„Parallel-Oberer“ Bergoglio — Warum wurde der heutige Papst 1990 von seinen Jesuiten-Brüdern exiliert?

Papst Geburtstag
Papst-Geburts­tag 2014

(Bue­nos Aires/Rom) Am heu­ti­gen 17. Dezem­ber fei­ert Papst Fran­zis­kus sei­nen 78. Geburts­tag. Am Vor­mit­tag erfreu­te ihn ein Tan­go, der von Tau­sen­den sei­ner „Afi­cio­na­dos“ ihm zu Ehren auf dem Peters­platz getanzt wur­de. Der Osser­va­to­re Roma­no ver­öf­fent­lich­te eine Sei­te aus einer in Argen­ti­ni­en erschie­ne­nen Papst-Bio­gra­phie, auf die Jor­ge Mario Ber­go­glio beson­de­ren Wert legt und an deren Zustan­de­kom­men und Nie­der­schrift er selbst Hand anleg­te.

Das Buch mit dem Titel Aquel Fran­cis­co wur­de von zwei argen­ti­ni­schen Jour­na­li­sten, Javier Cáma­ra und Seba­sti­an Pfaf­fen geschrie­ben (sie­he eige­nen Bericht Als Ber­go­glio als „bril­lant, aber ver­rückt“ ins „Exil“ geschickt wur­de). Bei­de stam­men aus Cor­do­ba in Argen­ti­ni­en, wo auch der Ver­lag sei­nen Sitz hat. Der Schwer­punkt des Buches liegt in der Rekon­struk­ti­on der bei­den Pha­sen im Leben des amtie­ren­den Pap­stes, die er in der argen­ti­ni­schen Pro­vinz­stadt ver­brach­te. Das waren die bei­den Jah­re des Novi­zi­ats von 1958–1960 und die zwei Jah­re des Exils ohne jeden Auf­trag, in das er von sei­nen Ordens­obe­ren von 1990–1992 ver­schickt wor­den war. Ein Exil, das Papst Ber­go­glio heu­te ger­ne als „inne­re Rei­ni­gung“ bezeich­net.

aquel_franciscoAquel Francisco — die autobiographische Biographie

Im Dezem­ber 2013 war der Papst vom Erz­bi­schof von Cor­do­ba bei einem Rom-Besuch infor­miert wor­den, daß die bei­den Jour­na­li­sten dabei waren, zu die­ser Dop­pel­pe­ri­ode ein Buch zu schrei­ben. Papst Fran­zis­kus griff zum Tele­fon­hö­rer und rief die bei­den an. „Nicht ein­mal, son­dern mehr­fach, und ließ den Griff nicht mehr locker“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster zur Epi­so­de. Der Papst begann mit Cáma­ra und Pfaf­fen einen inten­si­ven Schrift­ver­kehr über E‑Mail, schil­der­te sei­ne Erin­ne­run­gen und mach­te aus der Bio­gra­phie eine Art Auto­bio­gra­phie. Von einer „auto­bio­gra­fia cor­doba­na“ spricht Magi­ster, da das Buch gespickt ist mit direk­ten Aus­sa­gen unter Anfüh­rungs­zei­chen. Dabei han­delt es sich um Erzäh­lun­gen und Bewer­tun­gen.

„Es sind vor allem zwei Punk­te des Buches, die neu­gie­rig machen“, so Magi­ster. Das betrifft ein­mal die wirk­li­chen Grün­de, die dazu führ­ten, daß der ehe­ma­li­ge argen­ti­ni­sche Jesui­ten­pro­vin­zi­al Ber­go­glio bei sei­nen Mit­brü­dern in Ungna­de fiel. An der Spit­ze der Jesui­ten in Argen­ti­ni­en stand der heu­ti­ge Papst in den 70er Jah­ren, um genau zu sein von 1973–1979. Ins Exil geschickt wur­de er 1990 von Pater Vic­tor Zor­zin, der Pater Ber­go­glio aus näch­ster Nähe kann­te. Pater Zor­zin war näm­lich Ber­go­gli­os Vize, als die­ser Ordens­pro­vin­zi­al war. 1986 wur­de Zor­zin zum Pro­vin­zi­al. Ein Amt, das er bis 1991 beklei­de­te.

Warum wollten seine Mitbrüder Bergoglio loswerden?

Zwi­schen Zor­zin und Ber­go­glio gab es gro­ße Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über die Art der Ordens­lei­tung. Das­sel­be galt zwi­schen Ber­go­glio und Zor­zins Nach­fol­ger, Pater Ignacio Garcà­a‑Mata, der von 1991–1997 Pro­vin­zi­al war und damit zu einer Zeit, als Ber­go­gli­os neue Kar­rie­re außer­halb sei­nes Ordens bereits im Gan­ge war. 1992 ernann­te ihn Papst Johan­nes Paul II. zum Weih­bi­schof von Bue­nos Aires, 1997 zum Erz­bi­schof-Koad­ju­tor, acht Mona­te spä­ter, im Febru­ar 1998, zum Erz­bi­schof von Bue­nos Aires und Pri­mas von Argen­ti­ni­en.

Laut den bei­den Buch­au­toren arti­ku­lier­ten sich die ordens­in­ter­nen Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten in einer häm­mern­den „Ver­leum­dungs­kam­pa­gne“ gegen Pater Ber­go­glio. Eine Kam­pa­gne, deren Echo bis nach Rom zu hören war und bis zum dama­li­gen Ordens­ge­ne­ral, dem Hol­län­der Peter Hans Kol­ven­bach vor­drang. Man habe das Gerücht in Umlauf gesetzt, wie unter ande­rem Pater àngel Ros­si, der der­zei­ti­ge Obe­re der Jesui­ten­nie­der­las­sung in Cor­do­ba im Buch bestä­tigt, daß der „ein­mal so bril­lan­te“ Ex-Pro­vin­zi­al exi­liert wor­den war, „weil er krank, ver­rückt“ gewor­den sei.

