Kardinal Burke über den „Geheimkrieg im Vatikan: Wie Papst Franziskus die Kirche durcheinanderbringt“

Le Figaro Magazine über den "Geheimkrieg" des Papstes
Le Figa­ro Maga­zi­ne über den „Geheim­krieg“ des Pap­stes

(Paris) Die fran­zö­si­sche Tages­zei­tung Le Figa­ro wid­met der Katho­li­schen Kir­che die Titel­ge­schich­te des wöchent­li­chen Le Figa­ro Maga­zi­ne. „Geheim­krieg im Vati­kan: Wie Papst Fran­zis­kus die Kir­che durch­ein­an­der­bringt“. Im Mit­tel­punkt ste­hen ein „auto­ri­tä­rer Papst“, der eigen­wil­lig star­ke Ent­schei­dun­gen trifft und die wach­sen­de Unzu­frie­den­heit und Irri­ta­tio­nen in der Kir­che über sei­ne Vor­gangs­wei­se, Kri­ti­ker einen nach dem ande­ren zu eli­mi­nie­ren.

Das elf Sei­ten umfas­sen­de Dos­sier des Le Figa­ro Maga­zi­ne ent­hält auch ein Inter­view von Jean-Marie Gué­nois, dem Vati­ka­ni­sten der fran­zö­si­schen Tages­zei­tung mit Kar­di­nal Ray­mond Leo Bur­ke.

Gué­nois schreibt dazu: „Zum Papst gewählt, hat Fran­zis­kus schnell mit den euro­päi­schen Höf­lich­keitfor­men und alten Gewohn­hei­ten gebro­chen. Es han­delt sich um eine ‚unfrucht­ba­re Groß­mutter‘, hat­te er Ende Novem­ber in Straß­burg über den Alten Kon­ti­nent gesagt. Er hat mit allem gebro­chen, was das Papst­tum noch an impe­ria­len Glanz bewahrt hat­te. Kei­ne Knie­beu­gen mehr. Erst recht nicht der Ring­kuß. Hat die­ser Papst, der sich vor allem als Bischof von Rom fühlt – das Wort ‚Papst‘ kommt ihm nur sel­ten über die Lip­pen – nicht erst vor weni­gen Tagen einen Prä­la­ten kri­ti­siert, weil er zu einer Arbeits­sit­zung im Talar erschie­nen war? Nüch­ter­ner Anzug und Cler­gy­man rei­chen.“

Nach­fol­gend das Inter­view von Jean-Marie Gué­nois mit Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke:

Von Papst Bene­dikt XVI. zum Prä­fek­ten des Ober­sten Gerichts­ho­fes der Apo­sto­li­schen Signa­tur, einem Dikaste­ri­um der Römi­schen Kurie beru­fen, wur­de der ame­ri­ka­ni­sche Kar­di­nal von Papst Fran­zis­kus aus sei­nem Amt ent­fernt und zum geist­li­chen Assi­sten­ten des Mal­te­ser­or­dens ernannt. Ein äußert sel­te­ner Vor­gang in der Kir­chen­ge­schich­te. Der Kar­di­nal hat­te es gewagt, den von Papst Fran­zis­kus ver­folg­ten Weg öffent­lich zu kri­ti­sie­ren.

Le Figa­ro Maga­zi­ne: Kann ein Kar­di­nal unei­nig mit dem Papst sein?

Kar­di­nal Bur­ke: Natür­lich ist es mög­lich, daß ein Kar­di­nal mit dem Papst zu Fra­gen der Vor­ge­hens­wei­se oder der pasto­ra­len Linie uneins ist. Es ist hin­ge­gen unmög­lich, daß es Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zu Fra­gen der Glau­bens­leh­re und der Kir­chen­ord­nung gibt. Das bedeu­tet, daß ein Kar­di­nal in bestimm­ten Situa­tio­nen die Pflicht hat, dem Papst zu sagen, was er wirk­lich denkt. Natür­lich muß er sich immer auf respekt­vol­le Wei­se äußern, weil der Papst das Petrus­amt reprä­sen­tiert. Wenn der Papst Kar­di­nä­le um sich hat, dann gera­de damit sie ihm Rat­schlä­ge geben.

Wur­de den bei der Syn­ode über die Fami­lie auf­ge­tre­te­nen Unstim­mig­kei­ten zu viel Bedeu­tung bei­gemes­sen?

Selt­sam ist bei die­sem Dos­sier über die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen, daß jene, die dar­an erin­nert und ver­tre­ten haben, was die latei­ni­sche Kir­che immer gelehrt hat, beschul­digt wur­den, gegen den Hei­li­gen Vater zu sein und nicht in Ein­klang mit der Kir­che zu ste­hen … Das ist unglaub­lich! Die Kir­che hat­te immer theo­lo­gi­sche Dis­pu­te und har­te Aus­ein­an­der­set­zun­gen gekannt, in denen Theo­lo­gen und Kar­di­nä­le ver­an­laßt waren, ihre Mei­nung zu sagen. Wenn ich also gemein­sam mit ande­ren Kar­di­nä­len eine Stu­die zu die­sem The­ma ver­öf­fent­licht habe, um mei­ne Mei­nung dar­zu­le­gen, dann ist das im Geist einer wahr­haf­ti­gen theo­lo­gi­schen Dis­kus­si­on zum Zweck der Wahr­heits­fin­dung gesche­hen.

Hat es Sie erschüt­tert, was bei der Syn­ode gesche­hen ist?

Die Syn­ode war eine schwie­ri­ge Erfah­rung. Es gab eine Linie, jene von Kar­di­nal Kas­per kön­nen wir sagen, der sich jene anschlos­sen, in deren Hän­den die Lei­tung der Syn­ode lag. In Wirk­lich­keit scheint es, daß der Zwi­schen­be­richt [Rela­tio post dis­cept­atio­nem] bereits vor den Wort­mel­dun­gen der Syn­oden­vä­ter geschrie­ben wor­den ist! Und zwar im Sin­ne einer ein­zi­gen Linie, zugun­sten der Posi­ti­on von Kar­di­nal Kas­per … zudem wur­de die Homo­se­xu­el­len-Fra­ge ein­ge­fügt – die in kei­ner­lei Bezie­hung zum The­ma Ehe steht – indem man posi­ti­ve Ele­men­te in ihr such­te. Ein wei­te­rer sehr besorg­nis­er­re­gen­der Punkt: der Zwi­schen­be­richt ent­hält weder einen Hin­weis auf die Hei­li­ge Schrift noch auf die Tra­di­ti­on der Kir­che noch auf das Lehr­amt von Johan­nes Paul II. über die Ehe­part­ner. Das ist sehr befremd­lich. Eben­so die Tat­sa­che, daß im Schluß­be­richt die Para­gra­phen über die Homo­se­xua­li­tät und die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen ent­hal­ten sind, obwohl sie bei den Bischö­fen nicht die nöti­ge Mehr­heit fan­den.

Was steht auf dem Spiel bei die­ser Kon­tro­ver­se?

In einer Zeit gro­ßer Ver­wir­rung, wie wir durch die Gen­der-Theo­rie sehen, brau­chen wir um so mehr die kirch­li­che Leh­re über die Ehe. Und den­noch wer­den wir zum Gegen­teil gedrängt, in Rich­tung der Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on. Vom Drang das Ehe­nich­tig­keits­ver­fah­ren zu erleich­tern erst gar nicht zu spre­chen. Das alles wird fak­tisch zu einer Art „katho­li­scher Schei­dung“ füh­ren und damit zur Schwä­chung der Unauf­lös­lich­keit der Ehe, obwohl deren Grund­satz bekräf­tigt wird. Doch die Kir­che muß die Ehe ver­tei­di­gen und nicht schwä­chen. Die Unauf­lös­lich­keit der Ehe ist weder eine Buße noch ein Lei­den. Es han­delt sich viel­mehr um eine gro­ße Schön­heit für jene, die sie leben und um eine Quel­le der Freu­de. Ich bin des­halb sehr besorgt und for­de­re alle katho­li­schen Lai­en, Prie­ster und Bischö­fe auf, schon ab heu­te bis zur näch­sten Bischofs­syn­ode sich dafür ein­zu­set­zen, daß die Wahr­heit über die Ehe sicht­bar wird.

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Catho­li­ca Eccle­siae Chri­sti

90 Kommentare

  1. Als pas­sen­de Ergän­zung; Hw Andre­as Hirsch von der Petrus-Bru­der­schaft
    legt die unver­än­der­lich gül­ti­ge Leh­re der Kir­che in Bezug auf
    den Ehe­bruch 
    und die Nicht­zu­las­sung bzw. Wie­der­zu­las­sung zu den hl. Sakra­men­ten dar:
    -
    „Da Jesus am besten weiss, was für uns gut ist, ist sei­ne Leh­re über die Ehe ein­deu­tig.
    Er will dabei die Fami­lie schüt­zen, beson­ders Frau und Kin­der.
    Des­halb ver­bie­tet Jesus die Wie­der­hei­rat 
    und bezeich­net die­se Tod­sün­de 
    als Ehe­bruch:
    Was Gott ver­bun­den hat, das darf der Mensch nicht tren­nen (Mt 19,6)
    [….]
    Jesus for­dert die Ehe­bre­che­rin Maria Mag­da­le­na auf, 
    nicht mehr zu sün­di­gen, 
    nach­dem Er sie vom Tod durch Stei­ni­gung ger­ret­tet hat. (Joh 7,53ff).
    Sie folgt ihm und wird eine gro­sse Büsse­rin und Hei­li­ge.
    Das ist die wah­re Barm­her­zig­keit Jesu:
    Erlö­sung der Men­schen von den Sün­den und Hil­fe­stel­lung für die Umkehr und
    für ein neu­es Leben in Sei­ner Lie­be.
    „Wenn dich dein Auge zur Sün­de ver­führt, dann reiss es aus, 
    es ist bes­ser ein­äu­gig ins Him­mel­reich ein­zu­ge­hen als mit bei­den Augen
    in die ewi­ge Ver­damm­nis“ (Mk 9,47)
    Damit meint Jesus nicht die Selbst­ver­stüm­me­lung,
    son­dern 
    die Tren­nung von Lebens­si­tua­tio­nen, 
    die nicht dem Geset­ze Got­tes ent­spre­chen:
    Got­tes und Men­schen­hass, Ehe­bruch, Unzucht sowie jeg­li­ches Ver­hal­ten
    gegen die 10 Gebo­te.
    Wenn wir fal­len, sofort wie­der auf­ste­hen, beich­ten und die gefähr­li­che Situa­ti­on
    mei­den und mit gutem Vor­satz neu anfan­gen.
    Für Ehe­bre­cher mit Kin­dern ist zusätz­lich die Tren­nung im Hin­blick auf 
    die Woh­nung gefor­dert, ohne die gemein­sa­me Sor­ge für die Kin­der auf­zu­ge­ben,
    was mög­lich ist.
    Ein wei­te­res Zusam­men­le­ben bringt schwe­re Ver­su­chun­gen mit sich, 
    die zur Sün­de füh­ren sowie ein schlech­tes Vor­bild für die eige­nen Kin­der
    und ande­re Men­schen.
    Hier müs­sen wir den Ablauf der Ehe rich­tig stellen,die immer nach den 
    Geset­zen Got­tes aus­ge­rich­tet sein muss.
    Nach dem Auf­ge­ben des ehe­bre­che­ri­schen Zusam­men­le­bens und der dar­auf 
    fol­gen­den hl. Beich­te besteht wie­der die Mög­lich­keit,
    Chri­stus in der hl. Kom­mu­ni­on zu emp­fan­gen, 
    da man den ein­mal geschlos­se­nen
    Ehe und wie­der hei­lig hält.
    So wie Chri­stus Sei­ner Kir­che immer treu ist,
    so sind auch die Ehe­part­ner ange­hal­ten, ein­an­der immer treu zu sein.
    Die Eucha­ri­stie ist die sakra­men­ta­le Ver­ge­gen­wär­ti­gung des Opfers Chri­sti am Kreuz.
    Chri­stus war aus Lie­be treu – obwohl wir Men­schen untreu waren und sind — 
    und somit müs­sen auch die Ehe­part­ner treu sein und dür­fen nicht Glei­ches 
    mit Glei­chem ver­gel­ten.
    +
    Man kann nicht im Ehe­bruch leben und gleich­zei­tig zu den Sakra­men­ten gehen,
    das ist ein Wider­spruch gegen die Lie­be und damit gegen Gott.
    +
    Für die Hei­lig­keit und Unauf­lös­lich­keit der Ehe sind Johan­nes der Täu­fer,
    Bischof John Fisher und Tho­mas Morus in den Tod gegan­gen.
    Man muss Gott mehr gehor­chen als den Men­schen (Apg 5,29).
    Wir sind nicht Her­ren über die Barm­her­zig­keit Got­tes,
    die immer mit Sei­nen Geset­zen über­ein­stimmt.
    [….]
    Nach der Umkehr und der Berei­ni­gung der den Geset­zen Got­tes 
    wider­spre­chen­den Situa­tio­nen muss und darf man zur Beich­te gehen.
    Eine Beich­te ohne Been­di­gung des Ehe­bruchs oder ande­rer sünd­haf­ter Situa­tio­nen
    wäre ungül­tig.
    In der Beich­te emp­fängt man die Ver­ge­bung der Sün­den in der Lie­be und Ver­ge­bung
    Jesu wie Maria Mag­da­le­na.
    Erst dann ist der Emp­fang Chri­sti in der hl. Kom­mu­ni­on mög­lich.“
    -

  2. Um was geht es eigent­lich — um das Auf­recht­hal­ten alten „impe­ria­len Glan­zes“, um die sprö­de Glau­bens­leh­re oder dar­um, dass Jesus Chri­stus ein­zie­hen kann in die Her­zen?

