Kirche in Österreich ein „Saustall“ — Das neue Buch von Fast-Weihbischof Gerhard Maria Wagner

Pfarrer Wagner in Österreichs Kirche "stinkt" es
Pfar­rer Wag­ner in Öster­reichs Kir­che „stinkt“ es

(Wien) Der 2009 ernann­te und doch in einer bei­spiel­lo­sen Hetz­kam­pa­gne ver­hin­der­te Weih­bi­schof Ger­hard Maria Wag­ner der Diö­ze­se Linz stell­te heu­te sein neu­es Buch vor und rede­te Klar­text. 2009 war der ober­öster­rei­chi­sche Pfar­rer Wag­ner Opfer des Bischof-Bashings gewor­den, einem in ton­an­ge­ben­den Krei­sen belieb­tem Jagd­spiel. Nun sag­te er, die Kir­che in Öster­reich befän­de sich nicht nur in einem bedenk­li­chen Zustand, son­dern sei ein „Sau­stall“, in dem es „stinkt“.

Pfarrer Wagner 2009 Opfer des Bischof-Bashing

Die Liste der Opfer des Bischof-Bashing ist bereits beacht­lich. Sie reicht von Bay­ern mit Bischof Wal­ter Mixa von Augs­burg über Hes­sen mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst von Lim­burg über Grau­bün­den mit Bischof Wolf­gang Haas von Chur bis Nie­der­öster­reich mit Bischof Kurt Krenn von St. Pöl­ten. Die Ver­hin­de­rung von Pfar­rer Ger­hard Maria Wag­ner 2009 als Weih­bi­schof von Linz stellt eine Son­der­va­ri­an­te des Jagd­spiels dar. Wag­ner ließ man erst gar nicht sein Amt antreten.

Die Jagd gelingt nur, weil maß­geb­li­che und hohe Kir­chen­krei­se Inter­es­se am Abschuß inhalt­li­cher oder per­sön­li­cher Kon­kur­ren­ten haben und sich tat­kräf­tig hin­ter den Kulis­sen beteiligen.

Der Kampf gegen Wag­ner kam einer exem­pla­ri­schen Hin­rich­tung gleich, dabei soll­te der Win­disch­gar­ste­ner Pfar­rer eigent­lich nur Weih­bi­schof, also Hilfs­bi­schof von Linz wer­den. Ein Hilfs­bi­schof hat nur soviel Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se als ihm der zustän­di­ge Diö­ze­san­bi­schof anver­traut, und die er ihm auch jeder­zeit wie­der ent­zie­hen kann. In der Diö­ze­se Linz ging jedoch der Schrecken um, die Ernen­nung von Weih­bi­schof Wag­ner durch Papst Bene­dikt XVI. käme einer früh­zei­ti­gen Wei­chen­stel­lung für die Bischofs­nach­fol­ge gleich und Wag­ner sol­le, wenn Diö­ze­san­bi­schof Lud­wig Schwarz 2015 sein 75. Lebens­jahr voll­endet und eme­ri­tiert wird, des­sen Nach­fol­ger werden.

Nicht nur die Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei Öster­reichs (SPÖ) schreibt Linz ger­ne als „Links“. Ver­gleich­ba­res lie­ße sich auch vom haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter­ap­pa­rat der Diö­ze­se sagen. Zumin­dest vom ein­fluß­rei­che­ren Teil. Mit dem fei­nen Unter­schied, daß er nicht so sehr der SPÖ, dafür um so mehr den Grü­nen nahe­steht. Diö­ze­sa­nen Prie­ster­nach­wuchs gibt es kaum mehr. Wer noch Prie­ster wer­den will, tut dies im Rah­men tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Gemein­schaf­ten oder flüch­tet sich in die noch eini­ger­ma­ßen intak­ten Gemein­schaf­ten eines Klosters.

Römische Knieschwäche

Die lai­ka­len Appart­schiks und der libe­ra­le, nicht sel­ten beweib­te Kle­rus Ober­öster­reichs fan­den in den Medi­en schnell Ver­bün­de­te, um mit den Schieß­übun­gen auf das leben­de Objekt zu begin­nen. In Öster­reich wur­de nur ein­mal geräusch­voll gerülpst und Rom ging schon in die Knie. Obwohl Pfar­rer Wag­ner über Papst-Bru­der Msgr. Georg Ratz­in­ger und Papst-Sekre­tär Georg Gäns­wein hand­ver­le­sen und bei bester Kennt­nis der Lage vor Ort ernannt wor­den war, ende­te die Bischofs­kar­rie­re des Pfar­rers bereits nach 30 Tagen und kam über den Ernen­nungs­sta­tus nicht hinaus.

Damit Papst Bene­dikt XVI. wegen der römi­schen Knie­schwä­che kei­nen Gesichts­ver­lust erlei­den und damit auch Scha­den neh­men wür­de, bat Wag­ner offi­zi­ell um Rück­nah­me der Ernen­nung, die der Papst „gewähr­te“.

Am 31. Janu­ar 2009 wur­de Wag­ner ernannt, am 2. März 2009 gewähr­te Bene­dikt XVI. die Dis­pens vom Bischofs­amt. In der Zwi­schen­zeit erleb­te Pfar­rer Wag­ner die Höl­le auf Erden und das gläu­bi­ge katho­li­sche Volk rieb sich die Augen, wel­che Lügen eine Hetz­kam­pa­gne her­vor­brin­gen kann. Jeden Tag wur­den neue Lügen drauf­ge­packt. Kaum war der „Kelch“ Wag­ner am pro­gres­si­ven Diö­ze­san­teil vor­über­ge­gan­gen, die Tro­phäe der erleg­ten Beu­te an ihrem Platz aus­ge­stellt, war der gan­ze Spuk verschwunden.

Bischofsnachfolgefrage in Linz lenkt mediales Interesse auf Pfarrer Wagner

Ein Weih­bi­schof Wag­ner täte der Diö­ze­se Linz heu­te mehr denn je gut, doch dürf­ten sei­ne Aus­sich­ten, noch ein­mal von Rom als epi­scopa­bi­le betrach­tet zu wer­den, aus­ge­spro­chen gering sein. Den­noch rückt die Eme­ri­tie­rung von Diö­ze­san­bi­schof Lud­wig Schwarz immer näher. In die­sem Zusam­men­hang ist es zu lesen, daß die Medi­en nach Jah­ren der Ruhe plötz­lich wie­der auf den ver­hin­der­ten Pfar­rer Wag­ner auf­merk­sam werden.

Wag­ner gehorch­te 2009 als treu­er Sohn der Kir­che. Rom wünsch­te ihn als Weih­bi­schof und er akzep­tier­te. Rom hat­te es sich unter hef­ti­gem Druck noch ein­mal über­legt und er gehorch­te eben­so. Nach eini­ger Zeit des Schwei­gens, zog Wag­ner jedoch Bilanz und sprach von einem „Kom­plott“, dem er zum Opfer gefal­len war. Wag­ner, heu­te auch Her­aus­ge­ber und Chef­re­dak­teur des öster­reich­weit ver­brei­te­ten Klei­nen Gro­schen­blat­tes, besitzt die sel­te­ne Tugend der klu­gen, aber kla­ren Rede. Er sag­te damit nur, was offen­sicht­lich war, damals aber kaum jemand aus­zu­spre­chen wagte.

