Die Todesschüsse von Paris kommen aus der Mitte des Islam — Islam und Gewalt (9)

Dschihadist aus Deutschland
Dschi­ha­dist aus Deutsch­land (Islam in Euro­pa Export-Import)

Der Koran ist kein „Buch der Lie­be“, son­dern mit sei­nen zahl­rei­chen Gewalt-Auf­ru­fen gegen „Ungläu­bi­ge“ eine Anlei­tung für den gewalt­tä­ti­gen Dschi­had. Allah mag barm­her­zig sein gegen­über den Mus­li­men. Für die übri­ge Mensch­heit ist der Islam „eine Reli­gi­on zum Fürch­ten“ (focus).

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker

Die ISla­mi­sten und Dschi­ha­di­sten-Grup­pen welt­weit zäh­len zur isla­mi­schen Strö­mung der sala­fi­sti­schen Reak­ti­on. Die ori­en­tiert sich strikt an Koran und Früh-Islam. So ist die­se Bewe­gung bereits im Ansatz into­le­rant gegen­über ande­ren Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen. Denn der Koran ver­ket­zert alle Anders­gläu­bi­ge als „Ungläu­bi­ge“. In zahl­rei­chen Auf­ru­fen for­dert Moham­med die Mus­li­me auf, die­se angeb­li­chen „Fein­de Allahs“ in Got­tes Namen mit Gewalt, Ver­fol­gung und Tod zu über­zie­hen: ‚Tötet die Ungläu­bi­gen, wo immer ihr sie fin­det’ (vgl. Sure 4,89, 9,5 und ande­re Stel­len).

In Deutsch­land hat sich die Zahl der Sala­fi­sten in weni­gen Jah­ren auf 6.300 ver­drei­facht. Davon könn­ten sich nach Schät­zun­gen der Sicher­heits­be­hör­den bis zu 1.800 dem ISla­mi­sti­schen Dschi­had in Syri­en ange­schlos­sen haben.

Gewalt ist vorwiegend ‚männlich’

Die deut­schen Sala­fi­sten sind mit drei „M“ zu kenn­zeich­nen: männ­lich, mus­li­misch und mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Gegen die gewalt­be­rei­ten Sala­fi­sten demon­strier­ten kürz­lich 2000 männ­li­che Hoo­li­gans in Köln – mit Hass­pa­ro­len und Gewalt­tä­tig­kei­ten. Die­se dump­fen Fuß­ball-Machos sind zwar – ähn­lich wie die orga­ni­sier­ten Rocker — weit­ge­hend unpo­li­tisch, kön­nen aber leicht von der rech­ten Sze­ne instru­men­ta­li­siert wer­den. Die gewalt­be­rei­ten Neo-Nazis sind eben­falls vor­wie­gend männ­lich.

Lin­ke Machos sind in den Grup­pen der ‚Auto­no­men’ orga­ni­siert, genau­so schwarz gewan­det, ver­mummt und gewalt­be­reit wie die ISla­mi­sten. Die straf­fäl­li­gen Gewalt­ta­ten aller links­ex­tre­men Grup­pen sind ähn­lich hoch wie die der rech­ten.

Zu ergän­zen ist die­se Rei­hung mit der Fest­stel­lung, dass etwa 90 Pro­zent der Gewalt­fil­me, Bru­tal-Vide­os und Egos­hoo­ter-Spie­le von männ­li­chen Jugend­li­chen und Erwach­se­nen gese­hen bzw. gespielt wird.

Wenn aber bei solch gegen­sätz­li­chen Grup­pen wie säku­la­ren Links- und Rechts­ex­tre­men, reli­giö­sen Isla­mi­sten und unpo­li­ti­schen Frei­zeit-Machos Gewalt haupt­säch­lich von Män­nern ver­übt wird, dann ist die The­se nahe­lie­gend, dass Aggres­si­vi­tät in der männ­li­chen Erb­an­la­ge ver­an­kert ist. Frei­lich bedeu­tet der Erb­code kei­ne Deter­mi­na­ti­on zu aggres­si­vem Leben. Denn das gene­ti­sche Kraft- und Akti­vi­täts­po­ten­ti­al kann und muss durch Sozia­li­sa­ti­on und gesell­schaft­li­che Ori­en­tie­rung kana­li­siert wer­den. Dar­in besteht im Wesent­li­chen der Pro­zess von mensch­li­cher Zivi­li­sa­ti­on und Kul­tur.

Erfolg­rei­che Len­kung von männ­li­cher Aggres­si­vi­tät geschieht in den Berei­chen Sport und Tech­nik. Die Ver­tei­lung der Lehr­be­ru­fe auf tech­ni­sche Spar­ten bei jun­gen Män­nern sowie auf Bedienungs‑, Lehr- und Pfle­ge­be­ru­fe bei jun­gen Frau­en belegt sowohl die gene­ti­schen Unter­schie­de von Män­nern und Frau­en wie auch die gesell­schaft­li­che Bewäl­ti­gung die­ser Dif­fe­ren­zen. (Im Übri­gen wider­le­gen die­se Erfah­run­gen die Gen­der-Theo­rie, nach der das Ver­hal­ten von Män­nern und Frau­en aus­schließ­lich Ergeb­nis gesell­schaft­lich-kul­tu­rel­ler Zuschrei­bung wäre.)

