Südafrikas Bischöfe rufen Priesterinnenverbot in Erinnerung — Spur nach Deutschland

"Priesterinnen", in der Mitte "Bischöfin" Patricia Fresen
„Prie­ste­rin­nen“, in der Mit­te „Bischö­fin“ Patri­cia Fresen

(Dur­ban) Die süd­afri­ka­ni­schen Bischö­fe gaben eine gemein­sa­me Erklä­rung ab, mit der sie klar­stel­len, daß die Katho­li­sche Kir­che kei­ne Wei­he­äm­ter für Frau­en kennt und sol­che als ille­gal ablehnt. Die Erklä­rung erfolg­te durch Erz­bi­schof Ste­phen Bris­lin von Kap­stadt, dem Vor­sit­zen­den der Süd­afri­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz. Anlaß war die Ver­wir­rung stif­ten­de öffent­li­che Behaup­tung einer ehe­ma­li­gen Domi­ni­ka­ne­rin und einer ver­hei­ra­te­ten Frau und Mut­ter, zu „Prie­ste­rin­nen“ geweiht wor­den zu sein, eine davon sogar zur „Bischö­fin“. In der Katho­li­schen Kir­che, so die Bischö­fe, gibt es weder „Prie­ste­rin­nen“ noch „Bischö­fin­nen“.

Dem gelern­ten deutsch­spra­chi­gen Katho­li­ken kommt an die­ser Stel­le bereits ein Ver­dacht und er liegt damit rich­tig. Am deut­schen Wesen soll die Welt gene­sen? Die Spur führt tat­säch­lich in deut­sche Lan­de und zwar an die Donau.

Patricia Fresen, die südafrikanische Theologin und „Bischöfin“

"Priesterin" Mary Ryan
„Prie­ste­rin“ Mary Ryan

Am 28. Sep­tem­ber kam es in Hemel-en-Aar­de Val­ley in Süd­afri­ka zu einem „außer­ge­wöhn­li­chen Akt des reli­giö­sen Unge­hor­sams“, so die Zei­tung Mail & Guar­di­an. Die deutsch­stäm­mi­ge „Bischö­fin“ Patri­cia Fre­sen „weih­te“ ihre süd­afri­ka­ni­sche Lands­frau Mary Ryan zur „Prie­ste­rin“. Bei so vie­len Anfüh­rungs­zei­chen kann einem ganz schwin­de­lig wer­den, was bereits tref­fend die gan­ze Simu­la­ti­on zum Aus­druck bringt.

Fre­sen leb­te 45 Jah­re als Domi­ni­ka­ne­rin in Süd­afri­ka, stu­dier­te in Rom und Pre­to­ria Theo­lo­gie und erwarb das Dok­to­rat. Sie­ben Jah­re unter­rich­te­te sie am Prie­ster­se­mi­nar von Pre­to­ria und anschlie­ßend an der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät von Johan­nes­burg. Als sie 2002 von der „Prie­ste­rin­nen­wei­he“ des Krei­ses um Chri­sti­ne Mayr-Lumetz­ber­ger und Gise­la For­ster hör­te, schloß sie sich die­sen an. Die Süd­afri­ka­ne­rin war sich, laut eige­nem Bekun­den, zunächst „zu 98 Pro­zent“ sicher, daß ihre domi­ni­ka­ni­sche Gemein­schaft ihre „Prie­ste­rin­nen­wei­he“ akzep­tie­ren wür­de. Dem war aber nicht so. Die dann bean­trag­te Ent­bin­dung von ihren Gelüb­den, um sich „wei­hen“ zu las­sen, wur­de eben­falls abge­lehnt. Sie ließ sich den­noch 2003 im Rah­men der „zwei­ten euro­päi­schen Prie­ste­rin­nen­wei­he“ in Bar­ce­lo­na zur „Prie­ste­rin“ simu­lie­ren und wur­de aus dem Domi­ni­ka­ne­rin­nen­or­den ausgeschlossen.

