Piusbruderschaft antwortet Bischof Semeraros Exkommunikationsdrohung

Kathedrale von Albano
Kathe­dra­le von Alba­no

(Rom) Die Pius­bru­der­schaft (FSSPX) ver­öf­fent­lich­te eine Ant­wort auf das Schrei­ben von Bischof Mar­cel­lo Semer­a­ro von Alba­no (sie­he Bericht Kir­che und Pius­bru­der­schaft: Ver­trau­ter des Pap­stes droht Gläu­bi­gen mit Exkom­mu­ni­ka­ti­on). Der Brief an die Pfar­rer sei­ner Diö­ze­se sorg­te für inter­na­tio­na­les Auf­se­hen, da er im Wider­spruch zu den jüngst wie­der­auf­ge­nom­me­nen Gesprä­chen zwi­schen dem Hei­li­gen Stuhl und der Pius­bru­der­schaft zu ste­hen scheint und Bischof Semer­a­ro ein enger Ver­trau­ter von Papst Fran­zis­kus und Sekre­tär des C9-Kar­di­nal­s­rats ist.

Als Hin­ter­grund wird genannt, daß der Bischof sich über mehr als 60 Kin­der ärge­re, die der Kate­che­se der Pius­bru­der­schaft für die Erst­kom­mu­ni­on fol­gen und rund 30 Kin­der, denen von Bischof de Galar­re­ta (FSSPX) Anfang Okto­ber die Fir­mung gespen­det wur­de. Ob diö­ze­san­in­ter­ne oder dar­über hin­aus­ge­hen­de Grün­de Anlaß für den bischöf­li­chen Brief waren, bleibt vor­erst unklar.

Anfragen an Bischof Semeraro

„Vie­le Din­ge könn­ten wir Msgr. Semer­a­ro aus sei­nem Blick­win­kel fra­gen“, heißt es in der Erklä­rung des Ita­lie­ni­schen Distrikts der Pius­bru­der­schaft. „Wir könn­ten fra­gen, ob er weiß, daß die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. 1970 mit der Appro­ba­ti­on des Bischof von Frei­burg [im Ücht­land] errich­tet wur­de; daß der Hei­li­ge Stuhl ihr 1971 das Decretum lau­dis aus­stell­te; daß das Haus der Bru­der­schaft in Alba­no mit sei­nem halb­öf­fent­li­chen Ora­to­ri­um zur Spen­dung der Sakra­men­te von sei­nem Vor­gän­ger Msgr. Raf­fae­le Maca­rio am 22. Febru­ar 1974 (Prot. Nr. 140/74) kano­nisch errich­tet wur­de.“

Und wei­ter: „Wir könn­ten ihn eben­so fra­gen, wie er sei­ne Ver­bo­te mit den offi­zi­el­len Erklä­run­gen des Hei­li­gen Stuhls in Ein­klang bringt, der mit einer Ant­wort der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei vom 18. Janu­ar 2003 erklär­te, daß die Sonn­tags­pflicht durch Teil­nah­me an einer von einem Prie­ster der Pius­bru­der­schaft zele­brier­ten Mes­se erfüllt wer­den kann“.

„Wir könn­ten ihn auch fra­gen, war­um er, der Bischof, eine öku­me­ni­sche Vigil in der Kathe­dra­le (18. Janu­ar 2014) orga­ni­sie­ren kann, um mit Men­schen zu beten, die sich mit Sicher­heit nicht „in Gemein­schaft mit der Katho­li­schen Kir­che“ befin­den, dar­un­ter eine evan­ge­li­sche Pasto­rin und ein ortho­do­xer Bischof, wäh­rend sei­ne Gläu­bi­gen nicht mit ande­ren Katho­li­ken die Mes­se bei der Bru­der­schaft fei­ern kön­nen sol­len.

Homosexuelle und Protestanten willkommen, nicht aber traditionsverbundene Katholiken?

Wir könn­ten ihn auch fra­gen, war­um sein Geist der Offen­heit so groß ist, daß er das Erste Forum homo­se­xu­el­ler Chri­sten mit­ein­schließt, das am ver­gan­ge­nen 26.–28. März im Haus des Somas­ker­or­dens statt­fand, aber nicht, wer der Tra­di­ti­on der katho­li­schen Kir­che ver­bun­den bleibt.“

Die Bru­der­schaft erwar­te sich kei­ne Ant­wort auf die­se Punk­te, die „die offen­sicht­li­chen Wider­sprü­che von Msgr. Semer­a­ro erken­nen las­sen“.

