„Das ist Verrat!“ — Interview von Kardinal Raymond Burke über die Bischofssynode

Kardinal Raymond Burke: "Das ist Verrat"
Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke: „Das ist Verrat“

(Rom) Kar­di­nal Ray­mond Leo Bur­ke gefällt der Welt kaum oder gar nicht. Und er gefällt, wenn das mög­lich wäre, noch weni­ger der Kir­che, die der Welt gefällt. Ande­rer­seits hat der 66 Jah­re alte Ame­ri­ka­ner aus Rich­land Cen­ter in Wis­con­sin alles getan, um auf katho­li­sche Wei­se die zu sehr der Lau­heit zuge­neig­ten christ­li­chen Gewis­sen auf­zu­schrecken. Er nimmt am Marsch für das Leben teil, er sagt, daß Poli­ti­kern, die Abtrei­bungs­ge­set­ze unter­stüt­zen die Kom­mu­ni­on zu ver­wei­gern ist, er kri­ti­siert den schnel­len Vor­marsch der Homo-Agen­da, er läßt Papst Fran­zis­kus aus­rich­ten, daß die Ver­tei­di­gung der nicht ver­han­del­ba­ren Wer­te nicht eine den päpst­li­chen Lau­nen unter­wor­fe­ne Mode ist, er unter­stützt den über­lie­fer­ten Ritus … Und er betont immer wie­der zum Leid­we­sen der neu­en Refor­ma­to­ren: „Über die Glau­bens­wahr­heit wird nicht abgestimmt“.

Jüngst schrieb er am Sam­mel­band „In der Wahr­heit Chri­sti blei­ben. Ehe und Kom­mu­ni­on in der Katho­li­schen Kir­che“ (Ech­ter Ver­lag, 2014) mit, der sich offen gegen die „barm­her­zi­gen“ Öff­nun­gen von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per über die Fami­lie und die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen stellt. Es erstaunt daher nicht, wenn die von Ber­go­glio beab­sich­ti­gen Umbau­ten der Römi­sche Kurie vor­se­hen, daß der Kar­di­nal vom Amt des Prä­fek­ten der Apo­sto­li­schen Signa­tur auf den Ehren­rang eines Kar­di­nal­pa­tron des Sou­ve­rä­nen Mal­te­ser­or­dens exi­liert wer­den soll. Unter­des­sen aber hat der scharf­sin­ni­ge Kir­chen­recht­ler, Sohn der länd­li­chen USA, auf der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie die Rol­le des eigent­li­chen Gegen­spie­lers, des Katechon über­nom­men gegen die der mens papa­le zuge­schrie­be­nen und nie demen­tier­ten „Wen­de“. Wie sagt die alte mehr­spra­chi­ge Hei­li­ge Schrift, die offen auf dem Lese­pult sei­nes Arbeits­zim­mer steht, auf der Sei­te des Ekkle­si­a­stes: „Alles hat sei­ne Stun­de (…) es gibt eine Zeit zum Schwei­gen / und eine Zeit zum Reden“ (Koh 3,1.7).

„Über die Glaubenswahrheit wird nicht abgestimmt“

Inter­view von Ales­san­dro Gnocchi

Was sieht man jen­seits des Medi­en­ne­bels, der die Syn­ode umgibt?

Es wird eine besorg­nis­er­re­gen­de Ten­denz sicht­bar, weil eini­ge die Mög­lich­keit behaup­ten, eine Pra­xis anzu­wen­den, die sich von der Glau­bens­wahr­heit ent­fernt. Obwohl es offen­sicht­lich sein müß­te, daß man auf die­sem Weg nicht wei­ter­ge­hen kann, ermu­ti­gen vie­le zum Bei­spiel gefähr­li­che Öff­nun­gen in der Fra­ge der Gewäh­rung der Kom­mu­ni­on an wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne. Ich sehe nicht, wie man das unver­än­der­li­che Ver­ständ­nis der Unauf­lös­lich­keit der Ehe mit der Mög­lich­keit der Zulas­sung jener zur Kom­mu­ni­on ver­ein­ba­ren könn­te, die in einer unge­ord­ne­ten Situa­ti­on leben. Hier stellt man direkt in Fra­ge, was unser Herr gesagt hat, als er lehr­te, daß ein Mann, der sich von sei­ner Frau schei­den läßt und eine ande­re Frau hei­ra­tet, Ehe­bruch begeht.

Laut den Refor­ma­to­ren ist die­se Leh­re zu hart geworden.

Sie ver­ges­sen, daß der Herr jenen die Hil­fe der Gna­de ver­heißt, die geru­fen sind, die Ehe zu leben. Das bedeu­tet nicht, daß es nicht Schwie­rig­kei­ten und Lei­den gibt, aber daß es immer eine gött­li­che Hil­fe geben wird, um ihnen zu begeg­nen und bis zum Schluß treu zu sein.

Es scheint, daß Sie einen Min­der­hei­ten­stand­punkt vertreten …

Vor eini­gen Tagen habe ich eine Fern­seh­sen­dung gese­hen, in der Kar­di­nal Kas­per sag­te, daß man auf dem rich­ti­gen Weg zu Öff­nun­gen sei. Mit weni­gen Wor­ten: die 5,7 Mil­lio­nen Ita­lie­ner, die die­se Sen­dung ver­folg­ten, muß­ten den Ein­druck gewin­nen, daß die gan­ze Syn­ode auf die­se Linie mar­schiert und daß die Kir­che drauf und dran ist, ihre Ehe­leh­re zu ändern. Das aber ist, schlicht und ein­fach, nicht mög­lich. Vie­le Bischö­fe ergrei­fen das Wort, um zu sagen, daß Ände­run­gen nicht zuläs­sig sind.

Das geht aber aus dem täg­li­chen Brie­fing des vati­ka­ni­schen Pres­se­am­tes nicht her­vor. Das beklag­te auch Kar­di­nal Müller.