Der Drang zur Klerikalisierung: „Vagantenbischöf(innen)“

"Priesterinnen"
„Prie­ste­rin­nen“

Seit­her ist sie Welt­rei­sen­de in Sachen „Prie­ste­rin­nen“ für den skur­ri­len Zusam­men­schluß namens Roman Catho­lic Women­prie­sts Inter­na­tio­nal (RCWP). Die US-Ame­ri­ka­ne­rin Mar­jo­rie Rei­ley-Magui­re, eine katho­li­sche Theo­lo­gin erzählt im Inter­net begei­stert von einer Vor­trags­rei­he Fre­sens in den USA. Die „Prie­ste­rin“ berich­te­te dabei von ihrem Leben im Apart­heids­staat Süd­afri­ka. In Süd­afri­ka sei die Apart­heid gegen Schwar­ze geen­det, für sie aber nicht, denn sie lei­de wei­ter­hin unter der „Apart­heid“ der Katho­li­schen Kir­che gegen Frauen.

Aus­gangs­punkt von Fre­sens Abwe­gen war die „Prie­ste­rin­nen­wei­he“ von Mayr-Lumetz­ber­ger (Diö­ze­se Linz) und For­ster (Erz­diö­ze­se Mün­chen-Frei­sing) auf einem Donau­schiff. Chri­sti­ne Mayr-Lumetz­ber­ger ist ehe­ma­li­ge Bene­dik­ti­ne­rin und mit einem ehe­ma­li­gen Ordens­mann ver­hei­ra­tet. Gise­la For­ster ist mit einem ehe­ma­li­gen Bene­dik­ti­ner ver­hei­ra­tet und enga­gier­te sich zunächst in einer Initia­tiv­grup­pe der vom Zöli­bat betrof­fe­nen Frau­en. Ein­mal unge­hor­sam immer unge­hor­sam? Jeden­falls führ­te sie die Ableh­nung des Zöli­bats zur eige­nen „Prie­ste­rin­nen­wei­he“. Das per­sön­li­che unge­ord­ne­te Ver­hält­nis, einen Mann gehei­ra­tet zu haben, der sei­nem Prie­ster­tum und sei­nen Ordens­ge­lüb­den untreu gewor­den ist und den sie als Arbeits­kol­le­gen an einem Bene­dik­ti­ner­gym­na­si­um ken­nen­ge­lernt hat­te, ent­fach­te in ihr offen­bar einen unstill­ba­ren Drang zur Zer­schla­gung der sakra­men­ta­len Ord­nung der Katho­li­schen Kirche.

Wenn schon gleich „Bischöfin“

"Priesterinnenweihe" - "absurdes Theater und Sektenspektakel"
„Prie­ste­rin­nen­wei­he“ — „absur­des Thea­ter und Sektenspektakel“

Wo der eit­le Kamm steigt, will man noch mehr. Dar­um ließ sich Patri­cia Fre­sen 2005, wie übri­gens auch die Ober­öster­rei­che­rin Mayr-Lumetz­ber­ger und die Baye­rin Gise­la For­ster in Fort­set­zung eines „absur­den Thea­ter und Sek­ten­spek­ta­kels“ (Augs­bur­ger Nach­rich­ten) zur „Bischö­fin“ wei­hen. Alle an den simu­lier­ten Wei­he­ak­ten betei­lig­ten Per­so­nen, ob Frau­en oder Män­ner, wur­den von der Katho­li­schen Kir­che exkom­mu­ni­ziert. Den­noch vaga­bun­die­ren die „Prie­ste­rin­nen“ und „Bischö­fin­nen“ mit der Selbst­be­zeich­nung „katho­lisch“ durch die Welt und Fre­sen jüngst zurück nach Süd­afri­ka, um mit Mary Ryan die zwei­te Süd­afri­ka­ne­rin zur „katho­li­schen Prie­ste­rin“ zu weihen.

