„Die Gnosis an der Macht“ – Kleines Handbuch, um inmitten historischer Halbwahrheiten zu „überleben“

Freimaurerloge in Pavia
Frei­mau­rer­lo­ge in Pavia

(Rom) Ein neu­es Buch „Die Gno­sis an der Macht. War­um die Geschich­te eine Ver­schwö­rung gegen die Wahr­heit zu sein scheint“ (Ori­gi­nal­ti­tel: „La gno­si al pote­re“) ver­sucht anhand einer Rei­he von knap­pen, aber genau doku­men­tier­ten Auf­sät­zen Licht in eini­ge dunk­le Flecken der jün­ge­ren euro­päi­schen Geschich­te zu brin­gen. Da es sich um ein in Ita­li­en erschie­ne­nes Buch han­delt, liegt der Schwer­punkt auf der ita­lie­ni­schen Geschich­te, doch reicht die Band­brei­te von der ita­lie­ni­schen Eini­gung im 19. Jahr­hun­dert bis zur Euro­päi­schen Uni­on des 21. Jahr­hun­derts, von Pius IX. bis Fran­zis­kus, von Camil­lo Graf Cavour bis Ange­la Mer­kel.

Ange­la Pel­lic­cia­ri hat im Buch „Die Gno­sis an der Macht“ ihre Auf­sät­ze gesam­melt, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren von ver­schie­de­nen Medi­en ver­öf­fent­licht wur­den. Gekonnt ver­knüpft sie die Serio­si­tät einer Histo­ri­ke­rin mit der direk­ten und ver­ständ­li­chen Spra­che des Jour­na­lis­mus. Erschie­nen ist das 304 Sei­ten star­ke Buch bei Fede & Cul­tu­ra in Vero­na, einem der reg­sam­sten katho­li­schen Ver­la­ge, als Band 42 der Histo­ri­schen Rei­he.

Jahr­gang 1948 wur­de Pel­lic­cia­ri zur Acht­und­sech­zi­ge­rin, bis sie zum Glau­ben an Chri­stus fand. Nach dem Stu­di­um unter­rich­te­te sie bis 2008 an Gym­na­si­en Geschich­te und Phi­lo­so­phie. In den 70er und 80er Jah­ren war sie freie Mit­ar­bei­te­rin der RAI, stu­dier­te an der Uni­ver­si­tät La Sapi­en­za früh­kind­li­che Neu­ro­psy­cho­lo­gie und wur­de 1995 an der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät Gre­go­ria­na in Kir­chen­ge­schich­te pro­mo­viert. Pel­lic­cia­ri gehört zu den Autoren, die ihre Katho­li­zi­tät nicht ver­stecken. Neben ihrer Spe­zia­li­sie­rung auf das 19. Jahr­hun­dert wid­met sie ihre Arbeit vor allem der Rich­tig­stel­lung histo­ri­scher Halb­wahr­hei­ten und fal­scher Kli­schees, beson­ders zur Kir­chen­ge­schich­te und Geschich­te Ita­li­ens.

Im Lau­fe der Jah­re spe­zia­li­sier­te sich Pel­lic­cia­ri auf die The­men­krei­se Risor­gi­men­to, Papst­ge­schich­te und Frei­mau­re­rei. In ihrem neu­en Buch ent­hüllt die Autorin sofort, daß es einen roten Faden in der jün­ge­ren Geschich­te Ita­li­ens gibt, „seit die Frei­mau­re­rei Mit­te des 19. Jahr­hun­derts an die Macht gelang­te“. Dahin­ter ste­hen, so die Histo­ri­ke­rin, die Idea­le der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on, die mit Napo­le­on nach Ita­li­en kamen und von den Anhän­gern der ita­lie­ni­schen Eini­gungs­be­we­gung als Samen bewahrt wur­den, der Jahr­zehn­te spä­ter zur Blü­te gebracht wur­de.

Die Gnosis und ihr Anspruch, Lenkerin der Nation sein zu wollen

Die Gnosis an der Macht
Die Gno­sis an der Macht

Die Autorin schil­dert die histo­ri­schen Fak­ten ohne jede poli­tisch kor­rek­te Ver­brä­mung. Dadurch legt sie als roten Faden das Vor­han­den­sein gno­sti­scher Machen­schaf­ten jener frei, die dreist und kühn für sich in Anspruch neh­men, die Geschicke der Nati­on len­ken zu wol­len, weil sie sich bes­ser, höher­wer­ti­ger, über­le­ge­ner und als eifer­süch­ti­ge Trä­ger einer höhe­ren Wahr­heit und einer beson­de­ren Erleuch­tung füh­len. Gemein­sam ist den im Band ver­sam­mel­ten Auf­sät­zen, daß sie mit der „Gno­sis“ zu tun haben, jener phi­lo­so­phisch-poli­ti­schen Denk­rich­tung, die sich als Len­ke­rin der Natio­nen aus­gibt. Deren mäch­tig­stes Instru­ment jedoch das Nicht- oder Halb­wis­sen der Mas­sen ist.