Islamzentrierte Gewaltbereitschaft bei muslimischen Männern

„Die IS-Kämp­fer ver­kör­pern all das, was im Lau­fe der Zivi­li­sa­ti­on kana­li­siert wur­de: die sexu­el­len und destruk­ti­ven Ener­gien jun­ger Män­ner.“ Das bemerkt der nie­der­län­di­sche Schrift­stel­ler Leon de Win­ter in einem Zei­tungs­bei­trag. „Der Dschi­had kann die­sen Zivi­li­sa­ti­ons­pro­zess umkeh­ren. In unse­rer west­li­chen Welt wird schon im Kin­der­gar­ten jede Form von Aggres­si­on unmit­tel­bar sank­tio­niert. Unse­re Söh­ne kön­nen ihre (sexu­el­len) Ener­gien nur im Sport und bei aggres­si­ven Com­pu­ter­spie­len aus­agie­ren.“ Die Dschi­ha­di­sten dage­gen könn­ten ihre Phan­ta­sien in der Rea­li­tät aus­le­ben. Der Dschi­had brin­ge „die unge­hin­der­te Herr­schaft des Rohen, die es erlaubt, zu erobern, zu töten, zu zer­stö­ren, zu ver­ge­wal­ti­gen“.

Aber die­se Gewalt von Dschi­ha­di­sten-Grup­pen auf der gan­zen Welt fällt nicht vom Him­mel, son­dern erwächst immer wie­der neu aus dem Aggres­si­ons-Poten­ti­al des Islam in Geschich­te und Leh­re – auch des soge­nann­ten gemä­ßig­ten Islam. Schon lan­ge vor dem Anwach­sen des Sala­fis­mus in Deutsch­land hat­te der Jugend­for­scher Wil­helm Heit­mey­er bei (männ­li­chen) tür­ki­schen Jugend­li­chen „ein erheb­li­ches Aus­maß an islam­zen­trier­ter Gewalt­be­reit­schaft“ fest­ge­stellt. Bei der Daten­er­he­bung Mit­te der 90er Jah­re gaben etwa ein Drit­tel der befrag­ten Mus­li­me an, mit phy­si­scher Gewalt für die isla­mi­sche Gemein­schaft und den Glau­ben kämp­fen zu wol­len, „wenn es der isla­mi­schen Gemein­schaft dient“. Knapp ein Vier­tel der jun­gen Mus­li­me war bereit, im isla­mi­schen Dschi­had Ungläu­bi­ge zu töten. Eine neue­re Stu­die bestä­tigt die signi­fi­kant höhe­re Gewalt­be­reit­schaft bei mus­li­mi­schen Jugend­li­chen.

Wenn die Ver­mu­tung zutrifft, dass die gewalt­be­rei­ten Mus­li­me zur isla­misch sozia­li­sier­ten Kern­ge­mein­de gehö­ren, dann kom­men die mus­li­mi­schen Gewalt- und Tötungs­phan­ta­sien aus der Mit­te des Islam, grund­ge­legt in der isla­mi­schen Urschrift.

Es gibt zahl­rei­che Auf­li­stun­gen von aggres­si­ven Koran-Stel­len. Die Zahl der kora­ni­schen Schwert-Ver­se und Gewalt-Auf­for­de­run­gen liegt bei etwa fünf­zig. Bei der sala­fi­sti­schen Koran-Lek­tü­re als wort­ge­treue Aus­le­gung für die Gegen­wart wer­den die­se Kampf­wor­te gegen die ‚Ungläu­bi­gen’ als unmit­tel­ba­re Befeh­le an die Mus­li­me ver­mit­telt.

„Ich tu meinen (kriegerischen) Job für Allah“

Ein geleh­ri­ger Koran-Schü­ler der Sala­fi­sten-Sze­ne war der jugend­li­che Kresh­nik B. Er ließ sich von Dschi­had-Pre­di­gern und sala­fi­sti­schen Freun­den für den Glau­bens­kampf der ISla­mi­sten anwer­ben. „Ich gehe kämp­fen, tu mei­nen Job für Allah“, schrieb der 19jährige an sei­ne Schwe­ster auf dem Weg nach Syri­en.

Kürz­lich stand der Rück­keh­rer in Frank­furt vor Gericht. Dort beschrieb er sei­ne Moti­va­ti­ons­ent­wick­lung vom schlech­ten Schü­ler zum ange­streb­ten Kampf­hel­den für die Sache Allahs. Er woll­te mit den mus­li­mi­schen Glau­bens­brü­dern in Syri­en soli­da­risch sein, mit sei­nen Kräf­ten hel­fen und den „Unter­drück­ten“ bei­ste­hen. Das sind zwei­fel­los ehren­wer­te Moti­ve, aber mit wel­chen Metho­den ange­strebt?

In Syri­en ange­kom­men, lei­ste­te er einen Treue-Schwur auf den mar­tia­li­schen Islam­staat und ließ sich am Sturm­ge­wehr aus­bil­den. Als sei­ne Schwe­ster ihn zur Rede stell­te und zurück­ho­len woll­te, recht­fer­tig­te er sich so: „Ich bin wegen mei­ner Reli­gi­on hier. Im Koran steht: ‚Tötet sie, wo immer ihr sie fin­det’.“ Das ist der Kern­satz der Sure 9,5: „…tötet die (ungläu­bi­gen) Poly­the­isten, wo immer ihr sie fin­det; nehmt sie gefan­gen oder bela­gert sie und lau­ert ihnen auf allen Wegen auf.“ Die ira­ki­schen Jesi­den gel­ten den ISla­mi­sten als Poly­the­isten.

Aus dem Radi­ka­li­sie­rungs­pro­zess des Kre­schnik B. erkennt man die mie­se Metho­de mus­li­mi­scher Sala­fi­sten, Hel­fer-Moti­ve von Jugend­li­chen auf die Müh­len des aggres­si­ven Dschi­hads zu len­ken. Der wird als Allahs Wil­le und Weg legi­ti­miert und mit Koran­ver­sen zum Kampf gegen die Ungläu­bi­gen unter­mau­ert. Erst als Kresh­nik merk­te, dass die ISla­mi­sten neben Chri­sten und Jesi­den auch mus­li­mi­sche Schii­ten und gemä­ßig­te Sun­ni­ten bekämpf­ten und töte­ten, wur­de er skep­tisch und ließ sich zur Rück­kehr bewe­gen.