Neues Buch „Himmel oder Hölle“ — „Viele Menschen fühlen sich orientierungslos“

Pfarrer Gerhard Maria Wagner
Pfar­rer Ger­hard Maria Wagner

Wag­ner hat­te auch nach dem Ernen­nungs­fi­as­ko, das nicht für ihn, dafür aber um so mehr für die katho­li­sche Kir­che Öster­reichs zum Fias­ko wur­de, sei­ne Stim­me erho­ben. Die Medi­en küm­mer­te es kaum. Nun aber fühlt sich jemand auf den Schlips getre­ten. Heu­te stell­te Pfar­rer Wag­ner sein neu­es Buch „Him­mel oder Höl­le“ vor. Bei der Buch­prä­sen­ta­ti­on spar­te der blitz­ge­schei­te und wort­ge­wal­ti­ge Prie­ster nicht mit Klar­text und rich­te­te den Blick auf die Erz­diö­ze­se Wien von Erz­bi­schof Chri­stoph Kar­di­nal Schön­born. Schön­born hat­te im ver­gan­ge­nen Okto­ber bei der Bischofs­syn­ode in Rom Kas­pers „Barm­her­zig­keit“ unter­stützt und möch­te dar­über hin­aus eine neue „Gra­dua­li­tät“ auf alle Sakra­men­te ange­wandt sehen. Wag­ner mein­te dazu, die Erz­diö­ze­se Wien sei ein „Sau­stall“, in dem es gehö­rig stin­ke. Die Situa­ti­on der Kir­che in Ober­öster­reich, sei kon­tro­vers und von Gegen­sät­zen getra­gen, so Wagner.

Dem künf­ti­gen Bischof von Linz wün­sche er „alles Gute“. Sich selbst, so Wag­ner schon frü­her ein­mal, hät­te er schon zuge­traut, den „Sau­stall aus­zu­mi­sten“. Denn, die Lage der Kir­che sei bedenk­lich, weil sie sich auf kei­nem guten Weg befän­de. Es gebe zahl­rei­che Span­nun­gen und vie­le Men­schen sei­en orientierungslos.

„Wir hören im Grunde auf, katholisch zu sein“

Pfar­rer Wag­ner rief vor zwei Jah­ren eine Initia­ti­ve zur Stär­kung des Buß­sa­kra­ments ins Leben. Er rief alle Prie­ster des deut­schen Sprach­raums, die sich ver­pflich­ten, jeden Tag zu fest­ge­leg­ter Zeit eine Stun­de für die Beich­te zur Ver­fü­gung zu ste­hen, auf sich zu ver­net­zen. In die­sem Zusam­men­hang klag­te Wag­ner heu­te, daß in vie­len Pfar­rei­en das Beichtsa­kra­ment „tot“ sei. In der Lit­ur­gie gebe es eine „Eigen­dy­na­mik“, die ihn „stö­re“. Grund dafür sei unter ande­rem ein unver­ständ­li­ches Kon­kur­renz­ver­hält­nis zwi­schen Lai­en und Prie­stern. Es gebe nicht weni­ge Prie­ster, die „Angst vor der Pfarr­ge­mein­de­rats­sit­zung“ hät­ten. „Da stimmt doch etwas nicht“, so Wagner.

Eine Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, die durch die Kir­che ver­stärkt oder erst ver­ur­sacht wer­de. Pfar­rer Wag­ner zitier­te dabei einen Prie­ster, der ihm geklagt habe, dar­un­ter zu lei­den, „daß wir heu­te im Grun­de auf­hö­ren, katho­lisch zu sein“.

In Diözese Linz herrsche „Oligarchenwirtschaft“

Sei­ne Mei­nung sei in der Diö­ze­se Linz jedoch nicht beson­ders gefragt und er beschul­dig­te sei­ne Hei­mat­diö­ze­se, „schon ein biß­chen eine Olig­ar­chen­wirt­schaft“ zu betrei­ben. Dabei nahm er sei­nen Bischof in Schutz, denn nicht weni­ge Bischö­fe sei­en ein­fach „allein“ und iso­liert. Als der von oben oktroy­ier­te Homo­se­xu­el­le Tho­mas Con­chi­ta Wurst Neu­wirth zum Euro­vi­si­ons-Sie­ger erklärt wur­de, habe er sich „für Öster­reich geschämt“, so Pfar­rer Wagner.

Zu Papst Fran­zis­kus meint Wag­ner im neu­en Buch, er freue sich, daß der neue Papst auf der gan­zen Welt Sym­pa­thie und Ver­trau­en fin­de, doch er mer­ke nichts davon, daß die Kir­chen des­we­gen vol­ler wür­den, „die Leu­te mehr beich­ten gehen und alle, die Papst Fran­zis­kus loben, in der letz­ten Zeit fröm­mer gewor­den sind“, so Pfar­rer Ger­hard Maria Wag­ner, Fast-Weih­bi­schof der Diö­ze­se Linz.

In den von Wag­ner gemein­ten Kir­chen­krei­sen reagier­te man pikiert. Der Pfar­rer „dis­qua­li­fi­zie­re“ sich mit die­sen Aus­sa­gen selbst, mein­te der Lin­zer Bischofs­vi­kar Wil­helm Vie­böck gegen­über dem ORF: „Ich fin­de es erschreckend, daß Pfar­rer Wag­ner das dra­sti­sche Wort ‚Sau­stall‘ für die gan­ze Kir­che in Öster­reich ver­wen­det“. Vie­böck bestä­tig­te gleich­zei­tig, wor­um es im Hin­ter­grund wirk­lich geht: Eine sol­che Ein­stel­lung qua­li­fi­zie­re Wag­ner nicht für höhe­re kirch­li­che Ämter.

Im Juni 2015 voll­endet Diö­ze­san­bi­schof Lud­wig Schwarz sein 75. Lebens­jahr. In Linz rech­net nie­mand mit einer Ver­län­ge­rung im Amt. Die Diö­ze­se über­mit­tel­te Rom vor weni­gen Tagen einen Drei­er­vor­schlag für die Nach­fol­ge. Wel­che Namen auf der Liste ste­hen, ist vor­erst nicht bekannt. Fest steht nur: der Name von Pfar­rer Wag­ner bestimmt nicht.

Text: Mar­tha Weinzl
Bild: ORF/JfdL (Screen­shot)

47 Kommentare

  1. „Rom hat­te es sich unter hef­ti­gem Druck noch ein­mal über­legt und er gehorch­te ebenso.“
    Hät­te man in Par­aquay nicht eben­so Druck auf Rom machen können?
    Per Mari­am ad Christum.

  2. Nicht die Hei­li­ge Kir­che ist ein „Sau­stall“ SIE IST IMMER UND BLEIBT HEILIG;sondern son­dern die „Prie­ster“ und „Lai­en“ die sich Katho­li­ken Nen­nen. Sie eben machen aus der Hei­li­gen Kir­che Jesu Chri­sti einen ech­ten Saustall.