Die katho­li­sche Kir­che, die Päp­ste und das Chri­sten­tum all­ge­mein wer­den von der Gno­sis als lästi­ges Hin­der­nis auf dem Weg zur Macht gese­hen. Die Kir­che mit ihrem authen­ti­schen Men­schen­bild, ihrer Leh­re von der Erlö­sung des Men­schen durch Chri­stus, dem frei­en Wil­len, der Men­schen­wür­de, der Hei­lig­keit des Lebens, der Gleich­wer­tig­keit von Mann und Frau in ihrer Ver­schie­den­heit, der Ver­tei­di­gung der Fami­lie und des Lebens von der Zeu­gung bis zum natür­li­chen Tod, der Ver­ur­tei­lung einer Leug­nung der Natur des Geschlechts, stellt eine Mau­er gegen die gno­sti­sche Pro­pa­gan­da dar, die per­ma­nent die Mas­sen zu hin­ter­ge­hen ver­sucht, indem sie sie mit fal­schen Infor­ma­tio­nen füt­tert, vom Wesent­li­chen auf Neben­schau­plät­ze umlenkt und zu einem Ein­heits­den­ken zu ver­füh­ren ver­sucht.

Freimaurerprojekt Italiens Einigung — „Ein Kubikmeter Scheiße“

Pel­lic­cia­ri beginnt ihre Zeit­rei­se mit Papst Pius IX. (1846–1878), den Ita­li­ens „Natio­nal­held“, der Hoch­g­rad­frei­mau­rer Giu­sep­pe Gari­bal­di als „ein Kubik­me­ter Schei­ße“ beschimpf­te. Pius IX. war das größ­te Hin­der­nis für das frei­mau­re­ri­sche Pro­jekt, die ita­li­sche Halb­in­sel unter der Fah­ne Savoy­ens zu einem Staat zu ver­ei­nen. Die gegen die Kir­che erho­be­ne Ankla­ge lau­te­te, den Fort­schritt zu behin­dern. Gari­bal­di, dem sei­ne Logen­brü­der auf dem Gia­ni­co­lo in Rom ein Rei­ter­stand­bild errich­te­ten, das ihn her­risch und dro­hend auf den Peters­dom blicken läßt, beschul­dig­te den Papst, „die schäd­lich­ste unter allen Krea­tu­ren“ zu sein, weil er „ein Hin­der­nis für den mensch­li­chen Fort­schritt und die Brü­der­lich­keit zwi­schen den Men­schen und den Völ­kern ist“.

Die Frei­mau­re­rei ist der zen­tra­le Akteur des Risor­gi­men­to, der „eigent­li­che Anre­ger und Motor“, so Pel­lic­cia­ri. Das Risor­gi­men­to wie­der­um ist eine grund­sätz­lich anti­ka­tho­li­sche Bewe­gung. Nicht nur, weil es die welt­li­che Macht des Pap­stes im Kir­chen­staat besei­ti­gen woll­te, son­dern radi­kal und defi­ni­tiv die tief im ita­lie­ni­schen Volk ver­wur­zel­te Katho­li­zi­tät aus­til­gen woll­te. Aus die­sem Grund lie­fer­ten pro­te­stan­ti­sche Staa­ten groß­zü­gi­ge finan­zi­el­le, pro­pa­gan­di­sti­sche und mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung. Das Para­dox der ita­lie­ni­schen Natio­nal­be­we­gung lag dar­in, daß sie aus­ge­rech­net den ein­zi­gen wirk­li­chen gemein­sa­men Nen­ner der ver­schie­de­nen Tei­le der Apen­ni­nen­halb­in­sel, die katho­li­sche Reli­gi­on, bekämpf­te.

Gnosis, eine „Meisterin des Betrugs“

Wie konn­ten also die katho­li­schen Mas­sen für die natio­na­le Eini­gungs­idee gewon­nen wer­den, die auf die Errich­tung eines neu­en, bis­her unbe­kann­ten libe­ra­len, repu­bli­ka­ni­schen, aber anti­ka­tho­li­schen Vater­lan­des abziel­te? Als „Mei­ster des Betrugs“ kämpf­ten die Akteu­re des Risor­gi­men­to ihren Kampf, indem sie sich als „sanft­mü­ti­ge und from­me Läm­mer“ ver­klei­de­ten, so die Histo­ri­ke­rin. So beschreibt Pius IX. die Ange­hö­ri­gen der Geheim­ge­sell­schaft der „Car­bo­na­ri“ (Köh­ler) in einer Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­bul­le. Ein Vor­wurf, der Mazzi­ni, Cavour, Gari­bal­di und auch König Car­lo Alber­to von Savoy­en und den übri­gen revo­lu­tio­nä­ren Eli­ten gilt. Sie spre­chen wie Gläu­bi­ge und ihre Reden schei­nen fromm. Giu­sep­pe Mazzi­ni behaup­te­te, der „Fort­schritt“ sei ein „Gesetz Got­tes“. Gott wol­le die neu­en Ideen. In Wirk­lich­keit ver­barg sich hin­ter der from­men Spra­che der Wunsch, daß alle den christ­li­chen Glau­ben ver­lie­ren und auf­hö­ren Chri­sten zu sein. Dahin­ter ste­he, so die Autorin, das eigent­li­che Ziel der Frei­mau­re­rei, „alle frei­en Men­schen in einer gro­ßen Fami­lie zu sam­meln“, die an die Stel­le „aller auf dem blin­den Glau­ben und theo­kra­ti­scher Auto­ri­tät gegrün­de­ten Kir­chen, aller aber­gläu­bi­schen, unter­ein­an­der ver­fein­de­ten Kul­te tre­ten soll, um die wah­re und ein­zi­ge Kir­che der Mensch­heit zu bau­en“.

