Schleichendes Manöver gegen Kardinal George Pell im Gange

Kardinal George Pell
Kar­di­nal Geor­ge Pell

(Rom) Am Abend des 13. März 2013 gab Kar­di­nal­pro­to­dia­kon Jean-Lou­is Tau­ran den Namen des Kar­di­nals bekannt, der im Kon­kla­ve zum neu­en Papst gewählt wor­den war. Als der Name Geor­gi­um fällt, dach­te man­cher für einen Augen­blick an Kar­di­nal Geor­ge Pell. Der dama­li­ge Erz­bi­schof von Syd­ney gilt als recht­gläu­big und tra­di­ti­ons­freund­lich. Er ist kein zwei­ter Kar­di­nal Bur­ke und den­noch wird er im Vati­kan man­chen immer lästiger.

Mit der Errich­tung des C8-Kar­di­nal­s­rats, dem je ein Ver­tre­ter der ver­schie­de­nen Erd­tei­le ange­hört, wur­de der Austra­li­er als ein­zi­ger ozea­ni­scher Kar­di­nal auto­ma­tisch zu uner­war­te­ten Ehren erho­ben. Unter­schie­de wur­den schnell sicht­bar. Wäh­rend ande­re C8-Räte, wie der Hon­du­ra­ner Kar­di­nal Mara­dia­ga als „Vize-Päp­ste“ auf­tra­ten und sich in Ankün­di­gun­gen über­schlu­gen, was nun alles geän­dert wer­de, war der austra­li­sche Kar­di­nal bemüht, die Trag­wei­te der viel­zi­tier­ten Kuri­en­re­form und der Mit­spra­che bei der Kir­chen­lei­tung zu mini­mie­ren. Dahin­ter steht ein unter­schied­li­ches Kir­chen­ver­ständ­nis, dem sich das eige­ne Ego unter­zu­ord­nen habe.

Am 24. Febru­ar, weni­ge Tage nach dem Ende des Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um, auf dem Kar­di­nal Wal­ter Kas­per den Anstoß zur „neu­en Barm­her­zig­keit“ gab, errich­te­te Papst Fran­zis­kus mit dem Motu pro­prio Fide­lis dis­pen­sa­tor (Der treue Ver­wal­ter) ein Wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um des Hei­li­gen Stuhls. Geor­ge Pell wur­de zum ersten Kar­di­nal­prä­fek­ten ernannt und nach Rom geholt.

Von Sydney zum C9-Berater und Wirtschaftsminister

Über die­se Ein­bin­dung wur­de viel gerät­selt. Sie mach­te den Weg zur Ernen­nung eines neu­en Erz­bi­schofs von Syd­ney mög­lich. Als Diö­ze­san­bi­schof konn­te Pell unter ande­rem die Tra­di­ti­on för­dern und in der Seel­sor­ge wir­ken. Als Wirt­schafts­mi­ni­ster ist er mehr der Ober­buch­hal­ter des Hei­li­gen Stuhls. Zudem setz­te ihn Papst Fran­zis­kus wie ein Stich ins Wes­pen­nest ein. Eine Akti­on, die weni­ger den Papst, dafür aber um so mehr den Kar­di­nal gefährdet.

Durch die Beru­fung nach Rom kann er in dem inzwi­schen zum C9-Rat erwei­ter­ten Bera­ter­gre­mi­um für die Lei­tung der Kir­che ersetzt wer­den, sobald ein wei­te­rer ozea­ni­scher Kar­di­nal ernannt sein wird. Am ver­gan­ge­nen 18. Sep­tem­ber ernann­te Papst Fran­zis­kus den Domi­ni­ka­ner Antho­ny Colin Fisher zum neu­en Erz­bi­schof von Syd­ney und Pri­mas von Austra­li­en. Oder wur­de gegen­über Kar­di­nal Pell ange­wandt, was Johan­nes Paul II. mit eini­gem Erfolg bei Wal­ter Kas­per anwand­te? Zäh­mung durch Beför­de­rung und Beru­fung nach Rom? Seit dem Ende des Pon­ti­fi­kats von Bene­dikt XVI. hat die­ser Ver­such aller­dings Schiff­bruch erlitten.

Verteidiger von Ehesakrament und Morallehre

Wie dem auch sei. Tat­sa­che ist, daß sich Kar­di­nal Pell bei Ehe und Fami­lie im Vor­feld der Bischofs­syn­ode und auf der Syn­ode in die Grup­pe der ortho­do­xen Ver­tei­di­ger der kirch­li­chen Leh­re ein­reih­te. An der Syn­ode konn­te er als Dikaste­ri­en­lei­ter immer­hin von Amts wegen teil­neh­men, was ihm als Erz­bi­schof von Syd­ney ohne per­sön­li­che päpst­li­che Ernen­nung zum Syn­oda­len nicht mög­lich gewe­sen wäre.

