Verkehrte Moral — Religionslehrer zeigt Schülern „Der stumme Schrei“ und wird suspendiert

Unbenannt(Rom) Wegen eines Vide­os wur­de ein Reli­gi­ons­leh­rer am Real­gym­na­si­um Car­da­no von Mai­land vom Dienst sus­pen­diert. Er hat­te sei­nen Schü­lern im Rah­men des Unter­richts den Doku­men­tar­film „Der stum­me Schrei“ (The Silent Scream) aus dem Jahr 1984 gezeigt. Der Film zeigt anhand von Ultra­schall­auf­nah­men, wie das unge­bo­re­ne Kind bei der Abtrei­bung lei­det.

Der Film ging maß­geb­lich auf die Erfah­run­gen des ehe­ma­li­gen Abtrei­bungs­arz­tes Ber­nard Nathan­son zurück. Nathan­son gehört zu den ein­fluß­reich­sten Agi­ta­to­ren der Abtrei­bungs­le­ga­li­sie­rung in den USA. Spä­ter erkann­te er sei­nen Irr­tum und wur­de zu einem der füh­ren­den Lebens­rechts­ver­tre­ter. Im Film erklärt er, was bei einer Abtrei­bung mit dem unge­bo­re­nen Kind geschieht.

Der Film­vor­füh­rung war seit Wochen eine Dis­kus­si­on in der Klas­se über Abtrei­bung vor­aus­ge­gan­gen, in der sich die Schü­ler in zwei Frak­tio­nen spal­te­ten. Der Film habe alle „ver­stum­men“ las­sen. Ein Mäd­chen sei in Trä­nen aus­ge­bro­chen und habe das Klas­sen­zim­mer ver­las­sen.

Die Reak­ti­on war aber kein Auf­schrei gegen den mil­lio­nen­fa­chen Mord an unge­bo­re­nen Kin­dern. Die Reak­ti­on war ein Pro­test der Eltern, die es skan­da­lös fan­den, daß 16jährigen Schü­lern ein sol­cher „Schock“ ver­ur­sacht wer­de. „Zum Schutz“ der Schü­ler wur­de der 50 Jah­re alte Reli­gi­ons­leh­rer, der seit acht Jah­ren am Gym­na­si­um Car­da­no unter­rich­te­te, vom Schul­di­rek­tor sus­pen­diert .

Das zustän­di­ge Amt der Erz­diö­ze­se Mai­land lei­te­te eine Unter­su­chung ein und gab inzwi­schen bekannt, daß ein Ver­fah­ren zur Aberken­nung der Lehr­erlaub­nis als Kate­chet ein­ge­lei­tet wur­de. Als Begrün­dung nann­te das Amt „man­geln­de päd­ago­gi­sche Eig­nung“ nach Canon 804, Kom­ma 2 des Kir­chen­rechts.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Der stum­me Schrei

34 Kommentare

  1. Ich wer­de die­sen Reli­gi­ons­leh­rer ab sofort in alle mei­ne Gebe­te und Hl. Mess­op­fer ein­schlie­ßen.
    Deo gra­ti­as — für solch muti­ge und auf­rich­ti­ge Kämp­fer!!

  2. Das ist die Krank­heit unse­rer Zeit. Wenn über die Abtrei­bung und Tötung von Unge­bo­re­nen berich­tet wird, tritt sofort Schwei­gen und Ableh­nung des The­mas ein. Der Zeit­ge­nos­se will hier­rüber nichts hören, da es Schuld­ge­füh­le aus­lö­sen könn­te. Der Gesetz­ge­ber hat die Tötung lega­li­siert, der Glau­be, da schwach, nicht ein­be­zo­gen. Da unse­re Bischö­fe kaum ein Wort dar­über ver­lie­ren,
    scheint es irgend­wie legi­tim. Die UNO will sowie­so, dass die Welt­be­völ­ke­rung redu­ziert wird. Man gibt Wei­sun­gen nach Brüs­sel, Brüs­sel an Karls­ru­he, Karls­ru­he an Ber­lin und der Kreis schließt sich. Die Men­schen sind schon so abge­stumpft, dass sich hier kei­ner mehr Gedan­ken macht. Und den­noch gibt es Ver­tei­di­ger des Lebens, wie die­ser Reli­gi­ons­leh­rer es beweist. Tra­gisch dass er jetzt ent­las­sen wird und nach Canon 804 Kom­ma 2 des Kir­chen­rech­tes, sei­ne Stel­le als Reli­gi­ons-Leh­rer ver­liert.

  3. Selbst­ver­ständ­lich ist das schockie­rend für eine 16jährige. Aber mit 16 Jah­ren kön­nen die­se Mäd­chen — lei­der! — durch­aus mit der Fra­ge der Abtrei­bung kon­fron­tiert wer­den. Da müs­sen sie wis­sen, was auf sie zukommt, was da wirk­lich geschieht. Und damit sie es nicht ver­drän­gen kön­nen, muß es ein­dring­lich gesche­hen.
    Jeder Leh­rer, der an einer Schu­le unter­rich­tet, ahnt, was geschieht, wenn er den Kin­dern einen sol­chen Film zeigt, denn die Abtrei­bung ist gewollt. Dar­um mei­ne Hoch­ach­tung vor die­sem Leh­rer! Auch in mei­ne Gebe­te wird er ein­ge­schlos­sen.

  4. Einer der neu­en Mär­ty­rer… Sowas ist 16-jäh­ri­gen natür­lich nicht zuzu­mu­ten, dafür müs­sen 10-jäh­ri­ge in BW und NRW bald Puffs malen und mit Bana­nen und Prä­ser­va­ti­ven spie­len… Ver­rück­te Welt!