Die ita­lie­ni­sche Ein­heit ist daher Teil eines grö­ße­ren Pro­jekts, das weit über die staats­recht­li­che Fra­ge hin­aus­geht. Das Volk soll „von der Kir­che befreit“ und die Mas­sen „dem Ein­fluß der Reli­gi­on ent­zo­gen“ wer­den, um sie einem System der kon­trol­lier­ten Frei­heit und einer neu­en Bewußt­seins­schu­lung zu unter­wer­fen. Ein Ziel, das in einem orga­ni­sier­ten Zen­tral­staat leich­ter zu errei­chen sei, durch eine ein­heit­li­che staat­lich gelenk­te Schu­le und das Heer. Die neue Indok­tri­na­ti­on erfolgt jedoch getarnt durch die gleich­zei­tig über­schweng­li­che Beto­nung von „Frei­heit“ und „Zukunfts­gläu­big­keit“. Das Chri­sten­tum wird offi­zi­ell zur Staats­re­li­gi­on, doch die Jesui­ten wer­den ver­folgt und alle Klö­ster auf­ge­ho­ben mit der Begrün­dung, daß sie „schäd­lich, weil unnütz“ sei­en. Natür­lich ver­säumt es der neue Staat nicht, den Kir­chen­be­sitz zu beschlag­nah­men und sich dar­an als Unrechts­staat zu berei­chern. Die „Frei­heit“ wird zum Mot­to des neu­en Staa­tes, doch die katho­li­sche Pres­se wird stren­ger staat­li­cher Zen­sur unter­wor­fen. Die christ­li­chen Fest­ta­ge wer­den abge­schafft, damit das Volk nicht von der Arbeit abge­lenkt wird und sich „dem Müßig­gang hin­gibt“. „Fort­schritt“ heißt die neue Reli­gi­on, der sich alle auf­ge­klär­ten und libe­ra­len Regie­run­gen ver­pflich­tet füh­len.

Geschichte der USA als Geschichte einer masonischen Oligarchie

Das Buch schil­dert auch unse­re Zeit. Es berich­tet vom 20. Jahr­hun­dert, das „links und rechts zur Spiel­wie­se der Gno­sis an der Macht wur­de“. Pel­lic­cia­ri skiz­ziert die lan­ge Herr­schaft der Frei­mau­re­rei in den USA durch eine klei­ne Olig­ar­chie, die ihre Sym­bo­le zu Staats­ym­bo­len mach­te, so auf den Dol­lar-Schei­nen und die Katho­li­ken ver­folg­te, in den USA selbst und außer­halb, so zum Bei­spiel in Mexi­ko unter der Regie­rung von Eli­as Cal­les. Die tra­gi­sche Geschich­te der Cri­ste­ros schil­dert von die­sem Kampf.

Das Buch behan­delt eben­so die tota­li­tä­ren Ideo­lo­gien und deren Gemein­sam­kei­ten trotz ihrer Gegen­sät­ze. Sowohl Mar­xis­mus als auch Natio­nal­so­zia­lis­mus prä­sen­tier­ten ihre Uto­pie als Heils­idee. Das Chri­sten­tum war bei­den Ideo­lo­gien ein erklär­ter Geg­ner, der offen bekämpft oder besten­falls gera­de gedul­det wur­de. In einer Kir­che such­te man sowohl kom­mu­ni­sti­sche als auch natio­nal­so­zia­li­sti­sche Bon­zen ver­geb­lich. Pel­lic­cia­ri ver­weist auf die Metho­den, mit denen die einen wie die ande­ren die Kir­che, die Prie­ster und Ordens­leu­te und den Papst in der Öffent­lich­keit dis­kre­di­tier­ten.

