Gott ist Vater — Die heutige Gesellschaft erlebt demgegenüber eine Krise des Vaterseins

GeneralaudienzLie­be Brü­der und Schwestern,

das Wort „Vater“ ist ein sehr wich­ti­ger Begriff in unse­rem katho­li­schen Glau­ben. Chri­stus lehrt die Jün­ger zu Gott als ihrem Vater zu beten. Gott ist Vater, nicht nur weil er der Schöp­fer ist. Jesus offen­bart sich als der, wel­cher von Ewig­keit her nur in Bezug auf sei­nen Vater Sohn ist und der zugleich allen Getauf­ten an sei­ner Sohn­schaft Anteil geben will. Die heu­ti­ge Gesell­schaft erlebt dem­ge­gen­über eine Kri­se des Vaterseins; man spricht sogar von einer vater­lo­sen Gesellschaft. 

Die Gestalt des Vaters scheint in unse­rer heu­ti­gen Kul­tur abhan­den gekom­men zu sein. Vie­le Väter feh­len ihren Fami­li­en – ent­we­der weil sie oft nicht da sind oder weil es ihnen schwer fällt, ihre Vater­rol­le, ihre Auf­ga­ben als Vor­bild der Kin­der und in der Ver­mitt­lung von Wer­ten und Prin­zi­pi­en wahr­zu­neh­men. Gewis­se Auf­fäl­lig­kei­ten bei Kin­dern und Jugend­li­chen schei­nen in der Tat auf das Feh­len einer väter­li­chen Bezugs­per­son in ihrem All­tag zurück­zu­füh­ren sein. Eben­so ver­nach­läs­si­gen die Ein­rich­tun­gen der Zivil­ge­sell­schaft oft ihre Ver­ant­wor­tung, den jun­gen Men­schen Idea­le und Hori­zon­te auf­zu­zei­gen, die Halt und Sinn geben. Las­sen wir uns die Ver­hei­ßung Jesu zu Her­zen gehen, wenn er sagt: „Ich wer­de euch nicht als Wai­sen zurück­las­sen“ (Joh 14,18). Er ist wirk­lich der Weg, auf dem wir vor­an­ge­hen dür­fen, er ist der Leh­rer, dem zu fol­gen ist. Er schenkt uns die Hoff­nung auf eine neue Welt, in der die Lie­be den Hass besiegt und Brü­der­lich­keit und Frie­den unter den Men­schen walten.

Einen herz­li­chen Gruß rich­te ich an die Pil­ger und Besu­cher deut­scher Spra­che. Ler­nen von den Hei­li­gen, aus der Kraft des Gebets an Gott den Vater zu leben und uns für die Bedürf­nis­se sowie für das Heil der Brü­der und Schwe­stern ein­zu­set­zen. Der Hei­li­ge Geist hel­fe euch, hei­lig zu wer­den, und gelei­te euch auf all euren Wegen.

25 Kommentare

  1. Kar­di­nal Bur­ke hat es in einem Inter­view mit Mat­thew James Chri­stoff, Initia­tor von „The New Eman­ge­liz­a­ti­on“ – ein Apo­sto­lat für Män­ner, des­sen Name mit dem Begriff „New Evan­ge­liz­a­ti­on“, also Neue­van­ge­li­sie­rung, spielt, noch deut­li­cher ausgedrückt:
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    „Unglück­li­cher­wei­se hat die radi­ka­le femi­ni­sti­sche Bewe­gung die Kir­che so stark beein­flusst und sie dazu geführt, andau­ernd Frau­en­the­men anzu­spre­chen, auf Kosten des Anspre­chens von ent­schei­den­den The­men, die für Män­ner wich­tig sind. Die Wich­tig­keit des Vaters – sei es in der ehe­li­chen Ver­bin­dung oder nicht –, die Wich­tig­keit des Vater für die Kin­der, die Wich­tig­keit der Vater­schaft für Prie­ster, die ent­schei­den­de Bedeu­tung eines männ­li­chen Cha­rak­ters, die Beto­nung der beson­de­ren Gaben, die Gott den Män­nern für das Wohl der gan­zen Gesell­schaft gibt.

    Die Güte und Wich­tig­keit von Män­nern wur­de sehr ver­dun­kelt, und aus allen mög­li­chen prak­ti­schen Grün­den über­haupt nicht her­vor­ge­ho­ben. Dies ist der Fall trotz der Tat­sa­che, dass es eine lan­ge Tra­di­ti­on in der Kir­che war – spe­zi­ell durch die Andacht zum hei­li­gen Joseph –, den männ­li­chen Cha­rak­ter des Man­nes zu beto­nen, der sein Leben um des Hei­mes wil­len opfert, der sich mit Rit­ter­lich­keit dar­auf vor­be­rei­tet, sei­ne Frau und sei­ne Kin­der zu ver­tei­di­gen, und der arbei­tet, um den Lebens­un­ter­halt für die Fami­lie zu lie­fern. So viel von die­ser Tra­di­ti­on, die heroi­sche Natur der Männ­lich­keit zu ver­kün­den, ist in der Kir­che von heu­te ver­lo­ren gegangen.

    Für ein Kind ist es, wäh­rend es wächst und erwach­sen wird, sehr wich­tig, all jene tugend­haf­ten Merk­ma­le des männ­li­chen Geschlechts zu beob­ach­ten. Die gesun­de Bezie­hung mit dem Vater hilft dem Kind, sich von der inni­gen Lie­be der Mut­ter weg­zu­be­we­gen und eine Dis­zi­plin auf­zu­bau­en, sodass es eine exzes­si­ve Eigen­lie­be ver­mei­den kann. Dies stellt sicher, dass das Kind in der Lage ist, sich selbst in pas­sen­der Wei­se als eine Per­son in Bezie­hung mit ande­ren zu iden­ti­fi­zie­ren. Das ist ent­schei­dend für Jun­gen wie auch für Mädchen.