Mary Ryan ist ver­hei­ra­tet und Mut­ter meh­re­rer Kin­der und hat eben­falls katho­li­sche Theo­lo­gie stu­diert. Laut eige­nen Anga­ben ist Fre­sen für die RCWP-Inter­na­tio­nal in der „Prie­ster­aus­bil­dung“ tätig, um „Wei­he­kan­di­da­ten“ vor­zu­be­rei­ten, die von der „Amts­kir­che“ von der Wei­he aus­ge­schlos­sen sind. Sie berei­te der­zeit 115 Frau­en, zwei Schwu­le und drei ver­hei­ra­te­te Män­ner auf die „Prie­ster­wei­he“ vor. Zöli­bat ist nicht gefor­dert, weil „Sexua­li­tät und Prie­ster­tum“ bei den „Prie­ste­rin­nen“ zwei getrenn­te Din­ge sind.

Skurrile „Sukzessions“-Konstrukte

Die „Wei­hen“ sind nicht nur unrecht­mä­ßig erfolgt, son­dern ohne­hin völ­lig belang­los, da nicht ein­mal eine apo­sto­li­sche Suk­zes­si­on gege­ben ist. Ein selbst­er­nann­ter argen­ti­ni­scher „Bischof“ namens Rómu­lo Anto­nio Bra­schi „weih­te“ die „Prie­ste­rin­nen“ zu „Bischö­fin­nen“. Bra­schi wur­de zwar in den 60er Jah­ren zum katho­li­schen Prie­ster geweiht, schloß sich dann aber dem mar­xi­stisch-befrei­ungs­theo­lo­gi­schen Movi­mi­en­to de Sacer­dotes para el Tercer Mun­do (MSTM) an, kehr­te in den 70er Jah­ren der Katho­li­schen Kir­che den Rücken und grün­de­te in Bue­nos Aires eine eige­ne „Kir­che“.

Von einem ande­ren selbst­er­nann­ten „Bischof“ namens Hil­ari­us Unge­rer, womit wir wie­der­um in Deutsch­land ange­kom­men wären, einer „Frei­ka­tho­li­schen Kir­che“ ließ sich Bra­schi zum „Bischof wei­hen“. Der Kran­ken­pfle­ger Unge­rer wie­der­um berief sich auf eine „Gal­li­ka­ni­sche Kir­che“, dann auf eine „Bra­si­lia­nisch-katho­li­sche Kir­che“, jeden­falls war er sich sei­ner eige­nen Prie­ster-und Bischofs­wei­he selbst offen­sicht­lich so unsi­cher, daß er sich im Lau­fe der Jah­re gleich min­de­stens vier­mal von unter­schied­li­chen Vagan­ten zum „Bischof wei­hen“ ließ. Dafür ließ er sich aber gleich zum „Erz­bi­schof­ko­ad­ju­tor“ ernen­nen. Immerhin.

Weiheverbot für Frauen ein Dogma

"Frauenzelebration" in Konzelebration mit wem?
„Frau­en­ze­le­bra­ti­on“ in Kon­ze­le­bra­ti­on mit wem?

Um den Schluß­punkt unter die Schwem­me an Anfüh­rungs­zei­chen zu set­zen, soll an das Apo­sto­li­sche Schrei­ben Ordi­na­tio Sacer­do­ta­lis von 1994 erin­nert wer­den. Damit ver­kün­de­te Papst Johann­nes Paul II. dog­ma­tisch, daß Wei­he­äm­ter in der Katho­li­schen Kir­che unmög­lich sind, weil die Kir­che kein Recht hat, die von Chri­stus gestif­te­te prie­ster­li­che Ord­nung zu ändern. Die Fest­stel­lung erfolg­te zwar nicht for­mal mit der Bezeich­nung Dog­ma, erfüllt jedoch nach Mei­nung der Theo­lo­gen alle Vor­aus­set­zun­gen, die für die Ver­kün­di­gung eines Dog­mas not­wen­dig sind. Damit ist die Fra­ge end­gül­tig entschieden.

