„Das Volk Gottes kann nicht ohne seine Hirten, die Bischöfe und Priester, bestehen“ — Papst Franziskus zu den Schweizer Bischöfen

Papst Franziskus und die Schweizer Bischöfe
Papst Fran­zis­kus und die Schwei­zer Bischöfe

(Rom) Die Bischö­fe der Schweiz befin­den sich gera­de zum ad limi­na apo­sto­lo­rum in Rom. Am gest­ri­gen Mon­tag tra­fen sie gemein­sam mit Papst Fran­zis­kus zusam­men. Ursprüng­lich soll­te er bereits vom 20.–22. Febru­ar statt­fin­den, kurz nach jenem der öster­rei­chi­schen Bischö­fe. Wegen des ordent­li­chen und außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­ums, das Papst Fran­zis­kus für die­sel­be Zeit ein­be­rief, muß­te der Ad-limi­na-Besuch ver­scho­ben wer­den. Beim Kon­si­sto­ri­um hielt Kar­di­nal Wal­ter Kas­per sei­ne Rede über die „neue Barm­her­zig­keit“. Im Anschluß kre­ierte Papst Fran­zis­kus die ersten Kar­di­nä­le sei­nes Pon­ti­fi­kats, dar­un­ter Glau­bens­prä­fekt Ger­hard Mül­ler und Syn­oden­se­kre­tär Loren­zo Baldisseri.
Die Lage der Kir­che in der Schweiz ist von einem star­ken Ero­si­ons­pro­zeß über­schat­tet und einem bedenk­li­chen und auf­müp­fi­gen Aus­spie­len staats­kirch­li­cher „Rech­te“ gegen die Kir­che Christi.

Was war Papst Fran­zis­kus wich­tig, den Schwei­zer Bischö­fen auf den Weg mitzugeben?

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ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS
AN DIE BISCHÖFE AUS DER SCHWEIZ
ZU IHREM BESUCH „AD LIMINA APOSTOLORUM“

Mon­tag, 1. Dezem­ber 2014

 

Lie­be Mit­brü­der im Bischofsamt,
hoch­wür­dig­ste Väter Äbte,

mit Freu­de begrü­ße ich Euch alle, da Ihr in die­sen Tagen den Besuch ad limi­na Apo­sto­lo­rum macht, eine für jeden von Euch und für die Kir­che in der Schweiz hof­fent­lich brü­der­li­che, berei­chern­de und frucht­ba­re Pil­ger­rei­se. Ich dan­ke Ihnen, Bischof Mar­kus Büchel, für Ihre Wor­te, die Sie im Namen aller an mich gerich­tet haben.

Die Schweiz ist bekannt als ein Land des Frie­dens, der kul­tu­rel­len und kon­fes­sio­nel­len Koexi­stenz. Sie ist der Sitz wich­ti­ger inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen für den Frie­den, die Arbeit, die Wis­sen­schaft und die Öku­me­ne. Auch wenn vie­le Ein­woh­ner der Kir­che fern ste­hen, erkennt die Mehr­heit den Katho­li­ken und den Pro­te­stan­ten eine posi­ti­ve Rol­le im sozia­len Bereich zu: Ihr kari­ta­ti­ves Enga­ge­ment bringt zu den Armen und Rand­stän­di­gen ein Abbild der zärt­li­chen Lie­be des Vaters. Euer Land hat eine lan­ge christ­li­che Tra­di­ti­on. Näch­stes Jahr wer­det Ihr das gro­ße Jubi­lä­um der Abtei Saint-Mau­rice fei­ern. Es ist ein ein­drück­li­ches Zeug­nis von 1500 Jah­ren unun­ter­bro­che­nen reli­giö­sen Lebens, ein außer­ge­wöhn­li­cher Fall in ganz Euro­pa. Lie­be Brü­der, Ihr habt die gro­ße und schö­ne Ver­ant­wor­tung, den Glau­ben in Eurem Land leben­dig zu erhal­ten. Ohne einen leben­di­gen Glau­ben an den auf­er­stan­de­nen Chri­stus wer­den die schö­nen Kir­chen und die Klö­ster all­mäh­lich zu Muse­en, wer­den die aner­ken­nens­wer­ten Wer­ke und Ein­rich­tun­gen ihre See­le ver­lie­ren und nur lee­re Räu­me und ver­lo­re­ne Men­schen zurück­las­sen. Die Euch anver­trau­te Sen­dung besteht dar­in, die Her­de zu wei­den, indem Ihr je nach Umstän­den vor­an, in ihrer Mit­te oder hin­ten geht. Das Volk Got­tes kann nicht ohne sei­ne Hir­ten, die Bischö­fe und Prie­ster, bestehen; als Dienst an der Ein­heit des Glau­bens und sei­ner unver­sehr­ten Wei­ter­ga­be hat der Herr der Kir­che die Gabe der apo­sto­li­schen Suk­zes­si­on geschenkt (vgl. Lumen fidei, 49). Sie ist eine kost­ba­re Gabe zusam­men mit der von ihr her­rüh­ren­den Kol­le­gia­li­tät, wenn wir ver­ste­hen, sie wirk­sam wer­den zu las­sen und zur Gel­tung zu brin­gen, um ein­an­der zu stüt­zen, um sie zu leben und um die­je­ni­gen, zu denen uns der Herr gesandt hat, zur Begeg­nung mit ihm zu füh­ren, der »der Weg, die Wahr­heit und das Leben« ist (vgl. Joh 14,6). So wer­den die­se Men­schen, beson­ders die jun­gen Genera­tio­nen, leich­ter Grün­de fin­den kön­nen, um zu glau­ben und zu hoffen.

