zu­rüt­teln aus irgend­wel­chen roman­ti­schen Träu­men vom guten Gestern, dem bösen Heu­te und der glor­rei­chen irdi­schen Zukunft…

  6. Ein ech­tes „Trio infer­nal“ was hier nach Rom fährt um die letz­ten Bastio­nen zu schlei­fen. Uner­träg­lich die­se Ver­harm­lo­sung der Homo­se­xua­li­tät. Wie kann man die­se wider­li­chen Part­ner­schaf­ten gut­hei­ßen, und deren Hand­lun­gen nicht mehr als abscheu­li­che Sün­de bezeichnen?
    Die ren­nen jetzt allen üblen Grup­pie­run­gen in der Gesell­schaft hin­ter­her, damit die­se nicht mehr aus der Kir­che aus­tre­ten und brav wei­ter Kir­chen­steu­er in Deutsch­land bezah­len. Eine der Grün­de für die­ses Kas­perl­thea­ter. Es kann einem das Kot­zen kom­men, um es deut­lich zu sagen.

  7. Wie sag­te doch Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der aus Kasachstan:
    -
    [.…]
    Kein Katholik,
    der sei­ne Tauf­ge­lüb­de noch ernst nimmt,
    darf sich
    von die­sen neu­en sophi­sti­schen Lehrern
    der Unzucht und des Ehebruchs
    ein­schüch­tern lassen,
    selbst wenn die­se Leh­rer, Gott sei es geklagt,
    das Amt eines Bischofs oder Kar­di­nals bekleiden.
    [.…]
    -

  8. Neh­men die drei genann­ten Bischö­fe tat­säch­lich die Rich­tung ein, die den Ver­lauf und das gewünsch­te Schluss­ergeb­nis der Syn­ode maß­geb­lich bestim­men sol­len, fra­ge ich mich, wo dann die Fair­ness der DBK bleibt.
    Ist denn nicht sonst auch von der Viel­falt der Mei­nun­gen die Rede?
    Die­se kommt doch bei der Nen­nung von Erz­bi­schof Marx sowie den Bischö­fen Koch und Bode gar nicht zum Tragen.

    • Ich fin­de das Trio durch­aus reprä­sen­ta­tiv für die „Viel­falt“ der katho­li­schen Ein­heits­par­tei Deutschlands.
      Card. Meis­ner ist raus.
      Msgr. Mixa ist kaltgestellt.
      Msgr. Tebartz van Elst ebenfalls.
      Erzb. Dyba ist schon vor vie­len Jah­ren von uns gegangen.
      Der Rest ist auf Linie, spä­te­stens seit Limburg.

  9. Die kön­nem einem fast nur leid tun, die­se Hoch­wür­den. Sie lau­fen der Ent­wick­lung hinterher.
    Die Ver­su­chung des Amtes ist sicher ein gro­ßer Fak­tor. Hät­ten die­se Her­ren nicht die­se „Auf­stie­ge“ hin­le­gen wol­len oder müs­sen, wäre es wahr­schein­lich bes­ser um sie bestellt. Zu benei­den sind sie wirk­lich nicht. Es sind wie Gefangene. 

    Im übri­gen: in Deutsch­land gibts doch nur noch eine zah­len­mä­ßig gerin­ge Her­de und weit zu vie­le Bis­tü­mer. 3 oder 4 wür­den genü­gen: Lim­burg, Erfurt, Pas­sau; und noch Fulda.
    Ent­welt­li­chung: das war ja u.a. das Stichwort.

  10. Das Absur­de an der Situa­ti­on, dass der Mensch sein Hos­an­na-Kreu­zi­ge! auch im Bezug auf die Homo­se­xua­li­tät schmet­tert. Unter Hit­ler noch wur­den die­sel­ben ermor­dert… und es gab kein Auf­be­geh­ren dage­gen — von gar kei­ner Sei­te. Auch im Kom­mu­nis­mus war Homo­se­xua­li­tät ver­pönt und wur­de eben­falls ver­folgt. Alle fan­den es „gut so“ — bis auf die Hom­se­xu­el­len sel­ber und nicht mal da wirk­lich überzeugt…

