Zwischen einer Synode und der anderen geht der Kampf weiter

Papst Franziskus mit Synodengeneralsekretär Lorenzo Kardinal Baldisseri
Papst Fran­zis­kus mit Syn­oden­ge­ne­ral­se­kre­tär Loren­zo Kar­di­nal Baldisseri

(Rom) Die Aktiv­sten sind die Kar­di­nä­le, Bischö­fe und Theo­lo­gen, die die Leh­re und die Pra­xis der Kir­che zu Ehe und Homo­se­xua­li­tät erneu­ern wol­len. Doch in der ersten Grup­pe der gewähl­ten Syn­oden­teil­neh­mer bei der näch­sten Syn­ode sind die Ver­tei­di­ger der Tra­di­ti­on viel zahlreicher.

Eine Ana­ly­se des Vati­ka­ni­sten San­dro Magister.

Wie vom Gene­ral­se­kre­tär der Bischofs­syn­ode, Loren­zo Kar­di­nal Bal­dis­se­ri, ange­kün­digt, wur­de die erste Grup­pe der Teil­neh­mer an der Ver­samm­lung im kom­men­den Okto­ber bekannt­ge­ge­ben, näm­lich die gewähl­ten Ver­tre­ter der jewei­li­gen Bischofskonferenzen.

Progressisten und Papst-Vertraute tun sich schwer bei Wahlen

Von der US-Dele­ga­ti­on wuß­te man bereits. Die vier Gewähl­ten sind alle gegen die Zulas­sung von wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on, dem ent­schei­den­den Kon­flikt­punkt, wäh­rend der Lieb­ling von Papst Fran­zis­kus, der Pro­gres­sist Bla­se Cup­ich, den er frisch an die Spit­ze der wich­ti­gen Erz­diö­ze­se Chi­ca­go beför­der­te, nicht gewählt wurde.

Unent­schie­de­ner scheint die fran­zö­si­sche Dele­ga­ti­on: Der Pro­gres­sist Jean-Luc Bru­nin, Vor­sit­zen­der der Fami­li­en­kom­mis­si­on der Bischofs­kon­fe­renz, bil­det das Gegen­ge­wicht zu Kar­di­nal André Vingt-Trois, Erz­bi­schof von Paris.

Unter den spa­ni­schen Dele­gier­ten erhielt der Erz­bi­schof von Val­la­do­lid und Vor­sit­zen­de der Spa­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, der Neo­kar­di­nal Ricar­do Blazquez Perez am mei­sten Stim­men. Er ist seit Jah­ren einer der wich­tig­sten För­de­rer des Neo­ka­techu­me­na­len Wegs, der unter den katho­li­schen Bewe­gun­gen zu jenen gehört, die am stärk­sten das tra­di­tio­nel­le Fami­li­en­mo­dell ver­tei­di­gen. Der vom Papst bevor­zug­te neue Erz­bi­schof von Madrid, Car­los Osoro Sier­ra, schaff­te es hin­ge­gen nur ganz knapp, als Syn­oda­le nach Rom rei­sen zu kön­nen. Nur um eine Stim­me über­run­de­te er den kon­ser­va­ti­ven Bischof Juan Anto­nio Reig Plá von Alcalá de Hen­a­res, der erster Ersatz­syn­oda­le wurde.

Ein­deu­tig kon­ser­va­tiv aus­ge­rich­tet ist der ein­zi­ge Ver­tre­ter der Nie­der­lan­de, Wil­lem Jaco­bus Kar­di­nal Eijk. Das­sel­be gilt für den Groß­teil der afri­ka­ni­schen Synodalen.

Neokardinäle von Franziskus scheitern

Über­ra­schend das Ergeb­nis von Neu­see­land, wo dem Neo­kar­di­nal John Atcher­ley Dew, ein ent­schie­de­ner Unter­stüt­zer der pro­gres­si­sti­schen The­sen auf der Bischofs­syn­ode im ver­gan­ge­nen Okto­ber, die nöti­gen Stim­men fehl­ten, um erneut als Dele­gier­ter sei­nes Lan­des nach Rom zurück­keh­ren zu können.

Eben­so­we­nig wur­de in Uru­gu­ay ein ande­rer Neo­kar­di­nal, Dani­el Fer­nan­do Stur­la Bert­houet, Erz­bi­schof von Mon­te­vi­deo gewählt, der auch ein Pro­ges­sist ist. Auf der Syn­ode wird Bischof Jai­me Fuen­tes Mar­tin von Minas Uru­gu­ay ver­tre­ten, ein Ange­hö­ri­ger des Opus Dei und übri­gens auch direk­ter Zeu­ge, als er Kaplan der Ordens­frau­en im Dienst der Apo­sto­li­schen Nun­tia­tur in Mon­te­vi­deo war, der skan­da­lö­sen „Ména­ge“ des dama­li­gen Bot­schafts­an­ge­hö­ri­gen Bat­ti­sta Ric­ca, der heu­te bei Papst Fran­zis­kus in hoher Gunst steht, und sei­nes Gelieb­ten, den er aus der Schweiz mit­ge­bracht hat­te. Fran­zis­kus beför­der­te Ric­ca zum päpst­li­chen Haus­prä­la­ten der Vati­kan­bank IOR. Fuen­tes Vor­gän­ger als Bischof von Minas, Fran­cis­co Dom­in­go Bar­bo­sa Da Sil­vei­ra war wegen ähn­li­cher Vor­fäl­le 2009 von Papst Bene­dikt XVI. zum Rück­tritt gezwun­gen worden.

Die­sem ersten Teil der Syn­oda­len läßt sich ent­neh­men, daß die Ver­tre­ter gewag­ter Ände­run­gen der Leh­re und der Pra­xis der Kir­che in Sachen Ehe und Homo­se­xua­li­tät auf der Syn­ode im kom­men­den Okto­ber kei­ne gemäh­te Wie­se vor­fin­den werden.

Progressistischer Aktivismus

Das ändert aber nichts dar­an, daß eini­ge von ihnen durch beson­de­ren Akti­vis­mus zugun­sten ihrer Sache auffallen.

In den USA zum Bei­spiel macht Neo-Erz­bi­schof Bla­se Cup­ich von Chi­ca­go kein Geheim­nis dar­aus, daß Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, der Kopf der Ver­än­de­rer, sein Ori­en­tie­rungs­punkt ist und er ent­spre­chend handle.

Wie er es bereits in sei­ner vori­gen Diö­ze­se Spo­ka­ne getan hat­te, so kün­dig­te Cup­ich in einem Inter­view des „Com­mon­weal an, daß er jedem Prie­ster sei­nes neu­en Erz­bis­tums eine Kopie der Kas­per-Rede beim Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um vom Febru­ar 2014 schen­ken wer­de, mit der der deut­sche Kar­di­nal die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen for­der­te. Eben­so, daß er Semi­na­re orga­ni­sie­ren wer­de, damit sich sei­ne Prie­ster die Inhal­te der Rede gut zu eigen machen.