  3. Ich gebe Wag­ner in allem Recht, nur mei­ne Wort­wahl wäre eine ande­re. Im Grun­de genom­men sagt er die Wahr­heit und der Inhalt soll­te allen zu den­ken geben. Aber in ihrer Ober­fläch­lich­keit sehen vie­le die für das öster­rei­chi­sche Kir­chen-Fias­ko mit­ver­ant­wort­lich sind, nur die Art wie ihnen etwas gesagt wird und längst nicht mehr WAS ihnen gesagt wird.

  4. In Öster­reich ein Sau­stall und in Deutsch­land in wei­ten Tei­len ein grün-rotes Sch.…haus

    So sieht es lei­der aus

  5. Pfar­rer Wag­ner ist und bleibt der Rufer in der Wüste. Durch sein neu­en Buch „Him­mel oder Hölle“
    wird Pfar­rer Wag­ner von den Bischö­fen, beson­ders Kar­di­nal Schön­born, noch mehr aus­ge­grenzt und bekämpft wer­den. Es ist muss man sagen, ein hel­den­haf­ter Kampf bei die­sem gei­sti­gen Um-
    feld. Die Wahr­heit zu sagen und das in die­ser Klar­heit, wür­de sich ein Bischof in der Bischofkon-
    ferenz nicht trau­en, da wo sich ein Bischof hin­ter einem ande­ren ver­steckt und kei­ne eige­ne Mei-
    nung zu haben scheint. Das Gefühl nicht mehr katho­lisch zu sein, ist sehr weit ver­brei­tet. Diese
    neu­en The­sen, die von Theo­lo­gen und Bischö­fen an den Tag gelegt wer­den, rüt­teln selbst an den
    Sakra­men­ten und den Dog­men. Den destruk­ti­ven Ruf der öster­rei­chi­schen Kir­che, kann man 1 : 1
    auf die Kir­che in Deutsch­land über­tra­gen. Gera­de durch den deut­schen Kar­di­nal Marx mit seinen
    vie­len Ämtern und sei­nem Vor­sitz in der Bischofs­kon­fe­renz, wird man­che Glau­bens­leh­re in Frage
    gestellt. Man kann nur hof­fen, dass eine Zäsur durch Got­tes ein­grei­fen erfolgt, denn weit und breit ist kein Hoff­nungs­schim­mer auszumachen.

  6. Bischofs­vi­kar Wil­helm Vie­böck muss Con­chi­ta Wurst gegen die Kri­tik von Hw Wag­ner in Schutz neh­men, da Kar­di­nal Schön­born ein öffent­lich beken­nen­der Wurst-Fan ist.

  7. Es ist im Zusam­men­hang mit Wag­ners Buch ja nur mar­gi­nal, den­noch ist es bemer­kens­wert, dass das katho­li­sche Fuß­volk vom volks­na­hen Papst sehr ange­tan ist, sich die­se Auf­bruchs­stim­mung jedoch nicht umset­zen bzw. nie­der­schla­gen will im reli­giö­sen Leben. Da stimmt doch was nicht.

  8. Wag­ner hät­te es in der Hand gehabt, etwas zu ändern. Aber Maul auf­rei­ßen und dann knei­fen ist halt zu wenig. Wer A sagt, muß auch B sagen. Jeder hät­te es ihm sagen kön­nen, daß die moder­ni­sti­sche Dreck­schleu­der der zweit­va­ti­ka­ni­schen Lie­bes- und Barm­her­zig­keits­kir­che sofort in Gang gesetzt wird, wenn er die Ernen­nung annimmt. Aber anneh­men und dann knei­fen ist schlim­mer, als von Haus aus Nein zu so einer Beru­fung zu sagen. Ähn­lich groß ist der Scha­den, den Bene­dikt mit sei­ner Deser­ti­on ange­rich­tet hat. Hier kann NUR NOCH die IMMACULATA helfen!

    • „Rom hat­te es sich unter hef­ti­gem Druck noch ein­mal über­legt und er gehorch­te ebenso.“

      Das kann ich nur bestä­ti­gen. Pfr. Wag­ner hat nicht geknif­fen. So wie Bischof Krenn nie „geknif­fen“ hät­te. Wenn sich aber „der Papst“ gegen einen stellt, dann folgt der Gehor­sa­me. Krenn wäre vor Schön­born und dem ORF nie gewi­chen. Als es aber hieß, „der Papst“ will sei­nen Rück­tritt folg­te der Zusam­men­bruch. Man könn­te von einem Doch­stoss sprechen.
      Bei Pfr. Wag­ner genau so: Zuerst hat ihn Rom aus­ge­sucht, um in Linz für Ord­nung zu sor­gen, oder zumin­dest ein Gegen­ge­wicht zu bil­den. Dann haben die „moder­nen“ Kle­ri­ker, die Appa­rat­schik + ORF geheult und Rom hat Wag­ner im Stich gelas­sen. Der Rest ist nur mehr Kos­me­tik, so wie es im Arti­kel steht: Sogar den „Ver­zicht“ muß­te Wag­ner dann auf die eige­ne Kap­pe neh­men, als hät­te er nicht mehr gewollt. Von wegen… Aber damit Rom nicht das Gesicht verliert…

      • Bei den Gescheh­nis­sen um Hw. Pfr. Wag­ner konn­te man gut sehen wie Rom glau­bens­treue Kle­ri­ker voll­kom­men allein lässt. Gekrönt wird die­se furcht­ba­re Pos­se noch durch die­se Hypo­k­ri­sie, daß man sug­ge­riert Pfar­rer Wag­ner hät­te dann von sich aus „ver­zich­tet“. Rom hat ihn dazu gezwungen.

      • Die gan­ze Kon­zils­kir­che ist ein ver­lo­ge­ner Sau­stall. Aber was wundert’s: Sie lügen seit Jahr­zehn­ten im hei­lig­sten Augen­blick der Mes­se, indem sie unse­rem Herrn Wor­te in den Mund legen, die er nie gesagt hat, nur um IHRE Ideo­lo­gie zu recht­fer­ti­gen. Da wun­dert es einem nicht mehr, wenn man die Scheu vor der Hei­lig­keit der Wahr­heit ganz ver­lo­ren hat. Nach Schön­borns Logik ist die Lüge eh nur eine Fra­ge der Gra­dua­li­tät der Wahr­heit, die nach Ber­go­gliac­cio mit dem Man­tel der Barm­her­zig­keit zuzu­decken ist.

      • Das ist typisch für Ratz­in­ger. Er hört auf Schön­born. Und wenn er mal zufäl­lig nicht auf Schön­born gehört hat­te, wie bei der Ernen­nung von Pfr. Wag­ner, dann muss­te er sich kor­ri­gie­ren las­sen. Es wäre auch durch­aus denk­bar, dass Schön­born sich der Ernen­nung zuerst nicht wider­setz­te, son­dern erst den Wider­stand der Dechan­ten abwar­te­te. So konn­te er wie­der mal den „sau­be­ren“ „Befrie­der“ spielen..