UNO: neue „Rechte“ und neue Sprache

Die Autorin schreibt auch über die UNO, deren Akti­vi­tä­ten durch die neu­en „Rech­te“ bestimmt sind, die auf dem „all­ge­mei­nen Kon­sens“ und dem mora­li­schen Rela­ti­vis­mus gegrün­det sind. So han­del­te die UNO bei den inter­na­tio­na­len Kon­fe­ren­zen 1994 in Kai­ro, 1995 in Peking und 2000 in New York, indem sie die neu­en „Rech­te“ Abtrei­bung, Eutha­na­sie und Homo­se­xua­li­tät schuf und dazu eine neue Spra­che kre­ierte mit birth con­trol, repro­duc­ti­ve healt und gen­der iden­ti­ty. Dahin­ter steht das Ziel eines Men­ta­li­täts­wan­dels in Vor­be­rei­tung einer Welt­ein­heits­kul­tur, die vor allem in den Ent­wick­lungs­län­dern durch­ge­setzt wer­den soll. Dazu gehört die Umset­zung einer neo-mal­thu­sia­ni­schen Poli­tik, mit der die „Über­be­völ­ke­rung“ gestoppt, in Wirk­lich­keit die Mensch­heit dezi­miert wer­den soll. In die­se Kate­go­rie fällt auch die För­de­rung der Homo­se­xua­li­tät, auf­grund Fort­pflan­zungs­un­fä­hig­keit. Ver­brei­tet wird eine hedo­ni­sti­sche und mate­ria­li­sti­sche Lebens­wei­se, die sich der Wei­ter­ga­be des Lebens direkt oder indi­rekt ver­schließt.

Pel­lic­cia­ri beleuch­tet auch die Arbeit der Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen als ver­län­ger­ter Arm der UNO, die ihre „christ­li­chen Wur­zeln“ abge­sto­ßen hat und eben­sol­ches für alle inter­na­tio­na­len Zusam­men­schlüs­se ver­sucht, ein­schließ­lich der Euro­päi­schen Uni­on. Der EU schwebt die Idee vor, einen Super-Staat zu schaf­fen, der den wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen weni­ger die­nen soll, die zudem kaum auf dem euro­päi­schen Fest­land behei­ma­tet sind.

Gender-Theorie und Kommunikationskontrolle

Die Autorin behan­delt auch die Gen­der-Theo­rie, die eben­so von oben auf­ge­zwun­gen wer­den soll, und die Finanz­ge­set­ze, die mehr einem gigan­ti­schen Umver­tei­lungs­me­cha­nis­mus ähneln. Mit­tels staat­li­cher Gesund­heits- und Schul­pro­gram­me soll die Gen­der-Ideo­lo­gie ver­brei­tet wer­den. Die inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen bil­den die poli­ti­schen und öko­no­mi­schen Spon­so­ren, hin­zu kom­men die erheb­li­chen Geld­mit­tel der LGBT-Lob­by. Der Ein­satz gilt dem Kampf gegen die Fami­lie und das Natur­recht als über­hol­te Ein­rich­tun­gen.

Wenn dies alles so pro­blem­los Ver­brei­tung fin­det und all­ge­mein akzep­tiert scheint, dann wer­de dahin­ter die „enor­me Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­trol­le der Macht­zir­kel“ erkenn­bar. Durch die weit­ge­hen­de Zugangs­kon­trol­le zu mei­nungs­bil­den­den Medi­en, feh­le es an ech­ter Kon­kur­renz der Mei­nung. Der Rest wer­de durch mar­ke­ting­tech­nisch stu­dier­te Wer­be­kam­pa­gnen erle­digt. Die unter­schwel­lig, häu­fig unbe­wußt, eine posi­tiv ver­mit­tel­te Bot­schaft in den Köp­fen fest­set­ze. Die­se attrak­ti­ve Spra­che beto­ne die Indi­vi­du­al­rech­te und basie­re auf den Schlag­wör­tern „Frei­heit“ und „Tole­ranz“. Dem Indi­vi­du­um wer­de geschmei­chelt, so daß es der gewünsch­ten Ent­wick­lung kei­nen Wider­stand ent­ge­gen­setzt und nicht bemerkt, daß es grö­ße­ren Bin­dun­gen wie Volk, Gemein­schaft und Fami­lie ent­blößt, macht- und schutz­los ist, eben nur ein ein­fluß­lo­ses Indi­vi­du­um unter Mil­li­ar­den.

Der „rote Faden“, den Pel­lic­cia­ri frei­legt, hin­ter­läßt beim Leser ein ziem­lich beklem­men­des Gefühl. Doch die Autorin erin­nert am Ende ihres Buches dar­an, daß die Geschich­te auch leh­re, daß in die­sem lan­gen Kampf mit der Gno­sis, immer dann, wenn die Wahr­heit ange­grif­fen wird, jemand auf­ste­he, der bereit ist, die Wahr­heit zu ver­tei­di­gen und sogar für sie zu ster­ben. Wes­halb letzt­lich nichts ver­lo­ren sei.