    Die Bezie­hung eines Kin­des mit sei­nem Vater ist zen­tral für die Selbst­iden­ti­fi­zie­rung eines Kin­des, die statt­fin­det, wenn wir auf­wach­sen. Wir brau­chen die­se sehr enge und beja­hen­de Bezie­hung mit der Mut­ter, aber gleich­zei­tig ist es die Bezie­hung mit dem Vater – die von Natur aus distan­zier­ter, aber nicht weni­ger lie­be­voll ist –, wel­che unser Leben dis­zi­pli­niert. Sie lehrt das Kind, ein selbst­lo­ses Leben zu füh­ren, bereit, jene Opfer die begrü­ßen, die not­wen­dig sind, Gott und ein­an­der getreu zu sein.“
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    Das Inter­view bei „katholisches.info“:

    https://www.katholisches.info/2015/01/19/kardinal-burke-ueber-die-katholische-maennerkrise-teil‑1/

    • Die­ses Bur­ke-Inter­view ist eine Kata­stro­phe. Letzt­end­lich behaup­tet er doch, dass die Mut­ter dem Kind Nar­ziss­mus ver­mitt­le und der heroi­sche Vater, wenn er denn einer sei, dem Kind da her­aus helfe.
      Das ist ein­fach nur pola­ri­sie­ren­der Unsinn.
      Wir haben ech­te Pro­ble­me und kön­nen der­ar­ti­ge Abir­run­gen nun nicht auch noch gebrauchen.

      • @zeitschnur
        Ihre Aus­sa­gen kann ich so nicht ste­hen las­sen. Kar­di­nal Bur­ke ist als vor­bild­li­cher Prie­ster ein Mann der kla­ren und wah­ren Wor­te. Was er sagt, hat Hand und Fuß, denn er ori­en­tiert sich an dem, was das Wort Got­tes (=die Bibel) ist. Lesen Sie in der Bibel nach, was die Rol­le und Auf­ga­ben von Mann oder Frau sind. Der Main­stream unse­rer Tage wird immer gott­lo­ser. Des­halb ist es kein Wun­der, das die säku­la­re Welt die Gött­li­che Ord­nung kom­plett ver­än­dert: Män­ner sind nicht mehr von Frau­en zu unter­schei­den, typisch Mann oder typisch Frau darf es nicht mehr geben, Män­ner sol­len weib­lich und Frau­en sol­len männ­lich wer­den? Frau­en erler­nen soge­nann­te Män­ner­be­ru­fe (Hand­werk, Sol­da­tin­nen), denen sie auf­grund phy­si­scher oder / und psy­chi­scher Kon­sti­tu­ti­on lang­fri­stig gese­hen, über­haupt nicht gewach­sen sind, aber der frei­mau­re­ri­sche Gleichberechtigungswahn(Freiheit, Gleich­heit, Brü­der­lich­keit) for­dert sei­ne Opfer, ohne das Frau­en die zer­stö­re­ri­sche Dik­ta­tur (Staat) der Wirt­schafts­macht (Hand­werk, Indu­strie) der Poli­tik und Gesell­schaft die dahin­ter­ste­hen, über­haupt erken­nen kön­nen. Bei vie­len bio­lo­gisch gesun­den Men­schen wer­den nicht Mut­ter- oder Vater­schaft ange­strebt, son­dern die Zie­le und Göt­zen einer kran­ken Gesell­schaft, hei­ssen: Kar­rie­re, Macht und Selbst­ver­wirk­li­chung“. Die­ser men­schen­ge­mach­te und men­schen­ver­ach­ten­de Schwach­sinn zer­stört die Gött­li­che Ord­nung, „pro­du­ziert“ Homo­se­xua­li­tät und Gen­der­wahn und damit ein­her­ge­hend zer­stört er Ehen und Fami­li­en. Gott­lo­sig­keit in Ver­bin­dung mit der Zer­stö­rung von Ehe und Fami­lie unse­rer Tage sind der Anfang vom Ende. Der hei­li­ge Nilus, der Älte­re, pro­phe­zei­te bereits um 390 n.Chr. fol­gen­des für unse­re Zeit: “ Die Leu­te wer­den ihr Äusse­res ändern. Es wird unmög­lich sein, Frau­en von Män­nern zu unter­schei­den wegen ihrer Frech­heit in der Beklei­dung und in der Haarmode…“
        Man wird die Eltern und die älte­ren Leu­te nicht mehr respek­tie­ren. Die Lie­be wird ver­schwin­den. Die christ­li­chen Hir­ten, Prie­ster und Bischö­fe wer­den nutz­lo­se Men­schen sein, ganz unfä­hig den rech­ten vom fal­schen Weg zu unterscheiden..“
        Kar­di­nal Bur­ke ist kei­nes­falls der­je­ni­ge, der „ech­te Pro­ble­me“ berei­tet oder „abirrt“. Das genaue Gegen­teil ist der Fall. Wir könn­ten uns glück­lich schät­zen, falls ein solch wahr­haf­ti­ger Kar­di­nal unser der­zei­ti­ger Papst wäre.
        Wer ist wohl der­je­ni­ge, der stän­dig mit gespal­te­ner Zun­ge redet, ver­wirrt , vor dem Herrn nicht kniet, nicht seg­net son­dern nur küsst, strei­chelt und tät­schelt, mit bösem oder lust­lo­sem Blick die Mes­se fei­ert, sich statt­des­sen stets freu­de­strah­lend der Welt zuwen­det, Rota­ri­er ist, mit Frei­mau­rern sym­pa­thi­siert, usw. usw. Wie­vie­le Zei­chen müs­sen noch gesche­hen, bis der aller­letz­te Katho­lik end­lich die Stra­te­gie des Teu­fels, die in zahl­rei­chen Pro­phe­zei­un­gen von kirch­lich aner­kann­ten Hei­li­gen für unse­re Zeit vor­aus­ge­sagt wur­de, erkennt ?
        Im Buch Dani­el, der Offen­ba­rung des Johan­nes sowie ab Mt 24,3 ff wird alles was gesche­hen muss, vor­aus­ge­sagt + nie­mand glaubt es ?

      • @ Regi­na

        Ihre Argu­men­ta­ti­on fußt nun aber doch eher auf den Bot­schaf­ten von Sehern und einem ein­fa­chen Ver­ständ­nis der Welt, das — bit­te ver­zei­hen Sie mir — an der Ober­flä­che bleibt.

        Denn wenn man genau­er hin­sieht, ist es nicht so ein­fach. Auch und vor allem auch in der Schrift und Tra­di­ti­on nicht, obgleich sich unter katho­li­schen Autoren vie­le fin­den, die die haar­sträu­bend­sten Vor­ur­tei­le und Zwang­haf­tig­kei­ten aus­ge­spro­chen haben.