Die Pius­bru­der­schaft grün­de ihren Auf­trag „gera­de auf die Not­wen­dig­keit, die Irr­tü­mer gegen den römisch-katho­li­schen Glau­ben zu bekämp­fen, die in der Kir­che sogar von Bischö­fen ver­brei­tet wer­den“. Die Aus­sendung nennt in die­sem Zusam­men­hang „öku­me­ni­schen Indif­fe­ren­tis­mus“, der allen Reli­gio­nen die glei­che Gül­tig­keit zuspre­che, als wären sie eigen­stän­di­ge und gleich­wer­ti­ge Heils­we­ge. Dadurch wer­de das Erste Gebot Got­tes miß­ach­tet; eine „Lit­ur­gie“, die sich davon ent­fer­ne, Aus­druck der katho­li­schen Dog­men zu sein, um „semi-pro­te­stan­tisch und ehr­furcht­los“ zu wer­den. „Irr­tü­mer, die immer wei­ter vor­an­ge­trie­ben wer­den, wie die jüng­ste Syn­ode gezeigt“ habe, „bei der unter dem Vor­wand der Barm­her­zig­keit, die Ände­rung des Sech­sten Gebots dis­ku­tiert wur­de und der Ver­zicht auf die Unauf­lös­lich­keit der christ­li­chen Ehe“.

„Drohungen und ungerechte kirchenrechtliche Sanktionen“

Die Pius­bru­der­schaft wer­de wei­ter­hin nach dem Vor­bild ihres Grün­ders „unver­kürzt das depo­si­tum fidei und die katho­li­sche Moral wei­ter­ge­ben und sich offen gegen die Irr­tü­mer wen­den, die die­se ent­stel­len wol­len“. Dabei fürch­te man „weder Dro­hun­gen noch unge­rech­te kir­chen­recht­li­che Sank­tio­nen, da weder Msgr. Semer­a­ro noch irgend­ein ande­res Mit­glied der kirch­li­chen Hier­ar­chie die­ses depo­si­tum ändern“ kön­ne. Es sei wich­ti­ger Gott zu gehor­chen als den Men­schen, zitiert die Aus­sendung abschlie­ßend den Apo­stel Pau­lus.

In die­sem Sin­ne wer­de die Bru­der­schaft ihre Seel­sor­ge fort­set­zen und „jeder Gläu­bi­ge, der die Sakra­men­te emp­fan­gen möch­te, wie sie die Kir­che immer gespen­det hat, der einen authen­ti­schen Kate­chis­mus für sei­ne Kin­der wünscht und eine ent­spre­chen­de Unter­wei­sung für Erwach­se­ne, der eine geist­li­che Lei­tung wünscht und eine Stär­kung für die Kran­ken, wird immer will­kom­men sein“, so der Distrik­t­o­be­re für Ita­li­en.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/FSSPX (Screen­shot)

32 Kommentare

  1. Bra­vo! Es ist ein­fach eine Wohl­tat und ein Geschenk Got­tes, dass die Una Sanc­ta noch da ist — nicht in Rom, aber in der FSSPX!

  2. Eine kla­re und völ­lig rich­ti­ge Ant­wort!

    Es scheint eine abe­g­stimm­te Kam­pa­gnie gegen die FSSPX im Gang zu sein — sie­he auch die Bericht­erstat­tung auf kath.net / KNA wo ans­schei­nend absicht­lich Über­set­zungs­feh­ler ein­ge­baut wur­den um die öffent­li­che Mei­nung zu beein­flus­sen http://www.kath.net/news/48104

    • Klar han­delt es sich um eine Kam­pa­gne, die seit Jahr­zehn­ten läuft in immer wie­der­leh­ren­den For­men. Kath.net ist ein Zen­sur­ver­ein, der alle aus­klingt, die etwas Kri­ti­sches über Ber­doglio sagen bzw. schrei­ben.

