Was die deutsche Kirche weiß, aber verschweigt

Kasper und Marx die Gesichter der deutschen Kirche
Kas­per und Marx, das „Gesicht“ der deut­schen Kir­che

(Bonn) „Die letz­te christ­lich sozia­li­sier­te und kirch­lich akti­ve Genera­ti­on schei­det bald aus dem Arbeits­le­ben aus und stirbt in den näch­sten drei Jahr­zehn­ten. Dann bricht auch die Fas­sa­de der Kir­che zusam­men. Dahin­ter wird eine Min­der­heit zum Vor­schein kom­men, die nicht viel grö­ßer sein wird als die Gemein­schaft der Zeu­gen Jeho­vas.“ Die­se nüch­ter­ne Fest­stel­lung schrieb Mar­kus Gün­ther ver­gan­ge­nes Jahr weni­ge Tage nach Weih­nach­ten in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung.

„Diaspora Deutschland“

Der Hin­weis auf das Aus­schei­den aus der Arbeits­welt und den näher­rücken­den Tod hat mit dem deut­schen Kir­chen­steu­er­sy­stem zu tun. Gün­ther ver­wer­te­te eine Erhe­bung des Allens­bach Insti­tuts, die von der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz (DBK) in Auf­trag gege­ben wor­den war. Die Ergeb­nis­se waren jedoch so nie­der­schmet­ternd, daß sie der DBK-Vor­sit­zen­de Kar­di­nal Rein­hard Marx, sofort in der Schub­la­de ver­schwin­den ließ.

Bekannt wur­den sie den­noch teil­wei­se durch den Jour­na­li­sten Mar­kus Gün­ther, der sich am 29. Dezem­ber unter dem Titel „Dia­spo­ra Deutsch­land“ die Fra­ge stell­te: „Ist Deutsch­land ein christ­li­ches Land?“. Gün­ther berich­te­te „aus der Spät­zeit des Chri­sten­tums“.

Kirche macht noch „Staat“, „wo sie eine glänzende Feier verspricht“

Eini­ge Zah­len. 68 Pro­zent der Befrag­ten wähl­ten auf die Fra­ge, war­um sie katho­lisch sei­en, die Ant­wort: „Weil man dann wich­ti­ge Ereig­nis­se im Leben kirch­lich fei­ern kann, zum Bei­spiel Hoch­zeit, Tau­fe“. Die zweit­häu­fig­ste Ant­wort war: „Es gehört für mich ein­fach dazu, das hat in unse­rer Fami­lie Tra­di­ti­on.“ Reli­giö­se Ant­wor­ten klin­gen anders. Es sei­en ein­fach „kul­tu­rel­le, sozia­le Grün­de“, kon­sta­tier­te Gün­ther. Ein Befund, der von katho­li­schen Prie­stern und pro­te­stan­ti­schen Pasto­ren bestä­tigt wer­de: Die Kir­che kön­ne heu­te noch dort einen „Staat“ machen, „wo sie eine glän­zen­de Fei­er ver­spricht“, so Gün­ther.

Laut Allens­bach glau­ben mehr Deut­sche an Ufos als an das Jüng­ste Gericht. Zwei Drit­tel der Deut­schen sind amt­lich Chri­sten, aber nur ein Drit­tel glaubt an die Auf­er­ste­hung Chri­sti. „Selbst unter den Gläu­bi­gen wer­den zen­tra­le Inhal­te der christ­li­chen Bot­schaft mas­sen­haft abge­lehnt“, so Gün­ther. 60 Pro­zent der Deut­schen glau­ben nicht an ein ewi­ges Leben. Für sie ist mit dem Tod Fei­er­abend. „Dage­gen glaubt jeder vier­te Deut­sche, dass die Begeg­nung mit einer schwar­zen Kat­ze Unglück bringt“, so der FAZ-Jour­na­list. Jeder drit­te Firm­kan­di­dat und Con­fir­mand glaubt, laut Allens­bach, nicht an Gott.

„Die Menschen feiern gerne“ — Zahl der Atheisten steigt nicht

Gün­ther zieht einen Ver­gleich mit der End­pha­se der DDR. Deren Ideo­lo­gie sei zwar längst bank­rott gewe­sen, doch die Jugend­wei­hen waren noch immer ein Ren­ner. Sie konn­ten, völ­lig sinn­ent­leert, sogar den Unter­gang des rea­len Sozia­lis­mus über­dau­ern. Die Men­schen fei­ern eben ger­ne. Das gel­te heu­te auch für vie­le Got­tes­dien­ste. Man feie­re wei­ter, auch wenn man nicht an Gott glau­be.

Die Kir­chen­steu­er wer­de spä­te­stens ab 2030 in schnel­len Schrit­ten ver­sie­gen, meint Gün­ther. Allein 2013 habe die katho­li­sche Kir­che in Deutsch­land zehn Pro­zent ihrer Got­tes­dienst­be­su­cher ver­lo­ren. Kein Bene­dikt- und kein Fran­zis­kus-Effekt habe etwas an der Tal­fahrt geän­dert. Bei die­sen „Effek­ten“ hand­le es sich mehr um Jour­na­li­sten- und Sozio­lo­gen­dis­kur­se.

Erstaun­li­cher­wei­se stei­ge trotz des mas­si­ven Schwun­des prak­ti­zie­ren­der Gläu­bi­ger die Zahl der Athe­isten nicht. Eine Hin­wen­dung zum Athe­is­mus ist mit der Ent­christ­li­chung nicht ver­bun­den, auch kein Anwach­sen ande­rer, etwa außer­eu­ro­päi­scher Reli­gio­nen. „Ein vager, oft dif­fu­ser Glau­be ist heu­te der Nor­mal­fall“, so Gün­ther. Für die „gro­ße Mehr­zahl“ der Men­schen sei die Fra­ge nach Gott auch wei­ter­hin ein lebens­lan­ges The­ma. Die Suchen­den und Fra­gen­den wür­den von den Kir­chen aber immer sel­te­ner erreicht.