        Es muss Ihnen aber auf­fal­len, dass das Lehr­amt sie so nie­mals bestä­tigt hat.
        Auch die­se Seher — auch man­cher baye­ri­sche Seher hat sol­che Panik ver­brei­tet — sind nie­mals aner­kannt worden.

        Ich habe mei­ne Kri­tik an Kar­di­nal Bur­ke eigent­lich an ande­rer Stel­le genau begrün­det. Was Sie dage­gen hal­ten, hat mit mei­nen Gedan­ken lei­der nichts zu tun, glei­tet also dar­an vorbei.

        Das Geschlech­ter­ver­hält­nis war von Anfang an ein Myste­ri­um, ist Aus­druck der Gott­eben­bild­lich­keit, inso­fern Aus­druck der voll­kom­me­nen Ein­heit und zugleich Dif­fe­renz. Wo da die Lini­en ver­lau­fen ist uns nur in begrenz­tem Maße mög­lich zu erken­nen oder gar zu bestim­men. Am ein­fach­sten ist die phy­si­sche Sei­te, aber gleich danach wird es kompliziert.
        Es tut mir leid, wenn ich Ihnen und allen so argu­men­tie­ren­den Katho­li­ken nun mal nicht Recht geben kann.
        Ver­nünf­ti­ge Men­schen haben das aber auch noch nie­mals anders gese­hen. Es ist auf­fal­lend, dass mit wach­sen­der Rei­fe und Bil­dung Men­schen mit dem ande­ren Geschlecht wirk­lich „in einem Geist“ sein konnten.

        Was wir heu­te sehen ist nicht pri­mär die Zer­stö­rung des Man­nes, son­dern ein­zig und allein die Ver­nich­tung der Frau. Die Norm ist heu­te das Mas­ku­li­ne! Und dies von allen Sei­ten — „Eman­zi­pa­ti­on“ heißt nur auf einer Ober­flä­chen­ebe­ne „Gleich­be­rech­ti­gung“ (und da wäre sie ja auch berechtigt!).
        „Eman­zi­pa­ti­on“ heißt heu­te: Ver­nich­tung der Frau als Frau — mit ihrer Haupt­auf­ga­be der Mut­ter­schaft, was auch ihr Cha­ris­ma ist, an dem Mann in der Tat nicht den­sel­ben Anteil hat!
        Kar­di­nal Bur­ke über­sieht, dass der vater zwar wich­tig, aber nie­mals die­se Rol­le haben kann — er raubt doch sei­ner­seits der Frau nun ihre Auf­ga­be und zeich­net sie sogar noch nega­tiv als eine, die das Kind nar­ziss­tisch umschließt, und der Vater müs­se das Kind end­lich zur eige­nen Per­son führen.
        Über­le­ge man sich doch ein­mal, was der Mann da sagt!
        das ist nicht nur bös­ar­tig, weil unbe­wie­sen und nega­tiv, son­dern auch ein schwe­rer Schlag für all jene, die eben nun mal kei­nen Vater haben, dafür aber eine gute Mutter.

        Es ist unver­ständ­lich, wie ein Kle­ri­ker den Mann nicht ermu­ti­gen kann, ohne dabei der Frau einen Schlag vor die Brust zu hau­en und Kin­dern ohne vater das Herz schwer zu machen?

      • Und noch ein Nach­trag — ich schrieb es bereits unten:

        Die Ver­nich­tung der Braut Chri­sti und ihrer Mut­ter­schaft geht ein­deu­tig auch sym­bo­lisch mit der Zer­stö­rung der Frau und ihrer Mut­ter­schaft einher. 

        In den Jahr­hun­der­ten davor hat man zwar unent­wegt die Frau gede­mü­tigt und ver­ach­tet — wie die Braut Chri­sti — aber die Mut­ter­schaft ließ man ihr. So kamen vie­le Men­schen zur Welt, geist­lich wie leiblich.

        Heu­te sind wir am Ende ange­langt: die Kir­che soll getö­tet wer­den und mit ihr die Frau. es wird kei­ne See­len mehr geben, die ent­ste­hen und gerett­te werden.

        Dar­um geht es.
        Und nicht um den Mann. Für ihn gilt halt nur das Sprich­wort „Wer andern eine Gru­be gräbt fällt selbst hin­ein.“ Wobei ich sehr wohl weiß, dass natür­lich nicht ALLE Män­ner das so wol­len. Aber sei­en wir ehr­lich: vie­le! Der Mann hat sich im Vati­ca­num II sein Denk­mal gesetzt, und Bur­ke ist nicht bereit, dies in Fra­ge zu stellen.

    • ich fin­de die­ser Arti­kel ist lei­der sehr tref­fend, aber vox cla­man­tis in deser­to — eine ein­sa­me Stim­me in der Wüste, der Eis­wü­ste, um mit Fass­bin­der zu reden. Mir scheint als theo­lo­gi­sche Erklä­rung — es ist die Auf­leh­nung gegen die abso­lu­te Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes gegen des­sen Heils­plan durch Hoch­mut, Ueber­heb­lich­keit chro­ni­sche Alles und Bes­ser­wis­se­rei. Ohne Demut und stän­di­ges Sich­be­mü­hen um die Freund­schaft Got­tes (hei­lig­ma­chen­de Gna­de) von Vater und Mut­ter in ihrer Gemein­schaft gibt es kei­ne Gerech­tig­keit, kei­ne Barm­her­zig­keit, kei­nen Frieden.