  5. Es wäre höch­ste Zeit, dass Rom Ver­fah­ren gegen vie­le Bischö­fe und ihre eng­sten Mit­ar­bei­ter ein­lei­tet — wegen des Ver­dachts man­geln­der Eig­nung.

    Übri­gens ken­ne ich einen Prie­ster, der in einem in den Moder­nis­mus abge­glit­te­nen Bis­tum wirkt und bereits über­legt hat, ob er in Rom die Abset­zung sei­nes Bischofs betrei­ben soll. Den Namen des Bischofs und die nähe­ren Umstän­de sol­len hier nicht genannt wer­den. Auf jeden Fall braucht die­ser Bischof und sei­ne Her­de drin­gend Gebet — und muti­ge Lai­en, die gegen Irr­leh­ren, lit­ur­gi­sche Miss­bräu­che und einen nicht mehr katho­li­schen „katho­li­schen“ Reli­gi­ons­un­ter­richt auf­tre­ten! In jenem Bis­tum etwa erle­ben vie­le Kin­der, Jugend­li­che und Eltern, dass im Reli­gi­ons­un­ter­richt viel­fach Irr­tü­mer gelehrt, Zwei­fel gesät und eini­ge Glau­bens­wahr­hei­ten ver­schwie­gen wer­den! Gott­lob gibt es Aus­nah­men, aber Reli­gi­ons­stun­den, die jun­ge Men­schen in Gefahr brin­gen, den Glau­ben zu ver­lie­ren, sind „Legi­on“! Wer ist der Haupt­ver­ant­wort­li­che? Der Bischof!
    Und in vie­len Bis­tü­mern ist die Situa­ti­on ganz ähn­lich!

  6. Wie vie­le Schul­klas­sen besu­chen KZs? Sind Geschichts­leh­rer päd­ago­gisch talen­tier­ter als Reli­gi­ons­leh­rer?
    Das zustän­di­ge Amt der Erz­diö­ze­se Mai­land kann sei­ne Tätig­keit ein­stel­len.

    • 12 — 16 jäh­ri­ge dür­fen alles; von der Pil­le ‑ohne die Eltern zu fra­gen, der Arzt muss sie geben- zum Geschlechts­ver­kehr, zu Por­no; ein­fach alles! Sie soll­ten bereits mit dem Lehr­plan 21 ab 7 Jah­ren, z.T. schon ab 5 Jah­ren Berüh­run­gen üben und üben ‑mit Spiel­zeug- wie der Geschl.-Verkehr geht, etc., aber sie dür­fen nicht wis­sen wie es einem Mensch der ‑am sicher­sten Ort der Welt- ent­steht, ergeht wenn er bru­tal aus-ein-ander-geris­sen wird! Schlim­mer als ein lang­sa­mer Tod­schlag ‑am „frü­her“ sicher­sten Ort der Welt- ist heu­te zum gefähr­lich­sten aller mög­li­chen Orte gewor­den!
      Dar­über darf man nicht spre­chen?
      Was sind das für Prie­ster? — Leh­rer? — Beam­te?
      Jähr­lich wer­den mehr durch Mord im Mut­ter­leib umge­bracht als wäh­rend dem gan­zen 2. Welt­krieg (in 6 Jah­ren) zusam­men???
      Gesetz­te ? Moral? Schöp­fung? Sün­de oder ???
      alles ille­gal, ver­bo­ten, aber mit Geset­zes-Umge­hung lega­li­siert?
      Quo vadis Euro­pa?
      einst ur-christ­lich? — nur christ­li­ches Abend­land? und heu­te???

  7. Schock­fil­me über die Aus­wir­kun­gen des Rau­chens und des Dro­gen­kon­sums sind nicht nur erlaubt, son­dern erwünscht.
    So war es in der Schu­le.

    Ver­mut­lich ist das immer noch so.

  8. Ich wäre in der Schu­le (lei­der 70ziger/80ziger Jah­re mit schon ver­se­xua­li­sier­tem Bio­lo­gie-Unter­richt) froh gewe­sen, wenn uns ein Leh­rer solch einen Film gezeigt hät­te. Vor allem wer­den ja auch die psy­chi­schen Fol­gen für die Frau­en, die abge­trie­ben haben, ver­schwie­gen ! Nach dem Tode mei­ner Mut­ter erfuhr ich, dass ich eigent­lich ein älte­res Geschwi­ster gehabt hät­te, aber lei­der hat­te sich mei­ne Mut­ter für Abtrei­bung ent­schie­den. Sie litt den gan­zen Rest ihres Lebens unter einer uner­klär­ba­ren Trau­rig­keit und Ver­bit­te­rung, unter der dann lei­der auch mein Vater und ich lei­den muss­ten. Dar­über hin­aus wur­de unse­re Fami­lie durch die­se Tat auch in ande­rer Wei­se sehr bela­stet. Es gab kei­nen rich­ti­gen inne­ren und äuße­ren Frie­den.
    Der Herr Leh­rer tut mir sehr leid — ja man muss ihn wirk­lich in die Gebe­te ein­schlie­ßen (Dario‑8. Janu­ar 2015 um 18:33). Ich hof­fe, dass er einen neue Anstel­lung fin­det. Das ist mit 50+x alles ande­re als ein­fach.