Denkfehler „zeitgemäß“: Anpassung an Lebenswirklichkeit ist „Unsinn“

„Die popu­lär­ste Ant­wort“ auf die Fra­ge, war­um dem so sei, lau­te, „weil die Kir­che nicht mehr zeit­ge­mäß ist“. Sie müs­se sich stär­ker „der Lebens­wirk­lich­keit der heu­ti­gen Men­schen anpas­sen“. Das klin­ge „vor­der­hand plau­si­bel, ist aber bei genaue­rem Hin­se­hen Unsinn“, so Gün­ther. Denn „die Evan­ge­li­sche Kir­che in Deutsch­land hat so ziem­lich alles getan, was von der katho­li­schen Kir­che immer noch ver­langt wird, um end­lich zeit­ge­mäß zu sein: Frau­en­prie­ster­tum, Abschaf­fung des Zöli­bats, Libe­ra­li­tät bei Moral­fra­gen, vol­le Akzep­tanz von Homo­se­xu­el­len und Geschie­de­nen. Wären das tat­säch­lich die Grün­de für die Malai­se des Chri­sten­tums, müss­te es den Pro­te­stan­ten viel bes­ser gehen als den Katho­li­ken. Doch das ist nicht so.“

Gün­ther mach­te beim „popu­lä­ren Zau­ber­wort ‚zeit­ge­mäß‘“ noch einen zwei­ten „Denk­feh­ler“ aus­fin­dig: „Wo sich die Kir­che nicht auf zeit­lo­se, unver­füg­ba­re Wahr­hei­ten beruft, ent­larvt sie sich selbst als rei­nes Men­schen­werk. Poli­ti­sche Pro­gram­me müs­sen zeit­ge­mäß sein, Unter­hal­tungs­an­ge­bo­te auch; eine Reli­gi­on muss abso­lu­te Wahr­hei­ten für sich in Anspruch neh­men kön­nen – oder es ist kei­ne Reli­gi­on.“

„Zentrale Glaubensinhalte längst aufgegeben“ — „beliebige Wohlfühlprosa“

In Wirk­lich­keit hät­ten die katho­li­sche und die pro­te­stan­ti­sche Kir­che in Deutsch­land „zen­tra­le Glau­bens­in­hal­te längst auf­ge­ge­ben“. Denn um „nie­man­den zu ver­prel­len und den Zugang zum Glau­ben mög­lichst leicht zu machen“, sei alles „ein biss­chen weich­ge­spült“ und etli­ches unter den Tisch fal­len­ge­las­sen wor­den. Und so sei aus Jesus, dem Got­tes­sohn, Jesus, ein vor­bild­li­cher Mensch gewor­den, so vor­bild­lich wie Gan­dhi und Bud­dha. Der klein­ste gemein­sa­me Nen­ner der in Deutsch­land betrie­be­nen „Ver­kün­di­gung“ sei die „Wohl­fühl­pro­sa“, die „belie­big wirkt“: Frie­den in der Welt, mehr Gerech­tig­keit für alle, da sage nie­mand nein. Aller­dings: Das sagen alle, von der Unesco bis zu Green­peace. „Gott braucht’s dafür nicht“, so Gün­ther.

„Religionen müssen absolute Wahrheiten formulieren“

Der Mensch ste­he sich heu­te auch selbst im Weg und damit auch dem Glau­ben: „Die tota­le Kon­trol­le, die vol­le Allein­herr­schaft über das eige­ne Leben ist ange­sagt; ein ungün­sti­ge­rer Nähr­bo­den für den Glau­ben ist kaum denk­bar“, so Gün­ther, der zum Schluß gelangt: „Reli­gio­nen müs­sen abso­lu­te Wahr­hei­ten for­mu­lie­ren“. Genau dar­in lie­ge der­zeit das gro­ße Ver­sa­gen. Und dar­in ist wohl min­de­stens auch ein zusätz­li­cher Grund zu suchen, wes­halb die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz die Allens­bach Stu­die nicht ver­öf­fent­licht hat.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

24 Kommentare

  1. „… Sie glän­zen vor Fett;
    auch flie­ßen sie über von bösen Taten.
    Für das Recht sor­gen sie nicht…
    Soll­te ich dies nicht heim­su­chen, spricht der HERR;
    ja, soll­te ich mei­ne See­le an einem sol­chen Volk nicht rächen?
    Ent­setz­li­ches und Abscheu­li­ches ist im Land gesche­hen:
    Die Pro­phe­ten weis­sa­gen falsch,
    und die Prie­ster herr­schen mit ihrer Unter­stüt­zung;
    und mein Volk liebt es so!
    Was wollt ihr aber tun, wenn das Ende von [all] dem kommt?“
    Jere­mia 5, 28a.29–31

  2. Es gab da mal einen Auf­trag, den der Herr gege­ben hat­te: „Heilt Kran­ke, weckt Tote auf, macht Aus­sät­zi­ge rein, treibt Dämo­nen aus !“ (Mt 10, 8).
    Das wur­de viel zu wenig beach­tet. Heu­ti­ge Theo­lo­gen behaup­ten, die Wun­der, die der Herr zu Zeit der Urkir­che gewirkt hät­te, sei­en heu­te nicht mehr not­wen­dig. Ich kann nur sagen: Wer so etwas sagt, der kann Jesus nicht richig in sei­nem Her­zen haben und lie­ben. Denn wer Jesus wirk­lich liebt, der hält auch sei­ne Gebo­te und tut was er sagt, anstatt die Über­na­tür­lich­keit der Kir­che zu leug­nen. Die wirk­li­che Kri­se der Kir­che ist nicht nur eine lit­ur­gi­sche, son­dern vor allem auch eine gei­sti­ge und spi­ri­tu­el­le. Die Gebo­te des Herrn wur­den nicht befolgt und umge­setzt. Theo­lo­gie-Semi­na­re mit ihrer Theo­rie und Wis­sen­schaft kön­nen dies abso­lut nicht erset­zen.

