Rede von Papst Franziskus an das Europäische Parlament

Papst Franziskus im Europäischen Parlament
Papst Fran­zis­kus vor dem Euro­päi­schen Par­la­ment

(Straß­burg) Papst Fran­zis­kus sprach am heu­ti­gen Vor­mit­tag vor dem Euro­päi­schen Par­la­ment in Straß­burg. Par­la­ments­prä­si­dent Mar­tin Schulz begrüß­te das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt mit beton­ter Herz­lich­keit. Nach der Anspra­che an die Voll­ver­samm­lung der Euro­päi­schen Bischofs­kon­fe­renz am 3. Okto­ber han­del­te es sich inner­halb kur­zer Zeit um die zwei­te Anspra­che des Pap­stes über Euro­pa. Die Links­frak­tio­nen beschränk­ten sich wäh­rend der Anspra­che auf Höf­lich­keits­ap­plaus. Kräf­ti­ge Zustim­mung fand dort der Auf­ruf des Pap­stes, das Mit­tel­meer dür­fe im Zusam­men­hang mit der „Migra­ti­ons­fra­ge“ nicht zu einem „gro­ßen Fried­hof“ wer­den. Homo­se­xu­el­le Abge­ord­ne­te auf der Lin­ken demon­strier­ten durch das Tra­gen von Gir­lan­den in den Homo-Far­ben. Den Schluß­ap­plaus spen­de­ten die Abge­or­den­ten aller Frak­tio­nen ste­hend. Der Besuch ver­lief ohne Zwi­schen­fäl­le.

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Ansprache von Papst Franziskus
an die Abgeordneten des Europäischen Parlament

Straß­burg
25. Novem­ber 2014

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Herr Prä­si­dent, mei­ne Damen und Her­ren Vize­prä­si­den­ten,
ver­ehr­te Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te
und alle, die in den ver­schie­de­nen Arbeits­be­rei­chen die­ser Ein­rich­tung tätig sind,
lie­be Freun­de,

ich dan­ke Ihnen für die Ein­la­dung, vor die­ser Insti­tu­ti­on, die für das Leben der Euro­päi­schen Uni­on grund­le­gend ist, das Wort zu ergrei­fen, und für die Gele­gen­heit, die Sie mir bie­ten, mich über Sie an die über fünf­hun­dert Mil­lio­nen Bür­ger zu wen­den, die Sie in den 28 Mit­glieds­staa­ten ver­tre­ten. Mei­nen beson­de­ren Dank möch­te ich Ihnen, Herr Par­la­ments­prä­si­dent, aus­drücken für die freund­li­chen Wor­te, mit denen Sie mich im Namen aller Mit­glie­der der Ver­samm­lung will­kom­men gehei­ßen haben.

Mein Besuch fin­det in einem zeit­li­chen Abstand von mehr als einem Vier­tel­jahr­hun­dert nach dem von Papst Johan­nes Paul II. statt. Vie­les hat sich seit jenen Tagen in Euro­pa und in der gan­zen Welt ver­än­dert. Es exi­stie­ren nicht mehr die gegen­sätz­li­chen Blöcke, die damals den Kon­ti­nent in zwei Tei­le teil­ten, und lang­sam erfüllt sich der Wunsch, dass „Euro­pa sich sou­ve­rän freie Insti­tu­tio­nen gibt und eines Tages sich in die Dimen­sio­nen ent­fal­ten kann, die die Geo­gra­fie und mehr noch die Geschich­te ihm gege­ben haben“. (Johan­nes Paul II., Anspra­che an das Euro­pa­par­la­ment, 11. Okto­ber 1988, 5.)

Neben einer weit­räu­mi­ge­ren Euro­päi­schen Uni­on gibt es auch eine Welt, die kom­ple­xer gewor­den und stark in Bewe­gung ist. Eine Welt, die immer stär­ker ver­netzt und glo­bal und daher auch immer weni­ger „euro­zen­trisch“ ist. Einer aus­ge­dehn­te­ren, ein­fluss­rei­che­ren Uni­on scheint sich jedoch das Bild eines etwas geal­ter­ten und erdrück­ten Euro­pas zuzu­ge­sel­len, das dazu neigt, sich in einem Kon­text, der es oft nüch­tern, miss­trau­isch und manch­mal sogar arg­wöh­nisch betrach­tet, weni­ger als Prot­ago­nist zu füh­len.

Indem ich mich heu­te an Sie wen­de, möch­te ich auf­grund mei­ner Beru­fung zum Hir­ten an alle euro­päi­schen Bür­ger eine Bot­schaft der Hoff­nung und der Ermu­ti­gung rich­ten.

Eine Bot­schaft der Hoff­nung, die auf der Zuver­sicht beruht, dass die Schwie­rig­kei­ten zu macht­vol­len För­de­rern der Ein­heit wer­den kön­nen, um alle Äng­ste zu über­win­den, die Euro­pa – gemein­sam mit der gan­zen Welt – durch­lebt. Eine Hoff­nung auf den Herrn, der das Böse in Gutes und den Tod in Leben ver­wan­delt.

Eine Ermu­ti­gung, zur festen Über­zeu­gung der Grün­dungs­vä­ter der euro­päi­schen Uni­on zurück­zu­keh­ren, die sich eine Zukunft wünsch­ten, die auf der Fähig­keit basiert, gemein­sam zu arbei­ten, um die Tei­lun­gen zu über­win­den und den Frie­den und die Gemein­schaft unter allen Völ­kern des Kon­ti­nen­tes zu för­dern. Im Mit­tel­punkt die­ses ehr­gei­zi­gen poli­ti­schen Pla­nes stand das Ver­trau­en auf den Men­schen, und zwar weni­ger als Bür­ger und auch nicht als wirt­schaft­li­ches Sub­jekt, son­dern auf den Men­schen als eine mit tran­szen­den­ter Wür­de begab­te Per­son.

Es liegt mir vor allem dar­an, die enge Ver­bin­dung her­vor­zu­he­ben, die zwi­schen die­sen bei­den Wor­ten besteht: „Wür­de“ und „tran­szen­dent“.

Die „Wür­de“ ist das Schlüs­sel­wort, das den Auf­schwung der zwei­ten Nach­kriegs­zeit cha­rak­te­ri­siert hat. Unse­re jün­ge­re Geschich­te zeich­net sich dadurch aus, dass die För­de­rung der Men­schen­wür­de zwei­fel­los ein zen­tra­les Anlie­gen war gegen die viel­fäl­ti­ge Gewalt und die Dis­kri­mi­nie­run­gen, an denen es im Lau­fe der Jahr­hun­der­te auch in Euro­pa nicht gefehlt hat. Das Wahr­neh­mungs­ver­mö­gen für die Bedeu­tung der Men­schen­rech­te ent­steht gera­de als Ergeb­nis eines lan­gen, auch aus man­nig­fa­chen Lei­den und Opfern bestehen­den Weges, der dazu bei­getra­gen hat, das Bewusst­sein für die Kost­bar­keit, Ein­zig­keit und Unwie­der­hol­bar­keit jedes ein­zel­nen Men­schen her­an­zu­bil­den. Die­ses kul­tu­rel­le Bewusst­sein hat sei­ne Grund­la­ge nicht nur in den Ereig­nis­sen der Geschich­te, son­dern vor allem im euro­päi­schen Den­ken, das gekenn­zeich­net ist durch ein reich­hal­ti­ges Zusam­men­flie­ßen, des­sen viel­fäl­ti­ge, weit zurück­lie­gen­de Quell­grün­de „aus Grie­chen­land und aus Rom, aus kel­ti­schem, ger­ma­ni­schem und sla­wi­schem Boden und aus dem Chri­sten­tum [stam­men], das sie tief geprägt hat“ (Johan­nes Paul II., Anspra­che an die Par­la­men­ta­ri­sche Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes, Straß­burg, 8. Okto­ber 1988, 3.) und so zu der Idee der „Per­son“ führ­te.

Heu­te spielt die För­de­rung der Men­schen­rech­te eine zen­tra­le Rol­le im Enga­ge­ment der Euro­päi­schen Uni­on, mit dem Ziel, die Wür­de der Per­son zu stüt­zen, sowohl inner­halb Euro­pas als auch in der Bezie­hung zu den ande­ren Län­dern. Es han­delt sich um ein wich­ti­ges und bewun­derns­wer­tes Enga­ge­ment, denn es bestehen immer noch zu vie­le Situa­tio­nen, in denen Men­schen wie Objek­te behan­delt wer­den, deren Emp­fäng­nis, Gestal­tung und Brauch­bar­keit man pro­gram­mie­ren und sie dann weg­wer­fen kann, wenn sie nicht mehr nütz­lich sind, weil sie schwach, krank oder alt gewor­den sind.

In der Tat, wel­che Wür­de besteht, wenn die Mög­lich­keit fehlt, frei die eige­ne Mei­nung zu äußern oder ohne Zwang den eige­nen Glau­ben zu beken­nen? Wel­che Wür­de ist mög­lich ohne einen kla­ren juri­sti­schen Rah­men, der die Gewalt­herr­schaft begrenzt und das Gesetz über die Tyran­nei der Macht sie­gen lässt? Wel­che Wür­de kann jemals ein Mensch haben, der zum Gegen­stand von Dis­kri­mi­nie­rung aller Art gemacht wird? Wel­che Wür­de soll jemals einer fin­den, der kei­ne Nah­rung bzw. das Aller­not­wen­dig­ste zum Leben hat und – schlim­mer noch – dem die Arbeit fehlt, die ihm Wür­de ver­leiht?

Die Wür­de des Men­schen zu för­dern, bedeu­tet anzu­er­ken­nen, dass er unver­äu­ßer­li­che Rech­te besitzt, deren er nicht nach Belie­ben und noch weni­ger zugun­sten wirt­schaft­li­cher Inter­es­sen von irgend­je­man­dem beraubt wer­den kann.

Man muss aber Acht geben, nicht Miss­ver­ständ­nis­sen zu ver­fal­len, die aus einem fal­schen Ver­ständ­nis des Begrif­fes Men­schen­rech­te und deren wider­sin­ni­gem Gebrauch her­vor­ge­hen. Es gibt näm­lich heu­te die Ten­denz zu einer immer wei­ter rei­chen­den Bean­spru­chung der indi­vi­du­el­len Rech­te, hin­ter der sich ein aus jedem sozia­len und anthro­po­lo­gi­schen Zusam­men­hang her­aus­ge­lö­stes Bild des Men­schen ver­birgt, der gleich­sam als „Mona­de“ (μονάς) zuneh­mend unsen­si­bel wird für die ande­ren „Mona­den“ in sei­ner Umge­bung. Mit der Vor­stel­lung des Rech­tes scheint die eben­so wesent­li­che und ergän­zen­de der Pflicht nicht mehr ver­bun­den zu sein, so dass man schließ­lich die Rech­te des Ein­zel­nen behaup­tet, ohne zu berück­sich­ti­gen, dass jeder Mensch in einen sozia­len Kon­text ein­ge­bun­den ist, in dem sei­ne Rech­te und Pflich­ten mit denen der ande­ren und zum Gemein­wohl der Gesell­schaft selbst ver­knüpft sind.

Ich mei­ne daher, dass es über­aus wich­tig ist, heu­te eine Kul­tur der Men­schen­rech­te zu ver­tie­fen, die wei­se die indi­vi­du­el­le, oder bes­ser die per­sön­li­che Dimen­si­on mit der des Gemein­wohls – mit jenem „’Wir alle’, das aus Ein­zel­nen, Fami­li­en und klei­ne­ren Grup­pen gebil­det wird, die sich zu einer sozia­len Gemein­schaft zusam­men­schlie­ßen“ (Bene­dikt XVI., Enzy­kli­ka Cari­tas in veri­ta­te, 7; vgl. Zwei­tes Vati­ka­ni­sches Kon­zil, Past. Konst. Gau­di­um et spes, 26.) – zu ver­bin­den ver­steht. Wenn näm­lich das Recht eines jeden nicht har­mo­nisch auf das grö­ße­re Wohl hin aus­ge­rich­tet ist, wird es schließ­lich als unbe­grenzt auf­ge­fasst und damit zur Quel­le von Kon­flik­ten und Gewalt.

Von der tran­szen­den­ten Wür­de des Men­schen zu spre­chen, bedeu­tet also, sich auf sei­ne Natur zu beru­fen, auf sei­ne ange­bo­re­ne Fähig­keit, Gut und Böse zu unter­schei­den, auf jenen „Kom­pass“, der in unse­re Her­zen ein­ge­schrie­ben ist und den Gott dem geschaf­fe­nen Uni­ver­sum ein­ge­prägt hat. (Vgl. Kom­pen­di­um der Sozi­al­leh­re der Kir­che, 37.) Vor allem bedeu­tet es, den Men­schen nicht als ein Abso­lu­tes zu betrach­ten, son­dern als ein rela­tio­na­les Wesen. Eine der Krank­hei­ten, die ich heu­te in Euro­pa am mei­sten ver­brei­tet sehe, ist die beson­de­re Ein­sam­keit des­sen, der kei­ne Bin­dun­gen hat. Das wird spe­zi­ell sicht­bar bei den alten Men­schen, die oft ihrem Schick­sal über­las­sen sind, wie auch bei den Jugend­li­chen, die kei­ne Bezugs­punk­te und kei­ne Zukunfts-Chan­cen haben; es wird sicht­bar bei den vie­len Armen, die unse­re Städ­te bevöl­kern; es wird sicht­bar in dem ver­lo­re­nen Blick der Migran­ten, die hier­her­ge­kom­men sind, auf der Suche nach einer bes­se­ren Zukunft.

Die­se Ein­sam­keit ist dann durch die Wirt­schafts­kri­se ver­schärft wor­den, deren Wir­kun­gen noch andau­ern mit Kon­se­quen­zen, die unter gesell­schaft­li­chem Gesichts­punkt dra­ma­tisch sind. Zudem kann man fest­stel­len, dass im Lau­fe der letz­ten Jah­re mit dem Pro­zess der Erwei­te­rung der Euro­päi­schen Uni­on eine Stei­ge­rung des Miss­trau­ens der Bür­ger gegen­über Insti­tu­tio­nen ein­her­geht, die als fern betrach­tet wer­den, damit beschäf­tigt, Regeln auf­zu­stel­len, die als weit­ab von der Sen­si­bi­li­tät der ein­zel­nen Völ­ker, wenn nicht sogar als schäd­lich wahr­ge­nom­men wer­den. Von meh­re­ren Sei­ten aus gewinnt man den Gesamt­ein­druck der Müdig­keit und der Alte­rung, die Impres­si­on eines Euro­pas, das Groß­mutter und nicht mehr frucht­bar und leben­dig ist. Dem­nach schei­nen die gro­ßen Idea­le, die Euro­pa inspi­riert haben, ihre Anzie­hungs­kraft ver­lo­ren zu haben zugun­sten von büro­kra­ti­schen Ver­wal­tungs­ap­pa­ra­ten sei­ner Insti­tu­tio­nen.