      • Wenn ein Papst in umfäng­li­chem Wis­sen um die Situa­ti­on an Ort und Stel­le nicht den­noch voll­stän­dig hin­ter der Per­son steht, die er ernennt, wozu dann erst die Ernennung?
        Wel­chen Wert hat eine päpst­li­che Ent­schei­dung, bei der nur Druck von aussen aus­reicht, sie wie­der zurückzunehmen?
        Und die Ver­ant­wor­tung für die eige­ne Schwä­che dem offen­sicht­li­chen Opfer von Intri­gen auf­zu­bür­den zum Zwecke der Schein­wah­rung, ist nicht redlich.

        Dass Herr Pfar­rer Wag­ner nun ein Buch ver­öf­fent­licht hat, indem er bestimm­te Zustän­de mit rusti­ka­len Wor­ten beschreibt, scheint mir sein gutes Recht zu sein.
        Aller­dings fän­de ich es auch bes­ser, er wür­de sich weni­ger dra­stisch aus­drücken, so könn­te er viel­leicht mehr Leu­te ansprechen.

      • Leo, Kard. Schön­born, in mei­nen Augen min­de­stens ein Weg­be­rei­ter des Anti­chri­sten, hat mehr Macht in der Kon­zils­kir­che als es sich vie­le vor­stel­len kön­nen. Und er hat ja schon ver­hin­dert, dass der höchst­ehr­wür­di­ge Pfar­rer Ger­hard Maria Wag­ner BISCHOF von Linz wird, er hat dafür gesorgt des der Steig­bü­gel­hal­ter Lud­wig Schwarz Bischof von Linz wird (obwohl die­ser ein wahr­lich genia­ler Prie­ster ist, und jede Gemein­de sich über einen sol­chen Prie­ster freu­en müss­te) so ist die­ser als Bischof völ­lig auf den fal­schen Posten gesetzt wor­den, und daher fun­giert die­ser in sei­ner eige­nen Diö­ze­se nur mehr als Mario­net­te der Fein­de Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che. Ich kann mich noch erin­nern, dass anfangs sowohl Schwarz als auch Schön­born in heuch­le­ri­scher Art und Wei­se und um sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI sofort vor den Kopf zu sto­ßen, für einen Weih­bi­schof Ger­hard Maria Wag­ner waren. Aber ich per­sön­lich ver­mu­te, dass sie dies nur taten, um in aller Ruhe die „Kir­che von unten“ zu instru­ie­ren, was die­se als näch­stes zu tun hat­ten, und dies geschah indem die anti­ka­tho­li­schen Ver­ei­ne WiSi­Ki, KFB, Lai­en­in­itia­ti­ve (die Pfar­re­rinitia­ti­ve gab es zu die­sen Zeit­punkt noch nicht offi­zi­ell) zum Kir­chen­steu­er­boy­kott auf­ge­ru­fen haben (12 00 Uhr zu hören auf Ö3) und um 15 00 Uhr sag­te Schön­born, dass Rom mit die­ser Ent­schei­dung einen Feh­ler began­gen hat (Ö 3), und um 16 00 Uhr hat auch Schwarz in das sel­be Göt­zen­horn geblasen. 

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Da gibt es Din­ge die wir nicht wis­sen, ein Insi­der sag­te mir, dass er dar­über mehr weiß, er redet aber nicht am Tele­fon, ich muss war­ten bis wir uns wie­der tref­fen, und er ver­starb vor­her. Er wur­de ja schon 2005 als Diö­ze­san­bi­schof abge­schos­sen! ( Sie­he mein ande­res Posting)

  9. Mat­thä­us 21,12–13

    Jesus ging in den Tem­pel und trieb alle Händ­ler und Käu­fer aus dem Tem­pel hin­aus; er stieß die Tische der Geld­wechs­ler und die Stän­de der Tau­ben­händ­ler um und sag­te: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebe­tes sein. Ihr aber macht dar­aus eine Räuberhöhle. 

    Ich möch­te nichts mehr über Schwei­ne hin­zu­fü­gen, … denn Pfar­rer Wag­ner hat alles gesagt was gesagt wer­den musste.

    UIOGD

  10. Wenn die Wie­ner Emi­nenz eine „Gra­dua­li­tät“ der Sakra­men­te plant, muss der eine Gra­dua­li­tät der 10 Gebo­te fol­gen. Das 6. Gebot stand bei der Syn­ode ja schon unter Barm­her­zig­keits­dau­er­be­schuss. Und das 8. wur­de schon mal- auch anläß­lich der Syn­ode- von Kar­di­nal Kas­per kom­plett aus­ge­he­belt, in dem er öffent­lich und wie­der­holt log.
    Naja und die Hilfs­an­kla­ge, der Pfar­rer „dis­qua­li­fi­zie­re sich selbst “ ist an Abge­dro­schen­heit bei gleich­zei­ti­ger Sinn­lee­re nur schwer zu über­bie­ten. In Linz ist nix mit “ Tu felix Austria.….“ und in Wien anschei­nend auch nicht mehr.

  11. Die öster­rei­chi­schen Ver­hält­nis­se ken­ne ich zu wenig, um viel dazu sagen zu kön­nen. Die Pola­ri­sie­run­gen schei­nen dort aber gene­rell etwas kras­ser zu sein als in ande­ren deutsch­spra­chi­gen Regio­nen, beson­ders was rechts­po­pu­li­sti­sche „Klar­text­red­ner“ betrifft, denn medi­al trifft man ja sowohl in der Poli­tik (frei­heit­li­che Bewe­gung) als auch im kath. Kle­rus seit Jah­ren immer wie­der auf etwas schrä­ge Typen aus Öster­reich. Auch im links­li­be­ra­len Spek­trum sind schril­le Typen (wie Pfr. Schül­ler etc.) dort offen­bar kei­ne Sel­ten­heit. Dass auch die Macher des rechts­ka­tho­li­schen Leit­me­di­ums aus Öster­reich kom­men, ver­wun­dert nicht.

    Dass eine sol­che Ein­stel­lung nicht für höhe­re kirch­li­che Ämter qua­li­fi­ziert, soll­te eigtl. der gesun­de Men­schen­ver­stand nahe­le­gen, die Klar­stel­lung ist jdfs. ermu­ti­gend. Ob das wirk­lich immer zutrifft, weiß ich aber nicht, immer­hin lei­te­te Pfr. Schül­ler eine wich­ti­ge Diö­ze­san­ver­wal­tung, mit Krenn war offen­bar ein (nach hier nach­zu­le­sen­den Kom­men­ta­ren) aus­ge­wie­se­ner Anti­se­mit sogar Bischof, in der österr. Mili­tär­diö­ze­se hat sich seit Jah­ren eine rechts­ex­tre­mi­sti­sche Nische gebil­det (im Zen­trum kurio­ser­wei­se der aus Dtschl. ein­ge­wan­der­te Dekan Loch­ner), die durch Mess­fei­ern vor dem Eiser­nen Kreuz auf­fällt und regel­mä­ßig für Grenz­über­schrei­tun­gen im Bereich der Ver­herr­li­chung der natio­nal­so­zia­li­sti­schen Kriegs­ver­gan­gen­heit und ihrer Hel­den sorgt.