Kardinal Marx: Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene „nur erster Schritt“

Kardinal Marx: "...nur der erste Schritt"
Kar­di­nal Marx: „…nur der erste Schritt“

In Deutsch­land ist der Erz­bi­schof von Mün­chen, Rein­hard Marx, der auch einer der neun Kar­di­na­le ist, die den Papst bera­ten, noch wei­ter gegan­gen. In einem Inter­view mit der Wochen­zei­tung der New Yor­ker Jesui­ten „Ame­ri­ca sag­te er, daß die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen nur der ersten Schritt sei, denn es müs­se bei der Ehe­leh­re ange­setzt wer­den, die zu aktua­li­sie­ren sei. Glei­ches gel­te auch zur Homosexualität.

Unter­des­sen hat die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz dafür gesorgt, ihren Bei­trag zur Bischofs­syn­ode vom ver­gan­ge­nen Okto­ber öffent­lich zu machen: ein Doku­ment zur Unter­stüt­zung der Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen, das von der gro­ßen Mehr­heit der deut­schen Bischö­fe unter­schrie­ben wur­de und fak­tisch in der Pra­xis bereits in gro­ßem Stil Rea­li­tät ist.

Antwerpens Bischof: „Kirche soll Homosexualität anerkennen“

In Bel­gi­en hat der Bischof von Ant­wer­pen, Johan Bon­ny sein ohne­hin schon reich­hal­ti­ges pro­gres­si­sti­sches Marsch­ge­päck noch erwei­tert. Er war bereits Mit­ar­bei­ter von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per im Päpst­li­chen Rat zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten und gilt unter den neu­en römi­schen Ver­hält­nis­sen als aus­sichts­reich­ster Anwär­ter auf die Nach­fol­ge des kon­ser­va­ti­ven Erz­bi­schofs von Mecheln-Brüs­sel, André-Joseph Léo­nard. Bon­ny for­der­te in einem Inter­view der Tages­zei­tung „De Mor­gen, daß die Kir­che homo­se­xu­el­le Bezie­hung voll aner­ken­nen solle.

Wenn der Blick von den Bischö­fen zu den Theo­lo­gen wech­selt, fällt er an erster Stel­le auf den Ita­lie­ner Gio­van­ni Cera­ti, den Kar­di­nal Kas­per als Haupt­quel­le für sei­ne Rekon­struk­ti­on der früh­kirch­li­chen Pra­xis gegen­über wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zitiert. Cera­ti wie­der­hol­te nicht nur sei­ne The­sen und ver­bat sich kate­go­risch jeg­li­che Kri­tik dar­an, son­dern ver­schärf­te sie noch. Er behaup­te­te apo­dik­tisch, daß jeder, der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen die Eucha­ri­stie ver­wei­ge­re, sich selbst „außer­halb der Gemein­schaft der gro­ßen Kir­che“ stelle.

Progressistischer Bannstrahl: Wer Kommunion verweigert „stellt sich außerhalb der Kirche“

Das schreibt er auch im Vor­wort zur soeben erfolg­ten Neu­auf­la­ge sei­nes Buches „Divor­zia­ti ris­po­sa­ti. Un nuo­vo ini­zio ਠpos­si­bi­le?“ (Wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne. Ist ein neu­er Anfang mög­lich?, Ver­lag Citt­a­del­la di Assisi).

„Wer die Mög­lich­keit nicht aner­kennt, daß die­sen Per­so­nen die sakra­men­ta­le Ver­söh­nung gewährt wer­den kann, indem er die Voll­macht der Kir­che leug­net, die Barm­her­zig­keit im Namen Chri­sti aus­zu­üben und alle Sün­den ver­ge­ben zu kön­nen, ver­fällt dem Irr­tum der Nova­tia­ner. Sie schlos­sen die Ver­ant­wort­li­chen für Sün­den der Apost­asie, des Mor­des und des Ehe­bruchs bis zum Toten­bett von der Ver­söh­nung und der Gemein­schaft aus, indem sie mit dem letz­ten Begriff die Per­so­nen mein­ten, die auf die­se Wei­se im Evan­ge­li­um bezeich­net wer­den (aber nie die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Ver­wit­we­ten). Der gro­ßen Kir­che kam bald zu Bewußt­sein, vom Herrn die Voll­macht erhal­ten zu haben, von jeg­li­cher Sün­de los­spre­chen zu kön­nen, wes­halb sie sie zur Buße zuließ und nach Abschluß der Buß­zeit wie­der in die kirch­li­che und eucha­ri­sti­sche Gemein­schaft auf­nahm. Möge der Herr es nicht zulas­sen, daß jene, die im Namen der Glau­bens­ver­tei­di­gung sich heu­te der Ver­söh­nung der Gläu­bi­gen, die sich in die­ser Situa­ti­on befin­den, wider­set­zen, dem Irr­tum der Nova­tia­ner ver­fal­len und Gefahr lau­fen, sich damit außer­halb der Gemein­schaft der gro­ßen Kir­che zu stellen!“

Jesuit Masiá: „Dogma der Unauflöslichkeit der Ehe ändern“

Der Jesuit Masia war 2013 durch seine Rechtfertigung der Abtreibung aufgefallen
Der Jesu­it Masia war 2013 durch sei­ne Recht­fer­ti­gung der Abtrei­bung aufgefallen

In Japan geht der spa­ni­sche Jesu­it Juan Masiá noch wei­ter. In einem lan­gen Inter­view für das pro­gres­si­sti­sche katho­li­sche Inter­net­por­tal „Reli­gi­on Digi­tal“, das ihn als „einen der welt­weit bedeu­tend­sten Bio­ethik-Exper­ten“ vorstellt.

Masiá for­dert dar­in nicht nur das Prie­ster­tum „für alle“ ein­schließ­lich Frau­en, wie bereits der Titel des Inter­views her­vor­hebt. Kon­kret zu Ehe und Schei­dung for­dert er, daß man nicht bei Ände­rung der Pra­xis halt­ma­che, wie vom zu vor­sich­ti­gen Kas­per nahe­ge­legt wird, son­dern end­lich das tue, was nicht ein­mal das Zwei­te Vati­ka­ni­schen Kon­zil gewagt habe: die Ände­rung der Glau­bens­leh­re ein­schließ­lich des Dog­mas der Unauf­lös­lich­keit der Ehe. Und was die Enzy­kli­ka Huma­nae vitae betrifft, die von Papst Fran­zis­kus mehr­fach lobend genannt wur­de, ist der Jesu­it Masiá kurz ange­bun­den. Er sagt, daß es gera­de­zu sinn­los sei, sie über­haupt in Betracht zu zie­hen. Sie sei ein­fach „zu vergessen“.

Kloster Bose: „Auflösung der Ehe und Zweitehe zulassen“

Weni­ger flam­mend in den Wor­ten, aber nicht weni­ger radi­kal in der Sub­stanz ist die Linie des Klo­sters von Bose, des­sen Grün­der und Pri­or Enzo Bian­chi auf beträcht­li­che Tei­le nicht nur des ita­lie­ni­schen Katho­li­zis­mus Ein­fluß hat, beson­ders seit ihn Papst Fran­zis­kus zum Con­sul­tor des Päpst­li­chen Rats zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten beför­dert hat.