Ich ermu­ti­ge Euch, Eure Anstren­gun­gen für die Aus­bil­dung der Semi­na­ri­sten wei­ter­zu­füh­ren. Es geht hier um eine Fra­ge für die Zukunft der Kir­che. Sie braucht Prie­ster, die neben einer soli­den Ver­traut­heit mit der Tra­di­ti­on und der Leh­re der Kir­che sich von Chri­stus anspre­chen las­sen und, ihm gleich­för­mig gewor­den, die Men­schen auf sei­ne Wege füh­ren (vgl. Joh 1,40–42). Dafür wer­den sie ler­nen, mehr und mehr in sei­ner Gegen­wart zu leben, indem sie sein Wort auf­neh­men, sich von der Eucha­ri­stie näh­ren, die heil­schen­ken­de Bedeu­tung des Sakra­ments der Ver­söh­nung bezeu­gen und suchen, »was des Vaters ist« (vgl. Lk 2,49). In der brü­der­li­chen Gemein­schaft wer­den sie eine wirk­sa­me Hil­fe ange­sichts der Ver­su­chung, sich in sich selbst oder in ein vir­tu­el­les Leben zurück­zu­zie­hen, wie auch ein fort­wäh­ren­des Heil­mit­tel gegen die manch­mal drücken­de Ein­sam­keit fin­den. Ich lade Euch ein, auf Eure Prie­ster Acht zu geben und ihnen Zeit zu wid­men, vor allem, wenn sie sich ent­fernt haben und den Sinn der geist­li­chen Vater­schaft des Bischofs ver­ges­sen haben oder den­ken, kei­nen Bedarf zu haben. Ein ein­fa­ches, wah­res und brü­der­li­ches Gespräch ermög­licht oft einen Neustart.

Ihr habt die not­wen­di­ge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Prie­stern und Lai­en ent­fal­tet. Die Sen­dung der Lai­en in der Kir­che hat in der Tat einen bedeu­ten­den Stel­len­wert, denn sie tra­gen zum Leben der Pfar­rei­en und der kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen bei, sei es als haupt­amt­li­che oder ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­ter. Es ist gut, ihr Enga­ge­ment zu wür­di­gen und zu unter­stüt­zen, aller­dings unter kla­rer Wah­rung des Unter­schieds zwi­schen dem gemein­sa­men Prie­ster­tum der Gläu­bi­gen und dem Prie­ster­tum des Dien­stes. In die­sem Punkt ermu­ti­ge ich Euch, die Bil­dung der Getauf­ten hin­sicht­lich der Glau­bens­wahr­hei­ten und ihrer Bedeu­tung für das lit­ur­gi­sche, pfarr­li­che, fami­liä­re und gesell­schaft­li­che Leben wei­ter­zu­füh­ren und die Mit­ar­bei­ter sorg­fäl­tig aus­zu­wäh­len. So ermög­licht Ihr den Lai­en, sich tat­säch­lich in der Kir­che ein­zu­glie­dern, in ihr ihren Platz ein­zu­neh­men und die emp­fan­ge­ne Tauf­gna­de frucht­bar zu machen, um gemein­sam der Hei­lig­keit ent­ge­gen­zu­ge­hen und zum Wohl aller zu wirken.