Kar­di­nal Kas­per hat­te sei­ne Rede vor dem Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um als „Evan­ge­li­um der Fami­lie“ bezeich­net und publi­ziert. Kar­di­nal Pell ant­wor­te­te unzwei­deu­tig mit einem Vor­wort zum Buch „Das wah­re Evan­ge­li­um der Fami­lie“ (Ver­lag Media Maria).

Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke, der Wort­füh­rer der Syn­oda­len, die sich einer Auf­wei­chung der Moral­leh­re und einer Unter­gra­bung des Ehe­sa­kra­ments wider­setz­ten, wur­de von Papst Fran­zis­kus bereits kalt abser­viert. Inzwi­schen begin­nen auch Angrif­fe gegen Kar­di­nal Pell.

Manöver gegen „ehrliche, unabhängige Stimmen an der Kurie“

An der Römi­schen Kurie ist ein Ver­such im Gan­ge, den „ehr­li­chen austra­li­schen Pur­pur­trä­ger“ zu schä­di­gen, wie der Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti bestä­tigt. Ihm wird sein direk­ter und ener­gi­scher Cha­rak­ter zum Vor­wurf gemacht. Inter­es­san­ter ist, daß die Angrif­fe unmit­tel­bar nach dem Ende der Bischofs­syn­ode ein­setz­ten, obwohl der Kar­di­nal seit acht Mona­ten in Rom ist. Und tat­säch­lich fehlt es bei der Kri­tik an sei­ner Per­son nicht an Hin­wei­sen auf sei­ne Wort­mel­dun­gen in der Synode.

Nun, da Kar­di­nal Bur­ke, „eine der ehr­lich­sten und unab­hän­gig­sten Stim­men an der Römi­schen Kurie“ (Tosat­ti) aus der Apo­sto­li­schen Signa­tur, dem Ober­sten Gerichts­hof der Katho­li­schen Kir­che, ent­fernt wur­de, „reden sie an der Kurie über ein schlei­chen­des Manö­ver gegen den austra­li­schen Kar­di­nal Geor­ge Pell, der sich wie der Ame­ri­ka­ner kein Blatt vor den Mund nimmt“, so Tosat­ti in einem gestern in der Tages­zei­tung La Stam­pa erschie­ne­nen Artikel.

Bei Synode Mikrophon abgeschaltet, doch Kardinal Pell sprach mit lauter Stimme weiter

Am 16. Okto­ber war es Geor­ge Pell, der auf der Bischof­syn­ode als erster das Wort ergriff und mit einer feu­ri­gen Rede Ankla­ge gegen die Vor­gangs­wei­se des Gene­ral­se­kre­ta­ri­ats und des­sen Infor­ma­ti­ons­po­li­tik erhob. Eine Initi­al­zün­dung, die zum Auf­stand der Syn­ode­nau­la wur­de und den ziem­lich ver­zwei­fel­ten Syn­oden­se­kre­tär Kar­di­nal Bal­dis­se­ri Hil­fe bei Papst Fran­zis­kus suchen ließ.

Bal­dis­se­ri hat­te soeben bekannt­ge­ge­ben, daß die Ergeb­nis­se der Syn­oden­ar­beits­krei­se nicht ver­öf­fent­licht wür­den. Das brach­te das Faß zum Über­lau­fen. Bereits zuvor hat­ten die Kar­di­nä­le Mül­ler, Bur­ke und ande­re Syn­oda­len die ein­sei­ti­ge Bevor­zu­gung der Kas­per-Par­tei in der Infor­ma­ti­ons­po­li­tik kri­ti­siert. Kar­di­nal Bur­ke sprach von „Mani­pu­la­ti­on“.

Kar­di­nal Pell wie­der­hol­te den Vor­wurf nun offen in der Syn­ode­nau­la. Der Kar­di­nal traf damit den Nerv ande­rer Syn­oda­len. Die offe­ne Rebel­li­on gegen die Syn­oden­re­gie war per­fekt. Die­se ver­such­te hilf­los gegen­zu­steu­ern und pro­vo­zier­te dadurch noch mehr. Um den Kar­di­nal zum Schwei­gen zu brin­gen, wur­de sein Mikro­phon abge­schal­tet. Der Austra­li­er sprach ein­fach mit lau­ter Stim­me so lan­ge wei­ter, bis das Mikro­phon wie­der auf­ge­schal­tet wurde.