    Wenn einer so argu­men­tiert wie im „Figa­ro“, dann kann ich F. sogar ver­ste­hen. In einer post­mo­der­nen Welt wäre das doch rei­ne Folk­lo­re! Etwas tat­säch­lich Unfrucht­ba­res! Befrie­di­gung klatsch­süch­ti­ger, enger, mora­li­sti­scher Gei­ster — mehr nicht. Knie­beu­gen, Ring­küs­se, viel Getue, aber nichts dahin­ter. Und natür­lich schreibt man die­se „impe­ria­le“ Höf­lich­keit wie­der Euro­pa zu und wer­tet Süd­ame­ri­ka ab, als ob das ein Kon­ti­nent von Des­pa­ra­dos ohne Manie­ren sei.

    Unser Pro­blem ist nicht vor­dring­lich der „impe­ria­le Glanz“! Schon gar nicht „impe­ri­al“, denn welt­li­cher Impe­ria­lis­mus ist kein not­wen­di­ges Merk­mal der Kir­che. Die Kir­che kann das zeit­wei­se auch haben, ver­liert aber geist­lich nichts, wenn es ihr wie­der abhan­den kommt.

    Wo hat die Kir­che nicht schon über­all ohne alles Prim­bo­ri­um über­lebt? Hat­ten die Kata­kom­ben „impe­ria­len Glanz“, wie haben es man­che asia­ti­schen Katho­li­ken geschafft, 200 Jah­re ohne Prie­ster und Bischö­fe im Unter­grund den­noch den Glau­ben zu wah­ren (Japan, Viet­nam)?
    Sie waren fest im Glau­ben ver­wur­zelt, wir sind es nicht mehr, obwohl wir allen „impe­ria­len Glanz“ — Hand aufs Herz — doch immer noch haben!

    Wir leben in einer bestimm­ten Epo­che mit bestimm­ten Insi­gni­en. Ist es sinn­voll, auf den Insi­gni­en frü­he­rer Epo­chen her­um­zu­rei­ten? Und wenn man dies bejaht: wie kann man das tun, ohne dabei im Ober­fläch­li­chen und For­mel­len zu ersticken?

    Ich bin mir nicht ein­mal sicher, ob der Weg nicht wie­der durch Lum­pen gehen wird. Auch der Herr, von dem auch hier im Forum eigent­lich nie die Rede ist, kam doch erst ein­mal in einem Stall zur Welt, schlief im Stroh bei Ochs und Esel. Und doch — nein, Er hat­te kei­nen impe­ria­len Glanz, son­dern er war der Herr und man konn­te es mit dem Her­zen erken­nen. Die Hir­ten sahen Maria, heißt es, und das Kind und bete­ten es an.
    Ja: es genügt, wenn man die Got­tes­mut­ter sieht und ihren Sohn und das ist nicht impe­ria­ler, sondern…himmlischer…HIMMLISCHER Glanz, mit­ten im Stall, der wahr­schein­lich anfangs nicht nach Weih­rauch und Myr­rhe gero­chen hat…

    Ist die­ser Herr auch in uns ein­ge­zo­gen, also auch einen Papst, Kar­di­nä­le und Prie­ster, Non­nen, Müt­ter und Väter, dann offen­bart Er sich aus die­sem mensch­li­chen Stall, den Er doch erwählt hat als der Herr. Selbst Gefäng­nis­zel­len und Hin­rich­tungs­stät­ten erhal­ten dann die­sen Glanz, der nicht von die­ser Welt ist.
    An eine Wie­der­ver­hei­ra­tung und ande­re Gebots­brü­che wird ein von die­sem Glanz erfass­ter Mensch dann ein­fach nicht mehr im Ernst den­ken und ent­spre­chen­de Anflü­ge abweh­ren mit allen Käf­ten und unter Zuhil­fe­nah­me der Für­spra­che der Got­tes­mut­ter.

    Die­se bren­nen­den Her­zen — die feh­len uns. Uns allen.

    • Lie­be Zeit­schnur, ich gebe Ihnen völ­lig recht: in erster Linie brau­chen wir wie­der Her­zen, die für Chri­stus bren­nen. Doch dann gilt es zu unter­schei­den: zwi­schen dem semi-impe­ria­len Glanz einer vati­ka­ni­schen Hof­hal­tung und dem könig­li­chen Glanz der Lit­ur­gie. Letz­te­rer ist Vor­schein und Abbild der glo­ria reg­ni coelo­rum und ein Sinn­bild für den Sieg des Lebens über den Tod ist. Somit ist sie unent­behr­lich, da sie kei­nen Impe­ra­tor und auch kei­nen Pon­ti­fex, son­dern Chri­stus ver­herr­licht. Eine ein­fa­che Lit­ur­gie mit Ver­weis auf die Armut Jesu zu ver­wei­sen, wäre falsch, denn Jesus nahm Krip­pe und Kreuz wegen unse­rer Sün­den auf sich. Er ent­äu­ßer­te sich Sei­ner Herr­lich­keit und kehr­te nach Sei­ner Auf­er­ste­hung in die­se Herr­lich­keit zurück. Und in die­ser Herr­lich­keit wird Er wie­der­kom­men. Die Armut der Krip­pe steht für die Sünd­haf­tig­keit der Welt — die Schön­heit der Lit­ur­gie für die Herr­lich­keit der Erlö­sung. Die­se Dif­fe­ren­zie­rung scheint Fran­zis­kus nicht nach­voll­zie­hen zu kön­nen. As aber den impe­ria­len Habi­tus des Vati­kans betrifft, so war die­ser in frü­he­ren Zei­ten ein Hin­weis dar­auf, dass die Welt­kir­che das römi­sche Welt­reich über­wun­den und abge­löst hat­te. Die Erha­ben­heit kai­ser­li­cher Pane­gy­rik und der Schmuck magi­stra­ler Ehren­klei­der schmück­ten nun den Kle­rus, der sei­ner­seits dem König der Köni­ge dient.

    • Ver­ehr­te Zeit­schnur,
      Ihre Kom­men­ta­re hören sich immer so pes­si­mi­stisch an. Glau­ben Sie wirk­lich, dass das Papst­tum und die „offi­zi­el­le Amts­kir­che“ erle­digt sind und die eigent­li­che Kir­che nur in einer klei­nen Grup­pe wei­ter­lebt, ähn­lich der Bru­der­schaft St. Giu­sep­pe Mel­chior­re Sar­tos oder gar die Bru­der­schaft selbst? Wird der Teu­fel voll­ends in die Mau­ern der Kir­che ein­drin­gen, die zur Ehre Got­tes gebau­ten Kir­chen und Kathe­dra­len beset­zen und die wah­re Kir­che wie­der in die Kata­komb­nen gehen? Glau­ben Sie das wirk­lich. Ich per­sön­lich habe immer noch die Hoff­nung, dass in naher Zukunft ein recht­gläu­bi­ger und wahr­haft katho­li­scher Papst gewählt wer­den wird, viel­leicht gar durch ein „Ver­se­hen“.
      Geben wir die Hoff­nung nicht auf, ver­ehr­te Frau Zeit­schnur.
      Ver­trau­en wir auf Chri­stus, des­sen Geburt wir mor­gen fei­ern.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Ich hof­fe nicht auf Men­schen! Bzw. ich weiß, dass ich genau das nicht soll und bit­te drum, das auch durch­hal­ten zu kön­nen. Denn wir Men­schen wol­len immer auf Irdi­sches hof­fen, aber es hat kei­nen Bestand.

        Ich den­ke, die Kir­che ist der­ma­ßen deso­lat, durch die Lit­ur­gie­re­form sind auch die Wei­hen frag­wür­dig gewor­den. Frü­her hat man auch bei der FSSPX NOM-Prie­ster, wenn sie in der kon­zi­lia­ren Kir­che aus­stie­gen, nach­ge­weiht. Heu­te macht man das nicht mehr. Aus trif­ti­gen Grün­den gehen aber vie­le nach­denk­li­che Leu­te (wie einst auch irr­lich­ternd und schwan­kend ein­mal der EB Lef­eb­v­re) davon aus, dass die Wei­he nicht gül­tig sind, weil in ihnen wesent­li­che Wei­he­ele­men­te feh­len.
        Wenn das so wäre, haben wir heu­te prak­tisch kei­nen gül­tig geweih­ten Bischof mehr welt­weit und alle Prie­ster ab 75 abwärts wären eben­falls nicht gül­tig geweiht.

        Vie­le stel­len da sofort auf stur, weil der Gedan­ke uner­träg­lich ist, aber für mich ist er nahe­lie­gend und erklär­te, war­um auch geist­lich nichts mehr da ist. Ein so flä­chen­decken­der geist­li­cher Ein­bruch kann nicht nur auf das Kon­to unwil­li­ger oder fehl­gläu­bi­ger Prie­ster gehen. Sie sind auch gehin­dert, weil ihnen das „unaus­lösch­li­che“ Merk­mal fehlt. Es ist so, als wol­le sich ein Fehl­ge­tauf­ter (der aber durch­aus jeder­zeit rich­tig getauft wer­den könn­te) geist­lich ent­wickeln — er wird bald an eine Gren­ze sto­ßen, weil ihm eben die­ses unaus­lösch­li­che Merk­mal fehlt.

        Die FSSPX ist für mich widersrpüch­lich und sek­tie­re­risch auf­ge­baut — aber ohne Papst kann es auch nicht anders sein.

        Pes­si­mi­stisch bin ich nicht, weil all das ja auf die Wie­der­kunft des Herrn zugeht. Aber Illu­sio­nen mach ich mir ange­sichts der Lage auch nicht. Eine Kir­che, deren „Papst“ bzw. Hin­ter­män­ner, die ihn vor­schie­ben wol­len, offen über häre­ti­sche Refor­men debat­tie­ren und zu dem Behuf auch gan­ze Syn­oden mani­pu­lie­ren — das ist nicht die Kir­che. Was immer das ist, es kann nicht die Braut Chri­sti sein, nicht Maria, denn deren Herz ist und bleibt unbe­fleckt. Das hat auch nichts damit zu tun, dass die Kir­che eine Kir­che der Sün­der ist — das apo­sto­li­sche Amt hat die Zusa­ge des Bei­stan­des des Hl. Gei­stes in der Wah­rung der rei­nen Leh­re. Wahrt sie sie nicht mehr, kann es nicht die­ses apo­sto­li­sche Amt sein. Oder glau­ben Sie, dass der Hl. Geist sich ver­ab­schie­det hat?
        Ich glau­be es nicht. Er weht, wo ER will — viel­leicht nur noch unter weni­gen an einem ver­bor­ge­nen Ort. Jesus sag­te doch, er wer­de fast kei­nen Glau­ben mehr fin­den, wenn Er wie­der­kom­me. Das soll­te man ernst­neh­men und alles dran­set­zen, es sich nicht leicht zu machen, um zu den weni­gen gehö­ren zu dür­fen. Zum Glück müs­sen nicht wir die Retung der Kir­che vor den Pfor­ten der Höl­le voll­zie­hen.

        Und hier liegt auch der Kar­di­nal­feh­ler der Tra­dis: sie mei­ne, das sei ihre Auf­ga­be. Nein: das ist es nicht! Unse­re Auf­ga­be ist es, zu wachen und zu beten, aber nicht das zu tun, was nur Gott kann.

    • Auch wenn wir uns wie­der ein­mal mit zwei Wor­ten befas­sen statt mit dem eigent­li­chen Inhalt des Berich­tes:
      Vor mir aus darf die Kir­che ger­ne alles auf­ge­ben, was man als „Prim­bo­ri­um“, „impe­ria­len Glanz“, „welt­li­chen Reich­tum“ oder wie auch immer man es nen­nen will bezeich­net. Solan­ge sie das Wesent­li­che behält und dem Auf­trag, alle Völ­ker zu leh­ren gerecht wird! Jesus hat­te ver­mut­lich kei­nen Ring, den jemand hät­te küs­sen könn­te und er hat weder in Palä­sten gelebt noch von ande­ren erwar­tet, daß sie die Knie vor ihm beu­gen. Aber er woll­te, daß wir ihm nach­fol­gen, sei­nen Wor­ten Glau­ben schen­ken und nicht nur unse­re Näch­sten, son­dern sogar unse­re Fein­de lie­ben.
      Wür­de die Kir­che das behal­ten, dürf­te sie nach mei­nem Geschmack ger­ne all das Bei­werk auf­ge­ben.
      Lei­der sehen wir heu­te aber genau das Gegen­teil: Das Wesent­li­che wird in Fra­ge gestellt und viel­fach auf­ge­ge­ben, der „welt­li­che Glanz“ dage­gen bleibt bestehen — lei­der aber nicht mehr zur grö­ße­ren Ehre Got­tes.…
      Wenn die Knie­beu­gen bei der Wand­lung weg­fal­len, ändern ein paar weg­ge­las­se­ne Ehr­be­zei­chun­gen gegen­über dem Papst an die­ser Tat­sa­che nichts.