Ich weiß nicht, wie das Brie­fing gedacht ist, mir scheint aber, daß etwas nicht gut funk­tio­nie­ren kann, wenn die Infor­ma­ti­on so mani­pu­liert wird, daß nur eine Mei­nung her­vor­ge­ho­ben wird, anstatt getreu die unter­schied­li­chen, dar­ge­leg­ten Stand­punkt wie­der­zu­ge­ben. Das besorgt mich sehr, weil ein beträcht­li­cher Teil der Bischö­fe die Idee der Öff­nun­gen nicht akzep­tiert, aber nur weni­ge wis­sen davon. Man spricht nur von der Not­wen­dig­keit, daß die Kir­che sich der Welt öff­net, wie Kar­di­nal Kas­per im Febru­ar ver­kün­de­te. In Wirk­lich­keit ist sein Stand­punkt zum The­ma Fami­lie und der Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne nicht neu. Er wur­de bereits vor 30 Jah­ren dis­ku­tiert. Seit Febru­ar bekam er neu­en Auf­trieb und man ließ ihn schuld­haft sich aus­brei­ten. Aber das alles muß ein Ende haben, weil es dem Glau­ben schwe­ren Scha­den zufügt. Bischö­fe und Prie­ster sagen mir, daß nun vie­le wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne die Zulas­sung zur Kom­mu­ni­on ver­lan­gen, weil das Papst Fran­zis­kus ja will. In Wirk­lich­keit, stel­le ich fest, daß er sich in die­ser Fra­ge bis­her nicht geäu­ßert hat.

Es scheint aber offen­kun­dig, daß Kar­di­nal Kas­per und jene, die auf sei­ner Linie sind, mit der Unter­stüt­zung des Pap­stes sprechen.

Das schon. Der Papst hat Kar­di­nal Kas­per zum Syn­oda­len ernannt und hat es zuge­las­sen, daß die Debat­te auf die­sen Gelei­sen wei­ter­fährt. Aber wie sag­te ein ande­rer Kar­di­nal: der Papst hat sich noch nicht geäu­ßert. Ich erwar­te sei­ne Stel­lung­nah­me, die nur in Kon­ti­nui­tät mit der Leh­re der Kir­che aller Zei­ten sein kann. Eine Leh­re, die sich nicht geän­dert hat, weil sie sich nicht ändern kann.

Eini­ge Prä­la­ten, die die über­lie­fer­te Leh­re ver­tre­ten, sagen, soll­te der Papst Ände­run­gen vor­neh­men, wür­den sie die­se akzep­tie­ren. Ist das nicht ein Widerspruch?

Ja, das ist ein Wider­spruch, weil der Papst der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden und damit der erste Die­ner der Glau­bens­wahr­heit ist. Da ich die Leh­re Chri­sti ken­ne, kann ich nicht erken­nen, wie man mit einer dok­tri­nel­len Erklä­rung oder einer pasto­ra­len Pra­xis, die die Wahr­heit igno­riert, die­se Leh­re zu ändern glaubt.

Trägt der vom Papst auf die Barm­her­zig­keit geleg­te Akzent als der wich­tig­ste, wenn nicht sogar ein­zi­ge Leit­ge­dan­ke der Kir­che nicht auch zur Illu­si­on bei, man kön­ne eine von der Leh­re los­ge­lö­ste Pasto­ral praktizieren?

Es brei­tet sich die Idee aus, es kön­ne eine barm­her­zi­ge Kir­che geben, die sich nicht um die Wahr­heit küm­mert. Die Idee belei­digt mich zutiefst, daß angeb­lich bis heu­te die Bischö­fe und Prie­ster nicht barm­her­zig gewe­sen sei­en. Ich bin in einer länd­li­chen Gegend der USA auf­ge­wach­sen und ich erin­ne­re mich, als ich Kind war, daß es in unse­rer Pfar­rei ein Paar von einer Farm nahe der unse­ren gab, das zur Mes­se in die Kir­che kam, aber nie die Kom­mu­ni­on emp­fing. Als ich grö­ßer wur­de, frag­te ich mei­nen Vater nach dem Grund, und er erklär­te mit gro­ßer Natür­lich­keit, daß sie in einem unge­ord­ne­ten Stand leb­ten und es akzep­tier­ten, nicht die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen zu kön­nen. Der Pfar­rer war sehr freund­lich mit ihnen, sehr barm­her­zig und setz­te sei­ne Barm­her­zig­keit dafür ein, daß das Paar wie­der in ein mit dem katho­li­schen Glau­ben über­ein­stim­men­des Leben zurück­kehrt. Ohne Wahr­heit kann es kei­ne wah­re Barm­her­zig­keit geben. Mei­ne Eltern haben mir bei­gebracht: wenn wir die Sün­der lie­ben, müs­sen wir die Sün­de has­sen und alles tun, um die Sün­der dem Bösen zu ent­rei­ßen, in dem sie leben.

In Ihrem Arbeits­zim­mer befin­det sich eine Herz-Jesu-Sta­tue. In Ihrer Kapel­le befin­det sich über dem Altar eine Herz-Jesu-Dar­stel­lung. Ihr bischöf­li­cher Wahl­spruch lau­tet Secund­um Cor Tuum. Ein Bischof kann also Barm­her­zig­keit und Leh­re vereinen …

Ja, an der uner­schöpf­li­chen und unab­läs­si­gen Quel­le der Wahr­heit und der Lie­be, und damit des glor­rei­chen durch­bohr­ten Her­zens Jesu, fin­det der Prie­ster die Weis­heit und die Kraft, die Her­de in der Wahr­heit und der Lie­be zu füh­ren. Der Pfar­rer von Ars bezeich­ne­te den Prie­ster als die Lie­be des Hei­lig­sten Her­zens Jesu. Der Prie­ster ver­eint mit dem Hei­lig­sten Herz Jesu wird nicht der Ver­su­chung erlie­gen, der Her­de etwas ande­res zu sagen, als die Wor­te Chri­sti, die uns unver­gäng­lich durch die Kir­che wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Er wird nicht der Ver­su­chung erlie­gen, die Wor­te der gesun­den Leh­re durch eine wir­re und leicht dem Irr­tum ver­fal­len­de Spra­che ersetzen.

Aber die Refor­ma­to­ren behaup­ten, daß die Lie­be für die Kir­che dar­in besteht, der Welt hinterherzulaufen.

Das ist der Angel­punkt in den Über­le­gun­gen jener, die die Leh­re oder die Dis­zi­plin ändern wol­len. Das besorgt mich sehr. Man sagt, daß die Zei­ten sich so stark ver­än­dert haben, daß man nicht mehr von Natur­recht und der Unauf­lös­lich­keit der Ehe spre­chen kön­ne … Aber der Mensch hat sich nicht geän­dert. Er ist wei­ter­hin der, wie Gott ihn erschaf­fen hat. Sicher, die Welt hat sich säku­la­ri­siert, aber das ist nur ein Grund mehr, um klar und laut die Wahr­heit zu ver­kün­den. Es ist unse­re Pflicht, aber um es tun zu kön­nen, muß man, wie Johan­nes Paul II. in Evan­ge­li­um vitae lehrt, die Din­ge beim Namen nen­nen. Wir kön­nen nicht eine min­de­stens zwei­deu­ti­ge Spra­che ver­wen­den, um der Welt zu gefallen.