      • Rich­tig, ich habe dort bis Anfang des Jah­res auch kom­men­tiert.… Nach­dem nur noch rund 20% mei­ner Postings ver­öf­fent­licht wur­den habe ich unter Pro­test mei­nen Account löschen las­sen. Jede Kri­tik an Franz und sei­nen Vasal­len wird dort, genau wie Sie schrei­ben zen­siert.

      • „kath.net“ ist ein lächer­li­cher Tum­mel­platz voll­kom­men infan­ti­ler „Füh­rer sprich wir folgen…“-Gestalten und zudem wird dort eine Un-Art von brand­ge­fähr­li­chem evan­ge­li­ka­lem Katho­li­zis­mus „kul­ti­viert“, eben das was sich der für den „Segen“ vor Evan­ge­len-Pasto­ren sich demü­tig-Knien­de Ber­go­glio für die römi­sche Kir­che ersinnt.

    • @Pascal

      Ich fin­de dort gar kei­ne Per­len mehr 🙁 , oder sind mei­ne ver­zwei­fel­ten Augen dar­ob so ver­heult, daß ich auch eine klit­ze­klei­ne nicht mehr sehen kann?

    • Kath.net ist unter dem Deck­ma­en­tel­chen des Kon­ser­va­ti­ven ein wei­te­res Hetz­por­tal gegen die Tra­di­ti­on und man will es nicht gegen sie ver­wen­den auch noch aus Oester­reich, wo gera­de der groess­te Anti­kir­chen­kampf tobt.
      Gera­de um die­se eigent­lich nur eine Unver­scha­emtheit dar­stel­len­de Aeu­sse­rung eines sog. Papst Ver­trau­ten wird nun ein­mal wie­der eine Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­de­bat­te gestrickt.
      War Bene­dikt nicht ?
      Gab es kein Summum Pon­ti­fi­cum ?
      Nein, ich glau­be die Kath.net Schrei­ber­lin­ge dre­hen und mischen solan­ge an der Wahr­heit bis ein huebs­ches Brei­chen her­aus­kommt.
      Lei­der trifft fuer Kath net der boe­se Revan­chi­sten­spruch voll zu “ Das Gegen­teil von Geist­reich ist Oester­reich “ ! (Bit­te NUR fuer Kath.net)

    • Ich will mir jetzt nicht den Unmut aller hier zuzie­hen, aber ganz so sehe ich es nicht. Kath.net lässt schon auch kri­ti­sche­re Stim­men zu, man muss nur eben sehr auf den Ton ach­ten, was ja nun auch nicht immer ver­kehrt ist. es erscheint mir auch nicht akzep­ta­bel, Kri­tik am Papst, die man durch­aus üben darf, in die Form einer extrem per­sön­lich her­ab­set­zen­den Pole­mik zu klei­den. Damit erreicht man zudem nur, dass sich die­je­ni­gen, die dem Papst nur solan­ge treu sind, wie er ihre Posi­tio­nen bestärkt, ent­rü­sten kön­nen.

      Kri­tik muss man üben, auch deut­li­che, inhalt­li­che Kri­tik. Nur muss man auf den Ton ach­ten und jede Belei­di­gung mei­den.

      • Hoch­ge­ehr­ter @Suarez,

        Ihre gro­ße Höf­lich­keit und Ihr rie­si­ger Ein­satz und Geduld bei der Ver­tei­di­gung des Glau­bens rufen mei­ne größ­te Bewun­de­rung her­vor.
        Es freut mich per­sön­lich sehr daß Sie hier posten und auch lesen.
        Gott befoh­len!

      • Ich wuensch­te ich koenn­te Ihnen Recht geben.
        Nein, bei Kath. Net fliegt raus, wer Papst Franz kri­ti­siert (und da gibt es auch in vor­neh­men Ton Eini­ges) oder wer Sym­pha­ti­en fuer FSSPX hat.
        Ist ja letzt­lich auch egal, denn das „Franz-Per­len-Jubel-kri­tik­los“ Por­tal soll lesen wer will, mei­ne Zeit dafu­er ist zu scha­de.
        Got­tes Segen !

      • Hoch­ge­ehr­ter @Adrien Antoi­ne,

        wo sonst lohn­te es sich, wenn nicht für die Ver­tei­di­gung der Wahr­heit sich mit gan­zem Her­zen ein­zu­set­zen?