Der „Parallel-Obere“ Bergoglio

Der 1979 auf Ber­go­glio gefolg­te Pro­vin­zi­al, Pater Andrés Swin­nen, der sei­nem Vor­gän­ger immer ver­bun­den blieb, lie­fert eine sub­stan­ti­el­le­re Erklä­rung der Exi­lie­rung. Die „Schuld“ Ber­go­gli­os sei es gewe­sen, daß er auch nach dem Ende sei­nes Man­dats als Pro­vin­zi­al wei­ter­hin als Anfüh­rer einer Frak­ti­on inner­halb der Ordens­pro­vinz auf­trat und Ein­fluß aus­zu­üben ver­such­te.

Zuerst hat­te man ihn zum Rek­tor des Cole­gio Maxi­mo von San Miguel gemacht. Dann schick­te man ihn zum Dok­to­rats­stu­di­um nach Deutsch­land. Doch in Frank­furt am Main blieb er nur ganz kurz. In den weni­gen Mona­ten, die er sich in Deutsch­land auf­hielt, rei­ste er viel und besuch­te die ver­schie­de­nen Jesui­ten­nie­der­las­sun­gen. Man hat­te ihn aus Argen­ti­ni­en abzu­schie­ben ver­sucht. Das erklärt auch, wes­halb es nie zum Stu­di­um, dem offi­zi­el­len Auf­ent­halts­grund kam. Doch nach kur­zer Zeit gelang ihm die Rück­kehr in sei­ne Hei­mat. Nun schick­te man ihn an das Cole­gio del Sal­va­dor, wo er Theo­lo­gie unter­rich­te­te. Doch wo immer er auch hin­ge­schickt wur­de, trat er „wie ein Par­al­lel-Obe­rer“ auf, so Pater Swin­nen. Auf die­se Wei­se beein­fluß­te er vie­le Jesui­ten, vor allem jün­ge­re Mit­brü­der. Inner­halb eines Jahr­zehnts von 1979, dem Ende von Ber­go­gli­os Amts­zeit als Pro­vin­zi­al, bis zu sei­ner Exi­lie­rung 1990 ver­lie­ßen mehr als 100 jun­ge argen­ti­ni­sche Jesui­ten den Orden und gaben ihr Prie­ster­tum auf.

Exodus aus dem Orden, der Bergoglio angelastet wurde

Der Exo­dus wur­de Ber­go­glio ange­la­stet. Ein „Groß­teil der Aus­ge­tre­te­nen gehört der Grup­pe an, die nicht auf der Sei­te Ber­go­gli­os stan­den, son­dern sich viel­mehr sei­ner ent­le­di­gen woll­ten“, so Pater Swin­nen. Ob an sei­ner Sei­te oder gegen ihn, der ehe­ma­li­ge Pro­vin­zi­al spiel­te eine zen­tra­le Rol­le im pro­vin­zin­ter­nen Kon­flikt.

Das Buch lie­fert kei­ne nähe­ren Hin­ter­grün­de über die Grün­de des Kon­flik­tes. Lag es ledig­lich an der Per­sön­lich­keits­struk­tur Ber­go­gli­os und ande­rer Akteu­re oder ging es um inhalt­li­che Fra­gen von Glau­bens­leh­re und Kir­chen­ord­nung? Weder der amtie­ren­de Papst noch die im Buch zitier­ten Jesui­ten schei­nen die dama­li­gen Streit­punk­te, die zu so hand­fe­sten Kon­flik­ten führ­ten, „auf­wär­men“ zu wol­len.

Cordobaner Exilschriften

Bis­her ist bekannt, daß Papst Fran­zis­kus in sei­nem Leben kein Buch geschrie­ben hat. Sei­ne schrift­li­che Hin­ter­las­sen­schaft beschränkt sich auf kür­ze­re Bei­trä­ge und Vor­wör­ter für eini­ge Bücher von ande­ren sowie zwei Bor­schü­ren, die erschie­nen, nach­dem er im Kon­kla­ve 2005 zum Gegen­spie­ler Joseph Ratz­in­gers wur­de. Bereits in die­ser Zeit als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires bedien­te er sich Manu­el Fer­nan­dez‘ als Ghost­wri­ter. Ihn mach­te er zum Rek­tor der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät von Bue­nos Aires, Titu­lar­erz­bi­schof, Syn­oda­len der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie und zum offi­zi­el­len päpst­li­chen Tex­te­schrei­ber. Auch das Apo­sto­li­sche Schrei­ben Evan­ge­lii Gau­di­um stammt maß­geb­lich aus sei­ner Feder. Das ist an sich nicht unge­wöhn­lich für Staats­män­ner und füh­ren­de Per­sön­lich­kei­ten.

Um so mehr aber erstaunt, daß Papst Fran­zis­kus im Buch sagt, in sei­nem Cor­doba­ner Exil zwei Bücher geschrie­ben zu haben. Die Bücher tra­gen den Titel „Refle­xio­nes en espe­r­an­za“ (Gedan­ken über die Hoff­nung) und vor allem „Cor­rup­ción y peca­do“ (Kor­rup­ti­on und Sün­de) und mei­nen die Bro­schü­ren. Letz­te­rer Text habe sei­nen Aus­gang wegen einer Tra­gö­die genom­men, der Ermor­dung einer 17-Jäh­ri­gen im Jahr 1990 durch Ange­hö­ri­ge der hohen Gesell­schaft. 2014 erschien er auch in deut­scher Über­set­zung.