Klar­heit scheint für die Refor­ma­to­ren kei­ne Prio­ri­tät zu sein, wenn sie sich zum Bei­spiel nicht im Wider­spruch sehen, obwohl sie sich dafür ein­set­zen, daß die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on zuge­las­sen wer­den sol­len unter der Bedin­gung, die Unauf­lös­lich­keit der Ehe anzuerkennen.

Wenn jemand ehr­lich die Unauf­lös­lich­keit der Ehe ver­tritt, dann kann er nur den unge­ord­ne­ten Stand in Ord­nung brin­gen, in dem er sich befin­det, oder sich der Kom­mu­ni­on ent­hal­ten. Da gibt es kei­ne Mittelwege.

Auch nicht den der soge­nann­ten „ortho­do­xen Scheidung?“

Die ortho­do­xe Pra­xis der oiko­no­mia oder der zwei­ten oder drit­ten Buße­he ist sowohl histo­risch als auch aktu­ell sehr kom­plex. Auf jeden Fall hat die Katho­li­sche Kir­che die­se Pra­xis, die sie seit vie­len Jahr­hun­der­ten kennt, nie ange­wandt, Kraft der Her­ren­wor­te, an die das Evan­ge­li­um nach Mat­thä­us erin­nert (19,9).

Soll­te man die­se Öff­nung gewäh­ren, wer­den dann nicht vie­le ande­re folgen?

Natür­lich. Jetzt sagt man, daß das nur in eini­gen Fäl­len gewährt wür­de. Wer aber die Men­schen nur ein wenig kennt, weiß, gibt man in einem Fall nach, gibt man auch in allen ande­ren nach. Wenn die Ver­bin­dung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner als recht­mä­ßig zuge­las­sen wird, wer­den die Tore zu allen Ver­bin­dun­gen auf­ge­sto­ßen, die nicht nach dem Gesetz Got­tes sind, weil der kon­zep­tio­nel­le Schutz­wall besei­tigt sein wird, der die gute Leh­re und die gute Pasto­ral, die sich davon ablei­ten, beschützte.

Die Refor­ma­to­ren spre­chen häu­fig von einem Jesus, der bereit sei die Sün­de zu tole­rie­ren um den Men­schen ent­ge­gen­kom­men zu kön­nen. War das wirk­lich so?

Ein sol­cher Jesus ist eine Erfin­dung ohne jede Ent­spre­chung in den Evan­ge­li­en. Es genügt an den Zusam­men­prall mit der Welt im Johan­nes­evan­ge­li­um zu den­ken. Jesus war der größ­te Geg­ner sei­ner Zeit und ist es auch heu­te. Ich den­ke an das, was er zur Frau sag­te, die beim Ehe­bruch erwischt wur­de: „Auch ich ver­ur­tei­le dich nicht. Geh und sün­di­ge von jetzt an nicht mehr“ (Joh 8,11).

Die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on zulas­sen, unter­gräbt das Ehe­sa­kra­ment, aber auch das Sakra­ment der Eucha­ri­stie. Ist das nicht eine Abir­rung, die das Herz der Kir­che trifft?

Im Ersten Brief an die Korin­ther, im Kapi­tel 11 lehrt der hei­li­ge Pau­lus, daß der, der die Eucha­ri­stie im Stand der Sün­de emp­fängt, sich schul­dig am Herrn macht und sich das Gericht zuzieht. Zur Kom­mu­ni­on gehen bedeu­tet, daß man sich in Gemein­schaft mit Chri­stus befin­det, also ihm ent­spricht. Vie­le hal­ten dem die Idee ent­ge­gen, die Eucha­ri­stie sei nicht das Sakra­ment der Voll­kom­me­nen, aber das ist ein fal­sches Argu­ment. Kein Mensch ist voll­kom­men und die Eucha­ri­stie ist das Sakra­ment jener, die dafür kämp­fen und rin­gen per­fekt zu sein getreu dem, was Jesus selbst ver­langt: „Ihr sollt also voll­kom­men sein, wie es auch euer himm­li­scher Vater ist“ (Mt 5,48).
Auch wer dar­um kämpft, die Voll­kom­men­heit zu erlan­gen, sün­digt, gewiß, und wenn er sich im Stand der Tod­sün­de befin­det, kann er nicht die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen. Um es wie­der tun zu kön­nen, muß er sei­ne Sün­de beich­ten, bereu­en und den festen Vor­satz haben, sie nicht mehr zu bege­hen. Das gilt für alle, ein­schließ­lich die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschiedenen.

Heu­te wird die Teil­nah­me an der Eucha­ri­stie fast nicht mehr als sakra­men­ta­le Hand­lung gese­hen, son­dern wie eine sozia­le Pra­xis. Sie bedeu­tet nicht mehr Gemein­schaft mit Gott, son­dern Aner­ken­nung durch eine Gemein­schaft. Liegt dar­in die Wur­zel des Problems?

Es ist wahr, es brei­tet sich immer mehr die­se pro­te­stan­ti­sche Idee aus. Und das gilt nicht nur für die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen. Man hört häu­fig sagen, daß in beson­de­ren Momen­ten wie der Erst­kom­mu­ni­on, der Fir­mung der Kin­der oder Hoch­zei­ten auch die Nicht-Katho­li­ken die Hei­li­ge Eucha­ri­stie emp­fan­gen kön­nen. Das aber, und ich wie­der­ho­le mich, ist gegen den Glau­ben, es wider­spricht direkt der Wahr­heit über die Eucharistie.

Statt über die­se The­men zu dis­ku­tie­ren, was soll­te das Syn­ode tun?

Die Syn­ode ist kei­ne demo­kra­ti­sche Ver­samm­lung, zu der die Bischö­fe zusam­men­kom­men, um die katho­li­sche Leh­re je nach Mehr­heits­la­ge zu ändern. Ich möch­te, daß sie eine Gele­gen­heit wird, um allen Fami­li­en, die die Absicht haben und sich bemü­hen, ihren Glau­ben und ihre Beru­fung so gut als mög­lich zu leben, die Unter­stüt­zung der Hir­ten erhal­ten; daß sie eine Gele­gen­heit wird, um jene Män­ner und Frau­en zu unter­stüt­zen, die trotz vie­ler Schwie­rig­kei­ten sich nicht von dem los­sa­gen wol­len, was das Evan­ge­li­um lehrt. Das soll­te die Syn­ode über die Fami­lie tun, statt sich in sinn­lo­sen Dis­kus­sio­nen über Argu­men­te zu ver­lie­ren, die mit der Absicht die Wahr­heit zu ändern, die nicht geän­dert wer­den kann, gar nicht dis­ku­tiert wer­den kön­nen. Mei­nes Erach­tens wäre es bes­ser gewe­sen, die­se The­men vom Tisch zu neh­men, weil sie nicht zur Dis­po­si­ti­on ste­hen. Man soll­te statt des­sen dar­über reden, wie man den Gläu­bi­gen hel­fen kann, die Wahr­heit der Ehe zu leben. Man soll­te über die Aus­bil­dung der Kin­der und Jugend­li­chen reden, die zur Ehe kom­men, ohne die ele­men­tar­sten Din­ge des Glau­bens zu ken­nen und dann bei den ersten Schwie­rig­kei­ten zu Fall kommen.

