Damals galt es Heinrich VIII. zu widerstehen, heute dem Papst? — Roberto de Matteis vernichtende Kritik am Zwischenbericht der Synode

Gut und Böse
Gut und Böse

(Rom) In Rom beginnt eine neu­er Syn­oden­tag, an dem sich Kar­di­nal Kas­per als Eis­bre­cher für einen revo­lu­tio­nä­ren Angriff auf die katho­li­sche Leh­re und Pra­xis betä­tigt. Den Auf­takt dazu mach­te sei­ne Rede vor dem Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um im ver­gan­ge­nen Febru­ar. Damals trat ihm als erster ein Mann öffent­lich ent­ge­gen und unter­zog sei­ne Rede einer ver­nich­ten­den Kri­tik: der Histo­ri­ker Rober­to de Mattei. Heu­te geht er erneut an die Öffent­lich­keit und unter­zieht den von Kar­di­nal Peter Erdö unter­zeich­ne­ten Zwi­schen­be­richt der Syn­ode einer ver­nich­ten­den Kri­tik. Die Autoren des Berichts ver­tre­ten eine Hal­tung, so de Mattei, mit der sie die Glau­bens­wahr­heit zer­stö­ren. Der ver­stor­be­ne Rechts­phi­lo­soph Mario Palma­ro schrieb im letz­ten Auf­satz vor sei­nem Tod, Kas­pers Rede sei aus dem Stoff, aus dem die wei­ßen Fah­nen der bedin­gungs­lo­sen Kapi­tu­la­ti­on gemacht sind. Der bedin­gungs­lo­sen Kapi­tu­la­ti­on vor dem Zeit­geist der Welt. Mit dem Zwi­schen­be­richt sei man inzwi­schen viel wei­ter, so de Mattei.
Der Auf­satz des Histo­ri­kers Rober­to de Mattei erscheint par­al­lel im Ori­gi­nal in der heu­ti­gen Tages­zei­tung Il Foglio und in deut­scher Über­set­zung auf Katholisches.info. Die Zwi­schen­ti­tel stam­men von der Redak­ti­on.

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Sexuelle Revolution in die Kirche eingedrungen — Verständnis der Sünde gestrichen — Wissen um Gut und Böse abgeschafft

von Rober­to de Mattei

Das Ver­ständ­nis der Sün­de gestri­chen; das Wis­sen um Gut und Böse abge­schafft; das Natur­recht auf­ge­ho­ben; jeder posi­ti­ve Bezug auf Wer­te wie die Jung­fräu­lich­keit und die Keusch­heit archi­viert. Mit dem am 13. Okto­ber 2014 von Kar­di­nal Peter Erdö bei der Syn­ode über die Fami­lie vor­ge­leg­ten Bericht dringt die sexu­el­le Revo­lu­ti­on offi­zi­ell in die Kir­che ein, mit ver­hee­ren­den Fol­gen für die See­len und die Gesell­schaft.

Die von Kar­di­nal Erdö redi­gier­te Rela­tio post dis­ceptatio­nem ist der zusam­men­fas­sen­de Bericht über die erste Woche der Syn­oden­ar­bei­ten und jener, nach dem sich die Schluß­fol­ge­run­gen aus­rich­ten. Der erste Teil des Doku­ments ver­sucht mit einer Spra­che des übel­sten 68er Jar­gons, den „anthro­po­lo­gisch-kul­tu­rel­len Wan­del“ der Gesell­schaft als „Her­aus­for­de­rung“ für die Kir­che auf­zu­drän­gen. Ange­sichts einer Zusam­men­schau, die von der afri­ka­ni­schen Poly­ga­mie und „Ehe in Stu­fen“ bis zur „Pra­xis des Zusam­men­le­bens“ der west­li­chen Gesell­schaft reicht, stellt der Bericht das Vor­han­den­sein „eines dif­fu­sen Wun­sches nach Fami­lie“ fest. Kein Ele­ment einer mora­li­schen Wer­tung fin­det sich. Der Bedro­hung des Indi­vi­dua­lis­mus und des indi­vi­dua­li­sti­schen Ego­is­mus stellt der Text den posi­ti­ven Aspekt von „Ver­hält­nis“ ent­ge­gen, das für sich als etwas Gutes betrach­tet wird, vor allem wenn es dazu neigt, sich in eine sta­bi­le Bezie­hung zu ver­wan­deln (Nr. 9–10). Die Kir­che ver­zich­tet dar­auf, Wert­ur­tei­le abzu­ge­ben, um sich dar­auf zu beschrän­ken, „ein Wort der Hoff­nung und des Sinns zu sagen“ (Nr. 11). Es bestä­tigt sich damit ein neu­es erstaun­li­ches Moral­prin­zip, das „Gesetz der Gra­dua­li­tät“, das es erlaubt, posi­ti­ve Ele­men­te in allen Situa­tio­nen wahr­zu­neh­men, die bis­her von der Kir­che als sünd­haft defi­niert wur­den. Das Böse und die Sün­de exi­stie­ren über­haupt nicht. Es exi­stie­ren nur „unvoll­kom­me­ne For­men des Guten“ (Nr. 18), laut einer Dok­trin der „Gra­de der Gemein­schaft“, die dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil zuge­schrie­ben wird. „Da daher eine geist­li­che Unter­schei­dung bezüg­lich des Zusam­men­le­bens und den stan­des­amt­li­chen Ehen und den wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen not­wen­dig ist, fällt es der Kir­che zu, jene über die sicht­ba­ren und sakra­men­ta­len Gren­zen hin­aus ver­streu­ten Samen des Wor­tes zu erken­nen“ (Nr. 29).

Wiederverheiratet Geschiedene als Vorwand, um 2000 Jahre Moral und Glauben aus den Angeln zu heben

Das Pro­blem der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen ist der Vor­wand, um ein Prin­zip durch­zu­brin­gen, das zwei­tau­send Jah­re katho­li­sche Moral und katho­li­schen Glau­ben aus den Angeln hebt. Unter Ver­weis auf Gau­di­um et Spes „wen­det sich die Kir­che mit Respekt an jene, die an ihrem Leben auf unfer­ti­ge und unvoll­kom­me­ne Wei­se teil­neh­men, indem sie mehr die posi­ti­ven Wer­te schätzt, die sie in sich tra­gen, als die Schwä­chen und Män­gel“ (Nr. 20). Das bedeu­tet, daß jede Art von mora­li­scher Ver­ur­tei­lung weg­fällt, weil jed­we­de Sün­de eine unvoll­kom­me­ne Form des Guten dar­stellt und damit eine unfer­ti­ge Art, am Leben der Kir­che teil­zu­neh­men. „In die­sem Sinn besteht eine neue Dimen­si­on der heu­ti­gen Fami­li­en­pa­sto­ral im Begrei­fen der Rea­li­tät stan­des­amt­li­cher Ehen und, mit den not­wen­di­gen Unter­schie­den, auch des Zusam­men­le­bens“ (Nr. 22). Und das vor allem „wenn die Ver­bin­dung durch eine öffent­li­che Bin­dung eine beacht­li­che Sta­bi­li­tät erreicht und durch tie­fe Zunei­gung, Ver­ant­wor­tung gegen­über dem Nach­wuchs, und die Fähig­keit Prü­fun­gen stand­zu­hal­ten, gekenn­zeich­net ist“ (Nr. 22). Damit wird die Leh­re der Kir­che umge­stürzt, laut der die Festi­gung der Sün­de durch eine stan­des­amt­li­che Ehe­schlie­ßung eine grö­ße­re Sün­de dar­stellt, als die gele­gent­li­che und flüch­ti­ge sexu­el­le Ver­ei­ni­gung, weil Letz­te­re es leich­ter ermög­licht, wie­der auf den rech­ten Weg zurück­zu­keh­ren.

„Mutige pastorale Entscheidungen“ meinen nicht den Mut, sich dem Bösen zu widersetzen

„Eine neue Sen­si­bi­li­tät in der heu­ti­gen Seel­sor­ge besteht dar­in, die posi­ti­ve Rea­li­tät der stan­des­amt­li­chen Ehen und, mit den nöti­gen Unter­schie­den, des Zusam­men­le­bens, auf­zu­grei­fen“ (Nr. 36). Die neue Pasto­ral gebie­tet also, über das Böse zu schwei­gen, auf die Bekeh­rung des Sün­ders zu ver­zich­ten und den Sta­tus quo als unum­kehr­bar zu akzep­tie­ren. Das ist das, was der Bericht „muti­ge pasto­ra­le Ent­schei­dun­gen“ (Nr. 40) nennt. Der Mut, wie es scheint, besteht nicht dar­in, sich dem Bösen zu wider­set­zen, son­dern dar­in, sich ihm anzu­pas­sen. Die Stel­len, die der Annah­me der homo­se­xu­el­len Per­so­nen gewid­met sind, sind jene, die am skan­da­lö­se­sten schei­nen, aber nur logi­sche Fol­ge­rich­tig­keit der bis­her dar­ge­leg­ten Grund­sät­ze sind. Auch der Mensch auf der Stra­ße ver­steht das: wenn es dem wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen erlaubt ist, die Sakra­men­te zu emp­fan­gen, ist alles erlaubt, ein­schließ­lich die homo­se­xu­el­le Pseu­do-Ehe.

Homosexuelle Personen haben „der christlichen Gemeinschaft Gaben zu bieten“?

Noch nie, wirk­lich nie, betont Mar­co Poli­ti in der Tages­zei­tung Il Fat­to vom 14. Okto­ber, hat man in einem offi­zi­el­len, von der kirch­li­chen Hier­ar­chie pro­du­zier­ten Doku­ment einen sol­chen Satz gele­sen: „Die homo­se­xu­el­len Per­so­nen haben der christ­li­chen Gemein­schaft Gaben und Eigen­schaf­ten zu bie­ten.“ Gefolgt von einer Fra­ge an die Bischö­fe der gan­zen Welt: „sind wir imstan­de die­se Men­schen anzu­neh­men, indem wir ihnen einen Raum der Brü­der­lich­keit in unse­ren Gemein­schaf­ten sicher­stel­len?“ (Nr. 50). Obwohl die Ver­bin­dun­gen gleich­ge­schlecht­li­cher Per­so­nen nicht mit der Ehe zwi­schen Mann und Frau gleich­ge­stellt wer­den, bie­tet sich die Kir­che an, „rea­li­sti­sche Wege des affek­ti­ven Wachs­tums und der mensch­li­chen und evan­ge­li­schen Rei­fe unter Ein­schluß der sexu­el­len Dimen­si­on aus­zu­ar­bei­ten“ (Nr. 51). „Ohne die mit den homo­se­xu­el­len Bin­dun­gen zusam­men­hän­gen­den mora­li­schen Pro­blem­stel­lun­gen zu leug­nen nimmt man zur Kennt­nis, daß es Fäl­le gibt, in denen die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung bis zum Opfer eine kost­ba­re Hil­fe für das Leben der Part­ner ist“ (Nr. 52). Kein grund­sätz­li­cher Wider­spruch wird gegen die Kin­de­rad­op­ti­on durch homo­se­xu­el­le Paa­re erho­ben. Man beschränkt sich dar­auf, zu sagen, daß „die Kir­che beson­de­re Auf­merk­sam­keit für die Kin­der hat, die mit gleich­ge­schlecht­li­chen Paa­ren leben, indem sie betont, daß die Bedürf­nis­se und die Rech­te der Klei­nen immer an die erste Stel­le zu set­zen sind“ (Nr. 52). Auf der Pres­se­kon­fe­renz, bei der der Bericht vor­ge­stellt wur­de, ging Msgr. Bru­no For­te soweit, den Wunsch zu äußern nach einer „Kodi­fi­zie­rung der Rech­te, die Men­schen zu garan­tie­ren wären, die in homo­se­xu­el­len Ver­bin­dun­gen leben“.