  9. Der noch zur Umkehr im wah­ren Glau­ben gefun­den haben­de
    ehe­mai­li­ge Abtrei­ber
    Ber­nard Nathan­son
    schätz­te, dass er in der Zeit als „Direk­tor“ von meh­re­ren Abtrei­bungs-MORD-Kli­ni­ken , selbst ca. 5000 (!) 
    Mor­de eigen­hän­dig vor­ge­nom­men hat 
    und an ca 
    70 000 indi­rekt ( als „Direk­tor“ ) betei­ligt gewe­sen war !
    Eine erschüt­tern­de „Bilanz“. Sein reu­mü­ti­ges Fazit:
    -
    „Ich bin einer von jenen, wel­che in die­se Bar­ba­rei hin­ein­ge­führt haben“
    -

    Auch die mör­de­ri­sche Abtrei­bung, also der Mas­sen­mord an unge­bo­re­nen beseel­ten Kin­dern, ist Teil der gera­de aktu­ell in aller ( frei­gei­sti­gem ) Mun­de genann­ten „zu ver­tei­di­gen­den huma­nen Wer­te“ !
    Der dem Zeit­geist gehor­chen­de und somit vor­aus­ei­len­de „Gehor­sam“ der „poli­tisch kor­rek­ten“ Erz­diö­ze­se Mai­land ist schlicht wider­lich und ein „barm­her­zi­ger“ Schlag ins Gesicht für den enga­gier­ten Kate­che­ten.
    Aus die­ser Klas­se wird mit an Sicher­heit gren­zen­den Wahr­schein­lich­keit kein Mäd­chen ihr unge­bo­re­nes beseel­te Kind jemals den Scher­gen des Baby­cau­stes aus­lie­fern !

    Das Zei­gen der bru­ta­len Rea­li­tät der syste­ma­ti­schen Ermor­dung von unge­bo­re­nen beseel­ten Kin­dern fegt jeg­li­che „huma­ne“ Lügen„pädagogik sowie jeg­li­che „Weich­spül­ka­te­che­se“ ( vom Zeit­geist weich gespül­te ) weg !

  10. Die lega­li­sier­te Abtrei­bung wird in Ita­li­en seit ca. 40 Jah­ren prak­ti­ziert und erreicht im Jahr stets 6‑stellige Zah­len.

    Bei >100 000 Abtrei­bun­gen im Jahr und ca. 12 000 000 Frau­en zwi­schen 15 und 50 Jah­ren (http://haetten-sie-gewusst.blogspot.de/2012/02/bevolkerungspyramide-2011-italien-und.html) kommt man dann seit der Ein­füh­rung der Fri­sten­re­ge­lung 1978 auf 36 x 100 000 Kinds­tö­tun­gen im Mut­ter­leib! Also: 3 600 000.

    Jede 3. Frau hat folg­lich schon ein Kind abge­trie­ben. Da die Abtrei­bungs­zah­len in Ita­li­en zeit­wei­se dop­pelt so hoch waren, muss man anneh­men, dass jede 2. Frau sogar schon ein­mal ein Kind im Mut­ter­leib getö­tet hat — sie, die Väter und Druck aus­üben­den Eltern und Behör­den.
    Es ist an die­sem Geno­zid die Gesamt­be­völ­ke­rung mit gesetz­li­cher Rücken­deckung betei­ligt. Eine voll­kom­men ver­än­der­te Men­ta­li­tät im Umgang mit Leben und Tod, Ich und Welt muss vor­aus­ge­setzt wer­den.

    Ange­sichts die­ser Rea­li­tät muss man sich fra­gen, wie man mit den Jugend­li­chen hin­sicht­lich die­ses The­men­kom­ple­xes umgeht. Sie wach­sen mehr­heit­lich in Eltern­häu­sern auf, in denen Abtrei­bung für ein selbst­ver­ständ­li­ches Recht gehal­ten wird. Ihre Eltern haben mit hoher Wahr­schein­lich­keit selbst ein Kind getö­tet.

    So schreck­lich das klingt: die­se Mord­ma­schi­nie­rie ist eta­bliert und erscheint ethisch gerecht­fer­tigt. Kin­der wer­den dazu erzo­gen, dass sie abtrei­ben dür­fen und sol­len.

    Man darf sich nicht wun­dern, dass in einer staat­li­chen Schu­le natür­lich das vor­aus­ge­setzt wird, was in die­sem Staat gesetz­lich gilt!

    Die Kir­che hat — ein uraltes Pro­blem — durch ihre Ver­ses­sen­heit dar­auf, unbe­dingt und um jeden Preis gesell­schaft­li­che Macht auf den ober­sten Ebe­nen zu behal­ten, zu vie­le Kom­pro­mis­se mit dem Staat ein­ge­gan­gen und muss nun einen Leh­rer, der die katho­li­sche Moral in die­sem Staat mit die­sen Geset­zen und die­ser Ethik ver­tritt, sus­pen­die­ren.

    Es hilft nie­man­dem, in den Lamen­to-Modus zu ver­fal­len, den eh kei­ner mehr ernst­nimmt, und die immer glei­chen wir­kungs­lo­sen State­ments abzu­ge­ben oder von einer erzwun­ge­nen „Ver­christ­li­chung“ zu träu­men.

    Die Kir­che hat nur einen Weg: den Kreuz­weg. Solan­ge sie um die welt­li­che Macht buhlt und suhlt, wird sie wei­ter­hin alles ver­lie­ren und ihr Trau­er­spiel, das sie seit Jahr­hun­der­ten bereits so spielt, wei­ter­hin immer trau­ri­ger gestal­ten.

    Denn wann — bit­te­schön — war denn eine ech­te und anhal­ten­de katho­li­sche Blü­te­zeit? Schafft nicht die Kir­che sich schon lan­ge selbst ihre Mär­ty­rer?