  2. Scha­de, das hier wohl ganz offen­sicht­lich die Mut­ter — die Frau — kei­ne Erwäh­nung findet.
    Natür­lich haben wir Chri­sten — im Gegen­satz zu den ande­ren gro­ßen Welt­re­li­gio­nen — nicht nur einen Vater, den Sohn und den Hei­li­gen Geist, son­dern wir haben die Got­tes­mut­ter Maria als unse­re himm­li­sche Mut­ter, als Ver­mitt­le­rin aller Gna­den, als Hand, die uns zu Jesus und über Ihn zu Gott­va­ter führt. Gott ist kein allein­er­zie­hen­der Vater. Als Katho­li­ken sind wir kei­ne Halb­wai­sen, — wir haben unse­re himm­li­sche Mut­ter — Maria.
    Unse­re katho­li­sche Kir­che ist sogar sehr weib­lich: es heißt d i e Mut­ter Kir­che, d i e hei­li­ge Fami­lie, wir haben vie­le Hei­li­ge Frau­en und Mäd­chen, Kir­chen­leh­re­rin­nen, Patro­ninn­nen, Ordens­frau­en, usw.
    Als Katho­li­ken beten wir zu Gott­va­ter, der Got­tes­mut­ter Maria und Jesus und zum Hei­li­gen Geist. Unse­re Anbe­tung gilt allein dem Drei­fal­ti­gen Gott, denn Maria gehört nicht zur Gött­li­chen Tri­ni­tät, weil sie ein Geschöpf — ein Mensch — ist, aber ohne sie ist der drei­ei­n­i­ge Gott undenkbar.
    Weih­nach­ten ist kaum vor­bei: War­um wird die seli­ge Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria nicht erwähnt?
    Ohne ihre demü­ti­ge Ganz­hin­ga­be an Gott, hät­te es den Sohn uns­re­ren Ret­ter und Erlö­ser, nicht gege­ben. Ohne Maria ist die himm­li­sche Fami­lie unvollständig.
    Als Katho­li­kin darf ich erwar­ten, das María von dem Nach­fol­ger auf dem Stuhl Petri nicht nur Erwäh­nung, son­dern auch Wür­di­gung, Ver­eh­rung und die Ermun­te­rung zum Gebet zu ihr erfährt, bei­spiels­wei­se durch das Rosen­kranz­ge­bet. Anstatt vie­ler Wor­te, wäre das Bei­spiel eines vor­be­ten­den Pap­stes vor­bild­lich für alle Hir­ten und Scha­fe. Nicht durch vie­le schö­ne Wor­te, nicht durch ein stol­zes Jubel­bad in der Men­ge, son­dern durch Demut und prak­ti­zier­tes Gebet fin­det der Christ zu Gott , zu Jesus und Maria und zum Hei­li­gen Geist. Stolz und Demut pas­sen nicht zusam­men . Sie wider­spre­chen sich. Beschei­den­heit und lit­ur­gi­sche Armut pas­sen eben­falls nicht zusam­men, denn sie verwirren.
    Schö­ne Wor­te allein sind wie Sei­fen­bla­sen: schil­lernd bunt, fili­gran und hübsch anzu­schau­en — nur lei­der zer­plat­zen sie in kür­ze­ster Zeit.…und was bleibt? „Am Ende des Lebens zählt nur die Lie­be!“( seli­ge Sr. Blandine)
    Ave Maria, ora pro nobis.

    • Es ist in dem Forum bekannt, dass ich Papst Fran­zis­kus mehr als kri­tisch gegen­über­ste­he, aber Ihre Aus­sa­ge „Scha­de, das hier wohl ganz offen­sicht­lich die Mut­ter – die Frau – kei­ne Erwäh­nung fin­det.“ kann ich nicht wirk­lich gel­ten las­sen. Sie müs­sen hier doch mal sehen was er gesagt hat und nicht was er nicht gesagt hat… 

      Fran­zis­kus hat sich hier (ähn­lich wie noch kla­rer Kar­di­nal Bur­ke vor weni­gen Tagen) einen sehr wich­ti­gen Aspekt raus­ge­sucht — und — was er sagt stimmt doch, oder? Die­se Wor­te kom­men mir wirk­lich sel­ten über die Lip­pen bzw. Tastatur…

      [im übri­gen spricht er sehr viel über her­aus­ra­gen­de Rol­le von Maria als Mut­ter der Kirche]

      • @Pascal 13
        Genau das tue ich, denn ich bezie­he mich auf o.g. Arti­kel und n i c h t auf die Gesamt­heit all sei­ner Aussagen.
        Typisch für einen Irr­leh­rer oder fal­schen Pro­phe­ten ist, das er durch­aus auch mal etwas rich­ti­ges sagt oder sagen k a n n . Mei­ne Oma pfleg­te zu sagen: “ Ein blin­des Huhn fin­det auch mal ein Korn!“
        Ich erin­ne­re dar­an, das Kar­di­nal Bur­ke sag­te, das wir „über Hand­lun­gen urtei­len müs­sen, ja das müs­sen wir!“
        Ein wah­rer Mari­en­ver­eh­rer trägt — wie bei­spiels­wei­se der hei­li­ge Johan­nes Paul II.- ein M als Zei­chen für die Got­tes­mut­ter Maria in sei­nem Wap­pen und nicht einen unde­fi­nier­ten Stern, der egal ob 5zackig oder 8zackig auch als Satans­sym­bol miss­ge­deu­tet wer­den k a n n .
        Ein wah­rer Mari­en­ver­eh­rer weiht sich der Got­tes­mut­ter selbst und lässt sich nicht von jemand ande­rem ihr „wei­hen“. Ein wah­rer Mari­en­ver­eh­rer betet öffent­lich s e l b s t den Rosen­kranz vor, anstatt ihn vor­be­ten zulas­sen, ein wahr­haf­ter Mari­en­ver­eh­rer zieht weder beim Beten noch bei der Fei­er der hei­li­gen Mes­se eine lust­los-gelang­weil­te oder gar fin­ster drein­blicken­de Gri­mas­se, ein wah­rer Mari­en­ver­eh­rer legt der Mut­ter­got­tes nie­mals einen Rosen­kranz vor die Füße. Bekannt­lich zer­tritt Maria kei­nen Rosen­kranz, son­dern den Kopf der Schlan­ge. Den Rosen­kranz trägt sie stets über ihren zum Gebet gefal­te­ten Hän­den. Ein wah­rer Mari­en­ver­eh­rer lehnt es nicht ab, über Fati­ma zu spre­chen. Ein wah­rer Mari­en­ver­eh­rer glaubt den Bot­schaf­ten der Mut­ter­got­tes von LaSa­let­te und Gara­band­al und han­delt entsprechend.
        Maria ist kei­ne stolz beju­bel­te “ Post­bo­tin“, sie darf nicht neu „erfun­den“ wer­den, son­dern Maria ist und bleibt die rei­ne, stets demü­ti­ge und beschei­de­ne Magd des Herrn. Jesus hat uns Maria unter dem Kreuz als Mut­ter hinterlassen.
        Demut und Stolz wider­spre­chen sich.
        An ihren Früch­ten wer­det ihr sie( — die Irr­leh­rer und fal­schen Pro­phe­ten — ) erken­nen, sagt Jesus. Wie­vie­le fal­sche und fau­li­ge Früch­te braucht es noch, um die Wahr­heit zu erkennen?
        Ich bin katho­lisch, möch­te es blei­ben und kann mich nicht mit der p r o t e s t a n t i s c h e n Sicht­wei­se eines katho­li­schen Petri­nach­fol­gers zum allei­ni­gen Gebet zur hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit arrangieren.
        Die Mut­ter­got­tes darf beim Gebet nicht ver­ges­sen wer­den, erst recht nicht von dem Mann an der Spit­ze der Kir­che! Beten wir für ihn!
        Gelobt und geprie­sen sei­en die ver­ein­ten Her­zen Jesu und Mari­ens in alle Ewig­keit, Amen.