Evangelii gaudium und Romano Guardini

Die „Kor­rup­ti­on“ ist ein The­ma, das Papst Fran­zis­kus in sei­nen Pre­dig­ten immer wie­der auf­greift. Das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt sagt, im Exil das Stu­di­um von Roma­no Guar­di­ni wie­der­auf­ge­nom­men zu haben, um sei­ne Dis­ser­ta­ti­on über den deut­schen Reli­gi­ons­phi­lo­so­phen zu voll­enden. „Es ist mir nicht gelun­gen, sie abzu­schlie­ßen, aber die­ses Stu­di­um hat mir sehr gehol­fen bei dem, was danach auf mich zukam, ein­schließ­lich der Nie­der­schrift des Apo­sto­li­schen Schrei­bens Evan­ge­lii gau­di­um, des­sen Teil über die sozia­len Kri­te­ri­en zur Gän­ze aus mei­ner Dok­tor­ar­beit über Guar­di­ni ent­nom­men ist“.

Die nie voll­ende­te Dis­ser­ta­ti­on ist nicht bekannt, aber in Evan­ge­lii gau­di­um fin­det sich tat­säch­lich ein aus­führ­li­ches Zitat von Guar­di­ni aus des­sen 1950 erschie­ne­ner Arbeit „Das Ende der Neu­zeit“. Das Zitat fin­det sich in den Absät­zen 217–237, in denen der Papst die Kri­te­ri­en dar­legt, die befolgt wer­den sol­len, um die För­de­rung des All­ge­mein­wohls und des sozia­len Frie­dens vor­an­zu­brin­gen.

Inwie­weit sei­ne Art der Amts­füh­rung, ob als Pro­vin­zi­al, als „Par­al­lel-Obe­rer“, als Erz­bi­schof oder Papst mit den Kri­te­ri­en Guar­di­nis in Zusam­men­hang ste­hen, bedürf­te einer eige­nen Unter­su­chung.

Text: Set­ti­mo Cielo/Giuseppe Nar­di
Bild: MiL

36 Kommentare

  1. Gru­se­lig! Es wird einst­mals zu den unbe­greif­li­chen Rät­seln der Geschich­te gehö­ren, wie ein solch obsku­rer, auf Zer­stö­rung ange­leg­ter Cha­rak­ter die kirch­li­che Kar­rie­re­lei­ter erklim­men und selbst das Papst­amt okku­pie­ren konn­te. Das hat viel mit der Deka­denz inner­halb der Kon­zils­kir­che zu tun. Inso­fern ist Ber­go­glio selbst eine ver­gif­te­te Frucht des Kon­zils, und man wird von Glück oder Gna­de spre­chen dür­fen, wenn an die­sem Gift die Kir­che nicht zugrun­de geht. Uner­mess­li­chen Scha­den aber wird sie aller mensch­li­chen Vor­aus­sicht nach jedoch neh­men.

    • Dem heu­ti­gen Papst eine Okku­pie­rung sei­nes Amtes vor­zu­wer­fen ist unred­lich, ja: anma­ßend, solan­ge nicht klipp und klar kon­kre­te Bewei­se dafür vor­ge­legt wer­den!

  2. Evan­ge­lii Gau­di­um fußt nie und nim­mer auf Guar­di­ni.
    Gura­di­nis The­men sind Gott, Chri­stus, Kreuz, Nach­fol­ge,. Selbst­hei­li­gung, die Annah­me sei­ner selbst und nicht die „sozia­le Fra­ge!“
    So ein Quatsch!

    • In der Tat!

      Wer sich für die Alte Mes­se inter­es­siert: Guar­di­nis Büch­lein „Von Hei­li­gen Zei­chen“ ist dazu abso­lut lesens­wert.

    • Lang­sam lang­sam. Guar­di­ni hat sich wie­der­holt zu Fra­gen der poli­ti­schen Ethik geäu­ßert.
      „Die Sor­ge um den Men­schen“ — 2 Bän­de. Wie­der­holt „Zum Pro­blem der Macht“. „War­um ich Euro­pä­er bin“. Die Stu­di­en „Unter­schei­dung des Christ­li­chen“. „Euro­pa, Wirk­lich­keit und Auf­ga­be“. „Der Frie­de und der Dia­log“. Das fun­da­men­ta­le Werk „Die Macht“. Nicht zu ver­ges­sen der frü­he Auf­satz über Mahat­ma Ghan­di.
      Das sind nur eini­ge Titel. Guar­di­ni war ein geist­li­cher, aber auch ein poli­ti­scher Mensch.

      • Okay, klar es ging Guar­di­ni auch dar­um den Men­schen in die Lage zu ver­set­zen die Macht die er sah, kla­rer als ande­re, zu beherr­schen, und nicht von ihr beherrscht zu wer­den.
        Aber doch nicht in so einem wir­ren Sinn wie in Evan­ge­lii Gau­di­um!
        Reich­tum ist böse, Armut ist gut, die Rei­chen sind die Bösen, die Armen die Guten und die ein­zi­ge Chan­ce für die Rei­chen in den Him­mel zu kom­men ist den Armen zu hel­fen.…… das ist nicht Guar­di­ni!

      • Sie haben recht, @ein besorg­ter Christ
        „Reich­tum ist böse, Armut ist gut, die Rei­chen sind die Bösen, die Armen die Guten und die ein­zi­ge Chan­ce für die Rei­chen in den Him­mel zu kom­men ist den Armen zu helfen……. das ist nicht Guar­di­ni!“
        Stimmt. Aber „Evan­ge­li­um Gau­di­um“ ist es auch nicht.