„Wir trauen einer Erklärung nicht!“

Sei­ne ankla­gen­de For­de­rung: „Es braucht Trans­pa­renz! Jeder muß sagen kön­nen, was er zu sagen hat!“ Ein har­ter Schlag­ab­tausch, der sei­nen Höhe­punkt erreich­te, als Kar­di­nal Bal­dis­se­ri mit einer Erklä­rung durch das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt ver­trö­sten woll­te und Kar­di­nal Pell sinn­ge­mäß erwi­der­te: „Wir trau­en einer Erklä­rung nicht“. An die­ser Stel­le brach hef­ti­ger Applaus aus und vie­le Syn­oden­vä­ter mach­ten Zwi­schen­ru­fe zur Bekräf­ti­gung des Australiers.

Obwohl es Papst Fran­zis­kus, dem offen­sicht­li­chen Regis­seur der „neu­en Barm­her­zig­keit“, sicht­lich gegen den Strich ging, wil­lig­te er in die Ver­öf­fent­li­chung der Arbeits­kreis­be­rich­te ein. Spä­te­stens an die­ser Stel­le dürf­te dem Papst bewußt gewor­den sein, daß mit der Syn­ode 2014 die gewünsch­ten Zie­le nicht zu errei­chen waren. Tat­säch­lich schei­ter­ten die drei ent­schei­den­den Para­gra­phen des Schluß­be­richts und mach­ten die Syn­ode für deren Pro­mo­to­ren wert­los. Oder fast.

Bruch der Synoden-Geschäftsordnung

Papst Fran­zis­kus, ein gewief­ter Stra­te­ge, ließ die Syn­oden-Geschäfts­ord­nung bre­chen und die drei abge­lehn­ten Para­gra­phen den­noch ver­öf­fent­li­chen. Eine brüs­ke Vor­gangs­wei­se um sich Unter­stüt­zung durch Medi­en und bestimm­te Kir­chen­krei­se zu sichern. Vor allem eine demon­stra­ti­ve Trotz­re­ak­ti­on nach dem Mot­to: Dies­mal wur­de noch ver­hin­dert, aber das näch­ste Mal … Das näch­ste Mal ist bereits im Okto­ber 2015 mit der Ordent­li­chen Bischofs­syn­ode zum sel­ben Thema.

Kar­di­nal Bur­ke bekam die Ver­gel­tung bereits zu spü­ren. Und das „muti­ge und evan­ge­li­sche Ver­hal­ten von Kar­di­nal Pell (Ja Ja, Nein Nein)“, so Tosat­ti, lie­fer­te jenen Muni­ti­on, die den Austra­li­er, der heu­te auf dem Papier fast allein für die Finan­zen und die Ver­wal­tung des Hei­li­gen Stuhls zustän­dig ist und damit einen ziem­lich undank­ba­ren Posten hat, ohne­hin nicht son­der­lich mögen. Geld und Ver­wal­tung spie­len für die Kir­che zwar vor­der­grün­dig kei­ne wich­ti­ge Rol­le, doch das sehen nicht alle so. Bekannt­lich hört für man­che beim Geld vie­les auf.

Der Kar­di­nal wird nun als „zu unaus­ge­gli­chen“ und „zu radi­kal“ dar­ge­stellt. „Dabei soll­te die Auf­rich­tig­keit dem nicht miß­fal­len, der den Prie­stern nahe­legt, nicht kle­ri­kal zu sein. Aber…“, so Tosat­ti in Anspie­lung auf eine jüng­ste „Per­le“ von Papst Franziskus.

Päpstlicher Unmut und Trittbrettfahrer

Tat­sa­che ist, daß sich Kar­di­nal Pell unter den maß­geb­li­chen Per­so­nen kei­ne neu­en Freun­de gemacht hat. Das gilt etwa für die ande­ren Wirt­schafts­ein­rich­tun­gen des Vati­kans, denen durch päpst­li­che Anord­nung wirk­li­che Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se ent­zo­gen wur­den. Der Ärger rich­tet sich gegen den, der sie nun inne­hat. Das bedeu­tet auch, daß Tritt­brett­fah­rer ver­su­chen, sich den päpst­li­chen Unmut gegen den Kar­di­nal zunut­ze zu machen. Laut Motu pro­prio vom Febru­ar 2014 soll­te auch die Finanz­ab­tei­lung des Staats­se­kre­ta­ri­ats Pells Wirt­schafts­di­kaste­ri­um unter­stellt wer­den. Eine Abtei­lung, die über Finan­zen ver­fügt, die jenen der Vati­kan­bank IOR nicht nach­ste­hen. Glei­ches gilt für die Per­so­nal­ab­tei­lung des Staats­se­kre­ta­ri­ats. Doch acht Mona­te nach dem Motu pro­prio ist von einem Über­gang der Zustän­dig­kei­ten kei­ne Rede. Es gibt erheb­li­che Wider­stän­de. Der für sei­ne prag­ma­ti­sche Effi­zi­enz bekann­te austra­li­sche Kar­di­nal dürf­te davon nicht begei­stert sein und es auch sagen.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: MiL

