Neue Kardinäle, unbekannte Namen und das alte Europa

Neue Kardinäle
Neue Kar­di­nä­le

(Rom) Im Rah­men des sonn­täg­li­chen Ange­lus gab Papst Fran­zis­kus heu­te am Peters­platz die Ernen­nung von 20 neu­en Kar­di­nä­len bekannt. Fünf­zehn davon ste­hen im akti­ven Dienst und sind Papst­wäh­ler im Kon­kla­ve. Fünf haben das 80. Lebens­jahr bereits überschritten.

Sie stam­men aus acht­zehn Staa­ten aller fünf Kon­ti­nen­te. Auf­fal­lend ist die Ernen­nung außer­eu­ro­päi­scher und nicht-west­li­cher Kir­chen­ver­tre­ter. Vie­le von ihnen sind in Rom kaum bekannt. Nur zwei neue Papst­wäh­ler, der Patri­arch von Lis­sa­bon und der Erz­bi­schof von Hanoi, sind Inha­ber einer Kathe­dra, mit der tra­di­tio­nell die Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den ist. Patri­arch Cle­men­te wur­de am 18. Mai 2013 von Papst Fran­zis­kus ernannt. Der Erz­bi­schofs­sitz von Ran­gun steigt fak­tisch in die­sen Rang auf. Der Vor­gän­ger des künf­ti­gen Kar­di­nals war als erster Erz­bi­schof von Johan­nes Paul II. mit der Kar­di­nal­s­wür­de aus­ge­zeich­net wor­den. Her­aus­ra­gen­de­re Bischofs­ge­stal­ten wie der Patri­arch von Vene­dig, die Erz­bi­schö­fe von Brüs­sel-Mecheln und Phil­adel­phia, die zu den Anwär­tern gehör­ten, oder der Erz­bi­schof von Fer­ra­ra oder die Bischö­fe von Chur und Fre­jus-Tou­lon wur­den nicht berücksichtigt.

Die Erneue­rung der Kir­che, in wel­che Rich­tung auch immer, soll offen­bar nicht über den Westen erfol­gen. Papst Fran­zis­kus schwächt das Gewicht der Römi­schen Kurie und Euro­pas, das er bei sei­nem Besuch in Straß­burg im Euro­päi­schen Par­la­ment und Euro­pa­rat als „unfrucht­bar“ und über­al­tert bezeich­net hat­te. Von den fünf­zehn neu­en Kar­di­nä­len sind elf Metro­po­li­ten, drei aber „nur“ Diözesanbischöfe.

Erhal­ten, wenn auch ver­la­gert, bleibt das Gewicht ita­lie­nisch- und spa­nisch­spra­chi­ger Pur­pur­trä­ger sowie der Sale­sia­ner, die zwei neue Kar­di­nä­le stellen.

Der Erzbischof von Adis Abeba
Der Erz­bi­schof von Adis Abeba

Hin­fäl­lig wer­den damit alle Spe­ku­la­tio­nen rund um Erz­bi­schofs­sit­ze, die bis­her mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den waren.

Die Kar­di­nal­s­kre­ierung erfolgt am 14. Febru­ar. Am 15. Febru­ar wird der Papst mit den neu­en Kar­di­nä­len im Peters­dom die Hei­li­ge Mes­se zele­brie­ren. Die neu­en Pur­pur­trä­ger wer­den bereits am 12. und 13. Febru­ar am ordent­li­chen Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um teil­neh­men, das zur Kuri­en­re­form ein­be­ru­fen wurde.

Nur einer der neu­ernann­ten Kar­di­nä­le gehört der Römi­schen Kurie an. Es han­delt sich um den bis­he­ri­gen „Außen­mi­ni­ster“ des Hei­li­gen Stuhls, den Papst Fran­zis­kus am ver­gan­ge­nen 8. Novem­ber zum Prä­fek­ten des Ober­sten Gerichts­ho­fes der Apo­sto­li­schen Signa­tur mach­te, nach­dem er den bis­he­ri­gen Amts­in­ha­ber, Kar­di­nal Ray­mond Leo Bur­ke auf unsanf­te Wei­se aus dem Amt ent­fernt hat­te. Kar­di­nal Bur­ke hat­te zuvor mehr­fach Beden­ken zu Art und Aus­rich­tung des der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kats geäußert.

Mit der Ernen­nung von zwei neu­en ozea­ni­schen Kar­di­nä­len, rückt die mög­li­che Erset­zung von Kar­di­nal Geor­ge Pell als Ver­tre­ter die­ses Erd­teils im C9-Kar­di­nal­s­rat in den Bereich des Möglichen.

Die neuernannten Kardinäle

Kuri­en­erz­bi­schof Domi­ni­que Mam­ber­ti, Titu­lar­erz­bi­schof von Sago­na, Prä­fekt des Ober­sten Gerichts­hofs der Apo­sto­li­schen Signa­tur (Frank­reich)

Patri­arch Manu­el José Macá­rio do Nasci­men­to Cle­men­te von Lis­sa­bon (Por­tu­gal)

Erz­bi­schof Ber­ha­neyesus Deme­rew Sou­r­a­phiel CM von Addis Abe­ba (Äthio­pi­en)

Erz­bi­schof John Atcher­ley Dew von Wel­ling­ton (Neu­see­land)

Erz­bi­schof Edo­ar­do Meni­chel­li von Anco­na-Osi­mo (Ita­li­en)

Erz­bi­schof Pierre Nguy­àªn Văn Nhon von Hanoi (Viet­nam)

Erz­bi­schof Alber­to Suá­rez Inda von More­lia (Mexi­ko)

Erz­bi­schof Charles Maung Bo SDB Ran­gun (Myan­mar)

Erz­bi­schof Fran­cis Xavier Kri­engs­ak Kovit­ha­va­nij von Bang­kok (Thai­land)

Erz­bi­schof Fran­ces­co Mon­te­ne­gro von Agri­gent (Ita­li­en)

Erz­bi­schof Dani­el Fer­nan­do Stur­la Ber­hou­et SDB von Mon­te­vi­deo (Uru­gu­ay)