Ange­la Pel­lic­cia­ri: La gno­si al pote­re. War­um die Geschich­te eine Ver­schwö­rung gegen die Wahr­heit zu sein scheint (Col­la­na sto­ri­ca 42), Fede & Cul­tu­ra, Vero­na 2014, 304 Sei­ten, Euro 18,-

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Verlag/Paviaon

13 Kommentare

  1. Dan­ke für die­sen Bei­trag.
    Über­set­zun­gen ins Deut­sche und Eng­li­sche wären natür­lich wich­tig.

  2. Die Exege­se der Neo­gno­sis ent­stand aus den ver­folg­ten manichäi­sti­schen Katha­rern, den ver­folg­ten Temp­lern und zu einem Teil aus den ver­folg­ten jüdi­schen Mit­bür­gern im Mit­tel­al­ter. Man hät­te die­se Men­schen nicht auf grau­sam­ste Art und Wei­se umbrin­gen dür­fen. Für Anders­den­ken­de wäre das Gebet ange­mes­se­ner gewe­sen, dann wäre für sie der Weg der Bekeh­rung noch offen gewe­sen. Der Herr hat­te ja gesagt: „Liebt eure Fein­de und betet für die, die euch verfolgen…Segnet die, die euch ver­flu­chen;“ (Mt 5, 44; Lk 6, 28).
    Bann­flü­che ver­stär­ken m.E. das Pro­blem noch.
    Die Ver­ge­bungs­bit­te von Papst Johan­nes Paul II. am 12 März 2000 ( http://stjosef.at/dokumente/vergebungsbitten_papst_2000.htm ) war ein Anfang. Kön­nen wir hin­ste­hen und sagen: „Lie­be Frei­mau­rer, in der Ver­gan­gen­heit sind schwe­re Feh­ler pas­siert, da die Ver­fol­gung und Tötung Anders­den­ken­der eine Sün­de war.“
    Damit kei­ne Miß­ver­ständ­nis­se auf­kom­men: Ich bin gläu­bi­ge Katho­li­kin. Ich ken­ne eini­ge Frei­mau­rer hier in Süd­deutsch­land und war auch schon bei einem Fest bei ihnen ein­ge­la­den. Der gei­sti­ge Weg, den sie gehen, ist nicht mein spi­ri­tu­el­ler Weg. Ich habe mit Okkul­tis­mus und Zau­be­rei nichts am Hut. Ich lebe in der Eucha­ri­stie und in den Sakra­men­ten den römisch-katho­li­schen Kir­che. Als ich bei ihnen war habe ich für die Feh­ler in der Ver­gan­gen­heit um Ver­zei­hung gebe­ten, als Katho­li­kin ste­he ich dazu voll und ganz. Es gibt dort auch wun­der­ba­re Men­schen. Soll­ten wir nicht auch für sie beten, um wah­re Erkennt­nis und um die wahr­haf­ti­ge Erfah­rung Got­tes und des Erlö­sers ? Das oben auf­ge­zeig­te Buch ist eine Beschrei­bung des­sen, was auf der ande­ren Sei­te abläuft. Bei ihren Plä­nen zur Ver­än­de­rung der Mensch­heit wer­den die Haupt­ver­ant­wort­li­chen bei Ihnen irgend­wann erken­nen, das Gott Vater all­mäch­tig ist und durch Straf­ge­rich­te (auch im per­sön­li­chen Bereich) züch­tigt. Die Sint­flut und die Zer­stö­rung von Sodom & Gomor­ra sind zwar schon eini­ge Zeit her, aber bei Gott gibt es kei­ne Zeit und das näch­ste Straf­ge­richt für uns alle kommt bestimmt…

    • Es hat immer wie­der ein­zel­ne Bekeh­run­gen von Frei­mau­rern gege­ben, und man darf nie­man­den vor sei­nem Ende auf­ge­ben. Doch die Frei­mau­re­rei als sol­che und gan­zes steht im andern, wider­gött­li­chen Lager, sie ist eine Hee­res­ab­tei­lung Satans.

      • W. Schrems — 10. Febru­ar 2015 um 13:2
        Wenn Sie sich an die Wei­sun­gen Jesu Chri­sti nicht hal­ten wol­len, dass man für ande­re und „Anders­ar­ti­ge“ beten soll, dann ist das Ihr Pro­blem. Wie­viel Blut wol­len Sie denn noch haben, das flie­ßen soll — oder wol­len sie sie selbst auf die Schei­ter­häu­fen schmei­ßen ?! Ich habe gesagt, dass dort unter den Klei­nen, die nichts dafür kön­nen, auch wun­der­ba­re Men­schen dabei sind.
        Im Übri­gen sagt sogar Pau­lus, dass wir das Rich­ten dem Herrn über­las­sen sol­len, und beten sol­len: „Ver­gel­tet nie­man­dem Böses mit Bösem…denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich wer­de ver­gel­ten, spricht der Herr. Viel­mehr: Wenn dein Feind Hun­ger hat, gib ihm zu essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trin­ken; tust du das , dann sam­melst du glü­hen­de Koh­len auf sein Haupt. Laß dich nicht vom Bösen besie­gen, son­dern besie­ge das böse durch das Gute !“ (Röm 12, 19–21).