Dazu kom­men eini­ge etwas ego­isti­sche Lebens­sti­le, die durch einen mitt­ler­wei­le unhalt­ba­ren Über­fluss gekenn­zeich­net und oft ihrer Umge­bung, vor allem den Ärm­sten gegen­über gleich­gül­tig sind. Mit Bedau­ern ist fest­zu­stel­len, dass im Mit­tel­punkt der poli­ti­schen Debat­te tech­ni­sche und wirt­schaft­li­che Fra­gen vor­herr­schen auf Kosten einer authen­ti­schen anthro­po­lo­gi­schen Ori­en­tie­rung. (Vgl. Evan­ge­lii gau­di­um, 55.) Der Mensch ist in Gefahr, zu einem blo­ßen Räder­werk in einem Mecha­nis­mus her­ab­ge­wür­digt zu wer­den, der ihn nach dem Maß eines zu gebrau­chen­den Kon­sum­gu­tes behan­delt, so dass er – wie wir lei­der oft beob­ach­ten – wenn das Leben die­sem Mecha­nis­mus nicht mehr zweck­dien­lich ist, ohne viel Beden­ken aus­ge­son­dert wird, wie im Fall der Kran­ken im End­sta­di­um, der ver­las­se­nen Alten ohne Pfle­ge oder der Kin­der, die vor der Geburt getö­tet wer­den.

Es ist das gro­ße Miss­ver­ständ­nis, das geschieht, „wenn sich die Ver­ab­so­lu­tie­rung der Tech­nik durch­setzt“, (Bene­dikt XVI., Cari­tas in veri­ta­te, 71.) die schließ­lich zu einer »Ver­wechs­lung von Zie­len und Mit­teln“ (Ebd.) führt. Das ist ein unver­meid­li­ches Ergeb­nis der „Weg­werf-Kul­tur“ und des „hem­mungs­lo­sen Kon­su­mis­mus“. Dage­gen bedeu­tet die Men­schen­wür­de zu behaup­ten, die Kost­bar­keit des mensch­li­chen Lebens zu erken­nen, das uns unent­gelt­lich geschenkt ist und des­halb nicht Gegen­stand von Tausch oder Ver­kauf sein kann. Sie sind in Ihrer Beru­fung als Par­la­men­ta­ri­er auch zu einer gro­ßen Auf­ga­be aus­er­se­hen, die viel­leicht unnütz erschei­nen mag: sich der Gebrech­lich­keit der Völ­ker und der ein­zel­nen Men­schen anzu­neh­men. Sich der Gebrech­lich­keit anzu­neh­men bedeu­tet Kraft und Zärt­lich­keit, bedeu­tet Kampf und Frucht­bar­keit inmit­ten eines funk­tio­nel­len und pri­va­ti­sti­schen Modells, das unwei­ger­lich zur „Weg­werf-Kul­tur“ führt. Sich der Gebrech­lich­keit der Men­schen und der Völ­ker anzu­neh­men bedeu­tet, das Gedächt­nis und die Hoff­nung zu bewah­ren; es bedeu­tet, die Gegen­wart in ihrer neben­säch­lich­sten und am mei­sten beäng­sti­gen­den Situa­ti­on auf sich zu neh­men und fähig zu sein, sie mit Wür­de zu sal­ben. (Vgl. Evan­ge­lii gau­di­um, 209.)

Wie kann man also der Zukunft wie­der Hoff­nung ver­lei­hen, so dass – ange­fan­gen bei den jun­gen Genera­tio­nen – das Ver­trau­en wie­der­ge­won­nen wird, das gro­ße Ide­al eines ver­ein­ten und fried­vol­len, krea­ti­ven und unter­neh­mungs­freu­di­gen Euro­pas zu ver­fol­gen, das die Rech­te ach­tet und sich der eige­nen Pflich­ten bewusst ist?

Um die­se Fra­ge zu beant­wor­ten, gestat­ten Sie mir, auf ein Bild zurück­zu­grei­fen. Eine der berühm­te­sten Fres­ken Raf­fa­els im Vati­kan stellt die soge­nann­te Schu­le von Athen dar. In ihrem Mit­tel­punkt ste­hen Pla­ton und Ari­sto­te­les. Der erste deu­tet mit dem Fin­ger nach oben, zur Welt der Ideen, zum Him­mel, könn­ten wir sagen; der zwei­te streckt die Hand nach vor­ne, auf den Betrach­ter zu, zur Erde, der kon­kre­ten Wirk­lich­keit. Das scheint mir ein Bild zu sein, das Euro­pa und sei­ne Geschich­te gut beschreibt, die aus der fort­wäh­ren­den Begeg­nung zwi­schen Him­mel und Erde besteht, wobei der Him­mel die Öff­nung zum Tran­szen­den­ten, zu Gott beschreibt, die den euro­päi­schen Men­schen immer gekenn­zeich­net hat, und die Erde sei­ne prak­ti­sche und kon­kre­te Fähig­keit dar­stellt, die Situa­tio­nen und Pro­ble­me anzu­ge­hen.

Die Zukunft Euro­pas hängt von der Wie­der­ent­deckung der leben­di­gen und untrenn­ba­ren Ver­knüp­fung die­ser bei­den Ele­men­te ab. Ein Euro­pa, das nicht mehr fähig ist, sich der tran­szen­den­ten Dimen­si­on des Lebens zu öff­nen, ist ein Euro­pa, das in Gefahr gerät, all­mäh­lich sei­ne See­le zu ver­lie­ren und auch jenen „huma­ni­sti­schen Geist“, den es doch liebt und ver­tei­digt.

Gera­de aus­ge­hend von der Not­wen­dig­keit einer Öff­nung zum Tran­szen­den­ten möch­te ich die Zen­tra­li­tät des Men­schen bekräf­ti­gen, der andern­falls zum Spiel­ball der Moden und der jewei­li­gen Mäch­te wird. In die­sem Sin­ne hal­te ich nicht nur das Erbe, wel­ches das Chri­sten­tum in der Ver­gan­gen­heit der sozio­kul­tu­rel­len Gestal­tung des Kon­ti­nen­tes über­las­sen hat, für grund­le­gend, son­dern vor allem den Bei­trag, den es heu­te und in der Zukunft zu des­sen Wachs­tum zu lei­sten gedenkt. Die­ser Bei­trag stellt nicht eine Gefahr für die Lai­zi­tät der Staa­ten und für die Unab­hän­gig­keit der Ein­rich­tun­gen der Uni­on dar, son­dern eine Berei­che­rung. Das zei­gen uns die Idea­le, die Euro­pa von Anfang an geformt haben, wie der Frie­de, die Sub­si­dia­ri­tät und die wech­sel­sei­ti­ge Soli­da­ri­tät – ein Huma­nis­mus, in des­sen Zen­trum die Ach­tung der Wür­de der Per­son steht.

Dar­um möch­te ich erneut die Bereit­schaft des Hei­li­gen Stuhls und der katho­li­schen Kir­che beto­nen, durch die Kom­mis­si­on der Euro­päi­schen Bischofs­kon­fe­ren­zen (COMECE) einen gewinn­brin­gen­den, offe­nen und trans­pa­ren­ten Dia­log mit den Insti­tu­tio­nen der Euro­päi­schen Uni­on zu pfle­gen. Eben­so bin ich über­zeugt, dass ein Euro­pa, das fähig ist, sich die eige­nen reli­giö­sen Wur­zeln zunut­ze zu machen, indem es ihren Reich­tum und ihre inne­ren Mög­lich­kei­ten zu ergrei­fen ver­steht, auch leich­ter immun sein kann gegen die vie­len Extre­mis­men, die sich in der heu­ti­gen Welt ver­brei­ten – auch auf­grund des gro­ßen ideel­len Vaku­ums, das wir im soge­nann­ten Westen erle­ben, denn „es ist gera­de die Gott­ver­ges­sen­heit und nicht sei­ne Ver­herr­li­chung, die Gewalt erzeugt“. (Bene­dikt XVI., Anspra­che an die Mit­glie­der des Diplo­ma­ti­schen Korps, 7. Janu­ar 2013.)

Wir kön­nen hier die zahl­rei­chen Unge­rech­tig­kei­ten und Ver­fol­gun­gen nicht uner­wähnt las­sen, die täg­lich die reli­giö­sen und beson­ders die christ­li­chen Min­der­hei­ten in ver­schie­de­nen Tei­len der Welt tref­fen. Gemein­schaf­ten und Ein­zel­ne, die sich bar­ba­ri­scher Gewalt aus­ge­setzt sehen: aus ihren Häu­sern und ihrer Hei­mat ver­trie­ben; als Skla­ven ver­kauft; getö­tet, ent­haup­tet, gekreu­zigt und leben­dig ver­brannt – unter dem beschä­men­den und begün­sti­gen­den Schwei­gen vie­ler.

Das Mot­to der Euro­päi­schen Uni­on ist Ein­heit in der Ver­schie­den­heit, doch Ein­heit bedeu­tet nicht poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che, kul­tu­rel­le oder gedank­li­che Uni­for­mi­tät. In Wirk­lich­keit lebt jede authen­ti­sche Ein­heit vom Reich­tum der Ver­schie­den­hei­ten, die sie bil­den: wie eine Fami­lie, die umso eini­ger ist, je mehr jedes ihrer Mit­glie­der ohne Furcht bis zum Grund es selbst sein kann. In die­sem Sinn mei­ne ich, dass Euro­pa eine Fami­lie von Völ­kern ist, wel­che die Insti­tu­tio­nen der Uni­on als nah emp­fin­den kön­nen, falls die­se es ver­ste­hen, das ersehn­te Ide­al der Ein­heit wei­se mit der je ver­schie­de­nen Eigen­art eines jeden zu ver­bin­den, indem sie die ein­zel­nen Tra­di­tio­nen zur Gel­tung brin­gen, sich der Geschich­te und der Wur­zeln die­ses Kon­ti­nents bewusst wer­den und sich von vie­len Mani­pu­la­tio­nen und Äng­sten befrei­en. Den Men­schen ins Zen­trum zu set­zen bedeu­tet vor allem zuzu­las­sen, dass er frei sein eige­nes Gesicht und sei­ne eige­ne Krea­ti­vi­tät aus­drückt, sowohl auf der Ebe­ne des Ein­zel­nen als auch auf der des Vol­kes.

Ande­rer­seits bil­den die Eigen­ar­ten eines jeden in dem Maß, wie sie in den Dienst aller gestellt wer­den, einen ech­ten Reich­tum. Man muss sich immer an die beson­de­re Struk­tur der Euro­päi­schen Uni­on erin­nern, die auf den Prin­zi­pi­en der Soli­da­ri­tät und der Sub­si­dia­ri­tät grün­det, so dass die gegen­sei­ti­ge Hil­fe vor­herrscht und man, beseelt von gegen­sei­ti­gem Ver­trau­en, vor­an­ge­hen kann.

In die­ser Dyna­mik von Ein­heit und Eigen­art ist Ihnen, mei­ne Damen und Her­ren Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te, auch die Ver­ant­wor­tung über­tra­gen, die Demo­kra­tie der Völ­ker Euro­pas leben­dig zu erhal­ten. Es ist kein Geheim­nis, dass eine ver­ein­heit­li­chen­de Auf­fas­sung der Glo­ba­li­tät der Vita­li­tät des demo­kra­ti­schen Systems scha­det, indem es dem rei­chen frucht­ba­ren und kon­struk­ti­ven Gegen­satz der Orga­ni­sa­tio­nen und der poli­ti­schen Par­tei­en unter­ein­an­der sei­ne Kraft nimmt. So läuft man Gefahr, im Reich der Idee, des blo­ßem Wor­tes, des Bil­des, des Sophis­mus zu leben… und schließ­lich die Wirk­lich­keit der Demo­kra­tie mit einem neu­en poli­ti­schen Nomi­na­lis­mus zu ver­wech­seln. Die Demo­kra­tie in Euro­pa leben­dig zu erhal­ten erfor­dert, vie­le „Glo­ba­li­sie­rungs­ar­ten“ zu ver­mei­den, die die Wirk­lich­keit ver­wäs­sern: die engel­haf­ten Puris­men, die Tota­li­ta­ris­men des Rela­ti­ven, die geschichts­wid­ri­gen Fun­da­men­ta­lis­men, die Ethi­zis­men ohne Güte, die Intel­lek­tua­lis­men ohne Weis­heit. (Vgl. Evan­ge­lii gau­di­um, 231.)

Die Wirk­lich­keit der Demo­kra­tien leben­dig zu erhal­ten ist eine Her­aus­for­de­rung die­ses geschicht­li­chen Momen­tes: zu ver­mei­den, dass ihre rea­le Kraft – die poli­ti­sche Aus­drucks­kraft der Völ­ker – ver­drängt wird ange­sichts des Drucks mul­ti­na­tio­na­ler nicht uni­ver­sa­ler Inter­es­sen, die sie schwä­chen und in ver­ein­heit­li­chen­de Syste­me finan­zi­el­ler Macht im Dienst von unbe­kann­ten Impe­ri­en ver­wan­deln. Das ist eine Her­aus­for­de­rung, die Ihnen die Geschich­te heu­te stellt.

Euro­pa Hoff­nung geben bedeu­tet nicht nur die Zen­tra­li­tät des Men­schen anzu­er­ken­nen, son­dern schließt auch ein, sei­ne Bega­bun­gen zu för­dern. Es geht des­halb dar­um, in ihn und in die Berei­che zu inve­stie­ren, in denen sei­ne Talen­te sich ent­wickeln und Frucht brin­gen. Der erste Bereich ist gewiss der der Erzie­hung, ange­fan­gen von der Fami­lie, wel­che die grund­le­gen­de Zel­le und ein kost­ba­rer Bestand­teil jeder Gesell­schaft ist. Die geein­te, frucht­ba­re und unauf­lös­li­che Fami­lie bringt die fun­da­men­ta­len Ele­men­te mit sich, um Zukunfts­hoff­nung zu geben. Ohne die­se Festig­keit baut man letzt­lich auf Sand, mit schwe­ren gesell­schaft­li­chen Fol­gen. Ande­rer­seits dient die Beto­nung der Bedeu­tung der Fami­lie nicht nur dazu, den neu­en Genera­tio­nen Aus­sich­ten und Hoff­nung zu ver­mit­teln, son­dern auch den zahl­rei­chen alten Men­schen, die oft gezwun­gen sind, in Situa­tio­nen der Ein­sam­keit und der Ver­las­sen­heit zu leben, weil es nicht mehr die Wär­me einer häus­li­chen Gemein­schaft gibt, die imstan­de ist, sie zu beglei­ten und zu unter­stüt­zen.