      • aber Robert! ich habe Evan­ge­lii gau­di­um meh­re­re Male gele­sen, es gibt ca. eine hal­be Sei­te rich­tig guter Aus­sa­gen, die jedoch gleich wie­der rela­ti­viert, oder in einem schrä­gen Zusam­men­hang gestellt wer­den, und ja Sie haben recht um den Him­mel geht es in Evan­ge­lii gau­di­um nun genau nicht, son­dern um das rein inner­welt­li­che

  3. Gera­de zur The­ma­tik des „Frie­dens“ wird heu­te so Man­ches vor­ge­legt. Doch nahe­zu aus­nahms­los blei­ben die Vor­schlä­ge „hal­be Din­ge“ — ohne Ein­be­zug der Ewi­gen Wahr­heit Jesus Chri­stus — und för­dern somit den Unfrie­den. Roma­no Guar­di­ni dazu:
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    „Frie­de kommt dar­aus, dass der Sinn zu Ende gelebt wird. Die hal­ben Din­ge machen Unfrie­den. Jenes Zu-Ende-geführt-Sein des Wer­kes, jene rest­lo­se Ver­wirk­li­chung des Vater­wil­lens — dar­aus kommt der unend­li­che Frie­de, der in Chri­stus ist. Auch uns kommt er nur daher, aus dem Mit­voll­zug die­ses Geheim­nis­ses.“
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  4. Das alles so unklar und ver­schwom­men wie der gan­ze Mann!
    Bei so spär­li­chen Infor­ma­tio­nen steigt wirk­lich kei­ner durch — und wie konn­te man einen der­art gesichts­lo­sen Men­schen zum Papst wäh­len?
    Nichts ist „bekannt“, alles nur Gerücht, Andeu­tung, Spe­ku­la­ti­on.

    Man muss in die­sem Fall aber sagen „In dubio pro reo“ — wir wis­sen ein­fach zu wenig über ihn, über die argen­ti­ni­schen Ver­hält­nis­se, über die Gesund­heit Ber­go­gli­os.

    Das ein­zi­ge, was man aber erken­nen kann und auch sicher wis­sen kann, das ist das gei­sti­ge Cha­os, das Ber­go­glio tag­täg­lich anrich­tet. Sei­ne Reden und Pre­dig­ten sind völ­lig inkon­si­stent. Es ist kei­ne rote Linie erkenn­bar, es irr­lich­tert in die­sem Geist, die Per­son scheint ent­kernt. Das ist für mich das Gru­se­li­ge. Es geht nicht dar­um, dass ich ein Ide­al erwar­te oder einen per­fek­ten Mann an der Spit­ze.
    Es geht mir dar­um, dass in einer gesun­den und wahr­haf­ti­gen Perön­lich­keit trotz Schwä­che und Sün­de immer erkenn­bar ist, wel­cher Linie sie folgt, wie sie „tickt“, was sie will, wor­um es ihr geht, wel­chen Rei­fe­pro­zess sie erlebt. Natür­lich gibt es da Wand­lun­gen und man denkt nach 10 Jah­ren nicht mehr genau­so wie heu­te.
    Aber bei Ber­go­glio kann man gar nicht sagen, „wie er denkt“, wie vor 10 Jah­ren dach­te und wie heu­te — es ist ein unüber­seh­ba­res Cha­os. Was hat sein wir­res Zeug mit Guar­di­ni zu tun? Das ist eine ernst­haf­te Fra­ge: das wüss­te ich ger­ne hand­fest, kon­kret, mit Argu­ment, The­se, dar­le­gung. Aber auch hier: nichts, tote Hose im Kopf, Schlag­wör­ter ohne Kern.
    Mei­ne eige­ne Ber­go­glio­lek­tü­re (Inter­views) hat mich im Dun­keln zurück­ge­las­sen — er redet mal so, mal so, aber so und so immer unprä­zi­se, wan­kend, so als hät­te er Mil­lio­nen Zita­te ande­rer geschickt zu kom­bi­nie­ren ver­sucht. Nicht EIN eigen­stän­di­ger Gedan­ke ist erkenn­bar.

    Und alles, was über ihn erscheint, ist nicht geeig­net, die­ses Cha­os zu ord­nen, son­dern ver­grö­ßert es noch…

    • Ber­go­glio ver­kör­pert für mich den Zer­fall. Ein Zer­fall indem es „fremd­wim­melt“, Zer­fall von Allem, was wir als wert­voll, schön, gut… gese­hen haben, gespürt haben. Er ver­kör­pert den Zer­fall des katho­li­schen Glau­bens… Zer­fall des Wis­sens, des Systems… Auf­ge­zwun­gen, das Gehirn und Herz ver­ge­wal­ti­gend,… um die See­le jedes Ein­zel­nen zu zer­stö­ren. Der All­mäch­ti­ge Gott, der Drei­ei­n­i­ge Gott lässt es aber nicht zu. Die Heils­ge­schich­te gilt in alle Ewig­keit.

  5. Gott seg­ne und schüt­ze unse­ren Hei­li­gen Vater, Papst Fran­zis­kus. Der Herr schen­ke ihm Kraft und Gesund­heit für sein schwe­res Amt, in dem ihm soviel unver­hoh­le­ner Hass ent­ge­gen schlägt.

    • das ist kein Hass, das ist Besorg­nis.
      Und ja ihren Bit­ten muss man sich anschlie­ßen, weil er wirk­lich sein Amt nicht tra­gen kann.
      Wir leben in der absur­den Situa­ti­on dass wir einen Papst haben, der sich nicht in der Lage fühl­te das Amt zu tra­gen, und einen, der nicht wil­lens ist das Amt zu tra­gen.
      @ Zeit­schnur vol­le Zustim­mung

    • @ pacel­li­fan

      Ja, Gott seg­ne jeden wah­ren Papst in sei­nem schwe­ren Amt!
      Was ist aber ein wah­rer Papst?

      Er soll der Fels sein, der, der die Kir­che im Irdi­schen sta­bil und unum­stöß­lich fun­diert — als direk­ter Stell­ver­tre­ter Chri­sti.