Erz­bi­schof Ricar­do Bláz­quez Pérez von Val­la­do­lid (Spa­ni­en)

Bischof José Luis Lacun­za Mae­stro­juán OAR von David (Pana­ma)

Bischof Arlin­do Gomes Furtado von Sant­ia­go de Cabo Ver­de (Kap­ver­di­sche Inseln)

Bischof Soa­ne Pat­i­ta Pai­ni Mafi von Ton­ga (Ton­ga)

Von den fünf­zehn neu­en Papst­wäh­lern wur­den der Prä­fekt der Apo­sto­li­schen Signa­tur, der Patri­arch von Lis­sa­bon und der Erz­bi­schof von Mon­te­vi­deo von Papst Fran­zis­kus in ihre heu­ti­gen Ämter beru­fen. Die Erz­bi­schö­fe von Hanoi, Bang­kok, Agri­gent, Val­la­do­lid und die Bischö­fe von Sant­ia­go de Cabo Ver­de und Ton­ga von Bene­dikt XVI. und die übri­gen sechs Neo-Kar­di­nä­le von Johan­nes Paul II. beru­fen. Von den fünf­zehn neu­en Kar­di­nä­len, die an einem Kon­kla­ve teil­neh­men kön­nen, wur­den zwölf von Johan­nes Paul II. zu Bischö­fen ernannt. Drei, die Erz­bi­schö­fe von Bang­kok und Mon­te­vi­deo und der Bischof von Ton­ga, von Bene­dikt XVI.

Auf­grund per­sön­li­cher Ver­dien­ste ernann­te Papst Fran­zis­kus fünf Kir­chen­män­ner, die bereits das 80. Lebens­jahr voll­endet haben und nicht mehr Papst­wäh­ler sind.

José de Jesús Pimi­en­to Rodrà­guez, eme­ri­tier­ter Erz­bi­schof von Maniza­les (Kolum­bi­en)

Lui­gi De Magi­stris, Titu­lar­erz­bi­schof von Nova, eme­ri­tier­ter Pro-Groß­pö­ni­ten­ti­ar (Ita­li­en)

Karl-Joseph Rau­ber, Titu­lar­erz­bi­schof von Iubal­tia­na, Apo­sto­li­scher Nun­ti­us a.D. (Deutsch­land)

Luis Héc­tor Vill­al­ba, eme­ri­tier­ter Erz­bi­schof von Tucu­mán (Argen­ti­ni­en)

Júlio Duar­te Lan­ga, eme­ri­tier­ter Bischof von Xai-Xai (Mosam­bik)

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: MiL/Wikicomons

52 Kommentare

  1. Rau­ber , das ist der „Kil­ler“ von Erz­bi­schof Haas, der spät aber doch sei­ne 30 Sil­ber­lin­ge bekommt!

    • Bischof Haas wur­de zum Erz­bi­schof beför­dert, obwohl er sei­ne Diö­ze­se gespal­ten hat. Rau­ber hat nie­mand gekillt oder verraten.

      • Mgr. Haas ließ sich von den Pro­gres­si­sten nicht für Ihr „Aufbruch“-Unternehmen ein­span­nen, wes­halb die­se — mit Dau­er­feu­er­un­ter­stüt­zung der öffent­lich-recht­li­chen wie auch der gesam­ten Print­me­di­en — einen der­ar­ti­gen Radau ver­an­stal­te­ten, dass die dann getrof­fe­ne „Lösung“ durch­aus vom dama­li­ge Nun­ti­us stamm­te. Da Rom kei­ne „balls“ hat­te, ließ es den Bischof fal­len, wes­halb man den Neo­ka­di­nal wenig­stens als „Ein­fäd­ler“ die­ser Jäm­mer­lich­keit bezeich­nen kann.

        Nicht uner­wähnt blei­ben soll­te, dass die­se ach so „Tole­ran­ten“ und „Offe­nen“ auch noch sei­ne liech­ten­stei­ni­sche Staats­bür­ger­schaft bemän­gel­ten; Sie schei­nen dort wirk­lich gut hinzupassen.

      • Gespal­ten? Wohl in Katho­li­ken und nicht-Katholiken!
        Ich kann Ihnen nicht sagen wie sehr mich Ihre Postings hier ner­ven… war­um gehen Sie nicht zu dem Protestanten?

      • @Pascal bzgl. Ihres Kom­men­ta­res an Sarah
        Das Glei­che wie Sie, den­ke ich mir auch immer bei Sarahs Kommentaren…
        …Die gro­ßen Hul­di­ger von F. und sei­ner „Faschings­trup­pe“…

      • @ Pas­cal: Der Herr hat uns ver­hei­ßen, dass der Tag kom­men wird, wo man die gesun­de Leh­re nicht mehr erträgt. Scha­de, dass es nun für Sie so weit ist!

      • @Sarah:
        Lesen Sie Lk 12,51–53 und den Brief v. Cle­mens an die Korin­ther („Erster Kle­mens­brief“( beson­ders Kap.57):
        Ein Bischof ist der Wahr­heit, dem Logos, Jesus Chri­stus ver­pflich­tet- nicht einem mehr oder weni­ger demo­kra­ti­schem Gre­mi­um von Volksrepräsantanten.
        Die Ein­heit kann immer nur in der Wahr­heit statt­fin­den- es ist Unsinn fal­sche Ire­nie ggb. Abtren­nung von häre­ti­schen Ten­den­zen („Spal­tung“) zu preferieren.
        Rom war sehr wenig mutig („no balls“), um nicht zu sagen fei­ge (auch kei­ne Tugend des Hl. Geistes).
        Sehr ele­gant wur­de Bischof Haas dann nach Vaduz pilo­tiert, wo das Für­sten­haus ihn schüt­zen konn­te und Vaduz zum Erz­bis­tum wurde.