    Hww. Schül­ler, Loch­ner, Wag­ner … kei­ner die­ser Leu­te ist dumm oder unge­bil­det, ganz im Ggt., man darf sie nicht unter­schät­zen. Wenn sie sich durch skan­da­lö­se Publi­ka­tio­nen oder Wort­mel­dun­gen selbst ins Abseits schie­ßen, wie im Fall aller drei Genann­ten gesche­hen, kann man ihnen daher im Grun­de nur dank­bar sein.

    Inter­es­sant und für mich etwas Besorg­nis erre­gend der Hin­weis in dem Arti­kel, wonach Georg R. und Georg G. in die Aus­wahl­pro­zes­se, die zu Pfr. Wag­ners geschei­ter­ter Bischofs­wei­he füh­ren soll­ten, angeb­lich direkt invol­viert gewe­sen sein sol­len. Eine sol­che Betei­li­gung des intim­sten Umfelds des dama­li­gen Pap­stes ver­stört doch ein wenig. Bene­dikt selbst war ja bekann­ter- und ein­ge­stan­de­ner­ma­ßen kein guter Men­schen­ken­ner und wäre von daher eher als unbe­darft oder naiv zu ent­schul­di­gen, aber wenn sein eng­stes Umfeld sol­che Kan­di­da­ten prä­fe­riert, lässt das doch an tie­fe­re Affi­ni­tä­ten denken.

    • Ja, und die deut­sche Kir­che lang­weilt sich dafür in ihren Mil­lio­nen zu Tode, gell…???
      Es geht um Inhalt, nicht Befind­lich­keit und Wort­äs­the­tik. Pfar­rer Wag­ner müss­te nicht sagen, dass Öster­reichs Kir­che ein „Sau­stall“ ist, wenn alles in Ord­nung wäre. Es ist eben nicht in Ordnung.
      Und der Zustand der deut­schen Kir­che ist kei­nen Deut bes­ser als in Öster­reich. In Öster­reich hat man sich nur etwas mehr Frei­heit und Haus­ver­stand erhal­ten als im zu Tode umer­zo­ge­nen, eunu­chi­stier­ten bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Gleich­schritt. Das win­zi­ge Andor­ra ist leben­di­ger als die US-ree­du­ca­ted-BRD. Und die deut­schen Bischö­fe mar­schie­ren mit. Da ist mir ein ehr­li­ches, selbst­be­stimm­tes, colo­rier­tes Wort 1000 Mal lie­ber, als eine schö­ne, aber ver­lo­ge­ne und fremd­be­stimm­te Fas­sa­de. Wer Chri­stus WIRKLICH beken­nen will, der wird abge­schos­sen, weil der hat ja eine Über­zeu­gung. Oh Schreck, das ist sehr ver­däch­tig… Und damit alles schön läuft und die Leu­te still­hal­ten, gibt es eben viel Geld. Und es funk­tio­niert. Die deut­sche Kir­che ist win­del­weich und still und jeder, der da nicht mit­ma­chen will, tja… sie­he Pfar­rer Wag­ner. Ich bin für Wag­ner als Bischof von Linz oder die Rück­kehr von Linz zum Bis­tum Pas­sau… Da kom­men wir ja her.

    • Dass Bischof Krenn ein „aus­ge­wie­se­ner Anti­se­mit“ gewe­sen sein soll, ist mir nun ganz neu. Hät­ten Sie die Güte, auf die von Ihnen ange­führ­ten Komen­tar­stel­len zu ver­wei­sen. Wol­len Sie damit sagen, dass Isra­el vom Vati­kan den Kopf Krenns auf einer Sil­ber­schüs­sel gefor­dert und also maß­geb­lich an des­sen Sturz mit­ge­wirkt habe? Hat etwa gar der Mos­sad den homo­se­xu­el­len Prie­ster­an­wär­ter in Krenns Semi­nar ein­ge­schleust, um den Anti­se­mi­ten Krenn los­zu­wer­den? Wis­sen Sie da Nähe­res!? Bit­te las­sen Sie uns nicht dumm sterben!

  12. Wag­ners Hin­weis auf die Beicht­kam­pa­gne des jet­zi­gen Pap­stes ist inso­fern wich­tig, als sie den Fin­ger in eine blu­ten­de Wun­de legt: Die Initia­ti­ve für die Beich­te ist ja nichts Neu­es, son­dern wur­de schon unter dem alten Regime initi­iert. Sie kann sicher­lich gute Früch­te brin­gen, krankt aber doch schon seit Beginn dar­an, dass die Defi­zi­te und Ver­ir­run­gen der pia­ni­schen Zeit nicht auf­ge­ar­bei­tet, son­dern nur unter den Tisch gekehrt und schön­ge­re­det wer­den, was dazu führt, dass die gan­ze Initia­ti­ve bei einem Groß­teil der Ziel­grup­pe auf tau­be Ohren stößt. Das Cha­ris­ma des neu­en Pap­stes könn­te die­sen Effekt vllt. etwas mil­dern (dass auch er die Beich­te pro­pa­giert und in die­sem Bereich gera­de kei­nen Umbruch voll­zieht, könn­te den ein oder ande­ren kri­ti­sche­ren Katho­li­ken evtl. eher überzeugen).

    Aber im Grun­de genom­men bräuch­te es eine viel radi­ka­le­re und ehr­li­che­re Auf­ar­bei­tung der älte­ren Fehl­ent­wick­lun­gen, um das Buß­sa­kra­ment in tra­di­tio­nel­ler oder auch alter­na­ti­ver Aus­ge­stal­tung wie­der popu­lä­rer zu machen oder wenig­stens wirk­lich über­zeu­gen­de Argu­men­te für die Beicht­pra­xis her­aus­zu­ar­bei­ten. Die Bereit­schaft von Prie­stern, Beich­ten zu hören und sich zu ver­net­zen, in allen Ehren. Aber allein damit ist es nicht getan, und wenn aus­ge­rech­net Pfr. Wag­ner als Schirm­herr einer sol­chen Initia­ti­ve fun­giert, ist die Gefahr der Pola­ri­sie­rung nach Rechts-Links-Kri­te­ri­en (nach dem Mot­to: „Tra­di­tio­nel­le Kath. beich­ten, Libe­ra­le nicht“) sowie­so viel zu offen­sicht­lich und der Sache eher abträglich.
    Das Corn­well-Buch lie­fert trotz sei­ner skan­dal­hei­schen­den und sicher­lich ver­fehl­ten (und in dem Buch im Prin­zip auch ganz unbe­legt geblie­be­nen) Kern­the­se doch teilw. recht gute Beschrei­bun­gen und Auf­schlüs­se. Deut­lich fun­dier­te­re und sach­li­che­re wiss. Stu­di­en zur Beich­te kom­men lusti­ger­wei­se — aus Öster­reich: Rupert M. Scheu­les empi­risch-histo­ri­sche Unter­su­chun­gen zu dem The­ma sind echt empfehlenswert.