Die Refor­ma­to­ren den­ken nicht an jene Katho­li­ken, die ihre Fami­lie auch in dra­ma­ti­schen Situa­tio­nen und unter Opfern zusam­men­ge­hal­ten haben, anstatt sich ein „neu­es Leben“ zu machen?

Vie­le Men­schen, die die­se Mühe auf sich genom­men haben, fra­gen nun, ob sie etwas falsch ver­stan­den haben. Sie fra­gen sich, ob sie ihr Leben für sinn­lo­se Opfer weg­ge­wor­fen haben. Das alles ist nicht akzep­ta­bel, das ist Verrat!

Den­ken Sie nicht, daß die Kri­se der Moral mit der Kri­se der Lit­ur­gie zusammenhängt?

Kardinal BurkeNatür­lich. In der Nach­kon­zils­zeit hat sich ein Absturz des Glau­bens­le­bens und der kirch­li­chen Dis­zi­plin ereig­net, der beson­ders durch die Kri­se der Lit­ur­gie sicht­bar wur­de. Die Lit­ur­gie ist zur anthro­po­zen­tri­schen Akti­vi­tät gewor­den. Sie spie­gelt heu­te die Ideen des Men­schen wider anstatt das Recht Got­tes, ange­be­tet zu wer­den, wie Er es selbst ver­langt. Daher rührt auch, daß die Auf­merk­sam­keit im mora­li­schen Bereich fast aus­schließ­lich auf die Bedürf­nis­se und Wün­sche der Men­schen aus­ge­rich­tet ist, anstatt auf das, was der Schöp­fer in die Her­zen der Geschöp­fe ein­ge­schrie­ben hat. Die Lex oran­di ist immer an die Lex creden­di gebun­den. Wenn der Mensch nicht rich­tig betet, dann glaubt er auch nicht rich­tig und ver­hält sich daher auch nicht richtig.
Wenn ich zum Bei­spiel eine über­lie­fer­te Mes­se zele­brie­re, sehe ich vie­le schö­ne jun­ge Fami­li­en mit vie­len Kin­dern. Ich mei­ne nicht, daß die­se Fami­lie nicht auch Pro­ble­me haben, aber es ist offen­sicht­lich, daß sie mehr Kraft haben, ihnen zu begeg­nen. Das alles sagt doch etwas aus. Die Lit­ur­gie ist der voll­kom­men­ste Aus­druck, der voll­stän­dig­ste Aus­druck unse­res Lebens in Chri­stus und wenn das alles nach­läßt oder ver­ra­ten wird, wird jeder Aspekt im Leben der Gläu­bi­gen verletzt.

Was kann ein Hir­te einem Katho­li­ken sagen, der sich ange­sichts der Wen­de­win­de ver­lo­ren fühlt?

Die Gläu­bi­gen sol­len nur Mut haben, weil der Herr Sei­ne Kir­che nie im Stich las­sen wird. Den­ken wir dar­an, wie der Herr der stür­mi­schen See Ein­halt gebo­ten hat und an Sei­ne Wor­te an die Jün­ger: „War­um habt ihr sol­che Angst, ihr Klein­gläu­bi­gen?“ (Mt 8,26). Wenn die­se Zeit der Ver­wir­rung ihren Glau­ben zu gefähr­den scheint, müs­sen sie sich mit noch grö­ße­rer Anstren­gung um ein wirk­lich katho­li­sches Leben bemü­hen. Mir ist aber bewußt, daß in die­ser Zeit zu leben, gro­ßes Lei­den verursacht.

Es fällt schwer, nicht an eine Stra­fe zu denken.

Das den­ke ich vor allem für mich selbst. Wenn ich jetzt wegen der Lage der Kir­che lei­de, dann den­ke ich, daß der Herr mir sagt, daß ich einer Rei­ni­gung bedarf. Und ich den­ke auch: wenn das Lei­den so ver­brei­tet ist, dann bedeu­tet das, daß es eine Rei­ni­gung gibt, der die gan­ze Kir­che bedarf. Das aber hängt nicht von einem Gott ab, der nur dar­auf war­tet, uns zu stra­fen, son­dern von unse­ren Sün­den. Wenn wir auf irgend­ei­ne Wei­se die Leh­re, die Moral oder die Lit­ur­gie ver­ra­ten haben, folgt unwei­ger­lich ein Lei­den, das uns rei­nigt, um uns auf den schma­len Pfad zurückzuführen.

Erst­ver­öf­fent­li­chung: Il Foglio, 14. Okto­ber 2014
Über­set­zung: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Cor­ris­pon­den­za Romana

38 Kommentare

    • Kapu­zi­ner­pre­digt:
      Gelo­bet sei der Her­re Christ„
      in Ewig­keit, ohn‘ alle Frist.
      Das schlimm­ste an der Kirchenkris,
      andächt‘ ge Christ ist doch dies,
      das kei­ner mehr , seit lan­ger Frist,
      weiß noch , was ein Prie­ster ist.
      Selbst Prie­stern ist es nicht bekannt,
      wie groß und hei­lig ist ihr Stand.t
      Sie ste­hen ja an dem Altar
      und brin­gen dort auf Golgotha
      das Opfer dar an Chri­sti statt,
      das einst der Hei­land dargebracht,
      zwar auf ganz unblu­ti­ge Weise -
      das glei­che Opfer- Gott zum Preise.
      Und jeder Christ, zu allen Zeiten,
      darf unterm Kreuz mit Chri­stus leiden.
      Steht dort wo eins Maria stand,
      geeint durch Chri­sti Liebesband.
      Der Prie­ster ist , wie wunderbar,
      der Opfer­prie­ster am Altar
      und Opfer­ga­be auch zu gleich
      in sei­nes Amte, dornenreich.
      Denn Opfern und geop­fert werden,
      ist des Prie­sters Los auf Erden!
      Nicht das jetzt einer kommt und klagt
      ich hät­te irri­ges gesagt!
      Natür­lich weiß ich es als Christ,
      das Jesus unser Opfer ist,
      das wir als Oster­lamm hier schlachten,
      doch möge jeder­mann beachten
      das kei­ner kann zum Opfer schreiten,
      ohne sich sel­ber zu bereiten,
      sein Dasein, Haben und ja sein Leben,
      wer opfern will muss Opfer geben!
      Wir brau­chen Opfer­prie­ster heute,
      nicht Mana­ger, Finanzfachmänner,
      nicht Conférenciers, und Musikkenner,
      nicht Büro­heng­ste!, sol­che Sachen,
      kön­nen getrost die Lai­en machen!
      Drum will ich nicht mehr lan­ge reden,
      lasst uns für Opfer­prie­ster beten.
      Ich grü­ße Euch in Got­tes Namen.
      Blei­bet gut katho­lisch. Amen