        A pro­pos Rau­ber: Rau­ber woll­te kil­len, und wohl Bischof André-Mutien Léonard als Kan­di­dat für den Erz­bi­schöf­li­chen Sitz v. Brüssel-Mecheln;
        S.H. Papst Bene­dikt XVI war wenig­stens hier so tap­fer die­sen Hir­ten zu nominieren.
        Kurz nach dem Weg­gang v. Rau­ber in Brüs­sel (Herbst 2009) deto­nier­te der Pädo­phi­lies­kan­dal v. Bischof v. Brüg­ge vanG­he­lu­we (März 2010), und in schnel­ler Abfol­ge dann der gewal­ti­ge Sumpf um Dan­neels, DeKesel, Bon­ny und Van­Looy; (vanG­he­lu­we und Dan­neels wur­den in der Tat nicht „ver­ra­ten“-
        dafür die flä­mi­sche Opfer).
        Da sitzt übri­gens noch sehr viel in der Pipeline.

      • Wes­sen Inter­es­sen ver­tre­ten Sie denn eigent­lich ? Wer nicht bestimm­ten links­un­ten Grup­pen will­fäh­rig ist, wird abge­wer­tet. Nicht mit uns.

      • Von S.E. Erz­bi­schof Wolf­gang Haas zu behaup­ten er hät­te „gespal­ten“ ist eine nie­der­träch­ti­ge Ver­leum­dung. Aber wer in der dama­li­gen Peri­ode in Chur am Hof gear­bei­tet oder gelebt hat weiß wie elen­dig man Erz­bi­schof Wolf­gang sein Wir­ken ver­lei­det hat. Seit dem Tag sei­ner Kose­kra­ti­on zum Koad­ju­tor-Bischof (und eigent­lich auch schon davor) war er den schlimm­sten Intri­gen und ver­werf­lich­sten Drang­sa­len durch die libe­ral-prores­si­sti­sche Cli­que ausgesetzt.

      • Lieb­ste Sarah, Ihr Satz ist ja lustig, was soll man davon hal­ten? „Rau­ber hat nie­mand gekillt oder ver­ra­ten.“ Sie ken­nen sich halt nicht aus, aber wie man nicht einem vor­wer­fen kann einen gekillt oder ver­ra­ten zu haben, ohne dass er es wirk­lich getan hat, kann man auch nicht von einem sagen, er habe es nicht getan und sei ein unschul­di­ges Lamm. Sie­he hier, wenig­stens weiß man ein wenig mehr wie Karl-Josef Rau­ber ist:http://www.kath.net/news/25871

      • @ Sarah: ich kann mich den ande­ren glau­bens­treu­en Kom­men­ta­to­ren nur anschlie­ssen: Sei­en Sie gnä­dig und gehen Sie — zu einem „libe­ra­len“ oder bes­ser gleich zu einem pro­te­stan­ti­schen Forum. Hier sind Sie falsch, wir sind ein lini­en­treu­es Forum, das sich der Tra­di­ti­on ver­pflich­tet weiß.

      • Sem­per catholicus.
        Lei­der muß ich Ihnen da wider­spre­chen, die­ses forum ist eben nicht „lini­en­treu“.
        Hier wer­den per­ma­nent hei­lig­mä­ßi­ge Päp­ste wie Gre­gor XVI., Pius IX. oder PIus X., von den älte­ren ganz zu schweigen,„kritisiert“ und übel geschol­ten obwohl dabei uns nur mit Heim­tücke die­se Neue­run­gen „erklärt“ wer­den sol­len. Die Betref­fen­den Spöt­ter wer­den die­ses ver­leum­de­ri­sche Zer­quat­schen als „Hin­ter­fra­gen“ „Kri­ti­sches mün­di­ges Den­ken“, „Dis­kus­si­on“ etc exkulpieren.
        Wäre die­ses Forum „lini­en­treu“ müß­te es eine Zen­sur geben, die der­glei­chen unter­bin­det. Die­se hie­si­ge schran­ken­lo­se Denk- und Rede­frei­heit hät­te in einem glau­bens­treu­en Kon­text nie­mals Platz.

    • Rau­ber ist auch der, der den ein­zi­gen her­vor­ra­gen­den Bischof im Sumpf der bel­gi­schen Kir­che als Erz­bi­schof von Meche­len-Brüs­sel zu ver­hin­dern such­te. Das zeigt schon welch Gei­stes Kind die­ser Typ ist.

  2. Gott sei Dank, kein Deut­scher als Papst­wäh­ler 😉 Mal im Ernst, die Tra­di­ti­on, Inha­ber bestimm­ter mäch­ti­ger Bischofs­sit­ze qua­si auto­ma­tisch zu Kar­di­nä­len machen, gehört abge­schafft. Mei­ner Mei­nung kann auch der Bischof von Hin­ter­kaff­lin­gen im Kon­go Kar­di­nal wer­den, wenn er dass Zeug dazu hat und ein auf­rech­ter Hir­te ist. Man den­ke im Gegen­zug nur an die Her­ren in Mainz oder Köln auf ihren hoch­ehr­wür­di­gen Fürst­bi­schofs­sit­zen, bei denen hät­te man die Tra­di­ti­on auch ger­ne mal aus­set­zen kön­nen. Fran­zis­kus kann ger­ne die Kurie vom Kopf auf die Füße stel­len, dass hät­te ich bei sei­nem Papst­na­men auch erwar­tet. Wenn ich aber sehe, wie er in der Glau­bens­leh­re und der Lit­ur­gie her­um­fuhr­werkt, glau­be ich nicht, dass er die rech­te christ­li­che Gesin­nung hat, um eine anstän­di­ge Kuri­en­re­form durchzuführen.

  3. Schön, dass die röm.-kath. Kir­che auch in der Aus­wahl der Kar­di­nä­le immer mehr zu einer Welt­kir­che wird, die nicht von Euro­pa aus domi­niert wird.

  4. Mit der Auf­stel­lung der meist unbe­kann­ten Kar­di­nä­len, setzt Papst Fran­zis­kus sei­ne Stra­te­gie als
    eine Art Schach­spiel fort. Mit der Erhe­bung zum Kar­di­nal, vor allem außer­west­li­chen Kandidaten
    wer­den jetzt schon die Wei­chen­stel­lun­gen für die Syn­ode 2015 voll­zo­gen. Man kann davon aus-
    gehen, dass der eine oder ande­re neu ernann­te Kar­di­nal schon aus Freu­de und Dank­bar­keit ge-
    gen­über Fran­zis­kus, auf der Syn­ode dem Geist oder Ungeist der Syn­ode fol­gen wird. Überaltert
    und unfrucht­bar bezeich­net der Papst die römi­sche Kurie. Die­se öffent­li­chen Beschimpfungen
    scha­den der katho­li­schen Welt­kir­che. Man muss schon fra­gen wozu das gut sein soll. Vie­le sol-
    len in der Kurie, so Fran­zis­kus, über­al­tert, unfrucht­bar und viel­leicht auch faul sein, nur einer ist
    über die­se Eigen­schaff­ten erha­ben und das ist Fran­zis­kus ( meint er ! ).
    Was wird noch werden ?