Die vom Herrn emp­fan­ge­ne Sen­dung lädt uns auch ein, auf die zuzu­ge­hen, mit denen wir in Kon­takt kom­men, selbst wenn sie sich in ihrer Kul­tur, ihrem reli­giö­sen Bekennt­nis oder ihrem Glau­ben von uns unter­schei­den. Wenn wir an das freie und groß­zü­gi­ge Wir­ken des Gei­stes glau­ben, kön­nen wir ein­an­der gut ver­ste­hen und zusam­men­ar­bei­ten, um der Gesell­schaft bes­ser zu die­nen und ent­schlos­sen zum Frie­den bei­zu­tra­gen. Die Öku­me­ne ist ein Bei­trag nicht nur zur Ein­heit der Kir­che, son­dern auch zur Ein­heit der Mensch­heits­fa­mi­lie (vgl. Evan­ge­lii gau­di­um, 245). Sie begün­stigt ein frucht­ba­res, fried­fer­ti­ges und brü­der­li­ches Zusam­men­le­ben. Im Gebet und in der gemein­sa­men Ver­kün­di­gung Jesu, des Herrn, müs­sen wir aller­dings dar­auf ach­ten, den Gläu­bi­gen jeder christ­li­chen Kon­fes­si­on zu erlau­ben, ihren Glau­ben unmiss­ver­ständ­lich und frei von Ver­wechs­lung zu leben und ohne die Unter­schie­de auf Kosten der Wahr­heit weg­zu­re­tu­schie­ren. Wenn wir zum Bei­spiel unter dem Vor­wand eines gewis­sen Ent­ge­gen­kom­mens unse­ren eucha­ri­sti­schen Glau­ben ver­ber­gen müs­sen, dann neh­men wir weder unse­ren eige­nen Schatz noch unse­re Gesprächs­part­ner genü­gend ernst. Eben­so muss in den Schu­len der Reli­gi­ons­un­ter­richt die Beson­der­hei­ten jeder Kon­fes­si­on berücksichtigen.

Ich ermu­ti­ge Euch auch, ein gemein­sa­mes deut­li­ches Wort zu den Pro­ble­men der Gesell­schaft zu sagen, in einem Moment, in dem man­che Men­schen – sogar inner­halb der Kir­che – ver­sucht sind, vom Rea­lis­mus der sozia­len Dimen­si­on des Evan­ge­li­ums abzu­se­hen (vgl. Evan­ge­lii gau­di­um, 88). Das Evan­ge­li­um besitzt sei­ne eige­ne, ursprüng­li­che Kraft, Vor­schlä­ge zu machen. Uns obliegt es, es in sei­nem vol­len Umfang zu prä­sen­tie­ren, es zugäng­lich zu machen, ohne sei­ne Schön­heit zu trü­ben, noch sei­nen Anreiz zu schwä­chen, damit es die Men­schen erreicht, die sich mit den Schwie­rig­kei­ten des All­tags­le­bens aus­ein­an­der­set­zen müs­sen, die nach dem Sinn ihres Lebens suchen oder die sich von der Kir­che ent­fernt haben. Ent­täuscht oder auf sich gestellt las­sen sie sich von Denk­wei­sen ver­füh­ren, die ganz bewusst die tran­szen­den­te Dimen­si­on des Men­schen, des Lebens und der mensch­li­chen Bezie­hun­gen leug­nen, beson­ders ange­sichts des Lei­dens und des Todes. Das Zeug­nis der Chri­sten und der Pfarr­ge­mein­den kann ihren Weg wirk­lich erhel­len und ihr Stre­ben nach Glück unter­stüt­zen. Und so kann die Kir­che in der Schweiz deut­li­cher sie selbst sein, Leib Chri­sti und Volk Got­tes, und nicht nur eine schö­ne Orga­ni­sa­ti­on, eine wei­te­re NGO.