31 Kommentare

  1. Kapu­zi­ner­pre­digt:
    *******************
    Gelobt sei die Dreifaltigkeit
    von nun an bis in Ewigkeit!
    „Barm­her­zig­keit ist eine Zier,
    doch wei­ter kommt man ohne Ihr!“
    So denkt zu Rom der gro­ße Fischer,
    und eines ist wohl völ­lig sicher,
    wenn man geschie­den oder schwul,
    wird einem von dem Heil‘ gen Stuhl,
    ger­ne Barm­her­zig­keit gewährt!
    Wenn man zur Tra­di­ti­on gehört,
    trifft einen schnell des Pap­stes Bann,
    ohne „Barm­her­zig­keit“ sodann!
    Im besten Fall wird man gehetzt
    und in den Ruhe­stand versetzt.
    Wenn‘ s schlecht geht, das ist ja bekannt,
    dann greift man durch mit fester Hand.
    So man­cher Franziskanerpater,
    vom Ordens­zweig der Immaculata,
    der weiß, ich find‘ es wirk­lich schade,
    dann kennt in Rom man kei­ne Gnade.
    Dann greift man durch, ganz schnell und dreist,
    obwohl der Papst Fran­zis­kus heißt!
    Gegen Sol­che, mei­ne Lieben,
    darf man „Barm­her­zig­keit“ nicht üben!
    Denn Katho­li­ken, sol­che Frommen,
    die sind davon ja ausgenommen.
    Die sind Ver­fol­gung ja gewöhnt,
    dar­um der alte Schlacht­ruf dröhnt:
    „Schla­get sie wo ihr sie find,
    das ist doch wirk­lich kei­ne Sünd“
    Es sagt schon Tho­mas von Aquin:
    „Willst du Barm­her­zig­keit bemüh‘ n,
    ver­giss nicht die Gerechtigkeit,
    sonst wird dar­aus nur Grausamkeit“
    Ja, grau­sam ist das böse Spiel,
    das nur Zer­stö­rung hat zum Ziel!
    Viel­leicht kommt Ihr noch selbst in Bann,
    dann stört nicht wei­ter Euch daran.
    Ja, lasst Euch davon nicht betören,
    und folgt den alten Kirchenlehren!
    Geht nur zur alten Liturgie,
    denn bei­der „Neu­en“ weiß man nie,
    was man dort treibt an heil‘ gen Ort
    und ob der Hei­land wirk­lich dort,
    im Sakra­men­te ist zugegen
    und ob es uns gereicht zum Segen!
    Kämpft wei­ter, in des Her­ren Namen,
    blei­bet gut katho­lisch. Amen!

  2. Zehn Kar­di­nä­le, woll­ten katho­lisch sein,
    das war dem Ober­sten zuviel, da waren´s nur noch neun.
    Neun Kar­di­nä­le, sie beten Tag und Nacht,
    Bur­ke wur­de schnell­stens weg­ge­mobbt, da waren´s nur noch acht.
    Acht Kar­di­nä­le soll­ten „aus­ge­grenz­te“ lieben,
    Pell hielt dage­gen, Ton war weg, bald sind es nur noch sieben.
    Sie­ben Kar­di­nä­le, ein paar sind schon perplex
    Bald kommt der Angriff auf den Mül­ler, dann sind es nur noch sechs
    Sechs Kar­di­nä­le, Herr Marx die Nase rümpft
    Das ist ihm immer noch zu viel , viel bes­ser wären fünf
    Fünf Kar­di­nä­le, wer ist denn jetzt noch hier?
    Caf­farra hat ein Buch geschrie­ben, es sind bald nur noch vier
    Vier Kar­di­nä­le, wann ist der Alb­traum bloß vorbei?
    So schnell noch nicht, sagt unser Papst, die näch­ste Zahl ist drei.
    Drei Kar­di­nä­le, auch Kas­per ist dabei
    Der stört mich aber sel­ber jetzt, da nehm ich lie­ber zwei.
    Zwei Kar­di­nä­le, wol­len bei der Wahr­heit sein, einer will sie suchen im Vatikan
    Der letz­te bleibt allein.
    Ein Kar­di­nal, er bit­tet um Gebet
    Wir soll­ten schnell­stens unter­stüt­zen, sonst ist es bald zu spät.