    Eben — vor 1000 Jah­ren viel­leicht und seit­her geht es berg­ab, und dies nicht weil „die ande­ren“ und die bösen äuße­ren Fein­de schuld sind, son­dern weil wir selbst nicht bereit waren und sind, in die Kreu­zes­nach­fol­ge zu tre­ten.
    So weit ist näm­lich der reak­tio­nä­re Traum von einem christ­li­chen Welt-Reich von den „Freimaurer„träumen gar nicht ent­fernt, wenn man genau hin­sieht, denn bei­de … ver­leug­nen das Kreuz, sobald es nicht mehr ande­ren, son­dern den eige­nen Schul­tern auf­er­legt wer­den soll.
    Alle wol­len schon hier im Schau­en leben…

    • Lie­be @zeitschnur

      // Ange­sichts die­ser Rea­li­tät muss man sich fra­gen, wie man mit den Jugend­li­chen hin­sicht­lich die­ses The­men­kom­ple­xes umgeht. Sie wach­sen mehr­heit­lich in Eltern­häu­sern auf, in denen Abtrei­bung für ein selbst­ver­ständ­li­ches Recht gehal­ten wird. Ihre Eltern haben mit hoher Wahr­schein­lich­keit selbst ein Kind getö­tet.
      So schreck­lich das klingt: die­se Mord­ma­schi­nie­rie ist eta­bliert und erscheint ethisch gerecht­fer­tigt. Kin­der wer­den dazu erzo­gen, dass sie abtrei­ben dür­fen und sol­len.
      Man darf sich nicht wun­dern, dass in einer staat­li­chen Schu­le natür­lich das vor­aus­ge­setzt wird, was in die­sem Staat gesetz­lich gilt! //

      Die­ser Fall betrifft doch im Prin­zip die Kir­che, ja über­haupt das Chri­sten­tum nicht direkt, son­dern das Ver­hält­nis des Staats zu dem per­sön­li­chen (christ­lich, am Natur­recht gebil­de­ten) Gewis­sen des Leh­rers, der aus Über­zeu­gung deut­lich machen woll­te, das Abtrei­bung Mord ist.
      Es bleibt daher die Fra­ge nach der Metho­de, die Wahr­heit und Wirk­lich­keit zu ver­mit­teln. Ist es ange­sichts der Tat­sa­che, dass bereits Jugend­li­che mit dem Leben (ande­rer) spie­len, legi­tim, zu sol­chen dra­sti­schen Mit­teln zu grei­fen? Offen­sicht­lich ist das nicht mehr legal — wie der Leh­rer erfah­ren muss­te. Dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt ver­hält es sich mit den ab 16 Jah­ren frei­ge­ge­be­nen Fil­men, die tag­täg­lich Jugend­li­che kon­su­mie­ren — ganz abge­se­hen davon was you­tube u.a. Platt­for­men zu bie­ten haben.

      Umkehr und Schuld­be­kennt­nis sind oft­mals Fol­ge eines Schocks. Darf Schuld­be­kennt­nis noch sein?

      • @ Agri­co­la

        Sicher sicher — aber Sie haben die Argu­men­ta­ti­ons-Ebe­ne gewech­selt. Sie argu­men­tie­ren rein theo­re­tisch mora­lisch.

        Dar­um ging es mir nicht, weil wir uns hier ja wohl hof­fent­lich alle dar­über einig sind, dass Abtrei­bung ein Greu­el ist und abge­lehnt wer­den soll­te — prin­zi­pi­ell.

        Der Leh­rer lebt jedoch nicht im luft­lee­ren Raum, son­dern unter­rich­tet an einer staat­li­chen ita­lie­ni­schen Schu­le. Wenn ein Staat Abtrei­bung ethisch für ver­tret­bar ansieht und legal stellt, und dies ideo­lo­gisch hoch­gra­dig an einem eben­falls gesell­schaft­lich eta­blier­ten Frei­heits­be­griff auf­hängt, dann haben wir ein Pro­blem im Staats­dienst. Ich weiß nicht, was man in Ita­li­en schwö­ren muss, aber in Deutsch­land muss man sagen: „Ich gelo­be Recht und Ver­fas­sung“ zu ach­ten, bevor man in den Schul­dienst ein­tritt.

        Wenn nun die­ser Eid nicht ein fik­ti­ves „Natur­recht“ meint, das nir­gends kodi­fi­ziert, son­dern eher „gefühlt“ ist, son­dern das gel­ten­de Recht und eine libe­ra­li­sti­sche Ver­fas­sung des Staa­tes Ita­li­en, dann bekommt jeder ein Pro­blem, der eine staat­li­che Insti­tu­ti­on dafür nutzt, gegen die­ses staat­li­che Gesetz Stim­mung zu machen — ob und inwie­weit er damit „geist­lich gese­hen“ recht hat oder phi­lo­so­phisch etc. dis­ku­tie­re ich gera­de nicht, weil wir uns dar­über, wie gesagt, einig sind.

        Wäre die­ser Leh­rer kon­se­quent, müss­te er sei­nen Dienst von selbst quit­tie­ren und von einer ande­ren Stel­le aus ver­su­chen, die­sen heil­sa­men Schock auf Men­schen (nicht nur Jugend­li­che!) aus­zu­üben.

        Dass nun die gan­ze Ange­le­gen­heit im Reli­gi­ons­un­ter­richt geschieht, ist beson­ders absurd, zeigt aber auf, dass die Kir­che mit ihrer Stra­te­gie, über den Staat ihre eige­nen Gewiss­hei­ten zu ver­mit­teln, ein­fach aufs fal­sche Pferd gesetzt hat. Seit Jahr­tau­sen­den hat das die Kir­che regel­mä­ßig an den Rand des Glau­bens­ab­falls getrie­ben.

    • //Man darf sich nicht wun­dern, dass in einer staat­li­chen Schu­le natür­lich das vor­aus­ge­setzt wird, was in die­sem Staat gesetz­lich gilt!//

      Wun­dern nicht, aber ent­rü­sten darf man sich doch noch, statt mit den Schul­tern zucken, oder?