  3. „Die popu­lär­ste Ant­wort“ auf die Fra­ge, war­um dem so sei, lau­te, „weil die Kir­che nicht mehr zeit­ge­mäß ist“. Sie müs­se sich stär­ker „der Lebens­wirk­lich­keit der heu­ti­gen Men­schen anpas­sen“.
    Ja, ja, das ist das Cre­do des lau­en Katho­li­ken mehr fällt ihm nicht ein. Anson­sten ist die­ser Unter­su­chung nichts hin­zu­zu­fü­gen, sie stimmt wohl.
    „Ein vager, oft dif­fu­ser Glau­be ist heu­te der Nor­mal­fall.“
    Das stimmt auch und wenn ein tra­di­tio­nel­ler Katho­lik das sagt was sie nicht mehr ver­ste­hen und nicht ger­ne hören wird er als reli­giö­ser Spin­ner bezeich­net und das war es. Ich fra­ge mich trotz­dem immer wie­der wozu die­ser Kon­zils­geist über­haupt nut­ze ist. Die­ser elen­de Loser ist auch nur auf glän­zen­den Fei­ern anzu­tref­fen und sonst sieht man ihn nicht.
    „Die Men­schen fei­ern eben ger­ne.“
    Ich bin mir völ­lig sicher das die­se Feie­rei bald zu Ende sein wird und dann wer­den die Kir­chen wie­der voll bis zum Anschlag. Wir wer­den sehen.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Der inter­na­tio­na­le Dschi­had kommt für die „Neue Welt­ord­nung“ wie geru­fen. Das alte Feind­bild Kom­mu­nis­mus konn­te kur­zer­hand ersetzt wer­den, um Wel­len nai­ver Soli­da­ri­tät mit den west­li­chen Staa­ten her­vor­zu­ru­fen. Ein zwei­ter Aspekt ist nicht zu ver­nach­läs­si­gen: mit genü­gend Gehirn­wä­sche erreicht die NWO beim unbe­darf­ten Men­schen die Gleich­set­zung des „christ­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten“ mit dem kopf­ab­hacken­den Moham­me­da­ner im Irak, Syri­en oder sonst­wo auf die­sem Pla­ne­ten. Am Ende soll es nur noch reli­gi­ös Laue ver­eint im bösen Geist der Loge geben.

      • Chlod­wig,
        Sie schrei­ben:

        //mit genü­gend Gehirn­wä­sche erreicht die NWO beim unbe­darf­ten Men­schen die Gleich­set­zung des „christ­li­chen Fun­da­men­ta­li­sten“ mit dem kopf­ab­hacken­den Moham­me­da­ner im Irak, Syri­en oder sonst­wo auf die­sem Planeten.//

        Dann müs­sen wir aber erwäh­nen, wer die pro­mi­nen­te­sten NWO-Ideo­lo­gen sind, die die­se Gleich­set­zung zwi­schen isla­mi­schem „Fun­da­men­ta­lis­mus“ (mili­tä­ri­sche Gewalt und Ter­ro­ris­mus) und christ­li­chem „Fun­da­men­ta­lis­mus“ (fried­li­che Glau­bens­treue) vor­neh­men: Prä­si­dent Barack Oba­ma und Papst Fran­zis­kus.
        Zwi­schen die­sen bei­den Per­so­nen bestehen so auf­fäl­li­ge Par­al­le­len, dass man sie kaum als Zufall erklä­ren kann.
        Oba­ma „Mann des Jah­res“ auf der Titel­sei­te des Time-Maga­zins; Fran­zis­kus auch.
        Oba­ma erklärt den Islam zur Reli­gi­on des Frie­dens; Fran­zis­kus erklärt, der Koran sei ein pro­phe­ti­sches Buch des Frie­dens.
        Oba­ma ist, zufol­ge einer unlängst durch­ge­führ­ten inter­na­tio­na­len Umfra­ge, die popu­lär­ste Per­son welt­weit; gefolgt von Fran­zis­kus als die zweit­po­pu­lär­ste Per­son der Welt.
        Oba­ma hasst das Chri­sten­tum, die ame­ri­ka­ni­sche Ver­fas­sung, die USA, die er zu zer­stö­ren sucht (weil sie ein Hin­der­nis für die sata­ni­sche Neue Welt­ord­nung und Eine-Welt-Regie­rung sind), er för­dert Abtrei­bung und sexu­el­le Per­ver­si­on; Fran­zis­kus…
        Jeder der ange­führ­ten Punk­te ist beleg­bar.

      • Nach­trag.
        Kein Wun­der, dass von man­chen Chri­sten Prä­si­dent Barack Oba­ma für den A…-C.…. und Papst Fran­zis­kus für den F.….en P.…..en gehal­ten wird. Ande­re mei­nen, dass Papst Fran­zis­kus bei­des zugleich sei.

      • Ergän­zung.
        Oba­ma for­ciert die Ein­wan­de­rung Zehn­tau­sen­der Mus­li­me in die USA und bie­tet Jiha­di­sten poli­ti­sches Asyl an; Fran­zis­kus übt in Lam­pe­du­sa mora­li­schen Druck auf Euro­pa für isla­mi­sche Immi­gra­ti­on und öff­net den Vati­kan für mus­li­mi­sches Gebet um Sieg über die „Ungläu­bi­gen“ (Chri­sten).