    • @K.
      Jein oder doch eher Nein! Ich möch­te ger­ne Ihre „Sor­gen“ haben. Gibt es denn für Sie nichts wich­ti­ge­res auf der Welt als Ihre State­ments? Wolh etwas welt­fremd? Die Welt seht vor dem Abgrund. Wir ste­hen vor dem Aus­bruch des drit­ten Welt­krie­ges. USA: 87 Mil­li­ar­den Dol­lar für mili­tä­ri­sche Auf­rü­stung. Uka­ri­ne: Mili­tär­auf­rü­sung wird ver­dop­pelt. Est­land: Sai­so­nie­rung von Nato-Mit­tel­strecken­ra­ke­ten. USA. 2015: Moder­ni­sie­rung und Auf­rü­stung der Atom­waf­fen in Euro­pa, ect,usw,und so fort. Der Ber­go­glio Papst kann’s auch nicht ändern und die wirk­lich Mäch­ti­gen und die Rei­chen die­ser Welt gehen die Reden des Pap­stes in einem Ohr rein und im ande­ren raus. Fazit: Wahn­sin­nig gewor­de­ne Men­schen spren­gen unse­ren Pla­ne­ten in die Luft. Na, tröp­felt es so lang­sam? Oder macht’s Ihnen Spass, mit „theo­lo­gi­schen“ Haar­spal­te­rei­en zu lang­wei­len? Fazit: Echt nicht empfehlenswert.

      • NACHTRAG UND BERICHTIGUNG: Rich­tig soll­te es geschrie­ben sein: USA: 587 Mil­li­ar­den Dol­lar für mili­tä­ri­sche Auf­rü­stung, und nicht 87 Mil­li­ar­den Dollar.(PS:Wär ja noch schö­ner…) Sorry!

  13. Au, au, da wird Msgr. Erzpr. Franz Schlegl von der Jubel-Per­len-beweg­ten-Front aber nicht amu­sed sein. Mir gefällt die­se „ver­ba­le Ent­glei­sung“ an der rich­ti­gen Stel­le platz­iert und das Buch weckt mein Inter­es­se. Herr Pfar­rer Wag­ner, Weidmannsdank!

      • @Traditionstreuer

        Ich habe mir mal erlaubt, einen sei­ner letz­ten Kom­men­ta­re bei kath.net zu ent­neh­men (Feh­ler über­nom­men). In mei­nen Augen kann das kein ech­ter Prie­ster sein, der sich hin­ter die­sem Namen ver­birgt und dort den Wein­berg ver­wü­stet, sonst wüß­te er, daß der Mess­wein nach der Wand­lung kein Mess­wein mehr ist, son­dern das Blut Chri­sti – und von die­sem kann man sich kein Magen­ge­schwür holen!

        —–
        Kom­men­tar zur Pre­digt: Stren­ge und Starr­heit – Zei­chen eines schwa­chen Herzens

        Pius XII.
        Ja, Gott sei Dank, dass Pius XII. das Nüch­tern­heits­ge­bot auf 3 bzw. auf 1 Stun­de ( Was­ser IMMER erlaubt! ) redu­ziert hat! Vie­le sind wegen Unter­zucke­rung oder Hypo­to­nie umge­fal­len! Nicht weni­ge Prie­ster haben sich MAGEHGESCHWÜRE geholt! ( Sau­rer Mess­wein auf lee­ren Magen). Msgr.Franz Schlegl
        ——

      • Unge­heu­er­lich, die­se häre­ti­schen Aus­sa­gen des Mon­si­gno­re, die Sie da zitie­ren. Nun ja, kein Wunder.

  14. Dr . Wag­ner ist nicht nur Fast — Weih­bi­schof son­der auch Fast- Diö­ze­san­bi­schof der Diö­ze­se Linz, nach Bericht­erstat­tung von ORF, www. hei­mat­mis­si­on und der Zei­tung der Drei­zehn­te stand er 2005 als neu­er Diö­ze­san­bi­schof schon fest, als Aichern­nach­fol­ger, wur­de dann aber über Inter­ven­ti­on von Lan­des­haupt­mann Püh­rin­ger und Kar­di­nal Schön­born doch nicht Bischof. Die müs­sen unmit­tel­bar bei Papst Bene­dikt Gehör gefun­den haben, weil sonst hät­te das wohl nie­mand mehr umwer­fen können.

  15. Dem Titel des Buches “ Him­mel oder Höl­le “ stim­me ich voll und ganz zu, Äuße­run­gen von Herrn Dr. Waq­ner dass die Diö­ze­se Linz ein Sau­stall sei, hal­te ich aber in unse­rer Zeit für äußerst kon­tra­pro­duk­tiv, weil in die­sen Tagen in Rom der­ar­ti­ges als Emp­feh­lung gese­hen wer­den wird. Der Ein­fluss des Diö­ze­sank­le­rus und der Diö­ze­san­lai­en auf die Nach­fol­ge von Bischof Schwarz wird noch grö­ßer wer­den und das Ergeb­nis noch schlim­mer sein. Auf dem Weg von Graz zu mir nach Hau­se mach­te ich ein­mal am Fest des Hei­li­gen Josefs Pau­se in Win­disch­gar­sten, ging in die Kir­che am spä­ten Nach­mit­tag, die voll war, es wur­de der Rosen­kranz gebe­tet. Mei­ne Frau und ich frag­ten dann eine Frau ob jetzt eine hl. Mes­se sein wird, da ant­wor­te­te die­se , nein hier sind nur die, die nicht auf den Kal­va­ri­en­berg hin­auf­ge­hen kön­nen, und eine ande­re Frau sag­te, sie fährt uns mit dem Auto vor. Als wir dort hin kamen ging eine gro­ße Men­ge hin­auf auf einem beschwer­lich mora­sti­gen Weg, und der Pfar­rer ging als Letz­ter, jeden mit Hand­schlag begrü­ßend. Eine Volks­fröm­mig­keit wie man sie nur aus Büchern über das 19. Jahr­hun­dert und davor kennt!

  16. Also das Wort „Sau­stall“ im Bezug auf die Zustän­de in der eine moder­ne Form des „Ablass­han­dels“ betreibende
    „Kör­per­schaft öffent­li­chen Rechts katho­li­sche Kir­che Österreichs“
    ist ja im Grun­de genom­men eine sehr star­ke Unter­trei­bung und Ver­harm­lo­sung, denn was den katho­li­schen Glau­ben betrifft, herr­schen in Öster­reich Zustän­de das man schon getrost schon von „Wer­be­ab­tei­lung der Höl­le“ sprechen. . 

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  17. Wenn hier schon das Wort „dis­qua­li­fi­ziert“ benutzt wur­de: ich ken­ne sehr vie­le Bischö­fe, Kar­di­nä­le, Gene­ral­vi­ka­re, Bis­tums­lei­ten­de, Pasto­ral­as­si­sten­ten, Äbte usw. die sich mas­siv dis­qua­li­fi­ziert haben- um von der abso­lu­ten Spit­ze zu schweigen.