      Sie ken­nen sicher das Gleich­nis vom Mann, der sein Haus auf Sand gebaut hat.
      Wir haben einen „Papst“, der offen­sicht­lich gar kein Fun­da­ment hat und dar­um auch kei­nes sein kann.

      Das hat mit Hass nichts zu tun, son­dern damit, dass wir — der Fide­is­mus ist eine Irr­leh­re! — als Katho­li­ken nie­mals etwas gegen die Ver­nunft glau­ben dür­fen.
      Und dass die­ser „Papst“ eine „recht­gläu­bi­ge Linie“ hat — das ver­bie­tet die blo­ße Ver­nunft zu glau­ben.
      Hät­te er die­se Linie, hät­te er sich um der See­len wil­len längst als wah­rer Papst geoutet.
      Bit­te kei­ne Kyff­häu­ser­ro­man­tik, son­dern Nüch­tern­heit und Ver­nunft!

    • Scha­de, dass Sie nicht sehen oder hören w o l l e n!
      Dass dort ein „fau­les Ei“ ins Nest gelegt wur­de, müss­te aber auch lang­sam dem Naiv­sten auf­fal­len!

    • Kei­nes­wegs. Ber­go­glio ver­wan­delt uns in ver­meint­li­chen Hass, er bringt jeden ver­bor­ge­nen Hass im Mensch ans Tages­licht, unterschtützt den Hass, bie­tet dann eine Erlö­sung in Neu­er Barm­her­zig­keit, Neu­er Lie­be, Neu­er Har­mo­nie… ohne Jesus Chri­stus. Jedoch, Jesus Chri­stus ist ewig! Gelobt sei Jesus Chri­stus, in Ewig­keit.

    • Es wür­de Ihnen gut zu Gesicht ste­hen, Ver­trau­en in Gott, den Hl. Geist und die Got­tes­mut­ter der Belie­big­keit der eige­nen feh­ler­haf­ten Mei­nung vor­zu­zie­hen.

      Der Hl. Geist hat unse­rer Kir­che Fran­zis­kus geschenkt, das ist nicht zu leug­nen oder abzu­strei­ten. Neh­men Sie sich ein Bei­spiel am eme­ri­tier­ten Papst Bene­dikt XVI. und lei­sten Sie dem Hl. Vater Gehor­sam, anstatt sich eige­ne Rea­li­tä­ten zurecht­zu­bau­en.

      Dafür ist es nie zu spät. Den­ken Sie an das Gleich­nis mit dem ver­lo­re­nen Sohn. In sei­ner gro­ßen Barm­her­zig­keit und Güte freut sich der Papst als Ober­haupt der römisch-katho­li­schen Kir­che und Nach­fol­ger des Apo­stel­für­sten über JEDEN, wel­cher der Häre­sie den Rücken kehrt und in den Schoß der Ein­heit der Kir­che heim­fin­det.

      • Veto!
        Der Hl. Geist hast uns ganz sicher F. nicht geschenkt.
        Wenn über­haupt, wur­de er vom Hl. Geist zuge­las­sen. Die Mensch­heit bekommt offen­sicht­lich den Papst, den sie ver­dient. Und auch die Bibel muss sich ja erfül­len, oder?
        Zur Sache des Gehor­sams: Gehor­sam bin ich ger­ne dem, der dem Him­mel sel­ber gehor­sam ist und Ehre erweist! Und da hapert es ja bedenk­lich! Gan­ze Ord­ner an „Kurio­si­tä­ten“ könn­te man da sam­meln.
        Dan­ke für Ihre Anre­gung, F. Gehor­sam zu erwei­sen.
        Aber ich habe Augen, Ohren und auch noch ein biss­chen Rest­hirn. Selbst damit kann man die Häre­si­en erken­nen!

      • Inter­es­sant, dass Sie die­ses Gleich­nis vom ver­lo­re­nen Sohn erwäh­nen. In der Tat dürf­te es eine Schlüs­sel­stel­le für das Den­kens und Han­deln Ber­go­gli­os sein. Nach eige­nen Wor­ten sieht er sich ja selbst als schwe­rer Sün­der, der sich von den Schwei­ne­trö­gen in die alles ver­zei­hen­de Barm­her­zig­keit des Vaters geflüch­tet hat. Daher fühlt sich Ber­go­glio allen Gestrau­chel­ten, allen Rand­exi­sten­zen so innig ver­bun­den. Jene, die ihren Weg des Glau­bens ohne Brü­che gehen, setzt er in sei­ner Vor­stel­lung mit dem älte­ren Bru­der in eins. Glau­bens­treue ist daher für ihn a prio­ri mit Angst und Starr­heit, aus der die Miss­gunst erwächst, ver­knüpft. Er kann die­se Gerad­li­ni­gen daher nur mehr ver­ach­ten, sie sind ihm ver­däch­tig, er lehnt sie ab. Daher stammt sein Hass und sei­ne Beschimp­fung gegen­über allen, die dem Vater/der Kirche/dem Lehr­amt treu sind. Ber­go­glio ist offen­sicht­lich unfä­hig zu erken­nen, dass der Vater bei­de Söh­ne glei­cher­ma­ßen liebt, er inter­pre­tiert die Zurecht­wei­sung so, als ob der Vater sich ganz dem ver­lo­re­nen Sohn zuwen­de und sich vom älte­ren Sohn distan­zie­re. In die­ser Miss­in­ter­pre­ta­ti­on des barm­her­zi­gen Vaters, mit dem er sich als Kir­chen­füh­rer iden­ti­fi­ziert, dürf­te sein eigen­tüm­lich ein­sei­ti­ges Kir­chen- und Men­schen­bild wur­zeln.