    • nur so… da Fran­zis­kus schein­bar nicht über­al­tert, frucht­bar und nicht faul sei… wird er sich ver­meh­ren… nach einer pas­sen­den Reform

    • Wäre inter­es­sant zu wis­sen wie­vie­le der neu kre­ierten Kar­di­nä­le über gute Ita­lie­nisch Kennt­nis­se ver­fü­gen, sich in Rom aus­ken­nen und dort über hilf­rei­che Bezie­hun­gen verfügen.
      Bei den­je­ni­gen die dies alles nicht haben, dürf­te es eine län­ge­re Anlauf­pha­se geben, die über die kom­men­de Bischofs­syn­ode hin­aus andau­ern dürfte.
      1:0 für Papst FranzI.

  5. @Tschip
    Was heißt: „Schön, dass die röm.-kath. Kir­che auch in der Aus­wahl der Kar­di­nä­le immer mehr zu einer Welt­kir­che wird, die nicht von Euro­pa aus domi­niert wird.“ Die­se „neu­en“ wur­den aus­ge­sucht nicht damit die­se das Sagen bekom­men son­dern damit Rom die­sen Län­dern den Glau­ben nimmt. Damit die­se Län­der, wie es Arlin­do Gomes Furtado, Erz­bi­schof von Sant­ia­go bei einem Inter­view bekennt: zurück­ge­blie­ben sind und sie sich Euro­pas Stil zu eigen machen wol­len… Wir sehen doch bereits Ver­än­de­run­gen in den Phil­ip­pi­nen, durch die Hil­fe die sie aus Ins­bruck erhal­ten sol­len sie sich den Wün­schen Öster­reichs anpas­sen und den Taber­na­kel weg rücken, wie auch die Kir­chen qua­si: „entsa­kra­li­sie­ren“ und alles „katho­li­sche“ und aus ihrer Mit­te ver­ban­nen. Euro­pa ist bereits ver­gif­tet, jetzt kom­men die ande­ren Län­der dran.

    • Das biss­chen Unter­stüt­zung aus Öster­reich für die Phil­ip­pi­nen ist wirk­lich kein Grund, dass sie sich den Orts­kir­chen Öster­reichs anpas­sen. Oder haben Sie kon­kre­te Zah­len? Die Diö­ze­se Inns­bruck gehört nun wirk­lich nicht zu den rei­chen Diö­ze­sen, auch wenn in ihrem Gebiet ein paar rei­che­re Klö­ster sind.
      Sie haben wohl Angst, dass die Men­schen ihren Ver­stand benut­zen und hin­ter­fra­gen, was denn wirk­lich auf Jesus zurück­geht? Denn Glau­be kann nicht ver­ord­net wer­den. Oder glau­ben Sie wirk­lich, dass der Glau­be in frü­he­ren Zei­ten stär­ker und ver­brei­te­ter war? Man war eben katho­lisch, weil es dazu­ge­hör­te. Aber wären die Lan­des­her­ren wirk­lich Chri­sten gewe­sen, hät­te es kei­ne Krie­ge unter­ein­an­der gegeben.

  6. @Tschip
    Was heißt hier: „Schön, dass die röm.-kath. Kir­che auch in der Aus­wahl der Kar­di­nä­le immer mehr zu einer Welt­kir­che wird, die nicht von Euro­pa aus domi­niert wird.“ Die­se „neu­en“ wer­den gewählt um durch sie die Län­der umso bes­se­re zu errei­chen, denen man Gift ver­ab­rei­chen möch­te. Wie es Arlin­do Gomes Furtado, Erz­bi­schof von Sant­ia­go in einem Inter­view bekennt: sind die­se Län­der zurück­ge­blie­ben und doch möch­ten sie sich den Stil der Euro­pä­er zu eigen machen. Was bedeu­tet: „modern“ wer­den und „zu einer Kir­che, in der der Mensch im Mit­tel­punkt steht und nicht Gott das Mess­op­fer und die hei­li­ge Ortho­do­xie“. Deren Kir­chen möch­te man immer mehr zu „Euro­pa“ ver­wan­deln… um nicht zu sagen: zu deut­schen und öster­rei­chi­schen (Luthe­ri­schen) Kir­chen. Der gan­ze mysti­sche Leib soll ver­gif­tet wer­den. Vom Kopf aus soll die Krank­heit alle Glie­der befal­len… Den­ken wir an die Phil­ip­pi­nen, die sich jetzt, weil sie Hil­fe aus Ins­bruck erhal­ten, den Wün­schen der Öster­rei­cher unterd­ord­nen und sich nicht an das was Papst Bene­dikt XVI. ver­ord­net hat­te, hal­ten, son­dern sie rücken den Taber­na­kel weit weg, moder­ni­sie­ren die Got­tes­häu­ser und pas­sen die Lit­ur­gie immer mehr dem pro­te­stan­ti­schen Stil an. Sie­he hier:
    https://www.katholisches.info/2015/01/02/neues-jahr-alte-laster-philippinische-bischofskonferenz-annulliert-reform-der-reform-benedikts-xvi/
    Die Phil­ip­pi­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz annul­liert weni­ge Tage vor dem Besuch von Papst Fran­zis­kus die lit­ur­gi­sche „Reform der Reform“ Bene­dikts XVI. und beschließt, bei Kir­chen­neu­bau­ten den Taber­na­kel aus dem Altar­raum zu verbannen…

  7. Ich bin gespannt, ken­ne nie­man­den der neu­en Kar­di­nä­le, habe aber war­um auch immer ein gutes Gefühl bei den Ernen­nun­gen… let’s see!