Neben der Fami­lie gibt es das Erzie­hungs­we­sen: Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten. Die Erzie­hung darf sich nicht dar­auf beschrän­ken, eine Ansamm­lung von tech­ni­schen Kennt­nis­sen zu ver­mit­teln, son­dern muss den äußerst kom­ple­xen Wachs­tums­pro­zess des Men­schen in sei­ner Ganz­heit för­dern. Die Jugend­li­chen von heu­te ver­lan­gen, eine ange­mes­se­ne und voll­stän­di­ge Aus­bil­dung erhal­ten zu kön­nen, um mit Hoff­nung in die Zukunft zu schau­en und nicht mit Ent­täu­schung. Zahl­reich sind zudem die krea­ti­ven Mög­lich­kei­ten Euro­pas auf ver­schie­de­nen Gebie­ten der wis­sen­schaft­li­chen For­schung, von denen eini­ge noch nicht ganz erkun­det sind. Man den­ke bei­spiels­wei­se nur an die alter­na­ti­ven Ener­gie­quel­len, deren Ent­wick­lung dem Umwelt­schutz von gro­ßem Nut­zen wäre.

Euro­pa hat in einem lobens­wer­ten Ein­satz zugun­sten der Öko­lo­gie immer in der vor­der­sten Rei­he gestan­den. Die­se unse­re Erde braucht tat­säch­lich eine stän­di­ge Pfle­ge und Auf­merk­sam­keit, und jeder trägt eine per­sön­li­che Ver­ant­wor­tung in der Bewah­rung der Schöp­fung, die­ses kost­ba­ren Geschen­kes, das Gott in die Hän­de der Men­schen gelegt hat. Das bedeu­tet einer­seits, dass die Natur uns zur Ver­fü­gung steht, wir uns an ihr freu­en und sie in rech­ter Wei­se gebrau­chen kön­nen. Ande­rer­seits bedeu­tet es jedoch, dass wir nicht ihre Her­ren sind. Hüter, aber nicht Her­ren. Wir müs­sen sie des­halb lie­ben und ach­ten, statt­des­sen sind wir „oft vom Hoch­mut des Herr­schens, des Besit­zens, des Mani­pu­lie­rens, des Aus­beu­tens gelei­tet; wir ‚hüten’ sie nicht, wir ach­ten sie nicht, wir betrach­ten sie nicht als unent­gelt­li­ches Geschenk, für das wir Sor­ge tra­gen müs­sen.“ (Papst Fran­zis­kus, Gene­ral­au­di­enz, 5. Juni 2013.) Die Umwelt ach­ten bedeu­tet aber nicht nur, sich dar­auf zu beschrän­ken, sie nicht zu ver­der­ben, son­dern auch, sie für das Gute zu nut­zen. Ich den­ke vor allem an den land­wirt­schaft­li­chen Sek­tor, der beru­fen ist, dem Men­schen Unter­stüt­zung und Nah­rung zu lie­fern. Es ist nicht tole­rier­bar, dass Mil­lio­nen von Men­schen in der Welt den Hun­ger­tod ster­ben, wäh­rend jeden Tag Ton­nen von Lebens­mit­teln von unse­ren Tischen weg­ge­wor­fen wer­den. Außer­dem erin­nert uns die Ach­tung gegen­über der Natur dar­an, dass der Mensch selbst ein grund­le­gen­der Teil von ihr ist. Neben der Öko­lo­gie der Umwelt bedarf es daher jener Öko­lo­gie des Men­schen, die in der Ach­tung der Per­son besteht, die ich heu­te in mei­nen Wor­ten an Sie ins Gedächt­nis rufen woll­te.

Der zwei­te Bereich, in dem die Talen­te des Men­schen zur Blü­te kom­men, ist die Arbeit. Es ist Zeit, die Beschäf­ti­gungs­po­li­tik zu för­dern, vor allem aber ist es not­wen­dig, der Arbeit wie­der Wür­de zu ver­lei­hen, indem man auch ange­mes­se­ne Bedin­gun­gen für ihre Aus­übung gewähr­lei­stet. Das schließt einer­seits ein, neue Metho­den zu fin­den, um die Fle­xi­bi­li­tät des Mark­tes mit der Not­wen­dig­keit von Sta­bi­li­tät und Sicher­heit der Arbeits­per­spek­ti­ven zu ver­bin­den, die für die mensch­li­che Ent­wick­lung der Arbei­ter uner­läss­lich sind. Ande­rer­seits bedeu­tet es, einen ange­mes­se­nen sozia­len Kon­text zu begün­sti­gen, der nicht auf die Aus­beu­tung der Men­schen aus­ge­rich­tet ist, son­dern durch die Arbeit die Mög­lich­keit garan­tiert, eine Fami­lie auf­zu­bau­en und die Kin­der zu erzie­hen.

Glei­cher­ma­ßen ist es not­wen­dig, gemein­sam das Migra­ti­ons­pro­blem anzu­ge­hen. Man kann nicht hin­neh­men, dass das Mit­tel­meer zu einem gro­ßen Fried­hof wird! Auf den Käh­nen, die täg­lich an den euro­päi­schen Küsten lan­den, sind Män­ner und Frau­en, die Auf­nah­me und Hil­fe brau­chen. Das Feh­len gegen­sei­ti­ger Unter­stüt­zung inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on läuft Gefahr, par­ti­ku­la­ri­sti­sche Lösun­gen des Pro­blems anzu­re­gen, wel­che die Men­schen­wür­de der Ein­wan­de­rer nicht berück­sich­ti­gen und Skla­ven­ar­beit sowie stän­di­ge sozia­le Span­nun­gen begün­sti­gen. Euro­pa wird imstan­de sein, die mit der Ein­wan­de­rung ver­bun­de­nen Pro­blem­krei­se zu bewäl­ti­gen, wenn es ver­steht, in aller Klar­heit die eige­ne kul­tu­rel­le Iden­ti­tät vor­zu­le­gen und geeig­ne­te Geset­ze in die Tat umzu­set­zen, die fähig sind, die Rech­te der euro­päi­schen Bür­ger zu schüt­zen und zugleich die Auf­nah­me der Migran­ten zu garan­tie­ren; wenn es kor­rek­te, muti­ge und kon­kre­te poli­ti­sche Maß­nah­men zu ergrei­fen ver­steht, die den Her­kunfts­län­dern der Migran­ten bei der sozio-poli­ti­schen Ent­wick­lung und bei der Über­win­dung der inter­nen Kon­flik­te – dem Haupt­grund die­ses Phä­no­mens – hel­fen, anstatt Poli­tik der Eigen­in­ter­es­sen zu betrei­ben, die die­se Kon­flik­te stei­gert und nährt. Es ist not­wen­dig, auf die Ursa­chen ein­zu­wir­ken und nicht nur auf die Fol­gen.

Herr Prä­si­dent, Exzel­len­zen, mei­ne Damen und Her­ren Abge­ord­ne­te,

das Bewusst­sein der eige­nen Iden­ti­tät ist auch not­wen­dig, um kon­struk­tiv mit den Staa­ten zu ver­han­deln, die gebe­ten haben, in Zukunft der Uni­on bei­zu­tre­ten. Ich den­ke vor allem an jene aus dem bal­ka­ni­schen Raum, für die der Ein­tritt in die Euro­päi­sche Uni­on dem Frie­dens­ide­al ent­spre­chen kann, in einer Regi­on, die unter den Kon­flik­ten der Ver­gan­gen­heit so sehr gelit­ten hat. Und schließ­lich ist das Bewusst­sein der eige­nen Iden­ti­tät uner­läss­lich in den Bezie­hun­gen zu den ande­ren Nach­bar­län­dern, beson­ders zu denen, die ans Mit­tel­meer gren­zen, von denen vie­le auf­grund inne­rer Kon­flik­te und unter dem Druck des reli­giö­sen Fun­da­men­ta­lis­mus und des inter­na­tio­na­len Ter­ro­ris­mus lei­den.

Ihnen, ver­ehr­te Mit­glie­der des Par­la­ments, kommt als gesetz­ge­ben­de Instanz die Auf­ga­be zu, die euro­päi­sche Iden­ti­tät zu bewah­ren und wach­sen zu las­sen, damit die Bür­ger wie­der Ver­trau­en in die Insti­tu­tio­nen der Uni­on und in den Plan des Frie­dens und der Freund­schaft gewin­nen, der das Fun­da­ment der Uni­on ist. „Je mehr […] die Macht der Men­schen wächst, desto mehr wei­tet sich ihre Ver­ant­wor­tung, sowohl die der Ein­zel­nen wie die der Gemein­schaf­ten.“ (Zwei­tes Vati­ka­ni­sches Kon­zil, Past. Konst. Gau­di­um et spes, 34.) In die­sem Wis­sen appel­lie­re ich daher an Sie, dar­an zu arbei­ten, dass Euro­pa sei­ne gute See­le wie­der­ent­deckt.

Ein anony­mer Autor des 2. Jahr­hun­derts schrieb, dass „die Chri­sten in der Welt das sind, was die See­le im Leib ist“. (Vgl. Brief an Dio­gnet, 6.) Die Auf­ga­be der See­le ist es, den Leib auf­recht zu erhal­ten, sein Gewis­sen und sein geschicht­li­ches Gedächt­nis zu sein. Und eine zwei­tau­send­jäh­ri­ge Geschich­te ver­bin­det Euro­pa mit dem Chri­sten­tum. Eine Geschich­te, die nicht frei von Kon­flik­ten und Feh­lern, immer aber beseelt war von dem Wunsch, am Guten zu bau­en. Das sehen wir an der Schön­heit unse­rer Städ­te und mehr noch an der Schön­heit der viel­fäl­ti­gen Wer­ke der Lie­be und des gemein­schaft­li­chen Auf­baus, die den Kon­ti­nent über­zie­hen. Die­se Geschich­te ist zum gro­ßen Teil erst noch zu schrei­ben. Sie ist unse­re Gegen­wart und auch unse­re Zukunft. Sie ist unse­re Iden­ti­tät. Und Euro­pa hat es drin­gend nötig, sein Gesicht wie­der­zu­ent­decken, um – nach dem Geist sei­ner Grün­dungs­vä­ter – im Frie­den und in der Ein­tracht zu wach­sen, denn es selbst ist noch nicht frei von Kon­flik­ten.

Lie­be Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te, die Stun­de ist gekom­men, gemein­sam das Euro­pa auf­zu­bau­en, das sich nicht um die Wirt­schaft dreht, son­dern um die Hei­lig­keit der mensch­li­chen Per­son, der unver­äu­ßer­li­chen Wer­te; das Euro­pa, das mutig sei­ne Ver­gan­gen­heit umfasst und ver­trau­ens­voll in die Zukunft blickt, um in Fül­le und voll Hoff­nung sei­ne Gegen­wart zu leben. Es ist der Moment gekom­men, den Gedan­ken eines ver­äng­stig­ten und in sich selbst ver­krümm­ten Euro­pas fal­len zu las­sen, um ein Euro­pa zu erwecken und zu för­dern, das ein Prot­ago­nist ist und Trä­ger von Wis­sen­schaft, Kunst, Musik, mensch­li­chen Wer­ten und auch Trä­ger des Glau­bens ist. Das Euro­pa, das den Him­mel betrach­tet und Idea­le ver­folgt; das Euro­pa, das auf den Men­schen schaut, ihn ver­tei­digt und schützt; das Euro­pa, das auf siche­rem, festem Boden vor­an­schrei­tet, ein kost­ba­rer Bezugs­punkt für die gesam­te Mensch­heit!

Dan­ke.

Ein­lei­tung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: CTV (Screen­shot)

81 Kommentare

  1. Ein pures Sozi­al­ge­schwur­bel und der Mensch steht im Mit­tel­punkt. Etwas Ande­res war von Ber­go­glio ja nicht zu erwar­ten.

  2. Komisch fin­de ich, dass gleich nach der For­de­rung einer „Öff­nung zum Tran­szen­den­ten“ von der „Zen­tra­li­tät des Men­schen“ die Rede ist. Genau dort hät­te es doch gepasst, von einer Zen­tra­li­tät Got­tes zuspre­chen.

    • In der anti­christ­li­chen Neu­en Welt­ord­nung wer­den alle an eine vage Tran­szen­denz, an irgend­ei­ne über­na­tür­li­che Macht glau­ben. Aber nicht an Jesus Chri­stus. Wer dann noch an Jesus ‑den Ein­zi­gen !- glaubt, wird ver­folgt wer­den. Die welt­wei­te Ver­fol­gung der Jün­ger Jesu hat ja schon begon­nen.

      • Die Ver­fol­gung der Jün­ger Jesu hat zu kei­nem Zeit­punkt der Geschich­te auf­ge­hört. Lei­der ist die­se Tat­sa­che an vie­len Katho­li­ken unbe­merkt vor­über gezo­gen, weil sie auch hier zu sehr mit sich und ihrem Den­ken in Kate­go­rien beschäf­tigt waren.

        Die­ses Schick­sal tei­len Chri­sten bei­spiels­wei­se auch mit dem jüdi­schen Volk, das auch Bene­dikt als „die älte­ren Brü­der des Glau­bens“ .

        Sei­ne Hei­lig­keit, Papst Fran­zis­kus ruft hier wie sei­ne bei­den Vor­gän­ger zu einer Ach­tung und Ein­hal­tung der Reli­gi­ons­freheit auf und weckt hof­fent­lich vie­le aus ihrem Schlaf der Bequem­lich­keit!

      • Ber­go­glio ist ein Vor­den­ker der NWO. Die­se Rede hät­te genau so gut ein Frei­mau­rer höch­sten Gra­des schrei­ben kön­nen. Klar daß ihm kein ein­zi­ges Mal der Name unse­res Herrn und Erlö­se­res über die Lip­pen kommt.
        Einst, in frü­he­ren Jah­ren, war immer die Rede von einem christ­li­chen Euro­pa. Wie tief sind wir gesun­ken und das mit dem Segen eines „Pap­stes“.