Kampflieder für die Scharia und gegen Demokratie

An dem Fall des Gang­s­ta Rap­pers Denis Cus­pert ist zu erken­nen, dass ein aggres­si­ver Islam Macho-Typen anzieht. Cus­pert ver­kehr­te als Jugend­li­cher in kri­mi­nel­lem Milieu. Er nahm als Rap-Sän­ger den Künst­ler­na­men Deso Dogg an – Deso als Abkür­zung für devil’s son, Sohn des Teu­fels. In sei­nen Songs schrie er sei­ne Wut und Gewalt­phan­ta­sien gegen die Gesell­schaft her­aus – bis er den Sala­fi­sten-Pre­di­ger Pierre Vogel traf. Der zeig­te ihm den Weg für neue Zie­le sei­ner Aggres­sio­nen: In Allahs Namen gegen Ungläu­bi­ge zu kämp­fen. Seit­her singt Cus­pert isla­mi­sche Kampf­lie­der gegen die „Kuf­f­ar“. Von sei­nen Anhän­gern wird er als „Löwe Allahs“ gefei­ert. In sei­nem Abschieds­vi­deo auf dem Weg nach Syri­en erklärt er Deutsch­land zum Kriegs­ge­biet – als Ziel von Angrif­fen, wenn er und die ande­ren zurück­kom­men. Denn als Mus­lim sei er „für die Scha­ria und gegen Demo­kra­tie“.

Cus­pert nimmt in Syri­en an Kampf­ein­sät­zen teil. Nach einer Kriegs­ver­wun­dung wird er als poten­ti­el­ler Kampf­mär­ty­rer gefei­ert, der bereit sei, für Allah den Hel­den­tod zu ster­ben. Cus­perts Gewalt­phan­ta­sien schei­nen sich erfüllt zu haben. Er fühlt sich wohl bei sei­ner neu­en ‚Gang’, den ech­ten Krie­gern Allahs und wah­ren Män­nern. Sei­ne ehe­ma­li­gen mus­li­mi­schen Freun­de in Deutsch­land nennt er ver­ächt­lich „Schnecken, die weich und lang­sam sind“. Sie sei­en „Angst­ha­sen­pre­di­ger, die Tee trin­ken und Son­nen­blu­men­ker­ne essen wie Frau­en“. Er als mus­li­mi­scher Front­kämp­fer dage­gen habe viel geop­fert auf dem Weg von Allah: Gesund­heit, Fami­lie und Frei­heit (!). Denn im Treue­schwur auf den tota­li­tä­ren ‚Isla­mi­schen Staat’ wird bedin­gungs­lo­ser Gehor­sam gefor­dert. Dage­gen sei­en die Zurück­ge­blie­be­nen in Deutsch­land „Mut­lo­se, Fake-Mus­li­me, Ungläu­bi­ge“. Cus­perts Bot­schaft an sie: „Möge Allah … sie zu wah­ren Män­nern machen.“

Der salafistische Hintergrund der Pariser Massen-Mörder

Die Radi­ka­li­sie­rungs­kar­rie­re des Denis Cus­pert ist ver­gleich­bar mit der des jün­ge­ren Pari­ser Mas­sen-Mör­ders. Ché­rif Kou­achi leb­te als Jugend­li­cher im „west­li­chen Stil“. Er lieb­te Rap-Musik und schö­ne Frau­en, bevor er in den Bann des radi­ka­len isla­mi­schen Pre­di­ger Farid Benyet­tou gezo­gen wur­de. Der sala­fi­sti­sche Pre­di­ger warb jun­ge Frei­wil­li­ge für den Dschi­had im Irak an, um dort gegen die US-Trup­pen zu kämp­fen. Ché­rif wur­de wegen sei­ner Dschi­had-Plä­ne und Gewalt­auf­ru­fe zu drei Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Im Gefäng­nis lern­te er den noch radi­ka­le­ren Isla­mi­sten Dja­mel Beghal ken­nen. Unter des­sen Ein­fluss prak­ti­zier­te er einen „sehr stren­gen Islam“. Außer­dem lern­te Ché­rif Kou­achi dort den Ame­dy Couli­ba­ly ken­nen, den drit­ten Pari­ser Atten­tä­ter. Bei­de waren an Plä­nen betei­ligt, den inhaf­tier­ten Isla­mi­sten Smaï n Aï t Ali Bel­ka­cem aus dem Gefäng­nis zu befrei­en. In die­ser Sache wur­de Couli­ba­ly Ende 2013 zu einer Haft­stra­fe ver­ur­teilt. Couli­ba­ly hat sich als ISla­mist bekannt, als er in enger Abstim­mung mit den Kou­achi-Brü­dern einen kosche­ren Super­markt über­fiel und Gei­seln nahm. Alle drei mus­li­mi­schen Mör­der von Paris stell­ten sich als aggres­si­ve Kraft­mei­er dar.

Harte muslimische Macho-Männer für den islamischen Krieg und Sieg

Fatal ist, dass die­ses über­stei­ger­te mus­li­mi­sche Män­ner­bild in den Über­lie­fe­run­gen von Koran, Hadith und isla­mi­scher Tra­di­ti­on ver­an­kert ist. Nach isla­mi­schem Zivil­recht steht der Mann über der Frau mit deut­lich mehr Rech­ten. Moham­med rich­te­te sei­ne Bot­schaf­ten fast aus­schließ­lich an die mus­li­mi­schen Män­ner. Die beherr­schen und gestal­ten seit­her weit­ge­hend allein das öffent­li­chen Leben in isla­mi­schen Län­dern. Im isla­mi­schen Para­dies sieht man eben­falls vor­wie­gend Män­ner – (Jung-)Frauen „mit keusch gesenk­tem Blick“ haben allen­falls als Lohn-Ver­gnü­gen für die Män­ner zur Ver­fü­gung zu ste­hen.