Der Vize-Pri­or von Bose, Lucia­no Mani­car­di, for­der­te in einem Inter­view des “Osser­va­to­rio del­le liber­tà  ed isti­tu­zio­ni reli­gio­se“, daß die katho­li­sche Kir­che, wie bereits die ortho­do­xen Kir­chen, die Auf­lö­sung einer Ehe und damit auch die Mög­lich­keit einer Zweit­ehe zulas­sen sol­le, nicht nur beim Tod eines Ehe­part­ners, son­dern auch nur wegen des „Tods der Liebe“.

Im deutschen Raum kaum abweichende Stimmen vom dominanten Pro-Kasper-Chor

Im Ver­gleich zu die­sem mas­si­ven Auf­ge­bot an Kräf­ten, sind die Ver­tei­di­ger der Unauf­lös­lich­keit der Ehe weni­ger laut­stark und weni­ger sicht­bar. Als eine der raren abwei­chen­den Stim­men vom im deut­schen Sprach­raum vor­herr­schen­den Pro-Kas­per-Chor ist der Gene­ral­vi­kar der Diö­ze­se Chur Mar­tin Gricht­ing zu nen­nen. In der Tages­zei­tung „Die Tages­post“ vom 22. Janu­ar erschien sein Auf­satz „Eine pasto­ra­le Wende“.

Der Kir­chen­recht­ler for­dert dazu auf, die Fra­ge der wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen mit der Art des Apo­stels Pau­lus anzu­ge­hen: voll Ver­ständ­nis, aber unmiß­ver­ständ­lich bis zum Mar­ty­ri­um im Zeug­nis für die Wahr­heit. Grichtin­gs Auf­satz wur­de auch ins Ita­lie­ni­sche über­setzt und ver­öf­fent­licht, um sei­ne Ver­brei­tung und Wirk­sam­keit zu erhöhen.

Kardinal Müller: Widerstand gegen die „subtile Häresie“

Rede von Kardinal Gerhard Müller zur Eröffnung der Internationalen Theologenkommission
Rede von Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler zur Eröff­nung der Inter­na­tio­na­len Theologenkommission

Gegen die „sub­ti­le Häre­sie“, die Leh­re von der pasto­ra­len Pra­xis zu tren­nen, indem man durch die Ände­rung letz­te­rer auch erste­re ver­än­dert, obwohl man mit Wor­ten so tue, als wür­de man sie ver­tei­di­gen, erhob Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, der Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on bereits mehr­fach sei­ne Stim­me. Zuletzt geschah dies in sei­ner Anspra­che zur Eröff­nung der Ses­si­on der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gen­kom­mis­si­on am 1. Dezem­ber 2014. Die Rede wur­de in der Aus­ga­be vom 1./2. Dezem­ber vom „Osser­va­to­re Roma­no ver­öf­fent­licht (sie­he Bild rechts).

Schließ­lich ist noch der Appell an Papst Fran­zis­kus von 100 katho­li­schen Per­sön­lich­kei­ten und mehr als 30 Lebens­rechts- und Fami­li­en­or­ga­ni­sa­tio­nen zu nen­nen. Der Papst wird gebe­ten, „ein klä­ren­des Wort“ gegen die „all­ge­mei­ne Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit“ zu spre­chen, die durch die Dis­kus­si­on um die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner zur Kom­mu­ni­on ent­stan­den sei, weil die Mög­lich­keit einer Aner­ken­nung des Ehe­bruchs durch die Kir­che im Raum stehe.

Unter den Unter­zeich­nern fin­den die Kar­di­nä­le Ray­mond Leo Bur­ke, Wal­ter Brand­mül­ler und Jor­ge Arturo Medi­na Este­vez, die Bischö­fe Wolf­gang Haas von Vaduz, Charles Pal­mer-Buck­le von Accra und Atha­na­si­us Schnei­der von Asta­na, die Pro­fes­so­ren Wolf­gang Wald­stein, Josef Sei­fert und Luke Gor­mal­ly von der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben, der Exil­ku­ba­ner Arman­do Val­la­da­r­es sowie der ehe­ma­li­ge Bot­schaf­ter der USA bei der UN-Menschenrechtskommission.

Kardinal Ruini: „Katholische Papst-Kritiker haben Vorderlader. Die laizistische Presse hat eine Luftwaffe“

Kar­di­nal Camil­lo Rui­ni sag­te in einem Inter­view des „Cor­rie­re del­la Sera“ vom ver­gan­ge­nen 22. Okto­ber, daß die media­le Kraft der katho­li­schen Kri­ti­ker von Papst Fran­zis­kus viel schwä­cher sei als jene der lai­zi­sti­schen Pres­se, die den Papst auf ihre Sei­te zie­he und ihn ver­ein­nah­me: „Die einen ver­fü­gen über Vor­der­la­der, die ande­ren über eine Luftwaffe“.

So scheint es auch in der Zwi­schen­pha­se zwi­schen den bei­den Syn­oden über die Fami­lie zu sein: Die Luft­waf­fe haben die Ver­än­de­rer und die Vor­der­la­der­ge­weh­re haben die Ver­tei­di­ger der katho­li­schen Glau­bens­leh­re und der über­lie­fer­ten Praxis.

Aber wie bereits bei der Ver­samm­lung im ver­gan­ge­nen Okto­ber gesche­hen, könn­te sich das Geschick auf der kom­men­den Syn­ode umkehren.

Text: San­dro Magister/Settimo Cielo
Über­set­zung: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Set­ti­mo Cielo/Osservatore Romano/formiche

20 Kommentare

  1. Die Pro­gres­si­sten besit­zen tat­säch­lich die Luft­waf­fe in Form der mei­sten Medi­en, egal ob Print­me­di­um oder TV. Kar­di­nal Kas­per ist deren beson­de­rer Lieb­ling. Er ist der Kopf dieser
    unhei­li­gen Alli­anz von häre­ti­schen oder qua­si häre­ti­schen Kar­di­nä­len, Bischö­fen und Theo­lo­gen, die die­sen regel­rech­ten Putsch, durch die Wahl die­ses äußerst medio­kren Kar­di­nals aus Argen­ti­ni­en zum Papst initi­iert haben. Die­se Her­ren hof­fen auf den glei­chen unse­li­gen Geist der ihr gelieb­tes Kon­zil beflü­gelt hat, um die Syn­oda­len im Herbst in einen Rausch der Ver­än­de­rung zu ver­set­zen, um den tota­len Umsturz her­bei zu füh­ren, und das Fun­da­ment des katho­li­schen Glau­bens zu zer­stö­ren. Mit Fran­zis­kus haben sie einen will­fäh­ri­gen Voll­strecker ihrer Plä­ne auf den Stuhl Petri gehievt, der die­sen Weg ins Ver­der­ben gewiß nicht stop­pen wird. Mit Vor­der­la­dern kann man kei­ne Luft­waf­fe auf­hal­ten, doch hat nicht David den Rie­sen Goli­ath besiegt?