    • @ Sabi­ne

      Der Papst ver­gißt die Perlenkette,
      beim Aus-dem-Hause-gehn.
      Kas­per ver­liert mit Marx die Wette,
      da waren’s wie­der Zehn.

      • @ Senf­korn
        Bingo !!!!!!
        Da soll noch mal einer sagen es gäber Unei­nig­keit bei den Katholiken 😉
        Auf die­ser Web­site schla­gen doch die mei­sten Her­zen im glei­chen Takt.

  3. „Der dama­li­ge Erz­bi­schof von Syd­ney gilt als rechtgläubig“

    Ent­schul­di­gung, aber wer wie Kar­di­nal Pell öffent­lich Adam und Eva als Mythos bezeich­net und erklärt, dass Athe­isten in den Him­mel kom­men kön­nen und dass die Höl­le wahr­schein­lich leer ist, kann unmög­lich als „recht­gläu­big“ bezeich­net werden.

    Wenn Adam und Eva ein Mythos sind, dann hat es kei­ne Erb­sün­de gege­ben, die einen gott­mensch­li­chen Erlö­ser erfor­der­lich macht und als Vor­aus­set­zung für Ihn zusätz­lich eine von der Erb­sün­de unbe­fleckt emp­fan­ge­ne Got­tes­mut­ter benötigt.
    Ohne Erb­sün­de bricht gan­ze katho­li­sche Glau­bens­ge­bäu­de kom­plett zusam­men bzw ist dann nicht mehr katholisch.

    Guter Arti­kel dazu hier mit Video, wo der Kar­di­nal sei­ne „Weis­hei­ten“ von sich gibt.
    http://unamsanctamcatholicam.blogspot.de/2012/05/cardinal-pell-richard-dawkins-adam-eve.html

    • Wenn ein Kar­di­nal wie Kar­di­nal Pell “ Adam und Eva “ als Mythos bezeich­net und die
      Höl­le als wahr­schein­lich leer und Athe­isten als mög­li­che Him­mels­aspi­ran­ten nennt, kann man ihn nicht als recht­gläu­big bezeich­nen. Es ist heu­te modern gewor­den, zum
      Bei­spiel die Höl­le zu leug­nen ( Erz­bi­schof Marx ) und gleich­zei­tig katho­li­sche Positio-
      nen zu ver­tre­ten. Jeder ist sich sel­ber Lehr­amt und Papst. Es wird sich ein­fach etwas
      her­aus­ge­pickt und dann ent­spre­chend geleug­net oder bestä­tigt, je nach Situa­ti­on. Die-
      se Eier­tän­ze wer­den von vie­len Bischö­fen prak­ti­ziert und das Kir­chen­volk wird so sys-tema­tisch verwirrt.
      Sie lie­be Mar­ti­na haben voll­kom­men recht wenn Sie sagen, was Kar­di­nal Pell sagt :
      “ Adam und Eva, ein Mythos „, dann ist unser Glau­be hin­fäl­lig und es hät­te kei­ner Er-
      lösung bedurft.

    • Die „Aller­lö­sungs­leh­re“ ist mei­ner Mei­nung nach die aktu­ell ver­häng­nis­voll­ste Häre­sie über­haupt und eine der Haupt­ur­sa­chen der gegen­wär­ti­gen gro­ssen Kir­chen­kri­se. Wenn die Prie­ster und Bischö­fe kei­ne See­len mehr in den Him­mel mehr füh­ren müs­sen, da die Höl­le ja ohne­hin leer ist, das Süh­ne­op­fer daher auch nicht mehr dar­brin­gen müs­sen, nie­man­den mehr tau­fen oder gar jeman­des Beich­te hören brau­chen, ist ihre Rol­le, ja die der gan­zen Kir­che eigent­lich obsolet.
      Kein Wun­der ver­su­chen sie ihren „Job“ daher mit aller­lei son­sti­gem Sinn zu fül­len, die nutz­los gewor­de­ne Kir­che immer­hin noch zu einem brauch­ba­ren Hilfs­werk umzuformen.
      Wenn sie aber mal einen Blick ins Evan­ge­li­um wagen wür­den, und nach­le­sen wür­den, was Jesus über die ewi­ge Ver­damm­nis sagt, wür­den sie bald erken­nen, dass die „Aller­lö­sungs­leh­re“ rein gar nichts mit dem Chri­sten­tum zu tun hat!