    Hoch­ehrw. Pfar­rer Wag­ner hat kom­plett rich­tig gehandelt:
    Kard. Ouel­let v.d. Kon­greg. f.d. Bischö­fe hat vor ca. 2,5 Jah­ren ein­mal gesagt, daß er nie­mals gedacht hät­te daß ein ange­tra­ge­nes Bischofs­amt so häu­fig abge­lehnt wurde.
    Pf. Wag­ner wur­de ange­fragt und er hat, wohl wis­send um die schwie­ri­ge Auf­ga­be und das schwe­re Ter­rain, trotz­dem die Bür­de auf sich genommen.
    Das war sehr tap­fer, wel­che Tugend Schön­born, Dan­neels und — ich sage es lei­der- auch Kard. Ratzinger/P. Bene­dikt XVI nicht besitzen.
    Wenn dann die Rebel­li­on los­brach, hat Pf. Wag­ner so gehan­delt wie es der Brief vom Hl. Cle­mens v. Rom an die Korin­ther (100 n.Chr.)(Fontes Chri­stia­ni 1994) aus­führ­lich beschreibt: in Demut, treu zur Leh­re und die Geset­ze ste­hend, in homo­no­ia mit den Vätern; und wenn es dann Pro­ble­me mit Nei­der und Hoch­mü­ti­gen und Bes­ser­wis­sern gibt (St. Cle­mens ist da sehr aus­führ­lich), ent­fernt man sich vom Amt und schüt­telt den Staub von den Schuhen.
    Der 1. Cle­mens­brief wur­de übri­gens in der Anti­ke sehr lan­ge als kano­nisch ange­se­hen und gehört noch immer zu den wich­tig­sten Tex­ten dder Kirchenväter.
    Aber Schön­born ist nicht im gering­sten tap­fer und P. Bene­dikt XVI ist auch kein St. Cle­mens (übri­gens auch Märtyrer).

    Justi epu­len­tur et exsul­tent in con­spec­tu Dei;
    delec­ten­tur in laetitia.

    Und mit dem Vers. für heu­te: Rora­te cae­li desu­per et nubes pluant justum.

    (Der „Sau­stall“ hieß frü­her Augi­as­stall (war übri­gens mit Rin­dern), aber Mist und Düng ist über­all gleich — „Olet!“)

    • Wenn man latei­nisch schreibt soll man eine Über­set­zung dazu geben, ich fin­de das nicht sehr gescheit wie Sie das schreiben!

      • Geehr­ter @wickerl,
        Kai­ser Ves­pa­si­an sag­te ein­mal zu sei­nem Sohn Titus betr. eine Steu­er auf Latri­nen (nütz­lich für Ger­ber) über Geld: „Non olet“(Es stinkt nicht);
        und hier stinkt es sehr: des­halb „Olet“ (es stinkt).

        Das Alle­luia Justi epu­len­tur gehört zu den schön­sten und zugleich schwie­rig­sten Gre­go­ria­ni­schen Stücken und wird in der Hl. Mes­se bei einem Mär­ty­rer (ausser­halb septuagesima/Temp.Pasc.) gesungen.
        „Alle­luia; die Gerech­ten mögen/sollen fest­lich spei­sen im Anblick Got­tes und mögen auf­ge­hen in Freude“.
        (Auf You­tube in einer klei­nen Auf­nah­me mit Noten­band; eben­falls auf der CD „Florilège Grégorien“ der Abtei Not­re-Dame de Fontgombault;
        man soll­te übri­gens nie ver­ges­sen daß es tat­säch­lich die lie­be­vol­le Pfle­ge und die Sor­ge der Lit­ur­gie und des gewal­ti­gen musi­ka­li­schen Schat­zes der Gre­go­ria­nik war, die in schwie­rig­sten Zei­ten den Glau­ben auf­recht gehal­ten haben und zutiefst mis­sio­nie­rend wirkten.
        Die Theo­lo­gie der Gre­go­ria­nik ist übri­gens lei­der ein schwer ver­nach­läs­sig­tes Feld.

      • Ihre Freu­de, lie­ber @Ben Hur, an dem auf you­tube gefun­de­nen gre­go­ria­ni­schen Gesang in Ehren, aber von „wun­der­schön“ soll­te man im Blick auf die­se Auf­füh­rung, ange­sichts des erha­be­nen Werts ech­ter Gre­go­ria­nik, nicht reden.

        Es han­delt sich dabei um ein abge­schmack­tes moder­nes Arran­ge­ment, das die gre­go­ria­ni­sche Melo­die nicht unan­ge­ta­stet lässt und sie in eine süß­lich-öde Soße „zeit­ge­mä­ßer“, aus dem Bereich der U‑Musik impor­tier­ter Har­mo­nik und Begleitor­na­men­tik ein­hüllt. (Eine cha­rak­te­ri­sti­sche Auf­füh­rung mit „Kon­zils­kir­chen­aro­ma“; die Sän­ger, deren „guter Wil­le“ und Lei­stung nicht ange­zwei­felt wer­den sol­len, dar­über hin­aus natür­lich in All­tags­klei­dung, und am Ende wird geklatscht.)

        Es ist kei­nes­wegs eine Über­trei­bung, auch in die­ser wie in der gan­zen Schwem­me an ähn­li­chen und weit schlim­me­ren Her­ab­wür­di­gun­gen tie­fer und ern­ster Musik das Wal­ten des Durch­ein­an­der­wer­fers, des dia­bo­los zu erkennen.

        Der Rauch Satans, der in die Kir­che ein­ge­drun­gen ist, zeigt sich sehr augen- bzw. „ohren­fäl­lig“ in der unwür­di­gen Ver­kit­schung kul­tu­rel­ler Schät­ze und der Ver­wen­dung erbärm­li­cher Neu­kom­po­si­tio­nen aus dem Bereich der U‑Musik zur „Ver­herr­li­chung Gottes“. 

        Las­sen Sie uns, lie­ber @Ben Hur, den Entsa­kra­li­sie­rungs- und Ver­blö­dungs­zir­kus, wie Sie ihn am Bei­spiel der Sanie­rung des Hil­des­hei­mer Doms kürz­lich so tref­fend ange­mahnt haben (oder, um mit @Adrien Antoi­ne zu reden – der als Ver­tei­di­ger ech­ter Gre­go­ria­nik mit besag­tem Arran­ge­ment auch sei­ne lie­be Mühe haben dürf­te – die „lit­ur­gi­sche Zer­stö­rung, Infan­ti­li­sie­rung, Debi­li­sie­rung“) auch im Bereich der Kir­chen­mu­sik als das erken­nen, was er ist!