  2. „Die Aktiv­sten sind die Kar­di­nä­le, Bischö­fe und Theo­lo­gen, die die Leh­re und die Pra­xis der Kir­che zu Ehe und Homo­se­xua­li­tät erneu­ern wollen.“
    Ich per­sön­lich wür­de sie nicht als Akti­vi­sten bezeich­nen. Rein gefühls­mä­ssig gefällt mir der Begriff „Popu­li­sten“ viel bes­ser. Denn popu­lär sind ihre For­de­run­gen in die­ser Welt ganz ein­deu­tig. Wenn sie es noch schaf­fen den Men­schen weis­zu­ma­chen das es der Herr gar nicht so gemeint hat als er sag­te „Mein Reich ist nicht von die­ser Welt “ steht ihren Spiel­chen mit dem Sakra­ment der Ehe nichts mehr im Wege.
    Auf jeden Fall geht der Kampf wei­ter denn es wäre wohl ein biß­chen zu früh wenn er schon zu Ende wäre.
    Per Mari­am ad Christum.

  3. Deut­li­che Wor­te S.E. Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der aus Kasach­stan bez. der „neu-alten Leh­rer“ einer ang. not­wen­di­gen „neu­en Pastoral“. 

    -
    „Die unver­än­der­li­che Wahr­heit Gottes
    über Ehe und Geschlechtlichkeit. “
    [.…]
    Kein Katholik, 
    der sei­ne Tauf­ge­lüb­de noch ernst nimmt, 
    darf sich 
    von die­sen neu­en sophi­sti­schen Lehrern 
    der Unzucht und des Ehebruchs 
    ein­schüch­tern lassen, 
    selbst wenn die­se Leh­rer, Gott sei es geklagt, 
    das Amt eines Bischofs oder Kar­di­nals bekleiden. 
    Sol­che Leh­rer in kirch­li­chen Ämtern sind sicher keine 
    Schü­ler Chri­sti son­dern schon eher Schü­ler Moses‘ 
    oder Epikurs. 
    Die­se neue Leh­re und angeb­li­che Pasto­ral der Ehe 
    und Geschlecht­lich­keit bringt die Chri­sten wieder
    zurück in die Zeit vor Christus, 
    in die Hal­tung der Hart­her­zig­keit und der Blind­heit des Herzens 
    gegen­über dem ursprünglichen, 
    hei­li­gen und wei­sen Wil­len Gottes; 
    sie bringt die Christen 
    in eine Hal­tung, die 
    der Hei­den ähn­lich ist, 
    wel­che Gott und des­sen Wil­len nicht kennen.
    So lehrt uns der Hei­li­ge Geist in der Hl. Schrift:
    „Das ist näm­lich der Wil­le Gottes; 
    eure Hei­lig­keit, damit ihr euch der 
    Unzucht enthaltet.…
    lebt nicht in der Lei­den­schaft wie die Heiden, 
    die Gott nicht ken­nen.“ (1 Thess 4,3–5)

    Allein ein Leben 
    gemäss der ursprünglichen, 
    von Chri­stus wiederhergestellten 
    und von der Kir­che unver­än­dert über­lie­fer­ten Wahr­heit Got­tes bezüg­lich der Ehe und der Geschlecht­lich­keit und ihrer Praxis, 
    die die „Wahr­heit in Jesus“ ist („veri­tas in Iesu“ Eph 4,21) bringt das neue Leben in Chri­stus her­vor, und allei­ne auf das kommt es an“ 
    [.…]
    -

  4. Wenn sich die anti­ka­tho­li­schen Pro­gres­si­ven wie Marx und Kon­sor­ten durch­set­zen wird es zum Schis­ma kom­men … und ich glau­be es ist klar, wo dann die Kir­che Chri­sti ist…

    • Viel­leicht ist ein Schis­ma die ein­zi­ge noch ver­blei­ben­de Lösung um eine Ver­än­de­rung der kata­stro­pha­len Situa­ti­on zu errei­chen? Dazu gehört aber auch die Wahl eines Gegen­pap­stes. Wenn es so wei­ter­geht ist ein Schis­ma ohne­hin unausweichlich.

      • Das sehe ich auch so — so schlimm es auch sein mag, ich glau­be nicht, dass der tie­fe Riss der heu­te durch die Kir­che geht noch zu kit­ten ist, aber wer weiß, ich hof­fe und bete dass ich mich täusche!

  5. Die Wor­te Unse­res Herrn im Evan­ge­li­um über Ehe und Ehe­bruch bei­sei­te zu schie­ben oder zu ver­dre­hen, ist eine sehr ern­ste Sache.
    Der hl. Poly­karp von Smyr­na schrieb:
    „Denn jeder, der nicht bekennt, dass Jesus Chri­stus ins Fleisch gekom­men ist, der ist ein Anti­christ; jeder, der nicht das Zeug­nis vom Kreuz bekennt, der stammt vom Teu­fel; jeder, der die Wor­te des Herrn nach sei­nen eige­nen Begier­den ver­dreht und Auf­er­ste­hung und Gericht leug­net, der ist ein Erst­ge­bo­re­ner des Satan. Dar­um wol­len wir die Tor­heit der Vie­len und die fal­schen Leh­ren ver­las­sen und uns bekeh­ren zu dem Wort, das uns von Anfang an über­lie­fert ist…“ (Brief an die Gemein­de in Philippi).
    Die Über­lie­fe­rung berich­tet, dass Poly­karp noch zu den Füßen des Apo­stels Johan­nes geses­sen habe und durch die Apo­stel als Bischof von Smyr­na ein­ge­setzt wurde.

    • Wenn das, was Sie da zitie­ren, gilt, dann muss man sich fra­gen, wie „glau­bens­treue“ Per­so­nen es schaf­fen, sol­chen Anti­chri­sten seit Jahr­zehn­ten die „Treue“ zu hal­ten und wie sie es schaf­fen, an einen sol­chen Anti­chri­sten einen Appell zu rich­ten mit der Bit­te, end­lich ein „klä­ren­des Wort“ zu sprechen.

      Es ist nun zu spät, aber von die­sen Her­ren hät­te man schon vor Jahr­zehn­ten ein klä­ren­des Wort erwar­ten dür­fen, dass sol­che Päp­ste Anti­chri­sten sind, spä­te­stens bei der Liturgiereform.
      Was soll aber ein sol­cher Appell von Leu­ten, die das Wur­zel­ü­bel nicht ahge­ta­stet wis­sen wol­len? An die­ser Stel­le tut sich ja beson­ders Kar­di­nal Mül­ler her­vor, der wie ein Stein­bei­ßer auf der Akzep­tanz des Vati­ca­num II beharrt und jeden weg­mobbt, der das anders sieht!?

      Nein — die­se Män­ner haschen nach Wind. Sie sind inkon­se­quent und den­ken, man kön­ne mit dem Teu­fel Diplo­ma­tie betreiben.