Für Moham­meds Feld­zü­ge sowie die Raz­zi­en, Über­fäl­le und Kriegs­zü­ge der Kali­fen brauch­te man den Typ des har­ten, opfer­be­rei­ten isla­mi­schen Krie­gers. Trä­ge und zau­dern­de Män­ner soll­ten daheim blei­ben „bei Frau­en, Kin­dern und Schwa­chen“ (vgl. Sure 9,46). Wer aber „mit Gut und Blut für Allahs Reli­gi­on gegen die Ungläu­bi­gen kämpft“ (vgl. 9,81), denen sei die Glück­se­lig­keit berei­tet: „Mögen sie nun töten oder getö­tet wer­den“ – das Para­dies wäre den Krie­gern sicher wie in einem Kauf­ver­trag. Dafür bür­ge Allah (vgl.Sure 9,111).

Selbstmordattentäter als Vorbilder in der islamischen Welt gefeiert

Neben den para­die­si­schen Lohn­ver­spre­chen spie­len für die mus­li­mi­schen Atten­tä­ter und Krie­ger auch irdi­sche Beloh­nun­gen eine nicht unbe­trächt­li­che Rol­le – wie Beu­te, Anse­hen, Reich­tum, Herr­schaft etc.

Im West­jor­dan­land wer­den Selbst­mord­at­ten­tä­ter, die Zivi­li­sten, Frau­en und Kin­der auf dem Gewis­sen haben, mit Stra­ßen­na­men geehrt. Auch Schu­len, Kul­tur­in­sti­tu­te und Som­mer­fe­ri­en­la­ge für palä­sti­nen­si­sche Kin­der benennt man nach Sui­zid-Krie­gern. Das geschieht mit Bil­li­gung und oft auf Initia­ti­ve der gemä­ßig­ten Regie­rung der Al-Fatah-Par­tei in den West­banks. Im Gaza-Strei­fen unter der Herr­schaft der Hamas ist der Kult von Selbst­mord­at­ten­tä­ter erst recht öffent­li­che Pra­xis. Unter den Schul­kin­dern kur­sie­ren mil­lio­nen­fach die Bil­der von Juden­tö­tern. Erst kürz­lich fei­er­ten die Hamas-Anhän­ger vor lau­fen­den Kame­ras die Jeru­sa­le­mer Syn­ago­gen-Mör­der als mus­li­mi­sche Hel­den.

Ross und Reiter nennen für die Herkunft islamischer Gewalt

Nach den Pari­ser Mas­sen­mor­den unter den Kampf­ru­fen „Allah ist groß“ und „Moham­med gerächt“ haben evan­ge­li­sche und katho­li­sche Chri­sten, Juden und Mus­li­me ein Mani­fest unter dem Titel her­aus­ge­ge­ben: „Im Namen Got­tes darf nicht getö­tet wer­den!“ Damit nah­men sie die zen­tra­le Aus­sa­ge der Regens­bur­ger Vor­le­sung von Papst Bene­dikt wie­der auf: ‚Gewalt ist der Ver­nunft und dem Wesen Got­tes zuwi­der.’ Die­sem theo­lo­gi­schen Resü­mee des ost­kirch­li­chen Kai­sers Manu­el stimm­te der Theo­lo­gen-Papst aus­drück­lich zu.

Die aktu­el­le Erklä­rung rich­tet sich der Sache nach ins­be­son­de­re an den Islam und sei­ne Anhän­ger: Sie soll­ten ihre Reli­gi­on nicht für Gewalt und Krieg miss­brau­chen. Aber in der isla­mi­schen Urschrift und im Han­deln Moham­meds ist ein sol­ches Gewalt­ver­bot nicht ver­an­kert. Im Gegen­teil: Moham­med hat wie kein ande­rer Reli­gi­ons­stif­ter Gewalt im Namen Allahs und gegen Anders­gläu­bi­ge legi­ti­miert.

Die bis­her zitier­ten und ande­ren Koran­stel­len spre­chen aus­drück­lich vom Krieg für Allah und gegen Ungläu­bi­ge. Somit wird in der isla­mi­schen Urschrift ein ‚Reli­gi­ons­krieg’ pro­pa­giert. Von den mus­li­mi­schen Kämp­fern muss als ‚Got­tes­krie­gern’ gespro­chen wer­den. Dar­über hin­aus wird den töten­den und getö­te­ten Krie­gern von Allah himm­li­sche Beloh­nung ver­spro­chen. Moti­ve und Zie­le der isla­mi­schen Krie­ge sowie Fein­de und Fol­gen sind damit reli­gi­ös bestimmt. „Solan­ge die (reli­giö­sen) Kampf­auf­ru­fe Moham­meds und der Kali­fen nicht für alle Zei­ten für ungül­tig erklärt wer­den, wird der Islam sein Gewalt­pro­blem nicht los­wer­den,“ sag­te kürz­lich die Islam­wis­sen­schaft­le­rin Chri­sti­ne Schirr­ma­cher der Rhei­ni­schen Post.