  1. In einem aktu­el­len Inter­view bei „zenit“ gab der „Erneue­rer“- und „Öffnungs“-Kardinal Kas­per erneut Haar­sträu­ben­des von sich.

    Hier eine Zusam­men­stel­lung eini­ger sei­ner — gar nicht „demü­ti­gen“ ! -
    Aus­sa­gen Rich­tung „neue Kirche“ !?:
    -

    „In Afri­ka“, wo die Homo­se­xua­li­tät tabui­siert sei, wer­de ihnen ( den afri­ka­ni­schen Bischö­fen) „natür­lich“ zuge­hört, doch „uns“ „sol­len sie nicht zu sehr erklä­ren, was wir zu tun haben“.
    [.…]
    …er (Papst Fran­zis­kus) hat es nicht gesagt- er war still gewe­sen, er hat sehr sorg­fäl­tig zuge­hört, doch es ist klar, was er will und das ist einleuchtend.
    Er möch­te die Mehr­heit des Epi­sko­pa­tes bei sich und er braucht dies.
    Er kann es [die Öffnung]nicht gegen die Mehr­heit des Epi­sko­pa­tes durchführen
    [.…]
    …hoff­te ich, dass es eine gewis­se Öff­nung gebe und ich den­ke, dies unter­stützt die Mehr­heit. Dies ist der Ein­druck, den ich habe, doch gibt es [bis­her] kei­ne Abstimmung.
    Doch ich den­ke, es könn­te eine gewis­se Öff­nung geben. Viel­leicht über­lässt man dies auch dem näch­sten Teil der Synode.
    [.…]
    Dabei ändert sich nicht die Lehre,
    aber sie kann ver­tieft wer­den, sie kann unter­schied­lich sein.
    Es gibt ein gewis­ses Wachs­tum im Ver­ständ­nis des Evan­ge­li­ums und der Leh­re, eine Ent­wick­lung. Unser berühm­ter Kar­di­nal New­man hat über die Ent­wick­lung der Leh­re gesprochen.
    Es han­delt sich nicht um eine Ver­än­de­rung, son­dern um eine Wei­ter­ent­wick­lung auf der­sel­ben Linie. Natür­lich will dies der Papst und braucht dies die Welt. Wir leben in einer glo­ba­li­sie­ren Welt und man kann nicht alles von der Kurie aus regeln. Es muss einen gemein­sa­men Glau­ben, eine gemein­sa­me Dis­zi­plin geben, aber eine unter­schied­li­che Anwendung.“
    -

    • Die­se Äuße­run­gen sind ein Skan­dal. Die­se ras­si­sti­schen Schmä­hun­gen eines Prin­zen der Kir­che der eige­nen Brü­dern im Bischofs­amt sind unerträglich.
      Auch wenn der „Theo­lo­ge des Pap­stes“ mit sei­nem Dienst­herrn eige­ne Zie­le ver­fol­gen mag, kann sich ein Kar­di­nal nicht der­art über Bischö­fe erhe­ben, nur weil deren Treue zu Leh­re und Tra­di­ti­on nicht gefällt.

      Das Evan­ge­li­um wird von die­sen Rene­ga­ten nur noch ver­zerrt wahr­ge­nom­men, anson­sten könn­te der Kampf gegen die unver­än­der­li­che Wahr­heit nicht so blind­lings erfolgen.

      2Thess.2 1 Ihr wißt selbst, Brü­der, daß wir nicht ver­ge­bens zu euch gekom­men sind.2 Wir hat­ten vor­her in Phil­ip­pi viel zu lei­den und wur­den miß­han­delt, wie ihr wißt; den­noch haben wir im Ver­trau­en auf unse­ren Gott das Evan­ge­li­um Got­tes trotz har­ter Kämp­fe frei­mü­tig und furcht­los bei euch verkündet.3 Denn wir pre­di­gen nicht, um euch irre­zu­füh­ren, in schmut­zi­ger Wei­se aus­zu­nut­zen oder zu betrügen,4 son­dern wir tun es, weil Gott uns geprüft und uns das Evan­ge­li­um anver­traut hat, n i c h t also um den MENSCHEN, son­dern um G O T T zu g e f a l l e n , der unse­re Her­zen prüft.5 Nie haben wir mit unse­ren Wor­ten zu schmei­cheln ver­sucht, das wißt ihr, und nie haben wir aus ver­steck­ter Hab­gier gehan­delt, dafür ist Gott Zeuge.6 Wir haben auch kei­ne Ehre bei den Men­schen gesucht, weder bei euch noch bei anderen,
      7 obwohl wir als Apo­stel Chri­sti unser Anse­hen hät­ten gel­tend machen kön­nen. Im Gegen­teil, wir sind euch freund­lich begeg­net: Wie eine Mut­ter für ihre Kin­der sorgt,8 so waren wir euch zuge­tan und woll­ten euch nicht nur am Evan­ge­li­um Got­tes teil­ha­ben las­sen, son­dern auch an unse­rem eige­nen Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden.9 Ihr erin­nert euch, Brü­der, wie wir uns gemüht und geplagt haben. Bei Tag und Nacht haben wir gear­bei­tet, um kei­nem von euch zur Last zu fal­len, und haben euch so das Evan­ge­li­um Got­tes verkündet.10 Ihr seid Zeu­gen, und auch Gott ist Zeu­ge, wie gott­ge­fäl­lig, gerecht und unta­de­lig wir uns euch, den Gläu­bi­gen, gegen­über ver­hal­ten haben.11 Ihr wißt auch, daß wir, wie ein Vater sei­ne Kin­der, jeden ein­zel­nen von euch12 ermahnt, ermu­tigt und beschwo­ren haben zu leben, wie es Got­tes wür­dig ist, der euch zu sei­nem Reich und zu sei­ner Herr­lich­keit beruft.