      • Es ist lei­der so, wie Sie es beschrie­ben haben. Die Kir­che ver­kommt immer mehr zu einem welt­li­chen Unter­neh­men. Geld ist alles. Gewinn ist alles. Vie­ler­orts ist die Kir­che so ver­welt­licht, dass man Sie nicht mehr als Kir­che wahr­nimmt. Es ist, wie schon Papst Bene­dikt XVI damals in Frei­burg gesagt hat, Zeit für eine tief­grei­fen­de Ent­welt­li­chung der Kir­che. Die Kir­che soll sich ihres welt­li­chen Reich­tums ent­blö­ßen und wie­der ganz ihre welt­li­che Armut anneh­men. Man könn­te dabei gleich mit der Abschaf­fung der Kir­chen­steu­er in Deutsch­land anfan­gen, denn die Kir­che in Deutsch­land besitzt mehr als genug Geld. Und es ist nicht nur der „Prunk­pa­last“ in Lim­burg, der eigent­lich über­flüs­sig ist und vom Reich­tum der Kir­che zeugt. Fast über­all wird geprotzt, auch und vor allem unter einem gewis­sen Kar­di­nal Marx, der aber so viel prot­zen kann, wie er will, so lan­ge er nur mit dem der­zei­ti­gen römi­schen Strom mit­schwimmt.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Zustim­mung, @ Kana­di­er. Die „zwei Wor­te“ waren für mich der Ein­stieg zum Pro­blem der Wie­der­ver­hei­ra­te­ten nach Schei­dung.
        Wie oben bei mei­nem Kom­men­tar zu Seins­heim:

        In einer Kir­che, in der es v.a. um Macht und „impe­ria­len“ Glanz — nicht den Glanz des König­tums Chri­sti — geht, geht es dann auch bei sol­chen Fra­gen nur noch dar­um, wer wel­che Macht erobert.

    • @ Seins­heim

      Fro­he Weih­nach­ten, Seins­heim! Ich sprach ja in gar kei­ner Wei­se gegen eine glanz­vol­le Lit­ur­gie. Mir ging es dar­um, dass der Glanz des König­tums Chri­sti an sich nicht von die­ser Welt sein kann. Wenn aber ein Jour­na­list zual­ler­erst mal den „impe­ria­len“ Glanz ver­misst in der Kir­che, dann ist da was schief gelau­fen!

      Wenn es nur um Macht geht (und beim „impe­ria­len Glanz“ tut es das), dann ist es am Ende kei­ne Her­zens­fra­ge, kei­ne Hin­ga­be­fra­ge, nicht mehr eine Fra­ge der Lie­be zu Chri­stus, son­dern eben auch eine Macht­fra­ge, ob Wie­der­ver­hei­ra­te­te unbe­dingt zu einer ohne­hin schon flur­be­rei­nig­ten Hl. Kom­mu­ni­on gehen dür­fen…

      Das, was sich heu­te abspielt, ist die Rück­sei­te der histo­ri­schen Fehl­ent­wick­lun­gen inner­halb der Kir­che — nicht bloß ein Angriff von außen nach innen.

    • End­lich mal ein Kom­men­tar, der sich mir Kar­di­nal Bur­ke kitisch aus­ein­an­der­setzt. Aus siche­rer Quel­le (Radio Vati­kan) weiß ich, dass Bur­kie es als US-Ame­ri­ka­ner nicht erträgt, nun einen süd­ame­ri­ka­ni­schen Papst als Vor­ge­setz­ten zu haben.

    • Das sind wie­der end­los lan­ge Aus­füh­run­gen, die par­al­lel zu dem eigent­li­chen Text ver­lau­fen. Der Herr hat kei­nen Stall erwählt. Was sind denn das für Ansich­ten, die die Bot­schaft auf ein Klein­maß redu­zie­ren ? Weni­ger wäre mehr. Das gilt auch für Tex­te auf der Neben­spur.

    • Das geht doch ein­mal mehr am The­ma vor­bei. Was uns allen fehlt, mag nicht Sor­ge Ein­zel­ner hier sein. Ich las­se mich nicht ger­ne ver­ein­ba­ren von irgend­wel­chen Behaup­tun­gen zumal noch nicht nach­voll­zieh­ba­rer Art.

  3. Ohne HW Hirsch zu Nahe tre­ten zu wol­len, ich den­ke, dass es sich doch all­mäh­lich rum­ge­spro­chen haben müss­te, dass die Ehe­bre­che­rin und die Sün­de­rin nichts mit Maria Mag­da­le­na zu tun haben.

  4. In der heu­ti­gen Welt ist es „nor­mal“ gewor­den, sich schei­den zu las­sen und sich wie­der neu zu ver­hei­ra­ten. Wer gläu­big ist ist ver­sucht zu den­ken, dass Gott doch unmög­lich so hart­her­zig sein kann. Bestimmt ver­steht Er es, wenn ich wie­der einen Part­ner fin­de und hei­ra­te. Und wenn dann sogar Kin­der gebo­ren wer­den, ist man ver­sucht zu den­ken, das sei ein Zei­chen von Got­tes Ein­ver­ständ­nis.
    Ich gehör(t)e zu jenen wie­der­ver­hei­ra­te­ten. Heu­te erken­ne ich die Maria Mag­da­le­na in mir. Ich war mit mei­nem Ver­hal­ten in Got­tes Augen nichts ande­res als eine Pro­sti­tu­ier­te und Ehe­bre­che­rin, da brau­che ich mir nichts schön­re­den. Jetzt lebe ich seit Som­mer 2013 getrennt von mei­nem zwei­ten Mann. Wir haben gemein­sam 3 Kin­der, die jetzt in einer wider­na­tür­li­chen Situa­ti­on auf­wach­sen müs­sen. Durch mei­ne Schuld! Aber Gott hält sei­ne Hand über uns. Den Kin­dern fällt es deut­lich leich­ter, als mir. Denn es ver­geht kaum ein Tag, wo ich mir nicht mei­ner gro­ssen Schuld und dem Cha­os das mein Sün­den­fall ange­rich­tet hat, bewusst bin. So sehr ich es mir auch wün­sche, ich kann die Zeit nicht zurück dre­hen. Dafür, dass Jesus mir den­noch ver­zie­hen hat und mein Leben wie­der in die rech­ten Bah­nen geführt hat, dafür bin ich Ihm unend­lich dank­bar. Dafür lie­be ich Ihn so sehr. Für eine Umkehr ist es im Leben nie zu spät. Aber genau da liegt doch das Pro­blem: Wer, ausser Gott, weiss wann es vor­bei ist?

    • Hal­ten wir am Herrn Jesus Chri­stus fest, mit Got­tes Gna­de und all unse­rer Kraft, in Ver­trau­en und Lie­be, dann wird alles gut wer­den. Wie sagt doch der hl. Apo­stel Pau­lus: Wir wis­sen aber, dass denen, die Gott lie­ben, alles zum Besten mit­wirkt, denen, die nach dem Vor­satz beru­fen sind. Röm 8,28. Ist das nicht tröst­lich?

    • „Wer gläu­big ist ist ver­sucht zu den­ken, dass Gott doch unmög­lich so hart­her­zig sein kann. Bestimmt ver­steht Er es, wenn ich wie­der einen Part­ner fin­de und hei­ra­te.“
      Nein er wird es nicht ver­ste­hen. Er wird am Ende sagen „Ihr habt mich nicht gekannt und ich ken­ne euch auch nicht“. Wer vor Chri­stus „Treue bis zum Tod“ geschwo­ren hat soll­te es nicht ein zwei­tes Mal ver­su­chen. Er stellt sei­nen Gott auf der Stu­fe der Lächer­lich­keit eines Stan­des­be­am­ten und das soll­te er nicht tun. Es wird ver­hee­ren­den Fol­gen nach sei­nem Tod haben. Was ein Kar­di­nal Kas­per in Rom quatscht ist vor dem Herrn ohne Bedeu­tung. Er zählt nicht. Aber ein Ver­spre­chen vor dem Herrn ist hei­lig.
      Ich bin selbst geschie­den mit Kin­dern und ken­ne das Spiel und die Barm­her­zig­keit eines Wal­ter Kas­per kann mir vor Chri­stus gestoh­len blei­ben. Der ist die letz­te Adres­se der ich um Rat bit­ten wür­de.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Ach­so das wich­tig­ste habe ich natür­lich ver­ges­sen. Selbst­ver­ständ­lich habe ich um Hil­fe gesucht und bin nachts zur Mut­ter Got­tes gegan­gen. Es war übri­gens Etzels­bach. Am ande­ren Mor­gen bin ich im Auto zum Anwalt gefah­ren und habe das Radio ange­macht und gleich kam das Lied “ Patro­na Bava­riae“. Ich woll­te eigent­lich damit nur sagen, dass ein Kar­di­nal Wal­ter Kas­per eigent­lich nur Schrott vor der Mut­ter Got­tes ist. Ich glau­be, ich darf das sagen.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. Cleo, Sie haben mei­nen größ­ten Respekt. Ich selbst war vor nun­mehr neun­zehn Jah­ren auch eine Ehe­bre­che­rin und dem­zu­fol­ge wahr­heits­ge­mäß Pro­sti­tu­ier­te. Ich habe die­sen mei­nen Ehe­bruch ( er war ver­hei­ra­tet, ich nicht) auch in kein­ster Wei­se beschö­nigt als mir Jesus Chri­stus nach fünf Jah­ren zeig­te, was es heißt den Mann einer ande­ren Frau zu begeh­ren. Sofort habe ich in mei­nem Leben auf­ge­räumt durch Got­tes Gna­de. Pad­re Pio sag­te ein­mal ‚Die Ehe­schei­dung ist die gera­de Stra­ße in die Höl­le‘.

  6. Nach den Stel­len in Apo­stel­ge­schich­te und Apo­stel­brie­fen zu urtei­len, war das „Brot­bre­chen“ der Urkir­che, äußer­lich betrach­tet, auch nicht „könig­lich“, dem Wesen nach aber schon.

    • König­lich inso­fern als es den Glanz des König­tums Chri­sti, das nicht von die­ser Welt ist, an sich trug.

      Wir ken­nen das aber selbst schon im Irdi­schen: es gibt auch im irdi­schen Men­schen, die in der ernied­ri­gend­sten Lage eine uner­reich­ba­re und unzer­stör­ba­re Wür­de aus­strah­len.

      So und noch viel viel mehr ists bei Chri­stus: Rex meus et Deus meus.

  7. @zeitschnur,
    — Es ist „Brim­bo­ri­um“, nicht (Prim­bo­ri­um); her­künf­tig aus dem Mit­tel­fran­zö­si­schen brim­bo­ri­on, „klei­nes, gemur­mel­tes Gebet“ (v. bre­vi­a­ri­um her­stam­mend), damit ver­knüft auch als zau­ber­haf­te Zuga­be, Hokus­po­kus.
    — Es ist „Despe­ra­do“ (Span. „ver­zwei­felt, Ver­zwei­fel­ter“, plu­ral Despe­ra­dos); mit „dis­pa­rat“ (aus­ein­an­der­lie­gend, ‑ten­die­rend“ hat es nichts zu tun.

    Die Glau­bens­leh­re, die Buch­sta­be des Geset­zes ist übri­gens nicht knö­chern-trocken, son­dern im Gegen­teil ganz leben­dig, die Basis eines gelun­ge­nen Lebens, das Fun­da­ment und das rech­te Pfad zu dem Herrn hin.

    Was jetzt „impe­ria­le Glanz“ betrifft- der Ter­mi­nus wur­de v. Redak­teur des Figa­ros ver­wen­det, nicht v. SE Kard. Bur­ke:
    es ist etwas total ande­res ob man in einem Stall (neben­bei: es waren wahr­schein­lich die Wohn­häu­ser der Hir­ten neben den leer­ste­hen­den Win­ter­quar­tie­ren der Tie­re- die Her­den befan­den sich schon aus­wärts; St.-Joseph ist übri­gens für län­ge­re Ver­mö­gens- und Land­schät­zun­gen damals nach Beth­le­hem gegan­gen wo er Wei­de­grun­den besaß („…aus dem Hau­se Davids…“) Gott anschaut ‑den Him­mel auf Erden erlebt‑, als das man das Haus Got­tes, wo Genera­tio­nen und Hun­der­te Mil­lio­nen Men­schen an gear­bei­tet haben, sei es für den Bau, sei es für den Unter­halt, sei es in Stär­kung des eige­nen Glau­bens und zur Selbst­de­fi­ni­ti­on abwrackt, durch Fuß­bäl­le auf dem Altar besu­delt oder als Park­ga­ra­ge für einen alten Renault4 ver­wen­det.
    Soli Deo Gloria:Gott allein die Ehre.
    Die­ser schö­ner Spruch schrieb Johann Seba­sti­an Bach oben auf sei­ne Wer­ke, die gewiß nicht ein­fach sind, nicht modest, son­dern wirk­lich impe­ri­al- und die trotz­dem sovie­le Men­schen begei­stern und begei­ster­ten, und zum Glau­ben ver­hol­fen haben.
    Kyrie Elei­son- und Kyri­os ist „der Herr“, zuerst der Jubel­ruf für den Römi­schen Kai­ser, über­tra­gen auf den herrn- womit wir wie­der beim Impe­ra­tor und Impe­ri­um gelan­det sind.

    In fide con­stans

    • Der Über­schwang des Ober­leh­rers schießt gele­gent­lich weit übers Ziel hin­aus, ver­ehr­ter Adri­en Antoi­ne, wird der eige­nen zahl­rei­chen gram­ma­ti­schen Feh­ler nicht gewahr, und ich fra­ge mich: was wol­len Sie eigent­lich sagen?

      Lesen Sie halt noch mal die Ein­lei­tung des Arti­kels oben, dann kön­nen Sie begrei­fen, wovon ich spre­che. Ich habe nicht behaup­tet, dass das was der Jour­na­list vom Foga­ro sag­te, Kard. Bur­ke sag­te. Etc. Sie mögen mir nicht zustim­men — aber ich bin kein Sim­pel auf der letz­ten Bank. Es wäre mir lieb, mir nicht Din­ge zu unter­stel­len, die ich nun mal nicht vor­ge­tra­gen hat­te, und sich auf das zu bezie­hen, was ich tat­säch­lich gesagt habe. da hört es aber dann eli­der auch schon auf. Sie haben das Ziel mei­nes Kom­men­tars über­haupt nicht ver­stan­den und argu­men­tie­ren nun ins Lee­re.