      • Das ist schon­mal nicht schlecht:

        Arch­bi­shop Alber­to Suá­rez Inda, Abp. of More­lia (Mexi­co), cele­bra­tes the Tra­di­tio­nal Mass and Tra­di­tio­nal Con­fir­ma­ti­ons (Decem­ber 2013 — see RORATE post from the time) — he will be crea­ted Car­di­nal in the Con­si­sto­ry of Febru­a­ry 14, 2015.

        Quel­le: rora­te cae­li Web­sei­te, dort gibt es auch ein Foto

        Aber wie gesagt: schau mer mal!

    • Es gibt eben eini­ge, die gleich ein­mal skep­tisch sind — kann denn von Papst Fran­zis­kus etwas Gutes kommen?
      Gut, dass Bischofs­sit­ze nicht mehr auto­ma­tisch Kar­di­nal­s­wür­de erhal­ten, son­dern dass Bischö­fe zu Kar­di­nä­len ernannt wer­den, die dafür geeig­net sind.
      Übri­gens, jeder Papst hat die ihm Geneh­men zu Kar­di­nä­len ernannt — davor aber in die ent­spre­chen­den Diö­ze­sen ver­setzt. Jetzt hat Papst Fran­zis­kus es gewagt, dies zu entkoppeln.

      • Mei­ne Sicht der Dinge:

        Fra­ge:
        Kann denn von F. nichts Gutes kommen?7

        Ant­wort:
        Nein! Und wenn doch, ist das Augen­wi­sche­rei um die Mas­sen zu ver­füh­ren, zu täu­schen und sie letzt­end­lich im Wider­sa­cher zuzuspielen!

  8. Ber­doglio wird schon dafür gesorgt haben, dass die nach sei­nen Kri­te­ri­en „Rich­ti­gen“ das Amt bekom­men. Ber­doglio-Geg­ner sind wohl nicht dabei. Der Miß­brauch schrei­tet doch unge­hin­dert voran.

    • Das­sel­be haben doch sei­ne Vor­gän­ger auch getan. Jeder sucht sich sei­ne Mit­ar­bei­ter aus, denen er ver­traut. Und fragt nicht die Pius­bru­der­schaft oder das Opus Dei, ob es genehm sei.

  9. Ber­go­glie sag­te von sich selbst (ach wie „ent­lar­vend“), er sei kein Theo­lo­ge. Aber was er in Wahr­heit offen­bart sich täg­lich mehr: Ein Sub­jek­ti­vist, Dau­er­schwät­zer und Des­pot. Er ist dar­über­hin­aus ein sehr nach­träg­li­cher bis zyni­scher und selbst­ge­fäl­li­ger Aktio­nist. Wäre er ein welt­li­cher Macht­ha­ber oder Par­tei­chef, er wäre längst gestürzt und weg­ge­puscht worden!

  10. Rau­ber: es gibt ein inter­es­san­tes Foto von Rau­ber mit Kard. W.Kasper, „Kard.“ G.Danneels, Bischof R. vanG­he­lu­we und Bischof J.Bonny (2009):
    eine inter­es­san­te Trup­pe, war doch RvG prak­ti­zie­ren­der Pädo­phi­le und demo­lier­te sein Bis­tum 25 Jah­re lang (der jet­zi­ge Homo-Pädo-Maso-Zoo-sumpf ist auf ihn zurück­zu­füh­ren), ist Dan­neels seit 30 Jah­ren eben­falls in Tole­rie­rung und Ver­tu­schung von Pädo­skan­da­len ver­wickelt und eben­fals ein Glau­bens­de­mo­la­tor erster Kate­go­rie, ist Bon­ny laut häre­tisch und eben­falls mit Unter­stüt­zern der Inter­es­sen der Pädo­phi­len in der Kir­che ver­bun­den ( Eine sol­che Grup­pe gab es tat­säch­lich in Ant­wer­pen in 1984, bewor­ben im Kir­chen­blatt „Kerk&Leven“, geführt vom jet­zi­gen Dechan­ten Jef Bar­zin (Ant­wer­pen-Noord)), inzwi­schen auch stark pro-homo und pro-bi (das wird dann wohl in Trio­lis­mus aus­ar­ten) und in pro-Le, ist Kas­per inzwi­schen mehr als bekannt mit sei­nen Reden und Aktio­nen vor der „Syn­ode der Familie“.
    All die­se Her­ren sind der Tra­di­ti­on abge­neigt, beson­ders die Lit­ur­gie der triden­ti­ni­schen Mes­se („for­ma extraordinaria/ ordo anti­quus“), all die­se Her­ren reden und schrei­ben moder­ni­sti­sches Zeug, waren ggb. P. Bene­dikt XVI feind­lich ein­ge­stellt, pro­du­zier­ten nicht sel­ten pla­ka­tiv häre­ti­sches (vanG­he­lu­we und Bon­ny, auch Dan­neels), und ausser Kas­per haben all die­se Typen in den Pädo­skan­da­len durch schul­di­ges Ver­säum (um nicht mehr zu sagen) versagt.

    Es hängt ein Gerüch­le um der gan­zen Sache, und wohl nicht 4711.
    Jetzt muß allein noch vanG­he­lu­we rehabilitiert/pardonniert wer­den und dann müs­sen bei der näch­sten „Syn­ode für die Fami­lie“ Dan­neels und Kas­per wenig­stens nicht allein herumturnen.

    „La Sot­ti­se ne tue pas“-Die Tor­heit tötet nicht.
    Es paßt gut zu Ber­go­glio- ob es gut für die Kir­che ist, steht auf einem ande­ren Blatt.