      • @ zeit­schnur
        Die Schwie­rig­keit liegt mM dar­in, dass heu­te nur weni­ge Theo­lo­gen in der Lage sind, einen dog­ma­ti­schen Beweis zu führen.
        Wie­viel Rüst­zeug dazu gehört und wie­viel dabei zu beach­ten ist und mit wie­viel Umsicht dabei geur­teilt wer­den muss, habe ich zum ersten Mal bemerkt, als ich die lan­gen Arti­kel von Prof. Wigand Sie­bel (+) in den SAKA-Infor­ma­tio­nen über anstö­ßi­ge Sät­ze in Enzy­kli­ken Papst Johan­nes Pauls II. las.
        Und dar­an hapert es. Wo ist eine theo­lo­gi­sche Mono­gra­phie von kom­pe­ten­ten Theo­lo­gen über Irr­tü­mer des 2. Vati­ka­ni­schen Konzils?
        Wo ist aber eine eben­sol­che Mono­gra­phie über die Ver­ein­bar­keit des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils mit der bis­da­hin­ni­gen katho­li­schen Tra­di­ti­on? War­um hat nicht ein­mal ein Joseph Ratz­in­ger ein sol­ches Buch geschrieben?
        Des­halb sind theo­lo­gi­sche Beur­tei­lun­gen, wie von sedis­va­kan­ti­sti­schen Weih­bi­schö­fen (mit zwei­fel­haf­ter Wei­he und nicht vor­han­de­ner Juris­dik­ti­on), oder des in Exkom­mu­ni­ka­ti­on ver­stor­be­nen Msgr. Mar­cel Lef­eb­v­re, alles nur mehr oder weni­ger inter­es­san­te, theo­lo­gisch mehr oder weni­ger gut begrün­de­te pri­va­te Mei­nun­gen ohne jede Auto­ri­tät und Ver­bind­lich­keit für die katho­li­sche Kirche.
        Es müs­sen sich Kar­di­nä­le und Diö­ze­san­bi­schö­fe äußern ! Des­halb bemü­hen sich die Moder­ni­sten im Vati­kan ja auch, was in der Hier­ar­chie irgend­wie noch tra­di­tio­nell katho­lisch ist, kalt­zu­stel­len und zum Schwei­gen zu brin­gen, sozu­sa­gen tabu­la rasa zu schaffen.

      • 1. War­um ist eine gute Begrün­dung nur dann gut, wenn sie ein „Kar­di­nal oder Diö­ze­san­bi­schof“ lie­fert? Ist die Wahr­heit doch am Anse­hen der Per­son abzu­lei­ten? Apro­pos — war denn msgr. Lef­eb­v­re kein Diö­ze­san­bi­schof? Ist „Kar­di­nal“ über­haupt ein geist­li­cher Rang?

        2. Das mit der Juris­dik­ti­on ist an sich in die­ser Eng­füh­rung, die Sie von die­ser ame­ri­ka­ni­schen dame über­nom­men haben, unsin­nig — und ich habe neu­lich schon geschrie­ben, dass zwar gilt, dass sich jedes Urteil in der Kir­che, wenn es ver­bind­lich wer­den soll, von der Auto­ri­tät der Kir­che ablei­ten muss. Sie unter­schät­zen aber m.E., dass es immer noch Chri­stus selbst ist, der die ober­ste Juris­dik­ti­on führt und von daher Über­ra­schun­gen immer mög­lich sein soll­ten. Auch in der Ver­gan­gen­heit hat man sich nicht so skla­visch selbst behn­dert mit die­ser büro­kra­ti­schen Sicht­wei­se — man hät­te kei­ne Kri­se in der Kir­che lösen kön­nen, wenn man so „getickt“ hätte.

        3. Die Wei­hen der Sedis­va­kan­ti­sten wie der Lef­eb­vria­ner sind nicht zwei­fel­haft! Die Kon­zils­kir­che hat sie als „uner­laubt“, aber nicht als „ungül­tig“ bezeichnet.

        4. Das Ungül­tig­keits- und Juris­dik­ti­ons­ar­gu­ment ist falsch: andern­falls hät­te die Kir­che auch die schis­ma­ti­schen ortho­do­xen Wei­hen für ungül­tig erklä­ren müs­sen — hat sie aber nicht! Sie sind auch dort gül­tig, aber unerlaubt!

        5. Es gibt eini­ge sehr gute Ana­ly­sen des Vati­ca­num II — z.B. die von Dr. Schüler.

      • @ zeit­schnur
        (Vor­be­mer­kung: Wenn mich jemand fragt: War­um schlägst du mich? und ich habe ihn gar nicht geschla­gen, dann erschwert das die Kom­mu­ni­ka­ti­on. Denn er fragt mich nach dem Grund für etwas, das er sich selbst aus­ge­dacht hat. Abtei­lung Eristik/ Kapi­tel peti­tio principii.)

        1.
        Ihre Fra­ge gebe ich an Sie zurück, denn das dar­in Vor­aus­ge­setz­te ist gar nicht mei­ne Mei­nung. Ein Laie kann theo­lo­gisch bes­ser sein als ein Kle­ri­ker, aber in der Kir­che ist zu beach­ten, wer befugt ist, im Namen der Kir­che und für die Kir­che zu spre­chen (zu leh­ren, zu ver­kün­di­gen, zu mis­sio­nie­ren, zu ent­schei­den, zu beschlie­ßen…), und das ist nun mal nicht jeder­mann bzw. jede Frau, auch wenn sie noch sovie­le Bücher gele­sen haben. 

        2.
        „unsin­nig“? Na, wenn Sie es sagen… „Das mit der Juris­dik­ti­on“ wie über­haupt Ant­wor­ten auf Fra­gen des Glau­bens und des kirch­li­chen Rechts sind nicht bei ame­ri­ka­ni­schen Damen zu suchen (obwohl auch sol­che zu bestimm­ten The­men Wich­ti­ges bei­steu­ern kön­nen, hier greift Ihr Punkt 1), son­dern der Offen­ba­rung und dem Lehr­amt. Da ist Ihre oder mei­ne per­sön­li­che Mei­nung unmaß­ge­bend für die All­ge­mein­heit. Dass in der Kir­che Got­tes eine gül­ti­ge Wei­he zum Han­deln nicht genügt, son­dern das Han­deln des Geweih­ten im Auf­trag der Kir­che zu gesche­hen hat (Juris­dik­ti­on im wei­te­ren Sin­ne), das hat sich nicht eine ame­ri­ka­ni­sche Dame aus­ge­dacht. Das hat der Herr sel­ber ein­ge­rich­tet, als er die Apo­stel und Jün­ger beauf­trag­te, bevoll­mäch­tig­te und aus­sand­te, das haben die Apo­stel getan, als sie Epi­sko­pen, Pres­by­ter und Dia­ko­ne ein­setz­ten und ihnen die Hän­de auf­leg­ten, und das drück­te der hl. Igna­ti­us von Antio­chi­en in sei­nem Brief an die Gemein­de in Smyr­na so aus (Kap. 8):
        „Folgt alle dem Bischof, Jesus Chri­stus dem Vater, und dem Pres­by­te­ri­um wie den Apo­steln. Ach­tet die Dia­ko­nen wie Got­tes Gebot. Kei­ner darf ohne den Bischof etwas Kirch­li­ches tun [!]. Nur die Eucha­ri­stie ist gül­tig, die durch den Bischof geschieht oder durch den, den er selbst beauf­tragt hat. Wo der Bischof erscheint, da sei die Gemein­de, gleich­wie die Katho­li­sche Kir­che dort ist, wo Chri­stus Jesus ist. Ohne den Bischof darf man weder tau­fen noch das Lie­bes­mahl hal­ten; was er aber bestä­tigt, das ist auch bei Gott wohl­ge­fäl­lig, dass alles gül­tig und ver­läss­lich sei, was ihr tut.“ 
        Den Wor­ten des hl. Igna­ti­us ist auf­grund der Leh­re der Kir­che hin­zu­zu­fü­gen: Kein Bischof darf ohne den Papst etwas Kirch­li­ches tun.
        Das ist nicht „Büro­kra­tis­mus“, wie Sie schrei­ben, das ist ein Grund­satz für das Leben der katho­li­schen Kir­che. Es folgt aus der Auf­fas­sung der Kir­che als des mysti­schen Lei­bes Chri­sti. Da tut auch nicht jedes, was es will und im eige­nen Namen. Das tun viel­leicht Krebs­zel­len und Tumo­re, aber nicht gesun­de Kör­per­tei­le und Orga­ne. Die­se han­deln mit einer gewis­sen Eigen­stän­dig­keit, aber immer ein­ge­fügt und abge­stimmt mit dem Gan­zen, und letzt­lich unter der Lei­tung des Hauptes.
        Schluss folgt.