Ange­sichts der Tat­sa­che, dass der über­wäl­ti­gen­de Anteil der reli­gi­ös moti­vier­ten Ter­ro­ri­sten aus der isla­mi­schen Tra­di­ti­on kommt, sind die Islam­ver­bän­de zur Kri­tik der kora­ni­schen Gewalt­auf­ru­fe auf­ge­for­dert. Sie kön­nen sich nicht mehr mit rei­nen Sym­bol­hand­lun­gen wie Mahn­wa­chen aus der Ver­ant­wor­tung steh­len. Sie müs­sen end­lich Ross und Rei­ter nen­nen, die für die mus­li­mi­schen Gewalt­ex­zes­se welt­weit ver­ant­wort­lich sind – seit 1400 Jah­ren. Auch in die­sem Punk­te hat­te Papst Bene­dikt den rich­ti­gen Hin­weis zitiert: Von Moham­meds Han­deln und Auf­ru­fen geht die isla­mi­sche Gewalt aus.

Nietzsche: Der Islam ist aus Männer-Instinkten entstanden

Im Zusam­men­hang von krie­ge­ri­scher Männ­lich­keit sind die Aus­füh­run­gen von Fried­rich Nietz­sche inter­es­sant: Die Islam-Kul­tur – so will es der beken­nen­de „Anti­christ“ wis­sen — „ver­dankt ihre Ent­ste­hung Män­ner-Instink­ten“. Christ­li­che Theo­lo­gen und Kir­chen­vä­ter dage­gen wie Augu­sti­nus etwa sei­en „unsau­be­re Gesel­len“, denen von Natur aus die­ser „rein­li­che Instinkt“ feh­le: „Unter uns, es sind nicht ein­mal Män­ner … Wenn der Islam das Chri­stent­hum ver­ach­tet, so hat er tau­send Mal Recht dazu: denn der Islam hat Män­ner zur Vor­aus­set­zung.“

Das Christentum lehnt einen kriegerischen Männerkult ab

Nietz­sche hat­te schon rich­tig erfasst, dass das Chri­sten­tum mit einem krie­ge­ri­schen Män­ner- und Hel­den­kult nichts anfan­gen konn­te. Die­se Abnei­gung ist in Jesu Chri­sti Bot­schaft von der Got­tes­herr­schaft grund­ge­legt. Die kann – im Unter­schied zu Allahs Herr­schaft – weder mit akti­ver Tötungs­ge­walt noch mit Kampf­tod erreicht wer­den. Chri­stus pre­dig­te einen Gott und eine Reli­gi­on der Lie­be – bis hin zu Fein­des­lie­be – und ver­bürg­te sich für die­se Leh­re bis zum erlit­te­nen Tod am Kreuz.

An Ste­pha­nus, dem ersten Mar­ty­rer der jun­gen Kir­che, wird der him­mel­wei­te Unter­schied zu den mus­li­mi­schen Kampf­mis­si­ons­kon­zept und Sui­zid­krie­gern deut­lich: Ste­pha­nus führ­te mit gelehr­ten Juden ein mis­sio­na­ri­sches Streit­ge­spräch über die Aus­le­gung der Schrift. Sei­ne Geg­ner ver­such­ten ihm Got­tes­lä­ste­rung zu unter­stel­len. Als er schließ­lich den auf­er­stan­de­nen Chri­stus als Sohn Got­tes bezeug­te, „stie­ßen sie ihn zur Stadt hin­aus und stei­nig­ten ihn“. Ste­phan aber bete­te noch im Ster­ben für die, die sich ihm zu Fein­den gemacht hat­ten: „Herr, rech­ne ihnen die­se Sün­de nicht an.“

Schwerter zu Instrumenten der Nächstenliebe

Die Kir­chen­vä­ter und spä­ter die Ger­ma­nen-Mis­sio­na­re leg­ten Wert und Mühe dar­auf, das krie­ge­ri­sche Män­ner­ide­al der grie­chisch-römi­schen Anti­ke zu dekon­stru­ie­ren. Das gelang vor­züg­lich mit der histo­ri­schen Per­son und spä­ter der Iko­no­gra­phie des hl. Mar­tin: Der jun­ge römi­sche Krie­ger Mar­ti­nus – nach dem römi­schen Kriegs­gott Mars benannt – zer­schnitt mit dem Schwert sei­nen Offi­ziers­man­tel, um ihn mit einem Bett­ler zu tei­len. Er benutz­te damit sei­ne Kriegs­waf­fe als Instru­ment der Näch­sten­lie­be. Die­se christ­li­che Iko­ne soll­te das Män­ner- und Krie­ger­bild der Völ­ker Euro­pas ent­schei­dend ver­än­dern, durch Ver­christ­li­chung zivi­li­sie­ren. Es gelang den christ­li­chen Mis­sio­na­ren, St. Mar­tin sogar zum Reichs­hei­li­gen der wahr­lich krie­ge­ri­schen Fran­ken zu machen.

Mit dem Auf­kom­men der adli­gen Rit­ter­schaft im begin­nen­den Hoch­mit­tel­al­ter war die Kir­che mit der weit ver­brei­te­ten Feh­de-Gewalt­tä­tig­keit kon­fron­tiert. Dage­gen enga­gier­ten sich Bischö­fe und Mön­che in der „Got­tes­frie­den-Bewe­gung“. Im 12. Jahr­hun­dert arbei­te­ten der Ordens­grün­der Bern­hard von Clairvaux und ande­re Kir­chen­leu­te das Ide­al eines christ­li­chen Rit­ters her­aus, der sei­ne Kraft und Waf­fen aus­schließ­lich zum Schutz von Schwa­chen, Wehr­lo­sen und Pil­gern ein­set­zen soll­te.