      Es ist scha­de, aber auch bezeich­nend, dass aus Ihrem Posting her­vor­geht, dass Sie den Unter­schied zwi­schen einem Glanz, der von die­ser Welt ist und dem, der nicht von die­ser Welt ist, nicht unter­schei­den kön­nen.

      Einem „Abwracken“ der Kir­che und des­sen, was Genera­tio­nen habe ich auch nir­gends das Wort gere­det. Kri­ti­sie­ren Sie dafür die, die das tun, aber nicht mich.

      So sag­te ich auch nicht, dass die Glau­bens­leh­re immer und zwin­gend „knö­chern“ und „trocken“ ist (wie Sie mir mit fal­schen Wor­te zuschrei­ben), son­dern dass sie „sprö­de“ wird, wenn Chri­stus nicht in den Her­zen zur Welt kommt. Dass der Buch­sta­be tötet, der Geist aber erst leben­dig macht, das schrieb schon der hl. Pau­lus. Bibel­kennt­nis­se? (2. Korin­ther 3, 6)
      Scha­de, dass auch das irgend­wie außer­halb Ihres Argu­men­tie­rens liegt.

      Und noch ein klei­nes Detail­chen: wie kön­nen in Wohn­häu­sern Fut­ter­krip­pen ste­hen?

    • dan­ke für die­se kom­pe­ten­te Erklä­rung — sach­lich, unauf­ge­regt, sou­ve­rän. Tut am heu­ti­gen hoch­fest­li­chen Tag gut! Chri­stus natus est nobis — veni­te adore­mus!

  8. @ Seins­heim

    Es geht hier um ein Inter­view mit Kar­di­nal Bur­ke. Mehr­mals habe ich das Inter­view durch­ge­le­sen, ich fin­de nicht einen Satz des Kar­di­nals, in dem er sich für „impe­ria­len Pomp“, für irgend­wel­che Äußer­lich­kei­ten ein­setzt. Er beschränkt sich auf rein theo­lo­gi­sche Fra­gen zu dem The­ma der ver­gan­ge­nen Syn­ode. Zu dem wich­ti­gen The­ma der katho­li­schen Moral­leh­re, die spä­te­stens im Okto­ber 2015 von der Bischofs­syn­ode offi­zi­ell auf­ge­löst, bis zur Unkennt­lich­keit ver­wäs­sert wird.

    @Zeitschnur lastet Kar­di­nal Bur­ke das Vor­wort an, mit dem der Kar­di­nal nichts zu tun hat.
    Und Sie, @ Seins­heim, unter­stüt­zen das auch noch indi­rekt.
    @ Zeit­schnur fragt kri­tisch, ob es nur um den „sprö­den Glau­ben“ geht. Es geht zunächst immer „um den sprö­den Glau­ben“, den ich aller­dings nicht sprö­de fin­de, son­dern als ein unschätz­ba­res Geschenk. Der, wenn er leben­dig ist, zur Hoff­nung und zur Lie­be führt.

    Ohne ganz ver­bind­li­che Dog­men, die zu leug­nen die Exkom­mu­ni­ka­ti­on nach sich zieht, ist die Lie­be zur „Alten Mes­se“ eine sen­ti­men­ta­le Gefühls­er­he­bung, ein ästhe­ti­scher Genuss, eine wun­der­schö­ne Folk­lo­re.
    Die Triden­ti­ni­sche Mes­se ist, ich sage es bewusst radi­kal, fei­er­li­che Dog­ma­tik, geleb­ter Glau­be, dar­ge­stellt in einer unglaub­lich ästhe­tisch-künst­le­ri­schen Gestalt.
    Und der Papst ist als Nach­fol­ger des Apo­stels Petrus der Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti auf Erden. Und das nicht nur, wenn er zele­briert.
    Auf dem Berg Tabor, bei der Ver­klä­rung Jesu Chri­sti, fie­len die drei anwe­sen­den Jün­ger angst­voll und benom­men, anbe­tend auf die Knie. An Ostern umfass­ten die Frau­en anbe­tend auf den Knien die Füße des auf­er­ste­hen­den Herrn. Lesen Sie bit­te die Peri­ko­pe von der Him­mel­fahrt Jesu Chri­sti, die Jün­ger fal­len anbe­tend nie­der.
    Auf mög­li­che Angrif­fe hin: Der Papst IST NICHT Jesus Chri­stus, aber er ist Reprä­sen­tant. Und er hat nicht nur den irdi­schen Chri­stus zu reprä­sen­tie­ren, des­sen Gott­heit ver­hüllt war, son­dern den Gott­men­schen.
    Und da kann er sich nicht außer­halb der hei­li­gen Mes­se klei­den wie Hinz und Kunz, und aus dem Vati­kan eine Art Kanz­ler­amt machen.
    Es ist immer auch ein Draht­seil­akt. For­men, die histo­risch über­lebt sind, kön­nen selbst­ver­ständ­lich in Fra­ge gestellt wer­den. Die glanz­vol­len Zei­ten bis Pius XII. kom­men nicht mehr wie­der. Und nie­mand trau­ert ihnen nach. Doch die pro­te­stan­tisch-evan­ge­li­ka­le grund­sätz­li­che Ableh­nung des „katho­li­schen Pomps“ hat mit der katho­li­schen Kir­che nichts zu tun.
    Kein katho­li­scher Mär­ty­rer-Bischof, der sich in einer anti­christ­li­chen Dik­ta­tur ver­ber­gen muss, for­dert die Abschaf­fung des „Pomps in Rom.“ Sei­ne „arme Klei­dung“ ist der Ver­fol­gungs­si­tua­ti­on geschul­det.
    Sie müss­ten es eigent­lich wis­sen, @ Seins­heim. Das schlie­ße ich jeden­falls aus Ihren frü­he­ren Kom­men­ta­ren.

    In die­sem Bei­trag ging es um Kar­di­nal Bur­ke, der auf­recht fast als Ein­zi­ger noch die katho­li­sche Moral­leh­re offen auch dem Papst gegen­über ver­tritt. Wir brau­chen mehr Kar­di­nä­le, die sei­nem Bei­spiel fol­gen!

    Bene­dikt XVI. hat gro­ßen Wert auf

    • Nach­trag:
      Der letz­te Halb­satz hät­te eigent­lich gelöscht wer­den sol­len. Doch nun steht er da, und ich voll­ende ihn.
      Bene­dikt XVI., dem wir die Ver­brei­tung der Triden­ti­ni­schen Mes­se zu ver­dan­ken haben, hat als Papst Wert auf Stil gelegt, ganz bewusst und ziel­ge­rich­tet. Jetzt über­treibt er aller­dings, als Eme­ri­tus müss­te er das Papst­ge­wand able­gen.
      Doch wäh­rend sei­ner Amts­zeit hat die­ser per­sön­lich beschei­de­ne Mann alle Ehr­be­zeu­gun­gen ent­ge­gen genom­men. Weil er wuss­te: Die­se Ehren gal­ten nicht sei­ner Per­son, son­dern sei­nem Amt. Vor dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil wuss­ten das gläu­bi­gen Katho­li­ken…

      Noch­mal: Das The­ma hier ist die Aus­höh­lung der katho­li­schen Moral­leh­re. Und Kar­di­nal Bur­ke wider­spricht. Er hat die Kon­se­quen­zen in Kauf genom­men, er ist in den Vor­ru­he­stand ver­trie­ben wor­den.
      Ich hof­fe, er erhebt noch oft sei­ne Stim­me. Die­se Stim­me ist fast allen, die der Triden­tin­si­chen Mes­se anhan­gen, von unschätz­ba­rem Wert.

      • „Die glanz­vol­len Zei­ten bis Pius XII. kom­men nicht mehr wie­der. Und nie­mand trau­ert ihnen nach.“
        Woher wis­sen Sie das. Die glanz­vol­len Zei­ten kom­men mit Sicher­heit wie­der, denn die alte 68er Genera­ti­on stirbt lang­sam aus und eine neue Genera­ti­on von Prie­stern wächst her­an. Aber in die­sem Punkt muss ich Zeit­schnur recht geben: Wenn dem Glau­ben der Kern genom­men wird, ja, Chri­stus und sei­ne Leh­re ste­hen wirk­lich bei vie­len „Kle­ri­kern“ auf der Kip­pe, man scheint die Leh­ren Jesu, vor allem in Bezug zur Ehe, als lästig zu emp­fin­den, dann hilft alle äuße­re Schön­heit nichts, das ist dann nur noch rei­nes Thea­ter. Und, ver­ehr­ter Zeit­los, mit Sicher­heit trau­ern den „guten alten Zei­ten“ vie­le nach.
        „Jetzt über­treibt er aller­dings, als Eme­ri­tus müss­te er das Papst­ge­wand able­gen.“
        Bene­dikt XVI ist nicht der ein­zi­ge ehe­ma­li­ge Papst, der wei­ter­hin das Papst­ge­wand trägt:
        http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Johannes_XXIII5.jpg
        https://c1.staticflickr.com/3/2051/1493112209_823c0828c9_z.jpg
        http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Pius_V.-Grab.jpg
        http://www.vaticanhistory.de/pm/assets/images/G_Innozenz_XI3.jpg
        https://www.katholisches.info/tawato/uploads/Benedikt-XVI.-am-Grab-Pius-IX..jpg
        Zu sehen ist, dass alle ehe­ma­li­gen Päp­ste das wei­ße Unter­ge­wand des Pap­stes (Sou­ta­ne), die roten Schu­he und päpst­li­che Mozet­ta und Camau­ro (erkenn­bar an dem wei­ßen Fell­saum, den Kar­di­nal­s­mo­zet­ta und Birett nicht haben) tra­gen (im Unter­schied dazu hat Papst Bene­dikt XVI auf die roten Klei­dungs­stücke ver­zich­tet). Es ist ja auch nicht so, dass ein und das­sel­be Papst­ge­wand von Papst zu Papst wei­ter gege­ben wird (ohne­hin wür­den Herrn Ber­go­glio Bene­dikts Gewän­der nicht pas­sen), son­dern die Gewän­der wer­den immer wie­der neu geschnei­dert. Auf dem letz­ten Bild ist sogar der amtie­ren­de Papst Bene­dikt XVI mit dem ehe­ma­li­gen Papst Pius IX abge­bil­det. War­um war da kei­ner ver­wirrt? Darf ein Papst sei­nen Vor­gän­ger nur besu­chen, wenn sich die­ser sel­ber nicht mehr rüh­ren und nicht mehr spre­chen kann? Das letz­te Bild und die­ses Bild
        http://www.ksta.de/image/view/2013/2/23/22194890,18682556,highRes,1484EE00EBA79520.jpg
        stel­len für mich die glei­che Situa­ti­on dar. Ein Papst besucht sei­nen Vor­gän­ger im Amt. Wenn das unte­re Bild ver­wir­rend sein soll­te, dann ist es das dar­über eben­so. Aber das nur neben­bei, denn Klei­dung ist in der der­zei­ti­gen Situa­ti­on der Kir­che wirk­lich eine Neben­sa­che.
        Fro­he Weih­nach­ten.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  9. @zeitschnur: Haben Sie sich VERIRRT? Aus ihren ziem­lich wir­ren Posting’s ist zu ent­neh­men, dass Sie auf der­sel­ben Linie fah­ren wie die unter­wür­fi­gen Papi­sten.

    • Ist Ihnen eigent­lich bewusst, daß der von Ihnen ja schmä­hend gemein­te Aus­druck „Papi­sten“ von einem gewis­sen Dr. Mar­ti­jn Luther geprägt wur­de?!?
      Manch­mal wäre es gut, Sie wür­den sich in Ihrem Ton etwas zivi­li­sier­ter ver­hal­ten. Zumal Frau Zeit­schnur eine Dame ist. Auf eine sol­che ver­bal so ein­zu­tre­ten, das macht man nicht.

    • Ach tat­säch­lich?
      Ent­we­der ganz Papst oder gar nicht — und mei­ne per­sön­li­che Ansicht ist hier: gar nicht!
      Wenn aber einer (K. Bur­ke) ihn immer noch „Heil­ger Vater“ nennt — dann bit­te auch ganz und nicht nach gusto.

      • Vor­hin (12.14 Uhr) hab ich den Schwer- und Falsch­ver­ste­hern noch mal erklärt, was ich mei­ne.

        Für mich ist Kar­di­nal Bur­ke total wider­sprüch­lich. War­um — das erklä­re ich ja. Bloß weil er die Alte Mes­se liebt und gegen die Geschie­de­nen­kom­mu­ni­on ist, kann man sei­ne Hal­tung nicht tabui­sie­ren, son­dern soll­te sie schon genau anse­hen. Ent­we­der ich ste­he ganz zur Leh­re oder gar nicht. Was die Stel­lung des Pap­stes betrifft tut er es nicht.
        (Wie gesagt: für mich kann F. nicht der Papst sein — damit müss­te ich den, von dem er doch angeb­lich all sei­ne Auto­ri­tät hat, scherst belei­di­gen, und das will ich nicht — den mei­sten macht das aber wohl kei­ne Pro­ble­me. Haupt­sa­che das 6. Gebot wird ein­ge­hal­ten. Na schön…dabei steht das 1. Gebot an erster Stel­le…

        Und trotz allem ist es unmög­lich, auf Ber­go­glio her­um­zu­hacken im Sti­le wüster Stra­ßen­ban­den. Und wenn er es selbst auch so macht, sind damit wohl auch für die Tra­dis alle Däm­me gebro­chen?
        Was ist nur mit den Katho­li­ken los, dass sie das nicht ver­ste­hen — fehlt es ein­fach an Kin­der­stu­be, oder hat der Feind des Guten schon mit so viel Erfolg im Wein­berg des Herrn geackert? Es geht um Benimm, um Sach­lich­keit, um Distanz, um Fein­des­lie­be, dar­um, dass man nicht im Schutz der Anony­mi­tät her­um­pro­le­tet und per­sön­lich belei­digt.