    Ein paar Jähr­chen spä­ter und die Homos sind der Trumpf. Und kaum einer wagt es, sich dage­gen zu äußern, weil er Schi­ka­nen zu befürch­ten hat von wegen poli­tisch nicht kor­rekt und so wei­ter… Es ist ein rich­ti­ger Homo­my­thos ent­stan­den mit mysti­scher Her­kunfts­le­gen­de und hagio­gra­fi­scher Lite­ra­tur über hei­li­ge Homos der Geschich­te und ihre Lei­den und ihren tap­fe­ren kampf ums Über­le­ben. Toll, und die hal­be Welt erschau­ert im Mit­ge­fühl phan­ta­sti­scher, lite­ra­ri­scher Homo-Fan­ta­sy-Wel­ten. Das ist so etwas wie Sex-LARP…wieso auch nicht, wenn man von Ali­en, grü­nen Männ­chen und Dro­iden träumt, war­um nicht von allem, was denkkbar und mög­lich ist?
    Wir dür­fen träu­men bis zum Abwin­ken, aber den­ken lei­der nicht mehr…

    Die Rea­li­tät darf ja lei­der nicht frei­zü­gig beforscht werden…

    Fra­ge mich bloß, was wohl die Mehr­heit dann mor­gen, wenn der Wind wie­der mal gedreht hat und neue Mythen erson­nen wor­den sind (die alten post­mo­der­nen Gen­der­my­then sind dann out und ver­kau­fen sich nicht mehr gut, also weg damit), macht?
    Naja, man will es sich gar nicht ausmalen.
    Der Mensch fällt von einem Extrem ins andere.

    Und was machen der­weil unse­re dann stein­al­ten Rest-„Bischöfe“?
    Auch wie­der mit der Zeit gehen?
    Oder schrei­ben sie Bücher über die Zeit, als es noch eine Welt­kir­che gab?

    Die Zeit, die Gelieb­te der Kle­ri­ker: „Mei­ne gelieb­te Zeit, füh­re mich, wohin du willst, immer werd ich dir treu sein und dir fol­gen, wohin du willst.“

    Was bedeu­tet einem sol­chen Kle­ri­ker, dass vor Gott 1000 Jah­re wie ein Tag sind? Dass ER im Licht einer ewi­gen Gegen­wart lebt?

  11. Lie­be Zeitschnur,

    Homo­my­thos, Her­kunfts­le­gen­de und Hagio­gra­fie dazu — sehr köst­lich! Gibt es eigent­lich schon einen offi­zi­el­len hei­li­gen Patron der Homos? Schön­born fragen?!
    Zum Homo­zir­kus gehört auch, daß die­ser Per­so­nen­kreis mit sei­ner Nei­gung „geschla­gen ist“. Fast nichts mehr — außer der Haar­far­be — wird heu­te mehr ver­erbt, nicht mal die Intel­li­genz, denn für die ist ja inzwi­schen auch das Milieu ver­ant­wort­lich, doch aus­ge­rech­net die Homo­se­xua­li­tät soll gene­tisch bedingt sein? 

    Über­haupt ist die­se Defi­ni­ti­on des Men­schen über die Sexua­li­tät wider­lich. Als Homo faber, Homo ludens, Homo sapi­ens hat sich einst das Men­schen­ge­schlecht defi­niert. Durch die Homo­se­xu­el­len Lob­by wer­den „die ande­ren“ zu Hete­ro­se­xu­el­len. Ich bin kei­ne Hete­ro­se­xu­el­le, ich bin eine Frau!

    Schön oder auch nicht, sie sind nun mal da, die Homos. Als sie beschei­den auf­tauch­ten (um 1980) gal­ten sie und hiel­ten sich auch selbst für avant­gar­di­stisch und unbür­ger­lich (ohne Fami­li­en­ban­de). Dann wur­den sie poli­tisch kor­rekt. Dann kam die Homo-Ehe. Wes­halb die­se fort­schritt­li­chen Leu­te in die älte­ste und pri­mi­tiv­ste Insti­tu­ti­on, die Ehe, dräng­ten, ist mir schlei­er­haft. Sind sie spie­ßig gewor­den, wur­den sie von ihrer Lob­by gedrängt oder geht es bloß um Steu­er­vor­tei­le und Pen­sio­nen? Oder geht es dar­um, die Ehe ad absur­dum zu führen?
    Im all­ge­mei­nen sind es eher kir­chen­fer­ne Per­so­nen, aber den kirch­li­chen Segen brau­chen sie unbe­dingt! Ich glau­be, die wol­len ein­fach nur die Kir­che vor­füh­ren, lächer­lich machen. Und die Kir­che spielt mit und nennt ihr fal­sches Spiel ‚Barm­her­zig­keit‘.