        Dem­ge­gen­über die schlich­te Tie­fe unver­stell­ter Gregorianik: 

        https://www.youtube.com/watch?v=jg89ynz75ZA

      • Geehr­ter @Kyrillus

        Ich habe mir ernst­haft Gedan­ken gemacht über Ihre Wor­te. Die Distan­zie­rung zum ent­hei­lig­ten Dom bzw. der Semi­nar­kir­che ist klar und ein­fach für mich. Was das besag­te Video angeht, davon möch­te ich mich nicht ein­fach so abgren­zen (abge­se­hen von der schlum­pi­gen Beklei­dung in einer Kir­che und dazu noch als Chor anläß­lich einer Prie­ster­wei­he — Ehe­frau­en soll­ten ihre Män­ner nicht so los­zie­hen las­sen und die Diri­gen­tin soll­te selbst auf ihr Äuße­res ach­ten kön­nen 😉 , das Klat­schen gehört in einen Kon­zert­saal und nicht in eine Kir­che, damit deut­lich wird, wem da gesun­gen wird, näm­lich dem Aller­höch­sten, des­halb auch Aus­rich­tung zum Aller­hei­lig­sten hin). Es wur­de in die­sem Fall kei­ne Show ver­an­stal­tet, der latei­ni­sche Text wur­de, den­ke ich, nicht ver­än­dert. Wur­de die­ses Lied in sei­ner gesang­li­chen Ver­än­de­rung und in Beglei­tung von zwei Musik­in­stru­men­ten jetzt pro­fa­ni­siert, miß­braucht, ent­stellt, so daß es nur den Ohren schmei­chelt und der Unter­hal­tung dient, oder kann auch die­se Art des Vor­tra­gens die See­le zu Gott erhe­ben, kann Er es als Opfer des Lobes anneh­men? Ich per­sön­lich wür­de das mit Ja beantworten.

        Dan­ke für den Link – natür­lich berührt mich die spi­ri­tu­el­le Tie­fe die­ses rei­nen, kla­ren Gesangs eben­falls. Bis vor weni­gen Tagen war mir „Te lucis ante ter­mi­num“ noch völ­lig unbe­kannt und ich bin mit Gre­go­ria­nik bis­her eher sel­ten in Berüh­rung gekom­men. Aber in die­sem Forum ler­ne ich ja immer wie­der berei­chernd hinzu.

      • Nicht die Tat­sa­che der kom­po­si­to­ri­schen Bear­bei­tung und instru­men­ta­len Beglei­tung an sich ist das Pro­blem, son­dern deren Art und Weise: 

        Das Ver­mi­schen eines ern­sten und tie­fen gre­go­ria­ni­schen Gesangs mit sim­pel gestrick­ten U‑Mu­sik-Anklän­gen, „um die Leu­te abzu­ho­len“, mani­fe­stiert musi­ka­lisch, was im Novus Ordo zumeist am Altar geschieht: Medio­kre, beschränk­te Anthro­po­zen­trik statt erha­be­ner Mystik des Hei­li­gen Opfers – das ganz von tran­szen­denz­ber­gen­der Aura umhüllt, streng von jeg­li­cher All­tags­ba­na­li­tät getrennt sein muss. 

        Sicher gibt es abschrecken­de­re Bei­spie­le, zumal hier die Sub­stanz des belei­dig­ten gre­go­ria­ni­schen Gesangs noch durch­scheint. „Kann auch die­se Art des Vor­tra­gens die See­le zu Gott erhe­ben?“ Auf krum­men Wegen wohl – Gott mag sie gera­de bie­gen! Nur legi­ti­miert dies, objek­tiv gese­hen, nicht, sie zu gehen.

      • @Kyrillus

        Ich ver­ste­he, was Sie mei­nen. Ich hof­fe, daß das, was eine ver­ant­wort­li­che Lit­ur­gie­kom­mis­si­on nicht zustan­de bringt, von Jesus bald per­sön­lich wie­der zurecht­ge­rückt wird und Er sich um sei­ne ver­wil­der­ten Scha­fe kümmert.

        Trotz der Bedrückung auf allen Ebe­nen wün­sche ich Ihnen einen fro­hen 4. Advent.

  18. Wenn wir schon dabei sind; auch die Schweiz bil­det kei­ne Aus­nah­me. Ein der hl. Tra­di­ti­on ver­bun­de­ner hw Prie­ster hat noch zu Zei­ten des dam. Bischof Koch das Bis­tum Basel in der Rang­fol­ge knapp hin­ter dem Bis­tum St. Gal­len gesetzt.
    Letz­te­res als „gröss­ten Sau­stall“, ( unter Bischof Büchel ) dicht gefolgt vom Bis­tum Basel,( heu­te unter Bischof Gmür.)

  19. Ob nun „Sau­stall“ oder „Au­gi­as­stall“, aus­ge­mi­stet gehörts.
    Das Kir­chen­volk wirds wohl schaf­fen müssen.
    Die Kir­chen­obe­ren haben sich längst in Deka­denz ergeben.
    Ganz „demo­kra­tisch“.

  20. Pfar­rer Wag­ner ist zu loben und einen sol­chen wünsch­te ich mir auch in „mei­nem“ Bis­tum. Denn die­ses, in D, ist eben­falls ein Augi­as­stall. Man meint, etli­che in der Kir­che sei­en wie besof­fen, denn mit Ver­nunft hat das ja nichts mehr zu tun. Man könn­te auch sagen, sie sind vom Bösen beherrscht und wer­den gelenkt.
    Als Laie aber bete ich für die Bekeh­rung und Umkehr und schlie­ße mich selbst dahin ein. Jeder muß nur für sich gera­de ste­hen kön­nen und dann man kann getrost das Übri­ge dem Herrn überlassen.

  21. Wag­ner gehorch­te 2009 als treu­er Sohn der Kir­che. Rom wünsch­te ihn als Weih­bi­schof und er akzep­tier­te. Rom hat­te es sich unter hef­ti­gem Druck noch ein­mal über­legt und er gehorch­te ebenso
    Das schrei­be ich ja die gan­ze Zeit dass der nun­meh­ri­ge Dr. Ratz­in­ger als Papst zu nichts zu gebrau­chen war. Papst Bene­dikt “ erwar­te­te von Dr. Wag­ner einen Anruf“ und da muss er ihm gesagt haben , er soll ver­zich­ten, nach­dem Bene­dikt Dr. Wag­ner als Diö­ze­san­bi­schof 2005 schon abser­vier­te, der noch im Poniti­kat von Johan­nes Paul II: als Diö­ze­san­bi­schof von Linz aus­ge­wählt wor­den war. Er stand schon fest 2005! Da wur­de Bene­dikt Papst!

  22. Es bleibt nur die Hoff­nung, dass das Buch des herr­li­chen Fast-Bischofes Ger­hard Maria Wag­ner zumin­dest abso­lut kla­re Ver­hält­nis­se schafft, so dass kei­ner, wenn er ein­mal vor dem höch­sten Rich­ter, unse­rem Her­ren Jesus Chri­stus steht, sagen kann, er habe von nichts gewusst, und daher ein ent­spre­chen­des Urteil empfängt!
    Lest viel­leicht zum Trost was das Alte Testa­ment in all den Pro­phe­ten­bü­chern über treu­lo­se Prie­ster sagt, die die Men­schen verführen!

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