Religiöse Irrwege von Gewaltstrategien

Es soll aber nicht ver­schwie­gen wer­den, dass von Theo­lo­gen und Päp­sten des Mit­tel­al­ters auch Gewalt­stra­te­gien aus­gin­gen, die im Wider­spruch zu der biblisch-christ­li­chen Bot­schaft stan­den. Dabei wur­de Gewalt nicht unter den restrik­ti­ven Bedin­gun­gen des bel­lum justum gerecht­fer­tigt, son­dern zum Zie­le von Macht, Besit­zer­wei­te­rung oder Erobe­run­gen ange­wandt. Ins­be­son­de­re erlag die Kir­che der Ver­su­chung, welt­lich-staat­li­che Gewalt für ihre Zie­le ein­zu­bin­den oder gar selbst aus­zu­üben. Die­se Zusam­men­hän­ge beleuch­tet Pro­fes­sor Mar­tin Rhon­hei­mer in sei­nem Buch: Chri­sten­tum und säku­la­rer Staat, Frei­burg 2012.

Aber die­se gele­gent­li­chen kir­chen­po­li­ti­schen Macht- und Gewalt­stra­te­gien waren nicht oder kaum aus der christ­li­chen Urschrift zu recht­fer­ti­gen (wie das im Islam leicht zu hand­ha­ben ist). Und – auch das im Unter­schied zum Islam – fand die eccle­sia sem­per refor­man­da immer wie­der zurück zu den neu­te­sta­ment­li­chen Kern­aus­sa­gen in den Fra­gen von Gewalt und Staat, die da lau­ten:
â–ª „Stecke dein Schwert in die Schei­de, Petrus.“ Der Men­schen­sohn und sei­ne Gemein­de kämp­fen für ihren Glau­ben nicht mit Feu­er und Schwert. Sowie:
â–ª „Gebt dem Kai­ser, was des Kai­sers ist, und Gott, was Got­tes zukommt.“ Damit ist der christ­li­che Dua­lis­mus von Kirche/Religion und Staat grund­ge­legt bzw. der Gewal­ten­ein­heit von reli­giö­sen und poli­ti­schen Insti­tu­tio­nen eine Absa­ge erteilt.
Bei den Fra­gen zu Gewalt und Poli­tik besteht ein sub­stan­ti­el­ler Unter­schied zwi­schen Chri­sten­tum und Islam: „Zur Grün­dungs­idee des Chri­sten­tums gehö­ren die Schei­dung von Reli­gi­on und Poli­tik, von geist­li­cher und welt­li­cher Macht, die Äch­tung phy­si­scher Gewalt und das Gebot der Fein­des­lie­be“ (Mar­tin Ron­hei­mer, NZZ 6.9.2014). Der Islam dage­gen ist nach sei­ner Urschrift ein poli­tisch-reli­giö­ses Dop­pel­we­sen; Moham­med war als reli­giö­ser Füh­rer zugleich krie­ge­ri­scher Feld­herr im Namen Allahs; im Koran und Früh­is­lam zeigt sich die Islam-Reli­gi­on gewalt­tä­tig gegen Anders­gläu­bi­ge und krie­ge­risch-offen­siv für die Herr­schaft Allahs.

Wenn die heu­ti­gen Mos­lem-Ver­tre­ter ernst­lich die gewalt­tä­ti­gen Mani­fe­sta­tio­nen des Islam ange­hen wol­len, dann soll­ten sie die Quel­len der Gewalt­tä­tig­kei­ten im Namen Allahs stop­fen und die zahl­rei­chen Schwert-Ver­se in der Urschrift für ungül­tig erklä­ren. Die mus­li­mi­schen Theo­lo­gen soll­ten sich von den Gewalt- und Kriegs­auf­ru­fen des Koran gegen Anders­gläu­bi­ge distan­zie­ren, um so den Sala­fi­sten das Quell­was­ser ihrer reli­giö­sen Gewalt­be­grün­dung abzu­gra­ben. Auch das Vor­bild Moham­meds als Kriegs­herr und Gewalt­mensch soll­te von den isla­mi­schen Theo­lo­gen rela­ti­vier­te wer­den – so die For­de­rung der Islam-Wis­sen­schaft­le­rin Chri­sti­ne Schirr­ma­cher.

Lite­ra­tur: Mar­tin Rhon­hei­mer: Töten im Namen Allahs, NZZ 6. 9. 2014, Die deut­schen Dschi­ha­di­sten und die isla­mi­sche Jugend­kul­tur, in: Der Spie­gel 47/2014, Leon de Win­ter: Im Namen des Schwer­tes, FAZ 20. 8. 2014, Inter­view mit Isla­m­ex­per­tin: „Kampf­auf­ru­fe Moham­meds für ungül­tig erklä­ren“, RPon­line 9. 1. 2015

Text: Hubert Hecker
Bild: Una Fides

6 Kommentare

  1. Pas­send zum Arti­kel ein Aus­zug einer Ana­ly­se dee islam­j­ri­ti­schen Sei­te „deis­lam“:

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    *Moham­med war der erste isla­mi­sche Ter­ro­rist. Wie soll es daher einen fried­li­chen Islam geben kön­nen?*

    Ich habe schon hun­dert Mal dar­über berich­tet: Es gibt kei­nen fried­li­chen Islam. Es gibt allen­falls fried­li­che Mos­lems, die dies nicht wegen, son­dern trotz des Islam sind. Denn Moham­med, der Pro­phet und Begrün­der die­ser Reli­gi­on, von allen Mos­lems – den “moderaten’” wie den “isla­mi­sti­schen” als “bester aller Men­schen” geehrt und geprie­sen, war der erste isla­mi­sche Ter­ro­rist. Er führ­te über 60 Angriffs­krie­ge gegen “Ungläu­bi­ge”, ver­teil­te die Beu­te (beson­ders die Frau­en und Mäd­chen) zwi­schen sich und sei­nen Krie­gern und beschwor sei­ne Anhän­ger zum ewi­gen Dschi­had gegen die “Ungläu­bi­gen”, bis alle Welt isla­misch wür­de.