    • Gibt es einen Patron der Homosexuellen?

      Ja sicher — wer sucht, der fin­det: Ael­red von Rielva­ulx (Lesen Sie dort unter der Über­schrift „Sexua­li­tät“: http://de.wikipedia.org/wiki/Aelred_von_Rievaulx)

      Wenn Sie das Inter­net durch­strei­fen fin­den Sie eini­ge Bezug­nah­men auf die­sen Mann auf­sei­ten homo­se­xu­el­ler Katholiken.

      Von der Kir­che aller­dings wur­de Ael­red nur als Schutz­pa­tron derer, die Bla­sen­stei­ne haben, angesehen…

      Homo­se­xua­li­tät ist als ein Aus­druck des in Gen. 3 durch die Sün­de zer­rüt­te­ten Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses zu sehen. Dort kün­digt Gott der Frau an, dass sie nach dem Mann ver­lan­gen wird von nun an, er sie aber im Gegen­zug beherr­schen werde.
      Man­che From­me haben bis heu­te nicht begrif­fen, dass das ein Sün­den­fluch und nicht (!) die gute Schöp­fungs­ord­nung, dass das die förm­li­che die Per­ver­si­on der Schöp­fungs­ord­nung ist — so wie auch der dor­ni­ge Acker und der Tod. 

      Es ist voll­kom­men logisch, dass man ein Wesen, des­sen man sich bemäch­ti­gen will, das man beherr­schen will, nicht ach­ten und lie­ben kann.

      Homo­se­xua­li­tät ist der Gip­fel die­ser sünd­haf­ten Domi­nanz­hal­tung des Man­nes. Und vie­le Homos has­sen Frau­en regel­recht und schot­ten sie total ab von sich selbst.

      Ein Katho­lik soll­te eigent­lich nicht mehr so emp­fin­den oder den­ken — jeden­falls nicht den­ken, und das Emp­fin­den wächst sich dann viel­leicht auch aus, wenn Gott ihn all­mäh­lich reinigt.

      Phä­no­me­nal jeden­falls steht die Homo­se­xua­li­tät trotz des anders­lau­ten­den Mythos im Zusam­men­hang mit dem sünd­haf­ten mas­ku­li­nen Domi­nanz­wahn. Und es wun­dert nicht, dass in der „schwu­len Sze­ne“ enorm viel Eifer­sucht und auch Gewalt im Spiel ist!
      Als ich stu­dier­te, wur­de damals einer mei­ner Dozen­ten, der homo war, in die­ser Sze­ne ermordet…das war grau­en­haft, als die Poli­zei in unser Semi­nar kam und wir befragt wur­den und uns bei die­ser Gele­gen­heit ein Ein­blick in die­se Sze­ne gege­ben wurde…

      Nein — das ist eine ziem­lich öde Welt, eine trau­ri­ge Welt.
      Man muss aber zuge­ben, dass auch die „from­me“ Ten­denz, Frau­en als min­der­wer­ti­ger und „gefähr­li­cher“ zu betrach­ten und sie abzu­schot­ten, extrem im Islam aus­ge­lebt, über­haupt erst Homo­se­xua­li­tät anfeu­ert. Letz­te­res wur­de mir mehr­fach über den Islam berich­tet — dort sei­en die Män­ner oft in aller Öffent­lich­keit händ­chen­hal­tend zu sehen. Auch über die Tali­ban-Madras­sen wur­de mir das berich­tet — das sei­en teil­wei­se rich­ti­ge Päd­era­sten­ne­ster gewesen.