  11. Rau­ber war vom 22.02.2003 bis Herbst 2009 Apo­sto­li­scher Nun­ti­us für Bel­gi­en und Luxemburg;
    ein schwie­ri­ger Posten, hat Bel­gi­en doch seit dem 2. Vati­ca­num eine ein­zig­ar­ti­ge Glau­bens­de­mo­lie­rung erlebt (noch aus­ge­präg­ter als in den Nie­der­lan­den und in Frank­reich, ähn­lich wie in Quebec);
    beson­ders funest war die Kom­bi­na­ti­on von einer­seits brei­ter Pädo­phi­lie, auch in kirch­li­chen Milieus pro­pa­giert und betrie­ben, und ander­seits Imbe­ci­li­sie­rung der Kate­che­se und der Liturgie.
    Unter den vor­he­ri­gen Nun­tii Gio­van­ni Moret­ti (1989–1999) und Pier Lui­gi Cela­ta (1999–2002) fand die Publi­ka­ti­on des Reli­gi­ons­buchs Roeach3 mit ein­schlä­gig pädo­phi­len Illu­stra­tio­nen und dito Text statt, hef­tigst kon­te­stiert von beun­ru­hig­ten Eltern, und mit Alar­mie­rung vom Kar­di­nal-Pri­mas Dan­neels( abwei­send), des Nun­ti­us (eben­falls abwei­send-er ließ die Brüs­se­ler Poli­zei mit Ein­satz­wä­gen mit Was­ser­ka­no­nen gegen den Rosen­kranz beten­de demon­strie­ren­de Eltern auf­mar­schie­ren), mit Alar­mie­rung vie­ler Kar­di­nä­le (J. Ratzinger,Pio Laghi und Arin­ze in bester Erin­ne­rung); erst 1999 konn­te die­ser Schund aus dem Unter­richt zurück­ge­zo­gen wer­den (NB auf ca. 25000 Exem­pla­ren gedruckt- der logi­sti­sche Auf­wand um dies alles zurück­zu­zie­hen muß enorm gewe­sen sein);
    1995 tauch­te der in Nord­ka­na­da bei den Inu­it „tätigen„westflämische Obla­ten­mis­sio­nar Eric Deja­eg­her unter nach­dem Kin­drmiß­brauch en mas­se in Igloo­lik auf­ge­tre­ten war.(untergetaucht in Blan­den, 6 km von der Theol. Fakul­tät Löwen, in einer schö­nen Ordens­vil­la, übri­gens mit häu­fi­ger Beglei­tung von Lourdeswallfahrten);
    Zuglei­cher­zeit explo­dier­ten in Nord­ame­ri­ka die Miß­brauchs­skan­da­len, sehr häu­fig mit gro­ßen Ent­schä­di­gungs­sum­men ver­bun­den und des­halb in der Öffent­lich­keit nicht unbemerkt.

    Beson­ders kri­tisch wur­de es wenn in Nord­bel­gi­en ähn­li­che Skan­da­le ans Licht kamen, dar­un­ter der Miß­brauch in dem Heim Tordale(Torhout, West­flan­dern), „Broe­ders van Dale“ (inzwi­schen fast aus­ge­stor­ben, nur noch 7 alte Mit­glie­der); und in den Hei­men der „Broe­ders van Lief­de“, dem damals größ­ten „caritativen„Orden, beson­ders bei den Behinderten.
    Die Gerichts­po­li­zei trat in Akti­on, ermit­tel­te und arrestierte.
    Spä­te­stens seit 1995 muß die Nun­tia­tur gewußt haben daß rie­si­ge Pro­ble­me vorlagen.
    2005–2006 wur­de dann Weih­bi­schof Lan­ne­au wegen Ver­tu­schung von Mis­se­ta­ten und Behin­de­rung des Gerichts ver­ur­teilt (er starb kurz hin­ter­her; Dan­neels war eben­falls ange­klagt , wur­de jedoch durch die tota­le Schuld­über­nah­me durch Lan­ne­au) nicht wei­ter behelligt.
    2005–2006 gei­ster­te der Fall eines homo­se­xull leben­den Prie­sters durch die Medi­en, drang­sa­liert durch Dan­neels, wobei pikan­ter­wei­se daß nicht die Homo­se­xua­li­tät an sich Dan­neels stör­te (von 1985bis 1999 bestand ein sehr hot­tes Spät­be­ru­fe­n­en­se­mi­nars in Ant­wer­pen, vie­le sei­ner Freunden/hohen Prä­la­ten waren invol­viert) son­dern nur das öffent­li­che Zeigen.
    Beson­ders wich­tig für die Nun­tia­tur: der tota­le Leer­lauf des Joh.XXIII-Seminars in Löwen, mit dem Ver­schwin­den vie­ler Semi­na­ri­sten in die Nie­der­lan­den. ff

  12. ff.
    (Dan­neels fer­tig­te hier­zu ein Rück­kehr­ver­bot aus).
    Was betrifft die Fakul­tät Theo­lo­gie der Uni­ver­si­tät Löwen (ein Haupt­schwer­punkt bei den Nuntiaturen):
    Hier wur­de eine unglaub­li­che Mas­se an Häre­sie, an Unsinn, an Blas­phe­mie produziert
    (THOMAS, ein Theo­lo­gisch „Bildungs„programm für Reli­gi­ons­leh­rer, mit AVIMO (Film­pro­duk­tio­nen), „www.oh-my-God-tv“, Radio „Black Maria“), sehr breit con­te­stiert und pro­te­stiert, teils auch direkt nach Rom.
    Als 2008 beim Dan­neel­s’Er­rei­chen der Alters­gren­ze (75 Jah­ren) dann des Öfte­ren aus kon­ser­va­ti­ver Ecke der Name v. B Léonard als tüch­ti­ge und sehr wür­di­ge Bischof fiel, wur­de von moder­ni­sti­scher Sei­te eine lau­te Pro­test­ak­ti­on gestartet.
    Rau­ber hat noch Mit­te 2009 inter­ve­niert beim Vati­kan um gegen B. Léonard zu hetzen;
    Rau­ber hat sich damit gegen eine Säu­be­rung die­ses sün­den­pfuhls ausgesprochen.
    Weni­ge Mona­te spä­ter deto­nier­te dann die Pädo­phi­lie­bom­be mit vanG­he­lu­we, ver­brann­te Dan­neels irrepa­ra­bel, DeKesel inzwi­schen auch (vor lau­fen­der Kame­ra medi­al hin­ge­rich­tet), und Bon­ny seit dem 28. Dezem­ber 2014 ebenfalls.
    Rau­ber darf , wie Dan­neels man­tra­haft wie­der­holt, natür­lich sagen daß er nichts gewußt hat und sich an nichts erin­nern kann.
    Aber er war trotz­dem am fal­schen Augen­blick an der fal­schen Stel­le und mit den fal­schen Freunden.
    Sei­ne Ernen­nung zu Kar­di­nal ist dann auch an erster Stel­le kein Affront an Papst Bene­dikt XVI.
    Es ist ganz ein­fach ein deut­li­cher Hin­weis was der Erz­bi­schof eme­ri­tus v. Bue­nos Aires denkt, was er fühlt, was er demon­strie­ren will.
    Santé!
    Ein sehr merk­wür­di­ger Klub- die Jubel­per­ser kön­nen sich noch an viel erwarten.
    Sub tuum presidium