      • Wider­ruf.
        Heu­te nacht habe ich zufäl­lig die­sen Psalm gebe­tet und wur­de dar­in eines bes­se­ren belehrt.
        ——-
        E n t r ü s t e d i c h n i c h t über jene, die Böses tun,
        e r e i f e r e d i c h n i c h t wegen der Übel­tä­ter.
        Denn wie Gras ver­wel­ken sie rasch,
        ver­dor­ren wie das grü­ne Kraut.
        Ver­traue auf den Herrn und tue, was gut ist!
        Woh­ne fried­lich im Land und übe die Treue!
        Habe am Herrn dei­ne Won­ne;
        dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.
        Befiehl dem Herrn dei­nen Weg und ver­traue auf ihn;
        er wird nicht untä­tig sein!
        Er lässt dei­ne Gerech­tig­keit auf­leuch­ten wie Licht;
        dein rech­tes Ver­hal­ten wie Mit­tags­hel­le.
        Sei still vor dem Herrn und har­re auf ihn!
        E n t r ü s t e d i c h n i c h t über den, der stets Erfolg hat,
        über den Mann, der Rän­ke voll­führt!
        S t e h a b v o m Z o r n u n d l a s s d e n G r o l l !
        E n t r ü s t e d i c h n i c h t , e s f ü h r t n u r z u B ö s e m !
        Denn Übel­tä­ter wer­den ver­nich­tet;
        doch wer auf den Herrn hofft, erhält das Land.
        Nur noch kur­ze Zeit, und der Frev­ler ist dahin;
        suchst du nach sei­ner Stät­te, so besteht sie nicht mehr.
        Doch die Armen wer­den das Land besit­zen
        und die Fül­le des Frie­dens genie­ßen…
        (Psalm 36)

      • @ Leo Lämm­lein,

        mir fällt ein Stein vom Her­zen, dass end­lich jemand hier — zur Leh­re für uns alle — das ein­zig Rich­ti­ge tut, und auf das ver­weist, was einem wah­ren Katho­li­ken zukommt:

        Norm ist für uns nicht eine mora­li­sche, polit-katho­li­sche Ideo­lo­gie, son­dern immer noch die Schrift, die Psal­men, die Leh­re Jesu, der Apo­stel, zusam­men­ge­fasst und klar das gesam­te depo­si­tum fidei.

        Ver­zwei­felt ver­su­che ich mich dar­an zu ori­en­tie­ren und muss fest­stel­len, dass die mei­sten Katho­li­ken, die sich „tra­di­tio­nell“ wäh­nen, zwar allen mög­li­chen Tra­di­tio­nen fol­gen — bloß: katho­lisch sind sie sehr oft gar nicht.

        Jeder sucht sich die Leh­rer, nach denen ihm die Ohren jucken, ob rechts- ob links­ste­hend. Das ist die trau­ri­ge Lage.

        Da ich Bre­vier lese, ken­ne ich die Psal­men ganz gut, teil­wei­se auch aus­wen­dig, und mir steht daher die Kor­re­la­ti­on der Sün­de der ande­ren mit der eige­nen Ver­feh­lung vor Augen.

        Die­se Zustän­de, in denen wir leben, kom­men ja nicht aus hei­te­rem Him­mel. Sie ist wesent­lich durch die Ver­feh­lun­gen auch von Katho­li­ken ver­ur­sacht wor­den. Durch den Miss­brauch des Glau­bens für poli­ti­sche zwecke, die uns gar nicht auf­ge­tra­gen waren und sind, durch eine ver­bal-psy­cho­lo­gisch gewalt­tä­ti­ge und respekt­lo­se Art, mit denen, die nicht glau­ben, umzu­sprin­gen.

        Durch die­sen „Empö­rungs­stil“, der auch hier im Forum fast wahn­haft tobt, erweist man dem Herrn und der Kir­che den schlech­te­sten Dienst, der über­haupt denk­bar ist.

        Uns ist nicht gesell­schaft­li­che Part­zi­pa­ti­on oder gar ein Anrecht dar­auf ver­spro­chen wor­den, son­dern Jesus stell­te uns das Kreuz in Aus­sicht; Ver­fol­gung und „Befrem­dung“ dar­über, dass wir nicht mit­lau­fen mit dem Gang der Welt, den wir weder auf­hal­ten kön­nen noch sol­len. unser Weg ist das zeug­nis des Gekreu­zig­ten, und nur das bringt auch Frucht in den See­len — Sie ken­nen ja den Spruch vom „Samen der Mär­ty­rer“. Alles ande­re führt zu dem, was wir heu­te haben…

        Der Katho­lik kann nie ein „Mann von Welt“ sein, wenn er dem Herrn folgt.

        Hier aber gewinnt man den Ein­druck, Katho­lisch­sein bedeu­te eine rechts­ge­rich­te­te, chri­stus­freie Par­tei zu ver­tre­ten.

        Ein blo­ßer mora­li­scher Appell gegen die Abtrei­bung ist so nutz­los wie die­ser Hor­ror­film gegen das Rau­chen, den man uns in mei­ner Schul­zeit gezeigt hat­te — alle waren geschockt über das ampu­tier­te Rau­cher­bein, gin­gen dann raus und steck­ten sich wie­der ne Ziga­ret­te an.

        Man kann nicht gegen all die­se Ver­feh­lun­gen ange­hen mit blo­ßer Moral und Psy­cho­me­tho­den (denn das ist der Film, der objek­tiv natür­lich voll­kom­men zutrref­fend ist — so wie der Ant­rau­cher­film damals).
        Das kann bloß kei­nen Men­schen „bekeh­ren“.

        Um das Aus­maß der Greu­el zu erfas­sen, muss man regel­recht umkeh­ren und Buße tun. Und das wie­der­um kann man nicht mit dem Holz­ham­mer erzwin­gen — jeden­falls nicht, wenn man ein wah­rer Katho­lik ist.