        Wir leben in dunk­len Zei­ten, wo der Glau­be mit­ten aus der Kir­che her­aus ver­zerrt und in sein Gegen­teil ver­kehrt wird. Wenn ich lese, was eini­ge angeb­lich katho­li­sche Bischö­fe(!) von sich geben, wie sie die Authen­ti­zi­tät des Glau­bens mit ihren zeit­gei­sti­gen, von Lob­by-Grup­pen for­cier­ten Phra­sen aus­höh­len, dann kann ich, wie vie­le ande­re auch — Sie ein­ge­schlos­sen — nicht mehr schwei­gen.

        Ich sehe das der­zei­ti­ge Pon­ti­fi­kat ins­be­son­de­re was sei­ne Dar­stel­lung in den Medi­en anbe­trifft, als schwe­re Bür­de, ja teil­wei­se als Kata­stro­phe für die Kir­che an, will mich aber nicht zu einer Kri­tik hin­rei­ßen las­sen, die die Per­son trifft, da doch eine kirch­li­che Ent­wick­lung gemeint ist, die sich ana­log der gesell­schaft­li­chen voll­zo­gen hat.

        Das Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus steht unter dem Zei­chen eines Pro­gres­sis­mus, der nicht erst mit die­sem Pon­ti­fi­kat ent­stan­den ist, son­dern es spie­gelt die Logik der Moder­ne wie­der, in der Wahr­heit — auch und gera­de im Glau­ben — als fle­xi­bles Instru­ment mensch­li­chen Tuns inter­pre­tiert wird.

        Ich möch­te hier eine Stel­le in „Die Meta­mor­pho­sen des Got­tes­rei­ches“ von Eti­en­ne Gil­son, den Sie sicher bestens ken­nen, zitie­ren. Gil­son setzt sich hier mit ein­zel­nen Aspek­ten Dan­tes „Mon­ar­chia“ aus­ein­an­der:

        „Kein Stell­ver­tre­ter, ob gött­lich oder mensch­lich, ist dem gleich­ge­stellt, des­sen Stell­ver­tre­ter er ist. Der Beweis dafür ist, daß er wohl die Auto­ri­tät von ihm emp­fan­gen, sie aber nicht sei­ner­seits wie­der ver­ge­ben kann. Ergän­zen wir noch, daß er nie­mals all das ver­mag, wozu sein Herr mäch­tig ist, wie man es über­zeu­gend im Fal­le des Pap­stes sieht, der sei­ne Auto­ri­tät von Gott erhält, was ihm aber nicht die Macht ver­leiht, Wun­der zu wir­ken oder Din­ge zu erschaffen…ein Stell­ver­tre­ter ist nur mäch­tig durch die Macht sei­nes Her­ren. Man muss also sorg­fäl­tig dem Fall ent­spre­chend unter­schei­den. Chri­stus sag­te zu Petrus: ‚Alles, was du auf Erden bin­den wirst, wird auch im Him­mel gebun­den sein, und alles was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Him­mel gelöst sein.‘ Die­ses Fak­tum ist unbe­streit­bar, aber nun gilt es zu wis­sen, was ‚alles‘ sagen will. ..Kurz, Petrus wird die Macht haben, ‚alles‘ das zu tun, was sich auf sein Amt bezieht, und selbst da nichts Bedeu­ten­des. Um nur ein Bei­spiel zu neh­men: er kann nicht eine regu­lär geschlos­se­ne Ehe tren­nen und nie­mand wie­der­ver­hei­ra­ten, wenn des­sen Part­ner noch lebt. Die Schlüs­sel­ge­walt wur­de Petrus nicht abso­lut gege­ben, son­dern nur in Rela­ti­on zu sei­ner päpst­li­chen Funk­ti­on.“

  3. Sehr gut. Es ist wich­tig, dass die römi­schen Auto­ri­tä­ten end­lich erken­nen, dass die Tra­di­tio­na­li­sten nicht so naiv sind und es nie waren, sich von der­art moti­vier­ten Kir­chen­stra­fen ein­schüch­tern zu las­sen, selbst wenn sie rein for­mal­ka­no­ni­stisch gerecht­fer­tigt zu sein schie­nen. Erkennt Rom das nicht, ist Rom naiv, nicht die Tra­di­tio­na­li­sten. Zumal: WEn inter­es­siert es heu­te noch, ob jemand exkom­mu­ni­ziert ist? Wenn man nicht gera­de in einem kirch­li­chen Dienst­ver­hält­nis steht, gibt es kei­ne prak­ti­schen Kon­se­quen­zen oder Nach­tei­le, was auch rich­tig ist.