68er Parolen statt Worte des Apostel Paulus

Die ver­nich­ten­den Wor­te des hei­li­gen Pau­lus, laut dem „weder Unzüch­ti­ge noch Göt­zen­die­ner, weder Ehe­bre­cher noch Lust­kna­ben, noch Kna­ben­schän­der, noch Die­be, noch Hab­gie­ri­ge, kei­ne Trin­ker, kei­ne Läste­rer, kei­ne Räu­ber das Reich Got­tes erben wer­den“ ( 1 Kor 6,9–10) ver­lie­ren für die Gauk­ler der neu­en pan­se­xu­el­len Moral die Bedeu­tung. Laut ihnen muß man die posi­ti­ve Rea­li­tät des­sen auf­grei­fen, was die Sün­de war, die zum Him­mel nach Rache schreit. (Kate­chis­mus des Hl. Pius X.). Die „Ver­bots­mo­ral“ ist durch die des Dia­logs und der Barm­her­zig­keit zu erset­zen, und der 68er Slo­gan „ver­bie­ten ver­bo­ten“ wird in die pasto­ra­le For­mel aktua­li­siert: „nichts darf ver­ur­teilt wer­den“. Es fal­len nicht nur zwei Gebo­te, das Sech­ste und das Neun­te, die unrei­ne Gedan­ken und Hand­lun­gen außer­halb der Ehe ver­bie­ten, es ver­schwin­det auch die Idee einer objek­ti­ven natür­li­chen und gött­li­chen Ord­nung, die im Deka­log zusam­men­ge­faßt ist. Es exi­stie­ren kei­ne in sich uner­laub­te Hand­lun­gen, kei­ne Wahr­hei­ten und mora­li­schen Wer­te, für die man bereit sein muß, auch das eige­ne Leben zu geben (Nr. 51 und Nr. 94), wie die Enzy­kli­ka Veri­ta­tis Sple­ndor defi­niert. Auf der Ankla­ge­bank sitzt nicht nur Veri­ta­tis Sple­ndor und die jüng­sten Stel­lung­nah­men der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on zur Sexu­al­mo­ral, son­dern auch das Kon­zil von Tri­ent, das dog­ma­tisch die Natur der sie­ben Sakra­men­te for­mu­lier­te, begin­nend mit der Eucha­ri­stie und der Ehe.

Der „Fragebogen“ an die Bischöfe und die „soziologische“ Manipulation

Alles beginnt im Okto­ber 2013 als Papst Fran­zis­kus, nach­dem er die Ein­be­ru­fung der bei­den Syn­oden über die Fami­lie, der ordent­li­chen und der außer­or­dent­li­chen ange­kün­digt hat­te, einen „Fra­ge­bo­gen“ an die Bischö­fe der gan­ze Welt ver­tei­len ließ. Der irre­füh­ren­de Ein­satz von Mei­nungs­um­fra­gen und Fra­ge­bö­gen ist bekannt. Die öffent­li­che Mei­nung glaubt, daß eine Sache rich­tig sein muß, wenn eine Mehr­heit der Men­schen das so sieht. Und die Umfra­gen schrei­ben der Mehr­heit die von den Kon­sens­ma­ni­pu­lie­rern bereits vor­ge­fer­tig­ten Mei­nun­gen zu. Der von Papst Fran­zis­kus gewoll­te Fra­ge­bo­gen behan­del­te die bren­nend­sten The­men von der Ver­hü­tung bis zur Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne, von den wil­den Ehen bis zur Ehe unter Homo­se­xu­el­len mehr, um die Mei­nung zu len­ken, als Mei­nun­gen ein­zu­ho­len.

Die erste Ant­wort, die ver­öf­fent­licht wur­de, war am 3. Febru­ar nicht zufäl­lig jene der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz mit der kla­ren Absicht, die Vor­be­rei­tung der Syn­ode zu beein­flus­sen und vor allem, um Kar­di­nal Kas­per die sozio­lo­gi­sche Grund­la­ge zu lie­fern, die er für sei­nen Bericht an das Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um brauch­te, mit dem ihn Papst Fran­zis­kus beauf­tragt hat­te. Was dar­aus her­vor­ging war die aus­drück­li­che Ableh­nung der „kirch­li­chen Aus­sa­gen zu vor­ehe­li­chem Geschlechts­ver­kehr, zur Homo­se­xua­li­tät, zu wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen und zur Gebur­ten­re­ge­lung“ durch die deut­schen Katho­li­ken (DBK-Ant­wort, S. 2). Und wei­ter: „Die Ant­wor­ten aus den Bis­tü­mern machen deut­lich, wie groß die Dif­fe­renz zwi­schen den Gläu­bi­gen und der offi­zi­el­len Leh­re vor allem hin­sicht­lich des vor­ehe­li­chen Zusam­men­le­bens, der wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen, der Emp­fäng­nis­re­ge­lung und der Homo­se­xua­li­tät ist“ (DBK-Ant­wort, S. 19). Die­se „Dif­fe­renz“ wur­de nicht als ein Sich-Ent­fer­nen der Katho­li­ken vom Lehr­amt der Kir­che dar­ge­stellt, son­dern als Unfä­hig­keit der Kir­che, den Lauf der Zeit zu ver­ste­hen und zu unter­stüt­zen. Kar­di­nal Kas­per bezeich­ne­te in sei­nem Bericht beim Kon­si­sto­ri­um am 20. Febru­ar die­se Dif­fe­renz als „Abgrund“, den die Kir­che auf­zu­fül­len habe, indem sie sich der Pra­xis der Sit­ten­lo­sig­keit anpaßt.

Papst will „transparente“ Diskussion“ hinter verschlossenen Türen?

Laut einem der Anhän­ger Kas­pers, dem Genue­ser Prie­ster Gio­van­ni Cere­ti, bekannt wegen einer ten­den­ziö­sen Stu­die über die Schei­dung in der Urkir­che, wur­de der Fra­ge­bo­gen von Papst Fran­zis­kus in Gang gebracht, um zu ver­hin­dern, daß die Debat­te „hin­ter ver­schlos­se­nen Türen“ statt­fin­de (Il Reg­no-Attua­li­tà  6/2014, S. 158). Wenn es wahr sein soll­te, daß der Papst eine trans­pa­ren­te Dis­kus­si­on woll­te, dann ver­steht man nicht, war­um das außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um im Febru­ar und nun die Syn­ode im Okto­ber hin­ter ver­schlos­se­nen Türen statt­fin­det. Der ein­zi­ge Text, von dem man dank der Tages­zei­tung Il Foglio Kennt­nis erhielt, war die Rede von Kar­di­nal Kas­per. Über die Arbei­ten selbst leg­te sich ein Man­tel des Schwei­gens.

Wer den Ablauf kontrolliert, kontrolliert die Meinung

In sei­nem Kon­zils­ta­ge­buch notier­te Pater Chenu am 10. Novem­ber 1962 fol­gen­den Satz von Don Giu­sep­pe Dos­set­ti, einem der Haupt­stra­te­gen der pro­gres­si­ven Front: „Die wirk­sam­ste Schlacht spielt sich über das Ver­fah­ren ab. Ich habe immer auf die­sem Weg gewon­nen.“ In Ver­samm­lun­gen liegt der Ent­schei­dungs­pro­zeß nicht in der Hand der Mehr­heit, son­dern in der Hand der Min­der­heit, die die Vor­ge­hens­wei­se kon­trol­liert. Die Demo­kra­tie exi­stiert in der poli­ti­schen Gesell­schaft nicht und erst recht nicht in der reli­giö­sen. Die Demo­kra­tie in der Kir­che, wie der Phi­lo­soph Mar­cel De Cor­te anmerk­te, ist kirch­li­cher Cäsa­ris­mus, das schlimm­ste aller Regime. Im lau­fen­den Syn­oden­ver­fah­ren wur­de die Exi­stenz die­ses kirch­li­chen Cäsa­ris­mus durch das drücken­de Kli­ma der Zen­sur bewie­sen, das bis heu­te auf ihm lastet.

Sogar weltliche Medien von explosiver Kraft des Berichts überrascht

Die auf­merk­sam­sten Vati­ka­ni­sten wie San­dro Magi­ster und Mar­co Tosat­ti haben dar­auf hin­ge­wie­sen, daß im Unter­schied zu den bis­he­ri­gen Syn­oden, die Wort­mel­dun­gen der Syn­oden­vä­ter unter ein Ver­öf­fent­li­chungs­ver­bot fal­len. Magi­ster erin­ner­te an die Unter­schei­dung, die Bene­dikt XVI. traf zwi­schen dem „wirk­li­chen“ Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil und dem „vir­tu­el­len“, das sich ihm über­stülp­te, und sprach von einer „Dop­pe­lung zwi­schen einer wirk­li­chen und einer vir­tu­el­len Syn­ode, letz­te­re von den Medi­en kon­stru­iert unter syste­ma­ti­scher Beto­nung der Din­ge, die dem Zeit­geist wich­tig sind“. Heu­te sind es aber die Tex­te der Syn­ode selbst, die sich mit zer­stö­re­ri­scher Macht Bahn bre­chen, und zwar ohne Ver­zer­rung durch die Medi­en, die sich viel­mehr selbst ganz über­rascht zeig­ten von der explo­si­ven Kraft der Rela­ti­on von Kar­di­nal Erdö.

Natür­lich besitzt die­ses Doku­ment kei­nen lehr­amt­li­chen Wert. Es ist auch erlaubt zu bezwei­feln, daß es tat­säch­lich das Den­ken der Syn­oden­vä­ter wider­spie­gelt. Die Rela­tio nimmt aber die Rela­tio Syn­odi vor­weg, das Schluß­do­ku­ment der Bischofs­ver­samm­lung.

Widerstand heute größeres Gewissensdrama: damals galt es Heinrich VIII. zu widerstehen, heute dem Papst

Das wirk­li­che Pro­blem, das sich nun stel­len wird, ist das des Wider­stan­des, der vom Buch „In der Wahr­heit Chri­sti blei­ben“ der Kar­di­nä­le Brand­mül­ler, Bur­ke, Caf­farra, De Pao­lis und Mül­ler (Ech­ter Ver­lag, 2014) ange­kün­digt wur­de. Kar­di­nal Bur­ke bekräf­tig­te in sei­nem Inter­view mit Ales­san­dro Gnoc­chi (Il Foglio, 14. Okto­ber 2014), daß even­tu­el­le Ände­run­gen der Glau­bens­leh­re oder der Pra­xis der Kir­che durch den Papst inak­zep­ta­bel wären, „weil der Papst der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden und daher der erste Die­ner der Glau­bens­wahr­heit ist. Die Leh­re Chri­sti ken­nend sehe ich nicht, wie man von die­ser Leh­re mit einer dok­tri­nel­len Erklä­rung oder einer pasto­ra­len Pra­xis abwei­chen könn­te, die die Wahr­heit über­ge­hen“.

Die Bischö­fe und Kar­di­nä­le mehr noch als die ein­fa­chen Gläu­bi­gen befin­den sich vor einem schreck­li­chen Gewis­sens­dra­ma, das weit schwer­wie­gen­der ist, als jenes, in dem sich im 16. Jahr­hun­dert die eng­li­schen Mär­ty­rer befan­den. Damals ging es dar­um, der höch­sten welt­li­chen Auto­ri­tät unge­hor­sam zu sein, König Hein­rich VIII., der wegen einer Schei­dung die Kir­che von Eng­land ins Schis­ma mit der Kir­che von Rom führ­te. Heu­te aber muß sich der Wider­stand der höch­sten kirch­li­chen Auto­ri­tät wider­set­zen, soll­te sie von der immer gül­ti­gen Leh­re der Kir­che abwei­chen. Und wer zum Wider­stand geru­fen ist, das sind nicht unge­hor­sa­me Katho­li­ken oder sol­che, die im Wider­spruch zur Leh­re ste­hen, son­dern genau jene, die am stärk­sten die Insti­tu­ti­on des Papst­tums ver­eh­ren. Damals wur­den jene, die wider­stan­den, dem welt­li­chen Arm über­ge­ben, der sie ent­haup­ten oder vier­tei­len ließ. Der heu­ti­ge welt­li­che Arm wen­det die mora­li­sche Lynch­ju­stiz an durch psy­cho­lo­gi­schen Druck, der von den Mas­sen­me­di­en auf die öffent­li­che Mei­nung aus­ge­übt wird. Das Ergeb­nis ist häu­fig der psy­chi­sche und phy­si­sche Zusam­men­bruch des Opfers, eine Iden­ti­täts­kri­se, der Ver­lust der Beru­fung und des Glau­bens, außer man ist imstan­de, mit Hil­fe der Gna­de die heroi­sche Tugend der Stand­haf­tig­keit aus­zu­üben. Wider­ste­hen heißt in letz­ter Ana­ly­se, die voll­stän­di­ge Über­ein­stim­mung des eige­nen Lebens mit der unver­än­der­li­chen Wahr­heit Jesu Chri­sti zu bekräf­ti­gen, indem man die The­sen jener umstürzt, die die Ewig­keit des Wah­ren in der Flüch­tig­keit des Erleb­ten auf­lö­sen möch­ten.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Sün­den­fall, Six­ti­ni­sche Kapel­le, Michel­an­ge­lo




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74 Kommentare

  1. „Die Revo­lu­ti­on frisst ihre Kin­der“ und das ist am 1789 der Kir­che namens 2 Vati­ka­ni­sches Kon­zil am besten zu erken­nen. Die Kir­che Got­tes unse­res Herrn wur­de von den Hel­fers­hel­fern des Wider­sa­cher Got­tes unse­res Herrn mit klei­nen Schrit­ten immer mehr Unter­höllt, den sie wuss­ten mit einen Gro­ßen Schritt hät­ten sie ihr wah­res Ziel zu erken­nen gege­ben und die Her­de Got­tes unse­res Herrn auf­ge­schreckt. Aber es waren vor allen die Nach VK II ange­fan­gen von Papst Paul VI — Bene­dikt XVI die die Wan­dung der Kir­che Got­tes unse­res Herrn in die „Kon­zils­kir­che“ und nun in einen „Heid­ni­schen Göt­zen­kult“ erst ermög­lich­ten, indem sie sich wie die berühm­ten drei Affen zu allen anti­ka­tho­li­schen Wüten „Blind, Taub und Stumm“ stell­ten, „Wer schweigt dul­det“.