      • Nun, @ zeit­schnur, mei­ne Sache mit der „Ent­rü­stung“ hat einen Hin­ter­grund, den Sie nicht ken­nen kön­nen. Ich hielt mich näm­lich für berech­tigt, mich gerech­ter­wei­se zu „ent­rü­sten“, auf­grund der Regel eines Ordens (kir­chen­recht­lich eine pia unio diö­ze­sa­nen Rechts), dem ich ange­hö­re. Dort heißt es im Pro­log: „Schreckst du aber vor die­sem Ein­satz zurück, suchst du nur dei­ne eige­ne Bequem­lich­keit, nimmst du ohne E n t r ü s t u n g die Herr­schaft der Mit­tel­mä­ßig­keit, der Heu­che­lei und des Lasters hin — dann ist die­ses [Regel-]Büchlein nicht für dich geschrie­ben…“ (Ori­gi­nal: „Si tu crains l’ef­fort et recher­ches ta prop­re tran­quil­li­té, si tu accep­tes sans révolte le règne de la médiocrité, de l’hy­po­cri­sie et du vice, ce liv­re n’est pas pour toi…“). Das deut­sche „Ent­rü­stung“ meint eine Emo­ti­on des Ent­rü­stet­seins, des Zorns, der Empö­rung. Das kann das „révolte“ des Ori­gi­nals zwar auch bedeu­ten, aber dort umfasst es (wie ich soeben nach­ge­schla­gen habe) auch die Bedeu­tung von „Auf­leh­nung“, also, so inter­pre­tie­re ich, im Unter­schied zu gleich­gül­ti­ger Dul­dung, und zwar nicht als unbe­herrsch­ter, zor­ni­ger Gefühls­aus­bruch, son­dern als unver­söhn­li­che Hal­tung und Aktiv­wer­den gegen das Böse, und dann stimmt es wie­der.
        Für die Über­tra­gung von Psalm 36 (37), die ich zitiert habe, steht in der Vul­ga­ta: „Noli aemu­la­ri in mali­gnan­ti­bus: neque zel­a­ve­ris faci­en­tes ini­qui­tatem“. Allioli/Arndt (1900): „Erzür­ne dich nicht über die Bösen, und erei­fe­re dich nicht über die, wel­che Fre­vel ver­üben!“ Und wie­der in Vers 8: „Desi­ne ab ira, et der­elin­que­re furo­rem: noli aemu­la­ri ut mali­gne­ris“ — „Ste­he ab vom Zor­ne, und laß den Groll fah­ren; erei­fe­re dich nicht, so daß auch du Böses thu­est.“ (Leo­pold Zunz: „Wer­de nicht unmu­tig ob den Böse­wich­tern, erei­fe­re dich nicht über die, so unrecht tun … Laß‘ ab vom Zor­ne und gib auf den Grimm, wer­de nicht unmu­tig, nur zum Bösen ist es“.) Dies nur zur Erläu­te­rung. Zu dem wei­te­ren, was Sie schrei­ben, in einem ande­ren Kom­men­tar, Deo volen­te.

      • Na @ Car­lo — Sie ken­nen doch den Sprach­ge­brauch, ich mei­ne den „tra­di­tio­nel­len“, oder etwa nicht?: der Prie­ster „liest“ die Mes­se, man „liest“ das Brevier…natürlich ein gele­se­nes Beten…so sag­te man damals, vor dem Kon­zil und vor Pius…und das ist irgend­wie auch noch auf mich Nach­ge­bo­re­ne gekom­men…

      • sehr rich­tig geschätz­te Fr. Zeit­schnur.
        In katho­li­sche Regio­nen war es bis weit in die zwei­te Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts üblich zu hören: Der Herr Pfar­rer liest (oder singt) die Mess‘. Der Hoch­wür­den liest gera­de das Bre­vier.
        Im Tirol (und ande­ren Regio­nen Öster­reichs) und in Tei­len Bay­erns hört man das manch­mal noch heu­te.
        „Got­tes­dienst fei­ern“ hab ich erstes­mal in den spä­ten 1960ern gehört.

      • @ Leo Lämm­lein

        Ich hab das erst jetzt gele­sen, was Sie mir am 10.1. schrie­ben. Statt­ge­ge­ben: ich zucke ja kei­nes­wegs die Schul­tern ange­sichts der Unta­ten.

        Nur muss der Wider­stand und die Abwehr gegen die Sün­de stets in mir selbst anfan­gen (also bei mir selbst, bevor ich ande­re ankla­ge) und wei­ter gehört dazu doch zwei­fel­los, dass man erfasst, wo die jewei­li­gen Sün­der ste­hen.

        Dass ein Sati­re­ma­ga­zin nach Jahr­zehn­ten isla­mi­scher Gewalt und lei­der auch christ­li­cher Unduld­sam­keit und Selbst­herr­lich­keit bei offen­kun­di­ger Dop­pel­mo­ral auf Reli­gi­on nur noch mit Zynis­mus und Bit­ter­keit reagiert, ist nicht den Zeich­nern allei­ne anzu­rech­nen.

        Ob Gott nun die Mus­li­me dazu beauf­tragt hat, Char­lie Heb­do zu „bestra­fen“, wie Herr Obenau­er glaubt und mit ihm laut­stark x Poster weiß ich nicht, aber wenn wir schon so anfan­gen, müss­te man auch fra­gen, ob nicht Blät­ter wie Char­lie Heb­do im sel­ben Sinn ein Gericht Got­tes über die Ver­kom­men­heit inner­halb der Kir­che sind — denn wie­so sonst soll­ten Men­schen mit sol­cher Bit­ter­keit und Ver­bis­sen­heit gegen die Kir­che anzeich­nen und sie auf eine Stu­fe mit dem Islam stel­len?