      • Schluss
        Was nutzt die Gül­tig­keit der Wei­hen, wenn sie uner­laubt sind. Gül­tig sind even­tu­ell und blei­ben auch die ortho­do­xen Sakra­men­te nur durch päpst­li­che Dul­dung, durch päpst­li­che Jurisdiktion.
        Zwar hat der katho­li­sche Gläu­bi­ge, wenn er die rech­te Dis­po­si­ti­on hat, einen Rechts­an­spruch dar­auf, dass die Kir­che ihm gül­ti­ge Sakra­men­te reicht, aber er ist nicht berech­tigt, sich uner­laub­ter Sakra­men­te zu bemäch­ti­gen, bloß weil sie sei­ner Mei­nung nach (wor­in er sich täu­schen kann) „gül­tig“ sind. Gott ist das Fest­hal­ten am wah­ren Glau­ben und am Gehor­sam wohl­ge­fäl­li­ger als der eigen­mäch­ti­ge Zugriff auf Unerlaubtes. 

        3.
        Wo denn hat sich die Kir­che über die sedis­va­kan­ti­sti­schen Wei­hen amt­lich geäu­ßert? Kei­ner bezwei­felt, dass Erz­bi­schof Thuc gül­tig geweiht ist, aber die von ihm vor­ge­nom­me­nen Wei­hen sind zumin­dest zwei­fel­haft und wur­den selbst in tra­di­tio­na­li­sti­schen Krei­sen von Anfang an als zwei­fel­haft ange­se­hen, nicht nur wegen man­geln­der Juris­dik­ti­on, son­dern auch wegen Man­gels bei der Intention.
        Bei Msgr. Lef­eb­v­re ist pro­ble­ma­tisch, dass sein Kon­se­kra­tor Kar­di­nal Lien­art Hochgrad(!)-Freimaurer war, was eben­falls berech­tig­te Zwei­fel an sei­ner Inten­ti­on her­vor­ruft. Aber davon abge­se­hen waren die von ihm vor­ge­nom­me­nen Bischofs­wei­hen 1988 uner­laubt und han­deln auch nach der Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on durch Papst Bene­dikt die Weih­bi­schö­fe und Prie­ster der FSSPX durch­aus uner­laubt (wenn man sie näm­lich an ihren eige­nen Vor­aus­set­zun­gen misst, weil sie ja den Papst und die Hier­ar­chie der „Kon­zils­kir­che“ anerkennen). 

        4.
        Zur ortho­do­xen Kir­che sie­he mei­ne Bemer­kung oben. Sie sind „gül­tig“ durch päpst­li­ches Wohl­wol­len, und das nur für ihren eige­nen Bereich. 

        5.
        Die CDs mit Dr. Schü­lers Ana­ly­se der neu­en Leh­ren des 2. Vati­ka­nums habe ich mir ange­hört und fin­de ich sehr beach­tens­wert. Aber Dr. Schü­ler hat, mit Ver­laub, in der katho­li­schen Kir­che trotz­dem nichts zu sagen, jeden­falls nicht das, was nur Mit­glie­der der Hier­ar­chie mit Gel­tungs­an­spruch sagen können. 

        Aus den ange­führ­ten Grün­den neh­me ich Äuße­run­gen von Kar­di­nal Mül­ler, Kar­di­nal Bur­ke, Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der usw. auch ern­ster als Sie.

      • @ LL

        Über all das haben sich schon so vie­le die Köp­fe zer­bro­chen und sind durch­aus nicht zwin­gend zu Ihren Schlüs­sen gekommen.

        Es gäbe da viel zu sagen — die­se Mischung aus … ja: Büro­kra­tis­mus und Auto­ri­täts­hö­rig­keit kann es nicht sein und war es auch noch nie …bei allem Respekt vor den Auto­ri­tä­ten, die Jesus ein­ge­setzt hat. Auto­ri­tät ist nichts rein For­mel­les. Das weiß man heu­te lei­der nicht mehr .. vor allem Im Deutsch­land der käuf­li­chen Ämter und Doktortitel…
        Aber wer unge­recht ver­wal­tet, dem wird das Amt auch genom­men, bzw. es ist ihm schon genom­men. Das ist durch­ge­hen­de bibli­sche und lehr­amt­li­che Linie.

        In Ihrer Aus­füh­rung sind Wider­sprü­che in gro­ßer Zahl, aber eines ist sofort ersicht­lich: wenn einer offen­kun­dig der gesam­ten Über­lie­fe­rung in wesent­li­chen Punk­ten wider­spricht und dabei ein Amt hat, brau­che ich nicht erst das Urteil eines „dazu Befug­ten“, das fest­zu­stel­len, um nicht durch eine Anhäng­lich­keit an einen Häre­ti­ker mit dem­sel­ben in die Höl­le zu fah­ren. Soviel Barm­her­zig­keit und Umsicht soll­ten Sie Gott schon zutrauen!

        Wir sind den Ammts­in­ha­bern ja nicht „auf Gedeih und Ver­derb“ aus­ge­lie­fert, wie Sie suggerieren.

        Sie unter­schei­den viel­mehr nicht eine kir­chen­recht­li­che Fest­stel­lung von einer ein­fa­chen phi­lo­so­phi­schen Feststellung!
        Und dar­an krankt Ihre Gedan­ken­füh­rung auch, dass Sie das eine nicht vom andern unterscheiden.
        Auch ein Herr Schü­ler hat sich ja nie ange­maßt, ein amt­li­ches Urteil zu fäl­len, aber das Gehirn muss er nicht an der The­ke abge­ben, oder? Den­ken darf er doch auch als Laie, und wenn er dabei recht hat, hat er recht, auch wenn er kein Amt hat — er hat ja kei­ne Amts­hand­lung ver­kün­det, nicht wahr? Noch dazu, wenn es drin­gend erfor­der­lich ist, um nicht in der Abgrund geführt zu werden…

        Da mögen die Her­ren Kar­di­nä­le Amts­in­ha­ber sein wie sie wol­len (wenn sie es auf­grund ihrer NO-Wei­hen über­haupt sind!!!) — es ist Haschen nach Wind, wie ich es dar­leg­te, da nützt auch das Amt for­mell nichts!