      • @hicesthodie… Nur mein Gefühl, daß Ber­go­glio gera­de die­se Men­schen, die er so demon­stra­tiv abküsst und erwähnt, daß er die­se Men­schen gebraucht bis miss­braucht. Die mei­sten kön­nen sich nicht weh­ren, sie kamen nicht reu­mü­tig „zum Vater zurück“, dem Vater, der liebt und ver­zeiht. Auch wenn Ber­go­glio den Weg zum Vater auf­zei­gen hät­te wol­len, in Lie­be,… das tut er aber nicht. Er benutzt die­se Men­schen anbie­dernd für den Weg der Wil­len­lo­sen,… Als ob mir die Inter­na­tio­na­le im Ohr klingt, nur mit klei­nen Aus­bes­se­run­gen…

      • @Methodus: Ganz recht. Ich ver­mu­te, sein Barm­her­zig­keits­be­griff deckt sich im Wesent­li­chen mit Luthers ’sola gra­tia‘. Eine Umkehr, Bekeh­rung darf dem­nach für die Barm­her­zig­keit Got­tes gar nicht zur Vor­aus­set­zung gemacht wer­den, denn das wür­de die von Grund auf ver­derb­ten Men­schen­na­tur über­for­dern. Got­tes Barm­her­zig­keit ist also vor­aus­set­zungs­lo­ses Geschenk. Not­wen­dig ist nur, dass der Mensch sich der gött­li­chen Gna­de zuwen­det, so wie der ver­lo­re­ne Sohn (der ja in Wahr­heit bereut und umkehrt!) sich in die Arme des Vaters wirft.

      • @Hicesthodie.
        Das ist ent­setz­lich. Sol­che Auf­fas­sung greift jeg­li­che Lie­bes­fä­hig­keit des Men­schen an, greift die Lie­be an, greift Jesus Chri­stus an. Es ist ein Zer­stö­rungs­ver­such, der Bezie­hung zwi­schen dem Gott und sei­ner Schöp­fung, dem Men­schen. Die­se Lie­be, die durch die Heils­ge­schich­te dem Men­schen gege­ben wor­den ist, leben­di­ge Lie­be durch Chri­stus, soll zu lee­rem Wort ver­kom­men. Die „ver­dor­be­ne Natur“, ja,solche sucht nach Aller­lö­sung… Ja,es ist ent­setz­lich,… und dann von Rech­ten spre­chen… statt Hoff­nung.

  6. Schön gemacht, aller­dings wird in dem Arti­kel der wich­tig­ste Aspekt sorg­fäl­tig umschifft und gar nicht benannt: Die Kon­flik­te zwi­schen Ber­go­glio und den pro­gres­si­ve­ren Jesui­ten dreh­ten sich in erster Linie dar­um, dass B. ihnen zu kon­ser­va­tiv war und dass er die kon­zils­be­weg­ten Auf­brü­che in sei­nem Pro­vin­zi­a­lat kon­se­quent und ziem­lich harsch bekämpf­te.

    • Nun ja, erstens: woher wis­sen Sie das so genau? Aber ich hal­te es für durch­aus denk­bar, dass es wahr ist, was Sie sagen.

      Ber­go­glio ist eben mal so, mal so — kei­ne Linie hin­ten und vor­ne.

      Mit einem ein­ge­fleisch­ten Tra­di­tio­na­li­sten oder einem starr­sin­ni­gen Pro­gres­si­sten kann man irgend­wie umge­hen. Man weiß, wo er jeweils steht.

      Es gibt aber nichts Schlim­me­res als eine Per­son, die inkon­si­stent und völ­lig unbe­re­chen­bar ist.

      Und dies scheint auf Ber­go­glio zuzu­tref­fen. Inkon­si­stenz in der Sache ist aber das Merk­mal des Tyran­nen.

  7. Das Geburts­tags­tor­ten­fo­to paßt nicht. Sehr schlich­ter Auf­hän­ger.
    Und war­um bei Gott sol­len sich der Papst samt den Jesui­ten in die Kar­ten gucken las­sen?
    Wer wür­de nicht, erfüh­re er, daß man eine Bio­gra­phie über ihn pla­ne, ver­su­chen, die Rich­tung bzw. die Deu­tungs­ho­heit zu gewin­nen?
    Sei­ne, des Pap­stes, größ­te ‚Sün­de‘ scheint doch, sei­ne Unbe­re­chen­bar­keit und sei­ne Nicht-Mani­pu­lier­bar­keit zu sein? Woge­gen sei­ne chao­ti­schen, wider­sprüch­li­chen Aus­sa­gen eher als ‚läß­li­che Sün­den‘ erschei­nen.

  8. @pacellifan, Sie haben ein schlich­tes Gemüt. Die Bei­trä­ge hier sind nicht von Haß geprägt, son­dern von ehr­li­cher Sor­ge um die Kir­che d und die­se Sor­ge ist mehr als berech­tigt. Mein Rat, lesen Sie hier nicht mehr, das stört Ihren See­len­frie­den. In den sieb­zi­ger Jah­ren ging bei schlich­ten Gemü­tern der Spruch um: Mit Paul VI. not­falls in die Höl­le. Erset­zen Sie Paul durch Fran­zis­kus.

    • Was mei­nen See­len­frie­den stört, ent­zieht sich sicher Ihrer Kennt­nis, lie­ber Bern­hard. Ehr­li­che Sor­ge kann man hier seit gerau­mer Zeit über­wie­gend (nicht aus­schließ­lich!) nicht mehr erken­nen. Lei­der!