    • Neu­lich hat F. über die Müt­ter gepre­digt (steht auch hier auf katholisches.info) und da hat­ten die Kar­di­nal-Bur­ke-Fans auch was zu meckern, weil die armen Väter aus­ge­las­sen wür­den und die Mut­ter „über­höht“ würde.

      Das ist alles nur ein rie­si­ger Unsinn!

      Sie haben recht, aller­dings ist Gott nicht Vater wie ein mensch­li­cher Vater.
      „Ihr sollt auf Erden nie­mand Vater nen­nen“ sag­te Jesus.
      Dar­aus wird schon ersicht­lich, dass der mensch­li­che Vater in der Tat nicht Platz­hal­ter für den himm­li­schen Vater sein d a r f !
      Denn letz­te­res wäre eine Kata­stro­phe und die gan­zen eccle­sio­ge­nen Vater­op­fer der Ver­gan­gen­heit spre­chen eine deut­li­che Sprache.

      Wir soll­ten nicht auf nie­de­rem Niveau wie Kar­di­nal Bur­ke zu viel psy­cho­lo­gi­sie­ren und Men­schen irre machen, die nun mal kei­nen Vater haben und auch eine Chan­ce haben sol­len und dür­fen! Die elter­li­che Zwei­heit ist immer auch ein Schutz vor Ver­lust bei einem Eltern­teil — so wie eine Nie­re, ein Eier­stock, ein Auge das ande­re stück­wei­se erset­zen kann und soll, so auch bei den Eltern.
      Am run­de­sten ists natür­lich mit bei­den, aber nicht nach einem plum­pen Strickmuster.…

      • @ zeit­schnur
        Darf ich Sie fra­gen, ob sie pro­te­stan­ti­schen oder katho­li­schen Glau­bens sind?
        Bit­te urtei­len Sie n i c h t über Kar­di­nal Bur­ke, son­dern beten Sie zum Hei­li­gen Geist und bit­ten Sie Ihn um die Gabe der Erkenntnis.
        Lesen Sie bit­te anschie­ßend in der Bibel und Sie wer­den erken­nen, was die Wahr­heit ist und wer von ihr spricht und wer dies nicht tut. Sie wer­den auch erken­nen, wer die Gebo­te und Leh­ren Got­tes ver­tei­digt und wer ver­sucht Got­tes unab­än­der­li­che Gebo­te zu ver­än­dern, um sie dem lau­ni­gen Zeit­geist anzu­pas­sen. Anschie­ßend emp­feh­le ich Ihnen ‑sehr geehr­te zeit­schnur- den 33 Punk­te umfas­sen­den Plan der Frei­mau­rer zur Zer­stö­rung der katho­li­schen Kir­che zu stu­die­ren. Dazu müss­ten Sie ein wenig goo­geln oder auf der Sei­te herzmariens.ch nach­schau­en. Ver­trau­en Sie sich Jesus und der Mut­ter­got­tes an und Sie wer­den erken­nen, wie weit die­ser Plan lei­der bereits erfolg­reich gedie­hen ist…
        Vie­le Fra­gen, die Sie viel­leicht haben mögen, kön­nen Sie sich anhand die­ses frei­mau­re­ri­schen Plans selbst beantworten.
        Viel­leicht könn­te katholisches.info den frei­mau­re­ri­schen Plan zur Zer­stö­rung der katho­li­schen Kir­che ver­öf­fent­li­chen und eini­ge Arti­kel dazu verfassen?

      • @ regi­na

        Darf ich Sie fra­gen, ob Sie viel­leicht freund­li­cher­wei­se auf der Sach­ebe­ne blei­ben wollen?
        Die Tat­sa­che, dass ich nicht Ihrer Mei­nung bin, gibt Ihnen kein Recht, mir das Katho­lisch­sein abzusprechen.

    • Der Hei­li­ge Vater betet am Ende der mei­sten sei­ner Pre­dig­ten zur Mut­ter Got­tes; nur wenn das The­ma eines Kate­chis­mus der Vater ist, kann man ihm nicht vor­wer­fen, die Mut­ter nicht zu erwäh­nen, da er dann auch alle ande­ren Glau­bens­leh­ren ver­kün­den müss­te, wofür schlicht die Zeit nicht reiht.
      Wenn Sie ein Refe­rat über Ungarn hal­ten, kann ich Ihnen auch nicht vor­wer­fen, nicht von Hai­ti zu sprechen.

      • @Rex Chri­stus

        Maria ist vom katho­li­schen Glau­ben nicht zu trennen.
        Sie ist ‑neben dem hei­li­gen Josef — unse­re mäch­tig­ste Für­spre­che­rin am Thro­ne Gottes.
        Das dürf­te / müss­te dem katho­li­schen Bischof von Rom bekannt sein.
        Maria kann ihr Kind nicht ver­ges­sen — darf da das Kind (der Katho­lik) Maria ‑sei­ne himm­li­sche Mut­ter ein­fach so ver­ges­sen geschwei­ge denn noch nicht­mals ihren Namen erwähnen?

      • Und Maria ist nicht „neben dem hei­li­gen Josef“ die mäch­tig­ste Fürsprecherin.
        Sie ist nach der Leh­re der Kir­che allei­ne und mei­len­weit ent­fernt von jedem Men­schen sonst die allei­ni­ge mäch­tig­ste Fürsprecherin.
        Der hei­li­ge Josef ist erst ganz spät, genau­ge­nom­men erst voll­kom­men nach dem Kon­zil so über­höht wor­den. Erst Johan­nes XXIII. hat ihn in den Mess­ka­non hineingenommen.
        Noch Pius IX. hat­te das kate­go­risch abge­lehnt! (Auch wenn er ihn natür­lich an ande­rer Stel­le gewür­digt hatte.