Süd­afri­kas Bischö­fe rie­fen die­se Leh­re der Katho­li­schen Kir­che in Erin­ne­rung, wie sie von den Päp­sten ver­kün­det wur­de, ein­schließ­lich Papst Fran­zis­kus. Die Gläu­bi­gen haben sich danach zu rich­ten. „Katho­li­kin­nen, die sich zu Prie­ste­rin­nen wei­hen las­sen, tren­nen sich von der Kir­che und den Sakra­men­ten“, so Erz­bi­schof Bris­lin und zie­hen sich die Exkom­mu­ni­ka­ti­on zu. „Es wider­spricht dem Geist der Katho­li­schen Kir­che, die Prie­ster­wei­he von Frau­en zu ver­tre­ten und zu för­dern“, heißt es wei­ter in der Erklä­rung der Süd­afri­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz. Und schließ­lich als Mah­nung an alle Katho­li­ken: „Es ist gegen die Leh­re der Kir­che, Foren anzu­bie­ten oder zu schaf­fen, wo Frau­en spre­chen kön­nen, die von sich behaup­ten, geweiht wor­den zu sein“.

Selbstzelebration von „Bischöfinnen“ im Dutzend

„Bischö­fin­nen“ fei­ern sich selbst: Ein kur­zes Video von einer der zahl­rei­chen „Bischö­fin­nen­wei­hen“ (hier 2009 in Kali­for­ni­en), wo „Bischö­fin­nen“, wenn schon denn schon, wer will denn schon „nur“ „Prie­ste­rin“ sein, im Halb­dut­zend oder Dut­zend „geweiht“ werden.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: RCWP/Mail & Guar­di­an (Screen­shots)

20 Kommentare

  1. gehört zwar nicht zum Thema:
    Erst­mals in Deutsch­land darf in Bre­men die Asche eines Ver­stor­be­nen in pri­va­ten Gär­ten ver­streut werden.
    http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/asche-vertreuen100.html
    jetzt fehlt nur ein Ver­bot von Lei­chen­be­stat­tung in der Erde auf dem Friedhof.
    aber dar­an wird sicher­lich auch noch gearbeitet.
    Fried­hofs­ge­büh­ren: Wird die Sarg­be­stat­tung zum Luxus?
    http://www.steuerzahler-nrw.de/Friedhofsgebuehren-Wird-die-Sargbestattung-zum-Luxus/64192c74306i1p352/index.html

  2. Man merkt schon, dass es die­se Frau­en mit ihren selbst­in­sze­nier­ten Wei­hen nicht beson­ders ernst mei­nen. Sie fei­ern sich selbst und las­sen sich beklat­schen. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass eine von ihnen jemals die triden­ti­ni­sche Mes­se imi­tiert, Gott sei Dank.
    Auf wen erhebt die Lady im vier­ten Bild eigent­lich den Trinkspruch?
    Per Mari­am ad Christum.

  3. Das The­ma „Frau­en­or­di­na­ti­on“ ist end­gül­tig vom Tisch.
    Starr­köp­fi­gen wäre das Ein­rah­men und an die Wand­hän­gen fol­gen­der ENDGÜLTIGER päpst­li­cher Ent­schei­dung anzuempfehlen: 

    Päpst­li­ches Schrei­ben ORDINATIO SACERDOTALIS:
    [….]
    4.
    Obwohl die Leh­re über die nur Män­nern vor­be­hal­te­ne Prie­ster­wei­he sowohl von der bestän­di­gen und umfas­sen­den Über­lie­fe­rung der Kir­che bewahrt als auch vom Lehr­amt in den Doku­men­ten der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit mit Bestän­dig­keit gelehrt wor­den ist, hält man sie in unse­rer Zeit den­noch ver­schie­de­nen­orts für dis­ku­tier­bar, oder man schreibt der Ent­schei­dung der Kir­che, Frau­en nicht zu die­ser Wei­he zuzu­las­sen, ledig­lich eine dis­zi­pli­nä­re Bedeu­tung zu.
    Damit also jeder Zwei­fel bezüg­lich der bedeu­ten­den Ange­le­gen­heit, die die gött­li­che Ver­fas­sung der Kir­che selbst betrifft, besei­tigt wird,
    erklä­re ich kraft mei­nes Amtes, die Brü­der zu stär­ken (vgl. Lk 22,32),
    daß die Kirche
    KEINERLEI VOLLMACHT HAT, FRAUEN DIE PRIESTERWEIHE ZU SPENDEN,
    und daß sich alle Gläu­bi­gen der Kirche
    ENDGÜLTIG an die­se Ent­schei­dung zu hal­ten haben.
    Wäh­rend sich auf euch, ver­ehr­te Brü­der, und auf das gan­ze christ­li­che Volk den bestän­di­gen gött­li­chen Bei­stand her­ab­ru­fe, ertei­le ich allen den Apo­sto­li­schen Segen.
    Aus dem Vati­kan, am 22. Mai, dem Pfingst­fest des Jah­res 1994, dem 16. mei­nes Pontifikates.
    JOANNES PAULUS PP II“