        Wegen die­ses Stils hier fra­ge ich mich aller­dings je län­ger je mehr, ob ich mich ver­irrt habe…

    • @Leone. Als „Papi­sten“ wur­den frü­her Katho­li­ken von Pro­te­stan­ten beschimpft. Jetzt wird die­ses Schmäh­wort aus­ge­rech­net von einem erz­kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken salon­fä­hig gemacht!

  10. Noch mal an alle:

    Natür­lich hat Kar­di­nal Bur­ke nicht gesagt, was der Figa­ro-Mann gesagt hat! Es ist ein­fach dane­ben, dar­aus nun ein Pro­blem zu machen:

    Der Figa­ro hat eben nun mal die­se Ein­lei­tung mit dem Kar­di­nal-Inter­view ver­bun­den und dar­auf darf man auch ein­ge­hen!

    Das Bin­de­glied ist die Fra­ge, ob man als Kar­di­nal sich gegen den Kurs des Pap­stes stel­len dür­fe. Wenn näm­lich der Papst tat­säch­lich der Stell­ver­tre­ter des Gott­men­schen ist, dann darf man es tat­säch­lich nicht.
    Das wur­de in der Kir­che an sich auch immer so gese­hen. Dem Papst schul­de­te man Gehor­sam — und zwar nicht nur dann, wenn man gera­de mal glau­bens­tech­nisch mit ihm ein­ver­stan­den war. Der Papst hat den Bei­stand des Hl. Gei­stes, und ein Stell­ver­tre­ter Chri­sti, der mei­stens Unsinn quas­selt un Häre­si­en tätigt, ist eine in sich blas­phe­mi­sche Vor­stel­lung.

    Nun ist aber die Fra­ge, wor­an denn die­se Auto­ri­tät sicht­bar wird, im Raum?
    Ist es der „impe­ria­le Glanz“, also eben auch die Herr­scher­ge­ste, sind es die Insi­gni­en irdi­scher Macht? Oder was ist es? Dass der Papst immer recht hat? Dass nie­mand ihm wider­spre­chen darf, oder nicht viel­mehr, dass er, wenn er aus dem Hl. Geist ist, auf berech­tig­ten Wider­spruch reagie­ren müss­te?

    Fra­gen über Fra­gen!

    Was aber tut Kar­di­nal Bur­ke? Er wie­der­holt sei­ne Kla­gen über den Ver­lauf der Syn­ode, er klagt Papst F. an, ohne die Kon­se­quenz aus dem zu zie­hen, was er da vor­trägt: ein sol­cher Mann, der so hals­star­rig auf der Ebe­ne der Leh­re Häre­ti­sches durch­zie­hen will, kann nicht der Stell­ver­tre­ter Chri­sti sein.

    Sei­ne Argu­men­ta­ti­on ist in sich wider­sprüch­lich: einer­seits bean­sprucht er eine der Kir­chen­leh­re zuwi­der­lau­fen­de „Kol­le­gia­li­tät“ und „Demo­kra­tie“ zwi­schen Papst und Bischö­fen, ande­rer­seits regt er sich dar­über auf, dass der Papst die Ehe­leh­re auf­lö­sen will.

    Wie soll einer, der selbst Leh­re der Kir­che igno­riert (denn der Papst muss sich tat­säch­lich nach der Leh­re der Kir­che nicht nach Abstim­mungs­er­geb­nis­sen rich­ten!!!), sie am ande­ren Ende ver­tei­di­gen wol­len?!

    Sowohl Kard. Bur­ke als auch die, die er kri­ti­siert, gehen von irdi­schen Macht­ver­hält­nis­sen und Rech­ten aus.

    Es geht aber nicht dar­um!

    Die Glau­bens­leh­re ohne Geist und ohne Geburt im Her­zen ist und bleibt tot.
    Und man sieht es ja an sei­ner Per­son: der­sel­be, der in einem Punkt auf ihr besteht, gibt ihr da, wo es ihm nicht passt, einen Tritt.

    Ich weiß, dass hin­sicht­lich der Leh­re der Kir­che vom Papst auch die Tra­dis — dies aber schon seit ca 200 Jah­ren — suk­zes­si­ve des­sen GEISTLICHEN Sta­tus mit dem Ver­lust des impe­ria­len Sta­tus abge­baut haben und ihm nicht gehor­chen, wenn sie es nicht ein­se­hen. Hier ist irgend­wie ein blin­der Fleck ent­stan­den.

    Es wür­de genü­gen, sich die lehr­amt­li­chen Schrei­ben des 19. Jh zum Papst­tum durch­zu­le­sen, um von die­ser Tra­di-Irr­leh­re abzu­kom­men.
    Es blei­ben so aber nur äuße­rer, rein for­mel­ler „impe­ria­ler“ Glanz, unter die­sem Fir­niss aber Anar­chie. Und die­se Anar­chie bricht sich Bahn, auch bei Kar­di­nal Bur­ke, wenn auch nicht beim Lieb­lings­the­ma der Kon­ser­va­ti­ven…

    • End­lo­ses Gerede.Was soll das eigent­lich bedeu­ten ? Zum The­ma soll­te man kom­men.
      Was ist das für ein Ding mit der Glau­bens­leh­re ohne Geburt etc. Der Glau­be ist der Geist. So ist das. Da bedarf es kei­ner neu­en Dich­tung.

    • @ hedi züger und @ ralph

      In Ihren gehäs­si­gen, sach­lich aber lee­ren Kom­men­ta­ren spie­gelt sich der intel­lek­tu­el­le Stand der Kon­ser­va­ti­ven. Furcht­bar — wir haben tie­fe Pro­ble­me und die wenig­sten WOLLEN sie ver­ste­hen.

      Den­ken — eine Tod­sün­de. Damit haben Sie sich wie­der­um F. ange­nä­hert — der hat auch Pro­ble­me mit den Intel­lek­tu­el­len und ver­teu­felt sie regel­mä­ßig. So schlie­ßen sich die Krei­se wie­der…

      • Ihr Kind­lein, lie­bet einander,liebet ein­an­der, lie­bet einander.So die Pre­digt des hl.Ev.Johannes im hohen Alter-die Zuhö­rer ob der bestän­di­gen Wie­der­ho­lung ermü­det-doch Johan­nes bleibt:liebet ein­an­der, denn die Lie­be ist die Erfül­lung des Gesetzes.Das sind für mich kei­ne lee­ren Wor­te, son­dern Wor­te des ewi­gen Lebens in voll­kom­me­ner Freu­de-das wün­sche jedem von uns aus gan­zem Herzen.bibe amo­rem sanc­ti joan­nis apo­sto­li!

      • Das unge­bun­de­ne Den­ken, das sich nicht in den unbe­ding­ten­Ge­hor­sam gegen­über der unwan­del­ba­ren Leh­re ein­paßt und von dort sei­ne Maß­stä­be bezieht, ist in sich schlecht und eine schwe­re Sün­de. Sie in Ihrer intel­lek­tu­el­len Mass­lo­sig­keit sehen dies offen­bar gar nicht mehr. Ich bedaue­re mit ande­ren Kom­men­ta­to­ren die­se Ihre Ent­wick­lung sehr.

    • So ein­fach ist das also in Ihrer schö­nen Welt: Sie zie­hen sich an einem Wort des Arti­kels (impe­ri­al) hoch, rücken den Kar­di­nal in des­sen Nähe und len­ken die Dis­kus­si­on vom eigent­lich wich­ti­gen Inhalt des Inter­views ab, um es dann ein­fach als „dane­ben“ zu emp­fin­den, wenn man damit ein Pro­blem hat. Das ‚Bin­de­glied der Fra­ge‘, wie Sie es nen­nen, hat der Kar­di­nal im Inter­view übri­gens hin­rei­chend erläu­tert. Wenn man jedoch ein Gehor­sams­ver­ständ­nis mit sich im Kopf her­um­trägt, dass mehr mit sta­li­ni­sti­schem Füh­rer­kult, als mit der katho­li­schen Theo­lo­gie des päpst­li­chen Stell­ver­tre­ter­tums Chri­sti zu tun hat, dann mag einem die Hal­tung des Kar­di­nals als wider­sprüch­lich erschei­nen. Objek­tiv ist sie es nicht! Klar ist, dass Ber­go­glio zwar die Syn­ode mani­pu­lie­ren lässt, dass er in Inter­views und sei­nen Casa Mar­ta Pre­dig­ten schwa­dro­niert, dass es einem übel wer­den kann, doch die Gei­ster strei­ten sich, inwie­weit die­se päpst­li­chen Ver­laut­ba­run­gen über­haupt zum authen­ti­schen Lehr­amt gezählt wer­den dür­fen. Ber­go­glio, das haben nicht zuletzt die Arti­kel auf die­ser Sei­te immer wie­der betont, lässt sich nicht fest­ge­legt und schickt ande­re ins Ren­nen. Inso­fern hat der Kar­di­nal über­haupt kei­ne Ver­an­las­sung und Hand­ha­be, die Auto­ri­tät des zum Papst Gewähl­ten öffent­lich in Fra­ge zu stel­len. Ihre hane­bü­che­nen und unver­schäm­ten Vor­wür­fe an den Kar­di­nal zie­len also voll­kom­men ins Lee­re. Das ist Ihnen aber schein­bar völ­lig schnurz, solan­ge Sie der Mei­nung sind, sich hier durch Wider­spruch als eigen­stän­di­ge Den­ke­rin pro­fi­lie­ren zu kön­nen. Dabei gera­ten Sie, ohne es offen­sicht­lich selbst zu mer­ken, in das Fahr­was­ser des­sen, der alle Welt vor Gott ver­klagt. Und in der Tat haben Ihre Kom­men­ta­re seit der Wahl Ber­go­gli­os neben eini­gen licht­vol­len Gedan­ken zuneh­mend nur mehr Zer­set­zen­des und damit auch Dia­bo­li­sches an sich. Ich bedaue­re die­se Ent­wick­lung bei Ihnen sehr.

      • Mein Gehor­sams­ver­ständ­nis ent­neh­me ich aus den lehr­amt­li­chen Tex­ten, die das The­ma behan­deln. Mei­ne Argu­men­te sind ad rem und nicht ad per­so­nam.

        Ken­nen Sie die­se lehr­amt­li­chen Tex­te über­haupt?

        Sie schla­gen um sich, tra­gen aber lei­der kein ein­zi­ges ver­nünf­ti­ges Argu­ment vor, gip­felnd in einer Dämo­ni­sie­rung mei­ner gesam­ten Per­sön­lich­keit.

        Sie wis­sen wahr­schein­lich auch nicht, was unser Herr dazu gesagt hat, wenn einer den Bru­der als „Nar­ren“ bezeich­net. Nach der Schrift sind Sie mir gegen­über ein Mör­der. das iwrd Sie aber nicht küm­mern, denn ich habe Ihnen schon wie­der­holt gezeigt, dass Sie sich mir gegen­über per­sön­lich schul­dig machen. Es wur­de nur immer schlim­mer und hat sei­nen vor­läu­fi­gen Gip­fel erreicht.

        Es wäre so wich­tig, dass Katho­li­ken ein­fach wie­der ler­nen, die Hei­li­ge Schrift, die Dog­men und die Lehr­schrei­ben der Päp­ste zu rezi­pie­ren.
        Damit wäre viel gewon­nen.

        Am wich­tig­sten aber wäre das Gebet, die eige­ne Gewis­sens­prü­fung.
        Die Art, wie hier — nicht nur von Ihnen — jeder, der nicht denkt, was man sel­ber denkt, zusam­men­ge­dro­schen, ver­teu­felt, aus dem Forum gei­we­sen und ver­leum­det wird, zeugt dafür, dass es vor allem an einem fehlt: an dem Gebet, das der Zöll­ner sprach, als er in den Tem­pel trat.

        Sie wol­len hören, wonach Ihnen die Ohren jucken — auch das sag­te uns die Schrift vor­aus. Sie begeg­nen mir mit Feind­se­lig­keit und Ver­teu­fe­lung, weil Sie nicht ertra­gen, dass ich Ihre pri­va­ten Bedürf­nis­se nicht bedie­ne.

        Allein — Sie konn­ten mei­ne Argu­men­te und Über­le­gun­gen weder erfas­sen noch ent­kräf­ten.