      • Nach­trag zum Nach­trag.
        Der ech­te Anti­christ –nicht einer von den vie­len, die es seit 2000 Jah­ren gibt, son­dern d e r, von dem Dani­el, Pau­lus in 2 Thess und Johan­nes in Offb spre­chen– dürf­te aber ein fal­scher Sohn Davids sein, der l e t z t e in der Rei­he Bar Koch­ba, Sab­ba­tai Zwi, usw. (nach Dr. Roger Lie­bi waren es an die 50). Der wah­re Mes­si­as, Unser Herr Jesus Chri­stus, wird ihn mit dem Hauch sei­nes Mun­des töten, wenn er wie­der­kommt. Beden­ken wir aber, dass dem Anti­christ Macht von G o t t gege­ben sein wird, die Hei­li­gen zu ver­fol­gen und zu töten.

      • Ja schön und gut, bzw. häss­lich und böse, aber wir soll­ten nicht alle paar Mona­te eine neue S… durchs Dorf jagen…
        Seit 2000 Jah­ren wis­sen erheb­lich vie­le From­me, wer jetzt der end­gül­ti­ge, also DER AC ist, und von Augu­stus bis Zam­pa­no war auch schon mal fast jeder dran unter den Män­nern die­ser Welt.
        Nero, Karl d. Gro­ße, Boni­faz der VIII., Gre­gor VII., Hein­rich IV., Luther, Robes­pierre, Napo­le­on, Hit­ler, Sta­lin, das Papst­tum per se, die Juden per se, der Islam per se, der Staat Isra­el per se, die Frei­mu­a­rer per se, der Kom­mu­nis­mus per se, die USA per se, neu­er­dings Oba­ma, Fran­zis­kus und Putin. Und jedes Mal ist es ulti­ma­tiv end­lich der­je­ni­ge wel­cher…

        Bit­te — so geht das nicht!
        Das nutzt sich ab!
        Wenn der ech­te AC kommt, merkt es kei­ner mehr, weil man es ein­fach müde gewor­den ist, jedes Mal hyste­risch zu wer­den und dann wars doch der halt noch nicht…
        Bis vor kur­zem waren es für vie­le noch die bit­ter­bö­sen USA mit ihrer Frei­mau­rer-Ver­fas­sung, sym­bo­li­siert in der zei­chen­haf­ten Anla­ge der Stadt Washing­ton etc. etc. pp., die der AC sein soll­ten und nun ist es plötz­lich einer, der all das Frei­mau­rer­ge­döns hasst…
        Also ein biss­chen Nüch­tern­heit muss schon sein, oder?
        Da Jesus ja fast ban­gend fragt, ob er noch Glau­ben fin­den wer­de auf Erden, wenn er kommt, dürf­te der AC eben nicht so plump und leicht zu erken­nen sein. Er dürf­te einer sein, der auch von den From­men für eine Licht­ge­stalt gehal­ten wird.
        In der Ver­wir­rung, die in der Welt­ge­schich­te immer mehr zuge­nom­men hat, ist das auch kein Wun­der.
        Eife­rer gabs seit 2000 Jah­ren, und ihr Kenn­zei­chen war die­se unvor­sich­ti­ge Mei­nung, es sei doch „Got­tes Wort“ ganz ein­deu­tig und ganz leicht zu ver­ste­hen.
        Die Tat­sa­che, dass die Kir­che lehrt, dass dem nicht so ist und sie allei­ne die ver­bind­li­che Deu­tungs­kom­pe­tenz hat, soll­te uns inne­hal­ten las­sen.
        Wir haben kein recht­gläu­bi­ges Lehr­amt und schwim­men inso­fern auch, soll­ten uns jeder Spe­ku­la­ti­on ent­hal­ten. Andern­falls machen wir mit Gerüch­ten, die schnell auch zu Ver­leum­dun­gen wer­den, die Pfer­de scheu und zer­stö­ren in vie­len auch noch den letz­ten Fun­ken Glau­ben, indem wir ihren Voy­eu­ris­mus und ihre Angst ansta­cheln, neben­bei auch ent­spre­chen­de Schrif­ten gut ver­kau­fen (.…!) anstatt uns gegen­sei­tig, so gut es geht, im Glau­ben zu stär­ken, wenn Gott es uns gibt.

      • @ zeit­schnur

        Spe­ku­la­tio­nen, der Anti­christ habe bereits jetzt die glo­ba­le Büh­ne betre­ten, hal­te ich eben­falls für sehr über­flüs­sig. Wenn es so weit sein wird, wer­den es die tat­säch­li­chen Gläu­bi­gen Chri­sti recht­zei­tig genug bemer­ken. Aller Wahr­schein­lich­keit nach wird der Anti­christ von der Mehr­heit der Mensch­heit als Licht­ge­stalt (Stich­wort Luzi­fer) wahr­ge­nom­men wer­den, der sich als Kopf einer syn­kre­ti­sti­schen „Welt­frie­dens­re­li­gi­on“ in Sze­ne zu set­zen weiß.

        Daß die NWO-Ideo­lo­gen kräf­tig mit den Vor­be­rei­tun­gen für ihren sehn­süch­tig erwar­te­ten Anti­christ beschäf­tigt sind, dar­über besteht kein Zwei­fel. Wie­so wird bei­spiels­wei­se die 666-Sym­bo­lik immer wie­der unter­schwel­lig vor allem über die visu­el­len Medi­en trans­por­tiert? Woll­ten sich die Dun­kel­män­ner und ‑frau­en bloß über die Offen­ba­rung des Johan­nes lustig machen, wür­de das ganz anders auf­ge­zo­gen wer­den.

      • @ Chlod­wig

        Hel­fen Sie mir auf die Sprün­ge — aber wo genau wird die­se Zah­len­sym­bo­lik unter­schwel­lig visu­ell in den Medi­en dar­ge­bo­ten?