        Die Rol­le Mari­ens ist von einer Tie­fe, die uns die Betrach­tung auf ihr unbe­fleck­tes Herz (das außer ihr kein gewöhn­li­cher Mensch hat­te) erst lang­sam eröffnet.

      • //Der hei­li­ge Josef ist erst ganz spät, genau­ge­nom­men erst voll­kom­men nach dem Kon­zil so über­höht worden// 

        „Über­höht“ ist ein sehr unan­ge­brach­ter Aus­druck. Wol­len Sie damit sagen, dass der hl. Joseph von der Kir­che mehr erhöht wird als ihm zusteht?
        Den hl. Joseph in den Kanon ein­zu­schie­ben war nicht des­halb frag­wür­dig, weil ihm dadurch eine Ehre erwie­sen wird, die ihm nicht gebührt. Der Grund ist viel­mehr, dass der über­lie­fer­te Mess­ka­non bis Papst Pius XII. von allen Pap­sten als unan­tast­bar geach­tet wur­de, prak­tisch andert­halb­tau­send Jah­re lang. Die Ein­fü­gung des hl. Joseph war ein vor­be­rei­ten­der Schritt zum Novus Ordo Missae.

      • @ LL

        Gemach gemach… der hl.Josef ist in der Tat nicht in die­ser über­höh­ten Wei­se ver­ehrt wor­den. Hier wird über eine For­schung dazu berichtet: 

        „Stockend ver­läuft die inner­kirch­li­che Kar­rie­re des „Hand­wer­kers der See­le“. Zwar preist Bern­hard von Clairvaux (1091–1153) Josef als „rein­sten, demü­tig­sten, eif­rig­sten Für­spre­cher“. Doch es soll noch rund 300 Jah­re dau­ern, bis ihm ein Platz im Hei­li­gen­ka­len­der ein­ge­räumt wird: 1479 durch Papst Six­tus IV. Unter Gre­gor XV. wird das Fest, began­gen am 19. März, ein gebo­te­ner Fei­er­tag für die gesam­te Kirche.

        1870, zu Beginn des 1. Vati­ka­ni­schen Kon­zils, erhebt Papst Pius IX. Josef zum Patron der Kir­che (ztschn: lehnt aber sei­ne Nen­nung im Kanon kate­go­risch und hart­näckig ab!). Und 1962 nimmt der Kon­zils­papst Johan­nes XXIII. den Hei­li­gen in den römi­schen Mess­ka­non auf. „Über­ra­schend“, wie Kir­chen­hi­sto­ri­ker urtei­len. Denn spä­te­stens seit Gre­gor dem Gro­ßen (604 gestor­ben) war der Gesamt­text die­ses Kanons nicht ver­än­dert wer­den. Nun heißt es nach der Erwäh­nung Mari­as: „Wir ehren ihren Bräu­ti­gam, den hei­li­gen Josef.“

        Der Quar­tier­ma­cher und Ernäh­rer der „Hei­li­gen Fami­lie“ ist da längst hin­ein­ge­stellt in die ideo­lo­gi­schen Kämp­fe des 19. und 20. Jahr­hun­derts, ein Anti­po­de der Grö­ßen der revo­lu­tio­nä­ren Arbeiterbewegung.“

        Quel­le: http://www.welt.de/kultur/article2917928/Der-Schattenmann-Josef-wird-wiederentdeckt.html

        Es geht nicht dar­um, dass ihm kei­ne Ehre gebüh­re, son­dern dar­um, dass der l. Josef erst mit dem Ent­ste­hen der Klein­fa­mi­lie und den sozia­len Aus­ein­an­der­set­zun­gen über­haupt so ins Zen­trum gerückt ist. Sei­ne „wah­re Vater­schaft“ hat erst der frag­wür­di­ge JPII „lehr­amt­lich“ behauptet.

        Einen fun­dier­te­ren Arti­kel dazu fin­det man hier: http://stjosef.at/artikel/stjosef_gerson.htm

        Dort heißt es u.a.: „Die Stel­lung des hl. Josef grün­det in der Ehe mit Maria, die ihm als jung­fräu­li­che Got­tes­mut­ter das Recht und die Pflicht der Vater­schaft vermittelt.“ 

        Damit sind die tra­dier­ten Maß­stä­be in einem Satz aus­ge­drückt. Es ist, wie dies in jüng­ster Zeit geschieht, den hl. Josef nun zum mas­ku­li­nen Ver­mitt­ler gegen­über Maria hin­stel­len will, nur um ein angeb­lich tra­di­tio­nel­les Fami­li­en­bild wie­der zurechtzubiegen.

        Die Hl. Fami­lie birgt in sich tat­säch­lich gera­de nicht die­ses vor­geb­lich „tra­di­tio­nel­le“ Bild — eben weil die gesam­te Ver­mitt­lung aller Gna­den und auch aller Tätig­keit eben nicht von Josef, son­dern über Maria und ihre Mis­si­on auch auf den Mann ver­mit­telt wird.

        Oder anders: die­ses Bild der Hl. Fami­lie hat etwas mit der Tra­di­ti­on zu tun, die die Tra­di­tio­na­li­sten heu­te nicht ger­ne hören: Es ist die­se Tra­di­ti­on, in der der Mann den Hut vor der Frau zieht, ihr die Türen öff­net, in der er als letz­ter auf dem sin­ken­den Schiff bleibt und erst sie und die Kin­der rettet.

        Davon sind wir so weit ent­fernt wie zu tief­ster heid­ni­scher Zeit!
        Und wer ein­mal nach­sieht, wer der Hl. Josef wirk­lich war, müss­te eigent­lich unwei­ger­lich auf die­se total hin­ge­bungs­vol­le und gerech­te Gestalt kommen!