    Und ja es wird aller­höch­ste Zeit dass die weni­gen noch wahr­lich katho­li­schen Hir­ten von ihrem See­len­ver­schlin­gen­den „Kada­ver- Füh­rer­ge­hor­sam“ ablas­sen und aus dem „gei­sti­gen Schis­ma ein kör­per­li­ches Schis­ma“ wird. Ja es ist schwer von gewohn­ten Pfad abzu­ge­hen, es ist aber um des ewi­gen See­len­heils der Her­de Got­tes unse­res Herrn drin­gend nötig, denn Gott der Herr und sein Wil­le ste­hen weit über dem Wil­len des Bischofs von Rom und aller Kle­ri­ker die von Gott dem Herrn und sei­ner Kir­che abge­fal­len sind. Um es welt­lich ver­glei­chen zu kön­nen, es scheint dass hier eine Mücke einem Ele­fan­ten ihren Wil­len auf­drücken möch­te.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  2. Ja die Lage ist sehr schlimm, aber der jetz­ti­ge Papst ist wenig­stens nicht falsch, viel­leicht ist man in die­sen Krei­sen, denen ich auch Dr. Ratz­in­ger zurech­ne jetzt der Ansicht dass man die Hül­len fal­len las­sen kann.

    • In der Tat! Das Gan­ze ist auch ein Test­lauf, eine Art Gene­ral­pro­be (Wil­liam­son spricht von „dress rehe­ar­sal“), um zu sehen, wie weit man gehen kann. Das Glei­che fin­det übri­gens der­zeit auch in den MSM statt, wo man die Drei­stig­keit des Lügens auch aus­wei­tet, um zu schau­en, was geht.

    • Ja, Dr. Ratz­in­ger hat auf sub­til­ste Wei­se — die nöti­ge sophi­sti­sche Intel­li­genz dafür hat­te er ja reich­lichst — den theo­lo­gi­schen Boden berei­tet, den Franz mit sei­nen treu Erge­be­nen jetzt umpflügt. Es macht mich immer wie­der fas­sungs­los, wie gro­ße Tei­le der Tra­di­ti­on die­sen Alt­papst immer noch als „Einen der Ihren“ anse­hen. Wie blind muss man dazu sein.

      • Ja, Dr Ratz­in­ger ist „einer von uns“; er steht fest auf dem Boden der katho­li­schen Tra­di­ti­on, die aller­dings leben­dig ist, und nicht ver­stei­nert und erstarrt. Mich macht es fas­sungs­los, wenn eini­ge hier nicht sehen, dass Bene­dikt und Franz abso­lut gegen­sätz­lich sind. Um das zu unter­ma­len, betrach­te man nur, was Ber­go­glio aus einer Syn­ode über Fami­lie gemacht hat, und wie eine sol­che Syn­ode wohl unter Ratz­in­ger gelau­fen wäre. Ratz­in­ger ist ein hei­lig­mä­ßi­ger Papst, der bei der Ver­kün­di­gung von Got­tes Wort nie­mals Kom­pro­mis­se gemacht hat. Die „Welt“ hat das erkannt, und kei­ne Ruhe gege­ben, bis er weg war. Nur eini­ge (hof­fent­lich weni­ge) Tra­dis begrei­fen das nicht, sehr zum Scha­den unse­rer Sache, d.h. des unver­fälsch­ten chit­li­chen Glau­bens und der authen­ti­schen katho­li­schen Kir­che. Papst Bene­dikt zeigt uns den Weg.

      • Sor­ry, Herr Jean-Lou­is, dann haben Sie offen­kun­dig höch­stens die Jesus­bü­cher des dama­li­gen Pap­stes gele­sen (die übri­gens auch voll von „Erkennt­nis­sen“ der häre­ti­schen „histo­risch-kri­ti­schen Metho­de“ sind). Aber all die Bücher des Prof. Dr. Ratz­in­ger haben Sie offen­bar nie­mals in der Hand gehabt — sonst könn­ten Sie die­sen Unsinn „Er war einer von uns“ hier nie­mals ver­zap­fen. Mal sein berühm­te­stes Buch gele­sen, „Ein­füh­rung in das Chri­sten­tum“? Es wur­de nach sei­nem Erschei­nen in zwei Rezen­sio­nen hym­nisch belo­bigt — die bei­den Rezen­sen­ten hie­ßen zufäl­lig Karl Rah­ner und Wal­ter Kas­per…
        Soviel zur theo­lo­gi­schen Bil­dung in Tei­len der Tra­di­ti­on. Es ist zum Wei­nen.

      • Neh­men Sie sich, geehr­ter Tra­di­ti­ons­treu­er, zehn Minu­ten und schau­en Sie sich fol­gen­des Video an, und dann ver­glei­chen Sie mit dem was man uns zur Zeit in Rom erzählt:
        http://www.youtube.com/watch?v=PESYIwLboZk
        Dann ver­ste­hen Sie sicher auch, was ich mei­ne.
        Übri­gens: auch als nicht Theo­lo­ge hab ich eine Men­ge Publi­ka­tio­nen von Josef Ratz­in­ger gele­sen (von allen ande­ren Theo­lo­gen­so­zu­sa­gen nichts, war­um auch?); Sonst könn­te ich ja nicht behaup­ten, dass ich in qua­si allem mit ihm über­ein­stim­me.

      • Was für Bene­dikt spricht, ist in der Tat, dass er (ganz im Gegen­satz zu Franz) ver­folgt wur­de.
        Es ist daher zu ver­mu­ten, dass der häre­ti­sche Geist mit den Jah­ren aus ihm gewi­chen ist, er aber in sei­ner für ihn typi­schen Schwä­che und Inkon­se­quenz sei­ne schlimm­sten Häre­si­en nicht eigen­hän­dig ver­ur­teilt hat.

    • Geehr­ter @Wickerl,
      Ihre unauf­hör­li­che Het­ze gegen Pro­fes­sor Dr. Papst Bene­dikt XVI in gut 90% Ihrer Kom­men­ta­re wird lang­sam lang­wei­lig. Papst Bene­dikt hat die kirch­li­che Leh­re so gut ver­tei­digt wie er nur konn­te. Er hät­te kon­se­quen­ter sein müs­sen, das gebe ich zu, aber er war dafür ein­fach zu mild und zu lieb. Es ist sicher nicht sei­ne Stär­ke, mit der Faust auf den Tisch zu hau­en und „Basta!“ zu sagen. Ein kon­se­quen­ter Regie­rungs­stil wie ihn Herr Ber­go­glio jetzt an den Tag legt, wäre bei Bene­dikt sicher segens­reich gewe­sen. Für mich passt auf jeden­fall mehr als nur ein Blatt zwi­schen Alt­papst und Neu­papst.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Die­se Äuße­rung stößt mir übel auf: „Ja die Lage ist sehr schlimm, aber der jetz­ti­ge Papst ist wenig­stens nicht falsch,…‘
      Es müss­te bes­ser hei­ßen: „Er ist authen­tisch.“ Aber ich weiß nicht, ob ’nicht falsch‘ der rich­ti­ge Aus­druck ist. Das ist doch eher ein Euphe­mis­mus.
      Aber ich weiß, was Sie mei­nen…

      • Alle Päp­ste, die ich kann­te, von Johan­nes bis Franz waren authen­tisch. Das sagt aber rein gar nichts über ihre Leh­re und über ihr Wir­ken aus. Bene­dikt war lehr­mä­ßig der stärk­ste, der katholischste,was das Durch­set­zungs­ver­mö­gen anbe­langt, aller­dings der schwäch­ste die­ser Päp­ste. Da er die­se Regie­rungs­schwä­che nun mal hat­te, und das auch allen bekannt war, hät­te man ihn bes­ser bera­ten müs­sen. Bene­dikt hat sei­ne Zie­le nicht erreicht, weil er das rich­ti­ge Umfeld dafür nicht zu schaf­fen ver­moch­te, und ihm auch kei­ner dabei gehol­fen hat.

  3. Nur ein Kom­men­tar eines Katho­li­schen Gläu­bi­gen:
    1. Zuerst kommt ein Wohl­stand wie noch nie.
    2. Dann folgt ein Glau­bens­ab­fall wie noch nie.
    3. Dar­auf kommt eine Sit­ten­ver­derb­nis wie noch nie.
    4. Als­dann kommt eine gro­ße Anzahl frem­der Leu­te ins Land.
    5. Es herrscht eine gro­ße Infla­ti­on. Das Geld ver­liert mehr und mehr an Wert.
    6. Bald dar­auf folgt die Revo­lu­ti­on.
    7. Dann wird der Westen über Nacht über­fal­len!
    Ihr Alois Irl­mai­er. +26.July 1959
    Wenn jetzt die IS die Flag­ge des Islam auf dem Peters­platz auf­stellt, ist (Vir­tu­ell zuerst) das ein Zei­chen, denn Irl­mai­er hat auch Pro­phe­zeit, das es in Ita­li­en eine gro­ße Revo­lu­ti­on gibt und der Papst über Frank­reich nach Köln flüch­tet. laut Irl­mai­er
    Ein­fach mal nach die­sen Pro­phe­zei­un­gen goog­len. Deckt sich mit vie­len beson­ders im Katho­li­schen Raum beschrie­be­nen Schau­un­gen.
    Doch ich glau­be es wird noch etwa 16 Jah­re dau­ern, dann ist Euro­pa so maro­de und das grau­sa­me Unheil wird begin­nen.

    • Wenn Putin zu Poro­schen­ko gesagt haben soll, er kön­ne, wenn er wol­le, in weni­gen Tagen mit sei­nen Trup­pen in War­schau sein, dann passt das ganz in die­sen Kon­text. Putin ist doch auch im Bil­de. Auch er testet, ‚was geht‘. Und irgend­wann geht es dann auch.

      • Oder es war gar nicht der Euro gemeint?
        Wenn es die Bestre­bun­gen zu der neu­en EINE Welt Reli­gi­on gibt und wenn man sieht, wie EU, Russ­land, Chi­na und USA die übri­ge Welt bereits beherr­schen, war­um nicht auch die Bestre­bun­gen zu einer neu­en EINE Welt Wäh­rung?

      • Irl­mai­er hat fol­gen­des Gesagt:
        Auf die Fra­gen nach der DM.
        Das neue Geld ist in Ord­nung
        Nur vor dem dar­auf fol­gen­den müsst Ihr in Hut sein!

    • Ich fra­ge mich nur, wel­cher Papst flie­hen wird. Es heißt doch auch, er wür­de in Köln Zuflucht suchen und fin­den. Das wür­de aber doch nach der Logik bedeu­ten, dass es wohl Papst Bene­dikt ist, denn Ber­go­glio wür­de sich- wenn er nach Deutsch­land flie­hen soll­te- wohl bei sei­nem über­ge­wich­ti­gen Kum­pa­nen Marx ein­quar­tie­ren. Des­sen Armuts­re­si­denz in Mün­chen wird laut Mel­dung des erz­bi­schöf­li­chen Ordi-narr- iats für lasche 50 Mil­lio­nen reno­viert. Die Decken­re­stau­rie­rung sei mit 7,5 Mil­lio­nen halt so teu­er. In die­ser Bruch­bu­de wird sich doch ein beschei­de­nes Dach­zim­mer­chen für den Barm­her­zig­keis­pre­di­ger aus Rom fin­den las­sen.

      • Laut Irl­mai­er ist Mün­chen aber nicht sicher!
        Hier eine Pro­phe­zei­ung aus dem Islam:
        Die IS hat­te doch ver­gan­ge­ne Woche vir­tu­ell Ihre Flag­ge auf dem Obe­lisk auf dem Peters­platz ver­öf­fent­licht hier was sie dazu gelinkt haben
        50 Zei­chen des Letz­ten Tages

        Dr. Suhaib Hasan
        Aus einer Lesung, gehal­ten in der Isla­mi­schen Gesell­schaft
        der Uni­ver­si­tät Cam­bridge im Monat Shawal 1420 (Janu­ar 2000).