    • Also, ich war­te mal wie­der (dies­mal aber ganz demü­tig) mit gedul­di­ger Barm­her­zig­keit auf den Ein­satz der „päpst­li­chen“ Schande-Schande-Schande-Keule.

    • Der Papst braucht also die Mehr­heit. Wozu braucht er sie? Natür­lich um die Leh­re von Jesus Chri­stus zu kip­pen und sich der Welt völ­lig anzu­pas­sen. Und wie will er die­se Mehr­heit errei­chen? Er schickt Kard. Kas­per mit sei­ner „Theo­lo­gie auf den Knie­en“ ins Ren­nen, zusamm­wen mit vie­len Vasa­len-Bischö­fen, die ihm zu Füßen lie­gen, und dann auch mit der Mani­pu­la­ti­on von Ver­öf­fent­li­chun­gen und Ergeb­nis­sen, dazu mit sei­nen Zet­tel­chen und mit man­chen ande­ren Tricks. Und wer nicht auf der Sei­te des Pap­stes steht und die kirch­li­che Leh­re ver­tritt, der hat kei­ne Chan­ce mehr, der wird dis­kre­di­tiert und soll schwei­gen, wie die Bischö­fe Afri­kas. Was ist das doch für ein makrabres Schau­spiel, was und hier gebo­ten wird! Und was wird sein, wenn der Papst trotz allem die­se Mehr­heit nicht erhält? Wird er dann zusam­men­bre­chen und sein Amt zur Ver­fü­gung stellen?

      • Wird er dann zusam­men­bre­chen und sein Amt zur Ver­fü­gung stellen?
        Aber nein.
        Ich schät­ze er müss­te dann nur eine Wei­le län­ger auf den säku­la­ren „Frie­dens­no­bel­preis“ warten,
        bis er die Plä­ne durch­ge­zo­gen hat.

  2. „Das aber ist, schlicht und ein­fach, nicht mög­lich. Vie­le Bischö­fe ergrei­fen das Wort, um zu sagen, daß Ände­run­gen nicht zuläs­sig sind.“
    Und ihnen wird nicht das Mikro­fon abge­stellt wie Kar­di­nal Otta­via­ni beim Superkonzil?
    Also die Moder­ni­sie­rer sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Ach­so heu­te schrei­ben sie klei­ne Zet­tel­chen und schie­ben sie sich gegen­sei­tig zu. Ich kenn das noch aus der Schu­le wo wir noch klein waren. Wir hat­ten sehr viel Spaß dabei.
    Per Mari­am ad Christum.

  3. „Wenn wir auf irgend­ei­ne Wei­se die Leh­re, die Moral oder die Lit­ur­gie ver­ra­ten haben, folgt unwei­ger­lich ein Lei­den, das uns rei­nigt, um uns auf den schma­len Pfad zurückzuführen.“

    Ich muß jetzt dau­ernd an das Gebet des Haba­kuk den­ken. Es ist so beäng­sti­gend, was da in Rom pas­siert. Herr, in Dei­nem Zorn denk auch an Dein Erbarmen!

  4. THIS car­di­nal has balls ! (Sor­ry, your Eminence).

    Es ist aber irri­tie­rend, wie der Inter­view­er die betref­fen­de Par­tei kon­se­quent „Refor­ma­to­ren“ nennt. Denn noch nicht lan­ge her konn­te man hier lesen, dass eine Re-for­ma­tio — zumin­dest im kirch­li­chen Sin­ne — die Wie­der­her­stel­lung etwas Ent-stell­ten bedeutet. 

    Nach­dem sie mit ihren Öff­nungs­be­stre­bun­gen klar gegen das Evan­ge­li­um han­deln, müss­te man die Betref­fen­den folg­lich bes­ser REVOLUTIONÄRE nen­nen, Signo­re Gnocchi !

    • Also muss man auch die pro­te­stan­ti­sche Kir­che als revo­lu­tio­nä­re Kir­che bezeich­nen und ihre Mit­glie­der Revoluzer?

      • Geehr­te @Fides,
        „Die pro­te­stan­ti­sche Kir­che“ gibt es nicht.
        Es gibt Luthe­ra­ner, Refor­mier­te (Kal­vi­ni­sten), Her­vorm­de, Remon­stran­ten, Men­no­ni­ten, Hern­hüt­te­rer, Angli­ka­nen, Methodisten,Presbyterianer, Bap­ti­sten, um nur eini­ge zu nennen.
        Es sind höch­stens (und im allen Respekt für ihre Mit­glie­der) „kirch­li­che Gemein­schaf­ten“- sehr häu­fig wol­len sie das auch nicht sein: des­halb auch sehr häu­fig die Beto­nung des Wor­tes „Gemein­de“ und die Ableh­nung von „Kir­che“.
        Die Refor­ma­ti­on war natür­lich eine Revo­lu­ti­on; und bis auf dem heu­ti­gen Tag ver­ste­hen vie­le Pro­te­stan­ten sich noch immer als Revo­lu­tio­nä­re gegen die Una Sanc­ta Catho­li­ca und gegen das Papst­tum (wobei der jet­zi­ge Pon­ti­fex sicher total uner­war­te­te Eska­pa­den macht).

  5. Kar­di­nal Bur­ke ist ein muti­ger Beken­ner der Wahr­heit. Kein Wun­der, daß er in den Augen der Neue­rer im ber­go­glio-Regime vor­an Papst Franz, ein Ärger­nis darstellt.
    Wie weit die Deka­denz der katho­li­schen Reli­gi­on in Rom vor­an­ge­schrit­ten zeigt sich schon allein dar­an, dass man sich heut­zu­ta­ge über ein­deu­ti­ge Kon­sta­tie­run­gen des über­lie­fer­ten katho­li­schen Glau­bens schon freu­en muss.