  4. Es ist nicht zu ver­ste­hen, dass kon­ser­va­ti­ve Krei­se (wie auch kath.net) DIESEM Papst noch immer zujubeln…

    • „kath.net“ ist nicht mit­nich­ten kon­ser­va­tiv. Es war es nie. Lesen Sie doch mal die Kom­men­ta­re des dor­ti­gen Ober­gu­rus „gan­dolf“.
      Das ist absur­der Füh­rer­kult ver­bun­den mit dem Evan­ge­li­ka­lis­mus, den der Prä­di­kant Ber­go­glio so sehr liebt.

    • die kip­pen ganz langsam…

      sie­he hier, letz­ter Abschnitt: http://www.spectator.co.uk/features/9361502/watch-out-pope-francis-the-catholic-civil-war-has‑‎begun/‎

      und auf kath.net sind seit der Syn­ode die Kom­men­ta­re explo­si­ons­ar­tig ange­stie­gen, die zumin­dest Unwohl­sein mit dem Papst aus­drücken, bzw. sich im Stich gelas­sen fühlen

      dau­ert halt alles in einer Zeit, wo man sich nach Abschaf­fung der Wahr­heit durch den Kon­zils­geist als kon­ser­va­ti­ver Katho­lik an den Papst geklam­mert hat… ich hab auch ein wenig gebraucht, aber die Attacken auf den Usus Anti­qu­or haben mir die Augen geöffnet…

      • Bei kath.net kippt nie­mand und nichts. Das der­zei­ti­ge Zulas­sen von „besorg­te­ren Leser­kom­men­ta­ren“ ist rei­nes Kal­kül, um die Leser und damit Spen­der nicht zu ver­grau­len. Man beach­te ein­fach, wel­che Arti­kel und Bei­trä­ge von kath.net gebracht wer­den und — viel wich­ti­ger — wel­che NICHT gebracht wer­den! Mani­pu­la­ti­ves Portal.
        Soll­te in der Grün­dungs­phi­lo­so­pie Evangelisierung/Verkündigung gemäß der unver­kürz­ten katho­li­schen Leh­re und Tra­di­ti­on ehr­lich gewollt gewe­sen sein? Mög­lich. Heu­te wird ehr­lich Geld gewollt.

    • Wo kath.net drauf­steht, ist Schön­born drin­nen. Es geht ums lie­be Geld.
      Dafür walzt Ober­chef „Gan­dalf“ lie­ber from­me Katho­li­ken nie­der und ver­biegt sich gelenkig.
      Er hat eine Abnei­gung gegen den Alten Ritus und die Tra­di­ti­on inha­liert, damit er schrei­en kann: „Seht her, ich bin zwar kon­ser­va­tiv, aber doch kein Tra­di“. Abput­zen und distan­zie­ren. Nicht sehr nobel. Dafür aber kon­for­mi­stisch, nicht für die Moder­ni­sten, aber die sog. „Kon­ser­va­ti­ven“.
      Und die wol­len irgend­wie recht­gläu­big sein, aber nicht zuviel, um den Mehr­heits­fa­den nicht zu ver­lie­ren, und ja kein Kon­flikt mit den Moder­ni­sten. Kurz­um: mehr Kir­chen­po­li­tik und Bie­der­keit als gerad­li­ni­ger Miles Christi.
      Oder habe ich „Gan­dalf“ nach zehn Jah­ren immer noch nicht verstanden?

      • Nicht zu ver­ges­sen, dass das angeb­lich soo kon­ser­va­ti­ve „kath.net“ zu den fana­tisch­sten Ver­brei­tern und Unter­stüt­zern des häre­ti­schen „Medjugorje“-Fakes gehört. Auch hier sind sie getreu­en Klas­sen­spre­cher ihres Geld­ge­bers Grav von Schönborn.
        Wer auf die­se Lin­zer Rene­ga­ten rein­fällt und meint, die sei­en „recht­gläu­big“, ist sel­ber schuld. Die sind genau­so moder­ni­stisch wie der Mainstream.

      • In kaum einem Medi­um wird der Hass gegen Russ­land mehr kul­ti­viert als auf kath.net.
        Msgr. Schle­gel ist hier­bei ein Rädels­füh­rer. Ich ken­ne kei­nen Prie­ster, der hass­erfüll­ter ist als Schlegel.

      • Sweet, ange­sichts der evan­ge­li­ka­len Affi­ni­tät von kath.net sind die dump­fen Ste­reo­ty­pen nur folgerichtig.
        Kath.net ist bana­ler Neo-Kon­ser­va­tis­mus pur, frei­lich recht unbe­hol­fen und weni­ger pro­fes­sio­nell in sei­nem „Füh­rer­kult“ als die ame­ri­ka­ni­schen Originale.
        Es ist papa­la­tri­sches Irren­haus, irre des­we­gen weil Gan­dalf und co. die albern­sten Kon­struk­te in ihrem Jubel­sprech sich mitt­ler­wei­le erdenken müs­sen um die ekla­tan­ten Wider­sprü­che zw. „B16“ „JP2“ „CIC“ u „KKK“ und dem argen­ti­ni­schen Per­len-Händ­ler irgend­wie glatt Bügeln zu kön­nen. Die­se Schi­zo­phre­nie ist aktu­ell sehr gut bei „Gan­dalf“ zu bemerken.