      • Ah so, Sie argu­men­tie­ren also ad rem, wenn Sie faden­schei­ni­ge, gera­de­zu irr­wit­zi­ge Anwür­fe, die Sie wie Honig aus der Lek­tü­re dubio­ser Inter­net­quel­len sau­gen und mit einem patho­lo­gi­schen, an Luther gemah­nen­den Unfehl­bar­keits­an­spruch über abso­lut inte­ge­re Per­so­nen wie Bischof Schnei­der und Kar­di­nal Bur­ke aus­gie­ßen, um jene mal eben als Heuch­ler zu dif­fa­mie­ren, die nichts wei­ter tun, als sich einer vom Zen­trum der Kir­che aus­ge­hen­den Lüge ent­ge­gen­zu­stel­len. Sie argu­men­tie­ren sach­lich, wenn Sie belie­ben, Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ein Irr­licht zu nen­nen, dem die Kir­che es ver­dankt, dass nach vier­zig­jäh­ri­ger Herr­schaft kon­zi­lia­ren Jako­bi­ner­tums über­haupt noch Reste des über­lie­fer­ten Glau­bens zu fin­den waren, an die man anknüp­fen konn­te. Die von Ihnen zitier­ten bibli­schen Wor­te von dem, der sei­nen Bru­der einen Nar­ren nennt, fal­len in Potenz auf Sie zurück! Aber von der Not­wen­dig­keit einer Gewis­sens­er­for­schung sind Sie ja stets nur bei ande­ren über­zeugt. Sie sehen sich unter dem Schutz eines ima­gi­nä­ren Man­tels Mari­ens, von dem aus Sie unge­straft gif­ti­ge Pfei­le in den Rücken derer schie­ßen, die sich der Not der Stun­de per­sön­lich stel­len, um der Wahr­heit des Glau­bens eine Bahn zu bre­chen. Nun, uns ver­derb­ten Sün­dern kommt es ja Ihren kru­den Ansich­ten nach auch nicht zu, die Kir­che zu ret­ten. Jenen, die etwas gegen den Ver­fall des Glau­bens und der Kir­che unter­neh­men, geht es ein­zig dar­um, den fal­schen impe­ria­len Glanz der Kir­che auf­recht zu erhal­ten. Solch ein Gemen­ge aus der Mot­ten­ki­ste mar­xi­sti­scher Pro­pa­gan­da und miss­ver­stan­de­ner End­zeit­pro­phe­tie nen­nen Sie auch noch Argu­men­te, denen man sich end­lich stel­len soll­te. Gott, wie ver­zerrt kann die Wirk­lich­keit wahr­ge­nom­men wer­den aus der Nische klein­bür­ger­li­chen, ego­ma­nisch-sek­tie­re­ri­schen Frömm­ler­tums. Sie wer­fen ande­ren vor, die Namen Got­tes und Mari­ens in ihren Bei­trä­gen nicht zu nen­nen. Nun, viel­leicht ist dies red­li­cher, als sel­bi­ge für sich zu rekla­mie­ren und damit zu miss­brau­chen! Denn auch das ist eine schwe­re Sün­de. Was nun Ihr Gehor­sams­ver­ständ­nis betrifft, das Sie sich aus lehr­amt­li­chen Tex­ten zurech­ge­legt haben wol­len, so darf ich Sie auf die Dog­ma­tik von Die­kamp-Jüs­sen ver­wei­sen, wel­che unter §18 „Die Trä­ger der kirch­li­chen Lehr­ge­walt“ aus­führt: „Wenn der Papst, sei es in eige­ner Per­son, sei es durch ande­re, sei­nes ober­sten Lehr­am­tes wal­tet, ohne ex cathe­dra zu spre­chen, so sind sei­ne Ver­ord­nun­gen oder Ent­schei­dun­gen nicht unfehl­bar und nicht unwi­der­ruf­lich. (…) Die nicht unfehl­ba­ren Akte der päpst­li­cher Lehr­tä­tig­keit legen kei­ne Glau­bens­pflicht auf; sie for­dern kei­ne unbe­ding­te und end­gül­ti­ge Unter­wer­fung. Aber Ent­schei­dun­gen die­ser Art sind doch (…) mit inne­rer, reli­giö­ser Zustim­mung anzu­neh­men. Die­se Pflicht kann nur in dem höchst sel­te­nen Fall zu bestehen auf­hö­ren, dass jemand, der zu eige­nem Urteil in der betref­fen­den Fra­ge befä­higt ist, nach wie­der­hol­ter, gewis­sen­haf­ter Prü­fung aller Grün­de zu der festen, wis­sen­schaft­li­chen Über­zeu­gung kommt, die Ent­schei­dung müs­se auf einem Irr­tum beru­hen.“

  11. Ich bin ent­setzt über die­se teil­wei­se defä­ti­sti­schen Kom­men­ta­re hier mit der sub­ti­len Unter­schei­dung von (gutem) „Wesent­li­chen“ und (bösem) „impe­ria­len Glanz“.
    NATÜRLICH brau­chen wir „impe­ria­len Glanz“. Wir kön­nen gar nicht genug davon haben, denn die Kir­che ist der mysti­sche Leib des Herrn aller Her­ren, des König aller König­reich etc.pp. Dies ist so gross und wun­der­bar, dass wir es auf der „wesent­li­chen“, der inwen­di­gen Ebe­ne gar nicht von fer­ne zu erfas­sen ver­mö­gen. Des­halb braucht es den äuße­ren Glanz, und — jawohl! — auch viel „Prunk und Protz“, um die­ses wenig­stens gleich­nis­haft dar­zu­stel­len. Der Mensch ist klein und arm­se­lig und auf die­se äuße­ren Zei­che ange­wie­sen.

    Des­hakb war das Pro­gramm des frü­he­ren Pap­stes mit der unse­li­gen „Ent­welt­li­chung“ grund­falsch und nicht katho­lisch. Es war pro­te­stan­tisch in Rein­kul­tur. Man lese Dostojewski’s Erzäh­lung vom Groß­in­qui­si­tor. Die sagt die Wahr­heit: über uns Men­schen, über die Kir­che und die onto­lo­gi­sche Not­wen­dig­keit der äuße­ren Insi­gni­en von Macht, Glanz und Gewalt.

    • Selig, der nicht auf äuße­ren Glanz baut. Nicht nur der Mensch ist klein und arm­se­lig, wie Sie schrei­ben, son­dern auch die­se „Macht und Pracht“ ist nichts vor Gott.
      Sie gehö­ren in die Rei­che der Welt, deren Fürst der Satan ist — so berich­tet uns das Evan­ge­li­um (Ver­su­chung Jesu in der Wüste). Und der bewuss­te „defä­ti­sti­sche“ Ver­zicht auf die­sen Pomp wird uns nun mal von Jesus berich­tet. Er schlug bewusst jede Anknüp­fung an irdi­sche Macht und Pracht aus.

      Es mag Zei­ten des Reich­tums geben, aber pro­gram­ma­ti­scher Bestand­teil kann die­ser „impe­ria­le Prunk“ nicht sein — sonst gehör­te die Kir­che ja dem Satan.

      Wenn der Peters­dom dem Erd­bo­den gleich sein wird — ist dann ein Jota des Glan­zes Chri­sti ver­gan­gen?

      Für mich nicht!

      • Ver­ehr­te Frau Zeit­schnur,
        wel­chen „Pomp“ mei­nen Sie? Gehört Ihrer Mei­nung nach der Leib des Herrn in einen Pla­stik­be­cher und nicht in einen gol­de­nen Kelch? Und soll die­ser Pla­stik­be­cher nicht in einem mar­mor­nen Tab­a­na­kel son­dern in einem Ikea-Schränk­chen auf­be­wahrt wer­den? Genau die­se Heu­che­lei­en von der „fal­schen Armut“ kom­men doch von unzäh­li­gen Sek­ten. Sie dür­fen nie­mals die Pracht, die ganz dem Herrn geweiht ist und die Pracht, die den Men­schen zum Pri­vat­ver­gnü­gen dient, ver­wech­seln. Für mich kann eine Kir­che oder Kathe­dra­le, lit­ur­gi­sche Gerä­te und Gewän­der nicht präch­tig genug sein und das Pfarr­haus, das Auto und son­sti­ger pri­va­ter Besitz eines Prie­sters nicht arm­se­lig genug. Eine gol­de­ne Rolex, wie sie der Patri­arch von Mos­kau trägt, muss ein Prie­ster oder Bischof wirk­lich nicht tra­gen.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • dan­ke ver­ehr­te Zeit­schnur für ihre sehr auf­schluss­rei­chen Wor­te-aber könn­te es nicht sein dass vor­her mei­ne unwich­ti­ge Wenig­keit und viel­leicht auch die vie­ler ande­rer unter dem Erd­bo­den sein wird und der Peters­dom herr­lich erstrahlt bis zur Wie­der­kunft Chri­sti? vide­bi­mus vide­bi­mus.

      • @Markus: Stim­me Ihnen voll zu. Mit einer Aus­nah­me: auch das Auf­tre­ten des Prie­sters, der schliess­lich Chri­stus ist(!), muss Prunk und Glanz dar­stel­len. Was haben wir uns zu Recht über die­sen Papst und sei­nen Pau­per­is­mus auf­ge­regt, zumal mit der Rost­lau­be, in der er sich durch Rom kut­schie­ren läßt. Sowas gehört sich nicht für den Papst, den Bischof, den Prie­ster als alter Chri­stus. Des­halb sage ich bewusst im Unter­schied zu Ihnen: Bit­te ein Mer­ce­des für den Prie­ster!

      • @ Mar­kus

        Natür­lich soll der Leib Chri­sti nicht in einem Pla­stik­be­cher dar­ge­reicht wer­den, wenn man ande­re und bes­se­re Mate­ria­li­en hat!

        Ich sprach nicht davon, dass man — gewis­ser­ma­ßen im fet­ten Saft schmo­rend — für den Herrn nur das Bil­lig­ste auf­wen­det!

        Es ging mir dar­um, dass, wenn das alles weg­fällt, es dem Glanz des König­tums Chri­sti nichts neh­men kann und darf.

        Wäre dies nicht so, wie ich es sage, wäre unser Herr nicht Gott.

        Die Kir­che bedarf kei­nes­wegs des „impe­ria­len“ Glan­zes. „Mein Impe­ri­um“, sag­te unser König Jesus Chri­stus, „ist nicht von die­ser Welt“.

        Ver­zei­hung, wenn ich ein­mal an die Wor­te des Königs erin­ne­re…

        WIR brau­chen impe­ria­len Glanz, d.h. wir geben IHM natür­lich das Beste.

        Aber ich erin­ne­re an König David, der dem Herrn ein gro­ßes Schloss, einen stei­ner­nen Tem­pel bau­en woll­te. Wis­sen Sie noch, was Gott sag­te: Nein, sag­te der Herr. Nicht du baust mir, son­dern ich baue dir ein Haus.

        Nicht wir bau­en Chri­stus hier auf Erden ein Haus!
        Er berei­tet uns in sei­nem Reich bereits die Woh­nun­gen.

        Was immer hier auf Erden geschieht — der Glanz um unse­re Köp­fe ist nicht „impe­ri­al“ im Geist die­ser Welt, son­dern die Glo­rio­le derer, die die­ser Welt abge­stor­ben sind.

        Ver­zei­hung, aber ab und zu muss man Katho­li­ken wie­der dar­an erin­nern, wohin­ein sie eigent­lich getauft sind: in den Tod aus die­ser Welt!

      • @ hedi züger

        Ja, wir wer­den es sehen. Auf jeden Fall wird auf die­ser Erde alles im Feu­er ver­nich­tet wer­den — zumin­dest ist das Leh­re der Kir­che.

        Hier gehts nicht wei­ter für kei­nen…

      • Ja ver­ehr­te Frau Zeit­schnur, da haben Sie recht. Spä­te­stens wenn sich die Son­ne in einen roten Rie­sen ver­wan­delt, ist es sowie­so mit dem Leben auf der Erde vor­bei. Alles auf die­ser Welt ist ver­gäng­lich und eben­so wird es nicht ewig Leben auf ihr geben. Aber wenn es soweit sein soll­te, viel­leicht hat die Mensch­heit bis dahin einen Ersatz­pla­ne­ten gefun­den und die Tech­nik ist bis dahin so weit vor­tge­schrit­ten, dass eine Über­sied­lung statt­fin­den kann. Chri­stus wäre auf jeden Fall auch fern der ursprüng­li­chen Hei­mat gegen­wär­tig, Prie­ster könn­ten auch dort wei­ter­hin das Hei­li­ge Mess­op­fer zele­brie­ren, auch an Orten, weit weg der ursprüng­li­che Hei­li­gen Städ­ten und auch wenn die­se ver­ge­hen soll­ten, Chri­stus selbst wird nie­mals ver­ge­hen. Und viel­leicht hat sich die Mensch­heit in der Zukunft viel­leicht nicht nur tech­nisch, son­dern auch mora­lisch wei­ter­ent­wickelt. Viel­leicht hat man ja aus den vie­len Feh­lern aus der Ver­gan­gen­heit gelernt, viel­leicht aber wird der Hei­li­ge Geist die Men­schen der Zukunft ja noch in beson­de­rem Maße erfül­len. Viel­leicht wird die Mensch­heit eines Tages geschlos­sen erken­nen, dass alle Wege, außer dem von Chri­stus vor­ge­zeich­ne­ten, über kurz oder lang ins Ver­der­ben füh­ren und viel­leicht wird eine Zeit kom­men, wo jeder Mensch welt­weit getauft ist und in der Nach­fol­ge Chri­sti steht. Wer weiß, was die Zukunft noch alles für Hei­li­ge her­vor­brin­gen wird. Auf jeden Fall wer­den die Gebo­te Got­tes und die Sakra­men­te, ein­schließ­lich dem Ehe­sa­kra­ment, auf alle Zei­ten Bestand haben.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Wie stets ein Sehr rich­ti­ger Kom­men­tar mal wie­der von Ihnen, wel­chen ich beson­ders bezüg­lich der „Ent­welt­li­chung“ sekun­die­ren möch­te.
      Es bedarf kei­ner „Ent­welt­li­chung“ son­dern viel­mehr einer Wie­der­ver­christ­li­chung, d.h. vom Katho­li­zis­mus her müss­te auf­ge­baut wer­den und mit der katho­li­schen Reli­gi­on alle(!!!) Gebie­te des öffent­li­chen und pri­va­ten Lebens durch­drun­gen wer­den. Re-Chri­stia­ni­sie­rung der weit­ge­hend säku­la­ri­sier­ten und arel­gi­ö­sen Gesell­schafts­seg­men­te waren Leit­mo­tiv der recht­gläu­bi­gen Päp­ste von Rom gewe­sen.
      Ratz­in­ger hat gera­de dies in Frei­burg ver­spot­tet als er die die schimpf­li­chen Säku­la­ri­sie­run­gen von 1803 und 1870 so sehr rühmte.Wer der „Ent­welt­li­chung“ das Wort redet macht sich gemein mit jenen Jako­bi­nern, wel­che die Kir­che und die Prie­ster­schaft aus dem orga­ni­schen Zusam­men­hang mit dem Vol­ke ris­sen. Oder mit den Libe­ra­len, die die Kir­che besten­falls im bie­der pri­vat-klein-bür­ger­li­chen Reser­vat des Sonn­tags­chri­sten­mi­lieu exi­stie­ren las­sen. Jedoch nicht die Kir­che als gesamt­ge­sell­schaft­li­che Kraft agie­ren las­sen. Das ist das Pro­gramm der Lai­ka­len und ande­rer Kir­chen­fein­de. Frei­lich wer­den Neo-Con und Neo-Tra­di­tio­nel­le Ratz­in­ger-Cla­queu­re dies nie begrei­fen.