    • Auto­ri­tä­ten ? Amts­in­ha­ber im Nicht­dienst der Kir­che wäre bes­ser gesagt. Für uns sind die­se Leu­te kei­ne wirk­li­chen Auto­ri­tä­ten.

  4. Die Pius­brü­der soll­ten etwas dif­fe­ren­zier­ter argu­men­tie­ren. Sie wer­fen die Pro­te­stan­ten und Ortho­do­xen in den glei­chen Topf, weil die­se nicht dem Papst unter­ste­hen: die Pius­bru­der­schaft unter­wirft sich auch nicht unbe­dingt dem Papst. Man soll­te auf die Sakra­men­te schau­en. Bei den Pro­te­stan­ten sind die Wei­hen ungül­tig, weil Luther nur Prie­ster und kein Weih­bi­schof war. Die Real­prä­senz in der Hostie fehlt, weil Luther die­ses Sakra­ment abge­schafft hat. Bei den Ortho­do­xen sind alle Sakra­men­te gül­tig vor­han­den. Die Real­prä­senz ist gege­ben. Die Pius­bru­der­schaft, soll­te nicht je nach Lage sich auf die Leh­re ode dann auf den Papst bezie­hen.
    Es ist rich­tig, dass eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on sich jeder auto­ma­tisch zuzieht der öffent­lich Irr­tü­mer ver­brei­tet, dazu braucht es kei­nen for­mel­len Akt.

    • Was heißt dif­fe­ren­zier­ter argu­men­tie­ren. Bei den Ortho­do­xen gibt es ver­schie­de­ne Rich-
      tun­gen, sie ein­zeln zu benen­nen, ist an sich belang­los. Der Pius­bru­der­schaft ist viel­mehr
      zu ver­dan­ken, dass die “ Hei­li­ge Mes­se aller Zei­ten “ aus der Ver­sen­kung geholt und zu
      Ehren gekom­men ist. Bene­dikt XVI.hat gegen allen Wider­stand die­se Hei­li­ge Mes­se zum Glanz ver­hol­fen. Man muss wirk­lich fra­gen, war­um die Pius­bru­der­schaft gleich nach dem Kon­zil so vehe­ment bekämpft wur­de und noch immer wird. Es kann nur so sein, dass die mei­sten Bischö­fe nicht ertra­gen kön­nen, dass die Pius­bru­der­schaft sehr
      erfolg­reich ist und Zulauf hat. Aus die­sem Grund arbei­ten sie lie­ber mit Pro­te­stan­ten und Kir­chen­zer­stö­rer ( Syn­ode ) zusam­men.

      • Ja natür­lich, aber der Haupt­grund ist der, dass die FSSPX im Recht ist und die Kle­ris­ei tief im Inne­ren das auch weiss (zumin­dest die, die sich ein­mal mit katho­li­scher Theo­lo­gie beschäf­tigt hat)
        Die­ser Sta­chel sitzt tief.

    • Wol­len Sie unter­stel­len, dass die FSSPX Irr­tü­mer ver­brei­tet? Wel­che denn bit­te? Da bin ich mal gespannt.…

    • Fides@: „Es ist rich­tig, dass eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on sich jeder auto­ma­tisch zuzieht der öffent­lich Irr­tü­mer ver­brei­tet, dazu braucht es kei­nen for­mel­len Akt“.Ach so?Darf ich Sie dar­auf hin­wei­sen-Sie Schlaumeier‑, dass wenn hier jemand öffent­lich Irr­tü­mer verbreitet,es offen­sicht­lich Ber­go­glio und sei­ne Kon­zils­sek­te ist.Und dar­über­hin­aus inter­res­siert es die Welt und 98% der Mensch­heit kei­nen Deut,wenn eine Kir­chen­or­ga­ni­sa­tiomk wie die RKK Exkom­mu­ni­ka­tio­nen ausspricht.Wir leben nicht mehr im Mittelalter.Sie wahr­schein­lich schon!