      • In der Tat, wer­ter Leo. Irgend­wer schrieb hier ein­mal, es sei Zeit für einen katho­li­schen Stir­ner. Wohl in die­sem Sin­ne: Der Ein­zi­ge (Jesus) und sein Eigen­tum (die Kir­che) …

      • @ the_­true-life sagt:
        Sie haben recht, dar­an zu erin­nern, dass wirk­li­che Chri­sten zu allen Zei­ten ver­folgt wur­den, und das kann auch nicht anders sein, weil die Welt Jesus Chri­stus hasst und weil der Jün­ger nicht über dem Mei­ster steht.
        Was das jüdi­sche Volk anlangt, so sind die Pro­phe­ten und Gerech­ten des Alten Bun­des unse­re Väter im Glau­ben, aber nie und nim­mer sind Men­schen, gleich ob sie leib­lich von Abra­ham, Isaak, Jakob und Juda abstam­men oder nicht,
        unse­re Brü­der im Glau­ben, wenn sie nicht an Jesus Chri­stus glau­ben und sogar Ihn aus­drück­lich zurück­wei­sen.
        Wenn die letz­ten Päp­ste, gera­de auch Papst Bene­dikt, ande­res sagen, so ist das eine Unwahr­heit, ja Lüge.
        Die­se Lüge mag aus poli­ti­schem Kal­kül gemacht und „fromm“ gemeint sein, nichts­de­sto­we­ni­ger bleibt sie eine Lüge und kommt vom Teu­fel, nicht von Gott.
        Auch ein Papst Bene­dikt hat nicht das Recht, dem Herrn Jesus ins Ange­sicht zu wider­spre­chen und den Sohn Got­tes der Lüge zu zei­hen!

    • Die Öff­nung zum Tran­szen­den­ten braucht er doch wohl nicht mehr zu for­dern. Das ist schon längst Tat­sa­che mit dem Eso­te­rik Kult und dem New Age. Da hat er sein Publi­kum ange­spro­chen.

    • „Zen­tra­li­tät“ des Men­schen. Das ist doch Athe­is­mus pur. Hat er das bei den Frei­mau­rern abge­schrie­ben ?

  3. Wenig­stens hat­te der Sozia­list Schulz als Prä­si­dent des Straß­bur­ger Par­la­ments eine ordent­li­che Begrü­ßung, wenn man sich die Pein­lich­keit eines Herrn Lam­mert bei Bene­dikt XVI. vor Augen führt, der sich nicht zu blöd war, den Papst zu beleh­ren und zu beschul­di­gen, dass das Hl. römi­sche Reich dt. Nati­on nicht hei­lig war. ( als sei die BRD hei­lig )
    Und nie­mand ist heu­te- wie in deka­den­ten Bun­des­tag der Tole­ranz­po­li­ti­ker- bei der Rede von Bene­dikt XVI aus dem Par­la­ment in Straß­burg gerannt.
    Etwas zu kurz kam mei­ner Ansicht nach die Gefahr des Isla­mis­mus für Euro­pa.

  4. Aha. Aber: Von JESUS CHRISTUS-VOM SOZIALEN KÖNIGTUM JESU CHRI­STI-wur­de kein Wort gespro­chen. Jesus wur­de vom Papst nicht erwähnt… kein ein­zi­ges mal in sei­ner Rede…

    • Las­sen Sie mich raten: kein­mal!
      @ Engel­chen, klar Abge­ord­ne­te sind auch ein­fach gestrickt und nicht in der Lage kom­ple­xe Sach­ver­hal­te zu ver­ste­hen, oder was wol­len sie uns sagen?

      • Rich­tig, ein­fach gestrickt. Und P. Fran­zis­kus hat als Poli­ti­ker und Vati­kan­staats­chef gespro­chen, nicht als Pon­ti­fex.

      • @ Engel­chen wenn Poli­ti­ker so ein­fach gestrickt sind, wie Sie behaup­ten, war­um nur wird ihnen dann zuge­traut über Wohl und Wehe von Mil­lio­nen von Men­schen zu ent­schei­den???
        Wenn Sie recht haben, dann stimmt in unse­rer Demo­kra­tie was hoch­gra­dig nicht, weil war­um ent­schei­den Men­schen die nicht in der Lage sind, kom­ple­xe Sach­ver­hal­te zu ver­ste­hen, genau dar­über???

    • Eine sehr welt­li­che Rede. Es wur­den Pro­ble­me ange­spro­chen, die ganz hoch auf der täg­li­chen Agen­da ste­hen, zum Teil äußerst dra­sti­sche Bil­der bemüht „Man kann nicht hin­neh­men, dass das Mit­tel­meer zu einem gro­ßen Fried­hof wird!“. Aber sind dies wirk­lich die Pro­ble­me unse­rer Zeit? Ist nicht DAS gro­ße Pro­blem, dass die Ergeb­nis­se der euro­päi­schen Abtrei­bungs­kli­ni­ken bereits jetzt gigan­ti­sche Fried­hö­fe SIND? Und ist es nicht anstatt der auch in den Kom­men­ta­ren mehr­fach erwähn­ten Bestre­bun­gen „den Men­schen ins Zen­trum zu set­zen“ viel­mehr wie­der Zeit, die­sen Platz dem zu geben, dem er zusteht? Gott! Und zwar dem Drei­fal­ti­gen Gott, nicht etwas „tran­szen­den­tem“, das dem Men­schen die Wür­de gibt. Ist es nicht Zeit, wie­der den Sonn­tag zu hei­li­gen? Als Tag Got­tes und der Fami­lie? Es wur­de sogar die Fami­lie als erste Grund­la­ge der Erzie­hung genannt, deren Aus­for­mung aller­dings unklar blieb; es hieß die „unauf­lös­li­che Fami­lie“, nicht die unauf­lös­li­che Ehe zwi­schen Mann und Frau.

      Hier wird zwar das Chri­sten­tum unter ande­ren auch als prä­gend für Euro­pa genannt, aber als Kon­se­quenz wird nicht ein Besin­nen auf die Hoch­zeit der christ­lich-abend­län­di­schen Kul­tur gezo­gen, son­dern ein Rück­be­sin­nen auf ganz all­ge­mein gül­ti­ge, eher selbst­ver­ständ­li­che Din­ge. Eben die jedem Men­schen gege­ben Wür­de. Für uns Chri­sten ist aber das höch­ste doch die Tau­fe.

      Und wie­der hören wir von den gan­zen ‑ismen, incl. dem Rela­ti­vis­mus als einem Irr­weg. Bis auf den Intel­lek­tua­lis­mus ohne Weis­heit alle nicht wirk­lich greif­bar und ver­ständ­lich, was damit gemeint ist. Nicht so schlimm zwar, wie in der Abschluss­re­de der Fami­li­en­syn­ode, als der Ein­druck ver­mit­telt wur­de, die Recht­gläu­big­keit sei die Mit­te zwi­schen allen kirch­li­chen Strö­mun­gen, die ja alle als falsch gebrand­markt wur­den. Aber auch hier ent­fal­tet sich eine Gleich­ma­che­rei, eben ein Rela­ti­vis­mus, der zwar vor dem Par­la­ment nicht wie auf der Syn­ode bekräf­tigt wur­de durch einen Anspruch des Pap­stes auf die höch­ste Gewalt.

      Totus tuus

  5. Papst Fran­zis­kus hat gut gespro­chen. Sei­ne Kir­che darf stolz auf ihn sein. Hat er damit nicht man­che Schar­te aus­ge­wetzt?
    Die Rede galt schließ­lich nicht einem intel­lek­tu­el­len Publi­kum, son­dern Abge­ord­ne­ten, die der Imma­nenz ver­haf­tet sind.

      • Kei­ne Sor­ge, ich rech­ne mich nicht zu Ber­go­li­os Fan­club noch zur Chie­sa ber­go­li­en­sa. Ver­wun­dert sehe ich wie er bei den Leu­ten „ankommt“. Wie glück­lich und wie stolz man auf ihn ist. Ich emp­feh­le dann stets, eine Ber­go­lio-Per­le in Essig­was­ser auf­zu­lö­sen und andäch­tig zu schlür­fen — sowie das einst Kleo­pa­tra mit Per­len zu tun pfleg­te…

    • Engel­chen; hast Du Recht, das ist Papst Fran­cis­kus „Kir­che“ und nicht Jesu Chri­sti Hei­li­ge Römisch-katho­li­sche Kir­che.

    • Ja, für eine Abge­ord­ne­ten auf einem CDU-Par­tei­tag… aber für den Petrus, den Fels auf dem die Kir­che Chri­sti steht? Da war das sehr, sehr mau… Ver­glei­chen Sie das mal mir der Rede von Papst Bene­dikt im Bun­des­tag oder in Regens­burg — das ist ein ande­res Kali­ber, deut­lich anders!

      • Gewiß, doch. Papst Bene­dikt war ein Fels in der Bran­dung.
        Hät­te Bene­dikt XVI. als deut­scher Papst im Deut­schen Bun­des­tag so gespro­chen wie P. Fran­zis­kus in Straß­burg, hät­te ich mich für ihn in den Boden hin­ein geschämt. Sei­ne Regens­bur­ger Rede, exor­bi­tant gelun­gen, hat­te ich erst neu­lich in Hän­den, ist tat­säch­lich an ein aka­de­mi­sches Publi­kum gerich­tet.

      • Genau lie­be Engel­chen, mer­ken Sie wie sie sich selbst wider­spre­chen… ver­glei­chen Sie doch nur mal Ihren bei­den Kom­men­ta­re…

  6. Ist in die­ser Rede eigent­lich ein ein­zi­ges Mal der Name Jesus Chri­stus gefal­len??? Ich höre immer nur Gott, man­che legen sich auf einen Tep­pich und beten einen Stein an das ist aber nicht Gott, das ist Baal, die Hure Mek­kas, Ver­zei­hung ich mein­te Baby­lons. 😉
    Ent­we­der hab ich es über­le­sen oder der Name Jesus Chri­stus ist nicht gefal­len, viel­leicht lese ich es ja noch ein­mal etwas auf­merk­sa­mer.

    • Sie brau­chen es nicht noch­mal zu lesen lie­ber Hein­rich (dafür ist es auch nicht gut genug), Jesus Chri­stus und damit die Mensch­wer­dung Got­tes wur­den nicht erwähnt… wir sind ja auch noch nicht im Advent und die 20% Mos­lems in Euro­pa dür­fen natür­lich auch nicht dis­kri­mi­niert wer­den

      • Engel­chen
        Es ist lieb, dass Sie etwas Gutes an die­sem Auf­tritt fin­den möch­ten.
        Das erin­nert an eine Anek­do­te aus dem Leben eines ori­en­ta­li­schen Wei­sen. Die­ser kam auf einer Wan­de­rung mit sei­nen Schü­lern an einem ver­we­sen­den Hun­de­ka­da­ver vor­bei. Die Schü­ler hiel­ten sich die Nase zu und mach­ten abfäl­li­ge Bemer­kun­gen über den Gestank und häss­li­chen Anblick. Der Wei­se hin­ge­gen sag­te: Was für ein schö­nes Gebiss er hat…

      • Engel­chen

        //Wenigstens hat er nicht gesagt, daß der Islam zu Euro­pa gehöre.//

        Er hat es aber bei ande­rer Gele­gen­heit zu ver­ste­hen gege­ben, zum Bei­spiel auf Lam­pe­du­sa und in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten.

  7. Als unser Herr Jesus Chri­stus sein öffent­li­ches Wir­ken begann, war sei­ne erste Ver­kün­di­gung: „Tut Buße, denn das Reich der Him­mel ist nahe her­bei­ge­kom­men“ (Matth 4,17).
    Als der Apo­stel Petrus mit den ande­ren im Ober­ge­mach den Hei­li­gen Geist emp­fan­gen hat­te, trat er vor die Bewoh­ner Jeru­sa­lems und pre­dig­te ihnen: „Tut Buße, und jeder von euch las­se sich tau­fen auf den Namen Jesu Chri­sti zur Ver­ge­bung der Sün­den…“ (Apg 2,38) und „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sün­den aus­ge­tilgt wer­den…“ (Apg 3,19).
    Und die­ser angeb­li­che Nach­fol­ger des hl. Apo­stels Petrus und vor­geb­li­che Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti nimmt weder vor der Voll­ver­samm­lung der Euro­päi­schen Bischö­fe noch vor dem Euro­päi­schen Par­la­ment auch nur ein ein­zi­ges Mal den Namen JESU CHRISTI –er sei hoch­ge­lobt und geprie­sen in Ewig­keit !– in den Mund.
    Statt­des­sen spricht er von einem „Herrn“, der „Böses in Gutes ver­wan­delt“. Bei die­sem „Herrn“ läuft es mir kalt über den Rücken, denn die­ser „Herr“ des Pap­stes Fran­zis­kus ist nicht der drei­fal­ti­ge Gott, nicht der Herr Jesus Chri­stus.
    Wer im Abgrund der Höl­le lan­den wil­len, der möge die­sem Papst fol­gen!

    • Wer ein Christ (Katho­lik) sein will, kann eine sol­che Dro­hung nicht wirk­lich den­ken oder gar schrei­ben! Schä­men Sie sich!!!

      • Nein @paula Thalbau­er, was Leo Lämm­lein schreibt ist kei­ne Dro­hung. Es ist lei­der die bit­te­re Wahr­heit.

      • War­um soll­te er sich schä­men? Im busi­ness deutsch gibt es eine Rede­wen­dung, don’t shoot the mes­sen­ger!

        Das Leo Lämm­lein die Wahr­heit sagt, wenn auch sehr dra­stisch, kön­nen Sie ihm wirk­lich nicht ankrei­den. Wenn nicht, wei­sen Sie es in der Sache nach!