      • Dan­ke, wer­ter Herr Rat­kaj. Sie haben mich ver­stan­den. Als einer der weni­gen hier in dem angeb­lich tra­di­tio­na­li­sti­schen Forum, das bei Lich­te bese­hen eher wie ein Bene­dikt-Grou­pie-Club anmu­tet.

      • „Re-Chri­stia­ni­sie­rung der weit­ge­hend säku­la­ri­sier­ten und arel­gi­ö­sen Gesell­schafts­seg­men­te waren Leit­mo­tiv der recht­gläu­bi­gen Päp­ste von Rom gewe­sen.“

        Da müss­ten Sie aller­dings Quel­len und Bewei­se vor­le­gen.… denn das, was Sie sich dar­un­ter vor­zu­stel­len schei­nen, hat kei­ner der Päp­ste des 19./20. Jh Jh gewollt oder gar for­mu­liert…

        Ratz­in­ger hat mit „Ent­welt­li­chung“ nicht das gesagt, was Sie ihm — gera­de­zu per­fi­de — unter­stel­len.

        Das Wort „Ent­welt­li­chung“ benutz­te er als Gegen­teil von „Ver­welt­li­chung“. Jeder nor­ma­le Mensch hat das auch genau so ver­stan­den. Eine ande­re Inter­pre­ta­ti­on konn­te man den Wor­ten Bene­dikts nicht mit Berech­ti­gung ent­neh­men.

        Hin­weis: es gab und gibt kei­ne „Ver­christ­li­chung“.
        Allei­ne die­ser Begriff ist schon heid­nisch.

        Es gibt nur: per­sön­li­che Reue, Buße, Umkehr.

        Alles ande­re ist zwang, Ober­flächlick­eit und Läste­rung des Kreu­zes­op­fers, das in die tief­ste Tie­fe führt und führ­te…

      • Ihre durch und durch ver­bür­ger­lich­te Indi­vi­dua­li­sie­rung und Psy­cho­lo­gi­sie­rung des Kreu­zes­op­fers und der dar­aus resul­tie­ren­den Süh­ne und Umkehr in den arka­nen Berich der ein­zel­nen See­le hin­ein, statt sie auf die katho­li­sie­ren­de und erzie­he­ri­sche Kraft des Glau­bens für die gott­los gewor­de­ne Welt zu bezie­hen , emp­fin­de ich als Läste­rung der katho­li­schen Tra­di­ti­on.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Es fragt sich, wel­cher Tra­di­ti­on Sie eigent­lich treu sind. Mit Jesus Chri­stus hat sie jeden­falls nichts zu tun, denn Sie kön­nen Sei­nen hei­li­gen Namen nie­mals nen­nen und in Ihre Sät­ze ein­bin­den. Auch den Namen Sei­ner hei­li­gen Mut­ter habe ich aus Ihrer Feder noch nie gele­sen.

        Das spricht für sich.

      • @Zeitschnur: wenn ich Ihrer dau­er­dis­si­den­ten Kom­men­ta­re lese(n muss), dann dür­fen Sie gewiß sein, dass ich die Imma­cu­la­ta eins ums ande­re Mal um Hil­fe anru­fe.
        Für mich, dass ich nicht den Ver­stand ver­lie­re ange­sichts Ihrer häre­ti­schen Aus­füh­run­gen, aber durch­aus auch für Sie.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Aaaaaaaaaaaaaah ja!
        Und wenn Sie mir nun bit­te noch mei­ne „häre­ti­schen Aus­sa­gen“ auf­zäh­len wür­den — das inter­es­siert mich näm­lich…

      • Tra­di­ti­ons­treu­er,

        Noch ein Rat: wenn Sie das, was ich schrei­be, nicht ver­kraf­ten, dann lesen Sie es doch ein­fach nicht!

        Ich ver­ste­he die­se Fixie­rung auf mich nicht. Auch bei ande­ren hier nicht — wem das zu lang ist, wem es zu akri­bisch und weit­schwei­fig ist — lesen Sie es doch ein­fach nicht!

        War­um tun Sie es den­noch?

        Ich kann nicht wider bes­se­res Erken­nen irgend­wel­chen kon­ser­va­ti­ven Main­streamm­ei­nun­gen frö­nen und aus Angst, zusam­men­ge­dro­schen zu wer­den, schwei­gen. Ich begrün­de alles, was ich vor­brin­ge, und lei­der kann damit hier nur ein ver­schwin­den­der Pro­zent­satz der Poster umge­hen.

        Hicest­ho­die hat mich an ande­rer Stel­le mit einem wah­ren Schmä­her­guss dafür belohnt (und die übli­chen Cla­queu­re, wenns um Zeit­schnur-Nie­der­prü­geln geht, haben Bei­fall geklatscht): ich mache dem Herrn Hicest­ho­die alles kaputt, was ihm noch etwas Hoff­nung gibt, sei­ne Iko­nen Lef­eb­v­re, Bur­ke und sonst­wer, schließ­lich alles eta­blier­te Her­ren, möch­te man mei­nen, die haben offen­bar ein ein­ge­bau­tes bür­ger­li­ches Recht­ha­ben … meint er…und das darf man nicht, an sol­chen Iko­nen krat­zen … lie­ber in Illu­sio­nen unter­ge­hen, fra­ge ich da nur? Soll es das sein? Opfern wir die Wahr­heit dem Stroh­halm?

        Sie wer­den schon nicht ver­rückt, wie Sie schrei­ben, wenn Sie der Wahr­heit nicht aus dem Weg gehen.
        Wenn Sie sich sicher sind, dass ich unrecht habe — wie kann es sein, dass mein Gere­de Sie so aus der Bahn wirft?

        .….

      • @Zeitschnur: Sie sind mit Ihren peren­nie­ren­den „allein dem Herrn“-Geschreibsel, Ihrem Nie­der­ma­chen der Hl. Kir­che zugun­sten des „Herrn“ der Erz­hä­re­sie des Pro­te­stan­tis­mus anheim gefal­len. Ich habe Ihnen dies im Ver­lauf der letz­ten Mona­te wie­der­holt detail­liert nach­ge­wie­sen. War­um wech­seln Sie nicht zu einem pro­te­stan­ti­schen Foru? Dort wür­den Sie all­sei­tig beju­belt für Ihre ergrei­fen­den Kom­men­ta­re.

      • @zeitschnur: ich fürch­te, Sie über­schät­zen sich, was die Wir­kung Ihrer Wor­te auf mich anbe­langt. Im Übri­gen sind Sie es doch, die sich bestän­dig auf die Sei­te des Main­streams schlägt: sie kri­ti­sie­ren Putin und Orbán gemäß der Denk­vor­ga­ben des west­li­chen Estab­lish­ments eben­so wie Sie den ver­bre­che­ri­schen Holo­caust der Nazis als Ver­tei­di­gungs­keu­le für die Hege­mo­ni­al­po­li­tik der israe­li­schen Regie­rung ein­set­zen. In Zei­ten, da Ratz­in­ger als Bene­dikt XVI. en vogue war, ver­herr­lich­ten Sie ihn als größ­ten Theo­lo­gen und Intel­lek­tu­el­len, Lef­eb­v­re, des­sen Bru­der­schaft sich unter Ratz­in­gers Regent­schaft anschick­te, in den Schoß der Kir­che zurück­zu­keh­ren, prie­sen Sie als Licht­ge­stalt. Kaum war Bene­dikt zurück­ge­tre­ten und es mit dem Hype um die Tra­di­ti­on augen­schein­lich vor­bei, nann­ten sie Ratz­in­ger nur noch „Le ser­pent“ und Lef­eb­v­re ein „Irr­licht“. Als Sie merk­ten, dass Ber­go­gli­os Bru­ta­li­tät den Sieg gegen­über den bewah­ren­den Kräf­ten in Rom davon tra­gen dürf­te, dreh­ten Sie schnell ihr bego­glio­kri­ti­sches Fähn­chen nach dem Win­de, war­fen sei­nen Gegen­spie­lern Bur­ke und Schnei­der ganz locker Inkon­si­stenz und Heu­che­lei vor, war­ben um Ver­ständ­nis für Ber­go­gli­os „Lei­den“ unter der bösen Kurie und wet­tern nun­mehr mit der in Rom zur alles beherr­schen­den Dok­trin erho­be­nen latein­ame­ri­ka­nisch-mar­xi­sti­schen Befrei­ungs­theo­lo­gie gegen den impe­ria­len Glanz der Kir­che. Wis­sen Sie, man kann sich über vie­les, was Sie sagen zwar wun­dern und erre­gen, eines kann man aber gewiss nicht mehr: Ihren selbst­ge­strick­ten Wahr­hei­ten Stroh­hal­me opfern oder sich von Ihnen Hoff­nun­gen kaputt­schla­gen las­sen, kurz: Sie son­der­lich ernst neh­men. Man kann Sie eigent­lich nur mehr bedau­ern.

  12. Eini­ge Din­ge, die Papst Fran­zis­kus tut, fin­de ich gut und man­ches fin­de ich nicht so gut.
    Klar ist: Es sind zuvie­le gute alte Din­ge ver­lo­ren gegan­gen und an vie­len Orten fin­det eine Nivel­lie­rung statt. Papst Fran­zis­kus hat mit sei­ner vor­ge­leb­ten Beschei­den­heit Impul­se gesetzt. Die Kämp­fe im Vati­kan kön­nen wir nur von außen betrach­ten. Das ist immer schwie­rig. Es ist auch sehr schwie­rig Tra­di­ti­on und Inno­va­ti­on in das rich­ti­ge Maß zu bekom­men. Das Gebet für Papst Fran­zis­kus und alle Bischö­fe und Prie­ster ist am wich­tig­sten. Auch wenn momen­tan vie­les drü­ber und drun­ter geht, so hat Jesus Chr­sistus doch gesagt: „…auf die­sen Fel­sen baue ich mei­ne Kir­che und die Pfor­ten der Unter­welt wer­den sie nicht über­win­den“. Sie wird eines Tages gerei­nigt auch wie­der in neu­em Glan­ze erstrah­len !

    • Lei­der ist aber die Beschei­den­heit von Papst F. kei­ne Beschei­den­heit.
      Es ist nur Augen­wi­sche­rei — und die brei­te Mas­se fällt drauf rein!
      Nicht aus Beschei­den­heit wohnt er nicht in den päpst­li­chen Gemä­chern!
      Aber dar­über wur­de ja schon berich­tet.
      Bei F. ist alles nur Show — und dar­auf abge­zielt, die Mas­sen zu täu­schen!
      Haben Sie die Christ­met­te z.B. gese­hen. Mit F. aus Rom.
      Ist was auf­ge­fal­len? Nein?
      Dann schau­en Sie genau­er hin. Sie wer­den es sicher­lich erken­nen!

  13. Zum The­ma „Wie Papst Fran­zis­kus die Kir­che durch­ein­an­der­bringt“:
    Star­ben die Mar­ty­rer frü­her zum Zeug­nis für Jesu Chri­stus und Sei­ne Kir­che, wie der hl. Erz­mar­ty­rer Ste­pha­nus, des­sen am zwei­ten Weih­nachts­tag gedacht wur­de, so ster­ben Mar­ty­rer heu­te, laut Papst Fran­zis­kus, für die Reli­gi­ons­frei­heit… (http://biblefalseprophet.com/2014/12/29/the-sacrifices-of-the-martyrs-of-today-are-the-commitment-to-recognize-and-concretely-to-ensure-religious-liberty/#.VKPhInu7Oxo ).

    • @ Leo Lämm­lein

      Wer von uns ist bereit, einen Weg wie der Hl. Ste­pha­nus zu gehen und sich für Chri­stus zu opfern?

      Nach dem Geschwätz auch hier im Forum gebührt der Kir­che ja das Him­mel­bett auf Erden mit Pomp, Glo­ria und einer Erb­se unter der letz­ten Matrat­ze.

      Davon, dass die Braut Chri­sti den Weg ihres Bräu­ti­gams gehen wird, WENN SIE IHN LIEBT, weiß auch hier kei­ner mehr was.

      Die einen opfern sich also für die Reli­gi­ons­frei­heit, die ande­ren für reak­tio­nä­re Träu­me.
      Wer aber folgt dem Herrn?

      • Jene, die sich für die von Ihnen so übel dif­fa­mier­ten „rek­tio­nä­ren Träu­me“ opfern, opfern sich eben damit für den Herrn.
        Denn die­ser ist dafür nach Kal­va­ria gegan­gen, dass die Welt ver­söhnt wer­de und glau­be, also ein katho­li­scher Staat wer­de. Nicht ein­fach nur für Ihre bür­ger­li­che from­me Ein­zel­see­le.