  3. „Die Gestalt des Vaters scheint in unse­rer heu­ti­gen Kul­tur abhan­den gekom­men zu sein.“
    Von allei­ne ist das nicht pas­siert. Irgend­ei­ne Macht bekämpft den Mann und ver­sucht die Frau über ihn zu stel­len. Ich wür­de sagen wenn Gott Frau wäre von Anfang an wür­de der Angriff genau umge­kehrt lau­fen. Aber wir wol­len nicht ein­sei­tig sein, die Gestalt der Mut­ter steht auch nicht mehr so fest wie es mal war. Es scheint ein kom­pack­tes Pro­gramm zu sein mit sehr vie­len fei­nen Tröpf­chen die stän­dig auf uns fallen.
    Per Mari­am ad Christum.

    • Naja, und wel­che Macht hat dann zuvor Jahr­tau­sen­de lang die Frau bekämpft und tut es noch? („Ich will Feind­schaft set­zen zwi­schen dir und der Frau…“).

      Dass im Westen ein­gie Unge­reimt­hei­ten hin­sicht­lich der Frau­en gera­de fröh­li­che Feste fei­ern, darf nicht dar­über weg­täu­schen, dass die Frau welt­weit so ent­wer­tet ist wie noch nie: Men­schen­han­del, Pro­sti­tu­ti­on gehen den eige­nen Wil­len, Abtrei­bung weib­li­cher Föten in Mil­lio­nen­zah­len, in der Fol­ge Frau­en­raub, Ver­stüm­me­lung der Geni­ta­li­en bei Frau­en in ganz Afri­ka, ich sage nur: die Frau im „I—m“, Aus­beu­tung weib­li­cher Arbeits­kraft für öko­no­mi­schen Wild­wuchs etc. etc.

      Wenn Sie ein­mal außer­halb Euro­pas und außer­halb eines christ­li­chen Ein­zugs­be­rei­ches waren, fal­len Ihnen da Schup­pen von den Augen: es ist wahr, dass der Satan der Feind der Frau ist, das und vor allem das.
      Dass in unse­rem Aqua­ri­um gele­gent­lich das Umge­kehr­te geht, ist dage­gen kein Beweis…

      • „Naja, und wel­che Macht hat dann zuvor Jahr­tau­sen­de lang die Frau bekämpft und tut es noch? („Ich will Feind­schaft set­zen zwi­schen dir und der Frau…“).“
        Und ich dach­te immer das Chri­stus die Wür­de der Frau so hoch gesetzt hat wie es kei­ne ande­re Macht je konn­te und woll­te. Und das ganz ohne Quo­te. Der Angriff des Femi­nis­mus auf den Mann ist für mich ein Stell­ver­tre­ter­krieg, in Wahr­heit ist der Vater im Him­mel das Ziel. Ja so den­ke ich.
        „es ist wahr, dass der Satan der Feind der Frau ist, das und vor allem das.“
        Beson­ders eine Frau ist für ihn ein rotes Tuch und ich glau­be wir ken­nen sie alle. Und die hät­te nie­mals gesagt „Män­ner sind Schwei­ne“ und damit ihren eige­nen Vater und ihrem Sohn ein Zeug­nis wider dem Hei­li­gen Geist ausgestellt.
        „Dass in unse­rem Aqua­ri­um gele­gent­lich das Umge­kehr­te geht, ist dage­gen kein Beweis…“
        Das Wort „Umge­kehrt“ trifft es ihm Zen­trum. Alles „Umdre­hen“.

        Per Mari­am ad Christum.

      • Lie­ber @ Shuca,

        Es ist eine Tat­sa­che, dass wir Men­schen anein­an­der schwer schul­dig wer­den, alle und schon immer.
        Ich woll­te den Blick etwas wei­ten für die Gesamt­si­tua­ti­on auf der Welt. Es ist nicht sach­ge­recht, sich allei­ne auf man­che Umstän­de in einem klei­nen Zeit­fen­ster von ca. 30 Jah­ren hier in Deutsch­land oder im eige­nen Erle­ben zu stür­zen, als sei das stell­ver­tre­tend für die Vor­gän­ge der gan­zen Menschheitsgeschichte.
        Der Mann erdul­det heu­te in Deutsch­land das, was (zuvor) die Frau tau­send­fach und ohne die Mög­lich­keit, sich zu weh­ren, erduldet(e).
        In der Welt drau­ßen steht es um das Los der Frau schlech­ter als je zuvor.
        Inwie­fern habe ich aufgelistet.
        Das hängt natür­lich mit der Feind­schaft des Satans zur Frau zusam­men — womit sonst?

        Ich sehe die Sache so:

        Da die­se Feind­schaft von Gott gesetzt wur­de, nach­dem der Satan die Frau getäuscht und her­ein­ge­legt hat­te, kann man dar­in erken­nen, dass Gott sich zur Frau gestellt hat.
        War­um? könn­te der selbst­mit­lei­di­ge, nicht so gewür­dig­te Mann fragen.
        Weil deren Feind eigent­lich Sein Feind war, und um Sei­net­wil­len hat der Böse die Frau so geprellt und miss­braucht. Gott ist eben wirk­lich treu. Gott hat die Wür­de der Frau in die­sem Satz von Anfang an so hoch gesetzt!
        Isra­el bzw. Maria und die Kir­che stan­den als „Braut“ für die­se Frau­en­auf­fas­sung. Gott und die Frau haben die­sen Feind.

        Tat­säch­lich hat Gott die Frau weit­ge­hend aus­ge­nom­men aus den kras­sen Ver­feh­lun­gen der Mensch­heit. Ich weiß, dass man das nicht ger­ne hört in Tra­di­k­rei­sen, aber all das Leid und die Not der Geschich­te, ist fast aus­nah­mes­los von Män­nern erfun­den, ange­packt und durch­ge­zo­gen wor­den. Nur sel­ten ist da ein­mal eine bös­ar­ti­ge Frau mit im Spiel. Wenn Frau­en dage­gen Macht haben, sind sie über­durch­schnitt­lich häu­fig sogar aus­ge­zeich­ne­te Poten­ta­tin­nen. Das ist im AT schon so, aber auch in unse­rer Geschichte.
        Mas­siv deut­lich wird dies auch in der Pas­si­on Chri­sti: es sind NUR Män­ner, die ihn ver­ur­tei­len, ver­las­sen, ver­ra­ten und töten. Es sind (aus­ge­nom­men Johan­nes) aber NUR Frau­en, die ihn frei­wil­lig stüt­zen, ver­ste­hen, bekla­gen, mit unters Kreuz gehen und IHN am Oster­mor­gen aktiv suchen.
        M.E. muss­te das so sein, so lan­ge Israel/die Kir­che — für die die Frau ja steht und stand, mis­sio­nie­rend wirkte.