      • pau­la thalbau­er
        Mei­ne For­mu­lie­rung ist rabi­at, aber wahr.
        Ich wün­sche nie­man­dem, auch Ihnen, lie­be Schwe­ster in Chri­sto, nicht, in der ewi­gen Ver­damm­nis zu enden.
        Jesus Chri­stus hat so oft von der furcht­ba­ren Rea­li­tät der Höl­le gespro­chen, öfter als vom Him­mel, dass jeder Christ eine hei­li­ge Furcht vor die­sem ent­setz­li­chen Ort haben und alles dar­an set­zen soll­te, ihm zu ent­ge­hen.
        „Geht ein durch die enge Pfor­te! Denn die Pfor­te ist weit und der Weg ist breit, der ins Ver­der­ben führt; und vie­le (!!!) sind es, die da hin­ein­ge­hen. Denn die Pfor­te ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und weni­ge (!!!) sind es, die ihn fin­den.“ (Mat­thä­us 7,14)

    • Leo Lämm­lein:
      Ich kann das so nicht ste­hen las­sen: theo­lo­gi­scher Dis­put ist das Eine, da kann man, fin­de ich, Kri­tik anbrin­gen und sie mit Zita­ten unter­le­gen. Die Dro­hung, wenn man den Wor­ten des Pap­stes folgt „im Abgrund der Höl­le lan­det“ ist für mich inakztep­ta­bel und haß­er­füllt. Ich hal­te als Katho­li­kin das Papst­tum für einen wesent­li­chen Grund­pfei­ler mei­ner Reli­gi­on und ste­he dazu (immer­hin ist der jet­zi­ge Papst bereits der sieb­te Papst in mei­nem Leben) . Des­halb hal­te ich es für nicht geeig­net, den amtie­ren­den Papst (auch wenn Man­che nicht alle sei­ne Wor­te für rich­tig hal­ten) der­art zu des­avou­ie­ren, dass die Befol­gung sei­ner Wor­te den Weg in die Höl­le ebnen. Ich per­sön­lich hal­te mich nicht für so fromm, wie Sie es sicher­lich sind, aber ich wür­de nie­man­den mit der Höl­le dro­hen! Eine Abrü­stung der Wort­wahl täte uns allen im Sin­ne einer christ­li­cher Näch­sten­lie­be gut.

      • @ pau­la thalbau­er

        //Die Dro­hung, wenn man den Wor­ten des Pap­stes folgt „im Abgrund der Höl­le lan­det“ ist für mich inakztep­ta­bel und haß­er­füllt. (…) Ich per­sön­lich hal­te mich nicht für so fromm, (…) aber ich wür­de nie­man­den mit der Höl­le dro­hen! Eine Abrü­stung der Wort­wahl täte uns allen im Sin­ne einer christ­li­cher Näch­sten­lie­be gut.//

        Die Dro­hung mit, oder bes­ser: War­nung vor der Höl­le ist nicht die Mit­te der Fro­hen Bot­schaft, aber untrenn­bar und wesent­lich mit die­ser Mit­te ver­bun­den. Es gehört zen­tral zur christ­li­chen Lie­be, mit Got­tes Gna­de dem Näch­sten zu hel­fen, das Heil zu fin­den, und ihn vor dem ewi­gen Ver­der­ben zu bewah­ren.
        Nun zu Papst Fran­zis­kus. Zu ihm wäre man­ches zu sagen, aber grei­fen wir nur einen Punkt her­aus, der jedoch sehr wich­tig ist.
        Papst Fran­zis­kus for­der­te in sei­ner Rama­dan-Bot­schaft 2013 die Chri­sten auf, die isla­mi­sche Reli­gi­on, ihre Leh­ren, Sym­bo­le und Wer­te zu respek­tie­ren und ihren reli­giö­sen Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten und Kult­stät­ten beson­de­re Ach­tung zu erwei­sen. („Respekt“ bedeu­tet Ach­tung, Hoch­ach­tung, Eher­bie­tung, Ehr­furcht, Scheu; nach Wah­rig, Deut­sches Wör­ter­buch). In der­sel­ben Bot­schaft ver­pflich­tet Papst Fran­zis­kus christ­li­che Eltern dazu („wir müs­sen“), ihre Kin­der in die­sem „Respekt“ vor der isla­mi­schen Reli­gi­on zu erzie­hen.
        (https://w2.vatican.va/content/francesco/de/messages/pont-messages/2013/documents/papa-francesco_20130710_musulmani-ramadan.html)
        Und jetzt wie­der­ho­le ich es Ihnen; Wenn Sie das tun, wenn Sie dar­in Papst Fran­zis­kus fol­gen, dann, ver­ein­facht und zuge­spitzt gesagt, enden Sie in der Höl­le. Sie stel­len dann näm­lich Wahr­heit und Lüge auf eine Stu­fe, statt die Wahr­heit anzu­neh­men und die Lüge zurück­zu­wei­sen, und das ist gleich­be­deu­tend mit Abfall vom christ­li­chen Glau­ben. (Sie kön­nen dazu auch die Enzy­kli­ka „Mor­ta­li­um ani­mos“, von Papst Pius X. lesen.)
        In sei­nem Gebet mit den ungläu­bi­gen Mus­li­men und ungläu­bi­gen Juden an Pfingst­sonn­tag 2014 Im vati­ka­ni­schen Gar­ten behaup­te­te Papst Fran­zis­kus, dass wir alle den­sel­ben Vater hät­ten. Das ist eine L ü g e , denn Jesus Chri­stus sagt uns im Johan­nes­evan­ge­li­um klar, dass wer den Sohn nicht ehrt, auch nicht den Vater ehrt, und Johan­nes sagt uns in sei­nem 1. Brief eben­so klar, dass wer den Sohn nicht hat, auch nicht den Vater hat. Jesus sagt uns sogar noch deut­li­cher, wer der Vater der­je­ni­gen ist, die ihn zurück­wei­sen: der Teu­fel (Johan­nes, Kapi­tel 8).
        Hier geht es um eine grund­sätz­li­che Sache, die von Jahr zu Jahr wich­ti­ger wird, denn schon jetzt betreibt die katho­li­sche Kir­che gemein­sa­me Tem­pel mit Mus­li­men und Juden.
        Des­halb wie­der­ho­le ich: Wer hier­in Papst Fran­zis­kus folgt, endet in der Höl­le, weil er sich näm­lich wei­gert, zwi­schen Wahr­heit und Lüge, und zwi­schen dem einen wah­ren drei­fal­ti­gen Gott und dem Teu­fel zu unter­schei­den.

    • Herr Laemm­lein,
      ich dan­ke Ihnen, ich habe schon viel von Ihnen gelernt.
      Ihre Ethik, Ihr Den­ken, Ihre Argu­men­ta­ti­on ist reich­lich pro­te­stan­tisch geprägt.
      Oder irre ich mich dar­in?

      • Das haben schon meh­re­re hier im Forum behaup­tet und ich konn­te nie ver­ste­hen war­um… wor­aus schlie­ßen Sie das lie­be Engel­chen, dass Leo Lämm­lein pro­te­stan­tisch geprägt ist? Das ist eine ernst­ge­mein­te Fra­ge, ich wie gesagt habe das nie so gese­hen

      • @ Engel­chen
        Als erste Tat­sa­che muss ich fest­hal­ten, dass Papst Fran­zis­kus mir die katho­li­sche Hei­mat geraubt hat. Seit er den Stuhl Petri bestie­gen hat, bin ich in der katho­li­schen Kir­che nicht mehr zu Hau­se. Ern­ste Schwie­rig­kei­ten gab es schon vor­her, was kein Wun­der ist, wenn man berück­sich­tigt, was seit Jahr­zehn­ten in der Kir­che vor­geht, und ich bin ja nicht der ein­zi­ge, dem es so geht. Aber Papst Fran­zis­kus, obwohl er im Grun­de die Linie sei­ner Vor­gän­ger wei­ter­zieht, macht mit sei­ner Anbie­de­rung an Athe­isten und Unzüch­ti­ge, und sei­ner Feind­schaft gegen tra­di­tio­nel­le Gläu­bi­ge, einen Ein­schnitt, der so in der Kir­che nicht gewe­sen ist.
        Seit mir der ver­trau­te Boden unter den Füßen weg­ge­zo­gen wur­de, bin ich bemüht, mich, koste es was es wol­le an dem fest­zu­hal­ten, was s i c h e r e Wahr­heit ist. Das ist zual­ler­erst der­je­ni­ge, der die Wahr­heit sel­ber ist: Jesus Chri­stus, und das ist das Wort Got­tes in der Bibel, wel­che, auch nach tra­di­tio­nel­lem katho­li­schem Glau­ben, vom Hei­li­gen Geist ein­ge­haucht und frei von allem Irr­tum ist.
        (Den Ein­wand von „Tra­di­ti­ons­treu­en“, dass Chri­sten nicht befä­higt sei­en, die Bibel zu ver­ste­hen, kann ich nicht akzep­tie­ren, weil sowohl der Herr Jesus Chri­stus selbst als auch die Apo­stel ihre Hörer und Leser sehr wohl für fähig hiel­ten, das Wort Got­tes zu ver­ste­hen, und sie sogar dazu auf­for­der­ten und sie dafür lob­ten.)
        Inso­fern hat in mir tat­säch­lich so etwas wie eine Pro­te­stan­ti­sie­rung statt­ge­fun­den, näm­lich im Sin­ne von Rück­kehr zur Aner­ken­nung der höch­sten Auto­ri­tät des WORTES GOTTES, näm­lich des mensch­ge­wor­de­nen Wor­tes JESUS CHRISTUS und des schrift­li­chen Wor­tes der Bibel. Ich bin kein Feind von Tra­di­ti­on an und für sich, aber Tra­di­ti­on darf sich nicht ü b e r das geof­fen­bar­te Wort stel­len und darf sich auch nicht g e g e n es stel­len. Theo­re­tisch tut es das im Katho­li­zis­mus nicht, prak­tisch tut es das jedoch nicht sel­ten.
        Ich gehö­re kei­ner pro­te­stan­ti­schen Gemein­schaft an und wer­de auch kei­ner pro­te­stan­ti­schen Main­stream-Kir­che ange­hö­ren. Alle Groß­kir­chen inklu­si­ve Vati­kan, die an der inter­re­li­giö­sen Agen­da (Assi­si 1, 2, 3 etc.) betei­ligt sind, gehö­ren m.E. zum System Baby­lon, das immer deut­li­cher sei­nen anti­christ­li­chen Cha­rak­ter offen­bart.
        Der­zeit bin ich noch auf der Suche nach der wah­ren sicht­ba­ren Kir­che Jesu Chri­sti.

  8. @Leone
    Fran­zis­kus hat in der Tat weder von Chri­stus, noch von sei­nem König­tum gespro­chen. Die Christ­li­chen Wur­zeln Euro­pas wur­den nicht ein­mal erwähnt. Gefor­dert wur­de mit kräf­ti­gen Schlag­wor­ten gar­niert ein Gut­men­schen­tum für alle.
    @Engelchen: Stolz bin ich auf solch einen Polit­schwät­zer nicht. Ver­zei­hen Sie mir die­se Defi­ni­ti­on, aber ich kann nicht mehr anders. Die Ent­täu­schung ist zu groß. Dafür lese ich die
    die Über­schrift der Pre­digt zum Christ­kö­nigs­fest:
    „Das Heil beginnt nicht mit dem Bekennt­nis zum König­tum Chri­sti, son­dern mit der Nach­ah­mung der Wer­ke der Barm­her­zig­keit durch die er das Reich ver­wirk­licht hat.“
    So wich­tig die Wer­ke der Barm­her­zig­keit auch sein mögen, aber das Heil beginnt sehr wohl mit dem Bekennt­nis des König­tums Chri­sti (als dem Sohn des leben­di­gen Got­tes). Das gan­ze alte Testa­ment haben die Juden auf die­se Ver­wirk­li­chung gewar­tet und die Erwar­tung des Gesalb­ten bekannt, obgleich sie auch Wer­ke der Barm­her­zig­keit getan haben. Aber die ent­schei­den­de Fra­ge lau­tet doch: ist die vol­le Barm­her­zig­keit eigent­lich mög­lich ohne Chri­stus und sein Erlö­sungs­werk? Ist eine Ver­zei­hung von der Sün­den­schuld mög­lich ohne das König­tum Chri­sti? Ich muss hin­zu­fü­gen und klar­stel­len: Die christ­li­chen Wer­ke der Barm­her­zig­keit beinhal­ten nicht nur die leib­li­chen Wer­ke der Barm­her­zig­keit im Sin­ne von Fran­zis­kus, son­dern auch die gei­sti­gen Wer­ke der Barm­her­zig­keit, also die Ermah­nung der Sün­der. nach der es dem Papst nicht erlaubt ist zu fra­gen, wer bin ich zu beurteílen.
    Ich bin bei die­sen Fra­gen in mei­nem Glau­ben sehr tief gefor­dert, glau­be ich doch, dass mit sol­chen Aus­sa­gen die Gren­ze zur Hae­re­sie über­schrit­ten ist. Vor die­sem Hin­ter­grund beein­druckt mich die Rede nicht. Ein Saal­die­ner hät­te sie hal­ten kön­nen. Er hät­te nur kei­ne Reso­nanz bekom­men.

  9. Bis auf 1–2 Sät­ze zur Abtrei­bung eine Rede wie auf einem Grü­nen-Par­tei­tag. Welch ein Gesül­ze!

    Was mit der Gefahr einen fal­schen Tole­ranz (Islam), was mit Christ­kö­nig, was mit dem Got­tes­be­zug in den Ver­fas­sun­gen,…?

    • Die „EU“ muß sich mit gar nichts her­um­schla­gen, ohne die­se „Herr­schaf­ten“ ging das alles wie von allei­ne. Und die haus­ge­mach­ten Pro­ble­me las­sen sich natür­lich nicht dadurch lösen, daß man den Bock zum Gärt­ner macht. Poli­tik kann nicht ein ein­zi­ges Pro­blem lösen — und sie kann nicht ein­mal etwas Gutes tun, ohne mehr Schlech­tes im Gefol­ge. Dies ist ein Natur­ge­setz; ein Narr also, wer sei­ne Hoff­nung auf die Poli­tik setzt.
      Und die­ser bösen Nar­re­tei die (schein)katholische Abso­lu­ti­on zu ertei­len — um eben den Schein und die damit ver­bun­de­ne Macht zu sichern — dazu die­se Rede an die­sem Ort.

  10. „Das scheint mir ein Bild (Schu­le von Athen v. Raf­fa­el) zu sein, das Euro­pa und sei­ne Geschich­te gut beschreibt, die aus der fort­wäh­ren­den Begeg­nung zwi­schen Him­mel und Erde besteht, wobei der Him­mel die Öff­nung zum Tran­szen­den­ten, zu Gott beschreibt, die den euro­päi­schen Men­schen immer gekenn­zeich­net hat, und die Erde sei­ne prak­ti­sche und kon­kre­te Fähig­keit dar­stellt, die Situa­tio­nen und Pro­ble­me anzu­ge­hen.
    Die Zukunft Euro­pas hängt von der Wie­der­ent­deckung der leben­di­gen und untrenn­ba­ren Ver­knüp­fung die­ser bei­den Ele­men­te ab. Ein Euro­pa, das nicht mehr fähig ist, sich der tran­szen­den­ten Dimen­si­on des Lebens zu öff­nen, ist ein Euro­pa, das in Gefahr gerät, all­mäh­lich sei­ne See­le zu ver­lie­ren und auch jenen „huma­ni­sti­schen Geist“, den es doch liebt und ver­tei­digt.“

    Auf Tagesschau.de wird der Papst wie­der­ge­ge­ben, daß die Zukunft Euro­pas davon abhin­ge, ob die Men­schen zwei Din­ge wie­der­ent­decken: den Him­mel als Sym­bol für die WELT DER IDEEN, und die ERDE als kon­kre­te Wirk­lich­keit. Gesche­he dies nicht, bestehe die Gefahr, dass Euro­pa all­mäh­lich sei­ne SEELE ver­lie­re und sei­nen HUMANISTISCHEN GEIST.´

    Als Christ ist es schon schwer zu ertra­gen, daß der Papst, der als gei­sti­ges Ober­haupt von 1,3 Mil­li­ar­den Katho­li­ken und eigent­lich der gesam­ten Chri­sten­heit vom „Tran­szen­den­ten“ spricht und nicht von der Hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit.