      • Es liegt heu­te nicht fern, sich über Ihre Fra­ge Gedan­ken zu machen, und tat­säch­lich beschäf­tigt sie mich oft.
        Im Bewusst­sein mei­ner Schwach­heit bete ich dar­um, Ihn im ent­schei­den­den Moment nicht zu ver­leug­nen.
        Bei Lukas lesen wir:
        „Dar­um wachet, alle­zeit betend, damit ihr wert erfun­den wer­det, allem dem zu ent­ge­hen, was da kom­men wir, und vor den Men­schen­sohn gestellt zu wer­den“ (21,36).
        Jeden Tag, in Glau­be, Hoff­nung und Lie­be, das Kreuz auf sich neh­men und Ihm nach­fol­gen, das erscheint mir die ein­zi­ge mög­li­che Vor­be­rei­tung und Ein­übung.

    • Die „Reli­gi­ons­frei­heit“ ist der größ­te Schand­fleck wohl in der gesam­ten Geschich­te der Kir­che.

    • Tra­di­ti­ons­treu­er
      Der katho­li­sche Staat hat sein Recht und sei­ne Ver­dien­ste, aber er ist nicht iden­tisch mit dem Reich Got­tes bzw. Him­mel­reich. Eine sol­che Iden­ti­tät besteht nicht ein­mal für die sicht­ba­re Kir­che.
      Dass der Herr Jesus Chri­stus auf Cal­va­ria starb, damit, wie Sie schrei­ben, ein katho­li­scher Staat ent­ste­he, ist eine ziem­lich abge­le­ge­ne Schluss­fol­ge­rung.
      Die „from­me Ein­zel­see­le“ ist kei­ne bür­ger­li­che Erfin­dung. Wenn schon, dann ist sie d i e Ent­deckung des Chri­sten­tums. Vor dem Rich­ter­stuhl Got­tes wird jeder von uns ein­mal ein­zeln gerich­tet.

      • Nein, da wider­spre­che ich. Die „from­me Ein­zel­see­le“ ist ideen­ge­schicht­lich eine Erfin­dung der Refor­ma­ti­on, des häre­ti­schen Refor­ma­tors Mar­ti­nus Luther („Ich und mein Gott“). Und das Bür­ger­li­che ist aus dem „Pro­te­stan­tis­mus“ her­aus ent­stan­den. Das Katho­li­sche zielt immer auf die Kir­che als Cor­pus. Die from­me Ein­zel­see­le hat zu Recht nicht die­sen Stel­len­wert. Es geht um die Una Sanc­ta.

  14. @hicesthodie

    Mein Kom­pli­ment, hicest­ho­die! Ihre Kom­men­ta­re vom 27. Dez. 16:16, 1. Jan. 11:05 und 12:50 sind her­vor­ra­gend!! — Prä­gnant und bril­lant!

    • Ja, obwohl ich mich in der Ein­schät­zung von Prof. Ratz­in­ger sehr von @hicesthodie unter­schei­de, aber er ist einer der weni­gen hier, der es wagt. den Zer­set­zun­gen die­ser Dame Kon­tra zu geben. Wirk­lich bril­lant.

  15. Von mensch­li­chen Unzu­läng­lich­kei­ten abge­se­hen, an denen so oder so jeder von uns lei­det, sehe ich den Haupt­grund für den Unmut eini­ger tra­di­tio­nell ein­ge­stell­ter Katho­li­ken die­ses Forums gegen Frau Zeit­schnur dar­in, dass sie sich an ihrer scho­nungs­lo­sen Ana­ly­se der Lage der Kir­che ärgern.
    Es ist frei­lich leich­ter, sich auf die all­zu offen­sicht­li­chen Schwä­chen eines Pap­stes vom Schla­ge Jor­ge Bergoglios/Franziskus‘ ein­zu­schie­ßen, als sich mit dem Gedan­ken aus­ein­an­der­zu­set­zen, dass der Stuhl Petri seit einem hal­ben Jahr­hun­dert vakant ist und dass nicht nur Fran­zis­kus, son­dern alle Päp­ste seit Johan­nes XXIII. Schein­päp­ste waren bezie­hungs­wei­se sind.
    Dabei muss man nur ein­mal das Glau­bens­be­kennt­nis (Pro­fes­sio Catho­li­cae Fidei) lesen, das im Codex Iuris Cano­ni­ci des hl. Pap­stes Pius X. steht, und die Päp­ste seit 1958 dar­an mes­sen.
    Fran­zis­kus ist Enfant ter­ri­ble einer Revo­lu­ti­on, deren Täter wie Opfer er ist.

    • Wenn Sie also, wie Sie hier sich offen­ba­ren, Sedis­va­kan­tist sind, wer ist für Sie dann Papst? Einer muss es ja sein, sonst wären sie nicht mehr in der Kir­che, und gin­gen dann Ihres Heils ver­lu­stig. Denn: Ubi Petrus, ibi eccle­sia.

      Ubi Petrus est???

    • Nun, Tra­di­ti­ons­treu­er, Sedis­va­kanz ist ein logi­scher Erklä­rungs­ver­such, aber noch kei­ne feste Über­zeu­gung bei mir. Ich bin schon froh damit, an die katho­li­sche Kir­che zu glau­ben.–
      Der von Ihnen zitier­te Satz hieß ursprüng­lich: „Ubi Chri­stus, ibi eccle­sia“, und umge­kehrt: „Ubi eccle­sia, ibi Chri­stus“. Auch „Ubi epi­scopus, ibi eccle­sia“ gibt es (sie­he etwa die Brie­fe des hl. Igna­ti­us von Antio­chi­en, wo es nicht der For­mu­lie­rung, aber dem Inhalt nach ent­hal­ten ist). Die heu­te popu­lär­ste Vari­an­te „Ubi Petrus, ibi eccle­sia“, kam erst spä­ter auf.–
      Die Kir­che Chri­sti hört bei Sedis­va­kanz nicht auf zu exi­stie­ren, und wie lan­ge eine Sedis­va­kanz andau­ert, ist nir­gends fest­ge­legt. Aller­dings wäre eine Sedis­va­kanz seit 1958 ein ano­ma­ler, abnor­mer Zustand der Kir­che, das stimmt.
      Aber ist denn die Lage der Kir­che heu­te nor­mal, der gött­li­chen Norm ent­spre­chend?

      • „Wie lan­ge eine Sedis­va­kanz andau­ert, ist nir­gends fest­ge­legt“ — ist nicht ganz rich­tig. Die Ver­fah­rens­re­geln für die Papst­wahl zie­len dar­auf ab, eine län­ge­re Sedis­va­kanz zu ver­hin­dern.—
        In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten hat mei­nes Wis­sens nur ein Diö­ze­san­bi­schof der katho­li­schen Kir­che die Sedis­va­kanz fest­ge­stellt, und zwar Erz­bi­schof Petrus Mar­ti­nus Ngô Đình Thục im Jahr 1982, und das auch nur in Bezug auf Papst Johan­nes Paul II. (sie­he hier: http://www.einsicht-online.org/assets/download/e2801.pdf).
        Msgr. Mar­cel Lefe­v­re hat zwar hie und da von Sedis­va­kanz gespro­chen, aber nie eine ent­spre­chen­de Erkä­rung her­aus­ge­ge­ben.
        In die­ser Hin­sicht (Fest­stel­lung durch Mit­glie­der der Hier­ar­chie) hat die Sedis­va­kanz­the­se eine sehr schwa­che oder fast gar kei­ne Basis.

    • Nein, der Umsturz geschah ein­deu­tig mit Papst Fran­zis­kus und es ist abso­lut in Ord­nung, des­sen Legi­ti­ma­ti­on zu hin­ter­fra­gen. Alle sei­ne Vor­gän­ger waren gute, tief katho­li­sche Päp­ste, eini­ge sogar Hei­li­ge oder Seli­ge. Die­se als „Schein­päp­ste“ zu beti­teln ent­behrt jeder Recht­fer­ti­gung, und lenkt vom wah­ren Pro­blem, das da heißt Ber­go­glio, nur ab.

      • Jean-Lou­is
        Die Päp­ste seit 1958 als Schein­päp­ste zu beti­teln, hat einen seriö­sen Grund, und die­ser ist das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil.
        W e n n Vati­ca­num 2 Häre­si­en ent­hält, dann sind alle an die­sem Kon­zil betei­lig­ten und sei­ne Leh­ren auf­recht­erhal­ten­den Päp­ste eo ipso Häre­ti­ker.
        (For­mel­le) Häre­ti­ker sind aber nach tra­di­tio­nel­ler Leh­re der Kir­che nicht Mit­glie­der der Kir­che, son­dern vom mysti­schen Leib Chri­sti a b g e t r e n n t (im Unter­schied zu gewöhn­li­chen Tod­sün­dern, die „nur“ tote Glie­der an sei­nem Leib sind und durch den gül­ti­gen Emp­fang des Buß­sa­kra­ments wie­der zum über­na­tür­lich-gei­sti­gen Leben erweckt wer­den). Als Nicht-Katho­li­ken kön­nen Häre­ti­ker aber kein hier­ar­chi­sches Amt der Kir­che inne­ha­ben.
        Es geht also zuvör­derst nicht um die per­sön­li­chen Häre­si­en der ein­zel­nen Päp­ste, von denen es frei­lich umfang­rei­che Listen und Doku­men­ta­tio­nen gibt. Noch weni­ger geht es dar­um, die­se Per­so­nen aus Gehäs­sig­keit madig zu machen. Es wird auch nicht geleug­net, dass alle die­se Päp­ste vie­les Gut-Katho­li­sche gelehrt, ver­kün­det und getan haben. Das kom­pen­siert jedoch nicht ihre Häre­si­en, macht sie viel­mehr gefähr­li­cher.
        Die Grund­fra­ge ist also: Lehrt das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil Häre­si­en, ja oder nein?
        Wenn nein, dann ist die­sem Kon­zil und sei­nen Päp­sten unbe­dingt zu fol­gen, auch wenn einem man­ches nicht schmecken mag.
        Wenn ja, dann sind die­se Päp­ste kei­ne ech­ten Päp­ste, weil es dem Dog­ma der Unfehl­bar­keit der Kir­che wider­spre­chen wür­de, dass Päp­ste durch ihre Leh­ren und Anwei­sun­gen die Gläu­bi­gen auto­ri­ta­tiv zur Häre­sie ver­füh­ren, mit andern Wor­ten: sie ins ewi­ge Ver­der­ben lot­sen.
        Andern­falls müs­sen Sie erklä­ren, wie häre­ti­sche Päp­ste mög­lich sein sol­len. Das war nie Glau­be der Kir­che, und das ist ja das Grund­pro­blem der Pius­bru­der­schaft. Sie ver­sucht sich aus der Affä­re zu zie­hen durch die Behaup­tung, nur dem außer­or­dent­li­chen Lehr­amt sei Unfehl­bar­keit garan­tiert und die Sedis­va­kan­ti­sten wür­den die Unfehl­bar­keit der Kir­che und des Pap­stes über­be­to­nen.
        Das wider­spricht aber der über­lie­fer­ten Leh­re der Kir­che und dem Kir­chen­recht. Auch dem ordent­li­chen Lehr­amt schul­det der Katho­lik Gehor­sam, und gera­de auch dem ordent­li­chen Lehr­amt muss er ver­trau­en kön­nen.

  16. „Die Grund­fra­ge ist also: Lehrt das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil Häre­si­en, ja oder nein?“
    Die Ant­wort lau­tet: nein.
    „nur dem außer­or­dent­li­chen Lehr­amt sei Unfehl­bar­keit garan­tiert und die Sedis­va­kan­ti­sten wür­den die Unfehl­bar­keit der Kir­che und des Pap­stes über­be­to­nen.“
    Das ist rich­tig. Man muss dem Lehr­amt wider­spre­chen, wenn es die Leh­re Chri­sti und der Kon­zi­le auf den Kopf stellt, wie Ber­go­glio dies mehr als ein­mal tut. Ber­go­glio bie­dert sich den Fein­den der Kir­che an, und „bestraft“ die Katho­li­ken.
    Papst Bene­dikt hat sehr gut gezeigt wie die Kir­che in die Moder­ne füh­ren kann, ohne die Leh­re zu ver­leug­nen.

  17. Die Liste der Irr­tü­mer und Häre­si­en des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils ist lang.
    Die Haupt­hä­re­sie ist der fal­sche Öku­me­nis­mus.
    Wel­che Früch­te die­ser trägt, ist an den gemein­sa­men Gebe­ten der Päp­ste mit Häre­ti­kern, Schis­ma­ti­kern und Ungläu­bi­gen zu erken­nen.
    So etwas hat es 1900 Jah­re in der katho­li­schen Kir­che nicht gege­ben, nicht nur das, es war streng ver­bo­ten, noch im Codex Juris Cano­ni­ci 1917 (der von den Kon­zil­späp­sten schon miss­ach­tet wur­de), und das will uns Papst Bene­dikt XVI. als „Kon­ti­nui­tät“ deu­ten.
    Wenn das kei­ne Ver­leug­nung der Leh­re ist, was dann?
    Vati­ka­num 2 führt in die Apost­asie, also kann es kein gül­ti­ges Kon­zil der katho­li­schen Kir­che gewe­sen sein, obwohl Papst Paul VI. es abseg­ne­te und als Äuße­rung des fei­er­li­chen Lehr­amts dekla­rier­te, und so alle Päp­ste nach ihm.
    Wie kann das Kon­zil in Kon­ti­nui­tät zur katho­li­schen Leh­re ste­hen, wenn Kar­di­nal Léon-Joseph Sue­n­ens es als „fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on in der Kir­che“ und Kar­di­nal Yves Con­gar es mit der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on 1917 in Russ­land ver­glich? Kar­di­nal Ratz­in­ger selbst hat sich übri­gens ähn­lich geäu­ßert.
    Das Beten zum Gott Moham­meds ist kei­ne Erfin­dung von Papst Fran­zis­kus. Papst Johan­nes Paul II. hat es vor­ge­macht und Papst Bene­dikt ist ihm dar­in gefolgt.

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