      • kath­net zen­siert rück­sichts­los alles, was sich gegen die dort betrie­be­ne Ruß­land­het­ze wen­det. Rück­fra­gen mei­ner­seits, war­um mei­ne Stel­lung­nah­me gegen bil­li­ge Ruß­land­po­le­mik nicht ver­öf­fent­licht wur­de, wur­den eben­so­we­nig beant­wor­tet wie eine offi­zi­el­le Beschwer­de bei der Redak­ti­on. Danals hielt ich die­ses Ver­hal­ten ein­fach nur für fei­ge und cha­rak­ter­los. Heu­te, nach dem Buch „gekauf­te Jour­na­li­sten“, scheint mir eine ande­re Erklä­rung naheliegender.

      • Kann den Vor­kom­men­ta­to­ren in allem nur zustim­men. Das ist ein übles „neo-kon­ser­va­ti­ves“, ergo: moder­ni­sti­sches Hetz-Por­tal, die auch völ­lig kri­tik­los die pro­te­stan­tisch-libe­ra­len „USA“ beju­beln und dem dor­ti­gen, von frei­mau­re­ri­schen Mega-Fami­li­en (Rocke­fel­ler, Ken­ne­dy, Mur­doch) finan­zier­ten Tur­bo-Kapi­ta­lis­mus anhän­gen, der im Ver­ein mit der „UNO“ die Eine-Welt-Reli­gi­on imple­men­tiert. Das erklärt die Russ­land-Het­ze, die dort betrie­ben wird. 

        „Gan­dalf“, im real life Roland Baron de Nord­berg-Noé, geb. Bier­mei­er (dass er den Namen sei­ner Gat­tin ange­nom­men hat, sagt vie­les über sei­ne Grund­ein­stel­lung aus!), ist ein geschei­ter­ter Theo­lo­ge, der von kei­nem Semi­nar ange­nom­men wur­de. Als Roland Bier­mei­ner hat er mit Halb­star­ken­al­lü­ren der­einst im Mühl­vier­tel Angst und Schrecken ver­brei­tet; nun macht er via kath.net Linz unsicher.

  5. Man kann die Augen vor der Rea­li­tät schlie­ßen, weil sie zu uner­träg­lich scheint. Es gibt Lebens­pha­sen, in denen es viel­leicht sogar nötig ist, um sich selbst vor Ver­zweif­lung oder zu gro­ßem Kum­mer zu schüt­zen. Doch das ist ein Rezept, das nur vor­über­ge­hend hilft.

    Seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil fin­det in der katho­li­schen Kir­che eine Revo­lu­ti­on statt. Offen war schon damals die Rede vom „1789 der katho­li­schen Kir­che“ oder vom „Ende der Gegen­re­for­ma­ti­on“, sowohl von Pro­gres­si­sten als auch von Ver­tei­di­gern des Glaubens.
    Alle Alarm­glocken hät­ten schril­len müs­sen, weil es eine Revo­lu­ti­on in der katho­li­schen Kir­che nicht geben kann. Weil sie die Hüte­rin des geof­fen­bar­ten, des emp­fan­ge­nen Glau­bens ist, den zu revo­lu­tio­nie­ren, zu ver­än­dern, die Kir­che kein Recht hat.

    Es „muss­te“ schließ­lich zu Ber­go­glio kom­men, er ver­bie­tet uns, wei­ter die Augen zu schlie­ßen oder Illu­sio­nen anzuhängen. 