  9. @K Wenn das wirk­lich so ist, so müs­sen wir Mit­leid haben und umso mehr für ihn beten. Dann ist es ihm ergan­gen wie den ande­ren vie­len Beru­fun­gen zum Prie­ster­stand. Sie wur­den dia­bo­lisch gelei­tet und aus­ge­bil­det, eine Gehirn­wä­sche muss­ten sie durch­ma­chen und sie lit­ten unter Gewis­sens­bis­se und Ohn­macht. Wie­so hiel­ten sie das gan­ze aus und flo­hen nicht? Aus Angst? Aus Bequem­lich­keit? Aus Igno­ranz? Weil sie eine Beru­fung hat­ten, weil sie hör­ten wie der Herr sie rief alles zu ver­las­sen und Prie­ster zu wer­den und dann? Dann betra­ten sie das Semi­nar und begeg­ne­ten abge­fal­le­ne Jesui­ten? Die­se soll­ten sie lei­ten, beob­ach­ten, kon­trol­lie­ren, aber vor allem bre­chen um sie dann wie Mario­net­ten, durch Sug­ge­sti­on und Mani­pu­la­ti­on zu beein­flus­sen und zu beherr­schen… Arme Prie­ster­see­len! Armer Ber­go­glio. Kein Wun­der, dass man dann dar­an „krank und ver­rückt“ wer­den kann. Lie­ber „krank und ver­rückt“ als durch irgend­wel­che Heil­prak­ti­ker und Gurus, oder (Dämo­nen) Beschwö­run­gen, zu gene­sen und der Kir­che, als Mit­ar­bei­ter des Teu­fels, zu scha­den. Um Prie­ster zu wer­den muss­ten vie­le Kom­pro­mis­se ein­ge­hen auf Kosten die eige­ne See­le zu ver­lie­ren, denn sie selbst waren blind und wur­den von Blin­den gelei­tet, sie waren Scha­fe ohne einen Hir­ten. Das Pro­blem begann nicht als der drit­te Welt­krieg: das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil mit sei­nem Geist und Duft der Ver­füh­rung aus­brach, son­dern bereits in den 1930er Jah­ren. Es spitz­te sich jedoch zu und schaff­te sei­nen Sieg als das II. Vati­ka­num eröff­net wur­de, denn an die­sem Tag, hat­te es sein Ziel erreicht, „es“: „Satan“, durf­te in das Hei­lig­tum samt sei­nem Rauch der Ver­su­chung, Häre­si­en und Ver­wü­stung ein­zie­hen (und das passt sehr gut zu den Erzäh­lun­gen, dass Luzi­fer am 29. Juni 1963 im Vati­kan, durch eine Satans­mes­se, inthro­ni­siert wur­de). Karl Rah­ner, ein Patron die­ses Kon­zils, qua­li­fi­zier­te das Kon­zil als: Geburt der „Welt­kir­che“. Der Herr hat die hei­li­ge katho­li­sche Kir­che am Kreuz gegrün­det, soll­te er erneut eine Kreu­zi­gung durch­ge­macht haben? Aus der die Neu-Kir­che ent­stand? Eine dia­bo­li­sche „Welt­kir­che“? Der Nach­äf­fer Got­tes will sei­ne Kir­che grün­den! Und die Mör­der fei­ern den Tod des Herrn? Wer waren sei­ne Mör­der? Die­je­ni­gen die unse­re Kir­che beset­zen? Arme Prie­ster­see­len! Armer Jesus! Wir ern­ten was wir gesät haben… und wenn wir nicht umkeh­ren und Buße tun, wird uns das Aller­hei­lig­ste genom­men. Gott straft uns für unser kal­tes Herz. Ein kal­tes Herz unse­rem HERRN JESUS CHRISTUS gegen­über: Chri­stus im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment, der Leh­re der Kir­che, der Lit­ur­gie, den Gebo­ten Got­tes, den evan­ge­li­schen Räten und im Näch­sten. Herr, erbar­me dich unser!
    „Seid stark! Wir dür­fen nicht nach­ge­ben wo man nicht nach­ge­ben darf…
    Man muss mit kla­ren Wor­ten kämp­fen, mit Mut; nicht heim­lich, son­dern in der Öffent­lich­keit; nicht hin­ter ver­schlos­se­nen Türen, son­dern im Frei­en.“ St. Pius X.

  10. Es wäre inter­es­sant, ein­mal zu erfah­ren, was Ber­go­glio eigent­lich stu­diert hat.
    Frü­her muss­te ein Bischof in der Regel einen Dok­tor­ti­tel in Theo­lo­gie oder Kir­chen­recht vor­wei­sen kön­nen. Heu­te hat man das Gefühl, dass nicht nur vie­le Bischö­fe, son­dern selbst der „Bischof von Rom“ sich kaum mehr mit der Glau­bens­leh­re der Kir­che aus­ken­nen. Man den­ke nur an die Rede, wo Fran­zis­kus davon sprach, dass auch „grü­ne Männ­chen“, wenn sie bei uns auf­tau­chen soll­ten, getauft wer­den müss­ten. Oder an Aus­sa­gen, in denen er davon spricht, dass Koran und Islam sehr fried­lie­bend sei­en usw.usw.