        (Ernst­haf­te Fra­ge — ich bin kein beson­ders visu­el­ler Mensch, lese und höre mehr, schaue aber nie fern…)

  4. Ange­sichts der für den deut­schen Epi­sko­pat in der Tat nie­der­schmet­tern­den Umfra­ge­er­geb­nis­se erfährt die Mah­nung des Phi­lo­so­phen Mar­cel de Cor­tes neu­es Gewicht; er sieht den „Kult der Huma­ni­tät“ rich­ti­ger­wei­se auch inner­halb der Kir­che als auf­kom­men­de Gefahr und hebt in mar­kant ein­dring­li­chen Wor­ten das gleich­sam Geen­tert wer­den der Kir­che durch den Zeit­geist her­vor:
    -
    [.…]
    „eine spi­ri­tu­el­le Dege­ne­ra­ti­on, 
    die tie­fer geht als alles, was die Kir­che in ihrer Geschich­te erfah­ren hat, 
    eine Krebs­krank­heit, in der die Zel­len sich schnell ver­viel­fa­chen um das zu zer­stö­ren, was noch am mysti­schen Leib gesund ist. 
    Es ist ein Ver­such das König­reich Got­tes in das Reich des Men­schen zu ver­wan­deln, 
    die Kir­che, die für Anbe­tung Got­tes geweiht wur­de zu erset­zen durch eine Kir­che, die dem Kult der Huma­ni­tät dient. 
    Das ist die schreck­lich­ste und abscheu­lich­ste aller Häre­si­en“.
    -

  5. Was has­sen die Pro­pa­gan­di­sten der „Neu­en Welt­ord­nung“ wie die Pest? Geleb­tes Chri­sten­tum ohne zeit­gei­sti­ge Ent­stel­lun­gen. Geht es nach der NWO, ist es in reli­giö­ser Hin­sicht einer­lei, ob man die Exi­stenz Got­tes zu leug­nen ver­sucht, Agno­sti­ker, New-Age-Anhän­ger, Pan­the­ist, Deist, libe­ra­ler Pro­te­stant, Sata­nist usw. ist. Aus der Sicht der NWO-Ideo­lo­gen ist es aber unver­zeih­lich, wenn man als Christ die heu­ti­gen Zustän­de mit den Aus­füh­run­gen in der Offen­ba­rung des Johan­nes zur Ankunft des Anti­chri­sten ver­gleicht. Wie­so dau­ernd von Hol­ly­wood, inter­na­tio­na­ler Musik­in­du­strie und glo­bal agie­ren­den Kon­zer­nen die nega­ti­ven bibli­schen Anspie­lun­gen, wo man doch vor­gibt, die „reli­gi­ös neu­tra­le“ Welteinheits„kultur“ för­dern zu wol­len?

    Spä­te­stens seit 1917 ist Satan welt­hi­sto­risch sehr wirk­mäch­tig auf die Büh­ne getre­ten, was die Erschei­nun­gen von Fati­ma deut­lich unter­strei­chen. Auf Deutsch­land bezo­gen muß man fest­hal­ten, daß die Genera­tio­nen, die etwa ab der Mit­te des 20. Jahr­hun­derts gebo­ren wor­den sind, die größ­te Por­ti­on Kir­chen­feind­lich­keit durch die Umwelt ein­ge­flößt bekom­men haben. Das Resul­tat ist die tie­fe reli­giö­se Ver­wir­rung der Mehr­heit der Deut­schen.

  6. Herz­li­chen Dank an katholisches.info für den Hin­weis auf und die Bespre­chung die­ses Arti­kels in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung.
    Ich lese die FAZ schon lan­ge nicht mehr- umso wert­vol­ler die Hin­wei­se auf inter­es­san­te Arti­kel.
    Sehr rich­tig weist der Autor auf das Preis­ge­ben durch die Kir­chen von fun­da­men­ta­len Glau­bens­wahr­hei­ten, auf die Rela­ti­vie­rung und die Per­so­na­li­sie­rung, auf die zuneh­men­de Inhalts­lo­sig­keit der kirch­li­chen Bot­schaft und auf eine dif­fu­se Well­ness­ath­mo­sphä­re hin, mit in der Fol­ge einer rasch fort­schrei­ten­den Ero­si­on beim Kir­chen­volk.
    Das hier beschrie­be­ne hat sich in Nord­bel­gi­en schon vor 30 Jah­ren abge­spielt:
    eine „kata­stro­pha­le moder­ne Kate­che­se“ (Joseph Card. Ratz­in­ger), beson­ders seit 1967 durch den Löwe­ner Prof. Jef Bulckens (1994 schrieb er noch einen gro­ßen Arti­kel über die Kate­che­se ald­ort in den letz­ten 25 Jah­ren) (1995 wur­de unter sei­ner Redak­ti­on dann das Reli­gi­ons­buch „Roeach“ pun­bli­ziert mit pädo­phi­len Abbil­dun­gen im Band 3), sehr viel Well­ness, sehr viel Irr­lich­te­rei, eine pädo-/ho­mo-/ephe­bo­phi­le Durch­trän­kung der Kle­rus­kan­di­da­ten und der Semi­na­ri­en, Haß und Kujon­nie­rung für die Tra­di­ti­on, lit­ur­gi­scher Unsinn am lau­fen­den Band, Reduk­ti­on auf lin­ken Sozia­lis­mus und nicht zuletzt die poli­ti­sche Brüs­kie­rung der Flä­misch­na­tio­na­len (immer­hin ca. einem Drit­tel des Kir­chen­vol­kes in Flan­dern, bekannt für sei­ne vie­le hoch­qua­li­ta­ti­ve Rufun­gen, beson­ders auch bei den Orden) führ­ten zu einem Leer­lau­fen der Kir­chen, zu einer gewal­ti­gem Ent­fer­nung vie­ler frü­her gläu­bi­ge und prak­ti­zie­ren­de Katho­li­ken und zu einem bei­spiel­lo­sen Rück­gang bei den Semi­na­ri­sten und in den Orden.
    Im letz­ten Jahr erschien eine Stu­die der „kathol.“ Uni Löwen über die­ser Sozio­lo­gie:
    der Kir­chen­be­such für „regel­mä­ßi­ge Kirch­gän­ger“ (1x pro Monat!) liegt bei ca. 1–2% (bis 1966 ca. 70%), die Beru­fun­gen gin­gen um 99% zurück.
    Par­al­lel dazu gin­gen die Ein­künf­ten der Kir­chen zurück; die Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen tun das Übri­ge.
    Die Kir­che in Nord­bel­gi­en ist inzwi­schen öko­no­misch gese­hen bet­tel­arm, qua­li­ta­tiv äusserst man­gel­haft, per­so­nell rapi­de zurück­ge­hend und ‑in die­ser nach mili­tä­ri­schen Nor­men deso­la­ten Posi­ti­on- ver­ständ­lich freud­los.
    Die Kir­che in Deutsch­land ist (noch) reich, hat noch viel mehr Sub­stanz, hat wenig­stens noch etwas kri­ti­sche Mas­se.
    Das Mene­te­kel vor der Haus­tür soll­te eine War­nung sein.