        50 Zei­chen, offen­bart von Allah s.w.t. und dem Pro­phe­ten Muham­med s.a.w.:

        Wol­len die Ungläu­bi­gen etwas ande­res erwar­ten als die letz­te Stun­de,
        wel­che sie plötz­lich über­kom­men wird? Schon sind Anzei­chen die­ser ein­ge­trof­fen,
        und wenn sie nun wirk­lich über sie her­ein­bricht,
        kön­nen sie dann noch Ermah­nung anneh­men?

        Muham­med 18

        Ver­gan­gen­heit:
        ______________

        Spal­ten des Monds.

        Tod des Pro­phe­ten Muham­med s.a.w..

        Tod von tau­sen­den Mus­li­men (es wird ange­nom­men, dass es sich dabei um den Aus­bruch der Pest in Amwas (Palä­sti­na) han­delt, zu der Zeit, da Umar r.a. Kalif war).

        Gro­ße Schlacht um Medi­na (wahr­schein­lich die Schlacht von Al-Har­rah in der Zeit des Kali­fen Yazid im Jah­re 63 Hij­ra).

        Erobe­rung von Jeru­sa­lem durch die Mus­li­me.

        Erobe­rung von Kon­stan­ti­no­pel durch die Mus­li­me.

        Zwei gro­ße Grup­pen Mus­li­me wer­den ein­an­der bekrie­gen.

        Krieg zwi­schen Mus­li­men und einem Volk röt­li­cher Haut­far­be und klei­nen Augen, die San­da­len aus Haa­ren tra­gen (man nimmt an, dass es sich dabei um die Inva­si­on der Mon­go­len han­delt).

        All­ge­mei­ne Über­ein­kunft zwi­schen Mus­li­men und Nicht­mus­li­men einer brau­nen Ras­se (Chi­ne­sen und Völ­ker Mit­tel­asi­ens).

        30 Selbst­er­nann­te (Pro­phe­ten) erschei­nen.

        Gegen­wart?
        ____________

        Arme und unge­bil­de­te Vieh­hir­ten wer­den dar­um wett­ei­fern, hohe Gebäu­de zu errich­ten

        Die Skla­vin wird ihre Herrn gebä­ren.

        Tumult (Fit­na) wird ent­ste­hen und in jedes ara­bi­sche Haus ein­drin­gen.

        (Religiöses)Wissen wird ver­schwin­den (durch den Tod von Gelehr­ten) und Igno­ranz wird vor­herr­schen.

        Alko­ho­li­sche Geträn­ke wer­den in gro­ßen Men­gen kon­su­miert wer­den.

        Weit ver­brei­te­ter ille­ga­ler (außer­ehe­li­cher) Geschlechts­ver­kehr.

        Erd­be­ben wer­den zuneh­men.

        Zeit wird schnell ver­ge­hen (so gefühlt von den Men­schen).

        Lau­ten (Musikinstrumente/Musik) und Ver­su­chun­gen wer­den sich ver­brei­ten.

        Blut­ver­gie­ßen wird zuneh­men.

        Jemand, der an einem Grab eines ande­ren vor­bei­geht, wird sich wün­schen, an sei­ner Stel­le zu sein.

        Es wird kein Ver­trau­en mehr geben.

        Die Herr­schaft wird Leu­ten über­ge­ben wer­den, die nicht taug­lich dafür sind.

        Men­schen wer­den sich zum Gebet ver­sam­meln

      • So geht es wei­ter und auf die­sen Koran­satz beruft sich die IS mit dem Foto auf dem Peters­platz.

        Der Link dazu:
        http://www.tauhid.net/cyberzeichen.html

        Zukunft:

        Die Zahl der Män­ner wird sich ver­rin­gern, die der Frau­en sich erhö­hen, bis auf einen Mann vier­zig Frau­en kom­men.

        Der Fluss Euphrat wird einen Schatz von Gold ent­hül­len und vie­le wer­den ster­ben, ein­an­der bekrie­gend, in der Hoff­nung, die Kon­trol­le über ihn zu gewin­nen.

        Das Kom­men des Mah­di a.s. (Nach­kom­me aus der Fami­lie von Muham­med s.a.w., sein Name wird der des Pro­phe­ten s.a.w. sein), er wird Füh­rer der Mus­li­me.

        Die Erobe­rung Roms durch die Mus­li­me.

        Das Erschei­nen des Mes­si­as a.s. in Damas­kus zur Zeit des Mor­gen­ge­be­tes. Er wird hin­ter dem Imam beten.

        Erschei­nen des Anti­chri­sten (Al-Maseh ad-Dajjal) mit allen mög­li­chen Attri­bu­ten von Betrug und Ver­lockun­gen, der die größ­te Ver­su­chung in der Geschich­te der Mensch­heit wer­den wird. Er wird beglei­tet von 70000 Juden aus Isfa­han (Iran).

        Gro­ßer Krieg zwi­schen Mus­li­men (ein­ge­schlos­sen Juden und Chri­sten, die beim Auf­tau­chen des Mes­si­as Mus­li­me wer­den) gegen die Juden und dem Rest der Ungläu­bi­gen, die die Anhän­ger des Anti­chri­sten sind.

        Jesus wird den Anti­chri­sten töten in der Nähe des Ein­gan­ges von Ludd (der Stadt Lod im moder­nen Isra­el, wo sich zur Zeit ein Flug­ha­fen und eine gro­ße Mili­tär­ba­sis befin­den).

        Jesus wird das Kreuz zer­bre­chen, d.h. das fal­sche Chri­sten­tum zer­stö­ren.

        Erschei­nen der Stäm­me von Gog und Magog und die damit ein­her­ge­hen­den Kat­rastro­phen.

        Zeit des gro­ßen Frie­dens in der ver­blei­ben­den Lebens­zeit von Jesus.

        Reich­tum wird in einem sol­chen Über­fluss vor­han­den sein, dass es schwie­rig wer­den wird, jeman­den zu fin­den, der Almo­sen annimmt.

        Ara­bi­en wird ein Land der Gär­ten und Flüs­se.

        Die Gesell­schaft beginnt zu zer­bre­chen.

        Frau­en des Stam­mes Daus aus dem Yemen wer­den begin­nen mit ihren Hüf­ten zu krei­sen und den Tawaf (das Her­um­ge­hen) um die Göt­ze Zul-Khul­sah zu voll­füh­ren.

        Erschei­nen spre­chen­der Besti­en aus der Erde.

        Gro­ßes Feu­er im Hijaz, sicht­bar für die Ein­woh­ner von Bas­ra.

        Drei gro­ße Arme­en wer­den das Land erobern: eine im Osten, eine im Westen und eine in Ara­bi­en.

        Der Herr­scher von Abyssi­ni­en (Äthio­pi­en) mit schwa­chen Bei­nen (Zul-Zuwai­katan) wird die Kaa­ba zer­stö­ren.

        Gro­ße Wol­ken von Rauch.

        Die Son­ne geht im Westen auf.

        Auf­kom­men einer Bri­se, die die See­len der Gläu­bi­gen neh­men wird.

        Nie­mand wird auf der Erde gelas­sen, der gewohnt war zu sagen: „Allah, Allah“, oder: „Es gibt kei­nen Gott außer Allah (La ilaha ill­al­lah)“.

        Am Ende wird der Jüng­ste Tag die schlimm­sten aller Men­schen errei­chen, die wie Esel kopu­lie­ren, ohne sich dabei vor den Augen ande­rer zu ver­stecken.

        Der Engel Isra­fil, auf dem der Frie­de sei, wird zum ersten Mal in sei­ne Trom­pe­te bla­sen.

        Danach wer­den alle auf­er­ste­hen.

        Möge uns Allah vor die­sem gro­ßen Tumult des Lebens und des Ster­bens beschüt­zen und vor dem gro­ßen Tumult des Anti­chri­sten (Masih ad-Dajjal).

        Dr. Suhaib Hasan

        Auch im Islam scheint Chri­sten­tum wich­tig zu sein!

  4. Tam­tam um die zivil­recht­lich Wie­der­ver­hei­ra­te­ten, die es doch so furcht­bar arg zur Kom­mu­ni­on drängt, glaubt doch eh nie­mand. Dass der Papst wenig­stens nicht falsch ist, ist für einen Papst doch wirk­lich außer­or­dent­lich wenig. Die weni­gen Orga­ni­sa­tio­nen (bezeich­nen wir das ein­mal so neu­tral), die noch auf dem Boden der Leh­re ste­hen, sind zu för­dern.

  5. Geht es bei der kirch­li­chen Eghe­leh­re wirk­lich nur um Natur­recht und Gut und Böse?

    Ver­wech­selt man nicht all­zu schnell das, was Fluch der Sün­de ist, mit dem, was ursprüng­lich gut geschaf­fen wur­de?
    So mei­nen die­je­ni­gen, die heu­te ger­ne vom „Natur­recht“ reden, nicht sel­ten eine Fest­schrei­bung der­je­ni­gen Rea­li­tä­ten, die nach dem Sün­den­fall die Natur zer­stört haben.
    Und von da aus ist man dann ganz schnell bei einer posi­ti­ven Set­zung wei­te­rer sünd­haf­ter Mei­nun­gen.

    Lei­der schafft auch de Mattei hier kei­ne tie­fe­re Begrün­dung.

    In Tra­di­k­rei­sen wird häu­fig die Begrün­dung der katho­li­schen Ehe­mo­ral in Ver­bin­dung mit einem prak­ti­schen Ergeb­nis gelie­fert: Seht doch, katho­li­sche Ehen sind glück­li­cher, hal­ten län­ger etc. Als ob das ein Argu­ment wäre!
    Es ist — geist­lich betrach­tet — kei­nes!
    Denn nicht anders ist die prin­zi­pi­el­le Argu­men­ta­ti­ons­struk­tur auf der Syn­ode!
    Was ist Glück? Das, was die Welt unter Glück ver­steht?!

    Es ist zwar nichts ein­zu­wen­den gegen den Wunsch nach Har­mo­nie, aber das ist die fal­sche Per­spek­ti­ve für den Chri­sten.

    Wir hal­ten nicht des­halb an der lebens­lan­gen, unauf­lös­li­chen for­mel­len Ehe zwi­schen einem Mann und einer Frau fest, weil man da glück­li­cher und zufrie­de­ner ist.
    Wir hal­ten viel­mehr dar­an fest, weil die sakra­men­ta­le Ehe ein Zei­chen setzt in einer Welt, die nicht weiß, was Ehe ist und dies auch aus der „Natur“ nicht abzu­lei­ten weiß.

    Die sakra­men­ta­le Ehe stellt die Treue Got­tes zum Men­schen zei­chen­haft vor aller Welt dar.
    Die katho­li­sche Ehe stellt aber noch viel mehr dar: sie stellt die Tri­tin­tät dar, sie stellt dar, wie Gott sich nicht zu gut war, sich uns gleich zu machen, sie erin­nert an Jesus und Maria und dar­an, dass Gott mit uns tat­säch­lich „ein Fleisch“ wur­de, sie ist ein ver­nünf­ti­ges Zusam­men­le­ben der Geschlech­ter, gegen­sei­ti­ge Die­ner­schaft (nicht Herr­schaft des einen über den ande­ren), sie ist Bevoll­mäch­ti­gung, Anteil an Got­tes Schöp­fer­kraft zu erhal­ten. Die katho­li­sche Ehe ist hei­lig.

    Sie ist als die­ses hei­li­ge Zei­chen ein Weg zur ewi­gen Selig­keit.

    Lei­der spricht de Mattei von all dem nicht.
    Ich befürch­te, dass die rei­ne „Rechts­ebe­ne“ nicht klä­ren kann, war­um die katho­li­sche Ehe wirk­lich nicht „von die­ser Welt“ ist und was das bedeu­tet.
    Da wäre etwas mehr Tie­fe not­wen­dig.

    • Das ist mal wie­der typisch für Sie! Sie sind natür­lich „klü­ger“ als Prof. Rober­to de Mattei. Sie hät­ten das bes­ser durch­dacht und geschrie­ben. Da fällt mir gera­de das Wort Grö­ßen­wahn ein! Viel­leicht schrei­ben Sie ihm mal einen Brief und tei­len ihm mit, wie man zu den­ken hat.

      • Dario ! Plea­se, hold your hor­ses !

        Soll­ten wir uns hier nicht bemü­hen, die ver­nünf­ti­ge und fai­re Vor­ge­hens­wei­se der ach so ver­schrie­nen alten Index­kon­gre­ga­ti­on anzu­neh­men, die m.W. stets nur den INHALT eines kon­kre­ten Schrift­er­zeug­nis­ses, NICHT aber des­sen Autor be- resp. ent­spre­chend begrün­det ver­ur­teil­te ?

      • Rober­to di Mattei ist Histo­ri­ker und kein Theo­lo­ge.
        Wer die Ein­lei­tung sei­nes Buches über das VK II liest wird von ihm per­sön­lich dar­auf hin­ge­wie­sen.