  3. @ Jean­ne d’Arc

    Ich weiß nicht, ob ich mich bei Frei­mau­rern ent­schul­digt hät­te — das kommt mir zu pathe­tisch vor, auch nicht ange­mes­sen, weil ja nicht Sie jeman­den ver­folgt haben! Auch sind die Ver­fol­ger nicht iden­tisch mit der Kir­che. Was Katho­li­ken an Blut­schuld auf sich gela­den haben — und da gebe ich Ihnen voll­um­fäng­lich recht — wird aller­dings der Herr auch wie­der­um mit ihnen per­sön­lich bespre­chen.
    Das müs­sen nicht wir an ihrer Stel­le tun…

    Der Arti­kel oben — inwie­weit das auch aufs bespro­che­ne Buch zutrifft, kann ich nicht sagen — krankt an einer rein natür­li­chen, v.a. apo­lo­ge­ti­schen und völ­lig ver­welt­li­chen Auf­fas­sung von Kir­che.

    Machen wir uns nichts vor: auch die­se „kon­ser­va­ti­ve“ Sicht rech­net weder mit der Über­na­tür­lich­keit und Hei­lig­keit der Kir­che noch mit der eschal­to­lo­gi­schen war­nung, die der Hl. Pau­lus im Thes­sa­lo­ni­cher­brief aus­sprach: das „Geheim­nis des Bösen“ wirkt von Anfang an in der Kir­che!

    So stim­men auch die Idea­li­sie­run­gen der Autorin nur in der Theo­rie und bei den Hei­li­gen, in der histo­ri­schen Rea­li­tät der Kir­che dage­gen über wei­te Strecken der Zeit kaum:

    „Die Kir­che mit ihrem authen­ti­schen Men­schen­bild, ihrer Leh­re von der Erlö­sung des Men­schen durch Chri­stus, dem frei­en Wil­len, der Men­schen­wür­de, der Hei­lig­keit des Lebens, der Gleich­wer­tig­keit von Mann und Frau in ihrer Ver­schie­den­heit, der Ver­tei­di­gung der Fami­lie und des Lebens von der Zeu­gung bis zum natür­li­chen Tod, der Ver­ur­tei­lung einer Leug­nung der Natur des Geschlechts, stellt eine Mau­er gegen die gno­sti­sche Pro­pa­gan­da dar, die per­ma­nent die Mas­sen zu hin­ter­ge­hen ver­sucht…“

    So heißt es oben im Arti­kel und man muss schon fast lachen — wenn das alles so schön gewe­sen wäre, hät­te kein Frei­mau­rer einen Fuß auf den Boden bekom­men!

    Wur­de die Bot­schaft Jesu nicht v.a. von angeb­lich from­men Katho­li­ken am mei­sten ver­lä­stert und rief über­haupt erst offe­ne Ohren für den Feind auf den Plan?

    In Wahr­heit, und Sie wei­sen dar­auf hin, hat­te man wenig Ach­tung vor einem Men­schen und sei­ne Wür­de wer­te­te man gen Null, wenn er nicht nach der Pfei­fe der Poten­ta­ten tanz­te. Die Ermor­dung von zahl­lo­sen Men­schen auf Schei­ter­häu­fen — dar­un­ter auch die größ­ten Hei­li­gen der Kir­che — spre­chen doch für sich! Natür­lich war das nicht im Sin­ne des Erfin­ders, hat­te aber eben eine star­ke Lob­by — das Böse wirk­te!
    Genau­so die angeb­lich Gleich­ach­tung von Mann und Frau — das ist doch ein Witz, wenn man in die Rea­li­tät schaut. Jeder, der ein biss­chen Geld und Macht hat­te, lei­ste­te sich Mätres­sen, nicht sel­ten Bischö­fe und Päp­ste! Die Frau wur­de weit­hin nied­rig gehal­ten — unter Ver­dre­hung und Miss­brauch der Hl. Schrift
    Und von wegen Geschlechts­dif­fe­renz — auch das gehört ins Reich der Mythen: gera­de die Kir­che war Motor der Ver­un­kla­rung der Geschlech­ter­dif­fe­renz. An den Bischofs­hö­fen wur­den Kastra­ten in gro­ßer Zahl erzeugt und gehal­ten, vor allem und ganz beson­ders im from­men Ita­li­en!
    Ros­si­ni kom­po­nier­te noch 1863 sei­ne „Peti­te mes­se solennel­le“ für „12 Sän­ger der drei Geschlech­ter“.

    (Forts.)