        Ein ech­tes Pro­blem haben auch nicht die Sedis­va­kan­ti­sten, denn sie haben sich nie eine amt­li­che, son­dern eine über­le­bens­not­wen­di­ge phi­lo­so­phi­sche Urteils­fin­dung „ange­maßt“. Sie hal­ten nur etwas auf­recht, bis Jesus selbst es lösen wird. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

        Sie ver­ges­sen, dass die­se Leu­te, allen vor­an Bischof Thuc, pro­mo­vier­te Kir­chen­recht­ler waren und sehr wohl wuss­ten, wovon sie sprachen…

        Pro­ble­ma­tisch ist nur die Pius­be­we­gung, weil sie tat­säch­lich die Anma­ßung kund­tut, ein fal­sches Lehr­amt zu erset­zen — das geht in der Tat nicht!

        Ihr Zitat von Igna­ti­us v. A. ist schön und gut, aber eben nicht Dog­ma der Kir­che. Man kann nicht Väter­zi­ta­te für die Leh­re der Kir­che her­hal­ten las­sen. Es wäre erst zu prü­fen, ob er hier nicht eine Eng­füh­rung behaup­tet, die das Lehr­amt so nie bestä­tigt hat. Sagen wir es krass: die Väter haben auch viel Schie­fes geschrie­ben, weil zu ihrer Zeit vie­les noch längst nicht dog­ma­tisch geklärt war. Ist Ign. denn DAS Lehramt?
        Eben!

  6. Ich fürch­te, da ist nichts mehr zu machen. Geist­li­che Argu­men­te feh­len seit Jahr­zehn­ten, auch JP II hat sie kei­nes­wegs gelie­fert. Es ist schon lan­ge alles viel zu vordergründig.
    Und wer Assi­si durch­führt, kann den end­los barm­her­zig igno­rier­ten Ehe­bruch auch nicht mehr dra­ma­ti­sie­ren, denn Assi­si war der besie­gel­te geist­li­che Ehebruch!
    Seit­her wird hem­mungs­los gehurt im Vati­kan, zuletzt ganz obszön und scham­los an Pfingsten.
    Was soll dann in Sachen Ehe ande­res herauskommen?
    Ein Kar­di­nal Mül­ler hilft da gar nichts, genau­so wenig wie die ande­ren Her­ren, die oben genannt werden.
    Denn sie alle hat­ten kein Ster­bens­wort geäu­ßert, als wie­der mal ein inter­re­li­giö­ses Gebet stattfand.
    Das ist aber der Grad­mes­ser — wer im Gro­ßen nicht treu, wie soll­te der im Klei­nen treu sein!

  7. Ich fin­de es gar nicht so schlecht wenn es zum Kampf kommt. Auf der einen Sei­te Ber­go­glio und sei­ne vor Ehr­geiz sprü­hen­den Akti­vi­sten und auf der ande­ren Sei­te die Mut­ter Got­tes und der Erz­engel Micha­el. Was für eine herr­li­che Kräf­te­auf­tei­lung. Scha­de das es nicht span­nend ist denn der Sie­ger steht jetzt schon fest. Aber man kann ja nicht alles haben und muß sich mit dem zufrie­den geben was so gebo­ten wird.
    Per Mari­am ad Christum.

  8. Wer soll dann gegen wen kämpfen?
    Kas­per gegen Mül­ler, bei­de Ver­fech­ter des Vati­ca­num II?
    Fel­lay gegen Müller?

    Dabei wird nichts herauskommen!
    Kann nur sein, dass sich ein Lager an lit­ur­gi­schen Ästhe­ten mit Nei­gung zur geist­li­chen Teta­nie zusammenrauft.
    Ob es dann aber lehr­mä­ßig wirk­lich zusam­men­kommt — glau­be ich nicht!
    Aus zwei Hälf­ten wer­den dann vier Viertel.
    Und über­mor­gen acht Achtel.
    Etc.

  9. Ein sehr gut recher­chier­te Artikel.
    2 Addenda:
    — Bei Bischof Johan Bon­ny (Ant­wer­pen) kann von sub­ti­ler Häre­sie kei­ne Rede mehr sein.
    Sein Inter­view in „De Mor­gen“ v. 27.12.2014 (und das v. ihm tole­rier­te, wenn nicht indu­zier­te Kom­men­tar dane­ben) plä­diert ganz offen für die kirch­li­che Aner­ken­nung von allen Arten Ver­bin­dun­gen, dar­un­ter natür­lich zu ver­ste­hen (und so auch nie­mals von ihm zurück­ge­nom­men oder kri­ti­siert) die „HoLe­Bi“ (mit eige­ner „Pasto­res­grup­pe“ in Nord­bel­gi­en- die über 6 Jah­ren bestehen­de Web­site wur­de erst vor weni­gen Mona­ten vom Netz genom­men nach schar­fem Beschuß v. tra­di­tio­na­li­sti­scher Sei­te und Ner­ven­ver­lust des Episkopats);
    Daß mit „Bi“ fak­tisch auch Biga­mie (zum ersten Male in der Kir­chen­ge­schich­te!) aner­kannt wer­den soll­te, blieb nicht unbe­merkt; und (beson­ders emp­find­lich in Nord­bel­gi­en) die­se „Aner­ken­nun­gen“ theo­re­tisch auch Pädo­phi­lie und Bestia­li­tät umschlie­ßen konn­ten, war sehr bald auch klar.
    Die Reak­tio­nen waren äusserst illu­stra­tiv: die Hole­bi-Trans- und Gen­der­grup­pen fei­er­ten ganz kurz; uner­war­tet kam sofort eine sehr har­sche Reak­ti­on des frü­her sehr renom­mier­ten flä­misch-katho­li­schen Stu­den­ten­ver­bands KVHV, wo jetzt zum ersten Male seit Lan­gem die poli­tisch eher kon­ser­va­ti­ve flä­mi­sche Eli­te sich sehr laut äussert- die­se fin­det immer mehr zum katho­li­schen Glau­ben zurück.
    Vor Bonny’s eige­ner Kathe­dra­le fand vor und nach dem Sonn­tags­got­tes­dienst eine sehr bemerk­te und stil­vol­le Pam­phle­tak­ti­on des fami­li­en­schüt­zen­des Ver­bands statt.
    Die bel­gi­sche Bischö­fe schwei­gen bis jetzt in allen Sprachen.
    Die eige­ne kirch­li­che Inter­net­sei­te ker­knet schweigt eben­so (das Inter­view ist nur gegen Bezah­lung bei der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Zei­tung „De Mor­gen“ zu bekommen).
    Auf der Web­site der Kathol. Akti­on www. kavlaanderen.blogspot.be wur­de alles aus­führ­lich doku­men­tiert und kommentiert.
    Fast sofort wur­de der weni­gen Tagen zuvor erschie­ne­ne gro­ße Arti­kel v. Bischof Oster (Pas­sau) in Über­set­zung aus­führ­lich zitiert und mit Bonny’s Aus­sa­gen konfrontiert.
    Bon­ny hat hier gewal­ti­ge Häre­sie gesagt- er hat sich damit die Excomm­mu­ni­ca­tio latae sen­ten­tiae zuge­zo­gen (das stric­tu sen­su wird noch fol­gen): dar­auf­hin nicht das min­de­ste Kommentar.
    Mit­te Janu­ar wur­de es dann rich­tig ridikül: der hole­bi­trans­gen­der­freund­li­che Ver­band Cava­ria( v. „ca va“(es geht) und „Varia“ (varia­bel)) gab den Preis der bemer­kens­wer­te und am mei­sten zu loben­de Lei­stung (für die­se Grup­pe) an Bischof Bonny;
    Bon­ny ver­lor jetzt total die Ner­ven und poste­te auf allen ihm zur Ver­fü­gung ste­hen­den Infor­ma­ti­ons­me­di­en daß er die­sen Preis nicht annehme;
    zur tota­len Kata­stro­phe publi­zier­te er dies in einem kilo­me­ter­lan­gen Text auf der Home­page des (total nie­der­län­disch­spra­chi­gen) Bis­tums Ant­wer­pen sowohl auf Nie­der­län­disch als auch (zum ersten Male seit den Sprach­tri­bu­la­tio­nen in 1966–1968) auch auf Fran­zö­sisch, damit dem theo­lo­gi­schen GAU einen (in Flan­dern töd­li­chen) lin­gu­isti­schen Gau zur Sei­te stellend.