    • „Wir hal­ten viel­mehr dar­an“ (an der sakra­men­ta­len Ehe)fest, „weil sie ein Zei­chen setzt in einer Welt, die nicht weiß, was Ehe ist…“ „Die sakra­men­ta­le Ehe stellt die Treue Got­tes zum Men­schen zei­chen­haft vor aller Welt dar.“

      Nichts davon ist wahr. Die katho­li­sche Kir­che lehrt, dass Jesus Chri­stus die Ehe als Sakra­ment ein­ge­setzt hat. Des­we­gen hat die von Jesus Chri­stus gegrün­de­te Kir­che kein Recht, das Ehe­sa­kra­ment aus­zu­höh­len. Das ist der ein­zi­ge Grund, alles ande­re ist Fan­ta­sie.
      Am schlimm­sten ist der Ver­gleich zwi­schen dem Sakra­ment der Ehe und der Tri­ni­tät, bzw. der Tri­ni­tät und der Inkar­na­ti­on.

      Die zwei­te gött­li­che Per­son ist Mensch gewor­den, um uns von der Schuld unse­rer Stamm­eltern zu erlö­sen. Um uns den Him­mel zu öff­nen, die Gemein­schaft mit dem drei­fal­ti­gen Gott.

      Es han­delt sich um Fan­ta­si­en von @ Zeit­schnur, mit dem katho­li­schen Glau­ben haben die­se Ver­glei­che nichts zu tun.

      Ich weiß: Auf mich hageln jetzt wie­der Unter­stel­lun­gen. Rober­to de Mattei konn­te, mit Ver­laub, die­sen Unsinn nicht schrei­ben, weil er mit der katho­li­schen Ehe­leh­re nicht das gering­ste zu tun hat.

      Rober­to de Mattei und alle Katho­li­ken brau­chen nicht künst­lich nach Begrün­dun­gen zu suchen, um die sakra­men­ta­le Ehe zu legi­ti­mie­ren. Sie ist Dog­ma, sie gehört zum unan­tast­ba­ren Glau­bens­gut der katho­li­schen Kir­che. Das kein Papst anzu­ta­sten hat.

    • zu @zeitschnur
      — „So mei­nen die­je­ni­gen, die heu­te ger­ne vom „Natur­recht“ reden, nicht sel­ten eine Fest­schrei­bung der­je­ni­gen Rea­li­tä­ten, die nach dem Sün­den­fall die Natur zer­stört haben.“
      — Sehr gute, tref­fen­de For­mu­lie­rung! (Zustim­mung)
      — „In Tra­di­k­rei­sen wird häu­fig die Begrün­dung der katho­li­schen Ehe­mo­ral in Ver­bin­dung mit einem prak­ti­schen Ergeb­nis gelie­fert: Seht doch, katho­li­sche Ehen sind glück­li­cher, hal­ten län­ger etc. Als ob das ein Argu­ment wäre!“
      — Und ob das ein Argu­ment ist, sofern es das Ergeb­nis einer gei­stig-geist­li­chen Durch­drin­gung des Sakra­men­tes ist. (Ein­wand; aber sie­he auch unten)
      — „Es ist zwar nichts ein­zu­wen­den gegen den Wunsch nach Har­mo­nie, aber das ist die fal­sche Per­spek­ti­ve für den Chri­sten.“
      — Har­mo­nie ist Gleichklang/ aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis. Eine geist­lo­se Har­mo­nie, die dem Schnur­ren einer Kat­ze gleich­kommt, ist sicher­lich kein Motiv für einen Chri­sten, wohl aber jene, die sich ein­stellt, wenn eine Ehe keusch gelebt wird. Dann tritt näm­lich trotz Schmer­zen und Prü­fun­gen eine Freu­de (eu) ein, die die gei­stig Armen der See­lig­prei­sun­gen (ange­li­um) jetzt schon ver­ko­sten kön­nen. Die Freu­de kommt aus der Ord­nung. (Ein­wand)
      — „Wir hal­ten viel­mehr dar­an fest, weil die sakra­men­ta­le Ehe ein Zei­chen setzt in einer Welt, die nicht weiß, was Ehe ist und dies auch aus der „Natur“ nicht abzu­lei­ten weiß.“ — Das Ehe­sa­kra­ment geht über den Zei­chen­cha­rak­ter hin­aus. Es ist ja voll (hat voll) vom Bezeich­ne­ten (zu sein). Damit gibt es Zeug­nis von der Ver­bin­dung in und mit Chri­stus. (Ein­wand)
      — „…sie ist ein ver­nünf­ti­ges Zusam­men­le­ben der Geschlech­ter, gegen­sei­ti­ge Die­ner­schaft (nicht Herr­schaft des einen über den ande­ren), sie ist Bevoll­mäch­ti­gung, Anteil an Got­tes Schöp­fer­kraft zu erhal­ten. Die katho­li­sche Ehe ist hei­lig.“
      — (Vol­le Zustim­mung, wenn das die Schluss­fol­ge­rung ist und das vor­her gesag­te dar­auf hin­aus­läuft bzw. sich dar­aus ergibt.)

      • @ Pater Pio

        Ihre Ein­wän­de sind Ein­wän­de aller­dings gegen etwas, das ich ja nicht behaup­tet hat­te.

        * Ich woll­te hin­sicht­lich des Glück­s­ar­gu­men­tes, wenn es so platt vor­ge­tra­gen wird wie dies gewöhn­lich geschieht, nur dar­auf hin­wei­sen, dass damit ja auch die Befür­wor­ter der Auf­lö­sung des Ehe­sa­kra­men­tes argu­men­tie­ren — auch sie behaup­ten, unter den und den Umstän­den sei ein Mensch glück­li­cher. Oft auch hin­sicht­lich des Priester­z­ö­li­bats: wenn der Prie­ster hei­ra­ten dürf­te, wäre er zufrie­de­ner und glück­li­cher etc.

        Es ist ersicht­lich, dass eine sol­che Argu­men­ta­ti­on ein­fach zu angreif­bar ist und zu kurz greift.

        Was Sie daher wei­ter aus­füh­ren, trifft eben nicht nur auf die Ehe zu, son­dern auf jeg­li­chen Stand, zu dem Gott beruft, ist also hin­sicht­lich mei­ner The­se eine Art Exkurs.

        Pius X. schrieb:

        „Die Ehe ist das Sakra­ment, das den Mann und die Frau bis zum Tode eines Part­ners unauf­lös­lich ver­eint, wie Jesus Chri­stus und die Kir­che (sei­ne Braut) ver­eint sind, und das ihnen die Gna­de gibt, mit­ein­an­der hei­lig zu leben und die Kin­der christ­lich zu erzie­hen.“ (Kat. § 406)

        Die hoch­ag­gres­si­ven und zum Fremd­schä­men vul­gä­ren Postings von @ dario und @ zeit­los bestä­ti­gen nur, was ich „der“ Tra­di­ti­on vor­wer­fe: Ohne tie­fe­res theo­lo­gi­sches Wis­sen schmet­tern sie jeden tie­fen Gedan­ken­gang ab. Die­se „Tra­di­ti­on“ wird samt und son­ders, nach­dem sie ihr Unheils­werk voll­endet hat, weg­ge­spült von den Ereig­nis­sen. Nie­mand wird dies alles bestehen, der sich nicht den tie­fe­ren Fra­gen auf­rich­tig stellt, zumal sie in der ech­ten Tra­di­ti­on schon sehr oft durch­dacht wur­den.

        Zum Zusam­men­hang von Tri­ni­tät und Ehe/Familie ist sehr viel geschrie­ben wor­den, beson­ders vom Hl. Augu­sti­nus.
        Wer sich ein­stei­gend infor­mie­ren möch­te, sei ein­ge­la­den, die wirk­lich tie­fen und ech­ten tra­di­tio­nel­len Aus­füh­run­gen des Hl. Augu­sti­nus zur Kennt­nis zu neh­men:

        http://www.patristique.org/sites/patristique.org/IMG/pdf/72_xviii_1_2_05.pdf

      • @zeitschnur
        Lie­be zeit­schnur, Ihre Tak­tik geht nicht auf! „Hoch­ag­gres­siv und zum Fremd­schä­men“, das sind Sie! Ich habe Ihnen den Spie­gel vor­ge­hal­ten und jetzt ver­su­chen Sie den Spieß umzu­dre­hen. Möch­ten Sie ger­ne, dass ich Ihnen Ihre unver­schämt anma­ßen­den Postings noch ein­mal prä­sen­tie­re?

      • Die Dis­kus­si­on über die Spu­ren der Tri­ni­tät in der gan­zen Schöp­fung (in Form von Ana­lo­gi­en), ins­be­son­de­re im Eben­bild Got­tes, dem Men­schen, ist so alt wie die Kir­che, wur­de sehr kon­tro­vers dis­ku­tiert, ohne dass ein dog­ma­ti­sches End­ergeb­nis dazu for­mu­liert wor­den wäre. Ins­be­son­de­re den Kir­chen­vä­tern stan­den bestimm­te, aus der heid­ni­schen Phi­lo­so­phie stam­men­de Prä­mis­sen, die jedoch die Hl. Schrift weder kennt noch eigent­lich zulas­sen wür­de, im Wege, hier zu einem Ergeb­nis zu kom­men. Inso­fern ist hier ein ech­ter Gedan­ken­raum offen.

        Noch ein Bei­spiel:

        Tho­mas v. A. (s.th. I, 36, 3 ad 1):

        „(…) cum spi­ri­tus sanc­tus com­mu­ni­ter pro­ce­dat a pat­re et filio, inve­ni­tur spi­ri­tus sanc­tus imme­dia­te a pat­re pro­ce­de­re, inquan­tum est ab eo; et media­te, inquan­tum est a filio. Et sic dici­tur pro­ce­de­re a pat­re per fili­um. Sicut eti­am Abel pro­ces­sit imme­dia­te ab Adam, inquan­tum Adam fuit pater eius; et media­te, inquan­tum Eva fuit mater eius, quae pro­ces­sit ab Adam; licet hoc exemp­lum mate­ria­lis pro­ces­sio­nis inep­tum videatur ad signi­fi­can­dam imma­te­ria­lem pro­ces­sio­nem divina­rum per­so­na­rum. -

        - Wenn der Hei­li­ge Geist gemein­sam aus dem Vater und dem Sohn her­vor­geht, ent­deckt man, dass er unmit­tel­bar aus dem Vater her­vor­geht, soweit er aus ihm her­vor­geht; und mit­tel­bar, soweit er vom Sohn aus­geht. Des­halb sagen wir, er geht aus dem Vater durch den Sohn her­vor. Wie ja auch Abel unmit­tel­bar aus Adam her­vor­ging, soweit Adam des­sen Vater war, und mit­tel­bar, soweit er aus Eva her­vor­ging, die wie­der­um aus Adam her­vor­ge­gan­gen war.“

        Die Ana­lo­gie von Tri­ni­tät und Fami­lie wur­de immer wie­der dis­ku­tiert — bis zum heu­ti­gen Tag. Die Fra­ge ist nicht, ob man das darf, son­dern wie genau man die­se Ana­lo­gie setzt. Da der Mensch Eben­bild Got­tes ist, muss er davon aus­ge­hen, dass er sich in der Offen­ba­rung der Tri­ni­tät und dem Nach­sin­nen dar­über über­haupt erst selbst erkennt.

        Die phi­lo­so­phi­sche Fra­ge zielt aber v.a. daraf ab, inwie­fern der „neue Mensch „Geist“ (Pau­lus) ist und inwie­weit die leib­li­che Abbild­lich­keit des Men­schen (Gene­sis) in Chri­stus über­haupt Bestand hat. Dass sie aber wenig­stens noch voläu­fig Bestand hat, offen­bart uns unse­re phy­si­sche Rea­li­tät. Argu­men­tier­te man nur „gei­stig“, gäbe es tat­säch­lich kei­nen Grund, war­um nur Män­ner Prie­ster sein kön­nen (also für Momen­te in per­so­na Chri­sti SEIN kön­nen) und war­um nur eine Frau in Chri­stus buch­stäb­lich ihren Bräu­ti­gam sehen kann (was ja tat­säch­lich bei einer weib­li­chen Pro­fess auch als „Hei­rat“ zele­briert wird!)

        Ist dies nur dem Schon-und-noch-nicht geschul­det? Sehr schwer zu ent­schei­den, zumal Jesus ja sagt, im Him­mel wer­de nicht mehr gehei­ra­tet. Ob damit aber die kom­ple­men­tä­re Gestal­tung des Men­schen hin­fäl­lig wird?

        An die­ser Fra­ge hängt jedoch die gan­ze der­zei­ti­ge inner­kirch­li­che Debat­te! Und mit Basta-Theo­lo­gie ist es nicht getan.