    In einem Schrei­ben der Glaubenskongregation
    vom April des 2010 wur­de auch eine neue 
    Nor­men­li­ste verfasst.

    In die­sem Schrei­ben fin­den wir unter Ande­rem auch die unmissverständliche 
    A b s a g e 
    an Ver­su­che der Spen­dung der 
    „hei­li­gen Wei­he für die Frau“.
    Dies fällt denn auch unter 
    eine schwer­wie­gen­de Straftat
    mit den ent­spre­chen­den Kon­se­que­n­e­zen für alle dar­an Beteiligten; 
    die Exkommunikation !

    Der Sekre­tär der Glaubenskongregation
    — Erz­bi­schof Amado — 
    sprach im Jah­re 2008 auch unmiss­ver­ständ­li­che Wor­te über der­ar­ti­ge Versuche:

    „Sie sind von vorn­her­ein ungül­tig — und das bedeutet, 
    dass sie nich­tig sind. 
    Es han­delt sich näm­lich nicht um „Ordi­na­tio­nen“ im eigent­li­chen Sinn. 
    Denn die kano­ni­sche Richt­li­nie der Kir­che besagt, dass „die hei­li­ge Wei­he nur für einen getauf­ten Mann gül­tig ist“ (Can. 1024).““
    -

    Hier nun der Aus­zug aus den her­aus­ge­ge­be­nen Nor­men der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on bezüg­lich dem Vor­ge­hen in der­ar­ti­gen Fällen:

    „Art. 5

    Der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re ist auch die 
    schwer­wie­gen­de­re Straf­tat der ver­such­ten Wei­he einer Frau vorbehalten:

    1° Unbe­scha­det der Vor­schrift von can. 1378 des Kodex des kano­ni­schen Rechts 
    zieht sich jeder, der einer Frau die hei­li­ge Wei­he zu spen­den, wie auch die Frau, wel­che die hei­li­ge Wei­he zu emp­fan­gen ver­sucht, die dem Apo­sto­li­schen Stuhl vor­be­hal­te­ne Exkom­mu­ni­ka­ti­on als Tat­stra­fe zu.

    2° Ist aber der­je­ni­ge, der einer Frau die hei­li­ge Wei­he zu spen­den, oder die Frau, wel­che die hei­li­ge Wei­he zu emp­fan­gen ver­sucht, ein dem Kodex der Kano­nes der ori­en­ta­li­schen Kir­chen unter­ste­hen­der Christ­gläu­bi­ger, dann ist die­se Per­son, unbe­scha­det der Vor­schrift von can. 1443 die­ses Kodex, 
    mit der gro­ßen Exkom­mu­ni­ka­ti­on zu bestra­fen, deren Auf­he­bung eben­falls dem Hei­li­gen Stuhl vor­be­hal­ten ist.

    3° Wenn der Schul­di­ge ein Kle­ri­ker ist, kann er mit der Ent­las­sung oder Abset­zung bestraft werden[31].“
    -

  4. Mer­ken die­se Frau­en denn gar nicht, dass sie nichts wei­ter sind als lächer­li­che Karrikaturen.
    Sie allein schon auf Fotos anzu­schau­en, ist eine Zumutung.
    Aber es gibt ja nicht nur sie. Es sind eben auch die Her­ren, die bei die­sem unwür­di­gen Thea­ter­stück mitspielen.
    Eitel­keit, Über­heb­lich­keit, womög­lich auch Dumm­heit sowie über­bor­den­de Ich­be­zo­gen­heit bestimmt das Ver­hal­ten der Beteiligten.
    Es sind bezeich­nen­der­wei­se die süd­afri­ka­ni­schen Bischö­fe und nicht die west­li­chen, die noch­mals dar­auf hin­wei­sen müs­sen, dass Wei­hen für Frau­en nicht mög­lich sind.