        Was bleibt uns?
        Trau­er. Aber kei­ne Empö­rung, denn gera­de wir hier, beson­ders in die­sem Forum, haben über­haupt kei­nen Grund dazu.

  11. Als ich vor 35 Jah­ren Stu­dent war, ver­such­ten die KOMMUNISTEN die Vor­füh­rung die­ses Films auf der Uni­ver­si­tät zu ver­hin­dern,
    heu­te wird des­we­gen in der Kon­zils­kir­che Ber­go­gliac­ci­os ein auf­rech­ter Kate­chet, der sei­ne Sache offen­bar noch ernst nimmt, von sei­nem „Bischof“ gefeu­ert.

    Wie­der ein­mal hat die Geschwi­ster­lich­keit zuge­schla­gen!

  12. Da sieht man wie schockie­rend die Wahr­heit für uns moder­ne Men­schen sein kann. Was dann wohl erst beim Gericht sein wird, an dem jeder am Ende des Lebens teil­ha­ben muss, ob er möch­te oder nicht? Und wo jedem gezeigt wird, was Gott von unse­ren Sün­den hält und wel­ches Schick­sal wir dafür ver­die­nen.
    Es wür­de mich nicht wun­dern, wenn das Mäd­chen, das das Klas­sen­zim­mer ver­ließ, selbst abge­trie­ben hät­te. An die­sen gezeig­ten Ultra­schall­bil­dern erkennt man unwei­ger­lich, dass Abtrei­bung wirk­lich Mord ist, auch wenn der getö­te­te Mensch kei­ne 1,80 m groß ist und vor einem steht, statt­des­sen ver­bor­gen im Mut­ter­leib, aber nicht weni­ger leben­dig ist.

    Und das ober­fläch­li­che Ver­hal­ten der Eltern und des Direk­tors macht den vor­ge­zeig­ten Beweis, dass eine Abtrei­bung der Mord eines leben­den Men­schen ist, um nichts weni­ger wahr.
    Man kann nur hof­fen, dass etwas im Gewis­sen aller Betei­lig­ten hän­gen geblie­ben ist.

    • Außer­dem sind 16-jäh­ri­ge, zumin­dest bei uns ins Öster­reich, berech­tigt zu Rau­chen, sie dür­fen sich ins Koma trin­ken, Geschlechts­ver­kehr haben und danach unge­straft ihr Kind abtrei­ben. Sie dür­fen sich die schlimm­sten Hor­ror­fil­me anse­hen oder im Inter­net Fil­me von Hin­rich­tun­gen ech­ter Men­schen. Und dann meint man, obi­ger Film sei den Jun­gen unzu­mut­bar? Da stimmt doch etwas nicht.

      Ange­sichts von 40 Jah­ren Fri­sten­lö­sung in Öster­reich möch­te ich ger­ne Fol­gen­des in Erin­ne­rung rufen.
      Unter dem „Son­nen­kö­nig“ Bru­no Krei­sky wur­de eben­die­se in Öster­reich beschlos­sen mit 92 zu 89 Stim­men gegen die Volks­par­tei und die Frei­heit­li­chen.
      Krei­sky, dem es nach die­sem schwer­wie­gend sünd­haf­ten Geset­zes­be­schluss gesund­heit­lich immer schlech­ter erging, erlitt übri­gens meh­re­re Schlag­an­fäl­le und erblin­de­te erst an einem Auge, spä­ter auch am ande­ren.
      Die spä­ter nach ihrem Tod(wie Bar­ba­ra Pram­mer) öffent­lich ver­ehr­te Frau­en­mi­ni­ste­rin Johan­na Dohnal hat die Fri­sten­lö­sung gar als „gro­ßen Erfolg der Frau­en­po­li­tik“ bezeich­net. Und auf ihren Spu­ren, sogar noch radi­ka­ler, wan­delt nun ihre Nach­fol­ge­rin Hei­nisch-Hosek.
      Ich den­ke, es soll­te klar ersicht­lich sein, bei wel­chen Ent­schei­dungs­trä­gern und auf wel­cher Ideo­lo­gie die Schuld für die Abtrei­bungs­le­ga­li­sie­rung in Öster­reich lastet. Und ich den­ke auch, dass Gott die Bei­hil­fe zur Abtrei­bung sowie die Abtrei­bung selbst nicht unge­straft lässt, weder zu Leb­zei­ten, noch viel weni­ger nach dem Tod. Sein Segen liegt auf dem Ein­hal­ten sei­ner Gebo­te und Fluch ereilt die­je­ni­gen die sie in gro­ßem Sti­le bre­chen.

      • Ach was „zumut­bar“! Das wird vor­ge­scho­ben — es geht um den logi­schen Wider­spruch: wenn man eine Geset­zes­la­ge schafft, die Sie beschrei­ben, kann man nicht im staat­li­chen Schul­un­ter­richt wie­der deren Bekla­gung hin­neh­men.

        Ich wür­de mich bei der Ent­wick­lung hin zu die­ser Geset­zes­la­ge nicht bloß auf die Ent­schei­dungs­trä­ger kon­zen­trie­ren — sie konn­ten tat­säch­lich auf eine teil­wei­se unge­rech­te, heuch­le­ri­sche und grau­sa­me Pra­xis im Umgang mit der natür­lich auch zuvor vor­lie­gen­den Pro­ble­ma­tik. Abge­trie­ben wur­de immer (wie­so sonst so stren­ge Geset­ze dage­gen, wenn das nicht immer ein gro­ßes pro­blem gewe­sen wäre?) und die Schuld lag meist nicht nur bei der Frau, son­dern in einem gan­zen Kom­plex bigot­ter und hin­ter­tup­fi­ger „Moral“, die aus­weg­lo­se und unge­rech­te Situa­tio­nen schuf.