    • Wenn ich so recht von Her­zen katho­lisch bin, Jesus Chri­stus als mei­nen Herrn lie­be, ver­su­che sei­ne Leh­re zu befol­gen, sei­ne von Ihm gestif­te­te Kir­che zu ach­ten und zusätz­lich homo­se­xu­ell wäre, wür­de ich nicht wol­len, dass mei­ne von mir gelieb­te Kir­che wegen mei­ner Situa­ti­on zer­ris­sen und in Lager gespal­ten wird.
      Ich wür­de mich in mei­nen Ansprü­chen zurück­neh­men und nichts ver­lan­gen, was der Kir­che schadet.
      Das­sel­be gilt auch, wäre ich geschie­den und hät­te wie­der geheiratet.
      Näh­me ich wirk­lich die Spal­tung der Kir­che bil­li­gend in Kauf, nur um mei­nen Wil­len, die Kom­mu­ni­on pro­blem­los zu emp­fan­gen, durchzusetzen.
      Den­je­ni­gen, die eh´ der kirch­li­chen Leh­re distan­ziert gegen­über­ste­hen, wird die feh­len­de Kom­mu­ni­onmög­lich­keit kaum schmer­zen und die wirk­lich Gläu­bi­gen und From­men — soll­ten die nicht in der Lage sein, sich um des kirch­li­chen Zusam­men­halts wil­len zurückzunehmen?
      Wäre es nicht bes­ser, sie wür­den auf eine Zer­reiß­pro­be verzichten.

      Ich wür­de mir wün­schen, dass mehr Per­so­nen, die sich dem Herrn und sei­ner Kir­che ver­bun­den füh­len und sich in obi­gen Situa­tio­nen befin­den, in die­ser Wei­se sich äussern würden.

  12. Im Kalen­der des Fran­zis­ka-Ver­lag 2015 steht: noch im 6. Jahr­hun­dert wur­den am Ascher­mitt­woch die Sün­der, wel­che die 3 Kapi­tal­sün­den (Mord, Ehe­bruch und Göt­zen­dienst) began­gen hat­ten, im Got­tes­dienst vom Bischof mit Namen genannt und mit Asche bestreut. Sie muss­ten bis Grün­don­ners­tag Buße tun
    Heu­te leben wir in einem Staat, in dem man straf­frei abtrei­ben darf, die „Kir­che“ sorgt sich um Wie­der-Ver­hei­ra­te­ten-Geschie­de­nen und im Göt­zen­dienst ist sie uns das beste Vorbild ???!!!

    • Die Ver­trau­lich­keit der Beich­ten war eigent­lich von Anfang an gebo­ten, auch wenn Kir­chen­vä­ter wie Ire­nä­us von Lyon oder Ori­gi­nes ande­re Vor­stel­lun­gen durch­set­zen wollten.
      Vor allem hat sich die Kir­che deren Mei­nun­gen nicht zu eige­nen gemacht und der hl. Augu­sti­nus erwähnt z.B. nir­gends eine öffent­li­che Beich­te oder Brand­mar­kung der Sün­der im got­tes­dienst­li­chen Rahmen…

      Das kommt mir so also weder rich­tig noch erstre­bens­wert vor…im Gegen­teil — es för­dert die Abkehr vom Glau­ben und ist nichts wei­ter als eine Bloß­stel­lung des „Sün­ders“ vor ande­ren, die sich dann über ihn erhe­ben kön­nen. Nein — das hat die Kir­che mit gutem Grund längst abge­wehrt und sogar verboten!

      Unse­re Mis­sio­na­re im ger­ma­ni­schen Raum, iro-schot­ti­sche Mön­che, habe durch­weg die Ohren­beich­te ver­brei­tet. Auf dem Later­an­kon­zil 1215 wur­de die Pra­xis nor­ma­tiv fest­ge­hal­ten, auch aus­drück­lich die Sus­pen­si­on eines Prie­sters, der Sün­den öffent­lich ver­han­delt, angeordnet!
      Dazu gehört, dass dem Gläu­bi­gen nie­mals ein Dau­er­beich­ten abver­langt wur­de, son­dern eine Beich­te ein­mal im Jahr emp­foh­len wur­de (eben­falls auf dem Later­an­kon­zil 1215, man fin­det das auch im Katchis­mus Pius X. so) — es sei denn, es fällt etwas Aktu­el­les an.

      Es ist der Absturz ins Extrem — auch ins from­me extrem — meist der Aus­lö­ser für den Absturz ins Gegenteil…

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