    Daß die anti­christ­li­chen Medi­en die Erwäh­nung Got­tes kom­plett strei­chen war eher zu erwar­ten.

    • Das die­ses Feu­er des „huma­ni­sti­schen Gei­stes“ was mit der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on los­brach und in Form diver­ser euro­päi­scher Revo­lu­tio­nen und zwei Welt­krie­gen wei­ter­brann­te jetzt im größ­ten Krieg der Mensch­heits­ge­schich­te erlö­schen wird ist fol­ge­rich­tig weil die­se Leu­te Jesus Chri­stus den Krieg erklärt haben. Schön wie man ver­schweigt, dass die­ses Feu­er, bei all dem Huma­nis­mus, auf Kosten der Men­schen Euro­pas brann­te, ein Para­do­xon! Ver­wun­der­lich das es den Papst besorgt, er soll­te als Christ doch recht froh dar­über sein das es zu Ende geht mit die­sem anti­christ­li­chen Schwach­sinn. Ich brauch kein Ein­heits­brei mit Leu­ten die Stei­ne anbe­ten. Die Mos­lems mer­ken all­mäh­lich , dass ihre Zeit in Euro­pa abge­lau­fen ist, der Ein­heits­brei ver­derbt und ver­fault, herr­lich wie die­se Hure tau­melt, der Fall endet mit einem lau­ten Knall. Ich bin so ent­zückt ich glau­be wer­de dem Herrn eine Kapel­le errich­ten als Zei­chen mei­ner Glück­se­lig­keit.

    • Hat es je einen Papst gege­ben der die Gläu­bi­gen vor Ort der­ar­tig des­avou­iert?
      Noch nicht ein­mal ein Kurz­be­such der nahe­lie­gen­den Kathe­dra­le von Straß­burg war mög­lich. Anlass hät­ten die 1000 JAHR Fei­er­lich­kei­ten ihrer ersten Grün­dung sein kön­nen.
      Kein Wun­der haben sich nur weni­ge Pas­san­ten auf den Stra­ßen gefun­den. Es heißt sogar die Stra­ßen sei­en völ­lig leer gewe­sen.

  11. Papst Fran­zis­kus hat an die christ­li­chen Ideen und Idea­le der Väter der Euro­päi­schen Gemeinschaft/Union erin­nert wie z. Bsp. an die Tran­szen­denz des Men­schen.
    Der Papst hat auch das Lebens­recht der Kin­der im Mut­ter­leib ange­spro­chen und über­haupt vor einer Funk­tio­na­li­sie­rung und Tech­ni­sie­rung des Men­schen gewarnt.
    Er hat damit auf grund­le­gen­de Aspek­te der mensch­li­chen Exi­stenz deut­lich hin­ge­wie­sen. Das sind dezi­diert christ­li­che Bot­schaf­ten.

    In der Tat wäre es gut und wün­schens­wert gewe­sen, hät­te er auch wenig­stens ein­mal den Namen Jesus Chri­stus aus­ge­spro­chen und an das Heil, das allein von Ihm kommt, erin­nert.
    Er hat dan­kens­wer­ter­wei­se das Schick­sal der ver­folg­ten Chri­sten in vie­len Staa­ten der Erde ange­spro­chen.
    Er sprach in Bezug auf die EU auch rich­ti­ger­wei­se von einer Ein­heit in Viel­falt und wand­te sich gegen eine Ein­heits­dik­ta­tur wie sie von den Mäch­ti­gen immer mehr prak­ti­ziert wur­de und wird.

    Abschlie­ßend wür­de ich sagen, daß die­se Rede vor einem poli­ti­schem Forum (meist Frei­mau­rer der einen oder ande­ren Art) gut war, aber lei­der fehl­te der offe­ne Hin­weis auf den Urhe­ber alles Guten, den Einen und Drei­fal­ti­gen Gott, der sicht­bar Mensch gewor­den ist und Jesus Chri­stus heißt. Es fehl­te der Hin­weis auf das Kreuz des ein­zi­gen Herrn und Erlö­sers als Grund aller Hoff­nung und aller Lie­be.

    • … und er hät­te den Men­schen mit den Regen­bo­gen­arm­bin­den zuru­fen kön­nen: kehrt um, tut Buße und glaubt an das Evan­ge­li­um!

  12. In der Tat ist es sto­ssend, dass der Papst als Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden mit kei­nem Wort die Ewi­ge Wahr­heit Jesus Chri­stus erwähnt hat. Ein „huma­nes“ Flick­werk- Euro­pa ohne das sozia­le König­tum Jesu Chri­sti führt in die „tole­ran­te“ Sackgasse.…des Kul­tes des Todes.
    Hw Milch:
    -
    „Über­all, wo Chri­stus nicht in sei­ner abso­lu­ten Maß­stäb­lich­keit aner­kannt wird, in sei­ner Letzt­wahr­heit, wo Begrif­fe wie Huma­ni­tät, Fort­schritt, bes­se­re Welt über die Wahr­heits­fra­ge gesetzt bzw. unter Aus­klam­me­rung der Wahr­heits­fra­ge pro­kla­miert wer­den, wird der Lebens­raum für den frei­en Ein­zel­men­schen zer­stört und an sei­ne Stel­le gesetzt das Frei­ge­he­ge, die freie Wild­bahn und auf ihr DER MENSCH ALS FREIWILD, der sich ein­bil­det, frei zu sein und nur gegän­gelt wird“
    -

  13. @ fran­zel
    Sie erwäh­nen die Idea­le der Väter der Euro­päi­schen Gemein­schaft und erin­nern damit zu Recht
    an Kon­rad Ade­nau­er, Alci­de de Gas­pa­ri und Schu­mann, alles gläu­bi­ge Katho­li­ken. Aber Fran­zis­kus hat sich in sei­ner Rede weder auf sie, noch ihre Wer­te bezo­gen. Er spricht zwar all­ge­mein huma­ni­sti­sche Wer­te an, so wie sie jeder Frei­mau­rer oder Frei­d­eist anspre­chen könn­te, aber dass Euro­pa auf der christ­li­chen Wert­ord­nung gegrün­det ist, ver­schweigt er und­for­dert es auch nicht mehr ein. Das sind zwar im Sin­ne von Fran­zel grund­le­gen­de huma­ni­sti­sche Aspek­te, aber es ist nicht die Grund­la­ge im christ­li­chen Sinn. Wir Chri­sten glau­ben und beken­ne den Got­tes­sohn Jesus Chri­stus, der Mensch wur­de aus der Jung­frau Maria, sein Leben am Schand­pfahl des Kreu­zes hin­ge­ge­ben hat, um uns von unse­rer Sün­den­schuld zu ret­ten. Die­se Bot­schaft beken­nen wir und die­ses Bekennt­nis erwar­te ich mir von dem Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden, sei es gele­gen oder unge­le­gen.

  14. @Hans: Papst Fran­zis­kus grenzt sich doch sicht­lich klar vom Huma­nis­mus der Frei­mau­re­rei ab. Er spricht betont von den christ­li­chen Wur­zeln Euro­pas, die auch nach sei­ner Mei­nung die Zukunft Euro­pas bestim­men sol­len.
    Er spricht auch von der Fähig­keit des Men­schen Gut und Böse zu unter­schei­den und bezieht sich hier dezi­diert auf Gott als den Ursprung der tran­szen­den­ten Wür­de des Men­schen.
    Sei­ne Aus­füh­run­gen sind wirk­lich gut. Man muß beden­ken, daß er vor einem poli­ti­schen Forum sprach und den Damen und Her­ren doch auf sei­ne Wei­se einen christ­li­chen Kom­pass ans Herz leg­te bzw. zu legen such­te.
    Gewiß hät­te man sich als klei­ner sehr wich­ti­ger Zeit­ge­nos­se noch das eine und ande­re gewünscht, aber es ist ja auch noch nicht aller Tage Abend. Vielelicht ist auch hin und wie­der nötig, eige­ne bzw. Selbst­kri­tik zu üben. Das sage ich für mich selbst hier an dei­ser Stel­le.

  15. Fran­zis­kus ist der fina­le Hohe­prie­ster der Eine-Welt-Reli­gi­on und Erz-Ritua­list des Anthro­po­zen­tris­mus. Der wage Auf­ruf zum „Besin­nen auf reli­gö­sen Erbe“ ist ein skan­da­lon und ein eigent­lich Selbst­ein­ge­ständ­nis des Total­ver­sa­gens der Kon­zils­kir­che: Das „Chri­sten­tum“ als eines unter vie­len Denk­schu­len auf die­ses „Euro­pa“ sich stüt­ze. Die gest­ri­ge Rede war ein maso­ni­sches Mani­fest. Undenk­bar so etwas von Päp­sten von Pius VI. bis Pius XII.zu lesen , die sich genau zur Staat­lich­keit äußer­ten.
    Näch­stes Jahr in New York wird sei­ne Men­schen­an­be­tung voll­endet.

    • @J.G. Rat­kaj: „Die gest­ri­ge Rede war ein maso­ni­sches Mani­fest.“

      Vol­le Zustim­mung mei­ner­seits. Aus dem offen­bar­ten und gesi­cher­ten Glau­ben her­aus gele­sen, muss die­se Rede genau so bewer­tet wer­den: ein maso­ni­sches Mani­fest.
      Es ver­blüfft, dass und wie man­che Leser gewis­se Text­stel­len her­aus­sor­tie­ren und „lobend bewer­ten“ kön­nen.

  16. @Franzel, Ihr Kom­men­tar zur Papst­re­de ist fair und aus­ge­wo­gen. Fran­zis­kus hat die für den beson­de­ren Anlass geeig­ne­ten Wor­te gefun­den. Alles oder nichts zu for­dern, wie dies man­che hier dem Papst emp­feh­len, wäre kon­tra­pro­duk­tiv gewe­sen.

  17. @Franzel
    Die Ana­ly­se einer sol­chen Rede beinhal­tet die Fra­ge, was wur­de in der Rede gesagt und was wur­de nicht gesagt und wie wur­de es gesagt. Also wel­che Ter­mi­no­lo­gie benutz­te der Red­ner und aus wel­cher Schub­la­de hol­te er sei­ne Wort­wahl. Benutz­te eine Ter­mi­no­lo­gie, die uns aus dem Christ­li­chen ver­traut ist oder benutz­te er eine poli­tisch übli­che Ter­mi­no­lo­gie, wie sie vom Huma­nis­mus geprägt wur­de und von dem Libe­ra­lis­mus ver­brei­tet wird. Wenn ich Ihren Ein­gangs­satz lese, fürch­te ich, dass Sie Eini­ges in der Rede gehört haben, was ich nicht gehört habe. Denn F. spricht:
    -> vom gei­sti­gen Stre­ben nach Ein­heit, und for­dert Frie­den, Frei­heit und Men­schen­wür­de, aber er ver­gisst die For­de­rung nach Reli­gi­ons­frei­heit, die JPII so ein­drucks­voll ver­tre­ten hat. Er ver­gisst die in der euro­päi­schen Schub­la­de lie­gen­den Geset­ze, die die christ­li­che Moral­leh­re als Dis­kri­mi­nie­rung ver­ur­tei­len. Sie sol­len in drei Jah­ren in Kraft tre­ten.
    -> Frie­de sei ein Geschenk Got­tes und Frucht des frei­en und ver­nünf­ti­gen Han­delns des Men­schen, so sagt F. Er ver­schweigt, dass der gött­li­che Logos die Quel­le mensch­li­cher Ver­nunft ist, was noch Bene­dikt XVI in sei­ner Regens­bur­ger Rede ver­kün­de­te
    -> sehr kri­tisch sehe ich den Angriff auf das indi­vi­dua­li­sti­sche Recht, als füh­re die­ses zu einer Beein­träch­ti­gung der Men­schen­rech­te. Das erscheint mir sehr kol­lek­ti­vi­stisch gedacht ohne christ­li­che oder euro­päi­sche Tra­di­ti­on. Kei­ner sei­ner Vor­gän­ger hät­te das so gesagt.
    -> Wich­tig bezeich­ne­te F. die inter­kul­tu­rel­le Arbeit auch in reli­giö­ser Dimen­si­on des Euro­pa­ra­tes. Danach ist die christ­li­che Tra­di­ti­on Euro­pas nicht mehr zu dis­ku­tie­ren
    Der Papst bleibt ohne christ­li­che Ant­wort bei den Fra­gen nach dem Schutz des Lebens gene­rell.
    Er nennt in der gan­zen Rede kei­nen christ­li­chen Wert­vor­stel­lung, die er zu ver­tre­ten und for­dern hät­te.
    Vor die­sem Hin­ter­grund ver­ste­he ich, dass — wie mir heu­te glaub­haft ver­mit­telt wur­de — Bene­dikt aus dem Grun­de nicht nach Straß­burg ein­ge­la­den wur­de, weil man sich eine zwei­te Bun­des­tags­re­de erwar­tet habe. Dort emp­fahl er den Poli­ti­kern das Gebet des König David: „Ver­leih Dei­nem Knecht ein hören­des Herz, damit er dein Volk zu regie­ren und das Gute vom Bösen zu unter­schei­den ver­steht“ Die­se Weis­heit aber will in den euro­päi­schen Zen­tren nie­mand ver­ste­hen. Daher jubeln die Poli­ti­ker Fran­zis­kus zu.