    • Inter­es­sant ist auch, war­um man so scharf auf Kastra­ten war. Damals ging es bereits auch um eine Ent­gren­zung der von Gott fest­ge­leg­ten Geschlech­ter­gren­zen bzw. der Gren­zen, die dem Men­schen eben auf­er­legt sind:

      So lesen wir dazu in Wiki­pe­dia:

      „Die Mög­lich­kei­ten digi­ta­ler Klang­ma­ni­pu­la­ti­on wur­den im Film über den Kastra­ten Fari­nel­li (1994) ange­wandt, um aus den Stim­men einer Sopra­ni­stin und eines Coun­ter­te­nors eine syn­the­ti­sche Kastra­ten­stim­me zu mischen. Grund­la­ge dafür waren Ton­do­ku­men­te des letz­ten Kastra­ten More­schi und zeit­ge­nös­si­sche Beschrei­bun­gen. Eine grund­le­gen­de Idee der Kastra­ten­stim­me im 17. Jahr­hun­derts war es, eine Stim­me zu schaf­fen, die alles Men­schen­mög­li­che über­steigt. Inso­fern kommt der Ver­such, für den Film tech­nisch eine Stim­me zu kre­ieren, die es in der Rea­li­tät nicht gibt, näm­lich die Mischung von weib­li­cher Sopran- und männ­li­cher Altus-Stim­me, der histo­ri­schen Kastra­ten­stim­me zumin­dest vom phi­lo­so­phi­schen Ansatz her nahe.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Kastrat

      Wenn man das Ton­bei­spiel von More­schi auf Wiki anhört, fragt man sich, was die Leu­te an einer sol­chen Stim­me eigent­lich so toll fan­den — es ist wohl eine rei­ne Fik­ti­on und Illu­si­on. In die­ser Stimm­la­ge gewinnt aus­schließ­lich die Frau­en­stim­me eine mensch­li­che und künst­le­ri­sche Tie­fe! Kna­ben­stim­men sind zu schwach, auch zu flüch­tig, und zu flach, eben­so ins Lächer­li­che gestei­gert die des Kastra­ten — aber bit­te: der Mensch weiß ja immer alles bes­ser als Gott…

      Es ist bestür­zend, dass es aus­ge­rech­net die Kir­che war, die die­ses Unwe­sen förm­lich züch­te­te!

      Die Kir­che kam zu gro­ßer Macht und Ent­fal­tung, und ich den­ke, Gott woll­te es so, weil auf die­se Wei­se effi­zi­ent alle mit der Bot­schaft von Jesus Chri­stus bekannt gemacht wer­den konn­ten.
      Ob damit aber das mensch­lich bekla­gens­wer­te Ver­hal­ten vie­ler Kle­ri­ker und Lai­en zu begrü­ßen ist, steht auf einem ganz ande­ren Blatt.

      Wenn wir nicht begrei­fen, dass das Geheim­nis des Bösen (myste­ri­um ini­qui­ta­tis) eine Sache ist, die wir fürch­ten und beach­ten müs­sen — und zwar IN der Kir­che, dann wer­den wir immer dane­ben lie­gen und das ver­feh­len, was Christ­sein eigent­lich bedeu­tet:

      Mit dem Herrn den Kreuz­weg gehen.

      Und wie gesagt: der Hl. Pau­lus sagt es uns doch: das myste­ri­um ini­qui­ta­tis hat von Anfang an gewirkt, der Anti­christ war von Anfang in der Kir­che auf dem Plan.

      Die Fra­ge ist nicht, ob ande­re Böse „uns“ angrei­fen. Die Fra­ge lau­tet: Bin ich wirk­lich ganz bei Chri­stus? Wo aber ist Chri­stus? Ist sein Reich von die­ser Welt? Warn­te der Herr nicht Maria Mag­da­le­na, als sie sei­ne Füße umfas­sen woll­te? Sag­te er ihr nicht, sie möge ihn (so tief am Boden und auf Erden!) NICHT fest­hal­ten, weil er zu sei­nem Vater auf­stei­gen müs­se?

      Rech­nen wir mit die­ser über­na­tür­li­chen Dimen­si­on des Glau­bens damit über­haupt noch?

      • @ zeit­schnur — 12. Febru­ar 2015 um 8:52 —- „..ob ich mich bei Frei­mau­rern ent­schul­digt hät­te…“

        Es war wie eine Art „Urknall“. Manch einer mag dies als über­zo­gen oder als unan­ge­bracht emp­fin­den.
        Glau­ben Sie mir, es war für mich auch unge­wohnt, vor allem als Frau.

        Ich emp­fin­de es so: Aus­ge­hend von dem, was Pau­lus gesagt hat (s. oben), war ich, trotz­dem ich an der abso­lu­ten Basis bin, der Über­zeu­gung, dass irgend­je­mand einen Anfang machen muss. Die Feh­ler, die auf unse­rer vor lan­ger Zeit gesche­hen waren (Ver­bren­nung Anders­ar­ti­ger, Get­toi­sie­rung der jüdi­schen Mit­bür­ger u.a.), sind Fak­ten. „Man kann die Fak­ten igno­rie­ren, aber ver­schwun­den sind sie des­we­gen trotz­dem nicht“ (Aldous Hux­ley).
        Die Feh­ler der ‚ande­ren Sei­te‘ (sie­he Buch­be­schrei­bung oben) sind eben­so da, das sind genau­so die Fak­ten. Ich glau­be, dass eini­ge Her­zen von mei­ner Mes­sa­ge berührt wur­den, und dass in der Zukunft auf der ‚ande­ren Sei­te‘ was in Bewe­gung kommt.
        Ich bete wei­ter, und hof­fe, dass dies auch ande­re tun, dass vie­le Men­schen aus nega­ti­ven Gebun­den­hei­ten her­aus­kom­men.