    Wer heu­te immer noch – wie unser poli­ti­sches Estab­lish­ment – zwi­schen Islam und Isla­mis­mus trennt, macht sich mit­schul­dig an die­sem Dschi­had, der in 1400 Jah­ren unfass­li­che 300 Mil­lio­nen Opfer for­der­te. Der nie­mals auf­hör­te, seit­dem er begann, und des­sen Aus­wir­kun­gen wie heu­te nur des­halb wahr­neh­men, weil er bis an unse­re Haus­tü­re gekom­men ist – ja, dank der vom poli­ti­schen Estab­lish­ment vehe­ment betrie­be­nen Mas­sen­im­mi­gra­ti­on von Mus­li­men in die west­li­chen Län­der (55 Mio­Mos­lems kamen bin­nen vier Jahr­zehn­ten nach Euro­pa) bereits heu­te mit­ten unter uns statt­fin­det. Die Anschlä­ge in New York, Washing­ton, Paris, Madrid und Lon­don sind die Vor­bo­ten die­ses Dschi­hads, bei dem unse­re Medi­en immer noch so tun, als gäbe es die­sen nicht.

    *Es gibt nur einen Koran. Und der ist die Quel­le für Islam und Isla­mis­mus*

    Wer Isla­mi­sten und Ter­ro­ri­sten ver­ste­hen will, muss den Islam und sei­ne bei­den wich­tig­sten Säu­len Koran und Moham­med ver­ste­hen. Der wird ver­ste­hen, war­um der Isla­mis­mus die ande­re Sei­te der Medail­le namens Islam ist. Islam und Isla­mis­mus sind kei­ne ver­schie­den­ar­ti­gen Strö­mun­gen einer Reli­gi­on, wobei die eine fried­lich, die ande­re ter­ro­ri­stisch ist, wie die Mehr­zahl der West­ler glaubt. Der Islam­wis­sen­schaft­ler und Her­aus­ge­ber der „Inter­na­tio­na­len Enzy­klo­pä­die des Islam“, Hans-Peter Rad­datz, schreibt dazu:

    “Die isla­mi­sti­sche Sicht­wei­se stellt kei­nen Miss­brauch des Islam dar, wie oft fälsch­li­cher­wei­se behaup­tet wird, son­dern sie ent­stammt einer lan­gen Tra­di­ti­on extre­mer (reli­giö­ser) Intoleranz.” (Hans-Peter Rad­datz: in: New York Sun vom 27.07.2004)

    Auch der Islam­wis­sen­schaft­ler Til­man Nagel betont, dass eine Unter­schei­dung zwi­schen Islam und Isla­mis­mus „ohne Erkennt­nis­wert“ sei. (Til­man Nagel: Islam oder Isla­mis­mus? Pro­ble­me einer Grenz­zie­hung. In: Hans Zehet­mair: Der Islam. Im Span­nungs­feld von Kon­flikt und Dia­log. VS, Wies­ba­den 2005) Dies heißt im Klar­text: selbst wenn es eine Unter­schei­dung gäbe, wäre sie der­art mar­gi­nal, dass sich dar­aus kei­ne Erkennt­nis­se zie­hen lie­ßen, die anders lau­ten wür­den, als wenn man Islam und Isla­mis­mus von vorn­her­ein mit­ein­an­der gleich­setzt. Islam und Isla­mis­mus sind daher auch in den Augen von Til­man Nagel iden­tisch.

    *Mode­ra­te Mus­li­me und „Isla­mi­sten“ gehen in die­sel­ben Moscheen. Sie lesen den­sel­ben Koran, und sie ver­eh­ren auch den­sel­ben Moham­med.* Es gibt kei­ne guten Suren für „fried­li­che“ Mus­li­me auf der einen – und böse Suren für „isla­mi­sti­sche“ Mus­li­me auf der ande­ren Sei­te. Genau­so wenig wie es einen guten Moham­med für „fried­li­che“ und einen bösen Moham­med für „isla­mi­sti­sche“ Mus­li­me gibt. Es gibt nur einen Moham­med, des­sen Wor­te und Taten bis auf das Kom­ma genau im Hadith – der Über­lie­fe­run­gen der Wor­te, Taten, Bil­li­gun­gen, Miss­bil­li­gun­gen, Emp­feh­lun­gen des Pro­phe­ten – beschrie­ben ist. Die­ser Hadith ist im iden­ti­schen Wort­laut sowohl den „mode­ra­ten“ als auch den „fun­da­men­ta­li­sti­schen“ Mus­li­men zugäng­lich – und es gibt nur die­sen einen Hadith. Denn so wenig es einen Geheim-Koran gibt, so wenig exi­stiert ein Geheim-Hadith.

    Zur Annah­me, dass es all das geben könn­te, könn­te man näm­lich kom­men, hört man west­li­chen Wohl­mei­nen­den und Gut­men­schen zu, die nicht müde wer­den, den Islam in zwei Tei­le zu spal­ten: Islam ver­sus Isla­mis­mus. Guter Islam ver­sus böser Islam. All jene Gut­men­schen ver­moch­ten bis­lang jedoch kei­ne Trenn­li­nie anzu­ge­ben, an der sich die eine von der ande­ren Islam­ver­si­on klar und unzwei­deu­tig schei­det. Ver­su­che, dies zu tun, gibt es zuhauf.