  13. Bei die­ser Liste wird mir schlecht. Da kann nichts Gutes beim näch­sten Kon­kla­ve her­aus­kom­men. Ber­go­glio will den Moder­nis­mus mit die­sen Ernen­nun­gen zemen­tie­ren. Es läuft alles auf genau das hin­aus was ich schon befürch­tet hat­te, als die­ser Ita­lo-Argen­ti­ni­er vor bald zwei Jah­ren auf der Log­gia des Peters­do­mes erschien. Man muß die zukünf­ti­gen Kar­di­nal­s­krea­tio­nen rich­tig fürch­ten. Was kommt da auf uns zu?? Mir graut es!

    • Ber­go­glio hat ange­kün­digt die Kir­che unum­kehr­bar zu ver­än­dern. Die­se Agen­da ver­folgt er akri­bisch seit dem ersten Tag sei­nes Papsttums.
      Machen wir uns nichts vor und geben uns kei­nen Illu­sio­nen hin denn einen beträcht­li­chen Teil des von ihm anvi­sier­ten Tag­wer­kes hat er bereits vollbracht.
      Die Kir­che wird mit elan vital bis zur Unkennt­lich­keit enstellt bis sie end­lich ganz im Kult des Men­schen und in der lai­ka­len Men­schen­an­be­tung der Zivil­re­li­gi­on aufgeht.

      • Hoch­ge­ehr­ter Herr @J.G. Ratkaj,
        Gott ist all­mäch­tig und allgegenwärtig.
        Der Teu­fel dage­gen nicht.
        Wenn jemand ankün­digt die Kir­che unum­kehr­bar zu ver­än­dern, ver­neint er die All­macht Gottes.
        Die Kir­che, das cor­pus mysti­cum Chri­sti, kann nicht verschwinden;
        sie ist viel­leicht nicht mehr vor­han­den in den jäm­mer­li­chen Rest­struk­tu­ren einer frü­he­ren total abge­wrack­ten Volks­kir­che (ich den­ke hier an eini­gen Bis­tü­mer wo kein Stein mehr auf den ande­ren geblie­ben ist).
        Aber: der Hl. Geist weht wo er will (und nicht wo der Böse will).
        In den letz­ten Jah­ren (inzwi­schen Jahr­zehn­ten) sieht man ein ste­tes Wach­sen von Inter­es­se und Lie­be für wür­di­ge Lit­ur­gie, eine tie­fe Sehn­sucht nach dem usus anti­quus, ein Renou­veau der Gre­go­ria­nik, ein tie­fes Stu­di­um der Theo­lo­gie, ein gewal­ti­ges Zen­trie­ren auf das Gebet.
        Ich bin da sehr optimistisch.
        Es wird an der ande­ren Sei­te so wild hin und her gesprun­gen, soviel Kon­tra­dik­to­ri­sches gesagt, soviel Unsinn pro­du­ziert und dann auch noch inter­pre­tiert, ummo­du­liert und (wenn es zu gor­tig wird) kur­zer­hand zen­siert, daß dabei am Ende nichts Rich­ti­ges her­aus­kom­men kann.
        Für das Schrei­ben auf @katholisches.info gilt: 1. „Das Inter­net ist ein Geschenk Got­tes!“ (P.Franziskus Juni 2014) und für das Machen von Sel­fies usw. 2. „Ver­trö­delt Eure Zeit nicht mit dem Internet“(Franziskus August 2014) (das war wohl bei gro­ßer Webak­ti­vi­tät über die Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta und vor der Syn­ode, aber da gilt der 1. Satzteil).
        Totus tuus

      • Geschätz­ter Reichsrömer,
        Ja, der wil­de Eber ist in den Wein­berg ein­d­run­gen um alles zu ver­wü­sten. Was wir mome­tan erle­ben ist der fina­le Abschnitt des Pro­zeß­es die Kir­che, die eine gött­li­che Ange­le­gen­heit ist, zu einer ganz mensch­li­chen Sache wer­den zu lassen.
        Anstatt eif­rig das Erbe des Glau­bens zu bewah­ren gibt man sich der Sucht nach „Neue­run­gen“, „Refor­men“ in der Kir­che hin.
        Nach den Wor­ten des hei­li­gen Pap­stes Agatho(Brief Omni­um bono­rum spes, 27. März 680), darf von dem, was nach der Ord­nung bestimmt wur­de, nichts ver­min­dert, geän­dert oder hin­zu­ge­fügt wer­den, son­dern es ist viel­mehr dar­auf zu ach­ten, daß alles nach Wort und Sinn unver­letzt bewahrt wird. Das ist nun hin­ge­gen alles „Bal­last“ für das „wan­dern­de Volk Got­tes“ und die „Zei­chen der Zeit“, den „Dia­log“ und die „Öku­me­ne“
        Wir hören nun ohne Unter­lass, daß nur in einer „Erneue­rung“ und „Wider­be­le­bung“ Bestand und Wachs­tum gesi­chert wären.