  10. (Teil 2)
    Bon­ny ist als Bischof fak­tisch erledigt:
    offen als Häre­ti­ker gebrand­markt, sein Bis­tum finan­zi­ell rui­niert durch Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen, umge­ben von Figu­ren mit star­ker Ver­strickung in den Pädo- und Hete­ro­phi­lies­kan­da­len (Bar­zin, Schel­le­kens), pasto­ral und lit­ur­gisch eine Kata­stro­phe, und jetzt mit einem revol­tie­ren­dem und zuneh­mend nach ech­tem Katho­li­zis­mus suchen­den und fin­den­den Gottesvolk.
    — Brea­king News:
    Am Frei­tag 30. Janu­ar 2015 wur­de in Nordca­na­da vor dem Nun­a­vut Hoch­ge­richts­hof durch Rich­ter Kil­pa­trick der aus West­flan­dern stam­men­de Obla­ten­mis­sio­nar Eric Deja­e­ger (67 J.) wegen sexu­el­ler Belä­sti­gung und Miß­brauch v. min­de­stens 24 Per­so­nen und einem Schlit­ten­hund (Baker Lake; Igloolik)(Bistum Churchill/Hudson Bay) ver­ur­teilt zu 19 Jah­ren Haft, wovon noch 11 Jah­re abzusitzen.
    Ein wei­tes Gerichts­ver­fah­ren für Mis­se­ta­ten in Edmon­ton (Prov. Alber­ta, Cana­da) schließt sich noch an.
    Die­se Nach­richt ging wie ein Sturm­wind durch alle Medi­en in Cana­da und dem Nor­den der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, beson­ders bei den durch die­se Übel­ta­ten mas­siv ange­grif­fe­nen indi­ge­nen Völkern.
    Nicht zuletzt wur­de dies zur Kennt­nis genom­men im Bis­tum Spo­ka­ne (Osten des Staa­tes Washing­ton), das wg. Pädo-und ande­ren Sex­skan­da­len schon 2006–2007 rie­si­ge Sum­men in einen Ent­schä­di­gungs­fonds zah­len mußte.
    Das Bis­tum Spo­ka­ne ist seit­dem finan­zi­ell am Ende.
    Viel Pasto­ral fin­det nicht mehr statt, Evan­ge­li­sie­rung noch min­der (Die frü­he­re „Rocky-Moun­tains Mis­si­on der Jesui­ten hat 2008 zum letz­ten Mal etwas an ihrem Inter­net­auf­tritt geän­dert und ist dort inzwi­schen ganz von der Kar­te verschwunden).
    Die­se Gebie­ten wur­den frü­her inten­siv v.d. Jesui­ten betreut (Jesui­ten­pro­vinz „Ore­gon“, inzwi­schen fusio­niert auf die Pro­vinz „Cali­for­nia“).
    Von 2010 bis 2013 was B. Cup­ich Bischof dort; er ließ auf der Home­page des Bis­tums eine Liste von sexu­al­straf­tä­ti­gen Prie­stern auf­stel­len (die Jesui­ten bil­den die Mehr­heit; die mei­ste Taten übri­gens in den letz­ten 50 bis vor 15 Jahren).
    Hier zeigt sich wie­der die gan­ze Ver­lo­gen­heit an der Spitze:
    Einer­seits schwa­dro­nie­ren vom „Gehen an die Gren­zen“, und wenn ander­seits ein moder­ni­sti­sche Bischof dann wirk­lich an die Gren­ze ver­setzt wird und mit den Kata­stro­phen der Moder­ni­sten ( denn die­se Pest explo­dier­te und wür­de v. Moder­ni­sten gepro­mo­tet) inklu­si­ve dem finan­zi­el­len Ruin des Bis­tums kon­fron­tiert wird, wird er schnell in die Groß­stadt nach Chi­ca­go ver­setzt und zum Erz­bi­schof ernannt.
    Das ist Hypo­cri­sie pur.
    Übri­gens @rampolla, es ist kein Nebenschauplatz:
    schon am Mitt­woch 4. Febru­ar 2015 sprach P. Fran­zis­kus plötz­lich und von vie­len nicht erwar­tet über die Abscheu­lich­kei­ten des Mißbrauchs:
    Nun­a­vut läßt grü­ßen; und Fran­zis­kus blieb nichts ande­res übrig, als über das vor­ge­hal­te­ne Stöck­chen zu springen.
    De profundis

  11. Mit allem Respekt für S.E. Kard. Ruini:
    Eine Luft­waf­fe ist eine äusserst teu­re und kosten­in­ten­si­ve Waf­fen­gat­tung, braucht stän­dig hoch­qua­li­ta­ti­ve Pfle­ge und ist abhän­gig von hoch­qua­li­ta­ti­ve Elektronik.
    Das ist bei die­sen „Luft­waf­fen­men­schen“ nun wirk­lich nicht aus­rei­chend vorhanden.

    Die ande­re Sei­te ver­fügt dage­gen über hoch­qua­li­ta­ti­ve elek­tro­ni­sche Medi­en, ist uni­ver­sal sehr gut auf­ge­stellt und hat — im Kon­trast zu den sehr dis­pa­rat agie­ren­den Moder­ni­sten- die Hl. Schrift, das Magi­steri­um, der Katechismus.
    Wie ein erfah­re­ner ame­ri­ka­ni­scher Offi­zier ein­mal sag­te: am Ende ent­schei­det sich alles am Boden- „mit figür­li­chem Vor­der­la­der oder mit figür­li­chem Bajonett“.
    In den Wir­ren 1961–1962 in der frü­he­ren bel­gi­schen Kolo­nie Kon­go wur­de übri­gens ein Hub­schrau­ber durch den Pfeil eines Bogen­schüt­zen niedergeholt.

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