Außer­dem ist es wich­tig, dass die Bezie­hun­gen zwi­schen der Kir­che und den Kan­to­nen ruhig wei­ter­ge­führt wer­den. Ihr Reich­tum liegt in einer beson­de­ren Zusam­men­ar­beit sowie in der Vor­ge­ge­ben­heit der Wer­te des Evan­ge­li­ums im Leben der Gesell­schaft und in den Bür­ger­ent­schei­den. Die Beson­der­heit die­ser Bezie­hun­gen hat jedoch eine Refle­xi­on erfor­dert, die vor meh­re­ren Jah­ren begon­nen hat, um den Unter­schied der Funk­tio­nen zwi­schen den Kör­per­schaf­ten und den Struk­tu­ren der katho­li­schen Kir­che zu bewah­ren. Das Vade­me­cum, das zur­zeit in die Tat umge­setzt wird, ist ein wei­te­rer Schritt auf dem Weg der Klä­rung und der Ver­stän­di­gung. Obwohl die Moda­li­tä­ten der Anwen­dung von Diö­ze­se zu Diö­ze­se unter­schied­lich sind, wird eine gemein­sa­me Arbeit Euch hel­fen, bes­ser mit den kan­to­na­len Insti­tu­tio­nen zusam­men­zu­ar­bei­ten. Wenn die Kir­che ver­mei­det, von Ein­rich­tun­gen abzu­hän­gen, die durch wirt­schaft­li­che Mit­tel einen Stil des Lebens auf­er­le­gen könn­ten, der wenig mit Chri­stus, der arm wur­de, kohä­rent ist, wird sie in ihren Struk­tu­ren das Evan­ge­li­um bes­ser sicht­bar wer­den lassen.

Lie­be Brü­der, die Kir­che hat ihren Ursprung in Pfing­sten. Zu Pfing­sten gin­gen die Apo­stel hin­aus und began­nen in allen Spra­chen zu reden und konn­ten so durch die Kraft des Hei­li­gen Gei­stes allen Men­schen ihren leben­di­gen Glau­ben an den auf­er­stan­de­nen Chri­stus kund­tun. Der Erlö­ser lädt uns immer wie­der neu ein, allen das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den. Man muss die gute Nach­richt ver­kün­den und darf sich nicht den Lau­nen der Men­schen beu­gen. Oft mühen wir uns zu ant­wor­ten, ohne zu bemer­ken, dass unse­re Gesprächs­part­ner gar kei­ne Ant­wor­ten suchen. Man muss ver­kün­di­gen, ent­ge­gen­ge­hen, die Fra­gen stel­len in der nie über­hol­ten apo­sto­li­schen Sicht: »Die­sen Jesus hat Gott auf­er­weckt, dafür sind wir Zeu­gen« (Apg 2,32).

Ich ver­si­che­re Euch mein Gebet für Euch, für Eure Prie­ster und Eure Diö­ze­sa­nen. Ich wün­sche Euch, eif­rig und gedul­dig das Feld Got­tes zu bebau­en, dabei die Lei­den­schaft für die Wahr­heit zu bewah­ren, und ermu­ti­ge Euch, alle gemein­sam ent­schlos­sen zu han­deln. Der seli­gen Jung­frau Maria und der Für­spra­che des hei­li­gen Niklaus von Flüe sowie des hei­li­gen Mau­ri­ti­us und sei­ner Gefähr­ten ver­traue ich die Zukunft der Evan­ge­li­sie­rung in Eurem Land an. Von gan­zem Her­zen ertei­le ich Euch den Apo­sto­li­schen Segen, und brü­der­lich bit­te ich Euch, nicht zu ver­ges­sen, für mich zu beten.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Radio Vatikan

10 Kommentare

  1. In der Schweiz ver­su­chen aktu­ell libe­ra­le Bischö­fe wie Büchel ( St. Gal­len) und Gmür ( Base l )sowie „Wir sind Kir­che“ gei­stig Umnach­te­te den tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Bischof Huon­der „ins Abseits“ zu stel­len, um ihre wind­schie­fen „zeit­ge­mä­ssen“ Ansich­ten durch­zu­drücken. Dies dürf­te ihnen zumin­dest vor­läu­fig miss­lun­gen sein. 