  6. All­ge­mein ret­tet das was ein Kar­di­nal Bur­ke sagt, nicht die Kir­che und auch nicht sei­ne Haut und die sei­ner Kol­le­gen. Der Kar­di­nal kann alles mög­li­che sagen, schön fromm und katho­lisch uns erklä­ren was denn katho­lisch kor­rekt ist, und das ist kein „hel­den­haf­tes“ Werk, son­dern als Kar­di­nal sei­ne Pflicht, sei­ne Auf­ga­be und Beru­fung, das zu tun! Doch lan­ge Geschich­ten zu erzäh­len ändert der­zeit rein gar nichts, jedoch viel­leicht ein kon­se­quen­tes JA zur Wahr­heit, durch Aktio­nen und die Erklä­rung des­sen was tat­säch­lich seit Jah­ren los ist: das wir es in der römisch-katho­li­schen Kir­che ein neu­es SCHISMA gibt und sich die Sek­te in den ehe­mal hei­li­gen Räu­men und Kir­chen der katho­li­schen Kir­che eta­bliert hat! und zwar: die gehei­me Sek­te die sie als Katho­li­sche Reli­gi­on einem ver­kau­fen wer­den um sie dann zur Ein­heits­welt­re­li­gi­on zu ernenne.
    Und wenn ein Kar­di­nal Bur­ke oder ein ande­rer einen Papst auf­ruft für Ord­nung zu sor­gen, ist das ja nett und sei­ne Pflicht das zu tun (wenig­stens einer der soviel Ver­nunft und Ver­stand hat), doch die Umkehr Roms wird es nicht erzeu­gen, und die Lage wird sich nicht ändern, es ver­deut­licht jedoch umso mehr die Ver­ant­wor­tung die­ses Kar­di­nals, den näch­sten Schritt zu tun. Den Schritt die­ses sin­ken­de Schiff „in aller Öffent­lich­keit“ zu ver­las­sen und als Sek­te und Schis­ma­tisch zu bezeich­nen! Sich öffent­lich zu „ver­ab­schie­den“ von einer wei­te­ren Zusam­men­ar­beit mit den Zer­stö­rern der Kir­che Got­tes und sei­nen Dienst in der Gegen-Kir­che auf­zu­ge­ben. Basta. Sich eme­ri­tie­ren las­sen, sich zurück zie­hen, Ein­sied­ler zu wer­den, stell­ver­tre­ten­de Buße zu tun und gesun­de katho­li­sche Bücher zu schrei­ben. Gebe der Herr ihm die­se Ein­sicht und die hel­den­haf­te Cou­ra­ge zu „han­deln“ und sich selbst zu retten!

    • Die Umkehr Roms kann auch kein ande­rer erzeu­gen, das kann nur Gott. Und Rom wird sich auch nicht bekeh­ren, son­dern ver­ge­hen, damit die neue Saat sicht­bar wird

  7. Es heißt natür­lich: Welt­ein­heits­re­li­gi­on, und nicht „Ein­heit­welts­re­li­gi­on“, habe mich da ver­tippt 😉 Sorry

  8. Der Ver­rat ist nicht so sehr an denen die Opfer brin­gen und in der Ehe an der Wahr­heit Jesu Chri­sti fest­hal­ten. Der Ver­rat ist an der gro­ssen Mas­se, die in den Selbst­be­trug und ins ewi­ge Ver­der­ben geführt wird

  9. @Chiara:Und was tun die Tradiionstreuen?Die Petrusbruderschaft,die Prie­seer­bru­der­schaf PiusX?In ihrem jüng­sten Mit­tei­lungs­blatt liest und hört man nur Lei­se­tre­te­rei. Dort wird Erz­bi­schof Lef­eb­v­re zitier: „Muss man den immer die Kir­chen­kri­se und den Papst kri­ti­sie­ren? Hier spricht Men­zin­gen die Spra­che der soge­nan­nen neu­en Startegie:Das bedeuet:Keine harr­sche Kri­tik mehr zum Modernismsu,keine Kri­tik an Bergoglio,denn man will ja unbe­dingt zu einem Ueber­ein­kom­men mit der Kon­zils­sek­te kommen.Daher der heuch­le­ri­sche Hinweis,man soll damit die Gkäu­bi­gen nicht erschrecken,ec,ec.Ja,so ist es.Wo bleibt denn da der Auf­trag und der Kampf gegen das moder­ni­sti­sche Rom? Aber es ist offensichtlich.Fellay will Kom­pa­ti­bel mir Rom sein und er ist glückllch,dem Papst die Hän­de zu schüt­teln . Dies alles bedeue­tet gemei­ner Ver­rat am gesamm­ten Werk und Kampf Erz­bi­schofs Lefebvre.Das ist wahr­lich sehr bedrückend und traurig.

    • Leo­ne:

      Ich ver­ste­he nicht, die­se Angrif­fe auf FSSPX: Dadurch zer­fleischt sich die Tra­di­ti­on selbst und schwächst sich. gera­de jetzt gilt es beson­ders treu hin­ter den Obe­ren zu ste­hen und zu vertrgauen.
      Was ist den passiert?
      Man redet mit Rom, das hat EB Msgr. Lef­eb­v­re stets gemacht. Und man gibt kei­nen Zen­ti­me­ter nach, genau so wie der EB. Wo ist da Verrat???

      Viel­leicht haben die Obe­ren Infor­ma­tio­nen, die wir nicht haben und sind aus stra­te­gi­schen Grün­den „freund­lich“, um die Tra­di­ti­on vor Kata­stro­phen zu bewah­ren. Aber Freund­lich­keit ist kein verrat.

      „An den Früch­ten wird man sie erken­nen… “ Und die Früch­te der FSSPX sind gigantisch.

      Ver­lie­ren wir gera­de jetzt doch nicht den ver­stand, behal­ten wir die Über­sicht und glei­ten nicht in Histe­rie ab…

      … für Chri­stus, unse­ren herren!