        Mit dem Abster­ben der Kir­che geht auch die Ver­nich­tung der Frau ein­her: in die­ser End­zeit wird die Frau wie die Kir­che total zer­stört, mehr und bru­ta­ler als je zuvor. Insze­niert vom Mann und sei­nen som­nam­bu­len Hel­fe­rin­nen. Beden­ken Sie, dass alle poli­ti­schen Exzes­se des 20. Jh erschreckend „frau­en­los“ waren — mehr als jede ande­re Pha­se der Geschich­te zuvor. Und das Vati­ca­num II ist in der Kir­che der aus­schließ­lich von Män­nern gestrick­te Tod der Braut Christi.

        Und dass dabei manch unschul­di­ger Mann durch die Frau gro­ßes Leid erfährt — stattgegeben!
        Man darf aber den gro­ßen Zshg. nicht aus dem Auge ver­lie­ren und nichts ist schö­ner als ein wirk­lich gläu­bi­ger und geist­ge­form­ter Mann: ein Klein­od, nach dem sich eine gerech­te Frau sehnt!

      • lie­be @zeitschnur
        Ich schrei­be mal wie ich auch manch­mal denke.
        „So nimm denn mei­ne Hän­de und füh­re mich, bis an mein selig Ende und ewiglich.“
        Das gilt natür­lich für bei­de Geschlech­ter und auch für die, die sich nicht sicher sind was sie sind.
        Per Mari­am ad Christum.

  4. Als pro­mo­vier­te Aka­de­mi­ke­rin (Gei­stes­wis­sen­schaf­ten) möch­te ich mich auch zu die­sem The­ma äußern:
    In mei­nem Bekann­ten­kreis befin­det sich ein Ärz­te­ehe­paar, das die­se The­ma­tik auf wun­der­ba­re Art zu lösen weiß. Sie haben eine Gemein­schafts­pra­xis, so dass wochen­tags an einem hal­ben Tag der Vater den Kin­dern die akti­ve Vater­ver­ant­wor­tung gibt und den ande­ren hal­ben Tag die Mut­ter den Kin­dern die akti­ve Mut­ter­ver­ant­wor­tung gibt. Das ist eine gute Art wie der Vater den Kin­dern sei­ne akti­ve Zuwen­dung geben kann. In der Wirt­schaft und ande­ren Berei­chen müs­sen mehr Mög­lich­kei­ten geschaf­fen wer­den, dass Ehe­paa­re Fami­lie und Beruf bes­ser mit­ein­an­der tei­len kön­nen. Mei­ne Mut­ter war eben­so Ärz­tin und hat mit mei­nem Vater (Künst­ler & Krieg­ver­sehr­ter) die Fami­li­en­ar­beit geteilt. Es geht dar­um sinn­voll mit­ein­an­der zu tei­len. Das muss nicht nur für Aka­de­mi­ker mög­lich sein. Vie­le Kin­der lei­den unter der zu lan­gen, berufs­be­ding­ten Abwe­sen­heit ihrer Väter.

  5. Also wenn die­se Wor­te von ihm selbst stam­men, dann muss ich aus­nahms­wei­se Papst F. Respekt dafür zol­len. Die­se Gedan­ken erin­nern bei­na­he an Joseph Ratz­in­ger und stel­len für mich als auf­merk­sa­men Leser eine gro­ße Aus­nah­me in den Äuße­run­gen Ber­go­gli­os dar. Er, der sonst immer die­se Tie­fe in sei­nen Pre­dig­ten ver­mis­sen lässt wirkt hier sehr ver­än­dert. Aber mal abwar­ten wie lan­ge das noch anhält.

  6. Als ein­fa­che unbe­darf­te See­le möch­te ich jen­seits des theo­lo­gi­schen Dis­kur­ses-so wich­tig das auch ist und sein muss-etwas den lie­ben Ordensleuten(-die ich in mei­nem Leben immer sehr ver­ehrt habe-die mir auch so vie­les gesch­nenkt haben auf dem Weg des Glau­bens) ver­trau­ens­voll übergeben.Die Klö­ster und reli­giö­sen Gemein­schaf­ten sind die Kraft­zen­tren der Kir­che. Die beten­den, erho­ben Arme Moses-von denen soviel vom Sieg oder der Nie­der­la­ge der geist­li­chen Kräf­te abhängt.Ich muss mich fast ent­schul­di­gen dass ich wie­der mit mei­nem Lieb­lings­hei­li­gen St. Bern­hard spre­chen möchte.Zum heu­ti­gen Fest sind von ihm drei ser­mo­nes überlifert.Im letz­ten, ganz am Schluss sei­ner Ermah­nung sagt er von den drei han­deln­den Personen:Josef, Maria und Jesus:Josef-virilis con­stan­tia-Maria-spi­ri­tua­lis, puri­ta­tis con­ti­nen­tia, Jesus humi­lis conscientia.Ich glau­be, das könn­te uns allen hel­fen, das Licht Chri­sti weit leuch­ten lassen.Von Josef, die Bestän­dig­keit-sich nicht abbrin­gen las­sen von äusse­ren und inne­ren Schwierigkeiten,galt er doch als der Vater Jesu bei den Juden.Von Maria der All­rei­nen Jung­frau die Rein­heit des Her­zens erbit­ten und in ste­tem Rin­gen so den Gelüb­den getreu zu blei­ben. Von Jesus jenes demü­ti­ge Bewusst­sein des Kin­des in sei­ner Ein­fach­heit( ein Kind hat kei­ne abge­ho­be­nen Spe­ku­la­tio­nen-es ist ein­fach und dar­in liegt sei­ne gan­ze Kraft der Per­sön­lich­keit ) in sei­ner offe­nen hei­tern Art in Gehor­sam und Lie­be einzuüben.Ich mei­ne, das wäre für die gan­ze hl.Kirche ein ganz gro­sses Geschenk-dem ich mich als letz­te unwür­di­ge See­le ger­ne anschlie­sse-und auch Jeder und Jedem im Ordens­stan­de dar­ob herz­lich danke.

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