  5. Das ist ein­fach nur Abschreckung pur… Das soll­te sich jeder Mensch genau anschau­en. Es zeigt, wie tief der Mensch fal­len kann, wenn er sich selbst in den Mit­tel­punkt stellt nach dem 68er Mot­to „Ich will, was mir gefällt“ und bist du nicht wil­lig, so holl ich es mir eben mit Gewalt, sprich eigenmächtig.
    Das Bei­spiel hier lässt sich bestens auf alle ande­ren ego­isti­schen, selbst­süch­ti­gen, anthro­po­zen­tri­schen, moder­ni­sti­schen, kar­rie­ri­sti­schen Din­ge übertragen.
    Dar­um, genau hin­schau­en und… sich abschrecken lassen

  6. Herr Nar­di schreibt:
    “ Die Fest­stel­lung erfolg­te zwar nicht for­mal mit der Bezeich­nung Dog­ma, erfüllt jedoch nach Mei­nung der Theo­lo­gen alle Vor­aus­set­zun­gen, die für die Ver­kün­di­gung eines Dog­mas not­wen­dig sind. Damit ist die Fra­ge end­gül­tig entschieden.“

    Die­sen Satz begrei­fe ich nicht. Hat der Papst damals nun ein Dog­ma ver­kün­det oder nicht? Laut Herrn Nar­di offen­bar ja. Aber seit wann gilt in der Kir­che, daß etwas mate­ria­li­ter gege­ben ist, auch wenn die Vor­aus­set­zun­gen for­ma­li­ter nicht gege­ben sind? Das ist mir jeden­falls ganz neu. Viel­leicht kann mich ein theo­lo­gisch Kun­di­ger ein­mal auf­klä­ren, wes­halb Johan­nes Paul damals ein Dog­ma ver­kün­det hat, obwohl die for­ma­len Vor­aus­set­zun­gen dazu nicht da waren.

    • Das habe ich auch schon gehört. Es han­delt sich um ein Dog­ma, JPII hat nur nicht gesagt, dass es ein Dog­ma ist. Er hat aber gesagt, damit die Fra­ge kraft sei­nes Amtes defi­ni­tiv für die Kir­che zu ent­schei­den. Das ist ein Dogma.

      Die Ent­schei­dung hat vie­len sicher nicht gepasst, schon 1994. Die Bezeich­nung als „Dog­ma“ hät­te nur noch mehr Auf­ruhr ver­ur­sacht. Den gab es schon 1950 (!!!), also lan­ge vor dem Kon­zil und der Studentenrevolte.

      Ob nun das Wort Dog­ma genannt ist, oder ich sage, daß es defi­ni­tiv ent­schie­den ist, kommt ja letzt­lich auf das­sel­be hinaus.

      • Nein, das tut es nicht. Pius XII. hat 1950 die Assump­tio Mariae fei­er­lich vor der gan­zen Welt ex cathe­dra als für jeden Katho­li­ken bei Ver­lust sei­nes See­len­heils anzu­neh­men­des und zu glau­ben­des Dog­ma münd­lich laut verkündet.
        All die­se uner­läss­li­chen for­ma­len Vor­aus­set­zun­gen feh­len bei dem päpst­li­chen Schrei­ben zum Prie­ster­amt. Des­halb fällt es mir schwer, gera­de von Katho­li­ken, die zu Recht dar­an fest­hal­ten, dass jeder Inhalt sei­ne feste Form braucht, zu glau­ben, JP II habe ein Dog­ma verkündet
        Ich habe eben ein­mal die Liste der 264 Dog­men der Kir­che durch­ge­se­hen: da kommt das Män­ner­prie­ster­tum (ich sage: lei­der!) nicht drin vor.