      • Seher geehr­ter Herr/Frau? Austria, schau­en Sie mal was ich gefun­den habe:
        Erz­bi­schof Lef­eb­v­re sag­te: „Neh­men wir mal an, dass uns Rom nach einer Wei­le rufen wird, um uns zu sehen, und sich mit uns unter­hal­ten, ich wer­de es sein bei der Gele­gen­heit For­de­run­gen zu stel­len! (…) Ich stel­le die Bedin­gun­gen und wer­de die Fra­gen auf der Ebe­ne der Leh­re erhe­ben: „Sind Sie mit den gro­ßen Enzy­kli­ken der gro­ßen Päp­ste ein­ver­stan­den? Sind Sie ein­ver­stan­den mit Quan­ta Cura von Papst Pius IX.? Immor­ta­le Dei und Liber­tas von Papst Leo XIII. Pas­cen­di von Pius X., Huma­ni Gene­ris von Pius XII.? Sind Sie in völ­li­ger Gemein­schaft mit die­sen Päp­sten und ihren Ansprü­chen? Akzep­tie­ren Sie auch den Anti­mo­der­nis­mu­s­eid? Sind Sie für die sozia­le Herr­schaft unse­res Herrn Jesus Chri­stus? Denn wenn sie die Leh­ren sei­ner Vor­gän­ger nicht akzep­tie­ren, ist es nutz­los uns zu spre­chen! Denn wenn sie es nicht akzep­tie­ren das Kon­zil zu refor­mie­ren, mit der Berück­sich­ti­gung der Leh­re der vor­he­ri­gen Päp­ste, ist kein Dia­log mög­lich. Es ist nutzlos.“(Nr. 66 fide­li­ter, 1988).
        Bevor also ein Bischof FELLAY nach Rom geht und das auch noch öffent­lich voll Freu­de bekannt gibt, müs­sen die Moder­ni­sten aus­drück­lich die Feh­ler öffent­lich beken­nen, und das tun sie eben nicht! Also hören Sie auf mit Schön­ma­le­rei. Ihre Mei­nung die Sie da haben, kann man erwar­ten wenn sie nicht zu den treu­en Söh­nen von Lefevb­re gehö­ren. Der Erz­bi­schof sag­te noch was ande­res und zwar der Zei­tung „Spi­ri­tu­al Jour­ney“: „Die Prie­ster, die katho­lisch blei­ben wol­len, haben eine stren­ge Pflicht, sich von der Kon­zils­kir­che zu tren­nen, bis sie (Rom) die Tra­di­ti­on der Kir­che und den katho­li­schen Glau­ben neu ent­deckt haben wird.“
        Der Erz­bi­schof und auch der gesun­de Men­schen­ver­stand sagen:ein Dia­log mit Moder­ni­sten macht kei­nen Sinn, man kann auch nicht Satan mit Chri­stus ver­söh­nen. Erst war­ten, dass ROM es ist, der den Schritt auf die Tra­di­ti­on zumacht und wah­re Absicht zeigt „katho­lisch“ zu wer­den! Nicht die Per­le: CHRISTUS,Seelen, vor die Hun­de wer­fen. Sie haben voll­kom­men Recht, Sie haben es sel­ber geschrie­ben: „An den Früch­ten wird man sie erken­nen… Und die Früch­te der FSSPX sind gigan­tisch.“ Was sind denn die Früch­te? Das ein­zi­ge an Frucht was übrig bleibt ist das, was der arme Erz­bi­schof mit aller Mühe rein­ge­bracht hat und nur noch weni­ge im Her­zen pfle­gen! Gehor­sam zum Erz­bi­schof fin­det man nicht, also ist es Ver­rat. Übri­gens gehö­ren Sie sicher nicht zur FSSPX, ein wah­rer FSSPX Gläu­bi­ger hält vom Erz­bi­schof sehr viel und ver­lang es auch von den Obe­ren und der Erz­bi­schof sag­te: man soll mit den Zer­stö­rern der Kir­che nicht Händeschütteln.

  10. Ales­san­dro Gnoc­chi fragt im Interview:
    „Eini­ge Prä­la­ten, die die über­lie­fer­te Leh­re ver­tre­ten, sagen, soll­te der Papst Ände­run­gen vor­neh­men, wür­den sie die­se akzep­tie­ren. Ist das nicht ein Widerspruch?“

    Wie ist das möglich?
    Sind sie Papst Fran­zis­kus Gehor­sam schul­dig oder nicht doch zual­ler­erst dem Herrn?
    Wie könn­ten sie die­ses Ein­knicken mit ihrem Gewis­sen ver­ein­ba­ren und wie woll­ten sie dies den Gläu­bi­gen vermitteln?
    Es ist kaum zu fassen!

  11. Was ich auf der Syn­ode für das Beun­ru­hi­gend­ste hal­te, ist die ganz offen­sicht­li­che Sym­pa­thie von Papst Fran­zis­kus für die Homo­se­xua­li­tät. Barm­her­zig­keit mit krank­haft Betrof­fe­nen ist ja in Ord­nung, aber was er und sei­ne Kom­pli­zen anstre­ben, ist weit­aus mehr. Es gibt bereits jetzt eine äußerst macht­vol­le Homo­lob­by in der Kir­che bis hin­auf in die Füh­rungs­spit­ze. Ich habe dar­über gear­bei­tet und bit­te Sie alle drin­gend, mein Buch zu lesen, damit Sie ver­ste­hen, was in unse­rer Kir­che und Gesell­schaft vor sich geht. Es ist ein Krieg mit dem Ziel der Aus­lö­schung des Chri­sten­tums. Bit­te wachen Sie end­lich auf! http://www.amazon.de/Die-Heimliche-Diktatur-homosexuelle-machtgierigen/dp/1500978558/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1413542796&sr=1–1&keywords=angelika+dominique+seibel

  12. Inter­es­sant ist was der Jour­na­list Micha­el Voris (von ChurchMilitant.tv) sagt und der gera­de in Rom ist und LIVE berich­tet. Er befrag­te die Kar­di­nä­le und zeigt wie der Geist der Syn­ode ist. Er sagt, dass ein afri­ka­ni­scher Bischof vor allen zu wei­nen began­n… Er sagt: „Es hat den Level eines hei­li­gen Krie­ges im Vati­kan erreicht! Kar­di­nal Bur­ke sagt jetzt, dass der Papst sel­ber hin­aus kom­men soll um der Ver­wir­rung, die aus der Fami­li­en­syn­ode kommt, ein Ende zu set­zen. Eine Erklä­rung sei längst über­fäl­lig, in Anbe­tracht dass in den letz­ten 9 Mona­ten die Libe­ra­len und Moder­ni­sten, die Agen­da kon­trol­liert haben…“ mehr dazu> http://www.custos-sancto.blogspot.de/#!http://custos-sancto.blogspot.com/2014/10/rom-kardinal-burke-sagte-wutend-der.html

    • Was küm­mert sich die Par­tei von Bischof Wil­liam­son eigent­lich dar­um, was in der „Kon­zils­kir­che“ von­stat­ten geht ?

      • Er ist doch katho­lisch getauft, gefirmt und geweiht und hat eines der besten katho­li­schen Prie­ster­aus­bil­dung erhal­ten, so dass sicher man­che mei­nen, dass er es mit der Ortho­do­xie anschei­nend zu genau meint 😉 ? Ich weiß nicht.
        Aber ich den­ke, dass er sich nicht groß um die Kon­zils­kir­che küm­mert. Er hat doch ande­re Din­ge zu tun. Oder? Wie kom­men Sie darauf?

      • Tja, ver­ges­sen Sie die Mit­wir­kungs­pflicht des Chri­sten nicht. Ohne die nüt­zen die von Ihnen genann­ten Vor­zü­ge ja nichts, im Gegen­teil haben sie beim Betref­fen­den Eitel­keit, spöt­ti­schem Geha­be, Unge­hor­sam, Intri­gan­ten­tum und Rebel­li­on nach­weis­lich nicht verhindert. 

        Und da die von Ihnen ver­link­te Custos-Site den Web-Auf­tritt des Genann­ten bewirbt, Verehrteste…

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