    Ein der hl. Tra­di­ti­on ver­bun­de­ner hw Prie­ster hat noch zu Zei­ten des dam. Bischof Koch das Bis­tum Basel in der Rang­fol­ge knapp hin­ter dem Bis­tum St. Gal­len gesetzt.
    Letz­te­res als „gröss­ten Sau­stall“, dicht gefolgt vom Bis­tum Basel, heu­te unter Bischof Gmür.
    Aus einem offe­nen Brief an Bischof Gmür:
    -
    „Als Bischof unse­res römisch-katho­li­schen Bis­tums haben Sie die Auf­ga­be über­nom­men und sich ver­pflich­tet, die Leh­re der Kir­che zu ver­kün­den, zu erklä­ren und gege­be­nen­falls zu ver­tei­di­gen, und nicht die­je­ni­ge Ihrer Hoftheologen.“
    [….]
    „Wie ein­gangs erwähnt, sind Sie dazu bestellt, die­se Leh­re zu erklä­ren und zu ver­tei­di­gen, nicht sie zu hin­ter­fra­gen. (Streit­fra­gen in der Kir­che müs­sen unter Theo­lo­gen ernst­haft aus­dis­ku­tiert und durch das Lehr­amt ent­schie­den wer­den, nicht durch Mehr­heits­be­schlüs­se der – oft mani­pu­lier­ba­ren – Mas­se.) Von uns ein­fa­chen Gläu­bi­gen wird erwar­tet, dass wir not­falls unse­re Treue zur Leh­rer unse­res Herrn, wie unse­re Kir­che sie uns zu glau­ben vor­legt, mit unse­rem Blut bezeu­gen. Wie sol­len wir dazu fähig wer­den, wenn unse­re Bischö­fe es nicht ein­mal wagen, dem Main­stream und sei­nen Dog­men offen ent­ge­gen zu treten?“

    • Defen­dor scheint sich das Recht anzu­mas­sen, alles und jedes, was in der KK nicht sei­nem Gusto ent­spricht, als ver­werf­lich, unka­tho­lisch und häre­tisch anpran­gern zu dür­fen. Es ist reich­lich unver­schämt, Leu­te für gei­stig umnach­tet zu halten,die sich erlau­ben, unsern Bischof Huon­der zu kri­ti­sie­ren. Die­ser Mann hat es vor allem sich selbst zuzu­schrei­ben, dass er sich beim Kir­chen­volk weit­her­um in die Nes­seln gesetzt hat. Wer glaubt, sich heu­te noch wie ein Kir­chen­fürst von anno dazu­mal auf­spie­len zu kön­nen, und gross­spu­rig von sich zu sagen: “
      „Ich bin der Bischof und ich habe das Sagen“
      und sich damit jeden Wider­spruch ver­bit­tet, darf sich nicht wun­dern, wenn er damit
      auf Ableh­nung stösst. Wäre er klug, hät­te er aus den Feh­lern von Bischof Haas gelernt, der einst das­sel­be ver­such­te, sich dabei wie ein Ele­fant im Por­zel­lan­la­den benahm, sodass er von JP II schliess­lich nach Vaduz weg­be­för­dert wer­den musste.
      Ein Bischof, der sich hin­ter den dicken Mau­ern sei­ner Resi­denz ver­steckt, offen­bar nur den Kate­chis­mus und das Kano­ni­sche Recht kennt, und vom nor­ma­len All­tags­le­ben der Gläu­bi­gen nur wenig Ahnung hat, soll­te sich fra­gen, wie und wo er sei­ne Gläu­bi­gen abho­len soll, wenn er ihr Ver­trau­en gewin­nen will. Selbst Schwei­zer hät­te er über­dies wis­sen müs­sen, dass Macht­ar­ro­ganz hier­zu­lan­de beim Bür­ger schlecht ankommt. Das 2. Vati­ka­num hat uns Lai­en für mün­dig erklärt, und als sol­che möch­ten wir auch akzep­tiert und respek­tiert wer­den. Wir brau­chen kei­ne selbst­herr­li­chen Hir­ten, die uns wie dum­me Scha­fe von einem Hir­ten­hund hier­hin oder dort­hin trei­ben las­sen. Ent­we­der Bischof Huon­der und sein Vize Mar­tin Gricht­ing kapie­ren das, oder sie sind im Bis­tum Chur am fal­schen Platz. Die staats­kirch­li­che Ord­nung, wie sie in eini­gen Kan­to­nen seit rund fünf­zig Jah­ren exi­stiert, hat sich bewährt, und als sie ein­ge­führt wur­de, waren auch die Bischö­fe damit zufrie­den, nicht zuletzt, weil sie finan­zi­ell davon pro­fi­tie­ren. Wer heu­te wie die Her­ren Huon­der und Gricht­ing ver­ächt­lich dar­über die Nase rümpft, aber bis­her nicht bereit scheint auf den eige­nen Anteil ver­zich­ten zu wol­len, kann nicht erwar­ten, vom Kir­chen­volk ernst genom­men zu werden.