  18. Wenn ich hier so man­che aus­a­ge­wo­ge­nen Kom­men­ta­re zu den Reden lese, die Papst Fran­zis­kus vor der Euro­päi­schen Bischofs­kon­fer­renz und vor dem dem EU-Par­la­ment gehal­ten hat, dann kann ich mich des Gedan­kens nicht erweh­ren: die Kir­che hat genau den Papst, den sie ver­dient.
    Haben die­se Kom­men­ta­to­ren jemals den 1. Brief des hl. Petrus gele­sen und vor allem auch ver­in­ner­licht, wo die­ser u.a. schreibt vom End­ziel unse­res Glau­bens, näm­lich der Erret­tung der See­len (Kap. 1, Vers 9)?
    Was Papst Fran­zis­kus lie­fert, sind reli­gi­ös ver­bräm­te poli­ti­sche Reden, die nichts, aber auch nichts mit dem zu tun haben, was sein Vor­gän­ger, der Apo­stel Petrus, pre­dig­te und uns –Gott sei Dank– im Neu­en Testa­ment erhal­ten ist.
    Alles zu sei­ner Zeit und am rech­ten Ort, wird man mir jetzt ent­ge­gen­hal­ten. Vor Frei­mau­rern muss man halt wie ein Frei­mau­rer reden, um die Chan­ce zu haben, etwas Gutes in ihnen zu bewir­ken.
    So diplo­ma­tisch welt­klug haben die Apo­stel nicht gedacht. Ihre Devi­se war: impor­tu­ne oppor­tu­ne — ob gele­gen oder unge­le­gen.
    Hat unser Herr Jesus Chri­stus uns auf­ge­tra­gen, mit den Wöl­fen zu heu­len? Oder hat er uns nicht viel­mehr wie die Scha­fe unter die Wöl­fe geschickt?
    In Athen auf dem Areo­pag hat Pau­lus sich mit sei­ner Pre­digt vor den klu­gen Phi­lo­so­phen lächer­lich gemacht. Fast alle wand­ten sie sich spöt­tisch von ihm ab. Aber einer blieb und wur­de sein Schü­ler, Dio­ny­si­us. So evan­ge­li­sier­ten die Apo­stel!
    Das Frei­mau­rer­par­la­ment, alle Frak­tio­nen von links bis rechts, brach­te ihm ste­hen­de Ova­tio­nen dar. Groß­ar­tig! Was wür­de dazu wohl der Apo­stel Jako­bus sagen? „… wisst ihr nicht, dass Freund­schaft mit der Welt Feind­schaft mit Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der wird zum Feind Got­tes“ (4,4)!
    Ist Papst Fran­zis­kus ein Apo­stel Jesu Chri­sti oder ein Poli­ti­ker der Neu­en Welt­ord­nung?

  19. Is “Pope Fran­cis being impres­sed or inspi­red by a Master” – “He is inspi­red by Mai­treya”
    17 Sept 2014
    .
    What does the Anti­christ Mai­treya say about how Fran­cis is gui­ded?

    Q. Do you know if Pope Fran­cis is being impres­sed or inspi­red by a Master in his various spee­ches against greed, the power­ful eco­no­mic powers of the world, and against the pure form of capi­ta­lism that still is so attrac­ti­ve to many rich sec­tions of socie­ty?

    A. He is inspi­red by Mai­treya.

    (http://biblefalseprophet.com/2014/09/17/is-pope-francis-is-being-impressed-or-inspired-by-a-master-he-is-inspired-by-maitreya/#.VHXo2cnm70o)

    Anmer­kung zu „Mai­treya“
    ———————————

    The Anti­christ is Mai­treya of Share Inter­na­tio­nal. He goes cur­r­ent­ly under the name of Raj Patel as a way to hide his iden­ti­ty as exp­lai­ned at Share Inter­na­tio­nal. His ver­si­on of “anti-John the Bap­ti­st”, that is the pre-cur­sor announ­cing his arri­val, is Ben­ja­min Creme. He also has “anti-Apost­le­s” which will be occult and magic focu­sed, such as Dyna­mo and David Cop­per­field. The Anti­christ apes God, as inspi­red by Satan, in all aspects to pro­vi­de a good cover sto­ry.

    Raj Patel is asso­cia­ted with the United Nati­ons, and is Mar­xist-ori­en­ted (as is Libe­ra­ti­on Theo­lo­gy), and for a cover sto­ry focu­ses on food for the poor.

    (http://biblefalseprophet.com/2014/09/11/who-is-the-antichrist/)

  20. Lie­ber @Franzel,
    von “christ­li­chen Wur­zeln” spricht Fran­zis­kus doch über­haupt nicht! Er spricht von der zwei­tau­send­jäh­ri­gen Geschich­te, die “Euro­pa mit dem Chri­sten­tu­m” VERBINDET. Chri­sten­tum erwähnt er nur u.a. mit Grie­chi­schen und sla­wi­schen Ein­fü­ssen. Es ist sozu­sa­gen nur ein pri­mus inter pares.
    Die­se Rela­ti­vie­rung hat aber — und hier beginnt das Pro­blem — Fol­gen für die zukünf­ti­ge Stel­lung des Chri­sten­tums in Euro­pa. Dies­bezgl. sagt er:
    // Eben­so bin ich über­zeugt, dass ein Euro­pa, das fähig ist, sich die eige­nen reli­giö­sen [sic! — nicht christ­li­chen !!] Wur­zeln zunut­ze zu machen, indem es ihren Reich­tum und ihre inne­ren Mög­lich­kei­ten zu ergrei­fen ver­steht, auch leich­ter immun sein kann gegen die vie­len Extre­mis­men, die sich in der heu­ti­gen Welt ver­brei­ten – auch auf­grund des gro­ßen ideel­len Vaku­ums, das wir im soge­nann­ten Westen erle­ben, denn „es ist gera­de die Gott­ver­ges­sen­heit und nicht sei­ne Ver­herr­li­chung, die Gewalt erzeugt“//
    Eigent­lich wird hier das Bene­dikt-Zitat ent­stellt, weil man Bene­dikt damit nicht unter­stel­len kann, mit “Gott­ver­las­sen­hei­t” den Islam gemeint zu haben. Bei Fran­zis­kus aber mit dem Hin­weis auf den Extre­mis­mus und das west­li­che Vaku­um schon. Genau­so gut könn­te er nun damit auch erz­kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken gemeint haben.

    Er spricht — ideell post­mo­dern, poli­tisch kommunistisch/sozialistisch — von “Ein­heit in der Ver­schie­den­heit“. Ver­kürzt eigent­lich: Ein­heit = Ver­schie­den­heit. Ohne spe­zi­fi­schen, indi­vi­du­el­len Wert, da alles gleich­wer­tig neben­ein­an­der bestehen. Er spricht nicht von der Ein­heit, die nur in und durch Jesus Chri­stus ver­wirk­licht wer­den und bestehen kann, son­dern von der Ein­heit, durch “Insti­tu­tio­nen der Uni­on”
    // Den Men­schen ins Zen­trum zu set­zen bedeu­tet vor allem zuzu­las­sen, dass er frei sein eige­nes Gesicht und sei­ne eige­ne Krea­ti­vi­tät aus­drückt, sowohl auf der Ebe­ne des Ein­zel­nen als auch auf der des Volkes.// Der Mensch als Abbild Got­tes? — Nein, Fehl­an­zei­ge! Sein „eige­nes Gesicht“ und sei­ne Frei­heit wird durch die „Uni­on“ legi­ti­miert.
    // Das Euro­pa, das den Him­mel betrach­tet und Idea­le ver­folgt; das Euro­pa, das auf den Men­schen schaut, ihn ver­tei­digt und schützt; das Euro­pa, das auf siche­rem, festem Boden vor­an­schrei­tet, ein kost­ba­rer Bezugs­punkt für die gesam­te Mensch­heit! // — Kann denn Boden ohne Jesus Chri­stus jemals sicher und fest sein? War­um nicht ein Euro­pa, das auf Gott schaut?
    Es wäre bes­ser gewe­sen, wie oben @Hans schreibt, ein Saal­die­ner hät­te die Rede gehal­ten oder sie wäre nicht gehal­ten wor­den. Von einem Papst erwar­te ich mir etwas ande­res als dass er auf Men­schen­werk setzt.
    Die Fol­gen des Gan­zen sind die wie sie @IMEK (25. Novem­ber 2014 um 18:46) mit­ge­teilt hat, oder wie @Leo Lämm­lein schreibt: “In der anti­christ­li­chen Neu­en Welt­ord­nung wer­den alle an eine vage Tran­szen­denz, an irgend­ei­ne über­na­tür­li­che Macht glau­ben. Aber nicht an Jesus Chri­stus. Wer dann noch an Jesus ‑den Ein­zi­gen !- glaubt, wird ver­folgt wer­den.

  21. Kor­rek­tur:
    Eigent­lich wird hier das Bene­dikt-Zitat ent­stellt, weil man Bene­dikt damit nicht unter­stel­len kann, mit “Gott­ver­las­sen­hei­t” einen isla­mi­schen Gott gemeint zu haben. Bei Fran­zis­kus hin­ge­gen ist das mit dem Hin­weis auf den Extre­mis­mus und das west­li­che Vaku­um inten­diert. Damit könn­te nun aber Fran­zis­kus mit „Extre­mis­mus“ genau­so gut auch erz­kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken mei­nen.

    statt:
    // Eigent­lich wird hier das Bene­dikt-Zitat ent­stellt, weil man Bene­dikt damit nicht unter­stel­len kann, mit “Gott­ver­las­sen­hei­t” den Islam gemeint zu haben. Bei Fran­zis­kus aber mit dem Hin­weis auf den Extre­mis­mus und das west­li­che Vaku­um schon. Genau­so gut könn­te er nun damit auch erz­kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken gemeint haben//

  22. Die Welt jubelt, der Bischof hat die Main­stream Medi­en. die Akti­vi­sten und Welt­ver­bes­se­rer und ihre sie finan­zie­ren­den und för­der­ten Hin­ter­män­ner in ihrer hin zur EineWelt füh­ren­den The­men Pro­gram­me und Kon­zep­te bestä­tigt. Über­all und wer­den Men­schen in das Cha­os getrie­ben und kul­tu­rell und reli­gi­ös ent­wur­zelt.
    Gestern in der Lesung der Mes­se wur­de das Wort gele­sen;
    bevor die Erde erneu­ert wird und Jesus wie­der kommt
    wird eine Nati­on sich gegen die ande­re erhe­ben, es wird Krie­ge, Seu­chen und Erd­be­ben geben und es wer­den fal­sche Pro­phe­ten kom­men.
    Jesus ging also nicht davon aus das es eine „hei­le huma­ni­sti­sche“ Welt geben wird.
    Er leb­te in einem unzu­läng­li­chen Gebiet, min­de­stens am Rand Jeru­sa­lems gab es eine Armen­sied­lung, Jesus for­der­te nicht dass die Arme Wit­we nun eine Ren­ten­er­hö­hung oder ein Alten­heim bekom­men soll­te. Er sag­te gebt dem Kai­ser was des Kai­sers ist und mein Reich ist nicht von die­ser Welt. Auch ließ er sich von der welt­li­chen Macht ja den Besat­zern, also einer Gewalt­herr­schaft nach einem Krieg ver­ur­tei­len und kreu­zi­gen.
    Er sag­te ich, mein Wort (und das ist in Stein gemei­ßelt) ist der Weg, die Wahr­heit und das Leben und nie­mand kommt zum Vater denn durch mich.
    Wenn nun der Welt­ver­bes­se­rer durch die Welt gei­stert und etwas ande­res pro­pa­giert, ist er im Auf­tra­ge ande­rer oder eines Ande­ren und nicht des Herrn unter­wegs.
    Er stellt sich über Jesus indem er das Wort ver­än­dert, neu schreibt und sich anmaßt über Jesus zu ste­hen.
    Was zeich­net eigent­lich den Fal­schen Pro­phe­ten aus? Ist es jemand er das Wort ver­kün­det und danach lebt, auch wenn er Laie ist, oder ist es jemand der das Wort neu erfin­det und sich über Jesus stellt.

  23. HUMANISMUS OHNE CHRISTUS

    (Aus­zug aus: Erich Brü­ning: DER FREMDE AGENT. Frei­mau­re­rei, Vati­kan und die Evan­ge­li­ka­len; ver­grif­fen, aber als pdf aus dem Inter­net abruf­bar)

    Papst Paul VI. war es, der der Phi­lo­so­phie des Inte­gra­len Huma­nis­mus in der Kir­che zum Durch­bruch ver­half. Der Inte­gra­le Huma­nis­mus ver­steht sich als mensch­li­ches Ide­al in einer Welt­zi­vi­li­sa­ti­on, in der alle Men­schen in Gerech­tig­keit, Lie­be und Frie­den ver­söhnt wer­den sol­len. Die Freund­schaft unter den Men­schen wer­de alles Leben zu einer geheim­nis­vol­len Voll­endung des Evan­ge­li­ums hin­füh­ren.

    Hier wird jedoch die bibli­sche Bot­schaft per­ver­tiert. Der Mensch in sei­ner gezüch­te­ten Über­heb­lich­keit ver­kün­det ein Evan­ge­li­um der Huma­ni­tät, das den Men­schen an die Stel­le Gott setzt. Der „Inte­gra­le Huma­nis­mus“ strebt eine uni­ver­sa­le Brü­der­lich­keit an unter „Men­schen guten Wil­lens“ ver­schie­den­ster Reli­gio­nen sowie unter jenen, die kei­ner Reli­gi­on ange­hö­ren, selbst unter denen, die die Idee eines Schöp­fers zurück­wei­sen. Das Ver­bin­den­de die­ser Brü­der­lich­keit ist die Kraft, Gutes zu tun und ein auf den Respekt vor der Men­schen­wür­de gegrün­de­tes, gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis.

    Die Idee uni­ver­sa­ler Brü­der­lich­keit ist im Grun­de nichts Neu­es. Sie ist eine Maxi­me des Frei­mau­rer­tums. Die Idee des „Inte­gra­len Huma­nis­mus“, stammt von Jac­ques Mari­tain, einem zum Katho­li­zis­mus kon­ver­tier­ten Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor in Frank­reich. Er besuch­te 1926 aus bestimm­ten Grün­den Rom. Nach sei­nen Gesprä­chen mit dem Papst und dem Staats­se­kre­tär Gaspar­ri über den „Inte­gra­len Huma­nis­mus“ wur­de er ermun­tert, sei­ne Theo­rie in ein Buch zu fas­sen. Zehn Jah­re spä­ter erschien das Werk, wel­ches die Kir­che erschüt­tern soll­te. Zugleich damit — man höre und stau­ne — erschien eine ita­lie­ni­sche Über­set­zung mit einer begei­stern­den Ein­füh­rung. Wer war der Über­set­zer? Gio­van­ni Bat­ti­sti Mon­ti­ni, der spä­te­re Papst Paul VI.!