    Nach dem vom Ter­min her selt­sa­men Rück­tritt Bene­dikt XVI. muss­te klar sein, dass sein Nach­fol­ger unmög­lich ein Kar­di­nal Bur­ke oder Kar­di­nal Pell sein konn­te. Die grau­en Emi­nen­zen im Hin­ter­grund wür­den ein zwei­tes Pon­ti­fi­kat ähn­lich dem Bene­dikt XVI. auf kei­nen Fall mehr dulden.
    Inner­kirch­lich haben wir schon lan­ge ein Schis­ma. Glau­bens­treue Katho­li­ken schlie­ßen immer wie­der davor die Augen. Es nutzt nichts mehr.
    Auch Kar­di­nal Pell wird von Ber­go­glio noch wei­ter ent­sorgt wer­den. Obwohl sei­ne Ver­set­zung als Finanz­chef weg von der Seel­sor­ge schon schlimm genug war. Der Jako­bi­ner Ber­go­glio kennt kei­ne Rück­sicht mehr.
    Hof­fent­lich gehen den glau­bens­treu­en Katho­li­ken recht­zei­tig die Augen auf. Hof­fent­lich hal­ten sie Ber­go­glio nicht für einen „Betriebs­un­fall“, den das näch­ste Kon­kla­ve schon wie­der aus­bes­sern wird.
    Die Angst vor einem evtl. offi­zi­el­len Schis­ma ist gefähr­li­cher, als ein Schis­ma selbst. Wir haben als katho­li­sche Kir­che schon lan­ge die Ein­heit in der Wahr­heit ver­lo­ren. Die­ser Syn­kre­tis­mus oder Plu­ra­lis­mus im Glau­ben ist ver­ant­wort­lich dafür, dass die Ehe­leh­re von den römi­schen Auto­ri­tä­ten auf­ge­ge­ben wird und von vie­len Bischö­fen inof­fi­zi­ell längst auf­ge­ge­ben wur­de. Eine Kir­che, deren Auto­ri­tä­ten sich anma­ßen, den geof­fen­bar­ten Glau­ben dem Zeit­geist anzu­pas­sen, wird auch die Ehe­leh­re, die gesam­te Moral, dem Zeit­geist anpassen.
    Ich sehe nur zwei Mög­lich­kei­ten: Glau­bens­treue Katho­li­ken pas­sen sich an, rei­hen sich wei­ter ein in den Nie­der­gang oder sie wider­ste­hen. Das ist mög­li­cher­wei­se der Weg ins Schis­ma. Das dann Gestalt annimmt, wenn glau­bens­star­ke Kar­di­nä­le sich an die Spit­ze des Wider­stands stellen.

    Es kann auch anders kom­men. Doch wir soll­ten gewapp­net sein.

  6. Der der­zei­ti­ge Papst und die­je­ni­gen ihm ent­spre­chen­den, die er zu sich hol­te, sind offen­sicht­lich nur mit für alle (!) Betei­lig­ten ent­eh­ren­den Mit­teln in der Lage ‚ihre Vor­stel­lun­gen von Kir­che‘ zu verfolgen.

    • Sehr gut beob­ach­tet! Hier­an erkennt man das gan­ze Aus­maß ihrer Nie­der­tracht. Und so etwas will barm­her­zi­ge Lie­bes­kir­che sein. Welch eine Komödie!

  7. Kar­di­nal Pell ist lei­der gesund­heit­lich etwas ange­schla­gen (das war bereits ein The­ma als Stim­men in Rom kur­sier­ten er wer­de Nach­fol­ger von Kar­di­nal Leva­da, schließ­lich wur­de es dann G.L. Müller).
    Er ist ein star­ker Beter hof­fent­lich kann er sich unter die­sen wid­ri­gen Umstän­den in Rom behaup­ten und als Beken­ner aus­har­ren unter die­sem Regime.

  8. So wenig F. sich in der Bibel aus­zu­ken­nen scheint, so mehr zei­gen sich sei­ne Qua­li­tä­ten in kir­chen­po­li­tisch-mili­tä­ri­scher Ope­ra­ti­ons­füh­rung: hat schon was Ver­wand­tes mit die­sen Sprengstoffgürtel-Fachkräften.

  9. @ Kosta­di­nov

    Dass Oba­ma los­ge­löst und hilf­los wirkt, ist eine Täu­schung der Wahrnehmung. 

    Er, Oba­ma, zieht sein NWO-Pro­gramm, dass ihm von der Hoch­fi­nanz, der Wall Street, vor­ge­setzt wur­de, ohne mit der Wiper zu zucken, durch.

    • woll­te mich nicht auf Oba­ma-Niveau bege­ben… ich mein­te eher die Aus­sa­ge, dass die „mode­ra­te con­ser­va­ti­ve Catho­lics are losing con­fi­dence in him“, war der vor­letz­te Abschnitt, sorry

  10. Pell wäre zur­zeit der ein­zi­ge Gegen­kan­di­dat von Franziskus.

    Er wür­de die äußer­li­che Ein­fach­heit Fran­zis­kus´ aber auch das gan­ze Erbe Bene­dikts in sich vereinen.

  11. Dass der auch noch weg muss, ist voll­kom­men klar, den konn­te schon der Vor­gän­ger nicht brau­chen, da gab es ja den Eier­tanz ob er Prä­fekt der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on wird!

Kommentare sind deaktiviert.