      • Es muss hei­ßen: „…die auf unse­rer vor lan­ger Zeit auf unse­rer Sei­te gesche­hen waren (Ver­bren­nung Anders­ar­ti­ger, Get­toi­sie­rung der jüdi­schen Mit­bür­ger u.a.), .…“ —– Tschul­di­gung !

      • Kor­rek­tur — jetzt rich­tig: Es muss hei­ßen: „…die vor lan­ger Zeit auf unse­rer Sei­te gesche­hen waren (Ver­bren­nung Anders­ar­ti­ger, Get­toi­sie­rung der jüdi­schen Mit­bür­ger u.a.), ….“ —- Tut mir leid (heu­te lei­der wie­der Migrä­ne) !

      • Ich wür­de das den­noch nüch­ter­ner sehen wol­len: Die Glau­bens­leh­re hat nie­mals ver­langt, dass man der­ma­ßen gewalt­tä­tig vor­geht — im Gegen­teil.
        Die Pro­ble­me sind in dem Moment auf­ge­kom­men, als man — ähn­lich wie die Juden in ihrem Irr­tum — mein­te, man müs­se ein irdi­sches Got­tes­reich auf­bau­en.
        Dass aus­ge­rech­net die­se katho­li­schen Irren­den dann die Juden beson­ders hass­ten, ist logisch: Split­ter und Bal­ken. Sie den­ken im Grun­de sel­ber „jüdisch“ und mer­ken es nicht mal.

        Den­noch wür­de ich den Wider­spruchs­geist zur wah­ren (gewalt­lo­sen und kreuz­nach­fol­gen­den) Leh­re in ver­schie­de­nen Bewe­gun­gen nicht unter­schät­zen wol­len.

        Wer hat denn Chri­stus ans Kreuz gebracht?
        Es war sehr wohl der­sel­be Geist, der dann spä­ter auch eine Jean­ne d’Arc auf den Schei­ter­hau­fen brach­te, Johan­nes vom Kreuz in einem Ker­ker mal­trai­tier­te und The­re­sia von Avi­la als vom Teu­fel beses­sen bezich­tig­te — und wie fromm klan­gen ihre Begrün­dun­gen: lesen Sie sie mal — klingt irgend­wie nach Tra­di­tio­na­lis­mus, es ist furcht­bar, aber das ist nicht zu über­se­hen: es sind durch­weg „kon­ser­va­ti­ve“ Begrün­dun­gen.

        Mit die­sem fin­ste­ren Geist, der sich schon lan­ge in der Kir­che auch aus­tobt, mal „moder­ni­stisch“, mal „tra­di­tio­na­li­stisch“, ist also nicht zu spa­ßen. Es ist der­sel­be Geist in bei­den Phä­no­me­nen.
        Die­ser Geist hasst das Über­na­tür­li­che und liebt das irdi­sche Reich. Bloß tut er im kon­ser­va­ti­ven Häs mora­li­scher — mehr ist das nicht.
        Und „ent­schul­di­gen“ darf man sich bei die­sem Geist auf kei­nen Fall für die Feh­ler derer, die vor­ne katho­lisch taten und hin­ten dem Teu­fel dien­ten.
        Ich blei­be dabei.

        Die­sem Geist kann man nur absa­gen, ihn gna­den­los ent­lar­ven, wo er auch immer fromm daher­sal­ba­dert, und ihn ver­ab­scheu­en — egal ob er bei den Frei­mau­rern zugan­ge ist oder bei den „unse­ren“. Wir wis­sen doch, wel­cher Geist das ist, der Chri­stus, den Gekreu­zig­ten, des­sen Reich nicht von die­ser Welt ist, nicht bekennt…

        War­um soll­ten Sie sich ent­schul­di­gen als Nicht-Täte­rin bei einem Men­schen, der kein Opfer ist?
        War­um genügt es nicht, distan­ziert, aber respekt­voll mit ihm zu reden und ihn v.a. für Chri­stus zu gewin­nen?

        Mein Plä­doy­er: eine objek­ti­ve­re, weni­ger per­sön­li­che und v.a. kei­ne all­zu emo­tio­na­le Hal­tung ein­neh­men. Das rei­nigt und macht ande­rer­seits bei Angrif­fen stär­ker.

      • @zeitschnur — 12. Febru­ar 2015 um 23:46
        „War­um soll­ten Sie sich ent­schul­di­gen als Nicht-Täte­rin bei einem Men­schen, der kein Opfer ist?“

        Weil der Leib Chri­sti eine Gesammt­heit aller Gläu­bi­gen zu allen Zei­ten ist. Und weil ich Unver­bind­lich­keit und Klein­mut has­se. Kon­rad Ade­nau­er hat­te auch nichts mit denm Hol­caust wäh­rend dem Drit­ten Reich zu tun, hat sich aber trotz­dem ent­schul­digt.

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