    Der Geist des Inte­gra­len Huma­nis­mus drang, wie der Papst spä­ter selbst bemerk­te, wie Rauch in den Vati­kan ein. Das ange­streb­te Ziel war eine glo­ba­le Kir­che unter Ein­schluß aller Reli­gio­nen. Eine uni­ver­sa­le Brü­der­lich­keit, in deren Mit­te die Kir­che wie eine gro­ße Schwe­ster wir­ken soll­te, um die Sym­pa­thie ihrer klei­nen Brü­der zu gewin­nen. [1] In die­sem Sin­ne hieß es spä­ter im Kon­zils­text:

    „Der Heils­wil­le umfaßt die, wel­che den Schöp­fer aner­ken­nen, unter ihnen beson­ders die Mus­li­me, die sich zum Glau­ben Abra­hams beken­nen und mit uns den einen Gott anbeten…“.[2]

    Am Ende sei­nes Pon­ti­fi­kats rief Papst Paul VI. aus:

    „Der Rauch Satans ist durch einen Spalt in den Tem­pel Got­tes ein­ge­drun­gen,“ und: „Es hat sich eine feind­li­che Macht ein­ge­schal­tet, ein frem­der Agent, ein geheim­nis­vol­les Wesen, der Teu­fel.“ [3]

    Damit bekann­te Papst Paul prak­tisch, den frem­den Agen­ten in Gestalt des Inte­gra­len Huma­nis­mus in die Kir­che geholt zu haben. Als Beken­ner des Inte­gra­len Huma­nis­mus und des­sen Welt­staat-Idee wünsch­te Paul VI. sei­ner­zeit in sei­ner Fron­leich­nams­pre­digt am 17. Juni 1965:

    Fort­set­zung folgt.

    • Fort­set­zung und Schluss:

      „Man möch­te den Welt­staat und eine neue, idea­le Gesell­schaft bau­en. Wie viel­sei­tig die Mensch­heit bei der Errich­tung des unge­heu­ren Gebäu­des enga­giert ist und wel­che bedeu­ten­den Fort­schrit­te man dabei macht, ist Uns durch­aus bekannt. Sie sind wert, bewun­dert und unter­stützt zu wer­den.“ [4]

      So kam denn die Kapi­tu­la­ti­on vor dem frem­den Agen­ten über­all zum Vor­schein. Am deut­lich­sten in der Geste Papst Pauls VI., als er am 13. Nov. 1964 sei­ne Tia­ra auf den Altar nie­der­leg­te.

      „Die Tia­ra ist das Sym­bol der Ober­herr­schaft des Papst­tums … sie trägt eine latei­ni­sche Inschrift, die über­setzt lau­tet: ´Dem unfehl­ba­ren Stell­ver­tre­ter Chri­sti, dem höch­sten Regen­ten der Welt auf Erden, dem Vater der Völ­ker und Köni­ge‚.“ [5]

      Der Illu­mi­nat und Hoch­grad­mau­rer A. Pike schrieb in sei­nem II. Bd. „Moral and Dog­ma“ (frei­maur. Sit­ten­leh­re) S.156, daß die Inspi­ra­to­ren und Phi­lo­so­phen der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on geschwo­ren hat­ten, „Kro­ne“ und „Tia­ra“ über dem Grab des Jac­ques de Molay zu stür­zen. De Molay war letz­ter Groß­mei­ster des Temp­ler-Ordens. Er wur­de 1313 auf Ver­an­las­sung Papst Cle­mens IV. und Phil­ipps des Schö­nen leben­dig ver­brannt. Sein Tod wird im Ritu­al des 30. Loge­gra­des durch eine Geste, einen Degen­stich auf Kro­ne und Tia­ra sym­bo­lisch gerächt. In der Nie­der­le­gung der Tia­ra fin­det der Schwur sei­ne histo­ri­sche Erfül­lung. Sie war eine Art kryp­to­ga­mer Ver­rat an der katho­li­schen Kir­che und zugleich ein Tri­umph des Illu­mi­na­ten­tums.

      Schließ­lich gab die Kir­che ihre exklu­si­vi­sche Hal­tung gegen­über der Welt und den Frem­dre­li­gio­nen auf und war zum Dia­log und zur Zusam­men­ar­beit mit Ideo­lo­gien und frem­den Glau­bens­be­kennt­nis­sen bereit.

  24. „…Von der tran­szen­den­ten Wür­de des Men­schen zu spre­chen, bedeu­tet also, sich auf sei­ne Natur zu beru­fen, auf sei­ne ange­bo­re­ne Fähig­keit, Gut und Böse zu unter­schei­den, auf jenen „Kom­pass“, der in unse­re Her­zen ein­ge­schrie­ben ist und den Gott dem geschaf­fe­nen Uni­ver­sum ein­ge­prägt hat…Dagegen bedeu­tet die Men­schen­wür­de zu behaup­ten, die Kost­bar­keit des mensch­li­chen Lebens zu erken­nen, das uns unent­gelt­lich geschenkt ist und des­halb nicht Gegen­stand von Tausch oder Ver­kauf sein kann…Gerade aus­ge­hend von der Not­wen­dig­keit einer Öff­nung zum Tran­szen­den­ten möch­te ich die Zen­tra­li­tät des Men­schen bekräf­ti­gen, der andern­falls zum Spiel­ball der Moden und der jewei­li­gen Mäch­te wird. In die­sem Sin­ne hal­te ich nicht nur das Erbe, wel­ches das Chri­sten­tum in der Ver­gan­gen­heit der sozio­kul­tu­rel­len Gestal­tung des Kon­ti­nen­tes über­las­sen hat, für grund­le­gend, son­dern vor allem den Bei­trag, den es heu­te und in der Zukunft zudes­sen Wachs­tum zu lei­sten gedenkt. Die­ser Bei­trag stellt nicht eine Gefahr für die Lai­zi­tät der Staa­ten und für die Unab­hän­gig­keit der Ein­rich­tun­gen der Uni­on dar, son­dern eine Berei­che­rung…“

    Der Papst hat durch­aus ganz gut in die­sem Gre­mi­um gespro­chen. Man muß ja beden­ken, daß es meist Men­schen sind, denen man zunächst ein­mal „Milch“ rei­chen muß, da sie feste Nah­rung nicht ver­tra­gen. Auch der hl. Apo­stel Pau­lus wie auch alle Mis­sio­na­re nach ihm bis heu­te müs­sen zunächst ein­mal in einer unchrist­li­chen Umge­bung Anknüp­fungs­punk­te suchen. Das geschah so in Athen wer­ter @Leo Lämm­lein und das geschah so auch bei der Ger­ma­nen­mis­sio­nie­rung und bei allen Mis­sio­nie­run­gen in allen Völ­kern- so oder so. Also zunächst soz. die Milch rei­chen ehe man dann mit der Zeit- in den Jahr­hun­der­ten- feste Nah­rung geben kann.
    Wir ste­hen ja wie vor bald 2000 Jah­ren auch heu­te als Chri­sten mit­ten im Hei­den­tum. Man muß also lang­sam begin­nen und nicht den­ken, daß die Bekeh­rung eine Fra­ge von Jah­ren sei. Da soll­te man m.Er. in Jahr­hun­der­ten den­ken.

    • Lie­ber @Franzel,

      Sie kön­nen auf der Stra­ße wen auch immer, ob „Milch“-Trinker oder nicht, fra­gen, und jeder wür­de Ihnen ant­wor­ten, dass er wie auch immer irgen­wie an ein höhe­res Wesen glaubt. Somit ist die Rede von einer Tran­szen­denz der klein­ste gemein­sa­me Nen­ner, den eine brei­te Mas­se ohne­hin schluckt.
      Dies­be­züg­lich aber müs­sen Sie sich die Fra­ge gefal­len las­sen, war­um der Papst, der ja quer durch die Medi­en prä­sent genug ist, um eine Bot­schaft zu pla­zie­ren, über­haupt vor die­ser Insti­tu­ti­on, die noch dazu den Got­tes­be­zug aus der Ver­fas­sung ent­fernt hat, spricht. Wozu? Cui bono?
      Und was die „Milch“ betrifft: Schön­born­sche „Gra­dua­li­tät“ also auch in der Ver­kün­di­gung? Die eines „Ja = Ja, Nein = nein“ Jesu und der Apo­stel ist es jeden­falls nicht.

      Allein schon die­se Aus­sa­ge sagt eigent­lich alles:
      // Gera­de aus­ge­hend von der Not­wen­dig­keit einer Öff­nung zum Tran­szen­den­ten möch­te ich die Zen­tra­li­tät des Men­schen bekräf­ti­gen //

      1) Ange­sichts der unfass­ba­ren Lie­bes­tat Got­tes, uns sei­nen eige­nen Sohn zu sen­den; dass er — Gott — sich ERNIEDRIGT und Men­schen­ge­stalt annimmt, so will Gott uns damit nicht sagen, dass der Mensch so gut ist, und dass es so schön ist unter ihnen zu sein, son­dern er will uns den Weg zu IHM, und durch ihn zum Vater zei­gen. Den Weg in die wah­re Hei­mat des Men­schen, den er lei­der (seit der Erb­sün­de) ver­lo­ren hat.
      Wel­chen Weg aber will der Papst uns wei­sen mit sei­nen Wor­ten von der „Zen­tra­li­tät des Men­schen“ mit einem schwam­mi­gen Tran­szen­denz-Begriff? Die Rich­tung ist defi­ni­tiv falsch!

      2) „zum Tran­szen­den­ten“ nicht zu DER Tran­szen­denz. Wel­chen Gott meint er? Der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden schafft es nicht, den Namen zu nen­nen, der allein den Men­schen Heil bringt, den Namen Jesus.
      Und nun fra­ge ich mich: Was ist der PREIS für sei­ne Rede in die­ser gott­fer­nen Insti­tu­ti­on? Es ist nichts weni­ger als sei­ne IDENTITÄT als Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden! Er hat sei­ne Iden­ti­tät als Papst und damit Chri­stus selbst und mit ihm die Kir­che an die­se „Uni­on“ ver­kauft, er hat sie ihr zu Füßen gelegt.
      Anders for­mu­liert: Er hat nicht vor der „Uni­on“ um die Kir­che Jesu Chri­sti gewor­ben, son­dern der Uni­on den Stuhl Petri ange­bo­ten. Der Gang des Pap­stes nach Canos­sa?

  25. Geehr­ter Fran­zel,
    wenn wir uns den Herrn Jesus Chri­stus und die Apo­stel zum Vor­bild neh­men, dann stel­len wir fest, dass es bei der Heils­zu­eig­nung ein not­wen­di­ges Moment gibt, das als B e r u f u n g bezeich­net wird. Die­se erfolgt zuerst als äußer­li­cher R u f : Sün­dern wird das Heil in Chri­stus ange­bo­ten und sie wer­den ernst­haft auf­ge­for­dert, Jesus Chri­stus durch den Glau­ben anzu­neh­men, damit sie Ver­ge­bung ihrer Sün­den und ewi­ges Leben emp­fan­gen. Es wer­den also 1. die Tat­sa­chen und Ziel­set­zung des Evan­ge­li­ums dar­ge­legt; es wird 2. auf­ge­for­dert, Buße zu tun und an Jesus Chri­stus gläu­big zu wer­den; und es wird 3. die Sün­den­ver­ge­bung und Erlö­sung ver­hei­ßen. Beach­te: Die Ver­hei­ßung des Evan­ge­li­ums ist bedingt: sie wird nur erfüllt, wenn der ange­spro­che­ne Sün­der wirk­lich Buße tut und glaubt.
    Und nun habe ich eine Bit­te: Zei­gen Sie mir einen e i n z i g e n Fall im Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus seit dem 13. März 2013 auf, dass er, münd­lich oder schrift­lich, einen Ruf an ungläu­bi­ge Sün­der im Sin­ne des Evan­ge­li­ums Jesu Chri­sti gerich­tet hat.
    Aus der Ant­wort kön­nen Sie erken­nen, wie sehr Papst Fran­zis­kus Gott und die Men­schen tat­säch­lich liebt.

    • Ich wür­de sagen wer­ter @Leo Lämm­lein, daß ein Mehr an guten Inhal­ten vor die­sem über­wie­gend anti-christ­li­chen, auch mili­ta­ri­stisch anti-christ­li­chem Forum kaum mög­lich war.
      Kathe­chis­mus­un­ter­richt muß der Papst an ande­rer Stel­le geben, aber nicht vor einem poli­ti­schen Forum- wegen der 2 Sphä­ren Kir­che und Staat. Das für einen Papst zu beach­ten, ist unbe­dingt wich­tig. Er hat aber den Damen und Her­ren Par­la­men­ta­ri­ern sehr Wich­ti­ges mit auf den Weg gege­ben.

  26. Nur von Tran­szen­denz zu reden, hat mich erschüt­tert. Für sich allei­ne benutzt erin­nert mich der Begriff an Indif­fe­renz. Tran­szen­denz allei­ne ist zu wenig , weil es mög­li­cher­wei­se einen dei­sti­schen Gott beschreibt, aber kei­nen Gott, der sich in drei Per­so­nen den Men­schen geof­fen­bart hat und an den die Euro­pä­er nahe­zu zwei­tau­send Jah­re geglaubt haben. War es wirk­lich ein Zufall, das Fran­zis­kus den Got­tes­be­zug in sei­ner Rede nur mit dem Wort Tran­szen­denz beschrieb? Vor die­sem Gedan­ken kann ich nur die Aus­sa­gen und die dahin­ter ste­hen­den Befürch­tun­gen von Leo Lämm­lein bestä­ti­gen. Auch Ich habe kei­nen Papst in Straß­burg gehört, son­dern einen Poli­ti­ker, dem ich mei­ne Stim­me nie geben wür­de.
    Hät­ten sei­ne Vor­gän­ger sei­ne Wor­te gewählt, wäre ich heu­te kein Kirch­gän­ger mehr.

    • Über­trei­ben Sie jetzt aber bit­te nicht Ihre Sor­ge @Hans. Das ist ja alles so klein­krä­me­risch bzw. über­heb­lich deutsch. Papst Fran­zis­kus hat eine gute und klu­ge Rede gehal­ten.
      Ich wür­de Ihnen vor­schla­gen, für den Papst jeden Tag min­de­stens mal 10 Rosen­krän­ze zu beten, nicht wahr!
      Anson­sten den Ball bit­te flach hal­ten.

    • Vol­le Zustim­mung @Hans. Was Ber­go­glio von sich gege­ben hat, war auf dem Niveau eines zeit­gei­sti­gen Poli­ti­kers.

  27. Lie­be Schwe­stern und Brü­der!

    Sie kri­ti­sie­ren den „unfehla­bern“ Papst! Was soll man dann noch sagen?

    Den „unfehl­ba­ren“ Papst kri­ti­sie­ren? So weit ist es…

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