    • Das ist sicher vom Grund­satz her rich­tig, was Sie schrei­ben. Nur fra­ge ich mich als katho­li­scher Laie, wie es zu beur­tei­len ist, wenn es kei­ne Kon­ti­nui­tät in der Leh­re der Katho­li­schen Kir­che mehr gibt.

      Was mitt­ler­wei­le eini­ge Bischö­fe ver­tre­ten, wider­spricht ein­deu­tig dem, was die Kir­che bis­her in der apo­sto­li­schen Suk­zes­si­on geglaubt und gelehrt hat. Ein Bruch der Kon­ti­nui­tät der Leh­re kann doch letzt­end­lich nur ein Irr­tum sein, selbst wenn man hier mit einer neu­en, rabu­li­sti­schen Her­me­neu­tik das Kern­pro­blem die­ser Dis­kon­ti­nui­tät umschif­fen, ja leug­nen will. Dann gäbe es schlicht kei­ne ver­bind­li­che Offen­ba­rung, son­dern der Glau­be wird dann inter­pre­ta­tiv und zwar so weit­ge­hend, dass in ihm sich aus­schlie­ßen­de Glau­bens­po­si­tio­nen neben­ein­an­der bestehen könn­ten. Ein solch eklek­ti­zi­sti­scher Glau­be hat mit Wahr­heit dann nur wenig zu tun, er erhö­be nicht ein­mal mehr den Anspruch, wahr zu sein. Er könn­te es auch nicht, da in ihm ja kei­ne Kon­ti­nui­tät der Leh­re und damit des Glau­bens mehr gewahrt wäre.

      Im Grun­de gibt es dann auch kei­ne Irr­tü­mer mehr, höch­stens noch aus einem lee­ren For­ma­lis­mus her­aus, der dem Papst dann eine Lehr­au­to­ri­tät zusprä­che, die in sich wider­sprüch­lich wäre, weil sie kei­ne Kon­ti­nui­tät zu den frü­he­ren Leh­rent­schei­dun­gen aller Päp­ste bean­spru­chen könn­te. Genau genom­men, wäre eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on dann nur noch ein for­ma­ler, will­kür­li­cher Akt.

      Die­se Fra­gen machen mir als katho­li­schem Lai­en deut­lich, wie stark die Kir­che mitt­ler­wei­le durch den pro­gres­si­ven Zeit­geist, der in ihr zuneh­mend herrscht, in die Kri­se gerät. Die Wahr­heit des Glau­bens steht auf dem Spiel!

      Ich hof­fe und bete, dass die­se Ten­denz zum Rela­ti­vis­mus nicht wei­ter in der Kir­che Raum gewinnt und der Papst erkennt, wel­che Gefah­ren sich hier auf­tun.

      • Frei nach The­re­sa von Avi­la: ich fürch­te eine Hor­de Dämo­nen weni­ger als einen zeit­geist­kon­for­men Bischof

      • @rampolla: „Kul­tur ein dyna­mi­scher Pro­zess“

        Offen­sicht­lich zielt Ihre Aus­sa­ge auf die immer wie­der stra­pa­zier­te The­se von der Ent­wick­lung des Glau­bens. Der Begriff der Ent­wick­lung ist aber nicht unpro­ble­ma­tisch, wenn er abstrakt gebraucht wird und nicht in einem inhalt­li­chen Kon­text steht. Eine Ent­wick­lung kann auch in den Irr­tum füh­ren. Glei­ches gilt für die Dyna­mik eines Pro­zes­ses. Es kommt ja hier erst ein­mal dar­auf an, wel­che Dyna­mik gemeint ist, es kann sich ja auch um eine ins Nega­ti­ve wei­sen­de Dyna­mik han­deln bzw. um eine Dyna­mik eines sich ins Nega­ti­ve keh­ren­den Pro­zes­ses.

        Mir scheint, Sie ver­tre­ten da ein wenig zu sehr ein Hegel­sches Welt­bild, in dem die Mensch­heit (Ver­nunft) stu­fen­wei­se ins Licht der Wahr­heit tritt. Für einen Teil der Mensch­heit trifft dies zu, nicht jedoch für alle!

        Es gibt fak­tisch den Abfall vom Glau­ben, von der Wahr­heit und die­ser Abfall voll­zieht sich in der Tat sehr dyna­misch, wie wir an der jüng­sten Ent­wick­lung in der Kir­che sehen. Dies kann und darf uns aber nicht beru­hi­gen, im Gegen­teil, es sind Zei­chen des Kul­tur­ver­falls, nicht sei­ner kon­kre­te­ren Aus­ge­stal­tung.