        Pfar­rer Milch hat­te schon recht, als er sag­te, die Tra­di­tio­na­li­sten däch­ten nicht christ­lich, son­dern „moham­me­da­nisch“. http://www.spes-unica.de/milch/texte/text.php?datei=1987_1pfingsten

      • @ dario

        Wel­che Tak­tik? Ich argu­men­tie­re in der Sache, Sie dage­gen pöbeln auf unter­stem Niveau her­um, ohne auch nur ein Fetz­chen Sach­hal­tig­keit.

        Jeder, der sich öffent­lich äußert — das gilt auch für die Pro­fes­so­ren — muss sich Fra­gen gefal­len las­sen. Und die habe ich ganz ruhig und mit Argu­men­ten gestellt. Aber er muss sich nicht gefal­len las­sen, dass er dumm und ad per­so­nam ange­macht wird. Daher: unter­las­sen Sie das jetzt bit­te, es nervt!

        Mich inter­es­sie­ren aus­schließ­lich die theo­lo­gi­schen Pro­ble­me, in denen wir ste­hen.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Okay — was genau ist mei­ne Apost­asie?

        Ich möch­te in aller Ruhe dar­auf hin­wei­sen, dass Sie sol­che Titu­lie­run­gen — noch dazu ohne irgend­ein Argu­ment — eines Tages vor einem Grö­ße­ren ver­ant­wor­ten müs­sen.

        Zum sach­li­chen Vor­ge­hen:

        Wenn Ihnen die Auf­fas­sung eines ande­ren häre­tisch vor­kommt, müs­sen Sie die­se Auf­fas­sung sach­ge­mäß zitie­ren und anschlie­ßend nach­wei­sen, war­um Sie die­se Auf­fas­sung für häre­tisch hal­ten. Dies aber auf­grund von Hl. Schrift, Dog­men und ver­bind­li­cher Lehr­tra­di­ti­on.

        Es ist als­dann wich­tig, nicht die Per­son des ande­ren als Aposta­ten zu beschimp­fen, son­dern die ein­ge­grenz­te kri­ti­sier­te und zitier­ba­re Auf­fas­sung des ande­ren.

        Tau­to­lo­gi­sche Wahr­heits­set­zun­gen sind unzu­läs­sig, von kin­der­gar­ten­ty­pi­schen Gesten ganz zu schwei­gen.

        So hat es die Kir­che immer gehal­ten, aller­dings durch die Hl. Inquisia­ti­on — klei­ne Gei­ster und Hob­by­theo­lo­gen hat­ten dazu kei­ne Befug­nis.

      • Und noch ein Nach­trag:

        Da ich ver­su­che, die Sache wirk­lich weit­blickend zu durch­den­ken und auch sehr viel lese, muss man die Ver­wi­schung der Eben­bild­lich­keit des kom­ple­men­tä­ren Men­schen zur Tri­ni­tät, der auch Augu­sti­nus erle­gen ist, wirk­lich ent­ge­gen­tre­ten.

        War­um?

        Inzwi­schen dient Augu­sti­nuns mit sach­li­chem Recht (!) einer schwul-les­bisch-quee­ren Theo­lo­gie als Unter­la­ge für ein a‑sexuelles Men­schen­bild. Hier beruft man sich aus­drück­lich auf die a‑sexuelle und rein psy­cho­lo­gi­sche Ana­lo­gie des mensch­li­chen Gei­stes zur tri­ni­ta­ri­schen Struk­tur, die er dis­ku­tiert hat und in der er tat­säch­lich, im fast drei­sten Wider­spruch zur Hl. Schrift (Gen. 1, 27) die Gott­eben­bild­lich­keit der Frau bestrei­tet, um sei­ne rein-gei­sti­ge Kon­struk­ti­on auf­recht­zu­hal­ten. Doch das nur am Ran­de. Im Ergeb­nis lie­fert die­se Ver­gei­sti­gung der quee­ren Theo­lo­gie jedes erdenk­li­che will­kom­me­ne Argu­ment!
        (z.B. hier ein Bei­spiel für die schwul-les­bisch-quee­re Theo­lo­gie auf S. 257: http://books.google.de/books/about/Sexualmoralische_Verstehensbedingungen.html?hl=de&id=eUltz0lB3ecC)

        Wie gesagt ist die­se Sache immer inten­siv und kon­tro­vers dis­ku­tiert wor­den, aber wie sehr gera­de die augu­s­ti­ni­sche Posi­ti­on hinkt und wie eine ver­spä­te­te Zeit­bom­be erst heu­te ihre ver­hee­ren­de Wir­kung ent­fal­tet, zumal sie in ziem­lich deut­li­chem Wider­spruch zur Schrift steht, offen­bart sich erst zu Zei­ten der Bestrei­tung der geschlecht­li­chen Dif­fe­ne­renz kla­rer. Dafür ist auch der Schluss­ab­schnitt mei­ner Quel­le oben zu Augu­sti­nuns ein sehr guter Beweis.

        Es genügt daher nicht, mit ein paar Hau­ruck­sät­zen die „Tra­di­ti­on“ zu ver­tei­di­gen. Das Pro­blem steckt im Detail und dar­in, dass gera­de die frü­hen Väter sehr viel Frag­wür­di­ges hin­sicht­lich der Geschlech­ter und der Ehe for­mu­liert haben, wor­aus ja bereits die Ortho­do­xie seit lan­gem ihre Irr­pra­xis zur Ehe her­lei­tet.

        Ohne eine genaue und red­li­che Beden­kung der Gesamt­pro­ble­ma­tik wird jeder Ver­such, die Tra­di­ti­on wie­der ins Zen­trum zu rücken, miss­lin­gen.

  6. Unse­re Ahnen hat­ten in den Umbrü­chen und Kata­stro­phen der letz­ten bei­den Jahr­hun­der­te im Papst­tum einen Garan­ten.
    Veni crea­tor Spi­ri­tus!
    Con­so­la­trix aff­lic­torum, ora pro nobis!

  7. Ber­go­glio kann den Frie­dens­no­bel­preis nach frei­mau­re­ri­schen Anga­ben ja erst bekom­men, wenn er als Vorl­lei­stung die katho­li­sche Sit­ten­leh­re zer­stört hat, so wie Paul der Schlech­te als Vor­lei­stung für sei­nen UNO-Auf­tritt die Tia­ra able­gen muß­te. Bei­de sind folg­sa­me Adep­ten ihrer Obe­ren, so wird auch Ber­go­glio sei­nen Lohn in die­ser Welt erhal­ten, in der ande­ren möch­te ich lie­ber nicht an sei­ner Stel­le sein!

  8. Herz­li­chen Dank für die Ver­öf­fent­li­chung des Auf­sat­zes von Rober­to de Mattei, den man in allen ande­ren katho­li­schen Medi­en in Deutsch­land ver­ge­bens suchen müss­te.
    Die Situa­ti­on in unse­rer Kir­che kann man nur noch als dra­ma­tisch bezeich­nen.

    Aller­dings liegt das Dra­ma ca. 55 Jah­re zurück: Es wur­de grund­ge­legt, ent­wor­fen auf dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil.

    Die ein­zi­gen Bischö­fe, die sich eini­ge Jah­re spä­ter der Ent­wick­lung ent­ge­gen­ge­stemmt haben, waren Erz­bi­schof Lef­eb­v­re und Bischof de Castro May­er. Bei­de sind exkom­mu­ni­ziert zu Gra­be getra­gen wor­den und nicht reha­bi­li­tiert.

    Auf pius-info wur­de vor kur­zem ein Bei­trag von 1980 ver­öf­fent­licht, in dem Erz­bi­schof Lef­eb­v­re aus­drück­lich vor Kar­di­nal Kas­per warn­te, der damals natür­lich noch nicht Kar­di­nal war. Er ver­glich ihn in sei­ner Gefähr­lich­keit für den Glau­ben mit Bischof Leh­mann und Hans Küng.

    Alle, die den katho­li­schen Glau­ben als Theo­lo­gen ken­nen, hät­ten wis­sen müs­sen, was der fran­zö­si­sche Erz­bi­schof wuss­te. Ihm wur­de ja kein gehei­mes Mate­ri­al zuge­spielt, er hat ledig­lich die Ver­öf­fent­li­chun­gen Kas­pers gründ­lich gele­sen und bewer­tet. Die Ver­ant­wor­tung dafür, dass Kas­per nicht zur Rechen­schaft gezo­gen wur­de, son­dern im Gegen­teil wei­ter Kar­rie­re mach­te, tra­gen der hei­li­ge Papst Johan­nes Paul II. und sein Glau­bens­prä­fekt Kar­di­nal Ratz­in­ger. Wobei ich mich aus­drück­lich vom Kom­men­tar von @wickerl distan­zie­re. Nicht nur der Spra­che wegen. Son­dern weil es eine bös­wil­li­ge Unter­stel­lung ist, dass Kar­di­nal Ratz­in­ger- Bene­dikt XVI. die katho­li­sche Ehe­leh­re aus­höh­len woll­te. Er woll­te es nicht, er hat sie aus­drück­lich ver­tei­digt und wur­de übel ange­grif­fen des­we­gen. Aber ein Feh­ler bleibt ein Feh­ler, ob man ihn will oder nicht.

    Zurück zu Erz­bi­schof Lef­eb­v­re: Er hat die­se Ent­wick­lung ganz klar vor­aus­ge­sagt, immer an Hand von Doku­men­ten, von Vor­fäl­len, in denen Bischö­fe gegen die Leh­re ver­stie­ßen.

    Doch der Erz­bi­schof hat sich in einer Fra­ge getäuscht: Er hat bei der Bischofs­wei­he 1988 nicht damit gerech­net, dass die­se Kri­se so lan­ge dau­ert. Um ein Schis­ma zu ver­hin­dern, haben die von ihm geweih­ten Bischö­fe nur die Wei­he­voll­macht, jedoch kei­ne Juris­dik­ti­on.

    Die Fra­ge, wie Erz­bi­schof Lef­eb­v­re jetzt reagie­ren wür­de, stellt sich nicht, kein Mensch kann sie beant­wor­ten.

    Dar­aus ergibt sich: Wir brau­chen Bischö­fe, die sich Papst Franz aktiv gegen­über­stel­len, inhalt­lich in der Form, die dem Auf­satz von Rober­to de Mattei ent­spricht.

    Wenn Bischö­fe und der eine oder ande­re Kar­di­nal ihrer Pflicht nach­kom­men, die letz­te Basti­on des Glau­bens zu ver­tei­di­gen und sich Herrn Ber­go­glio ent­ge­gen­stem­men, haben wir das Schis­ma.

    „Das Modell Lef­eb­v­re“ war 1988 rich­tig, nach mei­ner Auf­fas­sung.

    Doch es ist spä­te­stens jetzt über­holt. Ein „Wei­ter-so“ wird das Erschei­nungs­bild der katho­li­schen Kir­che noch wei­ter zer­stö­ren. Die Angst vor einem mög­li­chen Schis­ma scheint mir gefähr­li­cher als ein Schis­ma selbst.

    • Deutsch­land gehört den Pro­te­stan­ten.
      Deutsch­land spielt nicht nur geo- und wit­schafts­po­li­tisch in Euro­pa wie­der eine zen­tra­le Rol­le.
      Die ‚pro­te­stan­ti­schen‘ Bischö­fe Deutsch­lands beherr­schen Rom. Dort zie­hen sie alle Regi­ster.
      ‚Wir‘ sind tat­säch­lich immer noch Papst.
      Bzw. jetzt erst recht!!
      Lei­der!

      • Das Deutsch­land pro­te­stan­tisch ist, ist ja nix Neu­es… Aber: das es Öster­reich jetzt auch ist und auf vor­der­ster Wel­le mit­rei­tet, das ist neu. Der seli­ge Kai­ser Karl hat sicher schon einen Dreh­wurm, weil er sich so oft im Grab rum­dre­hen muss

  9. Lei­der die alt­be­kann­te und unver­nünf­ti­ge Het­ze gegen Papst Bene­dikt XVI. von @Wickerl, @Armin und wem auch immer noch. Da ist man unfä­hig zu unter­schei­den und bedient sei­nen Kir­chen­hass gegen Gute. Bei­de ver­or­te ich im Lager der Kir­chen­zer­stö­rer.
    Die ver­leum­de­ri­schen Attacken gegen Papst Bene­dikt XVI. möch­te ich hier­mit, wenn erlaubt, wie­der­um zurück­wei­sen

    • Franzl: Fra­ge an Sie: Was hat sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI AKTIV unter­nom­men? Was hat Bene­dikt XVI gegen die Wöl­fe im Schafs­pelz unter­nom­men, wann wur­den anti­ka­tho­li­sche Bischö­fe und Prie­ster von Ihm bestraft, ein Leh­man, Kas­par, Schön­born, Marx, Woel­ki, Hans Küng, Zuleh­ner, Schül­ler usw. denn die­se haben ja nicht erst seit „Fran­zis­kus I ihre anti­ka­tho­li­sche Frat­ze zu erken­nen gege­ben.