    • @Ultra, dazu gibt es umfang­rei­che Literatur.

      Es läuft dar­auf hin­aus, dass der Papst kein Dog­ma im stren­gen Sinn ver­kün­det hat, weil die Kir­che kei­ne Voll­macht hat, so etwas zu dog­ma­ti­sie­ren. Es han­delt sich ja nicht um eine offen­bar­te Glau­bens­wahr­heit, son­dern ein histo­ri­sches und damit grds. kon­tin­gen­tes Fak­tum. Rein theo­re­tisch wäre es also mög­lich, dass der Papst mit sei­ner Aus­sa­ge, die Kir­che habe nie­mals Frau­en zu Prie­ste­rin­nen geweiht und dür­fe das des­we­gen auch in Zukunft nie­mals tun, einem (rein sach­lich-fak­ti­schen) Irr­tum erle­gen ist. Des­halb konn­te er dazu kein Dog­ma aus­spre­chen, nicht so sehr aus Rück­sicht auf anders­lau­ten­de Mei­nun­gen inner­halb und außer­halb der Kir­che (wie @Bloch meint), son­dern schon aus blo­ßem Selbst­schutz. Wenn sich (was natür­lich höchst unwahr­schein­lich, bei­na­he undenk­bar, aber rein theo­re­tisch eben doch prin­zi­pi­ell mög­lich ist) irgend­wann ein­mal her­aus­stel­len soll­te, dass irgend­ein Papst oder mit der Kir­che ver­bun­de­ner Bischof einer ande­ren Epo­che ent­ge­gen der Aus­sa­ge JPII *doch* Frau­en­prie­ster geweiht haben soll­te, hät­te er sonst (wenn es ein Dog­ma wäre) ein fal­sches Dog­ma ver­kün­det, was für sei­nen Ruf der Hei­lig­keit und für die theo­lo­gi­sche Fra­ge der Papst­un­fehl­bar­keit nach­tei­lig wäre. So wie es jetzt ist, hät­te er sich in einem sol­chen (wie gesagt rein hypo­the­ti­schen) Fall ein­fach nur in Bezug auf ein ihm unbe­kann­tes histo­ri­sches Fak­tum geirrt, was kein Pro­blem wäre.

      • Ich habe da einen klei­nen Ein­wand. Es ist sicher nicht weit her­ge­holt, zu sagen, daß wir in einer revo­luz­ze­ri­schen Zeit leben. Und das nicht erst seit dem Kon­zil. In den 1950er Jah­ren zog eine iko­no­kla­sti­sche Wel­le durchs Land. Und wie mit den Herolds­ba­cher „Sehern“ umge­sprun­gen wur­de, zeugt eher vom Glau­bens­ab­fall des Täters, als von Logik. Der Papst muß ja nicht noch Öl ins Feu­er gießen.

        Mein per­sön­li­ches Dog­ma lau­tet: Wenn der Papst ein Dog­ma ver­kün­det, dann immer über eine Wahr­heit, die die Kir­che schon immer wuß­te. Der Wall­fahrts­ort Nevi­ges ist so ein Bei­spiel. In Frank­reich habe ich eine Dar­stel­lung auf dem Altar­re­ta­bel gese­hen, die man als Dar­stel­lung eines Dog­mas der Mit­erlö­ser­schaft Mari­ens aus­le­gen kann: Die Mut­ter­got­tes thront zwi­schen Gott­va­ter und Chri­stus, dar­über der Hei­li­ge Geist. Das Bild ist geschaf­fen um 1700 her­um und befin­det sich in der Kir­che Not­re Dame de la Gor­ge ganz in der Nähe von St. Gervais.

        Wer die Rück­sei­te der Wun­der­tä­ti­gen Medail­le anschaut, sieht dar­auf eine son­der­ba­re Kon­struk­ti­on: Der Bal­ken, auf dem das Kreuz steht, liegt nicht oben auf dem M, son­dern „schwebt“ qua­si im M. Eine Offen­ba­rung um 1830.