        Ich könn­te Ihnen zustim­men, wenn Sie das Erfas­sen der Wahr­heit als zeit­lich beding­ten Akt bezeich­ne­ten. Wahr­heit erschließt sich uns nicht in der Tota­li­tät, son­dern im suk­zes­si­ven Erfas­sen ihrer Aus­fal­tun­gen in der Wirk­lich­keit, die wir ja auch nur zeit­lich erfas­sen kön­nen — sie­he hier­zu die Aus­füh­run­gen zur Erkennt­nis in den Con­fes­sio­nes von Augu­sti­nus.

        Doch ist es eine tra­gi­sche Tat­sa­che, das wir als sünd­haf­te Men­schen immer hin­ter die schon erkann­te Wahr­heit wie­der zurück­fal­len kön­nen, indem wir uns von Ideo­lo­gien blen­den las­sen und genau dar­um ging es mir.

    • Die „Öku­me­ne“ mit den Pro­te­stan­ten ist an sich eben­so ver­werf­lich wie die­je­ni­ge mit den soge­nann­ten „Ortho­do­xen“. Man kann nur davor war­nen sich von deren Riten blen­den zu las­sen. Es ist ein Ärger­nis die­sen eine Kir­che zu über­tra­gen. In der vor­kon­zi­lia­ren Kir­che war das- zu Recht- undenk­bar.

  5. Dan­ke der FSSPX für die kla­ren Wor­te gegen die wild­ge­wor­de­nen Moder­ni­sten auf und um dem Stuh­le Petri her­um. Es ist eine wah­re Hatz los­ge­tre­ten auf alles was der Tra­di­ti­on und dem Depo­si­tum fidei der vor­kon­zi­lia­ren Kir­che anhängt. Ein wah­rer Feld­zug, ange­führt von dem schein­hei­li­gen Wolf im Schafs­pelz im Vati­kan, Fran­zis­kus. Der Fisch beginnt vom Kop­fe an zu stin­ken!

  6. Komisch, immer holt man die „Keu­le“ der Exkom­mu­ni­ka­ti­on aus der „Schub­la­de“, wenn man die FSSPX als Schis­ma­ti­ker bezeich­nen will. Wel­che Glau­bens­leh­re hat die Pius­bru­der­schaft denn geleug­net? Ein Kar­di­nal Kas­per hat die Auf­er­ste­hung Jesu geleug­net und wird heu­te vom Papst als Vor­bild genom­men. Wel­che Leh­re der Kir­che hat die FSSPX geleug­net und zeit­ge­mäß aus­ge­legt? Hat sie etwas die Ehe­leh­re der Kir­che ange­zwei­felt? Nein, hat sie nicht, aber sie hat die Ehe gegen die Auf­wei­chung der Leh­re durch Bischö­fe und Kar­di­nä­le ver­tei­digt. Wenn man die exkom­mu­ni­ziert, die am Glau­ben und der Leh­re der Kir­che unver­brüch­lich fest­hal­ten, dann läuft ihn Rom wirk­lich etwas schief! Die Bischö­fe und beson­ders der Papst soll­ten die Glau­bens­leh­re ver­tei­di­gen und auch ver­kün­den. Wenn aber die Bischö­fe, die die Leh­re dem Zeit­geist anpas­sen wol­len und die Tra­di­ti­on ver­fol­gen mei­nen, sie müss­ten die Tra­di­tio­na­li­sten exkom­mu­ni­zie­ren, dann sol­len sie es doch tun. Wir aber hal­ten fest am alten Glau­ben, den Glau­ben für den unse­re unzäh­li­gen Mär­ty­rer ihr Blut ver­gos­sen haben. Der hei­li­ge Johan­nes der Täu­fer, hat die Ehe ver­tei­digt und auch ein hei­li­ger Kili­an wur­der ermor­det, weil er die Ehe­leh­re der Kir­che ver­tei­digt hat. Unse­re Bischö­fe wol­len lie­ber dem Für­sten die­ser Welt hul­di­gen um nicht mit den Kin­dern die­ser Welt im Wie­der­spruch zu ste­hen. Ohne die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. wäre schon längst, die Tra­di­ti­on der Kir­che zer­stört und ver­nich­tet. Die hei­li­ge Mes­se ist jetzt schon in vie­len Pfar­rei­en zu einem „Wohl­tä­tig­keits­ban­ket­te“ ver­kom­men und hat nichts mehr mit der unblu­ti­gen Erneue­run­gen des Kreu­zes­op­fers nichts mehr gemein. Die Pius­bru­der­schaft ist der Sta­chel im Fleisch der Fein­de der kirch­li­chen Tra­di­ti­ons- und Glau­bens­leh­re.