      Ja theo­re­tisch war Papst Bene­dikt XVI ein genia­ler Papst, aber was hat er prak­tisch umge­setzt? Sie­he „Für Vie­le“, „Summo­rum Poti­fi­cum“, „Actus for­ma­lis“ er hat vie­les so for­mu­liert dass aus JA auch ein NEIN wer­den konn­te und Unge­hor­sam hat er sich ein­fach gefal­len las­sen. Und mit sei­nem Rück­tritt hat er auch bewie­sen, dass er nur den Wor­ten nach ein „Tra­di­tio­na­list“ war, genau daher bete ich nach wie vor für sei­ne Hei­li­gen Papst Bene­dikt XVI, dass er nun als eme­ri­tier­ter Papst sein anti­ka­tho­lisch zu nen­nen­des Schwei­gen bricht. Und solan­ge er dies nicht tut, steht er eben auch auf Sei­ten der Fein­de Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che. „wer schweigt dul­det“

      Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

      • @ Armin: „…genau daher bete ich nach wie vor für sei­ne Hei­li­gen Papst Bene­dikt…“
        Ihnen ist ein freud­scher ‚Ver­schrei­ber‘ unter­lau­fen.
        Sie haben bei Ihren Ein­wen­dun­gen nicht unrecht. Trotz­dem sagt ihnen ihr ‚Tie­fen­be­wusst­sein‘, dass sie sich gegen Bene­dikt ver­sün­di­gen, wenn sie ihn der­art schlecht ’schrei­ben‘.
        Beten Sie wei­ter­hin für ihn. Die­sen zar­ten und hei­lig­mä­ßi­gen Papst, den man so oft schon ver­kannt hat.

      • Pater Pio: Ich bete jeden Tag für die von Gott dem Herrn abge­fal­le­nen Prie­ster, Bischö­fe damit sie eben zu Gott den Herrn und sei­ner Kir­che zurück­fin­den.

        Gebet für Prie­ster, Bischö­fe, die ihrer Hei­li­gen Beru­fung untreu wur­den:
        Gött­li­cher Hei­land Jesus Chri­stus, Du bist der gute Hirt, der Sein Leben gibt für Sei­ne Scha­fe. Sei ganz beson­ders guter Hir­te den armen, ver­irr­ten Prie­stern, die Du zu Füh­rern Dei­nes Vol­kes bestellt hat­test, die Dir aber den Treue­schwur ihrer Hei­li­gen Wei­he bra­chen und ihrer erha­be­nen Beru­fung untreu wur­den, oder die in Gefahr ste­hen, ihrer erha­be­nen Beru­fung untreu zu wer­den. Schen­ke die­sen Prie­stern die gan­ze Fül­le Dei­ner dem ver­irr­ten Schäf­lein so treu nach gehen­den Hir­ten­sor­ge! Berüh­re ihr Herz mit dem alles besie­gen­den Gna­den­strahl Dei­ner „All­barm­her­zi­gen Lie­be“! Erleuch­te ihren Geist und stär­ke ihren Wil­len, auf dass sie aller Sün­de und allem Irr­tum den Rücken keh­ren und zu Dei­nem Hei­li­gen Altar und zu Dei­nem Volk zurück kom­men. O gütig­ster Hei­land! Geden­ke, dass Du die See­len der ver­irr­ten Prie­ster einst mit Dei­nem Kost­ba­ren Blut erkauft und in unend­li­che bevor­zu­gen­der Lie­be mit dem unaus­lösch­li­chen Merk­mal der Prie­ster­wei­he gezeich­net hast. Mache gänz­lich zu Schan­den jede bekla­gens­wer­te­sten Hel­fers­hel­fer Satans, die der Tugend der Prie­ster nach­stel­len und ihr Hei­li­ges Prie­ster­ide­al gefähr­den. Fle­he auch, Du Mut­ter aller Prie­ster, für all jene gefähr­de­ten und irren­den Prie­ster, die Weg und Ziel nicht mehr klar sehen und sich nach eige­nem Gut­dün­ken eine ande­re Rich­tung suchen. Kei­ne Mut­ter lässt ihr Kind im Stich, wenn es in Gefahr ist. So sen­de auch Du Dei­ne Hei­li­gen Engel zu einem so ein­dring­li­chen Mah­nen, dass es nicht über­hört wer­den kann! Maria, Mut­ter unse­res Herrn, hal­te Dei­nem gött­li­chen Sohn Dei­ne Hän­de, Dein Herz, Dei­ne Trä­nen als Löse­geld hin, und ER wird alles anneh­men und den Prie­stern das wah­re Licht und rech­te Kraft und die ver­lo­re­ne Freu­de schen­ken. Gütig­ster Hei­land, nimm unse­re Gebe­te und Opfer für die armen ver­irr­ten Prie­ster mit beson­de­rer Huld an und erhö­re uns. Amen

      • @Armin
        Ich ver­ste­he sie. Sie sind nicht der ein­zi­ge der über Bene­dikt XVI skep­tisch denkt. Na gut, wenn aber kein Blatt zwi­schen ihm und Ber­go­glio passt gibt es kei­nen Raum mehr für Glo­ri­fi­zie­rung.
        „Sub­si­stit in“ die gefähr­lich­ste Waf­fe des Kon­zils­gei­stes.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  10. „Undi­gni­fied, Shame­ful, Com­ple­te­ly Wrong.“ Kar­di­nal Mül­ler zu dem Arbeits­pa­pier.
    („Rora­te Cae­li“, Über­set­zung aus La Repubbli­ca)

  11. Zu die­sem guten Arti­kel: es bleibt abzu­war­ten wie sich Papst Fran­zis­kus end­gül­tig ent­schei­det. Wenn sich an ihm nicht noch ein Bekeh­rungs­wun­der ereig­net, dann kommt der von der Mut­ter­got­tes an ver­schie­de­ne Per­so­nen mit­ge­teil­te Bruch in der Kir­che.
    Das wäre dann auch womög­lich gar nicht so schlecht. Dann sind jeden­falls die Fron­ten klar und dann kann sich jeder selbst auch ent­schei­den. Wie das dann jeweils vor Ort aus­sieht, ist natür­lich die span­nen­de Fra­ge. Man braucht ja schließ­lich den Herrn Pfar­rer vor Ort, selbst wenn er dann sehr wahr­schein­lich zur Gegen­kir­che des Herrn Kar­di­nals Kas­per gehört.

    Wie das gan­ze Pro­ce­de­re in Rom aus­se­hen mag, das möch­te man sich gar nicht vor­stel­len.
    Es gilt zu beten und auf­zu­op­fern. Alles ande­re kann man getrost dem Him­mel über­las­sen. Der Herr wird gege­be­nen­falls selbst ein­grei­fen bzw. die Mut­ter­got­tes wird dem Satan den Kopf zer­tre­ten.

  12. Wofür ich wirk­lich mal dank­bar wäre, wenn mir kom­pe­tent erklärt wer­den wür­de, wie­so ein Prie­ster, der in sei­ner Pfar­rei prak­tisch das Buß­sa­kra­ment abge­schafft hat, der in sei­nen Pre­dig­ten durch­blicken läßt, dass er an der die Aller­lö­sungs­lü­ge glaubt, wie ein sol­cher Prie­ster die Sakra­men­te gül­tig spen­den kann. Z.B. die hl.Eucharistie fei­ern kann.?

    • Kom­pen­di­um des KKK
      229. War­um sind die Sakra­men­te wirk­sam?
      Die Sakra­men­te wir­ken ex ope­re ope­ra­to („auf­grund der voll­zo­ge­nen sakra­men­ta­len Hand­lung“). Denn Chri­stus ist in ihnen am Werk und ver­mit­telt die Gna­de, die sie bezeich­nen, unab­hän­gig von der per­sön­li­chen Hei­lig­keit des Spen­ders. Die Früch­te der Sakra­men­te sind aber auch von der inne­ren Ver­fas­sung ihres Emp­fän­gers abhän­gig.

      http://www.vatican.va/archive/compendium_ccc/documents/archive_2005_compendium-ccc_ge.html

      Zu die­sem The­ma eine schö­ne Kathe­che­se auf radiohor­eb vom 14.10.14
      http://www.horeb.org/index.php?id=download-katechismus

      • …na so ganz reicht das aber nicht hin — wich­tig war bei der Spen­dung der Sakra­men­te auch stets die Inten­ti­on, also die Über­zeu­gung, mit der Spen­dung des sakra­men­tes das zu spen­den, was die Kir­che damit meint.

        Die Fra­ge nach der Gül­tig­keit der so gespen­de­ten Sakra­men­te ist also berech­tigt.

        Was der KKK schreibt trifft dann zu, wenn der Spen­der der Sakra­men­te trotz allem die Inten­ti­on hat, die Sakra­men­te echt zu spen­den, auch wenn er per­sön­lich in Sün­de ist. Der Prie­ster, von dem hier die Rede ist, hat aber den Glau­ben an die Wirk­sam­keit der Sakra­men­te inso­fern auf­ge­ge­ben, als sie in ihrer tra­dier­ten Form und dem damit ver­bun­de­nen Inhalt eigent­lich über­flüs­sig sind — sei­ner Inten­ti­on nach.

  13. Kapu­zi­ner­pre­digt:
    Ich hab, im Him­mel, kei­ne Frag
    heut mei­nen pre­digt­frei­en Tag.
    Doch seh‘ ich die­sen Sün­den­pfuhl
    dann drängt es mich zum Pre­digt­stuhl!
    Schon Pau­lus sagt, ganz ohne Häme:
    Wenn‘ s mög­lich wär, ein Engel käme,
    vom Him­mel run­ter, ganz ver­rucht
    und and­res lehrt, er sei ver­flucht!
    Wenn der Apo­stel Engel schilt,
    das glei­che für Prä­la­ten gilt!
    Ein Herr in Lila, rot und weiß,
    ders bes­ser wie die Bibel weiß,
    ist eben­so zu über­ge­hen
    wie Engel aus den Him­mels­hö­hen!
    Bald mel­den fröh­lich die Zer­stö­rer:
    Con­chi­ta Wurst wir Kir­chen­leh­rer
    und Wester­wel­le Kar­di­nal!
    Ganz ehr­lich, das wär mir egal!
    Das wär mir „Wurst“ und zeigt nur an,
    das die­se Lehr nicht stim­men kann
    Sagt nicht der wah­re Herr Welt
    wenn‘ s Laub vom Fei­gen­bau­me fällt,
    dann steht der Win­ter vor der Tür
    und gra­de so ist es auch hier!
    Der Win­ter naht, viel­leicht nicht mor­gen,
    doch sollt ihr heut schon dafür sor­gen!
    Geht nur zu wah­ren Mes­se hin,
    behal­tet Gott in eurem Sinn,
    greift nicht das Höch­ste mit den Hän­den
    sonst könn­tet Ihr wie jene enden,
    die schon auf die­sem Wege wan­deln
    und schlecht bei der Syn­ode han­deln
    gegen Got­tes hei­lig Wort,
    begeh‘ n der eig­nen See­le Mord.
    Bleibt fest und ehret Got­tes Namen,
    blei­bet gut katho­lisch . Amen

  14. Man müss­te Pater Leppich wie­der­be­le­ben. Der hät­te noch mut, was zu sagen, d.h. öffent­lich.
    Wir hier schrei­ben zwar mutig, aber irgend­wie ver­stecken wir uns auch, weil wir genau wis­sen, drau­ßen wird man uns in eine Zwangs­jacke stecken, wenn wir von Sün­de und Bekeh­rung spre­chen wür­den.

  15. In einem ande­ren Dis­kus­si­ons­fo­rum hat jemand zu einem ande­ren The­ma geschrie­ben:
    Lasst uns auf­hö­ren zu dis­ku­tie­ren, um zu beten.

    Das passt auch hier.

  16. Ber­go­glio ist der schlimm­ste und gefähr­lich­ste Inha­ber des römi­schen Stuh­les seit Hono­ri­us I.. Er bringt die Deka­denz des kon­zi­lia­ren und nach­kon­zi­lia­ren Papst­tums an ihren Tief­punkt.