    • Nur neben­bei, neben allem rich­ti­gen, was hier steht:

      a) Wie man sieht, waren das in Paris kei­ne Hul­la­Hul­la-Kämp­fer son­dern Pro­fi­kil­ler. Dann dazu die sofor­ti­ge Fahn­dung der Kil­ler mit Pho­tos, obwohl sie doch ver­mummt waren, das Fin­den des Aus­wei­ses im Auto usw. Alles sehr „komisch“. (Mit den Aus­wei­sen haben sie es immer.) Glau­be eher an einen Gla­dio-Anschlag.

      https://www.youtube.com/watch?v=6z9y-FtskzY

      b) Außer­dem, vie­le Mos­lems sind, wie bei uns in der Kir­che auch, nur pas­si­ve Mit­glie­der!
      c) Laut Irl­mai­er ver­schwin­det nach dem 3. WK der Islam fast ganz von der Erde. Er geht aber nicht ganz, weil man Gott nicht genug für die Hil­fe gegen den Islam dankt. (Fin­de das Zitat grad nir­gends.)

  2. Ja die Gut­men­schen, die sind das eine, die haben viel­leicht hin­ter ihrer rosa­ro­ten Bril­le tat­säch­lich kei­ne Ahnung.
    Aber das ande­re sind die­je­ni­gen, die das Chri­sten­tum mit Hil­fe des Islam aus­rot­ten wol­len und die mar­schier­ten gestern in Paris an der Spit­ze (logisch).

  3. Die­sen Arti­kel fin­de ich im wesent­li­chen sehr gut. Aller­dings habe ich Zwei­fel an der Rea­li­sie­rungs­mög­lich­keit Ihrer Schuss­be­mer­kung. Ich zitie­re sie:

    „Wenn die heu­ti­gen Mos­lem-Ver­tre­ter ernst­lich die gewalt­tä­ti­gen Mani­fe­sta­tio­nen des Islam ange­hen wol­len, dann soll­ten sie die Quel­len der Gewalt­tä­tig­kei­ten im Namen Allahs stop­fen und die zahl­rei­chen Schwert-Ver­se in der Urschrift für ungül­tig erklä­ren. Die mus­li­mi­schen Theo­lo­gen soll­ten sich von den Gewalt- und Kriegs­auf­ru­fen des Koran gegen Anders­gläu­bi­ge distan­zie­ren, um so den Sala­fi­sten das Quell­was­ser ihrer reli­giö­sen Gewalt­be­grün­dung abzu­gra­ben. Auch das Vor­bild Moham­meds als Kriegs­herr und Gewalt­mensch soll­te von den isla­mi­schen Theo­lo­gen rela­ti­vier­te wer­den – so die For­de­rung der Islam-Wis­sen­schaft­le­rin Chri­sti­ne Schirr­ma­cher.“

    Mit dem Koran ist es ja ähn­lich wie mit dem depo­si­tum fidei: nie­mand darf das je ändern.
    Ich sehe schwarz für das Unter­neh­men, die Gewalt­stel­len im Koran für ungül­tig zu erklä­ren.

    Was spricht dage­gen, sich zu Jesus, dem neu­en Adam, was auch bedeu­tet: dem neu­en Mann, der eben nicht mehr unter dem Fluch der Gewalt- und Macht­gier (Mann gegen Mann — nach­dem der Mann den ver­nünf­ti­gen Ein­fluss der Frau über sich zuvor flä­chen­deckend ent­wer­tet und aus­ge­schal­tet hat) steht, der uns ja mit dem Tod, den schwe­ren Gebur­ten und dem dor­ni­gen Acker­bo­den tat­säch­lich als Fol­ge des Sün­den­falls ver­hängt ist?
    Es ist doch schon alles neu: Maria muss­te nicht mehr unter Schmer­zen gebä­ren, sie stand nicht unter dem Dik­tat des Man­nes (völ­lig ent­ge­gen der dama­li­gen Sit­te), Josef muss­te sich nicht behaup­ten und sei­ne Macht und einen fik­ti­ven Vor­rang erpres­sen, son­dern war got­tes­fürch­tig und „gerecht“, wie es heißt, nahm sich selbst zurück, und Jesus sühn­te unse­re Sün­den und über­wand den Tod.
    Auch wenn alles noch „seufzt“ in „Wehen“ nach der voll­kom­me­nen Erfül­lung die­ser Erösung von dem Fluch aus Gen. 3, ist es doch unend­lich loh­nens­wert, dar­auf­hin zu leben und nicht den Fluch auch noch zur Reli­gi­on zu küren. Denn das ist der Islam: die Erklä­rung der Fol­gen des Sün­den­falls zur Reli­gi­on. Daher auch die Gewalt­tä­tig­keit.

    Mut­ter­got­tes bit­te doch für die Mus­li­me und ihre Umkehr zu Dei­nem Sohn!

    Das ist m.E. die ein­zi­ge Lösung und wür­de die Sehn­sucht vie­ler Mus­li­me nach Gott so tief erfül­len, dass sie tan­zen und lachen wür­den vor Freu­de — end­lich Freu­de zei­gen könn­ten, denn sind sie nicht alle­samt unend­lich trau­rig, ernst, ver­bis­sen und starr?

  4. Die­sen gan­zen Ent­wick­lun­gen sehe ich mit Sor­gen ent­ge­gen. Hier in unse­rem klei­nen Dorf sieht man über­all beim Aldi, Lidl & Net­to (klei­nes Indu­strie­ge­biet) Leu­te aus isla­mi­schem Migran­ten-Kon­text.
    Ich glau­be an kei­nen „gemä­ßig­ten“ Islam. Islam ist Islam, Koran ist Koran — basta !

    Wer wis­sen will, wie es den ira­ki­schen Chri­sten beim Ein­marsch der Isis mit ihren „gemä­ßig­ten“ Nach­barn erging, lese fol­gen­den Arti­kel:

    http://www.n‑tv.de/politik/Unsere-Nachbarn-mutierten-zu-IS-Monstern-article14038331.html

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