    • Völ­lig zutref­fen­de Aus­füh­run­gen. Die FSSPX hat nichts geleug­net, was bis zum Zwei­ten Vati­ka­num unbe­streit­bar katho­lisch war und geblie­ben ist.

  7. „Wir könn­ten ihn auch fra­gen, war­um er, der Bischof, eine öku­me­ni­sche Vigil in der Kathe­dra­le (18. Janu­ar 2014) orga­ni­sie­ren kann, um mit Men­schen zu beten, die sich mit Sicher­heit nicht „in Gemein­schaft mit der Katho­li­schen Kir­che“ befin­den, dar­un­ter eine evan­ge­li­sche Pasto­rin und ein ortho­do­xer Bischof, wäh­rend sei­ne Gläu­bi­gen nicht mit ande­ren Katho­li­ken die Mes­se bei der Bru­der­schaft fei­ern kön­nen sol­len.“
    Statt sich auf­zu­re­gen soll­te sich die Pius­bru­der­schaft gro­ße Sor­gen um die­sen Bischof machen. Mög­li­cher­wei­se ist er vom Kon­zils­geist beses­sen. Wenn der bei Rot vor einem Fuß­gän­ger­über­weg steht und sieht auf der ande­ren Sei­te Athe­isten und Ange­hö­ri­ge ande­rer Reli­gio­nen rennt der sofort los um sie zu umar­men. Die Gefahr inter­es­siert ihn nicht.
    Wenn aber Grün ist und auf der ande­ren Sei­te tra­di­tio­nel­le Katho­li­ken ste­hen ver­krampft er und ist selbst unter mas­si­ver Gewalt­an­wen­dung nicht zu bewe­gen die Stra­ße zu über­que­ren. Es ist immer die­sel­be Fra­ge. „Ist das Glas halb­voll oder halb­leer“. Ich ver­mu­te mal das es bald über­läuft.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  8. Zu die­sem The­ma drei Bibel­ver­se, die das Leben ver­än­dern kön­nen:
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    Lasst euch nicht irre­füh­ren: Schlech­ter Umgang ver­dirbt gute Sit­ten!
    1 Korin­ther 15,33

    Jetzt aber habe ich euch geschrie­ben, dass ihr kei­nen Umgang haben sollt mit jemand, der sich Bru­der nen­nen lässt und dabei ein Unzüch­ti­ger oder Hab­süch­ti­ger oder Göt­zen­die­ner oder Läste­rer oder Trun­ken­bold oder Räu­ber ist; mit einem sol­chen sollt ihr nicht ein­mal essen.
    1 Korin­ther 5,11

    Wir gebie­ten euch aber, Brü­der, im Namen unse­res Herrn Jesus Chri­stus, dass ihr euch von jedem Bru­der zurück­zieht, der unor­dent­lich wan­delt und nicht nach der Über­lie­fe­rung, die er von uns emp­fan­gen hat.
    2 Thes­sa­lo­ni­cher 3,6

    Und er konn­te dort kein Wun­der tun, außer daß er weni­gen Kran­ken die Hän­de auf­leg­te und sie heil­te. Und er ver­wun­der­te sich wegen ihres Unglau­bens. Und er zog durch die Dör­fer rings­um­her und lehr­te.
    Mar­kus 6,5–6

    Denn wer den Wil­len Got­tes tut, der ist mein Bru­der und mei­ne Schwe­ster und Mut­ter.
    Mar­kus 3,35

  9. Ein Göt­zen­die­ner ist jeder, für den nicht der eine, wah­re, drei­fal­ti­ge Gott unbe­ding­ten Vor­rang in sei­nem Leben hat, der nicht aus gan­zer See­le nach Gott dür­stet.

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