  7. Ich habe heu­te im Bus ein Gespräch zwi­schen zwei hono­ri­gen alten katho­li­schen Her­ren mit­be­kom­men. Bei­de sahen aus wie Theo­lo­gen oder pen­sio­nier­te Pro­fes­so­ren oder Gym­na­si­al­leh­rer alten Schlags.

    Sie spra­chen dar­über, dass die Seel­sor­ge­ein­heit für den Orts-Pfar­rer nun noch grö­ßer wür­de, und offen­bar wird der Prie­ster nun ver­setzt. Der eine der bei­den knor­ri­gen Her­ren wuss­te mit ver­zück­ter Mie­ne, dass doch eigent­lich klar sei, was zu tun sei — und spul­te in offen­kun­dig spät­pu­ber­tä­rer Kon­zil­seu­pho­rie das übli­che Pro­gramm von wegen Öku­me­ne, mehr Ver­ant­wor­tung für die Lai­en, kon­fes­si­ons­über­grei­fen­de Akti­on und „Selbst­stän­dig­keit“ der Gemein­de auch wenn kein Prie­ster da sei, ab.

    Der eine war auf dem Weg nach FR rein, um sich dort bei Her­der die Neu­erschei­nun­gen anzu­se­hen und den Tag in der Stadt zu ver­bum­meln. Und wenn ihm was gefällt unter den neu­en Büchern, wür­de er es sich kau­fen. Na schön — man gönnt sich ja sonst nichts, dach­te ich, dach­te auch an unse­ren schma­len Geld­beu­tel, dar­an, dass wir als Rent­ner noch weni­ger als jetzt mal kurz nach aus Jux Frei­burg fah­ren wer­den kön­nen, um dort je nach Lust Bücher, die nicht sel­ten ab 40 € auf­wärts kosten, zu erwer­ben.

    Ich wür­de also in die Kas­per-Marx-Frak­ti­on nicht all­zu viel hin­ein­ge­heim­nis­sen. Das sind im Grun­de ver­wöhn­te, wohl­si­tu­ier­te alte Leu­te, die zwar in ihrer Kind­heit und Jugend Armut ken­nen­ge­lernt haben und Krieg, aber danach gings für die ste­tig auf­wärts, sie sind rich­tig wohl­ha­bend und müs­sen sich kei­ne mate­ri­el­len Sor­gen machen. Aus ihren Augen sieht die Welt blen­dend posi­tiv aus, und folg­lich ent­warf auch unser knor­ri­ger Fahr­gast am Schluss sei­ner Rede eine gera­de­zu schwär­me­ri­sche Zukunfts­vi­si­on: Chri­stus wer­de schließ­lich am Ende alle eini­gen, und wie toll es doch sei, dar­an mit­wir­ken zu dür­fen…

    Die­ser alte Herr han­delt doch nicht im Auf­trag einer fin­ste­ren Frei­mau­rer-Macht!

    Viel­leicht soll­ten wir end­lich begrei­fen, dass die­se alte Genera­ti­on, die uns die­sen Hor­ror ein­ge­brockt hat, sich selbst die­sen Blöd­sinn glaubt, den sie ver­zapft!

    Am Ende kamen die bei­den noch dar­auf, dass es aber in FR inzwi­schen Stadt­tei­le gebe, wo nachts kei­ne Frau mehr allei­ne durch­lau­fen kön­ne. Hach ja — furcht­bar!

    „Har­aus­for­de­run­gen muss man anneh­men“, war der Kom­men­tar des einen alten Schwär­mers. Er ist zuver­sicht­lich, und er muss die Her­aus­for­de­run­gen, die er sei­nen Nach­kom­men auf­ge­bür­det hat mit sei­nen Fik­tio­nen, ja nicht mehr „anneh­men“, weiß aber schon mal vol­ler alt­vä­ter­li­cher Weis­heit, dass wir sie anzu­neh­men haben.

    Ich fürch­te, die Mise­re hat wesent­lich bana­le­re Grün­de, als wir den­ken. Der Urgrund die­ses Irr­glau­bens ist die Dumm­heit des Aka­de­mi­kers, die Bes­ser­wis­se­rei, der Hoch­mut der Rei­chen (!) und der aus­drück­li­che Unwil­le, die eige­ne Ver­nunft Gott zu über­ge­ben.