  7. Die Spur führt aber nicht nach Deutsch­land son­dern nach Öster­reich und hier beson­ders in die Groß­teil vom katho­li­schen Glau­ben abge­fal­le­ne Lin­zer Diö­ze­se. Denn hier wur­de und wird es einer selbst­er­nann­ten Bischö­fin erlaubt öffent­lich in einen ehe­mals katho­li­schen Klo­ster zu wüten, Hosti­en­raub zu bege­hen und wäh­rend eines Begräb­nis­ses zu pre­di­gen, spä­ter wur­de die­se Tat­sa­che aber von den ver­ant­wort­li­chen Ver­harm­lost. Das dies alles den Vati­kan bekannt ist, ist Tat­sa­che und weil die­sen anti­ka­tho­li­schen Wüten nicht ent­ge­gen­ge­tre­ten wird, so wird auch klar das der Vati­kan in der heu­ti­gen Zeit die ob genann­ten Fre­vel begrüßt. 

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  8. Ist es wirk­lich erfor­der­lich dar­über einen so lan­gen Arti­kel, über­haupt dar­über einen Arti­kel zu schreiben?

  9. Die­se Damen haben gute Kon­tak­te in die alt 68 ziger Prie­ster­ri­ge in Deutsch­land und Österreich!
    Wer sich auf deren Inter­net­sei­te umschaut erblickt jedoch, nur alte Damen und alte Her­ren! Deren Gesich­ter vom eige­nen Ego ver­knif­fen und zer­knit­tert sind!
    Die­se Men­schen sind von sich der­ma­ßen über­zeugt, daß es sich nicht lohnt über die­se sich auf­zu­re­gen oder gar mit ihnen in irgend­ei­ne Form der inter­ak­ti­on zu treten!

    Die­sen fana­ti­schen femi­ni­sti­schen Typus habe ich, wie schon aus­ge­führt, drei Jah­re lang im Stu­di­um der Reli­gi­ons­päd­ago­gik erfah­ren dürfen!
    In die­sem Stu­di­en­gang tum­meln sich die mei­sten die­ser Fatalisten!

    Die­se Damen sind fal­sche Pro­phe­ten und Sek­tie­rer, sonst nichts!

  10. Das ist doch Kla­mauk, was sich da eini­ge Frau­en erlau­ben. Mit Kir­che kann das nichts zu tun haben. Was treibt die­se Leu­te an, der Kir­che scha­den zu wol­len ? Wer­den sie gespons­ort ? Die­se Fra­ge muss doch erlaubt sein.

    • Der unver­ges­se­ne Franz Josef Strauß hät­te zu die­sen „Damen“ gesagt:
      Das sind lächer­li­che unbe­frie­dig­te Krampfhennen!

    • Sie wer­den gesponsert!
      Von „Wir sind Kir­che“, „Kir­che von unten“ und diver­sen anti römisch katho­li­schen Krei­sen, aus Medi­en, Indu­strie usw…
      Dane­ben Uni-Pro­fes­so­ren und beson­ders den weibli­schen Pro­fes­so­ren, die dem Zeit­geist ver­fal­len sind!

      Gehen Sie doch ein­fach mal in diver­se Vor­le­sun­gen an einer Uni und lau­schen Sie dort als Gast­hö­rer, die­sem Geschwurbel! 

      Sie glau­ben gar nicht, wie tief die­ses Gift die­ser Damen, schon in der rK ist!

  11. Sehr tref­fend der Schluß­satz: „Wenn schon denn schon…“:
    allen wol­len Prie­ste­rin­nen und dann auch noch Bischö­fin­nen wer­den- es wun­dert nicht daß kaum noch jemand Bru­der oder Schwe­ster wer­den will.
    Die christ­li­che Demut wird hier nicht gera­de gezeigt.

    Neben­bei: die­se „Bischö­fe­rei“ scheint doch nicht gün­stig für die Figur zu sein wenn man die Lei­bes­fül­le der Bischö­fin­nen sieht (haben sie auch mit Dan­neels & Cie gemeinsam).

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