    • Er soll anschei­nend gar kei­ne Theo­lo­gie stu­diert haben, somit kann man sehr gut ver­ste­hen wie­so er sich erlaub­te zu sagen, dass Gott nicht katho­lisch ist!
      Schau­en Sie mal hier rein, ist auch wich­tig für die Redak­ti­on, hier ist eine sehr wich­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Kar­di­nal Napier über eine „Ungül­tig­keit“ der Papst­wahl. Man muss es sich aber über­set­zen. Auf eng­lisch und ita­lie­nisch kann man es fin­den. Es scheint, dass der Kar­di­nal sel­ber sich die Hän­de wäscht und es den Jour­na­li­sten und Fra­gen­stel­ler über­lässt, etwas zu tun! Er sagt, wenn die Bewei­se vor­lie­gen, dass es ein „Team Ber­go­glio“ gab, dann soll­ten die­je­ni­gen die glau­ben die­se Bewei­se zu haben, sich an die rich­ti­gen wen­den. Aber genau das war doch gesche­hen, man hat­te sich an den Kar­di­nal gewandt (wie man auch ande­re Kar­di­nä­le die Bewei­se bringt!). Wie damals vie­le mit Lef­eb­v­re zie­hen woll­ten, so sind sich alle mit den Autoren einig und „sehen“ vie­le Bewei­se, doch wenn es dann dar­auf ankommt etwas zu tun um dem Herrn, um sei­ner Kir­che, zu hel­fen, schau­en sie weg. Es ist nichts als Ver­rat. Sie­he https://fromrome.wordpress.com/2014/12/17/cardinal-napier-speaks-about-the-team-bergoglio-scandal/ und
      http://info-cattoliche.blogspot.it/2014/12/cardinale-napier-parla-sul-conclave‑e.html

  11. Nach mei­ner klei­nen Ansicht hat Papst Ber­go­glio mit der Kör­per­lich­keit, mit dem Sex oder was weiß ich effek­tiv Pro­ble­me. Jeden­falls deu­ten sei­ne Pro­ble­me in die­se Rich­tung und das ist auch gar nichts Schlim­mes außer, daß so ein Mann mög­li­cher­wei­se nicht hät­te zum Prie­ster, Bischof geweiht wer­den sol­len. Schnee von gestern.

    Papst Ber­go­glio hat ver­mut­lich eine unaus­ge­go­re­ne Hal­tung zur Sexua­li­tät.
    Und weil er die sexu­el­len Din­ge bei sich nicht zur Rei­fe gebracht hat oder in den Griff bekom­men und geklärt hat, des­we­gen hat er auch m.Er. feh­len­de theo­lo­gi­schen Kon­tu­ren, des­we­gen bleibt vie­les so vage, außer natür­lich wenns um die Leh­ren und Dog­men geht womit er sich schwer tut.

    Was ich schrei­be ist ledig­lich eine Ver­mu­tung. Aber es könn­te ja tat­säch­lich so ider so ähn­lich sein. Man muß sich da nichts vor­ma­chen. Auch Prie­ster müs­sen kämp­fen um sexu­el­le Rein­heit und die rich­ti­ge Erkennt­nis Got­tes und des Men­schen.

  12. @pacellifan,
    Sie schrei­ben sehr rich­tig daß ein Christ sein gan­zes Betrau­en auf den Herrn, Sei­nen Hei­li­gen Geist und auf die Für­spra­che der Got­tes­mut­ter Maria set­zen muß.
    Unsin­nig ist es dies mit der „Belie­big­keit der eige­nen feh­ler­haf­ten Mei­nung“ in Ver­bin­dung zu brin­gen.
    Tat­säch­lich ist eine Über­zeu­gung, nach reif­li­chem Den­ken und Über­le­gen, und basie­rend auf einer inten­si­ven Gewis­sens­prü­fung, nie­mals belie­big und — durch eine kon­ti­nu­ier­li­che Schär­fung des Gewis­sens an die Hl. Schrift, das depo­si­tum fidei, die Tra­di­ti­on mit den Kir­chen­vä­tern und Kirchenlehrer(innen)n, das Magi­steri­um der Kir­che- nie­mals falsch.
    Ein Christ soll­te jede Beprü­fung als eine Gna­de anse­hen, um die Hl. Tere­sa von Avi­la zu zitie­ren.
    Oder um es auf süd­west­deut­scher Art zu sagen: Wir dan­ken Gott für die­se Gabe und übri­gens haben wir wegen unse­rer Sün­den nichts bes­se­res ver­dient“.
    Eine Gewis­sens­ent­schei­dung kann kein ande­rer uns per­sön­lich abneh­men- da ist man selbst gefragt.
    Die Rea­li­tät ist so wie sie ist, nicht wie Sie die­se haben möch­ten.
    Und ein guter Katho­lik gibt sei­nen Ver­stand nicht an der Gar­de­ro­be ab, wie Sie inspi­rie­ren möch­ten; son­dern denkt, fühlt- instink­tiv: äusserst wich­tig und bei vie­len, auch hohen Hir­ten nicht vor­han­den- und han­delt so wie es ein über­zeug­ter Katho­lik tun soll­te.
    Da soll­ten Sie ein Bei­spiel an Kom­mis­sar Rex neh­men.
    Ihr letz­ter Satz steht übri­gens in tota­lem Kon­trast zu meh­re­ren Dekre­ten des 2. vatik.Konzils (Nostra aeta­te, Digni­ta­tis huma­nae) und vor allem mit meh­re­ren Aus­sa­gen v. Erz­bi­schof-Eme­ri­tus von Bue­nos Aires: Sie dür­fen kei­nen Men­schen hier­über „jud­gen“, die Him­mels­pfor­te steht in bester Dan­neel­s­tra­di­ti­on sowie­so allen Men­schen, vor allem die gro­ßen Sündrn offen:
    Logi­scher­wei­se kann man dann allein schon aus Anstand nichts ande­res tun als tap­fer für den Glau­ben und die Tra­di­ti­on zu kämp­fen.
    Ps.113,19: Qui timent Domi­num sper­aver­unt in Domi­no: adju­tor eorum et pro­tec­tor eorum est.

  13. Er ist ein Blen­der und das war er offen­sicht­lich auch in sei­ner Hei­mat.
    Man beden­ke allein schon den Scha­den, den er damals ange­rich­tet hat — und nun in sei­nem jet­zi­gen Amt ste­hen ihm qua­si Tür und Tor offen und er wird es nicht unter­las­sen, NOCH mehr und wei­ter Scha­den anzu­rich­ten. O Gott, womit haben wir ihn ver­dient!? — Vor allem aber DU Gott!

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