    • G u t m e n s c h e n t u m ist es, was Sie da so tref­fend beschrei­ben, in Rein­kul­tur.
      Noch aus­ge­präg­ter bei weib­li­chen Gut­men­schen zu fin­den: Aka­de­mi­ker­wit­wen, dumm, ver­mö­gend, sich ande­ren mora­lisch über­le­gen füh­lend, und „die Kir­che tut doch so viel Gutes“ sagend.

      • Die Ten­denz des weib­li­chen Geschlechts zur Sen­ti­men­ta­li­tät wis­sen die Draht­zie­her des Gut­men­schen­tums geschickt aus­zu­nut­zen.

      • Das hier ist was Spe­zi­el­les — eine genera­tio­nen­ty­pi­sche katho­li­sche Eupho­rie, die die das Über­na­tür­li­che ablehnt bzw. ins rein Natür­li­che ver­rech­net hat.

        Erfun­den haben das aller­dings tat­säch­lich aus­schließ­lich Män­ner und durch­ge­zo­gen haben es auch sie auf dem Kon­zil, auf dem kei­ne Frau auch nur eine Ent­schei­dungs­be­fug­nis oder ein Mit­spra­che­recht hat­te.

        Aber ein Teil der Frau­en hat — wie vie­le Frau­en das gemäß dem Sün­den­fluch immer tun — sich vom Mann kon­zi­li­ar instru­men­ta­li­sie­ren las­sen und führt zu 200 % aus, was er in sei­ner Bequem­lich­keit nur zu 80 % aus­führt. Tat­sa­che ist aber und bleibt: es ist nicht auf weib­li­chem Mist gewach­sen…

        Um so wich­ti­ger, dass wir wis­sen, dass wir von die­sem Fluch aus Gen. 3 erlöst sind und schau­en auf Maria, die in allem nur nach dem Wil­len Got­tes frag­te und eben nicht mehr dem Wil­len des Man­nes oder sonst eines Men­schen nach­spei­chel­te.

        Aber davon abge­se­hen ist es wirk­lich fast flä­chen­deckend die­se Genera­ti­on bei­der­lei Geschlech­tes, die auch sämt­li­che Gre­mi­en in den Gemein­den, die Lehr­stüh­le und die Bischofs­sit­ze besetzt hält. Ich bin viel rum­ge­kom­men in der „Kon­zils­kir­che“ und könn­te nicht sagen, dass das nun nur ein Geschlecht beson­ders beträ­fe — nein: die gan­ze Genera­ti­on sitzt wie ein Pfropf auf dem gesam­ten kirch­li­chen Leben und hat es abge­schnit­ten von den Sakra­men­ten. Stirbt sie weg, wer­den die Kir­chen ganz leer sein — es sei denn Gott hat ganz ande­re Plä­ne, was sage ich: ER hat ganz gewiss ande­re Plä­ne! Und auf die darf man sich freu­en!

    • Für die NWO-Ideo­lo­gen wäre es abträg­lich, wenn ihre Irr­leh­ren plump ins gemei­ne Volk gestreut wür­den. Am effek­tiv­sten ist es aus deren Sicht, wenn „unein­ge­weih­te“ Mul­ti­pli­ka­to­ren mei­nen, ihre NWO-Kon­di­tio­nie­rung sei das Werk ihrer eige­nen Ver­nunft. Unbe­wuß­te Par­tei­gän­ger wir­ken eben authen­ti­scher als bewuß­te.

      • Ich glau­be nicht, dass das so „funk­tio­niert“ — das hal­te nun ich ehr­lich gesagt für nega­tiv „sen­ti­men­tal“.

        Die theo­lo­gi­sche Ver­nei­nung des Über­na­tür­li­chen hat sich schlei­chend seit Jahr­hun­der­ten, wahr­schein­lich von Anfang an voll­zo­gen.

        Aus der Schrift wis­sen wir, dass sich zeit­gleich mit der Ent­fal­tung des Evan­ge­li­ums und der Kir­che in der gan­zen Welt auch das Geheimn­nis des Bösen ent­fal­ten wür­de — ja, dass letz­te­res in der Kir­che, wie es heißt beim Hl. Pau­lus, „von Anfang an“ gewirkt hat, sich also auch ent­fal­tet hat, bis es in der Gestalt des AC kul­mi­nie­ren wird.

        Auch die NWO-Ideo­lo­gen glau­ben sich selbst ihre Über­zeu­gun­gen. Sie mögen ja irgend­et­was pla­nen oder auch nicht — die gei­sti­ge Vor­be­rei­tung auf den Total­ver­lust des Über­na­tür­li­chen, das sich inzwi­schen doch so enorm ent­fal­tet hat­te, gehört gewis­ser­ma­ßen zum Geschäft der Kir­che. Wir leben — wie eben­falls der Hl. Pau­lus sagt — in „böser Zeit“. „Kauft die Zeit aus, denn sie ist böse.“ Das sind sei­ne Wor­te. das galt immer — egal wie Macht­ha­ber es ein­fä­del­ten, um das Volk zu blen­den…

        Ver­mut­lich haben vie­le ihre Plä­ne für die Welt und spie­len hin­ter den Kulis­sen ihr Rän­ke­spiel — das war nie anders und zeit­wei­se waren die Päp­ste dar­an nega­tiv betei­ligt. Immer wie­der wank­ten die Säu­len der Hl. Kir­che des­we­gen! Es ging immer Spitz auf Knopf „noch ein­mal gut“, kann man sagen.