        Vor ca. 60 Jah­ren noch haben auch gläu­bi­ge Katho­li­ken die­se unge­rech­ten Ver­hält­nis­se, „katho­li­sche“ Dop­pel­mo­ral und die Recht­lo­sig­keit der Miss­brauch­ten und v.a. der „Bastar­de“ — der schuld­lo­sen Kin­der — deut­lich benannt und beklagt. Ich kann­te meh­re­re alte Men­schen, die sol­che „Ban­ger­te“ waren und bru­tal dis­kri­mi­niert wur­den. Lei­der weiß ich auch von mei­nem „katho­li­schen“ Urgroß­va­ter, dass er fremd­ging und einen sol­chen „Bastard“ her­vor­brach­te, des­sen gesell­schaft­li­cher Sta­tus schlecht war, der mei­nes Urgroß­va­ters blieb unverändert…Das ist alles nicht lan­ge her, und als man die Gesetz­ge­bung änder­te waren die Wun­den aus die­ser Pra­xis noch sehr frisch. da liegt wirk­lich mehr im Argen als bloß „lin­ke“ Poli­tik!

        Heu­te hat die gesam­te tra­di­to­na­li­sti­sche Rich­tung „dicht gemacht“ und ver­klärt ver­gan­ge­ne Ver­hält­nis­se, als sei da alles groß­ar­tig gelau­fen.
        Nicht zuletzt hat ein total ver­dun­kel­tes Glau­bens­zeug­nis der Kir­che auch schon vor dem Kon­zil, lan­ge vor dem Kon­zil — und das bezeugt wie gesagt die treue katho­li­sche Lite­ra­tur schon im 19. Jh — erst zu die­sen Explo­sio­nen geführt.
        Zwar muss nicht „die Kir­che“ Buße tun, aber wir müss­ten es tun und end­lich den Kreuz­weg gehen wol­len. Nicht katho­lisch herr­schen, son­dern katho­lisch die­nen.

      • @zeitschnur:

        Ich sehe sie ver­su­chen von ihrem ideo­lo­gi­schen Stand­punkt aus, mei­nen Kom­men­tar zu rela­ti­vie­ren. Ich blei­be aber dabei und möch­te noch hin­zu­fü­gen, dass es in der EU die Lin­ken waren die sich für den Kampf gegen das Kreuz vor des Teu­fels Kar­ren span­nen lie­ßen und die für den Est­re­la/L­u­n­acek-Bericht und sämt­li­che Gen­der-Poli­tik ver­ant­wort­lich zeich­nen.
        Die Lin­ken ver­pflich­ten sich in ihren Par­tei­pro­gram­men für Offen­heit und „Tole­ranz“ und opfern dafür die christ­li­chen Wur­zeln Euro­pas, für die sich wie­der­um die ideo­lo­gi­sche Gegen­sei­te (mehr oder min­der) ein­setzt.

        Wenn man einen Reli­gi­ons­leh­rer sus­pen­diert weil er den Schü­lern die Wahr­heit über Abtrei­bung zeigt, dann unter­stützt man damit nur noch die­se lin­ke Poli­tik und heißt die­se Geset­ze indi­rekt für gut. Damit gibt man ande­ren das denk­bar schlech­te­ste Bei­spiel ab.
        Der zustän­di­ge Direk­tor hät­te genau­so gut nichts tun kön­nen und damit wäre die Geschich­te wahr­schein­lich kei­ne Schlag­zei­le wert gewe­sen, wenn sie mich fra­gen.

      • @ dhmg

        Lei­der ver­ste­hen Sie nicht, was ich sagen woll­te. Scha­de. Die „Lin­ken“ hät­ten nie­mals die­sen Erfolg gehabt, wenn die wun­der­ba­ren „Rech­ten“ Euro­pa nicht mora­lisch wrackiert hät­ten mit ihrer Arro­ganz, Mit­tel­mä­ßig­keit, Aggres­si­vi­tät, Unge­rech­tig­keit und Süf­fi­sanz.

        Wenn man nicht histo­risch denkt, sieht man das nicht. Aber die Pro­ble­ma­tik fing nun mal nicht erst 1968 an, son­dern hat einen lan­gen, sehr lan­gen Vor­lauf.

        Ist es ideo­lo­gisch, dar­auf hin­zu­wei­sen?

  13. 12 — 16 jäh­ri­ge dür­fen alles; von der Pil­le ‑ohne die Eltern zu fra­gen, der Arzt muss sie geben- zum Geschlechts­ver­kehr, zu Por­no; ein­fach alles! Sie soll­ten bereits mit dem Lehr­plan 21 ab 7 Jah­ren, z.T. schon ab 5 Jah­ren Berüh­run­gen üben und üben ‑mit Spiel­zeug- wie der Geschl.-Verkehr geht, etc., aber sie dür­fen nicht wis­sen wie es einem Mensch der ‑am sicher­sten Ort der Welt- ent­steht, ergeht wenn er bru­tal aus-ein-ander-geris­sen wird! Schlim­mer als ein lang­sa­mer Tod­schlag ‑am „frü­her“ sicher­sten Ort der Welt- ist heu­te zum gefähr­lich­sten aller mög­li­chen Orte gewor­den!
    Dar­über darf man nicht spre­chen?
    Was sind das für Prie­ster? — Leh­rer? — Beam­te?
    Jähr­lich wer­den mehr durch Mord im Mut­ter­leib umge­bracht als wäh­rend dem gan­zen 2. Welt­krieg (in 6 Jah­ren) zusam­men???
    Gesetz­te ? Moral? Schöp­fung? Sün­de oder ???
    alles ille­gal, ver­bo­ten, aber mit Geset­zes-Umge­hung lega­li­siert?
    Quo vadis Euro­pa?
    einst ur-christ­lich? — nur christ­li­ches Abend­land? und heu­te???

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