  14. damit ist es mit der Hoff­nung eine Sperr Mino­ri­tät könn­te bei der näch­sten Papst­wahl eine Kor­rek­tur erzwin­gen vor­bei jetzt geht es rasant wie ab 1965 nach dem Tod von BXVI wird es dann scham­los mit der Liberalisierung

  15. „Her­aus­ra­gen­de­re Bischofs­ge­stal­ten wie der Patri­arch von Vene­dig, die Erz­bi­schö­fe von Brüs­sel-Mecheln und Phil­adel­phia, die zu den Anwär­tern gehör­ten, oder der Erz­bi­schof von Fer­ra­ra oder die Bischö­fe von Chur und Fre­jus-Tou­lon wur­den nicht berücksichtigt.“

    Solan­ge man die Illu­sio­nen auf neo-kon­ser­va­ti­ve Prä­la­ten wie Cha­put, Léonard und Moraglia setzt, die mit­nich­ten irgend­wie einen tra­di­tio­nell kon­ser­va­ti­ves Kor­rek­tiv zu Ber­go­glio bil­den oder irgend­ei­ne alt­gläu­bi­ge Agen­da ver­fol­gen son­dern au con­tr­ai­re sehr gut in den bun­ten Ber­go­glia­ni­schen Ein­topf pas­sen ist gehö­rig zu hin­ter­fra­gen inwie­weit der kon­ser­va­ti­ve Katho­li­zis­mus über­haupt noch nach sei­ner Ratz­in­ge­ria­ni­schen Imp­fung über­haupt schar­fen Durch­blick schöp­fen und fol­ge­rich­tig ana­ly­sie­ren kann. Ich den­ke nicht.

    • Dan­ke, lie­ber Herr Rat­kaj. Sie haben ein­mal mehr als einer der weni­gen den Mut, zu sagen, was wirk­lich los ist. Die „Neo­kon­ser­va­ti­ven“ sind lupen­rei­ne Moder­ni­sten. Sie brau­chen nur ein klein biss­chen Camou­fla­ge in blo­ssen Äusser­lich­kei­ten zu üben, schon fällt ein Groß­teil der angeb­li­chen Anhän­ger der Tra­di­ti­on auf sie her­ein. Das ist der Haupt­grund, war­um es um die Tra­di­ti­on so elend steht. Das ist die gröss­te Schuld von Ratz­in­ger-Bene­dikt, die er vor sei­nem Herrn wird ver­ant­wor­ten müssen.

  16. Habt ihr tat­säch­lich erwar­tet, dass Ber­go­glio ein „tra­di­tio­nell kon­ser­va­ti­ves Kor­rek­tiv“ zu Kar­di­nä­len ‎ernennt???‎

    In der jetz­ti­gen Situa­ti­on müß­te man schon froh sein, wenn ein paar soge­nann­te Neo­kon­ser­va­ti­ve ‎‎(was immer das auch ist) dabei wären…‎

    • Nein, eben nicht. Der Neo-Kon­ser­va­tis­mus eines Cha­put oder Moraglia wür­de die Bri­sanz der Lage nur ver­decken, und Klein­gei­stern der „Genera­ti­on Bene­dikt“, die trü­ge­ri­sche Hoff­nung geben „es ist ja alles nicht so schlimm“.

  17. Der Erz­bi­schof von Vene­dig, Fran­ces­co Moraglia, Patri­arch von Vene­dig und von Kar­di­nal Siri geweiht ist wie­der nicht dabei. Das sagt vieles…

    • Viel­leicht wird es eines Tages eine Aus­zeich­nung sein, von Fran­zis­kus NICHT ernannt, geschwei­ge denn von ihm sogar davon­ge­jagt wor­den zu sein. Wer weiß…

  18. Da die letz­te Hor­ror­syn­ode ja gezeigt hat, dass die Ret­tung der Kir­che nicht aus dem erschlaff­ten Alten Euro­pa, son­dern von den jun­gen blü­hen­den Kir­che der sog. „3. Welt“ kommt (s. Kas­pers ras­si­sti­sche Aus­fäl­le gegen die­se), stim­men mich die­se Kar­di­nal­s­er­nen­nun­gen aus­nahm­wei­se ein­mal zuversichtlich.
    Es ist das erste Mal seit Eig­kei­ten, dass ich eine Ent­schei­dung die­ses Pap­stes nicht kri­ti­sie­ren muss.

  19. Dass jetzt Kar­di­nä­le aus bekannt kern­ka­tho­li­sche Bana­nen­in­seln wie „Ton­ga“, „Neu­see­land“ und „Kap­ver­den“ kom­men, ist ein­fach nur noch wür­de­los für die Kir­che des katho­li­schen Abendlandes.
    Aber es paßt zu dem Sup­pen­kap­ser auf dem Stuh­le Petri.

    • Die­ses „Inter­na­tio­na­li­sie­ren“ des Sacro col­le­gio, das ja mit­nich­ten die „Welt­kir­che“ zu „reprä­sen­tie­ren“ hat, und auch der Kurie ist ja unab­ding­bar gewe­sen um die Däm­me zu bre­chen um die wah­re Leh­re in eine ande­re Rich­tung zu len­ken. Denn die­se gan­zen „Refor­men“ dies­be­züg­lich haben die Kurie und das Kar­di­na­lat als effek­ti­ves Organ der Kir­chen­lei­tung sabo­tiert sodaß der Umsturz und die Ver­än­de­rung sank­ti­os­los von Stat­ten gehen konn­te. Das hat Hw.Prof. Msgr May mehr­mals ein­drück­lich festgehalten.
      Wir hören aber nun, daß die Kir­che in Euro­pa im Nie­der­gang begriff­fen sei (die Schuld hie­zu wird exkul­pie­rend, das eige­ne Total­ver­sa­gen voll­kom­men negie­rend, eiem all­ge­mei­nen „demo­gra­phi­schen und men­tai­täts­mä­ßi­gem Wan­del“ zuge­schrie­ben, die Kurie „refor­miert“ wer­den müs­se und des­we­gen man sich auf eine „wach­sen­de“ Kir­che in den Ame­ri­kas, Asi­en und Afri­ka zu kon­zen­trie­ren habe. Die­ses Krä­mer­den­ken ist sym­pto­ma­tisch für die Selbst-Säku­la­ri­sie­rung der Kon­zils­kir­che. Sie wil uns erklä­ren die „Kri­se“ betref­fe nur das alte Euro­pa wäh­rend anders­wo alles wach­se und gedeihe.

Kommentare sind deaktiviert.