        Ande­res ist uns doch nie ver­hei­ßen wor­den…

        Die Unnüch­tern­heit ist wahr­lich kein Spe­zi­fi­kum des weib­li­chen Geschlech­tes — es kann nur sein, dass sie sich bei Frau­en durch ihre devo­te Grund­hal­tung „sen­ti­men­ta­ler“ äußert.
        Ver­ges­sen Sie jedoch nicht, dass vie­le der Nazi­stä­ter (alle­samt Män­ner) sogar extrem sen­ti­men­tal waren. Eich­mann konn­te kein Blut sehen, Goe­b­bels schau­kel­te sei­ne Kin­der­chen abends auf sei­nen Knien… Sen­ti­men­ta­li­tät ist eine Über­le­bens­stra­te­gie für den, der das Über­na­tür­li­che ablehnt und sich selbst die Welt erklä­ren will.

        Für uns gilt aber, ob Mann ob Frau: „Seid nüch­tern und wach­sam“.
        Und: wir sind erlöst und hof­fen auf die Voll­endung!

    • @zeitschnur, Sie über­se­hen etwas.

      Die Ver­laut­ba­run­gen des besag­ten Her­ren unter­schei­den sich von Äuße­run­gen von Alt­kom­mu­ni­sten, ‑sozia­li­sten , ‑nazis, Gen­de­ri­sten, Femi­ni­sten und ande­ren gei­stig Geschä­dig­ten nicht wesent­lich: Alle ver­kün­den ihren Glau­ben, die bei allen als Gegen­wahr­heit, als Häre­sie zum Katho­li­schen sicht­bar wird; für den, der es erken­nen kann.

      Ich habe den Neu­en Glau­ben als ganz ein­fa­cher Katho­lik erfah­ren, wenn sich Pre­di­ger auf den Geist des Kon­zils beru­fen haben und mir gei­stig Gewalt anta­ten.

      Ich ken­ne nur einen, der dar­auf aus ist, Ver­wir­rung zu erzeu­gen. Aber der wur­de ja 1970 als nicht exi­stent behaup­tet. Ich armer Irrer. Seufz!

      • Okay — und was habe ich „über­se­hen“?

        Dass der advers­a­ri­us, der alles durch­ein­an­der­bringt, hin­ter den Irr­tü­mern der genann­ten ideo­lo­gi­schen Bewe­gun­gen steht, habe ich sicher nicht über­se­hen (!) oder ver­ges­sen.

        Aber ich tue mich schwer mit der Vor­stel­lung, dass blo­ße irren­de Men­schen irgend­wo in einem gehei­men Bun­ker sit­zen und einen Plan haben, wie sie auch noch das letz­te mesnch­li­che Gehirn mani­pu­lie­ren mit ein paar Win­kel­zü­gen…

        Die Irren­den sind über­zeugt vom Irr­tum. das ist der sprin­gen­de Punkt. Sie sit­zen nicht über­zeu­gungs­los im Hin­ter­halt und erfin­den Über­zeu­gun­gen — Haupt­sa­che gegen die Kir­che.
        Das hie­ße, die­se Men­schen maß­los zu über­schät­zen bzw. zu dämo­ni­sie­ren, was uns nicht erlaubt ist!
        Vor allem ist man, wenn man so anfängt zu den­ken, bereits selbst ver­fin­stert und legt sich auf eine Welt­deu­tung fest, die gera­de­zu per­fekt ver­hin­dert, Vor­gän­ge, die nicht in die­ses Muster pas­sen, über­haupt noch zu erken­nen.

        Daher kommt mei­ne Skep­sis.
        Nüch­tern­heit heißt vor allem: Distanz. Gei­sti­ge Distanz.
        Nicht Fein­de auf­spü­ren, son­dern Chri­stus erse­hen und erwar­ten — und zwar nicht in die­ser Welt und ihren Rei­chen.
        Die Durch­wir­kung der gan­zen Welt mit dem schlech­ten Samen macht laut Gleich­nis nicht vor dem „Reich Got­tes“ halt. Auch in des­sen Insti­tu­ti­to­nen und Bau­ten, wirkt es oder legt sei­ne Kuckuck­s­ei­er.

        Katho­li­ken müss­ten nicht zum ersten Mal die wah­ren Gefah­ren total ver­ken­nen!

        Distanz. Abstand. Wis­sen um die eige­ne Irr­tums­an­fäl­lig­keit. Nicht in Hyste­rie ver­fal­len. Wis­sen, dass am Ende die Plä­ne Got­tes auf­ge­hen und nicht die des advers­a­ri­us. Kei­ne Mühe scheu­en, die Leh­re und die Geschich­te mög­lichst unvor­ein­ge­nom­men zu ver­ste­hen (ohne ideo­lo­gi­sche Scheu­klap­pen, die es auch auf „Katho­lisch“ gera­de­zu infla­tio­när gibt).
        Um die Gaben des Hl. Gei­stes zu bit­ten — dazu gehört auch wesent­lich … Wis­sen­schaft!

  8. Jetzt ist mir da noch Kar­di­nal Marx in den Blick gescho­ben wor­den und da fiel mir die Lim­bur­ger Bade­wan­ne ein, die mir heu­te früh in der Zei­tung end­lich leib­haf­tig prä­sen­tiert wur­de. Als erstes sah ich die schma­le Figur von Bischof Tebartz- van Elst vor mir und die Bade­wan­ne als qua­si Frei­schwimm­becken, dann leuch­te­te mir auf, daß die Kir­che eben nicht in Jah­ren denkt. Der Nach­fol­ger könn­te, ohne daß es bean­stan­det wer­den könn­te, die Figur von Kar­di­nal Marx haben.

    Daß die Medi­en kei­ne Spur von Umkehr­wil­len zei­gen, beweist schon die Tat­sa­che, daß sie immer nur von Bischofs­re­si­denz schrei­ben, wenn sie den Gebäu­de­kom­plex auf dem Dom­berg in Lim­burg mei­nen, der ein diö­ze­sa­nes Zen­trum bil­det.

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