      • Ihre bös­ar­ti­gen und dreist-fre­chen Attacken auf Bischof Dr. Vitus Huon­der ent­lar­ven wel­chen Gei­stes Kind Sie sind.

      • G.Plutschow@:
        Nun leh­nen Sie sich hier nicht zu weit als Komi­ker aus dem Fen­ster. Es steht Ihnen gar nicht zu, gross­spu­rig Paro­len zu schwin­gen, denn: In einem ihrer State­ments haben Sie doch sogar rotz­frech Jesus gelä­stert, indem Sie hier schrie­ben: „…wenn Jesus das so gasagt haben soll, dann hat Er (Jesus) den Mund aber zu voll genom­men“. Strei­ten Sie’s doch nicht ab. Sie sind ein Troll. Also trol­len Sie sich end­lich weg und hal­tens ihren gro­ssen Mund.

    • ich möch­te wie­der­um Ihnen ganz herz­lich dan­ken für Ihre abso­lu­te Kir­chen­treue und Ihre Uner­schrocken­heit vor dem Toben der Höl­le und deren Auf­merk­sam­kei­ten-die­se haben die Fein­de der hl.Kirche stets dabe i.SE Bischof Huon­der ist ein leuch­ten­der Hir­te in einer angrif­fi­gen und teuf­li­schen Welt, der sich zurück­hält, aber mutig zur Sache steht, das depo­si­tum fidei zu wah­ren und zu verkünden.Wenn wir beden­ken wie viel Häme und Miss­ach­tung sei­tens der Medi­en und Usur­pa­to­ren über ihn aus­ge­gos­sen wur­de und wird.Da kön­nen wir nur sagen: wir sind in die­ser Welt, doch nicht von die­ser Welt, wären wir von die­ser Welt wür­de die Welt uns lie­ben, doch sind wir nicht von die­ser Welt so wird die Welt uns has­sen wie sie mich( den Herrn) gehasst haben.
      Beten wir beson­ders innig im Blick auf den hohen Fei­er­tag der Imma­cu­la­ta-sie möge der alten Schlan­ge den Kopf zer­tre­ten und den Hoch­wür­dig­sten Herrn Huon­der beschir­men und beschüt­zen-ad mul­tos adhuc annos-zu den Auf­merk­sam­kei­ten der Höl­le aber: fugi­te par­tes adver­sae qui a vicit Leo de tri­bu juda Chri­stus Domi­nus noster!

  2. Vie­les rich­tig und gut gesagt. Den­noch las­sen eini­ge wich­ti­ge Äuße­run­gen von Papst Fran­zis­kus wie­der­um Zwei­fel wach­sen, weil er selbst die­se Zwei­fel sät.

    Sei­ne Sät­ze zur sog. Öku­me­ne sind nicht wirk­lich dien­lich. Er stärkt die Schwei­zer Bischö­fe und Gläu­bi­gen kei­nes­wegs, son­dern stif­tet wie so häu­fig Ver­wir­rung. Er bedient sich teil­wei­se der Rede­wei­se und Ter­mi­ni einer Sozio­lo­gie, die längst die Wahr­heits­fra­ge ad acta gelegt hat.

    Sei­ne Äuße­run­gen zum Islam in sei­ner Enzy­kli­ka wie auch das unse­li­ge Doku­ment Nostra Aeta­te zu den Mos­lems ver­ste­hen die­se eben nicht als Bei­trag zu „brü­der­li­chem und fried­fer­ti­gen Zusam­men­le­ben“, son­dern fas­sen die­se Aus­sa­gen als Bedro­hung auf. Des­we­gen sind Chri­sten in den isla­mi­schen Län­dern auch ihren Attacken schutz­los aus­ge­lie­fert. Gäbe es die­se Anbie­de­rung sei­tens der Kir­che nicht, gäbe es die­se Mor­de und Plün­de­run­gen so nicht m.Er.

    Er bezieht sich auf sich selbst, läßt aber das grund­le­gen­de päpst­li­che Dol­ku­ment zur Öku­me­ne aus dem Jah­re 2000 „Domi­nus Iesus“ völ­lig außer acht.