  17. Herr de Matt­heis ver­giss ger­ne, dass der Wider­stand Tho­mas Morus‘ und John Fischers gegen Hein­rich VIII gera­de DIE TREUE ZU ROM und ZUM PAPST bzw. zu sei­ner Ent­schei­dung in der Ange­le­gen­heit der Ehe des Mon­archs mit Katha­ri­na von Ara­gon (sie­he dazu die Brie­fe des Hl. Tho­mas aus dem Turm von Lon­don, die legen die­se Pro­ble­ma­tik klar, sowie, im Übri­gen, das The­ma der viel­dis­ku­tier­ten Kol­le­gia­li­tät der Bischö­fe im Ver­hält­nis zum Pri­mat des Pap­stes)
    Ich glau­be, der Hei­li­ge Tho­mas Morus wür­de vor der Unru­he­stif­tung des Herrn de Matt­heis schmun­zeln, und ihm mit einen gewis­sen Witz dar­an erin­nern, dass der Papst zu die­sem Doku­ment, (wel­ches NICHT zum Kirch­li­chen Lehr­amt gehört) und ihren Aus­sa­gen sich nicht geäu­ßert hat. Die Hal­tung des Herrn de Matt­heis erin­nert er an die Hal­tung Crom­wells gegen­über des Hl. Tho­mas, als an die Hal­tung eines Men­schen, der Gott und sei­nem Ver­tre­ter einen Vor­schuss an Ver­trau­en gibt…

  18. Das VII hat uns pro­te­stan­ti­siert, die­se Syn­ode angli­ka­ni­siert und, man­che Aus­sa­gen von Papst Fran­zis­kus gehen Rich­tung Islamisierung(Relativierung der Drei­fal­tig­keit)

  19. Gott­sei­dank ist nicht de Mattei, son­dern der Papst für Katho­li­ken die Richt­schnur des Katho­li­schen.

    • Auch dem Papst gegen­über bracht kein Katho­lik sein Gewis­sen und auch nicht sei­nen Ver­stand aus­zu­schal­ten. Und haben Sie noch nicht rea­li­siert, dass der Papst höch­stens der Stell­ver­tre­ter, aber nicht der Ober­leh­rer des lie­ben Got­tes ist?

    • Noch viel schim­mer kann eine Aus­sa­ge nicht mehr sein. Wir haben schon in der ersten Klas­se gelernt, dass Richt­schnur, was katho­lisch ist, allein die Gebo­te Got­tes und die Aus­sa­gen des Lehr­am­tes sind- nicht aber das gren­zen­los dum­me Genu­schel eines Herrn Ber­go­glio. Las­sen Sie doch viel­leicht Ihre schon pein­li­che Ber­go­gi­lo Anbe­tung nicht all­zu­deut­lich her­aus­hän­gen- das ist nur noch pein­lich- rich­tig pein­lich!

  20. Ver­ehr­te Zeit­schnur
    habe Ihre wun­der­ba­ren Aus­füh­run­gen über die Got­tes­mut­ter gele­sen. http://zeitschnur.blogspot.de/

    eine Ant­wort eines klei­nen unge­bil­de­ten Gläu­bi­gen:

    Der Rosen­kranz – himm­li­sche Gebär­mut­ter

    Wer sich in das Rosen­kranz­ge­bet hin­ein­be­gibt macht an der Nabel­schnur zum Him­mel fest. Wir müs­sen kei­ne Lei­stun­gen brin­gen. Das Wie­der­ho­len des „Gegrü­ßet seist du Maria“ ent­spricht dem ruhi­gen Atmen der See­le. Wir kön­nen uns ein­fach im himm­li­schen Frie­den aus­ru­hen. Wir wer­den mit himm­li­schen Gna­den genährt.
    Die­ses täg­li­che Gebet ist eigent­lich alles.
    Dank, Lob­preis, Hin­ga­be, Zwie­ge­spräch, Betrach­tung und Anbe­tung des Drei­fal­ti­gen.
    Was wir nicht kön­nen macht unse­re himm­li­sche Mut­ter. Es gibt Ver­än­de­run­gen in unse­rem Leben. Manch­mal und mei­stens unschein­bar. Aber auch manch­mal erstaun­lich.
    Sicher ist, dass wir in einem geschütz­ten gei­sti­gen Raum sind. Des­we­gen ist die­ses Gebet über­all ange­bracht. Zuhau­se, im Auto, im Bahn­hof, auf dem Flug­ha­fen, auf dem Park­deck, am Strand oder auf den Ber­gen.
    Es ist natür­lich ein Geschenk, wenn man zu zweit ist. Aber das ist ja gera­de der Punkt. Auch wenn du schein­bar allein betest, bist du mit Maria unse­rer himm­li­schen Mut­ter zusam­men im Gebet. Also in Wirk­lich­keit nicht allein.
    Der Glor­rei­che, Freu­den­rei­che, Schmerz­rei­che und der Licht­rei­che Rosen­kranz betrach­tet das Leben und Erlö­sungs­werk Jesu.
    Aber da gibt es jede Men­ge ande­rer Rosen­krän­ze. Wir zu Hau­se beten immer am Mitt­woch den Rosen­kranz zum Hl. Josef. Eine wun­der­ba­re Betrach­tung der Hl. Fami­lie. Immer­hin hat Jesus 30 Jah­re in so einer Fami­lie ver­bracht.
    Sehr wich­tig ist der Rosen­kranz zur gött­li­chen Barm­her­zig­keit. Auch der größ­te Sün­der, der nur ein­mal die­sen Rosen­kranz mit Reue betet, erfährt in sei­ner Todes­stun­de Ret­tung.
    Jedes Geschöpf, des­sen Herz und Ver­stand noch nicht durch Geld, Macht, Luxus und Per­ver­si­on zer­stört ist, hat das natür­li­che Bedürf­nis sei­nen Schöp­fer anzu­be­ten und zu dan­ken.
    Also, gebt Zeug­nis von eurer Hoff­nung.

    • Erwäh­nen möch­te ich noch den Lie­bes­flam­men­ro­sen­kranz (der mit den roten Her­zen). Die Mut­ter­got­tes hat gesagt, dass in der Zeit, wo man die­sen Rosen­kranz betet (ca. 10 Minu­ten) Satan so sehr von der Lie­bes­flam­me geblen­det wird, dass er den Griff über der Welt lösen muss. In die­ser Zeit kann die Barm­her­zig­keit Got­tes, selbst in den ver­här­tet­sten Sün­dern, wir­ken.

    • Lie­ber Leo Stratz,

      haben Sie herz­li­chen Dank für den Bei­trag. Viel­leicht noch eine Ergän­zung:

      // Sicher ist, dass wir in einem geschütz­ten gei­sti­gen Raum sind. Des­we­gen ist die­ses Gebet über­all ange­bracht. Zuhau­se, im Auto, im Bahn­hof, auf dem Flug­ha­fen, auf dem Park­deck, am Strand oder auf den Bergen..//

      Im öffent­li­chen Raum (Bahn­hof etc.) ist es durch die äuße­ren Ein­flüs­se und Ablen­kun­gen oft­mals sehr schwie­rig (zumal noch allein), sich so weit in sich zu keh­ren, um zu einer wür­di­gen Hin­ga­be und Betrach­tung (oder wie Sie so schön schrei­ben „im himm­li­schen Frie­den aus­ru­hen“) zu gelan­gen — um ganz bei IHM zu sein. Das erfor­dert viel Übung und Anstren­gung — so mei­ne Erfah­rung. Viel­leicht aber ist dies auch das Öl, das es für die Lam­pen zu sam­meln gilt, um in den schwie­ri­gen Zei­ten (die zwei­fel­los noch kom­men wer­den) davon genü­gend vor­rä­tig zu haben, um dem Bräu­ti­gam, wenn er kommt, mit bren­nen­den Lam­pen begeg­nen zu kön­nen.

      • Mei­ne Erfah­rung ist, dass man aber auch im größ­ten äuße­ren Tru­bel oder auch einer aktu­el­len inne­ren Auf­ge­wühlt­heit durch den Rosen­kranz zur Ruhe kommt und plötz­lich die Schwel­le über­schrei­ten darf in ein „ande­res Land“.

        Gera­de das ruhi­ge Wie­der­ho­len ist da eine gro­ße Hil­fe, die syn­tak­ti­sche Zen­trie­rung auf die Geheim­nis­se Chri­sti, die eben auch Geheim­nis der Erlö­sung des Men­schen und sei­ne Ver­wand­lung zu Gott hin sind (was in Maria so hell wider­scheint).

        Es ist, als könn­te man tat­säch­lich für Momen­te in den Him­mel sehen.

      • Ja, das stimmt, lie­be Zeit­schnur.
        Sobald die Schwel­le über­schrit­ten hat, erkennt man auch die Nich­tig­keit vie­ler (welt­li­cher) Sor­gen und erkennt eigent­lich, dass „Gott allein genügt“. — Ein Stück Him­mel vor­weg.

  21. Beten wir für die gott­ge­weih­ten Die­ner, nicht nur in sei­nem Umfeld, die er in die Irre, von Jesus weg­führt.

  22. Wenn ich mich in die Dis­kus­sio­nen und guten Bei­trä­ge (wie von @zeitschnur) von gestern ein­klin­ken kann:
    Ich fin­de, die Ehe, also die Ehe zwi­schen Mann und Frau ist nicht allein Abbild der gött­li­chen Tri­ni­tät. Ich wür­de sagen, daß die Ehe zwi­schen Mann und Frau ein Abbild der „Ehe“ zwi­schen Gott und der Jung­frau und Got­tes­ge­bä­re­rin Maria ist. Maria ist der Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis des Men­schen über­haupt wie dann auch der Ehe wür­de ich mei­nen.
    Maria wur­de geschaf­fen oder gedacht von Gott vor allem „Anfang“, also vor dem „im Anfang…“; somit wah­rer­wei­se auch vor den Engeln.

    Die Ehe zwi­schen Mann und Frau ist ein Bild und Abbild der „Ehe“ zwi­schen Gott und Maria. Die­se Ehe ist rein­ste Keusch­heit, rein­ste Weis­heit, rein­ste Lie­be. Und des­we­gen, nicht trotz­dem, son­dern dse­we­gen wur­de sie auch im und durch den Hl. Geist schwan­ger und Gebä­re­rin, Got­tes­ge­bä­re­rin.

    Das ist so und es ist ein gro­ßes Geheim­nis. So ist auch die Ehe zwi­schen Mann und Frau ein Geheim­nis. Man wirds nie ergrün­den kön­nen, nur im demü­ti­gen Glau­ben anneh­men kön­nen.
    Wenn man Maria aus­klam­mert, wird man das Wesen des Men­schen wie auch der Ehe nicht ver­ste­hen kön­nen m.Er.

    Daß die sog. Welt das nicht begreift ist soz. kein Wun­der. Und daß die Theo­lo­gen das nicht begrei­fen, ist womög­lich auch kein Wun­der. Wer aber Maria ehrt, ver­steht die Zusam­men­hän­ge (irgend­wann), ist jeden­falls auf dem rich­ti­gen Weg möch­te ich sagen.

    • @ Fran­zel

      …ich mein­te nicht, dass die Ehe „allein“ Abbild der Tri­ni­tät ist… Ich habe ja sofort auch von der Ver­mäh­lung zwi­schen Him­mel und Erde gespro­chen..

      Was vie­le nicht ver­ste­hen ist, dass die tri­ni­ta­ri­sche Struk­tur über­all im Wesen und Sein des Men­schen Spu­ren hin­ter­lässt, dies aber aus dem ein­fa­chen und biblisch stark bezeug­ten Grund, dass der Mensch „als Mann und Frau“ (Gen. 1) Eben­bild die­ser Tri­ni­tät ist.

      Wie ich aber schon öfters dar­ge­legt habe, bin ich über­zeugt, dass die Eben­bild­di­men­sio­nen mul­ti­pel sind, und kein Mensch sie auf Erden je ganz durch­drin­gen wird. Selbst der hl. Pau­lus sagt dazu „Hoc sacra­men­tum magnum est“ (also die Ehe) und deu­tet damit an, dass in der Ehe ein tie­fes, aller­tief­stes Geheim­nis steckt.

      Wenn ich ein Zip­fel­chen die­ser gro­ßen Geheim­nis­se erfas­sen darf, manch­mal viel­leicht nur für Lid­schlä­ge, dann erfüllt mich das mit gro­ßer Freu­de!

      Falls ich dar­in irren soll­te, kann man mir ger­ne sach­lich und ruhig etwas ent­ge­gen­hal­ten.
      Da all die Anfein­dun­gen hier aber grund­sätz­lich nur feind­se­lig, nie­mals aber sach­hal­tig sind, dürf­te klar sein, aus wel­cher Quel­le sie stam­men.
      Zum Glück gibt es hier ja noch ein paar Leu­te, mit denen man ganz nor­mal und zivi­li­siert einen Dis­kurs füh­ren kann.
      Dan­ke all die­sen Postern!

  23. Die­se Angrif­fe auf zeit­schnur sind wirk­lich uner­träg­lich. Wer die Wahr­heit nicht ver­trägt soll weg­blei­ben. Oder fehlt ein­fach das Wis­sen oder die Logik

    • Trotz­dem ist es lei­der der Ton, der die Musik macht! Memen­to: for­ti­ter in re sua­vi­ter in modo! fällt mir lei­der- Gott seis geklagt auch nicht immer leicht.

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