  3. Die Hir­ten kön­nen geschla­gen und die Her­de kann zer­streut wer­den, aber das bedeu­tet nicht das Ende der Kir­che Got­tes, denn die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­win­den. Zur Kir­che, zum Leib Chri­sti, gehö­ren alle wahr­haft Gläu­bi­gen, und die­se sind mit ihrem Haupt, Jesus Chri­stus, ver­bun­den, ob mit oder ohne Hir­ten. Es sind die Reben am Wein­stock, die Frucht brin­gen und frucht­brin­gend den Vater im Him­mel ehren.

  4. Mit den Hir­ten meint Papst Fran­zis­kus natür­lich sich selbst und die ihm fol­gen­den Kle­ri­ker — gleich was er lehrt und tut. Die­se Fra­ge stellt er erst gar nicht, dass die Gläu­bi­gen vor die Ent­schei­dung gestellt sein kön­nen, Gott mehr zu gehor­chen als Men­schen –zum Bei­spiel wenn Hir­ten ihre Scha­fe in den Glau­bens­ab­fall füh­ren wol­len. Auch ein Stell­ver­tre­ter Got­tes bleibt ein Mensch, da kann er sich noch soviel anstrengen.

    • Leo Laemmlein@
      Sie haben es rich­tig erkannt. Wobei die Lage dadurch noch sehr anstren­gend wird, weil Trol­le und Que­ru­lan­ten wie ein G.Plutschow ihre desa­strö­sen Ergüs­se im Dien­ste eben die­ser oben genann­ten Kir­chen-Destroy­er, gleich einer aus­ge­drücken Senf­tu­be, ablas­sen zu geben meinen!

      • Lie­ber Leo­ne, ob Herr oder Frau ist dabei nicht klar, das kommt davon, wenn man sich hin­ter einem Pseud­onym ver­steckt; weil es sich so leich­ter pole­mi­sie­ren lässt. Es stört mich nicht, dass Sie mich als Troll bezeichnen,
        schliess­lich gel­ten die ja zumin­dest teil­wei­se als lie­bens­wer­te Fabel­we­sen, was man von Ihnen wohl kaum behaup­ten kann. Nun wie dem auch sei, ich glau­be nicht, dass sich mit Ihrer Pole­mik gegen Leu­te die Sie abschät­zig als Kir­chen-Destroyan­ten bezeich­nen, die anste­hen­den inner­kirch­li­chen Pro­ble­me aus der Welt schaf­fen las­sen. Bei die­sen Men­schen han­delt es sich ja vor allem um kirch­li­ches Front­per­so­nal, das mit der Lebens­wirk­lich­keit der Basis direkt kon­fron­tiert ist, weit mehr als die Bischö­fe, die es sich offen­bar lei­sten kön­nen, das Hohe­lied der rei­nen Leh­re anzu­stim­men, ohne dar­über nach­den­ken zu müs­sen, was das Kir­chen­volk damit anfan­gen soll, das mit Schei­dungs­ra­ten von 50% und mehr kon­fron­tiert ist, sich mit so irdi­schen Fra­gen wie ernäh­re ich mei­ne Kin­der, las­se sie aus­bil­den, wie bezah­le ich Mie­ten, Kran­ken­kas­se etc. mit den wenig bis kaum noch stei­gen­den Löh­nen. Wer selbst im Glas­haus sitzt, soll­te kei­ne Stei­ne schmei­ssen, denn die hohe Geistlch­keit lebt zumeist in mehr als gut gesi­cher­ten Ver­hält­nis­sen, und braucht sich über der­lei irdi­sche ‚Bana­li­tä­ten‘ kaum Sor­gen zu machen. Wer Abtrei­bung ver­dammt, soll­te sich viel­leicht auch über deren Hin­ter­grün­de Gedan­ken machen, denn leicht­fer­tig wer­den sich nur sel­ten Frau­en dazu ent­schlie­ssen.. JP II rei­ste an sämt­li­che Enden der Welt, um gegen Pille,
        Kon­dom und gegen Abtrei­bung zu wet­tern, aber dabei geflis­sent­lich über­sah, dass sein gut katho­li­sches Polen zur sozia­li­sti­schen Zeit eine der höch­sten Abtrei­bungs­ra­ten in Euro­pa aufwies.

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